Musterschüler der Eskalation: Wie die SPD zur US-Vasallen- und Aufrüstungspartei mutiert.

Pistorius und Hegseth
U.S. Secretary of Defense, Public domain, via Wikimedia Commons

Pistorius eilt nach Washington, unterschreibt Rüstungsdeals und hört nur Lob. Die SPD, einst Partei von Brandts Ostpolitik, schreibt Deutschland in die US-Konzeption einer NATO 3.0 ein und schiebt uns in die Feuerlinie gegen eine Atommacht.

„Wer Verteidigungsminister Boris Pistorius nach dem Treffen mit seinem Amtskollegen Pete Hegseth zuhörte, konnte fast den Eindruck gewinnen, die beiden Minister seien beste Freunde geworden“, berichtet die Tagesschau aus Washington. Dabei geht es um Deutschlands Beitrag dazu, die Dinge in Europa zu eskalieren.

Es scheint eine ferne Zeit zu sein, in der die SPD einst für Dialog und Versöhnung mit unseren europäischen Nachbarn stand. „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“ – das war das Credo von Bundeskanzler Willy Brandt mit einer Ostpolitik, die auf Interessenausgleich und Diplomatie setzte. Eine eigenständige Politik der Annäherung gen Osten war zugleich auch ein Stück Souveränitätsgewinn gegenüber den USA.

In diesen Tagen erleben wir eine völlige Abkehr von diesen Erkenntnissen. Die SPD positioniert sich als Teil der Merz-Regierung gegen den erklärten Feind Russland im Osten. Während selbst die USA teilweise den Dialog mit Moskau wagen, ist aus Berlin lediglich die Ansage zu hören, in wenigen Jahren die größte Armee Europas aufstellen zu wollen. Die SPD ist dabei in der Koalition die Partei, die scheinbar am willfährigsten Deutschland in die US-Konzeption einer NATO 3.0 einschreiben will. Die jüngste Reise von SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius kann hier als Beleg dienen.

Lizenz zum Zuschlagen tief in Russland

Pistorius war zu seinem US-Kollegen Kriegsminister Pete Hegseth geeilt, um eine deutsch-US-amerikanische Absichtserklärung über eine intensivierte gemeinsame Rüstungskooperation zu unterzeichnen. Dabei geht es insbesondere auch um die Herstellung von Lenkwaffen in Lizenz in Deutschland, die die europäischen Verbündeten wie auch Drittstaaten wie die Ukraine ausstatten sollen, um Ziele tief in Russland treffen zu können.

Was auffällt, ist die besondere Unterwürfigkeit des SPD-Ministers gegenüber den USA, einem Land, das aktuell einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran führt und unter US-Präsident Donald Trump Nachbarländern mit der Annexion droht. Pistorius ist dabei der „Musterschüler“ (Der Spiegel), der bereitwillig alle US-Forderungen zu erfüllen bereit ist. Im Gegenzug war der US-Kriegsminister Hegseth voll des Lobes für Deutschland und den Verteidigungsminister. Und Pistorius jubilierte: „Ich habe kein kritisches Wort zu Deutschland gehört, überhaupt keins. Im Gegenteil: viel Anerkennung in den verschiedenen Bereichen und auch Dankbarkeit für die Rolle, die wir in Europa übernehmen.“

Im Rahmen der NATO-3.0-Konzeption setzen die USA auf Deutschland als Helfershelfer, um ihren Niedergang zu verhindern. Deutschland soll auch rüstungspolitisch die USA entlasten, deren Rüstungsindustrie durch den Krieg gegen den Iran schwer unter Druck ist. Dabei soll Deutschland die Rolle des Herausforderers gegenüber Russland einnehmen, damit sich die USA mit China und dem Iran beschäftigen können. Die SPD ist die Speerspitze, um die Forderungen aus den USA zu erfüllen. Deutschland soll die Kriege der USA in Europa führen. Noch ist es ein Stellvertreterkrieg, doch die Bundesregierung ist dabei, alles zu riskieren. Eine Verweigerung wie zu Zeiten des Irak-Krieges durch SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder gilt den SPD-Granden von heute als Verrat. Insbesondere Verteidigungsminister Pistorius steht Gewehr bei Fuß.

