
Die Pläne der Bundesregierung zur Rentenreform drohen das System grundlegend zu verändern. Statt einer Rente als Regel wird sie für viele zur Ausnahme – finanziert durch massive Kürzungen zugunsten von Aufrüstung und Militär.
Sollten die Pläne der Bundesregierung für eine Reform des Rentensystems in die Wirklichkeit umgesetzt werden, muss in Zukunft für viele Beschäftigte von einer Rente als Ausnahme, nicht als Regel gesprochen werden. Die geplante Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 70 sowie die Abschaffung von Frühverrentungsoptionen wie der Rente ab 63 laufen nicht nur auf eine massive Rentenkürzung hinaus, sondern drohen auch 150 Jahre Kampf der Arbeiterbewegung für sichere und auskömmliche Renten infrage zu stellen. Für viele Arbeiter wird es in Folge der deutlich geringeren Lebenserwartung im Vergleich etwa zu Beamten keine oder nur noch einige wenige Jahre an Rentenauszahlung geben.
Der Systemwechsel zielt darauf, die Rente für Arbeiter als Ausnahme zu etablieren. Man muss sich die Mühe machen, durch die aufgezogenen Nebelschleier der Legitimierungen wie der Demografie trotz Produktivitätsfortschritten hindurchzublicken, um zu erkennen, dass die geplante Zerschlagung des Rentensystems die notwendige Folge der gigantischen Aufrüstung zur größten Armee Europas, der Ukraine-Finanzhilfe und der Kriegsvorbereitungen gegen Russland ist. Für die Rente ist schlicht kein Geld mehr da. Der Sozialstaat wird von der Regierung Merz/Klingbeil für einen Militärstaat geschleift.
US-Druck und die Rolle Deutschlands in der NATO 3.0
US-Präsident Donald Trump setzt auf eine NATO 3.0, in der die europäischen Vasallen noch mehr bezahlen und den US-Stellvertreterkrieg in Europa weiterführen. So ist es Teil der Rhetorik, wenn Trump jetzt explizit Italien, Großbritannien und Deutschland kritisiert, dass sie den USA nicht gegen den Iran helfen sollen. Konstant aber bleibt die Verschiebung in der NATO selbst. In Europa sollen die Europäer die Kosten übernehmen, allen voran Deutschland.
Warum aber setzen die USA gerade auf Deutschland als Russland-Herausforderer? Weil allein hier die entsprechenden Ressourcen sind in Europa, um finanziell und rüstungspolitisch auf Augenhöhe agieren zu können. Die NATO, die einst dazu da war, die Russen draußen und die Deutschen unten zu halten, soll zu einer NATO 3.0 umgebaut werden, wenn es nach dem Willen der Amerikaner geht – einer NATO, die sich dadurch auszeichnet, dass Deutschland mit dem Plazet der Amerikaner gegen die Russen nach vorne geschickt wird.
Hoher Preis für die Bevölkerung
Der Preis für die deutsche Bevölkerung ist bereits jetzt äußerst hoch. Deutschland wird zugunsten der US-Finanzindustrie ausgeblutet, denn nichts anderes bedeuten die massiven Bestellungen bei deutschen Rüstungskonzernen, bei denen die US-Investmentfonds BlackRock und Morgan Stanley die Profite einstreichen. 2020 konnte man eine Aktie des größten deutschen Rüstungsunternehmens Rheinmetall für 59 Euro kaufen. Im Juni 2025 pendelte sie zwischen 1700 und 1800 Euro. Die Schweizer Großbank UBS prognostiziert weitere Steigerungen und spricht aktuell von einem Kursziel von 2200 Euro, berichtet die Deutsche Welle.
Rüstungsindustrie boomt – wer profitiert davon? Tom Krebs, Professor für Volkswirtschaftslehre, kommt gegenüber der Deutschen Welle zu folgender eindrücklicher Schlussfolgerung: „Aus ökonomischer Sicht ist die geplante Militarisierung der deutschen Wirtschaft eine risikoreiche Wette mit niedriger gesamtwirtschaftlicher Rendite.“
Schauen wir uns die Eckdaten an:
Da ist zunächst einmal das Anwachsen einer gigantischen Verschuldung: Nach Angaben der Bundesbank wuchsen die deutschen Staatsschulden 2025 um 144 Milliarden Euro auf 2,8 Billionen Euro. Die Schuldenquote stieg weiter von 62,2 auf 63,5 Prozent. Auch deshalb werden nun von der Bundesregierung die Sozialkassen geplündert.
Zum Zweiten die gigantischen unproduktiven Rüstungsausgaben: Deutschlands Rüstungsausgaben verzeichnen seit 2014 und dann seit 2022 im Rahmen der „Zeitenwende“ einen drastischen Anstieg. Für das Haushaltsjahr 2026 ist im Etatentwurf des Bundesministeriums der Verteidigung ein historischer Höchststand von 108,2 Milliarden Euro erreicht. Das entspricht einer Steigerung von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für die Rente ist schlicht kein Geld mehr da, also bleiben nur noch die Kaputtkürzungen.
Begleitet wird dies alles von einer extremen wirtschaftlichen Stagnation: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte 2023 um 0,9 Prozent, 2024 um 0,5 Prozent, 2025 stagnierte es und in 2026 mussten die Konjunkturdaten erneut nach unten korrigiert werden, sodass erneut mit einer Stagnation gerechnet werden kann. In Summe sind die letzten 5 Jahre für die deutsche Wirtschaft verlorene Jahre. In den letzten 5 Jahren gingen fast 500.000 Arbeitsplätze in der Industrie verloren. Allein die deutsche Autoindustrie verlor über 100.000 Arbeitsplätze. Dadurch kommt das Rentensystem zusätzlich unter Druck.
Und dazu kommt eine Zerschlagung des deutschen Sozialstaats, wie wir sie in diesen Tagen erleben, die die Nachfragekrise in Deutschland erneut verschärfen wird, allein weil die Menschen noch weniger Geld für den Konsum haben werden.
NATO 3.0 wie Aufrüstung und Kriegsvorbereitung gegen Russland heißt nichts anderes als Not und Elend für die Bevölkerung in Deutschland. Es braucht den Griff nach der Notbremse im rasenden Zug der Bundesregierung, der auf einen Abgrund zusteuert.
