Aus dem Baukasten der Pietätlosigkeit

Zutiefst erschüttert.
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Die immergleichen Statements und Satzbausteine, die man nach einem Anschlag vernimmt, stellen den Terror nach dem Terror dar. Damit reicht es nun endlich!

SPD-Co-Vorsitzende Bärbel Bas meldete im Laufe des Sonntags nach dem Anschlag auf den Berliner Christopher-Street-Day, dass sie »zutiefst erschüttert« sei. Genosse Dietmar Woidke zeigte sich ebenso »zutiefst erschüttert«. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann stimmte wortgenau mit ein. Lars Klingbeil ergänzte die Bestürzung der Genossin Bas und bedankte sich darüber hinaus bei den »Einsatzkräften und Helfern« und forderte eine »lückenlose Aufklärung«. Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von einer »abscheulichen Tat«. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch tat es ihm wortgenau gleich und ergänzte ebenso, dass nun eine »lückenlose Aufklärung« notwendig sei. Seine Gedanken seien indes »bei den Opfern und ihren Familien«. Alice Weidel ist in dieser Sache einig mit ihrem SPD-Kollegen Miersch, sie vermeldete exakt dasselbe. Und auch Henrik Wüst verkündet, dass seine »Gedanken bei den Betroffenen« seien.

Frank-Walter Steinmeier gab währenddessen kund, dass es sich um einen Angriff »auf unsere Art zu leben« handle. Grünen-Vorsitzende Franziska Brandter stellte klar, dass man nicht zulassen dürfe, dass »Angst und Hass die Oberhand gewinnen«. Bodo Ramelow möchte nun »zusammenstehen gegen Hass und Gewalt«. Berlins Innensenatorin Iris Spranger ist hingegen »entsetzt«. Der Berliner Spitzenkandidat der Sozialdemokraten, Steffen Krach, fordert gleichwohl zum »Zusammenstehen« auf. Auch Karin Prien, Bundesfamilienministerin, wiederholt diese beliebteste Floskel in den Stunden nach dem Anschlag: Denn auch sie sei »zutiefst erschüttert«. Exakt dieselbe Wortwahl bei Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte: »Zutiefst erschüttert« sei er.

Bestürzungsbausteinbingo

Das war selbstverständlich nur ein mickriger Ausschnitt aus den Statements, die nach dem besagten Anschlag auf den CSD in Berlin zu vernehmen waren – und ebenso selbstverständlich: Es hätten auch schon die Wortmeldungen für den Vorgängeranschlag sein können – oder für einen, der vermutlich bald schon folgen wird. Tiefe Bestürzung kommt besonders häufig vor – und mit den Gedanken oder gar Herzen bei den Familien der Opfer zu sein, wahlweise bei den Angehörigen, steht auch hoch im Kurs. Dabei ist offenbar wichtig, die feststehenden Floskeln niemals frei zu variieren, keine Experimente zu wagen – sie müssen genau so repetiert werden, wie sie nun seit Jahrzehnten vorgetragen werden. Abweichen ist riskant, denn das würde bedeuten, dass der Bestürzungswillige, der etwas zur Situation sagen soll, sich selbst Gedanken machen müsste, wie er sich des Vorfalles nähert. Ja, er müsste regelrecht eigene Denkprozesse zur Grundlage seiner Beileidsäußerung machen – und das sind gefährliche Pfade, vielleicht verhaspelt man sich ja, denkt falsch und am Ende kommt noch etwas dabei heraus, was polarisiert, jemanden verärgert – oder man wirkt gar zu verbindlich, was es ebenfalls zu verhindern gilt.

Nein, da sind natürlich vorgefertigte Stanzen, Sprachbackförmchen, ein Mise en place vorgeschnippelter Satzbausteine oder eine Phrasenschablone fast unersetzbar. Schließlich findet man dort die bewährten Ausdrucksformen, die erprobten Sentenzen, die niemanden wehtun – auch wenn sie zeitgleich vielleicht auch niemanden wirklich berühren, keinem Menschen von emotionalen Nutzen sind im Moment der Bestürzung. Aber die Aufgabe von politischen Funktionären ist es wohl, die tatsächlich empfundene Bestürzung einzufangen und mittels wohltemperierten und etablierten Worthülsen zu etwas zu verarbeiten, das der Dümmste aller Dummen in der Masse noch begreifen kann. Dieser Vorgang darf man wohl als barrierefreies Bestürzungsmanagement begreifen – ausgeführt wird das von den PR-Schergen der Politfunktionäre, letztere müssen dann nur noch wiederholen, was ihnen vorgekaut vorgesetzt wird. Und bitte ausschließlich das – ohne eigene Gedanken angereichert, die man noch dranhängen könnte. Sonst verrennt man sich am Ende noch in Sätze, aus denen es keinen Ausweg mehr gibt.

Ziel ist es dabei natürlich nicht, der eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen. Für solche menschlichen Regungen ist überhaupt keine Zeit – es geht nur darum, möglichst Schaden für die politische Karriere abzuwenden oder – besser noch! – vom Vorfall bestmöglich zu profitieren. Dafür schmeißt man den PR-Bestürzungsgenerator an, der dann Zeilen in verschiedener Reihenfolge auswirft, ohne dass sich das Gesagte nennenswert mit Inhalt füllen würde. »Ich bin zutiefst bestürzt, meine Gedanken sind bei den Angehörigen – und selbstverständlich muss es eine lückenlose Aufklärung geben.« Wahlweise geht auch: »Meine Gedanken sind bei den Angehörigen, wir fordern eine lückenlose Aufklärung und sind zutiefst bestürzt.« Auch gut: »Jetzt braucht es eine lückenlose Aufklärung für die Tat, die uns zutiefst bestürzt. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen.« Schlecht hingegen dieses Beispiel: »Wir sind zutiefst in Gedanken und fordern lückenlose Angehörige. Die Aufklärung bestürzt uns.« Letztes Beispiel wäre aber, anders alle andere Varianten, die das fröhliche Bingo uns ermöglicht, wenigstens originell.