Unter den Bus – und stolz darauf

Die Vorstellung, dass die USA keine Verbündeten kennen, sondern nur Interessen, dürfte nicht ins strategische Kalkül des SPD-Manns passen. Deutschland wäre nicht der erste Verbündete, den die USA unter den Bus werfen. Saudi-Arabien könnte aktuell darüber Zeugnis ablegen. Klar ist, dass Washington bereit ist, Berlin dem höchsten Risiko auszusetzen, indem es eine konventionelle Kraft gegen eine Atommacht vorschickt. Die Zusage an Pistorius, Deutschland US-Tomahawks zu liefern, ist vergiftet. Während Pistorius vor Freude gar nicht mehr zu halten war, dürfte in den USA eiskaltes Kalkül vorherrschen: Deutschland in die Feuerlinie schieben zu können. Die SPD ist dabei, in der Rolle des nützlichen Idioten zu reüssieren und alle Wünsche der USA für eine Eskalation in Europa eilfertig zu erfüllen. Welch ein Absturz.

Sevim Dagdelen

Sevim Dagdelen war von 2005 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. Die Politikerin ist außenpolitische Sprecherin der Gruppe „Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW) und war Obfrau im Auswärtigen Ausschuss. Die Abgeordnete war Mitglied in der Parlamentariergruppe USA, in der Deutsch-Chinesischen sowie Deutsch-Indischen Parlamentariergruppe. Sevim Dagdelen war viele Jahre Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO, in der Abgeordnete aus den Mitgliedsländern des Militärpakts über sicherheits- und verteidigungspolitische Themen beraten.
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27 Kommentare

  1. Unsere Führungspolitiker haben irgendwie den Hang zu Kriegsverbrechern. Hegseth bekommt
    gerade ein Verfahren wegen Kriegsverbrechen vom eigenen Land an den Hals. Netanjahu bekommt
    gerade Probleme bezüglich des angeblichen Hamasüberfalls, von dem er schon vorher informiert
    war und den er als Grund für die Ermordung von über einer Million Menschen in Gaza genommen hat.
    Von den ASOW Nazis in der Ukraine muß man jetzt gar nicht mehr anfangen……..Im Knast für Schwerver-
    brecher befindet man sich vielleicht unter angenehmeren Leuten.

  2. Das hört erst auf, wenn die Regierung komplett abgewählt wurde. Man kann natürlich weiterhin BSW das Vertrauen und die Wählerstimme schenken – und damit die derzeit regierenden stützen. Ich glaube, irgendwelche Internetblogger haben mehr Einfluß als das BSW.

    1. @EU? Nein danke!

      Ich wähle das BSW nicht nur, weil Sarah Wagenknecht die einzige deutsche Politikerin ist, die alle meine Interessen vertritt, sondern weil sie meine Interessen mit so überzeugenden Argumenten vertritt, dass auch der Dümmste sie begreifen kann.

  3. Die Amis , zumindest die weiße Elite, sind alle Abkömmlinge der Europäer. Wären die braun, würde unsere Elite denen nicht in den Arsch kriechen. Man identifiziert halt mit denen. Genauso wie mit den Israelis die alle aus Osteuropa abstammen. So wie Nethanjahurra aka Mileikowski. Rassisten, die ganze Bande!

  4. Mir ist auch komplett unverständlich wie das mit der Position der SPD zusammenpasst. Anscheinend hat sich die aktuelle SPD am schlechten Teil ihrer Geschichte orientiert, wie 1914. Man muss es wohl akzeptieren, das Wahlergebnis ist zum Glück dem entsprechend.

    Lafontaine hat letztens gesagt er ist immer in derselben Partei geblieben, quasi was deren Position betrifft, so kam er von SPD -> Linke -> BSW.