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Ich fürchte, der Zug hat keine Notbremse. Wozu auch? Es soll ja vorwärts gehen. Bremsen oder Richtung ändern ist nicht vorgesehen.
Irgendwie erinnert mich das an die untergegangene DDR: Vorwärts, immer vorwärts.
@garno
Aber die ehemalige DDR war doch „links“ oder? Nach dem Fall der innerdeutschen Mauer 1990 ist der bürgerlich-konservative Deutschland-Zug dann bei irgendeiner Weiche um 90 Grad nach rechts abgebogen, 2014 wurde er nato-olivgrün angepinselt und seitdem fährt er immer schneller Richtung Osten. Im Osten gibt es schließlich Öl, Gas, Gold, Silber, Kupfer, seltene Erden und viele andere leckere Ressourcen und die kann der Wertewesten nicht den „Russen“ überlassen.
Und der Friedrich ist ja auch ein echter Mutmacher, da gleicht er Erich Honecker. Und eine Art Einheitsparteien-Staat haben sie auch schon hinbekommen.
Nur mit dem kleinen Unterschied, dass dieses System nicht sang- und klanglos untergeht. Das wird mit einem Riesenknall passieren und Millionen werden dabei Sternen. Soviel ist sicher. Aber bemüht ruhig weiter DDR-Vergleiche. Ach, und macht sm Besten gleich Putin für all das verantwortlich. Alternativ empfehle ich Karl Marx oder Friedrich Engels. Die mussten schon für alle Schweinereien seit dem Beginn der Zeitrechnung herhalten.
@garno
Vorwärts iin den Untergang mmer, rückwärts nimmer!
Die Abkopplung der Rentensteigerung von der Lohnentwicklung hin zur manipulierten Inflationsrate wird ein weiteres Loch in die Kasse der Bestandsrentner reissen.
Dann kommt noch der Nachhaltigkeitsfaktor und die Kostensteigerungen durch Beiträge zur Kranken- und Pflegekasse hinzu.
Da wird es wohl Zeit, sich des Diktums Walter Benjamins zu erinnern, nämlich dass Revolutionen der Griff nach der Notbremse seien…
Da fällt mir gerade ein, wie sind eigentlich die Rentner in Putins Reich abgesichert ? Bei den angeblich so geringen Rüstungsausgaben im Land des Friedensfürsten müsste es ihnen doch blendend gehen. Oder kaufen die auch Aktien von russischen Panzerfabriken? Anteile an Ölraffinerien dürften allerdings im Augenblick ein Verlustgeschäft sein. Lohnt sich Flaschensammeln in Moskau überhaupt, oder übernimmt das die örtliche Mafia? Wie viel Pflegestufen gibt es in Russland, benötigt man Pflegepersonal aus dem Reich des kleinen dicken Kommunisten aus Pjöngjang, oder finden sich genug Olgas und Swetlanas aus den Großstädten westlich des Urals ? Fragen über Fragen, die Frau Dagdelen sicher beantworten kann.
„Da fällt mir gerade ein, wie sind eigentlich die Rentner in Putins Reich abgesichert ?“
.
Guten Tag Herr @Dr. Klöbner. Freue mich immer wieder, Ihre Beiträge hier zu lesen.-nicht zuletzt im Sinne des seitens der Redaktion proklamierten Anspruchs, den zensurfreien Debattenraum nachhaltig zu erweitern. Nun, pünktlich 1 Woche vor der diesjährigen Rentenerhöhung zum 1. Juli 2026 um weitere 4,24% -meine Eltern haben bereits ihre neuen Rentenbescheide zugestellt bekommen, man spricht in diesem Zusammenhang von sog. „Merz-Aufrüstungs-Rentenbescheiden“- liefert das Spitzenpersonal des BSW die passende Begleitmusik. Von „Revolutionen als Griff nach der Notbremse“ ist sogar im BSW-Kommentariat die Rede. 3,2% in den Wahlumfragen gibt dem BSW-Spitzepersonal recht. Zu allem -deutschen- Überfluss möchten Sie offensichtlich den Debattenraum noch in Richtung Russland erweitern, um vom brisanten Thema der Merz’schen „Aufrüstungs-Rentenbescheide“ abzulenken.
Die durchschnittliche Rente in der Gebäudereinigung in Deutschland beträgt nur rund 891 Euro netto im Monat nach 40 Arbeitsjahren. Es gibt viel Altersarmut in dieser Branche. Deshalb arbeiten viele Gebäudereiniger als Rentner noch in einen Minijob. Dieser Minijob soll jetzt von 597 Euro netto auf 468 Euro netto durch die Rentenkommission gekürzt werden da darauf zukünftig Renten- Krankenkassen- und Pflegebeiträge gezahlt werden sollen. Alle Bundestagsparteien haben Zustimmung gegeben. Der Facharbeiter in der Gebäudereinigung in Deutschland mit zusätzlichen Minijob lebt also wie ein russischer Facharbeiter- Rentner, der vieles kostenlos oder zu einem günstigen Preis angeboten bekommt.
Übrigens in einem Minijob arbeiten etwas über eine Million Rentner. Die Kürzung um 129 Euro brächte viel Geld in die Staatskasse, für den Rentner aber nur 5,70 Euro Rentenerhöhung pro Jahr Minijob.
@ Dr. Kloibner ist nicht auf der Höhe der Zeit ? Wie kann das sein ? Panzerfabri-ken ? Heute baut man Drohnenfabriken und investiert in diese.
Akademiker Kloibner kann offenbar nur eines gut : stänkern.
Was für ein Unsinn. Die Amis versprechen, ihr Engagement in der NAZO einzuschränken oder auszutreten, wenn die Europäer nicht aufrüsten, was wahrlich kein Grund für Aufrüstung ist, sondern Abrüstung motivieren sollte. Und die Amis sind auch nicht schuld, wenn die Europäer bei ihnen Waffen kaufen, genausowenig wie der Bäcker schuld ist, wenn die Menschen Brötchen kaufen. Und auch die die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters geschieht nicht auf Anordnung der USA. Und ganz gewiss ist es ist nicht der Wunsch der USA, wenn die Europäer einen Friedensschluss in der Ukraine verhindern und die Russen besiegen wollen, wo soll das denn hinführen?
