Der Corona-Virus und die Labortheorie

Bild vom Markt in Wuhan, woher angeblich das Corona-Virus stammen soll.
Skoleopgave1, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

In den Vereinigten Staaten diskutiert man offen, ob das Virus nicht doch aus einem Labor aus Wuhan stammt. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass problematische Stoffe aus einem Labor entwischt sind.

Ich bin umgeben von rekonvaleszierenden Corona-Kranken. Meine Nachbarn hatten allesamt Corona, bis auf einen, und der verlässt das Haus allenfalls in Mull gewickelt und redet nicht mehr mit uns. Mein Bruder hatte Corona, seine Freundin, meine beste Freundin, mein sehr verehrter Verleger und mein liebster Freund, den die Corona beim New York-Besuch erwischt hat und der damit in meiner Wohnung strandete. Drei meiner Ex-Freunde hatten Corona, mein Praktikant — wo ist der eigentlich abgeblieben? —  viele Kollegen, unsere halbe Kirchengemeinde und mein leider an Corona verstorbener Apachen-Freund Harlyn Geronimo.

Nur ich schwebe in einer coronafreien Blase zwischen den Ozeanen; drei verschiedene Impfstoffe zweimal zu nehmen hat sich offenbar ausgezahlt.

Vom Wuhaner Markt oder aus dem Wuhaner Labor?

Aber woher kommt eigentlich Corona? Sicher, wir kennen alle die Theorie von dem Wildtiermarkt in Wuhan, China, wo der Kauf und anschließende Verzehr einer halbgaren Fledermaus eine Kettenreaktion in Gang setzte, dramatischer als der finale Feuerball in Rogue One: A Star Wars Story, wo der gesamte Cast untergeht.

Schon seit einiger Zeit zeigt auch eine alternative Theorie immer mal wieder ihr dem Establishment garstiges Haupt: Der Virus sei aus einem Labor entfleucht, das Biowaffen herstellt, heißt es. Ein solches gibt es tatsächlich in Wuhan und ob man diese oder die Wildtiermarkttheorie glaubt, hängt auch davon ab, wie viel Vertrauen man dem chinesischen Staat schenkt. In den USA gibt es daran durchaus Zweifel. Der politische Komiker Jon Stewart war einer der ersten, der in der Late-Night-Show von Steven Colbert erklärte, es sei doch merkwürdig, dass es ausgerechnet dort, wo der neue Corona-Virus herkomme, ein »Wuhan Novel Respiratory Coronavirus Lab gebe«.

Dann lud der politisch inkorrekte Komiker Bill Maher zwei Wissenschaftler in seine Show Real Time ein, Heather Heying und Bret Weinstein, die ebenfalls die Labor-Theorie vertreten. Die beiden Biologie-Professoren haben am Evergreen State College in Washington State gelehrt, bis sie von Protesten woker Studenten vertrieben wurden, sie werden dem libertären Spektrum zugerechnet. Umstritten sind sie, weil sie empfohlen haben, das Antiparasitenmittel Ivermectin gegen Covid einzusetzen, statt sich impfen zu lassen. Unschön, hat aber nichts mit der Labortheorie zu tun.

Ein »amerikanischer« Virus?

Inzwischen berichtete das Wall Street Journal darüber, auch andere Zeitungen. Nun aber gibt es eine neue Theorie und die stammt von Jeffrey Sachs: Er glaubt, das Virus könne sogar auf eine durch amerikanische Wissenschaftler verursachte Panne zurückgehen.

Sachs ist nicht irgendwer. Der Professor ist Direktor des Center for Sustainable Development an der renommierten Columbia University und Präsident des UN Sustainable Development Solutions Network, das bei den Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung zuständig ist. Er war auch Vorsitzender der COVID-19 Kommission für Lancet, das führende medizinische Fachjournal. Sachs, der nicht dem libertären, sondern dem linken Spektrum zugerechnet wird, erklärt seine Theorie dem ebenfalls linken Magazin Current Affairs im Gespräch mit Nathan Robinson.