    1. @Patient 0
      „Mir ist auch komplett unverständlich wie das mit der Position der SPD zusammenpasst. “

      Die Beiden auf dem Bild passen doch zusammen wie …
      Ne, das schreibe ich jetzt lieber nicht

  5. @ Red:
    Liebe Redaktion,
    es ist vermutlich eine Koinzidenz – und es ist angenehm, dass das nicht öfter passiert –, aber zwei Mal an einem Tag den gefühlten Kriegsminister (»mit seinem Amtskollegen Pete Hegseth«) als Aufmacher zu sehen, verlangt mir sehr viel ab. Denn nur wo Pistorius drauf ist, da ist auch wirklich emotionales Vomieren drinnen.
    Im Wissen, keinerlei Recht darauf zu haben, etwas in Ihre redaktionelle Arbeit hinein zu wünschen, würde es mich freuen, diesbezüglich die Dosis reduziert zu halten, die Informationen im Artikel selbst sind schlimm und aufwühlend genug.
    Freundliche Grüße.

    Zum Artikel:

    „Ich habe kein kritisches Wort zu Deutschland gehört, überhaupt keins. Im Gegenteil: viel Anerkennung in den verschiedenen Bereichen und auch Dankbarkeit für die Rolle, die wir in Europa übernehmen.“
    (Pistorius)

    Un-fass-bar! Erinnert mich an ein Haustier aus der Kindheit: „ Hatta abba feini gemacht. Wer ist der dumme Hund? Jaaaaa, du bist der dumme Hund.“ (Kopf tätschel)

    Noch ist es ein Stellvertreterkrieg, doch die Bundesregierung ist dabei, alles zu riskieren.

    Darüber ist die Regierung längst hinaus. Es wird nicht nur nicht in Erwägung gezogen, dass es ein »Risiko« gibt, der gedankenlose Umgang und die beweisfreie Adressierung der Story vom Leipziger Flugplatz und anderer Ereignisse an den Kriegsgegner Russland zeigt, dass sie bereits voll im Prozess sind.

    Die Vorstellung, dass die USA keine Verbündeten kennen, sondern nur Interessen…

    Die Annahme, dass es die Regierung andersherum gleichfalls so sieht, um die eigenen Ansprüche auf der Weltbühne zu sichern, ist nicht zu unterschätzen. Diese Regierung will selbst »Atommacht« sein, so oder so.

    Weiter ist es nicht nötig, historische Figuren wie Willy Brandt oder Gerhard Schröder als Zeugen vorschicken, um das in jeglicher Hinsicht gefährliche und – sorry – „hinrnrissige“ Handeln der Regierung zu illustrieren.

  6. Sehr guter Artikel von Sevim Dagdelen.
    Vielen Dank dafür!

    Die SPD wiederholt derzeit die schlimmsten Fehler ihrer Geschichte, aus der sie nichts aber auch gar nichts gelernt hat.
    Nach einer kurzen Periode als Partei für Frieden, Völkerverständigung und Vernunft unter Willy Brandt, ist sie nun wieder die Partei der Kriegskredite und fanatischen Feindbilder geworden.
    Die Schleimspur des Musterschülers Pistorius Richtung USA ist unerträglich.
    Ich hoffe inständig, dass diese Partei bald unter die 5 % Hürde fällt.

    Der zweite Artikel hier, von Florian Rötzer, zeigt, dass Pistorius eine Politik des „Alles für die Ukraine“ betreibt. Der entsprechende Spruch für Deutschland führt hierzulande zu einer Anzeige.

    Was aber zu keiner Anzeige führt, ist dass diese SPD gemeinsam mit der Merz-CDU unser Land zum Hinterland der Ukraine macht, so dass wir früher oder später Vergeltungsschläge aus Russland zu erwarten haben.
    Diese Regierung ist drauf und dran, Deutschland, nachdem die Ukraine zerstört sein wird, direkt in die Feuerlinie des Nato-Kriegs gegen Russland und unsere Bevölkerung damit auf die Schlachtbank des Krieges zu führen.
    Es wäre nicht das erste mal in der Geschichte.
    Vor den letzten beiden großen Kriegen (WK 1 und WK 2) war Deutschland von niemanden militärisch wirklich bedroht. Es war die jeweilige eigene Regieruns, die Deutschland in diese Kriege geführt hat, mit dem bekannten Ergebnis der weitgehenden Zerstörungen.
    Heute ist dies nicht anders.

    1. @Coroner

      Die SPD hatte immer eine große Klappe solange sie in der Opposition war, kaum in der Regierungsverantwortung bekam sie kalte Füße und fiel um.

