
Der Spiegel, die Panzerknacker und der große Vaterländische Russo-ukrainische Krieg.
Was sind Tankies? Das ist ein Begriff, der in Amerika und mehr noch in England unter Liberalen, Linken und Anarchisten bekannt ist: Hardcore-Kommunisten, die alles, was die Große Sowjetunion tut, wunderbar, revolutionär und gerechtfertigt finden, auch dann, wenn bereits Panzer – Tanks – auf den Straßen von Budapest oder Prag entlangrollen und die Konterrevolution zusammenschießen.
Ihr Motto ist entweder, Stalin macht niemals Fehler, oder: Wo gehobelt wird, da fallen Späne, oder auch, wie der New York Times-Reporter Walter Duranty über Stalins Hungertodkampagne gegen die ukrainischen Kulacken schrieb: „Man kann kein Omelett machen, ohne ein paar Eier zu zerschlagen.“
Unsere Tankies waren früher in der DKP, der KPD A-Null und dem KB. Und offenbar ist der Spiegel von Tankies übernommen worden. Dort läuft eine stetig ausufernde Serie, „Wie das friedliche Russland aus dem Nichts heraus überfallen wurde“, und „Hat dein Großvater womöglich an der Ostfront geschossen?“, und: „Wie haben hier eine Suchmaschine, da kannst du nach den Verbrechen deiner Familie fahnden, das macht dich frei“. Das alles mit der gleichen deutschen Gründlichkeit, mit der man auch ein KZ führen könnte, um Oskar Lafontaine zu paraphrasieren.
Hitler und Stalin
Zu der Suchmaschine kommen wir noch. Aber erst einmal ein paar Fakten, die die Tankies vom SPIEGEL scheuen wie Demon Crowley von Good Omens das Weihwasser: Vor der Operation Barbarossa gab es den Molotow-Ribbentrop-Pakt, besser bekannt als Hitler-Stalin-Pakt, der am 23. August 1939 unterzeichnet wurde.
Als die Tankies von damals das hörten, faltete sich der antifaschistische Widerstand von Hollywood bis Paris zusammen wie Trabbiblech – und die Antifa konnten fortan Adolf gut leiden. Der Pakt zwischen Hitler und Stalin diente dazu, einander den Rücken freizuhalten bei einem bereits geplanten, gemeinsamen Einmarsch in Polen, der dann am 1. September beziehungsweise 17. September 1939 stattfand.
Ein geheimes Zusatzprotokoll im Pakt rechnete den größeren Teil Polens und Litauen der deutschen Interessensphäre zu, hingegen Ostpolen, Finnland, Estland, Lettland und Bessarabien der sowjetischen Einflusszone. Man sollte dazu sagen, dass das neue Polen erst 1918 von den siegreichen Briten und den Franzosen aus der Taufe gehoben wurde; vorher war das (wesentlich kleinere) Königreich Polen zwischen Deutschland, Russland und Österreich aufgeteilt, das Land, wo der Schicklgruber Adi herkommt. Molotow nannte Polen den „verdrehten Bastard des Versailler Vertrags“.
Polen bekam noch ein bisschen mehr dazu – Posen, Westpreußen, Galizien und Oberschlesien, um das sofort Partisanenkämpfe zwischen Polen und Deutschen ausbrachen, dazu das Gebiet um Lemberg, heute in der Ukraine, das bis dato österreichisch gewesen war. Die post-WWI-Kämpfe erweiterten sich zum polnisch-sowjetischen Krieg von 1919 bis 1921, bei dem es Polen gelang, Vilnius und Kiew zu besetzen und einen mehrere hundert Kilometer breiten Streifen von Russland zu annektieren, den sich Stalin, ihr habt es erraten, 1939 wieder zurückholte.
Stalinistische Säuberungen
Weder die Balten noch die Finnen fühlten sich mit ihrer Rolle als „sowjetische Einflusszone“ glücklich, wobei die letzteren erfolgreicher waren als die ersteren und die Sowjets unter großen Opfern im Winterkrieg zurückschlugen. Der Einmarsch der Wehrmacht in der UdSSR Mitte 1941 war also kein Überraschungsangriff mitten im Frieden, sondern der blutige Höhepunkt eines europäischen Krieges, der 1914 mit den Schüssen von Sarajewo auf den österreichischen Thronfolger begonnen hatte.
Wie blutig? Die Zahl wächst seit 1945 kontinuierlich an. Heute spricht der Kreml von 27 Millionen Toten, was bei Tankies gerne zu „27 Millionen Russen“ mutiert. Wissenschaftliche Zahlen hat eigentlich keiner, aber es ist klar, es sind sehr viele. Die Bevölkerung der UdSSR ging in dieser Zeit um mindestens 15 Millionen zurück.
Klar ist aber auch, diese Zahlen schließen die Opfer stalinistischer Säuberungen, wilder Erschießungen, Gulags und ethnischer Vernichtungskampagnen ein, die den kanadischen Historiker Timothy Snyder von „Bloodlands“ sprechen lassen.
Wie viele das sind, ist noch weniger erforscht, aber Zahlen von 7 bis 10 Millionen sind durchaus im Rahmen des Realistischen. Es hat zehntausende, hunderttausende, Krimtartaren, Litauer, Esten, Letten, Russlanddeutsche, Kasachen, Usbeken und Juden getroffen. Nicht-Sowjetbürger – die Grenzen sind hier fließend – sind da noch nicht einmal mitgezählt. Dazu gehören Polen, Finnen, Karelier, Deutsche, Griechen, Iraner, Afghanen, Armenier, Bulgaren, Rumänen, Schweden, Kalmücken, Italiener, Japaner und sogar Türken, Chinesen, Koreaner und Amerikaner.
Die meisten Opfer aber waren Ukrainer, darunter viele Kriegsgefangene, die von Stalins Mordhelfern umgebracht wurden, weil sie als Verräter galten. In der „Operation Keelhaul“ beispielsweise verpflichtete sich Briten und Amerikaner, geflüchtete Sowjetbürger, und nicht nur Soldaten, an Stalin auszuliefern. Viele davon waren tatsächlich SS-Männer oder Wehrmachtsoldaten – diese ukrainischen und baltischen Nazihelfer gab es wirklich – aber viele davon sahen keine andere Wahl, denn eine dritte, moderate Truppe gab damals genauso wenig wie 2011 in Syrien.
Der derzeitige Streit, bei den der Kreml der Ukraine vorwirft, ukrainische Nazis zu rehabilitieren, hat also einen realen Hintergrund. Die eigentliche Frage ist aber: Warum bringt der Spiegel, der seit Jahren wöchentlich dafür trommelt, zur Verteidigung der Ukraine zum dritten Mal gen Moskau zu marschieren, nun einen Artikel, bei dem die Russen als solche als unschuldige Opfer daherkommen?
Ein Blick in die Datenbank
Im Spiegel steht dazu das schlanke Sätzlein: „Gleichzeitig ist das Gedenken an diese Verbrechen politisch so aufgeladen wie lange nicht mehr. Das liegt vor allem an dem Krieg, den der russische Präsident Wladimir Putin heute in der Ukraine führt und den er mit dem Kampf gegen neue Nazis rechtfertigt. Seit Deutschland der überfallenen Ukraine Kampfpanzer und Haubitzen liefert, gilt auch die Bundesrepublik in Russland wieder als Aggressor, als unfreundlicher Staat. … Eine böswillige Instrumentalisierung der Geschichte. Aber eine, der sich die Bundesregierung wie auch die deutsche Gesellschaft stellen müssen, etwa wenn es um neue Waffenlieferungen für die Ukraine geht.“
Gut, wir stellen uns also, und dann was? Nichts, hier endet die Betroffenheitspause des Spiegel. Sollen wir lieber gar keine Waffen liefern? Doch Waffen liefern, aber dabei ein schlechtes Gewissen haben? Nicht selber welche liefern, sondern die Amerikaner dafür bezahlen, dass sie Waffen liefern? Nur harmlose Waffen liefern, etwa Pumpguns, die Chloroform-getränkte Wattebällchen als Munition nutzen? Oder Waffen liefern verbunden mit einer aus allen Rohren feuernden Propaganda, wonach es sich um gute Waffen handelt und nicht um böse?
Der Spiegel aber bietet keine Guideline zu dieser zentralen Frage, aber dafür jede Menge Psychobabble. Der Artikel ergeht sich seitenlang darüber, dass die Deutschen heute noch traumatisiert sind, weil ihre Großväter viele Russen umgebracht haben. Vielleicht ist der ein oder andere aber auch traumatisiert, weil seine eigenen Großeltern umgebracht wurden. Jedenfalls, bei den Balten, den Finnen und den Ukrainern ist das so. Sogar bei den Österreichern.
Wie kann man aus dieser langen, blutigen, immer wieder erzählten Geschichte einen anderen Schluss ziehen als den, auf gar keinen Fall sehenden Auges in den Dritten Weltkrieg zu marschieren? Finden wir es gut, was Putin macht? Nein, natürlich nicht, aber verglichen mit Stalin ist der Mutter Beimer.
Und ganz ähnlich wie im Ersten und im Zweiten Weltkrieg sind es auch heute nicht normale Bürger, die sich opfern wollen (und die Arbeitsimmigranten schon gar nicht, die würden beim ersten Schuss weglaufen), sondern die Journalisten, die Politiker und die akademischen Experten auf dem Weg gen Ostland. Tankies, eben.
Zum Schluss aber, wo es nun diese Datenbanken schon gibt, gucken wir nach, ob Spiegel-Gründer Rudolf Augstein in der NSDAP war. In Wikipedia steht dazu:
„Ab 1942 war Rudolf Augstein im Arbeitsdienst im Kriegsdienst als Kanonier und Funker, u. a. im russischen Woronesch.[3] Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er als Artilleriebeobachter zum Leutnant der Reserve befördert. Während seiner Dienstzeit erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse und das silberne Verwundetenabzeichen.[4]“
Und in der Spiegel-Datenbank? Nichts, nada, gar nichts. Blank wie ein Babypopo. Auch nichts, wenn man Wohnort und Alter eingibt. Konnte man damals Leutnant werden ohne Parteiabzeichen? Oder haben die Tankies beim Spiegel die Database manuell saubergeschrubbt, um nicht im verlagseigenen Folterkeller zu landen?
