Von Singapur lernen

Singapur City
chenisyuan, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wie wurde ein rohstoffloser Zwergstaat zu einer der erfolgreichsten Volkswirtschaften der Welt? Singapur setzt auf Stabilität, Leistung und Pragmatismus – und stellt damit unbequeme Fragen an ein reformmüdes Deutschland.

Gerade sind wir aus Singapur zurück, einer faszinierenden Stadt, die gleichzeitig auch ein Land ist. Das Land gehört zu den sogenannten Tigerstaaten, wie die wirtschaftlich aufstrebenden asiatischen Staaten Singapur, Südkorea und Taiwan genannt werden. In jüngster Zeit sind Indonesien, Malaysia, die Philippinen und Thailand dazu gekommen. Singapurs Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt kommt kurz nach der Schweiz und den Kaimaninseln, noch vor den USA – und weit, weit vor Deutschland. Und dass, obwohl das Land erst 1965 unabhängig wurde, ohne jede Süßwasserquelle an den Start ging und die ersten zehn Jahre seiner Existenz bettelarm war. Und obwohl es für den einen oder anderen Delinquenten eine archaische, ursprünglich von den Briten eingeführte Prügelstrafe bereithält und sogar die Todesstrafe, die von 80 % der Bevölkerung für absolut richtig gehalten wird. Inzwischen ist es der bevölkerungsreichste Zwergstaat der Erde und hat die zweithöchste Bevölkerungsdichte weltweit.

Im Gegensatz zu vielen anderen erfolgreichen Staaten hat Singapur keine wichtigen Rohstoffe anzubieten, keine natürlichen Ressourcen, außer vielleicht der zentralen Lage auf einigen Handelsrouten, und keine interessensgeleiteten Sponsoren. Wie also konnte dieses Land so erfolgreich sein? Was kann man davon lernen, vor allem in einer Situation, in der in Deutschland so einiges den Bach runtergeht und es beeindruckend wenig kreative politische Ideen gibt, etwas daran zu verändern?

Was macht Singapur so erfolgreich?

An der persönlichen Freiheit und den für die ökonomische Entwicklung oft als wesentlich erachteten „westlichen Werten“ kann es nicht liegen. Das politische System hat zwar nominell viele demokratieartige Eigenschaften, faktisch besteht es aber aus einem Einparteiensystem, das sich die Opposition seit 1965 effektiv vom Leib halten kann. Vor allem dadurch ist allerdings eine enorme Stabilität entstanden, und so gilt das Land als eines der stabilsten der Erde. In Bezug auf Demokratie, persönlicher Freiheit und Pressefreiheit liegt Singapur im Mittelfeld, aber Korruption und Vetternwirtschaft sind praktisch unbekannt. Das wiederum wird der zentralen Rolle von Meritokratie zugeschrieben, also der Vergabe von Gütern und Privilegien nach Maßgabe der individuellen Leistung. Von ebenso großer Bedeutung scheint die Grundidee zu sein, auf der politisches Handeln basiert: nicht die Ideologie, sondern der Pragmatismus zählt – und viele politischen Entscheidungen werden empirisch überprüft und je nach Ergebnis nachreguliert. Mit anderen Worten, der Staat ist vor allem technokratisch, er ist schnell und nicht risikoscheu.

Natürlich spielen für den Erfolg von Singapur auch noch eine ganze Reihe anderer, eher lokaler Faktoren eine Rolle, die sich woanders nur schwer kopieren lassen: der konfuzianistische kulturelle Hintergrund, die kurzen Abstände, das warme Klima, die prächtige Flora, die Toleranz für einen relativ autokratischen Politikstil und einiges mehr. Drei Faktoren scheinen sich aus unserer Sicht aber anzubieten, die politischen Zustände in Deutschland deutlich zu verbessern: Stabilität, Meritokratie und Technokratie. Obwohl sie momentan einen schlechten, unserer Ansicht nach viel zu schlechten Ruf haben.

Stabilität

Stabilität ist für die Wirtschaft zentral. Langfristige Planung erfordert stabile Gesetzgebung, vorhersagbare politische Entwicklungen, vorausschauende gesellschaftliche Absprachen, und Ähnliches mehr. Nun wird sich in Deutschland so schnell keine Mehrheit mehr für die Einrichtung eines Einparteienstaates finden lassen, auch wenn die Parolen von rechts das manchmal nahezulegen scheinen. Politische Stabilität lässt sich aber auch anders organisieren. Die Voraussetzungen wären allerdings politische Ziele und Visionen, die über den Status Quo und vor allem über die laufende Legislaturperiode hinausreichen. Und die sind schlichtweg nicht mehr auszumachen.

Wo sind die konkreten politischen Ideen darüber, wie wir in Zukunft unseren Wohlstand finanzieren wollen, welche Marktnische wir verteidigen, welche erobern sollten, wo wir uns in zehn Jahren politisch verorten möchten, in welche Richtung wir Europa entwickeln wollen? Selbst näherliegende Ziele, wie die dringend nötige Reform des Rentensystems, des Erbrechts, der Einwanderungspolitik werden selbst von erfahrenen Parteien nicht mehr vor der Wahl systematisch entwickelt (wozu zumindest die CDU ja alle Ampelzeit der Welt hatte) und dem Wahlvolk zur Entscheidung vorgelegt. Sondern sie werden erst nach der Wahl durch externe Kommissionen langwierig erarbeitet, nur um dann durch schlecht organisierte regierungsinterne Zwistigkeiten aller Konturen beraubt zu werden. Dass ist intellektuelle, aber auch politische Armut, die wir uns nicht länger leisten sollten. Zurück zur Vision, was immer Helmut Schmidt davon gefunden hätte!

In vielen anderen Bereichen ist es übrigens durchaus normal, dass man die guten Ideen vorher haben muss. Jahrelang haben wir Forschungsgelder dadurch einwerben müssen, indem wir Pläne für mindestens drei- bis fünfjährige Projekte zur kritischen Beurteilung eingereicht und das nötige Geld nur dann bekommen haben, wenn unsere Ideen hinreichend zielführend, innovativ, und konkret waren. Wie konnte es geschehen, dass man diese Ansprüche an Politiker gar nicht mehr stellt? Vielleicht nie gestellt hat? Wie kann es sein, dass man politische Ideen und Visionen auf einmal nicht mehr selbst hat, obwohl man doch gerade dafür sein Gehalt bezieht, sondern durch externe Kommissionen erarbeiten lassen muss? Und wieso wartet man damit bis nach der Wahl? Um möglichst wenig in der Legislatur verändern zu müssen, für das man kritisiert werden könnte? Stabilität gewinnt man durch Vorhersagbarkeit, nicht durch Untätigkeit.

Meritokratie

Die Meritokratie ist eine der Antworten auf eine einfache Frage: was ist das Kriterium, nach dem wir verfügbare Güter, Macht und Möglichkeiten verteilen wollen? Noch in den Siebzigerjahren waren sich westliche und östliche Systeme dahingehend einig, dass die persönliche Leistung das entscheidende Kriterium sein sollte. Noch bis zur französischen Revolution und in vielen Staaten auch noch länger war die Herkunft das allein maßgebende Kriterium. Das Ergebnis ist bekannt, der Adel hat regiert und der Rest ist gefolgt, während Fähigkeiten, Talent und gute Ideen keine Chance hatten. Nun hat der Adel zwar abgewirtschaftet und wir bestimmen unsere Identitäten heutzutage anders. Aber es ist tatsächlich wieder die Herkunft, die entscheidet: bin ich Angehöriger der richtigen, revolutionären Klasse, komme ich aus dem richtigen Land, gehöre ich der richtigen ökonomischen Schicht an, habe ich die richtigen Werte aufgesogen? Die Inhalte ändern sich, je nach Mode und politische Orientierung, und so zählt für den einen der Pass, für den anderen das Einkommen meiner Eltern. Ob ich aber einen Job bekommen kann, ob ich Steuererleichterungen oder politischen Einfluss haben darf, hängt nicht mehr von meiner Leistung, sondern von meiner Herkunft ab.

Manche Gründe für diese Rückentwicklung haben mit Gerechtigkeit, andere mit Moral zu tun, aber auch Nationalismus und Wettbewerb um materielle Ressourcen haben eine Rolle gespielt. Das Ergebnis war immer dasselbe: Quoten wurden immer entscheidender, persönliche Leistung immer weniger wichtig. Das kann für ein Land, das sich seiner Dichter und Denker rühmt, aber auch seiner Erfinder und Ingenieure, auf Dauer nicht gut gehen. Jedenfalls nicht, wenn wir auf Dauer mithalten und unseren Wohlstand nicht missen wollen.

Nun ist die Betonung der individuellen Leistung natürlich nicht ohne Kritik geblieben. Die meisten kritischen Stimmen wenden sich jedoch bei näherer Betrachtung eher gegen den Umgang mit dem Leistungsprinzip als gegen sein Potenzial als rationales Entscheidungskriterium. Ja sicher, es kann in vielen Fällen schwierig sein, Leistung objektiv zu beurteilen. Soll man eine Wissenschaftlerin nach der Anzahl ihrer Publikationen bewerten und belohnen, nach dem Ausmaß ihres Einflusses auf die Forschung, nach Maßgabe der Doktoranden, die sie ausgebildet hat, oder nach der Anzahl und Bedeutung ihrer gesellschaftlichen Funktionen? Darüber kann und muss man sich streiten, aber dasselbe Problem hat man mit anderen Kriterien auch. Denn es ist ja keineswegs offensichtlich, dass zum Beispiel das Geschlecht aus verteilungspolitischer Sicht wichtiger ist zur Besetzung einer politischen Funktion als der ökonomische Status oder die religiöse Überzeugung.

Ja sicher, unsere Startbedingungen sind nie gleich. Aber erstens kann man daran etwas tun und zweitens gilt das für andere Kriterien ebenso. Ja sicher, manche fühlen sich in leistungsbezogenen Systemen einem dauernden Konkurrenzdruck ausgesetzt. Aber das Leistungsprinzip sagt ja keineswegs, dass man möglichst viel leisten soll oder gar muss, oder dass man mehr leisten muss als andere. Es dient lediglich dazu, den Zugang zu Ressourcen zu regeln. Wenn ich weder die Motivation noch die Fähigkeiten mitbringe, um eine bestimmte Funktion zu erfüllen, warum sollte es eine gute Idee sein, dass ich mich darin versuche? Das Leistungsprinzip macht Menschen sicher genauso wenig glücklich wie andere Kriterien. Aber es unterscheidet sich von anderen Kriterien dahingehend, dass man es beeinflussen kann. An meiner Leistung kann ich arbeiten, nicht aber an meiner Herkunft. Ja sicher, das Leistungsprinzip wird oft dazu herangezogen, die Zugehörigkeit zu Eliten zu legitimieren. Aber auch daran lässt sich etwas tun: durch die Entwicklung transparenter Maße und durch häufige Messung, und das ist etwas, worin uns Singapur voraus ist.

Technokratie

Technokratie schließlich klingt gar nicht gut: irgendwie unmenschlich, viel zu rational und viel zu blind für historische Zusammenhänge und gesellschaftliche Werte. Dennoch sind viele technokratische Regierungsformen recht erfolgreich, und gerade Italien hat damit (wegen der häufigen Regierungskrisen) sehr viel und keine schlechte Erfahrung. Karl Schiller, der erste Bundesminister für Wirtschaft der SPD im Kabinett Kiesinger, war ein großer Anhänger der Technokratie. Sicher ist es richtig, dass gerade faschistische oder anderweitig autokratische Systeme starke technokratische Züge getragen haben. Aber daraus den Umkehrschluss zu ziehen, dass Technokratie unweigerlich in den Faschismus führt, wie es George Orwell getan hat, spiegelt einen typischen kognitiven Fehler wider: der Schluss nämlich von Korrelationen auf Kausalität.

