Der Anschlag auf eine Lebenslüge

Karl Marx mit Turban - KI generiert
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Die Bundesrepublik wird terrorisiert. Selten noch von Islamisten, häufig aber von deren ungleichen Freunden.

Kaum fand der Schrecken nach dem Anschlag auf den Christopher-Street-Day in Berlin zumindest auf der Straße ein Ende, da verlagerte er sich in den öffentlichen Debattenraum. Die üblichen Verdächtigen, Leute, die im Regelfall links stehen, machten einfach da weiter, wo der junge Islamist aufgehört hatte. Sie terrorisierten die Öffentlichkeit in einem vielleicht bis dato kaum dagewesenen Maße – und dies nur, um die eigene Lebenslüge weiter auf Kosten der Allgemeinheit ausleben zu können. Wie alte ägyptische Hohepriester einst, stürzten sie sich auf das Ereignis und fingen damit an, es nach Vorstellungen der herrschenden Ordnung zu deuten.

Jede Gesellschaft hat ihre Deutungsfunktionäre – heute gibt es dergleichen vielleicht mehr als je zuvor in der Geschichte menschlicher Machtsicherung. Auch, weil der Markt für Deutungsagenten liberalisiert wurde – bei gleichzeitiger Alimentierung von verkappt-staatlicher Seite. In diesen Tagen muss man nicht mehr komplex in eine Geistesschule eingewiesen oder ein Gedankengebäude eingeführt werden, um die deutungspriesterlichen Weihen zu erhalten. Es gibt auch kein Initiationsritual, das kenntlich machte, dass man nun zur Elite der Deuter gehört. Nein, heutzutage reicht es vollkommen aus, einen nichtregierungsorganisierten Social-Media-Kanal zu haben, auf dem man dann seine Deutungen unter die Dummköpfe bringen kann. Wenn es gelingt, dass die Mehrheit der Dummen einen aus der Hand frisst, bleiben die politischen Machtverhältnisse halbwegs unberührt. Der NPC ist die zeitgenössische Prätorianergarde des woken Betroffenheitsregimes und seiner politischen und medialen Funktionskaste.

Leider kein weißer Christ

Die Quintessenz der mannigfachen Deutungen lässt sich schnell zusammenfassen, sie lautet: Nein, es gibt keine Lebenslüge. Nein, wir haben uns nicht getäuscht und auf falsche Freunde gesetzt. Nein, wir müssen weiter am Kurs festhalten. Und ja, alles, was dazu im Widerspruch steht, muss dringend unterbunden werden. Besser wäre es da gewesen, ein weißer Mann hätte die Tat begangen, ein Cis-Hetero, der überdies auch noch offensiv als Christ auftritt, der konservativ ist, einer vielleicht sogar, der die AfD nicht in Bausch und Bogen verurteilt. Ein solcher Attentäter hätte die vorher angekündigten Warnungen, wonach die Rechten die größte Gefahr für die CSD-Community seien, aufs Schönste bestätigt. Dumm nur, dass es ganz anders war – es war ein Kanake. So formulierte es eine junge Frau in Berlin, wobei sie dieses K-Wort hörbar liebevoll benutzte, wie einen Kosenamen für jemanden, der »zu uns« gehört. Ein weißer Christ wäre ihr, so betont sie, durchaus lieber gewesen.

Das verwundert nun wahrlich nicht. Denn das Attentat, der islamistische Hintergrund desselbigen, hat die wichtigste Lebenslüge der zeitgenössischen Linken gut sichtbar aufs Tapet gelegt: Das Faible für den Islam, das man in langen Jahren kultiviert hatte. Die Nähe war stets geprägt von der Zurschaustellung linker Dummheit, die für ein extremistisches Gedankengut – wie dem des radikalen Islam – zupasskam. Extremisten würden Linke wählen – was heißt da »würden«? Die gemeinsame Ablehnung des westlichen Gesellschaftsmodells – wenn auch aus ganz unterschiedlichen Gründen –, ließ in der westlichen Linken eine Islamfreundlichkeit heranwachsen, dem überhaupt nicht der Sinn danach stand, die dramatischen Unterschiede erkennen zu wollen, die zwischen links und islamisch zu finden sind.

1994 hatte der Vorsitzende der kleinen britischen Socialist Workers Party – ein Mann namens Chris Harmann – einen Aufsatz veröffentlicht, der den Titel »Der Prophet und das Proletariat« trug. Harman ging in der Arbeit der Frage nach, wie antikapitalistisch und damit wie aufgeklärt für linke Ansätze der Islam tatsächlich sei – und ob sich ein gemeinsames Bündnis beider Seiten gegen die liberale Marktwirtschaft und ihren Profiteuren rechtfertigen ließe. Zwar attestierte der Autor vielen islamischen Bewegungen, auch und ganz besonders den radikalen Ablegern, dass sie ein soziales Motiv in sich tragen würden, sie seien schließlich aus sozialer Ungerechtigkeit hervorgegangen, aber für eine emanzipatorische Partnerschaft eignete sich der Islam für europäische Linke auf gar keinen Fall. Denn die Ideologie des radikalen Islam widerspreche linken Vorstellungen maßgeblich. Über solche Nebenwidersprüche sind die zeitgenössischen Linken längst hinfort geschritten – und selbst wenn sie sich nun aufdrängen, weil sie in der Realität einschlagen wie eine Bombe, hält man am fatalen Irrtum dieser eigentümlichen Kooperation fest. Die Lebenslüge wird weiter beatmet, weiter an lebenserhaltenden Maschinen angeschlossen, auch wenn sie in letzter Konsequenz Leben tilgt und weiter gefährdet.

Lebenslüge: Der Islam als Alternative

Es darf einfach nicht sein, dass man sich jetzt mindestens drei Jahrzehnte – in Wahrheit gibt es zwischen Linken und Islam schon sehr viel länger fruchtbare Beziehungen, immerhin lernten linke Radikale im Nahen Osten einstmals das Schießen – auf einen vollkommen falschen Partner konzentriert hat. Wenn ich das hier schreibe, glauben Sie mir, ich packe mich an der eigenen Nase. Vor knapp 20 Jahren, als ich noch einen kleinen Blog mein Eigen nannte, habe ich immer wieder und im der Tonalität des absoluten Durchblicks erklärt, dass man den Islam – auch den radikalen – völlig falsch verstehe. In ihm ruhe schließlich die Weisheit einer längst überkommenen Welt, in der die Vermarktungszwänge, die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche, schlicht gesagt: »der Kapitalismus«, noch nicht Fuß gefasst habe – ja, die muslimische Weltgemeinschaft würde sogar einen Kampf gegen dieses von US-Institutionen etablierte System führen. Damit sei der Islam gewissermaßen ein natürlicher Partner jedes Linken.