Sachs glaubt, dass der Covid-Ausbruch möglicherweise mit geheimer Forschung an gefährlicher Biotechnologie zusammenhänge, die von der US-Regierung gefördert werde. Er wisse, dass sich amerikanische Forscher schon lange mit SARS-Viren beschäftigten und diese etwa mit bestimmten Proteinen modifiziert hätten. Das Ziel dieser Experimente sei, Impfstoffe und Medikamente gegen SARS-Viren zu finden, die nicht erst seit Covid grassieren. Und da könne es eine Panne gegeben haben, die das Virus freigesetzt habe. Wohlgemerkt, Sachs behauptet nicht, dass es so war, er fordert nur, das müsse untersucht werden. Bislang sei nur gelegentlich etwas durchgesickert; mit Hilfe von Whistleblowern und Anfragen nach dem Freedom of Information Act. Die Regierung müsse aber ihre Forschung zumindest dem US-Kongress gegenüber offenlegen.

Ist die Laborthese fremdenfeindlich?

Um klar zu sein, die Labor-Theorie ist schwer umstritten. In der Fachzeitschrift Science haben mehrere Wissenschaftler ein Papier veröffentlicht, in dem sie darauf beharren, dass das Virus respektive die damit Infizierten zuerst auf dem Wildtiermarkt von Wuhan geortet wurden. Hauptsächlich aber weisen diese Wissenschaftler die Labortheorie zurück, weil diese fremdenfeindlich sei, denn sie stelle Chinesen in einem ungünstigen Licht dar. Außerdem erzeuge sie Misstrauen zwischen Chinesen und Amerikanern, das die Zusammenarbeit behindern könnte. Und diese sei wichtig, um Covid zu bekämpfen.

Das mag zwar sein, aber nur weil die Labortheorie möglicherweise fremdenfeindlich ist, bedeutet es nicht, dass sie falsch ist. Und zum zweiten arbeiten die Wissenschaftler, die die Laborthese zurückweisen, in genau diesen Laboren, die für den Ausbruch letztlich verantwortlich gemacht würden. Sachs führt an, dass es schon seit Jahren einen engen, von den USA finanzierten Austausch zwischen amerikanischen und chinesischen Biowissenschaftlern in Wuhan gibt, um SARS-Viren zu untersuchen, so dass sich die Schuldfrage gleichmäßig zwischen beiden Ländern verteilen würde.

Und ganz sicher sind sich auch die Wildtier-Vertreter nicht. »Haben wir die Labortheorie widerlegt? Nein, das haben wir nicht«, sagte Kristian Andersen, ein Immunologe von Scripps Research der Washington Post. »Werden wir das jemals können? Nein, aber es gibt mögliche Szenarios und Szenarios, die plausibel sind, und möglich ist nicht das gleiche wie wahrscheinlich.« Eine von US-Präsident Joe Biden eingesetzte Geheimdienst-Kommission kam zu dem Schluss, das Virus sei keine ingenieurtechnisch hergestellte Biowaffe, aber woher es kam, konnte die auch nicht klären.

Wäre nicht das erste Mal

Sachs weist darauf hin, dass es noch ganz andere Fragen aufwerfen könne, falls sich herausstellen sollte, dass Covid aus einen staatlichen Labor kommt, selbst wenn dies ein Versehen war. Insbesondere würde es angesichts der Millionen von Toten um Schadensersatz in immenser Höhe gehen. Jedenfalls: Es bleibt spannend.

Covid wäre nicht der erste problematische Stoff aus einem Labor. Nach dem Anschlag von 9/11, als an Journalisten und Politiker tödliche Anthrax-Sporen verschickt wurden, stellte sich heraus, dass die Quelle keineswegs arabische Terroristen waren. Das Anthrax stammte aus der Biowaffenproduktionsanlage Fort Detrick, die das US-Militär im Bundesstaat Maryland betrieb. Das FBI beschuldigte den Wissenschaftler Bruce Edwards Ivins, der Alleinverantwortliche zu sein. Der brachte sich allerdings vor Ende der Ermittlungen um, sodass der gesamte Vorgang bis heute nicht restlos aufgeklärt werden konnte.

