Wir arbeiten an der (nuklearen) Katastrophe

Preußische Soldaten mit Pickelhauben um 1900.
Ludwig Hemmer, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Seit ein paar Wochen steht das AKW Saporischschja in der Ukraine unter Beschuss – und in den Schlagzeilen. Seit ein paar Wochen machen unsere Medien mit diesem Beschuss und der Gefahr einer nuklearen Katastrophe richtig Angst. Dabei sind wir doch jetzt Führungsmacht!

Kommt der Krieg doch noch zu uns – in Form einer radioaktiven Wolke? Macht diese also nicht an der deutschen Grenze Halt, wie es uns deutsche Politiker versprochen hatten, als das AKW in Tschernobyl 1986 einen GAU verursachte?

Alle paar Tage unterrichtet man uns, dass die dramatische Lage um das AKW Saporischschja noch dramatischer sei. Die Dramatik hat kaum noch Steigerungspotenzial. In der Tagesschau vom 9.9.2022 wird das so geschildert: »Anhaltender Beschuss, keine externe Stromversorgung mehr, kaum noch ausreichend Personal – im AKW Saporischschja ist die Gefahr einer Nuklearkatastrophe laut IAEA noch einmal deutlich gestiegen.«

Russen, die sich selbst beschießen?

Wer könnte diesen Beschuss verursachen? Die »Russen« oder die »Ukrainer«? Seit Wochen weiß der aufgeklärte Westen nur eines: »Die Russen und die Ukrainer beschuldigen sich gegenseitig.« Irgendwann wird ebenfalls beiläufig erklärt, dass man die Angaben nicht überprüfen kann.

Dabei setzen sie augenzwinkernd auf den Subtext, den sich die aufgeklärten Medienkonsumenten selbst vorsummen können: Natürlich die »Russen«. Wer sonst?

Seit Wochen wird immerhin ab und an erklärt, dass man doch noch ein ganz wenig mehr weiß: Das AKW Saporischschja steht unter russischer Kontrolle. Und »die Russen« haben etwas davon, dass das AKW läuft, denn sie »klauen« den Strom.

Das hört man seit Wochen. Dann bricht die Funkverbindung zu Klein- und Großhirn ab.

Es kann nicht an der fehlenden Zeit liegen, warum sich die westlichen Kriegskoalitionäre und Feldkriegshasen, nicht sich und dem neugierigen Publikum die Frage stellen:

Ist es logisch, naheliegend und geradezu selbsterklärend, dass die »Russen« sich selbst beschießen? Legt man die Kuh um, die man melken will?

Alleine diese sehr schlichten Fragen einmal, vielleicht sogar mehrmals zu stellen, würde das Drehbuch gefährden.

Das Spiel mit dem Feuer

Ganz offensichtlich wird mit diesem Beschuss nicht nur das AKW Saporischschja getroffen, sondern auch der Menschenverstand der Heimkrieger.

Denn diese Frage alleine würde den Kriegsnebel doch halbwegs lichten! Man weiß um die gewaltigen Aufklärungsarbeiten und -möglichkeiten der Alliierten der Ukraine. Was ergibt die Satellitenüberwachung, die sicherlich dieses Gebiet besonders im Visier hat? Warum wird dazu nichts gesagt?

Des Weiteren ist es bei einem Beschuss in den allermeisten Fällen naheliegend, dass man »Beweisstücke« sichern kann, also Munition, Raketentrümmer.

Die IAEO-Inspektoren waren im AKW Saporischschja und konnten sich dort frei bewegen. Warum schweigt man darüber, was man dort sicherstellen konnte. Warum gibt es keine »Tatortanalyse«?

Stattdessen eine merkwürdige Erklärung: »Wir spielen mit dem Feuer und etwas sehr, sehr Katastrophales könnte passieren«, erklärte der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nach seinem Besuch im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja am 6. September 2022 vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) in New York.

Wen meinte er mit »wir«?

Ist ihm unbeabsichtigt herausgerutscht, dass an dem Beschuss des AKW, an die Heranführung an eine nukleare Katastrophe auch »wir«, also die westlichen Alliierten der Ukraine beteiligt sind?

Von Anfang an war klar, dass der Beschuss und das »Spiel mit dem Feuer« ein sehr durchsichtiges Ziel hatte, das der ukrainische Präsident sofort in den Mittelpunkt gerückt hat: Es gehe um eine nukleare Bedrohung, vor der der wahnsinnige Russe nicht zurückschrecke. Die Bedrohung gälte allen, dem Westen, der Freiheit und der Werteunion EU. Also müsse man über eine noch direktere Intervention nachdenken. Das Wort dafür hatte man schon 1999 für einen anderen Angriffskrieg geprägt: Eine »humanitäre Intervention« als Kriegsgrund gegen das ehemalige Bundesrepublik Jugoslawien 1999.

Anti-Atom-Partei nimmt Nuklearkatastrophe in Kauf

Gut, vielleicht beschießen sich die »Russen« mit Waffenbestände aus den USA oder Deutschland. Man muss ihnen alles zutrauen.

Oder aber man ordnet diese Strategie ein, die keineswegs geheim ist und schon gar nicht neu: »Zuerst haben wir eine neue Streitkräftestruktur vereinbart. Jetzt tüfteln wir an einer neuen Strategie, und am Ende werden wir dann die Bedrohung suchen, die zu beidem passen könnte.« (Ein hoher Nato-Offizier, zitiert nach Spiegel 17/1993)

Aber abgesehen davon ist es mittlerweile völlig egal, ob man etwas beweisen kann oder will.

Dass auch die deutsche Bundesregierung aktive Kriegspropaganda betreibt, die sich um Beweise und Beweisführung einen feuchten Kehricht schert, beweist sie auch in diesem Fall. Auf die Anfrage der Linken-Abgeordneten Sevim Dagdelen und Sarah Wagenknecht erklärt die Bundesregierung, dass ihr keine »gesicherten Erkenntnisse zur Urheberschaft der Angriffe auf das Gelände des Kernkraftwerks und der dabei verwendeten Waffensysteme« vorliegen würden. Sevim Dagdelen kommt verständlicherweise zu dem Schluss, dass es ein »brandgefährlicher Treppenwitz der Geschichte« ist, dass die Grünen »als einstige Anti-Atom-Partei« selbst eine Nuklearkatastrophe in Kauf nehmen würde, um »das ausgegebene Ziel, Russland zu ruinieren« umzusetzen.

Ohne Frieren für den Krieg?

Es gibt zaghafte Proteste gegen den Krieg, wobei der in der Ukraine ab Februar 2022 gemeint ist. Der Krieg davor, spätestens ab dem Putsch 2014, mit etwa 14.000 Tote, wurde so hingenommen wie die vielen Kriege auch, die weit genug weg von uns stattfinden und stattfinden.

Dieser Krieg ab Februar 2022 in der Ukraine erreicht tatsächlich auch die Köpfe und Leben hier in Deutschland. Das hat sehr, sehr wenig mit dem Kriegsleid dort zu tun, sondern ganz viel damit, dass die deutsche Bundesregierung offen und aktiv als Kriegspartei an der Seite der Ukraine agiert und sehr deutlich macht, dass es sich dabei um eine grundsätzliche Änderung deutscher Außenpolitik handelt. Wer diesem unguten Gefühl nachgehen will, der muss einfach nur ein paar Minuten über den Satz des sehr klugen Generalsekretärs der SPD Klingbeil nachdenken, der vom Ende einer »80-jährigen Zurückhaltung« gesprochen hatte …

Aber auch das reicht nicht, die sehr brüchige und gereizte Stimmung zu beschreiben. Der Krieg hat längst – auch ohne einen radioaktiven Fallout – Deutschland erreicht: Die 100 Milliarden Euro, die die Aufgabe der »80-jährgen Zurückhaltungen« zusätzlich kosten soll, müssen von irgendwem bezahlt werden. Die Milliarden, die für Kriegsgerät an die ukrainische Armee ausgegeben auch. All das wird erst mittel- und langfristig zu spüren sein.