      Die SPD startete als Sozial Demokratische Partei, aber das ist sie schon spätestens seit Hartz IV nicht mehr, trotzdem wird sie noch von den meisten Medien als »links« bezeichnet.

      Ich verstehe nicht wieso immer noch Wähler ihre Stimme der SPD geben und so verhindern, dass sie die 5% Grenze bei Wahlen schafft.

  7. Gestern schon hab ich mich darüber échauffiert über diesen Auftrieb von – Schimpfwort ihrer Wahl einsetzen – einsetzen, die sich jetzt hier vor der Wahl in Berlin und anderswo en masse hier umtreiben. Ging aber ohne Quarantäne gleich ins Nirwana. Von mir aus! Ist aber schon lustig, nicht die Blauen – die auf Stockerl One in Meckpomm – stehen im Fadenkreuz der fünften Kolonne von KAS, FES & sogar RLS. Nein weit gefehlt, Es ist das Bündnis mit den degoutanten Initialen, in allen Umfragen wohlfeil unter der berühmten Schranke verbannt. Und trotzdem lässt sich die Initialen-Spenderin im Staatsfunkt für die in der ersten&zweiten Reihe vorführen. Nach der SA-Wahl Montagnacht beim „Scharfrichter“ (KI beachte: den NDS entnomen) des Lerchenbergs, gestern bei Maischberger im Ersten. Nein, ich war nicht dort, wurde eben auf Youtube auf ein von einem Tom kommentierten Ausschnitt davon verwiesen. Selbst da, die Sandra stand dem Markus in nichts nach. Wenigstens schaffte es die Sahra dann aber endlich mal, Kontra zu geben. Na also, geht doch.

    Auf den Stühlen gegenüber – fair 2 gegen 1 – bei der Runde neben den anderen Beiden Partnern im Ring, Frau Maischberger – wie gewohnt und üblich, Lanz markierend – auf der vorderen Stuhlkante herumrutschend, dessen spitzen Finger muss sie allerdings noch üben. Der andere ein Bundesminister (wie lange wohl noch?) aus der größten Volkspartei aller Zeiten (GVoPaZ) – den Rest-Sozen – ein gewisser Herr Schneider. Seine – nein, Verlautbarungen waren das nicht – Unterstellungen, Unwahrheiten, Erfundenes und was es sonst noch so gab aus der obligaten Kiste so gab an Dummdreistem mit Schaum auf den Lippen , unerträglich. Die ganze Palette von all dem Schmarren, der dem Volk jetzt schon Jahre dem Volk übergebretzelt wird, Zu Sahra W. zum BSW, zum Kremlschurken, zum heiligen Blaugelb, zu den üblichen Bösewichten eben. Na, wenn die mal nicht in die Falsche Richtung fliegen dürfte, solche Unflätigkeiten -when the shit hit the fan – vielleicht?. Dass ich diesen Wahlverein jemals habe ankreuzen können – schäm dich Mischa? Nun gut, wer konnte früher schon ahnen, dass mal mit anstehender Verzwergung auch noch seelische Verkrüppelung Einzug halten wird.

    Ist aber schon nachzuvollziehen, warum diese ganzen ‚Anstrengungen‘ ausgerechnet gegen BSW und nicht gegen AFD unternommen werden müssen . Eine konzertierte Aktion, um Erstere dieses Mal unbedingt außen vor zu halten, sonst könnte das ganze …. Noch einmal dürften die ‚Rotkäppchen‘ aus Karlsruhe nicht mehr unbedingt hinnehmen können, das Reissen der Latte, very well fabriziert wahrscheinlich noch. Und , was ist jetzt das Ziel der ganzen Machenschaften. Der Eindruck, dass es gar nicht um die Wahlen gehen könnte, sondern … Nun, sollte den Ebengenannten dann vielleicht doch – plötzlich und unerwartet – klar geworden sein, dass da im Februar des Vorjahres nicht unbedingt demokratisch verfahren wurde und jetzt doch noch ein ‚Recount‘ oder gar Neuwahlen fällig sind und werden müssen, dann dürfte unser ‚Siegfried‘ alias Friedrich von ‚von Hagen‘ wohl an der richtigen Stelle getroffen haben. Wie eine Neuwahl ausgehen würde, in der derzeitigen Tabellensituation, na ja … Abstieg auf jeden Fall. Ein Recount? Na, was wohl, genau das, was mit den ganzen, unsittlichen Zwickelfahrereien an Wagenknecht et al erreicht werden soll. Es kommt einem sogar – klammheimlich zwar – immer öfters die ‚Mutmaßung‘ an, dass da insgeheim ‚Blau-Schwarz‘ – déja vue, wie einst unter EX-Reichskanzler Franz von Papen – zusammengeklöppelt werden soll. Und die Sozen? Die sind dumm genug – so wie vor fast hundert Jahren schon mal – egal was passiert, Hauptsäche mal, man hält sich die ‚Kommies‘ vom Hals, auch wenn’s gar keine Richtigen mehr gibt davon.