Gleichviel, wenn sich ein Enkel von Rudolf Augstein meldet, der mal recherchieren möchte, was da war, und vielleicht noch ein paar andere Nasen, ich denke, da könnte ein Buchvertrag herausspringen. Ganz ohne Trauma.
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Und heute marodiert dort die Soldateska von Putin wo vor 80 Jahren die Soldateska von Schicklgruber gewütet hat.
Die Soldateska marodiert und wüted doch seit 2014 schon wieder öffentlich, davor eher verhalten.
2013 Waren die „guten Nazis“ auch zur Adenauerstiftung eingeladen, zur politische Bildung, . . . hmmmmm . . .
Ganz zu schweigen von Starobelsk und die absichtliche Beschiessung von Bussen mikt Zivilisten jetzt…
Und heute marodiert Vende mit übelster Geschichtsklitterung.
Warum läßt Overton dies zu?
Meinungsfreiheit OK, aber Lügen sowie die Ineinsstellung von Putin und Nazis ist eine Unverschämtheit.
Leider viel Unsinn was hier zu Stalin geschrieben wird. Gerhard Schnehen hat in seinem Buch über Stalin (Zambon Verlag) alles geschrieben was zu schreiben ist. Basierend auf neusten freigegeben Unterlagen aus dem Kreml.
Auch zu den Farbenrevolutionen/Konterrevolutionen/Putschversuchen der Cia/MI6/BND/Organisation Gehlen von 1953, 1956, 1968 hat die Authorin keine Ahnung.
Bis interessierte Leser das obige Buch erhalten haben könnten sie sich im folgenden blog vorab informieren:
https://sascha313.wordpress.com/2014/06/17/was-geschah-wirklich-am-17-juni-1953-und-wie-kam-es-dazu/ Auch zu Ungarn u CSSR findet man dort Artikel. Aber bitte unbedingt obiges Buch lesen, dort steht noch sehr viel mehr. Abseits der Propaganda von Bild tagesschau spieglein u. ä. Lügenpresse.
„Bis interessierte Leser das obige Buch erhalten haben könnten sie sich im folgenden blog vorab informieren:
https://sascha313.wordpress.com/2014/06/17/was-geschah-wirklich-am-17-juni-1953-und-wie-kam-es-dazu/ “
Stalin wurde ermordet?
Da die meisten Leute eher eine Bestätigung ihrer Vorurteile suchen, als die Gefahr auf sich zu nehmen ihre Meinung ändern zu müssen, werden die wenigsten das Buch über Stalin lesen.
Weil die Oligarchen in Europa und den USA, zu Recht, befürchteten ihre Privilegien zu verlieren, taten ihre Medien seit der Revolution 1917 alles, um den Kommunismus zu verteufen, und sie hatten damit Erfolg.
Der Vorwurf »Kommunist« wirkte ebenso wie der Begriff »Tabu«, er reichte aus, um jede unbequeme Aussage, ohne Begründung, als Propaganda abzutun.
Dann lesen Sie Mal Jörg Baberowski, “ Verbrannte Erde- Stalins Herrschaft der Gewalt“. Sollte das nicht reichen Ihre Meinung zu ändern, zusätzlich noch “ Der rote Terror“. Da gibt es keine Tabus, da wird das bolschewistisch- kommunistische Terrorsystem eindrücklich und fundiert dargestellt. Aber Baberowski ist selbsverständlich ein Faschist – sagen die linken Stalinfans an der linken Humbolduniversität zu Berlin, in deren linken Wahn mittlerweile ja auch der linke Herbert Frahm/Willy Brandt ein Kryptofaschist war.
Schade um die Zeit. Zu Baberowski ist im folgenden Artikel einiges erwähnt:
https://sascha313.wordpress.com/2018/02/03/geschichtsfaelschung-bei-russensender-sputnik/
Frahm stand auf der Gestapo-Fahndungsliste. Vor dem Überfall auf Norwegen operierte eine Fahndungsgruppe unter dem Schutz Quislings und setzte Frahm fest. Nach ca 14 Tagen wurde er nach Schweden abgeschoben. Tja, warum und mit welchem Auftrag?
Er sollte für den antiferschisstischen Widerstand 2 to Knäckebrot, sowie 30 Fässer Köttbullar organisieren. Tatsächlich aber hat er 120 Flaschen Cognac geklauft. Es ist alles so unfassbar.
Auch das Buch von Lossurdo über Stalin ist bis auf den üblichen Fehler mit Katyn sehr lesenswert….
Ja so ist es. Im obigen blog gibts einige Artikel zu Katyn. Losurdo hatte auch noch nicht die neusten Daten aus dem Kreml zu Berija, der wie Stalin von Chruschtschows Schergen ermordet wurde. Andererseits macht Schnehen allerdings den Fehler auf zwei Seiten Unsinn über Ulbricht u. Herrnstadt zu schreiben. Im obigen Blog findet man aber mit der Suchfunktion nach Herrnstadt was damals wirklich ablief. Kein Author ist wohl ganz ohne Fehler. Aber sonst ist das Buch von Ludo Martens ebenso empfehlenswert.
Leider sind heutzutage zu viele mit Buch lesen überfordert. Erst recht wenn die Wahrheit sich so anders darstellt als die Hirnwäsche dir wir ab der Schule erhalten haben.
Noch ein paar Korrekturen: Die Finnen moegen die Sowjets im Winterkrieg empfindliche Verluste zugefuegt haben, hben aber dennoch den ‚Winterkrieg‘ verloren.
Und Timothy Snyder ist kein Historiker, sondern Propagandist.
Wenn der Spiegel aktuell die NSdAP- und sonstige Archive veröffentlicht, sind diese natürlich vorher beliebig oft sauber gemacht worden. Jeder, der sie seit 1945 in die Hand bekommen hat, durfte da mal mit dem Schwamm durchgehen.
Das ist übrigens mit den Stasi- und Rosenholzakten ebenso der Fall, wie mit irgend welchen BND-Papieren aus dem Adenauer-Regime. Fragt mal Gaby Weber.
Warum Schweitzer jetzt aber aus den Vollblutspießbürgern der deutschen Staats- und Oligarchenmedien Hardcorecommies macht, wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben…
»Tankies? Das ist ein Begriff, der in Amerika und mehr noch in England unter Liberalen, Linken und Anarchisten bekannt ist: Hardcore-Kommunisten, die alles, was die Große Sowjetunion tut, wunderbar, revolutionär und gerechtfertigt finden«
Gibt es auch eine entsprechende Bezeichnung für Leute wie Autorin Eva C. Schweitzer, die alles was in der Sowjetunion geschah BÖSE finden?
»Viele davon waren tatsächlich SS-Männer oder Wehrmachtsoldaten – diese ukrainischen und baltischen Nazihelfer gab es wirklich – aber viele davon sahen keine andere Wahl, denn eine dritte, moderate Truppe gab damals genauso wenig wie 2011 in Syrien.«
Immerhin stimmt Frau Eva C. Schweitzer zu, dass es viele dieser ukrainischen und baltischen Nazihelfer wirklich gab, sie kann es sich aber nicht verkneifen hinzu zu fügen, dass viele dieser Verbrecher, keine andere Wahl hatten, denn eine dritte, moderate Truppe gab damals genauso wenig wie 2011 in Syrien.
Eine Frage an Frau Eva C. Schweitzer: Wie würde man es in Deutschland empfinden, wenn heute in Russland sowjetische Vergewaltiger von deutschen Frauen als Helden verehrt werden würden und wenn Denkmäler und Strassen nach ihnen benannt werden Würde?
Ich kann nicht anders, ich musste das äußern, auch wenn meine Meinung wahrscheinlich ein Opfer der Zensur bei Overton wird.
Frau C. Schweitzer kann nur zum Abgewöhnen lesen, leider muss manaber auch wissen wie der westliche Kriegstreiber so denkt und vor hat.
Mir ist jedoch lieber auf Freundschaft und Frieden zu bauen statt auf Spaltung der Völker.
Ein Brief von Frauen aus St. Petersburg an die Demonstrierenden in Berlin
https://globalbridge.ch/ein-brief-von-frauen-aus-st-petersburg-an-die-demonstrierenden-in-berlin/
Korrektur:
Frau C. Schweitzer kann man eigentlich nur zum Abgewöhnen lesen, leider muss man aber auch wissen wie der westliche Kriegstreiber so denkt und was er vor hat und so quält man sich all das Gesülze trotzdem rein um reagieren zu können.
Mir ist jedoch lieber auf Freundschaft und Frieden zu bauen statt auf Spaltung der Völker.
Ein Brief von Frauen aus St. Petersburg an die Demonstrierenden in Berlin
https://globalbridge.ch/ein-brief-von-frauen-aus-st-petersburg-an-die-demonstrierenden-in-berlin/
und als Ergänzung……
„Der Brief eines Deutschen an eine fast 85-jährige Russin und an alle Menschen der Russischen Föderation zum 85. Jahrestag des deutschen Überfalls geht ans Herz. Er wurde auch ins Russische übersetzt und dort in einer großen Zeitung abgedruckt. Und in Deutschland wurde er zuerst in der «Berliner Zeitung“ abgedruckt“
https://globalbridge.ch/valentina-niemals-werde-ich-euch-als-feinde-betrachten/
Es ist bezeichnend, dass die Verfasser dieses Briefes unbekannt bleiben. Sie zitierten den Slogan „Nie wieder soll der Krieg von deutschem Boden ausgehen!“, äußerten aber keine ähnlichen Wünsche in Bezug auf russischen Boden.
@henio
Man sollte nicht davon ausgehen, dass Frau Schweizer die Realität oder gar die Wahrheit schreibt. Sie schreibt ihre Meinung, und die ist ganz offensichtlich angelsächsisch linksliberal gefärbt, und aus der Ecke kommen heute eher die Scharfmacher und Kriegshetzer als die Friedensengel. Dazu passt, dass sie sich auf den russophoben Historiker Timothy Snyder als Info-Quelle beruft. Snyder ist auch Mitglied der transatlantischen Propaganda-Maschine „Zentrum Liberale Moderne“ von Marieluise Beck und Ralf Fücks.
vgl.
https://www.youtube.com/@CalebMaupinTV/search?query=tankie
Ich habe mir vorhin das angeschaut:
https://www.youtube.com/watch?v=QgaF8yoHKLk
Ich bin mir sicher, dass bei vielen unserer deutschen Israelfreunde auch so eine Dynamik läuft, nur in umgekehrter Form.