Tatsächlich will Technokratie vielmehr erreichen, dass Entscheidungen aufgrund rationaler Erwägungen und nicht auf Basis ideologischer Neigungen getroffen werden. Dass diese Entscheidungen durch langfristige Ziele gesteuert werden und nicht durch persönliche Präferenzen von politisch Verantwortlichen. Dass dafür wissenschaftliches und technisches Wissen eine wichtigere Rolle spielen als gesellschaftliche Verteilungswünsche. Das alles muss man nicht wollen und man mag kritisieren, wie dies Harald Welzer getan hat, dass Fragen der Gerechtigkeit und der Bürgerbeteiligung ausgeklammert werden, dass also Technokratie zumindest aus basisdemokratischer Sicht in die falsche Richtung läuft. Wir fragen uns bloß, ob die unentwegten ideologischen Zwistigkeiten in der Ampel und der jetzigen schwarz-roten Regierung die bessere Option darstellen. Oder gar die zu ihrer baldigen Ablösung bereitstehenden „Alternative“.

Quo vadis?

Alle einstigen weltpolitischen Marktführer haben es verpasst, ihren Niedergang rechtzeitig zu bemerken: Spanien und England sind historische Beispiele, die USA könnten ein aktuelles werden. Dasselbe gilt auch im kleineren, und so fürchten wir, dass es Deutschland in Zukunft nicht mehr so leicht zum Exportweltmeister schaffen wird. Die Zeiten, wo wir noch Ideen hatten, die hier entwickelt und dann in Asien ausgeschlachtet wurden, sind vorbei. Die wirklich neuen Ideen kommen jetzt aus Shenzhen und wenn wir uns nicht stark zusammenreißen, bricht uns auch noch der Mittelstand weg. Das muss einen nicht tangieren und man kann seine Energie dafür einsetzen, über die gerechte Verteilung des langsam aber sicher abebbenden Wohlstandes zu lamentieren. Wenn es einen aber tangiert, und wir gehören zu der Gruppe von Menschen, auf die das zutrifft, könnte erwägen, von Singapur zu lernen. Das tropische Klima bekommen wir wahrscheinlich von alleine. Aber für eine zentralere Rolle von Stabilität bzw. Zukunftsorientierung, von Leistung und von mehr Pragmatismus bei der politischen Entscheidungsbildung müssen wir selbst sorgen.

Lorenza Colzato und Bernhard Hommel

Lorenza Colzato und Bernhard Hommel forschen an der Shandong Normal University in Jinan (China) und der Technischen Universität Dresden. Colzato studierte Psychologie in Padua, promovierte an der Universität Leiden und absolvierte eine Psychotherapie-Ausbildung in Rom. Hommel studierte Psychologie und Literaturwissenschaften, und promovierte an der Universität Bielefeld, forschte am Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München und leitete den Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie an der Universiteit Leiden. Er ist Mitglied und Senator der Nationalen Akademie der Wissenschaften: Leopoldina, und vormaliger Präsident der European Society for Cognitive and Affective Neuroscience. Beide haben zahlreiche hochdotierte Forschungsprojekte eingeworben und zusammen weit über 400 wissenschaftliche Beiträge in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.
Mehr Beiträge von Lorenza Colzato und Bernhard Hommel →

Ähnliche Beiträge:

126 Kommentare

  1. Nun wird sich in Deutschland so schnell keine Mehrheit mehr für die Einrichtung eines Einparteienstaates finden lassen, auch wenn die Parolen von rechts das manchmal nahezulegen scheinen.

    Welche „rechten Parolen“ sollen das bitte sein? Solche blöden Andeutungen ärgern mich und ziehen das Niveau des Textes unnötig herunter, nur um nach Zustimmung zu heischen!

    Ist es nicht so, dass wir quasi schon ein Einparteiensystem haben, in dem nur noch die „Rechten“ (eigentlich Liberalkonservative) und vielleicht Teile von BSW als Opposition zählen können? Ist es nicht so, dass das Altparteienkartell diesen das Leben auf undemokratischste Weise, mit juristischer Schikane, Verleumdungen schwer macht usw. und sie auszugrenzen versucht?

    1. @ Scheinregen: Über den von Ihnen zitierten Satz bin ich auch gestoßen. Es ist bei uns
      das „Links“ was sich die Macht einverlaibt hat und mit der Antifa auch brutal verteidigt.
      Politik kann technokratisch in Deutschland gar nicht mehr gemacht werden, da alles
      was gegen die linken Ideologen gesagt wird, gleich niedergeschrieen oder geknüppelt
      wird.

      1. Was bitte soll am herrschenden Faschismus links sein? Und wieviel Propaganda muss man dafür konsumieren?
        Faschismus das ist die Einheit von Staat und Kapital!
        Benito Mussolini und der wird es wohl gewusst haben.

        1. Daher habe ich ja auch das „Links“ in Tüttelchen gesetzt. Die Antifa müßte eigentlich
          Wirklichefa heißen. Unsere jetzige Regierung gibt sich mit wokeness, gendern ec.
          einen linken Anstrich, drangsaliert das Volk aber mit allen faschistischen Mitteln.

              1. Die Nazis haben sich an die Arbeiter herangewanzt, haben sich als Arbeiterpartei ausgegeben und auf Sozialisten gemacht. In der Zeitung den Kampf gegen Rechts ausgerufen, in den KZs Kommunisten und Sozialisten abgeschlachtet.

                Folgen des Reichtagsbrandes:

                Ki: „Der Reichstagsbrand führte zur Reichstagsbrandverordnung, die Grundrechte wie Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit außer Kraft setzte, und markierte den entscheidenden Schritt der Nationalsozialisten in Richtung Diktatur, indem sie die Verfolgung politischer Gegner (hauptsächlich Kommunisten und Sozialdemokraten) ermöglichte und den Weg für das Ermächtigungsgesetz ebnete, das die absolute Machtübernahme einleitete.“

                Und dann überfallen die angeblich linken Nazis die linke Sowjetunion.

                Wie kann man 95 Jahre später auf die Propaganda der Nazis reinfallen?

                Martinus van der Lubbe war nun mal Kommunist. Und das waren die Gegner der Nazis. Das haben sich die Linken nicht ausgedacht. Das sind Tatsachen.

                Und wer Tatsachen ignoriert, wird leicht zum Propagandaopfer.

                „Wer die Geschichte nicht kennt, ist verdammt, sie zu wiederholen.“

                Also Geschichte gucken: Reichtagsbrand

                1. Die Nazis haben sich an die Arbeiter herangewanzt, haben sich als Arbeiterpartei ausgegeben und auf Sozialisten gemacht. In der Zeitung den Kampf gegen Rechts ausgerufen, in den KZs Kommunisten und Sozialisten abgeschlachtet.

                  Alle die nicht exakt ihrer Meinung waren, so wie auch unter Stalin, Mao oder Polpot…

                  Ki: „Der Reichstagsbrand führte zur Reichstagsbrandverordnung, die Grundrechte wie Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit außer Kraft setzte, und markierte den entscheidenden Schritt der Nationalsozialisten in Richtung Diktatur, indem sie die Verfolgung politischer Gegner (hauptsächlich Kommunisten und Sozialdemokraten) ermöglichte und den Weg für das Ermächtigungsgesetz ebnete, das die absolute Machtübernahme einleitete.“

                  Korrigier mich, aber alle linken Regime waren (oder sind) Diktaturen…

                  Und dann überfallen die angeblich linken Nazis die linke Sowjetunion.

                  Es gibt halt nicht nur ein links, gerade dauerzerstrittene Linke sollten das wissen. Die Nazis, national orienitierte Linke, überfielen international orientierte Kommunisten, daran ist nichts seltsam, vor allem weil Hitler Kommunisten verachtete (er lässt sich in „Mein Kampf“ ausführlich darüber aus und in dem Punkt kann ich ihn sogar verstehen, Hitler war durchgeknallt aber immer noch weit bodenständiger, als jeder inbrünstig überzeugte Kommunist).

                  Martinus van der Lubbe war nun mal Kommunist. Und das waren die Gegner der Nazis. Das haben sich die Linken nicht ausgedacht. Das sind Tatsachen.

                  Natürlich waren die Kommunisten Feinde der Nazis sie hassten ja sogar die Sozialdemokratie, wie das bei „wahren Schotten“ halt so ist. Spätere Kommunisten haben den Nazis nie verziehen, dass sie die große selig machende Revolution verhindert haben. Eines war allerdings clever: selbige zum rechten Popanz aufzublasen, „links“ heilig zu sprechen und sich selbst als die einzig wahren Linken zu inszenieren.

                  Von daher lass dein Propagandagequatsche mal stecken…

          1. Ich kann den Schwachsinn wirklich nicht mehr hören. Klar haben die Nazis alles zensiert was nicht bei drei auf dem Baum saß, aber das macht sie nicht links. Genauso könnten Sie Nordkorea als leuchtendes Beispiel einer Demokratie bezeichnen, schließlich heißt das Ding korrekt „Demokratische Volksrepublik Korea“ , also bitte !!

            Die Nazis waren eine lupenreine Untergruppe von Faschisten und damit rechts.

            1. Ich kann den Schwachsinn wirklich nicht mehr hören. Klar haben die Nazis alles zensiert was nicht bei drei auf dem Baum saß, aber das macht sie nicht links.

              Das würde ich auch nicht behaupten, Zensur ist nur ein Merkmal von Diktaturen, die jede beliebige Orientierung haben können.

              Die Nazis waren eine lupenreine Untergruppe von Faschisten und damit rechts.

              *gacker* Faschisten kommt von „fascies“ dem Rutenbündel, gewalttätige Gruppen, die Andersdenkende bekämpfen, zur Zeit machen das vor allem diejenigen, die sich selbst als „links“ oder gar „Antifa“ bezeichnen. Schon Hitler hatte es sich vermutlich von den Kommunisten und ihrer antifaschistischen Aktion abgeschaut (bzw. wurde von ihr genötigt, einen entsprechenden Widerstand aufzubauen):

              „In der Weimarer Republik forderten viele Linke seit 1923 gemeinsame antifaschistische Aktionen gegen die Verbände der völkischen Bewegung und die aufsteigende NSDAP. Nur wenige sahen deren vernichtende Folgen für die Demokratie und die Arbeiterbewegung frühzeitig und zutreffend voraus. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) gründeten je eigene antifaschistische Kampfbünde, standen einander aber zugleich programmatisch und in allen wesentlichen Fragen der praktischen Politik feindlich und unversöhnlich gegenüber. Ihre Parteiführungen setzten einander wechselseitig mit dem Faschismus gleich.“

              https://de.wikipedia.org/wiki/Antifa#Historischer_Hintergrund

              GERADE Faschismus dürfte also stark von links geprägt worden sein, auch wenn Faschismus, zugegebenermaßen, sicher nicht ausschließlich links ist, letztlich ist es genauso wie Zensur, jeder kann es anwenden (und jeder will damit natürlich nur „das Beste“).

              1. Faschismus ist nicht von links geprägt, sofern man auch nur annähernd eine Ahnung hat was links denn nun bedeutet.

                Im Übrigen habe ich mich über die Ausrichtung des derzeitigen und vorherigen Regimes absichtlich nicht geäußert, da mein Bademantel immer noch in der Wäsche ist. Mit „LINKS“ haben die aber wirklich nix zu tun!

          2. Geht´s noch?
            Jetzt waren bei Dir auch schon die Nazis links.
            Das ist mehr als peinlich, was Du da von Dir gibst!
            Es ist ja auch so intendiert, das rechte „Law And Order“ Parteien die Macht übernehmen.
            Darauf wird ja auch hingearbeitet, sagte ich auch schon 2016, das es so kommt.

            1. Sagt ausgerechnet der Psycho, der 24/7 ermahnt, dass wir alle getötet würden, wenn wir nicht präventiv die „herrschende Klasse“ abschlachten.

              Jetzt waren bei Dir auch schon die Nazis links.

              Nicht bei mir, das war ihr Selbstbild und die dachten genauso radikal wie du, deren „herrschende Klasse“ wurde damals halt von Juden gestellt, dem bösen internationalen Großkapital, den gierigen hakennasigen vermeintlichen Bestimmern der Welt. Du müsstest das doch voll nachvollziehen können, oder nicht? Nur dass du halt nicht die „Rasse“ verantwortlich machst, sondern ganz kommunismustypisch die „Klasse“ (erstaunlich wie sich die Wörter und die Denkweise dahinter ähneln).

  2. Habe irgendwie im Hinterkopf, dass es sich bei Singapur um so eine Art Schweiz, oder Luxenburg handeln könnte, wenn es um die Rolle eines Finanzstandortes geht. Kann es sein, dass hier ebenfalls über bestimmte „Standortvorteile“ Kapital aus aller Welt angezogen wird?
    Oder über fiskalische Geschichten. So wie das „Wunder von Monheim“, wo durch die Senkung der Gewerbesteuern, auf Kosten des restlichen Landes, auf dicke Hose gemacht wurde.
    Ohne solche Überlegungen macht der Artikel null Sinn.