Was hingegen sehr konkret ist, sind die wahnsinnig gestiegenen Energiepreise und die damit einhergehende Verteuerung von Lebenshaltungskosten. Das trifft vor allem die, die eh schon prekäre Lebensumständen haben. Während es in den Energiekonzernen heiß hergeht (dank Milliardengewinne), gibt es Angebote für unten: Frieren.

Ein Krieg ohne Nebenkosten, bitte?!

Am 2. Juli 2022 fand in Berlin eine Demonstration unter dem Motto statt: »Wir zahlen nicht für eure Kriege – 100 Milliarden für eine demokratische, zivile & soziale Zeitenwende«. Das erinnerte bewusst an die Demonstrationen im Zuge der Finanzkrise 2007/2008, als das Motto lautete: »Wir zahlen nicht für eure Krise«. Auch damals waren es summa summarum etwa 100.000 Menschen. Damals war dieses kleine Aufflackern zu wenig, denn wir alle bezahlten und bezahlen seitdem für die Krise. Damals passten unten die »Rettungsschirme« nur die Banken, heute passen unten den »Rettungsschirm« vor allem Energieunternehmen.

Am 5. September 2022 kamen etwa 1.000 Menschen zu einer Kundgebung in Berlin vor der Bundesgeschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen zusammen.

Unter dem Motto »Heizung, Brot und Frieden“ und „Protestieren statt frieren« griffen sie das Angebot der Regierung auf, dass man aus Solidarität ein bisschen frieren sollte:

»Es wird immer offensichtlicher: Die Zeche für Krieg und Krisen zahlen wir. Wir, die einfachen Leute, die Arbeiterinnen und Arbeiter, Handwerkerinnen und Handwerker, Angestellten, Arbeitslosen, kleinen Selbstständigen, Kleingewerbetreibenden, Geflüchteten und Armen. (…) Während die Energiekonzerne Krieg und Krise schamlos ausnutzen und ihre Gewinne in die Höhe schrauben, droht zwei Dritteln dieser Gesellschaft eine regelrechte Verarmung. Während die regierende Ampel-Koalition im Handumdrehen 100 Milliarden Euro für ein Rüstungspaket lockermachen kann und die Aktienkurse der Rüstungsindustrie in die Höhe schießen, gibt dieselbe Regierung Tipps fürs richtige Duschen und sieht sich nicht in der Lage, Sondersteuern auf Extragewinne zu erheben oder die Energiepreise zu deckeln.

Wir sagen Schluss damit, da machen wir nicht länger mit. Wir nehmen das nicht länger hin. Wir wollen eine andere Wirtschaft und eine grundsätzlich andere Politik. Gegen die Superprofite der Energiewirtschaft gibt es nur einen sicheren Weg: Energiewirtschaft in öffentliche Hand.

Aus diesen Gründen fordern wir:

  1. Weg mit der unsozialen Gasumlage!
  2. Lebensmittelpreise runter, Löhne und Einkommen rauf!
  3. Gesetzliche Deckelung der Gas- und Strompreise!
  4. Krisengewinne besteuern!
  5. Energiewirtschaft in öffentliche Hand!

Lasst uns gemeinsam ein Bündnis für Demokratie, Frieden und soziale Gerechtigkeit schmieden und auf die Straße gehen. Wir fordern: Energie und Essen für Alle! Schluss mit der Eskalation – die Waffen nieder! Für einen heißen Herbst – soll sich die Regierung warm anziehen!«

Am 5. September 2022 sind in Leipzig tausende Menschen einem Aufruf der Linkspartei unter dem Motto »Heißer Herbst gegen soziale Kälte« gefolgt. Ein Banner trug die Aufschrift:

»Schluss mit teuer! Energie, Essen und Wohnung müssen bezahlbar sein.«

Die Rolle Deutschlands in diesem Krieg

Wer ein wenig hellhörig ist, dem fällt auf, dass man zu dem Krieg in der Ukraine, den Ursachen und »Nebenwirkungen« fast nichts (genaues) sagt. Man spricht vom Frieden, davon, dass die Waffen niedergelegt werden sollen.

Wer sich über diese Lücke Gedanken macht, der ahnt, wie weich dieser kleinste gemeinsame Nenner ist. Man lässt den eigentlichen Kern dieses globalen Krieges außen vor, man attackiert nicht einmal die dreistesten Lügen, die Deutschland als Kriegspartei flankieren sollen.

Damit tut man sich aber keinen Gefallen. Im Gegenteil: Man trägt zur Verminung schwieriger Themen bei, anstatt sich eindrucksvoll dem Framing, all den Denunziationen zu widersetzen.

Sind die großen Themen wie Corona und Krieg nur schwierig und komplex – oder sind sie gerade deshalb so explosiv, weil das (gemeinsame) Wissen, das wir seit 20, 30, 40 Jahren angesammelt haben, auf dem Spiel steht?

Man muss sich überhaupt nicht auf deren Schachbrett für »schwarz« oder »weiß« entscheiden. Es geht nicht darum, uns darin einig zu sein, wer zuerst geschossen hat, wer welche Souveränität verteidigt, wer welche Sicherheitsinteressen wahrnimmt.

Es geht um die Rolle Deutschlands darin. Darauf können wir Einfluss nehmen, da kennen wir aus, was die Geschichte, aber auch die Gegenwart angeht. Wir können das Wissen zum gemeinsamen Ausgangspunkt machen, zur gemeinsamen Basis, dass seit 1990 alle Regierungsparteien (von CSU/CDU, über die FDP bis zur SPD und den Grünen) an der Reimperialisierung Deutschlands gearbeitet haben.

Wenn der SPD-Parteivorsitzende Lars Klingbeil allen Ernstes sagt, dass er von den »knapp 80 Jahre der Zurückhaltung« die Schnauze voll hat, dann fasst er nur zusammen, was Regierungskonsens ist. Man will endlich auch militärisch zurück auf die Weltbühne, an die Front.

Wie das von allen Parteien gewollt war, auf leisen Sohlen, mit dem Gespür für den richtigen Zeitpunkt, hat Joschka Fischer bereits Mitte der 1990er Jahre glasklar auf den Punkt gebracht:

»Für die Zukunft sehe ich die erhebliche Gefahr, dass die Bundesregierung, Koalition und Generalität nach den Gesetzen der Salamitaktik Anlässe suchen und Anlässe schaffen werden, um die Barrieren abzuräumen, die es gegenüber der Außenpolitik des vereinten Deutschland noch gibt. Als Vehikel dienen dabei die Menschenrechts- und Humanitätsfragen.« (Die Woche vom 30.12.1994)

Das sagte er, als er bei den GRÜNEN noch für Pazifismus und Gewaltfreiheit werben sollte/musste. Es dauerte nicht lange und er hatte es geschafft, auf dem vorgezeichneten Weg nach ganz oben zu kommen. Er wurde 1998 der erste grüne Außenminister in Deutschland. Sehr bald ergab sich die Gelegenheit, zu beweisen, dass er etwas kann, was all die Regierungen zuvor nicht konnten, sich nicht trauten: Einen Angriffskrieg anzetteln.

Deutschland, Führungsmacht

Wenn man allein das in Erinnerung und ruft und zum gemeinsamen Selbstverständnis macht, dann weiß man auch, dass es nicht um die Ukraine geht, weder um die Menschen dort, noch um die Freiheit. Der Krieg in der Ukraine ist schlichtweg ein gefundenes und hausgemachtes Fressen, genau das umzusetzen und zu forcieren, was seit über 30 Jahren Regierungsagenda ist.