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18 Kommentare

  1. Nachdem die Russen in die Ukraine einmarschiert sind und nebenbei Biolaboratorien gesichert hatten, warten die Menschen auf Fakten zu den Ergebnissen. Wenn aber schon durch russische Medien etwas durchsickert, das dort, die USA an Programmen teilnahm oder geführt hatten die entgegen ihrer staatlichen Gesetze entspricht, dann bin ich gespannt darauf. Übrigens könnte der GAU in der Ukraine darauf abziehen um vom grössten Verbrechen abzulenken, viel Spaß Herr Spahn/Lauterbach und +++ beim aufklären…

  2. Ja alles klar, Erst Medikamente und Impfstoffe geben Krankheiten entwickeln die es noch GAU-nicht gibt. Und hinterher ein Laborunfall mit den ganz großen Geschäften Weltweit zudecken.

    Die Frischemarkt Theorie ist so Schlecht wie eine Booster Impfungen gegen die Covid-19 Mutationen; gut gemeint aber nicht gut GEMACHT!

  3. Erst einmal wieder viele Fehler und Uninformiertheiten von Frau Schweitzer, die viel über Bildungs- und Informationsstand der liberalen Linken nicht nur in den USA aussagen.

    Sprüche vom „Wildtiermarkt in Wuhan, China, wo der Kauf und anschließende Verzehr einer halbgaren Fledermaus eine Kettenreaktion in Gang setzte“, sind nicht nur journalistisch unterirdisch, sondern auch offen rassistisch. Auf dem Südchina-Fischgrossmarkt in Wuhan gab es keine Fledermäuse, und Chinesen essen auch keine, nicht „halbgar“ und auch nicht gekocht oder gebraten (meines Wissens gibt es Verzehr von Fledermäusen vereinzelt auf Bali und Sumatra, aber auch das kann ich nicht bestätigen). Wenn das „satirisch“ gemeint war, bitte etwas weniger rassistische „Satiren“.

    Auch die Behauptung, ein „.. Labor .., das Biowaffen herstellt … gibt es tatsächlich in Wuhan „, ist entweder komplette Ignoranz oder Lüge und Hetze. Das „Wuhan Institute of Virology“, wie es auch in internationalen Veröffentlichungen zitiert wird, ist eine Forschungseinrichtung, an der bis zur Coronakrise Virologen aus aller Welt ein- und ausgegangen sind, teilweise jahrelang als Gastwissenschaftler, deren Veröffentlichungen sich welweit in den Fachmedien finden, und deren Leiterin Professor Shi Zhengli alles andere als medien- oder öffentlichkeitsscheu ist.

    Es wäre auch gut gewesen, ein paar inneramerikanische Aspekte nicht zu verschweigen. Die „Wuhan-Laborthese“ stammt ursprünglich von dem Juristen Francis Boyle, der schon am 23.1.2020 eine Emailkampagne startete, ohne den Schatten einer Evidenz. Sie wurde von Mike Pompeo, Steve Bannon und QAnon (ich schreib immer gern Kuh-Onan ..) sowie der Epoch Times begeistert aufgegriffen.

    Die Vorwürfe einer „Gain of Function“-Züchtung eines tödlichen Virus wurden dann von den Republikanern in einer Kampagne gegen den Direktor des NIAID, Anthony Fauci, genutzt. Fauci (der aus einigen guten Gründen nicht unumstritten ist) war den Republikanern wegen seiner Kritik an Donald Trump und seinem Versagen in der Coronakrise verhasst. Nach dieser Darstellung haben Fauci und andere die Entwicklung von „Kung Flu“ (natürlich in China) wissentlich oder leichtsinnig gefördert und finanziert. Die „Begründungen“ waren auf ähnlichem Niveau wie die oben beschriebenen von Frau Schweitzer.

    Ein Problem war die überzogene Reaktion der Fachwelt, die Hypothesen eines Laborursprungs reflexhaft als Verschwörungstheorien abkanzelte. Das wurde und wird dadurch erleichtert, dass Vertreter dieser Theorien im Westen sich am Narrativ des „China-Virus“ festklammern, wie auch Herr Theissen. Siehe meine Kritik in hatetepeess : // overton-magazin.de/krass-konkret/trotz-neuer-studien-die-herkunft-des-neuen-coronavirus-sars-cov-2-ist-immer-noch-ungeklaert/#comment-4622 und den verlinkten Kommentaren.

