Die AfD vor den Toren

MAGA
James McNellis from Washington, DC, United States, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Deutsche Wahlen in Amerika.

Alle haben Angst vor der AfD. Alle? Nein, es gibt eine politische Gruppierung in den USA, welche die noch relativ junge, rechtspopulistische deutsche Partei für ihre Brüder im Geiste hält: Die Republikaner. Genauer gesagt, die MAGA-Republikaner, der Flügel, der mit Donald Trump zu einer ähnlichen Zeit und aus ähnlichen Gründen, wie der Aufstieg der AfD begann an die Macht gekommen ist.

Dabei ist es weniger Trump selber, der die AfD hofiert; eher hält JD Vance seine schützende Hand über die Partei, wenngleich meist im Hintergrund. Sekundiert wird er von Elon Musk, der einmal twitterte: „Nur die AfD kann Deutschland retten.“ Natürlich ist es nicht sicher, ob Vance Präsident wird, es gibt noch Marco Rubio und wer weiß, vielleicht berappeln sich sogar die Demokraten noch. Aber trotzdem.

Weidel zeigt sich USA-kritisch

Es war bisher meist Vance, der sich einmischte, wenn er glaubt, die Meinungsfreiheit von Amerikanern, rechten Amerikanern natürlich, werde von woken Europäern bedroht. Das geschah zuletzt bei Nathan Cofnas, der die Plagiatsvorwürfe gegen den schwarzen, britischen Cambridge-Professor Jason Arday losgetreten hat und den die Universität von Gent daraufhin freistellte. Trump hingegen interessiert sich nur dafür, ob Amazon und Meta in Europa genug Geld verdienen.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz vom Februar 2025 stellte sich Vance offen hinter die AfD und sprach sich gegen den „Feuerwall“ aus, das Koalitionsverbot mit anderen Parteien, das die sich selbst auferlegt haben. Die deutschen Grenzen zu sichern sei ja so furchtbar gefährlich, spottete er. Und, fuhr er im Ernst fort, die Unterdrückung der Meinungsfreiheit sei gefährlicher als Russland und China.

Vance traf sich damals auch mit Alice Weidel, der in der Schweiz lebenden AfD-Vorsitzenden. Sie haben durchaus einiges gemeinsam; Weidels Ehefrau stammt aus Sri Lanka, während Vance mit einer indischstämmigen Frau verheiratet ist. Vor allem aber proklamieren beide eine harte Antiimmigrationslinie, insbesondere gegen Moslems, was in den USA nicht nur bei Republikanern eine breite Mehrheit findet.

Dabei ist Weidel durchaus USA-kritisch, was sie erkennen ließ, als sie mit The American Conservative sprach. Die Zeitschrift wurde von Pat Buchanan gegründet, der frühere Pressechef von Ronald Reagan und ein führender Kopf der „Paleokonservativen“. Das ist der alt-rechte Flügel der Republikaner, der sich gegen die Israel-nahen, kriegsfreundlichen Neokonservativen positioniert hat, die während der Präsidentschaft von George W. Bush die Partei dominierten.

In dem Interview nannte Weidel Deutschland eine „Kolonie des amerikanischen Imperiums“, was sich etwa an dem Anschlag auf die Gasleitung Nord Stream gezeigt habe, ein russisch-deutsches Projekt, gegen das die USA immer heftig opponiert hatte. Deutschland sei es besiegtes Land, ein Land von Sklaven, das Militär unfähig und gewiss keine Hilfe im Krieg um die Ukraine. Dass Amerika von Deutschland erwarte, in seinen Kriegen zu kämpfen, sei ohnehin völlig unrealistisch, meinte sie. Falls das aber doch geschehen sollte, dann werde Deutschland danach seine Freiheit einfordern — mithin den Abzug aller amerikanischen Truppen.

Mit Merz wird Trump nicht warm

Aus der Sicht von Vance ist das kein Affront: Auch Vance ist kein Fan des ukrainischen Staatschefs Selenskij. Und es gab immer eine starke Strömung unter Konservativen in den USA — echten Konservativen, nicht in der Wolle gewaschen Neocons —, US-Truppen aus Deutschland abziehen zu wollen.

