Alles gegen rechts

Gegen rechts
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Lesen Sie diesen Artikel gegen rechts. Kommentieren Sie gegen rechts – vielleicht sogar noch vor Ihrem Frühstück gegen rechts.

Eisbaden gegen rechts: Gibt es wirklich – oder gab es. Gestern am Elbstrand in Övelgönne – also in Hamburg. Gleich gegenüber der Verladekräne, also in eher rauer Idylle. Das ist Fake? Dachte ich zunächst auch – aber siehe da: Schon 2024 berichtete das Hamburg Journal von diesem Ereignis. Zu sehen sind die Bilder in der ARD-Mediathek. Lustig jubelnd warfen sich damals einige Hartgesottene in die Fluten. »Anbaden mit politischer Botschaft« titelte das Nachrichtenformat. Irgendwer – man erfährt nicht wer – gibt diesen Eisheiligen dafür Spendengelder. Wem könnte es wohl etwas wert sein, dass sich eine Handvoll Antifa-Leute ins kalte Nass stürzt? Warum spenden die nicht im Trockenen? Wem nützt es, wenn sich die Antifa in Unterhosen einnässt? Außer vielleicht denen, die Spaß an der Freud haben?

Gegen rechts kann man allerlei machen in diesem Land. Gruppen nennen sich so – und Tätigkeiten. Gegen rechts sind Omas – oder man ist zusammen gegen rechts. Es ist möglich Yoga gegen rechts zu üben oder aber man strickt Wollschals gegen rechts. Kreativ gegen rechts werden zudem Häkelvorlagen gegen rechts angeboten. Es bimmeln sich Fahrradkorsos gegen rechts durch die Städte und Weiler. Und Katzenbesitzer gegen rechts inszenieren ihre Vierbeiner gegen rechts. Hunde gegen rechts gibt es freilich auch. Und damit die kleinen Nager nicht benachteiligt sind, gibt es immerhin ein T-Shirt zu kaufen, auf dem Hamsterhalter gegen rechts ihre Haltung kundtun können.

Atmen gegen rechts

Im Februar findet – ebenfalls in Hamburg – erneut ein Lauf gegen rechts statt. Gegen rechts getanzt wird in Deutschland schon seit vielen Jahren – getanzt oder das, was man für einen Tanz hält. Freilich darf auch gegen rechts gesungen werden. Oder man geht zum Rave gegen rechts. Da kommt das Fotoshooting gegen rechts schon eher bieder daher. Die Enten gegen rechts wirken da schon etwas innovativer. Wer gerne zur Disharmonie wippt, kann zum Metal gegen rechts gehen – oder man zockt einfach gegen rechts. Wer es ruhiger mag, der liest gegen rechts. Etliche Verlage gegen rechts bringen Bücher gegen rechts auf den Markt. Wer es noch besinnlicher mag: Kerzen gegen rechts. Danach kommt ein Bürgermeister gegen rechts und hält eine Rede gegen rechts.

Es gibt Pfarrer gegen rechts, die gegen rechts beten – wenn sie nicht gerade mit einer Andacht gegen rechts beschäftigt sind. Denn in Deutschland ist man aktiv gegen rechts, stark gegen rechts, steht man auf gegen rechts. Eben auch in der Kirche gegen rechts. Wir finden in Deutschland Männer gegen rechts und Frauen gegen rechts. Das Handwerk ist gegen rechts und selbst die Schützen sind gegen rechts. Die Pflege gegen rechts geht mit den Ärzten gegen rechts Hand in Hand. Und selbstverständlich darf man auch auf die Lehrer gegen rechts setzen. Die Eltern gegen rechts sind hingegen für die frühkindliche Aufklärung zuständig. Man kann wandern gegen rechts, basteln gegen rechts und reimen gegen rechtsJecken gegen rechts gibt es zusätzlich. Wie wäre es mit Kino gegen rechts? Oder doch lieber Theater gegen rechts? Letzteres wird von Theaterpädagogen gegen rechts initiiert.

Man ist in Sylt gegen rechts, in Rheinhessen gegen rechts, in Hamburg gegen rechts oder in Rosenheim gegen rechts. Es werden rote Karten gegen rechts gezeigt – nicht nur von jungen Menschen gegen rechts. Oder von Fußballvereinen gegen rechts. Die Krüppel gegen rechts sind auch mit von der Partie. Natürlich auch die Christen gegen rechts. Man tritt hufeisern gegen rechts auf. Mit klarer Kante gegen rechts. Standhaft gegen rechts. Puh, diese Litanei lässt sich beliebig erweitern. Stets wird dabei das »Gesicht gezeigt«, das »Aufstehen« angeregt, die Regenbogenflagge zitiert, man sei für das Bunte – gegendert wird so gut wie bei allen diesen Angeboten. Die Parolen und Losungen sind wie aus einem Guss. Von Sylt bis Rosenheim, von Trier bis Cottbus: Gegen rechts gleichen sich Worte und Sätze, man kann sie untereinander austauschen, ohne dass es jemanden auffallen würde. Deutschland atmet gegen rechts.

Psychose gegen rechts

Was hat sich da in diesem Lande im Laufe der letzten Jahre eigentlich für ein Wahn entwickelt? Es mag ja als anständig angehen, wenn Menschen für sich klarmachen, dass sie das, was sich in jenen schrecklichen Dreißiger- und Vierzigerjahren ereignete, nicht als Wiederholung erleben wollen – aber was sich zuletzt hierzulande herauskristallisiert hat, ist doch kein Engagement im eigentlichen Sinne mehr, sondern so eine Art Aufmerksamkeitsengagement. Was wissen diese Leute eigentlich von damals? Glauben sie wirklich, dass man die Nationalsozialisten mit Clownsnasen, durch Theaterstücke oder mit Yoga aufgehalten hätte? Und wen will ein so flächendeckendes Engagement gegen rechts denn noch erreichen? Diese Gleichschaltung – oh, böses Wort, ich weiß! – stößt womöglich immer mehr Menschen ab, als sie zu sensibilisieren. Wem dient diese Form der »Aufklärung« also wirklich?

Lassen wir an der Stelle mal die Vorstellung derer, die alles Mögliche gegen rechts anstellen, unkommentiert. Sie glauben, dass sich 1933 wiederholt – nur die Partei trage heute einen anderen Namen. Es gibt viele Gründe, in jener heutigen Partei nicht die Wiedergängerin von damals zu wittern. Auch – und vor allem – inhaltliche Gründe erlauben diese Deckungsgleichheit nicht. Dass sich da etwas wiederholt, ist einem Gefühl dieser fast lückenlos agierenden, teils von Steuergeldern finanzierten »Gegen-rechts«-Kultur geschuldet. Gehen wir also der Frage nach, wem so eine Form des Engagements auf allen Ebenen der Gesellschaft dienen soll. Denn die Übersättigung ist in keinem Bereich ratsam – sie führt immer zur Abkehr und Desinteresse. Dennoch blüht jene Kultur auch weiterhin lustig auf. Immer neue »Gegen-rechts«-Ableger erblicken das Licht der Welt – wie gesagt: Dieses Land atmet gegen rechts. Man könnte meinen, dass es morgens gegen rechts aufsteht, gegen rechts frühstückt und später gegen rechts isst, gegen rechts den Kreislauf in Schwung bringt, gegen rechts defäkiert, gegen rechts masturbiert und gegen rechts schwitzt.

Übersättigt sind nur jene nicht, die sich mit Gleichgesinnten treffen, eine Gruppe mit groteskem Namen und noch abwegigerer Freizeitbeschäftigung erfinden, die dann zielgerichtet gegen rechts etabliert werden soll. Schafkopf gegen rechts, Monopoly gegen rechts oder anonyme Alkoholiker gegen rechts: Die gibt es noch nicht, aber bald werden vielleicht auch solche Gruppierungen aus dem deutschen Boden schießen. Außerdem braucht es eine Schwangerschaftsberatung gegen rechts, Finanzbuchhalter gegen rechts, Zuhälter gegen rechts und – natürlich! – Rechte gegen rechts. Dieses Überangebot ist für die gemacht, die dem deutschen Wahn der letzten Jahre total verfallen sind, die die Psychose angenommen und kultiviert haben: Für sich selbst spielt man Zivilgesellschaft und simuliert sich einen Widerstandskampf gegen eine Gefahr, der man sich offenbar mit clownesken Mitteln und läppischer Protesthaltung in den Weg stellen kann.

Rechts gegen rechts

Psychose ist medizinisch betrachtet nicht nur eine Form des Realitätsverlustes, sondern eben auch eine sogenannte Ich-Störung. Zwischen Umwelt und dem Ich schiebt sich eine Art von Filter, der die Wahrnehmung massiv verändern kann. Die abnorme Betrachtung der Umwelt erlebt der Betroffene als gelebte Realität – er verschmilzt mit seiner perzeptiven Weltbetrachtung. Konfrontiert man ihn mit der Störung seines Wahrnehmungsbildes, so führt das nicht selten zur Verstärkung des Symptombildes und motiviert dazu, sich noch stärker auf sich selbst zu verlassen. In diesem Sinne scheint das zeitgenössische Deutschland in eine Psychose geraten zu sein, in der sich genau jene in ihrer eingeschränkten Sicht auf die Wahrnehmung bestätigen und Mut zusprechen – um sich als Folge immer stärker in eine Blase zu begeben –, die gegen rechts alles tun, was in einem menschlichen Alltag auch nur denkbar ist. Dafür spricht auch das Fallen der Schamgrenze, denn der Großteil dieser »Gegen-rechts«-Angebote wirkt auf sachliche Betrachter unsäglich banal bis lachhaft: Aber diese »Engagierten« merken es kaum, sie nehmen den Spott als Ausdruck rechter Gegenkultur wahr – denn der Fokus all ihres Handelns ist »der Rechte«.