Es war ein Schuss mit Ansage, als die Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) das zu Ende dachte, was Lars Klingbeil mit dem Ende der 80-jährigen Zurückhaltung ankündigte:

In ihrer am 12. September 2022 gehaltenen Grundsatzrede zur Nationalen Sicherheitsstrategie Deutschlands bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik sagte sie, dass die Bundeswehr »wieder als zentrale Instanz für unsere Daseinsvorsorge« betrachtet werden müsse – »und zwar jeden Tag«.

Das hat nicht nur Stahlgewitter-Niveau. Es ist auch eine offene Drohung – und zwar jeden Tag.

Und womit es die anderen zu tun bekommen, hat sich auch gesagt: »Deutschlands Größe, seine geografische Lage, seine Wirtschaftskraft, kurz: sein Gewicht, machen uns zu einer Führungsmacht.«

Und noch etwas ließ uns die Kriegsministerin wissen: »Die eigentliche Zeitenwende findet nicht im Haushalt und im Portemonnaie statt, sondern in den Köpfen«.

Dem kann man in aller Konsequenz und Tiefenschärfe zustimmen. Alles, was in den letzten 20, 30, 40 Jahren an Wissen vorhanden war, über Nazideutschland, Imperialismus, NATO und »Krieg ist Frieden«, wird ausradiert, aus den Köpfen herausgeschossen, aber auch selbst gelöscht, bei einem Vormarsch an Staats- und Kriegsverbrechen, die keinen Dritten Weltkrieg scheuen.

Ähnliche Beiträge:

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt:

71 Kommentare

  1. Gute Analyse der man – leider – nur zustimmen kann. Übrigens dieser Tage konnte man in der Berliner Zeitung nachlesen Selenskji behauptet, dass „die Russen“ noch ein ukrainisches Atomkraftwerk beschießen und zeitgleich melden die „Separatisten“ in Donesk ukrainischen Beschuss und 13 Tote sowie etliche Verletzte durch Munition mit NATO-Kaliber. Könnte es nicht auch sein, dass die ukrainischen Nationalisten sich verhalten wie das sprichwörtliche Kleinkind, dass fremde Spielsachen lieber zerstört als diese anderen Kindern zu überlassen? Frei nach dem kindlichen Motto „Was ich nicht haben darf darfst du auch nicht haben da mache ich es lieber kaputt“? Was übrigens die deutsche Bevölkerung angeht, da gibt es sicher auch einige die Russland Rache für Berlin und Stalingrad wünschen und mir beweisen, dass die deutsche Russophobie uralt ist und manche seit 1942, der Schlacht von Stalingrad, nichts dazugelernt haben.
    Gruß Bernie

    1. Danke für das Lob und die Ermutigung. Ja, ich bin mir auch recht sicher, dass der gescheiterte Russlandkrieg eine Rolle spielt, als nie vergessene Schmach, die selbst dann nachwirkt, wenn Herr Klingbeil zum Beispiel gar nicht vor Stalingrad fror , aber genau „Stalingrad“ ist seine Zeitleiste als Ausgangspunkt setzt, mit Blick auf die „80-jährge Zurückhaltung“.

      1. @wolf Gerne geschehen. Ich gehöre übrigens der Enkelgeneration der Kriegskinder an, die über den eigenen Vatern noch die Kriegs- und Nachkriegsgeschichte erfahren durfte – er war Jahrgang 1932 und ist 2006 verstorben – eine Generation, die sich noch gut an die Schrecken des Krieges erinnern konnte, wenn auch als Kind/Jugendlicher. Das hat mein Aufwachsen geprägt, neben einem französisch-elsässischen Freund meines Vaters, der das Pech hatte aus dem Elsaß zum Russlandeinsatz zwangseingezogen zu werden, und den mein Vater in Schwarzhandels-Zeiten nach 1945 kennengelernt hatte. Was Selenskji angeht, da hoffe ich, dass ich schief liege wenn ich jetzt schreibe, dass ich ihm alles zutraue, sogar ein Fake-Angriff auf ein eigenes Kernkraftwerk außerhalb des von Ihnen erwähnten AKW Saporischschja , der dann „den Russen“ in die Schuhe geschoben wird. Wie schon gesagt, ich hab da was in der Berliner Zeitung gelesen, dass mir schwer zu denken gab, aber ich hoffe das war eine Zeitungsente oder ich irre mich da gewaltig. Gruß Bernie

  2. Sehr guter Artikel, meine volle Zustimmung!
    Leider werden solche klug analysierenden Gedanken in keiner der großen Medien (Tageszeitungen und Zeitschriften, ÖR und private Sender) geteilt werden.

    Ich empfinde mit Schrecken, dass wir voll bewusst von unseren Eliten in einen großen Krieg geführt werden.
    Bezeichnend, dass die Vereinnahmung und Manipulation der Bevölkerung weiterhin genauso funktioniert wie schon vor den ersten beiden Weltkriegen. Das zwanzig Jahre lang ein Feindbild in die Köpfe der Menschen eingefräst wurde, zahlt sich jetzt aus. Zuerst noch ein bißchen hungern und frieren im kommenden Winter und dann wird das Volk bereit sein, auf die Frage „Wollt ihr den totalen Krieg?“ schreien auch wieder laut „Ja, Hurra!“ zu schreien.
    Nichts gelernt in den letzten hundert Jahren.

    1. Vielen Dank für das Lob. Selbstverständlich möchte auch ich händeringend irgendetwas begrüßen, loben und Hoffnung verbreiten. Aber genau das, was Sie ansprechen, die fast totale mediale Sperre gegen jede Kritik und historische Einordnung, ist mit Blick auf die letzten 100 Jahre einmalig. Es gab vor 1914 eine starke physische, organisatorische und mediale Opposition, diese gab es auch vor 1933. Wenn wir uns damit nicht auseinandersetzen (ohne zu verzweifeln), dann belügt man sich auch noch sich selbst.

      1. weiteres Bsp.: die Anti-Atomtod-Bewegung der 50er.

        Lese gerade ne Dissertation von Alexandra Rese von 1999, die das noch mal ganz gut zusammenfasst.

        Opposition der SPD/Gewerkschaften/Kirchen/ prominente Wissenschaftler und Kunstschaffende, insgesamt über 1 Mio. Deutsche.
        Das würde man sich jetzt auch wünschen.

        Auslöser wie heute:
        -Stationierung von Atomwaffen in der BRD
        -Forderung nach Abrüstung
        -Forderung nach atomwaffenfreiem Mitteleuropa
        -siehe auch Rapacki-Plan, den heute keiner mehr zu kennen scheint, Wunder warum 😉

        Ein paar Daten aus dem Buch:

        -1958 EMNID Umfrage (die gabs damals schon) 83% der Bevölkerung gegen Atombasen in BRD
        -Bremer Bürgerschaft und Hamburger Senat traten Dez. 1957 für atomwaffenfreie Zonen ein
        weitere Städte folgten / Stadtrat von Miltenberg verweigerte die Genehmigung f. die Errichtung einer Raketenabschussbasis
        -im Sommer 1958 fast 100 Demos in BRD:

        die meisten 1000-2000 Personen groß

        8 Demos mehr als 10.000:

        Hamburg 150.000 / Bremen 25.000 / Bielefeld 25.000 / München 10.000 / Karlsruhe 20.000 / Frankfurt 30.000 / Ulm 15.000 / Hannover 40.000

        Insgesamt ca. 325.000 zwischen Ostern und Sommer
        zählt man die traditionellen Maidemos dazu, kam man auf über 1 Mio. Menschen

        Bei öffentlichen Auftritten von Vert.Minister. Franz-Josef Strauß war der Unmut so groß, dass er unter Polizeischutz abziehen musste. Unter anderem auch in München.

        Und das immerhin 10 Jahre nach Hitler.