Im sogenannten Wertewesten werden nur die Verbrechen Hitler’s und Stalin’s genannt. Wie sieht es aus wenn man die Grölldaten der Kolonialisten wie Großbritannien, Spanien, Niederlande, Frankreichs und Belgiens und nicht vergessen den USA aufzählt. Das wird einfach ignoriert. Wo werden die Morde der Katholischen Kirche aufgezeigt?
Die Menschen sind schlimmer als Tiere, Tiere töten um zu fressen, Menschen aus Gier und Macht/ Geld.
Der Satz Einigkeit, Recht und Freiheit als Hymne ist der blanke Hohn an die Menschheit. Man sollte sich einmal darüber Gedanken machen eine neue Nationalhyme machen und da die Melodie der BRD und der DDR sich sehr ähnlich verhalten ist dies einfach möglich. Und die Strophe „“ Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt, laßt uns dir zum Guten dienen, Deutschland einig Vaterland. Sowie diese: „Glück und Friede sei beschieden Deutschland, unserm Vaterland. Alle Welt sehnt sich nach Frieden, reicht den Völkern eure Hand. Dann kann Einigkeit, Recht und Freiheit kommen.
Deutschland handelt gar nicht nach seiner eigenen Aussage die als National Hymne verankert und Grundgesetz steht. Eine neue Verfassung gibt es ja nicht, die es aber nach der sogenannten Wiedervereinigung hätte geben sollen.
„Im sogenannten Wertewesten werden nur die Verbrechen Hitler’s und Stalin’s genannt. Wie sieht es aus wenn man die Grölldaten der Kolonialisten wie Großbritannien …?“
Der größte Trick, den der Teufel je gebracht hat, war die Welt glauben zu lassen, es gäbe ihn gar nicht. Der Satz stammt aus dem Film „Die üblichen Verdächtigen“. Ich füge hinzu: Der allergrößte Trick des Teufels besteht darin, den Menschen zu erzählen, Schuld an der Misere wären immer die anderen: die Hexen, die Russen aka „Untermenschen“, die Juden, die Nazis, die Kommunisten, die Palästinenser, die Zigeuner, die Indianer aka „Wilde“, die Kranken und Behinderten aka „lebensunwertes Leben“, die Islamisten, die Christen, Menschen mit einer Hakennase, Menschen mit kleinen Füßen, Menschen mit krummen Füßen, Menschen mit einem Muttermal am Hintern usw.
Für die „Superreichen“, die Reichen und die Besserverdiener sind die Armen und die Obdachlosen Schuld daran, wenn die Wirtschaft schwächelt. Dann hetzen sie die Geringverdiener gegen die Arbeitslosen auf. Fragen Sie ARD, BILD, FAZ, FOCUS, RTL, SZ, WELT usw. Die wissen, wie das geht.
Im Ersten Weltkrieg waren die „frosch(schenkel)fressenden“ Franzosen aus Frankreich der Erzfeind Deutschlands. Das wird man ja nochmal sagen und schreiben dürfen. Interessiert sowieso fast niemanden in Deutschland, dem ehemaligen Land der Dichter und Denker (von 1933 bis 1945: das Land der Richter und Henker). 2026 wird auch wieder zu viel und zu schnell gerichtet und zu viel gedichtet, aber zu wenig nachgedacht. Man könnte schließlich etwas aus der Geschichte lernen. Aber wer will das schon, wenn es mit riesigen Schritten vorwärts in die Vergangenheit geht? Make Germany Great Again!
Human beings, who are almost unique in having the ability to learn from the experience of others, are also remarkable for their apparent disinclination to do so.
Douglas Adams
Diese neue Hymne war tatsächlich 1990 von der Bürgerbewegung als Vorschlag in die Öffentlichkeit gebracht worden, aber empört von der BRD -Kamarilla zurück gewiesen. Man habe bereits eine, die aber Schopenhauer die dümmste ihm bekannte nannte.
Leider, leider, leider sollte Frau Schweitzer sich doch etwas mit historischen Fakten befassen. So sehr man ihr auch sonst zustimmen mag. In Deutschland war eine politische Betätigung von Offizieren seit jeher strikt verboten und auch die NSDAP konnte daran (vorerst) nichts ändern. Gemäß dem Wehrgesetz von 1935 (§ 26) durften Soldaten sich politisch nicht betätigen. Sowohl Ernst Jünger als auch Gottfried Benn retteten sich in die Wehrmacht, als sie in Schwierigkeiten mit der Partei gerieten. Bis 1944 war aktiven Offizieren ein Beitritt zur NSDAP nicht gestattet und eine vorherige Mitgliedschaft hatte zu ruhen. Erst nach dem 20. Juli wurde diese Bestimmung aufgehoben. Insofern ist es unwahrscheinlich, dass Augstein in der NSDAP war. Vor seinem Eintritt in die Wehrmacht wäre er zu jung gewesen und danach war es erst ab 1944 möglich. Allerdings hätte das vorausgesetzt, dass er ein fanatischer Hitleranhänger war, was nach Lage der Dinge und seinem politischen Gespür doch eher unwahrscheinlich ist.
Hier mal ein Bericht für die „Tankies“..
https://www.youtube.com/watch?v=EdUPUMGb7V8
Persönlich bin Ich der Meinung, dass eine KP für die Organisation der Arbeiterschaft sinnvoll und notwendig ist, aber grundsätzlich sollte die Gesellschaft basisdemokratisch regiert werden. Wie man in manchen Ländern gesehen hat und auch im Moment sieht neigen hierarchisch organisierte Systeme neigen nun mal auch dazu Menschen in Führungspositionen zu bringen die eigentlich ungeignet, korrupt oder mit dem Job überfordert sind (siehe Bundesrepublik im Moment). Sie neigen dazu einseitige Positionen in übersteigerter Form und gegen den Willen und die Interessen der Bevölkerung, meist für die Interessen eine privillegierte Minderheit umzusetzen.
Die frühen Arbeiterschaften waren auch Demokratisch oder später als Rätesystem organisiert, da sollte man ansetzen. Diktatoren sind meistens schlecht für die Menschen, egal welche Farbe sie tragen, obwohl Stalin zwar ein Diktator war aber er hat auch den Soviet Staat zusammengehalten und der Soviet-Union zum Sieg gegen Hitlerdeutschland verholfen..
Die sogenannten „Hungerkampagnen“ gegen die Kulaken sind historischer Blödsinn und nicht durch historische Fakten belegt. Das was man Stalin da vorwirft ist verglichen mit den zahllosen Massakern der westlichen Gesellschaften nicht zu vergleichen..
z.B
https://en.wikipedia.org/wiki/Atrocities_in_the_Congo_Free_State
Deshalb sollten wir nicht mit dem Finger auf Stalin zeigen solange wir selbst Regierungen haben die sich noch nicht mal dazu durchringen konnten die Sklaverei zu verurteilen..
https://geopoliticaleconomy.com/2026/03/25/west-condemn-slavery-un-vote/
Perfekt war er aber sicher nicht der Herr Stalin ..
Mfg Makrovir
@Makrovir
Perfekt war Stalin sicher nicht, aber welcher Politiker, welcher Mensch überhaupt außer Jesus, wenn man akzeptiert, dass er ein Mensch war, ist schon perfekt?
Manch einer würde sein Urteil über Stalin vielleicht überdenken, wenn er seine Rede vom 4. April, 1931 kennen würde, auf die, u.A. hier zugegriffen werden kann:
http://www.writewellgroup.com/Humanities_Project_2005-06/Primary_Sources/Stalin_speech_1931.htm
Schön und gut die Sache mit der Basisdemokratie. Aber zeigen Sie mir ein Land, das den Anspruch erhob, den Sozialismus auszubauen, auch die Möglichkeit hatte, dies zu tun.
Angefangen mit der UdSSR gab es kein sozialistisches Land, das man von innen wie auch von außen nicht belästigte resp. bekämpfte. Innere wie äußere Feinde des Sozialismus taten alles, um die Entwicklung zum Sozialismus zu stören.
Ganz zu schweigen von den Muttermalen der alten Gesellschaft, z. B. schlecht entwickelte Produktivkräfte, Mentalitäten etc.
„Konnte man damals Leutnant werden ohne Parteiabzeichen?“
Ja, liebe Frau Schweitzer, das konnte man, und eine Recherche zu dieser Frage hätte nicht länger gedauert, als für den Artikel diese Frage zu formulieren. Was den Verdacht nahelegt, dass es der Autorin lieber war, aus taktischen Gründen die Frage in den Raum zu stellen.
Ansonsten ist die Kernkonstruktion des Artikels, die uns zu vermitteln versucht, dass die Menschen, die den Raub- und Vernichtungskrieg Deutschlands als Verbrechen sehen, das nicht vergessen werden darf, sich die Ideologie der Regierung der Opfer zu eigen machen würde, eine intellektuelle Zumutung.
Bisher habe ich Frau Schweitzers Glossen über die New Yorker „Blase“ ganz gern gelesen, aber seit sie sich versteigt, Historie recht eigenwillig zu interpretieren, ist Schluss damit.
Ich lese hier fast nur noch Herrn Roetzer (Frau Dagdelen gibt’s auch auf den Nachdenkseiten). Die Übrigen halte ich mitllerweile für Zeitdiebe.
Was will die Autorin unsereiner damit sagen?
Ich mag weder Hitler noch Stalin, ich mag aber auch Putin, Donald Trump und Friedrich Merz, den SPIEGEL, RTL, die BILD, die ARD, die FAZ und das ZDF nicht. Vielleicht war der SPIEGEL einmal nach dem Zweiten Weltkrieg das mediale „Sturmgeschütz der Demokratie“. Heute ist es ein neoliberales Maschinengewehr, das die Demokratie und den Sozialstaat sturmreif schießt, damit immer mehr Bürgerinnen und Bürger die blauen Sozialdarwinisten wählen, die sich selbst als „Alternative“ bezeichnen. Das Problem ist nicht die AfD, die AfD ist die Folge einer neoliberalen und asozialen Politik der bürgerlich-konservativen Mitte.