Die AfDler sind nicht die einzigen Rechtspopulisten aus Europa, die bei Republikanern beliebt sind. Trump konnte einst gut mit Giorgia Meloni, der italienischen Ministerpräsidentin, aber sie hat ihm wohl einmal zu oft widersprochen. Auch Frankreichs Marine Le Pen war unter Republikanern populär, aber da es mehr als offen ist, ob sie überhaupt antreten darf, hat das dem einem Dämpfer versetzt.

Auch Nigel Farage, der Führer der britisch-libertären Reformpartei, war ein MAGA-Unterstützer ersten Stunde, als er mit Kampfgefährten wie Steve Bannon für den Brexit kämpfte. Und die Getreuen von Viktor Orban gingen bei den Young Republicans in New York ein und aus. Orban gibt es nicht mehr. Der Neue, man wird sehen. Und die Russland-Anrainerstaaten; Litauen, Finnland, selbst die rechten Schwedendemokraten trauen Trump nicht, und wie man im Irankrieg sieht, mit Recht.

Also die AfD. Die AfD steht kurz davor, ein Bundesland zu übernehmen; vielleicht. Auch deren Vertreter sind in Amerika keine Fremden. Hochrangige Mitglieder der AfD waren auf eine Trump-Gala im vergangenen Jahr in New York. Friedrich Merz hingegen, mit dem werden weder Trump warm, noch Vance, eigentlich ohne rechten Grund. Merz ist nicht Angela Merkel, er ist amerikanisch sozialisiert, so wie Annalena Baerbock. Dass er bei dem Finanzriesen BlackRock war, sollte aus Trumps Sicht zu seinen Gunsten sprechen. Aber das tut es nicht.

Die ewigen Bande zwischen der CDU und den Republikanern gehen auf zwei Männer zurück, Konrad Adenauer und John Foster Dulles. Dulles, der ältere Bruder des legendären CIA-Chefs Allen Dulles und Dwight D. Eisenhowers Außenminister. Er war ein konservativer, antikommunistischer katholischer alter Knochen, auf dessen Konto viele amerikanische Interventionen gingen, von Südamerika bis Iran.

Die Ossis waren die Guten aus US-Sicht

Adenauer war für die Eisenhower-Regierung ein Gottesgeschenk; denn die USA waren dringlichst auf der Suche nach Anti-Nazis, die weder Kommunisten, noch Sozialisten, noch Sozialdemokraten waren. Die alte Zentrumspartei, die 1933 für das Ermächtigungsgesetz gestimmt hatte, hatte sich diskreditiert. Adenauer aber war unter den Nazis im Knast gesessen, und somit protegierte Dulles ihn ins Kanzleramt.

Die Demokraten taten sich viel schwerer, politische Freunde in Deutschland zu finden, was aber zunächst keine Rolle spielte, denn die CDU blieb fest im Sattel. Das änderte sich erst mit Willy Brandt, und auch nicht für sehr lange. Derweil haben die liberalen demokratischen Medien im Kalten Krieg jede rechte Minipartei als neue NSDAP hochgejazzt, begleitet von ständigen Warnungen von einem Vierten Reich.

Für die links-liberale amerikanische Öffentlichkeit stand ganz Westdeutschland unter Nazi-Verdacht — Österreich allerdings nicht —; hingegen war die DDR aus deren Sicht das bessere Deutschland. Noch weit nach der Wende hielt die New York Times bei jedem innerdeutschen Konflikt daran fest, dass die Ostdeutschen die Guten sind und bedauerten die armen Ossis, die vom Westen zwangsadoptiert worden seien.

Nur Tage bevor die Mauer aufging, forderte Anne-Marie Burley in der Times die Bundesregierung auf, den DDR-Bürgern nicht die deutsche Staatsbürgerschaft zu geben, damit nicht so viele von denen weglaufen würden. Zwei deutsche Staaten sollten auf Ewigkeit zementiert werden. Das sorge für Frieden.

Parallel dazu trommelte die Times, auch andere liberale Blätter ständig dafür, Deutschland müsse diverser und bunter werden, dann würde das Land friedlicher werden, harmonischer und womöglich gar das Nazi-Erbe abstreifen. Ob man die Buntbewohner nun ausgerechnet aus mit den Nazis verbündeten Ländern rekrutieren musste — von Italien bis Syrien —, war eine Frage, die nicht gestellt wurde.

