Arme Schweine

Foto: Kim Newberg

Der Bundeslandwirtschaftsminister will eine verpflichtende Kennzeichnung für die Art der Tierhaltung in Deutschland. Den Auftakt sollen die Mastschweine machen. Noch in diesem Jahr soll das staatliche Label kommen. Mit dem seit Jahren diskutierten Tierwohl hat das aber noch nichts zu tun. Auch wenn Verbraucherinnen und Verbraucher das sicher glauben werden.

Plant Cem Özdemir also eine Verbrauchertäuschung? Das sicher nicht, aber es könnte dazu kommen, wenn die Tierhaltungskennzeichnung so kommt und so bleibt, wie sie jetzt geplant ist. Vor allem dann, wenn die Supermarktketten parallel zur verpflichtenden Tierhaltungskennzeichnung auf ihren eigenen Einstieg in ein freiwilliges Tierwohllabel wieder verzichten.

Gemengelage

Muss es eigentlich so sein, dass jedes neue Label auf unseren Lebensmitteln die Situation unübersichtlicher macht? Es scheint fast ein Marktgesetz: Mehr ist noch weniger, in diesem Fall mehr Aufkleber noch weniger Klarheit. Allerdings: Nachdem es bislang nur ein sehr löchriges Tierwohllabel der Supermarktketten gab, bei dem die Tierhalter mitmachen oder es auch lassen konnten, soll es jetzt eine verpflichtende staatliche Kennzeichnung geben. Das hört sich doch gut an. Nur ist es das leider nicht, jedenfalls nicht so einfach, wie es klingt.

Nach jahrelangen Diskussionen und monatelangen Vorarbeiten verschiedener Kommissionen in der vergangenen Legislaturperiode gibt es jetzt einen Gesetzentwurf, der sich nach Eckpunkten richtet, die Cem Özdemir schon im Juni vorgestellt hatte. Der Gesetzentwurf ist noch nicht öffentlich, wird aber bereits heftig gefleddert. Und das vor allem deshalb, weil sich der Entwurf eben genau nicht an den Vorarbeiten orientiert, die zu einem staatlichen Tierwohllabel hätten führen können, sollen und müssen. Stattdessen kommt jetzt ein Stempel, der die Haltungsform kennzeichnet, aber nicht unbedingt zu mehr Tierwohl führt.

So sieht’s aus in einem normalen Schweinestall. Wobei hier sogar eine Matte als Liegefläche auf dem Rost des Spaltenbodens liegt. Das ist mehr, als vom Staatslabel gefordert wird. | Foto. Hans Braxmeier

Fünf Stufen sieht der Entwurf für die Haltung von Mastschweinen vor. Das fängt an mit der Haltungsform Stall und den gesetzlichen Mindestanforderungen. Die regeln genau das, was die ganze Zeit kritisiert wurde: Drangvolle Enge auf Vollspaltenböden, die der Art unangemessenste Haltung, die sich Menschen ausdenken konnten. Aber Gesetz. Das ist die Haltungsstufe 1.

Die Haltungsstufe 2 ist dasselbe mit zwanzig Prozent mehr Platz und etwas architektonischer Gestaltung, etwa mit einer Stufe im Stall oder einer halbierten Buchtenwand. Das wars.

Dann folgt der sogenannte Frischluftstall. Da haben die Tiere „Kontakt zum Außenklima“ und 46 Prozent mehr Platz im Vergleich zum gesetzlichen Mindeststandard. Wer einmal Schweine beobachtet hat, wer ihre Agilität und Neugier erlebt hat, kann das nur für die Idee eines Sadisten halten. Die Tiere sehen jetzt, dass es eine andere Welt da draußen gibt, dürfen da aber nicht hin. Aber das nur nebenbei als Einwurf eines unbedarften Autors, der wieder mal unzulässig Tiere vermenschlicht.

Dann kommt die Haltungsform Auslauf/Freiland. Und damit wären wir dann endlich bei etwas angelangt, was man wirklich mehr Tierwohl nennen könnte, wenn es da noch ein paar andere Kriterien gäbe. Gibt es aber nicht.

Als höchste und fünfte Stufe der geplanten staatlichen Tierhaltungskennzeichnung für Mastschweine kommt dann Bio. Das aber nur nach den untersten Anforderungen, nämlich denen des EU-Bio-Labels. Und das ist eigentlich ein eigener Skandal, auf den wir noch zurückkommen müssen.

Tierschutz

„Aus Sicht des Tierschutzes bietet dieses Haltungskennzeichen kaum einen Mehrwert“, sagt Anne Hamester von PROVIEH, der deutschen Nutztierschutzorganisation. Aus Gründen der Transparenz sei es schon ein Mehrwert, wenn am Ende eine grundsätzliche Information vorliege, aus der Verbraucherinnen und Verbraucher ablesen können, wie die Tiere gehalten wurden. „Für die Tiere aber, wenn es um ihr Wohlergehen, um ihre Bedürfnisse geht, bringt die verpflichtende Kennzeichnung in der jetzt vorgesehenen Form eigentlich nichts.“

Was daran liegt, dass die Kennzeichnung lediglich bereits Vorhandenes festschreibt. Das lässt sich am besten an den beiden untersten Haltungsformen zeigen: Stall und Stall+. Das sind geschlossene Ställe mit etwas mehr oder weniger Enge. Und das ist genau das, was das Bundesland Berlin mit einer 2019 eingereichten Normenkontrollklage vom Bundesverfassungsgericht überprüfen lassen will: Ist diese Haltungsform nicht verfassungswidrig, weil sie gegen das Tierschutzgesetz verstößt. Dort heißt es in § 2, Satz 1: „Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen.“ Seit 2002 hat der Tierschutz in Deutschland Verfassungsrang.