    Es ist richtig, alle möglichen Ursprünge der Pandemie zu hinterfragen. Allerdings sollte man sich im klaren sein, dass bei den meisten neu aufgetretenen Viruserkrankungen ein eindeutiger Ursprung oder „Patient Null“ entweder zwischen 3 und 10 Jahren nach Auftreten, bei einigen nie gefunden wurde. Die Eile, Schuldige zu finden, ist nicht interessenfrei. Darauf weist Frau Schweitzer dankenswerterweise etwas hin.

    Sachs weist auf wichtige Querverbindungen hin. Frau Prof. Shi hat den chinesischen Anteil an der US-„Gain of Function“-Forschung erläutert, es ging um die Übertragbarkeit auf Mäuse. Ähnliche Erläuterungen fehlen komplett vom projektleitenden Institut an der University of South Carolina und seinem Leiter Prof. Ralph Baric, und noch mehr über den Anteil, den das beteiligte „Biodefense“-Institut in Fort Detrick daran hatte.

    Baric hat eine Zusammenarbeit mit dieser Institution bestätigt. Dort haben nach dem Krieg die Massenmörder und Kriegsverbrecher der japanischen Einheit 731 weiter ihr Unwesen getrieben, ein wenig davon (Experimente an Armen, Schwarzen und Behinderten) ist in Stephen J. Goulds „The Mismeasure of Man“ erwähnt, das meiste nach wie vor unter Verschluss.

    Hier kommt dann der gesamte Komplex der US-Biowaffenlabore in aller Welt ins Spiel. Sicher wird man die von den Russen veröffentlichten Dokumente bestreiten und als Fake News abtun. In China werden sie sehr ernst genommen.

  4. Nach wie vor las ich das erste Mal von einer rätselhaften Lungenerkrankung in Nordamerika im August oder September 2019. Die Symptomatik, vor allem bei den Todesfällen, war exakt dieselbe, wie sie später dem SARS-COV-2-Virus zugeschrieben wurde. Bis heute wurde die Theorie, dass diese Erkrankungen auf seltsame Ingredienzien in Verdampfern zurückzuführen sei, nicht bestätigt. Gestorben ist die gleiche soziale/ gesundheitlich vulnerable Schicht, wie später auch bei SARS-COV-2 publiziert wurde. Meine Meinung steht seitdem fest. Was ich damals im Freundeskreis dazu äußerte, gilt für mich heute noch.

    1. Falsch, in jeder Hinsicht.
      Die „Krankheit“ war das sogenannte „EVALI“.
      Evali hat völlig andere Sympthome, es handelt sich im wesentlichen um eine Lipidpneumonie, ausgelöst durch Tocopherylacetat (Vitamin-E-Acetat), welches als Streckmittel für THC-Konzentrate („Hash-Öl“) genutzt wurde.
      Das Problem war schon Monate vorher bekannt, Leafly (Magazin) und andere haben gewarnt.
      Mit dem Verschwinden dieses Streckmittels, verschwand auch die Krankheit selbst wieder.

      Für die Zweifler eine genauerer Erklärung:
      THC-Konzentrate sind sehr teuer, 80$ pro ml sind ein normaler Preis auf dem legalen Markt. Tocopherylacetat hingegen ist rcht günstig und in großen Mengen zu haben. Beides sind bernsteinfarbene, zähflüssige Substanzen, so das Tocopherylacetat die beiden gängigen Tests, den „Bubble-Test“, also das schütteln und überprüfen, ob Luftblasen eingefangen werden, und den Farbtest besteht.
      Die Idee hinter dem Streckmittel war eine andere, in der Cannabis-Lebensmittelindustrie sollte so eine bessere Verteilung (THC ist sehr gut in Fett löslich) in den Produkten und eine bessere Dosierung ermöglichen, ebenso in der Kosmetik. Tocopherylacetat wurde und wird in diversen Hautcremes und Lebensmitteln genutzt, es ist so ziemlich die einzige bekannte Art, Vitamin E zu langfristig zu lagern.
      Aber, Tocopherylacetat ist ein Fett, wenn Menschen Fett einatmen, führt das zur Ausbildung einer Lipidpneumonie, also vereinfacht gesagt, einer durch Lipide (nichtwasserlösliche Stoffe) ausgelöste Lungenentzündung, die im Extremfall zu einem Kollaps der Lunge und zum Tod führt.