Die Sichtweise bekam erst nach 9-11 einen kleinen Knick, als klar wurde, dass die Flugzeugentführer muslimische Studenten aus Hamburg waren, aber das ging bald unter. Die USA selber, allerdings, rüsteten auf, um jeden potentiellen Terroristen aus dem Morgenland fernzuhalten, was Trump nur perfektioniert hat, nicht selber erfunden. Das gilt sogar für afghanische und irakische US-Army-Hilfskräfte.

Trump und die Bilder von Deutschlands Straßen

Dann kam Angela Merkel. Für große Teile der amerikanischen Presse, die liberale wie die konservative, war es Liebe auf den ersten Blick. Eine Frau, konservativ, und aus dem Osten, ökonomisch geschult (dachte man), nazimäßig garantiert unbelastet und milde — aber nicht schrill — feministisch. Barack Obama hieß es, lasse sich von ihr außenpolitisch beraten. 2015 öffnete Merkel die Grenzen, Millionen von Flüchtlingen von amerikanischen Kriegen kamen, aus Afghanistan, dem Irak, Syrien, all die, denen Amerika den Zutritt verwehrt hatte, und noch viel mehr.

In Deutschland wurde das von der liberalen Presse bejubelt, und jeder, der auch reale Probleme erwähnte — Messerstechereien, Clankriminalität, Angriffe auf Ärzte und Busfahrer, Gruppenvergewaltigungen — wurde als Nazi oder als Lügner dargestellt, unter der fleißigen Mithilfe von Pseudo-Faktenchecker wie Correctiv.

Für die amerikanischen Demokraten war es praktisch, dass Amerika weniger unter dem Druck stand, Flüchtlinge aus dem Mittleren Osten aufzunehmen, das hätte das Wahlvolk nicht mitgemacht. Die New York Times und die Washington Post freuten sich über das neue multikulturelle fröhlich-friedliche Deutschland. Sie taten sich lange schwer, bei Verbrechen den ethnischen Hintergrund eines Täters zu nennen.

Bald aber fing der Lack an abzublättern. Die 24-Stunden-Nachrichtenkanälen in den USA berichteten ausführlich über jeden verrückten Machetenangriff, jeden islamistischen Anschlag, jeden amoklaufenden Messerstecher in Deutschland, und mit Bildmaterial. Das floss in Trumps Wahlkampf ein, der damit warb: Wählt uns, dann bekommt ihr nicht solche Zustände wie auf Deutschlands Straßen.

Diese Bilder vermischten sich mit Unbehagen über die Einwanderungswellen aus Mexico, Venezuela und anderen Staaten, die zwar nicht so viel Straßenkriminalität mit sich brachten wie in Deutschland, aber auch nicht problemfrei waren. Monate später war Trump Präsident und Deutschland guckte überrascht aus der Wäsche.

Wohin geht die Reise nun?

Damit erkannten die MAGAs in der AfD, die ebenfalls mit der Flüchtlingswelle aufgestiegen war, ihre natürlichen Partner. Um allerdings einen echten Durchbruch im konservativ-christlichen Amerika zu erlangen, müsste die AfD noch deutlich Israel-freundlicher werden. Es gibt zwar auch bei den MAGAs einen israelkritischen Flügel um Thomas Massie und Tucker Carlson, der hat aber in der Partei wenig zu melden. Dass Vance sich mit Weidel trifft und nicht mit Björn Höcke, liegt eben daran.

Einwanderung ist nicht das einzige, wo sich MAGA und AfD berühren. So wie sich die AfD vom Nazi-Erbe und dem Kollektivschuldgedanken lösen will, geht es den MAGAs mit dem Nachbeben der Sklaverei, das den Diskurs in den USA bestimmt.

Trump hat den Demokraten Stimmen abgenommen, nachdem die in woker Manier den „alten weißen heterosexuellen Mann“ als Feindbild erkoren hatten, von der Transbewegung bis dahin, dass gewalttätige Aufstände von Afro-Amerikanern nach dem Tod von George Floyd toleriert wurden. Dass Hillary Clinton im Wahlkampf von einem „Korb voller Verachtenswerten“ (Deplorables) gesprochen hat, die sich an ihre Gewehre und ihre Bibeln klammerten, trug zu ihrer Wahlniederlage bei.

Derweil taten die Regierungsparteien und die liberalen Medien in Deutschland islamistische Gewalttaten lange als irrelevante Einzelfälle ab und übten sich in kreativer Statistikgestaltung. Ähnlich die liberale amerikanische Presse. Erst der Anschlag in Berlin auf dem Christopher-Street-Day war ein kleiner Wachruf.