Gezielt musste ich hierbei ausblenden, dass Akteure aus dem arabischen Raum, oftmals wahhabitische Hardliner, zu den erfolgreichsten Kräften der hiesigen Weltordnung gehörten. Aber dem konnte ich ja treudoof das Islamic Banking entgegensetzen. Denn islamische Banken seien dazu verpflichtet, Riba – das Zinsverbot –, Gharar – das Spekulationsverbot der Scharia – und Maysir – das Verbot des Glücksspieles – einzuhalten. Das mache das islamische Bankenwesen gewissermaßen zu karitativen Einrichtungen. Und das klingt noch heute wie eine Alternative zum herrschenden System, wie eine ethische Parallelwelt – aber nur, wenn man ausblendet, wie das Islamic Banking diese vom Koran vorgegebenen Werte zu umschiffen weiß. Denn große Überraschung: Auch muslimische Banken haben es auf Geld abgesehen. Sei es drum, ich steckte damals ganz tief in der Lebenslüge, dass der Islam Chancen für unsere westliche Gesellschaft beinhalte. Eben weil er immer noch so urwüchsig sei, wie eine Kraft aus der vorkapitalistischen Zeit. Die krasse Armut, die es vielen muslimischen Ländern gibt, stört in dieser Logik ganz und gar nicht. Denn Linke romantisieren zuweilen die Armut der Anderen – ich habe es auch getan! –, sie erklären sie zu einem Ausdruck einer noch unverdorbenen Gesellschaft. Das Arme entspricht für sie sozusagen einem ursprünglicheren Lebensmodell, erst der Reichtum – der Kapitalismus, aber so würde es links nie gesagt werden, denn es wäre ein Zugeständnis, dass nicht alles tragisch endet in dieser Ordnung – habe quasi die Lebensmodelle pervertiert. Rousseau ist einfach nicht aus den linken Köpfen zu kriegen – ausgerechnet Rousseau, dieser im wirklichen Leben verkorkste Mann, der seine Kinder verarmen ließ. Aber gut, alle sind wir Sünder. Dessen edler Wilder hat jedenfalls im Faible der Linken für den Islam eine Renaissance erfahren.

Es gab schon mehrfach Anschläge mit islamistischem Hintergrund in Deutschland – seit zehn Jahren gehäuft. Mit Äxten und Messern wurde attackiert, auch schon mit Kraftfahrzeugen. Aber der jüngste Anschlag zu Berlin richtete sich erstmals gegen genau die Klientel, die die Lebenslüge vom »natürlichen Partner des Islam« kultiviert und auch in der Mitte der Gesellschaft etabliert hat. Die hektischen Reaktionen darauf, die wie zuvor an einem Planungstisch besprochen damit begannen, den Anschlag direkt irgendwelchen Rechtsextremisten oder der AfD anzuhängen, machen schon recht deutlich, wie tief getroffen die Community sein muss. Denn dieser Anschlag hat aller Welt gezeigt, dass die Lebenslüge auf dem Tisch liegt – man kann eigentlich nicht mehr darüber hinweggehen. Es braucht nun den Mut innerhalb der Linken, die Sache endgültig beim Namen zu nennen. Gefolgt von der Einsicht, dass wesentliche Aspekte der islamischen Gesellschaftsvorstellungen nicht dem entsprechen, was sich Linke für ihre liberale Gesellschaft imaginieren. Ja, sie stehen diesen Vorstellungen sogar entgegen, bekämpfen sie, wollen sie dringlich verhindern. Die Linken sind für viele radikale Moslems nur nützliche Idioten, die man auch mit dem Auto totfahren darf, wenn man glaubt, sie nicht mehr brauchen zu können.

Das richtige Blut an den richtigen Händen

Man sollte überhaupt mal ans Werk gehen und die Geschichte der Linken auch als eine Geschichte der Lebenslügen schreiben. Zu viele haben sich da angesammelt im Laufe der Jahrzehnte. Da käme nicht so wenig zusammen. Romantizismen, Fehlinterpretation, liebevoll etablierte und kultivierte Ammenmärchen. Um mal zu zündeln und aus der linksliberalen Bequemlichkeit herauszureißen: Die Etablierung des Nationalsozialismus als per se rechtes Phänomen, hat das Potenzial als Lebenslüge angesehen zu werden. In der Tat hat diese Einordnung eine steile Karriere hingelegt. Die Rechten allerdings, die Konservativen, galten den Nationalsozialisten als ärgste Kontrahenten – und der völkisch konzipierte Sozialstaat, den sie einrichteten, war eher von sozialistischen Motiven geprägt als von konservativen. Was wiederum nicht bedeuten würde, dass die Nazis Linke gewesen wären. Natürlich nicht! Man könnte sagen, sie waren zwitterhaft – ganz so, wie sich Mussolini den Faschismus im Ursprung dachte. Es später den Rechten, also den Konservativen in die Schuhe zu schieben: Alle Achtung, das war ein Kniff, auf den man kommen muss! Ja, er ist geradezu teuflischer Natur. Die Konservativen haben, um kein falsches Bild zu vermitteln, auch keinen nennenswerten zivilen Widerstand gegen das Regime geleistet – ehemalige Kommunisten oder Sozialdemokraten allerdings auch nicht.

Lebenslügen – nur darum geht es zur Stunde. Die heutige Linke scheint an ein natürliches Ende gekommen zu sein. Die Realitäten brechen ein. Man kann eben mit Dekonstruktion keinen Staat machen. Und genau das ist es, was aus diesem Lager besonders hängen bleibt. Das Destruktive wurde dort geradezu zelebriert. Was hat man in diesem Land doch über Jahrzehnte der Leitkultur einen Boden bereiten wollte. Ich gebe zu, es ist nicht einfach, eine solche zu definieren – und noch ein Geständnis: Was habe ich seinerzeit gegen die Leitkulturbeauftragen gewettert, als ich jenen schon erwähnten Blog führte. Und das nur aus Unbehagen heraus, Argumente hatte ich wenig, außer vielleicht, dass die bayerische Leitkultur eine ganz andere sei als jene, die man im protestantischen Norden des Landes finden würde, wenn man sie denn suchte. Aber bereits die Suche wurde ja torpediert, diesen Begriff – ebenso wie das Wort »Heimat« – zu gebrauchen, galt als schlimmste Hetzerei seit Goebbels. Nun erleben wir allerdings, dass es vielleicht wichtig gewesen wäre, wenn diese Gesellschaft sich im Diskurs darauf verständigt hätte, was denn in Deutschland leitkulturell wichtig wäre, um das dann auch den Menschen vermitteln zu können, die ins Land kommen. Ist es zu viel der Leitkultur, Sprachkenntnisse einzufordern? Aber schon damit beginnt es. Ich werde nie vergessen, wie mir vor Jahren einige Linke erklärten, dass Sprachkenntnis keine Einbahnstraße sei, man könnte ja auch Arabisch lernen, um die Neubürger zu begrüßen. Die Dekonstruktionskünste dieser Klientel hat es ermöglicht, dass man in diesem Land gar keinen Plan mehr davon hat, wie sich Integration abspielen müsste. Man hat das Land intellektuell und kulturell in ein Gefühls- und Identitätschaos überführt. Und das Bückbürgertum duckte sich weg. Ich weiß natürlich, jetzt werfen mir gleich wieder welche vor, ich würde Ulf Poschardts Rhetorik bemühen – kann ich was dafür, wenn er so häufig ins Schwarze trifft mit seiner Kritik am deutschen Bürgertum?