Der Satzbaukasten der Unmenschen

Wie lange muss man sich diese Form des betreute Anteilnehmens, dieses Schaulaufen immergleicher Satzhäppchen und Redewendungsgussformen, noch antun? Gibt es in dieser Republik überhaupt einen Bürger – einen von denen, die noch bei Trost sind –, der diese Form von »Politikeranteilnahme« als einen wertvollen Beitrag erachtet? Wem hilft das denn, wenn vom Bundespräsidenten, über Minister und Hinterbänkler plötzlich alle dieselben alten Leerformeln bemühen, bemühen und nochmals bemühen? Nicht den verunsicherten Bürgern, nicht den Betroffenen, nicht den Hinterbliebenen. Und auch nicht den Einsatzkräften, denen man ja auch immer mit derselben Plattitüde dankt, ohne politisch etwas für sie zu tun, um diesen Dank auch zu formalisieren. Nein, sie werkeln im Mangelbetrieb und in der Totalüberlastung weiter – und werden sogar noch mit immer neuen Aufgaben betraut, die sich noch ein Stückchen mehr überfordern sollen. Nur einer Gruppe dient dieses gehirngewaschene Entäußern von »Anteilnahme«: denjenigen, die sie kundtun – als Imagekampagne nämlich. Und nebenher zeigen sie sich gegenseitig an, dass sie präsent sind und vor allem die richtige Haltung an den Tag legen.

Diese Kakophonie von bestürzungs- und betroffenheitstrunkenen Politfunktionären ist der stets garantierte Terror, der gleich nach dem Terror folgt. Ein Extremismus krokodilstränengetränkter Parteisoldatenkader, denen es kein Jota um die Tragödie geht, um die Tatabläufe und Grundmuster, die zu so einer Tat führten. Sie sind mit einer von ihnen etablierten Sprachregelung beschäftigt, die das Leid und die Trauer managen soll – und zwar auf eine Weise, die jeden noch so berechtigten Ärger, jede noch so nachvollziehbare Wut kanalisieren und in ein Kostüm vermeintlich abgeklärten Umganges mit dem Tragischen stecken soll.

Kurz gesagt: die politische Klasse bedient sich in diesen dramatischen Fällen umgehend eines Sprachbaukastens, in welchem reichlichen Formulierungen zu finden sind, auf die man sich geeinigt zu haben scheint. Nichts von dem, was in solchen Situationen gesagt oder gepostet wird, hat eine menschliche Komponente. Keine dieser Anteilsbekundungen sind Ausdruck mitmenschlicher Güte und Wärme, sondern das blanke Gegenteil. Sie sind die eiskalte Ausdrucksform einer Klasse, die die Deutungshoheit im Lande managt, wo immer sie kann, wo immer es Erfolg verspricht. Wer schon wieder »zutiefst bestürzt« ist, wie hunderte Male vorher, der bemüht nicht die Pietäthaftigkeit, die man hinter solchen Sätzen oberflächlich vermuten könnte – nein, der gibt sich einer Fließbandabfertigung des Bestürzenden hin und bringt damit zum Ausdruck, dass er die Einmaligkeit für die, die nun von dem Verbrechen betroffen sind, gar nicht zur Kenntnis nimmt. Es ist an der Zeit, dass man diesen Leuten diese rücksichtslose Bestürzungszurschaustellung nicht mehr durchgehen lässt. Der Terror im Lande ist auch ohne deren terroristische Sprachregelung ausreichend groß. Es ist die Zeit reif, dass die größte Art der Anteilnahme folgendes sein sollte: Sich des Terrors auf den Straßen dieses Landes thematisch und mit politischen Konsequenzen anzunehmen, ohne weiter Lebenslügen zu kultivieren. Wer es ernst meint mit seiner Betroffenheit, spare sich die Copy-and-Paste-Floskeln und rede endlich Tacheles!

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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53 Kommentare

  1. Politiker abschaffen. KI Robottern langweilige Gesichter verpassen und ins Parlament schicken.
    Billiger auf alle Fälle und besser ziemlich sicher auch. Eventuelles hacken dieser Robotter eher unwahrscheinlich und egal, da die sogenannten echten Politiker sowieso schon maximal gehackt sind und deren Software( verseuchte Hirnmasse)
    voll mit Viren 🦠 ist.

    1. repräsentative Demokratie abschaffen und durch Los-Demokratie ersetzen. Wie bei einer Gerichts-Jury werden Mitglieder der Gesellschaft per Los-Verfahren auf Zeit zu unseren Vertretern ernannt, sicherlich unterstützt von Technokraten.

      Die alten Griechen haben schon vor zweitausend Jahren festgestellt, dass bei Wahlen komischer Weise immer die gleichen Menschen gewonnen haben, und zwar immer die mit dem meisten Geld. Dann haben die auf Los-Demokratie umgestellt.

    2. Frank , Mann o Mann, denken Sie doch an den gigantischen Energie- und Ressour -cenverbrauch der dazu nötigen Rechner –
      zentren !

      Da sind die Sprechblasenproduzenten aus Fleisch und Blut doch erheblich billiger .