        Hamburg und Bremen hatten Gesetze verabschiedet, um die Atombewaffnung durch eine Volksbefragung zu klären.
        Das Bundesverfassungsgericht kippte die Entscheidung und erklärte Volksbefragungen auf lokaler Ebene für verfassungswidrig:
        „Die in den Gesetzen angeordnete Volksbefragung betreffe Angelegenheiten der Verteidigung, die (…) zur ausschließlichen Gesetzgebung (…) des Bundes gehöre gemäß Art. 73 GG(…)“.
        Laut Urteil vom 30.7.1958

      2. Hallo Wolf,
        es gibt noch eine andere Möglichkeit, das gar nicht darüber berichtet wird. Aus der Sicht ist es gut, dass du das hier geschrieben hast. Es ist ja nicht so das es nur um den Inhalt dem Artikel geht. Es ist auch so das zum Beispiel ich zu Hause sitze und nichts anderes habe. Mein Leben lang immer aktiv die Befreiung-Bewegungen unterstützt, auch auf der Straße. Dann mit angesehen, wie verkommen Links im Grunde ist Defätistische Verräter.
        Da ist es schon erfrischen mitzubekommen das es doch noch andere gibt. Heute schlurft ich noch zum Klo mehr ist nicht. Alles verändert sich nur die Empathie nimmt nicht ab.
        Nicht zu vergessen du hast ausgezeichnete Kollege.

  3. Sozusagen als Weiterführung und Expansion von Wetzels Text: heute Gordon Hahns neueste Analyse, als mögliches Weltkriegsszenario, Schritt für Schritt ausgeführt, und entsprechend düster.

    https://gordonhahn.com/2022/09/19/escalation-paths-from-the-nato-russian-war-to-regional-or-world-war/

    Was bei Lambrecht beginnt, führt bei Hahn zu Taiwan.

    Ausschnitt:
    „We might date 26 April 2022 the beginning of the end of the first almost entirely Ukrainian phase of Russo-Ukrainian War. Since that date when NATO convened a summit to discuss weapons supplies and other forms of assistance to Ukraine and approximately timed with the West’s urging Ukrainian President Volodomyr Zelenskiy to reject the Istanbul agreement that both sides had been inclined to accept, the Russ0_Ukrainian War has been transitioning through a proxy war stage to a NATO-Russian War (…) the NATO Central Command’s and Western intelligence’s deep embeddedness into the Ukrainian forces; NATO-designed counteroffensive tactics, strategy, and plan; large numbers of former Western soldiers and officers participating in the operation; possible participation of Polish officers and troops brought in under the new Ukrainian law allowing Polish citizens nearly equal status as that of Ukrainian citizens; and possible participation of Western special forces advisors if not units.“

    Allerding spätestens jetzt sollte man Corona und den Ukrainekrieg nicht einfach in Eins setzen. Natürlich greifen gewisse Muster von Streitunkultur und Werkzeuge der Informationspolitik.

    Aber die (Kriegs)parteien, gesellschaftlichen Implikationen und Kontrollformen sind anders beschaffen. Und letzterdings kurzfristig auch viel zerstörerischer. Das Gute ist: Gegen einen Kriege kann man eigentlich als menschl. Wesen etwas unternehmen. Auch ohne Biontech Labor und Studium von Krebszellen.

  4. Sanktionen, Corona und Krieg sind alles Kriege gegen die eigene Bevölkerung, eine Riesen Umverteilung. 20Jahre plus 1 Krieg gegen den Terror plus der Diebstahl der nationalen afghanischen Rücklagen… , oder Venezuela oder Syrien mit ihren geklauten Ressourcen…
    Ich denke die XX Trillionen Grenze ist lange überschritten und der heutige Raub hat sein Mäntelchen Demokratie lange entsorgt.
    Rohstoffe kommen über Transit Staaten in die EU und die Politik sagt: Russland ist schuld.
    Diese Aussage genügt um die Bürger abzuzocken und nicht eine Instanz (westliche) die diese bittere Wahrheit nicht aufklärt. Nein, es sind die „Despoten“ die das ganz klar aufzeigen.
    Russland hatte einen Antrag zu der weltweiten Neuregelung Biologischer ‚Waffen’bei der UN gefordert. Die russische Delegation legte ihre in der Ukraine vorgefunden Beweise vor, der kollektive Westen interessiert das alles nicht, nein sie wollen weiterhin Staatsterror betreiben und so tun man hätte damit nichts zu tun. Man verdient halt sehr gut damit!

  5. Trotz zahlreicher Rechtschreib- und Syntaxfehler (die den „Lesefluss“ erschweren) sowie einiger Längen: endlich mal wieder ein phantastischer Beitrag auf diesem Portal!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Ich muss es gleich noch ein 2. Mal lesen……

    1. Ich danke dir!!!! Udn nehme jede Rechtschreib – und Syntaxlehre an… Ich glaube, dass wir das zusammen aushalten können – aber wir können uns auch helfen. Ich hatte in Deutsch eine 6. (wird deutsch da großgeschrieben, außer im Herrenwahn?) Das ist mein Ausgangspunkt.

  6. Andreas Zumach, der damals als Korrespondent für die taz in Genf gearbeitet hatte, erinnerte sich in einem Fernsehinterview:

    „Im Februar 1990 haben sowohl die Regierung der USA, wie auch die Bundesregierung, damals Helmut Kohl und Außenminister Hans-Dietrich Genscher, Herrn Gorbatschow und seinem Außenminister Eduard Schewardnadse klar versprochen, es wird keine Ausdehnung der NATO nach Osten geben.“

    Ohne diese Osterweiterungszusage hätte es keine Widervereinigung der beiden deutschen Staaten mit Truppenabzug der sowetischen heute russischen Armee aus der DDR gegeben. Hätte Gorbatschow innen- wie außenpolitisch nicht so blauäugig agiert, wären manche Kriege in den letzten 30 Jahren wohl nicht geführt worden. Die Welt sähe heute anders aus.

    Man kann aber nicht Gorbatschow und den gutgläubigen Russen die alleinige Schuld geben (auch wenn dies sehr zeitgemäß ist). Auch wir in Deutschland und Europa haben eine Amerikanisierung der unsrigen Außenpolitik zugelassen und werden durch Druck der US-Regierung auf unsere Politiker zu immer höheren Zugeständnissen und Teilnahme gezwungen. Hinzu kommt eine direkte Einbindung von Politikern, Journalisten, Wirtschaftsbossen in amerikanische Strukturen.

    https://de.rt.com/international/148926-versprechen-verzichts-auf-nato-osterweiterung/

    1. Tja mein lieber Mengel,
      wenn die letzten Vertreter der SU so blauäugig waren und dem mündlichen Versprechen der Vertreter einer Banane vertrauten, können doch die Plantagenbesitzer nichts dafür.
      Nur diesen einen Satz, ratifiziert durch den Bundestag,“ Deutschland verpflichtet sich gegen jede Erweiterung der Nato nach Osten zu stimmen“. Gorbi hat das in seinem grenzenlosen Vertrauen und Affinität (Nativität) zum Westen verpennt. Bei dem anderen Beteiligten der SU vermute ich nur Desinteresse.
      Die Westmächte hätten der Wiedervereinigung eventuell nicht zugestimmt. Die Geschichte hätte einen anderen Verlauf genommen.

      1. Hi liebes Wölfchen,

        es gibt in den letzten drei Jahrzehnten eine riesen Anhäufung an Fehlern, Unterlassungen, welche zu diesem Krieg geführt haben.
        Einen großen Vorwurf muss man dem deutschen Journalismus machen, welche vor der amerikanischen Aggressionsbereitschaft gegen Russland nicht gewarnt haben.
        Aber ich habe 2015 die Videobotschaft des Georg Friedman auch nur halbherzig geglaubt und bis in den letzten Herbst wieder verdrängt. So wie mir ging es weiten Teilen der Friedensbewegung und so konnte die einstmals pazifistische deutsche Bevölkerung in einen Hurrapatriotismus für ein fremdes Volk gedreht werden. Und wieder findet die Rolle der USA dabei keinerlei Betrachtung. Hinweise zu der Vorgeschichte werden als VT abgetan.