      EVALI hatte nichts mit Corona oder sonstwas zu tun, auch nichts mit E-Zigaretten (die enthalten nach klassischer Definition Nikotin und sind Zigarettenalternativen) sondern mit gepanschten Cannabisprodukten auf dem Schwarzmarkt zu tun.
      Ein Grund mehr, warum der Kram endlich legalisiert gehört, die Prohibition ist gescheitert, und hat furchtbare Nebeneffekte. Aber das ist ein anderes Thema.

      1. Ich stimme Dir bezüglich der Vitamin-E-Acetaterklärung zu. Sie ist in der Tat am plausibelsten, und seit der Warnung bezüglich E-Zigaretten und Cannabisöl sind die Erkrankungsfälle drastisch zurückgegangen. Das ist nichts, was mit einer Infektionskrankheit erklärbar wäre.

        Aber: Es gab wohl einige Röntgenaufnahmen in diesen Erkrankungsserien, die denen einer Covid19-Pneumonie aufs Haar ähnelten, anders als bei der Mehrheit der EVALI-Fälle. Zumindest sollte das genau untersucht werden, so jemand daran Interesse hätte.

        1. Mag sein, aber da passt noch mehr nicht.
          EVALI betraf so gut wie ausschließlich junge Menschen, es wurde in keinem Fall ein für eine Infektionskrankheit Ausbreitung, dafür war die Ausbreitung typisch für den Verbreitungsweg illegaler Drogen. Ich bin kein Mediziner, aber es erscheint mir nicht sehr überraschend, dass entzündete Lungen sich ähneln, unabhängig davon, was die Ursache der Entwündung war.

          Beweisen kann ich es natürlich nicht, aber die These hat viele schwächen, und wir haben eine alternative Erklärung (s.o.), die deutlich besser passt und bisher keinen echten Angriffspunkt bietet.
          Ich habe mich damals, aus verschiedenen Gründen, intensiv mit dem Thema beschäftigt. Und meines Wissens wurden viele Patienten auf alles Mögliche getestet, und Corona-Viren waren natürlich auch in der Verlosung, SARS war ja nicht lange her. Also gut, weil ich es nicht beweisen kann, könnte die These natürlich richtig sein, aber ich halte es für extrem unwahrscheinlich.

  5. Ein mit Pseudoargumenten prall gefüllter Beitrag. Die politische Ausrichtung sich zum Thema äussernder Leute ist irrelevant. Es stimmt nicht, dass das Hauptargument derjenigen, die die sogenannte Labortheorie ablehnen, ein gewissermassen politisches sei, vom Verhältnis zu China bestimmtes. Vielmehr gibt es konkrete biologische Argumente – die ich, wie die Allermeisten, mangels Fachwissen nicht zu bewerten vermag und daher darauf angewiesen bin, an die Seriosität derjenigen zu glauben, die sie vorbringen -, die schon früh vorgebracht und nie widerlegt wurden. Es ging dabei um Wahrscheinlichkeit, die Konfiguration zu erzeugen, die die Urform von SARS-CoV-2 aufweist. Natürlich ist das kein ‚Beweis‘. Ein solcher ist nur positiv möglich, etwa durch einschlägige Geständnisse Involvierter. Daher und weil auch der harte Beweis natürlicher Entstehung extrem schwer fällt, wird man immer weiter spekulieren können und es ist naheliegend, dass viele Spekulierende eine eigne Agenda verfolgen.

    Dies alles trägt nichts zu nichts bei. Wenn wieder irgendwo ein Wald brennt, kommen stets Meinungsäusserungen, es habe sich um Brandstiftung gehandelt. Wie die Labortheorie hat diese Möglichkeit den Charme eines niedrigeren Ohnmachtspegels, höherer Übersichtlichkeit und niedrigerer Komplexität. Man kann etwas tun, und sei es auch nur den Schuldigen zu bestrafen. Was aber, wenn es keinen so unmittelbar Schuldigen gibt, die Kausalkette sich im Nebel verliert, ja eigentlich mit dem Funktionsbegriff, der viele Faktoren zulässt, deutlich besser verträgt?

    1. Dein link geht in ganz anderer Weise mit dem Thema um als der Artikel. Nach den Vorträgen von Prof. Wiesendanger sollten wir hier weiter sein, als das, was hier dargestellt wurde.