Viele reden immer über Stalin und die Kommunisten bzw. Hitler und die Nazis. Warum redet in Deutschland fast niemand über den ökonomischen, sozialen, politischen und demokratischen Niedergang der Weimarer Republik (von 1918 bis 1933). Warum reden nur wenige über die konservativ-bürgerliche Mitte, die Hitler damals gewählt hat, weil sie ihn für einen „geilen“ Politiker hielten oder Angst vor dem ökonomischen und sozialen Abstieg hatten. 1932 gab es in Deutschland rund sechs Millionen Arbeitslose. Von den Geringverdienern, die eine Arbeit hatten, aber damit gerade einmal die Miete bezahlen konnten, redet sowieso niemand.
Es ging aber nicht allen Deutschen schlecht. Es gab damals auch „Superreiche“, obwohl es den Begriff erst seit den 1990er Jahren gibt. Das waren diejenigen, die den mittellosen und gescheiterten braunen Kunstmaler Adolf Hitler aus Braunau am Inn finanziell unterstützt und gesponsert haben, weil er ein charismatischer Redner war, der Deutschland wieder groß machen würde. Die Obdachlosen und Arbeitslosen haben ihn nicht unterstützt, weil die kein Geld hatten.
Es gibt nämlich einen ganz entscheidenden Unterschied zwischen dem obersten Nazi Hitler und dem obersten Kommunisten Stalin. Stalin wurde nie gewählt. Bei den letzten (freien) Reichstagswahlen im März 1933 – das war nach (!!!) der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler im Januar 1933 – haben 43,9 Prozent der ordentlichen, anständigen, aufrechten, ehrbaren, ehrlichen, fleißigen, pünktlichen, sauberen, pflichtbewussten, pünktlichen, redlichen, rechtschaffenen und mehrheitlich „christlichen“ deutschen Wählerinnen und deutschen Wähler (Wokies und Diverse gab es damals noch nicht) ihren eigenen Diktator und den größten Terroristen der deutschen Geschichte gewählt. 1945 konnten bzw. wollten sich die meisten Deutschen dann nicht mehr daran erinnern. Da waren dann alle gegen Hitler oder man konnte „halt nichts machen“. Die anderen haben „nur“ Befehle ausgeführt, wenn sie Behinderte mit einer Giftspritze ins Jenseits befördert, Juden verbrannt, Widerstandskämpfer gequält oder Franzosen, Polen, Briten, Griechen, Russen usw. mit dem Maschinengewehr erschossen haben.
Die Zeit von 1933 bis 1945 war kein „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte, wie das ein Politiker dieser blauen deutschen „Alternative“ einmal nannte. Im Vergleich zu dem riesengroßen stinken Misthaufen von 1933 bis 1945 war der Terrorismus der RAF in den 1970er Jahren tatsächlich ein Vogelschiss.
Hitler ist 1933 weder als gefallener Engel vom Himmel herabgestürzt und auch nicht wie der Teufel persönlich aus der Hölle hervorgekrochen. Aber über den ökonomischen, sozialen, politischen und demokratischen Niedergang der Weimarer Republik und die Ursachen für den Aufstieg der braunen deutschen Alternative will niemand reden. Das könnte kognitive Dissonanzen verursachen.
R.I.P.
Liane Berkowitz
hingerichtet am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee (Deutschland)
Kleine Korrektur:
Die Reichstagswahl am 5. März 1933 war bereits keine freie Wahl mehr. Grund dafür war die kurz vorher erlassene
Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat.
Mfg Makrovir
Die wohlige „Mitte“ wieder schwer bei der Arbeit. Schon klar, rechts ist doof, aber gemeint ist das andere rechts, nicht das eigene. Und links ist doof, nicht daß das links wäre, aber es gehört zum Verwirrspiel. Aber erst einmal zum Propagandabegriff der Mitte:
28. Pleisweiler Gespräch mit Professor Mausfeld – 22. Oktober 2017
Wie sich die „verwirrte Herde“ auf Kurs halten lässt: Neue Wege der „Stabilitätssicherung“ im autoritären Neoliberalismus
Und dazu gehört ein ganz wichtiges Mittel: „Die Mitte“. Die „Mitte“ ist etwas ganz Tolles, heute sind alle in der Mitte. Das gehört wieder zum neoliberalen Falschwörterbuch, weil hier ein Begriff neu besetzt worden ist, denn „Mitte“ ist für uns alle etwas ganz Tolles.
‚Mitte‘ suggeriert Harmonie, Ausgeglichenheit, vielleicht auch Geborgensein, ‚Mitte‘ ist ein ganz positives Gefühl, weil wir ungerne zu den Extremen gehören wollen. Der Neoliberalismus hat diesen Mittebegriff neu besetzt, indem jetzt eigentlich mit „Mitte“ eine extremistische Position bezeichnet wird. Nämlich die extremistische Position eines Kampfes gegen Demokratie. Und die „Mitte“ ist sogar eine extrem fundamentalistische Position, weil sie einen Ausschließlichkeitsanspruch hat: Es kann keine Alternativen mehr geben. Die „Mitte“ ist eine extrem fundamentalistische Position mit einem Ausschließlichkeitsanspruch, übt aber auf uns eine gewisse Faszination aus. Wir gehen diesem Wort immer wieder auf den
Leim. Und Sie sehen, wie häufig dieses Wort als Attraktionsmittel in der politischen Rhetorik verwandt wird, und zwar immer im Kontext auch des neoliberalen Programmes.
Tony Blair: „a radical centre in which you are able to take decisions for the future of
the country“
Gerhard Schröder 1998: „Es gibt keine linke oder rechte Wirtschaftspolitik, sondern
nur eine gute oder schlechte Wirtschaftspolitik.“
Emmanuel Macron 2017: „ni droite, ni gauche“ (weder rechts, noch links)
Faschismus: „weder links noch rechts“
Die „radikale Mitte“ – auch eine interessante Wortschöpfung. – Es gibt gar keine Interessengegensätze mehr. Es gibt keine Interessengegensätze zwischen Unternehmer und Lohnabhängigem mehr. Es geht nur noch um ‚Vernunft‘, es geht nur noch darum, ‚rational‘ die besten Lösungsansätze zu finden. Es hat auch keinen Sinn mehr, gegen irgend etwas zu kämpfen, es geht nur darum, die ‚beste‘ Lösung zu finden, denn letztlich sitzen natürlich Unternehmer und Lohnabhängige im gleichen Boot, haben die gleichen Interessen, nämlich: die ‚besten‘ Lösungen zu finden. ‚Letztlich ziehen wir doch alle am selben Strang‘ – das ist die Ideologie, was ja irgendwie auch richtig ist, nur eben an unterschiedlichen Enden.
Interessanter ist hier noch der Punkt – das finden Sie heute ganz häufig -, dass jemand sagt: „ich bin weder rechts noch links“. „Links“, das heißt ja eigentlich für eine gerechte Verteilung und eine solidarische Gesellschaft – und „rechts“ heißt, nicht für eine gerechte Verteilung. Jemand, der weder rechts noch links ist, kann sich eigentlich nur damit noch retten, dass er sagt: „Naja, ich bin völlig apathisch!“
http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/171022-Mausfeld_Transkript_Landau_NDS.pdf
Der Einstiegspkt. ist auch recht interessant gewählt, der Molotow-Ribbentrop-Pakt, ein Nichtangriffsvertrag zwischen der Sowjetunion und dem Deutschen Reich. Warum es dazu kam steht in den Sternen oder woanders:
Samstag, 13. Oktober 2018, 15:45 Uhr
~5 Minuten Lesezeit
Die Geschichtsfälschung
Das Münchner Abkommen besiegelte das Schicksal der Tschechoslowakei und Europas.
von Hermann Ploppa
In der Schule wird uns erzählt, dass das Münchner Abkommen den kriegslüsternen Hitler besänftigen und den Weltkrieg so verhindern sollte. Doch wenn man weiß, dass Hitler einen Krieg in Richtung Osten vorhat, ist es dann logisch, ihm den Weg dorthin durch die Beseitigung des tschechoslowakischen Schutzwalls zu einem Spaziergang zu machen und ihm zusätzlich die Waffenkammer des kleinen hochmodernen Staates sowie die Rüstungsfabriken von Skoda zu überlassen?
(…)
Wenn man weiß, dass Hitler einen Krieg in Richtung Osten vorhat, ist es dann etwa logisch, ihm den Weg dorthin auch noch durch die Beseitigung des tschechoslowakischen Schutzwalls auf der Südseite des Erzgebirges wesentlich zu erleichtern? Hitler damit die Eroberung der restlichen Tschechoslowakei zu einem Spaziergang zu machen, und ihm zusätzlich die leichte Gelegenheit zu verschaffen, sich die relativ gut ausgestattete Waffenkammer des kleinen hochmodernen Staates anzueignen? Sich dazu obendrein die modernen Rüstungsfabriken von Skoda einzuverleiben?
Und wie kommen Großbritannien und Frankreich, die mit Argusaugen darauf achteten, dass die demokratische Weimarer Republik sich nicht wieder erholen konnte, dazu, dem Faschisten Hitler sämtliche Verstöße gegen das damals bereits geltende Völkerrecht, wie die Remilitarisierung des Rheinlandes, die Wiedereingliederung des Saarlandes sowie den Anschluss Österreichs, durchgehen zu lassen?
Nun, dazu muss man wissen, dass Italien, Frankreich und Großbritannien mit der frisch an die Macht geputschten Hitler-Diktatur bereits am 15. Juli 1933 den so genannten „Viererpakt“ abgeschlossen hatten. Es handelte sich also 1938 um jenes Quartett der damals in Westeuropa tonangebenden Mächte, das sich hier über die Tschechoslowakei hermachte.
Dieser kollektiv von allen vier Paktstaaten verübte Bruch des Völkerrechts ermutigte dann Polen und nachfolgend Ungarn, sich ihrerseits Teile aus der niedergestreckten Tschechoslowakei herauszuschneiden. Schließlich wurde noch die Slowakei von Rest-Tschechien abgetrennt und in einen Satellitenstaat der Nazis umgewandelt. Am 15. März verpasste die deutsche Wehrmacht der Rest-Tschechei den finalen Todesschuss.
Am selben 15. März 1939 sitzen im Rheinland die Spitzen der englischen und deutschen Wirtschaft, nämlich die Federation of British Industries und die deutsche Reichsgruppe Industrie, zusammen, um mit dem Düsseldorfer Stahlabkommen die bereits bestehenden Kartellvereinbarungen weiter zu vertiefen.