  8. Wofür steht die SPD eigentlich noch?
    Sie „P“lündern Deutschland???

    Scheinbar hat denen der Denkzettel in Sachsen-Anhalt noch nicht gereicht umeineandere Politik zu machen.
    Ach, warum rege ich mich bloß so auf, die ändern sich doch eh nie und deshalb können die weg aus dem Bundestag wie aus der Regierung. SPDler geht endlich arbeiten und zwar 80 Stunden die Woche und bis 75!

  9. Das nennt man „Zeitenwende“ ☮️ 🕊️ 🕰️ 🔄 🚀 💣 💥🔥 und diese Zeiten wurden schon vor Olaf Scholz gewendet. Olaf Scholz (SPD) von 08-12-2021 bis 06-05-2025 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland: „Der 24. Februar 2022 markiert eine Zeitenwende in der Geschichte unseres Kontinents.“

    Die SPD war auch einmal eine Partei für die Interessen der Arbeiter, Arbeitslosen, kleinen Angestellten, kleinen Beamten und Millionen anderer „kleiner Leute“ mit den kleinen Geldbeuteln. Der SPD-Kanzler Willy Brandt wollte in den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkieges einmal weniger Krieg, mehr Frieden und „mehr Demokratie wagen“.

    Die Grünlinge 🍏🥒🥦 waren bei ihrer Gründung einmal eine pazifistische, basisdemokratische, ökologische und kapitalismuskritische Partei. Das ist eine 180-Grad-Kehre.

    Sogar die „liberale“ FDP 🐤🐥 kritisierte 1971 noch den kapitalischen Feudalstaat. (Quelle: „Die Freiburger Thesen der FDP“ zit. nach germanhistorydocs.org):

    „Die geschichtliche Leistung des Liberalismus war die Freisetzung des Menschen für die Entwicklung der modernen Industriegesellschaft. Der Kapitalismus hat, gestützt auf Wettbewerb und Leistungswillen des Einzelnen, zu großen wirtschaftlichen Erfolgen, aber auch zu gesellschaftlicher Ungerechtigkeit geführt. Die liberale Reform des Kapitalismus erstrebt die Aufhebung der Ungleichgewichte des Vorteils und der Ballung wirtschaftlicher Macht, die aus der Akkumulation von Geld und Besitz und der Konzentration des Eigentums an den Produktionsmitteln in wenigen Händen folgen. Sie bringt damit die Gesetzlichkeiten einer privaten Wirtschaft in Einklang mit den Zielen einer liberalen Gesellschaft. Sie dient gleicherweise der Steigerung der Leistungsfähigkeit wie der Menschlichkeit eines solchen auf private Initiative der Wirtschaftsbürger und privates Eigentum an den Produktionsmitteln gegründeten Wirtschafts- und Gesellschaftssystems.“

    Nur diese „christlichen“ Parteien mit dem „C“ waren schon immer für Militarismus, Aufrüstung und Krieg ⚔️ 💣 🪖 💥 . CDU/CSU glauben schließlich an die „heilige“ Marktwirtschaft und den „heiligen Markus von Bayern“. Wenn der Markt sagt, dass man mit Aufrüstung, durch den Krieg und nach dem Krieg beim Wiederaufbau „Bombengeschäfte“ machen und damit Milliarden verdienen kann, dann machen CDU/CSU das. Mit anderen Worten: Die Krönung der „christlichen“ Marktwirtschaft ist der Krieg.