Nein, das sind keine Schweine auf diesem Bild. Aber das ist Anne Hamester von PROVIEH, die sagt, dass die staatliche Haltungskennzeichnung, so wie sie jetzt geplant ist, für die Tiere nichts bringt. | Foto: PROVIEH e.V.

Wenn das Bundesverfassungsgericht in diesem oder im nächsten Jahr die gesetzlichen Mindestanforderungen an die Schweinehaltung kippt, was die meisten Beobachter erwarten, dann ist Cem Özdemirs Tierhaltungskennzeichnung gleich mal um zwei Haltungsformen ärmer.

Dann gäbe es nur noch drei Haltungsformen und die müssten wohl auch nochmal aufgebohrt werden, erweitert nämlich um echte Tierwohlkriterien. „Eigentlich sind es nur zwei Kriterien, die die verpflichtende Haltungskennzeichnung nach dem jetzigen Entwurf einführt“, sagt Anne Hamester: „Das ist nur Platz und die Öffnung des Stalls, also Frischluft und dann in Stufe 4 Auslauf. Und noch ein bisschen Strukturelemente im Stall. Das war’s. Damit bleibt das entscheidende Kriterium in der Schweinehaltung außen vor: die Einstreu!“

Schweine sind Wühler und Suhler. Sie haben die Nase immer am Boden, ihre starken Nackenmuskeln machen es ihnen möglich, den Boden aufzureißen. Das Stroh im Stall ist ein schwacher Ersatz für das Wühlen im Boden auf der Suche nach Nahrung. Aber es ist einer. Einstreu ist aber in keiner der Haltungsformen vorgesehen, die das Bundeslandwirtschaftsministerium jetzt kennzeichnen will. Und festen Boden ohne die Spalten, durch die Kot und Urin fallen sollen, gibt es nur bei den drei oberen Haltungsformen.

Systemfrage

Wobei wir bei jenem schon angesprochenen Skandal wären. Die höchste der von Cem Özdemirs Ministerium vorgesehenen Haltungsstufen ist EU-Bio. Das schreibt vor, dass es einen Auslauf gibt und dass die Hälfte der Stallfläche festen Boden und Einstreu hat. Die Hälfte. Der Rest können Spaltenböden sein. Dass sind die Böden, durch die die äußerst geruchssensiblen Schweine die eigenen Exkremten riechen, die sie in freier Natur niemals da absetzen würden, wo sie leben.

Es gibt in Deutschland allerdings Schweinehaltungsformen, die Spaltenböden verbieten, darunter auch das konventionelle Neuland-Label. Weil das aber konventionell ist, können die Neuland-Bauern nie in die höchste Haltungsstufe gelangen. Das ist zumindest unfair, der Begriff Diskriminierung passt aber auch.

Bei der Kennzeichnung der Tierhaltung, über die inzwischen seit Jahren diskutiert und gestritten wird, liegt das Problem im System. Das ist in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter von der bäuerlichen zu einer industriellen Wirtschaftsweise „optimiert“ worden. Es wird heute von Konzernen bestimmt, die die Bauern ebenso von sich abhängig gemacht haben wie die Verbraucherinnen. Dabei ist das System immer intransparenter geworden, was auf beiden Seiten, bei Bäuerinnen wie Verbrauchern, zu Unbehagen und Unmut geführt hat. Das habe ich hier schon anhand des Projekts „Zukunfts-Bauer“ dargestellt.

Der Unmut bei den Verbraucherinnen und das Unbehagen bei den Erzeugern der Lebensmittel mündete schließlich in der Arbeit des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung, gemeinhin nach seinem Vorsitzenden schlicht Borchert-Kommission genannt. Die Arbeitsgruppe unter Vorsitz des ehemaligen Landwirtschaftsministers Jochen Borchert hat dezidierte Vorschläge für einen Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland gemacht. Dazu gehören auch eine Kennzeichnung der Haltungsform, aus der die tierischen Lebensmittel stammen und eine dreigeteilte Aufgliederung der Haltungsformen. Dreigeteilt, nicht fünfteilig. Und Bio ist in der besten Haltungsform integriert. Das hatte gute Gründe, wie wir jetzt sehen.