(…)
Neben der Tschechoslowakei war noch ein anderer Staat von den Münchner Verhandlungen ausgeschlossen gewesen, nämlich die Sowjetunion. Die UdSSR hatte einen Beistandspakt mit der Tschechoslowakei abgeschlossen. Ein Bündnispartner der Sowjets wenige Kilometer vor München war den Westmächten ein Dorn im Auge. Für die Sowjetunion wuchs mit der Frontbegradigung zugunsten Hitlers die Wahrscheinlichkeit, von Westen her angegriffen zu werden. Chamberlain hatte nicht Frieden gebracht, sondern den Krieg vor die Grenzen der Sowjetunion vorangeschoben und damit erheblich wahrscheinlicher gemacht. Mit der Zerschlagung der Tschechoslowakei war für Hitler der Weg zum Eroberungskrieg im Osten frei.
Nachbemerkung: Nach dem Zweiten Weltkrieg zerfiel die Tschechoslowakei im Jahre 1993 erneut in Einzelteile. Allerdings war das nicht der Wille der Bevölkerung dieses Landes. Vielmehr hatte das Parlament auf Betreiben des tschechischen Politikers Vaclav Klaus und seines slowakischen Kollegen Vladimir Meciar die gemeinsame Nation einfach aufgelöst in die zwei Teilstaaten Tschechien und Slowakei.
Der Tscheche Klaus ist glühender Verehrer von Maggie Thatcher, Ronald Reagan und Milton Friedman. Deren marktradikale Rezepte wollte er im Schockverfahren seinen Mitbürgern überhelfen. Was wiederum die Slowaken nicht wollten. Handfeste Gründe für eine Teilung gab es eigentlich nicht, wenn man von Streitigkeiten über die politisch korrekte Schreibweise des Staatsnamens absieht.
Doch auch die Slowakei nahm aus Sicht der marktradikalen Wanderprediger endlich Vernunft an, wie Kai-Olaf Lang von der transatlantischen Denkfabrik Stiftung Wissenschaft und Politik feststellt:
„Durch entschlossene Reformen sicherte sich die Slowakei nicht nur den Beitritt zur Europäischen Union. Beachtliche Investitionen kamen ins Land und die Slowakei wurde zu einer Hochburg der Automobilindustrie. Die Einführung des Euros wurde zudem zum finanzpolitischen Gütesiegel.“ (1)
https://web.archive.org/web/20181208123340/https://www.rubikon.news/artikel/die-geschichtsfalschung
Vlt. sollte noch ein Unterschied hervorgehoben werden. Die Faschisten, Hitler, Mussolini, Franco, Pinochet, etc., sind die Handlanger des Großkapitals, die sichtbare Faust gehörend zur unsichtbaren Hand des Marktes. Stalin (und Vergleichbare) war ein Gewaltmensch, der sich in den revolutionären Wirren an die Spitze gebissen hat und wie der Kapitalismus und seine Protagonisten, kaum mit den Zielsetzungen einer emanzipatorischen Gesellschaft in Einklang zu bringen ist.
Interessant ist, dass Merkel, als die zugab, dass Minsk II lediglich ein Täuschungsmanöver war, das Münchner Abkommen als Beispiel erwähnte.
Also, so ganz einverstanden bin ich mit einem Teil Ihrer Ausführungen nicht, obwohl ich Ihre Gesamtaussage absolut teile.
Im Münchner Abkommen wurde das Sudetenland geopfert, nicht die Tschechoslowakei.
Die Westmächte waren auf Frieden angewiesen, da ihr damaliger Rüstungsstand ungenügend war.
Der „Anschluss“ Österreichs ist ein anderer Fall, da streiten sich auch heute noch die Gelehrten, aber die überwiegende Mehrheit ist wohl dafür gewesen. 1918, nach dem Zusammenbruch der Donau-Monarchie, wollte „Deutsch-Österreich“ sich dem Deutschen Reich definitiv anschließen, dies wurde jedoch von den Siegermächten untersagt.
Nach dem Krieg nahm Österreich selbstverständlich die Rolle als Hitlers erstes Opfer gerne an; ein im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung höherer Prozentsatz an in den Holocaust involvierten Täter waren Österreicher, z.B. Odilo Globocnik und Franz Stangl.
Nach der deutschen Okkupation der „Rest-Tschechei“ und der Installation der Slowakei als deutschen Satellitenstaat (die waren dann bei „Barbarossa“ auch dabei ), begannen die Westmächte Gespräche mit Russland und gaben die polnische Garantieerklärung ab.
Die Gespräche mit Russland werden als „halbherzig“ eingestuft, was Stalin wohl ebenso empfand und dann mit Deutschland abschloß.
Wie gesagt, bis auf das Angeführte bin ich Ihrer Meinung, insbesondere Ihre Ausführungen über die „Mitte“ haben mir besonders gut gefallen! 👍
Ein schnoddrig geschriebener Artikel. Ich habe weder die Zeit noch die Lust das zu kommentieren. Aber hier mal ein Beispiel dafür wie eine beißend-ironische Geschichtsanalyse eine Sache wirklich auf den Punkt bringen kann:
https://ronpaulinstitute.org/tail-wags-dog/
Auf den ersten Blick keine schlechte Analyse. Aber: Worin sieht der Fanblock eines libertären US-Politikers wie Ron Paul die Lösung? Der Libertarismus ist es sicherlich nicht. Die Libertären sind die kleinen Brüder der Sozialdarwinisten und der Sozialdarwinismus war das ideologische Fundament der Nazis (= Nationalsozialismus).
Krieg ist die Krönung der kapitalistischen Marktwirtschaft. Seit wann sind Libertäre gegen den Kapitalismus aka „freie Marktwirtschaft“? Krieg schafft Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie, Krieg schafft Wirtschaftswachstum und Krieg verschafft vor allem den Aktionären der Rüstungsindustrie Gewinne in Milliardenhöhe.
Nach dem Zweiten Weltkrieg in den 1960er Jahren wuchs die Wirtschaft in Deutschland (West) zweistellig! Heute jubeln die bürgerlich-konservativen Wirtschaftsjournalisten von ARD, FAZ, SZ, WELT, ZDF usw. bereits, wenn die Wirtschaft um 0,2 Prozent wächst und nicht um 0,5 Prozent schrumpf. Voraussetzung für das zweistellige Wirtschaftswachstum in den 1960er Jahren war allerdings, dass Deutschland vorher in Schutt und Asche gelegt wurde. Wenn ein Land in Trümmern liegt, dann lohnt sich auch der Wiederaufbau. Ein unschöner Nebeneffekt dabei waren die vielen Leichenberge am Ende des Zweiten Weltkrieges.
Martin Sieffs Analyse war brilliant. Aber sie erschien auf einer Seite, die offenbar nicht „comme il faut“ ist. Derzeit ist es mir egal, ob die Katze nach links miaut oder nach rechts, Hauptsache sie miaut für den Frieden. Und in der Beziehung ist Ron Paul einer der besten, zumindest in den USA.
Man nehme Millionen Tote aus zwei Weltkriegen, rühre darin herum und laste sie Putin an. Hatte Stalin nicht auch schon Napoleon überfallen? Hatte sich nicht Hitler dieser Kommunist mit Russland gegen den freie Westen verbündet? Frau Schweitzer weiß jedenfalls bestens Bescheid. Nazis sind die Tanker die die Frühlingsblumen in Prag niederwalzten.
Aber es spielt auch überhaupt keine Rolle ob Putin nun ein Kommunist, ein Nazi oder irgendwie beides ist. Hauptsache er ist daran schuld und es gibt bald Krieg gegen Russland.
Rudolf Augstein hat das Eiserne Kreuz II Klasse und das Vewundetenabzeichen erhalten ? Das ist mir neu, alle Achtung, meinen Respekt hat er.
Ich verstehe den Spiegel.
Da sind Debattanten unterwegs, die das Geschehen in der Ukraine als Neuauflage des Unternehmes Barbarossa sehen. Leser meiner Beiträge wissen, dass ich dazu gehöre. Das ist derzeit eine radikale Meinung, aber der Spiegel sieht sich offenbar genötigt, dagegen zu halten.
Er muss den Kontrast zu damals möglichst stark heraus arbeiten. Wobei er sich nicht scheut, selbst den Stalin in freundlichen Farben zu beleuchten.
Überzeugt aber nicht.
„Wie blutig? Die Zahl wächst seit 1945 kontinuierlich an. Heute spricht der Kreml von 27 Millionen Toten, was bei Tankies gerne zu „27 Millionen Russen“ mutiert. Wissenschaftliche Zahlen hat eigentlich keiner, aber es ist klar, es sind sehr viele. Die Bevölkerung der UdSSR ging in dieser Zeit um mindestens 15 Millionen zurück.
Klar ist aber auch, diese Zahlen schließen die Opfer stalinistischer Säuberungen, wilder Erschießungen, Gulags und ethnischer Vernichtungskampagnen ein, die den kanadischen Historiker Timothy Snyder von „Bloodlands“ sprechen lassen.“
Na also! Es waren gar nicht so viele ermordete Untermenschen wie die russische Propaganda immer behauptet und Adi war auch nicht schlimmer als Stalin. Besonders wenn Snyder, ein wahrer Russenfreund das sagt, kann das nur stimmen.
Ganz ehrlich Frau Schweitzer, mit diesem Pamphlet scheiden Sie bei mir als lesenswerte Autorin gänzlich und für immer aus.
Einspruch!
Hitler war ein Diktator und Stalin war ein Diktator. Hitler war ein großer Terrorist und Stalin war ein großer Terrorist. Der große Unterschied ist: Der russische Diktator und Terrorist wurde nie demokratisch gewählt. Sie relativieren außerdem die Massenmorde und Gräueltaten indem sie sagen: Hitler hat 25.000.000 Menschen ermorden lassen, bei Stalin könnten es 100 mehr gewesen sein.