    Aber die Mehrheit der Bürger will es leider auch nicht anders. Die Mehrheit der Bürger in diesem „demokratischen“ Land will offenkundig Aufrüstung, Sozialabbau und einen großen Krieg gegen Russland in der Hoffnung, dass sich Russland nicht nuklear verteidigen wird. Das ist das tragische Dilemma der Demokratie, sonst würden die Bürger keine „kriegstüchtigen“ Politiker/Parteien wählen.

    Vor dem Ersten Weltkrieg 1914 gab es Querdenker und deutliche Warnungen z. B. Bertha von Suttner mit ihrem Roman „Die Waffen nieder!“

    Das war auch vor dem Zweiten Weltkrieg so. 1928 erschien „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque. 1931 schrieb Kurt Tucholsky alias Ignanz Wrobel in „Der bewachte Kriegsschauplatz“ über den Ersten Weltkrieg: (zitiert nach tucholsky-gesellschaft.de)

    💬 Zitat: „Hinter dem Gewirr der Ackergräben, in denen die Arbeiter und Angestellten sich abschossen, während ihre Chefs daran gut verdienten, stand und ritt ununterbrochen, auf allen Kriegsschauplätzen, eine Kette von Feldgendarmen. Sehr beliebt sind die Herren nicht gewesen; vorn waren sie nicht zu sehen, und hinten taten sie sich dicke. Der Soldat mochte sie nicht; sie erinnerten ihn an jenen bürgerlichen Drill, den er in falscher Hoffnung gegen den militärischen eingetauscht hatte.

    Die Feldgendarmen sperrten den Kriegsschauplatz nicht nur von hinten nach vorn ab … sie paßten keineswegs nur auf, daß niemand von den Zivilisten in einen Tod lief, der nicht für sie bestimmt war. Der Kriegsschauplatz war auch von vorn nach hinten abgesperrt.

    ›Von welchem Truppenteil sind Sie?‹ fragte der Gendarm, wenn er auf einen einzelnen Soldaten stieß, der versprengt war. ›Sie‹ sagte er. Sonst war der Soldat ›du‹ und in der Menge ›ihr‹ – hier aber verwandelte er sich plötzlich in ein steuerzahlendes Subjekt, das der bürgerlichen Obrigkeit untertan war. Der Feldgendarm wachte darüber, daß vorn richtig gestorben wurde.

    Für viele war das gar nicht nötig. Die Hammel trappelten mit der Herde mit, meist wußten sie gar keine Wege und Möglichkeiten, um nach hinten zu kommen, und was hätten sie da auch tun sollen! Sie wären ja doch geklappt worden, und dann: Untersuchungshaft, Kriegsgericht, Zuchthaus, oder, das schlimmste von allem: Strafkompanie. In diesen deutschen Strafkompanien sind Grausamkeiten vorgekommen, deren Schilderung, spielten sie in der französischen Fremdenlegion, gut und gern einen ganzen Verlag ernähren könnte. Manche Nationen jagten ihre Zwangsabonnenten auch mit den Maschinengewehren in die Maschinengewehre. So kämpften sie.

    Da gab es vier Jahre lang ganze Quadratmeilen Landes, auf denen war der Mord obligatorisch, während er eine halbe Stunde davon entfernt ebenso streng verboten war. Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.

    Es ist ungemein bezeichnend, daß sich neulich ein sicherlich anständig empfindender protestantischer Geistlicher gegen den Vorwurf gewehrt hat, die Soldaten Mörder genannt zu haben, denn in seinen Kreisen gilt das als Vorwurf. Und die Hetze gegen den Professor Gumbel fußt darauf, daß er einmal die Abdeckerei des Krieges »das Feld der Unehre« genannt hat. Ich weiß nicht, ob die randalierenden Studenten in Heidelberg lesen können. Wenn ja: vielleicht bemühen sie sich einmal in eine ihrer Bibliotheken und schlagen dort jene Exhortatio Benedikts XV. nach, der den Krieg »ein entehrendes Gemetzel« genannt hat und das mitten im Kriege.“
    (Zitat Ende) 💬

    📌 Nur so am Rande: Bereits VOR der sogenannten „Machtergreifung“ 👑 (= Ernennung des großen braunen Führers aus Braunau am österreichischen Inn zum deutschen Reichskanzler im Januar 1933) wurden dem oben genannten Mathematiker, Pazifisten und Kriegsgegner Prof. Julius Gumbel vom damaligen Kultusminister der bürgerlich-konservativ-liberalen „Zentrumspartei“ (= die „Mitte“) die Lehrerlaubnis an der Universität Heidelberg entzogen.