        Dieser eine Satz von dir in die deutsche Verfassung hätte es der USA erschwert, die NATO-Osterweiterung durchzuführen.
        Vielleicht hätten die Amerikaner auch zugestimmt. Laut Frank Elbe, der zu den engsten Mitarbeitern vom Bundesaußenminister Genscher gehörte und von 1987 bis 1992 das Ministerbüro leitete, war 1990 Mitglied der Bonner Delegation bei den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen über die deutsche Einheit. In einem Spiegel-Interview Ende Februar 2022 bestätigte er, dass er selbst mit Genschers Narrativ „Was immer im Warschauer Pakt geschieht, eine Ausdehnung des NATO-Territoriums nach Osten, das heißt, näher an die Grenzen der Sowjetunion heran, wird es nicht geben“, nach Washington geflogen sei und sich dort mit zwei engen Mitarbeitern des US-Außenministers James Baker getroffen hatte:
        „Die Amerikaner fanden den Gedanken gut […] Genscher traf auf einen strahlenden Baker, der sagte, die Formel mit der Nichtausdehnung gefalle ihm und er werde dafür sorgen, dass sie im Bündnis akzeptiert werde.“

        Man weiß es eben nicht.

        1. …verzeiht und nur mittellang co-kommentiert:
          die seit Febr. propagierte Behauptung, diese Abmachung zwischen Gorbi und dem Westen sei nichtig, ist vollkommen absurd. Wirklich jeder West-Politiker/Diplomat, der damals beteiligt war und die Entscheidung hätte in andere Richtung beeinflussen können, bestätigt die Validität der Nicht-Erweiterung. (Im umgekehrten Falle würde man das niemals in Frage stellen.) Ich glaube man war im Westen einfach aus wirtschaftl. Gründen nur unglaublich happy und in absoluter Goldgräberstimmung. Um NATO gings doch gar nicht. Sie hatten ohne eine Kugel gewaltige Absatzmärkte erschlossen. Damit hatte sich die Funktion der NATO auch erstmal erübrigt. Sie hatte ihre Schuldigkeit getan. Die Osterweiterung war dann eine Reaktion auf die Forderungen der Rüstungswirtschaft, die sich begann Sorgen zu machen.

          1. Bush hielt sich ja auch noch an die Vereinbarung.

            Ab Clinton wurde es anders.

            Und als Putin die CIA als Gesetzestextschreiber aus Russland rauswarf, war ein neuer Feind geboren.

            Übrigens sind gute Co-Beiträge immer willkommen und „xyz“ steht nahe 100% dafür.

        2. Danke! Zu den 2 plus 4 Gesprächen gibt es zahlreiche Belege, dass dort der Bruch gegenüber den Zusagen gemacht wurde.
          Kannst du mir noch den Spiegel nennen, aus dem du Frank Elbe zitierst? Danke.

          1. Hi Wolf,

            Gefunden habe ich das Zitat von Frank Elbe in:

            Versprechen des Verzichts auf NATO-Osterweiterung: Oft geleugnet – und es gab sie doch!
            20 Sep. 2022 08:19 Uhr Eine Analyse von Thomas Frank

            https://de.rt.com/international/148926-versprechen-verzichts-auf-nato-osterweiterung/

            Über „TOR“: https://deutsch.rt.com/international/148926-versprechen-verzichts-auf-nato-osterweiterung/

            oder unter: https://de.detv.us/2022/09/20/versprechen-des-verzichts-auf-nato-osterweiterung-oft-geleugnet-und-es-gab-sie-doch/

  7. Hi wrmfr,

    Lafontaine zählt für mich seit vielen Jahren zu den ganz wenigen Politikern, dem ich zu traue, dass er die Wahrheit sagt. Er hat seine Meinung immer ehrlich und konsquent (bis hin zu persönlichen Einschnitten – Rücktritt als Minister) gesagt und gelebt. Von welchem namhaften deutschen Regierungspolitiker kann man das noch behaupten?

    Sicherlich hat Lafontaine nicht alles in seinem politischen Leben richtig gemacht. Aber er braucht sich für keinen seiner „Fehler“ zu schämen.
    Und wer ist schon fehlerlos? Ich nicht…..

  8. Kommt der Krieg doch noch zu uns

    Annalena Baerbock spricht klartext:

    Wir sind in einem Krieg. Auch wenn einem das Herz blutet, muss man einen kühlen Kopf bewahren“

    welt.de/politik/deutschland/article241133379/Anne-Will-Mit-Baerbocks-Argumentation-zu-Kriegspanzern-gibt-Will-sich-nicht-zufrieden.html

  9. Heute Abend wird eine Ansprache Putins an die Nation erwartet.
    Die letzte Ansprache an die Nation hielt Putin am 22. Februar.

    Es wird erwartet, dass sie mit den Referenden im Donbass, in Cherson und Saporischschja sowie mit einer Änderung der Strategie im Rahmen der russischen Militäroperation zusammenhängt.

    Ungefährer Zeitpunkt der Ansprache: 18-19 Uhr Moskauer Zeit.

    Auch wird berichtet, dass nicht nur Wladimir Putin, sondern möglicherweise auch Verteidigungsminister Sergej Schoigu heute Abend zu den russischen Bürgern sprechen wird.

    Ich halte euch auf dem Laufenden

    1. „Ich halte euch auf dem Laufenden“

      Das ist sehr lieb von Ihnen.
      Doch wenn Sie dazu nicht die Zeit finden, können wir Putins Ansprache auch morgen auf seiner Homepage in Englisch nachlesen.
      http://en.kremlin.ru/events/president/news
      Lawrows Einlassungen dürften sich morgen auf der Homepage des russischen Außenministeriums finden.

      Was halten Sie eigentlich von unserem kleinen Projekt „Overton-Forumskollektiv“?
      Hätten Sie evtl. Lust, sich daran zu beteiligen?

    2. Da mein Comment plötzlich verschwunden ist, nochmals:

      „Ich halte euch auf dem Laufenden“

      Das ist sehr lieb, aber wenn Sie nicht die Zeit dazu haben, können wir Putins Ansprache morgen auf seiner Homepage in Englisch nachlesen.

      Was halten Sie eigentlich von unserer Idee „Overton-Forumskollektiv“?
      Hätten Sie vielleicht Lust, sich daran zu beteiligen?

      1. Ich möchte ja nicht den Spielverderber machen, aber ..

        Ich habe nie gesehen, wie das mit dem „Overton-Forumskollektiv“ funktionieren soll. Ok, wenn sich aus den Kommentatoren eine Autorengruppe bildet und zusammenschliesst, meinen Segen und mein Ohr bzw. Auge haben Sie. Aber wo publizieren? Hier im Forum eher nicht, vielleicht im redaktionellen Teil des Magazins, oder einen eigenen Blog (noch einen?) aufmachen?

        Die Vorstellung, im Bereich der Mainstreammedien Einfluss zu gewinnen, halte ich für illusionär, da gebe ich (ausnahmsweise) Herrn Frisbee Recht. Da herrschen Interessen und Macht- und Eigentumsverhältnisse, mit besseren Argumenten oder Fakten ist da nichts zu machen. Höchstens, dass Fraktionskämpfe ein paar Nischen öffnen, so wie linke Meinungsfreiheitsverteidiger eine (winzige) Nische bei Fox News kriegen, eine kurze Weile, denke ich. Und die Blogosphäre ist auch unter schwerem Druck durch die Internetzensurkonzerne und die staatlichen und überstaatlichen Wahrheitsministerien. Hoffen wir, dass das Magazin und sein Kommentarbereich eine Weile am Leben bleiben, Dank an die Betreiber.