    1. Natürlich hast du se noch alle, Singapur besitzt den grössten Sicherheitsschrank für die den Kapitaladel. Liegt direkt im Industriegebiet von Changi Airport.
      Alle Ressourcen für den Bau stammen aus Malaysia oder Indonesien. Das Trinkwasser, Sand, Beton, Stahl…,alles aus der Nachbarschaft.
      Wer glaubt das in Singapur kaum Korruption existiert, hat die Welt vom Kapital nicht verstanden.
      Weil jeder Staat Abhängigkeiten Besitz, z. B Indonesien liefert sein Öl nach Singapur, um es dort zu raffinieren, danach wird das Öl zurück nach Indonesien geführt.
      Online ‚Drift‘ Geschäfte, erhalten die über produzierten Textil Waren aus China, Süd Korea etc., über welche Schifffahrtsrouten?, um z.B. Hemden, Röcke etc. für nen Euro zu erwerben. All das soll ohne Korruption von statten gehen?
      Liem Sioe Long einer der größten Konglomerate in der Region ist indonenischer Chinese und seine Kinder oder Enkel mit zig unterschiedlichen Nationalitäten versehen und Herr Hommel fabuliert über den Stadtstaat Singapur.
      Ich als 66’ziger auf die Strasse gekommen halte Singapur für ein Wochenende aus, aber nicht länger.
      Weil alles vorgeschrieben ist und nichts mit Freiheit zu tun hat, ein primärer postmoderner Sklavenstaat für die politische Kaste.

  3. Singapur als Vorbild?
    Immer wenn man glaubt, dass der augenblicklich vorherrschende Grad an Dummheit nicht mehr steigerungsfähig ist, kommt so ein Artikel.
    Einstein hatte dbzgl ja leider sowas von recht ….

  4. Wenn die soooo erfolgreich, schön und reich sind, wie groß ist der Armee, denn „der Russe“ wird- hat er das deutsche Paradies erst- gleich durchmarschieren. Kannste einen drauf lassen. Und wer hatte es zuerst im Blatt?

  5. Ein Teil von dem, was die beiden geistesgestörten Autoren fordern haben wir ja hier schon: eine technokratische Diktatur ohne Meinungsfreiheit, aber mit gewissen rechtsstaatlichen Garantien für Privilegierte.
    Der andere Teil fehlt noch; „fleißige“ und „genügsame“ Arbeitskräfte. Aber dafür wird ja jetzt jeden Tag getrommelt.
    Dass das Kapital sich singapurische Verhältnisse wünscht, ist klar, aber was soll so ein Gesülze hier auf overton???

  6. Uns wird die „repräsentative Demokratie“ als einzige humane Gesellschaftsform verkauft, was sie nicht ist. Wir wählen Parteien und Personen aufgrund von Wahlwerbung, und noch vor Machtübernahme werden die Versprechen über Bord geworfen. Weder Meritokratie noch Technokratie sind in Spuren erkennbar, nur einzig und allein der Einfluss der jeweiligen Lobby. Und damit sind wir mehr von der eigentlichen Demokratie entfernt als z.B. Autokratien. Das mag in der Vergangenheit funktioniert haben, weil das Informationsmonopol beim Staat lag und durch Industrialisierung sowie Raub fremder Güter ein Vorsprung der westlichen Welt im materiellen Lebensniveau erreicht war. Das funktioniert nun nicht mehr. Asien hat uns überholt ohne einzuholen. Wenn wir nicht schnurstracks in eine Autokratie oder in den vollendeten Faschismus gelangen wollen, müssen zunächst folgende Dinge Einzug halten:
    – Offenen Informationsmöglichkeiten für alle.
    – rationale Entscheidungen ohne Lobbyeinflüsse. Bsp.: Wenn wir die Voraussetzungen für Elektromobilität und Einsatz von Wärmepumpen ohne massive Einbußen von Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit nicht kurzfristig schaffen können, dann fahren wir halt weiter Verbrenner (die sparsam sind) und heizen weiter mit Öl, und wir lassen uns nicht vorschreiben, wo wir dieses kaufen.
    – Offen rassistische Systeme und Gruppierungen werden nicht mehr gesponsert, das sind insbesondere Israel und die Banderafraktion der Ukraine. Das erspart uns eine Menge Volksvermögen (u.a. durch weniger Flüchtlinge), welches wir in die dringen erforderlichen gesellschaftlichen Bereiche wie Kinder, Bildung und Wohnraum stecken.
    – Wir treiben mit allen Ländern und Regionen Handel, der uns nützt und verzichten auf Sanktionen.
    – Wir setzen wieder mehr auf Leistung, und zwar in Anlehnung an die physikalische Definition, also erledigte Arbeit pro Zeit. Verlängerungen von Wochenarbeitszeiten über wissenschaftlich nachgewiesene Zeiten der Produktivität hinaus gehören nicht dazu und sind kontraproduktiv, es wird nicht mehr fertig, der Krankenstand steigt und Familien haben es schwerer. Die Katze beißt sich damit in den Schwanz. Nachwuchs bleibt aus. Im Bereich der „Benachteiligten“ sind dagegen Anreize und Druckmittel für den Broterwerb sinnvoll, der Einzelfall sollte entscheiden. Wer unwillig ist, sollte auch schlechter leben als der Willige.
    – Es ist allgemein wieder mehr auf Ordnung zu setzen, nicht nur optisch. Es dürfen schon drastische Strafen her, wenn jemand seinen Müll in Grünanlagen entsorgt, sowas gibt es z.B. in Singapore nicht.
    – Es sollte eine regelmäßige Rechenschaftspflicht aller Entscheider geben, die auch Sanktionen mit sich bringen können. Wenn also Wahlversprechen nicht umgesetzt werden und keine triftigen Gründe dafür vorliegen, so ist das Entgelt zu kürzen.
    Natürlich können wir auch weiterwursteln wie bisher, bis auch das letzte Goldstück aufgebraucht ist und der Schuldenstand nicht mehr beherrscht werden kann. Ich vermute, so wird es kommen.

    1. Dass die Gewählten für das, was sie leisteten, zur Rechenschaft gezogen werden, ist schon mal nicht die schlechteste Idee. Im Moment scheint in der politischen Klasse die Auffassung dominant zu werden, dass es geboten ist, den Wähler zur Verantwortung zu ziehen, wenn er die falschen Entscheidungen trifft.

      Leider habe ich vergessen, wo ich es vor einem halben Jahrhundert gelesen habe. In einem fiktiven Gemeinwesen erhält das Oberhaupt nach der Wahl eine Amtskette, die er permanent zu tragen hat und in der mehrere Gramm Nitroglycerin eingelassen sind. Verbunden ist die Kette mit einem elektronischen System zur permanenten Messung der Zufriedenheit der Wähler. Fällt diese unter eine bestimmte Grenze, wird ein Zünder in der Kette ausgelöst und es gibt Neuwahlen.

  7. Hommel … Er ist Mitglied und Senator der Nationalen Akademie der Wissenschaften: Leopoldina, …

    Alles klar^^ 😉 … mehr brauch ich auch nicht mehr zu wissen.

      1. „urbi et orbi“ heißt für die Stadt und die Erde, nämlich der Segen, Du meinst ora et labora, nämlich für die Kirche und den Adel.

  8. Die Autoren rütteln an liebgewordenen, aber veralteten Vorstellungen und dies tut manchen hier weh!
    Das ist ganz normal und Teil des Erkenntnisprozesses.

    Die Grundaussage des Artikels, das eine kapitalistische Wirtschaft Stabilität braucht, ist richtig. Kommt mir nicht mit sozialistischen Träumen. Die haben im ehemaligen Ostblock nicht funktioniert. Auch kann ich mir nicht vorstellen, daß das Volk hierzulande für sozialistische Träume überhaupt genügend Gemeinsinn besitzt. Der ungezügelte, neoliberale Kapitalismus fördert doch den übertriebenen Liberalismus und Individualismus. Letztlich ist es so, die westliche Ideologie des Liberalismus hat genauso versagt wie die schönste weltliche Religion, der Kommunismus. Es muß also etwas dazwischen geben?

    Die Entwicklung der asiatischen Tigerstaaten einschließlich China zeigt wie das gehen könnte. Der Erfolg jedenfalls gibt ihnen recht. Eine streng regulierte Marktwirtschaft erfordert einen starken, gemeinwohlorientierten Staat. In China liefert die Verbindung von Konfuzianusmus und einen sinisierten Marxismus eine gute Kombination. Bisher hat das gut funktioniert und in kürzester Zeit Millionen aus der Armut befreit. Indien, stärker westlich-liberal geprägt, war dazu nicht in der Lage.

    Das Modell Singapur diente nachweislich auch China als Vorbild. Auch Japan war und ist im westlichen Sinne nicht liberal, sondern regulierte durch das METI den Kapitalismus. Seit dieses Planungsminiszerium abgeschafft wurde, geht es Japan ökonomisch schlechter, Singapur und China nicht.

    Allerdings lassen sich die asiatischen Modelle nicht auf Europa übertragen. Aber in Deutschland ist ein radikaler Politikwechsel nötig der bedeutet, wieder Rohstoffe aus Russland und Zusammenarbeit mit China, ohne sich gegenseitig mit politischen Wunschvorstellungen zu nerven, Die Wirtschaft braucht Stabilität. Dazu gehört selbstverständlich soziale Gerechtigkeit. Die BRD könnte sich diese auch leisten, wenn sie ihr Geld nicht in der korrupten Ukraine verbrennen würde..

    Daraus folgt
    Keine Waffen für Israel und der Ukraine
    Handel mit allen Ländern zollfrei auf Augenhöhe
    Wir zahlen nicht für Eure Krise

      1. Braun, noch brauner extrem braun = BRD. Einem Staat der mit einer 99,9% NS Justiz, 98% NS Verwaltung, 100% NS Polizei (Deutsche Polizisten, Mörder und Faschisten. War keine Beleidigung, nur eine Tatsachenbehauptung) und 70% NSDAP Politiker in der CDU, 90% NSDAP in der FDP und immerhin noch 30% in der SPD, als angeblich demokratischer Staat gestartet ist, den Nationalsozialismus aber nie hinter sich gelassen hat.
        Also der Nachfolger des 3 Reichs als Nazideutschland war immer die BRD. Der Staat dessen einzige Existenzberechtigung die Versorgung der ganzen Naziverbrecher war.

        1. Na Gott sei Dank waren neulich die grünen Maoisten an der Macht und haben das wenige Funktionierende auch noch zerdeppert „Deutschland verrecke“ oder so, nur blöd, wenn man hier lebt.

    1. @Naomi
      Ihr konsequentes Ausblenden der Propaganda und Überwachung, die in China als zentrale Instrumente der Staatsführung tief in das gesellschaftliche und politische Leben eingreifen, scheint einer nicht überwundenen romantisierten Sehnsucht nach der guten alten DDR geschuldet zu sein.

      1. Sie sind der typisch westlichen antichinesischen Propaganda aufgesessen, die die chinesische Kultur mit deutschen/westlichen Maßstäben mißt. Dabei ist doch entscheidend, wie die Einwohner von China ihren Staat, ihr Land sehen. Die sind zufriedener als die deutschen mit den beschissenen System hier.
        Niemand hat gesagt, daß das chinesische System für Deutschland paßt. Die Chinesen wollen ihr System nicht exportieren. Sie wollen sich aber auch nicht von Deutschen – die sich in China als Kolonialmacht aufgespielt haben (Sommerpalast mehrmals mit deutscher Hilfe zerstört, Nazigenerale berieten Chiang Kai-Shek) – belehren lassen wie sie zu leben haben. Akzeptieren Sie einfach das die Welt sich nicht mehr nach westlichen Vorstellungen dreht.

        1. Jetzt frage ich mal ganz direkt: Wie lange und wo haben Sie denn in China gelebt? Denn Ihre Kommentare erscheinen mir zunehmend wie romantische Schwärmereien auf Teenagerniveau, aber nicht als fundiertes praktisches Wissen aus eigener Erfahrung, bzw echtem Zugang zu diesem Land. Vielleicht möchten Sie ja meine Bedenken zerstreuen? Ohne Ihnen nahetreten zu wollen…..