Der ist der große Weltverschwörer – in ihrem Dasein ist er derjenige, der die Welt verdrehen, sie sich unter den Nagel reißen will. »Der Rechte« lauert überall – in jeder Nische sitzt er und will den »Engagierten« den Alltag, ja die ganze Welt entreißen. Und jeder, der das hinterfragt, muss mindestens ein Agent »des Rechten« sein. Was »den Rechten« ausmacht, was also rechts ist, das können sie hingegen nicht konkret machen. Die »Gegen-rechts«-Kultur ist insofern auch paranoid. Und damit kommt sie jenen gleich, die man zu bekämpfen vorgibt, aber die man eben auch dort wittert, wo sie nicht zu finden sind. Der deutsche Nationalsozialismus war ziemlich sicher von paranoiden Momenten erfüllt. Der Weltverschwörer war der Bolschewik – er lauerte überall. Ob in der Kunst und Kultur, in der Musik, in der Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft. Er hatte das Land im Griff – so sahen es jedenfalls die Nationalsozialisten. Wer Zweifel anmeldete, musste mit dem Bolschewiken im Bunde stehen – da gab es wiederum keinen Zweifel.

An dieser Stelle ähnelt sich das »Gegen-rechts«-Deutschland und das damalige »Gegen-Bolschewismus«-Deutschland. Man könnte auch sagen, das »Gegen-rechts«-Wesen nimmt die rechten Normen an, die es zu bekämpfen vorgibt. Denn der Impuls der Aufklärung, der hier und da auch als Parole geschwungen wird, ist nichts wert in einem Milieu, in dem vorgestanzte Schlagworte vervielfältigt und Zweifel an der Marschrichtung als Parteinahme für den »großen Feind« interpretiert wird. Von der Bestrebung der Gleichschaltung ganz zu schweigen: Sie ist das Kind eines psychotischen Dranges. Denn Verfolgungswahn gebiert den Wunsch nach Sicherheit – oft gar nach vollumfänglicher Sicherheit. Meinungsbilder, die der eigenen Wahrnehmungsstörung entgegenstehen, grenzt man dann gerne forsch ein – eine Ich-Störung trägt insofern auch den Impuls in sich, dass die wahrgenommene Welt mehr und mehr so werden soll, wie es das geplagte Ich schon ist. Das zeitgenössische Deutschland ist folglich ein ziemlich kranker Ort.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
Mehr Beiträge von Roberto De Lapuente →

Ähnliche Beiträge:

106 Kommentare

  1. Alle gegen Rechts – und bei der Wahl wählen wieder 95% Rechts. Irgendwie unlogisch. Ich denke, es geht eher darum, dass bestimmte Richtungen der Rechten den Kampf darum führen, wer der Führer sein darf. Und jeder CDU Wähler glaubt nun ein zweiter Staufenberg zu sein, wenn er gegen die anderen Rechten ist.

    1. Es gibt doch schon lange kein Rechts und links mehr in der Politik. Es gibt oben und unten. Und oben versteht es wunderbar, das hirnlose Volk unten zu spalten.
      Dieses „gegen rechts“ nimmt mittlerweile derart lächerliche, leider auch faschistische Züge an, das schon lange nicht mehr zum lachen. Wenn das so weiter geht haben wir, mit etwas Pech, bald Umerziehungslager für Menschen, die nicht „gegen rechts“ sind.
      Es wird Zeit, dass sich die Menschheit ausrottet, der Schwachsinn ist nicht mehr zu ertragen….

    2. Zitat:
      „und bei der Wahl wählen wieder 95% Rechts“

      Inklusive und gerade die oliv-grün-, sPD- und auch die arrivierten „LINKE“-Wähler, die alle von sich glauben, sie wären irgendwie links, die aber dennoch der immer gleichen neoliberalen Politik die Macht sichern – in welcher Farbmischung auch immer.
      Und DAS ist rechte Politik, nicht was vermeintlich Linksgläubige als solche labeln.

  2. Gut, dass das mal thematisiert wird. Ein Theater mit völlig unverständlichen Akteuren.
    „Gegen rechts“ hat sich verselbständigt. Irgendwie präzisiert wird das nicht. Genau da liegt der Fehler. Man hört den Rechten überhaupt nicht zu und kommentiert nicht das Gesagte. Was dann bedeutet, dass es unwidersprochen bleibt. Sodass der Eindruck entsteht, das sei richtig. Stirnpatsch.
    Das Erste und Wichtigste wäre wohl, dass die Rechtspopulisten weltweit versuchen, die Energiewende zu Erneuerbaren auszubremsen. Alle. Ihre gute finanzielle Ausstattung deutet auf eine Bezahltheit hin. Es wäre für Klimaschützer ein ausgezeichnetes Übungsfeld, den diesbezüglichen AfD-Quatsch zu widerlegen. Passiert aber nie. FFF und andere haben sich immer nur an der Regierung abgearbeitet.
    Dann sind die Rechten fast durchweg auf neoliberalem Mileikurs. Insbesondere die AfD unter Führung der Hayek-Frauen von Storch und Weidel. Blick nach Argentinien genügt. Auch hier wird die AfD nicht angegriffen.
    Sie wird als „pro-russisch“ eingestuft, weil sie russisches Öl kaufen will. Wofür sie aber keinerlei Argumentation liefert. Schwach.
    Sie punktet mit Migration. Mit immer mehr aggressiv auftretenden Islamisten kann ich das nicht verurteilen.

    Also: argumentieren gegen rechts wäre wohl angesagt. Und völlig neu.

    1. Es würde ja schon reichen, wenn das „gegen Rechts“ islamistische und zionistische Nazis einschließen würde, aber da scheint man sich weitgehend auf Kartoffelnazis zu beschränken, die man sich dann großzügig hindefiniert, und sich so zur Fußtruppe der Regierung verkleinert, wo man das Hirn am Eingang abgibt.

    2. In Bezug auf die Energiewende ist das zu undifferenziert. Und es ist keine explizit rechte, sondern auch eine liberale Einstellung, wenn man sich gegen regenerative Energien wendet, weil diese einer konkreten Person oder Gruppe die Stromrechnung teurer und nicht billiger macht. Und das ist für einen homo oeconomicus biederste Logik. Man ist sofort im konkreten Fall dafür, wenn sich damit Geld verdienen lässt. Das „rechte“ soll mittlerweile einen höheren Erzeugungsanteil von PV bei der Stromgewinnung haben als die BRD. Dass jeder seine Investition besonders rentabel verzinst haben möchte, ist in einem kapitalistisch orientierten Umfeld klar.
      Wenn aber angeblich überzeugte Öko-Sozialisten nicht auf die Barrikaden gehen, wenn durch einen administrativ verursachten Wegfall von Angebot und entsprechender Marktorganisation die Preise exorbitant nach oben gehen und dann Renditen generieren, von denen ein Josef Ackermann bei nur einem Zehntel feuchte Augen bekommen hätte, ist das ein Totalausfall in Bezug auf Redlichkeit und Mindest-Intelligenz. Das gilt im übrigen auch für die Liberalen, wenngleich unter anderen Kriterien.
      Die Rede ist von der Strompreis-Entwicklung im Jahr 2022. Warum passte man die Merit-Order-Regel nicht an und nahm damit grob fahrlässig massive Inflation mit all ihren Folgen in Kauf?
      Der Grund kann nur die Gier nach den astronomischen Überrenditen gewesen sein, wenn man mal von astreiner Dummheit absieht.
      Wenn vieles als „rechts“ geframmt wird, dann hat das eine eindeutig faschistische Attitüde. Eine solche war z.B. auch die Verwendung des Begriffs „Trotzkismus“ im Stalinismus. Oder der Missbrauch des Begriffs ‚Antisemitismus‘. Aber im letzteren sind Sie ja sehr bewandert und brauchen somit nicht mehr der Aufklärung!

    3. … argumentieren gegen rechts wäre wohl angesagt.

      Ist aber nicht möglich, weil viele „Linke“ und die sogenannte „Mitte“ dabei an ihren eigenen rechten Denkfiguren scheitern würden.

      Ein Großteil der Linken ist im Inneren unglaublich reaktionär, die „liberale“ Mitte sowieso. Kryptoreaktionär sozusagen.

      Das ist der eigentliche Grund, warum das „Argumentieren gegen Rechts“ nicht stattfindet. Man müsste in den Spiegel schauen – und seine eigene Häss-lichkeit entdecken.

    4. Wenn Sie sich klar gegen die Rechtsextremisten Israels aussprechen würden, könnte man Ihre Ausführungen wohl ernst nehmen, so wirken sie bestenfalls schizophren.