Wohin geht die Reise nun? Trotz aller Unterschiede nach außen; für beide Parteien in Amerika ist es wichtig, das Imperium zu konsolidieren. Als die Grünen aufstiegen, damals noch als amerikakritische Partei, die sich antiimperialistisch verstand, sorgten US-Demokraten dafür, dass das künftige Führungspersonal in US-Organisationen eingebunden wurde — Joschka Fischer, Ralf Fücks, Cem Özdemir. Zuletzt Annalena Baerbock, die eine Professur an der Columbia University ergatterte.

Die deutsche Frage ist zurück?

Etwas Ähnliches könnten die Republikaner mit der AfD vorhaben: Sie als ihre partei-gebundene Go-to-Partei in Deutschland aufbauen, um einem Fuß in Europa zu behalten, in der Nachfolge von Konrad Adenauer und John Foster Dulles. Denn intervenieren wollen sie offiziell nirgends, aber man möchte doch vorbereitet sein.

Wer aber am meisten vor der AfD warnt, sind nicht die Demokraten, sondern die liberaleren Neocons. In der Zeitschrift Atlantic sorgt sich der Historiker Isaac Stanley-Becker, ob Vance es schaffen könnte, dass sich in einem AfD-geführten Sachsen-Anhalt amerikanische Firmen ansiedeln. Mit diesem wirtschaftlichen Rückenwind könnte die AfD womöglich die nächste Bundesregierung stellen.

Manche Wähler, erkannte er, mögen die AfD gerade deshalb, weil sie konträr seien; es gehe um Dissent gegen die Wächter an den Toren der Sicherheit, der Justiz, der Medien. Es denen zu zeigen, die sagen, man dürfe nicht AfD wählen. Ganz ähnlich wie die Wähler von Trump, der die „Remigration“, die die AfD ankündigt, tatsächlich umsetzt bis zum Entzug der Staatsbürgerschaft.

Die deutsche Frage sei wieder zurück, schreibt Stanley-Becker, das Land breche mit den Nachkriegstabus. Deutschland rüste auf, gebe Milliarden für die Armee aus, die Unterstützung für Israel lasse nach, auch wegen Bibi Netanyahu. Dabei sei rechte Politik in Deutschland jahrzehntelang beargwöhnt worden. Zur Sühne für den Holocaust gehöre verpflichtende Schulerziehung über den Aufstieg der Nationalsozialisten. Nun sei die AfD plötzlich die wichtigste rechtsgerichtete Kraft seit den Nazis geworden, die den deutschen „Schuldkomplex“ beseitigen wolle.

Was aber weder die deutschen Liberalen noch Stanley-Becker verstehen, ist der Beitrag, den sie selber zu dem Klima geleistet haben, in dem die AfD aufgestiegen ist.

Eva C. Schweitzer

Eva C. Schweitzer pendelt zwischen Berlin und New York, wo sie eine Dissertation über den Times Square verfasst hat; sie arbeitet als Buchautorin und freie Journalistin über Medien, Entertainment und Politik. Ihr letztes Buch war „Links Blinken, rechts abbiegen“ beim Westend Verlag; derzeit schreibt sie ein Buch über die Tucholsky-Familie. Sie leitet auch den Verlag Berlinica Publishing, der Bücher aus Berlin nach New York bringt. Zuvor war sie Redakteurin beim Tagesspiegel in Berlin.
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17 Kommentare

    1. Ja, der westliche Liberalismus (von neo- bis linksliberal) befindet sich offensichtlich in einer Sackgasse, zumal er auch immer noch seinen universalen Anspruch hat, was ihn realitätsfern und hochmütig erscheinen lässt. Fraglich, ob er sich von seinem Niedergang erholt, er müsste ja von seinem Hochmut lassen, was aber zu seiner DNA gehört.

      Vermutlich wird er in der westlichen Welt vom konservativen Populismus ersetzt. Was ihn von der liberalen Welt unterscheidet, das kann man gut an der MAGA-Bewegung in den USA studieren (von dem Trump nur eine Facette ist). Was unterscheidet aber die neue Bewegung vom alten Liberalismus. Schaut man genauer hin, so ist es gar nicht soviel. Im Ökonomischen bleibt alles beim Alten. Veränderungen finden vorwiegend im Kulturell-Ideologischen statt.

