Generationenwechsel und die Midterms

Alter Captain auf Enterprise-Brücke, KI-generiert
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Amerikas alte Männer klammern sich an die Macht, jüngere Herausforderer drängen nach vorn. Vor den Midterms geht es um Trump, Israel und kostenloses Katzenfutter.

Chekov ist tot. Walter König, der Schauspieler, der den Piloten der Enterprise, der originalen Enterprise spielte, starb letzte Woche, mit 90 Jahren. Nun sind nur noch Kirk und Sulu übrig. William Shatner ist 1931 geboren und George Takei 1937. Ich denke mal, Sulu wird es noch ein bisschen länger machen als Kirk, aber wer weiß.

Wir leben in der Zeit der alten Männer. Friedrich März ist 70 Jahre alt. Bibi Netanyahu ist bereits 77.  Donald Trump ist in diesem Jahr 80 geworden. Er wird gerade in den Midterms herausgefordert, den Nachwahlen zum Kongress, aber er hat abgebaut. Es ist, als habe er gar nicht mehr so richtig Lust zum Wahlkämpfen.

Der große Hoffnungsträger der Demokraten

In den Midterms stehen alle Mitglieder des Repräsentantenhauses zur Wahl, dazu ein Drittel des Senats. Amerika hat keine parlamentarische Demokratie, in der eine Mehrheit den Präsidenten abwählen könnte; eine Mehrheit im Kongress dient zur Balance zur Macht des Präsidenten. Aber Probleme bereiten kann der Kongress durchaus, etwa weitere Mittel für den Irankrieg verweigern. Würde er das tun? Wahrscheinlich.

Ein Drittel der Amerikaner mögen Trump noch, deshalb sollten die Demokraten kräftig zulegen, aber ich bin sicher, die werden einen Weg finden, die Wahl trotzdem an die Wand zu fahren. Vielleicht fordern sie, Trans-Schwarze als schwarz anzusehen und beschimpfen Cis-Schwarze, die das nicht akzeptieren, als Rassisten.

Trump selber scheint über den Wolken zu schweben. Mal redet er über den großartigen Hintern von Jon Husted, der Senator von Ohio, mal kontert er Vorwürfe über die gestiegenen Benzinpreise damit, dass es den Ölgesellschaften doch wirtschaftlich großartig gehe. Wenn die Republikaner gewinnen, dann schickt er jedem Amerikaner einen Scheck über 5.000 Dollar. Das wäre ein echtes Argument, wenn der Scheck tatsächlich kommen würde.

Der große Hoffnungsträger der Demokraten ist James Talarico, der als Senator für Texas nach Washington ziehen will, als erster Demokrat aus Texas seit der Frühantike. Talarico sieht aus wie ein Schulbub – er hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Young Sheldon, der ja auch aus Texas ist – er versichert aber, er sei ein richtiger Texaner. Er sei weder schwul noch Vegetarier, wie es seine Gegner behaupten.

Neil Bush, der Bruder von George W. Bush, der frühere US-Präsident, hat sich hinter Talarico gestellt, desgleichen Barbara Bush, die Tochter von George (die Hälfte von Barbara und Jenna Bush). Die Bushs sind nicht nur Republikaner, sondern auch alter texanischer Adel. George Bush, dessen Kriegen wir mehr oder weniger Trump zu verdanken haben, den Friedensfürsten, ist nun auch schon 80 Jahre alt. Wieviel wiegt deren Wort in Texas? Keine Ahnung, ich wohne in New York.

Alles für die Katz

Wir in New York leben in einer Bubble, einer Blase, unserer Blase. Die Bubble schirmt uns von dem übrigen Amerika ab und sorgt für uns. Es ist eine demokratische Blase. Fast so ähnlich wie das alte West-Berlin, bloß dass die Blase von unseren Millionären finanziert wird und nicht vom westdeutschen Steuerzahler.