  2. Ich bin Gelsenkirchener, stamme aus einer Bergmannsfamilie, als solcher schoß mir als Erstes der Gedanke durch den Kopf:
    „Können die nicht einfach mal die Fresse halten?“
    Werde ich nicht mehr erleben, ich weiß!

    1. „Können die nicht einfach mal die Fresse halten?“

      Haben sie doch! Ein Mitarbeiter in der Bundestagsverwaltung hat in deren Namen ihre „Gedanken“ gepostet.

      1. Gibts ja gar nicht!
        Ernsthaft jetzt? Habe ich nicht gewußt oder überlesen!
        Das ist dann aber schon ein Hammer!
        Deutlicher werde ich nicht!

  3. Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche 2.0 der Täter (Gefährder) war die ganze Zeit auf dem Radarschirm der Gefahrenabwehr!
    Genauso wie das Massaker in Stade, da wurde der Täter sogar noch von einer NGO bei seiner Tatausführung unterstützt.

    1. Tja, Härte und Repression gegen Individuen ist dann wohl das, was beim „Tacheles Reden“ rauskommt. Danke RDL.

      Ich sehe den „Krieg gegen den Terror“ als Wurzel des Übels. So lange der Postkolonialismus anhält, werden wir auch die ungewollten Früchte immer wieder im Korb haben.

      Diese ganzen Politiker-Plattitüden sind überhaupt nur möglich, weil kaum noch ein Journalist anderes tut, als immer wieder die gängigen Fragen zu stellen, auf die dann die gängigen Antworten erwartet werden, weil eben auch die Journalisten sowie ihre Leser und Zuhörer nicht mit abweichlerischen Ideen konfrontiert werden wollen.

      Die Leute fliehen aus (Wirtschafts-)Kriegsländern nach Europa. Sind dort dann ungewollte Unterschicht. Ihren Kindern fehlt durch die Unterschichtenrolle häufig ein positives Selbstbild. Selbst-Aufwertungsmöglichkeiten entstehen durch Radikalisierung als Kriminelle oder Islamisten. Für Mädchen und Frauen das Kopftuch, das durch den 20-jährigen erfolglosen „Krieg gegen den Terror“ in Afghanistan zum Hosenanzug junger Muslimas inmitten einer feindlichen westlichen Welt geworden ist.

      1. So so, ungewollte Blüten oder eher gehegte/gepflegte Blüten:

        CSD-Tragödie durch Inkompetenz oder Versehen? «9/11» und «NSU-Komplex» mahnen zu größter Skepsis

        Ein polizeibekannter Islamist raste am Samstag in eine Menschenmenge auf dem CSD – und wieder heißt es: Behördenversagen. Doch das passt einfach nicht. Die «Gefährder» sind seit Jahren bekannt – und der Polit- und Sicherheitsapparat verschlingt Abermilliarden, so dass er funktionieren müsste. Von Torsten Engelbrecht
        27. Juli 2026 von TE

        https://transition-news.org/csd-tragodie-durch-inkompetenz-oder-versehen-9-11-und-nsu-komplex-mahnen-zu

        Vlt. mal noch eine Buchempfehlung zum Themenkomplex:

        Elias Davidsson, Der Gelbe Bus
        Was geschah wirklich am Breitscheidplatz in Berlin?

        Will niemand den Berliner Massenmord aufklären?
        Warum will der Bundestag die Tatumstände des Massenmordes nicht untersuchen?
        Wer zog Nutzen aus dem Berliner Massenmord?
        Wurden Angehörige der Opfer zum Schweigen verleitet / gedrängt / geködert?
        Wurden Zeugenaussagen erkauft?
        Sind Drogendealer für Selbstmordattenate anfällig?
        Waren Journalisten ganz zufällig am Ort der Tat?
        Wo, wie und wann starb der polnische Lkw-Fahrer?
        Wann wurde der Tod der 12 Opfer festgestellt und von wem?
        Warum können Ermittler die genaue Zeit der Tat nicht feststellen?
        Welche Rolle spielte der gelbe Bus am Ort?
        Wie schnell fuhr der Lkw durch den Weihnachtsmarkt?
        Warum suchte die Polizei den Täter in Berliner Krankenhäusern?
        Wie viele Menschen sterben in Deutschland jährlich bei terroristischen Anschlägen?
        Wer sind die Terroristen, die unsere Sicherheit tatsächlich gefährden?

        ISBN: 978 3 88975 274 1

        1. Ja, der Breitscheidplatz… mehr Fragen als Aufklärung, wie bei NSU.
          Und heute der schnelle Tod des CSD-Mörder-Islamisten, „weil er einen Polizisten mit einer Stichwaffe angegriffen hat“.
          Schon seltsam…

          1. Ist zwar praktisch für Strippenzieher den angestifteten Täter zu töten, aber solche islamischen Selbstmordattentäter wollen möglichst schnell ins Paradies. Im Kampf sterben hilft da weiter direkt ins Paradies zu den 72 Jungfrauen. Deswegen sind die so. Solcherart indoktrinierte Menschen lassen sich natürlich auch gut instrumentalisieren. Seien es fragwürdige staatliche Stellen oder Prediger der Religion des Friedens.

    2. „Genauso wie das Massaker in Stade, da wurde der Täter sogar noch von einer NGO bei seiner Tatausführung unterstützt“

      Übliche, von Nazis verbreitete Fakenews. Volksverhetzende und rechtsextreme Presse wie NIUS verbreitetete diesen Schwachsinn,´.

  4. Man müsste der Einfachheit halber alle diese inhaltsleeren Floskeln durchnummeriern und in einem Katalog zusammenfassen.
    Dann bedürfte es in einem solchen Fall lediglich der Nennung einer Zahl. Man spart dabei die Zeit der Formulierung für andere Banalitäten.

