
Der Anschlag auf den CSD in Berlin und was er bedeutet.
Wer ist eigentlich schuld an dem Mordanschlag des Deutsch-Libanesen Abdul Ballout auf den CSD in Berlin? Bei den Linken glauben einige, das liegt an dem enthemmten Raubtierkapitalismus, der Deutschland regiert. Andere meinen, der Mossad stecke dahinter, oder Putin. Seien in Deutschland nicht gerade Wahlen? Andererseits; sind hier nicht immer Wahlen im Wochenwechsel mit Gewalttaten?
Hinweis: Wenn 150-Prozenter von einer „False Flag Operation“ reden, dann heißt das, das geht zwar wahrscheinlich auf das Konto unserer Freunde, aber diesmal distanzieren wir uns. Aber wer eigentlich daran schuld ist, meinen die üblichen Verdächtigen, sind die Rechten. Die AfD. Aber auf gar keinen Fall Islamisten.
Vielleicht waren es ja Feministinnen
Bundeskanzler Friedrich Merz ist derweil überrascht, dass ein Vorbestrafter im Visier der Polizei sich der Überwachung entziehen kann, wo doch sein iPhone weiß wo sein iPad ist. Ja, das liegt daran, dass sein iPhone im Silicon Valley hergestellt wurde und nicht in der Technologiewüste Deutschland, und hier haben wir Gesetze, die Datenschutz in dem Mittelpunkt stellten, weshalb einem das Konto gesperrt wird ohne zwei Passcodes, ein Röntgenbild vom Fingerabdruck, einen Ausweis mit Wasserzeichen, den es erst ab 2030 gibt und dem Blut einer Jungfrau.
Wenn irgendein Rentner Bundesumweltminister Robert Habeck als einen Schwachkopf bezeichnet, verfolgen wir so ein Verbrechen mit der ganzen Staatsmacht. Aber irgendwie haben wir nicht die Kapazitäten, gerichtlich verurteilte Islamisten einzubuchten, die ISIS gut finden und gerne andere Menschen in die Luft sprengen – oder überfahren – oder abstechen. Und dass Merz das nicht weiß, ist nicht beruhigend.
Auch der Rest des Landes scheint gerade aus dem Tiefschlaf zu erwachen. Ein Attentat von Islamisten auf Schwule, wirklich? Sowas ist noch nie passiert. Der Tagesspiegel zeigte ein Foto von einem heulenden Jungen aus der Parade, oder war es ein Mädchen? Mit einem T-Shirt „No Terfs on our Turf“. Das ist doch schön, dass die Fraktion “Kill the Terfs“ beim CSD auch dabei sein darf. Das schafft Sympathie. Vielleicht waren es ja Feministinnen, die das Auto in die Parade gefahren haben.
Dabei gibt es eine lange Liste solcher Attentate, und das sind nur die, bei denen sich die Presse überwunden hat, die Täter zu nennen, was erst seit wenigen Jahren Usus ist. Es gab aber auch queerfeindliche Anschläge, die es nicht auf der Liste geschafft haben, etwa der Tschetschene Nuradi A., der einen Transmann – eine lesbische Frau- beim CSD in Münster umgebracht hat oder den Anschlag des Deutsch-Iraners David Sonboly in München, der neun Menschen tötete, der aber als „rechter Anschlag“ in die Statistik Eingang fand. Ähnlich wäre es wahrscheinlich bei Abdul Ballout passiert, der in Deutschland geboren und später aus dem Libanon als ISIS-Terrorist abgeschoben wurde, wenn der nicht so viele Schlagzeilen gemacht hätte.
Hat die AfD schon mal einen Lastwagen in eine Menge gesteuert?
International ist die Liste noch beeindruckender. Und das sind nur die aufgeklärten Mordtaten aus politisch-terroristischen Gründe. Gewöhnliche Messerstechereien, Machetenmorde, Angriffe auf Krankenhäuser und Feuerwehrstationen oder auch Gruppenvergewaltigungen, die zu 50 Prozent von Einwanderern begangen werden, gelten als unpolitisch und kommen nicht in diesen Listen vor. Es sind ja bloß Frauen.