Der Herr der Bubble ist Bürgermeister Zohran Mamdani, der sich jeden Tag etwas Neues einfallen lässt, wie er die Steuern der reicheren New Yorker ausgibt; kostenlose Konzerte, Kindergärten, Knicks-Tickets, Opernkarten, Steuerberater oder Door-Dash-Gebühren, die wir nun offenbar zurückkriegen. Seit neuestem verschenkt er auch Katzen- und Hundefutter, denn ein Haustier ist immens wichtig, vor allem für die Unterprivilegierten dieser Erde, wie wir.

Mamdani liebt Katzen, das hat er mit Curtis Sliva gemeinsam, dem unterlegenen Kandidaten der Republikaner. Neulich hatten die beiden zusammen eine Photo-op, wo sie für Allergiespritzen geworben haben, denn leider ist Mamdani gegen Katzen allergisch. Als Sliva die Spritze bekam, zuckte er zusammen und griff nach Mamdanis Hand, der sie tröstend drückte. Es ist schwer, von derartigen Fernsehbildern als ernsthafter Gegner zurückzukommen.

Mamdani hat auch die Unterstützung unserer Gouverneurin, Kathy Hochul, die mit den Midterms gegen der Republikaner Bruce Blakeman aus Long Island antritt, der aussieht wie sein eigener Großvater. Hochul führt zweistellig. Nun hat sich Debra Messing, eine über-linke queer-ikonische Schauspielerin – bekannt als Grace aus Will & Grace – für Blakeman ausgesprochen. Denn der sei pro-Israel. Hochul aber nicht. Wir führen hier offenbar zwei Wahlkämpfe, einen offiziellen und einen inoffiziellen.

Der indischstämmige Mamdani ist Muslim, und so ist Abdul El-Sayed, der in Michigan kandidiert und der erste muslimische Senator werden will. Ja, es gab in den USA noch nie einen muslimischen Senator. El-Sayed ist ein progressiver Demokrat, der für Medicare — die bundesstaatliche Krankenversicherung — für alle eintritt, die Immigrantengreifer von ICE abschaffen will, desgleichen die Militärhilfe für Israel. El-Sayed hält Bibi Netanyahu für einen Kriegsverbrecher, der die USA in den Irankrieg gezerrt hat, weshalb auch das Benzin so teuer sei. Ähnlich denkt Mamdani, bloß leiser.

JD for President?

Natürlich bekommt El-Sayed harten Gegenwird. Seine politischen Feinde stellen ihn als Wiedergänger von Osama Bin Laden dar. Sie und seine politischen Freunde beharken einander, allerdings nicht wirklich; Feind und Freund leben in zwei verschiedenen Bubbles, die nicht miteinander reden, sondern nur ihre Followers bepredigen.

Seit dem Krieg um Gaza haben sich allerdings tatsächlich viele jüdische Amerikaner von den Demokraten abgewandt, darunter auch viele Parteispender. Geschätzte 50 Prozent der Wahlkampfspenden für die Demokraten kommen von jüdischen Amerikanern, sagt Ryan Girdusky. Da ist er wieder, der Schattenwahlkampf.

Girdusky, der in dieser Woche in Manhattan auftrat, ist ein konservativer Podcaster der findet, Trump müsse weg, und für JD Vance Platz machen. Bei Trump wisse man nicht, welche Position der nach dem Aufwachen an jedem gegebenen Tag einnehme. Vance sei zuverlässig gegen Immigration, gerade jetzt, wo all die Inder kommen. Für die Republikaner, meint Girdusky, ist Mamdani gut. Der hasse Amerika, das bringe den Republikanern Stimmen.

Texas, allerdings, gibt Girdusky verloren. Er glaubt, dass Talarico das Rennen machen wird. Warum? Die Republikaner haben die Zuwendungen für die öffentlichen Schulen gekürzt, das sind die einzigen, die im ländlichen Texas Football sponsern. Und Football ist für Texas sehr wichtig. Irgendwie haben die Republikaner das mit den Brot und Spielen nicht richtig verstanden, während wir in New York, unter den Demokraten, nicht nur kostenlose Spiele haben, sondern kostenloses Katzenbrot.