    1. Linksextremer Anschlag

      Berliner Stromausfall: Ex-Ministerin befürchtet tausende Tote
      Bei Dauerfrost sitzen zehntausende Berliner in unbeheizten Wohnungen ohne Strom fest – für mindestens fünf weitere Tage. Wasserleitungen drohen zu bersten. Anwohner äußern gegenüber der JF Angst vor Plünderungen. Eine Ex-Ministerin fürchtet viele Tote. Es bahnt sich eine Katastrophe an.

      https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/berliner-stromausfall-ex-ministerin-befuerchtet-tausende-tote/

      BERLIN. In einem Selbstbezichtigungsschreiben hat sich die „Vulkangruppe“ zum Brandanschlag auf eine Kabelbrücke bekannt, die wahrscheinlich noch bis Donnerstag zu Stromausfällen im Berliner Südwesten führt (die JF berichtete). Der Brief, der zunächst beim Berliner Staatsschutz eingegangen war, haben die Täter inzwischen auf einer Internetseite veröffentlicht.

      Darin heißt es konkret über den Anschlag: „Die Kabelbrücke, die nicht öffentlich verzeichnet ist und vom Kraftwerk Lichterfelde über den Teltowkanal geführt wird, haben wir zur Seite der Grünanlagen hin in Brand gesetzt. Wir haben die angeschmorten Kabelstränge mit herumliegenden Stahlstangen zusätzlich kurzgeschlossen.“

      https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/mega-stromausfall-in-berlin-wer-sind-die-linksextremen-taeter/

  3. Tut mir leid, Herr De Lapuente, aber ihr Artikel ist frei von jeder analytischen Schärfe und jedem tieferen Verständnis.

    Die Menschen, die sich gegen rechts stellen, ahnen oder wissen, dass Demokratie, die mit Kapitalimus zwangsverheiratet wurde, zu jeder Zeit erneut in den Faschismus umschlagen kann. Das liegt daran, dass in dieser Zwangsehe ein nicht auflösbarer Widerspruch ständig für tektonische Spannungen sorgt: Menschen, die frei und informiert über sich entscheiden, würden kein System akzeptieren, dass so wenige auf Kosten von so vielen begünstigt. Das System ist nur so lange stabil, wie die Mehrheit durch Täuschung davon abgehalten werden, die Mechanismen der Mitbestimmung im Eigeninteresse zu nutzen.
    Da nun aber Kapitalimus selbst durch die eingebaute exponentielle Akkumulation notwendig krisenhaft ist, erzeugt er immer wieder Zeiten, in denen die Täuschung nicht mehr richtig funktioniert und der Umschlag zur Machtausübung durch nackte Gewalt das Mittel der Wahl wird, um die Verteilungsungleichgewichte zu retten.
    Sie werden vielleicht mitbekommen haben, ebenso wie die Leute, die Sie als Ergebnis Ihrer kurzen Googlesuche an den Anfang Ihres Artikels gestellt haben, dass wir mitten in einer Phase sind, in der der immer fruchtbare Schoß das Monster neu gebiert.

    1. Und da hilft dann ‚Faschismus gegen rechts“ und wandelt selbst in der kapitalistischen Blutspur ausreichend mit?
      Das nennt man Sündenbock-Syndrom und hat mit fundierter linker Politik überhaupt nichts zu tun.

    2. Wenn der Begriff „Demokratie“ dafür stehen würde, wofür sie ihn verwenden, könnten dann die Menschen den Kapitalismus nicht einfach abwählen?!?

      Wenn ja, dann wollen sie wohl nicht, was auch demokratisch wäre.

      Demokratie heißt lediglich Volksherrschaft. Wenn das Volk den nazistischen Massenmord wählt (Israel), dann ist das auch demokratisch.

      1. Schön das sie hier erklären was Demokratie ist. Aber ich habe das Gefühl das sie Demokratie nicht verstanden haben.
        Denn die Eliten haben ja die repräsentative Demokratie erfunden und umgesetzt. Und das hat mit Demokratie so viel zu tun wie ein meditativer Abend bei einem Heavy Metall Konzert.

    3. Tut mir leid, Herr/Frau grftjx, aber Ihr Kommentar geht von einer falschen Prämisse aus und deswegen an der von Herrn De Lapuente aufgeworfenen Frage vorbei.
      Ihr scheinakademisches Erklärungsmuster unterstellt, dass „Die Menschen, die sich gegen rechts stellen, ahnen oder wissen, dass Demokratie, die mit Kapitalismus zwangsverheiratet wurde, zu jeder Zeit erneut in den Faschismus umschlagen kann.“ Dem widerspreche ich: Diese im Artikel dargestellten Menschen wissen weder, was Demokratie ist (das a la Merkel „marktförmige“ Modell scheint ihnen Demokratie zu sein) noch haben sie eine Vorstellung, was Kapitalismus ist („Kapitalismus“ ist als Modewort „in“ und bleibt unverstanden, ich erinnere bloß an „Klassismus“) und wie aus ihm immer wieder Faschismus als Herrschaftsform hervorgehen kann. Nur dadurch erklärt sich das in Wirklichkeit inhaltslose „Platzhalter gegen rechts“.
      Das spielt den herrschenden Kapitalfraktionen in die Karten; die lachen sich vermutlich tot über die XXX gegen rechts, weil sie im Rückenwind dieses Spektakels ihre RECHTE Agenda umso ungestörter umsetzen können.
      Horkheimer gilt noch immer: Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, soll vom Faschismus schweigen.
      Und „diese im Artikel dargestellten Menschen“ interessieren sich in der Regel einen S….dreck dafür, was Kapitalismus ist.

      1. Nichts für ungut, lieber Uwe, aber ich habe nicht den Eindruck, dass es mir gelungen ist, meinen Beitrag so zu formulieren, dass Sie meinen Gedankengang nachvollziehen konnten.

      2. Es gibt auch linke Faschisten! Faschisten gehen gegen Jeden vor, der sich weigert, das propagierte Narrativ zu übernehmen. Da ist z.B. die Geschichte vom CO2 als Klimakiller oder die Geschichte von der rettenden Coronaimpfung. Wer die Geschichten hinterfragt wird ausgegrenzt. Faschisten sind diejenigen, die einen Impfzwang durchsetzen wollten, die Impfunwillige bestrafen wollten. Und unter denen finden sich mehr Grüne, Rote, Schwarze und Gelbe als Blaue. Die AFD dient als Projektionsfläche um vom eigenen Faschismus abzulenken. So verschaffen sich etliche ein reines Gewissen, die bereit waren, Impfunwillige einzusperren, die das Grundgesetz mit Füssen getreten haben und nicht bereit sind, sich ihr totalitäres Verhalten einzugestehen.
        Roberto Lapuente hat recht, wenn er dieses … gegen rechts…. einmal hinterfragt. Es ist Zeit.

        1. „Es gibt auch linke Faschisten!“
          Nein.
          Als ob „Grüne, Rote, Schwarze und Gelbe“ was mit links zu tun hätten.
          Glauben Sie auch, dass Märchen die Realität abbilden?

        2. @Archimedes: Nein, klar doch, CO2 ist prima fürs Klima, und wer das Gegenteil behauptet, befindet sich auf einer Stufe mit den Impfwütigen und ist ein „linker Faschist“.

          Großer Gott, was für ein Müll!

  4. Ich bin sehr gegen Rechts. In dem Sinne, dass jeder anständige Mensch Antifaschist sein sollte. Aber: wir müssen da schon sehr genau sein. Einen unpolitischen Antifaschismus kann es nicht geben. Die Entwicklung zum Faschismus hat seine Ursachen, die wir verstehen müssen, sonst können wir die Faschisierung der Gesellschaft nicht aufhalten. Wir müssen über den Kapitalismus reden!!!!

      1. Wer kann über Kapitalismus in all seinen Formen schon kompetent reden?
        Hayek könnte es jedenfalls nicht. Deshalb betrachtete er den Nachkriegs-Kapitalismus auch als Sozialismus. Aber was verstand Hayek schon? Friedman gewiss nicht und Friedman verstand letztendlich auch nicht Keynes bzw. das Potential seiner Analyse. Und das war ein ziemlich offenes Scheunentor!
        Und wenn man den „Rest“ betrachtet: Eigentumsfetischisten und Enteignungsfetischisten glauben, die Oberhoheit bei der Deutung zu haben und haben keine Ahnung von den offenen Flanken, welche ihre Argumentation nicht abdeckt. Das nennt man Prinzessinnen-Gehabe, konnotiert mit einem gehörigen Stück Marie-Antoinette.

    1. Wir können seit Jahren live verfolgen, wie so eine Faschisierung der Gesellschaft abläuft. Und sie findet unter dem Label „gegen rechts“ statt. Es wird nicht mehr diskutiert, nicht mehr um verschiedene Meinungen gestritten, es wird eine Meinungshoheit hergestellt, die von Regierung über Parteien bis zu den Medien im Gleichschritt erfolgt. Und jeder, der protestiert, „ist rechts“.

