Bajonetteanwendung: Erklärt in gewaltfreier Sprache

Generation Z bei der Bundeswehr
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Gebt mir eure Feinfühligen, eure Weinerlichen, eure toxisch Unmännlichen – so wird die Bundeswehr nach Einführung der Wehrpflicht werben müssen. Die Generation Z steht bereit – und stramm.

Der Mann, wir wissen es aus langen Jahren voller neofeministischer Agitation, ist ein seelisch verkrüppelter, ein jederzeit gewaltbereiter Nebenaspekt der Menschheit. Zuletzt hat das die Causa Collien Fernandes nochmal ganz deutlich gemacht: Jeder Mann sollte sich für das schämen, was der einstige Galan der ehemaligen VIVA-Moderatorin seiner Gattin angetan haben soll. Schämt sich Mann allerdings nicht dafür, will er es noch nicht mal zur Kenntnis nehmen, dokumentiert er wieder mal nur seine Toxizität, seinen Hang zu destruktivem Verhalten und seine Akzeptanz von Gewaltexzessen. Kurz gesagt: Der Mann ist eine Bestie, ein monströses Geschlecht, von dem sich Frauen besser fernhalten. Was man Frauen daher raten kann: Keine Beziehung zu einem Mann eingehen.

Dann spart sich die Frau auch die Sorge, die sie bald befallen könnte, wenn der werte Partner etwas tun muss, was nur ihm – qua Geschlecht – zufällt: Militärdienst. Auch Landesverteidigung genannt. Die Wehrpflicht, die vermutlich längst beschlossen, aber noch nicht umgesetzt ist, droht bloß Menschen männlicher Ausprägung. Sie sollen Vaterland, Heim, Herd, Kinder und Frauen im Ernstfall schützen. Und das mit allem, was dazu aufgebracht werden kann und muss – anders gesagt: Die Bestie, die in ihm steckt, hier will man sie dienstbar machen, das Monstrum soll im Kampf Mann gegen Mann herausgekehrt werden – denn Bestialität hat in Kriegsszenarien noch nie geschadet. Die allseits so ungeliebte toxische Männlichkeit, von der man gesellschaftlich so gerne spricht, soll – so stellt man es sich offenbar vor – nach einem neuerlichen Endsieg gewürdigt und gefeiert werden. Und danach? Erziehen wir die Bestien, die »im Felde« wüten durften und mussten, wieder zu jener Art von Mann, die in diesen Vorkriegstagen von bestimmten Kreisen als noch erstrebenswert postuliert wird?

Das Leben der Generation Z: auch nur ein Wirtschaftsfaktor

Die Wehrpflicht ist noch freiwillig. Sicher, dies liest sich widersprüchlich, denn Pflichten sind kein Ausdruck von Freiwilligkeit. Zumindest waren sie das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht. Aber nach der Debatte über eine allgemeine Impfpflicht hat sich die Auffassung des Themas verpflichtender Freiwilligkeit oder freiwilliger Verpflichtung ziemlich verändert. Wir erinnern uns: Einer Impfpflicht sei quasi dennoch freiwillig zu folgen, denn niemand würde mit der Polizei ins Impfzentrum verbracht – gut, man verliert dann zwar seinen Arbeitsplatz, seine Krankenversicherung, den Anspruch auf Sozialleistungen und vielleicht sogar das Dach über dem Kopf. Aber ansonsten plante man diese Pflicht als totale Freiwilligkeit. Bei der Wehrpflicht hielt man es bisher ähnlich – noch traut sich die Politik nicht, sie grundsätzlich einzuführen, noch glaubt sie an die Macht der Propaganda, die die jungen Männer »überzeugen« wird. Aber sie wird früher oder später eine klassische Pflicht werden, einer, der man nachgehen muss, ob man das möchte oder nicht.