Vor einigen Wochen war ich bei einer Buchvorstellung; eine Autobiographie von Roy Cohn, verfasst von Kai Bird, American Scoundrel: Roy Cohn’s Dark Journey from Joe McCarthy to Donald Trump. Roy Cohn war in den sechziger und siebziger Jahren ein berüchtigter Anwalt. Zuvor hat er, als Sidekick von Joe McCarthy die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl geschickt. Er hat es zu postmortalem Ruhm in Film, Funk und Fernsehen gebracht, etwa in dem Film Angels in America und der Akte X.

Farewell Captain!

Beide Rosenbergs waren in der kommunistischen Partei Amerikas, und während Julius Rosenberg tatsächlich Atombombengeheimisse an die Sowjets verraten hat, ist es bei seiner Frau Ethel weniger sicher. Cohn allerdings hat ihren Bruder David Greenglass erpresst, indem er ihm drohte, sonst dessen Frau Ruth anzuklagen.

Cohn hat auch, erzählte Kai Bird, McCarthy seine Ersparnisse abgeschwatzt, indem er ihn zu Aktien geraten hat. Als die überraschend sanken, verkaufte er selber seine eigenen Aktien, sagte aber McCarthy nicht Bescheid. Der verlor alles. Danach fing McCarthy wieder an zu saufen und starb bald darauf. Kein schöner Zug.

Der Raum war brechend voll, das Durchschnittsalter war geschätzt siebzig; die Sorte Menschen eben, die noch 500 Seiten starke Bücher lesen. Es war wie eine Versammlung von Alt-68ern, irgendwo zwischen Stalin und Trotzi angesiedelt. Auch Robert Meerepol war im Saal, der Sohn der Rosenbergs. Donald Trump, der damals noch groß, schlank und blond war, war Cohns Klient gewesen. Cohn war schwul, was Trump nicht störte, er ließ ihn erst fallen, als er AIDS bekam. Trump hat Angst vor Krankheiten.

Während ich das niederschreibe, erfahre ich, dass auch Patrick Stewart gestorben ist, der legendäre Captain der Enterprise, der Star von The Next Generation. Mit 86 Jahren, in Los Angeles. Das ist noch ein härterer Schlag für die Kinder von Marx und Coca-Cola als der Tod von Pavel Checkov. Wenn jetzt noch James Talarico Texas gewinnt, dann ist die Ära der alten Männer endgültig vorbei.

Eva C. Schweitzer

Eva C. Schweitzer pendelt zwischen Berlin und New York, wo sie eine Dissertation über den Times Square verfasst hat; sie arbeitet als Buchautorin und freie Journalistin über Medien, Entertainment und Politik. Ihr letztes Buch war „Links Blinken, rechts abbiegen“ beim Westend Verlag; derzeit schreibt sie ein Buch über die Tucholsky-Familie. Sie leitet auch den Verlag Berlinica Publishing, der Bücher aus Berlin nach New York bringt. Zuvor war sie Redakteurin beim Tagesspiegel in Berlin.
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14 Kommentare

  1. interessant

    Trump vs ja was eigentlich? (m/w/d)

    alte Männer vs alte Frauen

    infantiles Gehabe (USA) vs Atomkrieg (EU)

    oder ist die eigentliche Fragen nicht

    Versus vs. Versus (?)

    1. Vielleicht gibt es neben korrektem noch sowas wie hier, schnoddrig, Oberflächen berührend und so auf wesentliche Zusammenhänge nur hindeutend?
      Ab und zu mal was anderes lesen.