Im März 1933 haben 43,9 Prozent der ordentlichen, anständigen, aufrechten, ehrbaren, ehrlichen, fleißigen, sauberen, pflichtbewussten, pünktlichen, redlichen, rechtschaffenen und mehrheitlich „christlichen“ deutschen Wählerinnen und deutschen Wähler ihren eigenen Diktator und den bislang größten Terroristen der deutschen Geschichte gewählt. Weil 43,9 Prozent keine Mehrheit sind, haben dann ein paar Monate später fast alle Parteien (mit Ausnahme der damaligen SPD) im Deutschen Reichstag dem sogenannten „Ermächtigungsgesetz“ zugestimmt und sich selbst qua Gesetz abgeschafft. Das alles war formalrechtlich vollkommen legal, daran war nichts kriminell, wenn man vom undemokratischen und unsozialen Geist absieht, der dahinterstand.
1945 am und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnte bzw. wollte sich keiner dieser ordentlichen, anständigen, aufrechten, ehrbaren, ehrlichen, fleißigen, sauberen, pflichtbewussten, pünktlichen, redlichen, rechtschaffenen und mehrheitlich „christlichen“ Deutschen mehr daran erinnern.
„Hitler war ein Diktator und Stalin war ein Diktator. Hitler war ein großer Terrorist und Stalin war ein großer Terrorist. Der große Unterschied ist: Der russische Diktator und Terrorist wurde nie demokratisch gewählt. Sie relativieren außerdem die Massenmorde und Gräueltaten indem sie sagen: Hitler hat 25.000.000 Menschen ermorden lassen, bei Stalin könnten es 100 mehr gewesen sein.“
Und Putin errichtet neue Denkmäler mit Stalin, in Deutschland konnte ich noch mal ein Denkmal mit Blondie entdecken.
Man möchte der ansonsten durchaus geschätzten Autorin zurufen:
„si tacuisses, philosophus mansisses“
„Die meisten Opfer aber waren Ukrainer, darunter viele Kriegsgefangene, die von Stalins Mordhelfern umgebracht wurden, weil sie als Verräter galten.“, so die AutorIN.
Die Deutsche Schuld in dem Vernichtungskrieg gegen die UdSSR bemisst sich primär nach den durch Deutsche Landser ermordeten und massakrierter Bürger der UdSSR und an dieser Stelle MUSS vorab zur Richtigstellung der wohl bekannteste und renommierteste Historiker zu Worte kommen – Christian Hartman (dessen Forschungsergebnis auch Grundlage der offiziellen Zahlen der Bundesregierung sind https://www.bundestag.de/resource/blob/491608/1f7bc135d6f1f78241c7a6857c047f94/Ueberfall-auf-die-Sowjetunion.pdf):
Die „großrussische Bevölkerung“ galt im NS-Feindbild als der eigentliche Kern des „jüdischen Bolschewismus“ und der sowjetischen Staatsmacht. Während man in anderen Teilrepubliken (wie dem Baltikum oder Teilen der Ukraine) anfangs versuchte, die Bevölkerung durch vermeintlich mildere Behandlung zu spalten, traf der Vernichtungs- und Hungerterror das russische Kernland ab Sommer/Herbst 1941 mit voller, ungebremster Härte.
Das AALEP der EU, das sich insbesondere der Transparenz und Kompetenz verpflichtet hat, veröffentlichte folgende Opferzahlen aufgeschlüsselt nach heutigem Staatsgebiet, die das zuvor gesagte nur bestätigt:
Russland: 13.950.000
Ukraine: 6.850.000
Belarus: 2.290.000
..
(s. https://www.aalep.eu/deaths-soviet-republic-world-war-ii)
Diese Schuld darf niemals relativiert werden und das ist ganz nebenbei gemäss §130 Abs. 3 StGB auch durchaus von strafrechtlicher Relevanz:
„Strafbar macht sich, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art (Völkermord/Holocaust) öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost“
Wenn nix mehr geht, wird § 130 hervorgekramt, oder zum polieren von Stolpersteinen aufgefordert. Ist das Sommerloch nun voll, oder geht da noch was ?
Es ist und bleibt wichtig festzustellen, dass Doppelmoral und Doppelstandards auch bereits in die Deutsche Justiz Einzug gehalten haben!
Derartige Relativierungen im Falle Holocaust hätten schon längst die Staatsanwaltschaft aktiv werden lassen. Doch wenn gegen Russland und die „Russen“ permanent in Dauerschleife gehetzt wird und ganz analog wie1941 Merz Russland gar in einem »Zustand der tiefsten Barbarei« sehen will, so schweigt die Staatsanwaltschaft, so wie Merz zu dem von der UN festgestellten Völkermord in Gaza schweigt, für den er nur weiter willig die Waffen liefert und EU-Sanktionen verhindert.
Das IGH hingegen scheint wesentlich objektiver und ermittelt aktuell wegen „Beihilfe zu Völkermord“ gegen Deutschland – eine himmelschreiende Schande für Deutschland, die auch sicherlich mit verantwortlich für die Niederlange Deutschland’s bei der UN-Sicherheitsrat Wahl war.
Es ist langsam völlig unerträglich täglich sehen und hören zu müssen, wie unsere Regierung die Geschichte vor 90 Jahren, wie damals vom Revanchismus getrieben, erneut wiederholen will. Nur ist Russland nach den letzten drei gescheiterten Invasionsversuchen Westeuropas heute mit 6500 Atomsprengköpfen und Nicht abfangbaren Hyperschallraketen (Oreschnik) geschützt und auch bereits sich gegen den vierten Versuch erfolgreich zu verteidigen, was aber natürlich mit der totalen Zerstörung Deutschlands einhergehen wird.
Danke für Ihren Hinweis auf ein Verfahren, welches gg. DE wg. Beihilfe um Völkermord läuft. Angestrengt wurde es von Nicaragua, welchem zwischenzeitlich das Geld ausging. Es wurde dann von Südafrika unterstützt, so daß der Prozeß weitergeführt werden kann. Für mich wahrscheinlicher ist, daß die BR Nicaragua massiv bedroht hat. Nicaragua hat daraufhin seine Botschaft in Berlin geschlossen. – Die Sache wird im Land der Tugend absolut totgeschwiegen.
Es ist und bleibt wichtig festzustellen, dass Doppelmoral und Doppelstandards auch bereits in die Deutsche Justiz Einzug gehalten haben!
S. z.B Umgang mit Pro-Palästina Bekundungen, die auch von UN-Sonderberichterstatterin Kahn kritisiert wurden, oder aber die tägliche „Russen“-Hetze …
In Weißrußland geht man mittlerweile von >3 Mio Toten aus, damit 1/3 der Einwohner.
Quelle: E. Peli, Das verbrannte Dorf“, Berliner Zeitung, aktuelle Printausgabe
Was für ein lustiger Beitrag wieder von Frau Schweitzer, ich hätte gerne gelacht, weiß aber nicht, wo. Dabei hat sie es gesagt, im »Soiegel«, doch da ist das gleiche ratlose und unamüsierte Gesicht wie gestern.
Und hier der obligatorische kleine praktische Hinweis für die Feind-Finder: Schaue nicht rechts oder links, Osten oder Westen, vorher oder nachher – schau immer nach oben, jetzt.
„Schaue nicht rechts oder links – schau immer nach oben.“
Ist das Oben links oder rechts? Ich möchte schon wissen, in welche Richtung genau ich blicken sollte, um es zu lokalisieren. Und in welche Richtung sollte ich blicken, um das Unten zu finden -nach rechts oder nach links?
Wie und wo Sie »das Unten« finden können?
Da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen, vielleicht dort, wo Sie aufstrebende persönliche Konkurrenz sehen?
Beim »Oben« gibt es keine Horizontale. Stellen Sie es sich als Pyramide vor, es ist immer ein Punkt, egal von welcher Richtung Sie schauen.
Sollten Sie die Spitze der Pyramide erreicht haben, schauen Sie sich selbst an und nur sich selbst.
(Modifizierte Version wegen LLM-Tod)
Wer die Zukunft in der Vergangenheit sucht, findet sich in einem Irrgarten der Macht wieder.
Man stößt auf Denkmäler und Figuren zerstörerischer und kriegerischer Gewalt, die von den einen verherrlicht und von den anderen verteufelt werden. Wenn das dann nicht so passt, wie man es selbst einordnen will, dann heißt es plötzlich wie hier im Artikel als Begründung, weil sie: „keine andere Wahl hatten“.
Das mag zutreffend sein, gilt aber auf keinen Fall für Deutsche im 2. WK.
Grundsätzlich ist das Nebensache, denn wer die weitere Vergangenheit braucht, um sein gewalttätiges Handeln heute zu rechtfertigen, denkt nicht daran, eine erstebenswerte friedliche Zukunft zu schaffen.
Wer eine menschenfreundliche, friedliche Zukunft will, muss die Geschichte überwinden und darf sie nicht zum Maßstab der angestrebten Zukunft machen, sondern muss sie als Warnung begreifen und neue Wege gehen.
PS: Nur Lebensmüde kommen auf die Idee, einen Porsche auf der Autobahn bei hohem Tempo nur durch den den Blick in den Rückspiegel zu steuern.
Was muss man geraucht haben um diese Spiegel-Recherche mit den Tankies zu framen?
Ständig wird bei bestimmten Kommentatoren Deutschland die Aufarbeitung abgesprochen, und wenn dann aufgearbeitet wird dreht Frau Schweitzer ab und fabuliert von Tankies.
Wow, das Zeug muss wirklich gut sein.
Um in der Wehrmacht Leutnant zu werden musste man definitiv nicht NSDAP Mitglied sein. Selbst der persönliche Referent von Göbbels war kein Parteimitglied bzw. in den frühen 30ern wieder ausgetreten.
Ein Artikel um sich das overton Magazin abzugewöhnen. Ich bekomme einen Kotzreiz bei diesen Naziverdrehungen der Geschichte. Hier musste ich schon aufhören:
Die meisten Opfer aber waren Ukrainer, darunter viele Kriegsgefangene, die von Stalins Mordhelfern umgebracht wurden, weil sie als Verräter galten.
Dreht die overton Redaktion frei?
Ja Ich muss auch sagen, was Frau Schweizer da schreibt erinnert stark an die vielfach kritisierten und auch wiederlegten Geschichten einer Ann Applebaum (Red Famine)..