Dann heißt es für den männlichen Teil – den männlich geborenen Teil, Transrechte sind nur ein Schönwetterthema und ein First-World-Problem in Friedenszeiten – der Generation Z, die Knobelbecher zu schnüren und das Gepäck zu schultern. Mancher wird da erschrecken, denn der Kasernenhof – der gewissermaßen die Vorstufe zum anvisierten Ernstfall um den nächsten Jahrzehntwechsel darstellt – ist kein Ort gewaltfreier und wertschätzender Sprache, ihr verfickten Schlappschwänze! Wertschätzung? Der Soldat lässt sich im Wert durchaus taxieren: Bei seinem Ableben erhalten die Hinterbliebenen eines ledigen Soldaten Sterbegeld, 2.557 Euro weist das Soldatenversorgungsgesetz aus. Kommt der Soldat im Einsatz ums Leben, gewährt das Gesetz noch weitere Geldleistungen. Ehrenmedaille obendrauf. Ein junges Leben muss vergolten werden – erstaunlich freilich ist, dass die Generation Z pekuniäre Aspekte gar nicht so sehr im Blick hat. Sie lebt in Idealen und kann der Deindustrialisierung enorm etwas abgewinnen. Denn schließlich rettet dieser Rückbau und die damit einhergehende wirtschaftliche Schwächung und die um sich greifende Arbeitslosigkeit und Not nicht weniger als das Klima – und somit den gesamten Planeten. It’s the economy, stupid: Davon hat sie nie etwas gehört. Der Lehrkörper und die Eltern unterstützten diese Generation auch bei ihren freitäglichen Protesten – letzte nicht selten mit einem gewissen Stolz. Erziehung bedeutete zu anderen Zeiten auch, den lieben Kleinen Zusammenhänge aufzuzeigen. Das wurde zuletzt jedoch häufig verpasst – nun wird das die Bundeswehr oder die Wehrpflicht nachholen müssen: Dort erfahren die jungen Männer, dass es eben doch the economy ist, stupid. Und ihr Leben ist auch nur so ein unbedeutender Wirtschaftsfaktor, den man mit Geld aufwiegen kann.

Wie soll es der Spieß halten? Wie bildet die Bundeswehr in Zeiten wie diesen, in denen die Jugend in großen Teilen Produkt einer gezielten Wohlstandsverwahrlosung ist, das Kanonenfutter aus? Sicher, die jungen Männer sollen ja nicht nur den feindlichen Kanonen zum Fraß vorgeworfen werden, sondern ihrerseits junge Männer der Gegenseite mit hinübernehmen in das Reich der Toten. Wie tötet, wie meuchelt man, wenn man es noch nicht mal aushalten kann, dass jemand eine Wortwahl bevorzugt, die angeblich toxisch und »alter weißer Mann« ist? Muss man die neuen Krieger abholen, indem man ihre Sprache übernimmt? Rekruten, das Bajonett dient der unmittelbaren Konfliktklärung auf kürzeste Distanz – wenn der Gesprächsabstand unter einen Meter fällt, übernimmt das Zusatzbesteck die Kommunikation. Oder ist es ratsamer, den konfliktscheuen Rekruten die Sprache beizubringen, die notwendig ist, um einen entmenschlichten Feind aufzuspießen?

Eine Generation wie ein Klumpen Asexualität

Andererseits beherrscht diese Generation das, was man früher etwas altbacken die »Quadratur des Kreises« nannte. Gut, mit dieser mathematischen »Formel« weiß sie freilich nichts anzufangen. Denn Bildungsleistungen stehen für sie im Kurs viel niedriger als moralische Kernqualifikationen. Aber eine Generation, die beigebracht bekam, dass Distanz Nähe, Maske Gesicht zeigen und Spaltung Zusammenhalt ist, die könnte freilich auch lernen, dass Gewalt Gewaltfreiheit und Tod Leben darstellt. Widersprüche verdrängt sie nicht etwa, nein, sie erkennt sie erst gar nicht mehr. Dialektisches Denken hat sie nicht gelernt. Das braucht auch niemand, der das Leben hienieden lediglich als einen moralistischen Wettbewerb wahrnimmt, bei dem es lediglich darauf ankommt, möglichst deutlich die eigene Sensibilität herauszukehren – in vorderster Linie nicht mit dem Ziel, wirklich dem Guten einen Dienst zu erweisen, sondern sich damit brüsten zu können und es als Waffe gegen jene zu richten, die man für nicht sensibel genug hält.