  2. Warum denn die vielen alten Säcke? Das sind halt die, die noch politisch argumentieren können. Bei den Jungen geht es um Katzenfutter, wer schwul ist und vegan. Medicare ist schon die Spitze des Politischen. Da ist ein riesiger Arbeitskräftemangel an politisch tauglichem Personal. Da muss man halt die Alten nehmen.
    Was bei Eva immer fehlt, ist der Skandal um Ilhan Omar. Ihr wird vorgeworfen, ihre Einbürgerung erschlichen zu haben, indem sie ihren Bruder heiratete. Damit nicht genug, soll in ihrem Bundesstaat Minnesota ein milliardenschwerer Betrugsskandal stattgefunden haben, wobei die Gelder der islamistischen Regierung von Somalia zugute gekommen seien. Nun meint man ja, dass sich die Dems zur Verteidigung ihrer Abgeodneten zusammenfinden und auch gegen die Abschiebungen, die Trump dort angeordnet hat. Nichts da, Eva bekommt davon nichts mit. Wohl weil eine Verteidigung kaum möglich ist, die Beweislage ist erdrückend.
    Da punktet Trump natürlich. Wenn so etwas wie in Minnesota möglich ist, dann stört das nicht nur den rechten Rand.

    1. Wurde Omar eigentlich im Learing (sic) Center ausgebildet? 😉

      Aber etwas ernsthafter, ist es sein Versagen des DNC, eine Kandidatin nicht auf ihren Hintergrund zu überprüfen. Omar wurde vermutlich durchgewunken, weil sie eine junge Frau aus einem fernen Land ist und so schön zur modischen Ideologie passt.

  3. Zitat: 🇺🇸 „Amerika hat keine parlamentarische Demokratie, in der eine Mehrheit den Präsidenten abwählen könnte“.

    Liebe Eva C. Schweitzer, das ist inzwischen in der „parlamentatischen“ und angeblich „repräsentativen“ Demokratie Deutschlands 🇩🇪 nicht anders. Die Mehrheit der deutschen Bundestagsabgeordneten macht Politik gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung und gegen das Wohl der Allgemeinheit. Die Mehrheit hierzulande profitiert weder von der massiven militärischen Aufrüstung noch vom Krieg oder vom Wiederaufbau nach dem Krieg, falls es in Europa „nur“ einen konventionellen und keinen nuklearen Krieg geben sollte. Davon profitieren nur die Aktionäre, Manager und Lobbyisten der Rüstungsindustrie und ein paar andere Kriegsgewinnler.

    Die Frage ist: Warum wählt die Mehrheit Parteien und Politiker, die Politik gegen die Interessen der breiten Mehrheit und gegen das Wohl der Allgemeinheit machen? Und die Antwort lautet: Ein Teil der Bürger versteht nicht, dass sie über den Tisch gezogen werden, und ein anderer Teil besteht aus opportunistischen „Untertanen“ wie der Schriftsteller Heinrich Mann den typischen Bürger des deutschen Kaiserreiches schon vor dem Ersten Weltkrieg bezeichnete. Das ist heute 2026 in den USA und auch in Deutschland nicht anders. Das war vielleicht für kurze Zeit nach dem Ersten und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht ganz so. Die meisten Menschen verdrängen die Schrecken und das Leid des Krieges aber wieder ganz schnell.

    Das Dilemma der Demokratie ist: Die Mehrheit fühlt sich auch in einer Diktatur wohl solange es Coca-Cola, Fußball und „We love to entertain you“ im 📺 Fernsehen gibt. Und sogar dann, wenn der eigene Sohn, der eigene Ehemann im Krieg das Leben verliert, glauben viele Bürger, dass er für die „Freiheit“ und die „Verteidigung der Demokratie“ gestorben ist. Früher ist der Sohn, der Ehemann, der Vater usw. für den Kaiser, die Ehre, die „richtige“ Religion, das Vaterland oder den Führer gestorben. Über die toten Zivilsten an der Heimatfront müssen wir erst gar nicht reden.

    Im Gegensatz zur schwarzen Coca-Cola ist der rote Karl Marx ist schon lange tot, falls er jemals gelebt hat. Coca-Cola gibt es diese Woche im Getränkemarkt im Sonderangebot. Da gibt es Leute, die kaufen gleich zwei Kästen.