Schuld sind die deutschen Kriegstreiber, zu denen auch die Linke gehört, die erklärt hat, sie werde mit der CDU koalieren, um die „Machtergreifung“ der AfD zu verhindern, und ebenso das BSW, das genau das getan hat.
Drum links, zwei, drei!
Drum links, zwei, drei!
Wo dein Platz, Genosse, ist!
Reih dich ein in die Kriegstreibereinheitsfront,
weil du auch ein Deutscher bist.
Leider alles zu kurz gegriffen: Sie unterschätzen komplett die Kanäle, die von den Kräften in den USA genutzt werden, um in Deutschland (und Frankreich, Polen, Litauen) entsprechende Weichen zu stellen. Große US-Investmentgesellschaften haben in vielerlei Hinsicht das Kommando hierzulande übernommen, vermittelt über die Europ. Zentralbank, die Kommission, das Finanz- und das Wirtschaftsministerium, um das Kanzleramt höchstselbst nicht zu vergessen. Lesetipp: Heike Buchter, BlackRock: Eine heimliche Weltmacht greift nach unserem Geld, ist immer noch aktuell – und erhellend!
@Torwächter
Das BSW hat bereits den Fehler eingestanden und wird ihn korrigieren.
Was Ihren übrigen Kommentar betrifft kann Ihnen zustimmen.
Merz hat gestern verhöhnt die Leute, sie könnten ja auf die Berufsunfähigkeitsrente zurückgreifen wenn sie nicht bis 70 durchhalten. Armut vorprogrammiert!
Aus diesem Grund wählen viele Bürgerinnen und Bürger auch die AfD, denn die blauen Sozialdarwinisten versprechen, dass sie Deutschland vor dem wirtschaftlichen Untergang retten werden so wie dereinst der größte deutsche Führer aller Zeiten Deutschland vor dem sicheren Untergang rettete und die Deutschen von der dunklen Demokratie der Weimarer Republik in das helle Licht führte.
Leider waren dann bei Wolgograd (formerly known as „Stalingrad“) die Batterien der großen Taschenlampe leer und es wurde wieder dunkel, noch viel dunkler als vor der Machtergreifung der großen deutschen Anführers. Das könnte heute sicherlich nicht mehr passieren, denn heute gibt es Akkus und wiederaufladbare Batterien. Ersatzbatterien hatten die Deutschen damals auf dem schnellen Marsch Richtung Osten nämlich vergessen, die standen nicht auf Packliste.)
Wenn es nur noch eine Basisrente gibt, das Krankengeld (Beamte ausgenommen), das Erziehungsgeld und das Wohngeld abgeschafft worden ist, das Arbeitslosengeld nur noch drei Monate lang gezahlt wird (Beamte ausgenommen, weil die sog. „Staatsdiener“ qua Statusgesetz nicht arbeitslos werden können), die Behinderten mit einem Teller Reis und zwei kalten Kartoffeln am Tag abgespeist werden und Bürgergeldempfänger nur noch 90 Euro pro Monat und ein Zelt auf dem Zeltplatz bekommen, dann kommt das ökonomische Paradies, das wirtschaftliche Eldorado, der Garten Eden, der Himmel auf Erden für alle Arbeiter und alle Angestellten und sie werden so reich wie der superreiche Elon Musk. Dann müssen die Arbeiter auch nicht mehr arbeiten und die Angestellten sich nicht mehr anstellen, weil das Kapital an der heiligen Börse für sie arbeitet. Gepriesen sei der Kapitalismus. Geheiligt werde der Name der Marktwirtschaft.
Wie blau muss man sein, um das zu glauben? 2,95 Promille reichen da sicherlich nicht aus, da bin ich mir ziemlich sicher. Es gibt wahrscheinlich aber auch Leute, die das glauben ohne einen einzigen Tropfen Alkohol getrunken zu haben.
Wahrlich, Ihre realsatirischen Worte bringen es auf den Punkt. 🙂
Dass eine Partei über eine andere herzieht bzw. bei entsprechenden Vorteilen zusammen zieht, das liegt ja in der Logik des Parteisystems, worüber Frau Dagdelen, die zwei Jahrzehnte im Bundestag gesessen ist, kein Wort verliert. Ob BSW oder AfD….. keine Partei will an dem Partei-Feudal-System etwas ändern. Ausser der hier:https://losdemokratie.info/analysen/
Dieser Kommentar ist bei weitem der…, den ich je gelesen habe. Es ist ganz im Sinne des Mainstreams, die AfD so zu diffamieren. Allerdings ist es in den Mainstreamparteien inzwischen ja Mode, den Leuten den Abbau des Sozialsystems zu versprechen. Da muss ich sogar der Dagdelen recht geben. Über die AfD s. u.
Werter Herr Wächter des Tores,
die AfD ist nicht die Ursache des Problems, die AfD ist die kleine blaue sozialdarwinistische Tochter der bürgerlich-konservativen und sozial-demokratisch-liberal-grünen „Mitte“ (CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne und Pseudo-Linke). Im gesamten deutschen Bundestag gibt es derzeit keine demokratische und soziale Oppostion.
Was ist „Sozialdarwinismus“? Sozialdarwinismus ist das Faustrecht des Stärkeren. Im modernen Kapitalismus wird selbstverständlich nicht mehr mit Fäusten, Schwertern und Streitäxten gekämpft wie bei den Wikingern oder mit Pfeil und Bogen und dem Langschwert wie bei den alten Römern und im Mittelalter, sondern mit ökonomischer Macht, mit Wokismus, mit Lobbyismus, mit Korruption, Dummheit und Volksverdummung (jeder zweite Bürger weiß wahrscheinlich nicht, was Lobbyismus bedeutet), Propaganda, mit medialer Ablenkung, Regenbogenfahnen und vor allem dem Prinzip: Divide et impera (Teile bzw. spalte und herrsche)!
An dem Herrschaftsprinzip „spalte und herrsche“ hat sich seit 2.000 oder mehr Jahren nichts geändert: Deshalb hetzen 2026 Politiker der Regierung und Teile der blauen „Alternative“ zum Beispiel die Gering- und Normalverdiener gegen die Arbeitslosen auf, damit aus den Angehörigen der „gehobenen Mittelschicht“ mit den zwei Privatflugzeugen auch Reiche werden und vor allem die Superreichen noch reicher und noch reicher und noch reicher werden.
