Ölkrieg des US-Imperialismus gegen Kuba

Die Flagge Kubas.
Taymaz Valley from Ottawa, Canada, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Die USA forcieren durch Druck auf Mexiko einen Ölboykott gegen Kuba – ein gezielter Schlag, der die Insel wirtschaftlich in die Knie zwingen und einen Regime Change erzwingen soll.

Die Entscheidung der mexikanischen Regierung, kein Öl mehr nach Kuba verschiffen zu lassen, droht einen Countdown zum wirtschaftlichen Zusammenbruch der Insel einzuleiten. Nach dem Angriff der USA auf Venezuela hatte Washington in der Folge bereits verhindert, dass Öl aus dem Land nach Kuba exportiert werden konnte. Mexiko war kurzfristig eingesprungen und hatte über 40 Prozent der kubanischen Erdölimporte geliefert.

Der Ölstopp und die Belagerung Kubas

In der Konsequenz des mexikanischen Ölstopps, der auf Druck von US-Präsident Donald Trump erfolgt, wird aus dem US-Sanktionsregime gegen Kuba eine Belagerung, die auf die komplette Sabotage der Stromerzeugung, jeder Produktion und des Tourismus zielt. Im Kern zielt die Belagerung durch die USA aber auf einen Regime Change in Kuba binnen Wochen. Es geht darum, die Souveränität des Landes zu brechen.

US-Präsident Donald Trump jubiliert bereits, dass Kuba „kurz vor dem Scheitern steht“. Alle Investitionen, die auf eine Versorgung Kubas durch regenerative Energien setzen, greifen zeitlich zu kurz. Kuba kann die Jahre bis zu einem ordentlichen Funktionieren und einer Substitution der Ölimporte wirtschaftlich nicht durchstehen.

Die USA zielen auf den politischen Kollaps, der die Insel wie vor der kubanischen Revolution wieder unter die totale Kontrolle der USA bringen würde. Auch gezielte militärische Aktionen wie in Venezuela zur Durchsetzung der imperialistischen US-Strategie werden durch die Administration in Washington in Aussicht gestellt.

Imperialistische Expansion in der Hemisphäre

Damit setzt der US-Präsident seinen Krieg zur Beherrschung der westlichen Hemisphäre fort, auch um weltweit zu zeigen, dass andere Mächte kein Land auf dem amerikanischen Kontinent vor dem US-Zugriff schützen können. Bei seiner Strategie kennt der US-Präsident weder Freund noch Feind.

Was die europäischen NATO-Staaten als Verhandlungserfolg im Fall von Grönland feiern, ist im Grunde nichts anderes als die völlige Auslieferung des Landes an die USA mit gezieltem Zugriff auf alle Rohstoffe, wie die Möglichkeit, sich territorial über die Erweiterung und Gründung von Militärbasen auf der Insel zu erweitern. Selbst Argentinien unter Javier Milei, enger Verbündeter der USA, geht Gefahr, seiner Souveränität im Süden des Landes verlustig zu gehen. So mehren sich die Berichte, dass sich die USA den Zugriff auf den Hafen Ushuaia sichern wollen, der zentral ist für den Zugang zur etwa 1000 Kilometer entfernten Antarktis. Auch hier geht es um die Ausbeutung der Rohstoffe, die nur formal noch bis zum Jahr 2048 geschützt sind. Die argentinische Regierung hat jedenfalls eilfertig den Hafen ganz im Süden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht, offenbar um eine Übergabe an die USA zu erleichtern.

Globale Blitzkriegsstrategie der USA

Wie im Fall von Kuba legt Trump eine äußerste Geschwindigkeit vor. Die Vorbereitungen für einen US-Angriff auf den Iran laufen auf Hochtouren, verbunden damit, im Irak einen Premierminister Maliki zu verhindern, weil dieser sein Land nicht für einen Angriff auf Teheran zur Verfügung stellen würde. Offen droht der US-Präsident dem Irak, sollte dort der falsche Premierminister gewählt werden.

Um Russland und China in Sicherheit zu wiegen, geht die US-Administration scheinbar auf sie zu und befördert in einem Fall die Friedensverhandlungen, wie im anderen Fall der Wirtschaftskrieg für ein Jahr eingefroren ist. Wie im Vorfeld des Ukraine-Krieges setzen die USA auf einen neuen Betrug, um ihre Hilfsstaaten und -entitäten ungestört aufrüsten zu können. Es geht darum, unbotmäßige Länder in Windeseile beseitigen zu können, um den US-Imperialismus global zu erneuern, für die entscheidende Auseinandersetzung mit China.

Die NATO ist und bleibt das zentrale globale Instrument zur Durchsetzung der US-Hegemonie und um Europa mit in Haftung zu nehmen. Europa ist für die USA nichts weiter als ein Brückenkopf auf dem eurasischen Doppelkontinent und eine Erweiterung der westlichen Hemisphäre der USA.

Wer heute noch in Europa über den Ölkrieg der USA gegen Kuba jubiliert, könnte morgen schon ins Visier des US-Imperialismus geraten. Die USA setzen auf eine Blitzkriegsstrategie. Diese wird sicherlich anfangs beachtliche Erfolge zeitigen. Die entscheidende Frage aber ist, was sie an Gegenkräften unfreiwillig mobilisiert.

Die Vision einer US-kolonisierten Welt ist nichts weiter als ein Alptraum, der Widerstand herausfordert. Oder um es mit Che Guevara zu formulieren: „Unsere zwei größten Probleme sind erstens der Imperialismus und zweitens der Imperialismus.“

Sevim Dagdelen

Sevim Dagdelen war von 2005 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. Die Politikerin ist außenpolitische Sprecherin der Gruppe „Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW) und war Obfrau im Auswärtigen Ausschuss. Die Abgeordnete war Mitglied in der Parlamentariergruppe USA, in der Deutsch-Chinesischen sowie Deutsch-Indischen Parlamentariergruppe. Sevim Dagdelen war viele Jahre Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO, in der Abgeordnete aus den Mitgliedsländern des Militärpakts über sicherheits- und verteidigungspolitische Themen beraten.
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56 Kommentare

  1. Bei der EU erwarte ich keine Lernkurve. Die hat sich freiwillig in die fast völlige Energieabhängigkeit von den USA begeben in ihrem Russenhass.
    Einmal A****kriecher, immer …
    Die EU- und besonders die deutschen Politessen haben sich in ihrer Abhängigkeit von den USA bequem eingerichtet. Rückgrat gehört auch nicht gerade zu ihren hervorstechenden Eigenschaften.

    1. Das US-Kapital hat dafür gesorgt, dass die EU entsprechend seinen Wünschen funktioniert, indem es dafür sorgte, dass an den entscheidenden Hebeln der Macht Transatlantiker sitzen, die diese entsprechend bedienen.

  2. Den grenzenlos verbrecherischen Charakter des US-Imperialismus kennen wir alle – seit langem und mehr als zu Genüge.
    Was wirklich schlimm ist, ist der fehlende Mut Russlands und Chinas, ihre Verbündeten zu verteidigen.
    Wenn auch eine Verteidigung Venezuelas oder Kubas aus geographischen Gründen nur sehr bedingt möglich ist, so gilt/galt das nicht für Iran und Syrien. V.a. eine Befreiung Südwestrusslands und der Provinz Taiwan „vor der eigenen Haustür“ wird vor diesem Hintergrund überlebensnotwendig.

    1. Ich wüsste jetzt nicht, dass Venezuela oder Kuba Russlands Verbündete seien. Sicher, die Beziehungen sind relativ gesund, aber jetzt von Verbündeten sprechen ginge glaube ich zu weit.

      1. Die Beziehungen zu Kuba sind sehr stark traditionell bestimmt und heute nicht mehr so ausgeprägt wie zu Zeiten der SU. Mit Venezuela wurde erst letzten Oktober ein „strategisches“ Partnerschaftsabkommen unterzeichnet.
        Meines Wissens unterhält Russland ein formelles Beistandsbündnis nur mit Weißrussland und der Demokratischen Volksrepublik Korea, aber es gibt dann doch wesentlich mehr Länder, deren feindliche Übernahme Russland geostrategisch, ökonomisch und auch MORALISCH betrifft.

        1. „In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“

          Egon Bahr (1922-2015)

        2. https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_des_Vertrags_%C3%BCber_kollektive_Sicherheit
          Das sind die Mitgliedsstaaten. Nordkorea und Russland haben ein Vertrag über gemeinsamen Beistand. Das ist etwas anderes. Da Russland Mitglied im SCO ist und dort auch Militärischer Beistand definiert ist könnte man bei einem Überfall der USA auf Iran gemeinsam reagieren. was getan wird ist das Russland und China Waffensysteme liefern. zurück zu Kuba. scheint die Regierung dort trotz massiver Wirtschaftsprobleme einigermaßen stabil zu sein und die US Regierung wird von der Mehrheit abgelehnt.

      2. In beiden Fällen also Kuba und Venezuela gibt es besondere und stark entwickelte Wirtschafts- und militärischen Vereinbarungen.

        Da aber in Venezuela teile des Militärs und der politischen Eliten mit den USA beim Putsch mitgespielt haben, hätte eine Einmischung von China und Russland nicht viel gebracht.
        Der russische Auslandsnachrichtendienst der längst nicht mehr so effizient ist wie das KGB hat berichtet das die Flugabwehr nicht den Dienst tat. so konnten die Abwehrsysteme ohne Widerstand zerstört werden. Widerstand leisteten Kubaner die in Venezuela sind. In Kuba sieht die Lage etwas anders aus.

    2. @ So und nicht anders:
      Auf die geographischen Probleme weisen Sie – Venezuela und Kuba betreffend – hin. Ob die Hilfen, die Sie anmahnen, immer militärischer Natur sein müssen, darf ruhig bezweifelt werden. China hat z.B. so reagiert (hier nur eine sehr kurze Auflistung der chinesischen Antwort):
      Die erste Phase der Reaktion wurde am 4. Januar eingeleitet, als die Chinesische Volksbank stillschweigend die vorübergehende Aussetzung aller US-Dollar-Transaktionen mit Unternehmen des US-Verteidigungssektors bekannt gab. Boeing, Lockheed Martin, Raytheon und General Dynamics haben ihre Geschäfte mit China seit diesem Donnerstag faktisch eingefroren.
      Am selben Tag stellte auch die staatliche Gray Corporation of China, die das chinesische Stromnetz kontrolliert, ihren Betrieb ein und kündigte eine „technische Überprüfung“ aller Verträge mit amerikanischen Elektrogeräteherstellern an. Dies deutet darauf hin, dass China beginnt, sich von entsprechender amerikanischer Technologie zu lösen und damit einen erheblichen Teil künftiger Importe zu vermeiden.
      Die China National Petroleum Corporation (CNPC), der weltweit größte staatliche Ölkonzern, hat eine strategische Neuorganisation ihrer globalen Lieferketten angekündigt. Dazu gehört die Kündigung von Öllieferverträgen mit amerikanischen Raffinerien im Wert von jährlich rund 47 Milliarden US-Dollar…..“
      Quelle: https://weltexpress.info/reaktion-der-vr-china-zu-dem-vorgehen-der-usa-gegen-venezuela-eine-einschaetzung-des-deutschen-analysten-kurt-groetsch/

      Gleichzeitig weise ich darauf hin, dass es wohl Beweise gibt, das in Venezuela aus dem Umfeld Maduros und auch aus den höchsten militärischen Kreisen Verrat geübt wurde. Es sollen hochrangige Militärs mit $ bestochen worden sein, damit die Luftabwehr nicht aktiviert wurde (was sie ja auch nicht wurde). Maduros Leibwächter wurden überwältigt (32 Tote Kubaner), weil die Amis über genaueste Kenntnis mit Lageplänen der Gebäude und Zimmer verfügten, in denen sich Maduro nebst Frau aufhielten.

      Syrien betreffend diese kurze Anmerkung: Die syrische Armee war nicht mehr bereit zu kämpfen. (Auch, aber nicht nur, aus finanziellen Gründen). Sie ließen sich widerstandslos von den Islamisten überwältigen und gaben die Waffen ab. Manche wurden sofort in die Terrortruppe übernommen. Warum sollte Russland deren Kampf übernehmen? Natürlich ist eine eine Niederlage für die russische Führung, aber Bodentruppen – und die gab es in Syrien zu keiner Zeit – einzusetzen, dass halte ich dann doch für indiskutabel.
      Iran: Der geplante Regime-Change hat nicht geklappt. Alles weitere gilt es abzuwarten. Auch, ob China und Russland im Falle eines US-amerikanischen Überfalls mit Unterstützung der israelischen Zionisten, nicht, den Iran unterstützend, eingreifen. Waffenlieferungen, Logistik, Satellitenunterstützung, Wirtschaftsdiversifizierung usw.
      Letzter Satz:
      Das der US-Imperialismus zu nichts mehr fähig sei – wie auch auf „Overton“ einige unterstellen – ist das Ausblenden der Realität. Diese Evangelikalen, denen ja alles von Gott eingegeben wurde, können immer noch den Planeten in die Luft jagen. Das muss bei allen Reaktionen im Hinterkopf bleiben. Einen III.WK zu verhindern, auch mal eine Schlacht verlieren, den „Krieg“ aber gewinnen, dass ist Politik mit Verstand. China + Russland spielen Schach, der große Blonde + der Wertewesten Poker oder Mau Mau.

  3. Will Trump etwa behaupten, das winzige Kuba bildet eine Bedrohung für die Nationale Sicherheit der USA?

    Typische US-Praxis. Als Arbeiter, vor allem Cinesen, im letzten jahrhundert streikten, wurden ihnen erst Nahrungsmittel vorenthalten, um sie »zur Vernunft« zu bringen, dann wurde auf sie geschossen, so dass sie ihre Arbeit wieder aufnahmen.

  4. Einen der größten Versager der “ großen Weltrevolution“, Che Guevara, zu zitieren, ist nicht nur frivol, sondern auch dumm. So wird das nichts im Krampf gegen Onkel Sam, da sollte sich die Dame schon etwas anderes einfallen lassen. Dieser Säulenheilige der westlichen Linken riecht nach Mottenkugeln.

    1. ‚Unsere zwei größten Probleme sind erstens der Imperialismus und zweitens der Imperialismus.“ Che Guevara
      Was haben Sie an diesem Satz zu kritisieren, er ist aktueller denn je…..

    2. Im Gegensatz dazu riechen Sie nach dem Muff von Ungewaschenem und alten, verunreinigten Unterhosen. Das Gelb Ihrer Zähne lässt sich durch die Zeilen erkennen.

        1. Da gebe ich Ihnen sogar recht.
          Allerdings argumentieren Sie auch auf keiner anderen Ebene.

          „ … So wird das nichts im Krampf gegen Onkel Sam, da sollte sich die Dame schon etwas anderes einfallen lassen…“
          —-
          Was haben Sie sich denn so einfallen lassen? Wie wird es denn was, Ihrer Ansicht nach, im ‚Krampf‘ gegen Onkel Sam?

          „… Dieser Säulenheilige der westlichen Linken riecht nach Mottenkugeln…“
          —-
          Nichts als eine hohle Phrase.
          Deshalb, weil Sie diese Behauptung einfach so in den Raum schmeißen, ohne sie an eine vernünftige Begründung zu binden.
          Zu dünn aufgetragen, um wirklich spitzfindig zu sein.
          Konstruktive Kritik ist nur möglich, wo man aufeinander zugeht und gemeinsam nach einer Lösung sucht.
          Den Splitter im Auge des anderen siehst Du, aber den Balken in Deinem eigenen Auge nimmst Du nicht wahr.

      1. Ja, so ein Versager, dass er zu einer Popikone der West-Linken avancierte. Die schmück/te sich mit seinem Konterfei, um selbst nichts bewegen zu müssen.

    3. Ihr Doktortitel ist ganz sicher erfunden oder gekauft. Aber „Klöbner“ klingt wie „klotzig“, „klobig“ und passt auch entsprechend zu Ihrer Person.
      Mit dem Geschmeiss, den Aasfliegen, stürzen Sie sich auf die Opfer des Systems, dem Sie dienen. Moral interessiert Sie dabei natürlich nicht. Hauptsache, man kann die Leichen zum eigenen Vorteil fleddern. Oder es zumindest versuchen…

  5. Ich weiß nicht was Trump sich von seinem Ausrasten verspricht. Ich erkenne nicht wirklich den offensichtlichen Nutzen für die Vereinigten Staaten. Möglicherweise spielen da innenpolitische Gründe eine Rolle für sein Verhalten in der Außenpolitik. Müssen vielleicht sehr dringend irgendwelche „Erfolge“ her.

      1. Das ist zu kurz gedacht. Die Amis stört diese sozialistische Bastion in ihrem „Hinterhof“ schon lange. Deshalb sanktionieren sie Kuba seit gefühlten Äonen. Nun soll ein für allemal Schluss gemacht werden mit diesen Verweigerern der Demokratie und Menschenrechte.

    1. Was verspricht sich jemand davon, wenn er ausrastet? Wenn er sich schon etwas davon verspricht, könnte man zumindest vermuten, dass er kein Idiot ist. Und wieso sollte das, was er sich davon verspricht, von Nutzen für die USA sein?
      Trumps Ausraster unterstreichen
      nur seine Unberechenbarkeit.
      Was machst Du, wenn Du permanent jemandem ausgesetzt bist, der größer und stärker ist als Du und dazu völlig unberechenbar. (Und komm mir bitte jetzt nicht mit irgendwelchen Heldengeschichten). Welche Wirkung hätte das auf Dein Verhalten? Trump ist kein Idiot, er spielt nur diese Rolle sehr gut.
      Kurz: Unberechenbarkeit, meinetwegen begleitet von häufigen Ausrastern , erzeugt Angst. Angst lähmt den Verstand. Und fehlender Verstand macht gefügig. Das funktioniert ebenso beim Einzelnen, wie in der Gruppe oder in der breiten Masse.

      1. Ja also ich stimme schon zu, ich halte ihn nicht für einen Idioten. Aber wenn da Kalkül dahinter steckt, blicke ich nicht durch was ihm das bringt. Er steht innenpolitisch stark unter Druck. Er hat bisher nicht viel geliefert – was den USA und vor Allem der Bevölkerung was bringen würde. Ungeachtet seiner Angeberei bei der Innenpolitik und Wirtschaft, sieht es mit USA in Wirklichkeit gar nicht so rosig aus wie er es gerne hätte. Aber mit seiner Aggression verprellt er doch nur seine eigene Wählerschaft – wo er sich doch stets damit brüstete keine Kriege anfangen zu wollen. Naja schauen wir mal.

  6. Ich halte die Russische und die Chinesische Strategie für einen Fehler, wenn man glaubt der Konfrontation mit den USA auszuweichen zu können. Man wird alle seine Handelspartner verlieren und auch BRICS, wenn man tatenlos bleibt und es Trump erlaubt, eine Regierung nach der anderen zu kippen.
    Weshalb hat man sich im Sicherheitsrat enthalten und damit die Schaffung des „Friedensrats“ zugelassen? Will man Sub-Unternehmer der USA werden?
    Bei Kuba und dem Iran wird man sich entscheiden müssen, ansonsten kann China und Russland die Idee mit der Multipolarität schnell wieder begraben.

    1. Fakt!
      Aber leider sind die Führungen dieser Länder feige, geldgierige Halunken.
      Es wird also wieder nichts passieren und Trump tut was er will, solange er weiß dass diese Halunken ihr Geld in US Firmen haben und ihre Kinder auf US Universitäten schicken.

      1. @ Ja: Ein völliger Blödsinn den Sie hier schreiben. Sie glauben wirklich Macht liegt
        in der millitärischen Stärke? Das China z.B. den Zahlungsverkehr in Dollar fast abgeschafft
        hat und Dollarreserven abstößt, bringt die USA in große Schwulitäten. Es sind bald wieder
        Wahlen für das Repräsentantenhaus und da werden die Republikaner mit großer Wahrscheinlichkeit
        eine heftige Schlappe erleben, was Trump sogar seinen Posten kosten kann. Die Bildungssysteme
        in Russland und China sind ergeblich besser als die in den USA. Ammiingenieure braucht kein
        Land auf diesem Planeten.

    2. Es gibt auch andere Möglichkeiten als Truppen zu schicken. Militärisch kann man die USA nicht ohne den eigenen Untergang nicht besiegen. ökonomisch aber sehr wohl und auf dem Gebiet sind die Chinesen aktiv. Man schaue sich nur die Flucht der Länder aus den US-Staatsanleihen und die Rückholung des Goldes aus den USA an.

      Saudi-Arabien akzeptiert inzwischen auch andere Währungen als den Petrodollar. Es geht halt ein wenig langsamer aber es ist die einzige Möglichkeit will man die Erde nicht vernichten.
      Der Krieg in der Ukraine ruiniert die Volkswirtschaften der EU.

  7. Links macht dumm. Solange Russland in der Ukraine Krieg führt, kann es Kuba nicht unterstützen. Das nutzt Trump für einen Regimechance aus. Wahrscheinlich hat er da auch Verbündete.
    An Iran macht er sich nicht heran. Das ist verspricht keinen Erfolg. Die Perser sind zäh. Da geht es nur um das Verbot von Atomwaffen, und dass Iran sich nicht mehr überall einmischt.

    1. „An Iran macht er sich nicht heran. Das ist verspricht keinen Erfolg. Die Perser sind zäh. Da geht es nur um das Verbot von Atomwaffen, und dass Iran sich nicht mehr überall einmischt.“

      Denke da täuschst du dich. Um ein Verbot von Atomwaffen ging es da noch nie, das war immer nur der Vorwand.
      Aus Sicht der USA muss der Iran als regionale Macht demontiert werden. Und da geht, zumindest für die USA und dem was sie für den Nahen Osten planen auch kein Weg dran vorbei.

    2. Rechts macht saudumm.
      Es ging nie um iranische Atomwaffen und immer darum, den Iran als Regionalmacht auszuschalten. Deshalb wird es den Krieg gegen den Iran geben. Früher oder später. Israel will eigene regionale Dominanz, die USA wollen den Ölmarkt weltweit kontrollieren. Die russische Regierung wird nicht mehr wegen Kuba einen Weltkrieg riskieren. Das kann man feige, man kann es aber auch klug nennen.

    3. Na ja dafür das die russische Armee angeblich mit der Ukraine überfordert ist stehen aber dann doch sehr viele russische Truppen in Afrika, teilweise auch in Asien. In Teilen Afrikas haben sie die Führungen der Länder dabei unterstützt die Franzosen rauszuwerfen.

      Selbst in Venezuela gibt/gab es russische Offiziere nur wenn das Militär von Venezuela zum Teil mit dem Gegner gemeinsame Sache macht kann man da nichts ausrichten. Bei Cuba dürfte die Sache anders liegen. Sinnvoller ist es im Fall der USA wirtschaftliche Mittel zu verwenden als militärische. Das läuft ja aber auch schon. Das gleiche gilt für die EU und die Herrschaften der dortigen Eliten. Die EU hat es geschafft die eigenen Volkswirtschaften schwer zu schädigen. Je länger der Krieg in der Ukraine geht desto wahrscheinlicher ist es das die Leute wegen der steigenden Arbeitslosigkeit auf die Straßen gehen. Da ist noch nichts entschieden.

  8. Für was hat China eigentlich so viele Kriegsschiffe gebaut, wenn man die jetzt nicht dafür einsetzt, Öltransporte nach Kuba abzusichern?
    China bezieht einen beträchtlichen Teil seiner Rohstoffe aus Südamerika. Wann will China der USA klarmachen, dass Südamerika nicht den USA gehört?

    1. Trux

      Für was hat China eigentlich so viele Kriegsschiffe gebaut, wenn man die jetzt nicht dafür einsetzt, Öltransporte nach Kuba abzusichern?

      Weil sie dafür nicht gebaut wurden.
      Wir werden sehen wofür sie gebaut wurden, nämlich genau dann, wenn sie eingesetzt werden.

      1. Richtig, um dort einen Krieg gegen die USA zu führen, wäre es zu weit weg. Aber man hätte mit nur einem Kriegsschiff, dass einen Öltanker begleitet (und selbst wenn dafür die lange Route ums Kap der guten Hoffnung fahren muss) zeigen können, dass man sich seine Handelsbeziehungen nicht von den USA vorschreiben lässt.
        Und das wird man über kurz oder lang sowieso tun müssen, ob das jetzt im Atlantik stattfindet oder im Pazifik, ist dabei einerlei. Aber wenn man es nicht tut, dann wird Trump ein Land nach dem anderen aufrollen.

        1. @Trux
          Genau das wäre bitter nötig gewesen. Es geht nicht darum, ob man eine militärische Auseinandersetzung gewinnen kann oder nicht, es geht um klare Kante (jedenfalls wenn das Gegenüber sowas wie Trump ist) und einen geraden Rücken.

        2. @Trux
          Also quasi den Einsatz erhöhen für die USA?
          Da haben Sie sicher Recht, das wär im Bereich des Möglichen gewesen.

          Hochspekulativ würde ich jetzt vermuten, dass das für eine letztlich nicht kriegsbereite Volksrepublik zu sehr „pokern“ gewesen wäre, während China eher „Go“ bevorzugt.
          Verteidigungsbereit nur bedingt und nur vor der eigenen Haustür (dort auch durchaus aggressiv), aber so weit weg mit einer Marine ohne Kampferfahrung, das ist zur Zeit wohl noch zwei Nummern zu groß, statt nur einer.
          Aber wie gesagt, letztlich spekuliere ich da nur.

        3. Trux

          Richtig, um dort einen Krieg gegen die USA zu führen, wäre es zu weit weg. Aber man hätte mit nur einem Kriegsschiff, …

          … welches bei Kampfhandlungen versenkt wird.

          Und dann?

          1. Dann hat die USA verloren und US-Schiffen wird die Anfahrt nach Taiwan untersagt weil sie eine Gefahr für die freie Schifffahrt sind.

            So ein Spiel ist wie Mikado. Bei dem es zuerst wackelt der hat die Runde verloren.

  9. Das u.s.-Monster ist von innen bedroht, es wird von Woche zu Woche schwieriger, Käufer für die Staatsanleihen zu finden, der u$ sinkt, der Goldpreis explodiert. Nun eilt es. Wenn der Angriff auf den Iran wirklich erfolgt – am wahrscheinlichsten in der Nacht auf kommenden Samstag – wird es allerdings auf grosse Schwierigkeiten stossen. Ich hoffe, die Iraner haben sich in der Zwischenzeit klar gemacht, dass es nichts mehr zu verhindern gibt, und werden auf die u.s.-Armada zielen, die Strasse von Hormus schliessen, jeden u.s.-Stützpunkt in Reichweite angreifen, wenn möglich auch die usa selbst. Israel wird vermutlich mitmachen, ist aber sekundär. Das Monster muss selbst getroffen werden, es muss schmerzen.

    Russische und chinesische Drohungen, klare wenn-dann-Ansagen könnten helfen, weitere Zurückhaltung hilft nur dem Monster.

    1. @ Zack15: Die Geschichte lehrt uns was mit der Spanischen Armada geschehen ist!
      Die Bedingungen sind für die Iraner sogar noch besser und es wird diesmal keine
      Überraschung mehr sein. Der oberste religiöse Führer und alle um ihn herum, wurden
      schon in Sicherheit gebracht. Dazu sind die Iraner Spezialisten im Drohnenbau. Ein
      großer Schwarm von Drohen bringt immer einige zu seinem Ziel durch. Und die können
      sogar einem Flugzeugträger richtig Schaden zufügen. Dazu hat der Iran sicherlich auch
      noch Hyperschall Waffen, die die Ammis nicht abwehren können.

  10. Es ist eine sehr bequeme Position, den Imperialismus für alles verantwortlich zu machen. Die wunderbaren kubanischen Führer tragen keinerlei Verantwortung.

    1. Ich weiß, Ihr Hobby ist es zu provozieren. Ihre „logique à deux sous“ – auf Deutsch am ehesten mit „Kleingeist-Logik“ zu übersetzen, hat den entscheidenden Fehler, dass die Frage, welche Verantwortung die kubanischen Führer haben, nicht beantwortet werden kann angesichts der Bedrohung und Strangulierung des Landes durch das US-Imperium.
      Ihr Statement verrät den ideologisch eingeengten Ignoranten: So tun, als würde es eine existentielle Bedrohung gar nicht geben, allein aus dem Hass heraus auf jeden Versuch, ein selbstbestimmtes Leben zu organisieren.

      1. Ihre persönlichen Angriffe sind lächerlich.

        In ihren umfangreichen journalistischen Arbeiten macht die Autorin den Imperialismus für alle Probleme der Menschheit in allen Teilen der Welt verantwortlich. Und das ist gewiss nicht engstirnig.

  11. Meine Prophezeiung: Putin und Xi werden wiederum zu feige und zu Unfähig sein, hier zur Seite zu springen.
    Was ist aus der Weltmacht geworden, die Atomraketen unter militärischer Bewachung direkt vor der Nase der Amis installierte und nach Kuba bringen ließ?
    Gierige Geschäftemacher, die keinen Mut kennen sondern nur noch den Reibach…
    Disgusting!

    1. Ich vermute:

      1. Russlands Politik kümmert sich um Russland; Chinas Politik kümmert sich um China; US-Politik kümmert sich um die Interessen der Elite in der ganzen Welt

      2. Russland und China werden nicht die Welt vor den USA retten, das müssen die Länder selber, indem sie sich nicht spalten lassen, aber in jedem Land findet sich eine skrupellose Elite, die für ausreichend Dollars die Seele verkauft

      3. Sollten Die USA die USA selbst zu sehr aus dem Blick verlieren, dann könnten wählerverunsichernde Entwicklungen passieren

  12. Da ist mindestens boch eine alte Rechnung offen. Die Schmach für die USA aus der Kubakrise. Die Kubakrise war der Erfolg der Sowjetunion und die tiefe Demütigung der USA, die bis heute noch nicht vergessen ist. Zudem musste die USA Sicherheitsgarantien gegenüber Kuba abgeben, z. B. Kuba nicht militärisch anzugreifen.
    Marco Rubio, Außenminister der USA, ist der Sohn kubanischer Exilanten, die immer gehofft hatten, nach Kuba zurück zu kehren und ihre alten Besitzstände wieder zu bekommen. Die Rubios hatten einen großen Landbesitz mit ausgedehnten Zuckerrohrfeldern, welche von Castro in einer Landreform enteignet wurden. In den Beziehungen zwischen Kuba und den USA zählte Rubio immer zu den Hardlinern; er bezeichnete beispielsweise die Kubanische Revolution als “Unfall der Geschichte“ und trat immer gegen eine jegliche Öffnung der US-amerikanischen Außenpolitik gegenüber Kuba ein. Dieser “Unfall“ muß jetzt unbedingt korrigiert werden.
    Russland hat bis jetzt alle seine bisherigen ehemaligen Verbündeten und Freunde verraten und verkauft! Das wird auch mit Kuba geschehen.

    PS: EMPFEHLING AUF DER PLATTFORM
    PEDS ANSICHTEN vom 15.01.26 dazu.
    Titel: Russlands Oligarchen und die City of London

  13. Dass zwischen den „Weltmächten“ Konkurrenz besteht, ist sicherlich richtig.
    Aber dass es sich hierbei auf einer übergeordneten Ebene um eine echte Feindschaft handelt, bezweifele ich.
    Daran ändert auch gegenseitiges Bombardieren nichts, da dies die übergeordneten Ebenen gar nicht betrifft.

    Pecunia imperat mundum – Geld regiert die Welt.
    Das bedeutet aber NICHT, dass reiche Menschen die Welt regieren.
    Im Gegenteil, je reicher jemand ist, umso versklavter ist er durch den alten aramäischen „Dämon“, namens Mammon.

    1. Ragnar: „… je reicher jemand ist, umso versklavter ist er durch den alten aramäischen „Dämon“, namens Mammon.“

      Ich gehe mal davon aus, dass Sie das ernst meinen: Die armen Reichen sind gezwungen im Luxus zu schwelgen, worüber aber gänzlich ihr Seelenheil vergessen wird. Man Ragnar, von welcher religiösen Sekte lassen Sie sich verführen?

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