  4. Ist es nicht beruhigend wie unberuhigend zugleich, zu hören, dass das „Hunde, wollt ihr ewig leben“ möglicherweise endlich mal ausgedient haben könnte? Wenn doch nur ‚dat jong Jemüse‘ etwas mehr Expertise aufzuweisen hätte. Und ist es jemals besser geworden, wenn nicht ganz so alte die alten Böcke abgelöst haben. Wer erinnert sich nicht an Gorbi, der – nachdem er endlich die olle Grufti-Riegen ins Heim oder gar auf den Friedhof geschickt hatte – gleich noch die ganze UDSSR schreddern durfte. Sage mal so, wenn demnächst bspw. der Katzenfreund Mamdani oder der Neu-Bowie Talarico jetzt einen auf ‚Perestroika& Glasnost, americanski version‘ machen würde und dann spätestens zum 31.12.2031 den Sternenbanner vom Weißen Haus runterholen würde, wären wir darob wirklich so böse? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird uns ein Mullah Al Sayed ja erspart werden, zumindest dessen neue Staatsreligion. Das ginge ja wirklich gar nicht! Obwohl, wenn bis dahin der UN-General Orban heißen würde, wäre ja alles möglich. EU-Rettungsmaßnahmen für Schwarz-Erde-Land, Arabien-ohne-Saudis und Groß-Israel inkl. Umbennung der EU in MI (Mare Nostrum & Intermarum), Und Binge, gleicch hätten wier hier unser Grufti-Riege, Wonderlein, Bibi, den Zauberlehrling, den Fleischwolf aus Riad und den Fritzespitzewicht aus der Waschmaschine! Aussichten wären das! Dabei habe ich doch noch glatt den Ziegen…. vergessen!

  5. „Fast so ähnlich wie das alte West-Berlin, bloß dass die Blase von unseren Millionären finanziert wird und nicht vom westdeutschen Steuerzahler.“

    Herrlich, das schätze ich so an diesen Artikeln. In welchem Universum ist das Geld der Millionäre nicht das Geld der Steuerzahler, oder ganz verwegen, der Mehrwert, das oder der auf wundersame Weise bei Ersteren gelandet ist? Eine Variante von nicht am Lack zu kratzen, ist, noch eine Schicht drüberzuschmieren.

    Was es mit dem Wahlzirkus auf sich hat, kann man auch bildhaft darstellen. Geht dabei aber um die Spitzenklasse, also oberhalb von Millionären:

    https://www.loc.gov/item/2002718861/

  6. Passend zum Titelbild sind ja dieser Tage gleich zwei Star-Trek-Stars verstorben. Walter Koenig, der den Pawel Chekow in der ersten Serie spielte, und Patric Stewart, der Captain Picard aus der zweiten Serie…

    Mögen sie in Frieden ruhen.

    1. Keine Bange, Picard lebt, seine derzeitige Mission dauert halt nur ein wenig länger als sonst.
      Kirk und Zulu sind ja schließlich noch zu Hause.

      1. Ich weiß, ist ein Versehen. Ich hoffe ich darf mir das mal ausleihen, da es nun genannt wurde. Die Zulu, bzw. das ganze Afrika, der nahe und mittlere Osten und über den Teich, rauf und runter, können ja auch ein Lied von den Segnungen des Imperialismus anstimmen. Was ja durch die opportun begleiteten Fluchtbewegungen zu weiteren Verwerfungen führt, bis in die Heimatländer der Hauptverursacher. Was diesen dann gleichfalls opportun, die Möglichkeit eröffnet einen Blitzableiter für die Verwerfungen parat zu haben.

        Star Trek seinerseits ist ein gutes Bsp. aus der Popkultur, wie man eine ursprünglich gute Sache vollständig in ihr Gegenteil verkehrt. Man wahrt den äußeren Anschein und befüllt ihn mit den gewünschten Inhalten. Dafür ist die Rolle George Takeis, als Hikaru Sulu, bereits ein gutes Bsp. Hikaru Sulu in den neuen Filmen ist homosexuell, was ja als besonders mutig dargestellt wurde, was es aber garnicht war, da es absolut der pseudolinken Ideologie der Ablenkung durch das gender und diversity Gestöber entspricht. Wenn ich mich recht daran erinnere, war es sogar George Takei, der ja homosexuell ist, welcher sich dahingehend dazu äußerte.