Mfg Makrovir
Dann ist meine Tante E. wohl eine Tankerin. Sie behauptete, dass die Trecks auf der Kurischen Nehrung von US Amerikanischen Tieffliegern beschossen wurden. Ich war damals von der Mentalität her ein wenig so wie Frau Schweitzer, aber nur ein wenig, und sagte liebe Tante, du meinst, dass du von Russischen Tieffliegern beschossen wurdest. Sie sagte nein, Flugzeuge, vermutlich Mustangs, mit US Hoheitsabzeichen seien es gewesen. Sie kamen knapp zu spät um noch die Gustloff vor ihrem Untergang zu besteigen. Jemand wie Frau Schweitzer, wird jetzt vielleicht denken, die kamen wegen der Tiefflieger verspätet zur Gustloff und überlebten daher. So selbstlos hätten die Russen bzw. die SUler sich nie verhalten.
Warum US Jagdflugzeuge so weit östlich waren? Vermutlich Geleitjäger, die Bomberverbände auch bis nach Gotenhafen geleiteten, denn da trafen sich viele Menschen auf der Flucht. Wenn die Bomben abgeworfen waren, gab es dann als Belohnung die freie Jagd für die Jagdflieger. Leere Bomberverbände wurden von den Deutschen nicht mehr bekämpft.
Ich finde den Spiegel schon extrem russophob, bellizistisch und rechts, allerdings woke getarnt. Wo Frau Schweitzer steht, vermag ich gar nicht mehr zu erkennen. Irgendwo tief im Geschichtsrevisionismus?
Dann ist meine Tante E. wohl eine Tankerin. Sie behauptete, dass die Trecks auf der Kurischen Nehrung von US Amerikanischen Tieffliegern beschossen wurden. Ich war damals von der Mentalität her ein wenig so wie Frau Schweitzer, aber nur ein wenig, und sagte liebe Tante, du meinst, dass du von Russischen Tieffliegern beschossen wurdest. Sie sagte nein, Flugzeuge, vermutlich Mustangs, mit US Hoheitsabzeichen seien es gewesen. Sie kamen knapp zu spät um noch die Gustloff vor ihrem Untergang zu besteigen. Jemand wie Frau Schweitzer, wird jetzt vielleicht denken, die kamen wegen der Tiefflieger verspätet zur Gustloff und überlebten daher. So selbstlos hätten die Russen bzw. die SUler sich nie verhalten.
Warum US Jagdflugzeuge so weit östlich waren? Vermutlich Geleitjäger, die Bomberverbände auch bis nach Gotenhafen geleiteten, denn da trafen sich viele Menschen auf der Flucht. Wenn die Bomben abgeworfen waren, gab es dann als Belohnung die freie Jagd für die Jagdflieger. Leere Bomberverbände wurden von den Deutschen nicht mehr bekämpft.
Ich finde den Spiegel schon extrem russophob, bellizistisch und rechts, allerdings woke getarnt. Wo Frau Schweitzer steht, vermag ich gar nicht mehr zu erkennen. Irgendwo tief im Geschichtsrevisionismus?
Koennten ja P37 Air-Cobra gewesen sein – von den Russen geliebtes Flugzeug aus dem Lend-Lease Programm.
Die Gustloff war doch auch mehr als 1000 Soldaten, oder nicht? Die waere auch von den Briten oder Amerikanern nicht verschont worden. Odr vielleicht doch, weil es keine Japaner waren?
Lieber signorRossiSuchtDasGlueck, was gegen Ihre These von den P37 Cobra spricht, warum sollten die mit US Amerikanischen Hoheitsabzeichen geflogen sein. Dazu bestand zur damaligen Zeit nicht die geringste Notwendigkeit.
Des weiteren, als ehemaliger Privatpilot und Kind meiner Zeit, hatte ich regen und relativ fachmännischen Austausch über die Dinge, die sich damals im Krieg und insbesondere im Luftkrieg abgespielt hatten. Das war nur zugegeben ein Ausschnitt und bildet daher nicht alles ab.
Ich kann noch auf Originalaussagen zweier Piloten des Geschwaders Bölke HE 111 zurückblicken. Einer, so genannte Volksbesatzung. „Kein Offizier an Bord“.
Die haben Respekt gehabt vor dem Mut und der Opferbereitschaft ihrer russischen Kollegen zu Beginn der Operation Barbarossa, bevor sie selbst zu Gejagten wurden. Die haben zu Beginn des Unternehmens Barbarossa sogenannte Zerstörereinsätze geflogen. Mit kleinen Bomben relativ tief und mit Bordwaffen auf alles was man für lohnenswert hielt.
Meine Vorfahren haben die Tieffliegerangriffe der Amerikaner als Terrorangriffe gegen die Zivilbevölkerung im Gedächtnis behalten.
Von einem meiner ehemaligen Arbeitskollegen weiß ich, dass er als Kind ins Lipperland evakuiert war und er mit seinen Kumpanen sich einen Spass daraus machten Amerikanische Tiefflieger anzulocken und sich dann in eine Deckung zu schmeißen.
Im Übrigen bin ich dankbar für die Geschichten aus dem 2. Weltkrieg, die ich von meinen Vorfahren aus 1. Hand erfahren habe.,
Bis auf meinen unseligen Großonkel aus kolonialer Vorzeit des Kaiser Wilhelms, der im Boxeraufstand in China eingesetzt war, kann ich nichts bellizistisches der Moderne vorweisen.
Wir sind eine Familie mit extrem hohen soldatischen Anteilen bis heute. Nie bellizistisch!
Aber unter so einer politischen Führung werde zumindest ich keinen Finger mehr krumm machen. Und ich bin da gemessen am Durchschnitt immer noch sehr gut drin und fürchte mich auch nicht vor Mikroaggressionen. Vor dem Eierfühlen des Musterungsarztes. Ob der noch bei mir etwas aussagekräftiges findet, weiß ich nicht.
Ich liebe Kolbentriebwerke bei Jagdflugzeugen des WK 2 und mir geht emotional schon einer ab, wenn eine DC3 im Originalzustand angelassen wird. Das sind zwar nur Pratt & Whitney und keine Jumos, aber der Klang ist einfach phantastisch.
Gehab Dich gut!
Ein Beitrag von unglaublicher Arroganz und Einseitigkeit! Als ehemalige Redakteurin beim Tagesspiel war auch kaum etwas anderes zu erwarten gewesen.
Die geistige Nähe zu dem ehemaligen Redaktionskollegen Ch. von Marschall, eines ausgesprochenen “Russlandexperten“ mit
russophoben Ansichten und oftmals sehr einseitigen Betrachtungs-weisen von Zusammenhängen und Tatsachen, ist unverkennbar.
Wo bleibt in diesen Beitrag die für eine ausgewogene Betrachtung notwendige Einbeziehung der amerikanischen Verbrechen, die durch Amerikas Kriege und Regime Changes begangen wurden? So sind die USA, durch Angriffe auf andere Länder seit dem zweiten Weltkrig, für den Tod, militärische und zivile Opfer, für geschätzte 20 bis 30 Millionen Menschen verantwortlich. (Rainer Mausfeld “Warum schweigen die Lämmer“, z. B. allein nur für Korea ca 4 bis 6 Millionen Tote, Vietnam 6 bis 8 Millionen Tote.)
Ich kann mich definitiv nicht mit der Relativierung der Verbrechen Stalins anfreunden. Deren Irrsinn, dem blutigen Amoklauf irgendeine historische oder politische Notwendigkeit anzudichten, halte ich auch für infam. Auch wenn in Rechnung zu stellen ist, dass nach der Oktoberrevolution nahezu die gesammte Westliche Welt bewaffnet ins Land einfiel, um die Revolution in ihrem Blut zu ersäufen. Ich habe viele Male festgestellt, dass im Westen Sozialisierte das nicht mal wissen. Die Autorin eher auch nicht. Ich weiß nicht, ob ohne die Intervention so was wie Stalin und seine Bestien vom Schlage Jechows oder Berijas möglich gewesen wäre. Ich kann das letztendlich nicht beantworten bin aber sehr sicher, dass der Terror nach Intervention und Bürgerkrieg, dass der Gulag linker emanzipatorischer Bestrebung unendliche geschadet hat. Vermutlich irreversibel.
Das politische System im Osten hat sich daran wie frei machen können und blieb bis zum Schluss eine illegitime Bonzenherrschaft.
Das wird auch nicht dadurch anders zu beurteilen sehen, wenn wir Zeitzeuge der Etablierung eines weltweiten technokratischen digitalen Kapitalismus werden. Dass es keine ernsthafte wirkungsmächtige Alternative mehr gibt, ist eben auch in den Kellern der Ljubljanka verursacht worden.
Dass die Autorin vom Gegenstand ihres Textes nicht wirklich viel weiß, wurde in den Kommentaren schon häufig angerissen. Es ist letztendlich geradezu zwangsläufig, wenn man so sozialisiert wurde. Dass die bürgerliche Geschichtsdeutung nicht mal groß die Richtung ändern muss, wenn sie nun gegen Russland es die Gräben steigt, ist offensichtlich. Trotzdem gab es mal eine Zeit, in der auch diese Zeitgeisthuren es nicht gewagt hätten, die Opfer des faschistischen Rasse – und Vernichtungskrieges einfach aufs Konto der Sowjetunion zu übertragen. Das blieb früher nackten Hardcore – Nazis vorbehalten. Das Leugnen der Shoa ist strafbar, das Leugnen des Planes Barbarossa wird bald vorgeschrieben. Man kann dagegen nicht mehr anschreiben. Es ist zuspät und der hier vorgelegte Text ist nur Symptom nicht Ursache.
Ganz am Rand nur noch der Hinweis, der KB, den die Autorin mit in die Reihe der Gescholtenen aufnimmt, war immer, bis zu seiner Auflösung 1991, konsequent antisowjetisch.
Vielleicht nicht wichtig, aber das ist wirklich kein Geheimnis.
Da im Artikel die Enkel von Parteimitgliedern und der Molotow-Ribbentrop-Pakt erwähnt werden, möchte ich Sie an ein prominentes Mitglied der russischen politischen Elite erinnern – Molotows Enkel. Es handelt sich um Wjatscheslaw Nikonow, Mitglied des russischen Parlaments und einer der Vorsitzenden des Parlamentsausschusses für internationale Angelegenheiten. Die glanzvolle Vergangenheit seines Großvaters trägt maßgeblich zur Karriere dieses herausragenden Staatsmannes des modernen Russlands bei. Von psychischen Traumata ist keine Rede.