      Wer derartigen Unfug schreibt: „Hauptsächlich aber weisen diese Wissenschaftler die Labortheorie zurück, weil diese fremdenfeindlich sei, denn sie stelle Chinesen in einem ungünstigen Licht dar“, der offenbart, dass es ihm nicht um Aufklärung geht, ganz anders als der Artikel bei substack.

      Auch diese Geschichte mit der Verschwörungstheorie und der Faktenscheckerei, zeigt, dass wir hier gar nicht mehr offen diskutieren können.

    2. Naja nicht viel. Die Darstellung, die als „proof“ verkauft wird, finde ich nicht überzeugend. Das Furinspaltenargument stimmt so nicht, und die Analogien zu HIV-Retroviren sind mehr als gewagt. „This article does not introduce any new ideas“, dem stimme ich zu.

      Prof. Shi hat berichtet, dass die in ihren Arbeiten modifizierten Viren teils nicht überlebensfähig waren, teils die „gewonnenen Funktionen“ gleich wieder abgeworfen haben. Es ist Hybris, sich vorzustellen, man könne so einfach künstliche Viren erzeugen. Deshalb bin ich auch gegenüber Thomas Röpers Darstellung eher skeptisch.

      Ich stimme Pnyx zu, dass es uns schmeichelt, einen Urheber oder Schuldigen zu haben. Und nein, das beweist auch nichts.

      Ich halte deshalb nichts von der Laborhypothese, weil es Beobachtungen von Sars-Cov-2-Spuren, vor allem von Antikörpern, und auch einige nachgewiesene Erkrankungen rund um die Welt gegeben hat. Gut, das wäre mit militärischen US-Biolaboren, die es ja rund um die Welt gibt, vielleicht erklärbar. Aber es gibt auch von Beginn 2 selbständige Stämme, von denen einer nicht oder erst spät in China nachgewiesen wurde.

      Mir erscheint eine im Verlauf der Jahre 2018/19 schrittweise humanpathogen und humantransmissibel gewordene Familie von Erregern, die sich mit den bekannten Mechanismen der „jumping genes“ optimiert hat, also die Zirkulationshypothese, am plausibelsten. Sie kommt auch ohne teils absurde Zusatzannahmen aus.

  6. Es gibt eine Hypothese von Ron Unz, SARS-COV-2 könne ein verunglückter Bio-Waffen Angriff gegen China und den Iran gewesen sein. Die es so übrigens 2020 bei der UNO „angezeigt“ haben.

    Als Einstieg (auch mit Verweis auf J. Sachs) eignet sich:
    https://www.unz.com/announcement/russian-defense-ministry-accuses-american-government-of-being-responsible-for-the-emergence-of-covid/

    und eine Zusammenstellung aller Artikel zu dieser Hypothese:
    https://www.unz.com/page/covid-biowarfare-articles/

  7. In China gibt es einen breiten Konsens darüber, dass es ein Laborvirus sei, aber aus einem amerikanischen Labor. Ich denke, es muss erstmal ein halbes Jahrhundert vergehen bis die Öffentlichkeit etwas erfährt. Ähnlich wie mit der spanischen Grippe. Heute weiß man ja, dass die spanische Grippe ihren Ursprung in USA nahm und von Soldaten nach Europa eingeschleppt wurde. Als solche erkannt wurde sie zunächst in Spanien, daher hat man sie auch als spanische Grippe bezeichnet und ging davon aus, dass es dort anfing. Aber es fing viel früher ganz wo anders an, und ist in Spanien nur offensichtlich geworden. Ähnlich wird es auch mit Covid sein. Irgendwann erfahren wir, dass das Virus irgendwo regional begrenzt schon viel früher ausbrach.

  8. Ganz am Rande finde ich Herrn Sachs auch etwas naiv. Angenommen, es käme beweisfest heraus, dass es einen (natürlich allein) Schuldigen gibt, entweder Prof. Baric oder irgendeinen mad scientist [tm] in Fort Detrick, würde der genauso pflichtschuldigst geselbstmordet wie Dr. Ivins. Da könnte man dann in den Nachlass vollstrecken.

