Remigration ist deutsche Staatsraison

Refugees Welcome
walterw.a, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Das Wort Remigration liegt in aller Munde. Es ist das gekürte Un-Wort des Jahres 2023 und gehört folglich zum Wortschatz der Bösen, der AfD und der Nazis.

Tatsächlich ist „Remigration“ Teil der deutschen Staatsraison.

Hunderttausende sind am 20. Januar 2024 auf der Straße gegangen. Dieses Mal zählte sogar die Polizei die Teilnahme nicht klein. Alle kamen, die Bundesregierung, die Kirchen, die Gewerkschaften, die Prominenten, die Omas gegen rechts, die LINKE, und die vielen anderen.

Alle sind nun gegen rechts – die CDU, die Bundesregierung, die BILD-Zeitung, die öffentlich-rechtlichen Anstalten, die Influencer.

Enthüllungen und Entblößungen

Auslöser dieser Massenbewegung war die „Enthüllung“ eines Geheimtreffen in Potsdam im November vorigen Jahres, wo sich AfD- und CDU-Mitglieder mit Identitären und Industriellen trafen. Dort soll auch über ein Plan zur Remigration gesprochen worden sein, was in den Medien irgendwo zwischen massenhafter Abschiebung und Wannseekonferenz einordnet wurde.

Offensichtlich musste man das Gesagte mit der Wannseekonferenz 1942 in Verbindung bringen, auf der die industrielle Vernichtung der Juden beschlossen wurde. Das war notwendig und unerlässlich. Denn wenn man das Treffen ohne Geschichtsrelativierung und ohne die Instrumentalisierung der Shoa eingeordnet hätte, hätte man darüber nachdenken können/müssen, ob das, was dort besprochen wurde nicht auch woanders besprochen wird. Oder noch ein klein weniger unangenehmer: Gibt es politisch Gruppierung und Parteien, die nicht nur davon träumen, sondern dies in die Tat umsetzen?

Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß

Man kann diese Gedanken mit der Eingangsfrage bei „Wer wird Millionär“ verbinden, um spielerisch an die Antworten zu kommen. Ungefähr so:

Ordnen Sie folgende Aussagen den entsprechenden Personen bzw. Organisationen zu?

  1. Es geht um Abschiebung in großem Stil.
  2. Ausländer sollen wegen Zugehörigkeit zu einem „kriminellen Clan“ ausgewiesen werden
  3. Mit der Reform des Staatsbürgerschaftsrechts will man Antisemiten auch rückwirkend den deutschen Pass entziehen und ausweisen können.
  4. Gemeinsames Ziel ist einegroße Rückführungsoffensive“.

Ich möchte Sie mit der Beantwortung dieser Frage alleine lassen – und nur so viel verraten: Wenn es tatsächlich um die widerlichen Vorstellungen und Praktiken von Remigration gehen würde, dann würde man nicht zuerst auf dieses Treffen in Potsdam kommen, sondern auf die vielen Geheimsitzungen in den Regierungsparteien, in der Opposition von CSU/CDU und AfD.

All das ist übrigens ganz leicht herauszubekommen. Dafür braucht man kein Teleobjektiv, kein Gebüsch, keine Spione und Wanzen und auch keine geheimdienstlichen Aktivitäten.

Warum gehen also Hunderttausende mit denen zusammen auf die Straße, die genau das machen, was man unter Remigration verstehen kann und soll? Warum ist das, was die Regierungskoalition macht, in die Tat umsetzt und auf den Weg bringt, in Ordnung, während jene, die davon reden und träumen, des Teufels?

Für Remigration – mit Stil

Am gemeinsamen Willen zu Formen der Remigration kann es also nicht liegen. Ich kann vielmehr davon ausgehen, dass Remigration, also von Abschiebungen bis hin zur Aberkennung der Staatsbürgerschaft von all denen geteilt wird, die zusammen mit Mitgliedern der Bundesregierung auf die Straße gehen. Aber wogegen sind sie also auf die Straße gegangen, fragt man sich dann?

Liegt es also nicht an der „Musik“, sondern am Ton, wie etwas vorgetragen wird? Wenn die AfD- Spitzenkandidatin Alice Weidel geifert und flucht, von „Messer-Männern“, „Kopftuch-Mädchen“ und „Taugenichtsen“ spricht, dann ist das aggressiv. Wenn dasselbe unser Bundeskanzler Olaf Scholz meint, schläfrig und ganz sachlich, dann kann man damit offensichtlich gut leben.

Vielleicht ist das große Bündnis zwischen oben und unten, Regierenden und Regierten auch Ausdruck davon, dass man weiß, dass man die Grenzen mehr oder weniger dichtmachen muss, wenn man die Ursachen von Flucht und Vertreibung nicht bekämpft, sondern zu den Ursachen ganz wesentlich beiträgt.

Es ist doch kein Geheimnis, dass die meisten Flüchtlinge nicht nach Deutschland kommen, weil sie Deutschland so lieben und schon immer hier einmal leben wollten. Sie kommen, weil sie sie es in ihren Heimatländern nicht länger aushalten, weil sie Unterdrückung, Verfolgung, Krieg und Hunger satthaben – wobei „statt“ in diesem Kontext eine merkwürdige Bedeutung bekommt.

Und man braucht kein Geheimtreffen belauschen, um zu wissen (wenn man es wissen will), dass in ganz vielen Ländern Hunger und Unterdrückung herrschen, weil die Regierungen und Diktaturen von Ländern wie Deutschland gestützt, an der Macht gebracht und dort auch gehalten werden – als Wachhunde, als Resteverwerter, als Müllhalde, mit ein paar gut geschützte Urlaubsresorts mit work-life-balance.

Keine Frage der Moral

Es ist keine Frage der Moral, des Gutseins oder der ethischen Einstellung, wie man mit Flüchtlingen umgeht. Im Zentrum steht die Frage, wer für die Ursachen von Flucht und Vertreibung verantwortlich ist, wer davon profitiert und wer also gar kein Interesse hat, daran etwas grundsätzlich zu ändern.

Wenn es also – im Kern – gar nicht um „Willkommenskultur“ geht, weil diese die Ursachen überhaupt nicht berührt, sondern nur die Folgen mit einem guten Herz lindern kann, dann geht es auch gar nicht mehr um den „Flüchtling“, sondern um unser eigenes Leben, das von diesen Scheußlichkeiten geschützt werden will.

Der AfD-Spitzenkandidat in Thüringen Björn Höcke und der widerliche Identitäre aus Österreich, Herr Sellner, sprechen gerne von „wohltemperierten Grausamkeiten“, die notwendig seien, um dem „Flüchtlingsproblem“ Herr zu werden.

Dazu ließe sich in zwei Richtungen etwas sagen:

Erstens gibt es kein „Flüchtlingsproblem“, sondern ein Problem mit den Ursachen von Flucht und Vertreibung.

Und zweitens treffen Höcke und Sellner einen wunden Wund. Wenn man an den Ursachen festhalten will, wenn man von ihnen profitiert, dann lächelt man das nicht weg, sondern muss grausam sein.

„We are here, because you were there“

Das war eine Aussage von einem Flüchtling, die wir Anfang der 1990er Jahre plakatiert hatten, um deutlich zu machen, dass es einen systemischen Zusammenhang gibt zwischen der Ausbeutung durch europäische (Kolonial-)Staaten und der immer wachsenden Zahl an Flüchtlingen. Zum anderen steckt in diesem schlichten Satz noch etwas – eine Reihenfolge: Zuerst wart ihr (die Kolonialisten) bei uns, bevor wir zu euch kamen. Ihr kamt und kommt, um euch noch mehr zu bereichern. Wir kommen zu euch, um zu überleben.

Das Lichterketten-Syndrom

Manche assoziieren mit Lichterketten mehr als Fenster- und Weihnachtsschmuck. In den 1990er Jahren schmückten sie auch das „anständige Deutschland“. Auch hier gingen Zehntausende, Hunderttausende auf die Straße – gegen rechts, gegen Rassismus und Faschismus. Stimmt das? Kann man das mit den Hundertausenden im Jahr 2024 vergleichen?

Es lohnt sich, sich genau zu erinnern. Mit der sogenannten Wiedervereinigung Deutschlands ging eine Pogromwelle einher, die man seit den 1930er Jahren nicht mehr kannte. Es wurden Flüchtlingsheime angegriffen, belagert, tagelang – wie in Rostock-Lichtenhagen 1992. Die Polizei schaute tagelang zu und erklärte sich für überfordert. Als das Flüchtlingsheim angesteckt wurde, machte die Polizei Schichtwechsel. Die Mischung aus aufgebrachten Bürgern und organisierten Nazis blieb unter sich. Es gab keinen Aufstand der „Anständigen“, keine Gegendemonstrationen, kein Aufruf der Regierung, jetzt endlich Zivilcourage zu zeigen. Das war an vielen anderen Orten in Deutschland ähnlich. Dort, wo es tatsächlich Widerstand gegen diese rassistischen Angriffe gab, war die Polizei zur Stelle und zerschlug den Protest. Das war damals keine ausschließlich rechte, reaktionäre Angelegenheit. Auch SPD-Bürgermeister machten mit und verboten Gegendemonstrationen, wie in Mannheim-Schönau 1992.

In dieser kurzen Zeitspanne wurden über 150 Menschen ermordet, die nicht weiß genug waren. Die Regierungsparteien und regierungswilligen Parteien von CSU/CDU, über FDP bis SPD ließen diese rassistischen Exzesse gewähren, denn sie sollten die Legitimation für eine Regierung sein, die behauptete, dass sie durch die Verfassung behindert wäre.

Nicht die „aufgebrachten“ Bürger, die Nazis, die wie Pilze aus dem Boden schossen, waren für sie das eigentliche Problem, sondern das Grundgesetz, um genauer zu sein, der § 16, der das Asylrecht regelte.

So bedauerten zwar alle Parteien die Gewalt der Straße, um gleichzeitig dafür zu werben, dass erst die „Neureglung“ des § 16 des Grundgesetzes Frieden brächte. Es waren – auch damals – nicht nur Nazis – die rassistische Parolen ausgaben und eine rassistische Stimmung schürten, sondern die Parteien der „Mitte“ selbst, die sich mit Parolen von einer „Asylflut“ und einem drohenden „staatlichen Notstand“ (CDU-Bundeskanzler Helmut Kohl) gegenseitig überboten.

Dabei machten alle im Bundestag vertretenen Parteien mit und wer diese Hetzaufrufe mit denen heute vergleicht, wird sich vielleicht wundern, wie wenig sich geändert hat:

Die potenziellen Täter/innen wurden mit einem prallen Argumentationskoffer auf den Weg geschickt:

  • „Das Boot ist voll“, Das Magazin Der Spiegel vom 9.9.1991
  • Es kann nicht sein, dass ein Teil der Ausländer bettelnd, betrügend, ja auch messerstechend durch die Straßen ziehen, festgenommen werden und nur, weil sie das Wort ›Asyl‹ rufen, dem Steuerzahler auf der Tasche liegen.“ Klaus Landowsky, CDU-Fraktionsvorsitzender in Berlin. Zitiert nach: Stern Nr. 43 vom 17.10.1991
  • „Kurzen Prozess, an Kopf und Kragen packen und raus damit!“ Friedhelm Farthmann, SPD, damaliger Minister in Nordrhein-Westfalen zur „Lösung der Asylfrage“. Zitiert nach: Der Spiegel Nr. 3/93 vom 17.3.1992

Die Ausweisung des § 16 des Grundgesetzes ins Ausland

1993 war es dann soweit: Was Neonazis und anständige Deutsche mit Springerstiefeln und Anzug, mit Hass und verständlicher Sorge jahrelang, unter Schirmherrschaft einer Großen Koalition, im ‚Einzelfall‘ betrieben, wurden systematisiert, verstaatlicht, verrechtlicht: Am 26.5.1993 verabschiedete der Deutsche Bundesstag mit einer satten 2/3 Mehrheit die de facto Abschaffung des Asylrechts (Grundgesetzartikel 16). Fortan umgab sich Deutschland mit der Erfindung „sicherer Drittstaaten“, in die Flüchtlinge sofort abgeschoben werden konnten. Für Flüchtlinge war Deutschland nicht mehr erreichbar. Und wer es dennoch – per Flugzeug – schaffte, nach Deutschland zu kommen, den erwartete eine bis auf 98 Prozent ansteigende Ablehnungsquote von Asylanträgen – die sichere Rückkehr in Hunger, Folter und Tod.

Gegen die Abschaffung des Asylrechts demonstrierten am 26. Mai 1993 nicht Hundertausende, sondern ein paar Tausend. Man sprach von einer „Festung Bonn“, mit der man diesen legalen Verfassungscoup abgesichert hatte. Nach einigen Stunden Verzögerung wurde das Asylrecht ins Ausland abgeschoben.

Die Lichterketten-Organisationen von Gewerkschaften, über Kirchen bis hin zu Unternehmen, blieben zuhause. Sie waren offensichtlich zufrieden. Sie wollten keine bösen Bilder auf der Straße, keine brennenden Häuser in ihrer Nachbarschaft. Sie wollten, dass das „Problem“ ohne großes Aufsehen und weitab ihres Lebens gelöst sehen.

1993 – 2023

30 Jahre später haben sich die Motive aufseiten der Regierung und auf der Seite derer, die mit dieser Regierung demonstrieren, nicht geändert.

Der „Kampf gegen rechts“ soll eine Mitte suggerieren, die – mit Blick auf die letzten 30 Jahre – kaum rechter sein kann.

Kann es sein, dass es gar nicht um den „Kampf gegen rechts“, gegen Rassismus und Faschismus geht, sondern um den Schutz all dessen, womit man sich arrangiert hat?

Kann es sein, dass sehr viel rechts ist und sein kann, wenn man sich daran gewöhnt hat, wenn man sich darauf verlassen kann?

 

Quellen und Hinweise

Geheimes Treffen im Bundeskanzleramt in Berlin aufgeflogen, Wolf Wetzel,2024: https://overton-magazin.de/kolumnen/kohlhaas-unchained/geheimes-treffen-im-bundeskanzleramt-in-berlin-aufgeflogen/

Die Abschaffung des Asylrechts 1993 – eine Bilanz, Wolf Wetzel, 2008: https://wolfwetzel.de/index.php/2008/07/10/die-brandstifter-sind-umgezogen-tag-x-15/

Fahrplan Richtung Pogrom – zum Beispiel Mannheim-Schönau 1992, Wolf Wetzel: https://wolfwetzel.de/index.php/2007/08/01/fahrplan-richtung-pogrom-zum-beispiel-mannheim-schonau-1992/

Lichterketten und andere Irrlichter, Texte gegen finstere Zeiten, autonome L.U.P.U.S.-Gruppe, Edition ID-Archiv, Berlin 1994

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85 Kommentare

  1. Ich finde es richtig Remigration ist schon lange überfällig.Menschen ohne bleibe Recht und Kriminelle Clans haben bei uns nichts zu suchen.Diese Regierung ist ja zu blöd um konsequent abzuschieben.Von wegen ein Land in dem wir gut und gerne leben das ist schon lange vorbei.

