
Alte weiße Männer: Offenbar geht es nicht ohne sie. Das weiß auch der Reservistenverband. Deswegen will er Männer bis zum 70. Lebensjahr erfassen und heranziehen. Eine Glosse?
Gestern noch vulnerable Gruppe – heute schon leistungsfähig bis in den letzten Altersfleck hinein: Bastian Ernst, neuer Präsident des Reservistenverbandes, fordert eine Anhebung der Altersgrenze für Reservisten. Bis zum 70. Lebensjahr sollten demnach rüstige Rüstungsrentner schon erfassten werden. Selbstverständlich um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zu heben. Schließlich blieben die alten Leute viel länger fit als früher. Das ist eine wundersame – und auch wundervolle – Entwicklung. Es ist nämlich noch nicht so lange her, da waren Menschen dieses Alters noch eine Risikogruppe – man fragte Kinder gezielt angstfördernd, ob sie denn wollten das Opa sterbe. Nun soll Opa für die Fremd- oder Heimatfront herangezogen werden können. Na, wollt ihr, dass Opa stirbt?
Außerdem sollten Reservisten nicht mehr freiwillig an Übungen teilnehmen, sondern dazu verpflichtet werden. Der genannte Bastian Ernst ist selbst ein Jungspund, er ist erst 39 Jahre jung, weiß aber offenbar, wie sich Herrschaften um die 70 fühlen. Er war bei Rheinmetall und Dynamit Nobel Defence tätig – und ist Mitglied beim Förderkreis Deutsches Heer und der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik, zweier Lobbyorganisationen der Rüstungsindustrie, die freilich nur die besten Absichten hegen.
Zwischen Hüft-OP und Umweltsauerei
Mit den Alten kann man offenbar allerlei anstellen. Über Jahre forcierte man einen Generationenkonflikt, erklärte Rentner für lästige Kostenfaktoren und wollte Rente nur als Basisabsicherung verstanden wissen. Friedrich Merz hat das neulich nochmal bekräftigt – die Aufregung war kurzzeitig groß, man vergaß darüber aber, dass viele Rentner im Lande längst ein Altersgeld beziehen, das genau eine solche Absicherung auf Basisniveau ist. Die monatliche Durchschnittsrente für Langzeitversicherte – 45 Jahre oder mehr – liegt bei um die 1.600 Euro netto. Das sind umgerechnet 680 Liter Diesel. Was ungefähr die halbe Tankladung eines Leopard 2 ausmacht.
Dann waren die Großeltern »Umweltsäue«, verantwortlich dafür, eine klimatisch besorgniserregende Welt hinterlassen zu haben – nicht nur das: politisch und kulturell haben sie auch versagt und den lieben Kleinen ein Erdenrund vererbt, auf dem es nur Dreck und Unrecht gibt und die Kinder leben müssen wie im Morast. Das Haus, in dem die ihre juvenilen Erkenntnisse in die Welt hinausposten, haben die Alten übrigens nach dem Krieg errichtet, oft nach Feierabend – aber das bedeutet rein gar nichts, denn die Senioren sind die eigentlichen Schwerenöter und deren überkommene Welt muss abgeschafft und vergessen gemacht werden.
Danach kam die Zeit, in der wir die Umweltschweine als vulnerable Gruppe entdeckt haben – man isolierte sie, entzog ihnen die Nähe; wenn sie in einer Einrichtung wohnten, hieß es Zimmerarrest. Großmutter sollte allein zum Weihnachtsfest kommen – oder Großvater. Aber keinesfalls beide zusammen, denn das wäre in der Endabrechnung ein tödliches Unterfangen. Eine Gesellschaft muss sich daran messen lassen, wie sie mit ihren Senioren umgeht: Das ist eine alte Parole, die lange als spießig galt – Senioren Hüftgelenke einsetzen, posthume Frage: Muss das sein, Herr Mißfelder? –, die man aber während jener Jahre, die viral gingen, wieder rehabilitierte. Die totale Rücksichtnahme wurde eingefordert. Sollte uns dies alles Oma und Opa nicht wert sein? Bei einer Demo in Frankfurt stand eine dieser heiligen Familien am Straßenrand, Mutti, Vati und die lieben Kleinen trugen FFP2, die Bekenntnismaske, und hielten ein Schild hoch, darauf gepinselter Spruch sinngemäß: Ihr setzt das Leben unserer Omi aufs Spiel!
Toxischer Mann, vergib uns unsere Schuld!
Nun aber Fortschritt, wir lernen immer dazu. Und Omi hat endlich auch überlebt – sie darf daher die ihr zugedachte traditionelle Rolle deutscher Frauen einnehmen: Sie leckt die Wunden der Krieger an der Heimatfront, ist dem Kämpfer eine treue Gefährtin, was in der Praxis heißt: Sie schmiert dem 70-jährigen Reservisten die Stullen und holt den Franzbranntwein heraus, wenn er aus dem Manöver zurückkommt und der Ischias zwickt – wenn sie technisches Knowhow hat, darf sie auch den Rollator ölen und die Schrauben des Kampfrollstuhles nachziehen.
Zur Renaissance der Alten, deren Ressourcen – deren Lebens- und Berufserfahrung, wie Reservistenoberindianer Bastian Ernst erklärte – man jetzt nicht mehr runterspielt oder gleich in einer Verwahranstalt mit Pflegeanschluss verfrachtet, gesellt sich noch ein Wiederaufleben: Der Mann als starkes Geschlecht ist zurück! Dessen toxische Gewaltbereitschaft, sein quasikriminelles Gemüt, von dem nun über Jahre gekündet wurde, ist im Ernstfall – nein, der heißt nicht nach dem Präsidenten des Reservistenverbandes so – dann doch ganz nützlich. Oder – um mit jenem Herrn Ernst zu sprechen – sein inneres Tier ist eine Ressource, die man nicht verschwenden darf. Daher trifft es lediglich Menschen mit Penis, wenn es um die Wehrpflicht und das Reservistenwesen geht – es gibt ihn halt dann doch, den kleinen Unterschied. Und am Ende sind Mann und Frau letztlich verschieden und alle anderen Geschlechter spielen vor dem Feind keine nennenswerte Rolle mehr.
Die Männer sollten ja ihr Rollenbild überdenken, erklärte man ihnen seit vielen Jahren – die Selbstkasteiung des starken Geschlechts konnte man an der Flanke des Fernandes-Komplexes beobachten. Bereit dazu Gewalt anzuwenden, Menschen zu schaden, ihnen Würde und Leben zu nehmen: Das muss der Mann im Falle eines Falles – um dieses Gemeinwesen zu verteidigen, um Frauen und Kinder zu schützen. Da ist die Bestie gerade gut genug – lieber alter weißer Mann, so hilf uns doch, schütze unser Haus und vergib uns unsere Schuld. Du bist ja doch ganz okay.
Da schließt sich der Greis
63 Prozent der Menschen in Deutschland zwischen dem 65. und dem 74. Lebensjahr haben mit zwei oder mehr chronischen Erkrankungen zu kämpfen, wissen Robert Kochs Enkelkinder zu berichten. 53 Prozent haben Bluthochdruck, 52 Prozent nehmen täglich vier oder mehr Medikamente. Es mag schon zutreffen, dass 70 das neue 55 ist – dergleichen Sprüche vernimmt man ja häufig. Dennoch hat Alter auch heute seinen Preis. Relevant ist ohnehin, welcher Tätigkeit der Senior in seinem Berufsleben nachgegangen ist. Und auch: Ist er vermögend oder trat er mit seinem Lohn auf der Stelle? Relative Gesundheit im Alter ist ein Phänomen der oberen Gesellschaftssegmente – besonders bei Männern geht das Lohnniveau mit der Lebenserwartung einher. Wer darbte, lebt kürzer und ist vor seinem Ableben auch deutlich länger kränker.
Kompressionsstrümpfe im Tarnfleck wären längst geboten. Es muss nicht immer leberwurstfarben sein. Auch im Alter kann man Buntes tragen – braun-grün-schwarz komponiert. Jede Gruppe muss jetzt etwas für die Verteidigungsfähigkeit tun – Kinder, Teenager, junge Erwachsene, ältere Erwachsene und Senioren: Wir kennen keine Generationen mehr, wir kennen nur noch Deutsche – Humanressourcen, die den Laden im Ernstfall bis aufs Blut verteidigen sollen. Von der Wiege bis zur Bahre – Menschenware, Menschenware!
Es zeigt sich an der ganzen Angelegenheit ein ziemlich deutsches Talent: Menschen erst jahrzehntelang als Kostenstelle behandeln, sie dann als Last beklagen, sie zum Grundübel der Misere degradieren – und sie schließlich in der Not zur nationalen Ressource erklären. Erst zu alt für den Arbeitsmarkt, dann zu teuer für die Pflege, nun plötzlich jung genug fürs Manöver. So schließt sich der Greis. In diesem Land wird letztlich niemand zurückgelassen, solange man ihn irgendwo noch einsetzen kann.
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Lieber Rentner in den Krieg schicken als Kinder. Kinder sind unsere Zukunft, Rentner sind die Vergangenheit.
Wobei ich persönlich ja der Meinung bin, lieber gar keinen in den Krieg zu schicken, aber unter alten Männern scheine ich mit dieser Ansicht zunehmend in der Minderheit zu sein.
Also: Lieber die in den Krieg schicken, die der Meinung sind, in der Ukraine würde unsere Freiheit verteidigt. Wenn das dann überwiegend alte Männer und Frauen sind, dann ist das eben so.
Dann sollten von der ähm Leyen und Merz doch mit gutem Beispiel voranmarschieren im Rentnersturm gegen den Putin. Beide sind schon ordentlich im Rentenalter und auf dem Arbeitsmarkt schwerst vermittelbar. Also Auf! Marsch! Marsch! Unsere gerontokratiache Elite. Führung durch Vorbild!
„Führung durch Vorbild“?
Weiß nicht, ist führerlos nicht „falsch verführt“ vorzuziehen? Ansonsten ist die vorgeschlagene Richtung für die genannten Koniferen* richtig, mit der Parole „Vorbild durch vorbildliches verschwinden.“
*Anm.: Sorry an die Nadelbäume für den Vergleich: Ihr riecht wirklich besser!
Ganz falsch gedeutet: Es handelt sich um den Versuch, sich die Altersweisheit vom Hals zu schaffen, während das Land für die digitale Diktatur neu ge-shaped wird. Sozusagen eine Art Rasur.
Altersweisheit? Wir reden hier von Menschen, die als Gruppe die Regierungen der letzten 40 Jahre zu verantworten haben. Glauben Sie, die werden im Alter plötzlich weise?
Die verstehen doch nicht mal das Rentensystem, das sie selbst betrifft, für das sie jedes Jahr eine trübe Prognose um die Ohren gehauen bekommen und das in jeder vierten Legislaturperiode „gerettet“ wird. „Die Regierung hat mir meine Einzahlungen weggenommen!!!“
Wer die Kinder der anderen in den Krieg schicken will, weil er selbst vor 50 Jahren mal besoffen im Regionalzug rumgepöbelt hat und das für Charakterbildung hält (oder – noch schlimmer – der Charakter tatsächlich so gebildet wurde), der ist ganz offensichtlich nicht weise.
Und jetzt hopp, hopp an die Wahlurne und Merz wählen und dann jammern, dass der keine AfD-Politik macht.
Rentner in den Krieg schicken!
Ausgezeichneter Vorschlag! Das entlastet die Rentenkasse exorbitant. Wenn dann auch noch die Hinterbliebenenvorsorge (Witwenrente) abgeschafft wird, so wie es die Wirtschaftsweisen (?) Grimm und Werding fordern, kann man noch mehr Knete verpulvern.
Der Vorschlag ist typischer Filterblasennonsens und sollte nicht mehr Aufmerksamkeit bekommen als ihm zusteht. Das viel größere und wesentlich realistischere Problem ist, dass im „Verteidigungsfall“ geregelt durch das ASG jeder Mann ab 18-60 zum Arbeitsdienst für die Zivilbevölkerung verdonnert werden kann und da gibt es auch keine Verweigerungsmöglichkeit.
Schöne Satire „Greiswehrersatzamt“ – der war gut. Aber mit Satire muss man heute aufpassen. Vor zwei Jahren hatte ich – Jahrgang 1959 – mich in dieser Angelegenheit in einem offenen, natürlich ironisch gemeinten Brief an den Bundespräsidenten gewandt.
https://overton-magazin.de/top-story/mein-praesident-teilen-sie-uns-mit-wo-wir-uns-im-ernstfall-melden-sollen/
Heute ist die Ironie zur Realität geworden. Kompressionsstrümpfe in Tarnfleck habe ich nicht, aber immer noch 2 lange Unterhosen in NATO-Oliv im Schrank, der letzte Rest meiner Wehrfähigkeit. Aber ich kann nicht mehr eingezogen werden. Ich habe meine „Hundemarke“ verloren. Ganz ehrlich. Für die Ungedienten: Eine Hundemarke ist ein ovales Stück Blech, in das Name, Geburtsdatum, Blutgruppe und Konfession eingraviert ist, mit dünnen Stegen in der Mitte. Wenn man ausgedient hat, wird die Hundemarke durchgebrochen, die eine Hälfte bleibt bei der Leiche, die andere Hälfte wird nach Hause geschickt.
Mal sehen, ob die Senioren und Seniorinnen 20km mit einem 100kg Rucksack marschieren können. Manch einer kann seinen Rucksack vielleicht vorne in sein Rollator Körbchen legen und das ganze schieben. Mit ein paar weiteren modRNA Spritzen klappt es! Aber ich wundere mich! Durften doch die „Vulnerablen“ vor einigen Jahren nicht mal auf der Parkbank ein Buch lesen, damit kein Atemwegsvirus sie dahinrafft.
Ich möchte den 20 Jährigen sehen, der einen 100 kg Rucksack 20 km weit trägt. Als ich beim Bund war, waren das maximal 20 kg, plus ein MG. Also maximal 30 kg.
Ich wollte damit nur auf die Absurdität des Ganzen hinweisen und habe bewußt übertrieben.
Jedenfalls müssen Soldaten körperlich fit sein. Das Gerede über die 70 jährigen die eingezogen werden sollen ist lächerlich.
Noch vor ein paar Jahren gehörten die „Apotheken Umschau“- Leser zu der „schutzbedürftigen, vulnerablen Gruppe“, heute sollen sie in Boris Pistorius‘ „Heimatschutzregimenten“ hinter der vorderen Frontlinie das Niedergangsschland verteidigen: Es ist zum Mäusemelken! 🙂
Das stimmt so nicht. Schon seit 5-6 Jahren ist gerade diese „schutzbedürftige und vulnerable Gruppe“, bevorzugtes Material und Zielobjekt eines bis heute anhaltenden biologischen Krieges.
Also 20 kg mit MG waren schon 31.5, und abseits lustiger Übungen kamen da noch ganz ernsthaft ein paar Patronengurte für den MG-Schützen dazu. Der gewöhnliche Infanterist hatte es etwas besser, das G3 wog nur 4.7 (statt 11.5) kg, dazu kamen noch gut 3 kg Munition.
Für junge Leute mit neumodischem Plastikgewehr wars für die Büchse knapp 1 kg weniger, dafür durfte, pardon, musste der Infanterist mehr Munition mitführen.
Die sollen bzw. müssen nichts tragen, das wird dann schon zur Front gekarrt. Da sie zum wegrennen körperlich nicht mehr taugen hat man hoch motivierte Schützen, sofern der Selbsterhaltungstrieb nicht durch Intellekt unterdrückt werden kann.
„Stöckchen! Spring!“
Aber kein Artikel zur neuen offiziellen Militärstrategie.
Solche Glossen die sich mit irren PsyOp Nebendiskussionen beschäftigen sind in diesen Zeiten reiner Informationsmüll.
Lebenszeitverschwendung des Autors und der Leser.
Sarkasmus:
Da scheint man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu wollen:
– Das Problem der steigenden Rentenkosten
– Das Proble des fehlenden Kanonenfutters
Die Kampfkraft der 70-jährigen wird zwar zu wünschen übrig lassen, aber als passives Kanonenfutter,
mit dem man die Schützengräben auffüllen kann, werden sie noch taugen.
Gleichzeitig wird man die vielen „Nörgler“ in dieser älteren Generation los, die sich noch an bessere Zeiten in der BRD erinnern.
Ah ja – Volkssturm! Nach guter Deutscher Tradition!
https://russian7.ru/wp-content/uploads/2021/06/8.jpeg
Wenn es jetzt schon soweit ist, dürfen wir ja mit einem baldigen Ende rechnen. Wenn es diesmal nicht sogar noch schneller geht. Wovon ich sehr stark ausgehe.
Die Bildung des Deutschen Volkssturms wurde am 18. Oktober 1944, dem 131. Jahrestag der Völkerschlacht von Leipzig, publik gemacht und zwei Tage später offiziell verkündet.
Leben ist Lieben und Erinnern.
Wer Krieg ins Kalkül zieht, hat nichts verstanden.
LG alterweißerpapst
ps: „Männer die auf Ziegen starren“ sollte man kennen: Einfach LSD ins Truppen-Trinkwasser und Ende im Gelände.
Echt blöde Veränderung der Forumstechnik, dass man Fehler nicht mehr korrigieren kann
Woody Harrelson hat mal folgendes verkündet…
„Also, der Film geht so, die größten Drogenkartelle der Welt tun sich zusammen, kaufen alle Medien und alle Politiker, und alle Menschen in der Welt werden dazu gezwungen, in ihren Häusern eingesperrt zu bleiben, und die Menschen können nur herauskommen, wenn sie die Drogen der Kartelle nehmen. Und sie nehmen sie immer wieder und wieder. Ich habe das Drehbuch weggeworfen. Ich meine, wer wird schon an so eine verrückte Idee glauben.“
Danke für deine immer anregenden Gedanken.
Ich sehe, mein Kommentar wurde nicht veröffentlicht. Man kann ihn auch falsch verstehen, zugegebenermaßen. Deshalb war es wohl die richtige Entscheidung von Overton.
Das ist ja schlimmer als zur Nazizeit. Da kam der Voökssturm 1944/45..Jetzt soll er gleich zu Anfang kommen. Aber genaugenommen ist das gut für die Alten. Denn die Überlebenschance an der Front ist höher als im Hinterland. Und wenn nicht, nun ja, den Blitz des Atompilzes zu bewundern und dann sterben verhindert langlähriges Leiden und Dahinsiechen. (Sarkasmus Ende)
„Alte weiße Männer: Offenbar geht es nicht ohne sie“
Ganz genau deshalb gibt es ja auch schon längst eine aktive Greiswehr an der ukrainischen Front:
https://www.instagram.com/reel/DG8fy9_Aarq/
Was diese Propagandaproleten alles in den Raum werfen, ist absoluter Müll.
Im Endeffekt besagt diese Aufforderung, das die beste Armee Deutschlands nicht der Arbeitgeber ist, den sich die jungen wünschen, aufatmen ist angesagt.
Jederzeit werde ich meinen Platz in der Kaserne, auch im Schuetzengraben, einnehmen, wenn dafuer meine Kinder verschont werden.
Das ist nachvollziehbar, aber so (mit der Bedingung) meinen es unsere derzeitigen Führer sicher nicht.
mein vorschlag für einen neuen pazifistenhit, frei nach reinhard mey: „nein, meinen opa geb ich nicht…“
Dieser Artikel kratzt nur an der Oberfläche.
Diese Generation wurde jahrzehntelang ausgepresst: gearbeitet, eingezahlt, aufgebaut. Währenddessen hat die Politik die Systeme geplündert, Probleme verschoben und sich bequem eingerichtet.
Dann wurden sie zum Kostenproblem erklärt. Zu teuer, zu alt, zu viele.
Und jetzt, wo es eng wird, sind sie plötzlich wieder gut genug. Auf einmal „Ressource“. Auf einmal Pflicht. Auf einmal bis 70 einsetzbar.
Das ist kein Kurswechsel. Das ist ein Offenbarungseid.
Erst verheizt man ihre Lebensleistung, dann erklärt man sie zur Last – und wenn die eigene Politik versagt hat, sollen sie wieder den Kopf hinhalten.
Genau das ist der eigentliche Skandal.
Keine Bange um mich, Jg. 1960. Ich komme schon zurecht. Und mit einer Waffe in der Hand kann es zu tragischem friendly fire kommen. Ich hatte schon epileptische Anfälle – ärztlich dokumentiert.
Na toll, jetzt soll der Volkssturm mobilisiert werden noch bevor der erste Schuss abgegeben wurde …
„Was hat Gold im Mund, Silber im Haar und Blei in den Gliedern?“
Auf dem Kasernenhof treffen sich zwei uralte Volkssturmmänner! Der eine fegt das Laub auf, der andere führt ein lahmes Pferd am Zügel!
„Ah“, sagt der Laub fegende, „da hast Du es ja schon zum Gaulleiter gebracht!“
„Und Du zum Eichenlaubträger,“ erwidert der andere.
Zwei Volkssturmwitze aus „Flüsterwitze im dritten Reich “ von Hans-Jochen Gamm
Herrschaftszeiten! Außer meinem Freund – dem Russen-Hacker, der der mit dem Volkssturm antanzte – gab es ja kaum ein Gran Kreativität, was betriebs- und volkswirtschaftlich alles aus dem Thema zu machen wäre. Hatte mich schon neulich bei den Grüblern vom Müller-Albrecht – der ist ja auch schon weit über die 70er-Grenze dem Ernst’schen Einberufungsbefehl entflohen – mit eben diesem Thema Leserbrief-Thema auseinandergesetzt. Nicht zu fassen, er wurde sogar dem Publikum zugeführt.
War damals schon leicht beleidigt ob der Tatsache, dass uns – den wahrlich alten, ja – ich gehöre auch dazu – nichts mehr zugetraut wird. Dabei – das wissen die Jungen zwar nicht – sind „wir“ es doch die, die mit unserer Existenz den MPK so richtig auf Trapp halten dürften. MPK? Den Medizinisch-pharmazeutischen Komplex! Mutmaße mal, dass das Wehklagen überhand nehmen würde, wenn die Senioren-Brigaden statt die Wartezimmer und die Warteschlangen in Apotheken zu frequentieren anderweitig zum Einsatz gelangen würden.
Einsatz? Da gäbe es wahrlich reichlich Gelegenheit, nicht nur für die bis Siebz’ge. Bis weit ins Heesters-Alter, einfach bezüglich die Rente in Fitness-Studios auszahlen lassen, nach zwei Stunden auf dem Laufband. Jedenfalls solange, bis der Front-Einsatz ansteht. Ja, und für was denn auch? Einfach mal auf ntv.de den Ukraine- oder jetzt auch Iran-Liveticker zu Gemüte führen. Drohnen – egal ob Kampf- oder Kamikaze-Drohne – müssen da denn wirklich junge Remote-Piloten ran (solange es noch keine KI dazu gibt)? Drohnen sind doch auch aus vom Kampfstand im Plegeheim bis ins Hospiz zu steuern, oder nicht?
Nun gut, nicht alle Heimbewohner waren früher mal bei der Luftwaffe oder der -Hansa. Aber da hätte ich ja noch meine schon länger vorgehaltene Geschäftsidee für Rheinmetall und Konserven: den E-Kampf-Rollator – sowas wie den One-way-Segway. Zu bedenken auch – man muß nur wieder den Ukro-Liveticker von Bertelsmann hinsichtlich den regelmäßigen Gefangenaustausch-Operationen zu Rate ziehen – das Verhältnis 1:1000 ob lebend oder als Leiche, egal – auch so kann der Russe überlastet und in den Ruin getrieben werden. Und wenn wir schon soweit sind, selbst die finale Verwendung – die Verwahrung im mobilen Sandsack für Schützengraben aller Art – ergibt schließlich Sinn.
Dumm nur, diese ganzen tollen Ideen sind zwischenzeitlich natürlich hinfällig durch die jüngsten Entwicklungen. Z.B. den Multiplikatoreffekt zu nutzen, erstmals zum Einsatz gebracht – und gleich zweifach – an einem elften September annodunnemals. Und dann nach TenSeven als ausgedehnte Selbstverteidigungsaktion per Verwendung von Kartenhaus-Betonplatten. Stimmt aber, da wurden dann sogar jüngere bis jüngste gar ‚Tiere‘ aus Käfighaltung verwurstet. Und wenn der wildgewordene Pavian aus dem Oval Office seinen Plan dann auch mal umsetzt, in einer Nacht einen lütten Landstrich mit schlappen hundert Millionen Widerlingen platt zu machen – kenne da einen, der würde es wieder als begrüßenswerte Drecksarbeit bezeichnen – da spielt das Geburtsjahr dann ja auch keine Rolle mehr. Geübt hat er ja schon mal, da blieb kein Auge trocken. Her mit den kleinen Iranerinnen? Ob Hollywood da was draus macht? Wohl kaum!
„One-way-Segway“™ ist echt großartig 😀
Danke für diesen Lacher in dunklen Zeiten.
Schon zum Patent angemeldet?
😉
Schönes Wochenende!