Und im fehlenden (oder nicht sichtbaren) Trauma sehen Sie einen Nachteil? Ist das Gegenstand eines Vorwurfs oder die (noch unbewiesene) Vorteilsnahme des „großen Namens“?
Gut. Jetzt kann man Frau Schweitzer noch besser verorten. Sie argumentiert mit der Ausschwi… ähm Stalingr… ja also wie auch immer-Lüge.
Der Artikel hier sagt wenig über die jüngere Russische Geschichte aus und nahezu nichts über das heute Russland.
Aber er sagt sehr viel darüber aus tief Russpophobe „Propaganda“ in die Köpfe der Menschen eingedrungen ist.
Tatsächlich kann Stalins Machtpoltik kaum als Beispiel eine „Russischen“ Poltik von Unterstückung etnischer Minderheiten gedeutet werden.
Stalin war Georgier, nicht Russe, sein „Kettenhund“ Beria war ebenos Georgier, sogar von einer kleinen ethnischen Minderheit. Sein Nachfolger der den Stalinismus beendete, Chrustschow, war unter Stalin in das Poltikbüro aufgestiegen und ebenso kein Russe sondern Ukrainer.
Stalins Poltik hatte Ziele, Machterhalt und Sicherung, Industrialisierung um jeden Preis auch und gerade mit burtalem Zwang. Das sagt sehr viel über KP der UDSSR im allgemeinen aus aber wenig über bsonderheiten etnischer Russen in der Poltik der UDSSR.
Das ist auch allegemein bekannt, Zitat Wikipedia:
„Zudem begann eine Phase der Industrialisierung sowie Kollektivierung in Verbindung mit einer Entkulakisierung, was zu einer rapiden Transformation der UdSSR von einer Agrar- zu einer Industriegesellschaft führte. “
Eine volkswirtschaftliche Transformation die gemessen an den Zahlen sehr erfolgreich war, brutal mit Massenmorden erkaufter „Erfolg“ zwar, aber Erfolg.
1923 war die UDSSR ein Agrastaat fast ohne Industrie der seinen eingene Bevölkerung nicht ernähren konnte.
Die Lebensmittel waren schon vor der Kollektivierung knapp, wegen einer Ladwischaft die sich seit dem Mittelalter kaum weiterentwickelt hatte.
1939 war die UDSSR ein Industriestaat mit hoher Industrieproduktion und ausreichender eigener Lebensmittelversorgung.
Die Kulaken wurden Opfer einer gewaltsammen Kollektivierung der sie im Wege standen und weil sie als Feinde der Kollektivierung betrachtet wurden.
Die UDSSR unter Stalin war nicht auf „imperialistiche Expansion“ oder „Revolutions-Export“ angelegt, sonder auch festigung der Macht „nach innen“ und poltische Stärke durch Industrialisierung.
Auch das ist eigentlich allgemein bekannt, Zitat Wikipedia:
„Unter Stalins Führung wurde das Konzept des Sozialismus in einem Land zum zentralen Grundsatz der neuen sowjetischen Gesellschaft!“
„Revolutions-Export“ wollten Leute wie Trotzki, nicht Stalin. Trotzki wurde von Stalin beseitigt, erst aus der Partei entfernt dann in seinem Exil ermordet.
Den Molotow-Ribbentrop-Pakt (auch Hitler-Stalin-Pakt) als Beleg für Ähnlichkeiten von 3.-Reich und UDSSR umzudeuten ist Geschichtsfälschung.
Der Molotow-Ribbentrop-Pakt ist Teil einer Poltik Stalins, somit der UDSSR, mit einem Deutschland umzugehen das recht offen UDSSR/Russland zum ideologischen Erzfeind erklärt und darüber fabuliert große Teile davon als „Lebensraum im Osten“ zu annektieren.
Der Molotow-Ribbentrop-Pakt und letztlich die Besetzung von Teilen Polens und der Balten war Teil einer 3-Fach-Strategie sich Sicherheits vor einem Angriff Deutschlands zu verschaffen, aber kein ideolotischer Selbstzweck.
Die Kombination dieser 3 Ansätze:
1.) Der „dritte-Reich“ auf Abstand halten, nicht weiter als West-Polen (gesichert durch die Rote-Armee in Ost-Polen)
2.) Appeasement durch Rohstofflieferungen an das Dritte-Reich (viele Russisch-Deutsche Lieferverträge)
3.) Das Dritte-Reich durch hochrüstung der Roten-Armee von dem Anriff auf Russland abschrecken den Hitler ideologisch will (siehe „Mein Kampf“ und Hitlers „Denkschrift zu 4-Jahres Plan 1936“).
Stalin war von seiner Strategie wohl recht überzeugt und wollte den Angriff Deutschlands am 22.06.1941 erst nicht wahrhaben. Das die „Abschreckung“ nicht wirkte soll auch damit zusammenhängen das Russland im Winterkrieg 1940 gegen Finnland viel schwächer erschien als eigentlich erwartet.
Die historische Einordnung des Sieges der UDSSR über das 3.Reich ist übrigens recht gleich in großen Teilen der Ex-UDSSR-Staate, in Weisrussland und auch in der Ost-Ukraine.
Was eigentlich aus der politischen Allgemeinbildung bekannt sein sollte und wahrlich kein „Expertenwissen“ ist steht selbst bei Wikipedia, Zitat aus Wiki-Artikel „Unternehmen Barbarossa“:
„Hitler hatte einen Eroberungs- und Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion schon 1925 in seiner Programmschrift Mein Kampf zum Hauptziel seiner Außenpolitik erklärt. Er begründete diesen mit dem unvermeidbaren weltgeschichtlichen Kampf der „arischen Rasse“ gegen das „Weltjudentum“, dessen extremste Herrschaftsform der „Bolschewismus“ sei. Dort zeige sich „der Jude“ als „Völkertyrann“, so dass man nur beide zugleich bekämpfen könne.
Folglich komme ein Bündnis mit der Sowjetunion nicht in Frage; man könne „nicht den Teufel mit dem Beelzebub austreiben“.“
„Hitler legitimierte diese Perspektive mit zwei Annahmen: einer rassischen, daher auch politischen und militärischen Unterlegenheit der angeblich von den Juden beherrschten Slawen, so dass die Sowjetherrschaft „reif zum Zusammenbruch“ sei, und einer Bereitschaft Großbritanniens, Deutschlands vorherige Eroberung Frankreichs zu akzeptieren und es dann im Kampf gegen die Sowjetunion zu unterstützen. “
„1928 bekräftigte Hitler in seinem „Zweiten Buch“: Da Deutschland seinen Lebensraum dauerhaft nur im Osten finden könne, habe ein Bündnis mit der Sowjetunion keinen Sinn“
„Hitler bekannte sich auch nach seiner Machtergreifung 1933 wiederholt öffentlich wie intern zum Ziel eines großen Eroberungskrieges im Osten. Am 3. Februar 1933 erläuterte er sein Lebensraumkonzept den Befehlshabern der Reichswehr, die ihrerseits ähnliche Konzepte vertraten (siehe Liebmann-Aufzeichnung). “
„In zwei großen Reichstagsreden 1937 und 1938 erklärte er, er führe unerbittlich den Kampf gegen den „jüdischen-internationalen Moskauer Bolschewismus“
„Den am 23. August 1939 beschlossenen Hitler-Stalin-Pakt verstand Hitler nur als befristetes taktisches Manöver für den Überfall auf Polen und den Krieg gegen Polens“
„Nach Nicolaus von Below erklärte Hitler am 31. August 1939, dem Vorabend des Angriffs auf Polen, im kleinen Kreis: Sein „Angebot an Polen“ – gemeint waren deutsche Vorschläge an Polen bis März 1939, sich als „Juniorpartner“ (abhängiger Satellitenstaat) mit Deutschland gegen die Sowjetunion zu verbünden – sei ehrlich gewesen. Denn seine außenpolitische Aufgabe bleibe, „den Bolschewismus zu zerschlagen“: „Alle anderen Kämpfe dienten nur dem einen Ziel, sich den Rücken für die Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus freizumachen.“
Das war dem sowiertsichen Geheimdienst zumindest im Grundsatz alles bekannt, auch und gerade das Deutschland versucht hat Polen als Verbündeten gegen Russland zu gewinnen.
Und vor diesem Hintergrund — mit diesem Wissen — hat die UDSSR sich zu der obenstehende 3-Fach-Strategie entschieden.
1.) Deutschland nicht bis an die eigene Grenze kommen lassen sonder mit dem Hitler-Stalin-Pakt Polen teilen.
2.) Deutschland mit Appeasment-Poltik, Hitler-Stalin-Pakt, und vielfache für Deutschland vorteilhafte Rohstoff-Lieferverträge realpoltische Vorteile bieten.
3.) Deutschland duch hochrüsten der Roten Armee abschrecken.
Der Hitler-Stalin-Pakt war von russicher Seite weder ideologisch noch imperalistische motiviert sondern skurpellose auch brutal „Realpoltik“ mit dem Ziel Deutschland durch bieten realpolitischer Vorteile von einem rein ideologisch motivierten Angriff auf die UDSSR ab-zu-halten.
Von Deutscher Seite war der Hitler-Stalin-Pakt ebensoweig „ideologisch“ motiviert sonder Ablenkung und Zeitgewinn um den Krieg gegen Russland zum für deutschland besten Momant anfangen zu können, also nach der Niederlage Frankreichs (kein zwei-Fronten Krieg).
Und in den Reden und Internen Schriften ist der „Feind“ meist mit „Russland“ benannt seltener UDSSR.
Weil es ideologisch in der eigenen Wahrnehmung gegen Russland ging.
Was Propagandisten und Geschichtsrevisionäre wie E, Schweitzer natürlich verschweigen: Hätte es München 1938 mit serinen bekannten Folgen nicht gegeben, dann hätte es auch wahrscheinlich keinen Molotow-Ribbentrop-Abkommen gegeben. So gaben die Westmächte erst deutlich zu erkennen, dass die Rollbahn Richtung Osten freigemacht wurde, was dann mit dem gemeinsamen Überfall Deutschlands und Polens auf die Tschechoslowakei Gestalt annahm.
Ich habe Overton auf Trustpilot bewertet. Sie können das hier nachlesen: https://at.trustpilot.com/review/overton-magazin.de