
Die Trump-Administration setzt auf totale Eskalation: Von neuen Angriffen auf den Iran über ukrainische Drohnenattacken auf Russland bis hin zur Ausweitung der nuklearen Teilhabe in Osteuropa. Während Washington einen atomaren Weltkrieg riskiert, leistet die Bundesregierung aktive Beihilfe.
Je schneller sich der Niedergang der USA vollzieht, desto nervöser agiert die Trump-Administration. „Du bist doch total verrückt“, soll US-Präsident Donald Trump seinen engsten Partner im Nahen Osten, Israels Premier Benjamin Netanyahu, in einem Telefongespräch beschimpft haben. Der Grund: Israel greift den Libanon weiter an und verweigert sich einer Waffenruhe. Zugleich sind es die USA, die den Iran Anfang Juni erneut bombardieren und im Gegenzug ihre Vasallen am Golf iranischen Gegenangriffen aussetzen.
Totale Eskalation gegen Russland
Auch die ukrainischen Drohnenangriffe auf Sankt Petersburg kurz vor dem Internationalen Wirtschaftsforum SPIEF am 3. Juni, die ohne Beteiligung der USA und der NATO kaum möglich gewesen wären, sind deutliche Zeichen, dass die Trump-Administration zur Überzeugung gelangt ist, global nur noch mit totaler Eskalation die BRICS-Staaten machtpolitisch herausfordern zu können.
Das SPIEF wird oft als „russisches Davos“ bezeichnet und gilt als eines der einflussreichsten Wirtschaftstreffen weltweit. Saudi-Arabien ist in diesem Jahr Ehrengast. Neben Russland sind Vertreter aus China, Indien, Saudi-Arabien, weiteren Golfstaaten, der Türkei, Afrika, Lateinamerika und Zentralasien vertreten.
Man muss davon ausgehen, dass jeder ukrainische Angriff auf Sankt Petersburg und andere russische Städte mit den USA und der NATO abgestimmt ist. Es gibt keine ukrainische Autonomie für diese Angriffe, weder finanziell noch operationell. Kiew ist auf Fähigkeiten angewiesen, über die allein die USA und die NATO verfügen.
Atomwaffen direkt an Russlands Grenze
Die Bereitschaft zur totalen Eskalation wird auch durch eine Meldung illustriert, wonach die USA die nukleare Teilhabe auf weitere NATO-Staaten in Osteuropa ausweiten wollen. Bisher sind lediglich Großbritannien, die Türkei, Italien, Belgien, die Niederlande und Deutschland in die Einsatzplanung von US-Atomwaffen nach Freigabe durch den US-Präsidenten eingebunden. Zwar wurden noch keine konkreten Länder genannt, doch liegen Polen, die baltischen Staaten, Finnland und Rumänien nahe. Polen hat seine Bereitschaft bereits erklärt.
Das wäre vergleichbar damit, dass Russland Atomwaffen auf Kuba stationiert – etwas, das die USA niemals zulassen würden. Sollten die US-Planungen über die Stationierung von Atomwaffen unmittelbar in der Nähe Russlands realisiert werden, wäre dies eine dramatische Wende für die Sicherheit in Europa. Die Atomkriegsgefahr würde vor dem Hintergrund geplanter weitreichender Raketen, die russische Kommandostellen binnen weniger Minuten ausschalten könnten, massiv ansteigen. Entsprechende Pläne sind vom Weißen Haus nur ausgesetzt, nicht aufgehoben.
Deutsche Beihilfe zur US-Eskalation
Die Bundesregierung leistet dieser US-Eskalationsstrategie aktive Beihilfe – durch eigene Raketenstationierungspläne ebenso wie durch das Vorhaben, sich über Frankreich unter Bruch des Zwei-plus-Vier-Vertrags Zugriff auf Atomwaffen zu verschaffen.
Zugleich versuchen die USA, die NATO-Kampfzone auszuweiten, indem sie asiatische Staaten stärker in den Militärpakt einbinden. So beteiligt sich Tokio nun am NATO-Hauptquartier für die Ukraine in Deutschland durch die Entsendung von Soldaten und stockt zugleich seine Finanzierung der Ukraine auf.
Die jüngsten Entwicklungen legen nahe, dass die NATO und die europäischen Verbündeten eng in Washingtons Eskalationsstrategie eingebunden werden sollen. Auch die Führungsrolle der USA beim NATO-Manöver in der Ostsee vom 4. bis 20. Juni zeigt, dass man die Verbündeten zwar nutzen, geopolitische Geländegewinne der Europäer aber deutlich begrenzen will.
Bei den USA gilt: Man muss sie an ihren Taten messen. Allen öffentlichen Friedensbekundungen und Verhandlungen im Ukraine-Krieg zum Trotz stellt Präsident Trump die Weichen, um einen atomaren Weltkrieg zu riskieren. Für die Verbündeten der USA – sowohl am Golf als auch in Europa – wird die Bündnisfrage zunehmend zur Existenzfrage.




Nun ja, Trumps zweite Amtszeit, die eigene Lebensspanne befindet sich auf der Zielgraden, der Friedensnobelpreis passé
( obwohl, man weiß ja nie, wenn man bedenkt wer und was sich damit schmücken darf ); wie soll man damit in die Geschichte eingehen, wo doch die Zeit knapp wird?
Im Grunde bleibt doch nur die Herostraten-Rolle, wenn ich den Artemistempel schon nicht bauen kann, kann ich ihn wenigstens abbrennen!
So gesehen, befindet er sich zumindest in dem Fall auf einem guten Weg!
Intel, Boing oder die deutschen Autobauer sind ziemlich gute Beispiele dafür, in welchem Maße der Wertewesten derweil abgehalftert ist: Da wird nicht mehr in die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit der Unternehmen investiert, sondern lieber die Shareholder mit Dividenden gepampert, während man meint, mit der überkommenen Technologie und Innovationen in Trippelschritten die Welt beglücken zu können. Machen es andere Länder wie China anders, wird, statt diese Praxis in Frage zu stellen, nach Protektionismus gerufen und schön weitergemacht wie bisher.
Auch dieses jämmerliche Geheule, dass man ja bei Solarzellen (und zunehmend auch Windkraftanlagen) von ausländischen, meist chinesischen Lieferanten abhängig sei, ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, denn man hat beide Industrien, die hierzulande durchaus florierten, sehenden Auges vor die Wand gefahren.
Geopolitisch läuft es exakt genau so. Anstatt diesen ekelhaften und arroganten, kolonialistischen Habitus gegenüber anderen Ländern endlich mal abzulegen, wird einfach weiter so verfahren und im Zweifel mit völkerrechtswidrigen Mitteln eskaliert durch ‚Politiker‘, die gefühlt nicht weiter als von der Tapete bis zur Wand denken können.
Da fällt mir ein schöner Spruch ein, den ich mal in einem Forum gelesen habe:
„Arroganz ist nichts weiter als die Kunst, auf die eigene Dummheit auch noch stolz zu sein.“
Nun ja, bevor es die Welt inkl. Donald Trump in seinem Luxus-Betonbunker mit Whirl-Pool oder seinem fliegenden Luxusjet mit Cocktail-Bar trifft, wird es sicherlich zuerst Europa und vor allem Deutschland treffen. Der radioaktive Fallout, das kommt auf den Wind an, könnte vielleicht bis nach Mallorca reichen, aber auch das ist noch ganz weit weg von Washington und den USA.
Außerdem wird der Believe-me-it’s-true-Imperator aus dem Land mit der größten Freiheitsstatue der wertewestlichen Welt in diesem Jahr 80 Jahre alt. Dem Mann ist doch vollkommen egal, ob Europa und die Welt in fünf oder zehn Jahren in einem nuklearen Holocaust untergeht.
Man kann nur hoffen, falls es einen dritten (nuklearen )Weltkrieg gibt, dass das dann der finale Weltkrieg für die Spezies „Homo sapiens“ sein wird und sich vorher nicht noch ein paar „superreiche“ narzistische Multimilliardäre und egomanische Billionäre aus dem nuklearen Staub machen und ins Weltall verdrücken. Das wäre dann wirklich gefährlich für andere Planeten, falls es im Universum Lebensformen geben sollte, die nicht nur intelligent sind, sondern sich auch klug, weise, sozial und solidarisch verhalten oder?
Hoffen wir mal das Beste!
Vielen Dank, Frau Dagdelen, für die Einordnung!
Und genau deswegen bin ich auch immer
der Meinung gewesen, dass jegliche Diskussion,
wer wann in den USofA Präsident ist, für uns
in Europa völlig überflüssig ist:
Ob Trump, Biden oder die Mainzelmännchen,
die Politik der USofA bleibt geopolitisch
konstant.
Jede Diskussion über Trumps politische
Spielereien lenkt nur ab. Und ich bin
sicher, auch das ist so gewollt.
Ich hätte nicht Saudi Arabien als Ehrengast eingeladen. Das zeigt, was Russland von Menschenrechten hält, auch wenn sie betonen wie sehr sie in der Ukraine auf die Unversehrtheit von Zivilisten achten würden. Die Kriegführung der Rusen mag zwar nicht ganz so schlimm sein, wie der Genozid von Israel, aber die Saudis haben in Jemen auch einen Genozid begangen und über 370.000 Menschen umgebraucht laut Menschenrechtsorganisationen.
Auffällig ist die Berichterstattung in den deutschen Medien zum Ukrainekrieg:
bei SPON wird z.B. geklagt über mehr als 20 Tote in Kiew und schwere Angriffe, wie furchtbar das wäre für die Bevölkerung.
Im Artikel darunter wird aber der Angriff auf St. Petersburg gefeiert, natürlich keine Todesopfer vermeldet. Bei Welt wird „die Rache“ von Putin befürchtet. Diese professionellen „Journalisten“ machen Kriegspropaganda und sind Mittäter, was den Krieg gegen Russland betrifft.
Ich schaute mir gestern ein Video von APT an zu den letzten schweren Angriffen auf Kiew. Manche Kommentatoren behaupteten in Kiew gäbe es keine Luftabwehrraketen. Ich sah aber doch einige aufsteigen und hörte auch Luftabwehrgeschütze schießen. Trotzdem waren die Einschläge wohl stärker als in St. Petersburg.
Von den gegenseitigen Angriffen im Irankrieg fand ich überhaupt nichts. Da herrscht eine totale Nachrichtensperre seitens der USA. Aus Libanon sah ich von Electronic Intifada Videos von Hizbollah, wobei klar ist, dass der Kommentator den Effekt übertreibt, den deren Drohnenangriffe haben. Aber Israel meldet wirklich kaum bis keine Verluste, auch wenn sie vom Gegner klar mit Videos belegt sind.
Egal wer Krieg führt, sie alle versuchen zu verbergen, was sie da tun. Was schließen wir daraus?