        1. Hallo aquadraht,
          ich mache mir auch keine Illusionen über die Aussichten eines solchen Kollektivs.
          Schon seine Organisation wird schwierig sein.
          Doch ich denke, da hier einige Leute viel Zeit und Mühe investieren, um Informationen beizutragen, ist es schade, wenn das alles in den Kommentarforen unter den Artikeln verpufft.
          Die Foren sind hier – im Gegensatz zu Telepolis – so unübersichtlich geworden, dass Comments, die erst später kommen (denn manche Leute haben ja auch noch andere Lebensinhalte), kaum noch gelesen werden – schon gar nicht von neu hinzugekommenen Lesern.
          Also warum nicht versuchen, z. B. gemeinsam eine Zusammenfassung zum Ukraine-Krieg zu erstellen, die man dann ja auch selbst im eigenen Umfeld nutzen kann?
          Dazu würde es nur wenige Leute brauchen, die sich den Zeitaufwand teilen.

          1. Vielleicht ist ja den Blogbetreibern irgendwann eine Reorganisation der Forensoftware möglich, bei der man eine Liste der Themen und Auswahlmöglichkeit der Kommentare bekommt. Das Durchscrollen ist in der Tat mühsam. Ich habe zum Beispiel den Originalvorschlag mit dem Kollektiv suchen müssen, das war schon wieder 10+ Themen „tiefer“.

            1. Haben Sie auch ganz unten im dortigen Artikel-Forum den Comment von Annette Brückner gesehen?
              Den finde ich richtig gut und erst recht, dass Annette sich vorgenommen hat, etwas zur Organisation eines eventuellen Kollektivs auszuarbeiten.

        1. Solche Pöbelei bringt nichts. Ich halte mich mit Rhetorik wie NATOzism auch zurück, auch wenn es mehr zutrifft als „Zar“ Pöbelei bei einem mit grosser Mehrheit in demokratischer Wahl gewählten Präsidenten.
          Solche Kraftworte sind nichts als verbale Masturbation und bringen Diskussionen nicht weiter.

          1. Hallo, sowas muss ein demokratisch gewählter Präsident doch abkönnen. Er ist doch der Zar und nicht der Sultan.
            Gehst du zum Lachen auch in den Keller?
            Überleg dir mal was die Präsidenten dieser Welt uns Normalos abverlangen, dann dürfen wir uns doch über diese „Föhrer“ wenigstens mal lustig machen.
            Wenn ich nun irgendjemand zu nah getreten bin, entschuldige ich mich ausdrücklich.

  10. MoA hat auch auf die Ansprache Vladimir Putin und danach Sergei Shoigu hingewiesen.

    https://www.moonofalabama.org/2022/09/on-the-upcoming-putin-speech-and-annoucements.html#comments

    Es wird im Forum von MoA spekuliert, dass Putin sich grünes Licht für die Erweiterung des Ukrainekrieges im usbekischen Samarkand auf der Konferenz der Shanghai Cooperation Organizationvon China, Indien und der Türkei geholt hat.
    Ein weiterer Punkt könnte sein, dass die Russen Informationen haben, wo die USA und NATO mit noch neueren Waffen extrem eskalieren und direkt russisches Gebiet massiv angreifen könnten (ich denke nur an die Krimbrücke) und das die russische Armee hier davor kommen soll.

    @russischer Hacker: Danke.

    1. Servus oskar,

      mein Eindruck ist, dass es offenbar die Eigenart russischer Entscheidungsträger ist, einfach zu lange abzuwägen, ein gewisses Mass an Fairness zu wahren. „Fairness“, die von der Gegenseite, also der „Koaltion der Billigen“, als Schwäche interpretiert wird.

      Es ist längst an der Zeit, sich für eine härtere Vorgangsweise zu entscheiden. Die Ukraine, kennt nur Hass, Mordrohungen und Rachegefühle – die sie in aller Brutalität, gemäß „westlicher Werte“, ungestraft ausüben kann.

      Und wenn Putin das nicht ändert, wird er bald weg vom Fenster sein. Und der Nachfolger, tja, da wird der WEsten noch dem „Onkel Vladimier“ nachtrauern können. Zumindest schätze ich das so ein.

      1. Hi Rebane,

        meine inneren Befürchtungen werden immer größer.

        Eigentlich ist Putin derjenige Politiker der sich an „westliche – humane Regeln“ hält. Er versuchte es erst mit Verhandlungen (Dezember 2021), dann mit einer begrenzten Militäraktion und weiter mit Verhandlungen, aber die USA will dies nicht. Die Neocons haben mit Biden jetzt diese perfekte Marionette installiert. Gleichzeitig ist es ihnen gelungen in dem wichtigsten Land (wirtschaftlich) der EU eine amerikanisch treue, intelligenzmäßig total überforderte olivgrünkhakibraune Klieke in die Regierung zu hieven. Die EU ist von einer Vollblutamerikanerin mit deutschen Pass geführt, welche Militär schon immer ein bischen geil fand.
        Jetzt packt Putin dass etwas größere Besteck aus – Teilmobilisierung. Der Winter wird hart, denn die Russen können Winterkriege. Können das auch westliche Waffen?

        Das es jetzt los geht, hat was auch mit Samarkant zu tun.
        China wird immer mehr von den US-Amerikanern – eigentlich grundlos – attackiert. Eine offene Schlacht China mit Russland plus andere gegen USA und NATO (Türkei?) scheint immer näher zu rücken.

  11. Ok also eine Ansprache des Präsidenten hat es jetzt doch (noch) nicht gegeben. Die wird jetzt erst nach den Referenden erwartet. Die wichtigsten Nachrichten des Tages ist, dass

    1. Die Referenden über die Aufnahme in den Bestand der russischen Föderation der Regionen Donezk, Lugansk, Chorson und Zaparoschja zeitgleich zwischen dem 23. und dem 27. durchgeführt werden.
    2. Das russische Parlament hat eine Reihe von Gesetzesänderungen vorgenommen welche die Realisierung der Aufnahme in kürzester Zeit ermöglichen.
    3. Die Umfragen deuten auf eine hohe Wahlbeteiligung von etwa 80% und eine Zustimmung von 80% hin.

    Öffentlich diskutiert wird auch eine wahrschenliche Änderung des Statuses der Militäroperation und eine mögliche beschränkte Mobilisierung.

    1. cnbc:
      „Putin has postponed the speech, which was expected to discuss the situation in Ukraine, until Wednesday, according to a Telegram post by Sergei Markov, a former advisor to the Russian leader,

      “Go to sleep,” wrote Margarita Simonyan, the editor of RT, a Russian state media outlet, on her own Telegram account.“

      Seltsam, dieser Ablauf. Warum ließ man die Menschen stundenlang vergeblich auf Putins Rede warten?

    2. Wird das nach der beschränkten Mobilisierung wenigstens mal ein erwachsener Krieg sein, oder heißt das dann immer noch spezielle Militäroperation?

      1. Vielleicht solltest Du vorsichtig sein mit dem, was Du wünschst. Kriegszustand würde zum Beispiel bedeuten, dass der Gastransit durch die Ukraine endet. Das wären weiter 25 Millionen cbm weniger, wo die Ukraine bereits die Hälfte der Pipeline geschlossen hat. Das würde noch einen ungemütlicheren Winter und eine verschärfte Wirtschaftskrises hier bedeuten.

        1. Die Welt verändert sich nicht, wenn das Kriegsministerium Verteidigungsministerium heißt, oder ein Krieg Spezialoperation.
          Es ist was es ist. Ein Krieg zwischen der Ukraine und Russland.
          Die Ukraine ist ja auch nicht im Kriegszustand mit Nordkorea oder China, bloß weil die Waffen und Munition liefern, Also sind wir auch nicht im Kriegszustand mit Russland.
          Und wenn kein Gas mehr kommt wird es ziemlich ungemütlich, aber der Zar hat dann auch seinen letzten Trumpf uns gegenüber ausgespielt. Denke das weiß er und das wird er jetzt noch nicht machen.
          Also don’t panic.
          Übrigens hab ich mir den Begriff nicht gewünscht, sondern nachgefragt, ob der Kreml in Zukunft ehrlicher mit seinen Bürgern umgeht.