  5. Ein verantwortungsvoller Politiker, vor allem wenn er Macht hat, hat nach Antworten auf die Frage zu suchen, wie diese sich ständig wiederholenden Taten endlich verhindert werden können. Und was er selbst dafür tun kann. Wir brauchen politisches Wirken mit wirksamen Ergebnissen. Keine hoch-bezahlten Politmanager, die sich selbst als „fassungslos“ bezeichnen, einem der peinlichsten Modewörter der KI-Idiotie.

    1. Wie soll er das, der kann doch nicht die Maßnahmen auftrödeln und damit an die Wurzeln gehen, die diese Situation erst herbei geführt haben.
      Er selbst hat in jedem Fall mit dazu beigetragen.

  6. Schlimm auch, wie Politiker unterschiedslos unreflektiert und bar jeder persönlichen Note morgens „Guten Morgen“ und abends „Guten Abend“ sagen.
    Wäre das nicht auch einen aufgeregten Artikel wert?
    Zumindest gibt es ja hier noch die „Grüß Gott“-Opposition, das lässt ein wenig hoffen.

  7. Ja, inhaltsleere Phrasen, meist in überflüssigen Ausführungen verpackt, sind ein großes Übel unserer Zeit.
    Immerhin ist deren Verwendung nicht exklusiver Natur, sondern ein jeder Berufene darf sich dieser mal weniger, meistens aber mehr bedienen – oder!?

  8. Ja, es stimmt. Es würde reichen wenn die einen Sprecher auserkören, zum Bsp den Steinkopf. Der kann dann stellvertretend für alle seine Bestürzung kundtun und in einfacher Sprache erklären dass dies ein Anschlag auf „unsere Art zu leben“ ist.

  9. Wenn das nicht die wortgleichen Tweets sind, dann ist das Bild aber schon irreführend. Das Ausmaß ist aber viel schlimmer, außer falschen Beileidbekundungen. Aber was soll man auch erwarten von Politikern, die den Genozid in Gaza unterstützten?

    ich fand die Schlagzeile von diesem Artikel passend.

    https://theintercept.com/2026/07/27/berlin-pride-attack-afd-trump/

    The Right Seeks to Capitalize on Berlin Pride Attack — Even as It Poses Its Own Existential Threat to Queer Lives

    Auch bei Springer sieht man haufenweise wie sie alle wegen dem Anschlag durchgreifen wollen, selbst in der scheiß Lokalzeitung wird auf Pseudo-AfD gemacht.
    Natürlich gibt es auch keine generelle Kritik an dem ganzen Woke-Kram, weil jetzt sind sie ja die armen Opfer.

    Manche CSDler durchschauen wohl das falsche Spiel, ist ja auch nicht schwer. (edit) Im Übrigen ist das ein Vorgeschmack wie toll das Wording unserer großartigen Regierung erst wird, wenn es den ersehnten Krieg mit Russland gibt und die damit verbundenen Opfer.

    Es gibt natürlich auch keine Reflexionen, dass deutsche Rechte und Islamisten doch ziemlich ähnlich ticken bei dem Thema. Die deutsche Polizeiarbeit wird auch immer amerikanischer: Der Täter wurde einfach erschossen. Gute Sache, kann er nicht mehr reden und schweigt für immer.

  10. Sehr gut getroffen von Roberto. Kein Versuch, das Geschehene einzuordnen, das wird durch Bestürzung vermieden. Und dann selbstverständlich auch kein daraus folgendes Handeln.
    Hiervon abweichend will ich mal Klartext sprechen. Wen wundert das eigentlich, dass nun die Islamisten aus ihren Löchern kommen und serienweise Attentate begehen? Berlin ist ja nur die derzeitige Spitze in einem ganzen Meer von Gewalttaten in ganz Europa.
    Nun ja, sie wurden ja regelrecht aufgefordert. „Free Palestine“ bedeutet Zustimmung zum Hamas-Terror. From the river to the sea zielt noch deutlicher auf die Vernichtung der Juden ab. Yallah Intifada ist ein unmittelbarer Gewaltaufruf.
    Bei diesem CSD waren weit mehr Palästinafahnen zu sehen als solche mit Regenbogen. Dabei ist es genau die nicht, es ist die Flagge der Hamas und seit dem 7.10. gleichbedeutend mit dem Hakenkreuz.

    Wer nach dem Terror ruft, bekommt ihn. Und er ist schuld daran.

    1. Pssst:

      Warum wurde der CSD-Terrorist erschossen?
      28. Juli 2026von Thomas Oysmüller

      Das SEK erschoss den ausschließlich mit einem Messer bewaffneten Abdul Ballout. Danach meldete die Polizeistelle umgehend, dass alles wieder sicher sei. Aber warum mussten die Spezialkräfte den Terroristen sofort erschießen? Darauf gibt es keine Antwort, dafür jede Menge Spekulationen.

      TKP hat gestern bereits über einige Seltsamkeiten im Zusammenhang mit dem Terroranschlag auf die Schwulen- und Queerparade berichtet. Eine weitere offene Frage ist der Zugriff des Berliner SEKs auf Ballout. Gegen 18 Uhr stürmte das Berliner SEK die Parzelle 46. Laut Polizei lief Ballout mit einer Stichwaffe auf die Beamten zu – Schüsse fielen, Reanimation scheiterte, er starb vor Ort. Viel erfährt die Öffentlichkeit nicht.