Blut an den Händen haften zu haben, ist für diese gutmenschliche Fraktion gar kein Problem. Waffenlieferungen finden sie im Regelfall richtig, denn Putin ist ja queerfeindlich – auch so ein neuer Begriff, den man jetzt einführt in die Öffentlichkeit –; wenn man ihn in der Ukraine nicht stoppt, fährt demnächst der Russe mit dem Auto in eine Homosexuellenparade. Die junge Frau, die in Berlin die falsche, weil »kanakische« Täterschaft beklagte, macht indes auch deutlich: Das Blut der Community wäre aus hehren Motiven geflossen, wenn der Täter so gewesen wäre, wie es die kultivierte Lebenslüge verinnerlicht habe. In ihren Sätzen steckt so viel Hass auf Land und Leute, dass man sich wirklich davor ängstigen muss, mit welchen Mitteln alsbald die Aufrechterhaltung der Lebenslügen betrieben wird. Muss man das Schlimmste befürchten? Ist Gewalt keine Gewalt mehr, wenn es weiße Christen trifft, die hierzulande leider nicht häufig genug in Anschlägen verwickelt sind? Der Terror, der nach dem Terror den Debattenraum eroberte, lässt nur einen Schluss zu: Mittlerweile ist es pathologisch – und Friedrich Merz will psychologische Angebote mittels Einsparungen im Gesundheitswesen abbauen lassen. Gerade jetzt, wo wir jede Hilfe gebrauchen könnten.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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41 Kommentare

  1. „Aber der jüngste Anschlag zu Berlin richtete sich erstmals gegen genau die Klientel, die die Lebenslüge vom »natürlichen Partner des Islam« kultiviert und auch in der Mitte der Gesellschaft etabliert hat.“

    Solingens „Festival der Vielfalt“ schon vergessen?

    Wobei die Attentäter keineswegs gezielt die angegriffen haben, die ihrer Ideologie eigentlich den Weg bereiten. Den Terroristen ist es völlig egal, wen sie töten, um ins Paradies zu kommen.

    Nur ihre Glaubensbrüder dürfen es nicht sein, wobei man das womöglich leicht wegdiskutieren kann, indem man andere Strömungen als „keine echten Brüder“ klassifiziert.

    1. “ Nur ihre Glaubensbrüder dürfen es nicht sein“

      Tatsachen (KI)

      Internationale Studien und Berichte von Sicherheitsbehörden (wie dem US-amerikanischen National Counterterrorism Center) zeigen einheitlich, dass Muslime weltweit die Hauptopfer des dschihadistischen Terrors sind. Je nach Untersuchungszeitraum und Datenbasis machen sie zwischen 82 und bis zu 97 Prozent aller weltweiten Terroropfer aus.

      Hauptbetroffene Staaten: Weit über die Hälfte aller weltweiten Terroropfer konzentriert sich auf fünf primär muslimisch geprägte Länder: Afghanistan, Irak, Syrien, Pakistan sowie das teils muslimisch, teils christlich geprägte Nigeria.

      Religiöse Intoleranz: Viele dschihadistische Gruppierungen stufen andere Strömungen des Islams (etwa Schiiten oder moderate Sunniten) als „Ungläubige“ oder „Abtrünnige“ ein und rechtfertigen so Angriffe auf Moscheen, Marktplätze und Schulen.

  2. Könnt ihr mal mit “ Leute, die im Regelfall links stehen“ aufhören?

    Es gibt weder in D, UK, den USA oder sonstwo noch irgendeine gesellschaftlich relevante Linke. Was es dafür überall gibt sind Leute die diesen Begriff genauso gekapert haben, wie ihr den Marx für euer Bild. Marx und Engels haben diese Leute schon vor 180 Jahren erkannt und sie als das bezeichnet was sie sind: „Ein Teil der Bourgeoisie wünscht den sozialen Mißständen abzuhelfen, um den Bestand der bürgerlichen Gesellschaft zu sichern. Es gehören hierher: Ökonomisten, Philantrophen, Humanitäre, Verbesserer der Lage der arbeitenden Klassen, Wohltätigkeitsorganisierer, Abschaffer der Tierquälerei, Mäßigkeitsvereinsstifter, Winkelreformer der buntscheckigsten Art.“ Gelesen und verstanden? Die Betonung liegt nicht in der Aufzählung am Ende, sondern in „ein Teil der Bourgeoisie“!

    1. @Muriam
      Das sehe ich genauso. Themen wie Queerness (was immer das genau sein soll) werden als „links“ eingeordnet.
      Für mich wäre links eine Politik, die auf Teilhabe der weniger oder gar nicht betuchten Mitglieder der Gesellschaft achtet.

      1. nein links wäre auch das nicht. Das ist auch nur „Kapitalismus schön anmalen“. Wirklich links wäre die Ursachen zu bekämpfen und genau diese Linke gibt es nicht mehr… jedenfalls nicht mit gesellschaftlicher Relevanz.

        1. „Es gibt weder in D, UK, den USA oder sonstwo noch irgendeine gesellschaftlich relevante Linke. “

          In den Artikeln des Autors bei OT und bei Manova geht es nicht um eine gesellschaftspoltische Analyse, des Ist-Zustandes, sondern um das „Links“ aus der Perspektive der globalen rechtspopulistischen Bewegungen. Aus Sicht von MAGA in US ist alles links, was nicht MAGA ist, aus Sicht der RN in Frankreich ist alles links, was nicht RN ist, aus Sicht der Reform UK in UK ist alles links, was nicht Reform UK ist, aus Sicht der Konfederacja in Polen ist alles links, was nicht Konfederacja ist und aus Sicht der AfD in Deutschland ist alles links, was nicht AfD ist. Aus Sicht der AfD und deren Wähler in D. ist auch Merz und die Merz-CDU inks: Aus Sicht der AfD und deren Wähler in D. war Hitler Kommunist. Hitler war aus Sicht der AfD Kommunist, weil die NSDAP eine keynesianische, nachfrageorientierte Witschaftspolitik betrieb, die AfD aber für den genau umgekehrten Wirtschaftskurs des völlig entfesselten neoliberalen Kapitalismus steht, in dem die AfD nur noch die „Eigentunsgarantie“ absichert.

      2. Das ist ganz offensichtlich ein Zweck der Überbetonung der Wokeness: die Soziale Frage und der neoliberale Autoritarismus sollen dahinter „bunt“ und vordergründig „weltoffen“ zum Verschwinden gebracht werden.

  3. Die These, dass die ganzen queeren Wirrköpfe links seinen, müsste man durchaus mal beweisen, bevor man sie benutzt.
    In den letzten Wochen gingen ja hauptsächlich derer zwei durch die Medien: Streeck und Spahn. Und die würde ich jetzt nicht als links bezeichnen.

    Das auf der anderen Seite die ‚linksliberalen‘ vornehmlich Unsinnspolitik machen, ist natürlich wahr, das wurde hier ja schon ausreichend thematisiert und analysiert.

    Die sind, wie auch die AfD, die Hofnarren des Kapitals.

  4. Die Lebenslüge der (marxistischen) „Linken“ ist, dass Marx der Weisheit letzter Schluss sei.

    Beweis: hier in den Foren leicht zu finden, die ständigen Marxquarker. Marx als unhinterfragbares Idol, Marx, der Prophet, Marx der letzgültige Wahrheitsbringer.

    Diese Ikonisierung und Apotheoisierung ist offenes Zeichen völliger Verblendung (bzw. gezielt druchgeführter und seit hundert Jahren durchgängig betriebenere PsyOp).

    Mittels Marx wurde seit 100 Jahren der Finanzkapitalismus in Europa nicht etwa bedroht, sondern überdeutlich sichtbar (wenn man nicht Marxklappen auf den Augen trägt) stabilisiert.

    1. Ich geb’s auf.
      3 Kommentarversuche, die im Lokus verschwanden, sind genug.
      Vielleicht ist es ratsam, anstelle der aktiven Software die der Müllabfuhr zu installieren.

      1. Sie sind nicht allein mit ihrem Frust. Habe es mit 2 Kommentaren versucht.
        Gebe zu, der 2. war schon etwas gehässig, aber es nervt nur noch. Vielleicht
        sollte ich es meinen Bekannten gleichtun und Overton auch aufgeben.