1933 war die NSDAP der braune Sohn der Konservativen und Katholiken, der Bauern (Bauernpartei), der Deutschnationalen (DNVP), der Zentrumspartei aka „Mitte“, der Liberalen (DVP und DStP), der Evangelen (CSVd). Im Dritten Reich wurden die Bürger, die Angst vor dem sozialen Abstieg hatten, von dem braunen Sohnemann gegen das „internationale Judentum“ und die Bolschewisten in Russland aufgehetzt. Das mit „den Juden“ ist heute etwas problematisch, aber das mit den Russen funktioniert immer noch hervorragend. Mit Ausnahme der SPD haben nämlich alle Parteien dem Ermächtigungsgesetz von 1933 zugestimmt und den braunen Schnauzbart aus Braunau am Inn zum Anführer und bislang größten Terroristen der deutschen Geschichte gemacht. Die KPD durfte nicht abstimmen, die wurde schon vorher diskreditiert, diffamiert, gecancelt und disqualifizert.
„Superreiche“ wie Elon Musk, Donald Trump, Susanne Klatten, Peter Thiel, Dieter Schwarz (das ist der Eigentümer von Kaufland + Lidl), Warren Buffet, Bill Gates, Jeff Bezos usw. brauchen keinen Sozialstaat, damit sie sich im Rentenalter nicht bei der Tafel anstellen müssen. Auch Friedrich Merz, Cem Özdemir, Boris Pistorius, Markus Söder, Annalena Baerbock, Hubert Aiwanger, Alice Weidel und ein „Ehrenvorsitzender“ der AfD, ein ehemaliger CDU-Politiker, der das Dritte Reich als „Vogelschiss“ der Deutschen Geschichte bezeichnet hat, werden in diesem „demokratischen und sozialen Bundesstaat“ (Art. 20 GG) keine Pfandflaschen sammeln oder sammeln müssen, weil die Rente nicht für die Miete, die Nebenkosten, den Strom und das Abendessen reicht.
Die kleine blaue sozialdarwinistische Tochter ist selbstverständlich nicht dumm, wer bestreitet das denn? Die meisten Serienmörder sind nicht dumm, sie sind in der Regel extrem intelligent, manche haben sogar an einer Hochschule promoviert und tragen einen Dr.-Titel. Mord und Intelligenz schließen sich doch nicht aus oder? Auch der Herr Dr. Joseph Goebbels war ein promovierter Akademiker. Wie komme ich jetzt auf den Namen Dr. Joseph Goebbels? Liegt das am Wetter oder woran liegt das? Was sagt Markus Lanz vom ZDF, der Schwarm aller Schwiegermütter dazu? Aber auch junge Mädels im Alter von 25 und mit Abitur und Hochschulabschluss finden Markus Lanz „toll“, weil der so schön reden kann, immer gut frisiert und adrett angezogen ist.
Wenn CDU, CSU, FDP, SPD, Grüne und die woken Pseudo-Linken eine „demokratische und soziale“ Politik machen würden, dann würde es die „Alternative“ für Deutschland in Deutschland nicht geben. Warum steht im hoch gelobten Grundgesetz von 1949:
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Wenn inzwischen jeder dritte Bürger in diesem Land nicht mehr wählt, weil er sagt, es ist vollkommen egal, was ich wähle, für mich verbessert sich nichts, ist das dann noch eine Demokratie? Manche fallen dann auf die sozialdarwinistische Tochter der bürgerlich-liberal-konservativ-sozialdemokratisch-grünen Mitte (siehe oben) herein, die sich mit himmelblauer Farbe schminkt, damit man ihr hässliches braunes Gesicht nicht sieht.
Kapitalismus ist ökonomischer Sozialdarwinismus und wenn man im Kapitalismus in einer kleinen Wohnung in der Unterstadt wohnt und das Einkommen nicht für die Miete und das Essen reicht, weil der Vermieter mit seiner Villa in der Oberstadt die Miete schon wieder erhöht hat, dann findet sich immer einer, der unter einem steht. Für die Besserverdiener sind es die Normalverdiener und Geringverdiener, für die Normalverdiener sind es die Geringverdiener, die Behinderten und die Rentner, für die Geringverdiener sind es die Behinderten, Rentner, die „faulen“ Arbeitslosen und die Asylbewerber. Die Normal- und Geringverdiener, die Arbeitslosen, die Rentner usw. merken dabei gar nicht, dass die Reichen und vor allem die „Superreichen“ immer reicher und reicher werden und sich halbtot lachen.
Offenkundig ist das Grundgesetz von 1949 nicht (mehr) das rechtstaatliche Fundament der „besten Demokratie, die wir in Deutschland jemals hatten“, sondern inzwischen ein (Real-)Satirebuch. Was sagen die Väter und Mütter des GG von 1949 dazu? So ein Mist, die kann man nicht mehr fragen, die haben alle schon das Zeitliche gesegnet und das ganz ohne bzw. schon lange vor der „Zeitenwende“ eines gewissen Olaf Scholz.
Und im Art. 14 (2) GG heißt es: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Warum steht das da drin? Offenkundig ist das Grundgesetz von 1949 inwischen weniger wert als eine Rolle Toilettenpapier, denn es interessiert fast niemanden, was und warum das da im Grundgesetz drinsteht und wenn sich jemand bei einem Gericht darauf beruft, dann wird das von den Richterinnen und Richtern mit viel Rabulismus so zu Recht gebogen, damit die Klage abgewiesen werden kann.
Nehmen wir an, werter Herr Torwächter, es würde in diesem Land ein Freibiergesetz geben und in diesem Gesetz würde stehen: Am Mittwoch gibt es für Gering- und Normalverdiener immer einen Kasten Freibier. Mein Antrag auf einen Kasten Freibier, den ich am Miitwoch persönlich beim Amtsleiter des Finanzamtes gestellt habe, wurde vom Finanzamt aber abgelehnt. In einem Rechtstaat kann man dann das Finanzgericht fragen und was sagen die „kleinen“ Finanzrichter, die von der Allgemeinheit alimentiert werden? Die Antwort lautet: Die Woche hat sieben Tage und die stehen im Kalender. – Wer bitte bestreitet das? Aber das beantwort die Frage doch nicht. Trotzdem wird die Klage abgewiesen, damit die hohen Richterinnen/Richter des BFH und/oder des Bundesverfassungsgerichts nicht mit dieser Frage belästigt werden, schließlich wollen die kleinen Richterinnen/Richter auch einmal zu den hohen Richterinnen/Richtern gehören. Außerdem könnten solche Fragen die Bevölkerung verunsichern und das wollen die Regierung und die Richterinnen/Richter nicht.
Noch Fragen? Inspector Columbo sagt: „Ich hätte da noch eine Frage“: Welches Tor bewachen Sie, das Tor zum Himmel oder das zur Hölle?
Kann mal jemand die Heizung ausmachen! Es würde mich nicht wundern, wenn morgen in der BILD steht: Ganz Deutschland schwitzt. War es Putin, der die Heizung aufgedreht hat?
Besser kann man den Kern, die Mechanismen und Abhängigkeiten des real existierenden Kapitalismus nicht darstellen.
Und dann noch in einer leicht verständlichen Form.
Chapeau!
Man erzählt euch, ihr sollt mehr sparen, um im Alter sicher zu sein. Gleichzeitig wird verschwiegen, dass Ersparnisse nur existieren können, wenn sich jemand verschuldet. Soll jeder sparen, muss irgendwer die Gegenrechnung tragen. So preist man euch die Tugend des Ansparens und verschweigt ihre Voraussetzungen. Das ist, als würde man allen Leuten empfehlen, Teppichhändler zu werden, ohne zu fragen, wer am Ende noch die ganzen Läufer kaufen soll.
Und nun streitet ihr darüber, ob das Geld zu Rentnern oder zu Panzern fließen soll. Die einen wollen euch Sicherheit durch Rücklagen verkaufen, die anderen durch Aufrüstung. Und immer gilt: Ihr sollt heute mehr zahlen, damit ihr morgen weniger habt. Aber warum akzeptiert ihr überhaupt eine Ordnung, in der Millionen Menschen jahrzehntelang schuften müssen, um anschließend auf das Versprechen angewiesen zu sein, im Alter nicht in Armut zu fallen? Der Schüler vertraut dem Staat seine „Bildung“ an. Der Arbeiter vertraut ihm seine „soziale Sicherheit“ an. Der Rentner vertraut ihm seinen „Lebensabend“ an. Alle hängen am selben Zügel.
Wenn Aufrüstung den „Sozialstaat“ verdrängt, zeigt das vor allem eines: wie abhängig ihr von Institutionen geworden seid, die ihre Prioritäten jederzeit ändern können. Die eigentliche Frage lautet nicht, ob Militärstaat oder Sozialstaat. Sondern wie man leben könnte, ohne ständig die Angst vor Armut, Krieg, Krankheit oder dem Entzug staatlicher Gnade im Nacken zu haben.
Mein Rat ist bescheidener als große Wahlprogramme: Macht eure Leben leichter, eure Bedürfnisse kleiner und eure Abhängigkeiten geringer. Wer wenig braucht, ist schwerer zu regieren. Wer vieles erwartet, lebt von den Versprechen anderer. Die Freiheit beginnt dort, wo man weniger will, als man zu wollen erzogen wurde.
Eines der Mittel dieser, nennen wir sie, Ordnung, ist die Erzeugung von Unnützem und/oder gar Zerstörerischem, plus den zugehörigen Berufssparten, zum Zweck der Befriedigung der Habsucht einiger Auserwählter und um diese Habsucht für den Rest zu kultivieren.
Verzicht auf vor allem künstlich erzeugte Bedürfnisse ist eine Sache. Eine weitere ist, daß Unverzichtbares aufgrund der Unersättlichkeit eines gerüttelt Teils einer permanenten Teuerung unterliegt. Für immer mehr Menschen wird Unverzichtbares unerschwinglich. Die Zunahme von Hunger und Obdachlosigkeit sind hier deutliche Anzeichen.
Und ein Teil derer, die gerne Verzicht predigen, bauen dann noch Wintergärten an ihre Paläste. Ein Teil derer, die gerne Verzicht predigen, die Wintergärten an ihre Paläste bauen, würde gerne dem größten Teil der Menschheit den Gürtel so eng schnallen, bis sie das Atmen einstellen.
Was ja auf verschiedne Weise und gerade dieser Tage wieder verschärft praktiziert wird.
Du missverstehst mich, wenn du meinen Rat als Predigt des Verzichts von oben liest.
Ich sage nicht: „Die Armen sollen sich bescheiden, damit die Reichen ihre Wintergärten behalten können.“ Im Gegenteil! Wer anderen Entbehrung predigt und selbst im Überfluss lebt, ist kein Vorbild, sondern bestenfalls ein Heuchler.
Mein Punkt ist ein anderer. Solange das gute Leben an immer mehr Konsum, Besitz und Versprechen geknüpft wird, bleibt man erpressbar – durch Händler, Arbeitgeber, Politiker und Ideologen gleichermaßen. Das entschuldigt weder die Gier der Mächtigen noch die Verteuerung des Notwendigen.
Dass Wohnen, Nahrung oder Gesundheit für viele unerschwinglich werden, ist kein Argument gegen die Verringerung von Abhängigkeiten, sondern eines dafür. Wer die Menschen beherrschen will, macht sie entweder bedürftig oder hält sie bedürftig.
Ich verteidige nicht die Ordnung. Ich suche nur nach einer Art zu leben, die ihr weniger ausgeliefert ist.
Du missverstehst mich wenn du meinst ich wüßte nicht was du gemeint hast. Du wiederholst was bereits geschrieben steht und was ich ebenfalls mit Kultivierung von Habsucht und der künstlichen Erzeugung von Bedürfnissen dargelegt habe. Natürlich sind das (künstlich erzeugte) Abhängigkeiten. Weiters schreib ich von Gürtel enger schnallen bis zum Atemstillstand. Mit dem Nachsatz der auf verschiedene Methoden verweist. Das war ein von mir zur Verdeutlichung verwandtes Bild, daß es den Herren eigentlich ziemlich Schnuppe ist was die Machtunterworfenen so treiben, da sie in ohnehin immer größerer Zahl für das Kapital nicht mehr verwertbar sind und somit von ihnen nicht mehr gebraucht werden.
Die Herren zeigen derzeit auch, daß sie die Abhängigkeiten für die Machtunterworfenen sehr gut selbst reduzieren können und lieber die geraubte Kohle in alternative (gewaltsame) Unterwerfungs-, Überwachungs- und final, Reduktionsmethoden anstatt Konsumismus investieren. Eine Praxis die seit einigen Jahren bereits verstärkt Anwendung findet und kürzlich mit dem faschistischen Palantir Technologies Manifest formalisiert wurde. Da kann man also verzichten wie man will, der Gewaltapparat steht trotzdem vor der Tür und tritt sie dann ein.
richten Sie bitte den den Blick über den Atlantik, dann dämmert Ihnen vielleicht wo Deutschland in ein paar Jahren steht.
Falls Sie Beamter sind brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, es sind die „Lohnsteuerzahlenden Bürger“ die als Rentner stark gefährdet sind……
Womöglich werden 0,2% vom Bruttolohn zukünftig an der Börse „gehandelt“, ob Sie dann noch die Rente in der versprochenen Höhe ausgezahlt bekommen, oder ob man sie verzockt hat, wer weiss.
Bei den „Freunden“ in Übersee hat sich schon so mancher Renten-Fonds in Luft aufgelöst.
Was Russland angeht, das ist doch der Feind für die Ewigkeit und es dürfteo Ihnen doch schnurzegal sein, wie es den Feinden so geht.
Von „Flaschensammelnden Rentnern“ habe ich noch nichts gelesen, die Rente ist nicht vergleichbar mit unserer Rente, denn die Rentner können im Alter sehr viel umsonst
unternehmen, Besuche in Museen, Fahrten mit der Metro etc sind umsonst, soviel ich weiss. Also Annehmlichkeiten, die hiesige
Rentner nicht haben.
Die USA sind mit 40 Billiarden Schulden pleite und werden durch deutschen Rüstungskäufe über Wasser gehalten. Was brauchen Deutsche überhaupt eine Rente wo der Tod an der Ostfront schon so nah ist?
Die Mainstreamparteien versprechen Krieg und Sozialabbau. Die Grünen sind selbst Kriegstreiber und die Linken und das BSW unterstützen die Parteien, die der Ukraine Geld und Waffen zur Verfügung stellen.
Und das verspricht die AfD:
„Unser ferneres Ziel ist es, in mehreren Schritten das
durchschnittliche Rentenniveau der westeuropäischen Länder zu erreichen, das nach Rechnung der EU (Eurostat) derzeit bei gut 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens und damit deutlich höher
liegt als das deutsche.“ (Parteiprogramm BTW 2025) Ferner
Arbeit muss sich lohnen – Niedriglohnsektor und
Mittelstand entlasten
Familiensplitting einführen
Vermögen- und Erbschaftsteuer abschaffen
Erhöhung Sparerpauschbetrag
Das Geld dazu will die AfD auf folgende Weise ersparen.
sofortige Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland sowie die Instandsetzung der Nord Stream-Leitungen.
Die Zukunft der Ukraine sehen wir als neutralen Staat außerhalb von NATO und EU
Konnexitätsprinzip einhalten
Zuwendungen an Nichtregierungsorganisationen reduzieren
Wahre Kosten der Asylpolitik freilegen
Steuerfinanzierte Öffentlichkeitsarbeit der Regierung
drastisch kürzen
Abschaffung aller CO2-Abgaben
Deutschland muss aus dem Euro-System austreten
Staatsgold zurückholen
Keine Schuldenaufnahme durch die EU: Kredite nur auf
nationaler Ebene
Keine deutsche Haftung für ausländische Banken
Target-2-Risiko beenden
Da habe ich für all die … geschrieben, die zu faul sind, ins AfD Progamm zu schauen, und einfach dummes Zeug behaupten.
Ach du meine Güte, schon wieder die Parteigläubigen! Ich dachte auf dieser Plattform sei Werbung untersagt, gerade religiöse?
Aber da sitzen sie wieder wie die Pilger mit ihren Reliquien vor der Tempelmauer und rufen: „Seht her, hier steht es doch geschrieben!“ Als hätte jemals ein Parteiprogramm bewiesen, was eine Partei später wirklich tut!
Die einen glauben an den Markt, die anderen an den Staat, wieder andere an die Revolution. Und hier offenbar einer an PDF-Dokumente.
Natürlich verspricht die AfD höhere Renten, niedrigere Abgaben, Frieden auf Erden, sichere Grenzen, solide Finanzen, günstige Energie – kurz: eine glänzende Zukunft. Würde man die Gesellschaft nach Parteiprogrammen beurteilen, müsste man hier seit Jahrzehnten im Paradies leben. Parteien versprechen nämlich immer das, was ihre Wähler gern hören. Das ist ihr Geschäft. Der Metzger hängt ja auch kein Schild ins Schaufenster mit der Aufschrift: „Heute etwas schlechtere Wurst!“
Die eigentlich interessante Frage lautet nicht: „Was steht im Programm?“ Sondern: „Was geschieht dann in der Wirklichkeit?“ Gerade nach der Wahl? Und: Wer zahlt am Ende die Zeche?
Also spart euch den missionarischen Eifer! Der Wisch ist kein Hinweis auf die Zukunft, sondern das Lockmittel einer Partei. Das ist ein Unterschied. Und irgendwann sollte man sich, wie ich finde, als erwachsener Mensch eine einfache Frage stellen: An wie viele politische Heilsbringer will man denn noch glauben, bevor man merkt, dass Wahlprogramme wie Weihrauch im Tempel sind? Der Duft der Verheißung – nicht der Beleg ihrer Erfüllung.
Ah, da ist so einer. Er kommt mit der billigsten Ausrede. Geisler hat gesagt, Wahlversprechen seien keine Lügen, weil man sie nur macht, um Wahlen zu gewinnen. Aber man kann sich schon vorstellen, dass die AfD die CO² Steuer abschaffen und die Target-Risiken abschaffen will, falls man weiß was das ist. Aber ich glaube, dieser Kommentator schreibt das ganze nur, weil er Anhänger von einer linken Partei ist.
Wie beruhigend: Wer ein Wahlprogramm nicht für eine Offenbarung hält, muss natürlich heimlicher Anhänger der Gegenseite sein. Das erspart die Mühe, auf das Argument einzugehen. Und es zeigt bloß, dass das alte Stammesdenken inzwischen sein digitales Update erhalten hat.
Parteiglaube ist und bleibt eine der erfolgreichsten Ersatzreligionen der Moderne. Früher stritt man über Heilige und richtige Dogmen, heute über Vorsitzende und erlösende Parteiprogramme. Die einen schwenken PDFs, die anderen Konterfeis – und alle sind überzeugt, im Besitz der alleinseligmachenden Wahrheit zu sein.
Wer bei den Riten nicht ehrfürchtig mittanzt, ist selbstverständlich ein Ketzer. Ablass erhält nur, wer alle paar Jahre die richtigen Kreuze auf einen Zettel malt und ihn in die demokratische Opferurne wirft. Andernorts werden die elektoralen Kultfeste wenigstens von Speis und Trank begleitet. Hier gibt es einstweilen nur Talkshows und Elefantenrunden.
Mir sind die Blauen so fremd wie die Grünen, Schwarzen und Sonstigen. Geht mir einfach aus der Sonne und verschont mich mit dem Versuch, aus Wahlprogrammen Weissagungen und aus jeder Abweichung von der eigenen Lehre Charakterstudien abzuleiten. Wer in jedem Andersdenkenden sofort den Anhänger der Gegenseite erkennt, hat das Lagerdenken längst verinnerlicht, das er angeblich durchschaut.
Parteiprogramme lügen noch mehr als viele Politikerinnen und Politiker.
1. Zitat: „Arbeit muss sich lohnen“. – Soll das witzig sein?
Arbeit hat sich noch nie gelohnt oder schon mal einen Busfahrer oder eine Altenpflegerin gesehen, die 45 Jahre lang Vollzeit gearbeitet hat und sich mit ihrem Lohn/Gehalt eine Ferienvilla im Tessin mit privatem Hubschrauberlandeplatz und privatem Tennisplatz „erarbeitet“ hat? Dann zeigen Sie mir bitte diesen Busfahrer oder diese Altenpflegerin, Herr Torwächter!
Warum stimmen die blauen Kämpferinnen und blauen Kämpfer für die Interessen der Arbeiterinnen/Arbeiter dann immer dagegen, wenn der gesetzliche Mindestlohn um lausige 15 oder 20 Cent pro Stunde (brutto!) angehoben werden soll? Gehören die Geringverdiener etwa nicht zu den „Arbeitenden“ wie die regenbogenfarbenen Wokies das nennen?
In der Werbung wird fast auch immer angelogen: Kauf das Waschmittel Sauber 3000plus mit der Aktivkraft von Meista Poppa, dann gehen die Tomatenketchup-, die Rotwein- und Motorölflecken auch bei 30 Grad Celsius aus dem weißen T-Shirt. Ich hab das mal getestet, das stimmt einfach nicht. Das ist eine dreiste Lüge.
2. Zitat: „Mittelstand entlasten“ – Klingt das nicht romantisch wie ein himmelblauer „alternativer“ Himmel, wenn es zwei oder drei Wochen lang geregnet hat? Die Frage ist doch, wie definiert man „Mittelstand“ ganz abgesehen davon, dass man den „Mittelstand“ nicht mit der „Mittelschicht“ verwechseln darf. Gehört der kleine Bäcker mit den zwei Angestellten und der Verkäuferin (diese Bäcker gibt es sowieso fast nicht mehr) auch zum „Mittelstand“ oder sind das Unternehmen mit einen Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe und einem Jahresgewinn nach Steuern in Höhe von 50 Millionen Euro? Das ist ja ein „kleiner“ Unterschied oder etwa nicht?
3. Zitat: „Vermögen- und Erbschaftsteuer abschaffen“ – Da fragt meinereiner, hat die blaue AfD nicht mitbekommen, dass seit 1996 (oder war es 1997, aber das ist auch egal) in diesem „demokratischen und sozialen Bundesstaat“ (Art. 20 Grundgesetz) gar keine Vermögensteuer mehr erhoben wird?
Und was die Erbschaftsteuer angeht, dann zahlt die Halfte der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland keine Erbschaftsteuer, weil es da einfach nix zu vererben gibt und auch nie etwas zu vererben geben wird. Und wenn man eine Villa mit Privatpark und privatem Hubschrauberlandeplatz im Wert von fünf oder 10 Millionen Euro erbt, dann ist es doch sozial gerecht, wenn man darauf ein paar Euro Erbschaftsteuer zahlt, weil sich der Busfahrer und die Altenpflegerin nie eine Villa mit Privatpark und privatem Hubschrauberlandeplatz für fünf oder 10 Millionen Euro leisten kann.
Ganz abgesehen von diesen milliardenschweren „Superreichen“, die immer reicher und reicher und reicher werden. Schon mal „Monopoly“ gespielt, Herr Torwächter? So funktioniert das „Spiel der Superreichen“: Am Anfang sind alle Mitspieler gleich reich. Und wie endet dieses „Spiel“ immer, wenn man es lange genug spielt? Einer wird immer reicher und reicher und reicher und reicher und reicher und reicher, die anderen Mitspieler verschulden sich, kommen aber auf keinen grünen Zweig mehr. Das Spiel läuft sich irgendwann tot. So funktioniert auch der real existierende Kapitalismus, wenn man dem Kapitalismus keine ökonomischen und sozialen Grenzen setzt. Jeder kann superreich werden, aber nicht alle! Zwischen JEDER und ALLE ist ein gewaltiger UNTERSCHIED. Die blaue AfD wurde bekanntlich einmal von Wirtschaftsprofessoren gegründet. Offenkundig haben sogar diese „Wirtschaftsprofessoren“ das Prinzip von Monopoly nicht ganz verstanden.
4. Zitat: „Erhöhung Sparerpauschbetrag“ Da wäre ich dabei. Der FB bzw. der Pauschbetrag wurde seinerzeit von einem gewissen Dr. Helmut Kohl von den vereinigten „christlichen Demokraten“ von 6.000 DM auf 3.000 DM pro Kopf halbiert. Die Frage ist, wie hoch soll der Pauschbetrag sein? Das muss man doch dazu sagen. Es macht einen Unterschied, ob er auf 2.000 oder 3.000 Euro pro Kopf oder auf 20.000 Euro oder auf 30.000 pro Nase angehoben werden soll. 20.000 oder 30.000 Euro steuerfreie Kapitaleinkünfte pro Jahr sind nämlich etwas anderes als 2.000 oder 3.000 Euro oder etwa nicht?
5. Zitat: „Steuerfinanzierte Öffentlichkeitsarbeit der Regierung drastisch kürzen“ – Damit könnte ich mich anfreunden. Das gilt aber auch dann, wenn die AfD die Regierung stellt oder? Außerdem sollte die AfD dann vorher offenlegen, wer wann welche Summen an die blaue AfD spendet und wer die blaue „Alternative“ sponsert oder? Wenn eine Partei Teil der Regierung ist, dann kann doch auch die Partei Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Regierung machen, das muss ja nicht die Regierung selbst (via Bundespressekonferenz, Regierungssprecher usw.) oder verdeckt über NGOs machen, die von der Regierung bezahlt werden oder?
6. Zitat: „Staatsgold zurückholen“ – Kann man machen. Ob es der alleinerziehenden Putzfrau dabei hilft, eine bezahlbare Wohnung zu finden, daran habe ich allerdings begründete Zweifel. Den Leuten, die sich bei der Tafel anstellen, hilft es sicherlich auch nicht oder wollen Sie denen dann vom „Staatsgold“ 10 Gramm abgeben?
Noch Fragen Kienzle? Nein Hauser. Dreh die Heizung ab! Solche Termperaturen vertragen meine Tillandsien auf Dauer nicht!
Hallo Redaktion
als der Doppelkommentar von „Dr. Klöbner“
gelöscht wurde, haben Sie meine Antwort auch gerade gelöscht, herzlichen Dank.
Das ist ja unfassbar, hier bahnt sich eine Verschwörung größeren Ausmaßes an. Jetzt heißt es wachsam sein.
Auf geht’s, Buam!
Die „Börsen-Rente“ wird ganz sicher „sischa“ sein! Da beißt bestimmt die Maus keinen Faden ab. Nun, gut, 0,2% vom Brutto von uns allen, da wird sich doch wohl was machen lassen, oder?
Wann war’s denn, stimmt – erst gestern! Da hat der Blackrock-Kanzler sie verkündet (und die Sozen haben Beifall geklatscht und der Sprecher der Arbeitgeber – hä? – übrigens auch) und wie um ihm Beistand hinter der Fichte zu gewähren, hat der beliebteste Politiker (Soze&Kriegsminister) ever seinem größten zuliefernden Rüstungskonzern – der mit den höchsten Kurshoffnungen aller Zeiten – seinen vielversprechendsten Auftrag entzogen. Ja doch, jetzt herrschen – Gott sei’s gedankt – wieder&endlich Kurs-Entwicklungsmöglichkeiten – somit gilt „Lasset die Kindlein zu mir kommen!“. Von in Jahren&Jahrzehnten unter 100 dümpelnd binnen kurzem zum shooting-star prosperiert und beim Wert von 1500 gelandet, sanft abgestiegen – trotz Experten-Mutmaßungen bis zu … egal – und jetzt heute der crash, ein gewaltiger zumal – um Gottes Willen runter unter 1000! Da haben wohl ein paar übliche Verdächtige Platz schaffen wollen für unsere Börsen-Renten-Bezieher (ehe). Na klar doch!
Ja Leute: Da weder die Schweiz noch Österreich die Recourcen hat noch deutlich mehr Deutsche aufzunehmen und ihr chancenlos seid, den deutschen Staat zu ändern, müsst ihr euch selbst verändern! Das beginnt damit in Sprachkurse zu investieren, anstelle in nutzlose Rentenbeiträge und Kriegsvorbereitungen, um euch von diesem Land verabschieden zu können. Klingt hart, aber ist Tatsache! Haben schliesslich andere Staatsangehörige in umgekehrter Richtung auch getan bzw. tun müssen. Davon abgesehen, das es jetzt euch selbst trifft, gibt es nur einen Unterschied: Auf euch wartet nirgendwo ein Sozialsystem, welches euch bei eurer Ankunft freudig begrüssen wird. Ihr müsst erstmal Jobs finden, um euch einige Jahre einleben zu können, bevor das Sozialsystem oder eine Arbeitslosenversicherung greift; ihr seid schliesslich keine Ukrainer mit Sonderstatus – nirgends auf der Welt!
Einen wichtigen Punkt in der geplanten Rentenreform hat die Autorin nicht erwähnt. Es geht nicht nur um einen Zwang zu einer „kapitalgedeckte“ Rente, nein viel schlimmmer. Es geht um einen Zwang zur Beteiligung an einem Staatsfond.
D.h. wir dürfen nicht mehr selbst entscheiden, in welche Anlageformen wir investieren wollen, so wir den überhaupt bei den krassen Steuerabgaben noch dazu Geld haben. Nein, jeder wird gezwungen einen Teil seinenes Einkommen in den Staatsfond zu stecken. Die Regierung entscheidet dann wohin das Geld fließt. Und das wird 100% zu Rheinmetall & Co gehen.
Genauso hat die Ruinierung der kapitalgedeckten Rente vor dem ersten und vor dem 2. Weltkriegangefangen.
> Es geht um einen Zwang zur Beteiligung an einem Staatsfond.
Oh das war mir neu, danke.
Dachte es gäbe eine freie Wahl des Fonds.
Das wirft ein sehr schlechtes Licht vorraus.
> Genauso hat die Ruinierung der kapitalgedeckten Rente vor dem ersten und vor dem 2. Weltkriegangefangen.
Und alle sparen auf ein Volksauto äh ihre Rente.
Na ja, die Methode ist doch schon sehr sehr lange bekannt. Der gläubige Christ soll sich seit jeher in ärmlicher Bescheidenheit üben und wird dann im Jenseits dafür trefflich belohnt. Zeitgemäß und modern erscheint es da, dem gläubigen Bürger als Verfügungsmasse zu sugerieren, er könne nach hinreichendem Verzicht und fleißig erarbeiteten Profiten einen beamtengleichen Ruhestand sorglos genießen. Diesen aber bei zeitigem Ableben sowie inflations- und spekulationsbedingt eben nur recht kurz. Das ewig andauernde Himmelreich war da eigentlich vielversprechender.