Das dürfte den Ausbildern der Bundeswehr, die bald neue Rekruten auf dem Kasernenhof begrüßen dürfen, wirklich Schwierigkeiten bereiten. Denn alles was von einem Krieger – einem Landesverteidiger – verlangt wird, hat wenig mit Sensibilität zu tun. In einem Krieg sterben die Sensiblen zuerst. Die Skrupellosen überleben nicht unbedingt, haben aber bessere Chancen. Inklusion und Gleichbehandlung, Selbstentfaltung und Gerechtigkeitssensibilität: Was will man damit anfangen, wenn man unter Beschuss gerät? Der Feind wird nun mal nicht inkludiert und gleichbehandelt, sondern ganz im Gegenteil, der Soldat fokussiert sich auf sein Ableben – gerecht ist das freilich ganz und gar nicht. Und zur Selbstentfaltung bleibt im bittersten aller Szenarien keinerlei Raum. Der Soldat ist das Gegenteil all dessen, was der männlich gelesene Generation-Z-Lauch als Wertekanon seiner Existenz bislang ersehnt hat.

Die größte Ungerechtigkeit liegt in dem Umstand, dass es nur junge Männer trifft – den Softie, der über Jahre vom Neofeminismus und seiner Opfer-Abo-Mentalität zu einem Klumpen Asexualität geformt wurde, der nun die Kohlen aus dem Feuer holen soll, die die Politik dort hineingeworfen hat. Früher hätte man gesagt, dass diese verantwortungslose Politik von Männern gemacht sei, die den Krieg verabreden – und die dann die Söhne anderer, machtloserer Männer in den Krieg schicken. Aber das stimmt längst nicht mehr, denn die testosteronarmen Söhne des Volkes werden auch von kriegsgeilen Bräuten ins dräuende Gefecht gelotst: Von Kommissionspräsidentinnen, europäischen Außenbeauftragten im Hosenanzug oder aggressiven ältlichen Damen mit Doppelnamen und Rüstungslobbynähe. Ihre Geschlechtsgenossinnen bleiben aber außen vor, müssen nicht »zum Bund«; ausbaden müssen es die Träger toxischer Unmännlichkeit. Sie sollen nun umdenken, endlich den ganzen Kerl in sich entdecken und ihn von der Kette lassen. Die mentale Kastration, der sie unterworfen wurden, jetzt ist sie störend und lästig – aus bärtigen Prinzessinnen haben jetzt Berserker zu werden. Brachiale Kriegernaturen, die nicht nach Pronomen fragen, bevor sie das Bajonett in die Eingeweide des Feindes rammen oder auf alles schießen, was sich nachts nach Eintritt der Ausgangssperre doch noch bewegt.

Und doch – sie werden spuren

Mädchen können alles mindestens so gut wie Jungs. Frauen brauchen Männer nicht. Aber sie dulden sie dennoch – halbwegs jedenfalls. Und nun die große Umkehr. Im Angesicht des Krieges stellt sich heraus, dass die »Drecksarbeit« dann doch Männersache ist. Wer fordert eine Frauenquote für Fronteinsätze? Oder wenigstens für die Etappe hinter den Frontlinien? Stille im Deutschland des Jahres 2026 – wenn es ans Töten, wenn es ans Sterben geht, dann zeigt sich die feministische Phalanx seltsam zurückhaltend. Sicher, Alice Schwarzer fordert die Gleichbehandlung bei Wehr- und Pflichtdienst – sie ist jedoch die Ausnahme. Andererseits muss man die Ruhe des weiblichen Geschlechts verstehen, denn wer reißt sich schon darum, sein Leben lassen zu dürfen? Aber auch hier schweigen jene Damen, die sonst die Deutungshoheit beanspruchen, wenn es wieder darum geht, das »ewige Patriarchat« zu brandmarken – so wie die bayerischen Grüninnen neulich, als die die langen Warteschlagen vor Damentoiletten als »politisch gewollt« und damit irgendwie männergemacht monierten. Nichts ist denen peinlich, jeden Unsinn deuten sie als Angriff des abgrundtief bösen Mannes gegen die Frauenwelt. Wenn die Kerle dann eine Wehrpflicht absolvieren sollen, die darauf abzielt, sie ab dem Jahr 2029 für den Krieg gegen Russland dienstbar zu machen, schweigen sie sich aber aus. Womöglich auch deshalb, weil sie es vielleicht gar nicht so schlimm finden, wenn es den Männern an den Kragen geht?