    2. „Mittels Marx wurde seit 100 Jahren der Finanzkapitalismus in Europa nicht etwa bedroht, sondern überdeutlich sichtbar (wenn man nicht Marxklappen auf den Augen trägt) stabilisiert.“

      Das stimmt. War aber weder die Intention noch die der frühen marxistischen Revolutionäre.

      1. Das Das stimmt. War aber weder die Intention von Marx noch die der frühen marxistischen Revolutionäre.

        Muss es heißen.

        PS: Kann man hier Kommentare bearbeiten oder nicht ?

    3. @ratzefatz und andere:

      1. Frage: Und worin besteht die Lebenslüge der Neoliberalen mit Heilspredigern wie Milton Friedman, Friedrich August von Hayek, Ludwig von Mises? Antwort: Die Lebenslüge der Neoliberalen besteht darin, den Leuten das Märchen zu erzählen, dass jeder, wenn er fleißig und nicht allzu dumm ist, reich werden kann. ABER NICHT ALLE! An das Märchen „Vom „Tellerwäscher zum Milliardär“ glauben aber immer noch Millionen oder sogar Milliarden Menschen ein Leben lang.

      2. Wer behauptet denn, dass Marx der Weisheit letzter Schluss wäre. Er war ein 🧠 brillanter Ökonom, der die Fehler einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung analytisch offengelegt hat, wenn sie das Eigentum/Vermögen auf wenige Superreiche und „Leistungsträger“ konzentriert.

      Oder gibt es Leute, die bestreiten, dass die „freie Marktwirtschaft“ keine Fehler hat und keine sozialen und demokratischen Probleme hat? War werden nicht alle Bürger, die hart arbeiten, so reich wie Elon Musk💰 💰💰💰💰💰💰💰💰? Sind die alle „faul“ und/oder zu „dumm“? Dann sind 99,76 Prozent der Menschen auf diesem Planeten dumm und/oder Faulenzer.

      Warum steht im Art. 20 Grundgesetz von 1949: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.“ Warum steht da nicht: Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und kapitalistischer Bundesstaat? Oder auch: Die Bundesrepublik Deutschland ist ein freiheitlicher und anti-marxistischer Bundesstaat?

      Warum steht im Art. 14 (2) Grundgesetz von 1949: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“

      Die Krönung der kapitalistischen Wirtschaftsordnung sind Aufrüstung und Krieg und das kann man nicht erst seit 2025 sehen: ⚔️ 🪖 💥 🔥 ☠️ ⚰️🪦 ✝️ 🖤
      Das war in der Weimarer Republik auch schon so. Aber wer weiß das schon ein einem Land, in dem 4 von 3 Bürgern nicht rechnen können, der 5. den Witz nicht versteht und der 6. sagt: Schuld daran sind die Russen und Karl Marx.

      3 „Mittels Marx wurde seit 100 Jahren der Finanzkapitalismus in Europa nicht etwa bedroht, sondern überdeutlich sichtbar (wenn man nicht Marxklappen auf den Augen trägt) stabilisiert.“ – Was wollen Sie nun damit sagen?

      Den Finanzkapitalismus hat übrigens auch schon ein ganz bekannter Mann mit dem Namen Jesus Christus kritisiert und das war rund 1.900 Jahre VOR Karl Marx. Es gibt in Deutschland Parteien, die sich sogar als „christlich“ bezeichnen. Die Bezeichnung scheinheilig trifft es wohl eher oder was ist „christlich“ an CDU und CSU? Die 🍪 Lebkuchen und Plätzchen in der Weihnachtszeit? Der 🎅 Weihnachtspullover 👕 von Markus Söder?

      Und die negativen ökonomischen, sozialen, demokratischen und gesellschaften Folgen der Vermögenskonzentration hat um 1900 auch eine Amerikanerin, die geniale Erfinderin des Brettspiels „Monopoly“ kritisiert. Ein Spieler wird am Ende immer reicher und die anderen immer ärmer. Das haben damals nur wenige kapiert und das ist heute auch so.

      Hauser: Noch Fragen Kienzle?
      Kienzle: Ja Hauser, wie war es gestern im Theater?
      Hauser: Mittelmäßig. Aber der Name Karl Marx wurde in mehr als zwei Stunden definitiv kein einziges Mal erwähnt.

      1. „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.“

        Ich habe DOS doch schon mal geschrieben das jeder Staat ein soziales Konstrukt ist.
        Aber es steht im Grundgesetz nix von sozialistischen Staat.

        “ „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.““

        Mit der Allgemeinheit ist StaatsmonopolKapitalismus gemeint.

        Und dieser ist nie sozialistisch.

        Auf einen freien Markt hingegen kann sich ein sozialistischer Zustand konstituieren.
        Unwahrscheinlich aber nicht ausgeschlossen.

      2. „Den Finanzkapitalismus hat übrigens auch schon ein ganz bekannter Mann mit dem Namen Jesus Christus kritisiert und das war rund 1.900 Jahre VOR Karl Marx.“

        Bisher blieben Zeitzeugen verborgen, die dem „Mann“ tatsächlich begegneten und dessen schriftlich „hinterlegte“ und wunderwirkende Vita (in Form der erst viele Jahrhunderte später begonnenen, aber latent angepassten Bibel durch deren Nutznießer) unter Eid zustimmen könnten.

        Darüber hinaus wäre es keine wahre Kunst, den „frühen Finanzkapitalismus“ zu kritisieren, wenn man höchstselbst aus Wasser Wein und Blinde sehend* machen könnte, solange sich zahlende Follower rekrutieren lassen.
        Denn in altehrwürdiger Tradition handel(te)n SEINE realen, weltlichen „Nachfolger“ und Eleven konsequent nach dem Motto:
        „Wasser predigen, aber Wein trinken.“

        Darüber hinaus sollte man niemals die IHM in den „Mund“ geschriebenen Worte vergessen, die da lauten:
        „Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Bösen, sondern: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.“

        *funktioniert bis heute nicht – im Gegenteil. Die „Blindheit“ erfreut sich zunehmender Beliebtheit und nichts/niemand kann daran etwas ändern.

  5. „Die üblichen Verdächtigen, Leute, die im Regelfall links stehen, …“

    Ich korrigiere das mal, ja?

    „Leute, die im Regelfall fest glauben, links zu stehen, …“

    Solche Leute bspw:

    https://ostdeutscheallgemeine.com/article/linksextremisten-zwingen-christliches-cafe-zum-schliessen-nun-kam-es-wieder-zu-einem-angriff-10206679

    Da der Artikel hinter der Bezahlschranke steht, zitiere ich daraus mal den „Bekennerbrief“ der Täter nach der Schließung des Cafes wegen der andauernden Angriffe dieser selbstgerechten Vollhonks darauf (der ist ja nicht das geistige Produkt der OAZ):

    Eine Woche nach dem Jahrestag der Stonewall Riots haben wir dem queerfeindlichen Café Stay einen Besuch abgestattet und schadenfrohe Abschiedsgrüße gesendet. Das von der fundamentalistischen Freikirche Zeal Church geführte Café wurde in den letzten 3 Jahren unermüdlich von autonomen Aktivist*innen angegriffen und hat nun endlich aufgegeben: Ende Juni wurde das Café aufgrund der nicht mehr tragbaren finanziellen Belastung durch die Angriffe geschlossen. Wir werten das als klaren Gewinn für die autonomen Queers und Allies in Leipzig und freuen uns über die Schließung.

    Die Zeal Church wird natürlich weiterhin versuchen, ihre menschenfeindlichen Ideologien in Leipzig zu verbreiten. Also bleiben wir weiterhin wachsam und hoffen, dass ihr es auch tut.

    Queere Lebensrealitäten zu feiern und zu verteidigen, war schon immer ein Kampf. Auch 57 Jahre nach Beginn der Stonewall Riots wollen wir an die kämpferischen Anfänge der Pride-Demos und CSDs erinnern und uns den Kampf unserer Geschwister zum Vorbild nehmen. Diese fanden eine Antwort auf andauernde staatliche Repression und alltägliche Schikane und Gewalt durch die Polizei: Entschlossen und mutig wehrten sie sich gegen die diskriminierenden Razzien in ihren Räumen, trugen ihre Wut und ihren Zusammenhalt auf die Straße und formten so echten Widerstand.

    Wir wollen wie unsere Geschwister und Gefährt*innen vor uns weiterhin widerständig leben und uns unseren Raum nehmen, so wie wir sind. Wir werden verteidigen und beschützen, was uns wichtig ist!

    Stonewall was a riot and so are we!

    Das geht in den Köpfen dieser angeblichen „Linken“ und „Antifas“ vor!

  6. Nicht nur knietief, sondern bis zur Oberkante Unterlippe im Bürgertum. Da lässt sich dann allerdings auch nichts wirklich ‚Linkes‘ mehr draus ziehen, das ist dann nur noch Affirmation des ’selbstbestimmten Individualsubjekts‘ statt dessen überfälliger Dekonstruktion.

  7. Kurz nach dem Anschlag in Berlin, faselte ein CDU- Hansel von “ einem Angriff auf unsere freie, offene Gesellschaft“. Was diese ,lächerlichen Gestalten nicht begreifen: DAS ist unsere offene Gesellschaft, inkl. offener Grenzen , offener Kirchenportale für Asyl, Schulen ohne Rassismus,aber mitToleranz, Clans, die deutsche Kulturgüter in grossem Stil rauben, eine entsprechend jammerlappige Justiz, unfähig und unwillig hart zu strafen, linke Lehrer, die von „Kanaken“ verprügelt werden, Sozialbetrügereien in großen Ausmaßen etc
    usw. und so fort. Alles Konsequenzen einer offenen Gesellschaft, die auch fleißig und voller Toleranz Sprenggläubige produziert.
    Dem Text von R.De Lapuente kann ich im Übrigen ohne Abstriche voll zustimmen, in der deutschen Wahrheitspresse a la SZ, taz und anderen Relotiusschriften, sucht man solch klare Sätze vergeblich.

    1. Wo waren die „Omas gegen rechts“, als Asow in Deutschland eine Niederlassung einrichtete und Rekruten warb?
      Ach, die mußten ja gegen Merz demonstrieren….

      Zum Dank hat Merz als Kanzler ja auch umgehend ihre Finanzierung …… für die nächsten Jahre gesichert…. 551 „kleine Anfragen“ zum Mißbrauch der Staatskasse zur Finanzierung solcher Truppen hin oder her…

      https://www.sueddeutsche.de/politik/ngo-kleine-anfrage-union-antwort-bundesregierung-li.3218216

      Der süffisante Kommentar des Campact-Typen ist hier besonders reizend, war es doch Campact, die um ein zwei Ecken herum Gelder aus der „Finanzierung der Zivilgesellschaft“ aus dem Topf „Demokratie leben!“ eines von einer Grünen geführten Bundesministeriums an die Grünen und die „Linke“ in Thüringen als Wahlkampfunterstützung spendete…. Illegale Parteienfinanzierung nennt man das ja wohl, oder? Aber die gibts ja auch nur noch bei der AfD und dem BSW… nöch?

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=121242

      1. Die Parteienfinanzierung ist naja….so Schäuble/Kohl-mäßig, ich mein, da kann man ja eigentlich drüber wegsehen, war doch für eine der guten, alten Parteien, ist nicht wirklich so schlimm.
        Bei AfD und BSW ist das aber was vollkommen anderes!
        Denn wenn Putin dahinter steckt, oder auch nur dahinter stecken könnte, oder wenn nur vermutet und behauptet würde, das dieser leibhaftige Gottesseibeiuns entfernt etwas damit zu tun haben, können, würde, etc, JA DANN!
        Dann muss von illegaler Finanzierung gesprochen werden! Unbedingt!

  8. „Die Konservativen haben, um kein falsches Bild zu vermitteln, auch keinen nennenswerten zivilen Widerstand gegen das Regime geleistet“ – das stimmt. Sie haben A.H. und seine Schergen bloß in den Sattel geholfen, wurden während des „tausendjährigen Reiches“ weitgehend in Ruhe gelassen und nach ’45 halfen sie ihrerseits den NS-Schergen übern Teich oder nach einer (kurzen) Schamfrist wieder in Amt, Würden und Reichtum… gelle, Roberto Lapuente??

    1. @AeaP
      Ausnahmen wie Claus Schenk Graf von Stauffenberg, von Tresckow und Carl Friedrich Goerdeler bestätigen die Regel. Diese Konservativen stellten sich aber erst dann gegen Hitler als der Zweite Weltkrieg nicht mehr zu gewinnen war. Vor allem der 🔵 blaublütige 🪖 Wehrmachtsoffizier und „Widerstandskämpfer“ Graf von Stauffenberg hat vorher jahrelang beim Krieg gegen die „Bolschewisten“ in Russland (Sowjetunion) mitgemacht. Herr von Tresckow war übrigens ebenfalls Offizier der Wehrmacht.

      Und ein damals bekannter konservativer Politiker der Zentrumspartei (aka die „Mitte“) , Franz von Papen, half dabei mit, Hitler 1933 zum Reichskanzler zu 👑 krönen. Es war der konservative Reichspräsident Paul von Hindenburg, der Hitler 1933 zum Reichskanzler machte und es war der Medienunternehmer, Manager und nationalkonservative Alfred Hugenberg von der DNVP, der die Demokratie der Weimarer Republik bekämpfte, die NSDAP unterstützte und ein paar Monate lang nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler im Januar 1933 sogar Minister war.

      R.I.P.
      Georg Elser
      Schreiner
      geboren am 4. Januar 1903 in Hermaringen
      ermordet am 9. April 1945 im Konzentrationslager Dachau/Bayern
      Er wollte 1939 den Zweiten Weltkrieg verhindern.
      Das erste Buch über Georg Elser erschien 44 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1989. Im selben Jahr wurde auch eine hässliche und schlecht lesbare Gedenktafel am Bürgerbräukeller in München/Bayern angebracht.

      Denn an diesen „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte sollen und wollen die „anständigen“ und „ordentlichen“ und „konservativen“ und „christlichen“ und „liberalen“ und „alternativen“ Deutschen 2026 nicht mehr erinnert werden. Es könnte den Endsieg in Stalingrad gefähren.

  9. Nunja, wenn nacheinander ein muslimisches Land nach dem anderen zerstört wird, kommt halt irgendwann was zurück und die Waffe richtet sich dann auch gegen uns, deren Regierungen sich beteiligten.
    Auch dieser Terror hat eine Vorgeschichte.
    https://www.infosperber.ch/politik/welt/lieferwagenterrorismus/
    „Der Lehrmeister aus Langley
    Die Strategie dahinter stammt nicht aus dem Koran, sondern von der CIA. Den US-Geheimdienstanalytiker Ray S. Cline, mit dessen Schriften die Dschihadisten während des Kalten Kriegs in Afghanistan vertraut gemacht worden waren, bewunderten sie als «grössten Denker des Kalten Kriegs» und übernahmen von ihm Guerillatechniken, die sie nun gegen die USA einsetzten.
    Gemeint waren jene Taktiken, die die CIA in den achtziger Jahren im Rahmen der «Operation Cyclone» den afghanischen Mudschaheddin beibrachte, um die sowjetische Besatzungsarmee zu bekämpfen: kleine, mobile Kommandos statt offener Feldschlacht, Überfall statt Front, Rückzug ins unwegsame Gelände, sobald der Gegner seine überlegene Feuerkraft ausspielt.“

  10. „Deutschland schiebt erstmals Afghanen ohne Vorstrafe ab – Pro Asyl sieht „moralischen Bankrott“ „, (Hinweise des Tages II vom 31.07.26 auf den NDS, Link von Welt online) und :“ „Genau vor dieser Entwicklung haben wir von Beginn an gewarnt“, erklärte Pro Asyl-Geschäftsführerin Helen Rezene. Damit sei „die nächste Schranke“ gefallen.“

    Tja, genau das moniert der Autor in seinem Artikel, nämlich das wir mit der Laute zu diesen Menschen gehen.
    Keine Ahnung, was eine „deutsche Leitkultur“ denn nun genau sein soll, Deutschland ist groß und voll unterschiedlicher Regionen, bei denen, wenn sie Dialekt sprechen, sich auch „eingeborene“ Deutsche nicht zurecht finden. Dennoch:
    Integration hat hier niemals statt gefunden, hier haben sich im Laufe der Jahrzehnte Subkulturen entwickelt, die ihre eigenen Communitys bilden, ihre eigenen Gesetze leben, ihre eigene Krypto-Rechtsprechung verfolgen, eine Stellung der Frau leben, die zu den Errungenschaften unser emanzipatorischen Bewegungen überhaupt nicht passen, eigene „Ehrbegriffe“ leben, die mit der Mehrheitsgesellschaft nicht kompatibel sind.
    „Der Mensch ist frei und gleich geboren“, hieß es. Ich halte das per se für Quatsch!
    Die Menschen sind und waren niemals gleich; bei der Geburt entscheidet sich das meiste schon, Geburt in prekären Verhältnissen ist nun mal was anderes als eine in gutsituierten Verhältnissen, der soziale und kulturelle Kontext macht die Menschen ungleich, hinzu kommt noch Genetik, wenn der eine intelligenter oder stärker ist als der andere.
    Diese Binsenweisheit wird bei vielen unserer „Gutmenschen“ nicht begriffen.
    Unser Staat hat inzwischen den eigenen Bürgern nichts mehr zu bieten, was unser Leben besser machen würde, wie viel schwieriger muss es einem Migranten gehen, der die Sprachbarriere gegen sich hat und verwirrt eine Welt betrachtet, in der er sich zunächst unmöglich zurecht finden kann, klar sucht der seine Community, weil es ihm Sicherheit gibt und Communitys aus aller Herren Länder und Kulturen gibt es hier inzwischen genügend. in der die Sprachbarriere dann nicht mehr relevant fürs Überleben ist.
    Ich halte das für kein Positivum, sondern für ein Symptom einer gescheiterten Integration.
    Wie gesagt, mit der Laute sind wir hingegangen, waren nicht fordernd genug, wie z.B. Kanada und haben zugelassen, das sich die Menschen hier eher desintegrieren.
    Die Probleme sind hausgemacht, ich habe die Entwicklung in meiner Heimatstadt verfolgt, erlebt, gelebt und ich bin hier in der vierten Generation, noch bevor Gelsenkirchen überhaupt Stadt war.
    Ich fühle mich an gewissen Stellen in der Stadt, wo es früher Kaffees, Geschäfte und Kneipen gab und heute Halal-Döner und arabische Aufschriften umgeben von lauter Menschen, die arabisch sprechen, fremd, nicht mehr zu Hause.
    Fühle ich eben, ist so! Dies Entwicklung gefällt mir nicht, da bin ich ehrlich!
    Ich will man eine Anekdote zum Besten geben, die genau genommen keine ist:
    Als mein Sohn noch schulpflichtig war, nahm ich an einem Elternabend teil. Ein türkischer Vater blies sich gegenüber der Klassenlehrerin mächtig auf, forderte Unterricht auf türkisch, brachte frauenfeindliche Sprüche, wurde laut und die übrige Elternschaft blickte höchste betreten zu Boden oder in eine andere Richtung. An der Stelle fragte ich den Herrn: „Sagen Sie mal, haben Sie eigentlich einen deutschen Pass?“, worauf er aus dem Konzept gebracht bejahte. Daraufhin sagte ich, „Dann begreife ich nicht, was Sie eigentlich wollen, dann sind Sie doch Deutscher!“ Aber Hallo!!!
    Dann war was los, dann ging es gegen mich, von allen, Rassist war ich dann, ein übler noch dazu!
    Ein Streiflicht nur, das aber verdeutlichen soll, was ich meine.
    Das wir Menschen unterstützen, die diese Gesellschaft ablehnen, die unsere hart erkämpfte Stellung der Frau ( Ich weiß, ich weiß, noch viel zu tun blabla ) ablehnen, das Gegenteil leben, die tödliche Gewalt als legitimes Mittel anerkennen und diese auch ausüben, das ist auf den ersten Blick schon derart widersinnig, das es einen sprachlos macht.
    Auch das wir, wie ich finde, ausgesprochen lax mit der Gewährung der Staatsbürgerschaft umgehen, halte ich für bedenklich.
    Hinzu kommt für mich die ständigen gesellschaftlichen Debatten, ob die Muslime jetzt dies oder das sind, ob im Koran jenes oder solches steht, das nervt mich nur; denn ich bin ein säkularer Mensch, dem die Stellung der Kirchen in unserer Gesellschaft ebenso gegen den Strich geht.
    Wir haben auch die politischen Konflikte der Menschen aus ihren Heimatländern importiert, Türken/Kurden, Erdogan-Anhänger/Erdogangegner, auch kriminelle Strukturen, Clans, haben wir uns hierher geholt.
    Auch da bin ich ehrlich, das will ich hier alles nicht haben, kann da aber nichts daran ändern.
    Wir haben hier genug eigene Probleme, der Kampf gegen die Oligarchie, den Kapitalismus, die soziale Ungerechtigkeit, den Bellizismus und die Rüstung sind überwichtig.
    Aber die Migrationsfrage polarisiert die Gesellschaft offenbar in höherem Maß.
    Dieses Problem hätten wir so nicht haben müssen, hausgemacht eben.

    Dank an alle, die diesen langen Sermon gelesen haben.
    Bemerken möchte ich nur noch, das ich weder eine der oligarchischen Parteien noch die AfD wählen und in den letzten 40 Jahren nicht diese gewählt habe!

    1. Ein Banker, ein deutscher Arbeiter und ein Asylant sitzen am Tisch. Darauf 11 Euro.
      Der Banker nimmt sich zehn Euro und sagt zum deutschen Arbeiter: pass auf, dass dir der Asylant nicht dein Geld klaut.

      1. Wie es dann mit dem Banker weitergegangen ist, als er mit dem Geld raus
        gegangen ist und der Asylant ihm fogte, darf man hier aber nicht schreiben.
        Dann ist man Rassist.

    2. schönes beispiel in der schule. erst wegschauen, dann draufhauen. Ihrem text entnehme ich, dass Sie ein kritischer bürger sind. und er zeigt auch, dass es außer dafür/dagegen noch andere haltungen gibt. Ihr beitrag ist einem klima, in dem ein schreibtischmassenmörder (bibi) mit bückling vom dt kanzler empfangen wird und kein aufschrei geht durch die medien, fast schon mutig zu nennen. ich jedenfalls habe das mit mit mehreren kopfnickern gelesen.

    3. @Wallenstein
      Das ist wirklich schon eine exakte Beschreibung meiner Gefühlslage. 😊
      Aus Angst vor „Beifall von der falschen Seite“, habe ich mich auch vor kritischen Stellungnahmen in der Öffentlichkeit bei Themen wie Migration, Zionismus, Sexualität, Spiritualität etc. gedrückt.

  11. Was sich heute links nennt, ist doch längst nicht mehr links sondern neoliberal gekapert und mit künstlich aufgebauschten Pseudothemen abgelenkt. Und bitte auch nicht vergessen, solche Anschläge werden von Extremisten begangen. Oder Kriminellen. Oder misgeleiteten Sündenböcken. Sie stehen nicht für Islam, sondern für eine aus den Fugen geratene Welt, in der (westliche!) Geheimdienste einen IS erst erschaffen haben.

    Religion sollte eh Privatsache sein und dafür sorgen, dass es den Menschen gut geht, das gilt für alle. Kaum dass Religion institutionalisiert wird, wird sie auch schon missbraucht, egal welche (inklusive die zitierten Halalbanken – und Baath-Parteien etc.). Nächstenliebe steht auch im Christentum. Und wo bleibt die beim Waffensegnen?

    Ich denke auch, dass die Solidarisierung mit „liebevoll Kanaken genannten“ armen Migranten und Flüchtlingen nicht dem Islam galt, sondern der Solidarisierung mit Flucht, Vertreibung und Armut (wobei man mit den Geretteten durchaus blaue Wunder erleben kann, weil die das nicht alle danken, denn so zum Opfer gemacht zu werden, zweimal, durch das Erlebte und dann durch Mitleid, tut niemandem gut).

    Für mich war der Text jetzt Zeitverschwendung, weil irgendwie am Thema vorbei.

  12. Puh, da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll und was ich schreiben darf, damit mein Beitrag auch veröffentlicht wird, was ja v.a. bei Kritik an RDL keineswegs gesichert ist, wie ich noch kürzlich erfahren durfte.

    Damit es nicht zu lang wird, nur das:

    Es gibt diese von RDL fälschlicherweise als Linke verorteten „üblichen Verdächtigen“ nicht, die einen „Faible für den Islam“ haben. Es gibt politische Gruppen und auch einige Parteivertreter, die sich selbst fälschlicherweise links verorten und einen „Faible für Palästinenser“ haben, das ist aber etwas anderes (und wird zur Zeit genährt durch eine faschistoide Regierung (Netanjahu) in Israel). Dazu gibt es größere Menschengruppen, die einen „Faible für den Islam“ haben, das sind Muslime, Konvertierungswillige und Menschen, die Teile der islamischen Religion befürworten bzw. die Lebensweise (v.a. das Familienleben) von vielen Muslimen für positiver als die der Christen, Agnostiker und Atheisten halten.
    Es gibt erhebliche, wenn auch wahrscheinlich minoritäre Teile der Bevölkerung sowie wahrscheinlich die Mehrheit der etablierten Medien und nennenswerte Mengen von Influencern, die sich für Homosexuelle, Transsexuelle usw. einsetzen und dabei dezidierte Meinungen vertreten, zum Teil auch kampagnenhaft Meinung machen.
    Diese Art der Einflussnahme, die nach dem Anschlag auf den CSD sich naheliegend stärker bemerkbar machte, bezeichnet RDL als Terror, der mit dem islamistischen Anschlagsterror gleichzusetzen oder als vergleichsweise noch stärker zu betrachten sei. Eine gegenstandslose Behauptung.

    Mit Linken oder Linkem hat das alles ohnehin nichts zu tun.

  13. Gut dass wir Roberto haben, der uns den progressiven Konservatismus näher bringt. Der Islam als das übel dieser Welt, wie in Gaza und Teheran zu sehen ist. Die deutschen Dienste bei jedem islamististischen Anschlag über jeden Zweifel erhaben.

    Wohl bekomm’s!

  14. Der Islam lehnt eine freien Markt als auch Sozialismus ab.

    Diese Religion hat sich durch die Vernichtung eines freien Marktes konstituiert und man zeige mir mal ein muslimisches Land oder Areal in denen Sozialismus konstituiert wird.

    Armen abgeben was vom Tisch fällt (Existenzminimum ) ist nicht gleich Sozialismus.

    Und siehe da in der BRD durch das Grundgesetz ist es ebenfalls so.

    Der auffälligste Unterschied ist der Liberalismus der Diversität akzeptiert.

    Doch Liberalismus ist in einer solchen Gesellschaft eher Fluch als Segen.
    Für die Unterschicht sowieso aber auch für die restlichen Gesellschaftsschichten.

    Zum Text vom Autor:

    Die linken Lapuentes haben sich genauso
    falsch rumgedreht wie die jetzigen rechten und sind genau wieder da wo sie vorher waren. Sie haben zwar andere Gedanken aber kein anderes Bewusstsein.

  15. Gehen wir mal stark 20 Jahre zurück. Die USA hatten die Full Scale Dominance über den gesamten Erdball. Mit wenigen Ausnahmen, der Iran bispielsweise. Hugo Chavez, auf der Suche nach einem Partner, fand nur den Iran unter Ahmadinedschad, mit dem er sich minutenlang umarmte. Da dachten manche der Linken, das könne eine Perspektive sein. Damals fing das an. Ist längst vom Tisch, denn u.a. mit den BRICS ist sehr wohl ein mächtiges Gegengewicht zum US-Imperium entstanden.

    Meine Beichtliste ist kürzer als die von Roberto. Die Gewerkschaften waren immer bemüht, die Migranten als Mitglieder zu gewinnen. Und natürlich überlegt man sich zweimal, ob man den Streit mit den Muslimen sucht. Inzwischen kommt man nicht mehr darum herum.

    Ihre Gewalttaten kann nun auch die Presse nicht mehr ignorieren. Von Roberto beschrieben. Aber da ist eben noch mehr. Auf X kommen immer diese Imame, die ganz offen zur gewaltsamen Einführung des Kalifats aufrufen. Die kommen in der Presse nie. Die Anhänger aber lassen sich mühelos mobilisieren.

    Warum kommen die nicht? Islamophobie könnte damit geweckt werden. Und deswegen werden Tatsachen ausgeblendet?
    Nicht zu rechtfertigen. Die Öffentlichkeit hat Anspruch darauf, das zu erfahren.

  16. Ich kann mich gut an Ad Sinistram erinnern, ich habe den Blog gerne und sehr regelmäßig gelesen und Sie sind zu hart mit sich selbst. Sie waren – zumindest damals und in dem, was Sie schrieben und vor allem in der anschließenden Diskussion – nie von der Sie-ist-Katholikin-und-darum-ist-alles-was-sie-schreibt-Blödsinn-Sektierer-Fraktion. Ich habe damals häufig darauf aufmerksam gemacht, dass die Katholische Soziallehre eigentlich links ist und bin dafür von den anderen Usern Ihres Blogs rhetorisch und auch gerne mittels Beleidigungen in den Boden gerammt worden. Vielleicht erinnern Sie sich?

    Und Sie? Sie sind mir regelmäßig zu Hilfe geeilt. Sie waren kein Dogmatiker, der Gemeinsamkeiten nicht sehen wollte, weil Ihnen die Katholische Kirche zuwider ist.

    Sie waren damals schon Verantwortungsethiker und sind es noch und irgendwann ist es Ihnen offenbar zu blöd geworden, immer und immer wieder an den Verstand von Gesinnungsethikern zu appellieren (so sehe ich das). Und darum schrieben Sie jetzt solche Artikel.

    Im Grunde sind Sie sich treu geblieben. Wenn sich die Umstände ändern, dann passt man eben nicht seine Prinzipien an, sondern seine Meinung. Darum sind Sie und ich und viele andere eben keine Linken mehr, denn wenn „links sein“ bedeutet, dass man z.B. den Schwenk vom Pazifismus zur Kriegstreiberei mitmachen muss, um nicht „rechts“ oder noch schlimmer betitelt zu werden, dann ist unsereins halt lieber „rechts“ als ein Kriegstreiber.

    Sie haben sich gar nichts vorzuwerfen, auch damals nicht. Die Umstände waren damals anders. Man konnte damals noch daran glauben, dass vielen Linken ihre Mitbürger nicht vollkommen sche***egal sind, im Gegenteil.

    Auch mir war es zutiefst zuwider, als nach 9/11 alle Muslime unter Generalverdacht standen. Ich mag es nicht, wenn man Menschen diskriminiert. Darum mag ich es übrigens auch heute nicht, wenn „Weiße“ diskriminiert werden und eine der üblen Diskriminierungen ist schon, zu behaupten, man könne Menschen mit weißer Hautfarbe nicht diskriminieren.

    Wer heute noch links ist, der hätte beim Asch-Experiment (ein psychologisches Experiment über den Konformitätsdruck) auch behauptet, offenkundig ungleiche Linien seien gleich lang (nur weil andere das behaupten). Ich möchte wetten, dass Sie niemals sagen würde, dass unterschiedliche Linien gleich lang sind. Weil es Ihnen wichtiger ist, vor sich selbst bestehen zu können als vor anderen.

    Das Schlimme an den heutigen Zeiten ist, dass viele Worte nicht mehr stimmen. Man hat soviel „dekonstruiert“, dass „Rechte“ (die häufig einfach nur Vulgär-Libertäre sind) behaupten können, die neoliberale russophobe, im Grunde bürgerfeindliche Regierung Merz wäre „links“ und „Linke“ die Verschleierung von Frauen einerseits und Prostitution andererseits wären „Empowerment“ und „Linke“ und „Rechte“ das Plattmachen von Gaza wäre „Notwehr“.

    Es steht alles auf dem Kopf.

    Im Grunde müsste man – wenn man überhaupt mal wieder anfangen würde, zu diskutieren – vorher erstmal die Begriffe klären.

  17. Herr De Lapuente,

    nu nehmen sie sich erstmal ein Taschentuch und wischen sich den Geifer wieder ab.
    Dabei ist es völlig unerheblich, ob sie mit den Aussagen recht haben oder nicht und sie haben sicherlich in vielem Recht, der Stil ist der gleiche wie bei den Leuten die sie anprangern. Das, so weiß ich, können sie besser!

    Ihnen, allen Autoren und allen Lesern einen schönen Sonntag

  18. „… der völkisch konzipierte Sozialstaat, den sie einrichteten, war eher von sozialistischen Motiven geprägt als von konservativen.“

    Das kollektivistisches Element ist im Sozialismus als auch im Faschismus vorhanden, wo sich das Kollektive aber auf die Nation bezog und nicht auf die Klasse in der Gesellschaft (wie ursprünglich im Sozialismus).

    Nach angelsächsisch liberaler Lesart, die seit dem letzten großen Krieg im Westen gilt, ist das Kollektive die Ursache alles „Bösen“ egal ob Sozialismus, Kommunismus oder Faschismus. Und in der Tat fokussieren diese 3 Ideologien auf das Kollektive, im Gegensatz zum Liberalismus, der das Individuelle in den Vordergrund stellt. Zudem hatten die kollektivistischen Ideologien autoritäre Züge, bzw. wurden so dargestellt, was aus liberaler Sicht auch als „böse“ gilt.

    Das wichtigste Argument der herrschenden Liberalen war und ist allerdings die Freiheit des Individuums, was die Linken schließlich zu den Liberalen überlaufen ließ. So wurden aus Linke Links-Liberale, sie kämpften fortan für die diversen individuellen Freiheiten (mit all ihren Blüten). Damit waren sie für das kapitalistische System neutralisiert und der Klassenkampf abgesagt. Die Liberalen waren zufrieden, die Konservativen weniger (mit den neuen Blüten der Freiheiten). Denn der Konservatismus ist ja eigentlich auch eine kollektivistische Ideologie, ebenfalls mit einem Hang zum Autoritären.

    „… das Wort »Heimat« – zu gebrauchen, galt als schlimmste Hetzerei seit Goebbels.“

    Mit der Zuordnung des Kollektiven zum „Bösen“ wurden nun automatisch auch konservative Werte zum „Bösen“.

  19. Zur Thematik wäre viel zu sagen und wird auch viel gesagt werden. Nur diese merkwürdige Einordnung der Nazis akzeptiere ich einfach nicht. Das wird dann ja auch nicht belegt, sondern einfach nur behauptet. Woher weiß der Autor, dass für die Nazis deutsche Konservative die große Konkurrenz waren? Man liest es bei Goebbels in der Autobiografie sehr anders. Immer und immer wieder geht es gegen Kommunisten und Sozialdemokraten und so lief es dann auch nach der Machtergreifung. Erst, noch vor den Juden, ging es gegen die Kommunisten. Uns Ossis ist da vieles vertrauter. Die Folterkeller, die Köpenicker Blutwoche. Kommunisten leisteten keinen Widerstand? In dem einstigen Berliner Arbeiterbezirk, in dem ich lebe, gab es dereinst an sehr vielen Häusern Gedenktafeln für die dort lebenden und ermordeten Widerstandskämpfer. Die meisten Kommunisten, aber auch Sozialdemokraten, Christen. Die Tafeln verschwanden mit der Gentrifizierung.
    Nochmal, und weil es für jeden mühelos überprüft werden kann: Die Kommunisten holten die Nazis gleich und wer nicht gleich ermordet wurde, landete oft in Lagern und Gefängnissen, die Sozis stimmten gegen die Ermächtigung, viele von ihnen wurden danach verfolgt.
    Ganz deutlich: die Machtergreifung war nur mit Hilfe der Konservativen möglich. Die Nazis hatten nie eine eigene Mehrheit in freien Wahlen und Hugenberg musste die Regierung mit Papen zimmern und fast alle Konservativen stimmten im Reichstag für die Ermächtigung. Das alles ist selbst in Zeiten der „alternativen“ Fakten unwiderlegbar. Ohne die bürgerliche deutsche Mitte und Rechte hätte es die Nazi Herrschaft – jedenfalls nicht auf diesem Wege- nicht gegeben.
    Klar, dass die nach dem Krieg in der BRD alles taten, um das vergessen zu lassen. Vielen von denen, die für die Ermächtigung gestimmt hatten, saßen dann im Bundestag zusammen mit ehemaligen Nazis, die, wenn sie es hätten machen können, wohl die größte Fraktion gestellt hätten.
    Und sozialistische Sozialpolitik der Nazis? Wegen des Kindergeldes, damit die deutsche Frau mehr Soldaten in die Welt setzt? Nee jetzt.
    Ich glaube schon, dass mit der deutschen, sich links phantasierenden Klasse ernsthafte Auseinandersetzungen geführt werden müssen. Aber so geht das nicht. Mit den Methoden von ZDF History wird man sich der Wahrheit nicht näher.

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