Wenn die Schweinefabrik so aussieht, wird es schwer mit dem Umbau zur Haltungsstufe 3 – Frischluftstall, oder gar zur Haltungsstufe 4 – mit Auslauf. Aber so sieht Schweinehaltung derzeit oft aus. | Foto: Nordroden / Dreamstime

Wenn man mit einer neuen Kennzeichnung eine Wirtschaftsweise umbauen möchte, dann wäre es außerdem gut, man hätte auch ein zeitliches Ziel. Bis wann möchte man denn etwas erreicht haben? Auf diese Frage hat die Berliner Politik derzeit offenbar keine Antwort. Oder sie stellt sich diese Frage gar nicht.

„Was in dem Vorschlag von Cem Özdemir komplett fehlt, ist eine Zeitschiene“, sagt Berit Thomsen von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft AbL.  „Von der Borchert-Kommission wurde das so vorgeschlagen, dass man von vornherein klar macht, nach wie vielen Jahren welche Haltungsform gesetzlicher Standard wird. Und dass damit dann die Haltungsformen mit mehr Tierwohl für alle Betriebe gelten. Die Tiere können eine begrenzte Zeit noch in der heutigen gesetzlichen Stufe gehalten werden. Nach dieser Zeit wird dann die nächste Stufe gesetzlicher Standard.“

Das Ministerium denkt offenbar nicht in die Zukunft. Aber dafür hat man in Berlin ja schon traditionell Karlsruhe. Am Ende schiebt das Bundesverfassungsgericht die Politik in die Zukunft. Das wird auch bei der Schweinehaltung in Deutschland so sein. Sagen zumindest die Zuversichtlichen. Die Frage ist nur, ob wir dann für jede Tierart und deren etwas artgerechtere Haltung vors Verfassungsgericht ziehen wollen.

Saumäßig

Aber bleiben wir ruhig erstmal bei den Schweinen. Auch da gibt es noch genug Probleme im geplanten System. Zusätzlich zu den bereits geschilderten: Was ist eigentlich mit den Sauen und den Ferkeln, was ist mir den Vätern der Mastschweine? Die Sauenhaltung und die der Ferkel ist im derzeitigen Entwurf der Tierhaltungskennzeichnung für Schweine nicht erfasst. In den Eckpunkten des Ministers ist von ihnen nicht einmal die Rede.

„Der Entwurf zementiert eine Art der Tierhaltung, die bei uns gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert ist“ sagt Berit Thomsen von der AbL. „Von den meisten Bäuerinnen und Bauern im Übrigen auch nicht mehr. Dieser Entwurf führt nicht zu einer von der Mehrheit der Menschen akzeptierten Tierhaltung. Das wird schon dadurch klar, dass die Sauenhaltung nicht mit drin ist. Das halbe Leben lang können die Tiere irgendwie gehalten werden, und nur für die Masttiere gilt dann in der zweiten Hälfte des Lebens ein Standard, der mit Tierwohl wenig zu tun hat.“ Und selbst die Ferkel könnten die Mäster, die hierzulande höhere Haltungsstandards erfüllen, noch aus dem europäischen Ausland importieren, wo zum Beispiel betäubungsloses Kastrieren noch erlaubt sei.

Anne Hamester von PROVIEH sagt: „Wir tragen das mit, dass diese Kennzeichnung im ersten Schritt nur für die Masttiere eingeführt wird, damit sie erst einmal kommt. Wenn alle Schweinemäster, die eine Auslauf- oder Freilandhaltung haben, jetzt sofort auch die Ferkel aus Auslaufhaltung beziehen müssten, dann können sich die besseren Haltungsformen gar nicht durchsetzen, weil sie keinen Nachwuchs haben. Deshalb akzeptieren wir, dass es in zwei Schritten gemacht wird.“ Nur davon steht in der Absichtserklärung des Ministers gar nichts.“ Deshalb wird auch hier die Agenda eingefordert: „Es muss einen verbindlichen Zeitplan geben für den zweiten Schritt. Wenn das nicht kommt, gibt es für die Sauen- und Ferkelhalter in Deutschland gar keine Perspektive.“

So könnte es auch aussehen, wenn die Mutter mit den Kindern Ausgang hat. Hier sind die Sauen nur zum Abferkeln im Stroh des Stalls, sonst sind alle ganzjährig draußen. Freilandhaltung auf dem Hutewaldhof im Wendland. | Foto: Florian Schwinn

Angekündigt hat das Ministerium allerdings einen anderen zweiten Schritt. In dem soll die Tierhaltungskennzeichnung auch auf verarbeitete Produkte ausgeweitet werden. Nicht nur das Fleisch der Mastschweine bekommt dann den staatlichen Stempel, auch die Wurst, der Schinken, die Konserve. Und auch alle anderen Vermarktungswege neben dem der Metzger und Supermärkte sollen erfasst werden. Also auch die Außer-Haus-Verpflegung, die Kantinen, die Gastronomie.

PROVIEH hat indes einen eigenen Vorschlag für eine Haltungskennzeichnung ausgearbeitet, der von den Bedürfnissen der Tiere her gedacht und gestaltet ist. Um so etwas umzusetzen müsste die Berliner Politik allerdings den Mut haben, die gesetzlichen Rahmenbedingungen verschieben zu wollen. Sowohl in Deutschland, als auch in der Europäischen Union. Die Zeit sollte dafür günstig sein, denn auch in der EU wird an einer Neufassung der Tierhaltungsverordnungen gearbeitet.

