
Der Dieseldeal und die gleichzeitige Vorstellung einer NATO-Siegesstrategie werfen die Frage auf, wie sich die US-Verhandlungsbereitschaft zu den militärischen Planungen gegenüber Russland verhält. Der sichtbare Gegensatz zu den Europäern erscheint dabei weniger als grundlegender Dissens denn als Teil einer gemeinsamen Linie.
Oft erscheinen die USA in der aktuellen Auseinandersetzung mit Russland als die vernünftige Kraft, da sie auf Verhandlungen setzen, während die Europäer und allen voran die deutsche Bundesregierung sich als die Geisterfahrer der Eskalation gegenüber Moskau präsentieren. Der jüngste Einkauf russischen Diesels durch US-Präsident Donald Trump sowie die weiteren Waffenzusagen von Friedrich Merz an die Ukraine scheinen diesen Eindruck zu bestätigen. Doch wer sich davon leiten lässt, hat die US- und NATO-Strategie gegenüber Russland schlicht nicht verstanden.
Die Siegesstrategie aus Warschau
Fast zeitgleich zum Dieseldeal hat der US-amerikanische General Alexus Grynkewich, Oberkommandierender der NATO in Europa, in Warschau die NATO-Strategie für den Sieg gegen Russland vorgestellt. Eine Strategie, die die Kriegsgefahr zwischen dem Westen und Moskau erneut steigert und auch das Risiko eines Atomkrieges massiv erhöht, obwohl sie sich als Verteidigungsstrategie präsentiert. Allein schon die Erwägung, bei einem Grenzkonflikt direkt Atomwaffen einsetzen zu wollen, wie auch tief in Russland zuschlagen zu wollen, dürfte in Moskau als weiterer Aggressionspunkt wahrgenommen werden. Man muss davon ausgehen, dass Grynkewich seine Siegesstrategie bis zum letzten Komma mit der US-Administration abgestimmt hat. Ja, die NATO-Strategie zur Eskalation ist nichts anderes als das Werk von Donald Trump und seinen Getreuen.
Verhandlungen als Kriegsführung
Auch aufgrund der Tatsache, dass der Dieseldeal die Preise in den USA nicht senken wird, liegt nahe, dass es sich sowohl bei der US-Verhandlungsbereitschaft als auch bei einem kurzfristigen Aussetzen der Sanktionen um eine Strategie der Kriegsvorbereitung handelt. Wie jüngst gegenüber dem Iran müssen die US-Verhandlungen als Teil der Kriegsführung eingestuft werden. Was Russland angeht, gibt es eine lange Geschichte der Scheinverhandlungen und gebrochenen Versprechen. Vom Ausschließen der NATO-Osterweiterung über die Minsker Abkommen, die nur geschlossen wurden, so die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel, um der Ukraine Zeit für die Aufrüstung zu verschaffen, bis hin zu den Verhandlungen in Istanbul, die die USA und ihre Verbündeten dann wieder kassierten, als es ihnen opportun erschien.
Die NATO-3.0-Konzeption schreibt die Geschichte des Tarnens, Täuschens und Tricksens fort. Im Rahmen von NATO 3.0 treten die USA in Europa in den Hintergrund, da sie ihre Ressourcen auf Ost- und Westasien ausrichten, während die Europäer ihren Krieg gegen Russland weiterführen sollen. Und auch die globale Ausweitung der Kampfhandlungen gegen Russland ist Teil der US-Konzeption. Die USA stehen im Zentrum der Aktionen gegen russische Schiffe, als Teil eines Schattenkrieges gegen Moskau. Dass sie dabei auch die Schützenhilfe der Europäer haben können, versteht sich von selbst. Man muss davon ausgehen, dass auch das Aufbringen eines Tankers durch die Franzosen im südlichen Indischen Ozean dieser gemeinsamen Verabredung zur Eskalation folgt.
Die Zeichen stehen auf Sturm
Nur Simpel lassen sich vom Theaterdonner zwischen den USA und den Europäern um die Diesellieferungen beeindrucken. Die Zeichen stehen auf Sturm. Wer wirklich sagen will, was ist, und verändern will, der muss auch von den USA und der NATO sprechen oder für immer schweigen.





Aber der US-amerikanische General Alexus Grynkewich, der die NATO-Strategie für den Sieg gegen Russland vorgestellt hat, zeigt genau auf, das es Unterschiede zwischen Trump, dem Pentagon und er CIA gibt.
Es ist schon seltsam, dass eine Raffinerie in Rostow am Don getroffen wurde, kurz nachdem das angebliche Abkommen zum Nichtangriff auf Energieanlagen, verkündet worden war. Denn die Ukraine ist nicht in der Lage, Drohnen präzise zu steuern. Rostow liegt zwar sehr nahe an der Donbass-Front, dennoch müssen mehrere russische Überwachungssysteme umgangen werden. Normalerweise übernehmen das die USA oder einer der wütenden NATO-Mitglieder, wie zum Beispiel die ruchlosen Briten.
Es gibt da ein Problem. Simplicus (und viele andere Kommentatoren) behaupten, das Hauptquartier für all diesen Wahnsinn liege in Wiesbaden – aber Wiesbaden ist ein US-Hauptquartier. Da stimmt doch etwas nicht. Denn wenn das Hauptquartier in Wiesbaden die Fäden zieht, dann würde ein Anruf des Oberbefehlshabers (=POTUS) dem Ganzen ein Ende setzen. Wenn die Ukraine weiterhin Raffinerien angreift, dann ist entweder Wiesbaden nicht das Hauptquartier ODER die Ukraine braucht die NATO nicht.
Der Krieg in der Ukraine wird von der CIA geführt, nicht vom US-Präsidenten.
Der Krieg wird zum Vorteil der Banken und ihrer Handlanger geführt, die CIA und das Pentagon haben die Fäden in der Hand. Donald Trump spielt keine Rolle. Dem Tiefen Staat ist es völlig egal, ob er mitmacht oder nicht.
Die ukrainische Führung ist nicht bereit, Russland Zugeständnisse zu machen. Ihre Truppen erleiden Niederlagen. Die Wirtschaft liegt am Boden. Sie überlebt dank europäischer Subventionen, von denen ein Großteil von den Machthabern veruntreut wird. Ihre einzige Hoffnung, den Geldfluss aufrechtzuerhalten, besteht darin, die Angriffe fortzusetzen.
Operative Gruppen innerhalb der CIA und des Pentagons stehen in täglichem Kontakt mit Ukrainern und wollen deren Aggression gegen Russland nicht beenden.
Wenn dann die CIA oder der MI6 mit massiver Rechenkapazität aller NATO-Rechenzentren zur Auswertung von Satteliteninformationen, der Gefechtsfeld-Software von Palantir und der optimierten Kill-Chain von Wiesbaden in die Ukraine. Im Höchstfall drückt ein Mensch, der in eine UA-Uniform gesteckt wurde noch einen rot-leuchtenden Buzzer-Knopf. Der weiß weder wo die Rakete hinfliegt, noch von wem die Zielkoordinaten kommen, wenn das nicht auch schon von Wiesbaden aus erledigt wird.
Die Russen wissen das.
„Es ist schon seltsam, dass eine Raffinerie in Rostow am Don getroffen wurde, kurz nachdem das angebliche Abkommen zum Nichtangriff auf Energieanlagen, verkündet worden war..“
Es gibt kein Abkommen zwischen Moskau und Kiew zum Nichtangriff auf Energieanlagen. Den sog. „energy truce“ hat Trump auf seinem „Truth Social“ -account ausgerufen.. That’s all. Wer Trump heute noch enst nimmt, beweist nur, dass er die Kontrolle über sein eigenes Leben verloren hat.
Ich habe ja auch besonders hervorgehoben:
Donald Trump spielt keine Rolle
Schon klar das es das Abkommen nicht gibt, es sollte damit auch nur gesagt werden, das Pentagon, die CIA und der MI6 machen was sie wollen. Diese Organisationen führen den NATO-Krieg gegen Russland. Die Ukraine wird nur benutzt.
Den USA, Europa und ihrer NATO ist aufgefallen, dass sie gegen Russland verloren haben. Russland wurde nicht politisch von innen zersetzt, sturmreif sanktioniert und steht künftig nicht zur
Partitionierung bereit.
Russland wurde nicht isoliert, sondern
arbeitet eng mit China, Iran und der halben Welt in multilateral ausgerichteten Gremien zusammen.
Der amerikanisch geführte Westen ist mit sein Aggressivität aus der Zeit gefallen. Er bestimmt nicht mehr über die Verteilung der Rohstoffe der Welt.
Mit ihren aufgeblasenen Backen und Drohgebärden gehen sie nun langsam dazu über, ihre Verhandlungsposition
stärken zu wollen um am Ende nicht wie
begossene Pudel dazustehen.
Die Akteure des Westens sind zu gierig, um mit ihrem Raubgut den Untergang des Imperiums zu begleiten.
‚Wer wirklich sagen will, was ist, und verändern will, der muss auch von den USA und der NATO sprechen oder für immer schweigen.‘
Liebe Frau Dagdelen. Wer Russland nur als armes Opfer darstellt und immer noch das schepse Bild vom ewighändereichenden, gutmütigen und verhandlungswilligen Herr Putin vertritt, die hat vom Zustand, wie er ist, nun wirklich nichts begriffen. Schweigen müssen Sie deshalb nicht, aber über die Bücher. Putin will die bedingungslose Kapitulation der Ukraine plus Abtretung von Gebieten, die nicht mal unter Kontrolle Russlands sind nach dem alles nach Plan laufenden 4,5 Jahren alten Spezialoperatiönchen. Waffenstillstandsangebote werden reihenweise verworfen.
Ich mag Frau Dagdelen grundsätzlich, haben in vielen Gebieten ähnliche Meinungen. Aber was sie Tag für Tag, sicher auch zu Oppositionszwecken über das ach so arme, verschupfte Russland von sich gibt. Seit 4,5 Jahren fliegen Bomben und wird mit der Atombombe gedroht. Wer da die komplette Schuld nur bei der USA und der NATO sucht, sollte wie gesagt nicht schweigen, aber nicht nur zwecks Wählerbindung die Realität komplett ausblenden.
Wer Frieden schreit und gleichzeitig mit der Russlandfahne schwenkt, die kann ich beim besten Willen nicht mehr ernst nehmen.
Für Herrn Gamser, für den Putin die Ausgeburt des Bösen ist, hier noch einmal die ganze Geschichte:
https://www.infosperber.ch/politik/welt/der-russische-angriffskrieg-hat-eine-verdraengte-vorgeschichte/
„hier noch einmal die ganze Geschichte.:.“
>Infosperber hat sich für eine dreifache Strategie entschieden: Für Russland eintreten heisst 1. Putin als Hoffnungsträger verteidigen, besonders seine Aussenpolitik als berechtigt und friedensstiftend verstehen, 2. Missstände in Russland, die durch Putins 20-jährige Regierung mitverantwortet werden, verschweigen, um der antirussischen Propaganda nicht in die Hände zu arbeiten, und 3. die Ukraine in schwarzen Farben schildern, so dass Russland im Vergleich heller strahlt und Putins Ukrainepolitik sich umso besser rechtfertigen lässt.<
https://www.infosperber.ch/politik/europa/russland-verstehen-mit-infosperber/
> Wer Frieden schreit und gleichzeitig mit der Russlandfahne schwenkt
Testweise habe ich bei Google mal „was sagen die ukrainer zum krieg“ eingegeben. Die KI meldet ich erst gar nicht. Erster Treffer ist eine bpb.de-Seite, die sich mit Umfragen aus dem Januar beschäftigen. Dann ein Artikel der über Mythen über die Ukraine wie die Nazis informieren will.
Aber dann ein Artikel vom August „Wie blicken die Menschen in der Ukraine auf den Krieg?“
13.08.2025 — Etwas mehr als zwei Drittel sagen, die Ukraine sollte so schnell wie möglich durch Verhandlungen ein Ende des Krieges erreichen.“
Grundlage ist eine Gallup-Umfrage. Da meldet sich die Google-KI auch wieder.
Fragt man nach weiteren aktuellen Umfragen gibt’s noch eine vom Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (KIIS): 75% für Frieden, aber ohne Kapitulation, also irgendwie fühlen sie sich noch als Sieger.
Dann schiebt die KI nach, dass es auch eine aktuelle KIIS-Umfrage gibt, dass 66% der Ukrainer an eine EU-Mitgliedschaft glauben. So in die Richtung, OK, dass das mit der Nato doch nichts wird, hat ja schon Biden gesagt und scheint’s hat sich das rumgesprochen, aber die EU ist seither doppelt lieb zu uns – tja – die lieben uns komplett.
Die Ukrainer haben scheint’s nicht mitgekriegt, dass das offizielle Deutschland auch mal die Syrer liebte und die afghanischen Ortskräfte.
Puh. Wow. So im Ungefähren Frau Dagdelen?
Ich sehe bei den USA eher den Wunsch endlich mit China zu eskalieren, als den Vorgang oder die Vorbereitung. Dabei schließen sich die Fenster, technologisch noch Druck ausüben zu können, mit jedem Jahr. Die USA hängen derzeit im Golf in den Seilen. Die einstmals sicheren Verbündeten in Asien sehen das durchaus. Sehen, dass Manöver und Militärstandorte nicht gleichbedeutend mit realer militärischer Macht sind, wenn der Ernstfall mit einem gut vorbereitet Gegner eintritt.
Auch im Ukrainekrieg ist längst gesagt, dass wenn die konventionelle Niederlage droht, der Griff zu den Atomwaffen eingeplant ist.
Trotzdem die Nato wacker Nachschub liefert, wird das Frontland zerstört und die Erinnerung, dass es zuvor so viele Möglichkeiten gegeben hätte, die Sache glimpflich zu lösen, schleicht sich nur bei den tief ideologisch verstrickten nicht ein.
All die süd-östlichen China-Anlieger sind auf US-Lieferungen angewiesen, ähnlich wie die Ukrainer und die Golfanrainer. Die haben inzwischen gemerkt, dass wenn sie keine US-Soldaten im Land haben, sie auch vor Raketenangriffen sicher sind. Nur die Saudis nicht, die so reich sind, dass sie sich gegenüber den Huthis so überlegen fühlen, dass sie sich den Krieg gerne leisten. Noch lieber wie das die EU gegenüber Russland tut.