    2. Absolut korrekt.
      Pragmatismus statt schwachsinniger Ideologie würde schon sehr viel helfen, die Wirtschaftskrise zu überwinden, die vor allem durch Ideologie verursacht wurde.

  9. In Singapur verbrät man die Steuern die man in Europa unterschlagen hat..

    Die größte Herkunftsregion für vermögende Zuwanderer in Singapur ist Europa; über 55 % der Zuflüsse stammen aus Europa im Jahr 2023. Großbritannien, einst ein sicherer Hafen für europäisches Kapital, verzeichnet seit dem Brexit erhebliche Kapitalabflüsse. Schätzungsweise 4.200 britische Millionäre zogen nach Singapur. London bleibt ein wichtiger Goldhandelsplatz, doch Singapur holt rasant auf. Die britischen Goldexporte im Wert von 33 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 deuten darauf hin, dass einige Kapitalströme nun nach Asien fließen könnten.
    Auch Frankreich hat seit 2018, nach Einführung der neuen Vermögenssteuer durch Präsident Macron, fast 3.000 vermögende Privatpersonen ins Ausland vermittelt. Die Schweiz exportierte Gold im Wert von 4,01 Milliarden US-Dollar nach Singapur, was die starken Handelsbeziehungen im Edelmetallsektor unterstreicht, die durch die Präsenz schweizerischer Raffinerien vor Ort gestärkt werden. Deutsche vermögende Privatpersonen, die den Risiken der Eurozone misstrauen, diversifizieren ihre Goldbestände und investieren in den sicheren Hafen Singapurs. Im Jahr 2023 exportierte Deutschland 206 kg nicht-monetäres Gold (im Wert von 13,05 Millionen US-Dollar) nach Singapur.
    Seit 2022 haben russische Oligarchen und osteuropäische Unternehmer schätzungsweise 45 Milliarden US-Dollar nach Singapur transferiert, um Sanktionen und geopolitischer Instabilität zu entgehen. Amerikanisches Vermögen wandert weltweit am schnellsten nach Singapur ab: Die Zahl der Millionäre hat sich von 150 im Jahr 2014 auf über 1.000 im Jahr 2023 fast versiebenfacht. Dieser Anstieg spiegelt die wachsende Besorgnis der US-amerikanischen Eliten über politische Instabilität wider, wobei Ereignisse wie die Unruhen vom 6. Januar als wichtige Auslöser gelten. Singapurs Steuervorteile – keine Kapitalertrags- oder Erbschaftssteuer – stehen im deutlichen Gegensatz zu den in den USA geplanten Vermögenssteuern von bis zu 25 % auf nicht realisierte Gewinne. Der Technologiesektor führt diese Entwicklung an: Unternehmer aus dem Silicon Valley stellen etwa 40 % der Neuankömmlinge und ziehen oft mit ihren Familien und Risikokapitalfonds um. Dieser Trend könnte sich noch verstärken: Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 53 % der amerikanischen Millionäre und 64 % der jüngeren Millionäre eine Auswanderung erwägen.iv Australiens Position als einer der größten Goldexporteure nach Singapur unterstreicht die regionalen Finanzbeziehungen. Im Jahr 2023 exportierte Australien 4.859 kg Rohgold im Wert von fast 298 Millionen US-Dollar.

    https://sbma.org.sg/media-centre/publication/crucible/crucible-34/singapores-golden-magnet-the-wealth-shift-from-west-to-east/

    Man „pampert“ die Milliardäre der Welt und hilft bei der Steuerhinterziehung.. Das ist also was sich hinter dem Begriff „Meritokratie“ verbirgt. Das ist keine „Meritokratie“ sondern Oligarchie und Feudalismus..

    Außerdem beutet man wohl ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus..
    https://www.hrw.org/world-report/2021/country-chapters/singapore

    Meritokratie und Technokratie, das klingt als ob der Artikel direkt von den „Silicon Valley Tech Bro’s“ gesponsort wurde, die labern genau das selbe.. 🙄

    Mfg Makrovir

  10. Ein so langer Artikel, der das Wesentliche ausspart: Singapur ist eine Art Monaco Asiens. Oder ein anderer Vergleich eine „City of London“ bzw. „Manhattan“.

    Realistisch betrachtet produziert der Stadtstaat nichts, weswegen eine Rechnung in BIP auch Nonsense ist. Er schmarotzt von der Produktion anderer Länder, deren Gewinnler ihr Geld nach Singapur schaffen. Und vor allem ist es ein Handelsplatz für Waren, die anderswo hergestellt wurden. Und natürlich ein Finanzplatz, also Zockermarkt.

    In der Wiki liest man zwischen den Zeilen auch die Wahrheit, etwa wenn angemerkt wird, daß Singapur (in Geldwerten gerechnet) zeitweise mehr exportiert, als es überhaupt BIP hat! Ein 6-Millionen-Leute Staat, der zu den 11 größten Exportnationen der Welt gehört! Das sagt doch wohl alles?

    Kleines Beispiel: Das zweitgrößte Unternehmen Singapurs ist die Wilmar International Limited. Der größte Verarbeiter und Produzent von Palmöl weltweit mit fast 40 Milliarden Dollar Umsatz.
    Wo sind die riesigen Palmölplantagen ? In Indonesien und Malaysia! Ihre Gesamtfläche ist viermal so groß wie ganz Singapur! Prinzip erkannt?

    Das KANN kein Vorbild für den Rest der Welt sein, das geht rein rechnerisch nicht. Ich weiß, in Deutschland ist der Glaube weit verbreitet, daß es allen gut gehen könnte, wenn sie wie Deutschland mehr exportieren als importieren… Tu was gegen Religion…

    1. Findest du nicht dass ich Zocker Markt und exportvolumen etwas widersprechen?
      Das asiatische Monaco ist er Macau.
      Was für Singapur das palmöl sind für Deutschland beispielsweise Kakao und Kaffee. Entsprechende plantagen habe ich hier zumindest noch nicht gesehen.

      1. Singapur exportiert aber nur das was es vorher importierte. Größtenteils dürfte da nur noch umgelabelt werden, da für eine entsprechend große verarbeitende Industrie gar kein Platz mehr ist. Das ist dort wohl noch das „Erbe“ als Hafenstadt. Dennoch wird dort natürlich auch gezockt, und die Reichen werden dort sicher nicht grundlos ihr Geld hinschaffen.

  11. Sicher ist es richtig, dass gerade faschistische oder anderweitig autokratische Systeme starke technokratische Züge getragen haben. Aber daraus den Umkehrschluss zu ziehen, dass Technokratie unweigerlich in den Faschismus führt, wie es George Orwell getan hat, spiegelt einen typischen kognitiven Fehler wider: der Schluss nämlich von Korrelationen auf Kausalität.

    Stimmt, allein aus der Tatsache, daß Technokratie eine notwendige Bedingung für Faschismus ist, lässt sich nicht schließen, daß sie auch hinreichend ist. Das muß auf anderem Wege erfolgen, nämlich unter Zuhilfenahme der Definitionen der beiden Begriffe. Da diese aber strittig
    sind …

    1. Das ist nur ein anderes Wort für Geldpresse… angesichts der Entwicklung, der aufgehäuften Einkommensansprüche, Pensionen usw. und andererseits den massiven Abhängigkeiten (massenweise Leute im Sozialsystem) werden wir gar nicht umhinkommen, die hochzufahren, es sei denn, wir wollen nachhaltig den wenigen autochthonen Nachwuchs auch noch vergrämen und uns in ein Drittweltland verwandeln. Alle Länder der Neuzeit, mit ähnlichen Problemen, haben diesen Weg beschritten, er ist Mist, aber am wenigsten schmerzhaft.

  12. Was für ein Unsinn.

    Mit noch mehr Macht(Konzentration) und Gewalt wird man das Ruder nicht herumreißen.

    Ein Beispiel eines schönen Machtkonzentrierten Untergangs ist Grundig. Die sind just da untergegangen, wo der PC den Massenmarkt erreicht hat, also die Nachfrage nach Monitoren / Bildschirmen drastisch angestiegen ist. Der Gründer von Grundig hat behauptet „die viel zu billigen Asiaten seien das größte Problem“, ich behaupte das größte Problem war, dass sein starres Konzept der autoritären Unternehmensführung aus der Zeit gefallen war. DAS hat Innovation im eigenen Unternehmen verhindert und somit auch mögliche Konzepte, wie man der neuen Konkurrenz begegnen könnte. Dass die Märkte gesättigt waren, kann zu dem Zeitpunkt jedenfalls nicht gesagt werden. Es gabt in gewisser Hinsicht enormes Wachstumspotenzial. Was die Preissituation angeht… das ist schnell gesagt („die sind zu billig, wir zu teuer“), aber trotzdem gibt es oft noch mehr Möglichkeiten als so auf die Schnelle gedacht. Das kann ich heute schwer analysieren.

    Anderes Beispiel: was sind die aktuellen Konzepte? Richtig. Unmittelbar nach Corona hat sich ein guter Aufschwung angekündigt, da viel Geld im Markt war und auch einige Jahre der Konsumzurückhaltung aufgeholt werden wollten etc. etc. Was hat die Politik gemacht? Mit brutalster Gewalt hat sie diesen Aufschwung niedergeschlagen, ua durch die katastrophale Energiepolitik (Unternehmen sahen sich vor der Problematik, dass sich die Energiepreise VERZEHNFACHT haben), aber auch durch die Sanktionspolitik etc. pp. Der Niedergang, der nach Corona gekommen ist, ist zu 100 % die Schuld der Politik. Nun gut… VW hat auch massive Fehler gemacht. Die wollten ihren Riesenkonzern von heut auf morgen auf E-Mobilität umswitchen. Das funktioniert natürlich nicht. Das betrifft ja sämtliche Bereiche: Fabriken, Rohstoffbeschaffung, Zulieferer verarbeiteter Produkte, die eigene Forschung, das eigene Personal… das ist in etwa so klug gewesen, wie die Idee der Grünen: „lass die Pipeline sprengen und auch jede Einfuhr von russischem Gas verbieten, dann ist auch das CO2-Problem gelöst“. Das ist so eine Denke, wie ich sie von Lehrern an einer Grundschule vermuten würde: man legt einen Lichtschalter um und schon ist alles anders als zuvor. Ich möchte nicht das Ziel den CO2-Ausstoß zu reduzieren kritisieren, lediglich die halsbrecherische Vorgehensweise. Niemand würde sagen „ich nehmen morgen an Olympia teil“, ohne auch nur einen Hauch dafür trainiert zu haben. Man arbeitet auf ein Ziel hin und man agiert nicht auf dem Niveau „wünsch Dir was“.

    Also… die Eliten haben es vergeigt und wie soll der Karren jetzt aus dem Dreck gefahren werden? Richtig. Man will die Löhne senken, kurz: man will auf der arbeitenden Bevölkerung rumtrampeln, weil die ELITEN zu doof sind eine anständige Politik zu machen.

    Die Energiepreise steigen, VW verursacht durch eine katastrophale Unternehmenspolitik enorme Kosten, wer soll die Kosten dieses eklatanten Missmanagements einsparen? Richtig. Die, die gar nichts dafür können und auch so schon eine ganze Menge auslöffeln sollten, von Inflation, über Jobverlust bis hin zu „wir nehmen Dir Deine Kinder weg, um sie in einem Krieg zu verheizen und Rheinmetall ganz reich zu machen“, sowie all die Lügen und Hetze, die man sich in den Medien geben muss, wo Extremisten aus Politik, Medien und Institutionen glauben man sei komplett dumm.

    Jetzt zu sagen wir bräuchten eine Technokratenregierung und ein Einparteiensystem enthält NULL innovative Ideen. Es spielt auf der gleichen Klaviatur, wie es unsere Regierung aktuell auch schon macht: wir brauchen mehr Gewalt, weniger Mitbestimmung und weniger Rechte, Dummschwätz, Dummschwätz, Dummschwätz.