      Meine Vatergeneration fragte noch ihre Eltern „wie konntet ihr das zulassen? Wie konnte es dazu kommen?“ Jetzt erleben wir es live, wie das geht….

      Irgendein kluger Mensch hat schon vor langer Zeit mal gesagt. „Der neue Faschismus wird nicht sagen, ‚Ich bin der neue Faschismus‘, er wird sagen ‚Ich bin der Antifaschsmus‘ „. Er hatte recht.

      Edit hat gegooglet und das Orginalzitat gefunden:

      „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus»“

      Und der Urheber ist der italienische Kommunist Ignazio Silone.

      https://www.zitate7.de/10640/Wenn-der-Faschismus-wiederkehrt-wird-er.html

  5. So ne ähnliche Liste konnte man in den 80ern mit „X für den Frieden“-Vereinen etc. aufstellen. Da konnte es nicht genug von geben. Wobei für mich der Unterschied mit den Präpositionen „für“ und „gegen“ schon recht gut markiert ist, denn für etwas zu sein hat was Positives, gegen etwas zu sein klingt negativ nach Vernichtungswunsch usw. Wobei gegen Atomwaffen zu sein jetzt für mich nichts Negatives hat.

    Das Problem mit dem gegen Rechts sein ist dann, dass es danach klingt, als wäre man gegen Menschen, wie bei dem gegen Bolschewisten, Juden, Russen, Muslime sein. Und diese Menschen, gegen die man da ist, sind eigentlich die Konkurrenten um die Plätze an den Fleischtöpfen.

    Was sich darin wohl manifestiert, ist der Zeitgeist der erweiterten gesellschaftlichen Elite, also von Leuten mit Abitur bspw. und denen, die dazugehören wollen. Sie scheinen im gegen Rechts sein nur noch ihre eigene gesellschaftliche Stellung, ihre Relevanz, verteidigen zu wollen, obwohl sie keinen eigenen Zukunftsentwurf mehr, also nichts mehr zu bieten haben. Reiner Korpsgeist.

  6. Komisch, viele dieser Leute halten sich für toll weil sie angeblich gegen Rechts sind, benehmen sich aber eher wie Faschisten und haben von Demokratie wenig bis keine Ahnung.
    Mit diesen Antifaschisten lässt sich prima Faschismus betreiben, da demonstrieren dann Mengenweise Faschisten gegen den Faschismus weil ein ziemlich faschistisches Regime sie dazu Aufruft. Ansonsten benehmen sich diese angeblichen Antifaschisten, vor allem Russen gegenüber genauso wie ihre Ahnen sich gegenüber von Juden benommen haben.
    Diese ganzen Vertreter einer Einheitsmeinung sind eben nur ganz normale deutsche Faschisten, mehr nicht.
    Faschismus das ist die Einheit von Staat und Kapital !
    Benito Mussolini und der wird es wohl gewusst haben.

    1. Es ist vor allem dieser Gratis-Mut, der sich da immer wieder manifestiert. Man schwimmt mit dem Strom und kommt sich doch unheimlich wichtig vor. Geradezu aktionistisch wie einst die „68er“ oder die Anti-AKW-Bewegung, die damals allerdings aufs härteste von Politik und Medien bekämpft wurde.

      Vor ein paar Monaten sah ich auf Facebook ein Foto, das eine Frau gepostet hatte, die mal gut kannte, und für recht intelligent hielt. Es zeigte zwei auf dem Balkon aufgehängte Handtücher, eins blau, eins gelb – mit Klammern zur Ukrainefahne zusammengeklipst…

      Aha…

      …und derweil verleiht der „Präsident“ des Landes, mit dem sie sich da gefahrlos solidarisiert, Orden vor SS-Runen. Aber das bekommt die vermutlich nicht mit, da sie je nur „gute“ Kanäle konsumiert….

      1. Genau diese Leute meine ich, die sind eigentlich zu fast 100% Deckungsgleich mit dem Faschismus, halten sich aber für Antifaschisten, ähnlich derjenigen „wir impfen alle“ Fraktion wo Faschisten sich gegen Nazis positionieren, dabei aber deren denke und Struktur ausleben der sie selbst in all ihrer Intoleranz zu dem macht, von dem sie vorgeben sie zu bekämpfen.
        Das einzige was auf dieser Welt Grenzenlos ist, ist die Dummheit will mir scheinen.

        1. Jupp!

          Ich denke da auch immer wieder an den Überfall auf ein TV-Team der heuteShow am 1. Mai 2020. Umgehend wurden dafür die „Spaziergänger, Rechten, Covid-ioten, AfDler“ etc. pp öffentlich verantwortlich gemacht. Ohne daß es dazu überhaupt schon Erkenntnisse gab (außer bei denen, die es getan hatten und den Polizeikräften, die ihnen dabei offenkundig halfen, denn der Platz, auf dem das geschah, war eigentlich von der Polizei abgeriegelt).

          Tja, und als der Nebel sich gelichtet hatte kam heraus, daß es Aktivisten aus dem Umfeld der selbsterklärten „Antifa“ waren, von denen die meisten (es sollen um die 20 Schläger gewesen sein!) übrigens immer noch nicht gefaßt sind. Es gab Alibi-Urteile auf Bewährung für 4 Geständige, die man wohl stellvertretend und als „Deal“ mit der Staatsanwaltschaft vorgeschickt hatte, um „kurzen Prozeß“ zu machen,. Und die kamen mit der hanebüchenen Ausrede, sie hätten sich in „den anzugreifenden Personen geirrt“, durch! Als ob es strafmildernd wäre, wenn man doch eigentlich „die Richtigen“ hätte zusammentreten wollen!

          https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/angriff-zdf-heute-show-kamerateam-prozessauftakt-gegen-geschwister-aus-schwaigern-in-berlin-100.html

          Und ich wette, wenn man heute eine Umfrage auf der Straße machen würde, was die Leute heute, fünfeinhalb Jahre später, noch darüber wissen, wären die hunderten Meldungen, da hätten „Rechtsradikale Covid-Maßnahmengegner das Kamerateam angegriffen, immer noch in den Köpfen der meisten Leute präsent! Nicht jedoch die Info, daß es tatsächlich „Antifaler“ waren.
          Hätte man die „Täter“ (also die 4 Sündenböcke) nicht ermittelt, wäre man hier offenbar wirklich mit dieser Nummer durchgekommen, die alle Anzeichen einer False Flag hatte.

          Sehr schön auch die Bemerkung im Schlußabsatz des Artikels:

          „Dem Gericht sei ein aufwendiges Verfahren erspart geblieben.“

          Dem Gericht und der Staatsanwaltschaft ist es vor allem „erspart geblieben“, die wahren Hintergründe aufzuklären, und in einem langen Verfahren die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese Nummer zu ziehen.

  7. Zudem sind das auch die Leute, die am lautesten von sowas wie „Demokratie“ schwafeln, während sie gleichzeitig nur ihre Meinung akzeptieren, und alle anderen Meinungen komplett dämonisieren.

    Der Begriff „Demokratie“ ist nichts weiter als ein politischer Kampfbegriff, was man an dieser Situation mit alle und alles gegen Rechts gut erkennen kann. Es sind die Intoleranten und politischen Laien die am lautesten „gegen rechts“ schreien, während sie z.B. alles russische verbieten wollen und wieder Lebensraum im Osten erobern wollen.

    1. Da sind sie wieder, die Nazideutschen. Diesesmal als bessermenschen gegen Rechts. Auch der Umgang zum Beispiel mit Russen zeigt ihn wieder, den Nazideutschen Herrenmenschen. War allerdings kein Wunder, im Prinzip ist die BRD ja nur der Rest des 3 Reichs mit einem Führer in Washington geworden. Mehr hat sich da im großen und ganzen nicht verändert, die Pseudodemokratie war nie eine echte Demokratie, all die vielen NS Täter in Ämtern, Behörden und der Justiz waren über Nacht angeblich zu Demokraten mutiert. Die Nazijuristen durften gegen sich selbst Ermitteln und haben natürlich nie eines ihrer Verbrechen aufgedeckt, die Massenmörder des NS Staates wurden mit Beratungsstellen und Pensionen zugeschissen und jetzt ist Nazideutschland wieder dabei dasy zu machen was es am besten kann, versuchen einen Weltkrieg anzufangen.

  8. Da wurde mit Absicht ein Pophans aufgebaut, und viele fallen leider drauf rein.
    Nur wer ist tatsächlich für die hohen Mietpreise verantwortlich, für die Energiekosten, für die Deindustrialisierung.
    Bei Corona warens die Ungeimpften, hätten wir die nicht gehabt wäre Deutschland schon lange Corona frei !1!!

    1. @ Patient 0 : Wer für die hohen Mieten, die exorbitanten Energiepreise und die
      De-Industrialisierung verantwortlich ist? > >>>>>>>>>>der put put Putin < <<<<

  9. Das ist weniger Aufmerksamkeitsengagement als „virtue signalling“.

    Der Unterschied zu den anderen stets von Mainstream im Auftrag der Agandasetzer vorgegebenen Themen, die nach demselben Schema abgeritten wurden und werden („Klima“, „Vielfalt“, „Corona-Impfung“,…) liegt darin, dass hier die eigene Moralhaftigkeit durch Abgrenzung gegen jeden gefeiert wird, der sich der vorgegebenen Moralhaftigkeit (bzw Agenda) verweigert („Leugner“) – also „rechts“ ist.