          1. Dein „Zar“-Geplapper ist dement, und bezüglich der Gaslieferungen durch die Ukraine bist Du einmal mehr unwissend und inkompetent. Nicht Russland hat den Gastransit von 104 auf 35 Millionen cbm reduziert, das war die Ukraine. Auch die Jamal-Pipeline wurde nicht von Russland geschlossen, sondern von Polen. Mit „letztem Trumpf“ hat das wenig zu tun, aber viel mit westlicher Dummheit und Fanatismus.

            Die Ukraine büsst auch Transitgebühren ein, die Russland immer noch im Umfang der Lieferungen überweist. Und in der Turbinenfrage hat Russland auch eher Recht. Was genau hindert Deutschland und Kanada daran, die Wartung der Turbinen von den Sanktionen auszunehmen, wie es die USA mit der Lieferung von Kernbrennstoffen und sogar Raketenteilen, und einer Reihe anderer Produkte aus Russland längst tun? Dann könnte NS1 wieder laufen. Das Theater um NS2 ist auch bloss dicke Hose mit Luft drin. Scholz und Habeck würde keiner abfallen darüber.

            1. Man ist doch gar nicht scharf darauf dass NS1 oder 2 wieder laufen, solang der imperialistische Annexionskrieg der Russen läuft.
              Putin ist ein autoritärer Möchtegerndemokrat, der gewählt wurde und nach den Wahlen den Staat so verbogen hat, dass von der Demokratie nichts mehr übrig bleibt.
              Die Opposition muss Gefängnis und schlimmeres befürchten.
              Da drängt sich die Bezeichnung Zar in guter alter Tradition auf.
              Bei den Schäden und den täglichen Verlusten am BIP und an Menschen, kann man die Gastransitgebühren vergessen.
              Erst raubt Putin die Ukraine aus, dann wirft er ihr ein Almosen hin. Danke dafür.

              1. Hi Ottono,

                „Die Opposition muss Gefängnis und schlimmeres befürchten.“

                Das ist doch in Staaten des Wertewesten nicht anders!
                Assange und einige mehr….
                Die Ukraine geht gegen die eigene Opposition und nicht ganz 100% Mitbürger, gegen andere Ethnien genau so vor, wie die Faschisten in Deutschland zwischen 1933 und 1945! Und dies schon seit 2014.

                Warum siehst du das nicht?

                1. Weil ich deine Hassbrille nicht aufhabe.

                  Warum probierst du es nicht aus.
                  Geh mal in Moskau auf die Straße und erzähl dort das, was du hier über die westlichen Regierungen sagen kannst, über Putin. Das ist nicht 1933-1945, das ist 2022.
                  Und du wirst Augen machen, über die Erfahrungen die du dann sammeln kannst.

                  Ich bin echt erschüttert über die Kriegstreiber in diesem Portal. Alles aus Hass gegen den „Wertewesten“ in dem ihr verdammt gut lebt im Vergleich zu den Russen.
                  Freilandhühner die für Käfighaltung plädieren…….aber nur für die anderen.

                  1. Aber viel schlimmer geht es dir doch, wenn du über Kiewer Straßen läufst.
                    Und wenn du russische Portale liest, gibt es recht viel Freiheit….

                    Und weil wir uns jetzt so in diesem Krieg, der überhaupt nicht ein deutscher oder europäischer Krieg ist, engagieren, wird nichts mehr so sein wie es war.
                    Schau die Veränderungen in der deutschen Gesetzgebung an und wie dort die Freiheit immer mehr einschränkbar wird. Und dies wird von vielen deutschen Gerichten mitgetragen.

                    1. Du hast aber schon die Gesetzesänderungen in Russland mitbekommen, vor allem wenn der Soldat nicht das tut, was ein Soldat tun soll?
                      Aus Russland fliehen jetzt Menschen weil sie bei der „Spezialoperation“ nicht dabei sein wollen. Oder anders ausgedrückt sie wollen nicht in den Krieg, die Gesetze zwingen sie aber dazu. Ist das die Freiheit wie du sie dir vorstellst?

                      Nein, ich laufe nicht über Kiewer Straßen, aber Kiew steht auch nicht in Russland vor Moskau und führt dort KRIEG.

                      Putin kommt aus seiner selbst konstruierten Mausefalle nicht mehr raus und ihr springt hinterher. Ihr könnt euch dann noch kurz am Käse in der Falle erfreuen, aber der ist bald alle.

                    2. Russen im wehrpflichtigen Alter müssen sich nun laut Gesetz an ihrem Wohnort aufhalten. »Bürgern, die (als Reservisten) im Militärregister erfasst sind, ist ab dem Moment der Mobilisierung das Verlassen des Wohnorts ohne Genehmigung der Militärkommissariate und der für Reserven zuständigen Exekutivorgane verboten«, heißt es in dem seit Mittwoch wieder aktuellen Gesetz „Über die Mobilmachung in Russland.“

                      „Dabei steht kein fremder Soldat auf russischen Staatsgebiet.“

                  2. Ich kann übrigens seit 2014 nicht weg sehen, so wie du es seit vielen Kommentaren hier vormachst, dass es unzählige Tote in der Ukraine (Odessa, Kiew, Mariopol, Charkow und im Donbassbürgerkrieg) durch ultranationalisten Kräfte verursacht durch die USA gibt. Angefangen hat dort nicht Putin!
                    Ich sehe auch die anderen Toten in vielen anderen Ländern verursacht durch die USA. Sinnlose Tote! Seit vielen Jahren!

          2. Also sind wir auch nicht im Kriegszustand mit Russland.

            Die offizielle Vertreterin der Bundesrepublik, Frau Baerbock hat im Fernsehen verkündet, dass Deutschland in einem Kriegszustand sei. Sie ließ offen mit wem. Gut möglich, dass es vor der Ansprache Putins notwendig ist, den Deutschen Botschafter in Moskau einzuberufen und um eine Klarstellung zu bemühen, mit wem genau Deutschland sich in einem Kriegszustand befindet.

              1. Es ist nicht der Kreml der meint Russland befände sich im Kriegszustand. Bis jetzt war es nur eine Spezialoperation.

                Schauen wir was Putin in der Ansprache sagt, nachdem die offizielle Vertreterin Deutschland einen Kriegszustand Deutschlands erklärt hat.

          3. „der Zar hat dann auch seinen letzten Trumpf uns gegenüber ausgespielt“

            Da bemerkt man wieder, dass du nur teilinformiert bist.
            Die EU und USA ist (teil)abhängig von vielen weiteren Rohstoffen und Zwischenprodukten aus Russland. Wogegen hier gerade die Zink- und Aluminiumproduktion herunter gefahren wird, erhöhen sich die Importe aus Russland. Der Atomstrom wird auch in Europa und der USA knapp oder bedeutend teurer, auch da ist Russland mit 40% an der Weltmarktherstellung beteidigt. Und du kannst noch einige Bereiche mehr dir ergoogeln, wo es hier im Westen ungemütlich wird.

          4. Unsere Kriegsministerin Baerbock soll am Sonntag bei Anne Will gesagt haben: “ „wir“ befinden uns in einem Krieg“. Das ändert schon etwas. Mal abgesehen, dass es nur oberflächlich betrachtet ein Krieg zwischen Russland und der Ukraine ist. Es ist mindestens auch einer von USA + GB gegen Russland, in den man über die NATO und die EU Gesamteuropa involviert hat. Und jetzt Teilmobilmachung. Dauert nicht mehr lange, bis wir uns in einem heißen Krieg befinden. Hätten unsere Politiker mal das Maul nicht so weit aufgerissen.