    Wir brauchen vor allem mal kluge Köpfe als Eliten (keine ideologisierten rechten Extremisten), die z.B. Frieden mit Russland anstreben und dann auch wieder russische Rohstoffe einkaufen, um zumindest mal ein drängendes Problem zu lösen. Ebenso muss die Sanktionitis mal generell beerdigt werden, bis auf Israel…. Zudem sollte sich Deutschland dem Langfristprojekt BRICS zuwenden und sich von den USA auf lange Sicht abwenden, sofern sie sich weiterhin so verhalten, wie sie es heute tun, die Welt in Blöcke aufteilen und uns vorschreiben wollen mit wem wir Handel treiben dürfen und mit wem nicht, zu unserem maximalen Schaden.

    Nicht Gewalt nach unten und noch autoritärere Führungsstile sind die Lösung, sondern mal anständige, nachvollziehbare Politik.

    1. Noch etwas zu meinem Grundig-Beispiel… dazu ein Gegenbeispiel: Huawei. Obwohl die USA alle Hebel in Gang gesetzt haben um diesen lästigen überaus innovativen und erfolgreichen Konkurrenten loszuwerden, konnte sich das Unternehmen retten. Warum war das so? Weil das Unternehmen zu ich mein 97,5 % den Mitarbeitern gehört. DAS war für jeden ein persönlicher Ansporn seinen Beitrag zur Rettung des Unternehmens zu leisten. Heute ist das Unternehmen fast erfolgreicher als zuvor (jedenfalls sind sie in unzähligen Bereichen aktiv: Smartphones, Software, Chip-Entwicklung, inkl. Entwicklung einer eigenen EUV-Maschine zum Herstellen von Chips, sie bauen Autos, haben ein eigenes Betriebssystem a la Windows entwickelt mitsamt Ökosystem, haben zu Topmodellen von Nvidia konkurrenzfähige KI-Chips (weswegen es der chinesischen Regierung ein Leichtes war die Einfuhr von Nvidia-Chips zu verbieten), CloudDienste, mW wollen sie auch oder betreiben es schon: ein Satelitennetzwerk a la Starlink etc. etc. etc),

      Das, was da im Artikel steht, ist mal wieder typisch deutsch: Null Inhalt, nichts Konkretes, dafür aber umso mehr Autoritarismus. Und das wird einem dann auch noch als „Intelligenz“ verkauft. Es ist die pure Dummheit. Gewalt ist die Abwesenheit von Intelligenz, zumindest in den allermeisten Fällen.

    2. Richard

      Ein Beispiel eines schönen Machtkonzentrierten Untergangs ist Grundig. (…)
      Der Gründer von Grundig hat behauptet „die viel zu billigen Asiaten seien das größte Problem“, ich behaupte das größte Problem war, dass sein starres Konzept der autoritären Unternehmensführung aus der Zeit gefallen war.

      Grundig war kein Einzelschicksal.

      Manager-Magazin, Artikel von 2003:

      „Wir haben keine andere Wahl. Der brutale Wettbewerb zwingt uns, in die Niedriglohnländer zu gehen“, sagt Vorstandschef Gerhard Pegam (41). „Unsere Konkurrenten produzieren überwiegend in China, Korea und Mexiko.“

      Epcos zeigt exemplarisch, wie die Globalisierung die Rahmenbedingungen für deutsche Betriebe verändert hat. Allein mit guter Führung, technischer Brillanz und erstklassiger Marktpositionierung ist Billigkonkurrenz aus Asien und Osteuropa nicht mehr zu schlagen.

      Die Folge: Immer mehr Firmen hegen Abwanderungspläne.

      Nach jüngsten Umfragen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) will fast jedes vierte Industrieunternehmen in den kommenden drei Jahren Teile der Produktion oder gar die gesamte Fertigung ins Ausland verlagern. Hauptgrund: die horrenden Arbeitskosten.

      Neben den Löhnen sind es die hohen Steuern und Abgaben, die Unternehmen aus dem Land treiben.

      https://www.manager-magazin.de/unternehmen/ab-nach-asien-a-05417949-0002-0001-0000-000027407565

      1. Genau das stimmt ja nicht. Die „horrenden Arbeitskosten“ müssen für alles Mögliche herhalten, auch für Missmanagement.

        VW hat unter Diess Verträge mit Akkuherstellern in Höhe von zig Mrd. Euro abgeschlossen, um sie sich zu „sichern“ ohne zu wissen, wo die Reise überhaupt hingeht. Auch der Plan den gesamten VW-Konzern von jetzt auf gleich auf E-Mobilität umstellen zu wollen war ein enormer Kostentreiber. Unter Diess wurden zig (oder gar hunderte) Milliarden für die E-Mobilität ausgegeben. Heute muss der Chef von Volkswagen schauen, wie er mit ganz kleinen Brötchen den Laden rettet und über Wasser hält. Der wesentliche Kostentreiber sind in diesem Fall nicht die Löhne, sondern der Größenwahn und der mangelnde Bezug zur Realität der Führungselite. DAS ist Geld, welches erst einmal wieder eingespielt werden muss.

        Anderes sehr prägnantes Beispiel: eine Handtaschenverkäuferin auf der Luxusmeile „Kö“ in Düsseldorf wird gefragt, ob sie denn auf die Billighersteller in Asien angewiesen sei? Da sagt sie nur „ja“. Nun… schauen wir uns das Geschäftsmodell mal an: sie verkauft Handtaschen im oberen Preissegment. In Asien kauft sie diese für einen Bruchteil des Verkaufspreises ein (10 %?). Was ist das Teure an dem Geschäftsmodell? Nicht die Löhne, sondern die Mieten des Ladenlokals und dass es sich um ein Produkt handelt, welches – aufgrund der hohen Verkaufspreise – nicht gerade Massenware ist, also länger im Laden liegt. Kurz: die niedrigen Löhne sind dazu da ihre Fehlentscheidungen – die auf Eitelkeiten basieren – zu kompensieren.

        Noch ein Beispiel: ich hab mal für einen Mobilfunkkonzern gearbeitet. Da war ich in einem Projekt involviert, wo ich mitbekommen hab, wie das Geld teils mit vollen Händen für Berater, Wasserkopf etc. ausgegeben wurde. Dann kam ein neuer Vorstand. Der dachte sich „ich muss ja jetzt den Aktionären verklickern wie erfolgreich oder auch nicht dieses Projekt ist. Das will ich nicht. Also besser einstampfen, ehe ich mir da ein Kostengrab ans Bein binde“. Zur Info am Rande: Das Projekt wurde strukturell falsch angegangen. Da können aber die Arbeitnehmer nichts für.

        Kurz: der Vorstand hat das Projekt eingestampft, nicht weil er einen Plan hatte, sondern weil er sich dachte, dass er den Aktionären das als „Gewinn“ verkaufen könnte. Er habe quasi die Kosten gesenkt. Dann war es aber auch so… das Geld, welches ausgegeben wurde, musste ja wieder reingeholt werden. Man hat der Fehlinvestion nachgetrauert. Wer hat dafür bezahlt, seine Jobs verloren? Menschen an der Basis, im weitesten Sinne im Kundenservice. Die Umsatzrendite in dem Land lag mW bei 45 % in dem Jahr. Der Teil des Unternehmens war die Gelddruckmaschine des Unternehmens. Zu hohe Lohnkosten, genau… Du glaubst auch alles, was man Dir erzählt, was?
        Übrigens ist das Unternehmen auch stark in einem absoluten Billiglohnland engagiert, wo die Geschäfte allerdings ganz mies laufen sollen, die Verluste daraus also defacto über das „Hochlohnland“ aufgefangen werden. Die Angaben sind schon etwas her.

        Jetzt mal meine These dazu: Die Unternehmer brauchen vor allem deswegen niedrige Löhne, damit es weniger Risiko für sie ist, wenn sie mal wieder Mist bauen. Damit kann man natürlich nicht alles erklären, nur sollte man eben vorsichtig sein, wenn wieder irgendein Unsinn in den Medien verbreitet wird. Zudem will ich mal mehr das eklatante Missmanagement unserer Eliten aufs Tablett holen. Das lässt sich – vor allem nach Corona – ganz eindeutig nachweisen. Da ist nicht dran schuld, dass der einfache Arbeitnehmer angeblich zuviel Rente kassiert, zuviel krank feiert oder allg. zu wenig arbeitet.

        1. Jetzt mal meine These dazu: Die Unternehmer brauchen vor allem deswegen niedrige Löhne, damit es weniger Risiko für sie ist, wenn sie mal wieder Mist bauen.

          Das Verkaufsargument schlechthin ist und bleibt der Preis (Luxuswaren sind Ausnahmen). Diese Tatsache kann man nicht wegdiskutieren. Hinzu kommen aber auch noch etliche andere Dinge wie beispielsweise Investitionen: BASF hat 5 Milliarden $ in ihren neuen Produktionsstandort in China investiert. Das kratzen die nicht aus der Portokasse. Auch BASF nicht.

          Außerdem: wenn die These stimmig sein soll, dann würden Unternehmen beständig in Billiglohnländer umziehen (müssen). Und genau das haben viele Firmen nicht gemacht oder viel zu spät. Und damit sind wir wieder beim Manager-Magazin.

          1. Das ist Blödsinn. Du klingst wie mein Volkswirtschaftslehrer mit seinen simplen Theorien, wo man einfach mal eine ganze Reihe Faktoren wegeliminiert, weil es sonst zu komplex ist sich daraus eine Theorie zu basteln, die man „Volkswirtschaftslehre“ nennen kann. Der Preis ist EINE Komponente aber nicht die alleinige. Wer so stumpf denkt, der hat schon verloren. Und das betrifft keineswegs nur Luxusartikel. Menschen geben bei Nahrung, Kleidung, bei Autos, bei vielen Produkten mehr aus, weil sie sich eine höhere Qualität davon versprechen, weil es ihre angestammte Marke ist (sie immer gute Erfahrungen damit gemacht haben), die Marke empfohlen wurde, weil das Produkt lokal produziert wurde aus logistischen Motiven (sofortige Verfügbarkeit) oder um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Es gibt sehr, sehr viele Faktoren. In China waren deutsche Autos z.B. immer auch ein Statussymbol, chinesische Marken verrufen. Das verschiebt sich jetzt vor allem auch dank der aggressiven westlichen Politik. Die Chinesen kriegen ja auch mit, dass der Westen die chinesischen Marken zu zerstören versucht, nicht weil die Vorwürfe stimmen, die der Westen erhebt, sondern weil er Konkurrenz loswerden will. Und das mögen die Chinesen nicht. Das greift sie in ihrem Stolz an, verständlich. Huawei z.B. Was haben die Chinesen gemacht? In China selbst sind die Marktanteile von Huawei drastisch angestiegen, sowohl in der Bevölkerung als auch institutionell. Westliche Marken verlieren hingegen, auch Apple. Das ist bei den Autos nicht anders. Das sich verschlechternde Image des Westens aufgrund seiner Abgehobenheit und Arroganz, sowie ganz praktische Erwägungen ruft das einfach hervor.

            Dass BASF in China investiert, ergibt aus ganz praktischen Erwägungen Sinn. Das heißt zum Einen ja nicht automatisch, dass sie die dort produzierten Produkte auch in Europa verkaufen wollen. Ein ganz wesentlicher Grund sind die genannten von der Politik verursachten gestiegenen Energiepreise. Aber auch das zunehmend aggressiver werdende sich verschlechternde Umfeld in Europa verschlechtert sich für Unternehmen wie BASF zusehends.

            BASF ist Chemiekonzern. Und in der Branche geht es um Kleinstbeträge. Das heißt es geht darum große Mengen zu verkaufen, um am Ende auf Umsatz und Gewinn zu kommen, z.B. bei Farben, Lacken, Kunststoffen, Düngemitteln, Vorprodukten der Pharmaindustrie etc. pp. So… wenn der Westen nun meint Blöcke bilden zu müssen, dann heißt das, dass der Zukunftsmarkt schlechthin – für die Chemie-Branche unerlässlich, wenn man morgen noch eine Rolle spielen will – die „anderen“ 7 Mrd. Menschen über die Zukunft des Unternehmens entscheiden. BASF hat einfach erkannt, dass dieser Markt aufstrebend ist, im alternden Westen immer weniger zu holen ist. Er hält sich nicht an die rassistisch-rechtsradikalen Vorgaben aus Brüssel und Berlin, die die Welt in den Westen auf der Einen Seite und auf der anderen Seite Untermenschen, denen eine Entwicklung verwehrt bleiben sollte, einteilen.

