
Die Debatte um den §218 ist mehr als ein Streit um Abtreibung – sie berührt grundlegende Fragen von Freiheit, Verantwortung, Mutterschaft und der Stellung von Frauen in unserer Gesellschaft. Warum die Abschaffung des Paragrafen Frauen eher schaden als helfen könnte.
„Freiheit, Freiheit über alles“, könnte man das Motto der Frauenbewegung formulieren. Also natürlich nicht die Freiheit, Kinder zu bekommen und sich auch um diese zu kümmern, nein, bloß nicht, denn das wäre das völlig falsche frei. Das richtige frei ist, nur an den eigenen Geldbeutel und die eigene Karriere zu denken. Kompromisslos und ohne einen Gedanken an den Rest der Menschheit oder die eigenen Gefühle. Das macht zwar vermutlich nicht glücklich, aber immerhin nicht arm. Dazu passt die Forderung, Abtreibung rechtlich einem Gang zum Friseur gleichzustellen. Was Frauen so viel mehr schaden würde, als ihnen zu nutzen.
Wie ist das denn, darf eine Frau wirklich ganz allein entscheiden, was sie mit ihrem Bauchinhalt so anstellt? Wäre es zum Beispiel moralisch okay, wenn Frauen gezielt Mädchen abtreiben, weil sie lieber Söhne haben? In der zehnten Woche zum Arzt gehen, um sich sagen zu lassen, was es denn wird: ein Junge oder eine Abtreibung? Oder regt sich da doch ein Störgefühl? Und falls ja: warum? Wenn Embryonen nur Zellklumpen sind ohne jegliche Rechte, warum soll eine Frau nicht frei entscheiden dürfen, ob sie die nächsten achtzehn Jahre eine Tochter oder einen Sohn großziehen möchte? Her body, her choice?
Erstmal fällt die Beratungspflicht
Oder eine andere Möglichkeit: Embryonen sind begehrte Forschungsobjekte. Darf eine Frau schwanger werden, um ihren abgetriebenen Fötus dann zu verkaufen? Vermutlich dürfte selbst die hartgesottenste Radikalfeministin hier Bedenken erheben. Natürlich darf man nicht gezielt Mädchen abtreiben. Und natürlich darf man keine Embryonen verkaufen. Und wenn wir mal eine Sekunde ehrlich sind, dann liegt der Grund darin, dass diese kleinen Wesen leben. Dass sie einen Herzschlag haben und es sehr viel gewichtigere Gründe braucht, sie abzutreiben als ein schneller Euro oder eine Vorliebe für ein bestimmtes Geschlecht. Doch diese Ehrlichkeit ist derzeit verpönt: wer erwähnt, dass Föten die Stimme ihrer Mutter erkennen, ist entweder eine Vertreterin des Patriachats oder doch zumindest rechtsradikal. Ach so, oder katholisch. Wurde ich neulich ernsthaft gefragt: sag mal, bist du eigentlich katholisch? Nein, bin ich nicht. Aus diesem Verein bin ich ausgetreten, kaum dass ich erwachsen war.
Und um das gleich zu Beginn klarzustellen: Ich bin auch keine Pro-Life-Vertreterin. Ich denke nicht, dass man Frauen dazu zwingen sollte, eine ungewollte Schwangerschaft auszutragen, Gott bewahre! Aber ich halte Abtreibung für einen schweren und folgenreichen Schritt. Manchmal bietet einem das Leben nicht die Möglichkeit, sich richtig zu entscheiden. Manchmal bleibt nur die Wahl für das kleinere Übel. Dafür muss man aber nicht so tun, als wäre Abtreibung nur eine unwichtige Nichtigkeit, kaum der Rede wert. Das ist unehrlich und lässt Frauen in einer schwierigen Situation im Stich. Und, um hier einmal so richtig provokant zu werden: ich glaube, die Abschaffung des §218 wäre in letzter Konsequenz massiv zum Schaden von Frauen.
Was würde sich denn ändern, wenn der §218 gestrichen würde? Abtreibung wäre dann legal. Man dürfte dafür werben, sie wäre einfach eine Dienstleistung. Heute sind Abtreibungen grundsätzlich strafbar, Frauen werden aber straffrei gestellt, wenn sie während der ersten zwölf Wochen abtreiben. Das klingt wie ein ziemlich komisches Konstrukt, strafbar, aber straffrei gestellt, und man fragt sich schon: wozu die Verrenkung und kann man das nicht gleich durch eine saubere Fristenlösung ersetzen? Aber dieser Umweg hat wichtige Auswirkungen.
Erstmal würde mit der Abschaffung des §218 die Beratungspflicht fallen. Bislang muss man dort hingehen, die Entscheidung liegt aber ganz allein bei den Frauen. Es weiß wohl jeder, der bis drei zählen kann, dass an dem Tag, an dem die Fristenregelung eingeführt wird, auch gleich die Mittel für die Beratungen gestrichen werden. Frau müsste zusehen, wie sie mit ihrer Entscheidung allein klarkommt. Davon abgesehen, sieht es für mich nicht so falsch aus, dass Frauen, die ungewollt schwanger werden trotz Aufklärung in der Schule und der Möglichkeit der Empfängnisverhütung sowie der Pille danach, mal mit einer emphatischen Zuhörerin über ihre Situation reden. Da gibt es vielleicht doch oft einiges zu besprechen?
Der Uterus: Ein Geschäftsraum
Es ist auch kein Zufall, dass die FDP die Frage der Straffreiheit von Abtreibungen an die Erlaubnis zur Leihmutterschaft koppelt. Wenn wir erstmal juristisch niedergelegt haben, dass ein Embryo nichts Besonderes ist, nur ein paar Zellen ohne jede eigene Rechte, kann die Frau ja auch beginnen, ihren Uterus zu vermieten. Und den Embryo zur Handelsware machen. Warum eigentlich nicht, wo das doch alles gar nichts bedeutet? Vielleicht wäre es an dieser Stelle nicht schlecht, nochmal zurückzudenken an die alte Forderung, Prostitution nicht mehr als sittenwidrig zu klassifizieren, um die Huren zu entkriminalisieren. Hand aufs Herz, was ist durch die Streichung der Sittenwidrigkeit passiert? Deutschland ist zum Bordell Europas verkommen. Frauen haben jetzt die ach so große Freiheit, ihre Vagina und andere Körperöffnungen vermieten zu dürfen. Oder sie können das Zuhälter „für sie“ machen lassen. Es hat ihren Körper ganz legal zur Handelsware degradiert. Und zu einem noch größeren Elend bei den Prostituierten geführt, da würde wohl kaum einer widersprechen. Streichen wir den §218 um „endlich abtreibende Frauen zu entkriminalisieren“, dürfen sie zusätzlich zu ihrer Vagina auch noch ihre Gebärmutter vertickern. Echt jetzt?
Noch wichtiger aber ist die Streichung der Strafbarkeit für künftige Unterhaltsansprüche. Eine Straftat nicht zu begehen, kann niemals negative juristische Auswirkungen auf eine Person haben. Entscheidet sich eine Frau also gegen eine Abtreibung und für ihr Kind, können ihr bei Strafbarkeit keine Unterhaltsansprüche aberkannt werden. Auch wenn der Kindsvater das Baby und die Verpflichtung nicht möchte und auf einen Schwangerschaftsabbruch drängt. Weil der §218 anerkennt, dass es eben nicht nur so ein kleiner Zellklumpen ist. Das ist auch der Grund, warum Männerrechte-Vertreter sehr für eine Straffreiheit von Abtreibungen sind. Wenn Schwangerschaftsabbruch rechtlich mit einer Zahnreinigung gleichgestellt wird, dann ist die Frau zwar noch immer allein für die Entscheidung verantwortlich, denn ihr Bauch gehört ja ihr, aber eben durchaus auch für die Folgen. Denn sie hätte schließlich auch abtreiben können. Wenn sie meint, hier einen auf Mutter machen zu wollen: ja, ihr Problem. Der Mann wäre dann fein raus und sie hätte die finanziellen Folgen allein zu bewältigen. Sex ohne jegliches Restrisiko für ihn, einfach traumhaft. Und ihr erklärt man halt, da wäre ja wohl nichts dabei.
Und das passt sehr gut hinein in das Bild der ach so befreiten Frau, wie es die moderne Welt fordert: Sie hat sicherzustellen, dass Sex unverbindlich, unkompliziert und folgenfrei ablaufen kann. Jederzeit. Empfängnisverhütung, möglichst eine Variante, die die Monatsblutung unterbindet, weil igittigitt. Schamhaare ab, denn sie könnten stören; Sex beim ersten Date, klar, wenn er das so will. Ansprüche und Wunsch nach Beziehung – natürlich nicht. Bereit sein, alles mit sich machen zu lassen und so tun, als hätte man mit Würgen oder so kein Problem, denn sonst wäre man ja verklemmt und vielleicht ein enttäuschendes Date, aber logo. Sollte es bei dieser sterilen, kurzen und unverbindlichen Begegnung doch zu ungewünschten Nebenwirkungen kommen: einfach abtreiben, Alte, macht doch nichts. Das ist ja wohl das Mindeste, was er von ihr erwarten kann.
Girl-Boss und so
Am besten mit einer Abtreibungspille, die ist nicht nur spottbillig, die kann sie auch freitags einschmeißen, dann übers Wochenende die Überreste ihres Kindes auskrampfen und -bluten, um dann am Montag wieder frisch frisiert (oben und unten bitte, weil hey!) am Arbeitsplatz zu erscheinen. Und immer lächeln! So verliert man keinen Arbeitstag und ein Beratungsgespräch braucht man ja eh nicht, sagt Frau Brosius-Gersdorf. Und dann noch ein paar Überstunden, weil Girl-Boss und abends ab auf Tinder. Zack-zack, das ist Befreiung, kapier das doch. Hat sie dann doch das Gefühl, gerade einem beginnenden Leben das Ende bereitet zu haben, fühlt sich hohl und jämmerlich, dann kommt frau von allen Seiten unter Beschuss und ja – am stärksten von der Seite, die sich angeblich für ihre Rechte einsetzt: der Frauenbewegung. Man solle sich bloß kein schlechtes Gewissen einreden lassen, kann man in der Emma lesen. Und wehe, frau hat doch eines! Dann bescheidet einem Alice Schwarzer: „Frauen wollen im 21. Jahrhundert Wunschkinder oder keine. Das ist der einzige Weg. Für Mütter wie Kinder.“ Der einzige Weg also. Wenn nicht Wunschkind, dann weg damit. Das sei die einzige Lösung – nicht nur für Mütter, Schwarzer versteigt sich sogar zur Behauptung, das sei der einzige Weg für Kinder, deren Herzschlag da ein Ende bereitet wird. Aber ach so, da reden wir ja nicht darüber. Also liebe Frauen, weiter an der Karriere basteln und ja nicht traurig sein. Gefühle sind irgendwie eh so ein weibliches Fehlverhalten, das stört bloß bei dem Griff nach der Macht.
Also warum sollten wir jetzt genau für die Abschaffung des Paragrafen 218 eintreten? Damit die Beratungen gestrichen werden? Damit die Möglichkeiten, Notlagen von Frauen auszunutzen und Profit aus ihrer Gebärmutter zu schlagen, gestärkt werden? Damit Männer keinen Unterhalt mehr zahlen müssen? Ich würde so gerne mal einen vernünftigen Grund hören, was denn besser würde durch die Streichung. Weil die Gründe, die man in der Emma lesen kann, die können doch nicht wirklich ihr Ernst sein? Da bekommt man tatsächlich zu lesen, bayerische Frauen müssten nach Berlin fahren, weil man in Bayern nicht abtreiben könne (siehe obige Quelle). Da wüsste ich doch gerne mal einen Fall, der nicht über dreißig Jahre zurückliegt. Bayern hat als Bundesland die zweitmeisten Abtreibungen in Deutschland. Und Frauen müssten angeblich bei der Beratung bittebitte sagen. So ein Käse. Frauen haben das Recht, in den ersten zwölf Wochen straffrei abzutreiben. Sie müssen zu einer Beratung gehen (und diese gesetzliche Verpflichtung sichert auch die Finanzierung ab), die Entscheidung liegt aber ganz allein bei der Frau. Ich sehe beim besten Willen nicht, was Frauen von der Abschaffung des Paragrafen 218 haben sollen. Transhumanisten, klar. Männerrechtsvertreter, logisch. Abtreibungsanbieter, ok. Aber schwangere Frauen?
Und es sieht so aus, als wäre die Abtreibungsfrage hier nur die Spitze des Eisberges. Sie ist ein Teil der Fruchtbarkeit von Frauen, ohne Zweifel der weniger schöne. Der wunderbare Teil ist es, dass Frauen schwanger werden können. Dann entsteht nicht nur ein Baby, sondern auch eine Mutter. Und ich habe nicht den Eindruck, dass die Welt heute viel übrig hat für Frauen, die gerne Mütter sein wollen. Jedenfalls nicht, wenn sie es wagen sollten, sich auch noch um ihr Kind kümmern zu wollen. Frauen, die zu Hause bleiben, werden heute mit ähnlich viel Abfälligkeit behandelt, wie das für den Durchschnitts-Chauvi in den Fünfzigerjahren selbstverständlich war. Dummes Heimchen am Herd. Kinder werden hier nicht als eine Erfüllung gesehen, sondern als Hemmschuh. Und wenn man das Glück einer Person über ihre Rentenansprüche definiert, stimmt das ja auch – obwohl, war da nicht was? Ohne Kinder gibt es niemanden, der die Rente zahlen kann? Hm.
Am freiesten ist man allein
Sollte die Frau also wirklich so blöde sein, irgendwann ihre Fortpflanzungsorgane benutzen zu wollen, dann ist es heute erstmal wichtig, den Karriereknick zu vermeiden, nicht dass man hinter den Männern zurückfällt. Bloß ja keine Halbtagsfalle. Also das Baby in die Kita, fünfzig Stunden mindestens, weil sie ja mindestens vierzig Stunden arbeitet, eigentlich noch mehr wegen Karriere, dann noch die Mittagspause und die Fahrtzeit. Also Fünfzig-Stunden-Woche für das Kleinkind klappt eigentlich nur, wenn Mama und Papa zusammenhelfen, ist die Mutter alleinerziehend, darf es gerne noch was mehr sein. Sollte das Kind krank werden, gibt es Paracetamol, das senkt das Fieber und ab in die Kita, weil frau muss ja zuverlässig sein. Wenn abends gar nichts mehr geht, gibt es für das Kleine noch ein iPad, da sind die Kinder noch ein paar Stunden still vorm Bettgehen. Weil Haushalt und Steuererklärung und Einkaufen …
Und das alles soll weibliches Empowerment sein? Und das ist das Bild einer befreiten Frau? Echt jetzt? Allzeit bereit? Fortpflanzung als Knopf zum ein- und ausschalten, so ganz mechanisch? Und nur ja nicht um die eigenen Kinder kümmern? Gruselig. Für die Kinder sowieso. Aber doch auch für die Mütter.
Die Philosophin Kathleen Stock vermutet, dass hinter der aggressiven Behauptung vieler Frauen, dass Embryonen nur Zellklumpen und ganz unwichtig seien, viel schlechtes Gewissen verborgen ist. Von Frauen, die diesen Schritt gemacht haben und jetzt krampfhaft sich selbst und andere davon überzeugen wollen, dass das so schon okay war. Ich bin mir da nicht so sicher.
Mein Eindruck ist eher, dass sich der in den Siebzigerjahren völlig verständliche Schrei der Frauen nach mehr Freiheit irgendwie verselbständigt hat. Jetzt wird mehr und immer noch mehr davon gefordert und alles in Bausch und Bogen verteufelt, was diese Freiheit einschränken könnte. Nur ja keine Care-Arbeit, die macht einen unfrei. Und das stimmt ja auch. Wenn das Baby nachts Hunger hat, dann ist es mit der individuellen Freiheit der Mutter nicht mehr weit her. Da beginnt der Busen einfach zu tropfen und wer kein nasses Bett möchte, legt das Baby mal lieber schnell an. Und klar bringt Teilzeit nach Kindern einen Karriere-Knick, und der bringt wiederum Abhängigkeit vom Kindsvater. Wer ganz frei sein möchte, sollte verhüten, sich nicht binden, im Notfall einfach abtreiben und immer versuchen, das Hamsterrad als Karriereleiter zu interpretieren. Am freiesten ist man ganz allein. Das ist alles sachlich richtig. Und doch kommt es mir so vor, als wären wir hier mit Volldampf am Wesentlichen vorbeigerauscht.
Um Kinder geht es gar nicht
Frausein muss doch wohl mehr bedeuten, als die schlabbrigen Körperteile im Vergleich zu Männern weiter oben zu haben. Weiblichen Geschlechts zu sein bedeutet üblicherweise, Eierstöcke und eine Gebärmutter zu haben. Und die sind grundsätzlich dazu da, Kinder zu bekommen. Die Brüste hängen da rum, um Babys stillen zu können. Kinder zu bekommen ist ein Wunder. Es ist eine großartige Fähigkeit, die bei vielen Frauen mit unglaublichen Glücksgefühlen verbunden ist. (Allein schon, wenn ich mir hier beim verbalen Rumeiern zuhöre: üblicherweise, grundsätzlich, viele! Um nur ja keiner Frau auf die Füße zu treten, die keine Kinder haben möchte. Wer nicht will, soll ordentlich verhüten und es bleiben lassen, keine Frage. Aber Babys machen halt glücklich. Auch wenn sie viel Arbeit machen und die Freiheit in einem Maße einschränken, das wirklich ganz unglaublich ist.) Das große Glück von eigenen Kindern ist ein noch schlimmeres Tabu als der Herzschlag von Föten. Fruchtbarkeit tritt nicht als etwas Positives auf, sondern als Fallstrick auf dem Weg zur totalen Freiheit.
Und bei all dem Freiheit, Freiheit über alles! bleibt da nicht vielleicht sehr, sehr viel auf der Strecke? Die Kinder zum Beispiel. Deutsche Kitas sind eine Schande – das wäre definitiv einen eigenen Artikel wert. Und auch das eine Tabu: Während wir alle irgendwie schon wissen, dass Pflegeheime keine schönen Orte sind, sprechen wir nie von der Situation der Kitas. Die sich übrigens auch je nach Wohnviertel sehr unterscheiden – Bildungsbürger bekommen Plätze in besseren Kitas. Viele haben vermutlich noch nie eine von innen gesehen: Tütensuppenfraß für 2,25 Euro pro Tag (und ja: da sind die Kosten für die Nahrungsmittelfabriken, das Personal, den Transport und das spätere Erhitzen des Tiefkühlfraßes mit drinnen), „Fachkräfte“, die weder vom Fach sind noch ordentlich Deutsch können, iPads in allen Gruppen, um die Kinder still zu bekommen, offene Gruppen, wo selbst kleinste Kinder keine verlässliche Bezugsperson mehr haben. Und davon wollen wir echt noch mehr? Mich wundert es überhaupt nicht, dass Gen Z und Generation Alpha solche Schneeflöckchen sind, mit so vielen Angststörungen und Dachschäden, die nichts mehr aushalten. Sie haben als kleine Kinder wenig emotionale Stabilität kennengelernt, wie sollen sie jetzt den Stürmen des Lebens trotzen? Niemand setzt sich explizit für schlechte Kitas ein, aber die Forderung nach mehr Qualität habe ich schon lange nicht mehr gehört. Mehr Quantität, klar. Längere Öffnungszeiten, flexiblere Öffnungszeiten, billigere Kitaplätze. Aber kindgerechte Betreuung? Wohl kaum. Denn um die Kinder geht es ja gar nicht. Die sind nur der Sand im Karrieregetriebe ihrer Mütter.
Es ist so ein Jammer, dass Fruchtbarkeit und Mutterschaft in unserer Gesellschaft so ein schlechtes Standing haben. Denn das schließt sehr, sehr viele Frauen aus. Die sich Kinder wünschen und eine Familie (ups, noch so ein Tabu!). Und sich die Zeit nehmen wollen, ihre Kinder in Liebe großzuziehen und nicht maximal abzudrücken. Frauen haben in den letzten beiden Jahrzehnten nicht gewonnen, sie haben viel verloren. Sie machen noch immer den Großteil der Hausarbeit und reißen zusätzlich einen Job. Ihnen wurden die Unterhaltsansprüche bei einer Scheidung gekürzt und zusätzlich zu den geringeren Pflichten haben die Kindsväter mehr Rechte erhalten, Männer dürfen sich jetzt Frauen nennen und deren Räume erobern, die Digitalisierung mit der Porno- und Tinderindustrie war eine Katastrophe für Frauen, die Sicherheit im öffentlichen Raum ist am Boden. Jetzt wird das Ehegatten-Splitting abgeschafft, damit Familien noch mehr Steuern zahlen, falls sie es wagen, nicht beide ganztags zu arbeiten. Witwenrenten werden deutlich kleiner ausfallen. Ach ja, und sollte eine Frau sich echt Zeit genommen haben, ihre Kinder großzuziehen, wird jetzt diskutiert, dass sie für die Rente halt länger arbeiten soll. Charmante Idee, findet Bärbel Bas.
Da wäre es doch schön, wenn wir wenigstens nicht auch noch in die Gebärmutter für Angebot und Nachfrage freigeben würden. Der §218 ist ein guter Kompromiss, denn er schützt Frauen und lässt ihnen trotzdem die freie Wahl. Und das ist gut so. Alice Schwarzer hat auf der Frauenkonferenz Heroica gesagt, die jungen Frauen hätten gar kein Interesse mehr daran, den Paragrafen 218 abzuschaffen. Aber das ist doch wunderbar! Denn dann können wir uns vielleicht mal den Themen zuwenden, die wirklich brennen. Und nicht den Vertretern von Männerrechten und Fruchtbarkeits-Vermarktern weiter warmen Wind unter die Flügel pusten mit der Behauptung, das, was sich da in der Gebärmutter abspiele, sei eh nur ein unwichtiger Klacks.




Hier wird wieder versucht, alle Forderungen der Frauenbewegungen aus der 68er Zeit, auf völlig verschwurbelte Art und Weise ad acta zu legen.
Da die Überbevölkerung das drittgrößte Problem der Menschheit darstellt, sollte die Abtreibung von bürokratischen Hindernissen völlig freigestellt werden.
Außerdem, in Kriegszeiten Kinder zu kriegen ist auch nicht wirklich der Bringer.
Das zeugt wieder mal von einer unglaublichen Naivität der Menschen, angesichts der Bedrohung, der wir gerade ausgesetzt sind.
Ich kenne jemanden, der sich das vor, sagen wir, ca. 70 Jahren gewünscht hätte.
Ich auch, ganz viele sogar. 😉
Hitler? Dann wäre kein anderer gewählt worden?
Au Mann, an Deutschland wird die Welt genesen, indem Deutschland nicht nur allein das Klima rettet, sondern auch noch alleine die Überbevölkerung beseitigt. schon Mal darüber nachgedacht, dass selbst wenn alle 83 Mio Bürger und Bürgerinnen Deutschlands morgen weg sind, die Bevölkerung gerade Mal um 1% sinkt?
Es geht mir ja nicht um Deutschland, sondern um die ganze Welt.
Wir brauchen eine stringente Geburtenregelung um dem Bevölkerungswachstum in den Griff zu bekommen.
Natürlich geht eine Geburtenregelung nur, wenn auch alle Menschen wirklich versorgt sind und da sind wir auch schon wieder beim Hauptproblem Kapitalismus.
Die herrschende Klasse löst das gerade ganz radikal auf ihre Weise, wie ihr sicher mitbekommen habt.
Für deutschland ist ein noch größerer Geburtenrückgang aber gravierend.
Wir haben jetzt schon zu wenig Nachwuchs. Sicher sind die Bedingungen
Kinder zu bekommen und diese auch noch zu versorgen und ihnen eine gute
Ausbildung zu ermöglichen nicht besonders prickelnd. Aber wenn wir Deutschen
noch etwas Würde behalten können, sollten wir versuchen Deutschland noch
mit unserem eigenen Nachwuchs zu bevölkern. Geburtenkontrolle wäre auf
dem Afrikanischen Kontinent angesagt. Die Natur gibt dort aber immer noch
vor, viel Nachwuchs zu zeugen weil dort eine hohe Kindersterblichkeit vorhanden
war. Trotz der schlechten Situaton in vielen Ländern dort, überleben aber schon
viel mehr Kinder, die auch immer mehr für Nachwuchs sorgen. Ganz natürlich!
Hatari!
Also ich hätte gerne eine zweite Staatsbürgerschaft zum Beispiel die von Südafrika, Botswana, Tanganjika oder Namibia.
Nuclear Winter is coming
Gerade in Deutschland sind wir hoffnungslos überbevölkert.
Schau mal in den Ruhrpott.
Es dürfte m.E. gar keine Großstädte geben.
Bei der Überbevölkerung fällst du auf globalistischen Propaganda herein.
Ich übrigens früher auch, darum habe ich mich 1976 sterilisieren lassen, weil ich den Blödsinn des Club of Rome geglaubt hatte.
Das Bevölkerungswachstum ist stark zurückgegangen.
Die Überbevölkerung gehört genauso zur Rahmenerzählung des Globalismus wie der menschengemachte Klimawandel, der CO₂-Schwindel und das Aus für Gas und Öl.
Recht hast du, wenn du sagst, sie beabsichtigen, uns alle loszuwerden.
Das Problem sind nicht zu viele Menschen, sondern der weltweite Landraub der Globalisten.
Sehe ich ganz anders weil ich schon auf der ganzen Welt rumgekommen bin.
Die Meere sind überfischt, die Böden übersäuert, das Grundwasser verschmutzt und die Ressourcen gehen zur neige.
Auf die Dauer und auf einem gehobenen Niveau geht das nicht mit über 8 Milliarden Menschen.
Ich war schon in Kalkutta und auch in Mexico-Stadt.
Solche Großstädte dürfte es gar nicht geben.
Der Klimawandel ist natürlich ausgemachter Blödsinn.
Aber mit der Natur im Einklang leben eben nicht und dafür sind wir einfach viel zu viele.
Es liegt nicht an der Zahl der Menschen, es liegt am System. Man könnte heute bereits locker zwölf Milliarden und mehr ernähren – es ist eine Frage der Verteilung. Man könnte ebenso locker für jene zwölf Milliarden ein Gesellschaftssystem schaffen, das die Ressourcen nicht überfordert. Eine Welt, die dagegen von einer normopathischen, zutiefst lebensverneinenden Gesellschaftsform geprägt wird, welche noch in ihre hintersten Winkel und Ecken eindringt – die ist schon viel früher hinüber. Ein paar sachdienliche Hinweise:
Quelle: –Friedrich Engels – Dialektik der Natur (MEW Band Nr. 20), S. 453
Sehr schön Altlandrebell, ich denke ich muss doch noch in den alten Klassikern stöbern. Im Übrigen liegt Frau Burger mit ihrer Polemik in weiten Teilen richtig. Sicher könnte man die ein oder andere Nuance herausgreifen, aber der Grundtenor stimmt.
In meinen Augen nicht, deswegen habe ich das zerhackstückt. Aber die Geschmäcker und Sichtweisen sind eben verschieden. 🤷♂️
Frau Burger würde richtig liegen, wenn sie die Grundübel des kapitalistischen Gesellschaftssystems, die Zwänge und Verlockungen, benennen und dabei klar relativieren würde, was so mancher als Verurteilung interpretiert.
Korrekt.
Das Zitat aus der „Dialektik der Natur“ hätte eine Richtigstellung verdient:
“ … und daß unsre vermeintliche Herrschaft über die Natur auf der Versklavung von Menschen ruht, deren Natur- und Lebenskräfte zum Nachteil aller anderen Geschöpfe auf dem Globus seit Jahrtausenden vernutzt und zernichtet werden.“
👍
Wenn ein Sozialstaat die Grenzen aufmacht, wird er automatisch bis zum Anschlag überbevölkert. Die autochthone Bevölkerung nimmt gleichzeitig aber rapide ab und wird in den nächsten Jahrzehnten zur Minderheit im eigenen Land werden. Was du wahrscheinlich begrüßt, weil du dich ja sowieso immer für Deutschland geschämt hast und wie die meisten Linken keine positive deutsche Kultur erkennen kannst und daher auch nicht weißt, was alles verloren gehen wird.
Di Völkerdurchmischung steht gerade auf einem ganz anderen Blatt
Das ist Schwachsinn!
Im Ruhrgebiet hat ein Drittel der Bevölkerung polnische Vorfahren und ein nicht unerheblicher Teil türkische, italienische, aber keineswegs „reine“ deutsche Wurzeln.
Der Großteil der „Migranten“ sind Arbeitsmigranten.
Ja, „sie wollen uns alle (bzw. die meisten von uns) umbringen“. Und Sie, Motonomer, befürworten das, indem Sie schon mal alle Ungeborenen dafür frei geben lassen wollen.
Jedes Kind ist eines zu viel.
Außerdem machen Kinder nur Ärger.
Und andauernd dieser Krach und dieses herumgehampele…einfach furchtbar.
Viele der richtig fitten Damen, die ich kannte, sind gleich nach dem ersten Kind völlig spießig geworden, alles war dann plötzlich zu gefährlich, total angepasst wurden die, haben sich dann von ihren vermeintlich tollen Mann fertig machen lassen und waren mit noch nicht einmal 50 völlig am Ende.
Ich hab die Bälger nie gemocht, keine Ahnung wie man sich mit sowas das ganze Leben so versauen kann.
Ich kenne in der westlichen Hemisphäre, ganze 2 Familien wo ich mit Fug und Recht sagen könnte, das die mit ihren Kindern wirklich glücklich sind.
Beide mal eher solvent als arm… weil ohne die dazugehörige Knete, geht sowieso nichts.
Der ganze Rest musste sich immer zurücknehmen, genau wegen der Brut….
Und aus denn allermeisten Kids meines Jahrgangs sind fast nur Arschlöscher also die Gegenseite oder resignierte bedauernswerte Weicheier entstanden.
Und was heutzutage unter 40 ist so rumläuft…. da bin ich echt froh, das dieser Kelch an mir vorbeigegangen ist und in dies kapitalistischen Welt, wo aber auch alles dem kapitalistischen Verwertungsprozess unterworfen ist, Schulpflicht, Impfpflicht usw…ich bin nie geimpft worden, dank meiner Mutter und ich war niemals im Leben richtig krank, das geht alles gar nicht und am Ende muss ich denen dann auch noch erzählen, warum alles so Scheiße ist..neee ohne mich!
Waren Sie nicht selber mal ein „Balg“? Oder kommt Ihre Haltung von Ihrer eigenen Balgzeit? Oder an Erfahrungen mit Nachbarsbälgern / Klassenkameraden?
Man sollte aber nicht von eigenen schlechten Erfahrungen auf alle anderen extrapolieren. Ich mag auch keine Kinder haben, aber dass sie alle bloß Bälger seien oder nur Negatives brächten, würde ich nicht unterschreiben.
„Fast nur“ ist ja schon mal eine Einschränkung. 😉
In meinem Jahrgang gab es auch viele Arschlöcher und ich will meinen, dass einige das wohl nur weiter kultiviert haben werden, obgleich ich das Treiben dieser Leute nicht verfolge und auch keine (anti)sozialen Medien habe, um denen nachzuspionieren. 🤷♂️
Junge, ich bin 34!
Was soll ich erst sagen?
Freiheitliche Grüße
Es gibt immer Ausnahmen… Genosse.
Das waren meine Erfahrungen mit Nachbarskindern und überhaupt Leuten die Kinder hatten, und ich mir immer gerne angeschaut habe, wie Leute was machen und damit umgehen und ob das was für mich ist.
Ich habe mir weltweit Lebensmodelle angeschaut und die Schlechtesten waren immer die der westlichen Hemisphäre, alles andere als Kinderfreundlich.
Aber mit Leuten unter 40, ist es i.d.R. kaum möglich sich noch halbwegs Sachbezogen und kompetent zu unterhalten.
Zumal da der Gespritztenanteil wohl noch höher liegen muss, als er eh schon ist.
Allein, was ich alles erbebt habe, wie dann die Kinder nach dem Tod ihrer Eltern sich gegenseitig um das Erbe gekloppt haben unglaubliche Szenen sind mir da in Erinnerung… alle kapitalistisch konditioniert worden… ein Heer von anwälten und Intrigen, dabei kannte ich die schon als sie noch soooo klein waren…wie
Süß..am Arsch ned…. ohne mich…
Ja, ich weiß. Ich war schon immer eine Ausnahme. In meinem Grundschulabschlusszeugnis stand schon drin, dass ich ein Querdenker sei. Das war 20 Jahre vor dem Maßnahmenregime!!1!
Aber es hat eben nicht jeder in seiner Geburtsminute Algol, Alcyone, Zubeneschamali, Vega und Co. bei sich herumstehen!
Ja eben – weil der normopathische Westen ja eine zutiefst lebensverneinende Gesellschaft ist, wie jeder halbwegs kluge Kopf schon festgestellt hat. Ob Engels, Illich, Fromm… pick your author. Und weil der Westen sein ach so tolles Modell über den ganzen Globus ausgebreitet hat mit allen bekannten Folgen. Aber daraus folgt ja nicht, dass alle menschlichen Systeme automatisch so verliefen. Es zeigt nur, dass man für eine andere Gesellschaft eintreten und man – wo sie noch nicht verwirklicht ist oder aus welchen Gründen auch immer nicht verwirklicht werden kann – eben seine Konsequenzen ziehen muss. Seine eigenen Alternativen suchen, finden und vorleben muss.
Ach, mit vielen Leuten der werberelevanten Zielgruppe der 14 bis 49jährigen ist es allgemein schwierig in irgendeiner Form zu kommunizieren, solange es nicht SMS / Whatsapp ist, weil diese Smombies die ganze Zeit vor ihrem Gerät hängen oder in ihre Scheibe Brot sprechen. Das fängt damit an, dass man wie ein Marshaller auf dem Rollfeld winken und wie Rumpelstilzchen auf und abspringen muss, wenn man aus der S-Bahn aussteigen will, weil ansprechen einfach nicht mehr funktioniert.
Da bin ich fein raus. Entweder wurde ich gleich enterbt und / oder es gab nichts zu vererben. 😂
Nicht der einzige Bereich in dem dir jegliche Empathie und Lebenserfahrung abgeht.