Das Motto des diesjährigen CSD war: „Haltung zeigen!“ Das ist jetzt gar nicht so einfach, denn welche Haltung sollen die Schwulen, die Grünen und die Linken denn nun bloß zeigen? Wenn es doch nur irgendwo ein Handbuch zum Virtue Signalen gäbe! Der Mord ist schon schlimm genug; jetzt auch noch die Karriere beschädigen?
Die Grünen versuchten es mit dem üblichen: Der Anschlag sei nur ein weiteres Indiz, dass die Queerfeindlichkeit jedes Jahr weiter zunimmt. 2025 seien in Deutschland 2.377 queerfeindliche Straftaten begangen worden, darunter auch Hassverbrechen wie „Deadnaming“. Also, wenn Marla-Svenja Liebig schnöde Sven genannt wird.
Ganz besonders betroffen davon, so die Grünen, seien „queere Muslim:innen und Schwarze Menschen“. Aber von wem werden diese Straftaten gegen Queere und Schwarze bloß begangen? Keine Ahnung. Übrigen passiert ein großer Teil dieser Gewalt in Partnerschaften, also vielleicht, liebe Grüne, ließe sich da etwas tun.
Linken-Chef Luigi Pantisano, der überall Faschisten wittert, meinte: „Heute ist ein Tag der Trauer und nicht der schnellen Rufe nach Konsequenzen.“ Nein, nein, bloß keine Konsequenzen. Pantisano lief selber auf der Parade mit, aber erwischt hat es ihn nicht. Die Linke meint, Queerfeindlichkeit sei nicht ausschließlich ein Problem von Zuwanderern. Und: Es sei egal ob der Hass aus religiösem Fanatismus kommt oder aus einer anderen Ecke. Welche Ecke denn? Ich kann mich nicht erinnern, dass die AfD schon mal einen Lastwagen in eine Menschenmenge gefahren hat.
Queers for Palestine? So dämlich!
Also, wenn sich islamistische Attentäter von eventuellen schwulenfeindlichen Parolen der AfD beeindrucken lassen, und sich womöglich auf deren Plattformen tummeln, weil sie mit der Partei sympathisieren, dann haben wir wesentlich größere Probleme, als wir bisher dachten. Stellt die AfD womöglich gar die Regierung im Iran?
Das Wichtigste ist jetzt, den Kampf gegen rechts weiterzuführen. Die Berliner Morgenpost titelte am Tag des Anschlags tapfer: „Gigantische Party: Berlin feiert historischen CSD – Neonazis kommen kaum zum Zug“ Stimmt. Die Polizei beschlagnahmte eine Reichskriegsflagge und damit war die Gefahr eines Einmarschs in Polen gebannt. Dass eine polnische Frau später umkam, Pech.
Allerdings gab es schon Anschläge von Islamisten, als die deutsche Presse noch ängstlich darüber diskutierte, ob es nicht Nazi ist, deren Vornamen zu nennen. Und ganz ehrlich, das hat sich erst geändert, als denen von rechten Portalen Abonnenten abgegraben wurden. Apropos Nazi, ZEIT und Spiegel überbieten sich gerade, herauszufinden, was unsere Großeltern während der Nazi-Zeit gemacht haben; warum nicht eine öffentliche Database, welche Redakteure die Aufnahme von jungen männlichen Flüchtlingen aus islamistischen Ländern kritiklos bejubelt haben?
Die durchschnittliche Dummlinke beklagte auf der Mahnwache nicht den Mord, sondern dass der Mörder kein weißer Christ war und das woke Selbstbild kaputt macht. Ist das mit dem Mörderverteidigen auch eine Angewohnheit aus der Nazizeit?
Die Araber sehen das übrigens ganz anders. Bei Al Jazeera gehen die Kommentare eher in die Richtung: Warum hat der Attentäter keinen schwereren Lastwagen gefahren und mehr Schwule erwischt und: Der Fahrer ist ein Held. Nun noch ein Wort zu den „Queers for Palestine“. Wer so dämlich ist, für Leute zu kämpfen, die ihn am Baukran aufhängen würden, ist schon ziemlich dämlich.
Multikulti ohne autoritären Druck geht nicht
Natürlich muss man deswegen nicht die israelische Besatzungspolitik in der Westbank gutheißen. Und ich habe auch das dumpfe Gefühl, wenn sich der politische Wind in den USA mal dreht, hört das mit der Schwulenfreundlichkeit in Israel schneller auf als man sagen kann „Lindsey Graham ist tot“.
Aber dass der Islamisten Schwule attackierte und nicht, sagen wir, Fußballfreunde, ist kein Zufall. Es hätte auch ein Anschlag gegen Juden, gegen Synagogen sein können, und das passiert hauptsächlich deshalb nicht, weil dort die Sicherheit viel, viel höher ist (der Anschlag in Halle war eine traurige Ausnahme). Vielleicht sollten Schwulenclubs in Sicherheitsglas und Hausausweise investieren.
Bei den Politikern und Medienhäusern ist das bereits so. Vor ein paar Jahrzehnten konnte man bei den großen Zeitungen oder im Rathaus Schöneberg hereinspazieren auf der Suche nach Bekannten. Heute sind das alles Hochsicherheitstrakte.
In Amerika wurde der Anschlag mit ungewöhnlicher Intensität betrachtet. Merkels Einwanderungspolitik wurde von Rechten von Anfang an mit Entsetzen aufgenommen; sie war einer der Gründe, warum Trump gewählt wurde. Nun gibt es viel Fingerzeigen und „Geschieht-euch-ganz-recht“-Rhetorik. Das wird noch zunehmen. Die meisten Amerikaner denken ohnehin, dass die Deutschen mit ihrer Einwanderungspolitik einen an der Waffel haben.
Amerika hat mehr Immigration – nicht in den Trump-Jahren, aber generell – und mehr ethnische Vielfalt als europäische Länder, aber alles andere als eine Laissez-Faire-Haltung, sondern ein robustes Strafsystem, das durchgreift. Hier kann man sieben Jahre Knast kriegen, wenn man einen Busfahrer angreift. Richtiger Knast. Das ist in vielen Fällen überzogen, und besonders ungerecht gegen Schwarze. Aber man kann keine multikulturelle Gesellschaft haben ohne einen gewissen autoritären Druck.
Die andere Wange hinhalten?
Die liberale New York Times, interessanterweise, berichtet nun offen über den Täter, samt Namen, während der Tenor früher mehr so war: An islamistischen Anschlägen in Deutschland sind immer die Deutschen schuld, weil sie nicht genug Islamisten ins Land lassen, die alles fröhlicher und bunter machen. Inzwischen hat Amerika sichergestellt, dass Leute wie Abdul Ballout nicht einreisen dürften; dass ein vorbestrafter Gefährder vorsätzlich frei herumläuft, wäre genauso undenkbar wie arabische Klans, die das Krankenhauspersonal vermöbeln wie die SA in 1933.
Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt, eine der Steigbügelhalter der Merkelschen Einwanderungspolitik tweetete, oder was auch immer es ist, was Politiker heutzutage tun, die Täter an: „Unseren Hass kriegt ihr nicht.“
Das ist schön, dass Göring-Eckardt die andere Wange hinhalten möchte, wenn das nur bloß ihre Wange wäre und nicht die von Normalos, die sich keinen 24/7 Polizeischutz leisten könnten. Es gibt auch muslimische Organisationen, die dazu aufrufen, nun nicht alle Moslems verantwortlich zu machen.
Das ist sogar richtig, aber die Politiker der Linken und Grünen könnte man durchaus in Kollektivhaftung nehmen. Denn das ist eigentlich das, worum es geht bei dieser gewaltigen Flut von Whataboutism, und Unsere Pfleglinge sind nicht schuld, und Das war immer schon so, und … Jetzt bitte bloß keine Konsequenzen, steckt: Da haben einige Funktionäre Angst, dass sie selber zur Verantwortung gezogen werden,
Was die AfD angeht, es sind Dumpfbacken wie diese, die sie groß machen. Noch drei größere islamistische Anschläge, die den Einwanderungs- und Sicherheitsbehörden durch die Finger gelaufen sind, und die sind bei 50 Prozent. Wenn die AfD dann die staatliche Förderung für schwule Großereignisse abschafft, kommt nicht heulen.
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Dass der Täter mal wieder seltsamerweise in Freiheit war und nach der Tat zuverlässig erschossen wurde, läßt eigentlich nur einen Schluss zu.
Hätte Donald die Kapitol-Stürmer begnadigt wenn das Neger gewesen wären?
Brauchen wir in Deutschland eine School to Jail Pipeline damit sich hier Autoren daran aufgeilen können?