            BASF verlagert sein Geschäft in erster Linie NICHT, weil die Lohnkosten in Deutschland so hoch wären, sondern zum Einen aus strategischen Gründen (weil der Westen ihnen das Geschäft schwer macht) und weil die Energiekosten in Deutschland zu hoch sind. Das ist also eine Lüge, wenn Du hier das Problem der Lohnkosten anführen willst.

            Anderes Beispiel: die Firma Stihl hat ihre Produktion zumindest teilweise (den aktuellen Stand kenne ich nicht) in die Schweiz verlagert. Sie sagen, dass dort die Lohnkosten zwar erheblich höher seien, dafür aber die Bürokratie besser zu handhaben.

            1. Richard

              Das ist Blödsinn.

              Der Preis ist EINE Komponente aber nicht die alleinige.

              Selbstverständlich spielen viele Faktoren eine Rolle, aber der Preis bildet nun mal die Grundlage. Was denn sonst?

              Preisvergleichsportale sind Ausdruck dessen.

              Vielleicht gucken sie mal an der Basis, was die so dazu sagen?
              Verkäufer beispielsweise 😉

              Wenn es so einfach wäre, würden die doch alle einfach die Preise erhöhen und reich werden…

      2. Es ginge aber auch ohne (oder mit weniger) Produktionsverlagerung in Billiglohnländer.

        Beispiel Herzogenaurach! War mal ein westdeutsches Textil-Mekka mit Adidas und Puma. Die Firmen gibts es immer noch, die Klamotten sind teilweise unbezahlbar (wer gibt 80-120 Euro für ein T-Shirt aus? Antwort: Idioten, sobald „Fanshirt“ draufsteht!), aber produziert wird unter billigsten Bedingungen in Fernost.

        Der „kleine Gallier“ Trigema in Burladingen ist dagegen immer noch in Deutschland ansässig und produziert auch hier….

        1. Elberadler

          Der „kleine Gallier“ Trigema in Burladingen ist dagegen immer noch in Deutschland ansässig und produziert auch hier….

          Inhabergeführtes Familienunternehmen, Eigenkapitalfinanzierung usw.

          Grundig beispielsweise wurde 1972 in eine AG überführt.

          1. Jupp. Aber wenn die kleine KG dass schafft, dann schafft es eine AG doch erst recht? Aber da stehen nunmal andere Interessen dahinter…

        2. Da sprichst Du ein gutes Beispiel an. Wenn ich im Fernsehen immer höre (früher, hab seit 2007 keinen Fernseher mehr, feiere bald 20jähriges; über Bande kriegt man natürlich doch noch so einiges mit, egal) „aber der Kunde will es doch so“, dann stimmt das einfach nicht. Es simplifiziert ungemein. Das, was da theoretisiert wird, ist, dass der Kunde über den Preis entscheiden würde, sprich er wolle billig. Viele wollen das auch (vll. auch nur teilweise, manchmal ja, manchmal nein). Aber umgekehrt kann man anhand des Preises überhaupt gar keine Aussage darüber treffen, ob jeweiliges Produkt unter fairen Bedingungen produziert wurde. Man weiß ja nicht, ob sich einfach nur der Unternehmer (oder Aktionär) mehr in die Taschen gesteckt hat und deswegen einen höheren Preis aufruft… Nehmen wir Apple. Apple ist für sein ausbeuterisches Verhalten bekannt. Sie mussten erst jahrelang negativ in der Presse auftauchen, weil sich immer wieder Menschen von den Dächern Foxconns in den Tod gestürzt haben wegen der schlimmen Arbeitsbedingen, bis sie gegengesteuert haben. Lass heute ein iPhone 100 Euro in der Herstellung kosten. Da soll mir nochmal einer erklären „die Lohnkosten sind zu hoch und man müsse deshalb im Ausland produzieren“, wo Apple von seinen Kunden doch das 10 bis 20fache für ein Handy nimmt. Das ist einfach eine Lüge.

      3. Stichwort Missmanegement unserer Eliten:

        Deutschland steht vor einem Problem, und zwar dem Problem, dass Märkte wegbrechen (werden). Und auch daran sind die nicht (pauschal) die höheren Preise schuld. Was meine ich? Dadurch, dass sich Deutschland auf der Seite des Unrechts, also der Sanktionen, positioniert hat, laufen alle nichtwestlichen Länder Gefahr, dass die Produkte aus Deutschland diesen Sanktionen unterliegen könnten, wenn nicht heute, dann vielleicht morgen. Und wie sieht es dann ua mit der Ersatzteilversorgung aus? Nun…. Da, wo Kunden vll. noch bereit waren höhere Preise zu bezahlen – unabhängig von vll. auch noch Qualitätsunterschieden – sind sie es unter solchen Umständen, wenn das chinesische Konkurrenzprodukt das Gleiche kann, immer weniger. Anders ausgedrückt: es ist immer einfacher Kunden zu halten, als sie neu überzeugen zu müssen (natürlich gibt es da noch weitere Zusammenhänge). Kurz: es sind nicht (nur) die Preise, die die Kundschaft ZWINGT einen Bogen um deutsche (bzw. westliche) Produkte zu machen, sondern ganz besonders (und quasi ausweglos) die durchgeknallte Sanktionspolitik und die falsche Positionierung der Bundesregierung (die kriminelle Komponente ihres Handelns mal ausgeblendet).

        Eindrucksvoll bewiesen hat das kürzlich Porsche… während die rechtsextreme deutsche Presse den Schritt Porsche-Modelle in Russland per Internetverbindung lahmzulegen gefeiert hat, sind solche Entwicklungen natürlich langfristig fatal. Aber wer rechts ideologisiert ist, da fehlt es sowieso ein wenig an IQ. Was hat das für Signalwirkung? Die Russen werden – es sei denn es sind Hardcore-Fans von Porsche (und auch die kann man überzeugen mal was Anderes, z.B. was Chinesisches auszuprobieren) – zukünftig um Porsche einen großen Bogen machen. Aber nicht nur die. Auch in allen anderen nicht westlichen Ländern wird man sich zukünftig überlegen noch einen Porsche zu kaufen.

        Wir sehen: Auch DAS ist kein Problem der Lohnkosten.

        Stell mal vor man betreibt derart eklatantes Missmanagement (vergrault ua die Kundschaft vollkommen unnötig) und erzählt Dir dann „Deine Löhne sind zu hoch“ oder – um auf den Arikel zurück zu kommen – „wir brauchen eine Technokratenregierung“…. Mir scheint die Inkompetenz unserer Eliten hat System. Man will aber an der Macht festhalten. Dazu benötigt man ein System, welches verhindert, dass eine andere Macht aufkommt. Anstatt eine vernünftige Politik zu betreiben, sich nicht permanent selber zu schaden und sich endlich mal an die sich verändernden Gegebenheiten anzupassen (auch, wenn man nicht überall konkurrieren kann oder will, so kann man doch versuchen seine Märkte, seine individuellen Qualitäten zu finden), gehen unsere „Führer“ jedoch einen anderen Weg: den Weg der steigenden Gewalt, der steigenden Machtkonzentration, des Autoritarismus, des Totalitarismus und als Ablenkung des Rassismus… „der Russe ist an allem schuld“ oder – in dem Fall – auch der Arbeitnehmer, der zuviel Rente kassiert, dauernd krank feiert, zu wenige arbeitet. Selten so einen unterkomplexen Blödsinn gehört (ok… eigentlich nicht… in der deutschen Politik- und Medienlandschaft sind derart dumme Parolen an der Tagesordnung).

        1. Es ist einfach billig die Schuld jetzt auf den Arbeitnehmern abzuladen, obwohl es die Eliten waren und sind, die den Karren immer tiefer in den Dreck fahren. Und dann mit so dummen, unterkomplexen „Lösungen“ um die Ecke zu kommen…. stell Dir mal vor ein Haus brennt und dann kommt irgendwer und sagt „wir brauchen jetzt eine technokratische Lösung“… den würde man doch an den nächsten Baum nageln. Zu allererst mal muss doch das Haus gelöscht werden anstatt irgendwelche Befindlichkeiten irgendwelcher krummen Machtmenschen zu befriedigen. Wenn dann jemand mit einer pragmatischen Lösung kommt, wie man ganz konkret zu einem schnelleren, besseren Ergebnis kommt, irgendwas Konkretes, dann ist das mit Sicherheit gerne gesehen. Aber irgendwelche Eitelkeiten wichtiger zu nehmen als das gerade brennende Haus… sorry… da hab ich NULL Verständnis für.

          Vor allem nervt mich die aggressive Gewalt und absolute Abwesenheit von logischem Denken, die in unserem psychisch durchgeknallten Machtapparat steckt. Die haben NULL Lösungen diese Typen… einfach nur Rassismus, Hass und Gewalt (Autoritarismus, diktatorisches Verhalten, krankhafte Eitelkeiten, Narzismus)…. das ist alles, was sie können. Die eigentlichen Problem, da verstehen die überhaupt gar nichts von, Die interessieren sie auch überhaupt gar nicht.

  13. Da fehlt noch der disclaimer: „This article is sponsored by the PayPal-Mafia“.

    Aber warum in die Ferne schweifen wenn Luxemburg so nahe ist? Einfach kopieren und bäm, blühende Landschaften, wie zb Irland gezeigt hat.. Hat zusätzlich den Vorteil dass man allen die der „Meritokratie“ der „Fountainheads“ (Ayn Rand) Tatsachen gegenüberstellen (zb Singapur ist eine ultra-neoliberale Steueroase) ins Celler Loch sperren kann.

  14. „sondern der Pragmatismus zählt – und viele politischen Entscheidungen werden empirisch überprüft und je nach Ergebnis nachreguliert“.

    Und wie soll ein derartiges Politikmanagement von unseren heuchelnden, europäischen Moralpolitikern umgesetzt werden? Wir sind jetzt beim 20 oder 21 Sanktionspaket gegen Russland, obwohl kein einziges gewirkt hat und wir werden wahrscheinlich in 5 Jahren das 35 Sanktionspaket schnüren, immer in der Hoffnung, dass es dieses Mal wirken wird.

    Unterdessen werden unsere moralischen Weltpolitiker mit hunderten Milliarden aufrüsten und die Fregatte Bayern sonst wohin senden um ihre Macht zu demonstrieren. Für die Probleme in der Heimat fühlen sie sich offenkundig nicht zuständig.
    Niemand macht sich darüber Gedanken, wie man unseren Wohlstand in Zukunft erwirtschaften will. Ganz klar, die herrschende Klasse leidet keinen Mangel und wird auch in Zukunft wie seinerzeit der Adel eher gut als schlecht leben.

    Wahlkämpfer Özedimr verkündet aktuell es gehe um Wirtschaft! – Wirtschaft! – Wirtschaft! Scheinbar hat er es begriffen, aber gerade vor kurzem haben die EU-Länder beschlossen in Zukunft auch kein russisches LNG-Gas mehr abzunehmen, nachdem sie die langfristigen Verträge zu preiswerten Energiebezug einzeitig storniert hatten. Keinerlei Pragmatismus und langfristiges Planen, nur dumme Sprüche.

    Und wenn die Wähler dann zur AfD greifen, will man die Demokratie retten, indem man sie abschafft. Unsere Eliten befinden sich doch in der moralischen Ideologieblase der eigenen Weltwichtigkeit. Tatsächlich haben sie nirgends mehr etwas zu sagen. Weder in der Ukraine, noch beim Iran noch im Gazastreifen.

  15. > Meritokratie, Noch in den Siebzigerjahren waren sich westliche und östliche Systeme dahingehend einig, dass die persönliche Leistung das entscheidende Kriterium sein sollte.

    Hier schließt sich der Kreis zur woken Ideologie und warum diese aktuell so unisono propagiert wird. Diese lehnt Meritokratie schlicht ab. Es gibt für Politiker keinen Grund mehr irgendwelche Leistungsdaten zu erreichen. Falscher Doktortitel ist dann auch kein Grund mehr zu gehen. Bestimme selbst wer du bist. 😉

    Historisch gesehen kann mans auch als Degeneration einer Gesellschaft ansehen, die alle großen Reiche der Vergangenheit am Ende auszeichneten. Damit könnte man sogar sagen das ist der Lauf der Dinge. Allerdings ist Geschichte nicht vordefiniert.