        Ich hab ich glaub den zweiten neuen Film mal rezensiert, wo ja auch entsprechend der in der realen Welt gegebenen Handhabe, außergerichtliche Tötungen im Geheimen, durch ferngesteuerte Mittel verabredet werden, wozu Kirk sich bereiterklärt. Und derlei mehr in den Filmen und Serien. Stets um das aktualisiert was die Herren sich vom Publikum wünschen. In der ersten Serie nach Voyager hießen die Gegner Suliban, ist bestimmt nur ein Zufall, daß das eine Suleiman/Taliban Kombination ist.

        Einige der alten Garde, Macher und Schauspieler, haben sich bereits vor Jahren, nach Voyager, kritisch zu dem geäußert was aus Star Trek geworden ist.

        1. Voyager war, fand ich, die letzte gute Serie aus dem Star-Trek-Universum. Eben weil man da zum Urkonzept zurückgekehrt war, also einem Raumschiff, das die unendlichen Weiten durchstreift. DS9 hat mich diesbezüglich immer wenig überzeugt, und war mir außerdem zu kriegerisch. Und andererseits zu banal in den Szenen auf der Station. Und diese Metaebene mit dem „Abgesandten der Propheten“… na ja….

      2. War Picard am Ende der letzten Folge nicht ohnehin eine Art Teil-Androide geworden? Das kann man die Serie ja bald mittels KI-erzeugter Charaktere weiterspinnen….
        😉

  7. Ja, der Freitags-Schweitzer ist da.
    Hier ein satirischer Kommentar:

    In den Midterms stehen alle Mitglieder des Repräsentantenhauses zur Wahl, dazu ein Drittel des Senats. Amerika hat keine parlamentarische Demokratie, in der eine Mehrheit den Präsidenten abwählen könnte

    Macht ja auch gar keinen Sinn, sich die Farbe des Projektils aussuchen zu dürfen oder welche Schleifer die Klinge schärften, die sich unchirurgisch durch die Aorta arbeiten wird, nachdem die materielle und geistige Existenzgrundlage unterkellert wurde.

    Wieviel wiegt deren [von Bushs und sonstigem texanischer Öladel] Wort in Texas? Keine Ahnung, ich wohne in New York.

    Oh, das kann ich verraten: Es wiegt mehr als New York selbst. Und wenn die wollen, dies verkünden und die Co-Abhängigen Submilliardäre sich aus der Wallstreet via Heli verabschieden sowie die Wahlkampfspender religiös-demokratischer Provenienz (gut, das ist widersprüchlich), dann fliegt die Bubble of Choice in einen anderen Orbit – Mars vielleicht.

    …von derartigen Fernsehbildern als ernsthafter Gegner zurückzukommen.

    Der war gut, Frau Schweitzer, wo soll denn „Ernsthaftigkeit“ hergekommen sein? Das wird an der Schain-Uni von Satiristan unter der Rubrik optional gelehrt und geht dann im alltäglichen Medienrummelplatz verloren.

    und während Julius Rosenberg tatsächlich Atombombengeheimisse an die Sowjets verraten hat, ist es bei seiner Frau Ethel weniger sicher.

    Tatsächlich? Ist es nicht sicher, dass sie sicher nichts dergleichen tat? Ah, obwohl, Ehe ist – natürlich religiös gesehen – die Grundform von Kontaktschuld. Na dann, Toast-Mahlzeit.

    So, genug westatlantisches Gossip jetzt, die Steinsammlung muss noch mit Bleiche behandelt werden, denn wer keine Steine hat, macht auch nichts Verwerfliches.

    Satire Ende.

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