Tiefe Verantwortung für ein anderes Leben zu haben, ändert den Blick auf die Welt erheblich…
Seltsame Bekanntschaften hast du, ich kenne niemanden, bei dem das so wäre. Dafür Männer, die versetzt wurden und sich hernach nur noch für die Frau krumm machen mussten ohne noch den Ausgleich eines Familienlebens zu haben. Das ist heutzutage ein großes Risiko für einen Mann, weil die fast rechtlos sind in Deutschland, ich hätte mich trotzdem nicht von Kindern abhalten lassen.
Kann man sagen, was man will, die natürliche Selektion wirkt auch heute noch.
Würde einem überzeugten Materialisten natürlich nie in den Sinn kommen 🙂
Ich schreib jetzt besser nicht, in welche Kategorie du für mich fällst…
Ja und man sich nicht mehr richtig ausleben kann, sobald man Kinder hat, furchtbare Welt…!1!! Schlimmer, schlimmer Kapitalismus!
Danke für den tiefen Einblick in deine Psyche, auch wenn er nichts Überraschendes hervorgebracht hat…
Es geht einzig und allein um den Kapitalismus, aber das versteht hier ja wohl kaum einer.
Anzusehen wie das System einem die Kinder nimmt, weil sie nicht, weder von den eigenen Eltern und in der Schule schon gar nicht, die Konditionierung bekommen, die sie brauchen, muss schlimm sein, aber vielen ist das gar nicht bewußt.
„Und aus denn allermeisten Kids meines Jahrgangs sind fast nur Arschlöscher also die Gegenseite oder resignierte bedauernswerte Weicheier entstanden.“
Und diese Welt voller Arschlöcher hat tatsächlich eine solche Lichtgestalt wie „motonomer“ hervorgebracht? Ich bin zutiefst beeindruckt. Gibt es bereits irgendwo einen Altar wo man Sie anbeten kann. Ich würde tatsächlich ein Kerzchen spenden. Aber bitte, bitte legen Sie bei den Himmelsgöttern ein gutes Wort für mich ein, denn ein solch erhabenes Schicksal wie es Ihnen zu teil wurde kann nur mit dem Segen der Götter geschehen sein.
PS: Geben Sie mir bitte Bescheid, wenn Sie lieber mit dem Pluralis Majestatis angesprochen werden wollen und verzeihen Sie mir bitte mein Unbotmäßigkeit.
Untertänigst Ihr
Two Moons
Das Bevölkerungswachstum hat mittlerweile gestoppt. Nur noch in einigen afrikanischen und nordafrikanischen Ländern gibt es Geburtenraten über der Erhaltungsquote, in allen anderen geht sie massiv zurück.
– Das freut die transhumanistischen Globalisten, bitte mal Infos zu „Georgia Guide Stones“ und „Deagle Liste“ u. a. suchen und die langfristigen Pläne von UN, IWF und dergleichen Institutionen.
so ist es
+++++
Sehe ich nicht so, selbst die 20 Millionen Totgespritzten haben es nicht ausgemacht und die Bevölkerung nimmt weiterhin zu.
Es braucht keine Geburtenregelung.
Wohlstand regelt das von alleine, aber den gibt es ja nur für wenige.
–> Hausgemachtes Problem im Kapitalismus.
+++++
Da in allen industrialisierten Ländern die Geburten stark zurückgegangen sind, scheint Wohlstand und Kapitalismus fast ein Synonym zu sein? Wie erklärst du das?
Oder liegts eigentlich am Bildungsstand? Der Religion oder Ideologie? Oder vielleicht an Clangesellschaft vs. Kleinfamiliengesellschaft? Vermutlich an allem ein bisschen.
Ja. Fast.
Es steht außer Frage, dass der Kapitalismus einen breitflächigen, materiellen Wohlstand erzeugt, aber das ist nicht das Ziel dieses Systems, sondern ein „Kollateralnutzen“, um Profit für die Kapitalisten zu generieren. Man hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts gemerkt, dass bessere Arbeitsbedingungen höhere Profite erzeugen.
Nun befinden wir uns im „Endgame“, die Automatisierung wird den Menschen als Lieferanten der Arbeitskraft ersetzen, die große Masse der Menschen verliert ihr einziges Druckmittel, das sie hat.
Es wird sich bald zeigen, ob:
-der Kapitalismus sich selbst überwinden wird.
-die Kapitalisten die Menschheit überwinden werden. 😉
Ja, vermute ich auch.
Das ist eine nette Theorie, aber das es Wohlstand für alle nicht geben wird, weil ihr die Reichen nicht aus ihren Villen vertreiben wollt, ist jede weitere Diskussion darüber wirklich Sinnlos, dann wird es eben ganz konservativ weiterhin Kriege geben, die die herrschende Klasse gegen uns führt.
Abgesehen davon, dass das nicht Forderungen der Frauenbewegungen aus der 68er Zeit waren, sondern schon von echten Feministinnen wie Goldman, Luxemburg und Kollontai viel früher gefordert und vorangetrieben worden ist
👍👏 🤝
Und auch dafür, dass Sie die Bewegungen in den Plural setzten!
Da die Überbevölkerung das drittgrößte Problem der Menschheit darstellt, sollte die Abtreibung von bürokratischen Hindernissen völlig freigestellt werden.
Das ist freilich malthusianischer Unsinn, da haben @ Bonnie und Co. bereits dankenswerterweise reingegrätscht.
Malthus muss immer herhalten, wenn einer das große Tabu Überbevölkerung beschwört. Malthus konnte aber die weitere technologische Entwicklung nicht vorhersehen. Worauf setzen denn Anhänger des ungehemmten Gewusels weltweit (denn dass 15 Milliarden 3 x mehr konsumieren als 5 wird wohl niemand bezweifeln)? Hier eine kleine Auswahl:
o Einschränkungen wo immer möglich bei der Ernährung
o Kein ressoucenverbrauchender Individualverkehr
o Keine Flugreisen
o Wohnraum Begrenzung auf 12 qm2 pro Person
o Gentechnischer Fortschritt (soll Spritzmittel ersetzen)
o Recycling aller Materialien
o 15 Minuten Stadt
Dass solches natürlich nicht für Reiche gilt ist klar.
Oh Ihr freiheitsliebenden Finsterlinge!
Doch, ich!
Nur, wenn der prozentuale Anteil der Reichen und Superreichen (also die mit ihrem überbordenden Konsum) gleich bleibt.
Wenn der absolute Anteil nicht um den Faktor 3 steigt, steigt auch der gesamte Konsum nicht um den Faktor 3.
Und vice versa.
Und Du warst da schon dicht dran:
Pardon, bitte etwas ausführlicher – ich steh auf der Leitung.
1% Reiche/Superreiche von 5 Mrd sind 50 Mio.
Angenommen, diese verbrauchen 50% der Resourcen, die die 5 Mrd gesamt verbrauchen.
Wenn jetzt die 50 Mio bleiben (absolute Zahl) die Welt auf auf 15 Mrd Bewohner steigt, steigt der Konsum nur auf das 2-Fache (50% Reiche + 50% Arme alt + 2 x 50% Arme neu = 200%).
(Nachkommastellen habe ich mir geschenkt)
@ Routard
*gacker*
Was der Begriff „Tabu“ bedeutet, ist Ihnen aber schon bewusst, ne?
Wenn ein Thema nicht tabuisiert ist, sondern vielmehr beständig aufgetischt wird – ob von links, rechts, ab durch die Mitte – dann ist es wohl die Mär von der angeblichen Überbevölkerung.
Es ist einfach eine uralte westlich-weiße Angst, dass es zu viele von den „Anderen“ gäbe, die dann hierher kämen, um dem armen, hilflosen Westler alles wegzunehmen oder schlicht durch ihre bloße Präsenz den Planeten Erde kaputt machten. Oder dass es in unserer holden Gesellschaft zu viel (Arbeiter)Unrat gibt, zu viel Pöbel und Prolls, und diese Lumpen dann die „vernünftigen“, „anständigen“, „sauberen“ Bürger an den Rand drängten.
Doch es tickt eben nicht jeder Mensch wie ein Mittel- oder Oberschichtenwestler und es müssen auch nicht westliche Perspektiven und Verhaltensweisen zwanghaft auf andere projiziert werden.
Igitt – neben anständigen Menschen / Gartenbewohnern gibt es einfach zu viel Dschungelbewohner und sonstige Schmutzaffen auf unserem deutschen Planeten! Zu viele Neger, Schlitzaugen, Kaffer, Kameltreiber, Fidschis… und wie „wir“ die alle nennen. Die vermehren sich wie die Karnickel und wuseln rum! Und wollen „uns“ unsere Arbeit, Frauen und die Stütze wegnehmen! Genau wie die vielen Prolls und Proleten! Und dann sind die auch noch ungehemmt! Nicht so gehemmt und verklemmt wie der saturierte Wohlstandsbauch. Schrecklich!
Selbstverständlich kann und muss man das bezweifeln.
Was und wie viel Menschen konsumieren, ist kein biologisch-determiniertes Schicksal, sondern Ergebnis gesellschaftlicher Aushandlung und des zugrundeliegenden sozialen Ordnungssystems. Ja – in der westlichen Habenwill-Gesellschaft, da wird Glück stark mit Besitz, Wohlstand und Wachstum verknüpft. Da muss man haben und dazu im Hamsterrad raffen und schaffen (auch wenn man das gerne auf andere projiziert, um abzulenken).
Es soll freilich Gemeinschaften wie Gesellschaften geben, in denen die Menschen zum Beispiel leben statt zu konsumieren. Wo das Sein Vorrang vor dem Haben hat. Gemeinsamer Nutzen vor privatem Eigentum. Reparieren vor Ersatzkäufen. Mehr Menschen in solch einem System bedeuten schlicht nicht zwangsläufig auch ein Mehr an Umweltbelastung.
Das eigentliche Problem ist die Art und Weise, wie Güter hergestellt, verteilt und weggeworfen werden. Schon lange konsumieren die Staaten der „goldenen Milliarde“ – unsere stolzen Steingartenbewohner – ein Vielfaches mehr als der Rest. Als die Schmutzaffen und Dschungelbewohner. Die Bewohner des Westens leben schlicht seit Jahrhunderten auf Kosten der anderen Länder – die sie obendrein mittels imperialistischen Zwangsmaßnahmen (z.B. Sanktionen) und kolonialen Raubkriegen schröpfen, geißeln und quälen. Und sie leben auf Kosten des unteren Bevölkerungsviertels in ihren eigenen Staaten, auf Kosten der Plebs, Prolls und pösen Migranten aus dem Unterbau.
Und das ist dann auch der Punkt, um den es sich tatsächlich dreht – was für eine Gesellschaftsform global ausgeworfen, zur Norm erklärt und allen zur Nachahmung offeriert wird. Klar – mit der konsumistisch-kapitalistischen ist die Bewohnbarkeit dieser Welt sehr rasch am Ende. Klar – wenn immer mehr Menschen nach dem westlichem Konsummodell streben, dann noch eher. Aber in einer anderen Gesellschaft könnte in der Tat sehr viel weniger konsumiert werden, auch wenn es mehr Menschen gibt. Und ich habe da wohl einfach ein anderes Fortschrittsverständnis als viele. Lebensqualität erwächst mir nicht aus Konsum. Wachstum könnte auch qualitativ statt quantitativ oder auch einfach ganz anders verstanden werden – innerlich zum Beispiel.
Kurzum: Es geht nicht um die bloße Bevölkerungszahl, sondern um die Lebensweise.
Wenn Sie das anders sehen – dann sehen Sie es eben anders. 🤷♂️
👍
Genau, sehe ich anders. Wenn 2 Milliarden mit der heutigen Technik in Saus mit Schmaus leben können ist mir das sympathischer als wenn 15 Milliarden in Sack und mit Kartoffelsuppe darben.
Und Ihre Phantasien zu Gewusel sind Ihre, nicht meine – fehlte ja nur noch dass Sie mir vorwerfen, ich hätte „Neger“ gesagt. Wie bei Loriot…
😂🤣
Was haben Sie bloß gegen Kartoffelsuppe? Dachte hier im Forum sind so viele Kartoffelfreaks, die einem ständig irgendwelche Knollenrezepte um die Ohren hauen und anpreisen wie nahrhaft und lecker diese Viecher sein?
BTT: Wo genau habe ich denn nochmals geschrieben, dass irgendwer „darben“ müsse? Diese Dichotomie, dass es nur die als „güldener Fortschritt und Zivilisation“ verkaufte lebensfeindliche westliche Konsumhölle und ein Leben am Limit des Hungertuchs geben könnte, ist so altbekannt wie billig und ablenkend. Den Strohmann können Sie also gleich wieder einpacken, der zieht nicht.
Es ist auch irgendwie pervers ausgerechnet eine Gesellschaft ohne Hamsterrad, ohne Kaufzwang, ohne die sonstigen westlichen Perversitäten unter das Wörtchen „darben“ zu packen.
Hier ging es bloß um Konsum- und Systemkritik. Um Kritik am Habenwill, am Raffen und an der westlichen Gier, der deutschen im Speziellen. Darum, dass niemand mehr auf Kosten anderer leben müsste – nicht darum, dass alle in Sack und Asche herumzulaufen hätten.
Lesen Sie’s doch einfach nochmals:
Doch wenn Sie das dann wieder nur mit Askese (die wäre übrigens auch Habenwill) und Lebensfeindlichkeit übersetzen können, zeigte das bloß wie eng Ihr Wohlstandsbegriff und Weltbild gefasst sein müssen – ohne Überkonsum kein Glück oder wat? Ohne Habenwill kein gutes Leben? So ne Einstellung sagte wirklich viel aus – bloß herzhaft wenig über die Verwirklichungschancen echter alternativer Lebensweisen. 🤷♂️
Ach – und wenn etwas lebensverneinend ist, wenn wo bereits hier und heute gedarbt wird, dann ja wohl unter der Knute des westlichen Regimes – und nicht in einer Welt, in der die Leute wieder zu teilen und zu leben lernten oder wo ein Gut repariert wird, wenn es kaputt geht, statt es sofort nach Agbogbloshie zu verklappen. Allein in Ihrer ach so tollen Saus-mit-Schmaus-Gegenwartsgesellschaft darben allein 20, 25 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen; von den Leuten in der Peripherie ganz zu schweigen.
Also die goldene Milliarde des Westens plus Verbündete, irgendwelche Zwergstaaten und genügend Askaris, damit es den Steingartenbewohnern (oder zumindest den wertvollen unter ihnen) auch an nichts mangelt – oder wat?
Das ist genau Ihr Problem: Sie betrachten Menschen bestenfalls als Ressource und andernfalls eher als störende Wusler, deren Zahl man besser reduzierte, damit die Verbleibenden mehr abbekommen. Ich dagegen sehe das Problem nicht in der Zahl der Esser, sondern im Rezept und in der Küche.
Für Sie ist die gegenwärtige Verschwendungslogik des westlichen Ausbeutersystems wohl auch so eine Art oder „Naturgesetz“ oder „göttliches Gebot“, nicht wahr? Ist sie bloß nicht, sie ist eine genuin politische Entscheidung. Menschengemacht wie das System selbst und daher änderbar. Technik und Ressourcen gäbe es dafür auch genug, Pläne und Bücher sowieso. Sie können auch bereits bei sich vor der Haustüre anfangen.
(Mal ganz zu schweigen davon, ob die „heutige Technik“ wirklich so viel Segenhaftes brachte oder nicht jede Menge Flüche. Die Diskussion gab’s neulich unter dem satirischen Gedicht des Sportreporters.)
Aber klar, dass die Westler ihre „moderne“ Welt sympathisch finden, gerade die Utilitaristen unter ihnen. Sie sollten nur nicht glauben damit auf ewig durchzukommen. Irgendwann ist nämlich Zahltag. Irgendwann kommt der Boomerang zurück. Da haben die Westler dann hoffentlich genügend hohe Mauern, MGs, Drohnen und sonstige Mordwerkzeuge um ihren erraubten Lebensstandard und ihr Empire of Lies verteidigen zu können und ihr Terrorregime noch ein paar Jahrzehnte weiter zu retten… 🤷♂️
Kurzum: „Saus mit Schmaus“ für zwei Milliarden ist bequem und funktioniert – und zwar genau solange wie man sich nicht fragt, wovon sie leben. Und wer für ihren Luxus bezahlt.
Es ist ganz einfach, soviel Worte Sie auch immer darum machen: 2 Milliarden (weltweit wohlgemerkt, nicht dass Sie mir wieder mit irgendeiner Kamelle à la westzentriert, rassistisch usw. kommen) brauchen deutlich weniger Wohnraum, Häuser, Bäder, Duschen, Wasser, usw. als 10 oder 15 Milliarden, lassen den Wildtieren, oder den Pflanzen mehr Platz zum Leben.
Das versteht doch jeder, außer man ist Prophet der Gürtelengerschnallen-Gemeinde.
Ach und weil’s bei Ihnen so herrlich arrogant rüberkam: Tabus sind Themen, über die man nicht sprechen soll und wenn man doch über sie spricht, muss man sie so zerreden, dass von dem tabuisierten Gedanken nichts mehr übrigbleibt als Gedankennebel.
Gemeinsam ist solchen Themen, dass von der Gedankenpolizei alles getan wird, um einen rationalen Gedankenaustausch auf der Basis von ganz normalen Beobachtungen zu verhindern. Schnell kommen Verdächtigungen, Unterstellungen, aggressive Wortwahl.
Andere Beispiele für solche Tabus sind: Begrenzung der Zuwanderung zu fordern, Klimawandel als einen natürlichen Vorgang zu betrachten, die CO2-Reduktion als unsinnig anzusehen, der Ansicht zu sein, dass es nur zwei Geschlechter gibt u.v.a.m.
„Wer Menschheit sagt, will betrügen“, hätte vermutlich Carl Schmitt geantwortet.
Wenn in Arabien oder Afrika die Bevölkerung explodiert, hat das mit uns und unserer Kultur überhaupt nichts zu tun, wir reiten heftig auf der Aussterbekurve und könnten auf absehbare Zeit eine angenehme Bevölkerungsdichte in Deutschland erreichen, wenn wir noch sowas wie Grenzen hätten… wir werden sogar so schnell weniger, dass es uns erhebliche systematische Probleme, etwa in der Altenversorgung beschert.
Weißt du natürlich alles, aber als Linksextremer bist du natürlich vollkommen unterschiedsblind und hasst alles eigene.
Meiner Meinung nach sterben wir deshalb aus, weil landesweit eine pessimistische Stimmung herrscht, weil die postmoderne Gesellschaft den Individualismus zum Lebensinhalt beschworen hat, weil viele Paare und Familien inzwischen unter finanziellen Nöten leiden und weil eine materialistische, lebensverneinende Gesellschaft den Sinn für Zusammenhalt und Familie verliert.
Kapitalismus macht das… nichts weiter…
„Das zeugt wieder mal von einer unglaublichen Naivität der Menschen, angesichts der Bedrohung, der wir gerade ausgesetzt sind.“
Ich kann Ihnen nur zustimmen. An sich sind 90% der Diskussionen zu den aktuellen Krisen Metadiskussionen um Symptome oder Einzelerscheinungen. Die wahren Probleme und Ursachen werden meist nicht mal wahrgenommen. Überbevölkerung ist ein Punkt davon.
Nochmals:
Weil niemand Überbevölkerung wahrnimmt, wird dauernd darüber geschrieben, ne?
Ansonsten – ebenfalls nochmals – als Punkt:
Diese System war bereits lebensverneinend und zerstörerisch, da hatte der Planet noch nicht mal zwei Milliarden menschliche Bewohner erreicht. (Bereits damals wurde freilich gewarnt und gejammert, er sei „überbevölkert“. Man fragte bereits damals korrekt nach: „Übervölkert von / mit wem?“ Und damals wie heute schien die Zahl der westlichen Raubritter geneigten Kreisen irgendwie nicht die problematische zu sein…)
Die unmittelbare Folge einer von der Autorin zu Recht kritisierten Freigabe der Gebärmutter für Angebot und Nachfrage zeigt in der Ukraine bereits ihre Folgen: Siehe; https://ukrainesurrogacy.com/de/; Wer nicht gezielt nach solchen Angeboten sucht, findet sie auch nicht. Lieferung der Produkte gerne auch ins Ausland. Die wenigsten Frauen in D können oder wollen sich nicht vorstellen in welchem Ausmaß diese °Dienstleistung“ bereits üblich geworden ist.
Vielleicht meinen ja manche, das sei ein Ausdruck weiblicher Solidarität. Solidarität unter Gleichen kostet aber nix! Sie folgt nämlich der Devise „einzeln und frei und schwesterlich wie ein Wald“ . Das brüderlich von Nazim Hikmet habe ich durch schwesterlich ersetzt, weil ich nicht ausschließen will, dass kleinste Menschengruppen unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit unter sich eine solche Problemlösung als optimal empfinden könnten. Aber nur unter der Voraussetzung, dass keine gegenseitigen Verrechnungskunststücke privatrechtlicher Art entwickelt, erfasst und privatrechtlich festgehalten werden.
„Schwesterlich“ alles klar…noch Fragen Kienzle….?
Und zum Thema.
Die Ukrainer haben schon immer alles verkauft was sie haben, weil ihre Regierung derart korrupt ist.
KI‑Bilder sind eine „Hyperrealität“: Sie simulieren etwas, das nie existierte, aber von Menschen als real wahrgenommen wird. Wenn solche Simulakren die visuelle Landschaft dominieren, werden sie das Bewusstsein für das „Echte“ verwischen – das ist ein Angriff auf die Fähigkeit, zwischen Fakt und Fiktion zu unterscheiden und reiht sich nahtlos in andere Techniken kognitiver Kriegsführung ein, die wir seit Corona (da waren es z.B. einander völlig widersprechende Realitäten) verstärkt erleben. Dass Overton sich hier unreflektiert beteiligt, zeigt, dass man offensichtlich doch viel weniger begreift, als dass es zahlreiche Artikel vermuten lassen.
Unbedingt 👍
Ich bin auch völlig dagegen, dass die KI überall einzieht.
Das ist in etwa so, wie wenn man für ein Recht auf ein analoges Leben streitet, aber gleichzeitig alles bei Amazon bestellt.
sieht auch bekloppt aus …. retorte alles..
Da wird nichts simuliert. Da wird nur neu zusammengemischt.
Das ist mir auch sofort an dem Bild aufgefallen.
Wunderhübscher Konformismus auf dem Bild, und die drei Babys links (Frauen mit hellem Hemd) sehen alle fast gleich aus.
Das ist genauso wie damals die Synthesizer-Musik, die alles „besser“ konnte als echte Instrumente, und vieles einfach nur scheusslich genau, gut und komisch klang.
Ja, ich versuche von Zeit zu Zeit immer noch einen ursächlichen Zusammenhang der schlechten Musik mit dem gesellschaftlichen Niedergang herzustellen, aber es will mir einfach nicht gelingen, das gescheit zu Verballisieren.
“ Männerrechte“ ..
Bei mir klappte es gleich beim ersten mal, war 18 Jahre alt und in solchen Momenten haben Hormone die Steuerung übernommen, für Rationales war da keinerlei Spielraum mehr. Hat die Natur mir so mitgegeben, und früher zumindest tat man solche Dinge, wenn man Zuneigung zu einem Menschen spürte. Ob reich oder weniger reich, ob Markenkosmetik oder Markenklammotten, Auto , Haus , Boot, hatte alles keinerlei Bedeutung. Einzig und allein, eine Persönllichkeit die einen faszinierte, war auf einmal zum Mittelpunkt des eigenen Lebens geworden o))
„Männerrechte“ … was die Politik daraus macht ist niemals mein Maßstab, was die Autorin daraus macht auch nicht..
Ach ja, ich wollte das Kind, die Mutter der Freundin aber war für Abtreibung, und Sie hat es dann wegmachen lassen. o(
Aber das Problem hat sich eh bald erledigt wenn ich mir die Geburtenrate aktuell so ansehe und vergleiche .
Eine Frau solte entscheiden können was Ihr leben angeht, Männer aber auch.
Sie hat das Kind wegmachen lassen ohne mich einzubeziehen in diese Entscheidung, war Ihr gutes Recht , finde ich ok.
Ich habe die Beziehung beendet, weil ich micht übergangen fühlte, fand Sie nicht ok…
Alles andere dient dem Wohlergehen des Staatsäckels, und nur Kriterien dieser Art hat für die Politik Relevanz ..
Nur mal eine Frage nebenbei: Wie alt war ihre damalige Freundin? Schon 18
oder jünger? In meinem Bekanntenkreis sind die Frauen/Mädchen, die unter 18
oder 18 waren alle nicht glücklich geworden, als sie Nachwuchs bekommen haben.
Die schlimmsten Dramen gab es durch die Großmütter, die sich dann in die Erziehung
des Enkels einmischten. Nur eine Schulkollegin die schon mit anfang 18 geheiratet
hatte und da wahrscheinlich schon Schwanger war, hat tatsächlich eine wirklich
glückliche Ehe geführt, die auch noch heute nach 48 Jahren hält. Und es kamen
auch noch schnell 2 weitere Kinder dazu. Also es gibt sie, sie Ausnahmen!
Die Ehe ist eben ein nicht funktionsfähiges Lebensmodell.
Mir wurde schon noch in ganz jungen Jahren bewußt, das ich so nicht Leben möchte, wenn ich mir meine Eltern und die Eltern meiner Freunde alle so anschaute.
Es kommt immer auf einen selber und und den Partner….
Mein Kinderzimmer lag neben Schlafstube Eltern und ich musste zeitig schon lernen, was da so losgehen kann wenn eine Frau NEIN sagt..
Ich hatte auch nichts übrig für die Ehe, und doch sehnte ich mich nach einer festen Beziehung. Alles andere lag mir weniger..
Man kann eine Ehe leben, auch ohne verheiratet zu sein *;*
Traurig für Sie, Motonomer, aber man sollte nicht unbedingt von sich auf andere schließen: Neben meiner eigenen, bald 38-jährigen, kenne ich viele weitere immer noch glückliche Ehen sog. Buhmer.
ja ok..
Wir waren beide Heimkinder. Ich war schon raus 2 Jahre Spezi nur für Jungs, Sie aber normales Heim und war da noch . 2 hübsche, die ineinander verliebt waren, und für beide das alles Neuland o))
Sie war 16 und ich 17 , und Eltern hätten Uns niemals eine Chance gegeben , eben weil Wir anders waren..
Die Folgen des Kinderheims, Ich hatte keinerlei kognitive Erfahrung im Umgang mit dem anderen Geschlecht, und wollte nichts falsch machen, Nach 6 Monaten fragte Sie meinen Kumpel ob Ich schwul bin, weil ich halt da keinerlei Engagement zeigte in diesem Bereich, und das war das erste Zeichen für mich das Sie mehr wollte . o))
Heute schmunzel ich zwar über diese Zeit, jedoch Ich lernte damals wichtiges, zb das man eigene Interessen nicht immer über die Interessen andere stellen sollte, zwar mehr aus Scham damals, aber doch ich lernte es o)))))
Und Sozialismus, warum bitte sollte ich da Angst haben, Kinder nicht groß zu bekommen als richtige kleine Persönlichkeiten ? Sozialismus hatte sicherlich vieles falsch gemacht, aber das NICHT o)))
Traurige Geschichte, kd. Es tut mir sehr leid für Sie, daß sie das Kind nicht (mit-)aufziehen konnten. Nach dem, was Sie schreiben, wären Sie vermutlich ein guter Vater geworden.
Traurig, Nein
Solange der Mensch in einer Sache im Mittepunkt steht, es ist immer eher ein Grund hoffen zu können auf bessere Zeiten o))
Es war eine schöne Zeit, und solche Dinge brachten mich in jungen Jahren schon dazu, Gesellschaftliche Fragen unter kritischen Aspekten auch sehen zu könne.. !
Freuit mich, daß Sie gelernt haben, das so sehen zu können. Man nennt es, glaub ich, Lebensweisheit und die ist kostbarer als alles Geld der Welt 🙂
Menschen halt , es gibt nur diese … o))
Ja, doch, jede Frau entscheidet völlig eigenständig ob sie eine Schwangerschaft austragen möchte. Es ist ihr Körper und ihr Leben. Wer es anders haben möchte, müsste einen Paradigmenwechsel herbeiführen. Dann müßten die Gängelei, die Erpressung, die Benachteiligungen, die Beschimpfungen und die strukturelle Gewalt gegen Mütter eingedämmt werden.
Es gibt noch jemanden, der gern mitreden will. Das Baby.
Was will das Baby wahrscheinlich? Leben oder tot sein?
Ich höre?
https://www.youtube.com/watch?v=9-n3Ydy7ras&list=RD9-n3Ydy7ras&index=1
Sweet.
Agree
Tuka Ram, jaja das Baby! Was für ein Leben führen denn die meisten Babys und Kinder?
++
Mutter wird man nicht durch die Geburt eines Kindes, sondern indem man das Kind liebevoll auf seinen Lebensweg begleitet. Frauen die ein Kind nicht wollen, sind dazu oft gar nicht fähig, oder aber ihnen fehlen aufrund zunehmender Armut einfach die Mittel dafür ..
“ Mutter wird man nicht durch die Geburt eines Kindes, sondern indem man das Kind liebevoll auf seinen Lebensweg begleitet.“ +++
Dem kann ich auch nur zustimmen!! Das Vater sein ist aber nach Zeugung und
der Geburt des Kindes auch nicht zu Ende. Für viele hat sich das Vatersein leider
mit dem Tschüßsagen danach schon erledigt.
Das ist ja schön lyrisch formuliert, aber Fakt ist, dass eine Frau durch die Geburt eines Kindes zur Mutter wird. Auch wenn die weitere Lebenszeit des Kindes grauenvoll verläuft, wird die Mutter zwar zur Raben- bleibt aber trotzdem Mutter. 😉
Biologisch gesehen haben Sie natürlich recht, Dan. In ideeller und praktischer Hinsicht m. E. aber kd.
Sehe ich auch so. Unsere reiche Gesellschaft könnte jeder Frau ein Angebot machen, dass sie nicht ablehnen kann. Tut sie aber nicht.
Stattdessen sagt sie: Ätsch, Bätsch, reingefallen du dumme Schlampe und jetzt sieh mal zu wie du klar kommst mit dem Balg. Wir haben damit nichts zu tun – und der Vater sowieso nicht.
Genau das … Ich habe da Dinge sehen müssen, da hat es mir die Sprache verschlagen, inder modernen Gesellschaftlich nicht würdig o(
Ja, aber sie sind einer lebensverneinenden Gesellschaft würdig. Und die westliche Gesellschaft und „moderne Zivilisation“, gerade die deutschen Anteile, sind nun einmal so nekrophil wie belliphil. Schlicht normopathisch.
In einer anderen Gesellschaft, einer lebensbejahenden, müsste dagegen niemand abtreiben, weil das Kind gerade nicht zum Lifestyle passt. Die Karriere beenden könnte. Man es sich nicht leisten kann. Etc. pp. Abtreibung als soziale oder ökonomische Notmaßnahme verschwände. Auch sexuelle Gewalt würde zurückgehen und dann vielleicht einzig noch schwere Erkrankungen übrigbleiben, die eine Schwangerschaftsfortsetzung verunmöglichten, weil das Leben der Mutter gefährdet wäre.
Die Mitleser halten das für illusorisch? Utopisch? Nun – ich erachte es für illusorisch zu glauben, dass die westliche Gesellschaft einfach immer so weitermachen kann. Bis auf ewig und alle Zeit. Ansonsten sind Utopien übrigens wichtig – denn sie zeigen Widersprüche und eröffnen andere Denkrichtungen. Und – nicht vergessen: Was heute noch „illusorisch“ wirkt, kann morgen schon etwas ganz anderes sein. Heuer spiegelt das vorgebliche „Illusorische“ doch nur wie tief zu viele Leute in der systemischen Denke feststecken (wollen).
Und eigentlich lautet die Frage auch nicht: „Darf man abtreiben?“ Sondern: „Warum sind so viele Frauen eigentlich in einer Lage, in der sie (glauben) abtreiben (zu) müssen?“
Das ist doch mal ein Beitrag, der hintergründiges näher beleuchtet. Irgendwie spielt alles ineinander. Früher war es so, daß Kinder und Enkel für ihre Eltern und Großeltern die Altersversorgung in einer Großfamilie bestritten. Mit der Industrialisierung zerriss die Großfamilie und zu Bismarcks Zeiten wurde eine staatliche Rente eingeführt. Wer darin einzahlte finanzierte damit den Lebensunterhalt der Eltern und Großeltern. So ist es auch noch heute. Wer aber sorgt für diejenigen, die keine Kinder groß gezogen haben? Die Solidargemeinschaft kommt dafür auf. Wenn aber daraus ein Prinzip gemacht wird, daß der Staat Kindererziehung gar nicht honoriert und im Gegenteil sogar benachteiligt muß sich nicht wundern, daß die Rentenversicherung den Bach runter geht. Eigentlich dürften kinderlose Menschen, die mit ihren Rentenbeiträgen ja nur eine Schuld gegenüber ihren Eltern und Großeltern abtragen keine eigenen Rentenansprüche erwerben sondern nur einen Anspruch auf Grundsicherung erhalten! Wenn also jährlich eine Stadt von rund 100.000 Menschen das Lebensrecht vorenthalten wird, muß man sich nicht wundern, daß die Rentenversicherung nicht mehr ihre Aufgaben aus eigener Kraft erfüllen kann. Wie heißt es so schön: Gottes Mühlen mahlen langsam, aber trefflich fein!
Die Hauptgründe für die Probleme der Rentenversicherung sind Lohnstagnation und -rückgang trotz Produktivitätssteigerung mit entsprechenden Folgen für die Einnahmen der Rentenkasse, und die versicherungsfremden Leistungen, die unsere Politiker so gerne aus dem Rentenropf bezahlen. Sie selbst haben ja ihren Ruhestand im Trockenen und sind nicht Mitglieder der Solidargemeinschaft über die sie aber bestimmen.
Siegfried Götze
Das war ‚früher‘ eine von mehreren Möglichkeiten, sich für das Alter abzusichern, vorausgesetzt, man verfügte über entsprechende finanzielle Grundlagen wurde auch gespart, in Immobilien investiert, durch Beteiligung in speziellen Altersversicherungen (Frankreich – Paris) oder bis ins hohe Alter bis zum Umfallen geschuftet. Viele Bauern verbanden die Übergabe des Erbes mit der vertraglichen Fixierung auf die Altersversorgung (trauten ihren eigenen Kindern nicht).