      Zeugen berichteten von zwei Salven zu je vier Schüssen. Die Behörden sprechen von einem notwendigen Schusswaffengebrauch. Denn er sei mit einem Messer auf die Polizisten zugelaufen. Die offizielle Darstellung lautet also: „Messer gezogen – geschossen – erledigt“.

      Ein Spezialeinsatzkommando hatte stundenlang Zeit zur Observation und Planung. Es rückte mit personeller Übermacht, Schutzausrüstung, Schilden und dem gesamten taktischen Arsenal an, das für Hochrisikolagen vorgesehen ist. Auf der einen Seite ein einzelner gefährlicher Mann ohne Schusswaffen, kein unbekannter Überraschungstäter. Auf der anderen Seite Spezialkräfte, keine einfachen Streifenpolizisten. Doch ein Messer reichte, dass die Eliteeinheit vor der Alternative gestanden haben soll: „Wir oder er“. Natürlich ist eine Stichwaffe lebensgefährlich. Ein Angreifer kann in kürzester Distanz töten. Doch genau deshalb trainieren SEK-Kräfte Distanzhaltung, Blendmittel, Zugriffsteams und den Umgang mit bewaffneten Personen. Es bräuchte präzise Aufklärung:

      Wie groß war die Entfernung? Welche nicht-tödlichen Optionen standen konkret bereit und wurden eingesetzt? Gab es Bodycam- oder Einsatzaufnahmen? Wie viele Schüsse aus welcher Position?

      Michael Münch formulierte auf Social Media: „Schilde, Distanz, Blendmittel, Zugriffsteams, Schutzkleidung, präzise Planung – offenbar alles eindrucksvolles Zubehör, solange kein 21-Jähriger mit einem Messer auftaucht.“ Er fragt, ob dies der neue Status quo deutscher Spezialeinheiten sei, und fordert lückenlose Belege statt Floskeln.

      Mit Ballout starb der zentrale Zeuge zu Motiven, möglichen Helfern, Netzwerken und vor allem zu dem, was Behörden bereits wussten. Der 21-Jährige war kein Unbekannter: Er galt als Gefährder, hatte Kontakte in die islamistische Szene und war im Mai 2026 wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt worden – dennoch kam er auf freiem Fuß.

      https://tkp.at/2026/07/28/warum-wurde-der-csd-terrorist-erschossen/

      1. bei Terroristen, die direkt erschossen werden, sei es, nachdem die Straße geräumt ist und sie sich allein in der Wohnung aufhalten (Frankreich), oder allein auf einem Parkplatz stehen (Italien) oder sich in einer umzingelten Parzelle befinden und nicht einmal richtig bewaffnet sind … kann man davon ausgehen, dass diese von Diensten geführt wurden und so der oder die Zeugen eliminiert werden …
        Wer da noch Fragen stellt, glaubt vielleicht auch noch, in einer Demokratie oder gar in einem Rechtsstaat zu leben …
        reicht denn die Aufarbeitung des NSU Komplexes oder der gerade laufende Prozess gegen eine Handvoll Rentner, welche angeblich zusammen mit Aliens die Regierung stürzen wollten, nicht aus, um auch dem Lezten die Augen zu öffnen?
        Das ist natürlich nur meine bescheidene Meinung und alles kann auch ganz anders sein……

    2. Dein Versuch, das Geschehen propagandistisch auszuschlachten, ist schon reichlich abstoßend. Es gab am Rande einer Veranstaltung mit mehreren Hunderttausend Teilnehmern einen Protestzug von etwa 7000 Aktivisten, die antikolonialistisch und auch antizionistisch unterwegs waren, und wo auch Fahnen und Parolen der Hamas zu sehen und zu hören waren. Was dann von der Polizei schnell unterbunden wurde. Und daraus willst du dir zurechtbiegen, dass „mehr Palästinafahnen zu sehen [waren] als solche mit Regenbogen“ auf dem CSD? Und dass deswegen irgendwie der CSD zur Gewalt gegen sich selbst aufgerufen hätte, und die Opfer selbst schuld seien? Das ist nicht nur wirr, sondern vollkommen geschmacklos, und stellt eine Verunglimpfung von Opfern eines Gewaltverbrechens dar.

      1. Meinetwegen, ich habe im Internet ja nur einen Teil der Demo gesehen. Nur meine ich das nicht. Free Palestine ist überall ein Aufruf zur Unterstützung der Hamas.
        Und der Attentäter Balout war auf eben diesen Demonstrationen zugegen.

  11. „Die immergleichen Statements und Satzbausteine, die man nach einem Anschlag vernimmt“

    Das immergleiche kreischende Schweigen, das man nach einem Anschlag vernimmt, wenn ein mutmaßlicher Täter bei seiner Festnahme nicht nur ums Leben kommt, sondern auch noch eindeutige Identitätsnachweise hinterlässt.
    Ausnahmsweise diesmal keinen Personalausweis, sondern sein persönliches Smartphone.