      Das Wichtigste findet im Außenpolitischen statt, vom universellen Anspruch nimmt man Abschied. Man begnügt sich auf seinen Einflussbereich, das wäre für die USA der Rest des amerikanischen Kontinents und die übrige westliche Welt, also die angelsächsische Welt, Japan, Südkorea und auch Europa.

      Alles in allem wäre das doch für den Weltfrieden erst einmal positiv zu bewerten, da eine multipolare Welt akzeptiert wird.

  1. Bitte weitergehen – hier gibt’s nichts zu sehen! oder zu lesen!

    Mit den besten Grüßen an @Th.N. !
    Merci vielmals!
    Möge er so handeln wie versprochen!
    Wohl bekomm’s!
    Wohl auf der Höhe seiner Zeit – ei verbibsch?
    https://www.manova.news/artikel/neue-geschutze
    Ach ja, da wäre ja noch sowas wie das hier!
    Bitte weiterscrollen! Nur törichtes Zeuchs!!
    „Wir treten ins Zeitalter der Atomkriege ein“
    https://www.youtube.com/watch?v=oiLOnIr2s9o
    Der ganze Mist hat uns schließlich nicht zu kümmern,
    trifft uns ja auch gar nicht!

    (Antwort-Kommentar für den FM-Thread zuvor wg. dortiger Kontoüberziehung
    eben hier – beim angeblich wichtigsten Thema ever für den deutschen Michel!)

  2. Lach.

    Der Adenauer war in der Tat „bei den Nazis im KZ“.

    In einer Aussenstelle bei Köln. Ganze 3 Tage.
    Im Nachgang zum 20.06.1944. Obwohl er gar nicht zum „Widerstand“ gehörte.
    Im Nachgang hat er sich zum Verfolgten stilisiert, obwohl ihm „die Nazis“ sogar eine fürstliche Pension bezahlten.

    Was er aber gut konnte: Die Kommunisten, die ihm bei der Flucht geholfen hatten, in den 50-Jahren von seinen Nazi-Kumpels in der Justiz zum Dank dafür verfolgen zu lassen.

    1. „Die Kommunisten, die ihm bei der Flucht geholfen hatten,“

      Adenauer wurde verhaftet im Rahmen der „Aktion Gewitter“ nach dem missglückten Stauffenberg-Attentat. Hitler mutmasste zu dem Zeitpunkt, dass die Strippenzieher aus dem Kreis der führenden Zentrumpolitiker aus der Weimarer Zeit stammen könnten und hatte auf ihn den Kölner Gesatpo-Oberst Kurt Bethke angesetzt -Spitzname in den NS-Keisen „Prominentenkomissar“, weil er sich auf prominente Zentrum-Politiker „spezialisiert“ hatte. Adenauer sollte von Köln ins KZ Buchenwald verlegt werden, verfügte aber über so hervorragende Kontakte -heute würde man sagen, „er war sehr gut vernetzt“- innerhalb des Systems, dass man ihn in die Arbeitsanstalt Brauweiler brachte. Dort wirde Adenauer so schlecht behandelt, dass man sogar siene Zelle offen liess, damit Adenauer bei Bedarf an die frische Luft konnte. Adenauer wurde Ende November 1944 ordentlich entlassen mit dem Vermerk: „Mitläufer, keine Kontakte und Sympathie für den Widerstand“. Eine besondere Qualität von Adenauer, die nach dem Krieg auch die Amis ganz schnell erkannten.

  3. Was zeigt das mediale Affentheater um die Frau der afd Vorsitzenden ?

    Ist das nicht blanker Rassismus ? Noch dazu wo diese Dame Schweizerin ist.

    1. Der erste Schuss wurde konfisziert – auf nimmer Wiedersehen! Sei’s drum!

      Nun, bevor es ein anderer tuuuut, mit blindem Material die mir gegönten Fünfe ganz für sich auszureizen, ein Zweiter?

      Letzte Nacht im ‚Zentrum der Finsternis‘ gab es ja eine Wahlsondersendung – als Komödienstadel geflecktarnt.
      Darf’s wahr sein – wohl auf Wunsch aller. sowohl die vor der Brandmauer wie auch die angeblich ‚gesichert‘ dahinter, können sich in trauter Eintracht gefühlt zusätzliche Stunden einholen. Das Traumpaar Siegmund/Schulze oder war’s doch Schulze/Siegmund … Wegweisend geradezu!