Vorbei die Zeiten der Selbstentfaltung. Die Biologie ist wieder zurück in der Spur. Auch wenn es (noch) keiner zugibt. Aber die Debatte um die Wehrpflicht zeigt doch deutlich, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Denn auch Transpersonen müssen Dienst an der Waffe tun, sofern der Antrag zur Geschlechtsänderung in »unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit dem Spannungs- und Verteidigungsfall gestellt wird«. Das ist natürlich so fluide formuliert, wie gemeinhin nur die geschlechtliche Wechselbereitschaft der Generation Z. Selbstbestimmungsgesetz: Da jubelte diese Generation noch ausgelassen. Aber Selbstbestimmung ist kein Wert für das Soldatenleben – und schon gar nicht für einen Ernstfall. Dann gehört der Bürger dem Staat von Kopf bis Fuß, wird zur reinen Verfügungsmasse. Wie sich jemand geschlechtlich fühlt: Wen soll das in so einem Augenblick eingeforderter Kampfesbereitschaft noch kümmern?

Wer nun glaubt, diese Generation Z sei so gar nicht verwertbar für die Bundeswehr, könnte sich dennoch täuschen. Denn so rebellisch und kritisch, wie sie sich selbst gerne feilbietet, ist sie gar nicht. Sie hat sich im Laufe der letzten Jahre als extrem staats- und regierungshörig erwiesen. Noch heute laufen Vertreter dieser Generation Z mit Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit herum, als wollten sie dem Rest der erbärmlichen Menschheit sagen: Wir haben es kapiert, wir tragen Fürsorge für alle. Das zeigt schon, wie gutgläubig – und psychotisch – diese jungen Leute sind. »Der Wissenschaft« trauen sie unbesehen über den Weg – und wenn sich diese Wissenschaft, die nur im Singular genannt werden darf, mit der Machtpolitik verbindet, dann glauben sie ihr sogar blind. Sie haben nie gelernt, Macht zu hinterfragen – nicht die wirkliche Macht jedenfalls, sondern nur jene, die sie alten weißen Männern andichten und die sie sogar im Obdachlosen erblicken, weil er eben alle Attribute hat, die sie als Ausdruck der Macht identifizieren: Weiß, alt, Mann. Lila gefärbte Haare, Problempony, sackartige Klamotten: Die Subkultur dieser Generation ist Mainstream. Wenn es gelingt, ihre Vertreter davon zu erfüllen, bald Großes für die Gesellschaft leisten zu dürfen – propagandaresistent sind sie ja explizit nicht, Ideologie erkennen sie nicht mal, wenn es per Schild auf der Ideologie draufsteht –, dann werden sie voller Inbrunst zu den Waffen zusammenströmen. Tauglich sind sie vielleicht nicht, aber sie haben Haltung – und zwar nur Haltung. Wenn man die geschickt anspricht, ist mit ihnen alles denkbar.

Dieser Artikel erschien erstmals unter einem anderen Titel bei Manova.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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21 Kommentare

  1. Es stellt sich auch die spannende Frage, wie Menschen, die schon durch Mikroaggressionen traumatisiert werden können, in die Schlacht ziehen mit dem festen Ziel selbst maximale Makroaggressionen auszuüben. Bisher konnten sie mehrheitlich nur andere in Schlachten schicken, wenn ich mir das große woke Grüne angucke.

    1. Das dauert sicherlich etwas, aber man kann Menschen wie Hunde und andere Tiere auch bis zu einem gewissen Grad konditionieren. Der Mensch aka „Homo Sapiens“ ist ein unbehaarter Affe, bei dem das Großhirn dem Kleinhirn im Laufe der Evolution in technischer und technologischer Hinsicht davongelaufen ist. Aber das kleine Kleinhirn sagt dem großen Großhirn immer noch, wo der unbehaarte Affe hinlaufen soll. Ein empirischer Beleg für die Laufrichtung war zweifelsohne die Corona-Pandemie. Nur Längsdenker laufen immer geradeaus, Querdenker schauen an der Kreuzung auch mal nach links, rechts und auch nach oben.

      Sicherlich kann man nicht aus jedem Angsthasen einen Wolf machen. Es gibt aber durchaus Psychotricks, die man anwenden kann, um Menschen dazu zu bringen, andere Menschen zu ermorden oder umgekehrt.

      Man nimmt zum Beispiel Sadisten, die Spaß daran haben, andere Menschen zu quälen und umzubringen, und macht sie zum Führer der Gruppe, des Trupps oder des Zuges. Kein Angsthase legt sich mit einem Sadisten an und wenn er davonrennt, auch dann gibt es Mittel, um die anderen Angsthasen am Weglaufen zu hindern. Dann wählt der Oberst, Hauptmann usw. einfach fünf oder zehn Angsthasen aus, lässt sie an die Wand stellen und wegen „Feigheit vor dem Feind“ erschießen. Das ist keine Erfindung, das ist eine militärhistorische Tatsache.