    3. „Öffentlich diskutiert wird auch eine wahrscheinliche Änderung des Statuses der Militäroperation,…“
      Nun, das wäre schon längst notwendig – Denn: Derzeit läuft es nicht nur „nicht gut“, sondern eher desaströs. Ich könnte mir – Gedankenspiel – auch gut vorstellen, dass manche Militärs und Politiker, höchst unzufrieden sind, mit der vergleichsweise „soften“ Strategie. Hinzu kommt noch die Peinlichkeit, der in Russland abgestürzten Hyperschallrakete. Stellen wir uns einmal vor, die Unruhe seitens echter Hardliner, verführt zur Idee einer „Palastrevolution“. Da wird auch kein „Referendum“ nützen. Rechtlich wäre es dann „russisches Gebiet“, was auch einen „Krieg“ „legitim“ erscheinen ließe, aber es fehlen strategische „robuste Fakten“.

      Und das ist für das Image Putins, fatal, nämlich innerhalb der Regierung! Und wenn nun Putin aus „gesundheitlichen Gründen“ zurücktritt – wird sein Nachfolger ernsthaft „robuste Fakten“ schaffen müssen. Ich sehe jedenfalls Putin am absteigenden Ast, gedemütigt vom Baum der Erkenntnis hinunterklettern.

      1. Hi Rebane,

        Putins westliche Sozialisierung hat bisher einen recht „humanen“ Krieg führen lassen. Doch statt dies hier im Westen anzuerkennen, wurde es als schwäche ausgelegt.

        Die USA habe ich momentan das Gefühl, will einen neuen „Eisernen Vorhang“, denn gegen China wird jetzt auch, ohne das die VR den Grund wirklich liefert, immer mehr mit Sanktionen vorgegangen.

        „Laut Reuters arbeitet die Regierung von Präsident Joe Biden auch an einem Sanktionspaket, das den chinesischen Fertigungssektor für Konsumgüter treffen würde, und verwies auf die Komplexität der Verflechtungen der globalen Lieferketten mit der US-Wirtschaft. Es scheint, dass Sanktionen für Washington immer das Endspiel sind, genauso wie es bei Militärinterventionen in fremden Ländern letztendlich darum geht, die US-Wirtschaft durch den militärisch-industriellen Komplex anzukurbeln oder wirtschaftliche Interessen der USA durchzusetzen.“

        Quell und mehr dazu: https://de.rt.com/meinung/149325-washington-will-china-sanktionieren/

  12. Hi Russischer Hacker,

    keine Ansprache ist erst mal auch eine Aussage. Danke für deine Bemühungen.

    Bei TP im Forum glauben schon einige, das die Ukraine wegen dem anstehenden Referendum jetzt in den nächsten Stunden eine erfolgreiche große Offensive einleiten werden.

    Macon heute in New York:
    „C’est une provocation, ces référendums n’ont pas de base légale, l’annexion ne sera pas reconnue, les armées russes doivent quitter le territoire ukrainien, nous avons une guerre d’annexion de la Russie sur l’Ukraine….“

  13. Mich wundert es das es mittels Satelliten oder ähnlich die Abschussstelle und die Einschlagstelle nicht nachzeichnen können. Das gilt für beide Seiten. Ich denke mir dabei auch immer, ob es nicht sein kann, dass ein paar Nazis den Beschuss organisieren. Die machen scheint es sowieso was sie wollen. Bisher konnte ich lesen, dass denen alles egal ist. Ich denke an das in die Beine schießen. Dafür braucht es nicht viel Leute und es bindet Kräfte es Gegners.
    Das ist ja im Artikel auch angesprochen.
    Die Milliarden Schulden, die die Ukraine angehäuft haben, interessieren, doch niemanden. Wenn es brenzlich wird, machen sich doch die können alle auf den Weg nach London oder sonst sonnige Gebiete für Oligarchen und verdienen als Interviewpartner weiter. Was die Leute aushalten, hat Boris Johnson gezeigt, ein Lügner und Betrüger.

      1. danke für den Pilger!

        allerdings ist der „Erfolg“ dieses amerikan. Modells natürlich kein Selbstläufer.

        Er basiert zu allererst auf dem Gewaltmonopol. Die Nationen beugen sich nicht, weil die amerikanische Idee sie überzeugen würde. Sie beugen sich, weil man sie sonst vernichten würde.

        Das war schon so unter dem Brit. Empire und allen anderen.

        Deshalb auch die immensen Anstrengungen als erstes Land die Atombombe zu besitzen und den Erwerb anderen Nationen zu untersagen.

        Das hat nicht ganz geklappt. Also muss knapp 1 Billion für sonstige Rüstung ausgegeben werden.

        Wir wissen das. Aber ich erinnere nur daran, weil man im Internetzeitalter schnell darauf verfällt, zu denken, die Pax americana begänne mit dem „Wort“ sprich der Propaganda.

        Aber sie beginnt mit einer Tat. Und man geht über sehr viele Leichen.
        Das müsste mal jemand den jungen Menschen hier klar machen.

        Sie reden zurecht von Extinction. Aber wissen sie auch wo alles begann und wie?
        Ich kenne diese Gruppen nicht. Vielleicht schätze ich sie falsch ein.

        Pilger erwähnt den peace plan der Russen letzten Winter.

        Sogar Le Monde Diplomatique hielt diesen Friedensplan (Abzug aller Atomwaffen usw.) , der absolut sinnvoll war, für nicht akzeptabel, in einem sonst recht vernünftigen Text.

        2017 brachte sogar der Atlantic Council, also eine Organisation der NATO, einen eigenen Artikel mit dem Titel „Ukraine has a Neo-Nazi problem.“

        Nicht der beste aber der für mich wichtigste Satz in diesem Text:
        “ In 1917, the editor of the Manchester Guardian, C.P. Scott, confided to prime minister Lloyd George: ‚If people really knew [the truth], the war would be stopped tomorrow, but they don’t know and can’t know.'“

        Und was für ein Titel: „Silencing the Lambs“. (ich las zuerst slicing the lambs…)

      2. Hi Peter,

        Danke für einen Link zu einem großartigen Artikel!

        Auch wenn der Artikel für die meisten hier lesenden bekanntes hervorragend zusammenfasst, sind diese Arbeiten im heutigen westlichen Journalismus etwas besonderes. Leider erreichen solche Gedanken/ Wissen nicht die Masse der Menschen draußen.

        „Diese Gehirnwäsche durch Unterlassung hat eine lange Geschichte.

        Die Weigerung, Menschen und Ereignisse so zu sehen, wie sie in anderen Ländern gesehen werden, ist ein Medienvirus im Westen, der so schwächend ist wie Covid. Es ist, als ob wir die Welt durch einen Einwegspiegel sehen, in dem „wir“ moralisch und gutartig sind und „sie“ es nicht sind. Es ist eine zutiefst imperiale Sichtweise.“

        Diese erfolgreiche Propaganda bringt die Masse der Bürger im Westen dazu, ihre „Schlächter“ selber zu wählen. Eine wirkliche Wahlmöglichkeit wird einem nicht gelassen, wie man recht gut sieht, dass selbst die zweidrittel der PdL auf NATO-Kurs umschwingen. Dabei ist die USA seit vielen Jahren und jetzt im besonderen die Wurzel des meisten Bösens auf dieser Welt.

  14. „In unserer historischen Tradition, im Schicksal unseres Volkes liegt es, diejenigen zu stoppen, die nach der Weltherrschaft streben, die unserem Mutterland, unserer Heimat, mit Zerstückelung und Unterdrückung drohen.“ …/….“Russland hat moderne Vernichtungswaffen. Ich bluffe nicht“
    …/…..

    „Die Entscheidung, die die Mehrheit der Bürger in den Volksrepubliken Luhansk und Donezk, in den Gebieten Cherson und Saporischschja treffen, unterstützen wir.“

    ( W. Putin zur Teilmobilmachung der russischen Streitkräfte )

  15. Vollständiger Text der Ansprache des russischen Präsidenten zur Nation zur Teilmobilisierung von heute morgen ist auf der Seite des Kremls veröffentlicht.

    en.kremlin.ru/events/president/news/69390

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.