  9. Vielleicht hilft ein Blick auf die dargebotenen Medikamente, die ja im Eilverfahren zur Stelle waren! Auch die schnelle Fusion zwischen Biontech und Pfizer war ein kapitalistisches Kunststück. Die bis heute von der EU nicht zugelassenen russischen Stoffe ist ein Meisterwerk vom, der „Markt“ regelt alles. Vor allem haben die Russen ihre Produkte ohne Patent angeboten, das bedeutet das der Erdenbürger günstiger versorgt hätte werden können!
    Die bereitgestellten Finanzmittel seitens der EZB/FED sollte man auf die Waagschale blicken! Die internationale Korruption blühte auf, Milliarden gingen in die Taschen und heute stellt man fest, das nur der „Westen“ böses China/Russland brüllt!!!

  10. Es hört nicht auf. Es ist das Wesen der Lügen, dass sie verschwinden, wenn sie nicht dauernd neu aufgekocht werden. Wie jetzt hier. Also nochmal zu Klarheit:

    – das aktuell kursierende Corona-Virus ist genau so viel oder wenig „neuartig“ wie jedes vorhergehende, und jedes nachfolgende Corona-Virus oder überhaupt jedes Virus.

    – wäre man 2020 nicht in induzierte Angst und Hysterie und Panik verfallen – es wäre ein völlig normales Jahr gewesen

    – hätte man zB 2017 Massentests mit den genau gleichen Tests wie 2020 gemacht, man hätte DIE GENAU GLEICHEN Ergebnisse erhalten.

    – es gab und gibt keine weltweite tödliche Seuche

    – noch nie gab es Seuchen in gesunden, frei sich bewegenden Populationen – und es wird so etwas auch nie geben. Seuchen sind Signale für kranke Lebensverhältnisse, Gifte, schädliche Umweltbedingungen. Erreger, Keime, Viren sind IMMER DA und überall. Nur unsere Anfälligkeit ist abhängig von Lebensbedingungen und natürlich unserem Alter. Alte Menschen sterben an Infektionen – und das schon immer und auch in Zukunft immer noch, an irgend etwas müssen wir sterben -, weil ihr Immunsystem aufgibt.

    – und damit ist das Herumkauen auf Viren und Virenherkunft, Virenstruktur und Virenuntersuchungen nichts anderes, als eine gezielt angewandte Methode um die Corowahn-Agenda weiter aufrecht zu erhalten, die Lüge in neuem Gewandt wieder und weiter zu erzählen. Wer das mitmacht ist entweder selbst Agent fremder Interessen, oder lässt sich dazu missbrauchen.

    Wir werden nicht durch Biowissenschaften oder GOF-Forschung ernstlich gefährdet. Wir werden vor allem mittels Ergebnissen der Sozialwissenschaften, Verhaltensforschung, PR-Wissenschaften bedroht, manipuliert, unterdrückt und beschädigt.

  11. folgendes von meinem spickzettel zum thema:

    Anti-Spiegel: Pentagon-Dokumente: SARS-CoV-2 wurde in Wuhan mit Geldern der US-Regierung künstlich erschaffen. In den USA wurden Dokumente der DARPA veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass Covid-19 in Wuhan mit Forschungsgeldern der USA künstlich erschaffen wurde und im August 2019 aus dem Labor entwichen ist.
    https://www.anti-spiegel.ru/2022/pentagon-dokumente-sars-cov-2-wurde-in-wuhan-mit-geldern-der-us-regierung-kuenstlich-erschaffen/

    Hinweis via MultiPolar Magazin

    und:

    Man kann gar nicht genug betonen, worauf wir hinauswollen: Der Impfstoff ist eine von Menschenhand geschaffene, im Labor erzeugte Biowaffe, die das kritische Abwehrsystem des Körpers ausschaltet, was die Anfälligkeit für Krankheiten um ein Vielfaches erhöht. Mit jeder weiteren Injektion ist man weniger in der Lage, eine ausreichende Reaktion auf Routineinfektionen, Grippe oder Viren zu zeigen. Das wird zu einem Tsunami von Krankheiten führen, der wahrscheinlich unser öffentliches Gesundheitssystem überfordert und das Land in eine tiefe Krise stürzt.

    https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/operation-extermination-08-12-2021/

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