    1. Es geht nicht um Kriminelle. Dia AfD will auch Menschen mit einem deutschen Pass abschieben, wenn diese ausländische Wurzeln haben. Und um die AfD nicht noch mehr Stimmen zu geben, setzt die Blockpartei alles bereits um. Selbstmord, weil man Angst vor dem Tod hat. Nun ja, ich denke, in den kommenden Jahren werden sowieso viele Personen mit nichtdeutschen Wurzeln das Land verlassen (und viele mit deutschen Wurzel ebenfalls). Dieses Land (und auch der Rest Europas) ist generell auf dem Weg nach unten und sobald sich die USA aus der Welt zurückziehen, weil sie ihre Militärpräsenz nicht mehr aufrechterhalten können, werden die jetzigen Konfliktregionen aufblühen. Dann gibt es für viele keinen Grund mehr in Deutschland zu bleiben. Am Ende sind alle zufrieden.

      1. Fehlt da nicht noch was? Etwa „Menschen mit einem deutschen Pass abschieben, bei denen sich mit Tatsachen begründen läßt daß die verfrühte Einbürgerung ein Fehler war“?
        Als Steuern zahlender, nicht vorbestrafter, gebürtiger Südosteuropäer mit deutscher Staatsbürgerschaft habe ich genau Null Sorge daß eine AfD Regierung mich abschieben wollen würde.

        1. Ja, vermutlich wird das so sein. Nur werden die Tatsachen dann genauso schwammig sein, wie bei der jetzigen Regierung alle möglichen Gesetze auch sind. Ich hab die AfD schon in Berlin Köpenick in Aktion erlebt, wie sie einen Mitarbeiter vom Gesundheitsamt rausgemobbt haben, der die falsche Hautfarbe und sexuelle Orientierung hatte.
          https://www.rnd.de/politik/zu-schwul-zu-schwarz-vize-amtsarzt-wirft-afd-mann-diskriminierung-vor-und-wird-abgesetzt-45AYMAQHFNAXFAOKTBF7URCF3E.html

          Das sind Rassisten, da braucht man nicht mehr drüber reden. Mag sein, dass sie in manchen Punkten richtig liegen, aber das macht sie noch lange nicht zu den Guten oder zu einer Alternative zu den Typen, die im Moment das Zepter führen. Sie sind nur auf eine andere Art beschissen als die jetzigen Vollversager.
          Wenn du keine Sorge hast, dann freu dich, aber ich denke viele andere werden die Zeichen der Zeit erkennen. Wobei es ja auch für die Biodeutschen unter der AfD härter wird. Aber letztlich sind Menschen ja oft die Architekten ihrer eigenen Hölle. Man muss dabei nur nach Argentinien gucken, um festzustellen, dass die meisten Menschen gar kein Wahlrecht haben sollten.

          1. Der von Dir gepostete Link ist ein gutes Beispiel für Framing. Was wäre wenn der AfD-Mann gar nicht rassistisch gewesen ist, sondern tatsächlich das gesagt hat, was zu sagen ist: Das ein Mann der sich zum Chef befördern will auch eine positive Außendarstellung zu seinen Untergebenen pflegen muss, zum Beispiel durch Teilnahme an Meetings und die Erfüllung von Arbeitspflichten?

            Bezüglich AfD: Die AfD muss gar keine neuen Gesetze erlassen, nur Durchsetzen. Die Aberkennung der zweiten, deutschen Staatsbürgerschaft ist heute schon gesetzlich geregelt. Die Abschiebung von Kriminellen ist bereits geregelt, die Mitwirkungspflicht im Asylverfahren ist geregelt und die Wahrheitspflicht.

            Es geht an dieser Stelle ausschließlich um Durchsetzung von vorhandenen Gesetzen.

            1. Ich kenne den Fall sehr gut, weil ich die entsprechenden Mitarbeiter des Gesundheitsamts persönlich kenne und natürlich auch den Mann, um den es geht. Mir musst du dazu nichts erzählen. Wenn ich den Fall nicht kennen würde, wäre ich nie auf den Artikel gekommen, weil ich keine Medien dieser Art konsumiere.
              Diese Vorstellung, dass alles Framing ist, ist der gleiche Vorwurf, dass alles eine Verschwörungstheorie ist, nur von der anderen Seite.

              „Es geht an dieser Stelle ausschließlich um Durchsetzung von vorhandenen Gesetzen.“
              Bisschen kurz gedacht, Gesetze kann man ändern, das passiert jeden Tag und man kann neue erlassen.
              Wie geschrieben – wenn du die AfD wählst, dann mach das, ich habe damit kein Problem. Nur bitte später nicht rumheulen, wenn sie dann tatsächlich das macht, was sie verspricht und es richtig beschissen wird.
              Schon beim letzten Mal haben die Rechten gesagt, was sie tun pflegten, weswegen ich keinen Deutschen dieser Zeit als unschuldig betrachte und bis heute bedauere, dass sie Strafe, die sie verdient hätten, nie erhalten haben. Obwohl, wie es scheint, kommt diese nun mit 90 Jahren Verspätung doch an.

              1. Die persönliche Bekanntschaft ist kein Argument. Relevant ist, was ein Arbeitsgericht gesagt hat. Offensichtlich nichts, sonst hättest Du das Arbeitsgericht zitiert.

                Und die AfD braucht keine Gesetze zu ändern, da die Gesetze bereits vorhanden sind. Die AfD hat kein Problem mit Gesetzen, sondern damit, dass Gesetze nicht mehr durchgesetzt werden.

        2. Wiegen sie sich nicht in Sicherheit! Glauben Sie im Ernst, es geht in dieser Frage darum, ob man sich an Gesetze halten muss, um hierzubleiben. Wenn dies der Fall wäre, müsste man die komplette Bundesregierung (wegen Unterstützung eines Angriffskrieges (gegen die BR Jugoslawien 1999, wegen Korruption, wegen Unterstützung eines Massenmordes (im Gaza z.B.) abschieben.

      2. @ PfefferundSalz

        Sie schreiben:

        „Dia [sic.] AfD will auch Menschen mit einem deutschen Pass abschieben, wenn diese ausländische Wurzeln haben.“

        1. Diese Aussage ist vollkommen FALSCH und lässt sich nirgends im Parteiprogramm bzw. einem Wahlprogramm finden. Vermutlich haben Sie das Parteiprogramm der AfD aber auch niemals selbst gelesen.
        Auch bei Sellner findet sich eine derartige Forderung in dieser pauschalen Form NICHT.
        Zu seinem Buch: https://www.amazon.de/Remigration-Ein-Vorschlag-Martin-Sellner/dp/3949041559

        2. Dieses sog. „Geheimtreffen“ von Potsdam war weder eine CDU- noch eine AfD-Veranstaltung.

        3. Selbst die Behauptung, dass bei diesem „Geheimtreffen“ von „Deportationen“ gesprochen wurde, ist kürzlich beim Presseclub der ARD von Anette Dowideit, der stellvertretenden Chefredakteurin von Correctiv, DEMENTIERT worden. Man habe das „Geheimtreffen“ angeblich auch nie mit der Wannseekonferenz in Verbindung gebracht und auch nie von „Deportationen“ gesprochen. Damit hat sie aber anscheinend nicht die Wahrheit gesagt.

        https://apollo-news.net/ploetzlicher-rueckzieher-correctiv-behauptet-nichts-von-deportationen-gesagt-zu-haben/

        1. Ich sage nicht, dass es eine Wannseekonferenz war. Aber man muss in der Tat sagen, dass AfD Angehörige gesagt haben, dass sie auch Leute mit einem deutschen Pass rausschmeißen wollen. Und wenn diese zur Macht kommen, dann werden sie auch ihre Themen durchsetzen.

          “ Diese Aussage ist vollkommen FALSCH und lässt sich nirgends im Parteiprogramm bzw. einem Wahlprogramm finden. Vermutlich haben Sie das Parteiprogramm der AfD aber auch niemals selbst gelesen.“
          Im Programm der Grünen findet sich auch nichts von Krieg und Waffenlieferungen, trotzdem trommeln die Grünen für beides. Wenn sich Parteien an ihre Programme halten müssten, dann hätten wir nicht die Probleme, die wir heute haben. Ein Parteiprogramm ist weniger wert als Klopapier. Was viel wichtiger ist, das ist der Charakter der Akteure, ihre Aussagen und ihre Ansichten. Und die AfDler die ich kennengelernt haben, waren ziemlich unsympathische Gestalten mit unsympathischen Ansichten. Das trifft zwar auch viele Mitglieder anderer Parteien zu, aber es ändert daran nichts.
          Und um es kurz zu machen, ich glaube nicht, dass die AfD ein 4. Reich errichten will, aber sie will den Staat ebenfalls zur Beute machen, so wie es heute die Blockparteien machen, halt nur, dass dann die Ansichten der AfD gelten. Sie wird die gleiche Politik nach außen fortsetzen wie die bisherigen Parteien, mit dem einen Unterschied, dass sie versuchen wird, mit Russland wieder Geschäfte zu machen. Alles andere, NATO, Neokolonialismus, Auslandseinsätze usw. wird fortgesetzt oder verstärkt. Gleichzeitig wird die Repression nach innen verstärkt. Es wird gegen Ausländer Stimmung gemacht, anfangs gegen die illegalen Einwanderer, aber mit der Zeit werden auch die anderen immer mehr ins Kreuzfeuer genommen. Gleichzeitig werden Leute, die ganz unten sind, die Bürgergeldempfänger, mit ziemlicher Sicherheit große Teile ihrer Zuwendungen verlieren, während der Spitzensteuersatz sinkt. Die Privatisierung wird weiter zunehmen und während das Militär weiter ausgebaut wird. Auch die Überwachung wird weiter zunehmen.
          All diese Dinge hat man bereits bei Ronald Reagan, Margaret Thatcher und diversen anderen neokonservativen Regierungen gesehen.

          Aber frage ich doch mal so: Was erwartest DU denn von der AfD, außer dass sie Ausländer rausschmeißt?

          1. @PfefferundSalz: Zustimmung!

            Man schaue nach Italien, wo die machthabende Regierung in ihrer Außenwirkung zwar ganz auf „Business as usual“ macht. (Erstens)

            Gleichzeitig aber wird innenpolitisch das Land erheblich umgekrempelt, demokratische und rechtsstaatliche Strukturen unterhöhlt und die Institutionen gleichgeschaltet. (Zweitens)

            Schließlich wird die Kulturkampf mit allen Mitteln geführt: Trash und Propaganda auf allen denkbaren Kommunikationskanälen – von Berlusconi haben sie’s gelernt. (Drittens)

            Genau so wäre das auch in Deutschland zu erwarten, würde die AfD hier die Macht erringen. Und machen wir uns mal keine Illusionen: In der EU würde sich darüber niemand aufregen – die ehrenwerte Frau von der Leine ist längst dicke Tinte mit Giorgia Meloni, andere EU-Verweser ebenso, und diese Leute hätten ganz sicher auch kein Problem mit einer Frau Dr. Weidel als Partnerin.

            Ach ja: Nur mal kurz zur Erinnerung:
            → Von Alexander Gauland ist hinreichend bekannt, dass der jahrzehntelang Karriere in der hessischen CDU machte.
            → Der AfD-Spitzenkandidat für die EU, Maximilian Krah, war früher CDU-Mitglied in Sachsen (wo die schönen Mädchen wachsen). Der Herr steht einem Björn Höcke in Sachen Rechtsextremismus nicht im geringsten nach.
            → Apropos Björn Höcke: Der war mal in der Jungen Union.
            → Dr. Alice Weidel bekam ihre Promotion von der Konrad-Adenauer-Stiftung begabtengefördert.

            Es ist halt so ’ne Sache mit den fruchtbaren Schößen im Sinne eines Bertolt Brecht.

          2. @ PfefferundSalz

            Ich habe ein waches Empfinden für die Kultur, die Sprache und die Traditionen meines Landes, sodass die bereits stattfindende Überfremdung des Landes für mich in der Tat das alles andere überragende Thema ist. Diverse andere Folgeprobleme kommen noch hinzu.

            Nebenbei:
            Migration ist doch eigentlich gar kein linkes Thema, Wagenknecht hat´s verstanden.
            Migration gehört doch zur Kernagenda der globalistischen Eliten zum Zwecke der Beschädigung und Zerstörung der heute für das Kapital nicht mehr erforderlichen Nationalstaaten und zum Zweck der Verwirklichung der sog. „Einen Welt“ (natürlich US-gelenkt).

            Zur AfD:
            Sie geben zu, dass bestimmte Forderungen von dieser Partei gar nicht gekommen sind und auch nicht im Programm stehen.
            Andererseits GLAUBEN Sie, dass diese Partei es tun KÖNNTE.
            Sie werfen ihr also nur eine Vermutung vor.
            Vielleicht haben Sie und manche anderen sich auch ein Bild von der AfD konstruiert … ?!

            1. Ich habe dir eine Frage gestellt, beantworte sie bitte, anstatt abzulenken. Diese Ablenkungsscheiße zieht bei anderen, aber nicht bei mir.

              Was erwartest DU denn von der AfD, außer dass sie Ausländer rausschmeißt?

              Und bitte keine Plattitüden, sondern konkrete Aussagen.

              1. @ PfefferundSalz

                1. Vorweg:
                Wir sind hier nicht beim Du !
                Bitte beachten Sie diese meine Vorgabe in Zukunft, wenn Sie eine Antwort von mir erhalten möchten. Das ist nicht aggressiv gegen Sie gemeint, sondern vermutlich eine Frage des Alters und meiner Sozialisation.
                Danke!

                2. Verkneifen Sie sich bitte auch Ihre ordinäre Ausdrucksweise („Ablenkungsscheiße“).

                3. Ich habe Ihre Frage doch im Prinzip bereits beantwortet (Eintreten gegen Überfremdung). Ich erwarte NICHTS anderes von der AfD, als dass sie sich erstens dafür einsetzt, dass Deutschland ein deutsches Land bleibt und dass zweitens klassische konservative Grundsätze beachtet werden. Alle anderen Themen sind für mich weniger wichtig.

                Allerdings wirkt sich diese allgemeine Zielsetzung („dass Deutschland ein deutsches Land bleibt“, „konservative Werte“) auf viele Politikfelder aus und längst nicht nur auf die Migrationspolitik. Das berührt etwa die Kultur- und Bildungspolitik ebenso wie die Familienpolitik und das Vertreten deutscher Interessen innerhalb der EU, der EZB, der NATO usw. Die Liste ist unvollständig. Selbstredend gehört dazu auch, dass gewisse zeitgeistige Verirrungen (z.B. Gendern) rückgängig gemacht werden.

                Die von Ihnen vorgegebene Formulierung „rausschmeißen“ lehne ich ab.
                Remigration ist, wie ich weiter unten schon einmal ausgeführt habe, etwas anderes als Rausschmeißen. Das Abschieben illegaler und unberechtigter Möchtegerneinwanderer kann man zwar als „Rausschmeißen“ bezeichnen, doch haftet dem ja kein Makel an. Scholz selbst fordert es heute.

                Andererseits gibt es aber auch viele Zuwanderer, die tatsächlich eine Bereicherung darstellen und die Integrationswillen bis hin zur Assimilation haben. Von daher ist jede pauschale Antwort oder Forderung beim Thema „Migration“ problematisch.

                Wussten Sie eigentlich, dass die AfD von weit mehr Migranten unterstützt und gewählt wird als uns die Medien erzählen? Wahrscheinlich wissen Sie es nicht.

              2. „Deutschland ein deutsches Land bleibt “
                Was ist denn „Deutsch“ im Sinne der AfD? Originär ist weder das Christentum noch die Bratwurst deutsch, nicht einmal das Bier. Was also soll dieses ominöse „Deutsch“ sein? Nicht mal die Biodeutschen sind ethnisch homogen.

                „klassische konservative Grundsätze“
                Was soll das sein? Konservativ im Sinne des Mittelalters? Des Kaiserreichs? Der Weimarer Republik? Des 3. Reichs? Der Adenauer Ära?

                „Das berührt etwa die Kultur- und Bildungspolitik ebenso wie die Familienpolitik und das Vertreten deutscher Interessen innerhalb der EU, der EZB, der NATO usw. “
                Was hier genau?

                Das meine ich mit Plattitüden.

                „Remigration ist, wie ich weiter unten schon einmal ausgeführt habe, etwas anderes als Rausschmeißen.“
                Das ist Semantik, ich kann einen Hundehaufen auch als Exkrement bezeichnen, das hört sich dann etwas feiner an, aber bedeutet dasselbe.

                „Wahrscheinlich wissen Sie es nicht.“
                Doch, das ist mir bewusst. In Berlin hat sie mehr Stimmen von Migranten erhalten als die Grünen.
                Ich vermute, der Grund ist hier allerdings derselbe wie der, warum viele der Unterschicht die AfD wählen. Zum einen gibt es keine Alternative (außer irgendwelche Splitterparteien) und zum anderen schaut man halt auf die Plattitüden und denkt, dass das, was mit z.B. Konservativ gemeint ist, genau das ist, was man sich vorstellt. Ist halt wie bei „wünsch dir was“. Und dann sind wieder alle verwundert, wenn die Partei eine Politik macht, die sich gegen die Wähler richtet. Im Moment kann man das in Argentinien sehr schön sehen.

                1. Wenn man mit Ihnen diskutieren wollte, dann müsste man erst einmal über die Grundannahmen sprechen, denn die sind die Basis aller Schlussfolgerungen.

                  Sie haben ein rein individualistisches Weltbild. In dem kommen bestimmte Phänomene nicht vor. Jeder Gesellschaft ist bei Ihnen lediglich die Summe der Individuen.

                  Dass eine Ansammlung von Menschen sobald sie miteinander organisiert interagiert, je nach Ziel und Anzahl der Beteiligten, zu etwas anderem wird als lediglich eine Ansammlung von Menschen, ist die Basis von Überlegungen wie W. W. und mir. Dieses Phänomen nennt man emergent und es wird wirksam auf der Ebene von Gesellschaften, Staaten, Nationen und Völkern sowie Religionsgemeinschaften.

                  Wenn also auf dieser Ebene keine Klarheit herrscht, kann keine sinnvolle Debatte gelingen.

    2. @ PfefferundSalz
      (vom 31. 1. um 10.13 Uhr und 14.42 Uhr)

      Okay, draußen ist es kalt, ich habe Zeit und ihre angedeutete Enttäuschung (echt oder gespielt?) beeindruckt mich etwas. Daher nun doch.

      Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Sie Mühe haben, sich konkret vorzustellen, was ich mit dem meine, was Sie recht unhöflich als „Plattitüden“ abtun.
      Warum?
      Nun, vielleicht ist es wirklich so, dass Ihnen konservatives Denken SOOO fern und fremd ist, dass Andeutungen nicht genügen … ? Wer weiß?

      Von Nicolás Gómez Dávila, einem 1994 verstorbenen kolumbianischen Philosophen, stammt das Bonmot: „Unnütz, jemandem einen Gedanken erklären zu wollen, dem eine Anspielung nicht genügt.“
      Vielleicht meint er damit den Zeitaufwand und die Mühe. Vielleicht meint er aber auch das Verstehen und Nachvollziehen an sich. Ja, wahrscheinlich ist es letzteres.

      Zu: „dass Deutschland ein deutsches Land bleibt “
      Sie fragen: „Was ist denn „deutsch“ im Sinne der AfD?“

      Meine ganz spontan getippte Antwort:
      Wenn ein Deutscher wie Sie – ich denke mal, dass Sie es sind – nicht mehr weiß, was „deutsch“ ist, dann fehlt ihm das Eigene. Dann ist er in gewisser Weise kulturell arm, weil er sich ja nur auf das stützen und besinnen kann, was ANDERE Völker und Kulturen haben. Nun ist es natürlich nicht so, dass das, was andere Kulturen und Völker zu bieten haben, schlecht wäre. Mitnichten! Aber es ist nicht das Eigene! Jedes Volk, jedes Land hat etwas Eigenes, und zwar im positiven Sinne und nicht auf dem Level Ihrer Bratwurst-Polemik. Und ich möchte Ihnen zugute halten, dass Sie das tief in Ihrem Inneren auch wissen!

      Die deutsche Kultur ist ungemein reich und unbedingt erhaltenswert. Bitte fordern Sie mich jetzt aber nicht auch noch auf, so etwas Banales zu erklären. Da muss der Hinweis auf die deutsche Kulturnation sowie auf weltweit geachtete Dichter, Autoren, Philosophen, Wissenschaftler und Musiker reichen !!

      Und was die AfD aus Ihrer obigen Frage betrifft: Die dürfte das ebenso sehen.

      zu: „klassische konservative Grundsätze“
      Sie beziehen sich oben auf Zeiten – ich mich nicht. Für mich ist das Konservative das zeitunabhängige Bewusstsein für gewisse allgemeingültige Prinzipien. Mir selbst selbst sind die folgenden drei besonders wichtig:
      – der Gedanke einer der Welt innewohnenden natürlichen und gegebenen Ordnung, die letztlich auf eine den menschlichen Verstand nicht fassbare Weise, göttlichen Ursprungs ist,
      – Akzeptieren der „Natur des Menschen“ – sowohl biologisch als auch psychologisch,
      – Fortschrittsskepsis und prinzipielle Utopieablehnung.

      Weitere finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Konservatismus#Grundgedanken

      Und ja, in diesem Sinne sind viele Migranten – zum Glück – konservativ. Immerhin etwas.

      zu „Das berührt etwa die Kultur- und Bildungspolitik ebenso wie die Familienpolitik und das Vertreten deutscher Interessen innerhalb der EU, der EZB, der NATO usw. “

      Es sprengt den Rahmen, das hier näher auszuführen. Vieles lässt sich durch schlichtes Nachdenken schlussfolgern.

      Einzige Gegenaufforderung: Bitte listen Sie doch einmal – und sei es für sich selbst – die Nachteile auf, die den Deutschen durch die absurd ausufernde Migration entstehen!

      Auch wenn ich jetzt doch noch einmal ausführlicher geantwortet habe, so glaube ich dennoch, dass ein Austausch zwischen uns fruchtlos bleiben wird.

      Im Grunde ist es immer wieder verblüffend und staunenswert, in was für unterschiedlichen Bewusstseinsblasen die Menschen in diesem Lande leben und oft auch leben wollen – und von den anderen nichts wissen und auch nichts verstehen wollen.
      Staunenswert, seltsam, dass gleichermaßen intelligente Menschen zu so krass unterschiedlichen Weltbildern – also BILDERN und Vorstellungen von der Welt – kommen. Auch zu so unterschiedlichen Vorlieben und Werteinstellungen.
      Nun ja, der eine mag lieber Erdbeeren und der andere Pflaumen.

  2. Und von wegen Demokratie in einer Demokratischen Republik muss man auch mit unbequemenParteien umgehen können ohne sie ständig zu diffamieren zu verhetzen und das Volk aufzuhetzen.

    1. Parteien, die Massenvertreibung und, wenn die Vertreibung nicht problemlos funktionieren sollte, Massenmord* planen, sind Ihrer Meinung nach nur „unbequem“ und Kritik an solchen Parteien betrachten Sie als Diffamierung?

      Ich schließe daraus, dass Ihnen die Abschottungs- und Abschiebepraxis der demokratisch gewählten Regierung nicht ausreicht und Sie die Remigrations- bzw. Deportationsstrategie faschistischer Gruppierungen sowie großer Teile der AfD gutheißen.

      Da Ihnen moralische Erwägungen anscheinend nicht mehr zugänglich sind, möchte ich Sie nur darauf aufmerksam machen, dass bei Realisierung dieser faschistischen Strategie Sie und Ihre Angehörigen in einem Staat und einer Gesellschaft leben werden, in der nichts anderes mehr gilt als deutsches Volkstum, unkritisierbare und bejubelte politische Führerschaft und von dieser definiertes gehorsames Verhalten in jeder Hinsicht. Falls Sie diesen Gehorsam aus welchen Gründen auch immer nicht aufbringen können, werden sie ohne mögliche Gegenwehr zu den Vertriebenen, Gefolterten oder Ermordeten gehören.

      Sollten Sie sicher sein, in der faschistischem Herrschaftsform ohne Probleme oder gar mit Begeisterung leben zu können, sind meine Anmerkungen zu Ihrem Beitrag fraglos überflüssig.

      1. @arche Kurze Fragen:
        Wie sehen Sie die Aussagen und das Handeln von einem gewissen Herrn Netanjahu und dessen massiver finanziellen und militärischer Unterstützung durch unsere Regierung?
        Sind die 25000 unschuldigen Toten in Gaza und die entstehende Fluchtbewegung auf die AFD oder auch auf unsere Regierung zurückzuführen?

  3. Remigration hat mit dem Holocaust oder dem Hawaraabkommen der Zionisten mit der NS rein gar nichts zu tun. Es bedeutet bloß Heimkehr ins eigene Land, Rückkehr zu den eigenen kulturellen Wurzeln, ob gewollt oder ungewollt. Es wird von der Presse zerrissen, da es das Gegenteil von dem bewirkt was die Globalisten wollen, die Entwurzelung und Entsolidarisierung der Menschen. Es mag ja sein, daß es Rechte gibt die diesen Begriff rassistisch Werten. In Wahrheit meint man aber damit Menschen zurückzuführen, die sich an die Gegebenheiten der neuen Kultur nicht anpassen können oder wollen.

    1. Welche „neue Kultur“ meinen Sie? Die deutsche Kultur des Mitmachens, des Schweigens, des Nach-unten-tretens, des Mitläufertums.
      Haben Sie schon einmal gehört, dass „Kultur“ kein Ikea-Produkt mit DIN-Norm ist, sondern ein Machtanspruch?

    2. Definiere:

      „US-Hochfinanz“
      „Remigration“
      „Leitkultur“
      „Ausländer, die sich nicht der neuen Kultur anpassen, sollen zurückgeführt werden“

      Nein, das ist eine rhetorische Frage. Ich will von dem Clusterfuck, der dann kommt, nichts wissen. Die Ausländer seien schuld an den großen Problemen in Deutschland und die Fremdherrschaft der USA (auch Ausländer). Überhaupt – ist dem Poster bewusst als was für ein pathetischer Schwächling er sich da outet mit diesen Sündenbock-Argumenten? Er beschwert sich über seine Herren und was die ihm antun?

      Merke: AUSLÄNDER RAUS! *Nein, nein, das ist zu hart.* „Ausländer zurückführen in einer Remigration“. Wer denkt sich so etwas aus und meint auch noch, er sei dabei ganz clever? Die Rückführung, ganz sanft natürlich, sanfte Führung vom Führer, gell? Fällt nicht auf, dass mit solch einer Sprache der Poster genau das wird, was er so verachtet?

      https://www.youtube.com/watch?v=AtK_YsVInw8

      oder

      https://www.youtube.com/watch?v=h67k9eEw9AY

      In dem Artikel stand schon deutlich genug, dass Ausländer ausgewiesen werden und das sehr rabiat passiert und zwar Familien mit Kindern usw. wo dann das SEK kommt oder Kirchenasyl gebrochen wird. So viel auch zum Thema christlich-abendländische Kultur.

  4. Die Masse an Demonstranten ist ein Zeichen, wie sehr die Propaganda die Menschen beherrscht und das ist für mich die schrecklichste Erkenntnis!
    Solche Massen demonstrieren nicht gegen die deutsche Beteiligung in der Ukraine oder anderen Ortes. Das bestätigt auch das links rechts überholte, denn es sind ja ‚progressive Linke‘ in der Regierung und das Völkchen steht stramm mit ihnen.

    1. Genau das ist auch für mich das Erschreckenste, dass sich so viele Menschen
      einlullen lassen, ohne einmal zu denken. Aber denken ist bei vielen nicht erwünscht.
      Solange sie in einer einigermaßen erträglichen Situation schweben, in der es ihnen
      wie sie glauben gut geht, ist für sie Tagesschau, Heute und Lanz die Quelle der Wahrheit.
      Wenn die sagen, dass sie sich auch die 80ste Corona Booster Spritze reinpfeifen sollen,
      dann tun die es auch. Dazu kommt auch noch, dass Figuren wie Habeck und Barbock
      bei älteren auch noch Schwiegersohn, bzw Tochter- Gefühle auslösen. Die Jungen Leute
      werden von linken Lehrern in der Schule dressiert. Wenn dann, wie gerade geschehen, ein
      Lehrer der der AFD nahe steht dazwischen kommt, ist die Abwehrreaktion die Gleiche wie
      die unserer Politiker und des Mainstreams. Er wird verunglimpft das sich das Papier wellt.
      Es muß den Menschen wirklich ersteinmal gaaanz schlecht gehen, bevor sie aufwachen.
      Für Deutschland ist es wohl aber schon jetzt zu spät.

      1. „Keine Waffenlieferungen in Krisengebiete“ stand auf den Wahlplakaten 2021. Würde man für diese Leute wirklich für irgendwas auf die Straße gehen? Also, wie oft genau möchtest Du angelogen werden?

        1. Eine äusserst gute Frage : Wie oft wollen, nicht du Wölfchen, sondern die deutsche Republik angelogen werden?
          Die politischen ‚Lügen jeglicher Coloure‘ waren für mich der Ausschlag, warum ich aus D gegangen bin. Diese seit Jahrzehnten laufende Veräppelung der Bevölkerung, kann nicht durch politische Ideoligien behoben werden, da diese Politik alle das gleiche tun.
          Manipulation durch Wörter, durch Medien Werbefuzzies oder Agenturen…
          Wolf Wetzel schreibt meines Erachtens, genau in diese Richtung (und auch andere), um endlich wieder eine klare Positionierung der politischen Parteien zu erreichen und nicht die Wortführer der Lobbies.

  5. Da ich die üblicher Weise gezeigte Genauigkeit des Autoren schätze, sei mir der Hinweis gestattet, dass auf der Wannsesskonferenz nicht die Vernichtung der Juden beschlossen wurde. Das war bereits zuvor geschehen. Dort wurde die Zusammenarbeit und die Zuständigkeit der an den Metzelein beteiligten Dienstellen und Einheiten Koordiniert.
    Ungeachtet dessen bleibt die Infamie, mit der Nazivergleiche in politischen Auseinandersetzungen gebraucht werden, noch immer bedrückend. Aber man fängt an, sich zu gewöhnen. Vielleicht ist das noch schlimmer.
    Aber die These ist ja, dass man den Vergleich geradezu zwingend zu verwenden hatte, um zu verbergen, dass die Teilnehmer des Treffens, und das waren, wie man lesen konnte, nicht nur die Blauen, kaum anderes als die schon immer hier Regierenden es vorhaben, besprachen. Mag sein. Da die Quelle, die uns von diesen Treffen informierte, nicht vertrauenswürdig ist, können wir es nicht wissen.

    Vollkommen ungeachtet der Träume von Blauen und Schwarzen, die noch gelegentlich Widerspruch von Grünen und Rosanen bekommen, wenn auch leiser werdend, wird die Migration nicht gestoppt werden. Eine Remigration wird es genau so wenig geben. Nichts kann diesen Prozess mehr umkehren und er wird, wenn Teile der Welt durch den evidenten Klimawandel unbewohnbar werden, noch beschleunigt. Kriege, Aufstände, Überbevölkerung, politische Unterdrückung werden das übrige tun.
    Die Fluchtursachen beseitigen? Die Idee ist albern. So albern wie die Vorstellung, Änderungen des Weltklimas verhindern zu können. Wir schaffen es nicht, den Frieden in Europa zu bewahren, nicht mal Züge pünktlich fahren zu lassen und zu verhindern, dass Menschen auf unseren Straßen im Winter erfrieren. Aber wir lösen ein komisches Problem? Nein, selbst wenn das theoretisch zu machen wäre. Wir nicht, wir schaffen das nicht. Niemals.
    Die Migration wird unvermindert weitergehen und es wird keine Remigration geben. Das mag Rechte grämen und Linke erfreuen. Nur, und auch da gibt es nicht die Spur eines Zweifels, wird diese Gesellschaft daran zu Grunde gehen. Sie wird die Zuwanderung nicht im Sinne der Kapitalistischen Menschenverwertung integrieren und ein emanzipatorisches Potential hat die Zuwanderung auch nicht. Eher im Gegenteil. Und wenn wir uns nicht vorher nuken -wir arbeiten ja entschlossen daran- wird unsere Gesellschaft so sicher untergehen, wie die antiken Hochkulturen untergingen.

    1. Und wenn, was machen wir aus dieser Erkenntnis? Jegliche Sozialhilfe abschaffen, damit sich der Zustrom auch in jene Nachbarländer ergießt, die sich bisher erfolgreich wehren? Die Bude zur Festung umbauen, Waffen und Lebensmittel horten? Dass unser Klima sich wandelt ist offensichtlich, da brauch man sich über Ursachen gar nicht zu streiten. Also nurmehr um den eigenen Arsch kümmern, alles andere ist bereits verloren?

      1. Ja, so ungefähr. Ich weiß, das ist nicht schön, aber es ist so.

        Th. Mommsen dokumentierte in seiner Römischen Geschichte, für die er als erster Deutschen den Literatur – Nobelpreis bekam, den Brief einer romanisierten gallischen Gemeinde an Rom, in dem sie Hilfe gegen die eindringenden “ Barbaren“ forderten und die Antwort, die sie erhielten : Wir vermögen euch nicht mehr zu helfen.
        Ich meine das, was ich da oben geschrieben habe, vollkommen ernst. Das muss man nicht teilen, es kann verärgern, aber es ist so.
        Und wenn du mich fragst, was wir mit dieser Erkenntnis machen, gibst du die Antwort gleich selbst: nichts. Wenn du eine andere, eine bessere Antwort kennst, eine, die mehr als einen Wunsch zum Ausdruck bringt, dass es doch einen Ausweg geben müsste, ist es gut. Ich sehe den nicht und ich habe nicht mal mehr die Phantasie, dass man selbst oder irgend jemand nur dies oder jenes tun müsste und dann wenden sich die Dinge nochmal zum Guten.

  6. „Kann es sein, dass es gar nicht um XYX geht, sondern um den Schutz all dessen, womit man sich arrangiert hat?“

    Meiner Meinung nach kann man diesen psychologischen Effekt gar nicht unterschätzen, egal bei welchem politischen Thema. Wer dazu fachlich was zu sagen kann oder recherchiert hat, würde mich interessieren.
    Dazu wäre eine Analyse überfällig, was einen wirklich motiviert für eine Sache zu argumentieren mit entsprechender Recherche in Psychologie.

    Ich merke das bei Selbstbeobachtung, in seltenen lichten Momenten, gerade wenn ich improvisieren muss in Diskussionen mit Leuten, warum die etwas z.B. nicht machen sollen oder die mir was vorschreiben wollen, aber ich das nicht einsehen will.

    Man greift dann auf vermeintliche Allgemeinbildung zurück. Man meint, man wäre sachlich, merkt aber hinterher, man hatte doch eher persönliche Interessen, also eher Ausreden suchte, warum man etwas so tun sollte, wie man es will. Es ging nicht um die Sache, sondern um den eigenen Vorteil.

    Beispiel:

    Jemand fährt Fahrrad, wo Fahrrad fahren verboten ist. Ich sage der Person das und meine das sachlich zu begründen, warum das in dieser Stelle so richtig ist. Also ich habe schon akzeptiert, dass man auch Fahrradfahren kann, wo es verboten ist. Es gibt Streit, weil der das nicht einsehen will. Hinterher beim Nachdenken über das Erlebte merke ich: Eigentlich ging es eher um meinen persönlichen Raum, wo ich mich gestört fühlte.

    Das ist nur eine Kleinigkeit.

    Wenn es um Macht geht, dann beobachte ich regelmäßig wie alle Hemmungen fallen. Dann gibt es ein Wettrennen, wer das größte Arschloch ist, ohne dass es gleich offensichtlich rechtlich relevant wird.

    Dazu leben wir in einer vergreisten Gesellschaft.
    Wir sind also umringt von Menschen, die sich daran festklammern, dass alles so bleiben soll wie es war und für immer. Ich kann deren Motivation nachvollziehen: Sie werden immer schwächer. Ihr Alltag wird immer herausfordernder für sie oder sie meinen das. Also kommt dieser Reflex. Es sind allerdings nicht nur die Alten, auch Angestellte, Bürokraten usw.
    Oder man kann es auch anders formulieren, vielleicht noch Treffender: In einer Gesellschaft voller infantiler Menschen. Wobei die Meisten sich infantil Verhaltenden auch alt sind.

    Jungen Menschen wird überall in Schule, Verein, Uni, Kirche, später im Beruf usw. beigebracht, dass sie sich anpassen müssen, also das tun, was Autoritäten von ihnen verlangen. So werden sie auch als Erwachsene infantile Menschen bleiben.

    Das ist ein Sterben auf Raten, gerade in so einer gebrechlichen Gesellschaft.

    Das war das Markenzeichen der Merkel-Regierung. Auch der Scholz ist auf diese Art erfolgreich als Scholzomat, als kleineres Übel usw. Oder jede BPK ist so weiterer Schritt zum Tod und viele andere Verschwendungen von Lebenszeit, ohne dass sich Irgendetwas zum Positiven für einen Selbst oder für Andere geändert hätte. Im Gegenteil.

    Letztlich wissen wir alle, was diese Gesellschaft auch stark bestimmt:

    Die nervigen Menschen dürfen den Profitmaschinen, den Kapitalgesellschaften, und der Anonymisierungsmaschine für Reiche, dem Aktienmarkt, nicht in die Quere kommen.

    Bei Migration sagte es mal Pispers (oder wars Hagen Rether) paraphrasiert:

    Unüberwindliche Grenzanlagen für arme Menschen, Freiflug und freie Fahrt für Kapitalisten und Kapital.

    Gestern habe ich von jungen, linksgrün versifften Salonmenschen aus der oberen Mittelklasse ein Video geschaut, wo sie die journalistische Arbeit von Anderen analysierten, oft im globalen Süden. Einen davon packte immer das Gewissen, dass es doch bei den Inhalten einen neokolonialen Beigeschmack gäbe. Das war auch ganz klar so, praktisch eine unfreiwillige Persiflage. Die immer wieder durchscheinenden Gewissensbisse und die Hilflosigkeit das auszudrücken, hat mich amüsiert. Das (tumbe) Publikum war genervt von dem Miesepeter, denn sie wollten ja nur Tiere, Menschen und Sensationen sehen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Menschen,_Tiere,_Sensationen

  7. Nicht die Migranten sind das Problem sondern die ungleiche Verteilung der Ressourcen. Beispielsweise verursachen die wohlhabenden 1% der Bevölkerung ebensoviel Umweltbelastung wie die übrigen 99%. Weiter sind die fehlenden Fachkräfte, von der Bahn über Krankenhäuser, in normalen Restaurants usw. Grund für den Stillstand in dieser Republik.
    Da hilft es auch nicht, wenn Merz die AFD-Parole von „Remigration“ nachblökt : es fehlen auch in Regierung und Opposition Fachkräfte.
    Ich habe mich lange gefragt, warum ich kein Interesse habe auf diese „Demonstrationen gegen Rechts“ zu gehen. Heute habe ich erfahren dass Pistorius dort auch seine Duftmarke hinterlassen hat. Eine Friedensdemo mit Beteiligung der Bundeswehr ist wie Eiscreme mit Senf.

    1. Zitat „Beispielsweise verursachen die wohlhabenden 1% der Bevölkerung ebensoviel Umweltbelastung wie die übrigen 99%“

      Keine Ahnung ob das so stimmt. Massenhafte Plastikabfälle in den Ozean zu werfen machen ja nicht Europäer. Vielleicht ist es eher umgekehrt, das eine Prozent der Bevölkerung kümmert sich mehr um Nachhaltigkeit als 99% der Weltbevölkerung. Nur als Beispiel die weltweit ersten Naturschutzgesetze mit einer systematischen Pflicht zur Wiederaufforstung wurde um 1750 von Friedrich II erlassen. Seit damals wird in Deutschland am Naturschutz und den Wechselwirkungen von Natur und Mensch geforscht.

      In meinen Augen ist die Kausalität so: Bildung erschafft Wohlstand. Wohlstand erschafft Freiräume für Forschung. Forschung verschafft ein Verständnis für Zusammenhänge und ein Verständnis für Zusammenhänge erschafft das Konzept von Naturschutz.

  8. Ein leicht emotionaler Artikel ( z.B. widerlich) zur Ablenkung.

    Alle sagen, dass wir Wachstum brauchen. Wir haben zu wenig Kinder, also müssen die Ausländer her.
    Würde es vor Kindern hier so wimmeln, hätten wir die Zukunft zuhause.
    Dummerweise sieht die Bevölkerung das nicht so. Leider wird sie damit laut.
    Und da gibt es noch eine mittlerweile große Partei, die der Bevölkerung nach dem Mund redet.

    Also wird eine Kampagne gestartet, die die Partei mit Nazis in ein Boot wirft. Nazis sind Pfui, und deshalb muss die Bevölkerung gegen diese Partei sein. Und da die Partei gegen Zuwanderung ist, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe.

    Die Kampagne ist lange und gründlich vorbereitet, wie man an den ganzen Aufrufen für die Demos merken kann. Wie in Deutschland üblich, wird darauf geachtet, ob der Nachbar auch hingeht.

    1. Das deutsche Selbstverständnis ist, dass Niemand zurückstecken will. Möglichst Viele sollen immer reicher werden. Das geht im derzeitigen System, wo der Markt bestimmen soll, nur mit Wirtschaftswachstum. Davon hängt auch das Finanzsystem ab, denn ohne Wachstum können auch die Zinsen nicht bezahlt werden, bzw. könnten die Finanzinstitute und Vermögen auch nicht wachsen.

      In Japan sind die Einwohnerzahlen seit Jahren rückläufig. Auf Anhieb sehe ich jetzt keine deutliche Reduzierung des BIP.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Japan#Wirtschaftskennzahlen

      Aber das wird angenommen und ist auch vertretbar, wenn es immer weniger Konsumenten gibt, dass dann auch das BIP schrumpft. Damit wäre das alte Wirtschaftsmodell zum Scheitern verurteilt.

      Wäre der Zusammenhang so eindeutig, dann gibt es 3 Möglichkeiten:

      1. Einwanderer als Arbeiter mit vollen Rechten
      2. “ ohne Rechte (mögen Rechte bis zu Nazis natürlich gerne, streiten sich nur über die Form der Ausbeutung von Fremdarbeitern)
      3. Schrumpfen und Überalterung der Gesellschaft akzeptieren und anderes Wirtschaftsmodell

      Wir werden sehen wie die Experimente in Japan und Deutschland ausgehen. Die jeweilige Politik macht auch Sinn. Japan ist ein Inselstaat. Die vergangenen Kriegsverbrechen sind noch viel weniger aufgearbeitet als in Deutschland. Sie sind eine Kolonie der USA. Damit neigen sie zu Isolationismus.

      Deutschland hat da schon mehr Ambitionen und ist ein Staat im Zentrum von Westeuropa. Da Grenzen dicht zu machen wie damals die DDR – viel Spaß beim Versuch. Daran sind schon die Römer gescheitert. Das ist so wie mit den Republikanern und Trump und der Mauer in Mexiko. Mexiko und Mittelmeer, da sterben jedes Jahr Tausende, weil man sich für Möglichkeit 2. entschieden hat. Man will die billigen Arbeitskräfte und den Rassismus gegen sie. Also muss es diese Rechtlosigkeit geben, die die Migranten härter trifft als irgendwelche Biodeutschen, die sich das einreden, dass sie umgevolkt würden. Das würde sich ja nur lohnen, wenn sie wirklich irgendwelche Macht hätten. Haben sie aber nicht und sie sind struntzdumm wie der Rest.

      Imperiale Politik setzt sich durch. Das ist das Fazit, wenn man Deutschland und Japan vergleicht, beides US-Kolonien. Beide dafür da, damit US-Eliten reicher werden und ihre Statthalter in den Kolonien.

  9. „Kann es sein, dass es gar nicht um den „Kampf gegen rechts“, gegen Rassismus und Faschismus geht, sondern um den Schutz all dessen, womit man sich arrangiert hat?
    Kann es sein, dass sehr viel rechts ist und sein kann, wenn man sich daran gewöhnt hat, wenn man sich darauf verlassen kann?“

    Das kann nicht nur so sein, Herr Wetzel, das ist so. Kühlen Kopf zu bewahren, ist in solchen Phasen allerdings auch für die Kritiker solcher Verhältnisse schwierig, wie man an Ihnen erkennt. Deshalb zwei Hinweise:

    1. Auf den Demos gegen rechts entsprach die große Mehrheit Ihrem Befund, aber es waren auch Minderheiten unterwegs, die längst begriffen haben, dass die Mitte rechts ist und dementsprechend die aktuelle Regierung, die aktuelle Opposition und grundsätzlich Demokratie als bürgerlich-kapitalistische Herrschaftsform kritisiert werden muss (wobei letztgenannte Kritik nur von einer sehr kleinen Minderheit kommt).
    2. Der Unterschied zwischen parlamentarisch-repräsentativer Demokratie und Faschismus als Herrschaftsformen im Kapitalismus ist weder marginal noch banal. Die in parlamentarisch-repräsentativer Demokratie mögliche Barbarei ist durchaus in erheblichem Maße existent, aber sie ist nicht lückenlos, kann weitgehend gefahrlos für die meisten Kritiker kritisiert und skandalisiert werden und kann phasen- oder fallweise nicht praktiziert werden (je nach Widerstand) . Dem Faschismus ist vorbehalten, die Barbarei auf allen Ebenen zu verwirklichen, jeden (!) Widerstand dagegen staatsterroristisch zu brechen und die Barbarei planvoll und systematisch zu realisieren.

  10. „Kann es sein, dass…?“ – Es ist genau so!
    Man/frau hat sich eingerichtet in den Verhältnissen und profitiert davon. Interessanterweise ist der Fokus ja nicht mehr auf rechtsradikal oder Nazis gerichtet, sondern auf rechts. Das ist viel schwammiger und jeder kann alles da rein interpretieren.
    Jetzt wird auch massiv Konformitätsdruck aufgebaut: Unterschreibe diese Petition hier, wir gehen als Einrichtung natürlich geschlossen zu dieser Demo, unser Verein schließt sich selbstverständlich der „Erklärung der Vielen“ (https://dievielen.de/erklaerungen – Vorsicht Augenkrebs, grottige Website)an etc.
    Du bist dagegen, aber warum? Sympathisierst du etwa mit den Rechten?
    Was mich so fertig macht: Ich halte mich zwar für nicht doof, bin aber auch keine Intelligenzbestie. Wie schaffen es diese Leute nicht zu bemerken, dass sie sich für Regierungspolitk, für die Interessen der ganz Wenigen instrumentalisieren lassen? Null Reflektion und keine argumentative Auseinandersetzung. Entweder werde ich gleich beschimpft oder so sozialingenieurmäßig von oben herab angegangen. Solche Menschen gab es immer, aber das sie in dieser Masse auftreten, ist mir unheimlich.

  11. „Auf den Demos gegen rechts (…) waren auch Minderheiten unterwegs, die längst begriffen haben, dass die Mitte rechts ist und dementsprechend die aktuelle Regierung, die aktuelle Opposition und grundsätzlich Demokratie als bürgerlich-kapitalistische Herrschaftsform kritisiert werden muss“

    Diese Behauptung dürfte allenfalls Ihr frommer Wunsch sein, der auch dadurch nicht wahrer wird, dass Sie ihn in verschiedenen Kommentarbereichen immer und immer wiederholen.

    Trotz mehrfachen dringenden Ersuchens durch Pfarrer Nolte und einschlägigen Gesprächsangeboten sind Sie bisher jeglichen Beleg für Ihre Behauptung schuldig geblieben.

    Deshalb sagt Konfuzius:

    Beweise Watson, Beweise!

    1. Aus meinem ersten Leben kenne ich die missionarische Zähigkeit der Pfarrer, hätte aber nicht gedacht, dass ich hier im Overton-Forum nach meiner nahezu völligen Telepolis-Flucht, noch einmal damit konfrontiert würde.

      Zwar wissen Sie selbst, dass ich meine „Behauptung“, es gebe auch andere minoritäre Demo-Teilnehmer als diejenigen, die mit der Abschottungs- und Abschiebepraxis der „demokratischen“ Regierung einverstanden sind, nur mit riesigem Aufwand belegen kann. Genau deshalb fordern Sie auch Belege.

      Immerhin gibt es Hinweise drauf, das meine Position keineswegs abwegig ist.

      https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/fakt-ist-protest-demonstration-parteienaustritt-100.html
      https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/breite-buendnisse-stabil-spaltung-rechtsextremismus-100.html
      https://www.berlin-live.de/berlin/aktuelles/demos-in-berlin-kritik-ampel-politik-gegen-rechts-d-id114001.html

      1. Gut, vielen Dank. Nach einem solchen Wink mit dem Zaunpfahl werde ich Sie nicht mehr mit dieser Frage behelligen oder überhaupt wagen, mehr als einmal bei irgendetwas nachzufragen, selbst wenn ich mir das mal anschaue.

        Hätte ja sein können, dass Sie selbst Interesse daran haben, das Thema diskursiv zu vertiefen. Deshalb gabs die Nachfrage eigentlich.

        Dass Sie meine Nachfrage einzig unter dem Gesichtspunkt betrachten, meine Intention könnte gewesen sein, Sie zu blamieren, ist auch wieder so eine Merkwürdigkeit, über die ich mich nur wundern kann.

        Denn wenn Sie etwas im Brustton der Ueberzeugung behaupten, hier: dass da Systemkritiker und sogar Systemgegner dabei gewesen wären, und das dann sogar mehrfach im Brustton der Ueberzeugung behaupten, dann ist für mich ganz und gar nicht ersichtlich, dass Sie den Nachweis, wie Sie nun im Nachhinein einräumen, wenn überhaupt nur mit riesigen Aufwand erbringen können.

        Im Nachgang ist es für mich nur erstaunlich, dass Sie etwas im Brustton der Ueberzeugung behaupten, vom dem Sie zum Zeitpunkt der Behauptung selbst ganz genau wissen, dass Sie den Nachweis gar nicht erbringen können.

        Sie belehren insofern die Leute (und hier sogar den Artikelautor) über Dinge, über die Sie selbst auch nicht mehr Erkenntnisse haben als die Belehrten (das ist es übrigens, was auch so ein richtiger Pfarrer tagtäglich tut).

        Warum behaupten Sie das denn dann überhaupt? Wem oder wozu dient das denn? Wem wollen Sie denn damit etwas beweisen, wenn nicht, wie ich vermutet hatte, sich selbst und Ihrem frommen Wunsch?
        Sollen die Leut hier über Gerüchte spekulieren und ihre Erkenntnisse über sich und die Welt auf Grundlage von Spekulationen und Kolportagen gewinnen?

        1. Der riesige Aufwand bestände darin, vor Ort empirische Sozialforschung zu betreiben und zwar mit Hilfe qualitativer Interviews oder ausgetüftelter Umfragen (mit Kontrollfragen u.Ä.). Das ist nicht leistbar.

          An diskursiver Vertiefung wäre ich übrigens durchaus interessiert. Zu diesem Zweck wäre es allerdings von Vorteil, wenn Sie Ihre unpraktische Haltung gegenüber Spekulationen wenigstens ein bisschen ändern könnten. Nachweise (wofür auch immer) können nämlich auch Sie nicht durchgehend beibringen oder wollen Sie das behaupten?

          Eine praktikable Spekulation ist z.B., dass auf den „Demos gegen rechts“ mit hochgradiger Wahrscheinlichkeit Systemkritiker und Systemgegner anwesend waren.

          Weniger praktikable Spekulationen sind z.B. „Dass Sie meine Nachfrage einzig unter dem Gesichtspunkt betrachten, meine Intention könnte gewesen sein, Sie zu blamieren, ist auch wieder so eine Merkwürdigkeit, über die ich mich nur wundern kann.“ oder auch meine Ihnen unterstellte „missionarische Zähigkeit der Pfarrer“ (obwohl die immerhin einen Schuss Ironie enthielt).

          Ok, stellen wir die tatsächlichen oder spielerisch-ironischen Empfindlichkeiten ein.

          Testfrage:
          Ist Decker gestern bei „99 zu eins“ ohne Spekulationen ausgekommen?

          1. Ja, was sagt man dazu!?

            Zunächst stellen Sie sich als aus dem TP-Paradies vertriebener Forist mit Vorleben dar, um anschließend als verfolgende Unschuld Ihre OT-Heimsuchung durch den teuflischen Pfarrer Nolte zu beklagen.

            Und jetzt Reflexion und Konzilianz? Wir werden sehen.

            Der Vollständigkeit halber möchte auch noch zu bedenken geben, dass Sie mir im Rahmen Ihrer „weniger praktikablen Spekulationen“ beispielsweise Vulgärmarxismus und Faschismusverharmlosung nachgesagt haben.

            „Testfrage:
            Ist Decker gestern bei „99 zu eins“ ohne Spekulationen ausgekommen?“

            Gleich vorweg: Gestern zwischen 19 und 23 Uhr war ich Vollzeit damit befasst, mittels Räucherstäbchen die schlechte Stimmung zu neutralisieren, die Sie verbreitet hatten. Daher konnte ich Decker noch nicht zur Kenntnis nehmen. Habe nur mal 5 Minuten reingeschaut und fand es sehr gut. Spekulationen gabs keine.

            Kann mich auch an keine „Mätzchen“ von Decker erinnern und kann mir auch nicht erklären, was Sie da meinen. Gibt vom GSP sicher bessere Vortragsredner, aber auch schlechtere. Aber Decker ist gut verständlich und meistens ziemlich klar. Bestimmt auch eine Geschmacksfrage.

            „Der riesige Aufwand bestände darin, vor Ort empirische Sozialforschung zu betreiben und zwar mit Hilfe qualitativer Interviews oder ausgetüftelter Umfragen (mit Kontrollfragen u.Ä.).“

            Das ist ja wieder ein Quatsch. Sie können doch einfach einschlägige Belege wie einen Demospruch, eine Presseerklärung oder sonstige Einlassungen zitieren und das dann interpretieren (oder in Ihrem Sozialforschungsjargon: sich hermeneutisch mit dem vorliegenden Datenmaterial befassen). Also so, wie Sie es jetzt gemacht haben. Und insofern kann ich Sie beruhigen: Ich kann alle meine Behauptungen durchgehend belegen. Bzgl. Spekulationen ist meine Haltung unverändert, egal ob „praktikabel“ oder „weniger praktikabel“ .

            Die 3 von Ihnen verlinkten Artikel habe ich gelesen. Systemkritik oder gar Systemgegnerschaft ist mir da überhaupt nicht aufgefallen. Das sind aus meiner Sicht alles entweder Demokratieidealisten oder enttäuschte Demokratieidealisten. Wobei ich gestehen muss, dass ich zu diesem antifaschistischen Bündnis nicht weiter recherchiert habe. Möglicherweise wäre da ja ein bisschen Systemkritik zu finden. Normalerweise sind das aber solche bürgerlichen Antifaschisten, wo nichts dergleichen vorkommt.

            Was aus den 3 Artikeln vielmehr hervorgeht, ist ein bisschen innerdemokratisches und interparteiliches Konkurrenzgerangel. Die wollen nicht mit denen demonstrieren und die anderen nicht mit den einen. Warum nicht? Weil die einen behaupten, sie wären die demokratischten Demokraten und die anderen wären schlechte oder gar keine.
            Die FDP will das antifaschistische Bündnis rausschmeißen und in dem vor Tagen erwähnten Wangerin-Artikel zur Münchner Demo

            https://www.telepolis.de/features/Gegen-Rechts-aber-bitte-nicht-zu-links-Anti-AfD-Demos-und-der-liberale-Meinungskorridor-9607650.html

            ist es umgekehrt: Da will die scholzgläubige Klimasektiererin Pöttinger die CSU rausschmeißen. Die Bünger von der abschmierenden Linkspartei nutzt das Demoforum derweil, um Wahlwerbung für ihren Laden zu machen, indem sie Kritik an der Ampel anbringt und die Heinrich macht Reklame für die Grünen, indem sie als Vertreterin der grünen Jugend ihre Mutterpartei so heftig ausschimpft wie weiland Juso-Chef Kühnert die SPD (no GroKo und so).

            Viel davon ist reine Heuchelei und interessierte Menschenverblödung. Alles ist untertänig und systemaffirmativ. Aber nichts davon ist Systemkritik oder gar Systemgegnerschaft.

            Es wäre auch abseitig und würde von krasser Fehleinschätzung zeugen, dort als Systemkritiker/-gegner mitzulaufen und sich einzubilden, man könnte die Demos als seine Bühne nutzen. Oder hatten Sie da auf die ein oder andere 3-köpfige trotzkistische Entristengruppe gehofft?

            Forschungsergebnis: Ihre Spekulation, „dass auf den „Demos gegen rechts“ mit hochgradiger Wahrscheinlichkeit Systemkritiker und Systemgegner anwesend waren“ halte ich für überhaupt nicht praktikabel.
            Und selbst wenn es so gewesen wäre, wenn wirklich unter den bisher insgesamt vielen hunderttausenden oder millionen Teilnehmern der Regierungsparaden 5, 15 oder 25 „versprengte“ Systemkritiker dabei waren und 4,28 Systemgegner: Was würde das bedeuten und was würde es ändern?

            Mich würde nun noch Folgendes interessieren. Bekanntlich setzen Sie ja einige Hoffung in diese Demos und deren Kraft zur „Faschismusabwehr“. Diese Demos halten Sie zumindest teilweise für fortschrittlich und sind – entgegen des nachgewiesenen Gegenteils – der Uebezeugung, dass da teilweise fortschrittliche Leute demonstrieren. Ok.

            Unter Ihrem Foristennamen haben Sie ja Ihren Blog verlinkt. Dort findet sich ein Artikel von Ende September 2021: „Querdenker*innen sind radikale Konformisten“ .

            Dieser Artikel, den Sie vermutlich selbst geschrieben haben und der erheblichen Anlass zur Kritik bietet (die ich mir aber schon allein aus „schlichten Lebensgründen“ erspare), lässt kein gutes Haar an den Querdenkern und ihrem Demos. Ihre Diagnose bzgl. der Querdenker würde ich mal als „konformistische Rebellion“ bezeichnen – eine Einschätzung, die ich übrigens teile.

            Mich würde nun interessieren, wie Sie zu solch unterschiedlichen Einschätzungen kommen. Es gibt

            1. die Querdenkerdemos. Die demonstrieren g e g e n die Regierung. Ihre Diagnose: „reaktionär“ , „konformistische Rebellion“ , weil die Leute ihren alten Kapitalismus wieder wollen.

            Und es gibt

            2. die aktuellen Regierungsparaden. Die demonstrieren f ü r die Regierung, f ü r das System und die wollen ihren alten Kapitalismus behalten (wenn man ihre Sicht teilt, also die Abwehr der faschistischen AfD voraussetzt). Ihre Diagnose: „teilweise fortschrittlich“, “ teilweise mit Systemkritikern und Systemgegner ausgestattet“

            Das kapiere ich nicht. Mir erscheint das als einziger großer Widerspruch.

            Kann ich mir nur so erklären, dass Sie ein großer Corona(maßnahmen)fan waren und sind (ich übrigens überhaupt nicht), wodurch Ihnen möglicherweise der klare Blick auf die Aktivitäten des bürgerlichen Gewaltapparates abhanden gekommen ist (aber das möchte ich gar nicht diskutieren und die Coronamaßnahmen auch nicht).

            Ich war selbst auf zahreichen dieser Demos. Auf kleinen, mittelgroßen, großen und sehr großen Demos. Aber außer Pfarrer Nolte und den Seinen war da niemals, wirklich niemals irgendein Systemkritiker oder gar Systemgegner. Da gab es konformistische Rebellen verschiedenster Schattierungen, vom Aluhut über esoterische Mütter, freundliche Omas, Normalos mit Abneigung gegen Mundwindel und Giftspritze, ein paar Reichsbürger und Kommunismusbekämpfer bis hin zu „freien“, also altsozialdemokratischen Linken. (Und auf der Gegenseite natürlich die halbstaatlichen Schläger, Spitzel und Zersetzer von Nazigruppe “ Antifa“).
            Pfarrer Nolte und den Seinen war natürlich klar, dass man dort mit den anderen Teilnehmern und deren „konformistischer Rebellion“ gleichgesetzt würde. Und so war es ja auch. Jedenfalls kennt Pfarrer Nolte diese Demos aus eigener Anschauung.

            Also kurz zusammengefasst: Ich kann nicht verstehen, wie Sie hinsichtlich der beiden Demonstrationsanlässe zu derart verschiedenen Einschätzungen kommen.

  12. Schön ausgeteilt und „der wunde Wund“ muss ich mir merken, ist witzig. Zum Austeilen gehört natürlich dazu, dass die Generationen, die das bewusst miterlebt haben, von einer Teilschuld nicht freizusprechen sind. Mich eingeschlossen.

    Abgesehen davon, wenn man schon neue Begrifflichkeiten einführt, dann kann man diese auch neu denken. Am Beispiel Remigration. Wenn dies bedeuten würde, zuerst Bedingungen im Ursprungsland zu schaffen, die ein Leben überhaupt und auch in Würde ermöglichen (Krieg beenden, Minen und Uranmunition räumen, Entschädigungen für die koloniale Ausbeutung zahlen, beim Wiederaufbau helfen etc.) dann gäbe es sicherlich kaum Widerstände bei denen, denen eine Remigration angeboten (nicht zwangsweise aufgedrängt) wird.

    Wahrscheinlich wäre in der Industrie das Geheul gross, weil die billigen, gut ausbeutbaren, Arbeitskräfte auf einmal für die Jobs fehlen, für die der Rest sich eh zu fein ist. Aber die können ja Zweigstellen im wiederaufgebauten Land der Remigration eröffnen.

    Möglicherweise würden dann auch Deutsche migrieren um irgendwann von den Ex-Remigranten bei der Remigration unterstützt zu werden … zwinkersmiley

  13. „Remigration ist deutsche Staatsraison“.
    Und das ist auch gut so!

    Da haben zumindest einige in der Bundesregierung mal einen lichten Moment gehabt.
    Scholz: „Wir müssen endlich im großen Stil abschieben!
    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/olaf-scholz-ueber-migration-es-kommen-zu-viele-a-2d86d2ac-e55a-4b8f-9766-c7060c2dc38a

    Wobei „Abschiebung“ und „Remigration“ allerdings unterschiedliche Dinge sind.
    Der aus dem Strafrecht mancher Länder bekannte Begriff der „Deportation“ …
    https://de.wikipedia.org/wiki/Deportation
    … hat wenig mit Abschiebung illegaler Einwanderer zu tun und gar nichts mit „Remigration“.

    „Remigration“ bedeutet schlichtweg, dass zuvor eingewanderte Personen das Land aus freien Stücken wieder verlassen – etwa, weil es ihnen schwer fällt, auf dem dortigen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, weil sie sich nicht an die Sitten und Gebräuche des Landes gewöhnen können, weil sie mit dem Gesetz in Konflikt kommen oder weil die Situation im Heimatland besser geworden ist. Die Liste ist unvollständig.

    Vermutlich wäre es allein schon durch einen ernsthafteren Verfolgungsdruck für kriminell gewordene Migranten und eine strengere Handhabung der Anforderungen zum Spracherwerb und zur beruflichen Fortbildung möglich, die Remigrationsquote deutlich zu steigern. So etwa wäre keineswegs „Zwang“, wie heute etwa DIE WELT irrtümlich hier …
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article249818936/Thueringen-AfD-Fraktion-fordert-in-aktueller-Stunde-ueber-Remigration-zu-sprechen.html?source=puerto-reco-2_ABC-V36.4.C_without_ALS
    … schreibt, sondern lediglich die Anwendung geltenden Rechts.
    Dies bleibt eine Aufgabe künftiger Regierungen.

    Zurück zur Bundesregierung: Ja, wenn sie Abschiebungen doch auch endlich mal im großen Stil praktizieren würden und nicht bloß ankündigten!
    Angeblich soll die neue EU-Regelung lediglich zu etwa 600 mehr Abschiebungsfällen im Jahr führen. Lachhaft und scheinheilig das links.grüne Geheule darüber.

    Wenigstens gewisse kleine Verbesserungen haben sie nun aber doch wider Willen zugelassen und bei der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems die deutsche Blockade gegen die sogenannte Krisenverordnung aufgegeben.
    Dies allerdings nicht aus Einsicht in die Problematik und die schiere Notwendigkeit, sondern nur auf Druck anderer EU-Staaten und wegen der aufgebrachten deutschen Bevölkerung bis hin zu Bürgermeistern und Landräten.
    Ja, angesichts des hunderttausendfachen Missbrauchs des Asylrechts und auch der Genfer Flüchtlingskonvention ist Remigration Staatsraison! Und das ist gut so!
    Die Folgeprobleme belasten das Land.

    Ansonsten finden sich im Artikel aber viele Irrtümer.
    Einer ärgert besonders, nämlich folgende Behauptung:

    „Es ist doch kein Geheimnis, dass die meisten Flüchtlinge nicht nach Deutschland kommen, weil sie Deutschland so lieben und schon immer hier einmal leben wollten. Sie kommen, weil sie sie es in ihren Heimatländern nicht länger aushalten, … “

    Aber Herr Wetzel, die Möchtegerneinwanderer wollen nach Deutschland, weil es hier die höchsten finanziellen und medizinischen Versorgungsleistungen gibt.
    Warum ich mir da so sicher bin?
    Nun, wenn es nicht so wäre, dann würden sie ja in den Randstaaten der EU bleiben wollen: Polen, Italien, Slowenien, Griechenland usw., wo es geringere Sozialleistungen gibt.

    Und das mit dem angeblichen Nicht-aushalten-können in der Heimat … Ein Mythos, ein neoliberal-linkes Narrativ. Das wird schon allein dadurch widerlegt, dass überwiegend junge Männer der dortigen Mittelschicht kommen.
    Bitte keine Mythen!

    1. Na ja, das mit den Mythen ist eine Drehscheibe und ein besonders verächtliche Variante. Wissen Sie oder wollen Sie wissen, wieviel Millionen Menschen im Elend leben, auf dem hier der „Wohlstand“ aufgebaut ist? Nein. Es hört zur Lebensgrundlage. Was ist also daran verwerflich, eine medizinische Behandlung für all die Wunden und Verletzungen einzufordern, von denen, die zu all dem beitragen?
      Ach und was das sehr schmalspurige Argument von den „reichen“ Flüchtlingen der „dortigen Mittelschicht“ angeht: Geben Sie doch den Unterschichten das Geld, damit sie sich das auch leisten können. Denn in dieser Welt gehört zur Flucht nicht nur Mut, sondern auch Geld. Ist Ihnen das in Ihrem fluchtfreien Leben entgangen?

      1. @ Wolf Wetzel

        Die Sache ist doch ganz einfach: Es ist schlicht und ergreifend die KERNaufgabe einer deutschen Bundesregierung, mit ihrem Handeln zum Wohle und Nutzen des eigenen Landes und seiner Bevölkerung zu agieren.

        Es ist NICHT die Aufgabe einer gewählten Bundesregierung, das Elend der Welt zu bekämpfen. Dafür wurde sie nie gewählt.

        Was Sie wollen, das ist Gesinnungsethik.
        Gesinnungsethik beruhigt zwar das Gewissen, vernachlässigt aber oft die problematischen Folgen des Gut-sein-wollens. Einzelne Menschen dürfen privat natürlich gesinnungsethisch handeln, und ich will mich darüber gewiss nicht lustig machen. Eine Mutter Theresa hatte meinen großen Respekt!

        Eine Regierung darf aber nicht gesinnungsethisch handeln, sondern sie MUSS verantwortungsethisch handeln, und zwar in erster Linie im Hinblick auf das ihr anvertraute Land. Sie hat Verantwortung für DIESES Land. Dieses Land, mit diesen Menschen.

        Wer das Elend der Welt verringern will, der kann gerne privat spenden oder sich in den Herkunftsländern beruflich oder sozial engagieren, um dort die Verhältnisse zu verbessern.

        Es ist so, wie einmal Peter Scholl-Latour sagte: „Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta.“

      2. Sehen Sie, so wurden Sie eingespannt in die Ziele des WEF. Sie haben den Köder geschluckt und verbinden ihn mit dem klassischen Kommunistischen Internationalismus. Es gibt allerdings auch den Kapitalistischen Internationalismus, der sich hinreichend gut tarnt. Lesen Sie die Veröffentlichungen des WEF und seiner Verbündeten.

        Der europäische Westen hat neben Kolonialismus, den der WEF in neuer Verkleidung aufrecht erhalten will, auch die Basis aller Erkenntnisse hervorgebracht, die es ermöglichen, dass die Erde bereits von mehr als 8Mrd. Menschen bevölkert sein kann. Ich rede von Naturwissenschaft und Technik. Man kann sich auch auf den Standpunkt stellen, dass wir quitt sind. So wie es die Chinesen tun, indem sie diese Errungenschaften aufnehmen und in ihre spezielle Kultur integrieren. Und in weniger als einer Generation die Armut in ihrem Land ganz drastisch reduziert haben. Mit Geld allein geht es aber nicht. Arbeit gehört schon dazu.

  14. Immer wieder bin ich über die Macht unserer „freien Medien“ erstaunt. So eine Hype zu entfachen bedingt ein generalstabsmäßiges Vorgehen. In diesem Falle geht es um die Verteidigung der Futtertröge vor der anstürmenden AfD. Viel Lärm um wenig.
    Die Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen wünscht sich bestimmt keine Diktatur. Viele merken nicht, dass diese Hype ein riesengroßes Ablenkungsmanöver ist. Es bringt der Masse eine Ersatzbefriedigung und lenkt von den wahren Problemkreisen wie Bildungsnotstand, Wohnungsnot, und Krieg etc. ab.
    Heute kann der Bürger ohne Angst vor Wasserwerfern auf die Straße gehen. Die üblichen Verdächtigungen als „linke Chaoten“ und die verächtlichen Kommentare der Medien werden auch ausbleiben. Heute geht´s gegen die „Rechten“ , morgen gegen….?

    1. Ich nicht. Donald Trump nannte das den Sumpf. Mit der AfD in Sachsen/Thürigen/… entsteht erstmals die Situation, dass tatsächlich jemand den Sumpf trocken legen könnte. Man überlege sich wieviel Menschen in den Staatsmedien arbeiten, in den Parteistiftungen, in den von der Regierung finanzierten Nicht-Regierungs-Organisation.

      1. Die Frösche im Sumpf haben Angst um ihre Pfründe, die sie dann an die AfD abgeben müssten. Trockenlgen wird die AfD nichts. Genauso wenig wie die ursprüngliche Antipartei Die Grünen nichts daran geändert haben. Die neoliberale Politik der AfD stört auch nicht. Nur ihr lautes Gepolter.

  15. Allein schon die Wortneuschöpfung „Remigration“ läßt alle Alarmglocken laut losheulen. Tut es der Begriff „Abschiebung“ nicht mehr? Zu brutal für die deutschen Sensibelchen, die ansonsten klaglos akzeptieren dass jeder Asylbewerber ganz offiziell als „Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ definiert wird ?

    Oder soll hier noch etwas ganz anderes nett bemäntelt werden ? Zum Beispiel Schikane bis aufs Blut für unsere ausländischen Mitbürger? Warum beläßt man es nicht dabei die bisherigen Gesetze einfach anzuwenden sondern braucht etwas völlig neu zu benenndes?

    Wißt Ihr was mich an der AFD so gewaltig stört? Sie haben bisher nur einen einzigen Programmpunkt wirklich für sich reklamiert: Ausländerbashing! Das wars gewesen. Alles andere was von der Afd kam war lediglich die Benennung einfacher Wahrheiten. Es ist einfach zu sagen „Draußen regnet es“ während der Rest der klimabesoffenen Ampel von „symptomloser Dürre“ lallt… Jeder kann sehen dass es regnet und die Menschen möchten wieder die einfache Wahrheit aussprechen dürfen. Das ist aber kein Parteiprogramm sondern sozusagen eine simple Selbstverständlichkeit. Wobei wir auch sehen, wie weit es in diesem Land gekommen ist….

    Die einzige eigenständige Idee, die von der AFD kommt, dient nicht etwa der Lösung der Probleme die diese Ampel verursacht hat, es wird auch nicht über die Rücknahme der inzwischen von der Ampel installierten faschistischen Strukturen diskutiert, Nein, die allein Schuldigen an der ganzen Misere sind die Ausländer in diesem Land. Hier wird einfach plump nach unten getreten und nach oben gebuckelt. Oder hat hier schon mal einer gehört dass die AFD z.B. Bill Gates wegen seiner „Spenden“ an den Spiegel und sonstige Medien ernsthaft angegangen hätte? Das Gesetz zur Delegitimierung der Regierung? Meint Ihr die würden das abschaffen? Die C02 Abgabe? Ihr glaubt ernsthaft irgendeine Regierung würde irgendeine Steuer abschaffen? Was ist mit den Diäten für Abgeordnete u. Minister? Ich höre da nix von Verzicht.

    Was ich sehe sind 2 diametral entgegengesetzte Zielsetzungen – einerseits die Ampel, andererseits die AFD – die mit genau den gleichen faschistischen, menschenverachtenden Methoden jeweils ihre Ziele durchsretzen wollen. Auf Teufel komm raus!

    Und ich sage es nochmal: Ich kann gar nicht soviel saufen wie ich kotzen möchte. Bei Beiden Seiten !

    1. Remigration und Abschiebung sind verschiedene Dinge. Abschiebung bedeutet, dass ein Ausländer zwangsweise das Land verlassen muss. Abschiebung reicht von Aufforderung bis hin das eine Person von bewaffneten Polizisten ins Zielland gebracht wird. Abschiebung passiert zum Beispiel bei Hooligans nach Fussballspielen.

      Remigration ist die Rückwanderung von Migranten in ihr Ursprungsland. Remigration ist seit Jahrzehnten in der Soziologie ein normaler Begriff und wird auch in der Politik gebraucht. Als Beispiel hier die Bundeszentrale für politische Bildung: https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/glossar-migration-integration/270628/rueckwanderung/ (die letzten zwei Sätze wurden am 17.01.24 eingefügt…)

      Aber wofür schreib ich das alles, Du hast zwar einen Computer und Internet, aber das Wahlprogramm der AfD hast Du noch nicht gefunden…

      1. Doch,doch, das Programm der AFD habe ich sehr wohl gefunden. Und ich sage es noch einmal: Die schöne Verharmlosung „Remigration“ löst bei mir keinerlei Begeisterung aus. Wahrscheinlich weil ich sehr viel Kontakt mit Flüchtlingen hatte und die nackten Fakten besser kennen dürfte als die meisten hier.
        Freiwillige Rückwanderung? Auf welchem Planeten lebst Du denn? Was meinst Du denn warum die Menschen ihre angestammte Heimat, ihre Freunde, ihr Zuhause verlassen haben? Natürlich erhoffen die sich bessere Lebensbedingungen, genauso wie auch deutsche Auswanderer nicht aus Jux und Tollerei auswandern , sondern sich ganz konkrete Vorteile versprechen. Wobei der Leidensdruck schon ziemlich groß sein muß um sich der Prozedur des Schlepperwesens zu unterwerfen. Die Ukrainer nehme ich hier mal sehr bewußt aus, genauso gewisse Kreise aus Syrien, die übrigens die meisten Probleme hier verursachen dürften. Schließlich kriegt hier jeder IS-Kopfabschneider ein Freiticket wenn er nur laut genug gegen Assad ist.

        Es wird also massiver Schikane bedürfen, um die Menschen „freiwillig“ wieder loszuwerden. Man denke nur mal an die „freiwillige“ Impfung, Lauterbach hat´s vorgemacht wie „Freiwilligkeit“ funktioniert.

        Im übrigen habe ich mit Ausnahme von Ukrainern (Sonderregelungen) und islamistischen Extremisten (politischer Kotau ) keinerlei Probleme mit den Kosten, die die Flüchtlinge verursachen. Mir ist das auch schei.egal welche Hautfarbe mein Nachbar hat. Mein Problem sind die Kosten, die die grüne Pest im Verbund mit dem roten Grinser auf Befehl der Amis den Deutschen (und Europäern) abverlangen. Allein was in die Ukraine geht könnte den Bundeshaushalt sanieren, und dann reden wir mal über die Kosten der Klimalügen.

        Nein, die AFD ist wahrhaftig keine Alternative für D und wenn sie noch soviel Kreide frißt, die Fratze des totalitären Raubtieres kann sie trotzdem nicht verbergen.

    2. „Ihr glaubt ernsthaft irgendeine Regierung würde irgendeine Steuer abschaffen? “

      Doch genau das ist mit der Vermögenssteuer passiert. Komisch, daß ausgerechnet diese Steuer nicht mehr erhoben wird. Also das Gesetz ist noch inbKraft, wird aber nicht angewandt. Also effektiv abgeschafft.

  16. @Wolf Wetzel

    Vielen Dank für den Artikel. Da kann ich nur vollumfänglich zustimmen.

    Großes Lob dafür, dass Sie den Bezug zur Zeit Anfang der 90er herstellen und aufzeigen, was damals Sache war.

    Ganz schäbig, zynisch und pervers auch dieses geheuchelte Bedauern der Regierungs- und Parteienkloake damals, man hätte leider das Asylrecht abschaffen müssen, damit der von der Regierungs- und Parteienkloake selbst dazu aufgehetzte Volkskörper ab sofort weniger Ausländer ermordet. Habe kürzlich noch eine Tagesschau aus dieser Zeit gesehen, wo das unter Beifall des Tagesschausprechers so dargestellt wurde. Auch ein Beleg dafür, dass die Systemmedien nicht erst seit Corona oder dem Westliche-Werte-Putsch in der Ukraine 2014 mit dem Lügen im großen Stil begonnen haben.

    Wer sich auch per Bewegtbild einen Eindruck darüber verschaffen möchte, was Wolf Wetzel über diese Zeit, die damaligen Pogrome und die bis hinter den Husumer Deich reichende Bonner Volksgemeinschaft berichtet, sollte sich unbedingt „The Truth lies in Rostock“ anschauen:

    https://m.youtube.com/watch?v=5P21AfG6SPE&pp=ygUZVGhlIHRydXRoIGxpZXMgaW4gcm9zdG9jaw%3D%3D

    Damals konnte man Vokuhila tragen, bei der FDP sein und trotzdem wie Hitler aussehen und denken.

    Ergänzend zu Wolf Wetzels Artikel der Hinweis, dass sich mit der Aufnahme von Geflüchteten, die die Herrschenden des jeweiligen Aufnahmelandes selbst zur Flucht getrieben haben können, aber nicht müssen, prima imperialistisch-wertewestliche Politik machen lässt.
    Wer z. B. wie Merkel 2015 massenhaft Syrer aufnimmt und versorgt oder wie Scholz 2022 massenhaft Ukrainer (oder auch den Aiweiwei aus China, erinnert sich noch jemand an den? Oder an die Uiguren?), der schreibt den Herrschenden im Herkunftsland (Assad; China) bzw. dem Aggressor/Kriegstreiber (Putin)

    A) moralische Verbrechen gegen den Anspruch der Subalternen auf so richtig gutes Regiertwerden zu (so gutes Regiertwerden wie es im Wertewesten üblich ist)

    und/oder

    B) handfest strafwürdige Verbrechen gegen den regierten oder einen auswärtigen Volkskörper („lässt auf sein eigenes Volk schießen“, „hat Fassbomben und Giftgas auf die Zivilbevölkerung abgeworfen“ –> Assad; „Putler“, “ Autokrat im Kreml“, „unprovozierter Angriffskrieg“ –> Putin; „gelbe Gefahr“ –> China).

    Daraus leiten die Herrschenden des jeweiligen Aufnahmelandes dann den heiligen Auftrag für sich ab, die Regierung des Herkunftslandes selbst zu beseitigen oder zumindest mit allen Mitteln deren Beseitigung flankierend zu betreiben.

    Geflüchtete sind eben eine imperialistische Waffe in der Staatenkonkurrenz. Und als solche werden sie eben behandelt im Aufnahmeland. Und sobald die Geflüchteten den Herrschenden des Aufnahmelandes insofern nicht mehr nützlich sind, hagelt es keine Willkommensteddies mehr, sondern Hetze und Verachtung und der Mob wird wieder angestachelt: „in großen Stil abschieben“ oder die Ukrainer, die man aus Deutschland jetzt an der Ukrainefront verheizen lassen will und die Afghanen, deren Herkunftsland die hiesigen Herrschenden einfach plötzlich für „sicher“ erklären, nachdem die US- und Bundeswehrbesatzer das Interesse dort verloren haben.
    Aber auch umgekehrt: In einem Herkunftsland, in dem die hiesigen Herrschenden keine derartigen imperialistischen Interessen haben, können die dortigen Herrschenden morden und foltern, wie sie wollen, ohne das Merkel oder Scholz daran Anstoß nehmen oder daraus gar einen Asylgrund ableiten würden.

    Wichtig ist zu erkennen, dass eine Aufnahme von Geflüchteten immer eine imperialistische (finanzielle) Investition mit der Hoffnung auf imperialistischen Mehrwert darstellt (bei anderen Einwanderergruppen mag es auch noch andere imperialistische Gründe wie z. B. brain drain geben). Nicht a u c h, sondern ausschließlich. Und s o sollte man die Sache betrachten, wenn man „aus der Geschichte lernen will“.

    Für Forennazis: Pfarrer Noltes Kommentar ist kein Plädoyer dafür, Geflüchteten die materielle Unterstützung zu kürzen, zu verweigern oder die Leute gar zu „remigrieren“.

    Abschließend möchte ich noch eine Preisfrage zur Diskussion stellen bzw. einen Denkanstoß geben. Die „Wannseekonferenzler“ und „Deportationsexperten“, die sich letzten November da getroffen hatten, berufen sich ja u. a. bei der Staatsbürgerschaft auf das Abstammungsprinzip, das hierzulande bis 2000 ausschließlich galt (seitdem gibt es daneben auch das Geburtsprinzip).

    Was meint denn das Forum, warum die Herrschenden früher diesem Prinzip gefolgt sind und es danach „aufgeweicht“ haben? Was könnte hierfür und dafür der Grund sein?

    Und was meint das Forum, warum bis 1993 ein komfortableres Asylrecht galt, das die Herrschenden danach entsorgt haben? Warum also war bis 1993 nützlich, was danach unnütz war und durch etwas den Herrschenden Nützlicheres ersetzt wurde?

    1. Ganz herzlichen Dank für Ihre Gedanken und Ergänzungen.
      Ich würde auch wärmstens (also mit heiß-kalten Gefühlen den Film empfehlen, den Sie genannt haben: „The truth lies in Rostock“.
      Er ist nicht wegen der Kommentare wichtig, sondern wegen der Bilder, die man man nicht wegframen kann.

    2. „Die „Wannseekonferenzler“ und „Deportationsexperten“…“
      Waren das nicht Fakten von Correctiv, die spontan und heimlich wieder verschwanden?! Aber der Gin, oder war es der Dschinn, ist nun aus der Flasche und in aller Munde.

      Zufällig im www gefunden:
      https://youtu.be/7giI31_4QbQ?si=kq_6ifG1cWj1QKcU
      Auch nicht uninteressant:
      https://globalbridge.ch/remigration-made-in-eu-wie-lettland-knapp-tausend-russen-vertreiben-will-und-sich-niemand-darueber-aufregt/

      1. Der verlinkte Youtube-Kanal weicht zwar insgesamt stark von meiner politischen Analyse ab und es gäbe, so mein erster Eindruck, viel daran zu kritiseren, beispielsweise, dass er in dem Video in Sachen Israel die deutsche Staatsräson und die fanatische Israel-Solidarität auch der AfD vertritt.

        Insofern geht der Kanal geschmäcklerisch und selektiv vor und betätigt sich stark systemaffirmativ als Instrument des inner- und interparteilichen (rechts-)demokratischen Parteien- und Konkurrenzkampfs. Das halte ich für einen Fehler.

        Aber damit cui bono nicht bereits vor 12 zur Wachholderspirituose greift oder einen Pfarrer-Dschinn beschwört, hier nun die positiven Teile meiner Einschätzung:

        Hat der Kanalbetreiber sehr gut herausgearbeitet, wie Correctiv lügt und er hat auch nochmal auf die Finanzierung dieser Propagandaschleuder hingewiesen. Besonders witzig: „Auch Olaf Scholz kann sich plötzlich wieder erinnern.“

        Wenn Leo Ensel richtigerweise darauf hinweist, dass da 1000 Leute vertrieben, remigriert werden und sich niemand darüber aufregt, dann sollte man nicht, wie es fast immer geschieht, dabei stehen bleiben, den Herrschenden die berüchtigte Doppelmoral vorzuwerfen. Denn die Herrschenden arbeiten bei ihren Aktivitäten und Unterlassungen gar nicht auf einer moralischen Ebene.

        Die Diagnose „Doppelmoral“, das Stutzigwerden über diese unterschiedlichen Herangehensweisen, kann und sollte dabei allenfalls den Ausgangspunkt für weitere Denkanstrengungen darstellen.

        Und wer sich das genau anschaut, wird schnell feststellen können, dass die Herrschenden eben ein ganz pragmatisch-oppurtunistisches Verhältnis pflegen zu den Gegenständen ihrer moralischen Entrüstung bzw. Unterlassung derselben. Die Moral ist dort immer Mittel zum Zweck, um eine volkstümlich-eingängige Begründung für die Taten und Unterlassungen der Herrschenden zu liefern.

        Und bei diesen Begründungen, die nicht zu verwechseln sind mit den wahren Gründen, gehen die Herrschenden und ihre Systemmedien so vor, dass sie sich

        „auf nur sehr wenige Punkte beschränken und diese schlagwortartig so lange verwerten, bis auch bestimmt der Letzte unter einem solchen Worte das Gewollte sich vorzustellen mag“,

        wie es ein aus dem Waldviertel gebürtiger Werbefachmann beschreibt.

        Wenn da etwa, wie gerade, herrschaftlich-öffentlich der Befreiung von Auschwitz gedacht wird, dann nicht etwa, weil hiesige Funktionseliten so tieftraurig wären über Millionen ermordeter Juden und deshalb Jahr um Jahr Ende Januar nachts ein bisschen erschrocken erwachen würden.

        Sondern weil sie die Millionen ermordeter Juden für ihren demokratischen Kapitalismus verwerten, nutzbar machen wollen, um auf dieser Grundlage als „Aufarbeitungsweltmeister“ sich einen moralisch überlegenen, unanfechtbaren Berufungstitel zu besorgen, mit dessen Hilfe sie, die Funktionseliten, sich ins Recht setzen, hierzulande und weltweit auswärts zu verfügen, was moralisch richtig und was falsch ist. Und unter Verweis auf diesen Berufungstitel schlagen sie mithilfe unterschiedlichster Instrumente dann ganz handfest zu, wo es ihnen passt und lassen es überall dort bleiben, wo das dem Kapitalstandort Deutschland mehr Mehrwert einträgt.

        Das ist es, was dem Pöbel systemmedial etwa als „deutsche Staatsräson“, als „Aufstand der Anständigen“ oder, frei nach dem Pfaffen Gauck, als Kampf gegen „Dunkeldeutschland“ moralisch verdolmetscht wird.

        Und man kann die Herrschenden dabei beobachten, wie sie nach und nach sogar die Geschichtsschreibung gemäß ihren tagesaktuellen imperialistischen Zielen verändern. So verbannen die Herrschenden und ihre Systemmedien sukzessive etwa das Wissen aus dem kollektiven Gedächtnis, dass es doch die Sowjets waren, die das ein oder andere Konzentrations- und Vernichtungslager befreit hatten. An ihrer Stelle wird dann der Yankee Doodle implantiert.

        Oder man „vergisst“, offizielle Vertreter Russlands zu Auschwitz-Gedenkanlässen o. ä. einzuladen etc.
        Das wäre dann nochmal die Verbindung zum von cui bono zitierten Russlandkenner Leo Ensel.

        Abschließend nochmal ganz zum Anfang. Auch Pfarrer Nolte könnte da noch Infos zu geäußerten Deportationsvergleichen beitragen, wie sie Correctiv in die Welt gesetzt hat (cui bonos verlinktes Video).

        So bedauerte der professorale Schreibtischtäter Heinz Bude vor etwas mehr als 2 Jahren medial, dass man giftspritzenfreie Mitbürger – wie es auch Hitlers Madagaskar-Plan für die Juden vorgesehen hatte – nicht nach Madagaskar deportieren könne.

        O-Ton hier:

        https://www.thepioneer.de/originals/thepioneer-briefing-business-class-edition/podcasts/impfgegner-muessen-fuehlbare-nachteile-haben

        Weiterer Nachweis hier:

        https://netzwerkkrista.de/2021/12/11/appell-gegen-entmenschlichung-offene-e-mail-an-den-kasseler-soziologen-prof-dr-heinz-bude/

        Da das in den Ohren der Herrschenden Zwölftonmusik und Coronazismus Staatsräson war und ist, wundert es natürlich nicht, dass dem Bude (oder der Blinddarm-Sarah Bosetti) weder von Annetta Kahane noch vom Stroer-Lars Wienand, dem Tagesstürmer oder der Waffen-SZ Antisemitismus, Holocaustrelativierung oder Wiederbetätigung investigativ nachgewiesen werden konnte.

        Fragte man Olaf Scholz, könnte der sich an diesen Bosettibudenzauber ganz sicher nicht erinnern. Und dass Olaf Scholz erst gar nicht danach gefragt wird, dafür sind die Systemmedien, Correctiv und das Hasbara-Bundespresseamt zuständig.

        1. Da momentan kein Tonic greifbar, auch Gin nicht konsumierbar oder vorrätig!

          Der Link bezog sich lediglich auf die nun erfolgreich etablierten „Triggerwörter“, nicht die Herkunft oder sonstigen Inhalt. *
          Sage noch einer, D sei kein Land der ErDichter (von Geschichten) mehr.
          Mehr steckte nicht dahinter, denn wenn ich die Wahl zwischen Pest und Cholera, Not oder Elend habe, wäre mir die Entscheidung ob der Aussichten einfach unmöglich. Schade aber auch, wo ein jedes seines speziellen Reizes nicht entbehrte.

          Zum Rest: dem stimme ich nach wie vor zu, auch wenn zumindest ich mich mit der Erkenntnis begnüge, dass (und hier kommt wieder „das Abperlen von Teflon“ zum Tragen) es kein breites Verstehen mehr geben wird.
          WIR (fast) alle spielen „Mensch-ärgere-dich-nicht“ nach fixen Regeln: wollen ausschließlich erste Gewinner sein und ergötzen uns, wenn wir andere irgendwie aus dem Game entfernen können.
          Notfalls auch mit „Betrug+“. Putzig daran ist nur, dass WIR in einem größeren Spiel ebenfalls nur die Figuren sind. Also frei nach dem Schachtel-in-Schachtel-Prinzip.
          Aber egal – das Spiel hat definitiv ein Ende!

          „Oder man „vergisst“, offizielle Vertreter..“
          Am 27.1. gab es einen Beitrag unter „Willkommen in Auschwitz“. In den Kommentaren wird darauf Bezug genommen 😳😲!

          * habe eine diametrale Meinung zu den Streiks der Lokführer. Bedeutet jedoch nicht, dass ich das offizielle Narrativ teile oder sonstige Vorlieben für x oder y hätte!

              1. Keine Angst, seit Yan Huis letztem Feuerwasser hat Pfarrer Nolte niemandem mehr hinterm Wacholderstrauch aufgelauert.

                Pfarrer Nolte ist züchtiger noch als RdL, der zensurkeulenschwingend-zölibatäre Diözesanadministrator.

                1. Na, Sie haben aber eine schmutzige Fantasie. „Stößchen“ ist lediglich eine maskulin-feminine, äh diverse, Bezeichnung für das brutale „Auf dein Wohl“. Hat also nix mit „verschämten“ Heimlichkeiten hinter Büschen zu tun.😂

                  Für heute aber noch ein kleiner und ernst gemeinter Tipp die Gegenwart und Zukunft betreffend:
                  weder werden Sie eine Lösung für die „Quadratur des menschlichen Kreises“ finden, jeden überzeugen können oder müssen, noch Dominosteine (in Kettenreaktion) am Fallen hindern können.
                  Wesentlich wichtiger ist darum (NACH dieser Erkenntnis) das Nutzen seiner begrenzten Zeit im Sinne von
                  bestmöglicher Ausgeglichenheit und „Glücklich sein“ für das eigene, tägliche Befinden. Denn kein anderer will und wird dies für Sie tun.
                  Weniger mit „in Stein Gemeißeltem“ befassen, sondern gerade darum oder trotz alledem lachen!
                  https://youtu.be/nYTrIcn4rjg?si=0RI-iiv6ST61zIW6

                  1. Vielen Dank für das spirituelle Betthupferl.

                    Dann leg ich mich jetzt bestmöglich ausgeglichen hinter meinem Wacholderstrauch schlafen.

                    Und morgen wird sofort der erste Lachyoga-Intensivkurs gebucht.

                    Ab kommendem Mittwoch meditiere ich täglich mindestens 3×2 Stunden. Und zwar so lange, bis ich die unaufhaltsam-fatalistischen Dominosteine schon 1 km gegen den Wind fallen höre.

                    Alea iacta est!

                    1. Es ist zwar NICHT nett, dass Sie meine spirituelle Seite, von der ich bisher nix wusste, outeten, aber nun kann ich wenigstens offen dazu stehen.😁

                      Daher muss ich darüber aufklären, dass selbst die beste Technik Sie nicht befähigen wird, astral/physisch „Lassie“ näher zu kommen, um „…Dominosteine schon 1 km gegen den Wind fallen…“ hören zu können.🫤

                      Naja, die Unterscheidung zwischen Fatalismus, Pessimismus und Realismus ist auch arg schwierig.😉

                      „Alea iacta est!“🤔
                      Aah, ein Spieler. „Rien ne va plus“? uiuiui

  17. „Wer in Jogginghosen das Haus verlässt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“ Harald Ewert

    Social Engineering geht auch in Jogginghose!

  18. „Zum anderen steckt in diesem schlichten Satz noch etwas – eine Reihenfolge: Zuerst wart ihr (die Kolonialisten) bei uns, bevor wir zu euch kamen. Ihr kamt und kommt, um euch noch mehr zu bereichern. Wir kommen zu euch, um zu überleben.“

    Diese hier ausgedrückte Idee halte ich für dummes Zeugs. Die aktuelle Situation in den Ex-Kolonien ist nicht so schlecht, weil sie mal kolonisiert worden sind, sondern weil dies bis auf den heutigen Tag noch immer so ist. Heute läuft es gut getarnt über den Washingtoner Consensus und seine Institutionen (IWF und Weltbank), über Abkommen und Erpressung. Alles zum Nutzen der „goldenen Milliarde“ und ihrer Granden. Was früher die Kolonialbeamten waren, ist heute oft eine korrupte Clique reicher Geschäftsleute, die überall ihre Finger drin hat und immer ein Standbein in den ehemaligen Kolonialländern.

  19. Völlig rücksichtslos gegenüber allen Problemen dieser Welt muß das deutsche Volk ganz allein für sich entscheiden, ob es weiterleben will. Wenn nein, einfach so weitermachen. Wenn ja, dann muß nach jedem Strohhalm gegriffen werden, auch wenn z. B. Remigration eine Härte für einige Leute bedeutet, z. B. für die Nutznießer in der Asylindustrie.

    Die Masse der Migranten ist dem deutschen Volk gegenüber ja auch völlig kompromiß- und rücksichtslos.

    1. „Völlig rücksichtslos gegenüber allen Problemen dieser Welt muß das deutsche Volk ganz allein für sich entscheiden, ob es weiterleben will.“

      Hach ja, wer erinnert sich nicht gern an die alte Zeit zurück, als der Bock von Babelsberg (Kosename: BertT.0) kurz vor Sendeschluss mit zähledrig-kruppstahlharter Sportpalaststimme aus dem Off noch windhundflink meckern durfte:

      „Nun Volk, steh auf und Sturm brich los!“

        1. Selbsterhaltungstrieb haben Individuen. In kleinen Kollektiven (Familien, Freundesgruppen, Nachbarschaften) kann der Selbsterhaltungstrieb z.B. gegen Naturgewalten gemeinschaftlich von einer überschaubaren Anzahl Individuen verfolgt werden.

          Sie hingegen halluzinieren den Selbsterhaltungstrieb eines Volkskörpers. Den gibt es aber nicht, weil ein Volkskörper nicht existent ist. Es existieren außer im „notwendig falschen Bewusstsein“ (= Ideologie) auch keine Völker. Völker sind nichts weiter als Summen von Zwangsstaatsbürgern über deren einzelne Körper (und ihr Leben) Staaten qua Staatsgewalt verfügen. In Kriegen besonders leicht erkennbar.

          Die Vorstellung eines Volkskörpers aufzugeben ist revolutionäre Tat, weil dadurch die Ideologie gebrochen wird, in der allein dieser halluzinierte Volkskörper existiert, der den Staaten widerstandslose Vernutzung der einzelnen Staatsbürgerkörper ermöglicht.

          Die völlig verfehlte Überlebensstrategie des sogenannten deutschen Volkes im Faschismus (1933 – 1945) ist historisch belegt.

          Ihre Haltung ist lebensgefährlich für andere und für Sie selbst.

  20. Danke für den Geschichtsunterricht – dass war mit diesem Informationspotenzial eigentlich überfällig. Man sieht wiedermal die braunen Kackeflecken auf den weißen Westen. Trotzdem erschreckend, wie bei den potentiellen AfD-Wählern hier immernoch die Überzeugung mitschwingt, so schlimm (wie 1933) wird’s nicht werden. Kurzer Geschichtsunterricht meinerseits: jüdische 1.-Weltkriegsteilnehmer wiegten sich nach den ersten Rasseverordnungen im Dritten Reich auch in Sicherheit, ( https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/ausgrenzung-und-verfolgung/arierparagraph.html )
    bevor sie dann eben „später“ ins Vernichtungslager deportiert wurden. Wer bremst denn bitte eine AfD, welche mit modernstem Schrittmaß in die Fußstapfen der NSdAP tritt – das Grundgesetz? So schnell wie Gesetze geändert werden können und machtgeile Karrieristen aus den anderen Parteien sicher schnell die Fronten wechseln, sehe ich da kein Hindernis. Da nützt dann auch kein deutscher Pass, wenn man nicht „rein deutsch“ ist oder nicht ins neue gesellchaftliche „Konzept“ passt.

    1. Danke für Ihre Antwort. Mein Text schlug – unbemerkt – eine andere Richtung ein: Wenn wir das, was die Bundesregierung macht, unterstützen und nicht ganz so schlimm wie die AfD finden, dann bereiten wir der AfD den Weg. Genau so kam die NSDAP an die Macht, indem sie den bürgerlichen Parteien Halbherzigkeit vorwarf, um sich als Original, als das Wahre anzubieten.

      1. Darf man das, „was die Bundesregierung macht … nicht ganz so schlimm wie die AfD finden“ (bzw. wie das, was die AfD an der Macht versuchen wird zu tun), aber bereits als schlimm genug ablehnen und als faschistoide Wegbereitung für Faschismus politisch bekämpfen?

        Darf man beim Vergleich heutiger Faschisierung zur Vorphase der Machtübertragung auf die NSDAP darauf hinweisen, dass es einen solchen historischen Vergleichspunkt in den 1920er/30er Jahren eben noch nicht gab und deshalb heute niemand ohne völligen Glaubwürdigkeitsverlust behaupten kann, nicht zu wissen, wohin eine Machtübertragung auf die AfD führen kann?

        Darf man unter diesen beiden Voraussetzungen an den Demos gegen rechts teilnehmen, auch wenn man weiß, dass die riesige Mehrheit das, was die Bundesregierung macht, keineswegs für schlimm genug und faschistoid hält?

        „Darf man“ ist polemisch-satirisch, schon klar, aber die Frageform ist den sattsam bekannten politisch gefährlich kontraproduktiven Grabenkämpfen im restlinken Milieu geschuldet, das sich teils auch hier im Forum abbildet.

  21. Reimigration = Arisierung = Hexenverfolgung = Verfolgung

    Die drei Begriffe synonyme zueinander.

    Was passiert mit den Rentner Ansprüchen oder mit dem Privateigentum.

    Wer hindert den jemanden daran einen unschuldigen zu Verleumden, die Gerichte in Deutschland schlucken jede Lüge und weichen von offensichtlichen Fehlern nicht ab, sondern verteidigen diese auch noch.

  22. Remigration ist nichts rechtsradikales, Punkt. Ich finde es mehr als bedenklich, wenn Worte für die es offiziell eine klare, unmissverständliche Definition gibt (Duden,Wikipedia), plötzlich eine andere offizielle Bedeutung haben, weil die amtierende Regierung tierische Angst vor der Opposition hat. Die Unverfrorenheit mit der die Machthaber in Berlin sich der Umdeutung von Begriffen bemächtigen, obwohl deren Bedeutung in allen anerkannten
    Nachschlagewerken klar definiert und festgeschrieben ist. Wenn eine Regierung es sich
    herausnimmt derart zu handeln, dann ist das ein weiterer Hinweis dass Deutschland sich in einen totalitären Staat verwandelt.

  23. „Remigration ist deutsche Staatsraison“

    @ Wolf Wetzel

    Stimmt, das ist seit Jahrzehnten so.
    Von wegen „rechter Rand der Gesellschaft“ und ähnlich abstruses Gesammel:

    Hier nur einige Zitate führender SPDler

    Helmut Schmidt: „„Wer die Zahlen der Muslime in Deutschland erhöhen will, nimmt eine zunehmende Gefährdung unseres inneren Friedens in Kauf.“ Quelle FAZ am 11.10.2010 im Artikel „Einwanderungsland wider Willen“ .
    Aus gleicher Quelle: „Willy Brandt meinte im Januar 1973 im Deutschen Bundestag, man müsse „sehr sorgsam überlegen, wo die Aufnahmefähigkeit unserer Gesellschaft erschöpft ist“.“

    „Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Werner Figgen sah schwarz: „Wir müssen aufpassen, daß die Gastarbeiter nicht zu Negern unserer Nation werden.“ Quelle: „Der Spiegel“ am 26.03.1973 unter dem Titel „Arbeitsminister Walter Arendt will den Zustrom von Gastarbeitern drosseln.“

    „Es ist aber notwendig geworden, daß wir sehr sorgsam überlegen, wo die Aufnahmefähigkeit unserer Gesellschaft erschöpft ist und wo soziale Vernunft und Verantwortung Halt gebieten.‘‘ Bundeskanzler Ludwig Erhard (CDU) in seiner Regierungserklärung vom 10. November 1965. Zwar kein SPD-ler aber Vater der sozialen Marktwirtschaft.

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