Geldfrage

Scheitern kann das Ganze am Ende in Deutschland so oder so – am Geld, sprich an der FDP. Die Borchert-Kommission hatte jährliche Milliardensubventionen für den Umbau der Tierhaltung veranschlagt. Und selbst wenn die Politik jetzt klein anfängt, nur mit einer Tierart und nur mit einem Segment tierischer Produkte, wird es kosten. Und das nicht nur beim Umbau der Stallungen, der Haltungssysteme, der Höfe.

„Die Ökonomen sagen uns, dass der Markt eine kurzfristige preisliche Anpassung beim Schweinefleisch nicht mitmacht“, sagt Berit Thomsen. Das bestätigt die grundsätzliche Recherche, die die Borchert-Kommission geleistet hat. Es wird nicht ohne Anschubfinanzierung gehen. Und auch wenn die Höfe umgebaut sind, fällt Mehrarbeit an, die der Preis für die Produkte nicht trägt. Zumindest eine lange Weile lang nicht.

„Der Entwurf zementiert eine Art der Tierhaltung, die bei uns gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert ist“, sagt Berit Thomsen von der AbL zu Cem Özdemirs Tierhaltungslabel. Hier bei einer Aktion für den Erhalt eines Hofes in Hamburg. | Foto: Fred Dott

Irgendwann werden wir Konsumentinnen und Konsumenten dann lernen müssen, dass Fleisch teurer ist, als die derzeit bei vielen wieder besonders beliebten Billigprodukte. Irgendwann werden wir lernen müssen, dass Tierwohl kostet, dass unsere Forderungen auch bezahlt werden müssen. Bis dahin müssen wohl auch die Veganer mit ihren Steuern den Umbau der Tierhaltung mitzahlen. Falls Christian Lindner noch lernt, dass richtig regieren besser ist, als das Regieren zu blockieren …

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8 Kommentare

  1. Diese Frage würde sich nicht stellen, wenn wir nur für den europäischen Markt Viehhaltung betreiben würden. Aber wir kaufen die Soja aus Brasilen, wofür Regenwald gerodet wurde, um damit Zuchtvieh zu füttern, dessen Endprodukt in China & Co. auf dem Teller landet. Während die Gülle unser Grundwasser und das Meer vor unserer Haustür verseucht. Es verwundert dabei nicht, dass wir unter Trockenheit zu leiden haben. Würde es die Gräben nicht geben, würde die Gülle nicht abgeleitet, also muss die Gülle fließen, auch wenn das Wasser knapp wird. Im Prinzip kann man sie auch gleich ins Meer pumpen.

    1. Gülle war die letzten Jahre der Punkt, welcher die Rentabilität der Schweinemast gerettet hat. Das mag in niederländischen Überschussgebieten anders aussehen, aber in vielen Gebieten der BRD ist dies der Fall.

  2. Was alles an bester Absicht nicht geändert wird, die Tiere werden gehalten, um sie umzubringen. Ich wünschte mir, für Menschen würde auf dem Grabstein auch ein Hinweis auf Haltungsform gemeißelt.
    Es ist auch müßig, andere Nationen zu kritisieren.
    Hier eine Möglichkeit: 50 Gr Reiswaffeln (ungesalzen)

    Die zerbröselst du klein in einer Auflaufform. Dann zugeben:

    ca. 125 ml Wasser (im Wasser Tomatenmark und Gewürze auflösen)

    2 Esslöffel Olivenöl

    2 Esslöffel Tomatenmark

    2 Schalotten, klein gehackt, nicht so groß

    1 Teelöffel Hackfleischgewürz

    1/2 Teelöffel Salz und ein bisschen Pfeffer
    Das ganze musst du dann gut vermischen. Alles klein drücke und immer wieder mische, bis es aussieht wie Gehacktes. Mit den Gewürzen musst du ein bisschen probieren.

  3. Stall + ist toll. Das kann auch so ein durchschnittliches Schweine-KZ noch hinkriegen, ohne grosse Veränderungen. Etwas weniger Insassen, kleine bauliche Anpassungen, schon hat man sich das Plus verdient. Angesichts heutiger Überproduktion ohnehin wirtschaftlich sinnvoll. Da sieht man die Handschrift der Ruckwied GMBH, die der alerte Landwirtschaftsminister, der zu seinem Job gekommen ist, wie die Sau zu ihren Ferkeln, gewiss in seine Legifierierungsbemühungen einbezogen hat. Mit dem Plus kann man dann beim Konsumenten wuchern. Wird schon klappen…

  4. Immer dasselbe Gelabere von Leuten, die keine Ahnung haben und davon eine Menge.

    Lebensraum in Deutschland für das Schwein – Ja gerne.
    Menschen? Die können auf 20qm und weniger untergebracht werden.

    Schon der Satz für Hartz4 ist geringer als die Kosten für die Unterbringung von Hunden in so manchen Tierheimen.