    Im Grunde ist „gegen rechts“ quasi die ultimative Moraldemonstration und auch konsequent inhaltsleer. Moralismus und Unterwerfung unter die EU/WEF/Globalisten-Agenda im Endstadium.

  10. das sind derart Leute, die meinen gute Menschen zu sein weil sie sich auf die „richtige“ Seite stellen, statt gute Dinge zu tun.
    andernorts nennt man das Religion, die einzig wahre. der Rest ist Gesocks.

  11. Diese gegen rechts Schreier merken überhaut nicht, dass sie sich von Politikern einspannen
    lassen, die um ihre Pfründe bangen und die selbst ein faschistisches System in Deutschland
    einführen, bzw. schon eingeführt haben. Denken ist bei diesen Leuten nicht angesagt. Sie
    kommen immer mit den gleichen Argumenten, dass rechts ja immer Nazis und den Sprung
    in die 30er bedeutet. Das aber gerade die, von denen sie aufgehetzt werden, auf dem Sprung
    in den 3. Weltkrieg vorbereiten, geht in ihren bunt vergenderten Hirnen verloren.

    1. Die Haupt-Krux, glaube ich, ist das, was man Herrschafts-Kritik nennt; da versagen unsere heutigen Linken total. Zwar ist die Links-rechts-Rhetorik, nachdem Leute wie Biden oder Clinton als Linke gelten, recht eigentlich unbrauchbar geworden, aber was Herrschafts-Kritik anbelangt, bestehe ich auf ihr als explizit LINKE TUGEND, insofern sie immer in erster Linie den EIGENEN Herren auf die Finger schaut (und notfalls auch haut) – und zwar immer im Sinne von sozialer und rechtlicher Gleichberechtigung bzw. Emanzipation, unbeirrt von der Option, dass es in fremden Herrschafts-Bereichen ebenfalls kritikwürdige Herrscher gibt. Die Linken, die ihr herrschaftskritisches Potenzial an fremde Potentaten verschwenden und nicht merken, dass sie mit den übelsten Wölfen im eigenen Lager heulen – und das in Kriegszeiten! -, sind nichts als die nützlichen Idioten der Kriegstreiber. Und der Rechten machen sie’s leicht, einen auf glaubwürdige Opposition zu machen, solange die noch nicht selbst an der Macht ist; sobald aber die Rechte dann mal erst an den Hebeln der Macht hantiert, wird ernsthaften Linken kaum noch was übrig bleiben, mit dem sie Opposition machen könnten, weil sie vermutlich als erste zum Verschwinden gebracht werden, schneller jedenfalls als die Mittigen, die sich in Ruhe wieder an die (rechte) Macht anbiedern können – und werden: damit angefangen haben sie ja schon (freilich ohne es einzugestehen, vielmehr unter lautem Anti-Rechts-Geschrei), als sie noch selbst an der Macht waren, und sei’s mit den „Linken“ zusammen.

      1. So sieht es aus. Die AfD ist insofern nur eine Schein-Opposition, die die Wässer der „Herrschaftskritik“ auf die „richtigen“ Mühlen lenkt – unter tatkräftiger Mithilfe einer völlig desorientierten und degenerierten „Linken“.

  12. Auf gehts weiter spalten: rechts/links, arm/reich, oben/unten, Inländer/Ausländer. Mann/Frau……..alle gegen alle

    Die welche das zu ihren Zwecken instrumentalisieren freuen sich gerade wie einfach das alles von der Hand geht.

  13. Nicht Rechts = Sozialstaat abbauen, um eine verrückte Aufrüstung zu finanzieren, russophober Rassismus in den höchsten Tönen, Moral Bombing toll finden und sich freuen, wenn „die Guten“ sog. „Drecksarbeit“ machen, Diskriminierung, Diffamierung, jede Form der Herabwürdigung (wenns gegen die Richtigen geht), mit Hämmern anderer Menschen Schädel einschlagen, Gewalt gegen politisch Andersdenkende usw. usf.

    Ach ja und besonders wichtig, wenn man nicht „rechts“ sein will: NATO und EU toll finden (das ist die politische Vereinigung, um die herum nur „Dschungel“ ist (Borell), was aber natürlich keine rassistische Bemerkung war) und selbstverständlich alles, was eine jeweils herrschende politische Klasse in Israel so treibt, weil völkisches Blut-und-Boden-Denken und andere Länder überfallen nur schlimm und verachtenswert ist, wenn man nicht Israel ist. Warum? Ist so. Darf man nicht hinterfragen, weil? Genau. Ist rechts.

    Warum die Linkspartei jetzt mitspielen darf und nicht mehr vom Verfassungsschutz beobachtet wird? Weil Antideutsche die Zügel übernommen haben, die von jeher NATO- und Israel-Groupies sind und so lästige Leute wie Wagenknecht, Dagdelen, di Masi usw. weg sind.

    Das ist der einzige verfluchte Grund! Da kann Reichinnek im Bundestag linke Sprüche loslassen wie sie will, das ist kein Problem mehr, denn wenn es darauf ankommt, dann wählt die Linke Merz zum Kanzler und lässt Milliarden-Aufrüstung samt Wehrpflicht im Bundesrat passieren.

    Und genau darum dürfen BSW und AfD auch nicht mitspielen. Es geht überhaupt nicht um „rechts“ oder „links“, das ist Geschwätz. Es geht darum, dass man in Deutschland NATO-/EU- und US-hörig sind muss. Weidel arbeitet gerade daran, die AfD in diese Richtung umzupolen, der Lucassen wird zur Münchner Sicherheitskonferenz eingeladen und wenn die AfD dann transatlantisch so richtig durchgef***t wurde, wird keiner mehr Schals „gegen rechts“ stricken, wollen wir wetten? Nein, die Schals kriegen dann „unsere Jungs“, die im Osten die Demokratie retten oder so.

    Mein Gott, das ist alles so verlogen. Mir ist schon wieder kotzübel.

    1. Bettina-di-Monaco +++

      Die Begriffe „rechts“ und „links“ sind schon lange bedeutungslos (für mich spätestens seit dem 12.12.2012 als hirzulande die genitale Verstümmelung männlicher Minderjähriger legitimiert wurde). Seitdem ist die Bezeichnung „Rechte“ die moderne für „Dissidenten“.
      Die pseudo-linken, nicht denkenden, anti-demokratischen Jubel-Fußtruppen der Globalisten sind dagegen die verdummte Masse, die jedes Verbrechen der Obrigkeit mitträgt, sofern es ihnen nur „richtig erklärt“ wird: Rückgratlose Propagandaopfer, opportunistische Heuchlern und feige Logikverachter, kurz: Arme Schweine, die erst bemerken, daß sie zum Schlachthof geschickt werden wenn es kein Zurück mehr gibt.

    2. @Bettina-di-Monaco: Ich kann Ihnen nur zustimmen. Ich gestehe ich tendiere zur AFD und
      ich bin wirklich von der Frau Weidel entäuscht. Das Musk Gespräch mit ihr war schon eine
      Katasprophe. Das Einschleimen an die Amis empfinde ich schon als Verrat. Ich hoffe Chrupalla
      kann sich noch mehr behaupten. Der hat sich rethorisch schon gut gemausert. Was aus der
      AFD tatsächlich wird, wird sich erst in einer Koalition mit einer anderen Partei zeigen. Wenn die
      AFD mit Wählerstimmenmehrheit vorne liegt können sie ihre Vorstellungen verwirklichen. Wenn
      nicht, wird sie glatt gebügelt und wir haben noch eine „Altpartei“.

      1. Lieber „Träumer“, das Werden der AfD zur „Altpartei“ ist doch längst eingepreist. Würde sie den Kapitalinteressen der Macht- und Besitzeliten wirklich gefährlich werden, wäre sie schon längst verboten. Irgendwo habe ich dieser Tage gehört, dass die AfD zusammen mit CDU und FDP die mit Abstand größten Parteispenden erhalten hat. Das spricht Bände.
        Das BSW hat sich mit seiner Mitgliederpolitik selbst ein Bein gestellt und wird m.E. fadenscheinig um den Einzug in den BT betrogen. Außerdem sind auch im BSW schon „Kanalarbeiter“ am Werk.
        Es ist zum Verzweifeln.

        1. Die AFD liegt bei den Spenden gut 2 Millionen hinter der CDU zurück.
          Das die AFD sicherlich eine Partei für das Kapital / die Wirtschaft ist, ist
          unbestritten. Das ist die FDP auch und bekommt im Verhältnis zu ihrem
          Wahlergebnis viel zu viel.

    1. Wenn diese politischen Statements von Faschisten kommen wie es hier der Fall ist, muss man schon mit echt extremer Naivität gesegnet sein oder selbst dazu gehören um die herrschenden Kleptokraten und ihren Abbau von Rechten, Grundrechten und letzten Resten von Demokratie gutheißen zu können.
      Deutschland ist KEINE Demokratie und noch viel weniger Rechtsstaat, statt dessen eine Despotie von Kleptokraten und von Parteisoldaten okkupierten Institutionen.
      Ein Land in dem inzwischen sogar die Korruption von Abgeordneten von der Berliner Generalstaatsanwaltschaft legalisiert wurde !
      Dieser Staat ist so Rechtsradikal, da kann das Regime noch so sehr gegen Rechts demonstrieren lassen, Faschismus bleibt Faschismus.

    2. „Weil Lapuente etwas gegen politische Statements gegen rechts hat, pathologisiert er diese, ganz gefangen im Strom des antidemokratischen Zeitgeistes.“
      @Klau-die
      Wenn man feststellt, dass Menschen gegen das demonstrieren, was sie selbst repräsentieren, ist das krank, da braucht niemand etwas zu pathologisieren.
      Und genau darum geht es doch. Diese Demonstranten präsentieren ihre rechte Gesinnung.als Antifaschismus.
      Dass sie selbst durch ihr Ausgrenzen des politischen Gegenübers faschistisch handeln, fällt ihnen nicht auf.
      Du bist ja auch immer rasch dabei, Andersdenkende als Rechte darzustellen.
      Da ist es verständlich, dass du dich angesprochen fühlst und dein Gegenüber in die rechte Ecke stellst.
      Deutschland ist krank, da möchte ich mich ausdrücklich Roberto anschließen.

      1. Wenn jemand mit den Handlungen eines anderen nicht einverstanden ist, sie für falsch oder irrational hält, kann er diese gerne kritisieren. Für so etwas gibt es Argumente, gibt es die für einen rationalen Diskurs etablierten Gepflogenheiten der Vernunft.

        Genau das aber macht Lapuente nicht, sondern er pathologisiert. Er erklärt so Andersdenkende pauschal für unzurechnungsfähig. Damit tritt er jegliche demokratische Kultur mit den Füßen, wie es typisch für das neurechte, antidemokratische Selbstverständnis ist. Stilistisch wie inhaltlich wendet er sich so direkt der Kultur des Faschismus zu.

        1. @klau-die
          Roberto pathologisiert nicht, er stellt fest, dass die Akteure krank sind. Das ist ein Unterschied.
          Ich habe nicht gelesen, dass er mit den Handlungen nicht einverstanden wäre.,
          Diese Menschen sind krank, sonst würden sie nicht tun, was sie tun. Diese Feststellung als politisch rechts einzuordnen, ist recht gewagt. Ein auf, verständliche Argumente zugeschnittenes Gespräch, wie du es dir wünschst, lässt sich mit kranken Menschen leider nicht führen.
          Abgesehen davon, denke ich, dass es wohl kaum einen Menschen in den heutigen europäischen Gesellschaften gibt, der nicht in irgendeiner Weise psychologisch krank agiert. Das ist in so kranken Gesellschaftssystemen auch nicht verwunderlich. Sind sie doch genau dazu prädestiniert, Menschen krank zu machen. An Gesunden kann man nichts verdienen und was schlimmer wäre (für die Herrschenden): Man kann, geistig Gesunde nicht so leicht führen.
          Du suchst den Feind auf der falschen Seite und vergeudest deine Kraft.

          1. … er stellt fest, dass die Akteure krank sind. …
            Diese Menschen sind krank, sonst würden sie nicht tun, was sie tun.

            Das ist exakt eine Pathologisierung.

            Wenn man Andersdenkende für krank, also für unzurechnungsfähig erklärt, weil sie als Andesdenkende eben etwas anderes tun, als man selber tun würde, dann hat man den rationalen demokratischen Diskurs durch Hassbotschaften ersetzt. Das entspricht genau einem faschistischen Denken.

            Das kann man gerne abstreiten oder verleugnen, ändert aber nichts an den rechten Tatsachen.

  14. Ich geb ja zu: irgendwie versteh ich mich als Linker – immer noch! Aber schon in den 1990ern sagte ich mir insgeheim jedes Mal, wenn linke Politiker (wie z.B. Gregor Gysi) die linke Floskel „Druck gegen rechts machen“, und das war ziemlich häufig der Fall: Hoffentlich sind sie damit nicht erfolgreich, sonst geht’s ja logischerweise (bzw. nach den simpelsten Regeln der Geometrie) jedes Mal ein Stück nach rechts statt nach links – die Formulierung „Einen Sog nach links erzeugen“ war offenbar nie auf dem Radar. Nun könnte man natürlich sagen: war ja nur ein oberflächliches Sprachdetail, das Ganze, aber desto trauriger: Genauso ist’s doch letztlich gekommen; und wo ja inzwischen die alte linke Parole sogar von rechts bis nach links allgemeine Mainstream-Praxis geworden ist, kann man täglich zukucken, wie die Sprache schon damals klüger war als diejenigen, die sie im Munde führ(t)en.

    1. @ Benjamin Kradolfer
      +++
      Gegen etwas zu sein, ist immer dann geboten, wenn man selbst nichts hat, wofür man andere begeistern könnte.

  15. Nur einen „Lapuente gegen rechts“ werden wir hier wohl nie erleben.
    Dafür jeden Sonntag ein Stück autotherapeutisches Treibholz, das der Autor ins Wasser wirft, damit er etwas zum Festklammern hat und bei seiner Drift auf die schattige Seite des Flusses nicht untergeht.

    1. In einem Staat in dem der Faschismus regiert gegen Rechts zu demonstrieren ist nun mal ziemlich dumm. Diese Erkenntnis hat auch der Autor, nur eben du nicht. Kann passieren auch wenn es peinlich ist.

  16. „ »Faschismus an der Macht ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.« , so definierte der bulgarische Präsident Dimitroff den Faschismus.

    https://ag-friedensforschung.de/themen/Rassismus/faschismus3.html

    Prüfe jeder selbst, ob dies auf die AfD zutrifft und ob derzeit in der BRD seine solche revolutionäre Umbruchsstimmung herrscht, die den Faschismus notwendig macht.

    Geschichte wiederholt sich nicht, höchstens als Farce. Genau dies sehen wir derzeit mit der mediengemachten Bewegung gegen rechts. Diese wird vom radikalisierten Kleinbürgertum getragen, die doch bekanntlich die soziale Basis des Faschismus ist. Gegen die „echten“ Faschisten wie Netanjahu oder den Hindufaschisten Modi (Indien ist angeblich eine Demokratie) hört man von diesen radikalisierten Kleinbürgern nichts. Diese haben auch wenig Einwände gegen die völkerrechtswidrige Aggression der USA gegen Venezuala. Aber gegen China, das an der Seite der USA gegen den japanischen Faschismus kämpfte, dagegen haben diese Kleinbürger etwas.
    Ist das Dummheit oder Verlorenheit oder beides?

      1. Wenn es die Deinigen dann mal im Freibad oder der U-Bahn-Station erwischen sollte, summen wir natürlich gerne höhnisch grinsend das Lied vom der Macht des Stärkeren.

  17. Seit Jahren werden alle Kritiker der Regierungslinie als „rechts“ bezeichnet. Die genannten Initiativen müssten sich also richtigerweise so bezeichnen: „Omas gegen Abweichung von der herrschenden Meinung“, „Schwimmen gegen Abweichung von der herrschenden Meinung“, „Herrschen gegen Abweichung von der herrschenden Meinung“, …

    1. Ich finde, das sie kiffen und ficken in der Aufzählung gegen
      die Abweichung von der herrschenden Meinung unterschätzt haben.
      Hoffentlich kommt mir niemand bei der Gründung des Vereins
      „kiffen und ficken gegen rechts“ e.V. zuvor.
      Nätürlich nur mit staatlicher Förderung in
      Millionenhöhe, damit mein Sorglospaket für die
      Rente steuerfrei vom Steuerzahler aufgebessert wird.
      (Achtung es handelt sich um einen satirischer Beitrag)

  18. Das Problem bei der Sache ist, das die Menschen meinen, sie täten etwas!
    Etwas positives!
    Das verstellt den Blick auf die Realitäten!
    Die Realität sind die Auswüchse und Auswirkungen des Kapitalismus!
    Hochrüstung, soziale Schieflage, das Bedienen der Interessen des Kapitals und der Aktionäre, Einschränkung der Meinungsfreiheit, staatliche Propaganda, Kriege schürend oder führend!
    Man tut etwas und merkt nicht, das Rechts uns schon längst regiert und den Alltag bestimmt!
    Tja, nach den Umfragen zu urteilen, wird der AfD-Kanzler dennoch nicht zu verhindern sein!
    Aber man hat was getan!
    Wenn nichts dabei rauskommt, ist das eben Pech!
    Eine Demonstration!
    Was kann das schon sein, wenn es dieser Staat erlaubt hat!

    1. @ Wallenstein

      „Was kann das schon sein, wenn es dieser Staat erlaubt hat!“

      Wie soll der Oberrevolutionär gesagt haben: Wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!

  19. Das Belächeln und Nicht-ernst-nehmen fast aller dieser sog. „Gegen-Rechts-Aktionen“ kann heute als eine Art Basistest für politische Intelligenz, eigenes Denken und Wirklichkeitsbezug betrachtet werden.