  12. „Bestürzung“ zu äußern ist das Eine. Schlimmer ist aber, was Merz – Betroffenheits-Baukasten beiseite gelegt – als „sehr persönliches Wort an die queere Community“ bei der Andacht für die Opfer des CSD-Anschlags rausgehauen hat.:

    „Meine Damen und Herren, nicht erst ein solcher Anschlag wie gestern Abend gefährdet unsere Freiheit. Intoleranz, Ausgrenzung, Diskriminierung, *dumme Redensarten, schlechte Witze* …“ (Applaus für den Kanzler. )„… *sind bereits Teil einer solchen Gewalt* . Nicht erst das, was wir gestern Abend erlebt haben und was Sie erleben mussten. Und deswegen möchte ich Ihnen etwas zurufen: Wir werden alles tun, um die Freiheit unseres Landes und unserer Gesellschaft zu schützen. ALLES!“

    Merz stellt doch tatsächlich einen kausalen Zusammenhang her zwischen harmlosen Witzchen und einem islamistischen Mordanschlag?! Leute, die sich über Gender, unbegrenzte Diversität und skurrile bis peinliche Auftritte von Drag-Queens etc. mokieren, sind also die Wegbereiter islamistischer Intoleranz bis zum Massenmordversuch?! 😡

  13. NATO-Politiker hatten schon in den 1980-er-Jahren kein Problem mit Islamisten gehabt, als es in Afghanistan gegen die sowjetische Armee ging. Gegen die Asad-Regierung in Syrien, die mit Russland befreundet war, wurden diese Kopfabscheider wieder von der NATO aktiviert und der Türkei fürsorglich betreut, weil sie für die Auftraggeber nützliche Idioten waren und immer noch sind. Das sieht in Deutschland die Ausländerpolitik und Justiz genauso: Sie beobachtet die „islamistischen Gefährder“, wie es in der Amtssprache heißt, aber ausweisen will sie diese Leute nicht: Sie sollen ja greifbar. verfügbar sein für den kommenden Auftrag.
    Nun hat es wieder mal einen „Kollateralschaden“ mit Hedonisten gegeben. Dann reden diese Herrenmenschen wieder den gleichen Stuß, den sie schon beim letzten islamistischen Terroranschlag in die Mikrophone sagten. Ihre treuen Wähler nehmen es ihnen wieder gläubig ab. Liegt es an ihrem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom oder an ihrem durchtriebenen Nationalismus?

    1. Der Anführer der Al-Nusra-Front wurde dann ja noch syrischer Präsident. Sie waren das Pendant zum IS.
      Baerbock hat ihm ja schon die Hand in Syrien……..nicht geschüttelt. Er gibt Frauen die Hand nur INS Gesicht 😉

      Er ist, wie soll es anders sein, befreundet mit Israel. Das war ja auch das Ziel des Sturzes von Assad. Israel wollte lieber geschwächte Kopfabschneider am Drücker sehen. Und da denkt man hier ja, das die Juden in Israel gerade vor radikalen Islamisten so eine große Angst hätten. Dem ist aber irgendwie nicht so. Verrückt, gelle?!?

      Islamisten sind für uns, wie Rechtsextreme (Ukraine) nützliche Handlanger. Da wird dann nicht nach „Regenbogenflagge: Ja oder Nein?“ bewertet.

  14. Man sollte doch differenzieren, welche Politiker da „Bestürzung“ äußern.
    Regierungspolitiker und ihre Parteien haben trotz der Anschläge in den letzten Jahren so gut wie nichts getan, um die Bevölkerung vor islamistischen Anschlägen zu schützen.
    Wenn die nun „Bestürzung“ äußern, dann ist das zynische Heuchelei.

    Sie haben den Verfassungsschutz lange Zeit damit beschäftigt, Indizien dafür zu finden, dass man die stärkste Oppositionspartei im Land möglichst verbieten kann, damit ihre Regierungsmacht nicht in Gefahr kommt.
    Der Schutz der Bevölkerung vor Anschlägen war wohl zweitrangig, wenn überhaupt vorhanden.
    Weiterhin wird versucht, diesen Anschlag mit „den Rechten“ in Verbindung zu bringen. Es gibt in diesem
    Zusammenhang wohl schon Demonstrationen gegen die AfD.

    Gegen die Bevölkerung dieses Landes wird ein mörderischer Krieg mit tötlichen Anschlägen geführt und die Regierung scheint nicht zu wissen, wo der Feind steht.
    Nun sei es wichtig, keinen „antimuslimischen Hass“ aufkommen zu lassen.
    Das Leben der Bevölkerung ist dieser Regierung offenbar vollkommen egal.
    Man äußert Trauer und Bestürzung und das war’s. Sonst kommt da nix zum Schutz der Bevölkerung.

    Ich fürchte, es wird aber noch schlimmer kommen, denn diese Regierung trommelt auch für einen Krieg gegen Russland, wobei dann unsere Bevölkerung völlig schutzlos der Gnade des Feindes ausgeliefert wäre (keine funtionierende Luftabwehr in dem erforderlichen Umfang, keine Bunker für die Bevölkerung, …)

    1. Deutschland hat keinen eigenen Geheimdienst.

      Deutschland hat Geheimnisse.

      Dort arbeiten vielleicht Deutsche

      Aber der Deutsche Geheimdienst. Egal welcher wird aus einer anderen Adlerhorst bestimmt.

      Naiv zu denken die Deutschen hätten nach WW2 etwas mit Geheimdienst zu melden…

    1. Wenn ich einen Blick auf die 6 Toten in Stade werfe, brauchen wir vor allem einen
      Schutz vor übereifrigen NGO´s und deren Mitarbeiterinnen. Während diese Morde
      in Stade schnell abgehakt wurden, wird das Attentat auf den CSD groß aufgebläht.
      Die Queren haben eben schon den besseren Draht zur Politik und den Medien.

      1. Die Queer- und CSD-Folklore ist ein Kunstprodukt der Eugeniker der Rickefeller-Stiftung und Kill Hates. Das hat mit Homosexualität nichts zu tun, lediglich für lilafarbene Berliner Umlandfrisuren geeignet.

  15. Wer möchte denn auch gerne zugeben, dass es sich bei derartigen Veranstaltungen um die Auswüchse des Niedergangs der westlichen Zivilisation handelt, da es sich ja so ganz prima zur Ablenkung der Massen und nicht zu vergessen auch um ein Geschäftsmodell handelt.