    Ekelhaft. Schweine sind Tiere. Tiere leben weil sie fressen und existieren. Sie haben keinen Begriff von Raum und Zeit sie sind für die Mast da und kennen nichts anderes. Sie sind sorgfältig ausgewählt, gezüchtet und auf die optimierte Persönlichkeit und Eignung getrimmt. Das sind keine Tiere, die im Wald sonderliche Überlebenschancen haben. So wenig wie Hunde heute so ohne weiteres Ausgewildert werden könnten.

    Die Tiere leben wie sie leben weil sie in diese Situation geboren wurden und es ist für die Tiere super einen gut gelüfteten beheizten Stall / Dach überm Kopf und sogar medizinische Versorgung zu haben. Das ist schon mal mehr als einem fünftel der Menschheit regelmäßig zur Verfügung steht.

    Soziale Sodomie ist das, wenn man die Tierhaltungsform über das Leben und die Ernährung der Menschen stellt. Widerliches Getue von Leuten, die sich einen Scheißdreck um die Menschen scheren und denen die Tiere in der Regel geauso scheißegal sind. Leute, die sich in Ihrem Gut-Sein-Sonnen wollen und dafür die Tiere mißbrauchen und eine ganze Gesellschaft in Geiselhaft nehmen.

    Wer sich ernsthaft um die Verbesserung der Haltebedingungen einsetzt, das sind die industriellen Landwirtschaftseigentümer und viele universitär arbeitende Forschergruppen, die sich um die bestmögliche Zucht kümmern.
    Wohl gibt es einige Mißstände oft von überforderten KLEINBAUERN UND MINIATURLANDWIRTEN oder nach Öko-Maßstäben wirtschaftende Zucht- und Mastbetriebe, denen das Wohl der Tiere nicht wichtig genug ist um medizinische Versorgung sicher zustellen. Die lieber Verwurmung, Schmerz und Krankheit ihren Lauf lassen, als das Behandlungsbedürftige Tier medizinisch zu behandeln – dann verliert es für eine gewisse Zeit oder komplett den Status des Bio-Geld-Druckers und da wird dann offensichtlich doch lieber Leber und restliche Innereien abgeschrieben. Fürs Hundefutter taugt es ja vielleicht noch, den Rest zahlt der Steuerzahler und als Vorkämpfer fürs Tierwohl können die sich auch noch feiern.

    Lebensferne Menschen, die nicht im geringsten mehr einen Begriff von der Natur und dem Gleichgewicht der Natur haben, das Leben und Sterben beinhaltet, Menschen, die sich ihres eigenen Seins als Menschen schämen und sich selbst entfremdet sind. Solche Leute, die überhaupt nicht mehr die Fähigkeit haben die Realität zu sehen und verstehen. Die Natur der Tiere zu begreifen und ihrer Bedürfnisse und ihres Charakters und Verhaltens.

    Wer sich selbst nicht mehr erkennt, der erkennt auch das Tier nicht mehr in seinen Bedürfnissen. Der meint das Tier vermenschlichen zu müssen oder zu einem Teil eines infantilen Heile-Welt-Bildes zu konstruieren aus einer übersättigten Lebenslage heraus.

    Gerade Schweinehaltung ist das Beste was es gibt. Die besten Futterverwerter und robuste fast Allesfresser. Perfekt um die vielen weniger tauglichen Bestandteile der anfallenden Produktionsprozesse an die Schweine zu verfüttern, um dann mit Resten aus der Kartoffelernte, Verarbeitungsrückständen wie Schalen und Kleien und mehr wieder gute Nährstoffe zu produzieren. Aber Nee, das ist nicht das was man will.

    Es geht darum die Ideologie und infantiles „Wissen“ aus 1001 Öko-„Fakten-Checks“ Bio“Fakten-Checks“ und Tierschutz-„Fakten-Checks“ gerne von NGOs produziert, die ihr Geld mit dem schlecht reden der Tierfleischproduktion verdienen und teilweise eine globale Öko-Agenda und politische Ziele verfolgen mit ihren Maßnahmen und immense Einmischung in die politische Gestaltung der Gesellschaften nehmen, die ihnen überhaupt nicht zusteht. Im allerschlimmsten Falle werden die Märchen von VEGAN-„Fakten-Checks“ begleitet, Leuten, die die Bienen aus ihren Stöcken befreien wollen und den Honig als Raub am Bienenstock sehen. Leute, die unfähig zu Beziehungen zwischen Menschen sein müssen und keine richtige Beziehung zum Tier haben, weil sie das Tier nicht mehr Tier sein lassen sondern es auf einen Altar hieven, oder zumindest mit „sozialer Sodomie“ als Lebenspartner und Spielzeug für ihre albernen Projektionen sehen & mißbrauchen.

    Völlig kranke Hirne, die einfach nicht mal zu angemessenem Tierschutz fähig sind. Die sich überhaupt nicht dafür interessieren, sondern hintenrum die Produktionsprozesse verteuern, sabotieren, verunmöglichen wollen und gerne wie es auch gerne globales Großkapital hätte, mit gigantösen Kunst-Nahrungs-Produkten die Menschheit „beglücken“ wollen. Von der Massentierhaltung der Insekten bis hin zu völlig Fleisch und Eiweißfreier Ernährung gehen die Ideen.

    Anstelle das Soja weiter an Tiere zu verfüttern, wird hier empfohlen gleich das Soja zu fressen. Resteverwertung aus der SojaÖL-Produktion — Ja guten Appetit, Tresterzeuchs, das erstmal hochgradig verarbeitet werden muss, fermentiert oder extrudiert etc, damit es die Tiere schadlos essen können in Teilen der Ernährung, um damit genug EIweiß zu produzieren … und gleichzeitig ja auch genug Dünger für die Landwirtschaft. Aber ach, auch das wird torpediert.
    Das Schreckgespenst der Überdüngung. Klar, im Trinkwasser sind 50mg Nitrate Liter zu viel aber im Kopfsalat
    Eichblatt 3.122
    Eisberg 1.662
    Feldsalat 4.177
    Kopfsalat 4.229
    Lollo rosso/bianco 3.988
    Radicchio 435
    Rucola 7.630
    (maximalwerte Untersuchungen Bayern LGL)

    Ach oh weh das Nitrat pro Liter Trinkwasser wird die Leute umbringen, die meistens eh ihr Trinkwasser lieber im Supermarkt kaufen.
    Die Begrenzung auf sandigen Böden, die insgesamt durchlässiger sind, Böden, die heute mehr Frucht tragen als jemals zuvor unter der ÄGIDE NACH gut und gerne 75 Jahren INDUSTRIALISIERTER lANDWIRTSCHAFT – Diesen Landwirten, die ihren Boden gehegt gepflegt haben und ihre Scholle lieben, diesen Leuten verbietet man heute den notwendigen Dünger – und bekämpft dessen Produktion mit der Zerstörung bzw. Zersetzung der Tierproduktion.
    Ergebniss ist das heuer die Böden tatsächlich! auslaugen, weil man sie nicht mehr ernähren darf wie die Böden es brauchen. Jede Runde werden die Regeln verschärft. Solange bis wie jetzt die Eiweißgehalte des Weizens zurückgehen. Das darf natürlich nicht an zu wenig Düngern liegen, es wird auf andere Faktoren von denen geschoben, die keine Ahnung haben oder haben wollen sondern ihre Ideologie in jede Nische pressen.

    Also macht schön weiter. Denn der Hunger wird kommen über die Weltbevölkerung. Es werden Profiteure aufstehen und die Landwirtschaft in Deutschland wird nach Holland die nächste sein, die zerfleischt wird.

    Ich verstehe schon lange Landwirte nicht mehr, das diese sich das alles antun. Warscheinlich sind diese zu beschäftigt für diese öffentlichen Diskussionen.
    Die ganzen Öko-Wechsler, die sich mit Korruptionsgeldern für den Wechsel auf die Ideologische Landwirtschaft Ködern lassen sei gesagt: Ihr werdet am Tropf der Ökoheuchler hängen und die werden euch so schnell fallen lassen, wie sie die Anbindebetriebe zu Tierqualanstalten umgedichtet haben.

    Ihr werdet genauso Ausbluten wenn diese Neo-Sozialisten ihr Reich errichtet haben, seid ihr genauso fällig und werdet genauso enteignet sein. Auf in ein neues Landwirtschaftsparadies – Hoffentlich nicht ganz nach den bekannten Mustern mit Millionen Toten.

    Aber ja, die wird es bei der künstlichen Verteuerung und der sinkenden Verteilungs- bzw. Handelsbereitschaft für Lebensmitteln wies derzeit ausschaut sowieso geben. Die ideologie getriebenen Massenmörder in Amt und Würden werden weiterhin „Lebensraum für Ihre Ideologie“ erobern mit Regelwerk und Lügenberg werden sie weitere Massen von Landwirtschaftsflächen stilllegen.
    Weitere Hindernisse und Hemmnisse für die Landwirte und Tierwirtschaft aufbauen, die konventionell für die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland und so vielen in der Welt wie möglich Fleisch und Brot zukommen lassen möchten.

    Was willste machen. Da machste nix, Der Zeitgeist wird seine Opfer holen.

    1. @ TierwirtschaftAbdecker ÖkobioVeganKlimatös und Kumpel

      Ein alter Thread – ich weiß. Habe gerade aber etwas Zeit.

      Zitat:
      „Lebensraum in Deutschland für das Schwein – Ja gerne.
      Menschen? Die können auf 20qm und weniger untergebracht werden.
      Schon der Satz für Hartz4 ist geringer als die Kosten für die Unterbringung von Hunden in so manchen Tierheimen.“

      Es wäre Ihrer Meinung also in Ordnung, wenn der Hartz IV-Satz (zu) niedrig bleibt und Menschen in kleinen Wohnungen leben, solange Schweine nur auf kleinen Raum leben müssen? Und außerdem:

      Ist der Hartz IV-Satz nicht einfach viel zu niedrig und viel zu viele Menschen können sich nur eine viel zu kleine Wohnungen leisten? Und zwar unabhängig davon wieviel Platz ein Schwein hat?

      Zitat:
      „Schweine sind Tiere. Tiere leben weil sie fressen und existieren.“

      Famoser fun-fact: Menschen sind Tiere. Mir ist nicht klar, was Sie unter „Existenz“ verstehen, aber: Menschen leben weil sie (u.a.) fressen und existieren. Menschen müssen jedoch – wie auch Schweine – noch andere Dinge tun, um zu leben, zu fressen und zu existieren.

      Zitat:
      „Sie haben keinen Begriff von Raum und Zeit sie sind für die Mast da und kennen nichts anderes.“

      Ob Schweine einen „Begriff“ (als Wort verstanden) von Raum und Zeit haben, ist ungewiss. Wahrscheinlich nicht. Wozu auch? Dass Schweine einen „Begriff“ (als Konzept verstanden) von Raum und Zeit habe, ist gewiss. Jedes mit seine Umwelt auf einem gewissen Niveau interagierende Lebewesen muss in und mit dem Raum denken sowie in und mit der Zeit.

      Zitat: Schweine
      „… sind keine Tiere, die im Wald sonderliche Überlebenschancen haben. So wenig wie Hunde heute so ohne weiteres Ausgewildert werden könnten.“

      Hunde werden ausgewildert (man nennt es ausgesetzen) und das funktioniert sogar so gut, dass sie anschließend bejagt werden. Warum das bei Hausschweinen nicht so sein sollte, ist nicht ersichtlich, denn es gibt selbstverständlich verwilderte Hausschweine.

      Zitat:
      „Die Tiere leben wie sie leben weil sie in diese Situation geboren wurden und es ist für die Tiere super einen gut gelüfteten beheizten Stall / Dach überm Kopf und sogar medizinische Versorgung zu haben. Das ist schon mal mehr als einem fünftel der Menschheit regelmäßig zur Verfügung steht.“

      Natürlich leben Tiere wie sie leben. Wie sollten sie auch sonst leben? Genau das ist ja das im Artikel beschriebene Problem. Dieses „Argument“ wurde auch schon in Bezug auf arme Menschen angebracht, in der Art „Die kennen das ja nicht anders….“.

      Die Tiere haben auch keinen gut belüfteten Stall, sondern einen ausreichend belüfteten Stall. Sie genießen auch keine medizinische Versorgung, sondern werden (veterinär-) medizinisch behandelt, u.a. um die „Packungsdichten“ in modernen Ställen überhaupt zu ermöglichen.

      Lüftung, Medizin und Dach werden unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgelegt – der Aufwand (Luft, Dach, Medizin) muss durch den Ertrag gerechtfertigt werden. Im gegebenen Gesellschaftssystem muss dadurch der Arbeitsaufwand insgesamt sinken.

      Das ist bei Menschen ähnlich – auch dort wird deren Versorgung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gewährt und verwehrt. Medizinische Versorgung wird den Menschen aber auch dadurch verwehrt, dass z.B. Antibiotika in der Tierhaltung wirkungslos gemacht werden (was natürlich wiederum ein wirtschaftlicher Punkt ist).
      Jedoch: Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Würde es den Menschen besser gehen, wenn die Stallbelüftung ausgeschaltet wird?

      Zitat:
      „Lebensferne Menschen, die nicht im geringsten mehr einen Begriff von der Natur und dem Gleichgewicht der Natur haben, das Leben und Sterben beinhaltet, Menschen, die sich ihres eigenen Seins als Menschen schämen und sich selbst entfremdet sind. Solche Leute, die überhaupt nicht mehr die Fähigkeit haben die Realität zu sehen und verstehen. Die Natur der Tiere zu begreifen und ihrer Bedürfnisse und ihres Charakters und Verhaltens.“

      Das Konzept vom Gleichgewicht der Natur ist nutzlos und banal. Gäbe es keine Schweinehaltung, wäre es eben ein anderes Gleichgewicht.

      Weiterhin ist das Konzept vom Gleichgewicht aber auch falsch, denn egal welches Gleichgewicht (ob nun mit oder ohne Schweine) es auch ist, es müsste sich im Ungleichgewicht befinden, denn sonst würde es kein Leben geben.

      Gelebt und gestorben würde allerdings auch ohne Schweinehaltung.

      Zitat: „Gerade Schweinehaltung ist das Beste was es gibt. Die besten Futterverwerter und robuste fast Allesfresser.“

      Menschen sind ebenfalls robust und so ziemlich alles fressend. Allesfresser blieben Schweine aber auch ohne Schweinehaltung.

      Zitat:
      „Anstelle das Soja weiter an Tiere zu verfüttern, wird hier empfohlen gleich das Soja zu fressen. Resteverwertung aus der SojaÖL-Produktion — Ja guten Appetit, Tresterzeuchs, das erstmal hochgradig verarbeitet werden muss, fermentiert oder extrudiert etc, damit es die Tiere schadlos essen können in Teilen der Ernährung, um damit genug EIweiß zu produzieren …“

      Sie mögen es kaum glauben, ist aber trotzdem wahr: Sojabohnen sind essbar, auch ohne extrudiert zu sein. Sojabohnen enthalten etwa 38 g Eiweiß je 100 g Bohne. Schweinefleisch enthält etwa 39 g Eiweiß auf 100 g Fleisch.

      Soja wird auch nicht fermentiert und extrudiert, damit es die Tiere (es sei denn Sie meinen Menschen damit, was aber einer Ihrer Ausgangsbehauptungen widerspricht) schadlos essen können. Was soll das Geschwätz?

      Weiterhin preisen Sie weiter oben die Segnungen der modernen Tierhaltung. Mit Dach, Medizin, Lüftung und allem Pipapo. Sad but true: Auch Lüftungsanlagen sind hochgradig verarbeitet. Denkt Er denn auch, dass Antibiotika an Bäumen wachsen? Ist Er sein Schwein roh?

      Zitat:
      „Das Schreckgespenst der Überdüngung. Klar, im Trinkwasser sind 50mg Nitrate Liter zu viel aber im Kopfsalat…“

      Ich lasse die angegebenen Werte fürs Gemüse mal weg, da die irreführend sind. 50 mg Nitrat je Liter Trinkwasser ist ein Grenzwert. D.h. Sie müssten bei den aufgezählten Salatsorten ebenfalls die Grenzwerte angeben. Das wären beim Eisbergsalat z.B. 2.000 – 2.500 mg/kg.

      Zitat:
      „Ach oh weh das Nitrat pro Liter Trinkwasser wird die Leute umbringen, die meistens eh ihr Trinkwasser lieber im Supermarkt kaufen.“

      Es wird gar nicht behauptet, dass 50 mg Nitrat je Liter Trinkwasser Leute umbringt. Die 50 mg sind ein Grenzwert, nicht mehr nicht weniger. Mineralwasser fallen im Übrigen ebenfalls unter die Trinkwasserverordnung, da sie Trinkwasser sind – verrückt, was? Menschen können sich Eisbergsalat entziehen – d.h. ihn nicht essen –, Wasser jedoch müssen sie jedoch trinken.

      Zitat:
      „Diesen Landwirten, die ihren Boden gehegt gepflegt haben und ihre Scholle lieben, diesen Leuten verbietet man heute den notwendigen Dünger – und bekämpft dessen Produktion mit der Zerstörung bzw. Zersetzung der Tierproduktion. Ergebniss ist das heuer die Böden tatsächlich! auslaugen, weil man sie nicht mehr ernähren darf wie die Böden es brauchen.“

      Die Böden laugen schon seit etlichen Jahrzehnten aus. Woher kommt er? Aus dem 12. Jahrhundert? Daher der stetig steigende Düngemitteleinsatz (1950/51 158,5 kg/ha zu 2017/18 298,8 kg/ha). Düngung verhindert aber nicht die weitere Degeneration der Böden (das hat die Geschichte bewiesen), sondern bremst sie nur. Das spricht nicht gegen Düngung, sondern dafür sich Mittel und Wege einfallen zu lassen, wie das Auslaugen der Böden weitestgehend minimiert wird. Dann bedarf es nämlich weniger Düngung. Um solche Mittel und Wege zu beschreiten, bedarf es aber größeren gesellschaftlichen Umwälzungen.

      (Quelle: https://www.iva.de/sites/default/files/benutzer/%25uid/publikationen/wichtige_zahlen_2017-2018.pdf)

      Zitat:
      „Denn der Hunger wird kommen über die Weltbevölkerung. Es werden Profiteure aufstehen und die Landwirtschaft in Deutschland wird nach Holland die nächste sein, die zerfleischt wird.“

      Der Hunger ist trotz konventioneller Landwirtschaft da. Er war nie weg! Ob gehungert wird oder nicht, hängt primär nicht damit zusammen, ob und wie Schweinehaltung stattfindet. Oder ob und wieviel gedüngt wird. Mit Schweinehaltung auf heutigem Niveau und mit heutigen Mitteln wäre es nur schwerer, dem Hunger ein Ende zu bereiten.

      Die aufstehenden Profiteure sind ein ähnliches nutzloses Konzept wie das Gleichgewicht der Natur. Wird die Schweinehaltung verändert (z.B. vorgeschrieben, dass Schweine mehr Platz zur Verfügung gestellt werden muss oder dass weniger Gülle aufs Feld gebracht wird), werden sich einige der heutigen Profiteure hinsetzen, andere werden stehenbleiben und ein paar neue werden sich erheben.

      Das wird allerdings auch ohne Änderung der Schweinehaltung geschehen.

      Reicht soweit. Sie merken selbst: Sie haben von Nichts den Schimmer einer vagen Ahnung, können kaum einen Gedanken halbwegs schlüssig formulieren und Ihre Ausdrucksweise ist der eines Schweines nicht würdig.

      Schade!

  5. Och ja, das ist unser Ökopersonal – Argumentativ strotzender spielerisch subversiver Beitrag mit viel Charme und das einzige was einfällt ist die Marotte sich mit einer billigen Finte aus der Verantwortung des Diskurses zu ziehen.
    Nicht mal ein paar Argumente bringen, wenigstens nur die üblichen Mythen und Märchen, das hätte ja schon als ein Bemühen um Argumente gewertet werden können.

    So kam nichts, wo nichts ist. Gelabere sonst gar nichts. Die Aussage trifft genau dahin, wo sie hin sollte.

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