  16. Von Singapur lernen…am Arsch ned… 😧
    Singapur ist eines der teuersten Pflaster der Welt. Zigaretten 13 €.
    Der Traum jedes Kapitalisten.
    Und die Leute finden das auch noch ganz toll….hab ja mit vielem gerechnet aber nicht mit einem derartigen Artikel hier bei Overton. :-(((((

    1. „Und die Leute finden das auch noch ganz toll…“

      Der Autor Hommel gehört ja zu denen, die sich als globalistische Eliten betrachten, als solche ihr ganzes Leben lang unterwegs sind, und den Erfolg eines Systems am Umschlag des Finanzkapitals an den Kapitalstandorten bemessen.

      „aber nicht mit einem derartigen Artikel hier bei Overton.“

      Hommel taucht hier auf, weil er zu den Buchautoren im Eastendverlag/Overton gehört. Es geht um Marketing. Verständnisprobleme sind eindeutig auf Ihrer Seite zu diagnostizieren.

  17. Erwähnenswert ist vielleicht noch, daß Singapur ein multiethnisches Gebilde ist (ca. 75% Chinesen, ca. 14% Malaien, 9% Inder/Tamilen) mit den dazugehörigen Amtssprachen (+Englisch), Religionen und einer entsprechenden Rechtsordnung. Z.B. werden vom Staat gebaute Wohnungen in einem Haus entsprechend dem Bevölkerungsanteil vergeben; über 90% haben Wohnungseigentum. Von gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Ethnien ist nichts bekannt.
    Man muß ja nicht alles gut finden in Singapur, aber man muß auch nicht alles herabwürdigen, weil es kritikwürdige Seiten gibt. Die Gast- und Saisonarbeiter hierzulande im Bauwesen, im Agrarbereich und der fleischverarbeitenden Industrie
    hätten auch lieber menschenwürdigere Unterkünfte.

    Grundsätzlich finde ich ein meritokratisches System mit gleichen Ausbildungschancen wünschenswert.

  18. Overton, wo gehst du hin? Es ist schon erstaunlich, was hier alles so in letzter Zeit veröffentlicht wird, ohne erkennbar politische Linie, wohl im Rahmen von „links/rechts gibt es nicht mehr“, wir sind echt wahnsinnig offen. Und Hauptsache, es wird Stoff zur Veröffentlichung geliefert?

    Jedenfalls, wenn zwei akademische Psychologen („hochdotierte Forschungsprojekte eingeworben“) uns den Erfolg des ultraliberalen Finanzplatzes und Umschlagshafens Singapur erklären wollen, ohne über diese dominierenden ökonomischen Fakten auch nur ein Wort zu verlieren, dann frage ich mich, was dieser Artikel hier soll.

  19. Makrovir und Elberadler Kommentare zusammen mit dem Beitrag ergeben ein Gesamtbild. Ein Paradies für Superreiche. Dazu die chinesischen Netzwerke. Und ja Deng war Ende der 70er mehrmals bei Lee und übernahm Einiges für die ökonomische Öffnung der VR China.

  20. Singapur, China, Korea, Japan usw. zeichnen sich gegenüber dem „Wertewesten“ vor allem auch durch ein leistungsorientiertes Schulsystem aus, das sich aus „homogenen“ Schülern zusammensetzt. Nicht umsonst belegen Schüler aus diesen Ländern nicht nur die Spitzenplätze bei jedem PISA-Test der letzten 10 Jahre oder mehr, sie zeichnen sich auch durch den höchsten IQ aus.
    Gerade in Deutschland ist der bildungstechnische Abstieg extrem ausgefallen, wenn man sich die letzten 30 Jahre ansieht.
    Mittlerweile gibt es ja in Großstädten Schulklassen, in denen kaum noch einer die Sprache versteht, geschweige denn dass ein Lernen naturwissenschaftlicher/mathematischer Kenntnisse bei solchen Verhältnissen möglich wäre.
    Aber das scheint so gewollt zu sein. Das „Land der Dichter, Denker, Erfinder und Ingenieure“ entwickelt sich zur Idiocracy. Statt Goethe und Schiller überlegt man sich an Berliner Gymnasien Texte von „Haftbefehl“ im Deutsch-Unterricht durchzunehmen, weil das für die Schüler eingänglicher wäre und mehr ihrer Realität entspräche… LOL

      1. Im europäischen Vergleich?
        Ich meine mich zu erinnern, dass es chinesische Schüler waren, die weltweit die besten Leistungen erbrachten, kann aber auch sein, dass das kein Pisa-Test war, sondern dass der sich anders nannte.

        1. Die KI meint:

          „ China (vertreten durch Regionen wie Peking, Shanghai, Jiangsu, Zhejiang) belegt in PISA-Vergleichen konstant Spitzenplätze in Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen, oft auf Platz eins oder in den Top 3. Das Schulsystem ist durch extremen Wettbewerb, Drill und Auswendiglernen geprägt, was zu hervorragenden Testergebnissen führt, jedoch Kritik hinsichtlich Kreativitätsförderung aufwirft.
          PISA-Spitzenposition: Chinesische Schülergruppen, die an der PISA-Studie teilnehmen, übertreffen regelmäßig den OECD-Durchschnitt bei weitem und hängen westliche Nationen, einschließlich Deutschland, in Kernfächern ab.
          Leistungsstarke Regionen: Da China als Ganzes nicht immer teilnimmt, sondern ausgewählte, oft wohlhabende oder gut geförderte Provinzen (wie Peking, Shanghai, Jiangsu, Zhejiang), ist die Repräsentativität umstritten.
          Fokus auf Bildung: Das chinesische Bildungssystem setzt auf strenge Disziplin, hohe Konkurrenz und lange Lernzeiten, um Schüler zu „Lernmaschinen“ für standardisierte Tests zu erziehen.
          Kritik: Trotz der Spitzennoten wird das Modell kritisiert, da es weniger Wert auf individuelle Kreativität, Neugierde und kritisches Denken legt.
          Im weltweiten Vergleich gilt die chinesische Bildung in den untersuchten PISA-Kompetenzen als eines der leistungsstärksten Systeme.“

          Da die Schrift in China sehr schwer ist, ca. 2500 bis 3000 Schriftzeichen werden zum Alltag, Zeitungslesen etc. gebraucht, muß man Sitzfleisch und Anstrengungsbereitschaft haben, viel auswendig lernen, wozu Drill hilft. Vgl. dies mit deutschen Schulen.
          Was KI, Erfindungen etc. anbelangt, da scheinen die Chinesen trotz Drill auch ganz gut abzuschneiden.
          Ohne Fleiß kein Preis!

          1. @Naomi: „Was KI, Erfindungen etc. anbelangt, da scheinen die Chinesen trotz Drill auch ganz gut abzuschneiden.
            Ohne Fleiß kein Preis!“

            Stimmt, Drill, Arbeiten und Pauken bis zum Umfallen sind wirklich das Erstrebenswerteste, das es im Leben gibt. Da ist dann auch eine exorbitant hohe Suizidrate wie bei z.B. Schülern im ebenfalls „drillorientierten“ Südkorea nur ein lapidarer Kollateralschaden, nicht wahr?

            1. @jemp1965

              Damit sich die BRD ein System leisten konnte, das Ihnen die Krankheitskosten weitgehend erstattet, mußten Menschen der sog. Dritten Welt sehr hart arbeiten. In Ihrer Situation über den Fleiß der Bürger der Dritten Welt zu meckern, die 500 Jahre für den Wohlstand der Bewohner der westlichen Welt brutal ausgebeutet wurden, ist schon übergriffig. Aber das bemerken die meisten hier nicht. Sie werden es aber noch zu spüren bekommen, wenn es weiter abwärts geht.

              1. Sehe ich nicht so, & den Schuh zieh ich mir auch nicht an! Meine Eltern haben in der BRD 6Tage/Woche teils Doppelschichten malocht, in Baraken und Bruchbuden(wo teilweise anschl. die Hälfte des Lohns dafür abgezogen wurde) geschlafen, viel weniger als der deutsche Arbeiter verdient(darum wurden sie ja angestellt), wir- ihre Kinder in Idiotentests geprüft und sind bis in die 80ziger Jahre zumeist in die Hauptschule gesteckt worden…
                Alles, wirklich alles was wir und unsere Eltern sich aufgebaut haben wurde mit Blut, Schweiß & Tränen bezahlt… und heute wird entgegen der Vorstellung noch weniger bezahlt, die Proletarier schaffen fast nichts zu sparen… (auch bei 400St/Monat nicht).
                Im übrigen ist dies bei chinesischen Leuten auch nicht anders… arbeiten Sie doch einmal in einer ihrer Unternehmungen in Deutschland…
                Sie haben keinerlei Ahnung… von der BRD Wirklichkeit „ganz unten“ zur Zeit der „goldenen Jahre“…

                1. Bemerkenswert ist, dass einige Leute immer noch nicht begriffen haben, wohin die Gewinne der Kolonial- und Postkolonialzeiten geflossen sind und immer noch fließen.

                  1. ja, dann bitte klären Sie mich doch auf. Tatsächlich bin ich jemand, welcher sehr gerne dazulernt und auch seinen bisherigen Standpunkt immer wieder „aktualisiert“, sollten mich Argumente von meiner Fehlannahme überzeugen.
                    Wäre nicht das erste Mal, wo ich mein „Gedankengebäude“ zertrümmer und von neuem aufbauen muß…

                    1. @niemand

                      Ich hatte ihnen damit zugestimmt, nicht widersprochen. Die Gewinne der Ausbeutung in den Kolonialgebieten gingen noch nie an die Bevölkerung der Kolonialisten.

                      Sorry, hab mich wohl unklar ausgedrückt 😉

                    2. Danke für Ihre Antwort.
                      Jenen Einwand höre ich halt seit Jahrzehnten. Jenes ungenaue „WIR“….
                      Lieber frage ich aber mal nach, vielleicht habe ich einen Denkfehler, oder die falsche Sicht auf etwas… hier sagt mal: der Mensch lernt bis zu seinem letzten Atemzug.
                      Herzlichen Gruß!

                2. Es geht nicht um persönliche Betroffenheit sondern um historische Prozesse.
                  Da ist es nun mal so das der Lebensstandard des Westen – sehr unterschiedlich verteilt – zum Teil auf die Ausbeutung der Dritten Welt zurück geht.
                  Das Hitler den Krieg zurecht verlor und dafür das deutsche Volk auch kollektiv bezahlen mußte, liegt in der Natur der Sache. Zumindest hat die DDR erfolglos versucht, ein besseres System auszuprobieren. Der Westen hat die alten Nazis gehätschelt

                    1. China, das ehemalige Reich der Mitte, war nie eine Kolonialmacht, Russland schon. Vielmehr wurde China Opfer des europäischen Kolonialismus, der zweimal den Sommerpalast zerstörte. In Qingdao hatte Deutschland sogar eine Kolonie, daher das berühmte Qingdao-Bier, sehr beliebt nicht nur in Asien. Und die Hunnenrede des letzten deutschen Kaisers kennt in China jedes Kind, in der BRD nur sehr gebildete und informierte Menschen

                    2. @Naomi

                      Ihre Argumentation ist hinsichtlich des stetig wachsenden Lebensstandard Chinas und Russlands nicht schlüssig.

                      Nur darauf wollte ich hinweisen.