  16. Ach, wie billig, sich über die bekannten Betroffenheitsphrasen von Politikern zu solchen Taten mit einem länglichen Pamphlet herzumachen. Die kennt doch jeder, und jeder verachtet sie – also „Aufklärung“ darüber braucht es hier ganz und gar nicht. Und ein maßloser Verriß dieser Show mit den Worten „Terror nach dem Terror“ ist einfach unangebracht.

    Wo aber bleibt die journalistische Recherche zu dieser Terrorgeschichte, die doch viele Fragen und Fragezeichen aufwirft? Traut sich da Overton / RdL – wie viele andere kritische Magazine, wie mir gestern auffiel! – nicht ran? Natürlich ist es verfrüht, Behauptungen oder haltlose Vermutungen aufzustellen, aber die Geschichte stinkt einfach.

  17. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Elefanten werfen.
    Das OM ist keine Ausnahme beim Totschweigen all der Stimmen, die die wirklich unbequemen (System-)Fragen stellen und konstruktive Vorschläge machen, die Leben retten könnten, über die man wenigstens öffentlich diskutieren sollte. Stattdessen wie dieser Artikel die gleiche, folgenlose Empörung, nur in grün. Aber alle – Politik, Polizei und Presse – sind zu feige zuzugeben, dass sie ihrer Verantwortung nicht gerecht werden. Stattdessen: weiter totschweigen. Ein paar Tote sind in Deutschland eben nie genug.

  18. Und es geht noch weiter:

    „Kritische Fragen stehen in diesen Stunden ganz hinten an, denn die Spielen nur den Falschen in die Karten.“

    „Kritische Fragen sind ein weiterer Ausdruck von ‚Hass und Hetze‘ und kommen von rechten Brandstiftern.“

    Alle „Kritikaster“ „wegtreten“! ( Dr. Goebbels / Merz )

    Meine Meinung: «Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten[ , LGBTQxyz-ler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, NGOs usw., RW ]» ( Verfasser mir unbekannt ) – Und genau diese Rückkehr erleben wir in Deutschland seit einigen Jahren: totalitäres Denken und gewaltbereites Handeln bereiten sich Bahn, überall, kommend aus sämtlichen politischen Lagern. Auch das hat im deutschsprachigen Raum Tradition seit dem 19. Jahrhundert und endete u. a. mit dem Verbrennen von Büchern … Heute nennt man das Cancel Culture.

    Hinzu tritt schon wieder eine historisch bekannte Blockwartmentalität in Form von sog. Meldestellen, an welche sich trefflich Denunziationen richten lassen. Ähnliches gab es im NS-Reich sowie in der DDR ( Gestapo und Stasi ).

    Und hinter all dem steckt u. a. eine neoliberal-libertäre Trans-Gender-Pride-LGBTQxyz-NGO-Gesinnungsterror-Ideologie. Deren Repräsentanten leben zumeist auf Kosten der Allgemeinheit – und bepöbeln diese auch noch dreist.

    Literaturtipps: etliche Bücher von Susanne Schröter zum Thema Islam / Islamismus usw.

    1. Roland Weinert: Das ihr Kommentar es geschafft hat, ist schon ein kleines Wunder.
      Ich befürchte, dass es auch außerhalb der islamistischen Kreise bei den „normalen“
      Deutschen viele gibt, die diesen Anschlag gar nicht so sehr verurteilen. Vor allem,
      weil man in der Politik und in den Medien hier wieder die Trauer über Quere Menschen
      der Trauer über Menschen, die einfach nur ihren Job wie in Stade gemacht haben, überteibt.
      Selbstverständlich ist dieser Anschlag sehr zu verurteilen und es muß alles getan werden,
      damit sich so etwas nicht wiederholt. Ich verurteile aber auch die Heuchelei vor allem der
      Politiker. Dieses Quere ist kein Ausdruck von unserer Freiheit. Es ist ein Ausdruck der
      Verkommenheit unserer Gesellschafft und der zur Schaustellung von Öbzönität und
      Perversität. Wenn da ein Mann vor Kindern mit einem Schild „anal“ blank zieht und
      sein Rektum zur Schau stellt, sollte man das unterbinden.

    2. Roland.

      Ganz ernsthaft.

      Deutschland hat Ende.

      Die Renten wird es nicht geben.

      Dieses Land verlassen ist die einzige richtige Lösung.

      So schnell wie möglich.

      1. @ende gelände
        Wohin gehst du denn? Gibt es Länder, in denen es anders ist?
        Ich bin schon vor 50 Jahren gegangen, und habe festgestellt: Deutschland ist überall, denn die Menschen konsumieren überall die gleiche Propaganda … Ich bin auf deine Tipps gespannt..
        (aber bitte keine EU-Länder, Amerika oder gar Kanada/Australien). Ich lebe seit 40 Jahren in Portugal, nachdem ich Frankreich, Spanien und Italien getestet hatte…..
        Aber auch Portugal ist EU und setzt nach und nach alles um, was Berlin/Brüssel verlangt …

  19. »Wir sind zutiefst in Gedanken und fordern lückenlose Angehörige. Die Aufklärung bestürzt uns.«

    Da hat Herr RdL doch mit seiner abschließenden Permutation das Tatsächliche benannt, inklusive der Wünsche, die den Kondolenztouristen vorteilhafter Emotionslandschaften sowie den Verwaltern und Karrieristen der Öffentlichkeitssimulation vorschwebt und ihr Handwerk ist.

    Einen Gruß der Widerlichkeit an alle Refelxamöben, die im güldenen Geiferrahmen ihrer fortwährenden Maximalempörung sich wieder inszenieren können, und die jetzt aber endlich mal mit Fußfesseln alle Gefährder erdrosseln wollen und die natürlich wissen, wer alles dazugehört – sie haben da eine Liste vorbereitet, mit der Überschrift…

    Aber der Gruß des Ekels sollte auch an alle selbsternannten Journalisten und sonstigen Hinhörern des Belanglosen gehen – mit belanglos sind die Äußerungen gemeint, nicht der Vorfall –, die Mikrofone, Ohren und Handys hernehmen, um an der schaurigen Abwechslung teilzunehmen, zu partizipieren und zu profitieren – oder die sich an den Endgeräten für eine kleine Weile heimelig gruseln wollen im letzten Sommerloch ihrer Empathie.

    Ansonsten schließe ich mich @Wallensteins Vorschlag an.

  20. Und weiter geht es in Richtung autoritärer Überwachungsstaat. Wieder ein Amri, der seinen Ausweis Handy im Auto lies. Hätte man erfinden müssen, wenn er nicht freiwillig gekommen wär. Die Internationale van-der-Lubbe-Firebombing-Society lässt wieder grüssen.

    Die Kondolenzen sind da unwichtig.

    1. Ja kommt doch sehr gelegen mit der ganzen Gesetzgebung zur Überwachung, die jetzt überall durchgesetzt wird. Denk doch nur einer an die Kinder und die Gefährder!

      1. …und zufällig hat Dobrindt wenige Tage zuvor die Gefahrenlage hochgejagt. Das Hetzblatt Tagesspiegel hat brav gleich am Montag eine ganze Seite apportiert, daß nun endlich die „Sicherheits“gesetze verabschiedet werden müssen.

  21. Mit der Kritik an den Sprachplatitüden kann man selbstverständlich nur einverstanden sein, allerdings trägt sie der Autor sehr redundant vor, bricht sie ab, wo es noch einiges mehr zu sagen gäbe. Etwa wenn man ’sich nicht einschüchtern lassen dürfe‘, dass man ‚in einer offenen Gesellschaft‘ lebe, ‚in Freiheit‘ und so weiter. Während am Tag des Attentats wieder eine propalästinensische Demonstration im selben weltoffenen Berlin auf krude Polizeigewalt traf und man sich in Deutschland nun schon mit einem Jugendslang-Ausdruck wie ‚Mehrzweckeier‘ eine Anzeige wegen Verleumdung des Kanzlers einhandelt. Das interessiert unseren Autor aber hier nicht. Vielmehr läuft alles auf die Schlusspointe zu, nun müsse ‚endlich Tacheles‘ geredet, im Klartext schärfer mit diesen islamistisch motivierten Attentätern mit dem zweifelhaften Hintergrund umgesprungen werden. Vielleicht doch ein wenig Remigration – der nunmehr polizeilich beseitigte Täter war immerhin Deutscher, gar in Deutschland geboren, allerdings von falschen Eltern. Unter uns – ich vermute, und das unterstrichen, ich vermute, dass das der islamistische Extremismus nicht Ziel, sondern Mittel war, Mittel eines jungen Menschen, der wohl die deutsche Gesellschaft als ihm feindlich Gesinnte erlebt und sich deshalb in jugendlicher Überhebung seinerseits zu ihrem Feind machte. Keine Rechtferigung, gewiss nicht, Mord ist Mord, bloss der Versuch, den Motivierungshintergrund für solch schwachsinnige Tat ein wenig auszuloten und den unausgesprochenen Forderungen De Lapuentes etwas entgegenzusetzen.

  22. Ich wundere mich, das diese Textbausteine überhaupt noch thematisiert werden; schliesslich werden diese auch zunehmend bei automatisierten Antworten von Emails, WhatsApp und Telegram (alle aufzuzählen erspare ich mir) verwendet. Bald braucht es uns selbst gar nicht mehr. Mindestens die Hälfte aller Personen kommt derzeit mit weniger als 1000 Worten aus – und auch diese scheinen noch zu viel und zu anstrengend. Die Sprache bleibt zunehmend auf der Strecke. So behelfen sich viele damit, für oder gegen etwas zu sein, was einem zur Auswahl vorgegeben wurde…

    Zumindest können sie sich durch diese Automatisation vom Vorwurf einer Delegitimierung von (irgendetwas) herausmogeln: „Ich hab‘ doch nur eine von den vorgegebenen Optionen gewählt“ oder noch besser: „Das war ich nicht, sondern mein Smartphone“📲

  23. Anstatt sich über offensichtliche Floskeln zu monieren – die es natürlich sind und schon immer waren seit Julius Cäsar oder wann auch immer – wären andere Reaktionen interessanter:

    Siehe etwa h#ttps://norberthaering.de/news/gewerkschaftsfunktionaere-zum-csd/


    Gewerkschaftsfunktionäre halten nach München und Berlin an grenzenlos offener und toleranter Gesellschaft fest

    28. 07. 2026 | Wie vor eineinhalb Jahren nach dem islamistischen Terroranschlag in München, halten die Spitzenfunktionäre der Gewerkschaften nach dem tödlichen Anschlag auf die CSD-Parade in Berlin eisern an der komplett desavouierten Position fest, dass die Gesellschaft bunt und die Willkommenskultur bedingungslos zu sein hat.

  24. Die Verlogenheit der dokumentierten Betroffenheit unserer Politiker ist nicht mehr zu ertragen, wenn gleichzeitig bekannt ist, dass der politische Islam und seine Demokratiefeinde jährlich mit Millionenbeträgen , genehmigt von den gleichen Politikern, zugeschüttet werden.

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