Ich habe leider keine Link-Quelle zu dieser recht speziellen Frage gefunden und kann als Quellen nur grob unter anderen die französischen schriftlichen Dokumentationen der Naturalisten in ihren Werken wie beispielsweise Victor Hugo „Die Elenden / Les Misérables“ und Emil Zola („Die Erde“, „Ein feines Haus“, „Das Geld“ und „Paradies der Damen“) anführen.
Bei den Bauern bekam immer der Älteste den Hof. Die Mädchen kamen „in Stellung“ und
die nächstgeborenen Jungs mußten sehen wie sie klar kamen. Und so lange der Trecker
nicht bezahlt war, bekam der kleinste auch kein neues Dreirad. Auch der Hahn mußte
zu Fuß gehen und wurde von der Henne geschubst……..
Alles Unsinn!
Das nicht begleichen der Versicherungsfremden Leistungen von Staats wegen, aber hauptsächlich das Problem, das es zu viele Altersversorgungen gibt, Juristen, Beamte, Architekten um nur einige zu nennen, die nicht in die Rentenkasse einzahlen!
Wo das geschieht, in Österreich und der Schweiz z.B., kann allen eine auskömmliche Rente bezahlt werden!
Das Umlageverfahren ist das einzig wirklich funktionierende, egal was die Demographie angeht.
Außerdem werden hier genug Kinder geboren, nur für viele die falschen!
Frei sein heißt, selbst entscheiden zu dürfen. Natürlich kann eine Entscheidung auch falsch sein, es kann sich aber ebenso eine aufgezwungene Vorschrift als falsch herausstellen.
Ich lehne jede Bevormundung ab, ganz egal ob es um Bücher, Zeitungen, Fernsehen, ab, insbesondere lehne ich Vorschriften ab, die vorgeben, sie wären nur zu meinem Besten geschaffen.
Ich bestehe auch auf mein Recht Fehlentscheidungen treffen zu dürfen.
Anne Burger hat viele Gedanken und Folgen, den ein Wegfall des §218 hätte, herausgearbeitet. An ganz viel davon habe ich noch gar nicht gedacht. Auch wenn manches vielleicht stark überspitzt, gelegentlich sogar verzerrt dargestellt worden ist, trotzdem Vielen Dank! Ich habe auch den Film über Alice Schwarzer gesehen und die verzweifelte Frau, die bei ihr damals stark blutend und von einer „Engelmacherin“ kommend in ihrer Pariser Wohnung zur Tür herein gekommen ist. Es gibt keine einfache Lösung, und da muss man bei seinem Urteil immer besonders vorsichtig sein. Man muss alles im Blick haben: Das Kind, die Mutter – und auch den Vater. Die Autorin sagt am Schluss, dass der §218, so wie er heute ist, ein guter Kompromiss ist. Das finde ich auch, vielleicht ist es sogar eine der ganz wenigen Sternstunden der Demokratie. Warum in aller Welt müssen wir dieses Fass jetzt wieder aufmachen? Liegt es, wie die Autorin vermutet, daran, dass sich der Staat die Kosten für Beratung sparen möchte? Das wäre wirklich erbärmlich.
Aber Frau Burger, den Rundumschlag gegen die Kitas ganz am Ende, den hätten Sie sich wirklich schenken können. Er war völlig überflüssig, ein übler Tiefschlag gegen engagierte Erzieherinnen und Erzieher und gegen die Köchinnen und Köche fürs Kita-Essen und hat nichts zum Kern ihrer Argumentation beigetragen. Als typischer BRD-Babyboomer war ich in den sechzigern in einem Kindergarten, da sind 40 Kinder auf eine Erzieherin gekommen. Ich habe das zwar nur schwach und wenn als lustvolles Chaos in Erinnerung. Aber der heutige Hang zur Überbetreuung ist vielleicht ein viel größeres Problem. In zwanzig Jahren werden wir es wissen.
Kleiner Tipp: Ich gebe meine Texte immer vorher meiner Frau zu lesen, bevor ich sie veröffentliche. Das bewahrt mich vor haltlosen Pauschalvorwürfen, die man im Eifer des Gefechtes gerne mal macht.
Ich finde den Artikel unerträglich!
Da werden mal wieder alle Klischees ausgepackt, die Männerwelt betreffend, die mir schon immer auf den Keks gegangen sind!
Wenn ein Mann nun meint, bei der ersten Verabredung gleich Sex mit der Dame haben zu müssen, finde ich das ziemlich geschmacklos, ist mir im Traum nie eingefallen! Wenn die Dame einwilligt, ist das ihre Sache!
Der ganze Zeitgeist geht mir sowieso am Arsch vorbei, wenn man sich dem Zeitgeist ergibt, ist das das Problem derjenigen, die das tun! Kann jeder halten wie ein Dachdecker, die Konsequenzen müssen dann eben ausgehalten werden!
Die Ungerechtigkeit der Auswüchse der Rentenpolitik, des sozialen Kahlschlags, des Niedriglohnsektors, der Alltagsarmut gerade bei Frauen sind ein anderes Paar Stiefel und mir erschließt sich ernsthaft nicht, was das mit Abtreibung zu tun hat oder der Vermarktung des Uterus!
Ein wieder anderes Thema ist die Freigabe der Prostitution in Deutschland!
Vor der Freigabe wurden Frauen ebenso drangsaliert und von Zuhältern und Freiern ausgebeutet wie das heute noch immer der Fall ist; der fürchterliche Menschenhandel und dessen Steigerung hat schließlich auch was mit EU-Erweiterung, Freizügigkeit und Schengen zu tun. Prostitution ist so alt wie die Menschheit und da wird sich auch nichts dran ändern, anderes anzunehmen wäre blauäugig! Auch hatte es schon Gründe sie zu entkriminalisieren, das Frauen nicht mehr bestraft werden können, halte ich per se nicht für verkehrt, bin aber zu wenig in dieser Materie um da wirklich die Situation beurteilen zu können, zumal ich derlei Dienste nie in Anspruch genommen habe.
Das Alice Schwarzer sich für den Frieden und das Ende des Ukrainekrieges einsetzt, finde ich gut, auch wenn ich denke, das dies die normale und ethisch gebotene Haltung eines jeden sein sollte;
ansonsten ging mir die Dame schon immer gehörig auf den Wecker, mein Sympathieträger ist sie nie gewesen!
Wenn sie ihre Steuern hinterzogen hätte, aus politischen Gründen, hätte ich auch das gut gefunden, aber sie wollte sich auch nur bereichern und die „Emma“ ist meine Zeitschrift nicht!
Es ist auch etwas anderes, ob man Uteri vermarktet, dagegen kann man Gesetze machen, genauso wie gegen die Vermarktung von Föten, wenn man meint, das das nötig ist aber auch das hat mit der Freigabe von Abtreibung nichts zu tun!
Das weinerliche Anführen des Herzschlag bei Föten riecht nach dem amerikanischen militanten Abtreibungsgegner der USA und deren brutalen Aktionismus; mindestens diesen Scheiss möchte hier nicht auch noch haben, da haben wir schon genug Mist hier von denen übernommen!
Auch der übliche Männerfeindliche Kram in diesem Artikel ist wie immer, das Sexmonster, das seinen Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommt, da sind natürlich alle so!
Ich finde durchaus, das die Frau entscheiden sollte, ob sie abtreiben will oder nicht, ohne sich eine „Beratung“, am Besten noch ne kirchliche, aufoktroyieren
lassen zu müssen!
Das sind Männergesetze, die nur eine ihrer Bastionen damit nicht aufgeben wollen!
Die woke Geschlechterdebatte mit seinen Auswüchsen ist für mich nur eine der Bullshitdebatten, die wie andere dazu dienen, die Menschen von den eigentlichen Problemen und Debatten, die geführt werden müssten, abzulenken!
Und die haben was mit Parteienoligarchie, Kapitalismus und Kriegsgeilheit zu tun!
Worauf ich aber überhaupt keine Lust habe, ist das unsere Politkaste anfängt moralisch über Abtreibung zu diskutieren, weil wir zum einen da schon viel zu viel Ideologie statt Sachlichkeit haben, zum anderen dieses Pack überhaupt keine Berechtigung mehr hat, die Worte Moral und Ethik überhaupt noch in den Mund zu nehmen!
Lieber Wallenstein,
ich schätze ihre ehrlichen Beiträge sonst sehr.
Mit dem erhobenen Moral-Zeigefinger kommen wir nicht weiter. Da sind wir uns glaube ich einig. Ich habe mal eine Karikatur gesehen, auf der war der Horror des Krieges zu sehen. Die Bildunterschrift lautete: „Geschützt ist das Kind im Mutterleib – danach nicht mehr.“
Das Leben ist für mich etwas wunderbares – und dazu gehört auch werdendes Leben, auch wenn ich mit den ganzen Ultraschallaufnahmen noch nie viel anfangen konnte. Wenn Menschen, manchmal ganz junge Menschen von 16 oder 17 Jahren sich entscheiden müssen, ob sie werdendem – wenn auch längst nicht autark lebensfähigem – Leben ein Ende machen sollen, oder in Gefahr laufen, sich die Zukunft zu verbauen, dann sollten wir alte weiße Männer nicht drauflos poltern: „Die Frau soll selbst entscheiden.“ Die Frau ist vielleicht 17, steht von allen Seiten massiv unter Druck, und weiß nicht aus noch ein – und steht ganz alleine da. Denken Sie mal zurück, welche Reife Sie mit 17 hatten. Also ich war damals komplett unreif, war noch ganz im Geiste meiner Eltern gefangen. Mich hätte eine solche Situation vollkommen überfordert.
Für mich ist die Geburt eines Kindes ein wunderbares Ereignis, mit das größte und schönste, was einem im Leben passieren kann. Und ja, trotzdem kann es gute Gründe geben, sich dagegen zu entscheiden. Gerade die Sicherheit, dass einem diese Option immer angst-, repressionsfrei und ohne Sündengetue offen steht, dass man in Ruhe überlegen kann, dass man in aller Ruhe darüber mit einem empathischen Menschen außerhalb der eigenen Familie sprechen kann, ist unendlich wichtig, auch für Erwachsene. Gerade diese absolute Ergebnisoffenheit kann vielen Menschen den Mut geben sich für ein Kind zu entscheiden – und wenn nicht, ist das auch in Ordnung.
Vermutlich steht niemand der Foristen hier vor einer solchen Entscheidung, dafür ist der Altersdurchschnitt hier viel zu hoch. Was wir tun können ist uns hineinversetzen in die Menschen, die vor einer solchen Entscheidung stehen und uns fragen: Wie können wir ihnen am besten helfen?
Die Debatte und wie sie geführt wird, ist für mich auch ein Ausdruck einer kranken, nekrophilen Gesellschaft, einer Sehnsucht nach Tod und Vernichtung, ebenso wie der Wunsch nach „Kriegstüchtigkeit“ oder „atomarer Teilhabe“, die im Grunde nur atomare Vernichtung ist.
Der Mensch sollte immer im Zentrum unserer Gedanken sein. Wenn wir diese Idee in das Zentrum dieser – und anderer- Debatten stellen, wäre viel gewonnen.
Stefan Nold +++ Genau so ist es.
Sex beim ersten Mal ist geschmacklos ? Solange das auf Gegenseitigkeit beruht, ist das völlig in Ordnung. Mir hat`s jedenfalls immer richtig Spaß gemacht, sogar beim zweiten- und drittenmal. Man sollte sich danach allerdings nie grußlos entfernen, das wäre genauso geschmacklos, wie beim Küssen die Zigarette im Mund zu behalten. Es waren allerdings auch andere Zeiten, woke Frauen waren eher die Ausnahme, auch wenig „gefragt“.
Alles Unsinn!
Das nicht begleichen der Versicherungsfremden Leistungen von Staats wegen, aber hauptsächlich das Problem, das es zu viele Altersversorgungen gibt, Juristen, Beamte, Architekten um nur einige zu nennen, die nicht in die Rentenkasse einzahlen!
Wo das geschieht, in Österreich und der Schweiz z.B., kann allen eine auskömmliche Rente bezahlt werden!
Das Umlageverfahren ist das einzig wirklich funktionierende, egal was die Demographie angeht.
Außerdem werden hier genug Kinder geboren, nur für viele die falschen!
Oh,
der wurde falsch positioniert
Nein, natürlich nicht!
Da habe ich mich falsch ausgedrückt, mir ging es da natürlich um ein bedrängen oder nötigen!
Ich habe es nicht selten bei Bekanntschaften mit Frauen erlebt, dass sie „spitz wie
Nachbars Lumpi“ waren. Unerträglich fand ich das zwar nicht so direkt, aber für mich
war das schon ein Grund nein zu sagen. Ein Kumpel sagt damals, solche Fauen sind
wie öffentliche Toiletten: Man weiß nie, wer da schon alles drauf war…….
„dass sie „spitz wie
Nachbars Lumpi“ waren. “
Das sind Phasen, hatte ich auch, kann man also auch als Mann haben, muss man aber nicht unbedingt ausleben .
In meiner Anfangszeit Neurose, habe ich zum Teil gar nichts mehr fühlen können . Du glaubst nicht wie ich diese, was dein Kumpel als “ öffentliche Toiletten“ bezeichnete, beneidet habe ….. o))))
Jepp 👍
Die aktuelle Rechtslage drückt sehr gut das Dilemma aus, dass keiner wirklich definieren kann, wo menschliches Leben beginnt und damit ein Mensch mit eigenen Rechten entsteht. Bei der Befruchtung? Erster Herzschlag? Nervensystem? Gesicht? Muskeln? Geburt?
Auf „Nummer sicher“ muss Abtreibung immer verboten sein, denn wie könnte der Gesetzgeber den einen Punkt festlegen, den die Ethik vorschreibt, aber nicht definiert?
Die Straffreiheit spiegelt dagegen die kalte Wissenschaft wieder: Forscher haben herausgefunden, dass der kleine Mensch bis zur zwölften Woche eben doch nur ein Zellhaufen ist. Jedenfalls bis sich andere Forscher durchsetzen.
Wer das Thema mit Frauen- und Männerrechten in Verbindung bringt, überschätzt seine eigene Bedeutung. Es geht eigentlich um das potentielle Kind – aus dessen Status ergibt sich das Recht auf Abtreibung von selbst.
Morgen diskutieren wir dann, wie man verhindern will, dieselben Argumente, die man für die Abtreibung anbringt, auch auf Behinderte, Kranke und Alte anzuwenden. Viel Glück.
Spätestens der letzte Absatz war denkbar überflüssig.
Denn, die herrschende Klasse möchte uns nämlich allesamt dezimieren.
Wenn sie das wirklich wollte, wären wir längst weg.
Nein, das Problem lag all die Jahre nur an der unterschiedlichen Art der Umsetzung der verschiedenen Fraktionen.
Die Impfung war nur ein Test.
Und die ganze Welt hat mitgemacht.
Allein die Tatsache, dass es Kitas gibt, ist ein schrecklicher Zustand und ein Armutszeugnis in Sachen Humanismus.
Da werden Dreijährige (!!!) rein gesteckt, weil die Eltern beide Vollzeit malochen müssen und keine Zeit mehr für die Familie haben.
Es geht halt einfach nicht um die Menschen in diesem Dreckssystem.
Wo sind eigentlich die Effizienzgewinne der letzten Jahrzehnte hin? Ich frage für einen Freund…
In Kitas kommen Einjährige. Und primär deswegen, weil die Eltern malochen wollen. Die Eltern könnten sich auch einschränken.
Nein können sie nicht, wenn sie am unteren Ende der Einkommen sind. Dann müssen beide arbeiten. Haben Sie mal aktuelle Mietspiegel angesehen? Die Freiheit etwas weniger zu arbeiten haben die Eltern nicht, wenn am Monatsende gerade mal plusminsnull ünrig bleibt.
Sie könntnen natürlich auf Bürgergeld /Hartz4/wieauchimmer-es-morgen-heißt gehen und zu Hause bleiben.
Genau, da bleibt man lieber Zuhause.
Wie um Himmels willen kommen Sie denn auf dieses dünne Brett?
Ich kenne in meinem ganzen Umfeld niemanden, der ein Mediangehalt bekommt und freiwillig arbeiten geht. Das machen die nur, damit wenigstens einmal im Jahr ein kleiner Urlaub auf Malle drin ist und man den Kindern was anderes als Dosenfutter und Fertigfrass vorsetzen kann.
Eine Dreizimmerwohnung (sofern man denn überhaupt eine bekommt, die Leute stehen Schlange bei jeder Annonce) kostet in unserer Gegend zwischen 1200,- und 1500,- Euro monatlich!!! Das entspricht dem Nettogehalt eines Niedriglöhners, und zu diesen erlauchten Existenzen zählt inzwischen jeder Fünfte in diesem Schweinesystem!
Wie vollkommen weltfremd sind Sie eigentlich?
👍
@ DasNarf: Sie haben absolut Recht. Als die Zeiten noch besser waren habe ich aber
auch ähnlich wie Tuka Ram gedacht. Eine Freundin war damals Kindergärtnerin und
war über einige Mütter stink sauer, wenn sie mit bekam, dass diese sich einen schönen
Tag machten und dafür die Kinder „abgegeben“ hatten. In einem Edelkindergarten mag
das noch heute vorkommen, aber die gibt es sicher so selten wie ein dreihöckriges Kamel.
Da kommt eher das Haus/ Kindermädchen zum Einsatz. Z.B. In den Häusern um die Hamburger
Alster war das Gang und Gäbe.
Eine gute (Halbtags-) Kita kann für die meisten Dreijährigen ein Gewinn sein: In diesem Alter wollen sie nämlich gerne ihr Umfeld erweitern und mehr entdecken als die häusliche Umgebung bietet. Meine vier sind alle sehr gerne hingegangen, bzw. haben sogar darauf bestanden, und haben dadurch in kurzer Zeit erstaunliche Entwicklungssprünge gemacht.
Was ich dagegen unmöglich finde, ist jüngere Kinder, oft sogar schon unter einem Jahr, frembetreuen zu lassen. Das führt m. E. zu heftigen Schäden in der sozialen Entwicklung.
„Wirklich“ Reiche geben ihre Kleinkinder i. d. R. nicht in Tagesstätten, da gibt´s dann ausgewählte, gerne perfekt mehrsprachige Nannies/Au pairs in 1:1-Betreuung im eigenen Zuhause.
Die armen, viel zu kleinen Würmchen, die teilweise schon ganztags in „Krippen“/Kitas gesteckt werden, haben meist Eltern, die beide ganztags arbeiten *müssen* um ein halbwegs erträgliches Wohnumfeld für sie finanzieren zu können (was ihnen aber auch mit zwei Einkommen immer schwerer gemacht wird).
Blue Angel
Das ist richtig.
Aber die Fremdbetreuung ist dabei nicht das Problem, sondern dass es keine direkte Bezugsperson für die Kleinkinder gibt. Kleinkinder werden nämlich in aller Regel auch gerne bei den Großeltern abgegeben und dies ist keinesfalls für jene ungesund. Aber vielleicht ist Ihnen das bewusst und unglücklich formuliert worden.
Auf alle Fälle sollte mein Kommentar nicht als Kritik, sondern als Ergänzung verstanden werden. 😉
Sie haben völlig recht, Dan: Da habe ich mich falsch ausgedrückt, danke für die nötige Ergänzung!
Vielleicht habe ich Großeltern nicht erwähnt weil dieses Modell inzwischen kaum noch praktiziert werden kann seit möglichst alle maximal „mobil“ und „flexibel“ sein müssen/sollen: Es wohnen ja kaum noch junge Eltern in direkter Nähe zu den Großeltern ihrer Kinder und wo das doch der Fall ist, müssen die Großeltern heute oft auch noch dazu verdienen.
Die kleinste Einheit jeder Gesellschaft ist die Familie und m. E. ist es schon lange politisch gewollt, Familien zu zerstören, bzw. die Entstehung von Familien möglichst zu verhindern: Vereinzelte, isolierte Individuen sind vielleicht „frei“ (von Bindungen und Pflichten) aber dafür auch leichter zu kontrollieren, auszubeuten und in jeder Hinsicht fertig zu machen. Zwischen lauter Egos kann keine Solidarität entstehen oder erhalten bleiben.
Ich teile ihre hier geäußerte Kritik vollumfänglich.
😉
Dazu braucht es aber keine KITA. Ein solches System brauchen wir nur, weil die Freizeit so extrem eingeschränkt ist, dass man sich auf staatliche Institutionen berufen muss. Das ist ein Notbehelf, nichts weiter.
Menschen sind von sich aus gesellig, die würden sich automatisch mit anderen treffen wollen.
Rischtisch 👍👍
Endlich mal Jemand der das ganze anständig hinterfragt.
Das verhält sich wie mit den Tafeln.
Das Ganze ist natürlich auch wieder ein Problem des kapitalistischen Verwertungszwangs.
Früher hat eben ein Gehalt in der Familie gereicht…..
Das ist genau der Punkt. Ständig verspricht man uns „Fortschritt“ und „Wohlstand“.
Wo genau der zu finden sein soll, wenn wir heute mehr arbeiten sollen als früher, das weiß wohl der Geier.
Wohlstand ist Freizeit. Ein Fortschritt wäre eine REDUZIERUNG der Arbeitszeit.
Was wir erleben, ist genau das Gegenteil.
Krippen und Kindergärten, (neuwestdeutsch Kitas) sind in erster Linie Bildungseinrichtungen; in denen die Kinder altersgerecht und spielerisch Dinge lernen und Erfahrungen machen, die sie im Elternhaus nicht machen würden. Alleine die sozialen Fähigkeiten durch Kontakte mit Kindern aus sehr unterschiedlichen Elternhäusern, mit unterschiedlichem sozialem Hintergrund kann kein Elternhaus ersetzen. Hinzu kommt die Entwicklung der (fein)Motorik, sprachlicher Fähigkeiten, der Kommunikation etc.. In der DDR sollte ein Kind die ersten Vorstellungen aus der Mengenlehre bereits mit in die Schule bringen. Und welcher Elternteil ist in der Lage frühzeitig Entwicklungsstörungen zu erkennen?
Wer die Kita zu einer reinen Aufbewahrungsanstalt reduziert, der hat das Konzept frühkindlicher Pädagogik nicht verstanden.
Wer aus falschverstandener, helikopterelterlicher Fürsorge seine Kinder nicht in Kitas schickt, der verweigert seinem Kind grundlegende Erfahrungen und Entwicklungen!
Der Text ist eine Zumutung der übelsten Sorte.
Gegen eine Entkriminalisierung spricht rein gar nichts.
Das Beratungsgespräch könnte trotz allem weiterhin Pflicht bleiben. Die Beratung würde dadurch an Qualität gewinnen und würde sich dann tatsächlich an dem jeweiligen Bedürfnis ausrichten.
Selten solch einen erzkonservativen Schmarrn gelesen wie in diesem Artikel.
Es soll ja Länder geben, in denen Schwangerschaftsabbruch bis zu einem bestimmten Zeitpunkt straffrei sein soll.
Und, Frau Burger, gibt es zu diesen Ländern gesicherte Daten darüber, ob dort die von Ihnen prognostizierten Horrorszenarien eingetreten sind?
Dass das in der ehemaligen DDR nicht der Fall war, geschenkt, denn in diesem Land wurde eben nicht alles zu einem Geschäft gemacht. Im „vereinten“ Deutschland ist das aber leider so. Und weil Sie das zu akzeptieren scheinen, unterstellen Sie mal eben, dass mit einer Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen gleich mehrheitlich neue Geschäftsmodelle entstehen würden. Müsste Ihre Kritik dann nicht eigentlich ganz woanders ansetzen, wenn es Ihnen darum ginge, Frauen und Kinder zu schützen?
Dazu kommt, dass neben der Frau auch immer ein Mann an der vielleicht auch ungewollten Schwangerschaft beteiligt ist. Warum also macht sich nur die Frau strafbar?
Genauso unsinnig ist der Hinweis, dass die Pflichtberatung für die Frau in erster Linie der Hilfe für die Frau gelten soll. Müsste dazu nicht auch der Erzeuger vorgeladen werden? Denn für die Vermeidung einer Schwangerschaft sollten doch wohl beide Verantwortung
tragen, oder etwa nicht?
Darüber hinaus scheint Ihnen auch entgangen zu sein, dass in diesem Land bereits strafrechtlich gegen eine Ärztin vorgegangen wurde, die darüber informiert hat, dass sie auch Abtreibungen vornimmt, was ihr als Werbung vorgeworfen wurde.
Ich frage mich darüber hinaus, wieso Sie auch eine berufliche Karriere eingeschlagen haben, obwohl Sie doch der Meinung sind, dass Frauen auf Grund ihrer biologischen Gegebenheiten vorwiegend für das Gebären von Kindern bestimmt sind.
Dieser von Ihnen als Vorteil und Schutz für Frauen angepriesene §218 ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten und bedeutet nichts anderes als Kontrolle und moralische Verurteilung der Frau.
„Darüber hinaus scheint Ihnen auch entgangen zu sein, dass in diesem Land bereits strafrechtlich gegen eine Ärztin vorgegangen wurde, die darüber informiert hat, dass sie auch Abtreibungen vornimmt, was ihr als Werbung vorgeworfen wurde“
das habe ich auch verfolgt damals, sprengte echt mein Hirn diese Entwicklung…
Einem Arzt , ich glaube es war dieser berühmte Fall in Memmingen, der Abbrüche vornahm und der in jeder Instanz verlor, wurde unter anderem vorgeworfen, dass er in seiner Klinik seinen Patientinnen ein „angenehmes Umfeld “ geschaffen habe. Ein Umstand, der gegen ihn angeführt wurde.
Vielleicht ist die Vorstellung, dass sehr bald Urteile von künstlicher Intelligenz gefüllt werden, doch nicht so bedrohlich. Dann besteht wenigstens die geringe Aussicht, dass so was wie Intelligenz in der Rechtssprechung eine Rolle spielt.
Wieder die Lebensschützerin auf Overton unterwegs? Da der Westend-Verlag,wahrscheinlich aus Kostengründen, auch Bücher reaktionären Autoren veröffentlicht, ist der Artikel wohl eine Reminiszenz an dieses Klientel.
Inhaltlich läßt sich sagen, wir hatten in der DDR ein viel besseres Rechts zum Schwangerschaftsabbruch als das jetzige Recht der BRD. Die Wiedervereinigung war in dieser Angelegenheit eine klare Verschlechterung für uns Frauen.
Frau Burger vertritt im Grunde etwas abgemildert der Positionen der „Lebensschützer“ der USA. Eine komische, aber doch aufschlussreiche Parallele ergibt sich zwischen den Lebensschützern und den radikalen Islamisten, die Schwangerschaftsabbrüche auch ablehnen. Auch hier zeigt sich die typische westliche Doppelmoral. Man lehnt des radikalen Islam, den man selbst gezüchtet hat, ab, vertritt liberale Positionen, ist aber in Bezug auf Frauenrechte genauso reaktionär wie die syrische Regierung, die der Westen feiert.
Eure Welt ist eine Welt der Lüge und der Doppelmoral. Ihr seit die dekadenten Auswüchse des niedergehenden Westens und habt dies selbst noch gar nicht bemerkt!
Gibt es nicht irgendwo in Utah noch eine Feuerstelle bei den Mormonen, an die sich Anne „The handmaids tale“ Burger stellen könnte, ganz im Einklang mit god, race und ihren 6 Mittradwifeys?
Ja, Frau an sich denkt nicht so gerne, also nur an sich selbst (Schwangere noch weniger und ungewollt Schwangere schon mal gar nicht). Die machen einfach so, dumdiedldei, gut gevögelt ist halb geschabt. Und vor allem machen sie es sich leicht, weil sie sich ja alles soooo leicht machen.
Frauen wollen also ggf. lieber Söhne? Also jetzt endlich mal einen wirklich echten eigenen Mann für immer? Quelle surprise… für jene, die das glauben mögen… Und langfristig gesehen funktioniert der Irrweg ja auch ganz gut in China, wie wir wissen. Allein schon wegen der fehlenden Konkurrentinnen. Ließt man jetzt ja auch überall: „Richtig! Frau verstößt Mädchen wegen fehlendem Wunschgeschlecht!“ Feines Menschenbild haben wir da – unterstellt.
Es ist doch weniger als zweitrangig, ob Frau Glatze trägt, oben oder unten. Btw. kaue ich persönlich nicht so gerne auf einem prächtigen Flokati herum und habe mir bei Gelegenheit sagen lassen, dass Frau es auch nicht gut findet, wenn ich währenddessen nach Luft schnappe oder Fussel ausspucke, wohingegen für sie die Begriffe „intensiver, direkter & sensibler“ schon Sinn machen. Handtuch drunter legen oder dazwischen? Egal, ist wohl auch nur die Inselerfahrung einer Fantasie.
Aber das Herz! Der Herzschlag! Das Leben! Das gar nicht selbständig lebensfähig ist vor dem sechsten Monat und dann nur mit Maschinenhilfe. Naja, Frauen und selbständig… Und überhaupt sollten Frauen sich frühzeitig mit Elektrogeräten vertraut machen, sie brauchen das später, weil sie sonst schwanger werden, wenn es unterm Bachnabel so merkwürdig kribbelt.
Etwas lerne ich gerade: Ohne den §218 wird ein medizinischer Eingriff zur Dienstleistung. Wow. Ich verstehe es nicht, aber wow. Ist dann alles, was legal ist, eine Dienstleistung?
Und die Beratungspflicht fällt dann weg. Das geht ja gar nicht. Es braucht unbedingt mehr Beratungspflicht, vor allem was Verhütung angeht und vor allem für Mädchen UND Jungs, für Frauen UND Männer, und am besten für alle ZUSAMMEN, also gleichzeitig, damit es selbstverständlich für jede und jeden wird!
Der Körper als Handelsware, ja das ist ein neues Problem, gab es früher nicht. Eine Niere ist kein Fötus sagt die Wissenschaft. Und der Lieferandotyp ist gar kein Arzt gewesen und die Putze im Großraumbüro gar keine gelernte Informatikerin. Die dürfen gar nicht über ein intellektuelles Vermögen verfügen, warum sollten sie auch, haben ja einen Körper, über den kapitalistisch verfügt werden muss. Nur nicht sie selbst, dann wären sie ja Händler und bräuchten einen Gewerbeschein.
Und überhaupt, Prostitution, die Huren, die Zuhälter, doch über die Arschlöcher, für die es selbstverständlich ist, zu Dumpingpreisen in ein Laufhaus zu gehen oder noch billiger was vom Straßenrand zu picken, wird kein Wort verloren. Dass allein schon die Idee dieser Käuflichkeit völlig abartig ist, darüber kein Wort. Ist Kapitalismus, ist alles käuflich, Dummkopf. Das Kondom des Schweigens drüber, auch darüber, dass es denen gleichgültig ist, ob legal oder nicht.
Dazu diese widerliche Girl-Boss, die soll erstmal mit einer postnatalen Depression klarkommen und mit Haarausfall in der Stillphase (da sind die Haare wieder), bevor sie das Nachbarbüro bezieht und mir im Meeting die Show stiehlt. Da verwechsel ich, die Frau Burger, auch mal das Ideal eines Wunschkindes mit einem feministischen Imperativ. Und dazu entdecke ich die Auferstehung eines neuen Wesens: Die Mutter, hui! Glorie! Diese transzendente Metamorphose zur vollendeten inneren Sinnhaftigkeit. (Wieder kein Wort über Wasser in den Beinen, Rückenschmerzen, geschwollene Drüsen, wunde Nippel, Blähungen und der Hormonflipper im Schädel – ist halt unperfekter Mensch, Scheißspezies, machst’e nix, unter’s poröse Diaphragma damit.)
Vielleicht sollte Frau Burger den Gedanken abtreiben, für die rechtliche Grundlage und die Selbstsicht aller Frauen sprechen zu müssen.
Und sie sollte die Vorstellung abtreiben, dass es eine Gleichstellung von Abtreibung und Friseurtermin geben kann: Natürlich geht Frau vor der Abtreibung zum Frisör bzw. Waxing, wegen Insta und so, siewissenschon…
Disclaimer:
Wer in diesem Rant keine Ironie, Polemik oder Sarkasmus findet, ist nicht zu beneiden. Und wer eine Struktur vermisst, die ist mir beim Ping-Pong und Kopfschütteln des Artikels abhanden gekommen.
Abschluss (eindeutig):
Dass die deutsche, kapitalistische Gesellschaft und ihre Verfasstheit für Menschen suboptimal ist und für Frauen, Mütter, Väter, Kinder als einzelne betrachtet noch weniger, ist nicht zu leugnen und braucht dringende Veränderung.
Dieser Artikel trägt für mich nicht dazu bei. Er ist keine Diskussion, er ist ein Diktat.
Die Diskussion hatten wir doch schon Anfang der Siebziger. Damals war ich noch schwer indoktriniert und strikter Befürworter der „grenzenlosen Entscheidungsfreiheit“. Folgerichtig wollte ich mich auch schon mit 17 „wegen der Überbevölkerung“. „dem kurz bevorstehenden Atomkrieg“ und natürlich „weil ein Kind im Westen soviel Ressourcen verbraucht wie 12, 20, drölfzig in der Dritten Welt“ sterilisieren lassen.
Zum Glück hat das kein Arzt/keine Ärztin gemacht. Sonst hätte ich später nicht vier erst ungeplante, nach einer Schrecksekunde aber sehr erwünschte Kinder bekommen und heute keine Freude an zwei innig geliebten Enkeln.
Das einzige, das ich aus diesen Jahren bereue, ist die unendliche Nerverei meines Mannes sowie der ganzen Familie während der „feministischen Phase“:
Weil ich damals noch unter dem (gesellschaftlich oktroyierten) Druck stand, „nebenbei“ noch irgendwie „Karriere“ machen zu müssen statt „nur“ (bzw. überwiegend) „Kinder aufzuziehen“. Ich habe ihn tatsächlich um seine schlecht bis mittelmäßig bezahlte Arbeit mit vielen Überstunden und langen Fahrtzeiten beneidet. Schließlich war er dadurch ein „produktives Gesellschaftsmitglied“ (also überhaupt „jemand“) und hätte dadurch das Recht gehabt, sich als „freier“, „stolzer“ Mensch mit einer „Daseinsberechtigung“ zu fühlen. Ich dagegen ein minderwertiger, unproduktiver „Sozialschmarotzer“…
Wie destruktiv und krank diese Einstellung war, habe ich erst im Rückblick erkannt. Bedaure heute, nicht nur mir sondern der ganzen Familie das Leben damit einige Jahre lang schwer gemacht, bzw. viele Möglichkeiten zum (noch) glücklich(er) Sein versäumt zu haben. Freue mich auf der anderen Seite sehr darüber, daß wir alle trotzdem später noch „die Kurve gekriegt“ haben.