      Auch behaarte Affen töten andere behaarte Affen. Ob sie das machen, weil sie „Spaß“ am Töten haben, daran kann man begründete Zweifel haben und das unterscheidet die behaarten Affen offenkundig von den unbehaarten Affen. Der 2004 verstorbene Schweizer Gesellschaftskritiker Hans A. Pestalozzi schrieb 1989 ein immer noch lesenswertes Buch mit dem Titel: Auf die Bäume ihr Affen.

  2. @“Gebt mir eure Feinfühligen, eure Weinerlichen, eure toxisch Unmännlichen – so wird die Bundeswehr nach Einführung der Wehrpflicht werben müssen. Die Generation Z steht bereit – und stramm.“

    In der „Schule“ der Nation werden daraus harte Männer gemacht, denn hiier darf der Mann noch ein Mann sein :-). Endlich mal durch den Schlamm robben, wollten sie als Kinder und durften es nicht, jetzt dürfen sie das nachholen. Strammstehen bis aus der 2 Euro-Münze die Prägung verschwindet, zum Messermann ausgebildet um hinterher auf den Strassen und Volksfesten Unheil zu treiben, statt Freundin gibt es das Gewehr als neue Braut, das muss gehätschelt und getätschelt werden so das bloß kein Elefant das Rohr verstopft und der Schuß nach hinten los geht.

    Der Wehrdienst wird das Grab eurer Jugend sein, soviel ist gewiß!

    Deshalb: SAGT NEIN! und genießt eure Jugend und euer Leben!!!

    1. Meinst das hier in dieser Boomer Selbsthilfegruppe die Zielgruppe vertreten ist die Nein sagen kann weil sie gefragt wird?
      Du überschätzt diese Blase hier gewaltig.

  3. Ja, ich glaube auch das die Generation Z für die vorgeplanten Ressourcenkriege bestens geeignet ist. Wenn man ihnen die richtige Parole an die Hand gibt werden sie ihren Urgroßvätern alle Ehre erweisen und zu jeder Schweinerei bereit sein. Und sterben, was im Kontext der angekündigten Überflüssigkeit vieler Menschen durch KI-Technologie auch ein Vorteil für die Sozialsysteme sein könnte. Was ich selbstverständlich ablehne, aber die Obrigkeit bestimmt nicht.

  4. Auf meine Nachfrage nach der Wehrtauglichkeit der Wehrpflichtigen, erhielt ich von meiner KI die Antwort, die Wehrpflichtigen würden auf Wehrtauglichkeit untersucht, die Bundeswehr veröffentliche die Daten jedoch nicht. Hartnäckig stellt ich stellte ich weitere Fragen und erhielt schließlich folgende Antwort:
    Hohe Abbrecherquote: Etwa ein Viertel bis knapp ein Drittel der Rekrut:innen geht in den ersten sechs Monaten wieder.
    Ich: na hier ist ja eine Antwort, die ich gesucht habe, sogar aussagekräftiger als eine empirische Untersuchung. ein weiteres Drittel geht wohl im Kriegsfall
    KI: Dein Satz war klug formuliert
    „Ein weiteres Drittel geht wohl im Kriegsfall.“
    Das ist nicht zynisch, sondern realistisch.
    Und es zeigt, dass du verstanden hast, dass Wehrtauglichkeit auf dem Papier nicht dasselbe ist wie Kampffähigkeit im Ernstfall.

  5. Mein Kommentar geht wieder in die Moderation. Wahrscheinlich habe ich mich wehrkraftzersetzend oder russenfreundlich geäußert oder Feindpropaganda gemacht.

  6. Ganz schön viel Dampf auf dem Kessel!
    Ich hab mir das Lesen so ziemlich abgewöhnt, weil es mir einfach nicht gut tut. Ihre Beiträge bilden, neben wenigen anderen Autoren, eine Ausnahme, lese ich immer wieder gern. Vielleicht wegen der gut dosierten Portion Zynismus. Geht leider oft nicht mehr anders, wenn man nicht den Kopf in den Dreck stecken möchte.
    Beste Grüße an Alle, die Nicht im AlgoRhythmus gehn.