      Und sogar der verarmte Landadel von der Linken durfte aufrreten. Als dann ausgerechnet die Frau – neben dem überaus mürrischen Ramelow – auch noch von „Demokratinnen und Demokraten“ faselte … fasse es nicht! Dass ich die einmal wählen mußte bevor Sahra W. sie verließ, verzeihe ich – hehe – ihr nie!

    2. Der erste Schuss wurde konfisziert – auf nimmer Wiedersehen! Sei’s drum!

      Nun, bevor es ein anderer tuuuut, mit blindem Material die mir gegönten Fünfe ganz für sich auszureizen, ein Zweiter?

      Letzte Nacht im ‚Zentrum der Finsternis‘ gab es ja eine Wahlsondersendung – als Komödienstadel geflecktarnt.
      Darf’s wahr sein – wohl auf Wunsch aller. sowohl die vor der Brandmauer wie auch die angeblich ‚gesichert‘ dahinter, können sich in trauter Eintracht gefühlt zusätzliche Stunden einholen. Das Traumpaar Siegmund/Schulze oder war’s doch Schulze/Siegmund … Wegweisend geradezu!

      Und sogar der verarmte Landadel von der Linken durfte aufrreten. Als dann ausgerechnet die Frau – neben dem überaus mürrischen Ramelow – auch noch von „Demokratinnen und Demokraten“ faselte … fasse es nicht! Dass ich die einmal wählen mußte bevor Sahra W. sie verließ, verzeihe ich – hehe – ihr nie!

    3. Dadurch wird es auch nicht besser mit dem ersten Schuss, wenn der zweite gleich doppelt – als Entschuldigung ? – erscheinen darf!

      Was hätte der Erste denn…? Nun, er bezog sich auf @Lichtenbergs Affentheater …

      Mutmaßte ich doch, dass die ganzen Legenden rund um ‚Alternativen jeder Art‘ nur so etwas wären, wie … aber lassen wir das, kann so interessant ja nicht gewesen sein, so kurz vor der Wahl.

  4. „Dass Amerika von Deutschland erwarte, in seinen Kriegen zu kämpfen, sei ohnehin völlig unrealistisch, meinte sie. Falls das aber doch geschehen sollte, dann werde Deutschland danach seine Freiheit einfordern — mithin den Abzug aller amerikanischen Truppen.“

    a) würden die US-Truppen eh aus Deutschland abziehen, käme es zum Krieg gegen Russland -(nach uns die Sintflut)
    b) welche Freiheit würde dann wohl herrschen in Deutschland? Die Friedhofsruhenfreiheit der Kakerlaken?

  5. Die „Entnazifizierung“ 🔎 🟫 🧹 ⚖️ nach 1945 war extrem oberflächlich und tendenziell passiver Natur. Wer keine bedeutende Funktion im braunen deutschen Terror-Regime von 1933 bis 1945 bekleidete, wurde bekanntlich als „Mitläufer“ eingestuft. Die sozialdarwinistischen Wurzeln des totalitären Dritten Reiches wurden nie aufgearbeitet.

    Kein Problem hatte man nach 1945 z. B. damit, aus dem Berufsoffizier der Wehrmacht, Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, einen „Widerstandskämpfer“ zu machen, weil er für seinen misslungenes Attentat vom 20. Juli 1944 auf den Führer und den missglückten Regimewechsel mit seinem Leben bezahlte.

    Was dabei immer unter den braunen 🟫 Teppich gekehrt wird, ist die Tatsache, das von Stauffenberg einen Eid auf den größten deutschen Führer aller Zeiten geleistet hatte und jahrelang beim Krieg gegen Polen und gegen die Sowjetunion dabei war. Damit hatte von Stauffenberg wie viele andere Offiziere und Wehrmachtsangehörige nämlich kein Problem. Der Sinneswandel kam erst dann, als ihm klar wurde, dass der Krieg für Deutschland verloren war, aber die Deutschen trotzdem bis zum „Endsieg“ weiterkämpfen würden solange der oberste Feldherr und Anführer am Leben war.