                  1. @ Naomi
                    Sie machen da, meiner Meinung nach, einen Fehler. Sie denken in Nationen…
                    & eben nicht in Klassen. In Ihrem China wollen Sie NICHT die gesellschaftliche Hirarchie sehen, wo die Kinder und Enkel der Revolutionäre heute die Elite bilden, da sie in diese hineingeboren wurden, die anderen ggf. jedoch unter den gleichen beschissenen Arbeitsbedinungen für Foxconn in Zhengzhou/Henan arbeiten, wie seinerzeit die Generation meiner Eltern in der BRD gearbeitet haben.
                    Glauben Sie, das Mehrwert in China anders produziert wird, wie im Rest der Welt?? Das es in der PRC nicht auch um absoluten und relativen Mehrwert geht?
                    Es dort nicht auch immer wieder, wie in allen kapitalistischen Produktionsprozessen, zu Krisen kommt? Die Ausbeutung anschl. nicht auch größer geworden ist? Die Produktionskosten an der mongolischen Grenze niedriger als in Shanghai sind?? Nicht ebenso, wie einst hier, der Akkord ständig erhöht wird? Dort nicht auch wie hier, einer mit der Stoppuhr die Zeit misst und „optimiert“ ?
                    Sie machen sich da etwas vor. Als die BRD noch eine der Werkbänke der Welt war, noch Vollbeschäftigung herrschte, gar GastarbeiterInnen dafür angeworben wurden, die BRD nicht auch ebenso einen „großen Sprung nach vorn“ gemacht hat? Der Lebensstandart wuchs?
                    Erst mit der Weltwirtschaftskrise 1974 (keine Erdölkrise!!) sich dies nach und nach veränderte… das selbe Schicksal wird auch China ereilen, warten Sie es ab. Auch dort werden nach und nach immer weniger Arbeiter benötigt – ob dann der Reichtum an alle verteilt wird?? & warum nicht auch schon jetzt??
                    https://www.youtube.com/watch?v=MCBdcNA_FsI
                    Übrigens:
                    Smart Cities entstehen auch dort, Überwachung sowieso, Maos Lebenslauf ebenso fragwürdig wie der anderer „Volkstribune“…
                    Daher verbindet mich mehr mit den Wanderarbeiterfamilien als mit dem chinesischen Studenten aus der Funktionärsfamilie der KPC, mehr mit den kurdischen Gastarbeiterkindern, dem deutschen Bauern mit Nebenerwerbslandwirtschaft als dem bürgerlichen letzten linken Studenten aus einer Juristenfamilie…

                    Die kulturellen Unterschiede zu Ostasien noch gar nicht einmal betrachtet…

          2. Die Chinesen haben aber auch keine Gender-Professuren und all diesen feministischen Quark – einer der Hauptgründe für den Niedergang der westlichen Gesellschaften.
            Und diejenige, welche „Drill, Arbeiten und Pauken“ negativ konnotieren, haben bisher wohl vor allem auf dem Bürostuhl ihren dicken fetten Arsch abgelegt und dazu Papiere hin und her geschoben.
            Solchen Totalversagern kann man nur Gegenhalten, dass Forschen und Entwickeln von Neuem nebst hohem zeitlichem Einsatz ohne weites auswendiges Wissen gar nicht möglich ist.
            Man stelle sich nur mal vor, was ein Chemiker, Biologe oder Physiker schon mal lernen muss, um nur schon aktuelle Publikationen mitlesen und verstehen zu können.
            Sowas geht weder mit Smartphoe, noch mit iPad noch mit grosser Schnauze ohne Einsatz dahinter.
            Und all das leisten hier immer weniger Leute – auch das akademische Umfeld hat immer weniger Einsatz und Kenntnisse, dafür immer mehr Blindgänger und unbrauchbare Nieten, siehe meinen Eingangs-Satz.

            1. Das Gendern ist eine Folge des Niedergangs aber nicht dessen Hauptsache
              Die chinesische Sprache kennt keine Artikel, kein Geschlecht, folglich kann man auch nicht gendern. Chinesen, die Deutsch lernen – das sind viel mehr als Deutsche Chinesisch lernen – gendern wahrscheinlich, weil sie das für höflich halten

  21. Wie wurde ein rohstoffloser Zwergstaat zu einer der erfolgreichsten Volkswirtschaften der Welt?

    Ja, da staunt der Psychologe und die Psychologin wundert sich.

  22. Da schreiben zwei intellektuelle Vollpfosten was von Verteilung.
    Als würde in einer Marktwirtschaft nicht nach Rendite-Gesichtspunkten und damit Kaufkraft produziert.
    Solch akademisierter Abschaum, der nur durch analytische Faulheit „glänzt“, lässt sich dann durch Hochglanz-Zahlen einlullen, anstatt konkret die Probleme hier zu benennen: Über-Bürokratisierung, Sanktionitis, Fehlallokationen und das Haupthindernis für allgemeines Wohkergehen: keine Antwort auf die sich ergebenden Fragestellungen einer modifizierten Saldenmechanik.
    Im gesellschaftlich alimentierten Wolkenkucksheim lassen sich leicht die Absonderungen von Denkschablonen als Zentrallösungen verkaufen wollen.
    Aber nur Idioten sehen das als wirkliche Basis. Und wenn dies viele Idioten tun, hat man es mit einer Idioten-Republik zu tun, wobei die Frage ist, was daran noch republikanisch abgesehen von der Form sein soll.

      1. Gerade deshalb, weil es um Maximal-Profit geht und dabei Wettbewerbs-Politik völlig vergessen wird und werden darf, gab es diese „Ereignisse“.
        Aber damit werden die sonst schon bestehenden Kaufkraft-Probleme nur verschärft und es läuft deshalb auf eine wirklich revolutionäre Situation hinaus.
        Den beiden Akademiker-Schnöseln wollte ich nur ihre Einfalt, umgangssprachlich auch als Dummheit bezeichnet, aufzeigen. Denn sie schreiben über Verteilungsprobleme von etwas, was gar nicht erzeugt wird, weil ohne Revision das kaufmännische Kalkül nicht durchstarten kann.
        Aber schon Marxisten sollten wissen, dass jede sogenannte Überproduktionskrise eigentlich ein Kaufkraft-Problem darstellt. Und dieses Kaufkraft-Problem betrifft immer mehr existenzielle Bereiche.
        Singapur hat den Wohnungsmarkt stark reguliert und hat auch wesentliche staatliche Fonds. Darauf gehen die Biedermänner mit keinem Wort ein. Ihre Lösung ist letztendlich auch nur die Verbesserung in der Wettbewerbs-Ökonomie. Das ist aber über kurz oder lang eine Sackgasse und bestenfalls suboptimal.
        Denn die grundlegenden Probleme verschwinden so nicht.

  23. Singapur hat Verteidigungsausgaben von ca 20% vom Haushalt – das Brd-Regime gibt fast 50% aus.
    Und Korruption? Cumcum, Cumex, Wirecard.. Derartiges in dieser Höhe gibts wohl nur in der Brd.

    Und wieso rechte Parolen? warum nur Parolen? Die Brd liefert Waffen an faschistische Länder, wer das tut ist doch selbst Faschist. Der komplette Reichstag befürwortet das doch.

        1. Vorsicht, der ist „Dr.“. Seine Doktorarbeit nannte sich „Quantenmechanische Aspekte meines Mettbrötchenkonsums im Lichte von Platons Hegelbild“. Der kennt sich also wirklich aus!

          1. Danke für den Hinweis, ging ich doch fälschlicherweise von einer Abkürzung für Dries (niederländische Abkürzung von Andreas) aus.
            Merci 😉

  24. Zitat:
    „Das tropische Klima bekommen wir wahrscheinlich von alleine.“
    Ja, sicher, tropisches Klima in Deutschland…Klimawandel und so. Gute Güte..

    Zum Rest dieses Pamphlets, was hauptsächlich durch weglassen der Fakten glänzt, haben die Leser vor mir bereits alles gesagt.

  25. Singapur hat seinen wirtschaftlichen Aufstieg maßgeblich mit Finanz- und Unternehmensdienstleistungen erreicht. Das ist auch immer noch dessen Rückgrat. Der Preis ist u. a. ein hohes Maß an sozialer Kontrolle bei deutlich schwächerer sozialer Absicherung und einer viel stärker ausgeprägten Vermögens- und Einkommensungleichheit als in Europa. Im Sinne unseres „BlackRock-Kanzlers“ mag das ein echtes Erfolgsmodell sein. Klein- und Zwergstaaten, die man wie Singapur auch als Steueroasen bezeichnen kann, sind aber Nischenmodelle und taugen nicht als Vorbild für industrialisierte Flächenstaaten.

  26. Der Vergleich hinkt beträchtlich. Schon nur deswegen, weil ein Stadtstaat völlig anders ist als ein Flächenstaat. (Es zeigt sich übrigens ganz allgemein, dass kleine Staaten relativ gesehen besser dastehen, als grosse.) Dazu kommen jede Menge weitere fundamentale Unterschiede, kultureller und ökonomischer Art. Nicht erwähnt wird im Artikel auch der hohe Verschuldungsgrad Singapurs, der die gelobte Stabilität in Frage stellt. Jeder Bewohner ist, nur die staatlichen Schulden berücksichtigend mit über 130’000 € verschuldet gegenüber 30’000 € bei Deutschen.

  27. Nehmen wir mal den Begriff von Friedrich Engels, den vom „ideellen Gesamtkapitalisten“, der hinter dem allgemeinen Gewusel der Demokratien für die Funktion der politischen Ökonomie sorgt. Mausfeld hat darauf hingewiesen. Nun müssen wir leider feststellen, dass diese Institution vermöbelt worden ist. Wir haben inzwischen reichlich A-Löcher herumzulaufen, die mit Milliarden Dollars oder Euro völlig bekloppte Weltraum- oder Informatik-Projekte durchziehen. Die arbeiten mit nicht bezahlten Arbeiterlöhnen. Und zwar weltweit.
    Der engagierteste Nicht-Gesamtkapitalist ist unser Donald, der nicht begriffen hat, dass die US-Ökonomie sich aus der Produktion von Gebrauchswerten verabschiedet hat und lieber an der Börse zockt. Stephan Schulmeister hat diese Schein-Ökonomie anschaulich beschrieben. Leider muss man feststellen, dass unsere EU-Politiker genau auf diese Strategie eingefahren sind. Sie hoffen, in der Ukraine ihre Investments noch realisieren zu können.

  28. Schön, mal die geballte wirtschaftliche Fachkompetenz von Psychologen bzw. Psychotherapeuten und Literaturwissenschaftlern zu erleben.
    Wer hätte das gedacht?

    Hat wohl mit der erwähnten Meritokratie zu tun, oder ist es gar schon technokratisch?

  29. Eines der größten Denkfehler, besteht darin: Andere Staaten mit ‚ihrem‘ politischen System, auf ‚uns‘ zu übertragen!
    Denn jedes Land war ursprünglich ein Versuchsfeld von den Kolonialisten, für spätere Zeiten.
    Klangvolle Namen, wie Sheinbaum, sind alles andere als mexikanisch.
    Der britische Drogenkrieg gegen China, wurde über das damalige Dorf namens Singapur geführt.
    Das heutige City of London, oder andere führenden ’neutralen‘ Finanzmetropolen sind real schon fast tot. Jedoch haben die ’neuen‘ Finanzmetropolen irgrndwie einen alten koloniale Herkunft. Ob in Asien oder mittleren Osten…
    Medien und Informationen verleiten gerne, weil wir dürfen ja nur VT technisch denken, da die Beste Führung auf Erden, die meisten dumm hält.
    Warum tun die klugen das, um ihre Lügen weiterhin aufzutischen ….

    1. Warum nicht gleich im nächsten Hinterhof abknallen…hm?
      Aber bestimmt nicht die Hammerbande, dafür werden ganz andere drankommen und ich weiß auch schon wer… 😉

      1. Warum nicht gleich im nächsten Hinterhof abknallen…hm?
        Aber bestimmt nicht die Hammerbande, dafür werden ganz andere drankommen und ich weiß auch schon wer… 😉

        Wieder mal die antikapitalistische Kartonröhre vorm Gesicht?
        Mit der Blende „sie werden uns alle umbrigen“ vorne drauf?
        In Deutschland ist die Wahscheinlichkeit, von einem Goldstück oder eben, von solchen Psychopathen über den Jordan befördert zu werden, deutlich höher – und das lange lange bevor „sie“ „uns alle“ umbringen.

        Und Singapur – ja, Singapur ist eigentlich ein Polizeistaat mit ausserordentlich rigiden Gesetzen; solches Dreckspack wie die Hammerbande und die Antifaschisten wären beim ersten Mucks für immer von der Strasse verschwunden.
        Gute Sache das.

        Dennoch möchte ich nie in Singapur leben, das Covid-Regime dort war der absolute Horror – zumindest für Corona-Skeptiker.

        Aber hier in Europa sollte man solches Pack ebenfalls von der Stasse nehmen. Für immer.
        Das wäre ein Segen für rechtschaffene und ehrliche Leute – falls Sie wissen, was das heisst.
        Und es würde dazu genügen, die bestehenden Gesetze anzuwenden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert