Es ist nicht von Belang, wer den ersten Schuss abgegeben hat …

Leopard-Panzer.
U.S. Army Europe photo by Visual Information Specialist Markus Rauchenberger, gemeinfrei, via Wikimedia Commons

Wer würde diesen Satz nicht Putin, dem russischen Präsidenten zutrauen, als er den Einmarsch in die Ukraine 2022 begründete. So schlau war er jedoch nicht.

Dieser Satz stammt vom ersten Botschafter Israels in Deutschland Asher Ben Nathan, auf die Frage eines Journalisten, wer den ersten Schuss im Sechs-Tage-Krieg 1967 abgegeben habe – mit dem folgenden Verweis:

„Das ist gänzlich belanglos. Entscheidend ist, was den ersten Schüssen vorausgegangen ist.“
(Gerd Schultze-Rhonhof, 1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte. Der lange Anlauf zum Zweiten Weltkrieg)

Man muss hinzufügen, dass dieser „Sechs-Tage-Krieg“ gegen arabische Staaten in Deutschland als „Blitzkrieg“ bezeichnet und gefeiert wurde. Damit wären wir an einem entscheidenden Punkt: Es geht seit Langem nicht darum, ob ein Angriffskrieg verurteilt wird, weil er selbst mit den besten Motiven und Begründungen ein Kriegsverbrechen darstellt. Es kommt vielmehr darauf an, wer einen Angriffskrieg führt und ob dieser der eigenen politischen Agenda dient.

Auch das zweite Märchen gehört zur Grundausstattung imperialer Mächte: Man habe sich verteidigen müssen, man sei in den Krieg hineingeschlittert, hineingezogen worden. Auch und gerade in Deutschland war der Weg lang und steinig, als Verlierer des Zweiten Weltkrieges wieder in die Kriegsspur zu kommen. Zuerst ließen die Siegermächte eine Remilitarisierung nicht zu, dann brauchte man Deutschland wieder einmal als Frontstaat zur Sowjetunion, was mit der Wiederbewaffnung einherging.

Wenn ausgerechnet der Bundesvorsitzende der SPD Lars Klingbeil im Kriegsjahr 2022 vor Parteifreunden erklärt, dass die 80-jährige Zurückhaltung vorbei sei, dann weiß man, wie man die Jahrzehnte davor einzuordnen hat.

Damit ist auch gesagt, dass es keiner grünen Außenministerin Annalena Baerbock bedarf, um die Konsequenzen daraus zu ziehen, wenn die Zurückhaltung endlich vorbei ist. Den Weg an die „vorderste Front“ haben viele vor ihr vorbereitet.

Vom Außenminister Fischer (1999) bis zum Bundespräsidenten Gauck (2014)

„Könnte es sein, dass sich Deutschland seit wenigen Tagen definitiv im Zustand der Normalität befindet? … Bundesluftwaffe ... an vorderster Front seit Frühjahr 1945 stehen wir wieder mittendrin der längst fällige Durchbruch zur kompletten Normalität Auf dem Sektor der Ökonomie hat die Bundesrepublik die Normalisierungsprozesse bereits seit Jahrzehnten abgeschlossen. Jetzt ist auch die ganze Palette der Außenpolitik erfasst.“
(FR vom 25.3.1999)

Was das bedeutet, wollten vor 20 Jahren nicht viele wissen. Der Krieg gegen die ehemalige Bundesrepublik Jugoslawien 1999 war damals kaum der Rede wert. Alle wussten, dass diesem Land niemand militärisch zur Hilfe kommen würde. Eine leichte Beute auf dem Weg, wieder ganz groß mitzuspielen.

Der lange Marsch …

Der Weg, mit (der Verhinderung eines neuen) Auschwitz einen Krieg zu begründen, wurde lange und parteiübergreifend vorbereitet. Ideologisch hatte man bereits vor 1989 daran gearbeitet, das Nachkriegsdeutschland von „ewiger Schuld” zu befreien. Man erklärte sich für normal und „grundlegend zivilisiert”. Mit dieser Selbstamnestie tastete man sich step by step und sehr sorgfältig an die „vorderste Front” heran.

Mal mit deutschen Kriegsschiffen im Mittelmeer und Minensuchbooten vor der Küste Kuwaits während des US-alliierten Angriffes auf den Irak (1991). Mal mit Bundeswehrsanitätern und Verbandsmaterial in Kambodscha (1992/93), ein anderes Mal mit Soldaten eines Nachschublagers in Somalia (1993/94). Die Produktpalette reichte von den „Engeln von Phnom Penh” (Verteidigungsminister Rühe) bis hin zur friedenssichernden Militärtruppe in Bosnien (1996).

Die Reise in die außenpolitische Normalität” (FAZ vom 3.4.2000) hatte nicht die territoriale Verteidigung im Auge. Was damit gemeint ist, erklärte Norman Paech, Völker- und Verfassungsrechtler:

Auch die Allianz wurde ausschließlich als Bündnis zur Verteidigung des Territoriums der Mitgliedsstaaten gegründet (Art. 5). Hat sich diese Verteidigungsaufgabe überholt, weil der Feind abhanden gekommen ist, so ist es legitim, sich nach neuen Aufgaben und einer neuen Legitimation umzuschauen – was man spätestens seit 1989 intensiv tut.
(FR vom 26.3.1999)

Was jahrelang den eigenen Statuten widersprach, wurde auf der 50. Jahrestagung der Nato 1999 mit einer Neudefinition aus dem Weg geräumt: Weg von der territorialen Verteidigung, hin zur militärischen Durchsetzung globaler Interessen. Kurzum die Etablierung einer „Weltinnenpolitik“, womit die Souveränität der Staaten, die man aus dem Weg räumen möchte, zur Fußnote macht.

Man muss dies ins Bewusstsein rücken, wenn heute mit ernster Miene Nato-Mitgliedstaaten von der „nationalen Souveränität“ der Ukraine sprechen, die man nicht antasten dürfe.

Die Legende vom ehrlichen deutschen (Friedens-)Makler

Auch wenn die 16-jährige Kohl-Ära den Weg dorthin ebnete, war klar, dass die Zustimmung zu einem Angriffskrieg ein schwieriges Unterfangen sein wird. Also stand zur Vorbereitung des Krieges gegen Serbien die Inszenierung von Verhandlungen ganz oben auf der politischen Agenda. Es war die Stunde des grünen Außenministers Joschka Fischer, der quer durch die Welt flog, Russland ins (Nato-)Boot holte und Friedenswillen demonstrierte – bis zum Abwinken:

„Ich war bei Milosevic … Ich habe ihn angefleht, darauf zu verzichten, dass die Gewalt in Kosovo eingesetzt wird. […] Ich bin nun weiß Gott kein zartes Pflänzchen beim Nehmen und beim Geben. Aber es hat weh getan, wenn der persönliche Vorwurf erhoben wurde, ich hätte die Bundesrepublik in den Krieg gefingert. […] Ich kann nur versichern, ich habe alles getan, was in meinen Kräften stand, um diese Konfrontation zu verhindern.”
(Rede des Außenministers Joschka Fischers auf dem Sonderparteitag der Grünen am 13.5.1999)

Mit Blick auf den Ukraine-Krieg kann man sagen, dass man sich diesen Vorlauf weitgehend gespart hatte. 20 Jahre später brauchte man das Zurschaustellen diplomatischer Bemühungen nicht mehr.

Kriegsbedingungen schaffen. Vom lautlosen zum offenen Krieg

Bevor der Krieg gegen die ehemalige Bundesrepublik Jugoslawien 1999 begonnen werden konnte, tat man alles, um deren Zerfall zu unterstützen und voranzutreiben, also eine Bürgerkriegssituation zu schaffen, die man dann beenden musste.

Bereits Anfang der 1990er Jahre wurden die verschiedenen Separationsbestrebungen in fast allen Republiken Jugoslawiens politisch begrüßt und bestens bewaffnet.

Was mit der Bundesrepublik Jugoslawien weitgehend geschafft wurde, nämlich die Überwindung von Nationalismen, wurde in Deutschland von höchster Stelle, vom deutschen Außenminister Kinkel als „Völkergefängnis“ bezeichnet, was dann auch die „Befreiung“ der Gefangenen rechtfertigen sollte.

Man kann dieses Vorgehen sehr wohl mit dem vergleichen, was in der Ukraine vor dem russischen Einmarsch 2022 passiert ist. Man förderte und protegierte die „Maidan-Unruhen“ 2014, die treffender Weise auch als „Euro-Maidan-Unruhen“ gelabelt werden. Man wollte die damalige Regierung stürzten, die nicht nach EU- und NATO-Pfeife tanzen wollte. Das schaffte man auch – mit dem klaren Ziel, die Ukraine zu einem Nato-Aufmarschgebiet zu machen.

Doch im Unterschied zum „Kosovo-Krieg“ 1999 war die Ukraine keine leichte Beute. Statt diese geopolitischen Machtverschiebungen hinzunehmen, mischte sich Russland ein, mit demselben Kartenspiel, das die NATO-Staaten im Kosovo-Krieg, benutzt hatten: Man kam den abtrünnigen Republiken zur Hilfe, man unterstützte ihre Separationswünsche. Ein Déjà-vu-Erlebnis, wenn man einfach nur das Kartenspiel im Auge behält und nicht, wer welche Karte (aus-)spielt.

Ab 2014 waren der EU und der Nato klar, dass es mit dem geförderten Staatsstreich nicht getan ist. Seitdem setzte man auf eine massive Aufrüstung der ukrainischen Armee, bis die EU- und NATO-Berater das Signal geben, die Minsk I und II-Vereinbarungen zu brechen.

Krieg ist Frieden

Ich möchte sprechen über die Rolle Deutschlands in der Welt. Eines gleich vorweg: Dies ist ein gutes Deutschland, das beste, das wir kennen.“

So begann der Ex-Bundespräsident Gauck seine Eröffnungsrede vor der versammelten Kriegs- und Waffenvereinigung auf der „Sicherheitskonferenz“ in München am 31.1.2014.

Dann kam er zur Sache:

„Ich muss wohl sehen, dass es bei uns – neben aufrichtigen Pazifisten – jene gibt, die Deutschlands historische Schuld benutzen, um dahinter Weltabgewandtheit oder Bequemlichkeit zu verstecken. In den Worten des Historikers Heinrich August Winkler ist das eine Haltung, die Deutschland ein fragwürdiges ‚Recht auf Wegsehen‘ bescheinigt, ‚das andere westliche Demokratien nicht für sich in Anspruch nehmen‘ können. So kann aus Zurückhaltung so etwas wie Selbstprivilegierung entstehen, und wenn das so ist, werde ich es immer kritisieren.“

Ein paar Monate später verriet er uns, was kommen muss, wenn man die historische Schuld, die sich dahinter memmenhaft versteckende Weltabgewandtheit und Bequemlichkeit, beiseite geräumt hat:

So wie wir eine Polizei haben und nicht nur Richter und Lehrer, so brauchen wir international auch Kräfte, die Verbrecher oder Despoten, die gegen ihr eigenes Volk oder gegen ein anderes mörderisch vorgehen, zu stoppen. Und dann ist als letztes Mittel manchmal auch gemeinsam mit anderen eine Abwehr von Aggression erforderlich. Deshalb gehört letztlich als letztes Mittel auch dazu, den Einsatz militärischer Mittel nicht von vornherein zu verwerfen.“
(Gauck im Interview mit dem Deutschlandradio Kultur vom 14.6.2014)

Die Erzwingung und Aufrechterhaltung kapitalistischer Verhältnisse wird immer teurer

Der US-alliierte Krieg gegen den Irak 2003 war nicht nur verlogen. Weder besaß das irakische Regime die behaupteten Massenvernichtungswaffen, noch unterstützte es al-Qaida. Dieser Krieg war nicht nur blutig und kostet hunderttausenden Zivilisten das Leben, die man befreien wollte. Er zerstörte nicht nur systematisch und gezielt die gesamte Infrastruktur, unter der noch heute die Menschen im Irak zu leiden haben. All das würde diesem Angriffskrieg nichts anhaben. Was ihn bis heute so „umstritten“ macht, ist nicht das Blut, das vergossen wurde, sondern das Geld, das man verbrannt hatte:

„Dort starben 4.500 US-Soldaten, schätzungsweise zwischen 100.000 und einer halben Million Iraker kamen ums Leben, die Kriegskosten lagen bei mehreren Billionen US-Dollar.“
(FR vom 21.6.2014)

Auf diesem Hintergrund versteht man die Rede, die Herr Gauck auf der Münchener „Sicherheitskonferenz“ am 31.1.2014 gehalten hatte:

Wir brauchen das NATO-Bündnis. Und gerade wenn die Vereinigten Staaten nicht ständig mehr (Krieg, Anm. d.V.) leisten können, müssen Deutschland und seine europäischen Partner für ihre Sicherheit zunehmend selbst verantwortlich sein.“
(Bundespräsident Gauck als Eröffnungsredner auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 31.1.2014)

Weder die Menschenrechte, noch irgendein Leid, das Kriegsführende zuallererst in ihrem eigenen Land beseitigen könnte, sind ein Grund für (mehr) Krieg. Es geht um die Verteidigung dieser Ordnung, die mehr und mehr nur mit Gewalt aufrechtzuerhalten ist.

 

Quellen und Hinweise:

80 Jahre Zurückhaltung, Wolf Wetzel: https://overton-magazin.de/kolumnen/kohlhaas-unchained/80-jahre-zurueckhaltung/

Die gerichtliche Aufarbeitung der Kriegsverbrechen in der Ex-Bundesrepublik Jugoslawien sind abgeschlossen. Basta? Wolf Wetzel, NachDenkSeiten am 9. Juni 2021: https://www.nachdenkseiten.de/?p=73174

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32 Kommentare

  1. Zu „Er zerstörte nicht nur systematisch und gezielt die gesamte Infrastruktur, unter der noch heute die Menschen im Irak zu leiden haben. All das würde diesem Angriffskrieg nichts anhaben. Was ihn bis heute so „umstritten“ macht, ist nicht das Blut, das vergossen wurde, sondern das Geld, das man verbrannt hatte“:

    2019:
    „Siemens hoffte auf den größten Auftrag seiner Geschichte: die Elektrifizierung des kriegszerstörten Irak. Dann trat der Erzrivale General Electric auf den Plan – mit massiver Unterstützung der Trump-Administration. Nun ist das Industrieprojekt ein geopolitisches Duell“
    „Der Kampf um den irakischen Stromsektor zeigt, wie sich Regierungen ins Zeug legen, um Auslandsgeschäfte für die eigene Wirtschaft zu sichern“
    „Nach der Landung in Kuwait fährt Minister Müller nicht direkt ins Hotel. Er wartet auf Kaeser, der mit einer späteren Maschine kommt. Noch am Flughafen unterzeichnen sie eine Erklärung, die Bagdad signalisieren soll, dass die Bundesregierung Siemens unterstützt. Später nimmt Müller Kaeser mit zum irakischen Premier, als dieser die Deutschen empfängt.“
    https://www.capital.de/wirtschaft-politik/wie-siemens-und-ge-um-den-irak-kaempfen

    Irgendwo hatte ich damals auch gelesen, dass Deutschland evtl. über Vermittlung durch die Emirate an Aufträge beim bevorstehenden Wiederaufbau im Jemen kommen wollte.

  2. Mir scheint es sind zu oft linke Parteien /Politiker , die neue Kriege beginnen und den sozialen Staat zerstören.
    Clinton/Schröder/Obama/Habeck
    Alles Hoffnungen der Linken.
    (meine auch)
    so scheint mir ist die internationale Linke wohl nicht fähig sich selbst zu heilen.
    Die Linke ist korrupt.
    Alles was sie hervorbringt sind Schläge ins Gesicht und unter die Gürtellinie der Werte schaffenden Bevölkerung.
    Menschen(Wagenknecht et.) die sich da hervor tun mit Analysen der Situation werden nicht begrüßt sondern verbissen. Am besten mundtot machen …ist wohl das Motto einer in sich selbst verliebten klima&gender besoffenen linken internationalen Generation.
    Wer die Situation benennt wie sie ist …ist Rechts….. watten schwachsinniges denken.
    Wer weiterhin in Kategorien wie links/rechts denkt, hat bei seinem vorgesteckten Rahmen den Rand noch nicht einmal in Sichtweite.
    Beim Krieg geht es darum das Menschen dran verdienen wollen.
    Irgendwelche Ordnungen sind denen völlig egal.
    Dieser Blödsinn vom System das sich nur noch mit immer mehr Gewalt halten kann ist doch auch nur so ein linkes Märchen.
    Es geht NUR um Macht.
    Systeme dienen immer den Mächtigen.
    Ihr solltet aufhören von Systemen zu faseln die sich verselbstständigt haben.
    Benennt die Menschen/Familien die von den Kriegen profitieren…….
    mfg bonnie

    1. @bonnie,

      Was ist an Clinton/Schröder/Obama/Habeck „links“? Das musst du mal erklären. Oder bist du auch nur auf die Propagandafalle der MSM rein gefallen?

      Diese vier und die US-Partei der Demokraten wie die Parteien in der BRD OlivGrüne, SPD stehen für eine prokapitalistische/ imperialistische Politik nach onnen und außen. Nichts ist dort links!!!

      1. nun es ist völlig uninteressant wo du (oder ich) links und rechs verorten
        Die Mehrheit der Öffendlichkeit sieht Obama und Habeck links.
        Ich bin da auf nichts reingefallen , sondern habe mich an den allgemeinen Sprachgebrauch angepasst…..
        Werden doch die Demokraten oder die Grünen überall als links dargestellt.
        Was du oder ich für Vorstellungen haben was links oder rechts ist ist doch nur dazu gedacht Uneinigkeit und Streit zwischen uns zu sähen. darüber wer nun wie links oder rechts ist.
        links und rechts sind zersetzende Einteilungen um uns zu spalten.
        „Diese vier und die US-Partei der Demokraten wie die Parteien in der BRD OlivGrüne, SPD stehen für eine prokapitalistische/ imperialistische Politik nach onnen und außen. “
        Da stimme ich dir zu…..
        Doch darum geht es schon lange nicht mehr(wenn es denn jemals drum ging)
        Wer oder was als links oder rechts gilt bestimmen die großen Medien.
        ich bin heute weder links noch rechts…..ich bin die Querfront in Person…nach jeder Seite offen(also nicht ganz dicht)
        Dieses aufrechterhalten einer geschlossenen politischen Gemeinschaft, die sich nicht miteinander sondern gegeneinander entwickelt, erzeugt weder Hoffnung noch Kraftt zur Veränderung des Status Quo.
        Kurz gesagt:
        Ich will meinen Platz zum Leben selber bestimmen,
        ich werde keinen Befehlen gehorchen
        Ich bestehe auf der Möglichkeit neue soziale Realitäten schaffen zu können.
        ……………………………………….
        links oder rechts geht mir am A…h vorbei
        mfg bonnie

    2. Klassischer Fall von Fehletikettierung zur Vortäuschung emanzipatorischer Anliegen, indem man ausschließlich und zudem pervertierte Nebenwidersprüche bedient.
      Die kapitalistische Agitprop ist stets damit befaßt Begriffe zu verdrehen und mit eigenen genehmen Inhalten zu befüllen, so daß niemand auf die Idee kommen könnte, daß es tatsächlich Alternativen zum Schweinesystem (Pispers) gibt.

      Um der Entwirrung zu dienen:

      Die Links-Rechts-Demagogie. Ein Interview mit Rainer Mausfeld.
      05. August 2016 um 9:55 Ein Artikel von: Redaktion
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=34504

      Und noch ein Zitat, daß sie ohne weiteres auch auf Deutschland anwenden können:

      „Amerika hat ein Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln.“
      ―Gore Vidal

      Gibt nur mehr Flügel.

        1. Interessant. Sicherlich können sie die Erkenntnis teilen, wodurch Herrn Mausfelds Ausführungen nun keine Geltung mehr besitzen. Mglw. durch mehr als nur eine Menge Punkte.

          Und mglw. irre ich, aber ursächlich für ihre ursprünglichen Ausführungen scheint auch das sein:

          Tony Blair: „a radical centre in which you are able to take decisions for the future of
          the country“

          Gerhard Schröder 1998: „Es gibt keine linke oder rechte Wirtschaftspolitik, sondern
          nur eine gute oder schlechte Wirtschaftspolitik.“

          Emmanuel Macron 2017: „ni droite, ni gauche“ (weder rechts, noch links)

          Faschismus: „weder links noch rechts“

          Die „radikale Mitte“ – auch eine interessante Wortschöpfung. – Es gibt gar keine Interessen-gegensätze mehr. Es gibt keine Interessengegensätze zwischen Unternehmer und Lohnabhängigem mehr. Es geht nur noch um ‚Vernunft‘, es geht nur noch darum, ‚rational‘ die besten Lösungsansätze zu finden. Es hat auch keinen Sinn mehr, gegen irgend etwas zu kämpfen, es geht nur darum, die ‚beste‘ Lösung zu finden, denn letztlich sitzen natürlich Unternehmer und Lohnabhängige im gleichen Boot, haben die gleichen Interessen, nämlich: die ‚besten‘ Lösungen zu finden. ‚Letztlich ziehen wir doch alle am selben Strang‘ – das ist die Ideologie, was ja irgendwie auch richtig ist, nur eben an unterschiedlichen Enden.
          Interessanter ist hier noch der Punkt – das finden Sie heute ganz häufig -, dass jemand sagt: „ich bin weder rechts noch links“. „Links“, das heißt ja eigentlich für eine gerechte Verteilung und eine solidarische Gesellschaft – und „rechts“ heißt, nicht für eine gerechte Verteilung. Jemand, der weder rechts noch links ist, kann sich eigentlich nur damit noch retten, dass er sagt: „Naja, ich bin völlig apathisch!“
          Und interessant ist, dass der italienische Faschismus genau diesen Slogan hatte, er ist „weder rechts noch links“. Und da war etwas dran. Der Faschismus war extrem anti-links, aber er war auch nicht rechts, denn ‚rechts‘ hieß damals eigentlich reaktionär und bewahrend. Der Faschismus war revolutionär, der wollte nicht bewahren. Das war ein totalitäreres System, er wollte etwas ganz anderes. In gewisser Weise konnte er zurecht sagen: „wir sind weder rechts noch links“. Auch dort lohnt es sich wieder, einen Blick auf die Geschichte zu werfen.

          Aus:
          28. Pleisweiler Gespräch mit Professor Mausfeld – 22. Oktober 2017
          Wie sich die „verwirrte Herde“ auf Kurs halten lässt: Neue Wege der
          „Stabilitätssicherung“ im autoritären Neoliberalismus
          https://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/171022-Mausfeld_Transkript_Landau_NDS.pdf

          Sie sehen also es geht um Verwirrung und Entpolitisierung der Rezipienten über die, wie auch von ihnen vorgenommene, Umdeutung von Begrifflichkeiten.

          1. habe nichts davon gesagt das Mausfelds Erkenntnisse nun nicht mehr gelten.
            Doch seine Person gilt(mir) nichts mehr. Er hat seine Autorität verspielt, durch nichts tun.
            Denn wir sind nun mal auch für das Verantwortlich was wir NICHT tun.

            Ich habe weder gelesen was Tony noch was Gerhard gesagt hat.
            beides nichtssagende Gestalten in meinem Leben.
            Und was ein Rothschild dazu zu sagen hat ist mir völlig egal.
            Und ja im Rückblick können wir feststellen der Faschismus ist weder rechts noch links.
            Kam er im letzten Jahrhundert von rechts kommt er zur Zeit von Links.

            Doch das sind Etikettierungen mit denen ich nichts mehr anfangen kann.

            Auch schlau erscheinendes Geschwafel ändert nichts daran das ich vor 40 Jahren als Linksradikaler bezeichet wurde und mich heute die selben Menschen in die rechts radikale Ecke stellen

            Das ganze dient lediglich der Fragmentierung des Wiederstandes.

            Außerdem hat die Linke mich bei Telepolis darüber informiert das ich als Arbeiter der nicht studiert hat gar nicht links sein kann , da ich Adorno nicht gelesen habe und wenn ich den gelesen haben sollte kann ich ihn nicht verstanden haben.
            Und weil ich mich als Arbeiter ja auch nicht ausreichend mit linken Utopien beschäftigen könnte, weil ich sie ja gar nicht verstehen kann.
            Endpolitisiert bin ich deshalb noch lange nicht.
            ich habe nur die Scheuklappen abgenommen und verstanden das wir bis auf ca. 5% der Menschen alle das etwas ähnliches wollen.
            Die von Dir angedeutete Umdeutung der Begrifflichkeiten ist doch auch nur der Gang der Geschichte.(nichts bleibt wie es war)
            Ursprünglich waren rechte und linke ja nur die rechts oder links sitzenden Abgeordneten im französischen Parlament.
            dann begann die Umdeutung…..
            Die auch nicht enden wird.
            Wer heute lebt muss da mit leben, das Begrifflichkeiten gekapert werden und von nun an das Gegenteil von dem bedeuten was sie ursprünglich mal bedeuteten(was wahrscheinlich auch schon immer so ist)

            Wer an Vergangenem festhalten möchte kann dies gerne versuchen.

            Ich hingegen glaube das wir in einem, sich selbst organisierenden , sich selbst erhaltenden rückkopplungsfähigem Komplexen System leben.
            Stabil ist da nichts . Alles ist ständig im Fluss und verändert sich.
            Wer versucht die Veränderungen aufzuhalten kämpft an Don Qichottes Seite
            Stabilität in einem solchen System bedeutet Tot.
            Nachdem ich das für mich erkannt habe halte ich mich an ein altes ,angeblich chinesisches Sprichwort,
            „Kannst du ein Unglück nicht vermeiden , so breite die Arme aus und empfange es mit Freude“
            Links und rechts sind Begrifflichkeiten denen zu viel Wert beigemessen wird.
            Und nochmal zur Erinnerung.
            LINKS UND RECHTS DIENT NUR DER FRAGMENTIERUNG DES WIEDERSTANDES GEGEN DIE 5%
            MFG BONNIE

  3. Als 2014 der Kreml unter Putins Leitung die Krim auf eine höchst elegante und unblutige Weise ins russische Reich eingliederte, blieb selbst den Yankees vor Erstaunen die ganze Kinnlade unten hängen.
    Nur leider haben die Russen bei diesem Husarenstück vergessen vorher einen Blick auf die Landkarte zu tun. Dann hätten sie bemerkt, dass die Krim ohne die Funktionsfähigkeit des Krimkanals quasi wertlos ist.
    Nun hat man diesen Mangel nachträglich mit 8 jähriger Verzögerung behoben – aber den Aufwand, den man nun dafür treiben musste, ist unvergleichbar höher.
    Die beiden Provinzen Donbass und Luhansk hatte man im Minsker Abkommen halbwegs schon abgetreten, bevor man im Kreml merkte, dass da überwiegend Russen leben, die sich eigentlich nie zur Ukraine zugehörig fühlten.
    8 Jahre lang hat der Kreml die Augen davor verschlossen, dass die Menschen dort unentwegt von den urkrainischen Hardlinern beschossen wurden.
    Anstatt, dass Putin diesen Umstand für den Einmarsch benannt hätte, labert er was davon die ganze Ukraine von den Nazis zu reinigen und dem Zugriff der Nato zu entziehen. – Von diesen kryptischen Zielen ist er nun inzwischen weit entfernt, und nur wenn er Glück hat, kann er die momentan eroberten Gebiete behalten – und die Nato rückt ihm laut grinsend im Gebiet Charkiw bis vor die Haustür .

    1. Ich sehe das zum größten Teil auch so. Für eine umfangreiche Analyse dieser außerordentlichen Fehlverhaltens fehlt mir das Hintergrundwissen. Ich bin ja keiner der vielen „Experten und Historiker“., die uns so vorgesetzt werden.
      Aber man macht sich so seine Gedanken.
      Ich denke, dass ein Teil der Führungselite/Berater aus Claqueuren bestand oder noch besteht.
      Man unterschied nicht die offizielle Haltung der EU-Europäer zu Nazis mit der Inoffiziellen der Meinungsmacher und auch Teilen der Bevölkerung.
      Die „Eliten“ der früheren Ostblock Staaten wurden und werden korrumpiert und erpresst.
      Die traumatisierten und faschistoideren Regierungen der Baltischen Staaten haben nun wirklich nichts gegen Nazis in der Ukraine. 🙂

      1. Das ist doch überall das Gleiche, im Westen wie im Osten: Politik wird im wesentlichen auf der Basis zahlreicher Claqueure gemacht und „abgesegnet“. Und dieses Art von Staatstragenden ist auch immer vorrätig. Wie sich da was ändern soll, weiß ich nicht.

    2. Die Russländische Föderation hat direkt am ersten Tag der Uno, EU, dem Gerichtshof in Den Haag und evtl. noch anderen eine Dokumentation zu den Gräueln der letzten 8 Jahre im Donbass übergeben und sich (auch) ausdrücklich darauf berufen.
      Und deswegen haben sie sich ja auch auf Artikel 51 berufen.
      Dies wurde im kollektiven Westen jedoch gekonnt ignoriert.
      Bei der gleichgeschalteten Presse auch nicht verwunderlich.

    3. „Von diesen kryptischen Zielen ist er nun inzwischen weit entfernt, und nur wenn er Glück hat, kann er die momentan eroberten Gebiete behalten – und die Nato rückt ihm laut grinsend im Gebiet Charkiw bis vor die Haustür .“
      Ja wenn man glaubt was Tagesschau und Akademiker Bild „Der Spiegel “ so alles von sich geben dann mag sich das beschriebene Bild ergeben
      Du solltest dringend die Informationsquellen wechseln.
      Deine Infos sind falsch.
      Dein Blick auf die Scene ist von Scheuklappen begrenzt.
      Deine Überheblichkeit speist sich aus Unwissen.
      Das Grinsen der NATO hast du falsch interpretiert, es ist, wie immer wenn Menschen oder Affen Grinsen , ein Grinsen der Angst
      Zu recht, denn die NATO steht nicht nur ohne Waffen da, sie hat nicht mal einen Plan.
      Denn den kennen nur diejenigen die den Krieg voran treiben.
      Und die sind , wie Horst Seehofer richtig bemerkte , nicht gewählt… und ich ergänze …uns gänzlich unbekannt so wie ihre Pläne.
      Mit freundlichen Grüßen aus dem freien Schurbellistan.
      mfg bonnie

      De

      De

      1. @ bonnie oder auch b
        In „Schurbellistan“ sind doch die BILDungsarmen Wesen untergekommen, die an der histrionischen und unheilbaren Persönlichkeitsstörung leiden, wie traurig muss das sein. 🙁

        1. nein hier ist es nicht traurig.
          Hier gibt es ja kaum akademisch verbildete Menschen.
          Hier wird viel gelacht und jeder hilft gerne bei der Aneignung von Erkenntnissen.
          einer eurer Nobelpreisträger für Physik sagte neulich .
          „Auf keiner Universität dieser Welt kann man Physik studieren.
          Die Hälfte von dem dort gelehrt wird ist überholt, die andere Hälfte ist irrelevant.“
          …………und so ist es auch bei den Wirtschaftswissenschaften, wo noch immer gelehrt wird es gäbe keine zunehmenden Erträge, oder in der Biologie wo ihr immer noch das Märchen von den egoistischen Genen erzählt.
          nein danke
          selbst ist der Mensch. Wer lernen gelernt hat wird jede schule /Uni meiden
          mit freundlichen Grüßen
          bonnie aus dem freien Schwurbellustal in Schwurbellustan.
          PS. hier ist jeder willkommen, auch die zu bemitleidenden ehemaligen Studenten/graduierten/lehrenden alter Universitäten, die man mit all dem Müll zugestopft hat den sie dann Bildung nannten……
          Wir helfen euch gerne die Welt zu sehen wie sie ist.

    4. „Nur leider haben die Russen bei diesem Husarenstück vergessen vorher einen Blick auf die Landkarte zu tun. Dann hätten sie bemerkt, dass die Krim ohne die Funktionsfähigkeit des Krimkanals quasi wertlos ist.“

      Und was hätte der Blick auf die Landkarte verändert? Wäre die Schwarzmeerflotte der Russen plötzlich nicht mehr auf der Krim gewesen?

      „Die beiden Provinzen Donbass und Luhansk hatte man im Minsker Abkommen halbwegs schon abgetreten, bevor man im Kreml merkte, dass da überwiegend Russen leben, die sich eigentlich nie zur Ukraine zugehörig fühlten.“

      Die beiden Provinzen gehörten zur Ukraine, die konnten nicht abgetreten werden. Aber nach 8 Jahren Beschuss kann sich das sehr wohl was ändern. Bei der Frage, ob die russischsprachigen Ukrainer sich im Donbass schon immer oder erst seit den durch die Putschregierung erlassenen Sprachgesetze nicht zugehörig fühlten, würde ich auf Letzteres tippen.

      „Von diesen kryptischen Zielen ist er nun inzwischen weit entfernt, und nur wenn er Glück hat, kann er die momentan eroberten Gebiete behalten – und die Nato rückt ihm laut grinsend im Gebiet Charkiw bis vor die Haustür .“

      Kryptisch sind diese Ziele nur für Leute, die das ASOW- Battalion für Freiheitskämpfer halten. Und wer am Ende grinsen wird, wird sich zeigen. Wir Deutsche werden es nicht sein. So oder so.

      1. „Und was hätte der Blick auf die Landkarte verändert? “ – Der Blick auf die Landkarte hätte jedem Intelligenten die Erkenntnis vor Augen geführt, dass ohne das Wasser aus dem Krimkanal der größte nördliche Teil der Krim nicht mehr landwirtschaftlich nutzbar wurde. – 8 Jahre lang fast keinen Ertrag mehr !!!

    5. Es fehlt der wesentliche Unterschied zwischen der Krim und anderen Oblasten: Die Krim hatte einen Autonomiestatus und ein russisch dominiertes Parlament und konnte deshalb das Referendum beschließen. Aufgrund der Autonomie konnte das Parlament auch um Grünen Männchen bitten und so die Abstimmung militärisch schützen.

      Und nur zur Sicherheit: Die Krim hatte deshalb einen Autonomiestatus, weil sie bereits 1991 ein Unabhängigkeitsreferendum hatten, welches ein halbes Jahr später von der Ukraine im ignoriert wurde. Lediglich die Autonomie konnten sich die Krimbewohner bewahren.

    6. Dann hätten sie bemerkt, dass die Krim ohne die Funktionsfähigkeit des Krimkanals quasi wertlos ist.

      Nana, was heißt hier wertlos? Die Krim und vor Allem seine Bevölkerung ist Russland Alles wert ob mit oder ohne den Kanal. Hast du eine Ahnung wieviel russisches Blut um die Krim vergossen wurde? Die Krim ist für Russland wie Jerusalem für Israelis.

      1. Dabei sollte man nicht vergessen, dass Jerusalem über Jahrhunderte unter der Verwaltung aller möglichen Nationen war, nur nicht unter der Verwaltung der Juden.
        Jerusalem gibt es trotzdem noch. Also wer es verwaltet ist nicht sooooo wichtig.

  4. Zu „Wer weiterhin in Kategorien wie links/rechts denkt, hat bei seinem vorgesteckten Rahmen den Rand noch nicht einmal in Sichtweite.“:
    In Lateinamerika zeigt sich der Unterschied zwischen linker und rechter Politik sehr deutlich, weil es dort tatsächlich linke Regierungen gibt (die nicht perfekt sein müssen…).
    Beispiel Bolivien: Die linke Regierung hatte der indigenen Bevölkerungsmehrheit enorme Fortschritte verschafft, bis der US/UK-gesponsorte blutige Putsch eine weiße rechte „Interimspräsidentin“ an die Macht brachte, die die Indigenen von den Städten „zurück in die Berge, wo die Gottlosen hingehören“ vertreiben wollte. Glücklicherweise sind inzwischen die Linken in Bolivien mit großer Mehrheit wiedergewählt worden, wie auch in Honduras, Brasilien, Kolumbien,…

    Zu „Benennt die Menschen/Familien die von den Kriegen profitieren…….
    mfg bonnie“:
    Warum machen Sie das nicht selbst?
    Einfach mal z. B. „siemens“ + Ländernamen ins Suchfenster eintippen und schwupp:

    2020, Stiftung Wissenschaft und Politik:
    Empfehlungen für die deutsche Politik
    „Auf lange Sicht haben Deutschland und die VAE auch ein gemeinsames Interesse an einem Wiederaufbau des Jemen. (…) Ähnliches gilt, sollte sich Deutschland eines Tages entschließen, den Wiederaufbau in Syrien zu fördern. Auch hier bietet sich eine Zusammenarbeit mit den VAE an, die ihre Botschaft in Damaskus bereits wiedereröffnet haben (…) Ähnliches gilt für Libyen (…)“
    https://www.swp-berlin.org/en/publication/regionalmacht-vereinigte-arabische-emirate

    …..folglich Jemen 2022:
    „Siemens Energy has announced that the Government of Yemen has chosen Siemens Energy to support its effort to build the country’s infrastructure. They have signed a Memorandum of Understanding with the Republic of Yemen for the re-electrification of the country.“
    https://www.transformer-technology.com/pst/3437-yemen-government-chooses-siemens-energy-to-support-effort-to-build-country-s-infrastructure-power-systems-technology-news.html

    ..…wie auch Libyen 2022:
    „The CEO of the General Electricity Company of Libya (GECOL) Wiam Al-Abdeli, met Thursday with the German ambassador to Libya, Michael Ohnmacht, discussing joint cooperation between GECOL and German energy companies, in addition to speeding up the operation of urgent West Tripoli and Misrata power plants that are being operated by Germany’s Siemens company and Turkish ENKA company.
    The meeting saw discussions about carrying out urgent and emergency maintenance to some units as well as upgrading the grid in Libya, in addition to reviewing using the expertise of German companies in solar energy field.
    Al-Abdeli hailed the cooperation with Siemens in Libya, While Ohnmacht reiterated the need to urge German companies to exert more efforts to support GECOL.“
    https://libyaobserver.ly/news/gecol-reviews-speeding-operation-west-tripoli-and-misrata-power-plants

    …..in Syrien hat Siemens – mittels Dubai – auch beste Kontakte für das Geschäft mit dem Wiederaufbau:
    „Helping Assad, and making money too
    But Germany played its part, too. The report, entitled „Open Season,“ pays particular attention to Advanced German Technology (AGT), a Dubai-based company with a letterbox office in Berlin, which worked together with RCS to propose the use of US equipment in a Syrian surveillance project between 2008 and 2009 – even though US export controls actually banned the sale of surveillance equipment to Syria at the time.“
    https://www.dw.com/en/how-german-surveillance-firms-helped-assad-regime-in-syria/a-36753530

    …..in Afghanistan sah es 2020 noch vorzüglich für Siemens aus:
    https://press.siemens-energy.com/global/de/pressemitteilung/siemens-energy-unterzeichnet-abkommen-zur-elektrifizierung-afghanistans
    …..aber nach dem Rückzug des westlichen Militärs:
    https://www.handelsblatt.com/politik/international/afghanistan-deutsche-infrastrukturprojekte-fallen-an-die-taliban-siemens-energy-grossauftrag-droht-das-aus-/27519238.html

    1. Zu „Benennt die Menschen/Familien die von den Kriegen profitieren…….
      mfg bonnie“:
      Warum machen Sie das nicht selbst
      …………….
      Weil die meisten Menschen dann aufhören zu lesen.
      Siemes oder deutsche Bank, oder auch Blackrock oder van gard et. , wäre meines Erachtens da zu kurz gegriffen und würde die Verantwortlichen nicht benennen.
      Die Namen der Verantwortlichen sind uns nicht bekannt.
      Ich darf da nochmal Horst Seehofer zitieren:
      Diej enigen die gewählt sind entscheiden nichts und diejenigen die entscheiden sind nicht gewählt.
      (Mausfeld, warum schweigen die Lämmer)
      Nun irgendwelche Handlanger zu nennen hilft nicht weiter.
      Die werden ja auch teilweise zu hohen Haftstrafen verurteilt, wie die Siemens Vorstände in Griechenland. Nur in den Knast müssen sei so gut wie nie.
      Und es ändert auch nicht wenn die Handlanger eingesperrt werden.
      Zu benennen wäre die 164 privat geführten Landeszentralbanken , oder etwas direkter die BIZ.
      Die scheinen ehr verantwortlich für das Weltgeschehen als Siemens et.
      Doch wer kennt schon die BIZ und weiß das sie wie der Vatikan ein Staat im Staate ist.
      Ein Gelände auf das KEINE Polizei der Welt Zugriff hat.
      Nein alles was ich ernte ist ein Kopfschütteln und ab in die Schublade.
      Da ist es doch besser die Tatsachen im wagen zu lassen. Eventuell regt es jemanden zum selber denken
      an.
      ……………..
      „In Lateinamerika zeigt sich der Unterschied zwischen linker und rechter Politik sehr deutlich, weil es dort tatsächlich linke Regierungen gibt (die nicht perfekt sein müssen…).“
      Nun über Südamerika weiß ich nicht viel, habe dort nicht wie in den USA Verwandte.
      Allerdings lebe ich seid 40 Jahren in Portugal und hier kommen immer wieder Wellen von Menschen an wenn in Brasilien gewählt wird.
      Was ich denke ist das sich die Deutschen von ihren amerikanischen Besatzern selbst befreien müssen.
      Und die eingeborenen Völker Südamerikas werden sich genauso selber von den Nord-amerikanisch/europäischen Besatzungsmächten befreien müssen. Mit Wahlen wird das weder in Deutschland noch in Südamerika geschehen.
      Es wird, wie jede Befreiung, Blut und Leben kosten…….Wenn denn genügend Menschen bereit sind für ihre Freiheit zu sterben.
      mfg bonnie

      1. Nun ja, natürlich geht es es erst einmal um die Kolonialmächte (in spe), die weiterhin Kriege führen und die Welt beherrschen. Aber, und das ist doch die große Crux: Es braucht eine Idee, die über die Kolonialamcht und ihre einheimischen Eliten hiausreicht. Wir werden andere Strukturen und Lebenswünsche brauchen, auch unter uns. Und wir werden all dies nicht mit guten Worten erreichen.

  5. Der Autor scheint den russischen Einmarsch in die Ukraine mit den amerikanischen und NATO-Kriegen der Vergangenheit gleichsetzen zu wollen. Nun, dem kann ich nicht folgen. Oder hat die NATO bzw. die „Koalition der Willigen“ den Irak, Lybien, Serbien, Afghanistan oder sonst irgendwen zuvor auch aufgefordert, die Sicherheit der potentiellen Angreifer zu garantieren, um den Einmarsch zu verhindern? Russland wandte sich schriftlich und in aller Öffentlichkeit an USA und NATO und forderte Sicherheitsgarantien und die Einhaltung von Minsk-1+2. Es waren USA und NATO, die das erste schlicht ignorierten und Frankreich und Deutschland, die dasselbe mit dem zweiten taten.
    Wer hat damit das Unheil ganz bewusst provoziert?

    Auch Israel handelt seit Jahrzehnten in dieser westlichen Tradition – unter sehr wohlwollender Mithilfe von USA, NATO, EU. Das obige Zitat des israelischen Botschafters kann man somit durchaus sehr verschieden interpretieren.

    Doch auch er war nicht der erste, der sich dahingehend äußerte, wenn das der Autor suggerieren möchte. Schon vor 500 Jahren äußerte sich Machiavelli so:
    „Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt.“
    Und in diesem Sinne äußerte sich die gesamte Führung Russlands wiederholt, sowohl vor dem 24. Februar 2022 als auch danach. So schlau war also Putin auch, um dem Autor zu widersprechen.

    1. Danke für den Hinweis: Es ging mir ganz und gar nicht darum, den Irak-Krieg mit dem Ukraine-Krieg zu vergleichen. Im Zentrum meines Beitrages stand die die ganz grundsätzliche Aussage, dass man die Urachen für eine Krieg nicht mit dem „ersten Schuss“ erklären kann.
      Von daher teile ich Ihre Einschätzung, dass der US-alliierte Krieg im Irak nicht mit geopolitischen „Sicherheitsinteressen“ zu tun hatten, sondern mit imperialen Machtansprüchen.

  6. https://test.rtde.world/inland/156571-angela-merkel-donbass-konflikt-sollte/

    Es ist eine höchst brisante Feststellung über die Ansichten von Angela Merkel, die Der Spiegel wiedergibt: „Sie [Merkel] glaubt, damals und auch später bei den Verhandlungen von Minsk die Zeit gekauft zu haben, die die Ukraine nutzen konnte, um sich einem russischen Angriff besser widersetzen zu können.“ Ziel all der deutschen Diplomatie war nicht die friedliche Lösung des Konflikts auf Grundlage von Minsk II, sondern Zeit für die Aufrüstung der Ukraine zu gewinnen.
    Der Militäranalyst Scott Ritter ordnet in einem Beitrag für die Consortium News diese Ansicht in den Kontext jener Zeit nach dem vom Westen beförderten Putsch in der Ukraine ein.
    Scott Ritter:

    https://consortiumnews.com/2022/12/05/scott-ritter-merkel-reveals-wests-duplicity/

    In einem Interview mit dem Spiegel spielte Merkel letzte Woche auf den Münchner Kompromiss von 1938 an. Sie verglich die Entscheidungen, die der ehemalige britische Premierminister Neville Chamberlain gegenüber Nazi-Deutschland treffen musste, mit ihrer Entscheidung, die ukrainische Mitgliedschaft in der NATO abzulehnen, als das Thema auf dem NATO-Gipfel 2008 in Bukarest zur Sprache kam.

    Indem sie die NATO-Mitgliedschaft hinauszögerte und später auf das Minsker Abkommen drängte, glaubte Merkel, der Ukraine Zeit zu verschaffen, um einem russischen Angriff besser widerstehen zu können, so wie Chamberlain glaubte, dem Vereinigten Königreich und Frankreich Zeit zu verschaffen, um ihre Kräfte gegen Hitlerdeutschland zu sammeln.

    Die Schlussfolgerung aus diesem Rückblick ist verblüffend. Vergessen Sie für einen Moment die Tatsache, dass Merkel die Bedrohung durch Hitlers Nazi-Regime mit der durch Wladimir Putins Russland verglich, und konzentrieren Sie sich stattdessen auf die Tatsache, dass Merkel wusste, dass die Aufnahme der Ukraine in die NATO eine russische militärische Reaktion auslösen würde.

    Anstatt diese Möglichkeit gänzlich auszuschließen, verfolgte Merkel stattdessen eine Politik, die die Ukraine in die Lage versetzen sollte, einem solchen Angriff standzuhalten.

    Ein Krieg, so scheint es, war die einzige Option, die Russlands Gegner jemals in Betracht gezogen hatten.

    1. Jeden Tag finden sich bei uns neue Schleimer und Schleimerinnen. Was da zu den realen Vorgängen in den letzten 30 Jahren gesagt wird, löst nur noch „bitteres, zynisches Lachen“ aus.

    2. Schon länger ist bekannt, dass die ukrainischen Präsidenten Poroschenko und Zelenskyi öffentlich geäußert haben, dass es nie das Ziel der Ukraine war, Minsk I und II zu erfüllen.
      Relativ neu ist, dass der russische Präsident gegenüber seiner eigenen Bevölkerung eingestanden hat, dass der Bereitschaft an Minsk I und II mitzuwirken, eine Fehleinschätzung zugrunde lag.
      So gesehen plappert die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin nur nach.
      Zu den aktuellen Vorgängen gibt es mehrere Presseberichte. Einer davon ist von Dmitri Trenin. Ein Link dazu:
      https://globalbridge.ch/putin-gesteht-eine-eigene-fehleinschaetzung-ein-sein-vertrauen-in-die-beteiligten-von-minsk-ii-im-jahr-2014-15/

  7. und hier SIPRIS neue Zahlen zum globalen Waffenhandel 2021:

    „Global Arms Sales Grow for 7th Consecutive Year – In SIPRI’s latest tracking, the U.S. remains dominant, China is in distant second, Russia has semiconductor and sanctions problems, Israeli sales are boosted by the Washington-mediated Abraham Accords and a Taiwanese company enters the top 100 for the first time.“

    (USA 51% RU 3% BRD 1,6%, wir machen uns also ganz gut, aber Luft nach oben bliebe)

    https://consortiumnews.com/2022/12/07/global-arms-sales-grow-for-7th-consecutive-year/

    (passenderweise veröffentlicht an einem 7. Dezember)

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