    Auf der anderen Seite wurde (Johann) Georg Elser, der Schreiner aus Königsbronn/Heidenheim, der am 8. November 1939 und damit zwei Monate nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges im Münchner Bürgerbräukeller mit seinem Sprengstoffattentat auf Adolf Hitler den Krieg verhindern wollte, und dafür ein paar Tage vor dem Ende des Krieges im KZ Dachau, Bayern, ebenfalls erschossen wurde nachdem er jahrelang in Einzelhaft verbrachte, jahrzehntelang totgeschwiegen. Sein Name stand 1939 nach seiner Verhaftung an der Schweizer Grenze in mehreren deutschen Tageszeitungen auf der Titelseite unter anderem der „Deutsche Allgemeine Zeitung“, der „Berliner Morgenpost“ und dem „Völkischen Beobachter“.

    Bezeichnend für die „Aufarbeitung“ des Dritten Reiches ist auch, dass 50 Jahre nach dem Ende des Dritten Reiches der Versuch unternommen wurde, Georg Elser und sein Attentat zu diskreditieren, weil bei dem Bombenanschlag 1939 im Bürgerbräukeller auch eine „unbeteiligte“ Kellnerin getötet wurde.

    Im Gegensatz zu Graf von Stauffenberg war der Schreiner Georg Elser nämlich von Anfang an ein Gegner Adolf Hitlers und der NSDAP. Man kann darüber theoretisieren, was passiert wäre, wenn Georg Elser mit seinem Attentat 1939 erfolgreich gewesen wäre. Der Krieg begann schließlich bereits zwei Monate vorher am 1. September 1939. Für die Planung und Vorbereitung hatte der Einzeltäter Georg Elser allerdings mehr als ein Jahr gebraucht. Aber man kann davon ausgehen, dass der Zweite Weltkrieg ohne die Person Adolf Hitlers zweifelsohne nicht so lange gedauert hätte. Wie viele Millionen Menschen am Leben geblieben wären, darüber lässt sich allerdings nur spekulieren.

    Sieben Jahrzehnte nach dem Ende des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkrieges bezeichnet der Ex-CDU-Politiker, Mitbegründer und „Ehrenvorsitzende“ einer „alternativen“ 🔷 deutschen Partei dieses Dritte Reich als „Vogelschiss in über 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ und die Vorsitzende dieser „alternativen“ 🔷 Partei, Alice Weidel, behauptet in aller Öffentlichkeit der Antisemit, Rassist, Sozialdarwinist und rechtsextreme Nationalist Adolf Hitler wäre ein „Linker“ und „Kommunist“ gewesen. Soweit ist es in Deutschland wieder gekommen. Die Entnazifizierung war sehr „erfolgreich“, wenn sich mehr Bürger darüber empören, dass das Benzin um 10 Cent pro Liter gestiegen ist als über diese Beschönigung bzw. gezielte Verfälschung der Geschichte.

    1. Die „Entnazifizierung“ […] nach 1945 war extrem oberflächlich und tendenziell passiver Natur. Wer keine bedeutende Funktion im braunen deutschen Terror-Regime von 1933 bis 1945 bekleidete, wurde bekanntlich als „Mitläufer“ eingestuft. Die sozialdarwinistischen Wurzeln des totalitären Dritten Reiches wurden nie aufgearbeitet.

      (Bunte Bildchen wegen Redundanz und Irrelevanz unzitiert.)

      Das ist im ganzen richtig, doch würde ich sagen, dass seinerzeit das distinktive Merkmal zwischen Täter und Mitläufer als jener angesehen wurde, dass die sog. „wahren Täter“ sich u.a. über die »Rattenlinie« davon gemacht hatten. Dieser Modus Operandi („wer geblieben ist, ist höchstens teilschulig“) hat sich – wissenschaftlich Belegt – als unvollständig herausgestellt, um es mal verharmlosend zu formulieren.
      Es gab durchaus einige wenige Schauprozesse, doch waren sie deshalb »Schauprozesse«, weil eine Entnazifizierung zur Schau gestellt wurde, die substantiell nicht stattfand und auch für die Alt-BRD nicht im Sinne des neuen Hegemons war (siehe „Organisation Gehlen“); das Wirken des dynamischen Demokraten Adenauer (»Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern«, ist wegen des Wortes »Geschwätz« so entlarvend), legt u.a. darüber Zeugnis ab.