Heute sehe ich vieles so wie die Autorin und bedanke mich bei ihr insbesondere für die zusätzlichen Hinweise auf die Nachteile einer völligen Abtreibungsfreigabe (einige waren mitr schon bekannt).
Der Paragraph 218 in seiner jetzigen Form ist m. E. ein guter Kompromiß und sollte so erhalten bleiben. Auch und grade um den Transhumanisten nicht noch mehr Einfallstore zu bietenj.
Nun, die »grenzenlose Entscheidungsfreiheit« der 1970er war natürlich grober Unfug. Zum einen war sie eine heftige Reaktion auf die vollständig vereinnahmende Eltern- & Tätergeneration, die jetzt alles unauffällig richtig machen wollte. Und endete dann ja mit so gruseligen Sachen wie „Selbstverwirklichung“, als gäbe es im Menschen ein einziges und wahrhaftiges Selbst, welches – warum auch immer – verschütt gegangen ist und unbedingt ausgegraben oder geborgen werden will. Mensch ist immer selbst, manchmal ist es einfach hässlich, langweilig, farblos. Kann Mensch ändern, macht er auch. Gelegentlich. Meistens vergisst er sich einfach. Und stürzt sich dann auf andere. Womit wir beim §218 wären.
Ein Embryo ist kein Mensch. Auch nicht mit Herzschlag. Auch nicht mit Reaktionen auf die Umwelt. Solange ein Embryo sich überlebensnotwendiger Weise im Uterus befindet – also etwas bis Woche 20-24 –, ist er ein Teil der Frau. So ist er zu betrachten, wie ihr Herz, ihre Leber, ihre Füße, ihre Augen und Ohren, ihre Haare und Fingernägel. Und da hat niemand hineinzureden oder hinein zu regeln.
Regeln und Gesetze regeln das Verhältnis der Menschen zueinander und nicht das Selbstverhältnis in den Menschen hinein. Also mal ideal gesagt. Auf dieser Ebene sollte auch mit dem (für mich kranken) Transhumanismus verfahren werden, wenn er in das Leben anderer (in den Körper einer Mutter, in die Zukunft kommender Menschen) eingreifen will.
Weiter habe ich den Eindruck, wenn der Begriff »Abtreibung« erscheint, viele sofort eine eigene Erinnerung, einen Reflex aus der Vergangenheit haben und den Begriff mit sich selbst und ganz persönlich verbinden. Irgendwie scheinen Menschen, die sich einmal aus Gründen darüber Gedanken gemacht haben, (sehr schwammig und irrational, fast wie eine Urangst) zu befürchten, dass ihnen nachträglich ihre Kinder oder Enkel weggenommen werden können oder sollen.
Ich freue mich für jede Frau, die sich gegen eine Abtreibung entschieden hat und heute damit glücklich ist. Super! Wenn es doch immer so laufen würde. Tut es aber nicht.
Die Unterstellung, Frauen würden es sich zu leicht machen mit der Entscheidung zur Schwangerschaft oder Abtreibung, wenn sie könnten, finde ich, gelinde gesagt, übergriffig. Aber gibt es sicherlich auch. Selten.
Wenn Einfluss genommen werden möchte, dann sollte es bei den Lebensumständen geschehen, wegen derer die Frage Schwangerschaft pro/contra ggf. erst gestellt wird.
Und Einigkeit besteht doch darüber, dass abendländische Gesellschaften sehr schnell unschöne Orte für nicht vom Glück geküsste Mütter und deren Kinder sein können. Dieser Umstand sollte als Argument oder Ursache faktisch eliminiert werden. Ist aber nicht so einfach gemacht, wie auf einen Paragrafen zu bestehen, der nur von den echten Problemen und Herausforderungen ablenkt.
Zitat: „…Solange ein Embryo sich überlebensnotwendiger Weise im Uterus befindet – also etwas bis Woche 20-24 –, ist er ein Teil der Frau. So ist er zu betrachten, wie ihr Herz, ihre Leber, ihre Füße, ihre Augen und Ohren, ihre Haare und Fingernägel. Und da hat niemand hineinzureden oder hinein zu regeln. “
– In der 16. Woche ist das Nervensystem schon recht weit entwickelt, hören können Föten dann auch schon. Wenn Mütter kein zu großes Übergewicht haben, spüren sie spätestens in der 17. Woche die Kindsbewegungen und die sind in dieser Phase schon so individuell wie die Kinder nach der Geburt.
In früheren Phasen, ab ca. 12. Woche, kann man individuelle Bewegungs- und Verhaltensweisen schon sehr gut im Ultraschall erkennen… Sowas wie überlange Haare oder Fingernägel, die man bei Bedarf abschneidet, aha ^^
Sie haben die Provokation bzw. Übertreibung also angenommen. Selbstverständlich setze ich »Haare oder Fingernägel« und einen Embryo nicht gleich oder als gleichwertig. Und selbst wenn, wäre es meine dämliche und menschenverachtende Ansicht, die sich nicht in einem Gesetz niederschlagen darf.
Es geht mir um die Ablehnung, dass jemand oder eine Gesellschaft sich mit oder ohne Gesetze in das Leben, in die körperliche Selbstbestimmung eines anderen Menschen einmischt: „Mein Körper, meine Wahl.“ Das geht über die Schwangerschaft hinaus, Impfpflicht oder Beschneidung wurden hier beispielsweise genannt – nein, auch hier keine Gleichsetzung meinerseits.
Btw. ist mir die Gegenwart von Kindern oft erfreulicher als die von Erwachsenen. Ich würde mich lieber zwei Stunden an den Rand eines belebten Kinderspielplatzes setzen als in ein ausverkauftes Fußballstadion. Da lerne ich mehr. Darüber hinaus sind Kinder oft bessere Erzähler, weil sie sich nicht so sehr mit einer Story schmücken, sowie bessere Zuhörer, da sie eher die richtigen (und dann auch gemeinen) Fragen stellen, an die sich Erwachsene nicht herauntrauen.
👍🤝👏
Fußball war ja auch schon immer Teil des Problems.
Kinder sind einfach nur nervig.
Die anderen Mannschaftssportarten nicht? Eishockey, American Football, Basketball…?
Der ganze Sport hat doch mit Sport nichts (mehr) am Hut. Reines Spektakel zur Cashgenerierung und eine Menge Ergebnisse werden eh gezinkt und von Wetten und anderen Interessen beeinflusst…
Wenn Sie meinen. 🤷♂️
Ich finde: Kommt ziemlich auf das Kind an. Ist es erzogen – insbesondere: gut erzogen (ergo: abgerichtet) – kann man in der Regel davon ausgehen, dass Hopfen, Malz und freies Denken bei ihm verloren sind…
Das hört sich schon besser an, El-G. Noch eine kleine Ergänzung: Kinder sind auch absolut ehrlich und sie sind hellsichtig. Letzteres bis Erwachsene ihnen beigebracht haben, was sie wahrnehmen dürfen und was ein „PAL“ („Problem anderer Leute“ – erinnert sich noch jemand daran?) ist. Manche weigern sich aber, das zu unterscheiden.
Ich finde Abtreibung ganz problematisch, weil es die Mutter emotional (in fast allen Fällen) belastet und sich außerdem möglicherweise bereits eine Seele diesen „Zellhaufen“ als neues Zuhause ausgesucht hat.
Trotzdem würde ich sie nicht verbieten wollen.
Allerdings ist „die Forderung, Abtreibung rechtlich einem Gang zum Friseur gleichzustellen“ einfach nur grenzdämlich und läßt vermuten, dass keine Sozialisation in solchen Köpfen stattgefunden hat, geschweige denn überhaupt möglich ist.
Es gibt jetzt schon immer weniger Ärzte, die Abtreibungen durchführen und eine völlige Freigabe dürfte das Problem noch verschärfen.
Warum ist das so?
1) Die Strafandrohung des § 218 StGB zielt überwiegend auf die Ärzte – eine abtreibungswillige Frau kann eine Strafbarkeit leicht vermeiden, indem sie eine (im Schwangerschaftskonfliktgesetz ausdrücklich geforderte ergebnisneutrale (!!) Beratung durchführen lässt.
2) Ärzte können sich auf ihre Gewissensfreiheit berufen und können – es sei denn es geht um das Leben der Mutter – einen Schwangerschaftsabbruch verweigern.
3) Was können Ärzte bei einem Schwangerschaftsabbruch gewinnen? Besonders gut bezahlt sind sie nicht. Bei einer privatärztlichen Praxis werden auch andere Patientinnen von „Lebensschützern“ belästigt (wobei das m.W. inzwischen unter Strafe gestellt ist). Man macht sich als Ärzt/Ärztin nur angreifbar und wie gesagt: Das wirkt sich massiv auf die Bereitschaft von Ärzten aus, überhaupt eine Abtreibung durchzuführen.
Außerdem:
Warum sollte man sich bei einem Schwangerschaftsabbruch nicht vorher ergebnisneutral beraten lassen müssen? Bei jedem Immobilienkauf muss man aufgrund der Tragweite zu einem Notar, man muss eine 14tägige Frist einhalten, in der man noch überlegen und sich die Bedeutung eines Immobilienkaufs klarmachen muss. Ist jetzt neuerdings ein Immobilienkauf bedeutungsvoller als ein Schwangerschaftsabbruch?
Wir reden hier über Föten bis zur 12. Schwangerschaftswoche bzw. bei einer entsprechenden Indikation auch darüber hinaus. Körperlich beeinträchtigte Kinder können bereits jetzt (!) straflos (!) im Grunde bis zur Geburt abgetrieben werden. Die entsprechenden Ärzte töten das Kind mittels Giftspritze im Mutterleib, um die rechtlich absurde Situation zu vermeiden, dass das Kind lebend auf die Welt kommt und dann (!) alles getan werden muss, um das Leben zu retten, weil es sich außerhalb des Mutterleibes nämlich um eine strafbewehrte Tötung handeln würde.
Sog. Feministinnen, die sich am § 218 StGB aufgeilen, haben sich damit offenbar nie eingehender beschäftigt und ignorieren z.B. das Schwangerschaftskonfliktgesetz völlig, indem eben die ergebnisneutrale Beratung steht sowie die Gewissensfreiheit von Ärzten, die sich weigern dürfen, eine Abtreibung durchzuführen und das auch tun, weil sie den Ärger scheuen, den sie sich mit der Bereitschaft, Abtreibungen durchzuführen, einhandeln. Wer glaubt, dass der gesellschaftliche Druck abnimmt, wenn Abtreibungen wie ein Friseurbesuch behandelt würden?
Ich bin katholisch, aber ich bin i.S. Abtreibung nicht dogmatisch. Wenn eine Frau partout kein Kind will, dann ist das so und ich finde es menschlicher, diesem kleinen Wurm keine Mutter zuzumuten, die es auf keinen Fall wollte, als einer Frau ein ungewolltes Kind aufzuwingen und einem Kind eine schlechte Mutter. Übrigens war selbst die Katholische Kirche vor Jahrhunderten der Meinung, dass eine frühe Abtreibung (innerhalb von 40 Tagen bei männlichen Föten und 80 Tagen bei weiblichen) kein Problem darstellt, da der Fötus zu dem Zeitpunkt noch gar nicht „beseelt“ ist.
Außerdem halte ich die Abtreibungsdebatte aus religiöser Sicht für extrem verlogen, solange nicht jede Art von kriegerischer Gewalt von der Katholischen Kirche verdammt wird. Wieso dürfen erwachsene Männer von einem Staat im Krieg geopfert werden, während Föten in der Frühschwangerschaft ab Empfängnis eine Art 100%-Schutz genießen? Das ist nicht logisch bzw. nur unter der Prämisse, wenn man der Meinung ist, dass Frauen nicht darüber zu bestimmen haben (eine Kuh wird ja auch nicht gefragt, ob sie kalben will), ob sie künftige Soldaten oder künftige Soldatengebärerinnen abtreiben dürfen, weil der Staat – dem wir als Katholiken übrigens nicht mit Haut und Haar gehören – Zugriff auf die Gebärmuttern anmeldet. In Hinblick auf Wehrpflicht etc. sieht man übrigens auch, dass das bei Feministinnen beliebte „Patriarchats-Argument“ (wenn Männer schwanger werden könnten, dann gäbe es keinen § 218) absoluter Humbug ist, weil Frauen zwar einerseits die völlig freie Entscheidung über eine Abtreibung verweigert wird, aber ausschließlich Männer in Kriegen verheizt werden können. Männer könnten mit viel mehr Recht übrigens behaupten, es gäbe keine Kriege, wenn Frauen auch im Schützengraben verrecken müssten (und es gibt sehr viele schöne Beispiele kriegsgeiler Geschlechtsgenossinnen von mir, die wir alle kennen, deren Namen ich hier aber nicht nenne, weil ich keine Lust auf einen frühmorgendlichen Besuch der Polizei habe, die dann in meinen höchstprivaten Dingen herumwühlt).
Ich sehe das Problem zwischen Lebensrecht des Fötus einerseits und Recht auf Selbstbestimmung der Mutter andererseits und ich bin Pragmatikerin: Ich will, dass Frauen sicher abtreiben können und nicht wie früher ihr Leben bei einem Abtreibungsversuch riskieren. Ich will, dass Kinder Mütter haben, die sich mindestens mit ihnen arrangieren können – es gibt schon genug ungeliebte Kinder in diesem Land. Und ich will, dass Frauen eine solche Entscheidung nicht in Panik und durch ihre Hormonumstellung verwirrt einsam treffen, sondern beraten werden und zwar genauso wie das Schwangerschaftskonfliktgesetz vorschreibt: Ergebnisneutral und ohne Druck! Ich weiß nicht, was daran so schlimm sein soll, dass man riskiert, dass man das Fass mit dem § 218 nochmal aufmacht und dann irgendwann wieder eine massiv strengere Lösung ins Haus steht.
Diese Feministinnen wissen nicht, wann es genug ist mit fordern. Es ist im Grunde wie bei der LGBTQ-Gemeinschaft. Irgendwann wird das Ganze kippen und dann fangen wir wieder von ganz vorne an.
Nein, nicht bei jedem Immogeschäft. Bei rein privat (nicht gewerblich) getätigten Immogeschäften ist dies nicht zwingend vorgeschrieben.
Sehr klug und auch für mich völlig richtig argumentiert, Bettina-di-Monaco. Danke!
Genau das, die Problematik, was mit „unwerten“, „unperfekten“ Föten passiert, kommt m. E. ansonsten viel zu kurz bei der Freigabe-Debatte: Ich kenne Frauen. die dem gesellschaftlichen undfamiliären Druck nachgegeben haben und eine Abtreibung* des behinderten Fötus noch im 8., bzw. 9. Monat zugestimmt. Alle drei, die ich kennengelernt habe, weinen noch nach Jahrzehnten wenn sie sich daran erinnern:
* In solchen Fällen wird nach der Kalium-Injektion in´s Herz des Ungeborenen die Geburt künstlich eingeleitet, da ist nichts mehr mit Ausschaben (übrigens „schon“ im 4. Monat nicht mehr weil der Fötus da schon zu groß ist). Der Geburtsvorgang wird komplett durchlaufen um ein zuvor getötetes Kind zu bekommen.
Jetzt schon ist der Druck auf Eltern behinderter Kinder enorm groß: Es ist eben kein „Schicksal“ mehr, nicht-Norm-konforme Kinder zu bekommen, sondern man kann (fast?) alle Behinderungen vorab diagnostisch feststellen. Die mir bekannten Eltern behinderter Kinder werden heutzutage oft darauf angesprochen, wie „unverantwortlich“ ihre Entscheidungen doch seien und was diese Kinder „für Kosten verursachen“ würden.
In Zeiten versiegender Sozial- und Gesundheits-Budgets wird sich das m. E. noch massiv steigern. Erst recht, wenn Abtreibung als eine Selbstverständlichkeit dargestellt wird, was durch die Freigabe passieren würde.
Ich muß leider sagen, dass es auch auf die Art der Behinderung ankommt, die schon
früh im Mutterleib feststellen läßt. Ich habe als junger Mann einmal die Pflegestation in
Bethel besucht. Außer den damals noch sehr viel betreuten schwerst Kriegsversehrten
waren dort auch viele Kinder mit schwersten Behinderungen seit ihrer Geburt. Daran noch
fast 50 Jahre später überhaupt zu denken, fällt mir gerade sehr schwer. Diesen Kindern
hatte man damals auf keinem Fall einen Gefallen getan sie auf die Welt zu bringen.
Ja, Träumer, solche Fälle gibt es. In Vietnam z. B. werden immer noch Kinder geboren, derenj Eltern oder Großeltern genetisch durch „Agent Orange“ geschädigt wurden und in Ex-Jugoslawien u. a. gibt es grauenvolle Mißbildungen infolge von „depleted Uranium“-Einsatz… Aber wer soll in welchem Alter der Föten oder gar schon geborenen Kinder entscheiden, ob ihr Leben lebenswert ist oder nicht?
Allem, was in Richtung Euthanasie geht, stehe ich sehr mißtrauisch gegenüber: Was von manchen Betroffenen als erlösende Gnade empfunden (oder sogar ersehnt) sein kann, ist für andere eine tödliche Bedrohung. – Besonders in Krisenzeiten und ganz besonders da, wo transhumanistische Globalisten ihre größenwahnsinnig-bösartigen Menschjheits-Dezimierungspläne umsetzen wollen.
@Blue Angel: Es gibt heute gegenüber früher sehr gute Verfahren um einen
genauen körperlichen Zustand des Fötus zu erkennen. Es ist dann auch zu erkennen,
dass der Mensch der auf dem Weg in die Welt ist, diese mit großer Wahrscheinlichkeit
nie bewusst wahrnehmen wird. Es gibt wirklich Missbildungen, die ich hier nicht
beschreiben möchte, mit denen der Mensch zwar lebt, aber eigentlich nur „lebendes
Fleisch“ ist. Es muss dann ja auch immer Menschen geben, die diesen Menschen
pflegen. Und, dass hört sich jetzt kaltherzig an, statt eine leere menschliche Hülle
mit sehr viel Geld am Leben zu halten, wäre es da nicht besser, einem gesunden Menschen
ein besseres Leben zu ermöglichen?
Träumer, ich brauche keine weiteren Beschreibungen, hab mich als Kind in´s „verdeckte Kabinett“ des Salzburger Naturkundemuseums geschlichen und gesehen, was dort in den Glasbehältern war…
Wenn man Lebewesen mit solchen Mißbildungen in einem frühen Schwangerschaftsstadium vor späterem Leiden bewahren kann – und die werdende Mutter das möchte! – finde ich das in Ordnung. Meine Sorge ist nur, daß eine solche Selektion (um nichts anderes handelt es sich ja) zukünftig auch auf wesentlich weniger beeinträchtigende Schädigungen ausgeweitet wird und auf immer spätere Schwangerschaftsmonate.
Es gibt auch schon Bestrebungen, werdende Eltern geschädigter Kinder nur deshalb zum Austragen entsprechender Schwangerschaften zu bewegen um deren Organe/Gewebe gleich nach der Geburt weiter verwenden zu können oder damit zu forschen. Auf der anderen Seite werden Eltern unter Druck gesetzt, nur „makellose“ Kinder aufzuziehen, bzw. Eizellen zu selektieren und Föten ggf. „genetisch optimieren“ zu lassen. – Ich hasse Transhumanismus…
@Träumer, Blue Angel:
Vielen Dank für Ihre ehrlichen Kommentare. Ich glaube, die Menschen sind meist recht gut in der Lage, eine konkrete Situation einzuschätzen und die humanste Alternative zu wählen. Vielleicht sind es gerade juristische, ideologische Sichtweisen oder ein künstlich geschaffener, von der Realität weit entfernter moralischer Überbau, der uns den unvoreingenommenen Blick auf die Einzelfälle des wirklichen Lebens verstellt.
„Außerdem halte ich die Abtreibungsdebatte aus religiöser Sicht für extrem verlogen, solange nicht jede Art von kriegerischer Gewalt von der Katholischen Kirche verdammt wird. “
So mut dat…. +++
Gut gebrüllt, Löwin!
Nur ist so was hier…
… einfach völlig illusorische Wunschträumerei und Lichtjahre von der Wirklichkeit entfernt. So was läuft in diesem Land – erst recht nicht unter den Auspizien dieses Systems – einfach nicht. 🤷♂️
Ansonsten spräche gegen freiwillige Hilfs- und Beratungsangebote natürlich herzhaft wenig.
Da ziehe ich dann mal den Islam vor, der ist da genderneutral und sieht einen Embryo mehrheitlich ab dem 120. Tag der Schwangerschaft als beseelt an. Ab diesem Zeitpunkt wird eine Abtreibung grundsätzlich wie die Tötung eines Menschen bewertet und ist nur noch erlaubt, wenn das Leben der Mutter ernsthaft bedroht ist.
Und dazu zitiere ich einfach mal bloß George Carlin:
Ach Anne. Wer nicht strukturiert an die Sache rangieren kann baut halt einen Popanz auf. Ethik ist keine Raketenwissenschaft. Dein Unverständnis ist einfach intellektuell arg unterkomplex.
Natürlich ist Abtreobung zur Selektion oder der Verkauf von Embryos unethisch. Abgesehen davon, dass ich vermute, daß Frauen das nicht gerade gerne tun würden. Und auch Leihmutterschaft kann man ausschließen. Ich finde ja auch, dass man mit den Grenzrn des eigenen Körpers zurecht kommen muss. Dazu gehört auch ein unerfüllt Kinderwunsch.
Kurz: Aus Deiner falschen Prämisse kann auch nur ein falscher Schluss folgen.
Hätte nicht das Christentum 500 Jahre lang alles plattgemacht, was sich ihm in den Weg stellte, wären uns solche Elabor(a)te wie das der Hochschullehrerin Frau Burger erspart geblieben.
Grins 👍
Ein brillanter Artikel, mit Herzblut geschrieben.
Ein Artikel, den man sich abspeichert, weil er so gut ist.
Danke, Frau Burger!
—
Wichtig und bedrückend auch der Aspekt, dass der menschliche Körper in wachsendem Maße – über die Berufsarbeit
hinaus – zur Handelsware degradiert werden soll: „Verwertung“ von Embryonen zur Impfstoffherstellung, Organhandel, Leihmutterschaft, Samenspende, Prostitution als Normalität so wie Haare schneiden usw.
Aldous Huxley schildert in „Schöne Neue Welt“ übrigens die mineralstoffmäßige Verwertung der Leichen nach der Verbrennung im Krematorium, und ich würde mich nicht wundern, wenn dieser Irrsinn sogar schon weit eher zur Realität werden könnte als er es in seiner Dystopie schildert.
—
Wo die Ehrfurcht vor dem Leben an sich dabei ist, verloren zu gehen, da braucht man sich nicht zu wundern, wenn alsbald auch noch andere Dinge Wirklichkeit werden …
Dass dabei nebenbei auch ein Land seine eigene Zukunft und Kultur verspielt, dass kommt noch hinzu.
Selbst keine Kinder haben wollen, sich dann aber für Migration begeistern und das für einen adäquaten Ersatz halten.
Und all das, weil der nackte Hedonismus an die erste Stelle getreten ist. In manchen Fällen sogar der buchstäblich(!) nackte Hedonismus.
Mir als DDR-Frau mutet dieses Diskussion sehr, sehr vorsintflutlich an. Das hatten wir doch alles schon einmal, allerdings vor Jahrzehnten, in einem anderen deutschen Staat. Den hat man zerkloppt und verlacht.
Und es braucht niemanden, der von Staats wegen der potentiellen Mutter (=die ungewollt schwanger gewordene Frau) ins Gewissen redet: Sie weiß selbst, dass sich in ihrem Körper ein werdender Mensch befindet. Und sie hat als mündige Bürgerin verdammt noch Mal das Recht, zu entscheiden, ob sie sich in der Lage sieht, dieses Kind zu bekommen und großzuziehen. Es ist ihr Körper. Und es ist ihr Leben.
👍
Ja, die hatten es echt raus.
Ich hatte auch immer den Eindruck, das seinerzeit, gerade die Damenwelt aus der Ostzone, insgesamt wesentlich besser drauf war als im Westen.
Ja, in der DDR waren Abtreibungen eine Selbstverständlichkeit. Eine Tante von mir hatte fast jedes Jahr eine. Freier, glücklicher oder gesünder ist sie dadurch nicht geworden.
Woher willst Du das denn wissen….es hätte ja auch viel schlimmer sein können… 😉
„Selbstverständlichkeit.“ war es auch nicht . Ich denke jede Frau überlegt sich das ganz genau , denn auch das hatte oft unschöne Folgen !
Nur Sie hatten die Freiheit , das selber entscheiden zu dürfen , und das fand ich ganz ok so ..
Liebe Anne, danke für diesen Text. Der musste dringend mal geschrieben werden. Ich bin auch Frau, Mama und Abtreiberin in jungen Jahren und du sprichst mir mit allem aus der Seele. Diese Freiheit die uns verkauft wird ist blanker Hohn. All die armen Frauen, die mit kleinen Kindern zuhause ihre Karriere vorantreiben, weil man das als Frau heutzutage so macht. Was für ein irrsinnig Stress und was bleibt alles auf der Strecke. Herzliche Grüße an dich, Claudia
Claudia +++
„Freedom is just another word for nothing left to lose“.
„All die armen Frauen, die mit kleinen Kindern zuhause ihre Karriere vorantreiben“
Haben Sie sich mal gefragt, ob all die ‚armen Frauen‘ das auch so wollen und jemals wollten? Und ob es dabei nicht eher um Überleben statt Karriere geht?
Offensichtlich weinen Sie vergangenenZeiten nach, in denen es in der alten BRD noch möglich war, dass der Mann, nicht der mit dem goldenen Löffel im Mund, genug verdient hat, um Frau und Kinder zu versorgen (für die „Aufzucht“ war da natürlich ausschließlich die Frau verantwortlich, nicht wahr? Der Mann musste ja schließlich das Geld anbringen. Hatte er dann noch Zeit, sich auch mit seinen Kindern zu beschäftigen?) Diese Zeiten sind längst vorbei.
Und was ist, wenn die Beziehung in die Brüche geht, was wahrlich nichts mit den Kindern zu tun haben muss?
Oder finden Sie es besser, wenn Frau beim Mann bleibt, bis die Kinder erwachsen sind, damit es keine finanziellen Engpässe gibt? Glauben Sie allen Ernstes, dass es Kindern in kaputten Beziehungen gut geht? In welchem Wolkenkuckuckusheim leben Sie denn?
Meine erste erschreckende Erkenntnis im zwangsvereinigten Deutschland war die, dass in einer Zeitung darüber diskutiert wurde, ob man sich Kinder überhaupt leisten kann. Diese Frage hatte sich mir nie gestellt im „Unrechtsstaat“ DDR. Ich habe zwei Söhne und habe mein Leben lang gearbeitet und liebe meine Söhne, seit sie auf der Welt sind, was ich von meinem Ex nicht ohne Widerspruch behaupten möchte, denn er war es, der mir mit den Worten „Ich will das Kind nicht“, um die Beziehung zu retten, damals nur die Option ließ, die Schwangerschaft abzubrechen. Und das, obwohl ich bereits eine Fehlgeburt hinter mir hatte.
Das ist hier wirklich ein „Wessi“ -Problem, unter dem vor allem Frauen und Kinder zu leiden haben.
Danke @ Frau Lehmann für Ihren Beitrag! 👍👏
Ein paar Punkte, die ich – teilweise – anders sehe oder ergänzen möchte:
Die DDR war ein Land, das nie sein durfte. Deswegen wurde sie ja von Anfang an bekämpft, gerade von Bonn. Nicht, dass am Ende die „Experimente“ noch funktioniert und somit die Legitimität und Daseinsberechtigung des CDU-Staats unterminiert hätten.
Und das Unrecht, das die Westler – insbesondere die BRD – begingen, interessierte doch noch nie groß. Ebenso, dass alle Staaten auf Gewalt basieren (Max Weber) und somit beständig Unrecht ausüben. 🤷♂️
Dass Sie ihr Leben lang schuften mussten, finde ich traurig.
Arbeit muss einfach überwunden werden. Es ist eine Gesellschaft anzustreben, in denen Menschen ihre Berufung finden können, statt dauernd zu malochen.
Tätigkeiten wird es auch dort genug geben, aber es werden andere sein als die der entfremde Lohn- wie sonstigen „Arbeit“ von heute.
Es leiden letztlich alle darunter, auch viele Männer. Deswegen gilt es ja eine andere Gesellschaft anzustreben oder zumindest selbst sich um ein anderes Leben zu bemühen.
Es ist m.E. auch kein Wessi-Problem, sondern ein westliches Problem, da es schlicht ein typisches Phänomen der normopathischen, belliphilen westlichen Moderne ist. Mit dem dazugehörigen typischen Diskurs. 🤷♂️
Die „armen Frauen“ können selbst entscheiden und brauchen keine paternalistidcjen Ratschläge von Nieren Frauen.
Bin ja ganz bei Ihnen, aber was zum Henker sind denn „Nieren Frauen“?! Sind das Leute, die Nierentische zusammenschrauben?
Auch wenn man der einen oder anderen Argumentation beipflichten kann – Paragraph 218 muss ersatzlos gestrichen werden. Im Anschluss daran können neue Regulierungen erfolgen, aber auf Basis der grundlegenden Legalität von Abtreibungen.
Ich kann heute hier schreiben, weil Anfang des 20. Jahrhunderts, so um 1905 zwei Frauen in ganz verschiedenen Gebieten in Deutschland beschlossen haben, dieses uneheliche Kind zu bekommen und nicht zu den Engelmacherinnen auf den Dachboden zu steigen. Gegen jede Konvention, mit harten Konsequenzen für sie selbst, in Dörfern wo der eine über den anderen spricht. Einfach so.
Ich kenne beide Frauen nicht, aber hin und wieder schicke ich ein Dankeschön nach oben und hoffe, dass es ihnen dort gut geht, wo sie jetzt sind.
Die Art und Weise, wie Abtreibung von Feministinnen als ein Verhütungsmittel propagiert wird, ist einfach nur abstoßend. Ich habe die Scans unserer Kinder aus der 12. Woche. Es fällt sehr schwer, daraus zu lesen, dass das Wesen in deinem Bauch doch kein Mensch sei, sondern nur ein Zellhaufen.
Der Feminismus, den wir leben, ist der Zwilling des Kapitalismus, oder auch „wir machen den Kuchen größer“. Wir verwursten die Familie, machen aus allem einen Job. Putzfrau, Haushaltshilfe, Kindermädchen, Erzieherin, Babysitter. Gern übrigens in Schwarzarbeit, damit noch etwas übrig bleibt. Und auch alles Frauen. Aber die machen keine „Karriere“. Die Frau wird ebenso verwurstet. Sie wird in die Illusion geschickt, dass das Leben aus einer erfolgreichen Karriere besteht, aus finanzieller „Unabhängigkeit“, partnerfrei, kinderfrei. Und sie wird niemals über 50 werden und schon gar nicht einsam. Und Wirtschaftskrisen mit Jobverlusten gibt es auch nicht. Kinder stören sowieso. Man will sie für die Rente, aber ansonsten sind sie im Weg.
Es muss Möglichkeiten geben, weil es Notfälle gibt. Aber Deutschland treibt jedes Jahr eine Großstadt ab. In Frankreich sind es über 300.000.
Familienplanung ist Privatsache, und es geht den Staat einen Scheißdreck an, solange er nicht dafür sorgt, dass jedes geborene Kind eine Chance bekommt, in Liebe und Fürsorge aufwachsen zu können. Und genau das gewährleistet der Staat eben nicht.
Genausowenig kann ich verstehen, wenn Ehen im Namen des Volkes geschieden werden. Was geht das den Rest des Volkes an, wenn jemand in einer Beziehung nicht glücklich ist?
Es geht immer nur ums Geld.
Den Staat kümmert es nicht, ob es mir gut geht, ob es allen Kindern gut geht.
Mit Sicherheit bin ich diesem Staat also auch nichts schuldig, zumal ich mich auch an keinen der imaginär ständig vor die Nase gehaltenen Verträge erinnern kann. Ich hab nie irgenwas unterschrieben, ich bin zwangsintegriert worden. Auch in dem Fall hat mich persönlich niemand gefragt.
Außerdem gibt es wahrlich größere Probleme, die wie immer verdeckt werden.
Offensichtlich ist auch Overton dazu da, uns alle irgendwie zu beschäftigen.
Und bringt nichts. Was soll auch gerettet werden?
Gut, die Kritik an Overton teile ich nicht, weil allein die Zahl der Kommentare doch zeigt, dass großes interesse am Thema besteht und noch besser ist, dass hier sehr gegensätzliche Standpunkte vorgetragen werden können, ohne dass eine gütige Moderation glaubt, eingreifen zu müssen.
Was die Auffassung betrifft, dass Scheidungen „im Namen des Volkes“ absurd sind, stimme ich uneingeschränkt zu. Wenn zwei Menschen sich entschließen, ihr Leben gemeinsam zu verbringen oder realistischer, einen Teil ihres Lebens, dann ist wirklich nicht einzusehen, warum der Staat, noch dazu im Namen des „Volkes“, da eine Aktie dran hat. Außer natürlich, dass der Rechtsakt sauteuer und eine nie versiegende Geldquelle für Staat und Anwälte ist.
Wahrscheinlich ist hier auch der Grund, weshalb trotz anhaltender Angriffe auf Hinterbliebenenrente und Ehegattensplitting daran noch nicht die Axt angesetzt wurde. Die Steuermehreinnahmen und die geringeren Zahlungen der Rentenkasse, sind natürlich eine schwere Versuchung für nimmersatte Finanzpolitiker, aber dem Rechtsinstitut Ehe würde das den Todesstoß versetzen.