    Schade, dass selbst hier im Form nicht jeder diesen Test besteht …

  20. Na ja, wer in der AfD Frieden und soziale Gleichheit wiederfinden will, der kann da lange suchen. Das gilt aber auch für die anderen Parteien.

    Ich stelle da keine Psychose fest. Wohl eher eine fehlgeleitete Analyse. Dass die AfD vielen als Lösung erscheint, hat seine Gründe im bestehenden Staat. Damit ist Deutschland dann auch gar nicht alleine, Trump, Le Pen, Wilders, … die Liste ist voll.

    Die Staaten „der westlichen Welt“ schaffen es nicht mehr den Großteil der Bevölkerung zu integrieren. Es fehlt an Bildung, Sozialstaat und Einkommen. Das alles wurde in Deutschland mit Hilfe von SPD, Grünen, CDU/CSU und FDP geschliffen. „Wir können uns das nicht mehr leisten“. Die einfachen Parolen dagegen kommen dann halt von den Rechten: „die Ausländer“, „der Euro“, „die Griechen“, …

    Da dies in eigentlich allen Staaten der westlichen Hemisphere gleichermaßen geschehen ist, muss man attestieren, dass wohl ein Systemproblem vorliegt. Ich denke, dieses Systemproblem hat auch ein paar Staatsnamen, China, Indien, BRICS, ….

    Die wirtschaftlichen Wachstumsraten dieser Ökonomien haben „uns“ in Bedrängnis gebracht. Vorher waren wir die Weltausbeuter ganz allein. Wir konnten uns Rohstoffe verschaffen weltweit und Konkurrenten durch Subventionen (siehe Landwirtschaft) und Zöllen (Autos, Landwirtschaft, Stahl) klein halten. Der ein oder andere Krieg half auch da aufmüpfige Staaten in die Schranken zu weisen.

    Wir kommen langsam in ein weltweites Mittelfeld. Und das Mittelfeld hat eben erheblich weniger Profite. Daher findet die EU auch den Ukraine-Krieg so spannend: Wachstum nach Osten, Russland muss weg.

    All das geschieht völlig ohne Rechts. Krieg und Vernichtung. In sofern sind die Leute auf dem falschen Dampfer. Wir stecken mitten in einer Katastrophe und nur weil das so ist, erscheinen die Rechten manchen als Lösung. Gegen rechts zu sein, ändert daran nur wenig.

    Wenn man mal ehrlich wäre, müsste man sich damit arrangieren lernen, dass man eben nicht mehr zu den Weltausbeutern Nr. 1 gehören wird und somit der Wohlstand dauerhaft verringert sein wird. Nein, das heißt nicht, dass man in Arbeitskämpfen nachgiebig werden soll. Ganz im Gegenteil sollte man den Reichen dieses Landes die Hölle heiß machen und sich international verbünden, mindestens auf EU-Ebene.

    Was die national organisierten Gewerkschaften da anbieten, ist ja ein Trauerspiel. Niemand braucht eine nationale Gewerkschaft. Gleiches was Bildung und Sozialstaat angeht: man muss Druck machen und zwar auf die etablierten Parteien. Es braucht Streiks, die den Laden lahmlegen. Denn wer die Fresse nicht aufkriegt, wenn einem sozialer Kahlschlag und Lohnsenkungen seit Jahrzehnten serviert werden, der muss sich nicht wundern, wenn ihm dann in einem Krieg nachher noch der Rest gegeben wird.

    „Gegen rechts“ sein ist dann das Ventil, genauso wie „AfD wählen“, auf das man die Leute loslässt. Weder gegen oder für rechts ändert was. Das ist einfach die völlig falsche Frage und daher erwünscht darüber zu reden.

    1. Habe im Alltag beobachten können, dass schon harmloser Widerspruch gegen irgendwas beargwöhnt wird. Stromlinienförmigkeit ist der heiße Scheiß…😵‍💫

  21. Man muss diese „Gegen Rechts“-Gruppen und -Aktionen sozialpsychologisch deuten, nämlich als Anstrengungen zur „Wir-Bildung“ durch verunsicherte und in Wahrheit orientierungslose Menschen sowie entwurzelte und schwache Charaktere, die selbst anscheinend den Zugang zu guten und echten Energiequellen verloren haben und nun danach lechzen, durch das Gruppenerlebnis und die Ausgrenzung von vermeintlichen Ketzern (sog. „Rechte“) ihren Energiehaushalt aufzuladen.

    Gustave Le Bon hat dazu in „Psychologie der Massen“ schon vor über 100 Jahren das Nötige gesagt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Psychologie_der_Massen

    1. Ich zitiere mit kleinen Änderungen:
      „Man muss diese national-konservativen Gruppen sozialpsychologisch deuten, nämlich als Anstrengungen zur völkischen „Wir-Bildung“ durch verunsicherte und in Wahrheit orientierungslose Menschen sowie entwurzelte und schwache Charaktere, die selbst anscheinend den Zugang zu guten und echten Energiequellen verloren haben und nun danach lechzen, durch das Gruppenerlebnis und die Ausgrenzung von vermeintlichen Ketzern (sog. „Linke“) ihren Energiehaushalt aufzuladen.“

      Lustig, klappt irgendwie auch andersrum. 😉

      1. @Alex_R

        Ehrlich gesagt bemerke ich bei der AfD überhaupt keine vergleichbaren Ausgrenzungstendenzen, insbesondere werden politische Gegner nicht als moralisch minderwertige Hassobjekte betrachte – so wie es Linke und diese „Gegen Rechts“-Aktivisten tun.

        Eine – wie Sie sich ausdrücken „völkische Wir-Bildung“ ist bei Nationalkonservativen auch gar nicht nötig, da diese Leute, die Sie verachten, angesichts ihrer untereinander bestehenden kulturellen Ähnlichkeit ohnehin schon wissen, wozu sie gehören. Es muss eben gar kein „Wir“ geschaffen werden, denn es ist schon da!
        Entwurzelte Linke können das nicht nachvollziehen. Ein Mann wie Willy Brandt konnte es noch.

        Falsch ist auch die Annahme, dass völkische und nationalkonservative Patrioten „orientierungslos“ seien.
        Das Gegenteil ist wahr. Sie sind eben gerade nicht orientierungslos, sondern sind sich ihrer kulturellen Wurzeln und Traditionen bewusst.
        Schade, dass das für Sie nicht gilt … Ich stelle es mir etwas armselig vor, so als herumtreibender „Anyone“ (Ulrich Beck, 2002) zu existieren.
        https://jobswop.io/blog/wandel-des-arbeitsmarktes/anywheres-und-somewheres-die-neue-spaltung-der-arbeitswelt/
        Oder als idealistischer Träumer mit Staatsangehörigkeit in Wolkenkuckucksheim.

        Wissen Sie: Gerade Sie als Linker müssten doch gegen Migration sein, weil sie ein neoliberales Elitenprojekt ist.
        Sie dienen also dem Kapital! Kommen Sie zur Besinnung und orientieren Sie sich neu.

        1. @Wolfgang Wirth
          „idealistischer Träumer“ – Schätze, das geben meine Meinungsbeiträge durchaus her.
          Aber „herumtreibender Anyone“? – Dafür, dass Sie quasi nichts über meine Person wissen, noch über meine Lebensumstände, lehnen Sie sich hier ganz schön weit raus.

          Weder habe ich vor, mir von Ihnen weitere Beleidigungen an den Kopf werfen zu lassen (ein Verhalten, das mir Ihnen gegenüber nicht in den Sinn käme, selbst jetzt nicht), noch möchte ich mich gegen Ansichten wehren müssen, die Sie mir andichten, und die ich gar nicht geäußert habe.
          Ein solches Betragen erachte ich als verwerflich, aber es rundet mein Bild ab.

          1. @Alex_R

            Ich wollte Sie keineswegs beleidigen (wüsste auch nicht, inwieweit „Anyone“ überhaupt eine Beleidigung sein könnte, denn viele sind ja stolz darauf, es zu sein … !)

            Ja, ich war vielleicht etwas rauer und sarkastischer als nötig, doch wissen Sie, der Ton, der mir hier entgegenschlägt, ist es auch …
            Auch Ihre Texte an mich beinhalten manchmal Unterstellungen, die zurechtzurücken sind.

            Am Rande bemerkt:
            Viele Linke teilen (in der wahnhaften Überzeugung selbst zu den „Guten“ zu gehören), bedenkenlos aus, können aber als zartbesaitete Wesen nicht einstecken …
            Damit meine ich jetzt nicht speziell Sie.

        2. @Wirth,
          in ihrer unübertroffenen Arroganz, die beileibe nicht nur von mir bemerkt wird, begreifen sie einfach nicht, dass ihre Meinung hier ebenso unmassgeblich ist wie meine.. und die aller anderen.
          Die der Mehrzahl ihrer Kommentare inhärente Selbstüberhöhung nervt allerdings gewaltig.
          Ob das eine Folge oder die Voraussetzung ihres „echten Konservatismus“ ist, entzieht sich meiner Kenntnis ebenso wie meinem weiteren Interesse.
          A. a. p., ganz bewusst, ersparen sie sich den Hinweis, ich lese ihn ohnehin nicht.

  22. Ich habe gerade meine allerneueste Erfindung

    Blumen gegen rechts

    beim Patentamt angemeldet.