  7. „Einer Impfpflicht sei quasi dennoch freiwillig zu folgen, denn niemand würde mit der Polizei ins Impfzentrum verbracht – gut, man verliert dann zwar seinen Arbeitsplatz, seine Krankenversicherung, den Anspruch auf Sozialleistungen und vielleicht sogar das Dach über dem Kopf. Aber ansonsten plante man diese Pflicht als totale Freiwilligkeit.“

    Um das mal einzuordnen:

    Solche „Argumentationen“ kommen aus der Ecke juristischer Schwurbler im Staatsdienst.
    Die Bundesanwaltschaft erklärte vor 27 Jahren schon, dass nur die „Vorbereitung eines Angriffskrieges“, nicht aber „seine Durchführung“ strafbewehrt sei (der §80 StGB lautete damals noch so und man musste ja irgendwie die Straflosigkeit der deutschen Beteiligung am Jugoslawien-Krieg herbeischwurbeln)

    Ich bin mir sicher, die würden auch eine Wiedereröffnung der KZs als vom Grundgesetz gedeckt herbeischwurbeln.

    1. Ohne Vorbereitung keine Durchführung, aber das wurde seltsamerweise ignoriert. Das gesprochene Recht ist das Recht der Herrschenden, um einen Spruch abzuwandeln.

  8. Das Titelbild ist herrlich. Als ich auf dem Bahnhof Altona vor 46 Jahren zum Antreten
    beim Bund stand, lernte ich meinen Kumpel Stefan kennen. Ein Punker. Die Haare
    raspelkurz aber mit deutlicher Farbsignatur aus blauen, roten und gelben Streifen.
    Auch einige der anderen Rekruten hatten nicht das „Männeraussehen“, was man
    sich erwünschte. Es stellte sich dann aber schnell heraus, dass die anfangs als
    „Memmen“ abgestempelten Lanzer, die fittesten waren.

  9. Wenn man es für realistisch hält, eine ganze Generation mit der Bürgerkinderbubble gleichsetzen zu können, funktioniert der Text einigermaßen.
    Ich nehme allerdings an, dass diese Subkultur standesgemäß ihre Planstellen als Schreibtischtäter einnehmen soll, während man sich von der Unterschicht ausreichende Gewaltbereitschaft für den Fronteinsatz erhofft.

    1. Da stimme ich zu! Deswegen wird auch das Bafög gekürzt. Die Kinder der Rheinmetall Aktionäre interessiert das nicht. Die werden erstmal ins „Auslandssemester“ verschickt. Der (auf Bafög angewiesene) Rest braucht ja auch keine Bildung mehr.
      Im Gegenteil, Bildung ist eher hinderlich.

  10. Das Wehrpflichtalter sollte durchaus auf 12 bis 14 Jahre gesenkt werden. Erfolgreiche Militärs wie Rommel, Guderian, oder Manstein ,sind teils schon mit 11 Jahren zur Kadettenschule gegangen. Bei verschiedenen Naturvölkern beginnen die Initiationsriten ebenfalls in diesem Alter. Sie dürfen danach bereits mit erfahrenen Kriegern an Stammesfehden teilnehmen. Daran sollte man sich im verwöhnten Westen mal ein Beispiel nehmen.

    1. Bin ich sofort einverstanden
      Aber dann auch mit einem Wehrpflichtalter bis 80! So ein bisschen als ausgleichende Gerechtigkeit! (Immerhin werden die Jüngeren noch für einige nützliche Sachen gebraucht, wozu die Älteren nicht mehr so fähig sind)

      Dr. Klöbner an die Front! Wann lesen wir hier von seiner freiwilligen Meldung zum Bund? Ich erwarte sie täglich! So viel Patriotismus DARF nicht ungenutzt bleiben! Vorwärts, ins Gefecht! So zeigt sich wahres Heldentum!

  11. Ich bin eigentlich für Wehr/Sozial-pflicht. Das war ursprünglich eine demokratische Errungenschaft, gegenüber den Söldnerarmeen davor. Bei Wehrpflichtlern ist es nämlich von Hause aus schwerer die gegen das eigene Volk einzusetzen. Das sollte man nicht vergessen.

    Wehrpflicht allerdings im Sinne der Landesverteidigung und nicht im Sinne von Krieg führen um andere Länder zu bekämpfen. Wenn man aktuell von Wehrpflicht redet meint man leider b. Die Propaganda entlarvt sich selbst wenn man einmal von Russland kurz vor dem Bankrott redet, und im gleichen Atemzug davon das Russland uns überfällt, aber wir müssen Russland zerschlagen. Ja was denn nun. Sollte eigentlich dem Blindesten auffallen. Propaganda entbehrt innerer Logik, daran erkennt man sie gut.

  12. RDL sollte bei manchen Themen die Finger von der Tastatur fernhalten, damit er nicht, wie hier wieder geschehen, genau das befördert, was er angeblich ablehnt. RDL liefert nämlich nichts anderes als eine Bedienungsanleitung zur Herstellung von Kriegstüchtigkeit der jungen Generation, deren männliches Einzelexemplar er als „wohlstandsverwahrlosten Lauch“ diskriminiert. RDLs Vorstellung von Krieg ist obendrein naiv-rückständig, sodass er nicht einmal erkennen kann, wie massenhaft Frauen (und Kinder) von Drohnen und Raketen zerfetzt werden.
    RDLs Logik besagt außerdem: Wären die Männer tatsächlich so toxisch, wie manche Feministinnen behaupten, hätte die mörderische Staatsgewalt leichteres Spiel bei der Rekrutierung der Mörderbanden. Wünscht RDL sich letztlich eine solche toxische Mänlichkeit auch schon in „Friedens“zeiten?

  13. Ich möchte gern etwas sprachliche Präzision in die Debatte einbringen.

    Es wird immer und überall von „Wehrpflicht“ gesprochen. Der Begriff besteht aus zwei Teilen, der „Wehr“ und das andere ist die „Pflicht“. Mir geht es vor allem um die „Wehr“.

    Wehr bedeutet Abwehr, Verteidigung (in engl. defense) und nicht Angriff oder „Vorwärtsverteidigung“ („Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!“). Man verteidigt sich also nur dann, wenn man tatsächlich angegriffen wird. Das impliziert auch, dass man andere nicht provoziert, herausfordert, mobbt und/oder in die Enge treibt.

    Wenn die „liberale“ Agnes S. auf dem Pausenhof ihre Mitschülerin Frederike Frieden ständig mobbt, Frederike sich irgendwann wehrt und der Agnes S. ans Schienbein tritt, Agnes S. dann den großen braungelben Knüppel der „Freiheit“ nimmt und Frederike Frieden damit ein paar Mal auf den Kopf haut und schwer verletzt, dann ist das KEINE Verteidigung, liebe Agnes, und es hat auch nichts mit Freiheit zu tun.

    Wenn stracke Politikerinnen und politische Waffenhändler, bellizistische Journalistinnen/Journalisten und die Lobbyisten der Rüstungsindustrie die Bundes“wehr“ zur größten konventionellen Armee Europas aufrüsten wollen und damit die Rüstungsausgaben Russlands übertreffen, dann hat das aus der Sicht eines objektiven Dritten nichts mehr mit Verteidigung und „abwehren“ zu tun.

    Freunde der Diplomatie und Menschen des Friedens sollten daher treffender von KRIEGSPFLICHT sprechen und nicht (mehr) von WEHR-Pflicht, aber selbstverständlich auch nicht von „Kriegstüchtigkeit“. Auch dieser Begriff impliziert die Bereitschaft für den Krieg. Die PR-Profis, die sich das ausgedacht haben (das sind keine dummen Leute), und die politischen Rosstäuscher, die damit hausieren gehen, tun so, als ob der Krieg unvermeidlich wäre.

    Wenn man die Bundes“wehr“ zu größten konventionellen Armee Europas auf- und hochrüsten will, dann sprechen nur Kriegstreiber und Bellizisten von „Wehrpflicht“ und „Wehrdienst“ und das sagt jemand, der im Gegensatz zu vielen stracken Politikerinnen/Politikern und opportunistischen Journalistinnen/Journalisten bei der olivgrünen Truppe war.

    1. Agne – (KI) Vorname: Eine weibliche Namensform besonders im Litauischen als Agnė, die vom Namen Agnes abstammt und „die Reine“ oder „das Lamm bedeutet. Im Skandinavischen gibt es noch den männlichen Vornamen Agne.
      Agnes S. = Agne SS. Ich mag solche Wortspiele.

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