Liebe Frau Burger, ich konnte viele interessante Gedanken im Text finden, aber in der Summe erscheint er mir unterkomplex bis oberflächlich. Sie stellen imho sehr auf das Emotionale ab und heben die Freiheit der Entscheidung der Frauen heraus, aber beleuchten leider nicht, dass KEINE Frau völlig frei in ihrer Entscheidung ist, sondern immer den Lebenszwängen der Gesellschaft untergeordnet ist: dem Zwang, verdienen zu müssen, um Leben zu können, als erstes, und dann noch viele andere Zwänge, die GEGEN ihren eigenen Entscheidungswunsch stehen können. Tatsächlich ist die enorm gesunkene Geburtenrate nicht das Resultat der Entscheidungsfreiheit der Frauen, sondern vorrangig der Zwänge der Gesellschaft. Daraus ergibt sich, Kinder sind (jedenfalls hier in Mitteleuropa) heutzutage nicht das Selbstverständliche, sondern ein Privileg, eine privilegierte Entscheidungsmöglichkeit der privilegierten Frau.
Ganz nebenbei: für die Väter trifft das ebenso zu…. für Sie nur nebensächlich, aber Elternschaft ist nun mal ein Zweierdings… und Zahlvater sein ist nicht immer nur Männerentscheidung
Wenn man sich für die Kinder aussprechen und entscheiden will, dann sollte man zuerst prüfen, warum und wie diese Gesellschaft, die Lebenssituation der meisten Mütter und Väter (oder vorher der Frauen und Männer), so kinderfeindlich geworden ist, was dann als Resultat Kinder-ablehnende bis kinderfeindliche Frauen und Männer hervorgebracht hat Und wie man dagegen angehen könnte und müsste. Stattdessen wollen Sie dies vorrangig der Frau zuschreiben und überlassen, es ist aber primär und hauptsächlich ein soziales und gesamtgesellschaftliches Problem..
Und vielleicht (Ich muss hier betonen: dies kann ich jetzt nur vermuten!) spielt hier auch die Eigenerfahrung Ihrer persönlichen, privilegierten Lebenssituation in Ihre Meinungsäußerung hinein?
Disclaimer: ich habe mehr als zwei Kinder von nicht nur einer Frau und mehr als zwei Enkel sowie in ehrenamtlicher Tätigkeit Erfahrung mit Schwangerschaftsberatung.
Vielleicht sollte ich noch ergänzen: ich wünschte mir, daß KEINE Frau abtreiben müsste, weil Verhütung für jede Frau und jeden Mann viel einfacher wäre. Das ist aber noch nicht so, Gleichberechtigung vor einer Schranke.
Ich habe vorab eigentlich nur einen Widerspruch, den ich bei einem früheren Artikel der Autorin schon vortrug. Die Erwartung, dass eine Streichung des 218 Anlass für eine erfolgreiche Verweigerung von Unterhaltszahlungen sein könnte, ist ungerechtfertigt. Wenn man ein wenig mit dem Gegenstand vertraut ist, kann man das sehr sicher ausschließen. Das ist einfach nur „ausgedacht“ und eine grundlegende Änderung der Rechtslage, die einfach kein „Verschulden“ oder ähnliches kennt, ist selbst in dieser unserer immer mehr aus den Fugen geratenden Republik nicht machbar.
Ansonsten sehe ich, ähnlich wie die Autorin, mit einiger Fassungslosigkeit, wie die Diskussion zum Thema geführt wird. Vielleicht um so mehr, wenn ich die leuchtenden Augen meines Sohnes sehe, wenn er mir die Tage die Aufnahme des „Zellklumpens“ zeigt, der mal sein erster Sohn sein wird.
Ich bin in der DDR aufgewachsen, wo es die Fristenlösung ohne diesen juristischen Humbug gab, den wir hier haben. Ob das so bleiben muss, kann man diskutieren und ob es den Druck auf Frauen und Mädchen gibt, jederzeit und immer zum Sex bereit zu sein, wie es die Autorin annimmt, weiß ich nicht und zweifele durchaus. Aber ich fürchte wie sie, dass es einfach an Wertschätzung fehlt, Kinder zu haben. Die Lütten müssen in einen Lebensablauf passen, der nicht der ihre ist. Ich kann da auch keine ausgefeilte soziologische Analyse anbieten, aber ich nehme immer weniger wahr, dass Kinder einfach als Quelle des Glücks, als neuer Teil eines sehr guten „wir“ wahrgenommen werden. Irgendwas, was nicht hinterfragt, nicht begründet werden muss. Gut, das klingt jetzt arg Kitschig und so und das Leben bringt dann doch etliches dagegen vor. Aber da muss das Leben eben mal die Fresse halten.
Keine Ahnung, warum das alles so schief läuft. Irgendwie bin ich meinem Schicksal doch dankbar, dass meine Kinder zu einer Zeit in der DDR geboren wurden und der einzige Grund dafür war, dass wir es wollten und die Schwierigkeiten, mit den man kämpfen musste, waren nie existenziell.
Sieht aber nicht so aus, als wenn man daran etwas ändern könnte und in Zeiten, in denen „die Söhne vor den Müttern sterben“ in denen man täglich die Bilder der Väter aus Gaza sieht , mit den Resten dessen, was mal ihr Kind war, im Arm, wahrscheinlich sowieso müßige Überlegungen.
In meiner Familiengeschichte gibt es auch einen – vermutlich sehr verzweifelten – Besuch bei einer Engelmacherin, ein Jahr nach Kriegsende, ausgebombt, Ehemann für Endsieg und Führer in Russland gefallen. Mit tragischem Ende.
Daher kann ich die urspüngliche Gründe der Befürworter einer legalen Abtreibungsmöglichkeit verstehen.
Wofür ich keine Verständnis habe, ist die fanatische Ideologisierung der Abtreibung heute durch sog. Feministinnen.
Weil der Artikel leider keine Zahlen nennt: In Deutschland wird ca jede 7.Schwangerschaft abgetrieben. Sehr vielle Fälle ohne wirtschaftliche Not. Sehr oft bei außerehelichen Liebschaften um dann die Ehe/Beziehung nicht zu gefähren.
Dafür hält sich mein Verständnis auch in Grenzen.
Was der Gesellschaft gut täte, sie mal mit diesen Zahlen zu konfrontieren.
Was ich mir wünschen würde: In Deutschland auf einer großen Wiese für jedes abgetriebene Kind des Vorjahres eine schlichtes gelbes Kreuz aufzustellen. Für 2024 wären das ca 106.000 schlichte, gelbe Holzkreuze.
Nichts weiter. Nur um das was ist, einen Raum zu geben.
LOl, wer „ideologisiert“ denn hier?
„Man schätzt, dass dreißig, vielleicht sogar bis zu vierzig Prozent aller Schwangerschaften in den ersten zwölf Wochen in einem Abort enden“, sagt Christian Albring, Vorsitzender des Berufsverbands der Frauenärzte.
Abort, das ist die medizinische Bezeichnung für einen Abgang des Embryos oder Fötus im ersten Schwangerschaftsdrittel. Erst nach der zwölften Woche spricht man von einer Fehlgeburt.“
https://www.welt.de/gesundheit/article152167357/Fehlgeburten-Jede-dritte-Schwangerschaft-endet-mit-dem-Abort.html
Im Gedenken an die etwa 12% der Schwangerschaften, die in Deutschland bis zur 14. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden, wollen Sie also Kreuze aufstellen lassen – wohl „um das Unrecht zu veranschaulichen“. Aber die drei mal so vielen Embryos, die „Gott“ in seiner unendlichen Weisheit in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten wieder „zu sich in den Himmel genommen hat“, sollen leer ausgehen?
Einwand: Mein Gynäkologe sagte damals „innerhalb der ersten sechs Wochen“ und daß viele Frauen solche frühen Fehlgeburten nur als stärkere Regelblutungen wahrnähmen, die jeweilige Schwangerschaft also oft gar nicht als solche bemerkt würde.
Im Text geht vieles drunter und drüber, wird manches zusammnengerührt, was nicht zusammengehört.
Das Werbeverbot für Abtreibungen war in Paragraph 219a geregelt. Mit Hilfe dieses Paragraphen ist oftmals gegen die simpelste Aufklärung über das praktische Vorgehen bei einer ungewollten Schwangerschaft vorgegangen worden, dieses unter Strafe gestellt worden. Dieser Paragraph ist 2022 abgeschafft worden. Entgegen der Darstellung von Anne Burger hat der 218 nichts damit zu tun, dessen Wegfall würde an der entsprechenden Rechtslage über Werbung nichts ändern.
Entgegen der Darstellung von Anne Burger gibt es durch die Zwangsberatung keinerlei Hilfestellung für die Schwangere. Laut Gesetzeslage (Paragraph 219) dient die Zwangsberatung einzig und alleine dazu, die Schwangere von einer Abtreibung abzubringen. Hier wird die Zwangssituation der ungewollt Schwangeren bewusst ausgenutzt, um diese unter, zumindest moralischen, Druck zu setzen, was gerade bei sehr jungen oder minderjährigen Schwangeren unverantwortlich ist.
Entgegen der Darstellung der Anne Burger gibt es kein flächendeckendes Netz an Beratungsstellen. Die staatlich selektierten und willkürlich (nicht-)zugelassenen Träger bieten in manchen Gebieten d.h. Landkreisen gar keine Beratung an, da insbesondere die kirchlichen Träger aus ideologischen Gründen kein Interesse an Abtreibungen haben umd sie so den 218 praktisch sabotieren können. Das funktioniert insbesondere da, wo keine alternativen Träger staatlicherweise zugelassen werden, Schwangere aber auf die Bestätigung dringend angewiesen sind.
Was wäre das also für ein Verlust, wenn diese Zwangsberatung; deren gesetzliche Vorgaben eine Hilfe für die Schwangere ausschliesst, wegfallen würde? Für wen wäre das ein Verlust?
Stattdessen wird von der Autorin eine riesige Melange irrelevanter Strohpuppen aufgebaut, um dann auf diese einzudreschen. und so von der Realität abzulenken.
Ein Artikel voller Desinformation und Verzerrungen, wie man es von Anne Burger nicht anders kennt!
Wenn dem wirklich so ist wie du hier beschreibst, dann ist der Artikel von der Burger eigentlich schon ein Skandal.
schaust Du zum Beispiel hier:
https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__219.html
Wenn es stimmt, dass jede siebente Schwangerschaft abgebrochen wird, was ich nicht überprüfen kann, ist die Beratung, um den Abbruch zu verhindern, jedenfalls nicht sehr erfolgreich und der von dir vermutete Druck kaum als unwiderstehlich zu bezeichnen.
Ich habe keine Ahnung, wie die Beratung in katholisch geprägten Landesteilen verläuft. Ein Bekannte, die eine (erwachsene) Tochter hier in Berlin begleitete, berichtete, dass das sehr wohl kooperativ und verständnisvoll ablief. Schwer zu sagen, ob das verallgemeinert werden kann und ob die Schwangeren generell eine Vertrauensperson mitbringen dürfen und wollen, weiß ich auch nicht. Aber, um es zu wiederholen – bei rund 100.000 Abbrüchen im Jahr kann man wirklich nicht vom Aufbau einer Drohkulisse sprechen.
Ungeachtet dessen, kann man auf diese Beratung letztendlich aber tatsächlich verzichten, weil sie am eigentlichen Problem nichts zu verändern vermag und dass ist die Tatsache, welchen Stellenwert Kinder in der Gesellschaft haben. Bis hin zum Fakt, dass sie geradezu ein Armutsrisiko sein können. Dagegen helfen keine Appelle, kein Kindergeld, kein Rechtsanspruch auf Kitabetreuung, keine kostenlosen Fahrten in den Öffis für Schulkinder, rein garnichts.
Man sollte nicht unnötig übertreiben. Klau-Die sprach nirgends von einer „Drohkulisse“, sondern hat lediglich darauf verwiesen, dass der gesetzliche Zweck der „Beratung“ einzig darin besteht, die schwangere Frau vom Abbruch abzubringen. Wodurch? Na durch moralischen Druck.
„Die Beratung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens. Sie hat sich von dem Bemühen leiten zu lassen, die Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen ..“ (§219, Abs 1)
Mit der Zahl von 100.000 Abbrüchen pro Jahr kann ich übrigens recht wenig anfangen. Ist das viel oder wenig? Ein europäischer Vergleich ist da vielleicht hilfreicher. Deutschland liegt im unteren Drittel:
https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/demo_fabortind/default/table?lang=en
Unübertroffen ist diesbezüglich natürlich Polen. Kaum zu glauben, dass Polen noch im 19. Jh. von Marx und Engels permanent als Bollwerk des europäischen Fortschritts beschrieben wurde.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese „0“ in Polen realistisch ist. Da es im Moment keine, aber auch wirklich keine einzige Möglichkeit eines legalen Abbruches gibt, nicht mal -so habe ich es gelesen- nach einer Vergewaltigung, wird es auch keine exakten Zahlen geben.
Dass die Polen so was fast ohne Widerstand mit sich machen lassen, ist erstaunlich. Aber es gibt in Polen auch eine in Jahrhunderten gewachsene Tradition, nach einer Hintertür zu suchen, wenn man die Mauer nicht einreißen kann. Und man ist umgeben von Ländern, die sehr viel weniger Restriktionen haben. Die gesetzliche Pflicht zur Denunziation, die es tatsächlich geben soll – Ärzte müssen Schwangerschaften, die sie festgestellt haben und die nicht ausgetragen wurden, zur Anzeige bringen- wird man auch zu vermeiden wissen.
Ungeachtet dessen ist das ein unfassbarer Zustand und dass die Polen, jedenfalls mehrheitlich, die als erste versuchten, sich realsozialistischer Herrschaft zu entziehen, sich bereitwillig solchen Zuständen unterwerfen, ist merkwürdig.
Nun, vermutlich war Sozialismus in den Augen vieler Polen ebenso wenig „gottgewollt“, wie die Abtreibungen. Karol Wojtila, der zufällig kurz vor dem Auftauchen von Solidarnisc zum Papst gewählt wurde, hatte später sogar gegen Kondome angepredigt. In Afrika, während der AIDS-Epidemie.
Witzig ist m.E. die Historie des polnischen Umgang mit Abtreibungen bzw. deren Auswirkungen. Zu Zeiten der Volksrepublik waren Abtreibungen legal, aber man brauchte irgendeine „Erlaubnis“ (vermutlich ähnlich der gegenwärtigen Praxis in Deutschland).
Und: Gleichzeitg wuchs dennoch die polnische Bevölkerung rapide, von 24 Mio. 1950 auf knapp 38 Mio 1988.
Nach dem Sieg über die Volksrepublik wurden die Abtreibungen relativ schnell verboten und seitdem stagniert die Bevölkerungszahl bei etwas über 38 Mio.
Nope, sie sinkt.
2011 erreichte sie mit 38,5 Millionen ihren Höchststand, seither geht sie zurück. Westipedia stellt Ihnen die Zahlen hier zur Verfügung:
Mit 36,5 Millionen bewegte man sich übrigens auf dem Niveau der frühen 80er. Deswegen ist es dienlich, dass insbesondere ab 2022 rund eine Million Ukrainer nach Polen gekommen sind, da ja gerade Typen wie Kaczyński immer ein Auge auf die Gesamtbevölkerungszahl zwischen Oder und Weichsel werfen (Stichwort: „Quadratwurzel“).
Das Vorkriegspolen hatte 1938 rund 35 Millionen Einwohner. Diese Zahl erreichte man erst wieder in den späten 70ern. „Rapide“ erscheint mir offen gesagt vornehmlich der – formulieren „wir“ es mal deutsch-freundlich – „Bevölkerungsrückgang“ zwischen 1939 bis 1945.
Ja.
Bei den Diskussionen über Abtreibung meine auch ich häufig einen bevölkerungspolitischen Subtext herauszuhören, genauer gesagt einen nationalistischen bevölkerungspolitischen Subtext.
Die Kasczynskis beispielsweise haben sich sicher nicht ihren christlichen Kopf über „die Tötung ungeborenen Lebens“ in China im Zusammenhang mit der dortigen Ein-Kind-Politik zerbrochen.
Genau deshalb hat mich die angesprochene Geschichte der Bevölkerungsentwicklung in Polen seit 1950 doch etwas amüsiert.
Grüsse
Absolut. Stichwort: „Neue Deutsche – machen wir selbst.“
Es ist im Grunde wie beim Thema „Überbevölkerung“. Die wurde ja schon rauf und runter gebetet als der Planet noch nicht mal zwei Milliarden menschliche Bewohner hatte. Und Europa – und der Westen – noch prozentual weitaus größere Teile davon darstellten. Überbevölkert war er eben immer mit den Anderen, denen da im Osten oder in Afrika…
Ansonsten ist natürlich auch die Massenmigration deshalb wichtig, weil sie die Einwohnerzahl Deutschlands – und anderer westlicher Länder – erhöhen beziehungsweise erhalten hilft. (Ein gefürchtetes Land wie die Türkei sieht sich dabei mit einer rasch zurückgehenden Fertilitätsrate konfrontiert (2024 auf ein Rekordtief von 1,48 Kindern pro Frau gesunken – im Iran übrigens noch niedriger) – und ist obendrein (zumindest gegenwärtig) kein klassisches Einwanderungsland.) Das Problem ist nur, dass man so viel – sagen „wir“ – „Beifang“ hat. Also Einwanderer, die man nicht will. Oder aus Gegenden, die man aus rassistischen wie sonstigen Gründen, nicht mag. So greift man gerne indische Fachkräfte ab – aber keine indischen Asylsucher:
Quelle: German Foreign Policy, 28.08.2025, Rest leider hinter der Bezahlschranke
Von den Ukrainern will ich gar nicht anfangen, die wurden bekanntlich sogleich zu „Neubürgern“ ernannt und entsprechend mit „Bürgergeld“ versehen – im Gegensatz zu den Menschen, die vor westlichen Bomben und Sanktionen aus anderen Weltenecken flohen. Das habe ich 2015 immer wieder zynisch angebracht: Wenn statt pösen „Schwarzköppen“ aus dem Orient patente Frauen aus Kiew flöhen, würde es keine Asyldebatte geben. Denn die sind weiß, christlich und rechts. Und so ist es ja auch irgendwie gekommen – geht es um „Ausländer“, sind damit immer nur die „Neger“, „Kaffer“, „Fidschis“ etc. gemeint, nicht diejenigen, die „Menschen wie wir“ sind und deren Präsident mal eben mit Anschlägen drohen kann, wenn er nicht das bekommt, was sein Regime benötigt. 🤷♂️
Gruß
Ich *habe* mich tatsächlich beim ersten Kind bei einer katholischen Beratungsstelle auf dem Land beraten lassen obwohl ich mich längst für das Kind entschieden hatte. Gestehe: „Ich war jung und brauchte das Geld“ (das es tatsächlich gab).
Wurde dort sehr freundlich behandelt obwohl ich mich zögerlich gab (im Nachhinein schäme ich mich für die Lügen zwecks Erhalt von, weiß nicht mehr, 1000 oder 2000 DM, diverse Ausstattungsdinge hätte es auf Wunsch auch noch gegeben sowie organisatorische Unterstützung u. a.).
Jedenfalls kein Grund zu irgendwelchen Beschwerden damals. Ob die kK sowas heute überhaupt nooch annbietet weiß ich gar nicht: Hatten die dieses Programm nicht irgendwann mal eingestellt?
fordern wir doch mal ein einklagbares kommunales wohnungsstellungsgebot Für Mütter mit Kindern bis 18 Jahren.
Mietfrei im unteren Marktsegment( Extrswünsche selber bezahlen.)
Kommt ein Kerl ins Haus, zahlt er die Hälfte( nicht an den Vermieter, sondern an die Kommune).
Kosten für Kinderkleidung, Bildungsbedarf und kulturelle Teilhabe kann die berufstätige Mutter oder der berufstätige Partner steuermindernd ansetzen.
Arbeiten beide nicht, werden bezahlte Ausbildung angeboten, beibestandenen Prüfungen werden die Bildungspauschalen ausgezahlt.
Vermittlung kommunalen Wohnraums nur bei Nachweis von im Alltag und Schule benötigten Sprachkenntnissen. Bis dahin Übergangswohnraum. Max 1 Jahr bis bestandener Sprachprüfung und Schultauglichkeit der Kinder.
Ich muss Frau Burger bestätigen, das dssBeratungsgespräch Chancen bietet. Aber nur, wenn Hilfsangebote existieren und ausführlich erklärt werden..
Wir brauchen min. 2,1 Kind pro Frau damit unsere Gesellschften nicht kollabiert, oder eine Plandemie mit “ hocheffizienten“ Pflichtimpfungen damit das auf einen Schlag auf 10 % reduziert wird.
Ich würde lieber dafür arbeiten und kämpfen das 8 Milliarden satt und glücklich h leben können
8 Milliarden Menschen können unmöglich auf einem höheren westlichen Niveau im Einklang mit der Natur und den noch verbleibenden Ressourcen auf der Erde Leben.
Wir müssen umgehend den Kapitalismus und die Religionen abschaffen und eine stringente Geburtenregelung einführen.
Ich schrieb satt und glücklich, nicht im allgemeinen en Konsumexzess ertränkt!
Du kommst auch aus dem Narrativ der Matrix nicht mehr rsus
Ich konsumiere nur das Nötigste und lebe seit 1974 so nachhaltig wie es geht. das meine ich nicht.
Außer meinen beiden Oldies natürlich , aber die fressen kaum Brot und kosten einen Bruchteil der neueren Wagen.
Und alle die in Großstädten leben sind per se unglücklich, weil große Städte eben Stress machen.
Wir haben nicht die geringsten Probleme 8 Milliarden zu ernähren!
Wir haben aber ein Problem mit 7,999 Milliarden Menschen, die in einer wahnhaften Weise ihre Vorstellung von Wohlstand über Aneignung, Vergeuden und sinnlosen Energie verbrauch definieren. Eine einzige globale Wahrnehmungsstörung.
Ernähren können wir bestimmt auch 20 Milliarden Menschen, darum geht es nicht.
Ich sage nur die Wahrheit seit 1974 und habe mich seit den 12.4.2020 nur noch der Wahrheit verpflichtet
Ganz ehrlich: Ich habe nur die ersten 2,3 Absätze gelesen.
Auch ganz ehrlich: Wäre ich doch abgetrieben wär‘ mir dies (Land) erspart geblieben.
Keine Grüße aus dem Diesseits.
tldr: Moral, Moral, „wir“ brauchen mehr Moral!
Und der Rest des argumentativ mehr als dürftigen Artikels strotz auch nur so vor Frauenverachtung, dass man sich fragen muss, ob hinter dem weiblichen Verfasserpseudonym nicht irgendein alternder Moraliban steckt. Die umfänglichen Aus- und Anwürfe gegen Huren, Dirnen, Prostituierte sowie Männerrechtler, Junge und Anti-Etatisten lassen die Waagschale freilich rasch wieder in Richtung „schwäbische Pietcong-Aktivistin“ kippen.
Und weil ich das nicht en bref abhandeln wollte, so wenig vergnügungssteuerpflichtig der Burgersche 🧙♂️☕ auch sein mag, habe ich einfach eine Pentalogie verfasst, der abschließend noch ein paar kynische Groschen zum Abtreibungsdiskurs beigefügt wurden. 🪙🪙🪙
Ansonsten gilt: Der Körper gehört der Schwangeren, nicht dem Staat, nicht der Gesellschaft, nicht dem Markt, nicht dem Tempel – und auch nicht irgendeiner Moral. Auch moralischer Zwang zur Austragung ist menschenverachtend!
Und natürlich: Zeugungsstreik jetzt!
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Teil I:
Erstens: Meine Gesellschaft ist das hier nicht. Ich fühle mich bei den Bürgerknechten und -mägden an vieles erinnert aber ganz und gar nicht in guter Gesellschaft.
Zweitens: Die Abtreibungsdebatte ist eine lupenreise Diskussion darum, wie viel Zugriff Staat, Markt, Tempel und sonstige autoritäre Instanzen auf Ihren Körper bekommen dürfen – und ab wann. Das Geseife über „Verantwortung und Mutterschaft“ ist moralinsaurer Druidentee (🧙♂️☕), „grundlegende Fragen von Freiheit“ werden nicht behandelt und die tatsächliche Stellung der Frau geht „uns“ sowieso am Arsch vorbei. Wichtig ist nur, dass die Doppel-X-geprägte Menschenmaterial-Lieferantin in irgendeinen Diskurs eingebettet ist.
Aha – gleich mal der Versuch, das Streben nach Freiheit durch einen kruden NS-Bezug zu delegitimieren. Ab da könnte man sich das weitere Lesen des Artikels sparen, zumal die Autorin – wie ihre Argumente – ja im Forum hinlänglich bekannt sind – aber heute wird zurück
geschossengeschrieben, darum mal weiter im Text.Nämlich mit einer Rückfrage: Wer oder was ist „die“ Frauenbewegung? Da ist schon mal festzuhalten: Man sollte woke Schadfeministinnen nicht mit den Kollontais, Luxemburgs und Goldmans von damals verwechseln. Und Abtreibung wurde im Laufe der Zeit auch von linker Seite sehr unterschiedlich betrachtet.
Aha – immerhin wird dieses Mal verstanden, dass es unterschiedliche Freiheitsbegriffe gibt und der Freiheitsbegriff der so normopathischen wie belliphilen kapitalistischen Gegenwartsgesellschaft ein ganz kruder Fall ist, der sich nur auf ökonomische oder bestimmte neoliberal-hedonistische Prämissen beschränkt.
Mit einem linken, aufklärerischen oder irgendeinem anderen Freiheitsbegriff hat das nichts am Hut, aber schön, dass man die Freiheit dergestalt reduzieren, unter „bürgerliches Ideal“ subsummieren und dann gleich wegpacken kann. Braucht sich keiner mehr um eine befreite Gesellschaft kümmern, können „wir“ also ruhig weiter beherrscht werden und „unser“ Glück in der Heerde finden.
Quelle: KSA 5: 61
Vorneweg: Was moralisch „okay“ ist, juckt mich nicht die Bohne.
Moral wird von den Herrschenden gemacht, von den Wohlmeinenden und von denen die ihnen hinterherschlurfen. Von Leuten, die ihre Befindlichkeiten in Gesetzestafeln oder Kanzelsprech gießen und auf irgendwelche Zettelchen („Urkunden“) und irgendwelches Büchsenblech („Orden“) verweisend sagen dürfen: „So und so soll es sein, weil es dann (für mich) gut ist.“ Moral, Recht und Gesetz sind biegsam wie Kaugummi und können jederzeit umgeschneidert werden – was heute „amoralisch“ ist, gilt morgen schon als schicklich. Die ganze Moral ist nichts als ein dauerhaftes Dressurprogramm für die „Heerde“ (Nietzsche). Ist ein Deodorant für ein Leben, das man selbst nicht aushält, weil es stinkt, das man aber doch nicht verändern will, weil Veränderung ja anstrengend ist. Dazu müsste man ja aufstehen! Ja, das müsste man! Alle, die jetzt aufgestanden sind, die sollen sich verdammt noch mal widersetzen! Aber Moral ist doch beileibe kein Ausdruck von Wahrheit, Freiheit oder sonst was. Wer fragt, ob irgendetwas „moralisch“ ist, der will doch einfach nur elegant feige sein und weiter im Sessel lungern.
Davon abgesehen werden in dieser Gesellschaft allenfalls Jungen gezielt abgetrieben. Was die Autorin wissen müsste, denn es gibt dafür den schönen Denglisch-Begriff „gender disappointment“:
Quelle: hier
Das Jammern, das Sie da im Hintergrund hören, kommt übrigens von den Schadfeministinnen, denen gerade ein so schön gehegtes Vorurteil flöten gegangen ist.
Tja – doch würde man solche Phänomene und Vorurteile mal gezielt beleuchten, könnte man im Weiteren kaum mehr die „Pöser-Mann-Schiene“ fahren, einen bestimmten Frauentypus überhöhen oder auf die ach so fiesen Männerrechtler eindreschen. 🤷♂️
Gute Idee! Fragen Sie doch mal in unserem geliebten Banderastan an (OT: 55 Prozent der befragten ach so friedvollen Deutschen wollen mehr oder gleich viel Waffen dorthin pumpen, Herr Rötzer!) – in Banderastan gibt es viele Spezialist*innen wie *außen für Fragen des Organhandels und der Leihmutterschaft, die werden sicher auch in diesem Feld Expertise mitbringen…
Übrigens – auch Vorhäute sind begehrte Forschungsobjekte. Konkret: das ist ein begehrtes Hautgewebe, aus dem sich jede Menge Zellen gewinnen lassen. Unter anderem kann man schön Stammzellen isolieren oder durch Reprogrammierung erzeugen wie mir Verwandte aus dem BTA-Milieu zu berichten wussten. Und wie kommt man nochmals an Vorhäute? Ah ja, Männer verlieren die ja, wenn sie sich regelmäßig schrubben und häuten. Die werden dann eingesammelt und bei Laboren abgeliefert – hatte ich glatt vergessen.
Männliche Genitalverstümmelung (vulgo „Beschneidung“ genannt) interessiert die Burgers und Bürgers dieses Land schlichtweg nicht. Sonst hätten sie 2012 ja einfach Beschneidung verbieten können – aber das wäre ja antisemitisch / rassistisch / männerschützend. Und da sei Gott vor! Respektive Allah und Jahwe!
Im Kapitalismus gibt es eben nichts, aus dem sich kein Profit gewinnen ließe. Wenn schon Vorhäute, Pisse und Kot sprichwörtlich Gold wert sind – warum sollte es bei Föten anders sein? Wegen der Moral? Der Kapitalismus schert sich bloß nicht um Moral, werte Moralinfreunde.
„Hartgesottene Radikalfeministinnen“ sind noch zu beschäftigt am Rad zu drehen, weil sie schon wieder von der Autorin in einen Topf mit irgendwelchen Woken gesteckt wurden. 🤷♂️
Nein, Burkhardt, Zygote, Embryo und Fötus und Co. sind nicht dasselbe, auch wenn Sie in Ihrem Machwerk diese Begrifflichkeiten nonchalant synonym verwenden. Guckst Du hier.
Ansonsten bleibt es einfach bei George Carlins berühmten Ausspruch:
Ach – und die moralisch-kitschige Dramatisierung und Emotionalisierung („kleine Wesen“ etc.) könnte man auch mal abstellen. Danke!
Scheint aber viel bleibenden Einfluss hinterlassen zu haben, der Laden, so inquisitorisch und Häretiker-verhetzend viele Passagen hier klingen…
OT: Wie viel hat es denn gekostet, wenn man fragen darf? In meinem Ort werden für den Austritt schlappe 70 Euro „Gebühren“ verlangt, just saying. Grenzt für mich schon fast an ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit…
Direkt zwingen nicht, aber so ein moralisches Ehrentribunal (siehe unten) soll schon vorgeschaltet werden, ne? Was ist das anderes als Zwang?
Vielleicht mal weniger Denglisch-Termine kultivieren (das heißt: „Lebensschützerin“) als mal einen Grundkurs zum Thema Freiheit vs. Zwang absolvieren – nur so als Geschenkidee für unter den chemisch behandelten Reißigzützler…
Mhm. Es war definitiv nicht die richtige Entscheidung, diesen Artikel überhaupt zu lesen…
Ende von Teil I.
Appropo männliche Beschneidung:
In der Vorhaut sitzen sehr viele Nerven, so dass deren Wegfall die Empfindungsfähigkeit des Mannes massiv einschränkt. Das Ergebnis ist so das gleiche wie bei der weiblichen Beschneidung.
Ja: 20 000 Nervenzellen werden durch „Be“schneidung entfernt. Dieser Mißbrauch kindlicher Genitalien ist nicht mit der schlimmsten weiblichen Form der „Be“schneidung“ der sog. „pharaonischen“, vergleichnar, aber mit den nicht ganz so extremen Formen, von denen es einige gibt.
Auf jeden Fall nimmt es den Betroffenen ihre Rechte auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung. Am 12.12.2012 als der Bundestag das Gesetz zur Ermächtigung dieses Menschenrechtsverbrechens beschlossen hat, war mir endgültig klar, daß das hier kein Rechtsstaat sein kann. Es wurde zudem so juristisch perfide abgefaßt, daß es keinerlei spätere Möglichkeit von dann volljährigen Opfern gibt, dagegen zu klagen: Weder gegen den Staat, noch gegen die Erziehungsberechtigten oder die ausführenden Ärzte.
2011/2012 wurde ich, wie viele Mistreiter, im Zuge des Widerstands gegen diese Entrechtung von potenziell der Hälfte der Minderjährigen dieses Landes übrigens das erstemal als „Nazi“ bezeichnet. Damals hat mich das noch extrem geschockt, irgendwann lernt man aber, daß es sich dabei eben um die modische Bezeichnung für *Dissident* handelt und zuckt nur noch die Achseln.
Wer übrigens besonders engagiert war, männliche Zirkumzision, gerne auch bei afrikanischen Jugendlichen und jungen Männern (da gab es Prämien für die „Überzeuger“ der teilweise gewaltsam entführten Opfer) möglichst noch weiter zu verbreiten, war Herr Gates. In diversen Impfprogrammen hatte er auch seine Finger drin so wie teilweise auch die katholische Kirche: Rein zufällig waren die geimpften jungen, afrikanischen Frauen dann hinterher meist unfruchtbar.
Die afrikanischen Regierungschefs, die nicht zulassen wollten, daß ihre Bevölkerungen dann später gegen „Corona“ ge“impft werden sollten (fünf von ihnen starben m. E. n. kurz darauf zufällig plötzliche Tode), hatten also sehr gute Gründe für ihr Mißtrauen gegenüber „Philantropen“.
Es gibt übrigens auch sowas wie „Zirkumzisionsfetischisten“ und noch zur Ergänzung: Vorhäute Minderjähriger werden auch für Hautransplantationen bei Brandwunden und für „Beauty“-Hautcremes verwendet. Eine Dame, die für Letztere viel Werbung gemacht hat, war eine US-Talkshow-Tante (irgendwas mit Ophrah oder so?). – Insgesamt sicher sehr luktrative Geschäfte. Wie auch die mit Föten.
Übrigens *kann* man tatsächlich das gewünschte Geschlecht des späteren Kindes durch den Zeitpunkt der Zeugung beeinflussen wenn man das denn möchte. Meine waren (zumindest zum jeweiligen Zeitpunkt) nicht geplant aber sobald ich die jeweilige Schwangerschaft bemerkte konnte ich den Zeugungszeitpunkt rekonstruieren und wußte dann schon vor dem ersten Ultraschall, was es wird. Stimmte dann auch immer (in unserem Fall bei zwei Jungs und zwei Mädchen).
Ja, schade, daß die kath. Kirche so erfolgreich das nur mündlich überlieferte Wissen von Heilerinnen („Hexen“) mitsamt seinen Trägerinnen eliminieren konnte: Wäre das anders, wüßte heute jede Frau in der *Früh* (!) phase einer nicht zu bewältigenden Schwangerschaft, daß ein Bündel eines verbreiteten Küchenkrauts zu essen, diese erfolgreich umnd schonend beenden kann.
Ja, manche Schwangerschaften sind aufgrund der Umstände wirklich nicht zu bewältigen und für solche Fälle muß es sichere Möglichkeiten bis zur 12. Woche geben. Wer aber mal ein Kind ausgetragen hat oder sich mit der neurologischen Entwicklung von Föten beschäftigt, erträgt es kaum, sie als „Wegwerfprodukte“ betrachtet und bezeichnet zu sehen….
Es gibt z. B. von unseren US-Aufnahmen aus der 10., bzw. 12. Woche, wo man sie jeweils schon ganz genau physiognomisch und am jeweiligen Gesichtsausdruck erkennen kann. – Das sind keine lästigen, gefühllosen „Haare“ oder „Fingernägel“, zum Donner!!!
Drecks-Materialismus…
Vergleichbar ist es durchaus. Ob dagegen eine konkrete Beschneidung mit einer anderen Beschneidung gleichsetzbar ist, ist immer Frage der genauen Umstände, Umfänglichkeit, eingesetzten Gerätschaften, des Alters der / des Betroffenen etc.
Das ist doch schlicht gelebte bundesdeutsche biopolitische Kontinuität! Es ist einfach ein langer, gewundener Gruselpfad aus den Adenauer-Zeiten über die Schwulenhatz der 80er (inklusive Geschichten wie der Zwangstestung neuer Beamter) und jenen 12.12.2012 bis zum Pandemieregime. Körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung sind in diesem Regime einfach immer nur so partiell wie temporär gewährte Goodies. Eben „Privilegien“, die sich der Bürger durch braves Bürgen zu verdienen suchen kann – aber die ihm von seinem Herrn nicht unbedingt auch immer geschenkt werden, egal wie viel er im Hamsterrad auch katzbuckelt. 🤷♂️
Beschneidung ist doch irgendwo auch nur ein Oralsex-Kult:
Quelle: hier
Ach, das ist allgemein so eine Spezialität der Amis, deswegen auch die Verbreitung in Weltenecken wie Südkorea, wo die Beschneidung von Jungen vor 1945 nahezu keine Tradition in der Allgemeinbevölkerung gehabt hat. Sie kam auf – und betraf zwischenzeitlich 80 Prozent der Neugeborenen, wenn ich mich nicht irre – in Gefolge der Übernahme anderer US amerikanischer Praktiken und wurde medizinisch mit Hygiene Argumenten begründet. Ja…
Ich dachte immer die sog. Shettles Methode (Junge wenn Sex nahe / am Tag des Eisprungs; Mädchen wenn Sex mehrere Tage vorher) sei widerlegt?
Was war / ist denn Ihr Geheimnis / Trick, wenn man fragen darf?
Wollte ich früher auch mal. Wurde ich angekrischen, was für ein sexistisches Schwein ich nur sei. „Was bist du nur für ein Masku! Denkst du denn gar nicht an die arme Frau? Die Schmerzen bei der Geburt?! Dies und jenes, Tim und Struppi, Lenßen und Partner!?“
Damals war ich 18 / 19 und hatte noch nichts über Birthgasms gelesen oder darüber, dass Geburtsschmerz nicht universell gleich (schlimm) empfunden wird. Oder dass manche Frauen auch gerne alleine gebären statt in einem Krankenhaus:
Quelle: hier
Tja, heute möchte ich wie dargelegt keine Kinder mehr – und könnte mir auch offen gestanden mit Frauen meiner Generation keines vorstellen (zumindest so lange ich in Deutschland lebe).
Da hätte ich dann auch gerne mehr Informationen dazu, von diesem speziellen Kraut habe ich noch nie etwas gehört. 🧐
Oder meinten Sie Petersilie? Von der sagte man ja: „Petersilie bringt den Mann aufs Pferd und die Frau unter die Erd“ – weil sie, als Abtreibungsmittel angewandt, ja durchaus mit heftigen Risiken wie Vergiftungen, Leberschäden et cetera einhergehen kann. Und nicht selten zum Ableben führt…
Ja genau. Und das ist der Grund warum ich es nicht verantworten kann, Kinder in diese Gesellschaft zu entlassen. Hier werden doch Kinder bereits im Kreißsaal mit einer Steueridentifikationsnummer versehen, dann mit Propaganda beschallt, abgerichtet, zugerichtet – und verheizt. An welcher Front auch immer. An der Kriegsfront, Pflegefront, im Hamsterrad… und wenn sie anders ticken, sind sie sowieso raus und werden als „Querdenker“, „Putinversteher“, „linke Spinner“, „Nazis“, „Verschwörungserzähler“, „Umweltsäue“, „Ökospinner“, „Antisemiten“, „Rassisten“ oder was auch immer beschmiert und scheel angesehen.
👍👏 🤝
“ Was war / ist denn Ihr Geheimnis / Trick, wenn man fragen darf? “
– Kein Trick: Unsere Kinder waren ja (zumindest zum jeweiligen Zeitpunkt) nicht geplant. Bei der Erkenntnis schwanger zu sein konnte ich rückwirkend nur jeweils das Zeugungsdatum rekonstruieren.
Und ja: Die männlichen Spermien sind schneller aber nicht so ausdauernd, die weiblichen langsamer aber ausdauernder (fast wie im richtigen Leben ;-)). Bei uns traf die Prognose aufgrund des Zeugungstermins immer zu.
Daß nicht für alle Frauen Geburten gleich schmerzhaft sind, trifft auch zu. Ich z. B. gehöre zu den Glücklichen, die Nierenstein (einmal gehabt) oder Bandscheibenvorfall (öfter) schmerzhafter finden/fanden und auch sonst damit keine Probleme hatten.
Und ja: Wenn keine Risiken bestehen (die meisten kann man vorher abklären/ausschließen) und die eigene *Intuition* sagt, daß alles gut geht bekommt man Kinder besser *nicht* in Krankenhäusern. Von unseren ist nur eins da geboren und wollte dann diese Welt am liebsten gleich wieder verlassen (die Hebamme konnte es bei uns zuhause dann später zum Glück vom Geghenteil überzeugen). Die anderen drei sind zuhause geboren, alle in Gegenwart des Vaters, was uns beiden wichtig war, sowie jeweils einer sehr guten Hebamme.
*Das* ist sowieso ein Skandal: Hausgeburten oder solche in Hebammenpraxen sind heute kaum noch möglich: Erst hat man den freien Hebammen durch extrem erhöhte Versicherungsbeiträge den existenzielen Boden unter den Füßen weggezogen und dann die Hebammenausbildung m. W. auch noch „akademisiert“, d. h. unter die schon lange erwünschte schulmedizinische Kontrolle gebracht.
Dazu gibt es auch in Kliniken immer weniger Hebammen weil es immer weniger und größere Kliniken gibt, die Arbeitsbedingungen für Hebammen dort überwiegend schlecht sind und die Arbeitswege dorthin sehr lang.
Auch das ist alles politisch (globalistisch) erwünscht, denn genau: Es geht um die perfekte Kontrolle der Menschen, von Anfang an!
Wäre ich heute eine Schwangere, würde ich meine Kinder auch lieber alleine (bzw. nur mit meinem Mann) bekommen als dafür zu einem Krankenhaus aufzubrechen. – Ein nicht zu kleiner Teil der Schwangeren wird den Weg edahin h nicht schaffen, denn manche Kinder sind ziemlich schnell. Ich warte nur noch auf die „gesundheitspolitische“ Idee, sie ab einer bestimmten SSW-Woche „sicherheitshalber“ gleich in so einer „Einrichtung“ zu kasernieren…
Petersilie ist hilfreich beim Abstillen (manche Kinder würden gerne noch im KiGa gestillt werden und irgendwann reicht es auch mal). Wenn man da aber grade wieder schwanger ist und es noch nicht weiß ist das traurig.
Tja, ich habe eine Bekannte, die Stein und Bein schwört der Zeugungstermin ihrer Tochter sei mit ihrem damaligen Eisprung zusammengefallen. Da hat Shettles wohl versagt.
Tja, erzählen Sie das mal Leuten meines Alters. Man merkt auf jeden Fall aus Ihnen spricht die Fachfrau mit vierfacher Erfahrung, die zugleich aus einer anderen Generation entstammt. 😉
In meiner Familie / Bekanntenkreis werden freilich auch Dammrisse etc. bei Geburten als „normal“ angesehen. Sind sie bloß nicht – genauso wenig wie Kaiserschnitte, deren Zahl sich gegenüber meinem Geburtsjahr inzwischen verdoppelt hat. Das – und vieles weitere – sind vor allem schöne Gelegenheiten für „medizinische Dienstleistungen“ (und gerne auch Folgeeingriffe), da sie nun mal hübsch Profit generieren. Die kann man dann gerne noch mit Vaginalstraffungen etc. kombinieren, zumal es genug Menschen gibt, die wohl glauben, die Vagina sei ein ausleiernder Turnbeutel. (Wer das glaubt, verrät freilich vor allem seine Bildungsferne, nicht die Kenntnis von Kegelübungen und menschlichem Beckenboden.)
👍👏 🤝
Absolute Zustimmung!
Der Vater sollte ohnehin dabei sein und kann sich auch in vielerlei Hinsicht nützlich machen und helfen. Männer sollten immer so früh wie womöglich Kontakt zu Ihrem Nachwuchs haben. Und eine Hebamme sollte man auch frühzeitig dabeihaben. Oder einen Hebammer (okay – das Wort gibt’s nicht, Hebamme ist derzeit die einzige Berufsbezeichnung, die offiziell als generisches Femininum gilt). So früh es geht, am besten ab dem Ersten Trimester gleich mal in Kontakt treten. Dann ist man ein eingespieltes Team, wenn es soweit ist.
Zustimmung.
In den Niederlanden waren Hausgeburten lange sehr weit verbreitet (70 Prozent aller Geburten), gingen inzwischen aber auch zurück – mehr „Klinikangebote“, Hebammenmangel und natürlich auch steigende Haftpflichtkosten. 😡
Akademisierung etc. sind natürlich eine Folge genau jener Medikalisierung der Gesellschaft, die Illich bereits vor inzwischen einem halben Jahrhundert konstatierte, beschrieb und beklagte… Seither ist es keinen Deut besser geworden, im Gegenteil.
@ Klau-Die
Danke für die wichtige Ergänzung!
Freilich hört man noch allzu oft in dieser Gesellschaft:
„Ist doch bloß ein Fetzen Haut…“
Es gibt ein kleines Buch für interessierte Mitleser, das mit dieser urban legend – und anderen themenbezogenen Mythen – aufräumt:
Klinger, Melanie (2019): Intime Verletzungen: Weibliche und männliche Genitalbeschneidung (K)ein unzulässiger Vergleich?!, tredition
Teil II:
Wieder die Moral, wieder die Dramatisierung – „schwierige Situation“. Ob eine Frau das so schwierig findet, ist verdammt personen- und fallabhängig. Manche finden da gar nichts schwierig bei – die sind vielleicht einfach nur froh, wenn ihnen geholfen wird. Das einzig schwierige an der Situation sind allenfalls die „Lebensschützer“, die vor der Praxis herumlungern und einem am Wahrnehmen des Termins zu hindern suchen.
Ach und übrigens – es gibt auch Männer, die eine solche Situation „schwierig“ finden könnten:
(Fettungen entsprechen dem Original, Quelle findet sich: hier)
Ach, diese weinerlichen Memmen! Gut, dass die in dem Fall eh nichts mit zu reden haben. Hier, nehmt euch eben en Bier und hört auf zu flennen.
Irgendwelche Perversen aus der Männerversteherecke schlagen dagegen solchen Unsinn vor:
Und halten fest:
Quelle: hier
Dass ich die Gesellschaft scheiße finde, habe ich erwähnt? Nein? Dann wiederhole ich das hiermit. „Die Gesellschaft geht davon aus…“ – ja das sagt ja dann wohl alles. Diese Gesellschaft hat fertig. Die hat sich in ihren billigen Vorurteilen eingerichtet, in ihren „wir“- und „die“-Generalisierungen und hat keine Ahnung wie es im pösen Geschlecht so vor sich geht. Darin sind die Kerle, die von Kindesbeinen an darauf gedrillt wurden, ihr Innerstes abzuleugnen und ihre Gefühle von sich zu stoßen, um nun auf „rational“ zu machen und / oder als Steigbügelhalter für Schadfeministinnen zu wirken, selbstverständlich mitenthalten. Jungen weinen nicht, Männer trauern nicht oder wenn dann rational – wenn das durch die Bank so sein sollte, wäre es allenfalls eine Signatur für die völlige Verrohung, emotionale Abstumpfung und Erkaltung breiter Bevölkerungsteile.
Doch es ist eben nicht durch die Bank so und statt zu schwafeln, bloß Frauen fänden „die Situation“ (nenn das Ding doch beim Namen!) „schwierig“, könnte man sich ja mal deren Perspektiven und Stimmen widmen. Ach so – wollen „wir“ nicht. Tja, dann ignoriert die Kerle eben weiter, werdet sehen was es euch bringt. 🤷♂️
Die sind auch supi-dupi neutral und ganz objektiv, diese Berater*innen wie *außen, gell?
Klartext: Nur weil nicht jeder Schwangeren heuer noch ein abgeschlagener Pferdekopf ins Bett gelegt wird, heißt das nicht, dass solche Beratungen keinen Druck ausüben oder irgendwie easy-peasy seien. Allein, dass sie Pflicht sind, löst bereits Stress aus. Und Pflicht, Frau Burger – Pflicht ist eben Zwang. Da brauchen Sie und Ihre Jünger gar nicht dran rum zu definieren. Wer sich über Zwangsgebühren aufregt, muss auch gegen andere Zwänge aufstehen. Ansonsten wird es unlauter. Es gibt einfach keine guten Zwänge!
Und man findet mit drei Klicks im Netz Berichte wie Abhandlungen und sogar ganz Studien von und über Betroffene, die schildern wie auch und gerade im holden Deutschland Pflichtberatungen immer wieder dazu genutzt werden, Frauen umzudrehen. Ihnen Schuldgefühle zu machen. Oder – wie die Autorin das so schön vorexerziert! – sie moralisch anzupatschen. Sie als dumme Liesln darzustellen und sie – natürlich nur zu ihrem Besten!!1! – zu bevormunden. Und dass das ganze Setting eben mit staatlichem Zwang belehnt ist (ohne Beratungsschein kein straffreier Abbruch), verstärkt die Atmosphäre und setzt dem ganzen Schmu die Krone auf.
Hier wird – von Staatswegen und mit Volkssegen! – die reproduktive Entscheidungsfreiheit der Einzelnen gezielt beschränkt und Frauen explizit als Personen behandelt, die „an die Hand genommen“ gehörten. Und daran ist nichts frei oder zu beschönigen!
Dass ist jetzt auch kein Argument für Zwangsberatungen und sonstigen oktroyierten Schmu und erst recht kein Argument gegen Abtreibungen, sondern allenfalls eines für freiwillige Hilfs- und Beratungsangebote.
Abgesehen davon, dass die Autorin hier zwangsgendern muss („frau müsste zusehen“) – die Partner vieler Frauen müssen bis heute zusehen, wie sie mit der Entscheidung allein klarkommen, aber was die denken interessiert eh keine Sau und sonst gilt eben: Boys don’t cry!!1!
(Und das ist kein Whataboutism, brauchen Sie mir gar nicht mit ankommen. Das ist Allaboutism.)
🤢 😡💣
ICH BRAUCH NEN EIMER!
Wenn ein Kerl diesen Sabbel geschrieben hätte, hätte schon innert fünf Minuten einen anti-sexistischen Flashmob, das regionale Frauenbeauftrag*ix sowie ein fliegendes Standgericht des AK Gender am Hals! Der würde sofort abgeurteilt werden wegen grob-sexistischem Agitierens in Tatmehrheit mit angewandtem Paternalismus!
(Ist das wirklich eine Autorin oder eher das Pseudonym eines Autors? Ich meine J. K. Rowling schreibt irgendwelche Krimis als „Robert Galbraith“ – da kann sich umgekehrt doch auch irgendein Paternosteronkel hier als Fräulein ausgeben.)
BTT: Ja klar, die Annikas und Emilys dieses Landes brauchen irgendeine Gebetsschwester, die ihnen mal ins Gewissen redet und mal „vernünftig“ mit ihnen über „Bienchen und Blümchen“ spricht. Weil sie ja sonst einfach weiter verantwortungslos durch die Gegend vögeln würden, diese Dorfmatratzen, Mensahuren und Bahnhofsschlampen. Versucht die Autorin da wieder ihren 🧙♂️☕ von Weltbild zu verkaufen oder projiziert sie bloß eigene Fehler, Hörensagen und sonstige Anekdoten auf alle anderen? Weil – auch klar – die Weiber sind immer alle selbst schuld, ne? Kann sich die Autorin vielleicht mal für einen Moment die ideologischen Scheuklappen von den Nüstern reißen und intervenierende Variablen wie Verhütungsversagen, Rolle von Partnern, Krankheiten oder Gewalt berücksichtigen statt hier das altkatholische Bild der unmündigen Frau zu reproduzieren? Nein?
Und bevor nun die besserwissenden Dauerrammler um die Ecke kommen – ja, klar, unter Laborbedingungen hat ein typischer Kontrazeptionshemmer wie die „Pille“ (dusseliges Wort übrigens – für mich ist „die Pille“ ein Fußball) einen Pearl-Index von irgendwo bei 1 oder weniger. Problem: Die Leute ficken nun mal nicht im Labor! (Naja gut, ein paar schon – aber rein wissenschaftlich. Gucken Sie hier.) Bei typischer Anwendung im Alltag steigt der Wert in Auswertungen auf irgendwas zwischen 2 und 9, sprich bis zu neun von hundert Frauen, die
diese Hormonbombedieses „sehr sichere Verhütungsmittel“ innerhalb eines Jahres schlucken, werden schwanger. (Zur ausgleichenden Gerechtigkeit: Beim Präservativ liegt der Alltagswert übrigens bei 2 bis 12, da können sich unsere alten Hasen jetzt über die Kerle lustig machen, wenn es ihre Begierde stillt. 🙄)Verhütungsversagen ist nicht gerade selten (TroPi-Kinder) und die Leute, bei denen es auftritt, sind – zum Leidwesen unserer amtsbestellten Trolle und sonstigen Hasardeure – nicht dumm – vielmehr ist die Vorstellung von der perfekten Einnahme „dumm“, weil unrealistisch. Aber ne: Das Weib ist schwach, ihr Fleisch sowieso und ihre Entscheidungsfähigkeit grundsätzlich in Zweifel zu ziehen, weil es so bereits in der Bibel, Sure 525, stand, wo Jahwe das dem Propheten Buddha nach einer Nacht im Puff von Bagdad erklärt hat! Da halte ich’s lieber mit Abu Nuwas:
BTT: Und dann solcher Duktus à la: „Mal mit einer empathischen Zuhörerin reden“
Alda, das klingt, als wüssten irgendwelche außenstehenden Gebetsschwestern und Moralbrüder besser als die Betroffenen selbst, was die brauchen und wie reflektiert und reif die seien. Oder wie deren Lebenssituation im Konkreten sich gestalte. Das ist einfach Paternalismus in Reinkultur. Das Gegenüber nimmt man damit auf jeden Fall nicht ernst, man zeigt bloß, dass es für einen bloß ein tumbes Mündel ist, das Zucht und Führung brauche und (am besten von Vadda Staat oder Mudda Kirche) gelenkt werden müsse, um ein braves Mitglied der Heerde zu werden. Pfui Deiwel!
Ach – und wie war das vorhin nochmals, Frau Burger? Sie sind keine“ Pro-Life-Vertreterin“, ne? Oder wollen zumindest nicht als solche wahrgenommen werden? Ja, dann schreiben und argumentieren Sie eben Allah verdammt noch mal nicht wie eine Pietcong-Gebetsschwester aus Burladingen!
Ende von Teil II.
Teil III:
Was interessiert mich denn die FDP? Was habe ich mit der am Hut? Wird die jetzt aufgefahren, um die Freiheitsfrage endgültig vom Tisch zu kloppen? Das „F“ in „FDP“ steht für „Freiheit“ (Ich dachte für „ficken“, weil sie immer die Arbeiter fickt, die ihr die SPD übriggelassen hat?!)! Die FDP ist für Freiheit! Freiheit ist pöse, denn Freiheit ist FDP!
Die FDP ist die kapitalhörigste und neoliberalste der Blockparteien. Ihr Freiheitsverständnis ist meilenweit von meinem entfernt und meilenweit von jedem ernsthaft freisinnigen. Die interessieren sich nur für freie Fahrt für freie Würger und Schranken hoch für Menschenmaterial und Kapital. Den Menschen tatsächlich befreien – im Leben nicht!
Uh, sittenwidrig, ganz heißer Scheiß! Jetzt kommt also noch Hurenhass hinzu. (Das wiederum spricht für eine Autorin – dieser Neid auf Frauen, die einfach selbstständig leben, ficken und dann sich auch noch für bezahlen lassen; nicht wie seine eine selbst, die sich Haussklave verkauft hat, nun am schwäbischen Herd hantiert und das Wort „Sex“ in einer Art und Weise ausspricht, anhand der sofort klar wird, wie lang ihr letzter her ist.)
Das ist einfach noch mehr Emotionalisierung, noch mehr Moralisierung, noch mehr Zwangssexualisierung des Diskurses. Nix Analyse, nur Kulturkampf und Moralkrampf.
Wer bestimmt denn die Sitten, wer legt die fest? Die Sittenpolizei? Die ist doch selbst der größte Kunde im Puff! Ist Schweden eigentlich mit seinem „nordischen Modell“ besser dran, wo die Prostitution in den Untergrund gedrängt worden ist, sodass man jeden Wallander-Krimi nun mit irgendwelchen zugehörigen Szenen anreichern kann? Ich kann da mal nen Blick auf Doña Carmen hier empfehlen, die nehmen regelmäßig diesen ganzen Schwachsinn von „Prostitutiertenschutzgesetz“ bis von Hurenhassern überlaufenen Talkshows auseinander. Ich mache mir nicht die Mühe, die Argumente hier abzutippen – die haben 30seitige Essays, da werdet ihr schon fündig. (Und nein – man muss nicht jedes Argument und jede Position von denen teilen, bevor sich wieder einer über meine Links beschwert.)
Fakt ist: „Sittenwidrigkeit“ ist ein mehr als unbestimmter Rechtsbegriff. Der wird schlicht von den amtsbestellten Gerichten im Lichte „herrschender Moralvorstellungen“ ausgefüllt und angereichert – er unterliegt somit wechselnden gesellschaftlichen Mehrheiten, wechselnden herrschenden Moden, wechselnden richterlichen Interpretation. Das ist alles nur Interpretation! Das ist alles nur Mode! Lest’s beim Traven nach:
B. Traven, Das Totenschiff, S. 391
Was „zulässig“ ist, hängt nicht von der Sache oder den Beteiligten, sondern einzig von den –
ständig wechselnden – Moralstandards der herrschenden Klasse ab, welche sie mit staatlicher Macht durchsetzt!
Allgemein: Wie könnt ihr es überhaupt wagen, eure verkommene Moral und eure Wertvorstellungen über die ganze Welt auszugießen und zu verlangen, dass jeder so lebt, wie ihr es für richtig haltet? Was seid ihr nur für ein verwahrloster Haufen?! Denn wer von „Sittenwidrigkeit“ schwätzt, der will bloß seine eigene Moral als allgemeingültig verankern und in Gesetzesform gießen. Nichts anderes. Geht mir weg mit euren holden vorgeblichen Zielen. Es geht euch um Macht – und um nichts anderes. Euer Wille soll geschehen, weil ihr findet, dass das so und so behandelt und bedacht werden sollte. Nur ist aus freiheitlicher Sicht eben nicht der springende Punkt was Ihnen gefällt oder was Sie als schmuddelig empfinden!
Und dann noch dieses „verkommen“ – das ist die Dauerangst der kleinen rechten deutschen Bürgerlein. Alles verschmutzt, versifft, verkommen! Riecht verdammt stark nach irgendwas zwischen Waschzwang und Rollkommando. Ein klares Argument liefert er nicht, ist einfach nur empörte Stimmung. Doch selbst wenn es eure vielgeplärrten Missstände dergestalt gäbe – ein Argument gegen Freiheit sind sie nicht. Sondern bloß eines gegen die herrschenden Zustände.
Doch ja klar, früher, als es noch die gute-strenge alte Moral gab, da war in der BRD einfach alles besser. Als die Schnuckele und Schwuchteln noch einen rosa Winkel zu tragen hatten und ihre Perversionen nicht in aller Öffentlichkeit ausleben durften! Als die Nutten als „Asoziale“ von der Gestapo, dem Blockwart oder wem auch immer eingesammelt wurden. Unterm Adolf war eben nix verkommen, da herrschte noch deutsche Zucht und Ordnung! (Insbesondere in den Wehrmachtspuffs und den Lagern der Organisation „Bald deutsche Mutter“ (BDM)!). Tja – nicht nur Sie können die NS-Karte spielen, Frau Burger. Ich schrieb ja schon: Heute wird zurückgeschrieben!
Lasst, Gott verdammt noch mal, die Huren in Frieden! Vor allem mit eurer Moral! Und wenn ihr wirklich was für sie tun wollt, dann geißelt sie nicht mit noch mehr Kriminalisierung und Versicherheitlichung – die ihre Lage typischerweise verschlechtern – sondern offeriert ihnen Gesundheitsangebote, freiwillige Beratungen und attraktive Alternativarbeitsplätze (wenn ihr sie unbedingt „herausholen“ wollt).
Fun fact, Butzele: In diesem System haben Männlein wie Weiblein die ach so große Freiheit, ihre Hände, Beine, Köpfe und sonstigen Körperteile vermieten zu dürfen. Nicht nur ihre Muschis! Und ja nicht nur „dürfen“ – die allermeisten müssen die „vermieten“, die müssen die tagtäglich verkaufen, das nennt sich Lohnsklaverei und ist eine, wenn nicht die, wesentliche Grundsignatur eines jeden kapitalistischen Regimes. Dich und die anderen Sisters aus Stuttgart scheint jedoch nur zu stören, dass nun ein Körperteil hinzugekommen ist, das ihr den lieben langen Tag mit viel Gedöns und viel Moral beackert (oder eher umtanzt – beackert wird bei euch Verklemmten ziemlich wenig).
Mal Butter bei die Punze: Die Putze, die jeden Tag das Scheißhaus ausschrubben darf – wo ist da eure Moral? Ist das nicht sittenwidrig, was die machen muss? Ach so – einer muss eure Scheiße und Kotze ja wegräumen. Tja. Die Halsabschneider im Hühnerschlachthof – die PTBS und sonst was kriegen von ihrer tollen Arbeit? Wo ist da eure Moral? Aber, Altlandrebell, wir brauchen doch unser täglich Fleisch! Tja. Und der Pfleger, der Bettflaschen wechseln und Oma den Arsch wischen darf – den braucht man wie frau sowieso, sonst müsste man Oma ja zuhause füttern. (Kräht auch keiner danach, wenn es im Sterbeheim zu sexuellen Übergriffen kommt oder Putzen sexuell wie sonstig ausgebeutet werden – ist halt so. Freie Berufswahl, fuck yeah!)
Und sind diese schwäbischen Hausfrauen und sonstigen Pietcongs nicht eigentlich die größten Nutten von allen? Sie verkaufen ihre Körper und ihre Aufmerksamkeit tagein tagaus gegen (lebenslanges) Cash. Finanzielle Dauerversorgung durch ihre Privatbank „Mann“. Eine sittenkonforme Zweckbeziehung ohne echte emotionale oder intellektuelle Gleichberechtigung respektive Gegenleistung. Unter dem Deckmantel von „Liebe“, „Familie“ und sonstigem moralischem 🧙♂️☕ leben diese Haushuren ihre bequeme parasitäre Existenz, bei der sie ihm Backen, Bügeln, Bumsen als Belohnung offerieren. Findet sich was Besseres, wird er freilich ratzfatz verlassen. (Und heute, wo Frau ja „Karriere“ machen muss, noch viel eher – oder es kommt gleich gar keine Beziehung zustande, weil er nur ein „Arbeiter“ ist oder zu wenig verdient.) Oder er bekommt ein Kuckuckskind untergeschoben (ist gar nicht so selten), für das er sich dann erst recht dumm und dusselig schuften kann. Tja und bevor Sie mich nun als pösen Sexisten und fiesen Masku schelten, der Halbgares und Gerauntes verbreite – die Argumente habe ich Esther Vilars Werk entnommen, richten Sie Ihre Wut also bitte an Ihre Geschlechtsgenossin.
Ist ja was ganz Neues im Kapitalismus!!1!
Wer redet eigentlich mal vom Pflege- oder Bauarbeiterstrich? Vom Arbeitsstrich allgemein? Sind die Körper da keine „Handelswaren“? Die Körper der Typen, die sich zu acht eine 5m²-Zelle in Mannheim-Rheinau, im Schweinegürtel oder sonst wo teilen dürfen? Oder interessiert das eben nicht, weil „wir“ unser täglich Fleisch nun mal brauchen und jemand eben Opa füttern muss, bis der endlich krepiert und man sich um sein Erbe balgen kann? Oder weil Bauarbeiter und Schlachter eben die unbeachteten Brüder, Onkel und Väter (oder zu hässlichen / sonst wie untauglichen Schwestern, Tanten und Mütter ) jener osteuropäischen Frauen sind, die im Saunaclub anschaffen gehen? Weil es Männer sind und Männerkörper zu handeln nun mal „normal“ ist? Ich sage: Ich finde es nicht normal! Und vor allem sage ich zum x-ten Mal: Geht mir einfach weg mit eurer verdammten Moral!
Doch, ich hier! Einspruch euer Ehren! Der / die / das Autor*in hat meines Erachtens keine Ahnung von Prostitution und verkauft hier nur uralten Moral-Trollinger!
Jaja, der Márquez mochte noch seine Erinnerung an meine traurigen Huren gehabt haben. Schönes Werk, zählt zur Weltliteratur. Okay. Eher aus der Genrerichtung „Gruselfiction“ stammt dagegen der Sabbel unserer Pietcong. Und für die gibt es Huren auch nur in zwei Ausführungen: entweder sind es unmündige Seelchen, die „gerettet“ werden müssen – und wenn sie es nicht wollen, beweist das ja nur, wie krank und gestört sie wohl sind – oder eben als Gerettete, wenn sie diese Tätigkeit aufgaben. Haben sie die Tätigkeit aufgegeben, sind der Prostitution aber positiv verbunden geblieben – tja, dann sind es natürlich Bordelllobbyistinnen!1!!
Lesenswertes und jede Menge gescheite Daten zu den armen, leidenden zu errettenden Huren liefern wie geschrieben Doña Carmen und Co. oder die feministischen Irrtümer hier. Oder Sie werfen mal einen Blick in Rebelde, Ruby: Warum sie uns hassen zur herrschenden Sexarbeiterfeindlichkeit. Da wird schön nachgezeichnet wie eine Allianz aus christlichen Gruppen, abolitionistischen Schadfeministinnen und sonstigen rechtssüffigen Gebetsschwestern und -brüdern Prostitution als unmoralisch brandmarkt und ihren Verbotsfetischismus nicht etwa nach Feierabend im SM-Club auslebt, sondern leider auf offener Straße, um die Bevölkerung mit ihrer Kontrollsucht zwangszubeglücken.
Vom Hurenhass zum Männerhass! Jawohl! Da schließt sich dann der Kreis.
Klar, die Männer wollen nur Frauen schwanger ficken (CIP!), stehlen sich dann feige aus der Verantwortung und lassen sie mit dem Balg sitzen, wenn es ihnen nicht gelingt, die Ische zur Abtreibung zu bewegen. Man hätte guten Grund mal über die psychischen Folgen der Abtreibungen für Kerle nachzudenken (siehe oben) – aber bloß nicht. Lieber mehr Vorurteile über die toxischen Männermonster köcheln. Hat man sein Feindbild, dann hat der Tag Struktur, ne?
Wie sieht eigentlich die Wirklichkeit aus? Na wie üblich anders als Frau / Mann / Fraumann Burger denkt! Zur Erinnerung, da schon oft gepostet, diese sachdienlichen Hinweise aus den Feministischen Irrtümern:
Quelle: hier
„Scheiße, Ingrid, scheiße! Der pöse Mann aus dem Internet zertrümmert schon wieder unsere Argumente! Was sollen wir bloß tun?“ Totschweigen, Uschi, totschweigen! Das hilft immer! Und einfach denselben Schmu vom fiesen Masku immer wieder ausgießen – irgendwas bleibt immer hängen!
Dass sehr viele der pösen Männerrechtler einfach sehr liberal eingestellte Menschen sein könnten – im Gegensatz zu unserer Pietcong-Autorin – , kommt als Hintergrund natürlich nicht in Frage. Lieber weiter Schmutzwäsche verbreiten und anpatschen. Ganz mein Humor! Nüscht!
Last but not least:
Tun sie auch, genau wie Bärte. Wenn ich beim Küssen Fell im Mund haben will, knutsch ich den Rottweiler meines Nachbarn. 🤷♂️
Ende von Teil III.
Teil IV:
Wie viel Männerhass und zugehörige Vorurteile wollen wir in den Artikel packen?
Anne Burger. JA!
Man braucht da eigentlich gar nicht mit sachdienlichen Hinweisen anfangen – das sind einfach nur Stereotype vom laufenden Band, was der / die / das Verfasser da abliefert. Aber irgendeiner muss diesem männerfeindlichen Schwachsinn ja entgegentreten. Also, los geht’s!
Klar, immer diese bindungsscheuen Männer, die nur ficken wollen:
Quelle: hier
Klar, Frauen stehen nie auf härteren Sex:
Quelle: hier
Und klar – wenn sie es doch einfordern, dann nur weil sie gestört ist oder weil sie zu viel Pornos geschaut hat und die Pornografie ja eben immer härter wird…
Quelle: hier
“Scheiße, Ingrid, scheiße! Was sollen wir nur tun?!“ Schlagt die Trommel, blast das Horn – Altlandrebell ist im Anmarsch, direkt von vorn!
Ansonsten – mag sich Frau Burger vielleicht mal mit Phänomenen wie der 666-Rule beschäftigen? Oder den ganzen Frauen, die die sozialen Medien damit fluten, dass sie – angeblich – keine „echten Kerle“ mehr fänden etc. pp? Nein? Na, dann weiter mit den Vorurteilen und dem Gewäsch, es bestünde beim Ausgehen ein Ungleichgewicht zugunsten der Männer.
Und da paar sich dann das Moralisieren mit der Zwangsemotionalisierung und Zwangssexualisierung, die Rechte wie Bürger Burger immer den sogenannten Linken (oder das was sie dafür halten und für alle anderen zu normieren suchen) vorwerfen.
Was ist das nur für ein dusseliges Zeug? Will diesen Artikel wirklich noch einer ernstnehmen? Kann man diese Autorin noch ernstnehmen? Das ist doch wirklich alles nur noch Gurkenmilch!
Den damaligen geistigen Tiefflug der Autorin hatte ich schon halb verdrängt – die Debatte kann unter dem zugehörigen Artikel nachgelesen werden, ich verlinke das nicht, reichen mir die Links nicht für.
Zwingt der pöse Mann die Weiber auf Tinder zu gehen? Hat der pöse Mann den Girl-Boss-Kapitalismus ausgerollt? Sind die Frauen immer die Opfer? Dreimal: Nein!
Und weiter drehen an der Emotionsschraube!
Ich hätte ja nicht mal ein Problem damit, argumentativ auf Schwarzer einzudreschen, wenn Bürger-Burger das nur täte. Erstmal wird wieder so getan als ob jede Zygote und jeder Embryo mit einem Herzschlag um die Ecke käme – was nicht stimmt. Dann wird natürlich die moralische Erpressung hochgefahren, wie viele Foristen zurecht kritisierten.
Aber der Punkt ist ein anderer – was wünscht sich denn die Autorin für Kinder, wenn nicht Wunschkinder? Will sie nur ungewünschte Kinder? Oder ist jedes Kind ein Geschenk – dann wäre ja jedes Kind ein Wunschkind, denn wer wünscht sich nicht ein solches Geschenk? Oder wäre es Danaergeschenk – was spräche dann dagegen es abzulehnen? Da hat sich wohl Frau Burger völlig in der Hecke verheddert. Oben will sie – angeblich – niemanden zur Austragung zwingen, unten mokiert sie sich über Leute, die abtreiben. Abtreibungen treffen in der Regel nun mal keine Wunschkinder, also muss sie sich entscheiden. Ihr Sabbel ist einfach rhetorisch ab durch die Hecke und logisch unsauber. 🤷♂️
Und vor allem – was ist überhaupt ein Wunschkind? Das definiert sie nirgends, setzt sie einfach als bekannt voraus. Da wird einfach – mal wieder – für alle eine große moralische Maxime formuliert, aber nicht geklärt, was es konkret heißt und bedeutet. Burger sollte mal darlegen, wie sie persönlich mit ambivalenten, spontan entstandenen oder nachträglich bereuten Schwangerschaften umzugehen gedenkt. Sie erscheint da doch genauso lebensfremd wie die „Wunschkind-oder-nix“-Fraktion. Und wer Abtreibung moralisch massiv verurteilt, aber gleichzeitig behauptet, niemand solle zur Austragung gezwungen werden, schleicht um den heißen Brei herum: Zwang ja oder nein?
In einem imperialistisch-kapitalistischen System sollte man sich von keiner Gesetzesänderung viel erhoffen. Ich habe das oft genug dargelegt, dass unter den Auspizien dieser Ordnung jede Liberalisierung nicht zu tiefgehender, tiefgreifender Freiheit oder Verbesserung führen kann. Ob Abtreibung, Prostitution, Drogenfreigabe, Sterbehilfe… was auch immer liberalisiert wird. Weil alles den Geboten von Etatismus und Neoliberalismus folgt und daher in einer systemkonformen, profitgenerierenden Weise von statten geht.
ABER: Das ist – wie schon so oft geschrieben – kein Argument gegen die Liberalisierung, sondern bloß eine gegen das System. Gegen die realexistierende Gesellschaftsordnung.
Es geht hier eben auch um das Prinzip von Entscheidungsfreiheit. Und da kann man dann entweder in demjenigen Team sein, das Staat, Markt, Tempel und Co. bestimmen lassen will, welche Autorität wann, wo, wie, warum und wie viel Zugriff auf die Körper der als Menschenmaterial gedachten Untertanen bekommt – oder man ist im Team Freiheit und sagt, dass es solch autoritäre Instanzen einen Scheißdreck angeht, was mündige Menschen in ihre Körper schütten oder sonst wie mit denen anstellen. Solange die Grenzen von Dritten nicht verletzt werden. Da gibt es beim Thema Abtreibung sicher mehr oder weniger leicht identifizierbare Grenzen, da gibt es Handlungsreglungen (Fristenregel) und da gibt es viele unbeachtete Variablen (Partner, die unter dem Abtreibungsentschluss leiden, der ihnen vor den Latz geknallt wird), aber einen Mangel an Optionen, wie ihn die Autorin suggeriert, den gibt es nicht.
Es wird also eher mal Zeit, dass die Autorin ein vernünftiges Argument auf den Tisch legt. Bisher hatte sie keines, da gab‘s nur Emotionalisierung, Männerhass, Etatismus und 🧙♂️☕. Also das übliche.
🙄
Ja, sie müssen zu einer Zwangsberatung gehen. Wo sie sich mitunter einer Gewissensprüfung unterziehen müssen (siehe oben). Und auf dem Weg zum Abtreibungstermin vielleicht noch an einem Rudel Lebensschützer vorbei (siehe oben). Aber das – und alles andere – beeinflusst natürlich nullkommanull die Entscheidungsfreiheit. Geht klar. Den 🧙♂️☕ können Sie der Jetti-Tanten einschenken, Frau Burger!
Ja, Burckhardt, weil du keine Frau bist. Und deinen Hass auf Männerrechtler kannst du dir dahinstecken, wo die Sonne nicht scheint.
(Vielleicht ist das ja ein Team das als „Frau Burger“ schreibt? Ein Pietcong und seine ebenso moralinsaure Gattin Petuinia?)
Wer hier „beim besten Willen“ keinen Vorteil sieht, präsentiert bloß bräsig nach draußen, dass es für ihn / sie / es einfach völlig normal ist, dass der Staat über den Körper anderer Menschen verfügt. Für den ist Fremdbestimmung, ist Fremdbestimmtwerden „normal“. Und genau das ist das Problem. Allenfalls wird geplärrt, wenn man selbst gegänelt wird. Wenn man den Staatsfunk bezahlen muss. Wenn man Maske tragen muss. Oder weil G-20-Gipfel ist und man im Kessel ist. Man will nicht zahlen, die anderen sollen in den Kessel und Maske will man auch nicht, oder nur wenn es was bringt. Und wenn der Betroffenheitsmoment vorbei ist oder es andere trifft – dann kriecht man sofort zu seinem Luden Staat wieder unter die Fittiche und hat ihn ganz doll lieb.
Der Paragraph 218 ist nicht als staatliche Verfügung über den Körper Schwangerer – und damit das Gegenteil von individueller Selbstbestimmung. Er markiert nichts anderes als den Umstand, dass Frauen Gebärressourcen sind, über die Gerichte, Gutachter und Gesetzschuster mal so mal so entscheiden können. Und das ist – nochmals betont – Biopolitik 101. Dieses Ding loszuwerden eröffnet keine „Pflicht zur Abtreibung“ und ist auch kein „windfall event“ für fiese Maskus – der Staat würde nur ein wenig die Zügel zurücknehmen, die die Bürgermagd (wie den Bürgerknecht) ansonsten recht gut im Zaum halten.
What about daddy?
Wer hat denn viel für die Männer übrig, die einen Kinderwunsch haben, aber bloß als „Monster“, „toxisch“ oder irgendwie „problematisch“ gelten? (Jeder Mann ist ein potentieller Vergewaltiger!!1!)
Ende von Teil IV.
Teil V:
Und jetzt kommt auch noch die Demografielüge hinzu! 😡
Die Rente ist doch nicht deshalb unsicher, weil es weniger Kinder gibt, sondern weil sie unsicher gemacht worden ist. Von der herrschenden Politik, die ihr wählt und legitimiert. Meine Fresse! Geht auf die NachDenkSeiten und gebt im Suchfeld „Demografie“ ein – da finden sich Artikel zu zwei Jahrzehnte Rentenunsinn und Demografielügen.
Die Männer, die sich sprichwörtlich totschuften in diesem Land – wann bekommen die mal einen Artikel? Dass die schuften – ist normal?
Nein, ist es nicht. Außer man geht davon aus, dass das Gesundheitssystem bald soweit den Bach hinuntergegangen ist, dass man in puncto Säuglings- und Müttersterblichkeit bald Burkina Faso überholt.
Kinder zu bekommen ist ein natürlicher, biologischer Prozess, den man nicht zwanghaft mit Pathos aufladen oder emotionalisieren muss. Andererseits – der ganze Artikel trieft von Emotionalisierung, da fällt das auch nicht weiter ins Gewicht… 🤷♂️
Bei Männern nicht? Freuen die sich nicht, bei einer Geburt dabei sein zu dürfen? Die schlottern nur wegen der Alimente oder grollen, dass ihre Partnerin nicht abgetrieben hat, gell?
Und jetzt wieder der Schlenker zu den verantwortungslosen Weibern, die einfach nicht richtig verhüten können. Herr Burger hat ja immer fein aufgepasst, bei ihm ist nie was passiert, also muss es bei den anderen auch so sein. Meine Fresse – was für ein wohlfeiles, paternalistisches Geschwätz! Das ist kein pragmatischer Appell, das ist empathieloser Sabbel von der Besserwessi-Kanzel.
Individuelle Lebenslagen? Oder Situationen? Egal! Ich weiß ja wie’s geht und ich mach’s immer richtig, nicht mein Bier, wenn was bei euch dummen Tussen schiefläuft. Passt halt auf, sonst habt ihr eben ein Kind an der Backe – ach so, ich wollte Abtreibung ja nicht verbieten. Oder doch? Also zumindest moralisch verbieten. Einigen wir uns darauf.
Nüscht! Schwangerschaftsvermeidung ist keine bloße Frage des Willens oder der Vernunft – Fragen der Intimität sind immer in ein komplexes Netz aus zutiefst intimen, emotionalen, materiellen und sonstigen Bedingungen. Kurzum: das ist ein höchstindividuelles Thema. Dummschwätzen von der Moralinkanzel kann man sich dazu sparen! Genauso wie die Reduktion von komplexen Themen auf persönliche Schwäche.
Sagen Sie das den Frauen, die ihre Kinder totschütteln, totschlagen, totwürgen… sonst wie töten. Beispiele finden sich auf Genderama dokumentiert, ein ständig wachsender Beweisbogen für die allgemeine Friedlichkeit der westlichen Frau. 🙄
Oder fragen Sie sich: Wen machen Babys glücklich? Wann und unter welchen Bedingungen? Ich sag’s mal ganz klipp und klar: Zwangsausgetragene Babys – ob in einer Gesellschaft, die Abtreibung gleich höchstoffiziös verbietet oder in einer, die sie durch moralisches Anpatschen zu tabuisieren versucht – machen niemanden glücklich. Und sie werden auch selten glücklich. (Letzteres gilt freilich auch für die vielen Kinder, die nur zur Welt kamen, weil man ja Kinder in dieser Gesellschaft haben muss, weil sie ein Statussymbol sind, das man präsentiert wie die Kinder oder den Köter.)
Ja und ganz gebildete Bildungsbürger, insbesondere deren Vorfahren viel Vermögen gebildet haben, die lassen sich in die Gated Community sogar Privatlehrer kommen, damit das heranwachsende Menschenmaterial keine Schande bringt und frühzeitig seine „gleichen Startchancen für alle“ in Gold verwandelt.
Natürlich nicht! Was denken Sie denn, warum ich keine Kinder haben möchte?! Denken Sie, ich könnte es vor meinem Gewissen verantworten Nachwuchs in eine Gesellschaft wie die deutsche zu entlassen? Ich glaube es hackt! (<= Ja hier könnte man mal einen moralischen Diskurs aufmachen. Sie wollen doch immer Moral. Also bitte: Ich postuliere hier, dass es schlicht und ergreifend unmoralisch ist, Kinder in ein Land wie Deutschland zu entlassen, wo sie innert Sekunden nach der Geburt mit einer Steueridentifikationsnummer versehen und von Staat, Markt und Co. beschallt, befummelt, schlicht belagert, sofort in Menschenmaterial verwandelt respektive zu Bürgern abgerichtet und – bei Erfolg der Zucht – bis zur Bahre ausgewrungen werden. Doch meine Spermien gebe ich dafür nicht!)
Gibt es – außer den Burgers dieser Welt – eine Gruppe, die die Autorin hier nicht mit Vorurteilen und Stereotypen überzieht? Jetzt werden mal wieder die Jungen verächtlich gemacht, weil sie nicht hart wie Kruppstahl seien und angeblich nichts mehr aushielten. Wer hält in diesem Land denn nichts mehr aus, Frau Burger? Schreiben Sie das doch mal! Und kommen die diagnostizierten Störungen daher, dass es den Bälgern zu gut geht und sie zu wenig Härte spüren, zu wenig schwarze Pädagogik? Oder davon, weil dieses System eben nur Zwänge neu kalibriert hat, statt mit schwarzer Pädagogik eben mit „Nudging“ und sonstigem pseudo-anti-autoritärem Dreck und anderen üblen Beeinflussungsmechanismen agiert? Es ist doch viel eher ein Wunder, dass nicht noch viel mehr Leute geängstigt und gestört sind!
Ach, das ist einfach nur Abwertung statt Analyse, was die Frau da leistet. Menschenverachtender Sabbel – den ich ohne weiteres zurückgeben könnte. Was weiß das Pseudonym von Autorenkollektiv schon von den herrschenden Bedingungen unter denen so viele Junge aufwuchsen? Der sozialen Kälte, der Armut, der Propaganda, den Angstsäuen (Maskenhecheln), dem ganzen induzierten Druck und Dreck, den frühere Generationen so nicht kannten? Was reduziert sie komplexe Phänomene wieder bloß auf persönliche Schwächen? Warum schafft sie es nicht die Ursachen jener psychischen Belastungen zu hinterfragen, warum stellt sie bloß wieder die Betroffenen an den Pranger? Warum verwechselt sie wieder Stärke mit Gefühllosigkeit? Warum übernimmt sie nicht selbst mal Verantwortung? Warum bringt sie nur gallige Abwehr – statt Erkenntnis und originellen Ideen, wie es für ein wirkliches Overton-Fenster mal was wären?
Es ist so ein Jammer, dass Mutter- wie Väterschaft in eurer Gesellschaft immer noch ein so hohes Standing haben, dass jedes Jahr immer noch hunderttausende neue Kinder gemacht und in dieses normopathische Irrenhaus entlassen werden! Zeugungsstreik jetzt! Gebärstreik jetzt!
Weißte Burkhard – oder Burkhardine – nur weil Deine Tochter Dir nicht Deinen Enkelwunsch erfüllen will und Du jetzt nicht Deinen Omatrieb ausleben kannst, musste deshalb wirklich keine Suada gegen Männer, Männerrechtler, Junge, Huren und wen sonst alles zimmern. Weißte – heute ist echt Saunatag. Ich bin nämlich sau nah dran zu explodieren!
Ich wünsche mir nämlich eine Gesellschaft, in der Menschen Kinder haben können, die auch wirklich Kind sein dürfen. In der Menschen Familien – oder was auch immer – gründen können wie es ihnen beliebt und in welcher Modellform, in welcher Modifikation auch immer. Ohne Moralsabbler, die ihnen eine Lebensform vornormieren und hinklatschen.
So eine Gesellschaft muss aber erst mal geschaffen werden. Das hier ist keine holde Gesellschaft, das ist ein einziger Wahnwitz. Man muss kein Antinatalist sein, um hier zum Zeugungsstreik aufzurufen. Es ist auch irgendwie gaga, wenn sich der / die / das Autor – durchaus nicht zu Unrecht – über vergammelte Kitas, Zwangsabladung vor Smartphone und Tablet und jede Menge andere belliphile Phänomene dieser Gesellschaft aufregt – und zwei Sätze weiter dann für mehr Kinder plädiert. Genau das Gegenteil müsste der Fall sein! Gerade deswegen muss man nämlich zum Zeugungsstreik aufrufen, weil es einfach nicht akzeptabel ist Menschen in eine Umwelt zu entlassen, die ihnen das Menschsein verwehrt, die sie schindet, presst, abrichtet und quält. Aber der / die / das Autorenkollektiv liefert ja einfach nicht den ersten widerspruchsvollen Artikel…
Ja wo soll das denn in dieser Gesellschaft möglich sein? Erzogen werden die Kinder und abgerichtet! Abgedrückt werden sie doch vom Kreißsaal an! Und „Herdprämie“ hilft nicht beim Zeitnehmen – das blendet die ganzen anderen Stressoren nicht weg. Die schafft keine besseren Familien.
Noch mehr schadfeministische Propaganda. Welche Frauen haben denn verloren? Die, die jetzt in den Aufsichtsräten mitsitzen? Die, die jetzt mehr studieren als Männer? Die mehr verdienen als Männer?
Nochmals: Wann wird die Autorin bereit sein, auch mal auf die Jungen und Männer zu schauen? Und sich deren Lage zu vergegenwärtigen? Die Lage der Frauen und Mädchen ist hinlänglich bekannt – darüber schreibt jede Gazette der Leidmedien. Das Leid der Jungen – das interessiert noch immer kaum eine Sau. Die Benachteiligung. Die Propaganda, der sie ausgesetzt sind.
Stattdessen wieder Geselchtes vom Fass, um die üblichen genretypischen wie publikumsaffinen Vorurteile zu bedienen:
Ich habe jetzt 22 DIN-A4-Seiten diesem als Artikel getarnten Nonsens gewidmet. Und nicht mal ein Drittel richtig auseinandergenommen. Ich habe einfach aber keinen Bock mehr.
Nur noch das: Welche ominöse „Sicherheit im öffentlichen Raum“ ist denn am Boden? Hä? Nur weil das rechte Pack, das rauf und runter betet, muss das nicht der Wahrheit entsprechen. Ich war gestern bis in den Abend hinein in der nahen Großstadt unterwegs – ein mehr als zweifelhafter Genuss – eine rappelvolle Innenstadt, mit jeder Menge junger Frauen. Vor Angst schlotterten die mir nicht. Auch nicht die, die ihr Leben weggeworfen haben und mit Pferdeschwanz, Walkie-Talkie und Holster am Bahnhof Neger kontrollierten.
Wenn diese Leutchen Angst haben – dann, weil man wieder irgendeine Angstsau durchs globale Dorf treibt. Viren, Klima, Russen, Kinäs, EU-Zerfall, Bürgerkrieg, Schulden, Inflation, Euro, Wölfe… irgendwas ist immer und wird auch schön aufgeblasen. Wie etwa die „Sicherheit im öffentlichen Raum“. Wie etwa das heilige Stadtbild. Da sage ich nur: Macht nur weiter, kauf euch euren Ausländerschreck und prügelt die Harzer, Obdachlosen, Huren, Kanaken und Neger (während die Ukronazis fein gestreichelt und geschniegelt werden). Lauft Blut und Hirnmasse verspritzend durch die Weltgeschichte. Irgendwann kommt das alles zurück. 🤷♂️ Karma is a bitch.
Der Rest des Artikels ist auch nur Geheul ums deutsche Scheißhaus:
Vadder Staat! Bitte erhöre mich! Ich bin eine brave Bürgermagd, gib mir doch ein Goody und setze das um, was ich verlange! Kontrolliere die Körper der anderen Weiber, der noch gebärfähigen, ein wenig strenger! Oder lass zumindest die Kontrolle so wie sie bisher ist! Ich will, dass andere auch reguliert werden, nicht nur ich! Dafür belohne ich dich auch mit meiner Stimme und meinem Körper!
Ende von Teil V.
Teil VI:
Und jetzt noch ein paar allgemeine kynische Groschen und ein Buchauszug für die Debatte… 🪙📚🐕
Letztlich ist Burgers Text doch nur wieder ein typisches Beispiel für die übliche gesellschaftliche Heuchelei. Neu oder alternativ ist daran nichts – es ist bloß eine moralische Suada, die sich als Frauen-Schutz tarnt dabei freilich nicht nur in ihren eigenen Widersprüchen, ihrer eigenen Dornenhecke, sondern obendrein noch in jeder Menge anderen Konventionen, in Etatismus und Kapitalismus, verheddert. Letztlich plädiert sie einfach nur dafür die alten Ketten neu einzufetten oder allenfalls durch bessere auszutauschen – mit viel Emotionalisierung und Einträufeln. Und viel Rufen nach dem Staat, mit Paragraph 218 als staatlichem Babysitter beim Ficken.
Da klagt – er sie oder es – nicht zu Unrecht, doch sehr im Oberflächlichen verhaftet, über Karrierezwang, Leihmutterschaft, Prostitution – und was sonst alles sie an negativen Auswüchsen in der neoliberalen Moderne so erkennen mag. Und ignoriert, dass ihr geliebter Paragraph Frauen in die Abhängigkeit von Vadder Staat und Mudda Kirche presst. Frauen bleiben somit Leibeigene – wenn nicht vom Markt, dann eben von Bürokratie und Biopolitik. Aber irgendeine Abhängigkeit muss wohl sein beim zugrundeliegenden Weltbild. Staatliche Abhängigkeit scheint für die Autorin wohl vorzuziehen.
Ansonsten predigt sie Mutterschaft als Wunder, ruft nach mehr Kindern – während ihre Mütter im Hamsterrad zerbrechen und die Gesellschaft wirklich keinen Anlass bietet sie auch noch durch mehr Kinder aufzuwerten und somit zu bejahen. Aber Burger Moralakkrobatik aus dem süddeutschen Familienkäfig (Stichwort: Ich will ja nicht „Pro-Life“ sein, aber…) ist eben bekannt. Autarkie und Freiheit scheinen für sie das Allerschlimmste zu sein. Immer müssen die Schäflein geführt werden, nie sind sie so richtig mündig. Das ist alles so schwach wie vorhersagbar.
Wenn man was Alternatives sucht, dann nehme man sich vielleicht Pasolinis Freibeuterschriften zur Hand. Der schrieb da beispielsweise:
Pasolini liefert in dieser – wie anderen Passagen – interessante Gedanken und Anregungen, die die Debatte weitaus mehr befruchten würden als Burgers 🧙♂️☕. In seinen Augen war die Abtreibungslegalisierung ja ein Symptom des allgegenwärtigen Konsumismus‘ dieser Gesellschaft. Ein Beispiel wie der Körper – in diesem Fall der weibliche – technisch-administrativ verwaltet und dann eben kommodifiziert wird. Und er sah die Gefahr einer Anpassung der Linken an die bürgerlich hedonistische Konsumkultur und in der Ubiquitärmachung von Abtreibung eine Signatur von Entfremdung. Und in der neoliberalen Konsumgesellschaft wird Sexualität nun einmal völlig entpolitisiert, fetischisiert und ins Private abgeschoben. Sie wird nur ein Gut unter vielen. Pasolini war noch einer, der für die Veränderung der sozialen Verhältnisse eintrat – nicht für medizinisch-juristische-designte Reformen. (Man kann natürlich auch jede Menge an ihm kritisieren, etwa seinen Sabbel über Frauen als Trägerinnen einer idealisierten Mutterschaft oder seine moralischen Passagen etc.)
Aber der Punkt des Konsumismus ist m.E. ein ganz wichtiger. Die meisten Abtreibungen erfolgen ja nicht aufgrund akuter Bedrohung des Lebens der Mutter oder weil der Fötus ohnehin lebensunwert wäre. Oder weil die „Sicherheitslage im öffentlichen Raum“ so gravierend wäre, dass überall Frauen vergewaltigt und nun schwanger würden. Im kapitalistisch-imperialistischen System der Gegenwart sind Abtreibungen ein Konsumakt – der im Markt stattfindet und – da hat Burger durchaus Recht – auch Nachfrage schafft. Ist Abtreibung durchaus ein Lifestyle-Phänomen. Denn die Gezeugten passten nicht in den gegenwärtigen Lifestyle der Zeugenden. Kurz nach dem Abitur muss man ja reisen, Praktika machen, „was von der Welt sehen“ (wer gibt euch das vor?). Im Studium muss man auf Credit Points achten. Nach dem Studium muss man erst mal einen Fuß in die Tür bekommen -irgendwo. Muss man Geld verdienen, um sich was leisten zu können und wer zu sein. Viele Partner und Umstände passen auch nicht, sodass man sich irgendwie an sie binden möchte.
Das ist aber alles kein Argument gegen Abtreibung – sondern gegen die Gesellschaft, die diese Phänomene hervorbringt. Die es einer 18jährigen als „Unheilsstern“ erscheinen ließe ein Kind zu bekommen. Die ein Kind zum Bremsklotz werden lässt, wenn es nicht unter den und den Bedingungen geboren wird. Die allgemein nach Kindern lechzt, aber eben zutiefst kinderfeindlich ist. Sie ähnelt da der Sterbehilfe, die unter herrschenden Bedingungen nur der ultimative, letzte Konsumakt werden kann und am besten live gestreamt werden muss. Und Opa aus dem Feld räumt, der ohnehin nur noch eine einzige Belastung ist – für die Familie, wie den Staat und sogar für den Markt („schwieriger Kunde“). Sie ähnelt der Drogenfreigabe, ähnelt dem Waffenbesitz, ähnelt der Prostitution, ähnelt vielen anderen Phänomenen…
Die Liberalisierung all dieser wird ja gern als Fortschritt gefeiert, doch – ist sie letztlich nichts als Liberalisieren ohne Freiheit. Sie dient nicht der Förderung von Freiheit oder dem Vorankommen des Einzelnen, sondern bedient lediglich die Interessen von Staat, Markt und anderen Autoritäten. Bedient etatistische, ökonomische und sonstige Interessen. Die wahre Freiheit findet sich nicht in der bloßen Erlaubnis von der und der Handlung, sondern in der Schaffung von Bedingungen, unter denen die Menschen ohne Zwang entscheiden können. Handeln können. Leben können.
Das würde bedeuten: Ausbeutung zu beenden, Machtstrukturen zu überwinden, das System zu verändern. Ohne das bleibt eine Liberalisierung bestenfalls eine hohle Geste – und hilft ansonsten nur den Status Quo zu zementieren und die Kassen der Herrschenden zu füllen. Ohne das wird (der) Freiheit(sbegriff) letztlich entkernt und sie zur bloßen Illusion.
Da die Mehrheit freilich sich dieser Illusion hingibt, ist es die Aufgabe des Einzelnen der Konsumkultur und dem System zu entsagen und entweder für sich – so weit es geht in Eigenregie – oder zusammen mit anderen, Gegenmodellen vorzuleben. Es gilt die Mechanismen und Normen zu hinterfragen. Es gilt sich aus der eigenen Unmündigkeit zu befreien. Und die alten Fesseln hinter sich zu lassen, die einen glauben lassen, man müsse immer Geld verdienen, immer mehr konsumieren, immer mehr mitmachen und sich mitbücken und verbiegen. Und müsse glauben, dass Glück im Besitz liege. Doch wer will das schon? Sind nur Tagträumereien. 🤷♂️
So mir reicht’s. Man müsste noch viel mehr schreiben und erörtern, aber ich habe keinen Bock. Vielleicht ist für den ein oder anderen ein Argument oder ein 🪙 dabei. Schaumamal. Peace, ich bin raus! 🕊️
Alter, Alter, Alter…
Könnten Sie bei Gelegenheit hier früher aufschlagen?
Dann kann ich mein Keyboard schonen.
Nachhaltigkeit, siewissenschon.
Wollte erst kurz über den Begriff »Pentalogie« frotzeln (von wegen Teil VI.), um wenigstens etwas kontrovers zu erwidern und einer Lobhudelei zuvorzukommen.
Ist natürlich Quatsch.
Schöne Skalpellarbeit, danke dafür.
War gestern den ganzen Tag unterwegs und habe mich erst vor Mitternacht an den PC gesetzt. 20 Seiten schieße ich auch nicht aus der Hüfte, gerade wenn man Quellen suchen und zusammenkopieren muss. 😉
Ach, das ist eigentlich kein eigenständiges Kapitel, sondern bloß die Coda. 😉
Danke für die 💐!
Wie wird Frau im 21. Jahrhundert „UNGEWOLLT SCHWANGER“ ? Geht im eigentlichen Sinn nur durch Vergewaltigung in oder außerhalb einer Beziehung.
Es gibt enorm gewachsene Möglichkeiten einer zuverlässigen Verhütung. Frauen UND Männern steht zu, über das nachzudenken, was sie tun. VOR dem gemeinsamen Handeln. Auch denen, die noch nicht volljährig sind. Es ist überraschend, dass zur Frage der Abtreibung überhaupt noch ein Rechtsrahmen gebraucht wird.
Gibt es im Deutschland des Jahres 2025 keinen Sexualkundeunterricht mehr an Schulen? Verhütung ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gesünder als eine ungewollte Schwangerschaft. Spätestens seit Mitte der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts haben Mediziner in D wie z. B. Max Hodann in dieser Richtung öffentlich gewirkt und ihre Handreichungen zum Thema Verhütung wurden von linken Parteien verteilt. Auch eine medizinisch einwandfrei durchgeführte legale Abtreibung ist ein Eingriff, den man sich gegenwärtig sparen könnte. Oder ist in Zusammenhang mit Sexualität für Männer und Frauen das Denken verboten? Vorsicht! Denkverbote könnten auch den Genuss beeinträchtigen!
Ich vermute mal du hattest noch nie Sex, sonst wüsstest du, dass Kondome platzen können und tausend andere Dinge schiefgehen können.
Aber immerhin sehr lustig, wie du es selbst nicht mal merkst, was du indirekt preisgibst )))
Du gibst ganz direkt preis, dass du sehr wenig über Verhütung weißt. Frauen sind da durchaus selbstbestimmungsfähig. Sie sind nicht auf funktionierende Kondome angewiesen.
Dann kläre uns doch bittte mal auf, welche Methode, die *jede* Frau auch nutzen kann, *definitiv* in der Lage ist, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.
Nicht jede Frau alle oder eine bestimmte. Aber jede Frau kann eine finden, wenn sie will. Schaut doch mal nach feministischen Frauen-Gesundheitshäusern oder Gruppen. Hier sind doch so viele wahnsinig stolz auf ihre Recherche-Künste. Vielleicht einmal einfach einem anderen Objekt zuwenden.
Einfach unter Labormethoden oder mit einer heißen blonden Wissenschaftlerin (1,75 m, Doppel-D, hour-glas-figure) kopulieren. Im Labor funktioniert nämlich alles, ich schrieb es schon heute früh:
Richtig: Bei einer Freundin hat die hochgelobte Pille z. B. deshalb nicht gewirkt weil sie Durchfall hatte. So profan kann´s sein. Mein Körper hat den Hormondreck eh nicht vertragen. Zum Glück, denn sich sowas jahre- bis jahrzehntelang rein zu ziehen, ist bestimmt nicht gesundheitsförderlich.
Sehe ich ähnlich.
Es gibt freilich aber auch Anwendungsgebiete, bei denen ein Einsatz der Ovulationshemmer zumindest überlegenswert und mitunter auch durchaus hilfreich sein kann.
Ich hatte mal eine Lebensgefährtin, die litt unter Endometriose. Das ist an sich schon eine richtig fiese Geschichte, aber bei ihr verlief sie besonders fies. Sie nahm darum Ovulationshemmer im Langzyklus – einfach, weil sie sonst immer extreme Regelschmerzen, massive Schmerzen beim Sex, Blutungsstörungen – einfach alles was man wie frau wie es sich da an Unappetitlichem vorstellen kann – hatte. Und andere Therapien eher so semi-erfolgreich verlaufen waren. Irgendwann ist frau dann entnervt.
Sie war dann aber freilich regelmäßig zur ärztlichen Kontrolle, weil die Ovulationshemmer kein „Wellnessprodukt“, sondern ihrerseits einfach 💣 waren. Da wird aus einem Hormonhaushalt gerne mal ein Kessel Buntes…🥶
Das Krebs- und Embolierisiko wäre mir wahrscheinlich trotzdem zu hochgewesen. Stattdessen hätte ich eher einen guten Heilpraktiker (generisches Maskulinum ist und bleibt eine Errungeschaft) kontaktiert und es mit Homöopathie versucht.
Bezüglich Letzterer wurde ich vor ca. 33 Jahren vom Saulus zum Paulus und das hat alleine schon unserer Kern-/Kleinfamilie mindestens 20 Operationen und diverse weitere Behandlungen, Schmerzenj, Risiken und Kosten erspart. Ganz zu schweigen vom weiteren Umfeld (viele Paulusse inzwischen) sowie den Haustieren.
Darüber diskutiere ich aber nicht weil das echt zwecklos ist. Mir ist auch schnurz *wie* es wirkt (evtl. hat´s was mit Quantentheorie zu tun, frag ich mich manchmal)
, denn *daß“ es zuverlässig wirkt (meinetwegen auch mithiilfe des freundlichen Herrn Placebo) erleben wir immer wieder.
Sie war Waldorfschülerin, dementsprechend zählte das sogar zu ihren ersten Schritten.
Ich selbst finde Naturheilverfahren durchaus spannend; von Homöopathie halte ich nichts. Da unterscheidet man sich eben.
Eine weitere Möglichkeit ist, das aktuelle Tagesdatum nicht im Kopf zu haben 😉
– Aber gut, im Nachhinein denke ich, daß das Unterbewußtsein es doch wollte. Und die pöhsen Gene, die eine Generation weiter transferiert werden wollten und dazu heimtückischerweise diverse Hormone zuhilfe genommen haben.
Eigentlich die natürlichste Sache der Welt für junge, noch fite Paare und im Rückblick waren es zwar finanziell und organisatorisch überwiegend schwierige bis sehr harte Zeiten, letztendlich aber ein unfaßbares Glück.
Manchmal (eher meistens) ist es einfach gut, alles so (und dann) zu nehmen, wie´s (und wann es) kommt weil es so sein sollte und *mußte*.
Ich kannte Frauen in Russland die hatten mehr als 10 mal abgetrieben.
Die hatten psychisch auf Nachfrage null Probleme damit
Besser eine Abtreibung, als ein Arschgeweih oder künstliche Pobacken und Lippen oder ähnliches!
Das ist nämlich pervers.
Der dümmlichste Artikel seit sehr langer Zeit.
Aber was will man erwarten von einer katholisch Hirngewaschenen, die darauf steht, wenn Menschen das Recht am eigenen Körper abgesprochen wird.
Klar sind die Vergewaltiger, die Abtreibung noch weiter einschränken wollen, noch menschenfeindlicher und noch kaputter. Aber direkt danach kommen diejenigen, die Frauen zwar nicht das gesamte Leben mit einer ungewollten Schwangerschaft versauen wollen, aber die die widerliche kirchliche Gängelei durch §218 in einer Notsituation ganz toll finden.
Wat ne fiese Charakter.
Mich erschreckt, wieviel Lebens- und dadurch auch Menschenfeindlichkeit in manchen Kommentaren zum Ausdruck kommt, von „Kinder sind doof“ bis „Zeugungs“-/“Gebärstreik“.
Letzteres fand ich als sowas wie ein Ökofaschist mit 19, 20, 21 Jahren auch mal angebracht und erinnere mich noch gut an die damalige eigene destruktive Einstellung (z. B. „Wer nicht in der Lage ist, auch im Winter in der Natur zu überleben, hat es auch nicht verdient“, etc) und die damals empfundene Verachtung gegenüber der Spezies Mensch insgesamt.
– Aber so eine Haltung macht einen nicht nur selbst zu einem verbitterten, einsamen, sich selbst und das Eigene hassenden, zutiefst unglücklichen Menschen sondern sie wirkt sich auch negativ auf Umfeld und Gesellschaft aus. Damit kann man nicht die herbeigesehnte friedliche, gerechte Gesellschaft erschaffen: Wer sich selbst haßt kann auch keine anderen Menschen lieben und nichts zu besseren Lebensmodellen beitragen. Aus Destruktivem kann nichts Konstruktives entstehen.
Gnädige Frau, ich bin weder verbittert, noch einsam, noch hasse ich mich selbst. Unglücklich sind weder ich noch meine engsten Freunde – unglücklich werde ich freilich, wenn ich diese Gesellschaft anschaue, das Leid vor der Haustür betrachte, das Leid in der Peripherie (Gaza, Donbass) oder an die geplanten Schikanen denke, die in den kommenden Jahren noch anstehen werden. Und sie werden anstehen. Diese Gesellschaft ekelt mich an.
Wie kann es da verantworten ihr ein Kind anzuvertrauen? Für was? Damit es mit Propaganda beschallt wird? Unter der Maske hechelt, wenn wieder Pandemieregime ist? Damit es am Smartphone nuckelt? Damit es zum Krieg gegen Russland / den Kinäs / die pösen Mullahs eingezogen wird? Damit es wie ich in Hartz IV aufwächst? Damit es ein braves Konsumopfer wird? Oder als „Loser“ ausgegrenzt?
Ich möchte, dass Kinder Kind sein dürfen und nicht abgerichtetes Menschenmaterial. Ich will auch nicht Kinder haben, um sie zu „kleinen Revolutionären“ zu erziehen. Ich will Kinder gar nicht „erziehen“ – weder autoritär noch anti-autoritär (was eh nur schwarze Pädagogik in buntem Gewand ist). Für mich sind Kinder auch kein Statussymbol – wie Köter, Klitsche, Karre, Klamotten, Kurzweil, „Kultur“, Kohle, Karriere und der sonstige mit K-beginnende Konsumdreck. (Aber für viele andere Leute sind sie es.)
In Deutschland wird Kindern jedoch Kindsein verwehrt. Und da geht es nicht nur darum, dass Kinder auch mal harte Zeiten, Stress oder Schmerz erlebten – die lassen sich nie vermeiden. Das geht hier tiefer, gesellschaftlich wie menschlich. Die westliche Gesellschaft im Allgemeinen, die deutsche aber im Speziellen, sind so belliphil wie nekrophil. Einfach normopathisch. Und ich mache da nicht mit – simple as that. Denn ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, Vater zu werden und ein Kind diesem Irrenhaus anzuvertrauen.
Ja, mit Selbsthass nicht, aber wer will schon mit Selbsthass eine andere Gesellschaft erschaffen?! Das geht ja gar nicht, dann landet man nur in derselben Lebensverneinung wie heuer.
Aber in der Tat kann jeder anfangen dazu beizutragen eine friedliche, freie und fortschrittliche Gesellschaft zu schaffen – dazu muss man aber freilich weder pro-natalistisch eingestellt sein noch eigene Kinder vorweisen.
Ich selbst bin 34, langzeitarbeitslos, schwerbehindert und politisch in puncto Inkorrektheit ein Endboss. Und ich kann es für meinen Teil beim Blick auf das was ich erleb(t)e, was ich sehe, wie ich diese Gesellschaft analysiere und was ich zukünftig erwarte beziehungsweise zu erwarten habe, wie geschrieben einfach nicht verantworten ein Kind in diese Gesellschaft zu entlassen, zumal bereits meine eigenen Kapazitäten gesundheitlich wie familiär stark begrenzt sind.
„Was für ein Vater sollte / könnte ich bitte sein / werden?“, habe ich mich bereits vor Jahren gefragt, die Väter in meiner Familie betrachtet und beschlossen nicht in deren Fußstapfen zu treten. Ich möchte das nicht wiederholen.
Und dass ich dann kynisch den Zeugungsstreik formuliere, ist eine konsequente Fortschreibung meiner allgemeinen gewaltlosen Verweigerung gegenüber dieser Gesellschaft. Es muss ja niemand nachmachen – Sie können auch andere Verweigerungsmethoden ausprobieren und einsetzen. Und wenn Sie Ihren Kindern und Enkel Raum, Erleben und Sein bieten können – dann ist das doch wunderbar. Andere können es eben nicht und müssen dafür nicht mal Cioran gelesen haben oder den apokalyptischen Klimaklatschern hinterherrennen. 🤷♂️
(Natürlich können Sie auch eine trivialere Lösung heranziehen – ich bin eine ganz alte Seele mit Skorpion-Mond in Konjunktion zu Pluto, mein 5. Haus ist leer und meine Aufgabe in diesem Leben liegt schlicht nicht in der Zeugung von Nachwuchs, dem Erstreben von Karriere oder anderen verwandten Geschichten.)
Eigene Entscheidungen sind ja völlig legitim. Das mit dem „Streik“ verstand ich aber als allgemeine Aufforderung und sowas betrachte ich schon als lebensfeindlich.
Weil alles damals schon so schrecklich war (heute ist es ja in vielerlei Hinsicht noch viel schlimmer) wollte ich mich mit 17 sterilisieren lassen, kann also nachvollziehen, warum man in diese Welt keine Kinder setzen will.
– Nur in `welche`Welt könnte man Kinder denn verantwortungsvoll entlassen? Bis es die gibt sind die Menschen insgesamt ausgestorben. Mir täte das leid, denn ich betrachte unsere Spaezies als hoffnungsvolles Kind der Evolution, aus dem in deren Voranschreiten noch was richtig Gutes werden kann. Viele denken/dachten, ihr jeweiliges JETZT/das ihrer Epoche sei schon der evolutionäre Höhepunkt dabei befinden wir uns alle noch mitten im Prozeß.
Solange es ist wie es grade ist nehme ich Menschen als das, was sie nun mal sind: Höher entwickelte Säugetiere mit schrecklichen wie auch mit grandiosen und liebenswerten Eigenschaften. Andere oder „Bessere“ gibt´s nun mal (teilweise zum Glück) nicht.
Seit ich gelernt habe, auch bei den Angehörigen meiner Spezies das Augenmerk stärker auf die positiven Seiten zu richten, ist der Umgang mit anderen wesentlich erfreulicher geworden: Konstruktives wird durch Konstruktives verstärkt.
Wann und wo gab´s denn in der Menschheitsgeschichte eine Zeit, in der alles prima war, keine Risiken für Kinder 8ujnd Erwachsene) vorhanden und immer ausreichend Schutz, Nahrung, Sicherheit, etc verfügbar?
Wenn Menschen schon immer die o. g. Vorbedingungen zum Kinderkriegen vorausgesetzt hätten würden wir hier nicht diskutieren sondern wären allesamt schlicht nicht da.
Alleine was ein Teil meiner mir noch bekannten Vorfahren durchgemacht hat (und das gilt für die Vorfahren *aller* aktuell Lebenden) war wesentlich härter als die schlimmsten Gefahren, denen z. B. ich mich ausgesetzt sehe (ein atomarerBlitz tötet zumindest recht schnell wenn man nahe genug dran ist).
Für mich sind Menschen eben keine „freischwebenden“ Egos im luft-, bzw. bindungs- und geschichtslosen Raum sondern quasi Glieder einer Kette und im Nachhinein hätte ich mich für einen Feigling gegenüber der ganzen Vorfahrenreihe gehalten, wenn ich die Sterilisationsgeschichte aufgrund unbegründeter Ängste o. ä.
durchgezogen hätte.
– *Alle* früheren Menschen, die lange genug überlebt haben um sich fortzupflanzen, haben das *trotz* aller Entbehrungen, Leiden und Risiken getan weil sie den entsprechenden „Lebenstrieb“/-wunsch hatten und weil sie die Natur nicht infrage gestellt haben.
Das Leben und das Leben-Weitergeben ist immer auch eine Chance und ein Auftrag der Natur. Egal, ob gleich ein Säbelzahntiger um die Ecke kommt oder die Globalisten sich wieder neue Abartigkeiten ausdenken, das Leben *will* weitergehen.
In einem Forum, dessen Durchschnittsalter Ü-60 ist, war das schlicht eine saloppe beziehungsweise sarkastische Formulierung. Ich fordere hier niemanden zu etwas auf, auch nicht die U-60-Mitleser.
Wenn man Kinder haben möchte, muss man sie ja nicht unbedingt in den Westen, in die deutsche Gesellschaft im Speziellen, entlassen. Es soll noch andere Weltenecken geben, die zwar auch von der allgemeinen lebensverneinenden Gesellschaft des kapitalistischen Regimes berührt und mehr oder weniger stark durchdrungen sind. Aber nicht unbedingt so sehr wie diese Ecke hier. 🤷♂️
Also ich denke das nicht. Ich messe mir da offen gestanden nicht einmal ein Urteil zu.
Ja, sicherlich. Das zeigt ja allein der Umstand, dass der Mensch lebensbejahende und lebensverneinende Gesellschaften hervorgebracht hat!
Der Westen ist aber freilich einer der Gipfel an Lebensverneinung, Nekrophilie und Zerstörungssucht. Was erhofft man sich davon, hier Kinder zu haben? Entweder sie werden einem genommen, entfremdet, gebrochen und wenden sich am Ende noch gegen einen – will man das? Oder sie werden zu irgendetwas zwischen lebenslangen Außenseitern und Märtyrern – will man das? Das Set an Möglichkeiten ist in dieser Frage wirklich beschränkt. Und ich finde keine der beiden Option sonderlich schmackhaft, gerade unter meinen persönlichen Voraussetzungen und mir liegt auch nichts ferner als Kinder zu irgendeiner Art „kleiner Revolutionäre“ zu erziehen. Das grenzt für mich an Kindesmissbrauch.
Es geht da zunächst mal nicht um tödliche Gefahren oder Sterben. Letzteres ist ohnehin unausweichlich. Der Punkt ist ein anderer.
Nämlich: die bloße Tatsache, dass der Mensch (oder irgendein Mensch) existiert, ist ja kein Argument oder Gebot für weiteres Kinderzeugen. Das Sein ist nicht gleichbedeutend mit einem Sollen. Aus dem Umstand, dass etwas „immer schon so war“, kann man auch kein Gebot ableiten, dass man – oder vor allem: dass andere – das wieder so tun müssen. Da gilt: Nachdenken vor nachahmen.
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Gerade vor dem Zeugungsakt. Denn Kinder in die Welt zu setzen bedeutet nicht nur, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und eine Bringschuld gegen (lebenden wie verstorbenen) Verwandten einzulösen. Es bedeutet vor allem einen neuen Menschen in eine Welt zu setzen, in die er nicht einwilligen konnte. Wenn ich also ein Kind zeuge, dann bin ich kein bloßer Erzeuger, sondern – für einen bestimmten, klar umrissenen Moment – auch quasi göttlicher Entscheider – denn ich entscheide nun mal für jemand anderen über Leben, Leiden, Tod und vor allem den Ort, an den er gesetzt wird. Ohne dessen Zustimmung. Und das ist eben etwas, dass ich gerade vor dem Hintergrund der oben skizzierten deutschen Zustände nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann.
Dann: Weil’s früher schlimm war, ist’s okay, wenn es heute weiterhin schlimm ist? Nein, einfach nein. Dass frühere Generationen Schlimmes erlebt haben, ändert ja auch nichts daran, dass viele Kinder in ein System hineingeworfen werden, das nun mal strukturell Leiden schafft. Dieses System quält, schändet und mordet. Doch ich habe die Gelegenheit dieses Hineinwerfen zu unterbinden. Das Einzige, das im Vergleich zu früher anders sein mag, sin die Formen des Leidens – aber auch die nicht unbedingt. Gut – den westlichen Menschen mögen keine Mammuts, Säbelzahntiger und in der Regel eher selten Katastrophen bedrohen. Dafür fällt sein Nachwuchs in eine entleerte, fragmentierte, erkaltete und entfremdete Einöde. In die herrschende Normopathie. Und warum genau, sollte ich jetzt – ich frage es nochmals – einen Menschen in ein System entlassen, das strukturell auf Ellbogendenke, Verichung, Ausbeutung, Gewalt und Gier beruht?
Ich schreibe das nicht umsonst: diese Gesellschaft ist strukturell lebensverneinend. Und es ist für mich gerade deshalb ein lebensbejahender Akt, ein Respekt vor dem Leben, Kinder nicht in diese Hölle zu setzen. Gerade wer Kinder wirklich liebt, wer Leben wirklich wertschätzt – der kann in meinen Augen einen neuen Menschen nicht in Deutschland in die Welt setzen.
Aber um nochmals zum Tod zurückzukommen. Der ist eben unausweichlich. Und gerade darum zählt ja nicht das bloße Weitermachen und Wiederholen – sondern das Wie des Lebens. Ein „Ja“ zu einen selbstbestimmten, selbstbewussten und verantwortungsvollen Sein bedeutet eben auch sich von biologischen, sozialen, moralischen und sonstigen Imperativen nicht fesseln zu lassen.
Für mich auch nicht. Ich wüsste auch nicht, wo ich das behauptet habe. 🤷♂️
Sich oder andere Feigling zu nennen wäre eine dusselige (Selbst)Beschämung. Das klingt auch nach wieder nach dem recht paradoxen Pflichtgefühl gegenüber der Vergangenheit – so ein: „Man schuldet es den Ahnen, den Weg fortzusetzen.“ Da kann ich wirklich nur auf Mark Aurel und seine Kritik jener verweisen, die sich panisch bemühten ihr Geschlecht zu erweitern und zu vermehren – und das dann ein, zwei Generationen später ausstarb.
Und war soll ich den Toten etwas schulden, das mich zwar bindet, einen anderen womöglich sehr schadet – aber ihnen nichts nützt? Ich meine: Mut ist nicht Gehorsam gegenüber der Traditionslinie, sondern das Vermögen sich von ihr zu lösen. Einen eigenen Weg einzuschlagen. Ein Mensch, der offen und ehrlich seine Position, seine Fertigkeiten, Ängste, Schwächen und Stärken prüft und dann entsprechend handelt – der ist nicht feige. Der ist frei.
Feigheit wäre vielmehr, aus Angst vor dem Geschwätz anderer, aus Furcht vor dem gesellschaftlichen Urteil („Kinderlos!“), neue Menschen in die Welt zu setzen, obwohl man zum einen schon höchstselbst ihnen weder ein gutes Heim noch ausreichend Liebe, Aufmerksamkeit, Unterstützung bieten kann – und obendrein auch spürt, dass die Welt, so wie sie ist, ihnen kein gutes Zuhause sein wird und ihnen noch viel weniger Liebe, Aufmerksamkeit und Chancen zu schenken vermag.
Und somit würde ich sagen, dass die Ahnen uns vor allem als Helfer für einen ehrlichen Blick aufs Leben dienen können. Aber nicht als Generator irgendeiner kruden Bringschuld. Das röche außerdem stark nach moralischer Erpressung. Doch die Freiheit des Einzelnen besteht nun mal gerade darin nichts zu müssen – nicht den Arm rauszustrecken für das Sakrament der Impfung, nicht seinen Leib rauszurücken für welche Front auch immer, nicht sich anzupassen, nicht irgendein obskures Feuer weiterzutragen, nicht irgendwelche armen Seelen in die Welt zu setzen.
Die Berufung auf die „Natur“ erscheint mir schlussendlich als Ausweichmanöver. Auch aus Geschehen erfolgt ja keine Pflicht, schon gar keine moralische. Dass das Feuer brennt, heißt ja auch nicht, dass ich mich hineinstürzen muss, nur weil Flammen eben gern fressen.
Wenn ich als Mensch wirklich frei bin und – wie Epiktet und Co. betonen – meine größte Freiheit darin liegt zu entscheiden, dann endet die Herrschaft des Naturtriebs genau an der Stelle, wo mein Bewusstsein einsetzt. Die frühen Menschen – oder auch viele Zeitgenossen – mögen noch vornehmlich ihrem Instinkt gefolgt sein. Das mag ihr Weg gewesen sein und er mag für sie gepasst und erfolgreich gewesen sein. Mein Weg aber ist der des Denkens. Der kann „erfolgreich“ sein – oder nicht, das ist eine Frage der Perspektive.
Wenn die Natur es dagegen vermag, mir etwas aufzudrängen, dann könnte ich ihr ja gar nicht widersprechen – und ergo auch gar nicht frei sein. Nur: Wenn ich nicht frei bin – warum sollte ich mich dann irgendwem – ob Ahnen, Natur oder Säbelzahntiger – moralisch oder sonstig gegenüber verpflichtet fühlen?! Der Witz ist doch der: Erst wenn ich frei bin, einen Befehl – ob jetzt von Mutter Gaia, Mutter Kirche, Muttern – zu verweigern, bin ich überhaupt ein Mensch.
Kurzum: Die Natur hat keine Mission – die Natur ist Natur. Und der Mensch ist frei, sich zu entscheiden. Und gerade diese Freiheit, auch mal „Nein“ zu sagen, auch mal einen Prozess zu durchdenken, ihn gegebenenfalls zu unterbrechen – genau das alles unterscheidet ihn von der bloßen Natur, vom bloßen Tier, das nur tut ohne zu fragen.
Gut – hier sehen wir wohl ein paar Dinge anders. Ist eben so – und ist auch nicht schlimm. Ich bin nun freilich die Tage raus – wünsche Ihnen und unseren Mitlesern hiermit angenehme Feiertage und spannende Rauhnächte.
Gruß
„Aber Babys machen halt glücklich.“
On dieser Absolutheit ist das natürlich Unfug.
Es gibt die Postnatale Depression, Mütter, die es bedauern, ein Kind bekommen zu haben, etc.
Auch wenn das das schlichte Weltbild der Autorin erschüttern mag.
Und auch bei guter Verhütung kann mal was schiefgehen. Ich kenne da einige Beispiele.
Sowohl als Ergebnis als auch aus Erfahrung. Auch da ist die Autorin arg simple minded.
Finally, wer sagt denn das die Berating empathisch sei?
Anne im Wonderland der Mutterschaft.
👍👏 🤝
Es ist natürlich komplexer: Klar machen Babies glücklich, z. B. wenn sie im Schlaf lächeln, die winzigen Fingerchen oder Zehen spreizen und in ähnlichen Situationen. Und natürlich sind sie gleichzeitig auch anstrengend, schlafzerstörend, stressauslösend, etc.
Letzteres verblaßt aber im Laufe der Zeit in der Erinnerung und im Nachhinein ist es dann oft/meistens wirklich *reines* Glück. Noch positiver ist die „Bilanz“ aber bei Enkeln denn von denen bekommen die Großeltern i. d. R. fast nur die sonnigen Situationen mit und die anstrengenden haben die jungen Eltern mehr oder weniger exklusiv 😉
Das Leben ist selten nur positiv oder negativ. Ohne Sorgen, Streß und harte Zeiten würde man ja auch nichts dazu lernen, sich nicht weiterentwickeln und auch nicht zu einer Familie (und im Weiteren Gesellschaft), die weiß, was sie aneinander hat und „Feuerproben“-bewährt verläßlich kooperieren kann.
Eigentlich verläuft die Diskussion doch falsch. Die Frage sollte nicht lauten:
„Darf man abtreiben?“
Sondern:
„Warum sind so viele Frauen in einer Lage, in der sie (glauben) abtreiben (zu) müssen?“
Es wird Zeit für Gesellschafts- und Selbstreflexion – statt piefiger moralischer Verurteilung!
In was für einer Welt leben die meisten hier eigentlich? In einer entfremdeten. In einer erkalteten. In einer lebensverneinenden. In einer falschen. In einer ohne echte Lebendigkeit, aber dafür viel Aggression, Nekrophilie und Belliphilie. Gedrängt in Hamsterrad, Habenwill und Leistungslogik, in Scheinbedürfnisse, Kaufzwang und (Schein)Individualismus, der doch letztlich nichts anderes ist als der gleichmachende kapitalistische Ungeist. Die Leute tragen bald nicht nur wieder en masse Uniform – sie denken, handeln und leben ja bereits völlig uniform!
Kurzum: Dieses System ist normopathisch, ist krank! Die ganze Gesellschaft ist krank! Und zu viele Insassen sind es auch. Denn so ein normopathisches System bringt nun mal jede Menge ebenso gestörte Individuen hervor oder schleift sie sich zu – Individuen, die dann wieder das kranke System nähren, vorantreiben und erhalten. Das ist seit Äonen bekannt. Das wussten schon die pösen alten Kyniker vor über 2300 Jahrne und auch damals war es schon ein alter Hut.
In einer wirklich lebensbejahenden Gesellschaft dagegen, gäbe es genug materielle, emotionale, soziale und weiß der Geier was sonst noch für welche Sicherheiten und Hülfen, damit neues Leben nicht länger als Bedrohung, sondern als Bereicherung empfunden würde!
Und das ist doch der Punkt! Diese Gesellschaft gilt es aufzubauen. Oder sich eben im kleinen Rahmen selbst zu schaffen, wenn es sich schon im Großen nicht ausgeht. Da kann jeder etwas für tun, dass seine Umwelt ein bisschen lebensfreundlicher (hinterlassen) wird. Jeder kann Alternativen vorleben.
„…In einer wirklich lebensbejahenden Gesellschaft dagegen, gäbe es genug materielle, emotionale, soziale und weiß der Geier was sonst noch für welche Sicherheiten und Hülfen, damit neues Leben nicht länger als Bedrohung, sondern als Bereicherung empfunden würde!“
Nur gibt und gab es diese ideale Welt nicht, sie ist eine Utopie. Vielleicht in 500 Jahren sofern es dann überhaupt noch Menschen gibt. Bis dahin muß man das Beste in dem Leben/an dem Platz versuchen, in das/anj den man gesetzt/gestellt wurde. Jeder Versuch, ein „Paradies auf Erden“ herzustellen, endete bisher in Totalitarismus weil das dazu benötigte Menschen“material“ nicht vorhanden ist.
„Das Beste“ bedeutet m. E., sich bestmöglich an die jeweiligen (Über-) Lebensbedingungen anpassen, Herausforderungen/Probleme möglichst überwinden, Gefahren bestehen unddabei lernenm, lernen, lernen, sich entwickeln und möglichst gut mit den anderen und der Natur kooperieren.
Ein irdisches Paradies böte m. E. keine Möglichkeiten der Entwicklung mehr: Wo alles im Überfluß vorhanden ist, es weder Nöte noch Krankheiten, Sorgen oder Gefahren zu überwinden gibt, herrscht Stagnation und später Retardation.
Klar kann man oft nicht schlafen wenn man an Gaza, Sudan und das ganze Leid denkt, das auf diesem Planeten herrscht, an die ungeheure Bösartigkeit der Globalistenpläne, die Hilflosigkeit gegenüber Unrecht u. v. m. … Und es ist schwer zu akzeptieren, daß man in einem milisekundenkurzen Erdenleben nicht alle und allesn retten, sondern nur im jeweiligen, kleinen Umfeld und in der jeweiligen, winzig kurzen Lebenszeit, sein kleines Teil dazu beitragen kann, die Gesellschaft oder gar die Welt ein bißchen besser und schöner zu machen. Im Idealfall zusammen mit anderen. und ohne den Versuchungen des Materialismus zu verfallen.
Resignation immer wieder zu überwinden, neuen Mut zu fassen, daß es auch nach uns noch weitergeht und sich jeden Tag darum zu bemühen, ein bißchen dazu beizutragen ist schwieriger aber konstruktiver als einfach aufzugeben und sich vom Todestrieb wegschwemmen zu lassen.
„Diese Gesellschaft aufzubauen“, bzw. Schritte in diese Richtung zu tun, ist ein sehr gutes und richtiges Ziel. Solange es sie noch nicht gibt keine Kinder mehr zu bekommen/zu haben, ist nicht zielführend. Wer sollte denn dann die nächsten Schritte tun und die Entwicklung in Richtung dieser Welt später weiterführen?
Ja: Diese globalistisch beherrschte Gesellschaft ist tatsächlich krank, Sie ist durch- und zersetzt von destruktivem Materialismus. Daher entfremdet von der Natur, von dem, was Mensch-Sein ausmacht. Bestehend aus isolierten, einsamen Einzel-Egos ohne Wurzeln, Bindungen, Spiritualität. Ohne Bewußtsein von der Vergangenheit und dadurch ohne Zukunfstperspektive. Gehetzt vom JETZT, JETZT, JETZT, fixiert auf Oberrflächen, kaum noch Sein, fast nur Schein.
– Sehr verständlich, daß immer mehr Menschen unter solchen Verhältnissen depressiv werden, der Todestrieb immer weiter um sichgreift und Leben von vielen nur noch als Risiko nicht mehr als Chance gesehen werden kann.
Ein erster Schritt, sich dem zu entziehen, kann darin bestehen, sich mal zurückzuziehen und z. B. für eine Stunde in einen Wald oder Park zu gehen oder auf andereWeise mal *bewußt* den Kontakt zur Natur zu suchen (die gibt es in vielfältiger Form sogar in Städten).
Ja und? Was hindert einen daran diese anzustreben? Ich schrieb es schon mehrfach in diesem Forum: Was heute noch utopisch erscheint, kann morgen schon ganz anders bewertet werden. 🤷♂️
Es ging hier schlicht darum aufzuzeigen, dass in einer lebensbejahenden Gesellschaft viele der heutigen Abtreibungsgründe wegfielen oder zumindest stark vermindert würden. Mehr nicht. Und es gibt ja auch bereits heute genügend Gesellschaften in denen die Abtreibung nicht so verbreitet – und vor allem nicht so konsumistisch betrieben – ist wie im Westen.
Da rennen Sie bei mir als Freund von Epiktet und Co. immer offene Türen ein.
Diesen Gedanken wiederum teile ich überhaupt nicht.
Er übersieht nicht nur die vielen lebensbejahenden Gesellschaften, sondern negiert letztlich auch Versuche in westlichen Gefilden, etwa Tolstojaner oder in Katalonien nach dem 19.07.1936. Oder erklärt sie als ins Totalitäre abgeglitten. Bloß: Viele der Beteiligten strebten gerade keinen Totalitarismus an; dafür wurden dann viele von ihnen – gerade von Bürgerlichen, aber auch von anderen Linken – verfolgt, beschämt und verleumdet. 🤷♂️
Davon abgesehen habe ich nicht geschrieben, dass eine lebensbejahende Gesellschaft das Paradies oder der Garten Eden oder das Ende der Geschichte sei. Ich zitiere da mal wieder den pösen Souchy:
Quelle: hier
Das ist für mich zu utilitaristisch und teleologisch, reines Zweckdenken: „Ohne Kinder geht’s nicht weiter, also müssen alle Kinder bekommen.“
Die Frage beim aktuellen Stand der Dinge lautet doch erst mal: Weiter wohin? Und da habe ich eben dargelegt, dass ich da wenig Positives sehe und wenig Veränderungspotentiale. Ich bin nun mal in der Welt – also muss ich schauen, wie ich für mich zurechtkomme. Okay. Ich habe aber zugleich die Entscheidungsgewalt und kann verhindern, dass andere – und obendrein durch mich – in meine Lage kommen.
Außerdem ist „Entwicklung“ ja kein moralischer Imperativ. Sie passiert – technisch, kulturell, sozial – auch ganz ohne persönlichen „Familienbeitrag“. Ich kann obendrein zur Entwicklung und Erreichung einer anderen Gesellschaft viel beitragen ganz ohne Kinder zu zeugen und sie zu kleinen Revolutionären abzurichten. Wer keine Kinder bekommt, zerstört auch nicht das Prinzip Mensch, sondern entzieht sich bloß einer bestimmten biologisch sozialen Aufgabe – wenn nicht gar einem moralisch wie sonstig verordneten Zwang. Also etwas, das man mit gutem Grund und Gewissen ablehnen kann. Und ob beispielsweise Epiktet Kinder hatte, weiß ich nicht, aber das Maßgebliche, was er den Menschen hinterließ, waren seine Gedanken und Worte, die obendrein sein Schüler Arrian sammelte und zusammenstellte. Waren die wertlos? Ich glaube nicht. Mark Aurel nahm beispielsweise viel daraus mit:
Generationen kommen, Generationen gehen, und jede meint, sie sei der Motor der Zukunft. Meistens ist es freilich ein sehr stotternder und öfters setzt der Karren auch gewaltig zurück. Das Weltgeschehen ist aktuell kein aufsteigender Pfad, sondern ein endloses Kreisen.
Und wenn man angesichts der heutigen wie hiesigen Umstände zu der Haltung gelangt, dass man einen neuen Menschen nicht ohne Reue und Not ins Leben zu setzen vermag, dann hat man auch keinen Grund, sich dafür schuldig oder verantwortlich zu fühlen. Oder zu glauben, dass nun etwas nicht „weitergehe“. Vielleicht ist ja gerade der Mut – angesichts und trotz des weit verbreiteten moralischen Drucks – etwas nicht fortzusetzen, einen Weg nicht einzuschlagen, der Schritt, der wirklich fehlt und der andere – ob sie Kinder haben oder nicht – zu Taten inspirieret, die der Menschheit weiterhelfen. Ist also der Schritt, der ein Vorankommen ermöglicht.
Ich gehe jeden Morgen um 8:00 Uhr eine Dreiviertelstunde spazieren und komme dabei an Wald wie Park vorbei sowie einer Bank, von der man einen sehr schönen Blick auf das Flusstal hat. Das mache ich auch an Tagen, an denen ich nur zwei oder drei Stunden Schlaf hatte, nachdem mich meine Erkrankung die halbe Nacht wachhielt. Ich habe freilich den Luxus mich danach auch nochmals hinlegen zu können. (Im Gegensatz zur am Leben gescheiterten japanischen Ministerpräsidentin, die angeblich stolz ist, nur zwei oder drei Stunden zu schlafen und dann zu arbeiten. Oder das zu tun, was sie als Angehörige der herrschenden Klasse unter „Arbeit“ versteht.)
@ Altlandrebell:
Guten Morgen,
genau die beiden Themen, die @Blue Angel aufgreift, sind auch in meiner Wahrnehmung bei Ihnen immer ein wenig, sagen wir mal, mindestens ungeschickt ausgedrückt.
Sie scheinen Immer so auf die perfekte Utopie fixiert und kritisieren alles Andere als Druidentee, dass man den Eindruck bekommt, dass Zwischenstufen dahin oder einfach Strategien erst mal mit der aktuellen Situation so gut wie möglich klar zu kommen, alle keinen Wert für Sie haben. Wenn man Sie länger liest, weiß man dass das eigentlich nicht so ist. Aber Sie stellen das zu selten deutlich genug heraus, finde ich.
Auch beim Thema Kinder Kriegen: Sie unterscheiden meiner Ansicht nach zu wenig zwischen ihrer persönlichen Haltung und dem was für die Allgemeinheit erstrebenswert wäre. Daher bekommt man leicht den Eindruck, dass Sie es generell ablehnen würden noch Kinder in diese Welt zu setzen, ähnlich wie Sie zum Beispiel den Konsumismus ablehnen. Dass Sie also auch denken würden, dass es für andere Menschen gut wäre keine Kinder mehr zu bekommen. Aber das wäre natürlich Unsinn, denn wie @ Blue Angel richtig sagt, gäbe es dann niemanden mehr, der die Utopie leben könnte.
Ein sehr gutes Satz von ihr (Ich glaube, dass @Blue Angel eine Frau ist) ist auch folgender:
Das erinnert mich auch sehr an das berühmte Experiment von John.B. Calhoun
https://de.wikipedia.org/wiki/John_B._Calhoun
Wenn man über Utopien nachdenkt, sollte man so etwas natürlich immer im Blick haben.
Noch was zum „Glanz des Nachruhms“. Stimmt natürlich, was Sie dazu sagen oder zitieren, irgendwann verblasst jeder Ruhm mit Namen. Doch kann ein geistiges oder kulturelles Erbe, einmal geschaffen, von Menschen deren Namen keiner mehr kennt, dennoch viele Jahrtausende überdauern, selbst wenn andere Kulturen es erobert haben und zerstören wollten.
So habe ich z.B. mal gelesen, dass die Bewohner der heutigen Toskana, in ihrer Mentalität und ihren Lebensäußerungen doch viel näher an den Etruskern sein sollen, als an den Römern, die die Etrusker oft als unmoralisch diffamierten. Die Etrusker waren eben das lebendigere, lebensbejahendere Volk bzw. Kultur, deren Einfluss auf lange Sicht diejene der Römer überdauern konnte.