    Blumen, die nach links wachsen. Einfache Sache dat, muss ich nur noch züchten…🙂

    Und wenn jetzt einer daran erinnert, dass ‚Blumen gegen rechts‘ perspektivisch zu betrachten sind: das wissen die Deppen vom Patentamt doch nicht… 😉
    Außerdem ist das eine Haltungsfrage, bei richtiger Positionierung wachsen die nach links. Immer.

    Weiterhin noch fröhliches Schneerieseln 🌨️ ☃️

    .

  23. bei diesen ganzen Irren bin ich froh, Linkshänder zu sein. In meiner Kinheit in den 1960ern gequält und beschimpft, liege ich jetzt völlig im Trend. So ändern sich die Zeiten.

  24. Die einzige Bedeutung, die „rechts“ heute noch hat, ist: nonkonform mit den Normen und Absichten der skrupellosen, schwerkriminellen und verblödeten herrschenden Nomenklatura.

  25. Das grosse Problem der Deutschen ist, das sie stets lautstark propagieren, wogegen sie sind, aber scheinbar kaum eine Idee haben, wofür sie eigentlich stehen. Da ist es ziemlich easy, ihnen mit täglicher Wiederholung mittels Medien zu vermitteln, wofür sie zu sein haben.

  26. Dass es Rechte sind, die da angeblich „gegen Rechts“ protestieren lässt sich an unzähligen Beispielen belegen:
    Inhaltlich ist es immer für Obrigkeitshörigkeit, für Kadavergehorsam, für Untertänigkeit, für Krieg und gegen Aufklärung, gegen Mündigkeit, gegen Meinungsvielfalt, gegen Frieden und Gerechtigkeit.

    Gegen den rechtesten Blackrock-Kanzler gibt es entlarvenderweise KEINE Massendemos.

    Die Skandieren FÜR Rassismus, FÜR Sexismus – nur eben unter anderen Vorzeichen, mit anderen Vorurteilen.
    FÜR religiösen Fundamentalismus und somit GEGEN die Rechte von Schwulen, Frauen, Andersdenkenden.

    Wer GEGEN Menschenrechte agitiert ist ganz sicher nicht links, sondern das Gegenteil.

    Am deutlichsten wird es bei der Agitation gegen alles Ausländische unter dem Deckmantel Verbot „kultureller Aneignung“.
    Noch vor ein paar Jahren hätte man solche verlogenen „gegen Rechts“ Gestalten überall und selbstverständlich als das bezeichnet, was sie wirklich sind: Nazis, Faschisten, Rechtsextreme.

    Wer sie auf Demos GEGEN Friedensdemos sieht, tut gut daran, sie mit kräftigen „Nazis raus“ Chören zu begrüßen, egal hinter welchen Labeln sie sich verstecken.

  27. 103 Jahre alt aber irgendwie aktueller denn je..

    Fascism is an international phenomenon; we all agree on that. Thus far, next to
    Italy, its strength is greatest in Germany. Here the war’s outcome and the failure
    of the revolution have been favorable for its growth. That is understandable,
    bearing in mind what we know regarding the roots of fascism.
    In Germany, the economy has been especially devastated by the lost war, the
    burden of reparations, and the Versailles Treaty. The state is shattered down to
    its roots. The government is weak, without authority, a plaything in the hands of
    Stinnes and his cronies. In my opinion, there is no country where conflicts are
    so great as in Germany between the objectively mature conditions for revolution
    and the subjective immaturity of the proletariat, as a result of the betrayals, the
    outlook, and the conduct of the reformist leaders. Nowhere did Social
    Democracy collapse so shamefully when the war broke out as in Germany. Here
    capitalist industry was highly developed; here the proletariat could be proud of
    its strong organization and lengthy Marxist schooling. We can concede that the
    British, French, and Austrian Social-Democratic parties and all the organizations
    united in the Second International had their strong points. But the leading party,
    the model party, was the German Social Democratic Party. Its breakdown is
    therefore a more unforgivable and outrageous crime than the breakdown of other
    workers’ parties. There are more grounds to excuse or forgive the collapse of the
    other parties when the war broke out than there are for the German Social
    Democratic Party. The impact of this collapse recoiled on the proletarian masses
    in a particularly strong and destructive fashion. When German imperialism was
    shattered by Entente imperialism, the preconditions here were particularly
    favorable for fascism to shoot up rapidly.

    Clara Zetkin 1923..

    Seit über 100 Jahren verarscht man die Arbeiterinnen und Arbeiter mit „reformistischer“ Politik. Also mit einer Politik die nur herumwurschtelt ohne aber wirklich etwas zu verbessern. Wenn sich ein Volk mal zusammenreißt und es wirklich schafft eine bessere Regierung zu etablieren wird es mit Krieg und Sanktionen wieder klein gehalten. Deshalb müssen wie alle erkennen das eine bessere Welt uns nicht durch irgendwelche Führerinnen oder Führer beschert werden wird. Denn nur die Solidarität der Arbeiterinnen und Arbeiter untereinander und weltweit wird auf Dauer dazu führen das sich die Verhältnisse für alle auch dauerhaft verbessern.

    Denn mit dem Motto „Divide et impera“ sind die „Fürsten“ erfolgreich seit 1532. Also lernt endlich mal daraus und lasst euch nicht immer spalten. Clara Zetkin sah den Erfolg der Faschisten immer auch darin begründet, dass es nicht gelang den Willen der Bevölkerung zu einen und damit zu echten Verbesserungen in den Staaten zu führen. Es war genau dieses Unvermögen was die Menschen dann aufgrund der Notsituationen derer sie ausgetsetzt waren, wieder und wieder in die Hände der faschistischen Parteien getrieben hat.

    Rechts und links sind nur leere Worthülsen. Statt dessen sollten wir lieber überlegen was man konkret machen kann um die Situation für alle Menschen zu verbessern und diese Lösungen dann auch frei und demokratisch zu beschließen. Denn nur eine echte Verbesserung der Lebensumstände aller kann auf Dauer auch zu einer besseren Welt für alle führen. Insofern brauchen wir vor allem gute Ideen und müssen diese auch Umsetzen damit die Dinge besser werden. Ansonsten treibt man die Menschen nur immer wieder in die Hände der Faschisten.

    Egal ob die sich dann „links“ oder „rechts“ nennen..

    Mfg Makrovir

  28. Was ist mit Suizid gegen Rechts? Gab es in Deutschland Selbstverbrennungen aus Protest gegen Rechts. Müsste eigentlich vorkommen, oder sind die Linken zu feige?

    1. Wär das nicht eine originelle Idee für Sterbehilfe-Organisationen:

      ‚Sterben Sie nicht umsonst, sterben Sie mit klarer politischer Haltung gegen rechts in Würde‘

      oder so?

      1. Ja, ja, ja, ja, ja, wir brauchen unbedingt ein Konzept.
        Die Gespritzten lassen sich bestimmt auch dafür begeistern.
        Die müssen nur alle glauben, auf der richtigen Seite zu stehen und hat den 🐟!

  29. Nach über achtzig Jahren und dem langsamen Aussterben der letzten Zeitzeugen gibt der Hitler einen guten Prügelknaben ab für die täglichen fünf Minuten Hass. Ein Adolf-Strohmann. Ein Ersatzteufel und Sündenbock. Praktisch für die Mächtigen als Blitzableiter und für die Politiker, die Angst haben Stimmen am die AfD zu verlieren. Endlich etwas auf daß sich alle einigen können in einer atomisierten Gesellschaft. Alle gegen den Leibhaftigen!

  30. Dieses Pic o))))

    Klasse Zeilen, Genau so empfinde ich das auch. Das hat mit Politik nichts mehr zu tun, eher Werbeaktion ..
    Und ich war früher in der „Die Linke“ …Früher o)

  31. Wohlstand entsteht nicht durch Haltung

    In Deutschland wird viel über Moral und politische Symbolaktionen diskutiert, vom Yoga gegen Rechts bis zu unzähligen Initiativen in Kultur und Verwaltung. Gleichzeitig schrumpft die industrielle Basis des Landes, die Einkommen, Kaufkraft und gesellschaftliche Stabilität erzeugt. Handwerk und Dienstleistungen leben von dieser Kaufkraft. Sie erzeugen Wertschöpfung, aber nur, weil andere produktiv arbeiten. Beamte, Staatsdiener und steuerfinanzierte Projekte werden unabhängig vom Markt alimentiert, während die produktiven Säulen der Gesellschaft unter Belastung stehen. Moralische Haltungen allein können den Mangel an Wertschöpfung nicht ersetzen. Ein Land lebt nicht von Symbolen. Es lebt von Arbeit, Leistung und Kaufkraft. Wer das vergisst, versteht weder Ökonomie noch die Tragfähigkeit unserer Gesellschaft.

    1. Nach rein kapitalistischen Gesichtspunkten ist das schon sicher richtig.
      Nur wollen die Herrschenden, uns deindustrialisieren, weil sie uns nicht mehr brauchen, also den Konsum aller begrenzen, respektive abschaffen, weil sie zukünftig die noch verbliebenen Ressourcen künftig nicht mehr mit uns teilen wollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert