NATO-Gipfel in Ankara: Mit Erpressung zur Erneuerung des Vasallenverhältnisses

NATO-Gipfel in der Türkei
The White House, Public domain, via Wikimedia Commons

Während Erdogan Hunderte Kritiker verhaften lässt, feiert die NATO die US-Angriffe auf den Iran und stellt die Weichen für den direkten Krieg gegen Russland. Unter Trumps offener Erpressung liefern sich die europäischen Vasallen gehorsam ans Messer – finanziell, militärisch und existenziell.

Auf dem NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli 2026 in Ankara schickte sich der Militärpakt an, den Mythos der Werte- und Verteidigungsgemeinschaft noch einmal gründlich zu dementieren. Während der türkische Staatspräsident Erdogan Hunderte Wissenschaftler und Journalisten im Vorfeld verhaften ließ, um Proteste gegen das Treffen der Militärallianz präventiv zu unterdrücken, bezeichnete NATO-Generalsekretär Rutte die jüngsten Angriffe des größten NATO-Mitglieds, der USA, auf den Iran als „absolut notwendig“.

Vasallenverhältnis und US-Erpressung

Angesichts wachsender Widersprüche in der NATO, die durch die Überspannung der eigenen Kräfte wie auch den sozialen Kosten der Aufrüstung wachsen, muss auf die Konstante des Vasallenverhältnisses der europäischen NATO-Mitglieder unter Einschluss der Türkei und Kanadas gegenüber den USA hingewiesen werden. Unter US-Präsident Donald Trump hat sich die Sprache der Erpressung zur Erneuerung dieses Vasallenverhältnisses durchgesetzt. Während US-Präsident Trump droht – etwa erneut mit der Annexion Grönlands oder dem Entzug des US-Schutzes –, müssen sich die Europäer fragen, wie sie Trump bei Laune halten können. Dabei haben die USA ihre wesentlichen Maßgaben gegenüber den Europäern ohne Abstriche durchgesetzt.

Rekordrüstungsausgaben und Kriegsvorbereitung

Die massive Erhöhung der Rüstungsausgaben der europäischen NATO-Mitglieder erweist sich als wahre Lizenz zum Gelddrucken für die US-Rüstungsindustrie wie auch für US-Investmentfonds wie BlackRock, die gewichtige Anteile etwa an deutschen Rüstungsschmieden wie Rheinmetall halten. Deutschland meldet jedenfalls in diesem Jahr Rekordrüstungsausgaben von fast 125 Milliarden Euro an die NATO. Für 2027 soll diese Summe nach dem Willen der Bundesregierung auf 140 Milliarden Euro steigen. Über ein Drittel des Bundeshaushalts wird für Rüstung verausgabt, in wenigen Jahren soll es fast die Hälfte sein. Kann man aber bei einem Land, das die Hälfte seines Budgets für Militär ausgibt, noch von Aufrüstung sprechen oder geht es nicht vielmehr um die Vorbereitung eines großen Krieges?

Dazu passt, dass sich die USA auch bei Russland und der Ukraine komplett durchgesetzt haben. Die NATO stellt in Ankara die Weichen für einen Kriegseintritt gegen Russland. Doch es sind die Europäer, die ins Feuer gegen die Atommacht Russland geschickt werden. So wurde bereits im Vorfeld vereinbart, dass die Ukraine in den nächsten beiden Jahren 140 Milliarden Euro für die Fortführung des Krieges erhalten soll. Während sich die USA aus der Finanzierung zurückgezogen haben, ist Deutschland zum größten Finanzgeber Kiews avanciert.

Wie sehr bereits jetzt der NATO-Stellvertreterkrieg in der Ukraine zum NATO-Krieg gegen Russland mutiert ist, war auch an den Äußerungen von NATO-Generalsekretär Rutte anlässlich eines Treffens mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Selenskyj ablesbar: „Es ist wirklich großartig. Ihr seid erfolgreich damit, die russische Energie- und Verteidigungsinfrastruktur zu treffen, tief im russischen Staatsgebiet.“ Angriffe, die ohne die tätige Mithilfe der NATO wohl kaum möglich wären. In Ankara will die NATO hier den nächsten Schritt gehen, in der gefährlichen Illusion, die Atommacht Russland zur Kapitulation zwingen zu können.

Trumps Erpressungspolitik folgt zweckrationalen Überlegungen, den Niedergang der USA durch die Ausschlachtung der europäischen Verbündeten aufhalten zu können. Während die USA gegenüber Russland ihr Ziel bereits erreicht haben und die Europäer und insbesondere die Deutschen dazu ermutigen, ihren Krieg gegen Moskau zu führen, geht es Trump um ein stärkeres Engagement der europäischen NATO-Mitglieder in Ost- und Westasien gegen China und den Iran. Hier will er mit seinen Drohungen eine stärkere Beteiligung der Europäer an den völkerrechtswidrigen Kriegen gegen Teheran wie der Herausforderung Pekings erreichen. Alle bisherige Erfahrung zeigt, dass die USA auch hier über kurz oder lang erfolgreich sein werden, und koste es den Europäern und den Deutschen die Existenz.

Sevim Dagdelen

Sevim Dagdelen war von 2005 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. Die Politikerin ist außenpolitische Sprecherin der Gruppe „Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW) und war Obfrau im Auswärtigen Ausschuss. Die Abgeordnete war Mitglied in der Parlamentariergruppe USA, in der Deutsch-Chinesischen sowie Deutsch-Indischen Parlamentariergruppe. Sevim Dagdelen war viele Jahre Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO, in der Abgeordnete aus den Mitgliedsländern des Militärpakts über sicherheits- und verteidigungspolitische Themen beraten.
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47 Kommentare

  1. Merz & Merzin ? Erdogan & Gemahlin ?
    Trump ohne ? Macron, bebrillt, und die Seine ? Auch Sánchez hat Seine mitge-bracht ? Das nennt sich Nato / Otan – Gipfel ?

    1. Und der Nachbar vom Redschepp’le im Osten?

      Könnte der nicht auch mal seine „Morgensterne“ gen Westen schicken statt immer nur gen Süden, gerade jetzt wo es für den Erhalt der Menschheit, wenigstens des Planeten wenn nicht des Universums so wichtig wäre?

      Meine ja. nur!

    2. und der Kerl in der vorletzten Reihe 4 von
      rechts hat der ein Schatten unter der Nase ?kommt mir irgendwie bekannt vor…..
      „Macron, bebrillt, und die Seine „?
      steht daneben….
      Frau Merz fällt aber mit dem Kleid etwas aus der Reihe oder tanzt der Kongress schon?

  2. Ach was, die wollen doch alle nur spielen, ganz bestimmt, aber sicher doch. Der gute Ratschlag: Ruhe bewahren!
    >Sarkasmus Ende!

  3. Kriegstüchtigkeit zieht auch bei den Versicherern ein.
    hier ein Verbrauchertip:
    Nicht jede Splitterbombe tötet,
    so manche verstümmelt nur
    und das bringt dem Versehrten
    dann bares geld – Man vergleiche die verschiedenen Angebote sorgsam,
    enthät die Police bei der Splitterbombenpassage den Zusatz
    “ gilt 7 24 ausser bei Angriffskriegen“ – dann Hände weg von der Police.

  4. Interessantes Foto

    57 Personen = 57.000 Jahre Straflager mit anschließender Sicherheitsverwahrung

    Leider sehen 450 Mio. Sklavenseelen in der EU zu, wie diese Personen die letzten Reste der Zivilisation beseitigen

  5. Der Auftritt vom Präsidenten der USA in der Türkei, beim Ehepaar Erdogan, war für meinen Geschmack alles andere als sei die USA der dominant!
    Der Herr Trump begrüsste zuerst, die Frau vom Präsident der Türkei.
    Bedeutet das Herr Trump, über die Ehefrau vom Präsidenten der Türkei, einen Charme ausführt?
    Wer weiß was weise Männer alles unternehmen…
    Aber der US Präsident erweist eines:
    Die USA kann nicht allen dienen, das zeigte der US Präsident in aller Öffentlichkeit.
    Die USA und ihr Modell von Herrschaft, ist mit diesem Besuch beerdigt.

    Das was in der USA übrig bleibt, ist der tief Staat und dieser Staat bettelt für ihre törichten Tätigkeiten.
    Die USA hat fertig…

  6. Worin soll denn „Trumps Erpressungspolitik“ bestehen? Jeder Pazifist, zu denen ich mich zähle, denkt doch, dass das eine einmalige Chance ist, wenn sich die Amis von selbst zurück ziehen, falls Deutschland abrüstet,. Genau das hat Trump doch angeboten. Trump hat schon oft seiner Abneigung gegen die Nato Ausdruck gegeben und sie als obsolet bezeichnet. Aber er kann sich im Kongress nicht durchsetzen. Jedenfalls besteht im Augenblick eine Chance zur Zerlegung der Nato, die es bisher noch nicht gab.
    „Während sich die USA aus der Finanzierung zurückgezogen haben, ist Deutschland zum größten Finanzgeber Kiews avanciert.“ „Die NATO stellt in Ankara die Weichen für einen Kriegseintritt gegen Russland.“ Diese Sätze sind wahr. Trump wollte den Ukrainekrieg beenden, aber die Europäer machen nicht mit. Trump droht nicht, sein Engagement in Europa zu reduzieren, sondern beginnt damit es zu reduzieren. Jawohl, Trump wird die Europäer im Krieg gegen Russland nicht unterstützen. Nur die kriegshetzenden Europäer können das als Drohung bzw. als Bedrohung auffassen.
    Trump wünscht auch keine Beteiligung der Europäer am Krieg gegen den Iran, sondern wirft ihnen vor, ihm bestimmte Rechte zu verweigert, die ihm auf Grund der Natomitgliedschaft zustehen, z. B. Überflugsrechte. Er sammelt nämlich Argumente gegen die Natomitgliedschaft.
    „Doch es sind die Europäer, die ins Feuer gegen die Atommacht Russland geschickt werden.“ Unsere Kriegstreiber werden von niemanden geschickt, sie wollen den total kompletten Krieg gegen Russland, wobei sie von Grünen, Linken, und BSW aus Interesse an der Machtbeteiligung unterstützt werden.
    Wenn die Ukraine nicht bald zusammenbricht, werden sie ihn bekommen, Seit neuestem behaupten Nato und Ukraine und zugehörige Medien zwar, die Raketen und sonstigen Waffen, mit denen Gebiete sogar tief in Russland angegriffen werden, würden nicht in Europa produziert, sondern in Lizenz in der Ukraine. Das ist natürlich absolut unglaubwürdig, da in der Ukraine alles, was für den Krieg gebraucht wird, von den Russen zusammengebombt wird. In der Ukraine gibt es mit Sicherheit keine Rüstungsindustrie mehr.
    Wenn mit Natowaffen weiter russisches Gebiet angegriffen wird, wird Russland gezwungen, diesen Krieg als Natokrieg anzuerkennen und Rüstungsfirmen und Raffinerien auf Natogebiet in Europa anzugreifen. Dann kommt es zur „Ausschlachtung der europäischen Verbündeten“, vielleicht doch noch eher zur Abschlachtung.

    1. Genau so ist es!
      NATO auflösen jetzt! Mit Trump als Präsident der USA sollte das möglich sein.
      Nur das dümmliche Gebrabbel vom „Schutz der USA“ für die Europäer vor dem pösen pösen Putin muss halt vorher Schluss gemacht werden. Dieses ganze Transatlantiker-Gesindel abservieren und mundtot machen, so dass deren schwachsinniges Gesabbel kein Gehör mehr findet. Ist zwar von einem Billiarden-schweren MIK ferngesteuert, aber wenn der Schwanz keinen Dackel mehr hat, kann dieser auch nicht mehr mit dem Dackel wackeln.

  7. Ich kann den Beitrag garnicht zu Ende lesen – weil es tatsächlich so beschämend, traurig, lächerlich und peinlich ist.
    Ob da auch nur einer mal nachgelesen hat was die russischen Nukleardoktrin für den Fall vorsieht, dass man sich in der Existenz bedroht sieht?

    1. doch schon, nachgelesen haben die das bestimmt aber sie gehen Schritt für Schritt weiter, sie glauben Putin nix und sehen ihn als Schwächling.
      Könnte in die Hose gehen aber WER könnte diese hirnlosen Figuren danach noch
      anklagen?

    2. @Martini
      Mancher würde sagen: Die Verantwortlichen kennen die Doktrin mit Sicherheit.
      Ein Großteil von ihnen ist so unbedarft, dass er den Denkfabriken der wirklich Herrschenden, glaubt, dass der russische Bär sich auf den Rücken legen und um Gnade winseln wird.
      Der andere Teil weiß, dass die nukleare Zerstörung Europas und eines Teils von Russland genau der Plan sind, auf dessen Verwirklichung zugearbeitet wird …
      Natürlich ist das eine böse russische Verschwörungstheorie.

      1. Zweiter Versuch. 🙂

        Ja, das ist natürlich der Plan:
        Zwei globale Konkurrenten ausschalten
        und dabei Geld en masse verdienen.

        Einige wünschen sich, dass es die Verantwortlichen mit dahinraffte.
        Das ist natürlich völlig extrem und
        widernatürlich.

    3. Die können nichts mehr merken, die sind alle von den Dämpfen aus Selenskijs Crack-Pfeife benebelt.
      Macron scheint von seiner Ollen mal wieder etwas auf die Omme bekommen zu haben oder warum trägt er auf dem Bild eine Sonnenbrille?
      Heinz Erhardt sang schon vor Jahrzehnten:
      Linkes Auge blau, rechtes Auge blau und das alles wegen einer Frau

  8. Fahrlässig, sich nicht beizeiten um eine Bleibe in friedliebendem Land gekümmert zu haben. Dort ist nicht nicht nur dieses, sondern auch sonst fast alles besser. Odr?
    Nicht zu erwarten, dass Putin irgendwann mit der Verwesung Russlands in Verbindung gebracht werden möchte. Bei einer Warnung wird er es nicht belassen. In den postsowjetischen Gangs wurde nicht schreckgeschossen. Einer der gegen Giganten ankämpfen musste, hatte nur eine Chance – überraschend zuschlagen um sicher eine Stelle zu treffen, die zum Knock Out führt, somit zumindest für einen Moment die Möglichkeit zum tödlichen Schlag für sich beanspruchen zu können. Putin hat über sich selbst gesagt, dass er stets als erster zuheschlagen hatte.
    Großstädte außerhalb der Ukraine halte ich für sicher und niemals würde bei einem russischen Erstschlag irgendetwas Amerikanisches in Mitleidenschaft gezogen. Die Amis sind aus dem Spiel raus. Mit nur einer einzigen Nuke, auf ihr Territorium wäre das letzte noch gültige Versprechen der Amis an sich selbst gebrochen und damit der Untergang der Nation besiegelt – ncht nur das Ende der Welt, was dort weniger schwer wiegen dürfte.
    Die Umgebung atomarer Infrastruktur der Europäer hingegen, könnte bald zu einem ungemütlichen Platz werden.

  9. So lange wir einen Staat haben wird es Krieg geben.
    Erst wenn wir alle Staatdiener, den Kapitalismus und auch die Religionen beseitigt haben, kann eine echte Verbesserung der Verhältnisse beginnen.

  10. Ich habe folgende Frage an verschiedene LLMs gestellt:
    Deutschland meldet jedenfalls in diesem Jahr Rekordrüstungsausgaben von fast 125 Milliarden Euro an die NATO. Für 2027 soll diese Summe nach dem Willen der Bundesregierung auf 140 Milliarden Euro steigen. Über ein Drittel des Bundeshaushalts wird für Rüstung verausgabt, in wenigen Jahren soll es fast die Hälfte sein.
    Wie muss man rechnen, damit man auf über 1/3 des Bundeshaushalts kommt?

    Selbst Grok schafft es nicht und beendet mit dem Fazit: Die Aussage „über ein Drittel des Bundeshaushalts“ (und in wenigen Jahren „fast die Hälfte“) hält einer einfachen Division mit den offiziellen Zahlen nicht stand. Es handelt sich um eine deutliche Übertreibung oder einen Fehler im Artikel.

    Ich lese die Artikel von Frau Dagdelen gerne. 20-25% des Bundeshaushalt ist auch echt viel, wozu diese Übertreibung auf 1/3? Damit wird doch der gesamte Artikel unglaubwürdig.

    1. Mit dieser Frage gehen Sie öffentlich hausieren? Das ist Schulstoff der 6. Schulklasse.
      Der Anteil der Neuschulden für 2027 beträgt 36% = 200 Mrd. € von 555 Mrd. €. Wie werden sich die Zinsen in der Folgezeit entwickeln? Wer wird von dieser Zinsentwicklung auch geschädigt geschädigt, oder gar in die Pleite getrieben werden? Häuslebauer, Unternehmer, die ihre Produktion vorfinanzieren müssen, um später was verkaufen zu können.
      Wie kann eine schrumpfende Produktion steigende Zinskosten aufbringen? Jeden Monat werden 10.000 bis 15.000 Steuerzahler entlassen – auch von der Steuerpflicht.

      All diese Fragen hat die gewählte Regierung nicht beantwortet. Sie hat das Monopol zum Geldschöpfen. Das zu wissen reicht ihr. Und sie hat die Obsession die größte Militärmacht auf dem Kontinent zu werden, um Russland vernichten zu können. Diesen Größenwahn gönnen die Untertanen ihrer Regierung.

      1. Sorry, ich hab die Ausgangsfrage schief gestellt; nicht wie mathematisch, sondern was müsste/könnte/sollte man dazurechnen, um auf 1/3 Rüstungsausgaben zu kommen. Denn bei den geplanten und genannten 140 Mrd aus einem 555 Mrd Haushalt sind halt „nur“ 25% und kein Drittel.

  11. Mann / Frau beachte die Abendrobe der Gemahlin des Merz! Hat die Japerin ihren Göttergatten – ganz rechts – mitgenom -men ? Und die Rutte ? Ganz allein ?

  12. BlackRock & Co besitzen nicht nur Anteile von Rheinmetall, sondern auch von etlichen anderen europäischen und natürlich auch US-Rüstungsschmieden. Für die ist Frieden einfach nur geschäftsschädigend und genau deshalb – um den pazifistischen „worst case“ zu verhindern – haben sie uns ihren Fritze vor die Nase gesetzt.

    1. @Hubert Heck

      Danke! Wenigstens ein Kommentar, welcher Sevim Dagdelen gerecht wird. Den restlichen Kommentaren deutlich mit meiner Einschätzung zu begegnen, wäre gefundenes Futter für den Overton Algorithmus… Hoffe nur, das sich Frau Dagdelen nicht allzu schnell davon abschecken lässt, hier zu publizieren.

  13. Sehr wahr:

    Leider sehen 450 Mio. Sklavenseelen in der EU zu, wie diese Personen die letzten Reste der Zivilisation beseitigen.

    1. 450 Mio. Sklavenseelen? 449.999.999 willst du wohl sagen? Du schaust ja nicht zu, du stemmst Dich ja aktiv dagegen. Oder? Gib mal Tip? Mache ich dann auch. Vielleicht werden wir dann mehr

  14. Hallo Redaktion,
    war mein Posting für den Zensor nicht sendungsreif? Was war denn so schlimm,
    dass man zensieren musste?
    Ist Sarkasmus schon verboten?

    1. Ja, ist so. Du darfst, wie „aufgepasst“ es vorführt, eine „Gegenmeinung“ äußern, aber Kritik, gar mit VErweis auf Fakten, ist untersagt.

  15. Wann wird Frau Dagdelen endlich begreifen, dass die sog „Vasallen“ ganz freiwillig und aus ureigensten Kalkulationen heraus den Krieg gegen Russland forcieren. Pardon: der Ukraine bei ihrer Selbstverteidigung hilfreich zur Seite stehen.

    Deutschland soll „größten konventionellen Militärmacht“ Europas werden. Das klingt nicht nach Vasallentum, sondern nach einem Anspruch, den man lange Zeit zwar nicht geäußert aber immer schon verfolgt hat: Deutschland als die europäische Führungsmacht zu installieren. Im europäischen Ausland sieht man das mit eher gemischten Gefühlen.

    Die USA sind als Rückendeckung, Waffenlieferant und Dienstleister immer noch notwendig. Deswegen die exzessive Schleimerei, die selbst den hartgesottensten Journalisten bitter aufstößt. Das ist in der Tat doof, dass die bisherige Führungsmacht ein zunehmend unverlässlicher „Garant“ der Sicherheitsordnung ist, die man gegen Russland durchsetzen will, aber es nicht aus eigener Kraft kann.

    So selbst erniedrigend das Rumgeschleime auch immer ist, es dient einem hehren Zweck. Die USA sollen solange im Boot gehalten werden, bis man aus eigener Kraft die Großmacht ist, die man werden will, und die man eigentlich schon sein muss, damit das gelingt.
    Trump wäre nicht Trump, und die USA wären nicht die USA, wenn sie das nicht zu ihrem Vorteil nutzen würden.

    Insofern ist alles wie immer. Imperialistische Mächte ringen um das Kräfteverhältnis, welches sie gelegentlich „Ordnung“ nennen. Krieg ist da immer inbegriffen.

    1. Wann wird Frau Dagdelen endlich begreifen, dass die sog „Vasallen“ ganz freiwillig und aus ureigensten Kalkulationen heraus den Krieg gegen Russland forcieren. Pardon: der Ukraine bei ihrer Selbstverteidigung hilfreich zur Seite stehen.

      Warum mussten die Amerikaner die Nordstream-Pipeline sprengen, wenn sie sich mit „den deutschen Vassallen“ in Sachen Russland ohnehin einig waren?
      Wenn man die reale Situation verstehen will, dann unterschlägt man nicht wesentliche Aspekte.

      Außerdem:
      „Mr. Scholz made one last push for a settlement between Moscow and Kyiv. He told Mr. Zelensky in Munich on Feb. 19 2022 that Ukraine should renounce its NATO aspirations and declare neutrality (!!!) as part of a wider European security deal between the West and Russia.“
      Wall Street Journal, 2. April 2022
      https://archive.is/X3DEt#selection-3171.0-3171.258

      Weder der deutsche Staat noch die herrschende Klasse in Deutschland sind homogen.

      1. Wenn man die reale Situation verstehen will, dann unterschlägt man nicht wesentliche Aspekte.

        Eben! Es ist doch wirklich schwerlich zu übersehen, dass die Europäer den Krieg gegen Russland auch ohne und sogar gegen die USA vorantreiben. Es sind die Europäer, die auf Maximalzielen beharren, die aus einer „Position der Stärke heraus verhandeln“ wollen – also die Kapitulation Russlands einfordern.

        Seit Trump die Wahl gewonnen hat, versucht man die USA für den europäischen Zweck zu instrumentalisieren. Und betreibt dafür alles, was notwendig ist. inkl. Selbsterniedrigung etc.

    2. Der europäische Club der politisch-impotenten. Wollen zwar Russland ficken – unbedingt – können es aber nicht… Daddy muss helfen.
      so ein Jammer.

      1. „Daddy muss helfen… so ein Jammer.“

        >Präsident Putins öffentliche Haltung zum Krieg ist unverändert. Er fordert weiterhin, dass die Ukraine die Kontrolle über die gesamte Donbass-Region an Russland abtritt.

        Wladimir Putin hat sich nicht verändert. Doch im Kreml hat sich etwas geändert.

        Und das hat mit Donald Trump zu tun.

        Im vergangenen Jahr zeigten sich russische Offizielle zuversichtlich, dass der US-Präsident zu einem Friedensabkommen für die Ukraine nach Moskaus Bedingungen beitragen würde. Mit anderen Worten: Präsident Trump würde Kiew unter Druck setzen, Moskaus Maximalforderungen zu akzeptieren.

        Nach dem US-russischen Gipfeltreffen im vergangenen Sommer in Anchorage, Alaska, schwärmten hochrangige russische Beamte monatelang vom „Spirit of Anchorage“ – als hätten Donald Trump und Wladimir Putin eine für Moskau vorteilhafte Übereinkunft zur Ukraine erzielt.

        Doch ein Friedensabkommen kam nicht zustande.

        „Ich weiß nichts von diesem Spirit of Anchorage“, sagte Präsident Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow kürzlich im russischen Staatsfernsehen. „Ich habe diesen Ausdruck nie verwendet.“

        Es war ein Zeichen dafür, dass der „Spirit of Anchorage“ – wenn nicht verschwunden – zumindest merklich schwindet.

        Dies dürfte einer der Gründe für Wladimir Putins offenkundige Frustration sein.<

        (BBC, UK, 2.06.2026)

        1. Ach ja BBC’s Interpretationen. Ich erkenne bei Putin keine Frustration, das ist wohl eher wieder eine Wunschdenken der BBC Authoren. Also zum einem wir haben uns in Russland zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Illusionen gemacht, wie BBC an den Haaren herbeizieht. Wir schätzen, dass Trump zu mindestens eine Bereitschaft zum Dialog demonstriert. Darüber hinaus aber haben sich unsere Erwartungen eigentlich stets in Grenzen gehalten. Wir haben nie darüber gejubelt, das ist wieder eine Erfindung der BBC. Wir wussten eigentlich immer, dass Niemand für uns den Sieg holen wird, und dass wir uns ausschließlich auf unsere eigene Stärken verlassen können.
          Spirit of Anchorage – es sollte erwähnt werden – in Anchorage wurde über gar nichts verhandelt. Es war Trumps Initiative. Er hat uns einen konkreten Vorschlag gemacht. Den haben wir geprüft und akzeptiert. Jetzt lag es an Trump seinen eigenen Vorschlag auch umzusetzen. Aber irgendwie ist ihm das offenbar nicht gelungen auch Selenskiy und die Europäer davon zu überzeugen. Die wollen es unbedingt auf die harte Tour haben. Dann halt auf die harte Tour, was solls? So sind wir einfach wieder da wo wir vorher waren und holen uns den Donbass halt mit militärischen Mitteln. Weit weg ist dieses Ziel nach dem Fall von Konstantinowka ja nicht mehr. Und spätestens dann wenn wir Slawjansk und Kramatorsk gesichert haben, ist Spirit of Anchorage endgültig ad acta, denn dann haben wir den Donbass ja bereits.

          1. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Putin frustriert ist, einige hunderttausend Russen in der Ukraine verloren, ja und? Dazu ist er viel zu sehr Staatsmann.

            Ich könnte mir aber vorstellen, dass er seit den letzten Attacken mit Schluckauf durch den Kreml läuft. Man soll ihn in den langen Gängen beobachtet haben und es kam immer nur ein vereinzeltes „Omsk“ aus ihm heraus.

            1. ein vereinzeltes „Omsk“

              Ja, aber zu welchen Kosten?
              Klar, daß in Brüsseler oder Berliner Führungskreisen niemand einen Schluckauf oder Alpträume wegen der Kriegskosten bekommt. Die Paar Milliarden, was macht das schon….
              DIE BEZAHLEN ES JA SCHLIEßLICH NICHT. Sondern wie immer… die Schafe…

    3. „Wann wird Frau Dagdelen endlich begreifen, dass die sog „Vasallen“ ganz freiwillig und aus ureigensten Kalkulationen heraus den Krieg gegen Russland forcieren. Pardon: der Ukraine bei ihrer Selbstverteidigung hilfreich zur Seite stehen“

      Seit Jahren der selbe hartneckige Quark. Ganz freiwillig und aus ureigensten Kalkulationen ließ sich Deutschland also seine lebensnotwendige und kostengünstige Enegieversorgung aus Russland unterm Hintern wegsprengen.
      Danke USA/GB/NATO.
      @Besdomny Einwand ist völlig korrekt.

      1. Es ist offensichtlich, dass die Europäer ein Problem haben, seit die USA unter Trump den Zweck Russland niederzuringen nicht mehr teilen. Seitdem geht die bange Frage um, wie steht Trump zu „uns“, werden die USA ihre Unterstützung einstellen, kann man da noch irgendwas retten.
        Vasallentum trifft die Sache nicht, weil es nur die Unterordnung thematisiert, aber unbeachtet lässt, wofür betrieben wird.
        Ein Vasall ist ein bedingter Souverän. Seine Macht wird ihm verliehen.

        Die Europäer führen sich auf wie eine Weltmacht, sind aber keine. Mit der NATO im Rücken haben sie jahrelang Machtpolitik betreiben können, die nicht auf eigener Stärke beruhte.

        Zum Thema Nordstream: der Bezug von Gas aus Russland war immer schon umstritten. Auf der einen Seite gabs billige Energie, auf der anderen Seite hat man einem Staat Einnahmen verschafft, die der glatt in den Ausbau seiner Macht gesteckt hat. Die Sprengung hat sich in D wohl niemand bestellt, man hätte aber auch schwerlich weiter Gas aus Russland beziehen können.

        1. @aufgespaasst

          Es ist doch kein Geheimnis, dass der Gegenwind zu Nordstream (wie überhaupt die deutschen Beziehungen zu Russland) aus den USA kamen, und zwar über alle Parteigrenzen hinweg. Ebenfalls dagegen waren die treuesten Transatlantiker wie etwa die Polen. Damit sind die Deutschland feindlichen Interessen benannt. Und die haben sich auch durchgesetzt.

          Seitdem ist eine schleichende De-Industrialisierung im Gange. Aber das ist ja alles vollkommen in Ordnung, denn Russland hatte seine Einnahmen ja „glatt in den Ausbau seiner Macht gesteckt“, anstatt dem US-Kapital Russland als Beute zu präsentieren. Das konnte die freie Welt unter Führung der außergewöhnlichen USA doch nie und nimmer tolerieren.

          Dank der treudooven Transatlantiker in Europa haben die USA wieder einmal gezeigt wer hier Herr und Knecht (oder Vasall) ist. Und die dämlichen Atlantiker-Vasallen übernehmen nun sogar noch die Kosten für die von den USA vorgegeben Ziele, nämlich Russland klein zu kriegen. Das sind doch alles eindeutige Beweise für ein abhängiges Vasallen-Verhältnis.

          1. Eine ebenso schlichte wie zirkuläre Argumentation.

            Du setzt NS1/NS2 mit einem Erfolg für Deutschland gleich: billige Energie ist gut für Deutschland, schlecht für die USA. Und wenn der Bezug unterbleibt, kann ja nichts anderes vorliegen als eine Unterordnung unter die USA – zum Schaden Deutschlands.

            Fakt ist, dass Deutschland aus dem eigenem Interesse heraus eine Vormachtstellung in Europa anstrebt und Russland deswegen eingenordet werden muss, ansonsten blamiert sich der Anspruch ja schon am ersten Stolperstein. Die europäische Friedensordnung, die durch den Einmarsch Russland gestört, bzw. zerstört wird, soll wiederhergestellt werden. Dazu braucht man die USA als Absicherung. Und dafür nimmt Deutschland auch eine Deindustrialisierung in Kauf. So brutal und rücksichtslos gehen Staaten gegen ihre eigene Basis der Macht vor, wenn sie ihre Souveränität gefährdet sehen. Russland führt einen Krieg und opfert jede Menge Reichtum und Volk. Deutschland bislang nur jede Menge Reichtum.
            Ihr führt euch auf, wie die besseren Imperialisten, die einfach besser wissen, wie man den Erfolg der Nation sicherstellt. Die wirklich Mächtigen aber sind „treudoof“ (oder gar gekauft) und unterwerfen sich als „Transatlantiker“ unnötigerweise den USA.
            Du solltest dir lieber mal überlegen, warum es „Transatlantiker“ gibt, und was die damit bezwecken, wenn sie die USA an ihrer Seite haben wollen.

            1. „Fakt ist, dass Deutschland aus dem eigenem Interesse heraus eine Vormachtstellung in Europa anstrebt“
              Ja wie schlau ist das denn?
              Nachdem das US-Imperium ohne Gegenwehr Deutschlands wirtschaftliche Grundlagen erfolgreich zerlegen und seitdem dieses Land kräftig abzocken konnte, strebt diese Spitzen-Nation nun eine Vormachtstellung in Europa“ an? Supertiming.
              Das klingt arg schwer nach Gegenstandpünktlichen Spezial-„Antinationalismus“.
              Überhaupt Vormachtstellung? Ja als was denn? Ich sag es dir, als Europa-Torpedodildo im Allerwertesten des US-Imperiums.

            2. Ich lerne für mich überraschend in den letzten Wochen noch dazu, wie die Verabschiedung der Nationalisten in ihre Wahnwelt komplettiert und hermetisch wird. Dein erstes Argument:

              Du setzt NS1/NS2 mit einem Erfolg für Deutschland gleich: billige Energie ist gut für Deutschland, schlecht für die USA.

              habe ich noch vor zwei Tagen mit einem ausführlichen historischen Überblick zu kontern versucht. Aber die Antwort, die @garno Dir gestern an anderer Stelle gegeben hat:

              Der Staat ist der falsche Adressat der Wut. Er ist nur eine leere Hülle, die von der Politik mit Leben gefüllt wird. Die Politik wäre also der richtige Adressat.

              demonstriert, wie solcher Geist sich gegen jedes Argument immunisiert: Er beschließt, wie es auf minimal andere Weise auch Phineas unten vorführt, sich um irgend eine Wirklichkeit und Tätigkeit der kapitalistischen Nation Deutschland überhaupt nicht mehr zu scheren, sondern nur noch das nackte Ideal, wie es auch im „Deutschland“ der Fußballnation auftritt und auftreten soll, gegen „fremde“ Zumutungen zu halten.
              Der Unterschied zwischen dem Rechtsnationalisten Garno und dem selbsterklärten Ex-Anarchisten Phineas besteht absurderweise darin, daß Phineas das abstrakte Ideal „Deutschland“ gleich auf den „Erfolg Deutschlands“ (in der Welt) erweitert, als nehme er die Ansprüche der Fußballnation zur Blaupause.

              Gegen solchen Wahnsinn war 1936 kein Kraut gewachsen und ist es auch heute nicht.

              1. Nichts neues aus Qanaland.
                Argumentlose Unterstellungen und pathologische Rechthaberei.
                Gegen diesen „Wahnsinn“ war leider auch „1936“ kein Kraut gewachsen.

  16. Merz sieht mit dem NATO Gipfel offenbar einen „Wendepunkt“ erreicht. Die Europäisierung der NATO macht Fortschritte. Zum Thema Sozialstaat weiß er zu berichten, dass jener ohne „Sicherheit“ nichts taugt, womit die Rangfolge klargestellt ist.
    Was immer auch nötig ist, um die europäische Sicherheits- und Friedensordnung wieder herzustellen, wird machtvoll in Angriff genommen. Die Verarmung der Bürger ist der Preis, den Merz und Seinesgleichen zu zahlen bereit sind. Der Niedergang der deutschen Industrie ist zwar bedauerlich, aber offensichtlich auch kein Einspruch gegen das Vorhaben, zur stärksten konventionellen Militärmacht Europas aufzusteigen zu wollen.

    Warum Frau Dagdelen aber meint, dass wäre ein falscher Weg, erschließt sich mir nicht. Das ist der normale Weg eines Staates, der in der Konkurrenz der Staaten was erreichen will.

    1. Das Problem mit der „Sicherheit“ ist leider dies, dass damit die Sicherheit der Profitmaximierung von BlackRock & Co gemeint ist und deren Handlangern in Berlin und Brüssel und nicht, ich wiederhole – nicht die Sicherheit der europäischen Bürger. Die europäischen Bürger opfern ihren hart erarbeiteten Wohlstand und ihre Sicherheit demnach nichts anderem, als den Profiten einiger Großkonzerne, die die Politik steuern.
      Selbst wenn, und hier liegt die Betonung auf WENN – Putin uns übernehmen wöllte (es gibt keinen einzigen Grund dazu, wäre ja fast das gleiche, als wollten wir aus logischen Gründen zu unserem Vorteil die Ukraine in die EU holen (LOL)! So masochistisch und völlig gaga ist Putin nicht, sich einen maroden Klotz ans Bein binden zu wollen. Aber selbst wenn dem so wäre, wäre es für die europäischen Bürger, zumindest ca. 99,997% der Bürger, keinerlei Unterschied, ob sie nun von Putin und dem Kreml, oder den Autokraten aus Brüssel und Berlin regiert werden.

  17. Wie führt man einen totalen Krieg gegen Russland, ohne dass die eigenen Wähler das mitbekommen und den Kriegstreibern Wahlniederlagen bescheren?

    Das dürfte interessant werden!

  18. Wenn ich dieses Gruppenfoto vom NATO Gipfel betrachte, sehe ich keine selbstbewusst handelnden Staats und Regierungschefs. Ich sehe Politiker, die aus meiner Sicht den außenpolitischen Kurs der USA nahezu widerspruchslos mittragen. Für mich sind die auf diesem Bild versammelten Regierungschefs politische Vasallen, weil sie den Eindruck vermitteln, dass sie immer höhere Rüstungsausgaben und eine Politik der militärischen Eskalation akzeptieren, anstatt mit aller Kraft auf Diplomatie und Frieden zu setzen.

    Mich erschüttert, mit welcher Selbstverständlichkeit immer neue Milliarden für Waffen bereitgestellt werden, während an anderer Stelle angeblich jeder Euro zweimal umgedreht werden muss. Mein Vater hat einmal gesagt: „Das Geld, das man für Rüstung ausgibt, kann man genauso gut in einen Teich werfen. Das hat wenigstens den Vorteil, dass man es noch einmal untergehen sieht.“ Dieser Satz erscheint mir heute aktueller denn je.

    Jeder Euro, der in immer neue Waffen fließt, fehlt bei Bildung, Gesundheit, sozialer Gerechtigkeit und der Bekämpfung von Armut. Frieden entsteht nicht durch immer mehr Aufrüstung, sondern durch Dialog, gegenseitigen Respekt und den ernsthaften Willen, Konflikte friedlich zu lösen.

    Als Pazifist kann ich diesem Kurs nichts abgewinnen. Ich wünsche mir Politiker, die daran gemessen werden, wie viele Kriege sie verhindert haben, und nicht daran, wie viele Milliarden sie für Rüstung mobilisieren. Dieses Gipfeltreffen ist für mich kein Signal der Hoffnung, sondern ein Symbol dafür, wie weit sich die politische Führung Europas von einer friedensorientierten Politik entfernt hat.

  19. Das Gruppenbild von schwerstkriminellen Verzretern des organisierten Verbrechens.
    Allerdings ohne deren Auftraggeber, die findet man dafür auf den WEF-Treffen, bei den Bikderbergern oder der trilateralen Kommission.
    Immerhin erleichtert es die zukünftige Strafverfolgung.

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