  6. Ob man affde wählt ist völlig irrelevant, denn Poalitik wird nicht durch gewählte Volksvertreter gemacht.

    Wenn die affde „an die Macht“ kommt, kann es sein dass dieser Verein den Krieg gegen Russland bremst – wiel der Verein nmoch nicht ausreichen unterwandert ist. E skann aber auch sein, dass man dort plötzlich ganz doll für den Krieg ist -sei es, weil die UBoote ihre Larve vom Gesicht nehmen, oder sei es, weil GBetal inzwischen so massiv provoziert hat, dass es zum realen NAhTOd-Spannungsfall kommt. Und dann ist woeiso alles aus mit Diplomatie und der Möglichkeit der Vernunft.

    Wir sind die Knechte der Herren der (westlichen) Welt. Alles andere ist pure Schminke und Verarsche.

    Korrekturlesen lohnt nicht, weil hier eh allew umsonst ist.

    1. Die Technik der absichtlich gemachten Schreibfehler um der automatisierten Zensur zu entgehen. Nur leider wird der Text dann irgendwann unverständlich.

  7. “ die AfD vor den Toren“
    und was macht die Autorin daraus? Eine Rundreise von Deutschlands Nachkriegsjahren bis heute unter dem Aspekt WER mit WEM und WARUM gut in der Vergangenheit mit Amerikanischen Prösidenten konnte!
    Dieser Kuddelmuddel lässt dabei völlig die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Unterschiede beider Länder quer durch die Jahrzehnte außen vor!
    Die BRD war Nazis nie wirklich los aber ist es eine Lüge wenn ich behaupte, dass die USA auch schon immer ihre Ultrarechten hatten? War man dort in den 30ern etwa nicht angetan von Hitlers angeblichen Kampf gegen den Kommunismus?
    Der schwarze Freitag – die Weltwirtschaftskrise war auch für die USA herausfordernd! In Deutschland kam aber noch ewas erschwerend hinzu das Ende der Monarchie und das Elend und der zerbrochene Stolz aus dem verlorenen Weltkrieg I und Versailles
    Warum blickt Fr. Schweizer so weit zurück?
    Waren die Republikanerer in den vergangenen Jahrzehnten jemals so nationalistisch eingestellt wie unter Trump? So wie ich das sehe gibt es überall ,nicht nur in Europa Nationalisten!
    Fakt ist dass nach einer schweren Finanzkrise die 2007 ausbrach weitere Folgen erkennbar sind- eine globale Wirtschaftskrise und ein Kampf um Resdourcen!
    Neonationalismus dadurch ein leichtes Spiel hat und Parteien wie die AfD regelrecht aufblühen . Erst recht wenn dann noch Corona und Flüchtlingskrise ihnen zuspielen!
    Was Fr. Schweizer auch völlig außen vorlässt ist die politische Entwicklung der AfD von “ wirtschaftsliberal“ hin zu „nationalistisch “ – raus aus der EU und zurück zur DM!
    Dazu Remigration wie sie auch in den USA unter Trump erkennbar ist u.a. an der Grenze zu Mexiko!
    Fr .Schweizer interessiert sich der (AfD) Wähler in Deutschland dafür wie man uns in den USA betrachtet ?Wer dort welche Gründe sieht um D skeptisch zu betrachten? Jeder hat im Krisenmodus vor seiner eigenen Tür genug zu kehren!
    Dankbar für die Aufnahme der Syrer unter Merkel- dafür haben die USA andere Flüchtlinge/ Illegale!
    „Die AfD vor den Toren“- erstmalig im Osten und warum dort? Das wäre besser bei mir angekommen. Von Berlin aus persönliche Begegnungen mit Ossis- wesentlich interessanter als die Frage wie die USA Ossis sehen!
    Fr. Weidel USA Kritisch- kommt immer darauf an mit wem sie redet und worüber!

  8. „Rechtspopulistische Parteien“ werden so lange verteufelt und als Hebel bzw. als Buhmann für die Wahlen benutzt, um systemtreue Politschranzen an die Macht zu bringen und zu halten, bis diese „rechtspopulistische Parteien“ so unterwandert und staatsräson-konform gemacht wurden, also Pro-NATO, Pro-Krieg, Pro-Israel, Pro-US-Vasallentum, Pro-WEF-Agenden wie Klimawahn, Virenwahn, Migrationswahn, Genderwahn, Globalisierungswahn, Digitalisierungswahn, Immer-weiter-und-irrer-Technisierungswahn, …, dass sie in die Riege der Herrschafts-opportunen „Altparteien“ aufgenommen werden kann. War ja schon schön bei den „Grünen“ zu sehen …

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