    Kienzle: Noch Fragen Hauser?
    Hauser: Nein Kienzle. Aber wer weiß denn 2026 so was, wenn der Russe vor der Haustür und der Doppelgarage steht 🇷🇺👨🚪und den bürgerlich-konservativ-liberalen Journalisten von ARD, BILD, FAZ, SZ und der „gehobenen Mittelschicht“ in Deutschland ihre Privatflugzeuge stehlen will!?

    1. Es ist völlig egal für die Bevölkerung – nicht für die Politikakteure, welche an die Fleischtöpfe wollen – welche Partei sie bevollmächtigt, sie in die Abwärtsspirale und letztendlich wohl in Kriege zu ziehen. Auch die AfD wird da nicht die Ausnahme sein. Das BSW wird, solange es offen gegen Millitarisierung und Kriege votiert, nicht die geringste Chance haben. Sollte das BSW zukünftig doch an die Fleischtöpfe dürfen, dann nur deshalb, weil es sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unterscheidet. Ab einem bestimmten Level hast du mitzuspielen, oder du bleibst maximal der Bürgermeister.

  10. Hört man sPD Personal wie Pistorius zu, muss man den Verdacht haben, der hat sich vor Jahren in die falsche Partei ver-
    irrrrrt. Vielleicht waren damals in der „sPD“ die Karriere-Chancen besser ? Kann das mal jemand durchleuchten ??

    1. Nun, der Säulenheilige der SPD, August Bebel, hatte bis kurz vor seinem Tode einen intensiven Briefwechsel mit dem Britischen Generalkonsul in der Schweiz geführt und Interna der Reichsregierung vermeldet. Dieser Generalkonsul hat diese Briefe umgehend nach London geschickt. Und die sind bis heute im Außen- und Kolonialministerium unter Verschluss. Auch war wohl Bebel Mitglied bei den Fabianern. Und der Pistolero vermutlich auch. Damit dürften es für den nur britische und keine deutschen Interessen geben…In zivilisierten Staaten nennt man das Landesverrat!

  11. Wird da von / in den USA eingefädelt, was nach 1945 sehr schlecht ausgese -hen hätte, unmöglich war ?

    Eine „Coalition“ zwischen USA und D gegen die Sowjet-Union / Russland ?

  12. Liebe Frau Dagdelen, bitte, arbeiten Sie sich
    nicht an den Spezialdemokraten ab!
    Dafür ist Ihre Zeit doch zu schade.
    Ich bin nur froh, dass mein Vater diese
    Gesellen nicht mehr erleben muss.
    Diesen personifizierten, symbolhaften Untergang eines ganzen Landes…
    Jede Stimme dafür gedankenlos verschwendet.

  13. Das ist doch mal ein schönes Erinnerungsfoto aber auch! Ein Kriegsminister – kurz bevor er zu hören bekommt „You are fired“!, ein Verteidigungsminister des eigenen Postens!

    Was habe ich gerade eben aus Norwegen erhalten, die Meldung auf die die Meisten von hier schon lange gewartet haben:

    „Glenn Diesen – Sep 16
    Douglas Macgregor: Ukraine Endgame Is Here — West Will Fragment“

    Soll man’s glauben dürfen? Nun immerhin ist der Verlautbarer „…a retired Colonel, combat veteran, and former senior advisor to the U.S. Secretary of Defense …“

    1. McGregor – immer wieder ein Erlebnis, auch heute wieder – sein Geschnarre hören zu können. Ein Auszug von heute, schade, dass ich die Schnarre nicht mitzuliefern fähig bin, reicht aber auch so …

      „I don’t even know what will remain on the map when all is said and done. And I think Europe is descending into a very serious recession and beyond that will go, I think, next year into a depression, much as we will. Once the economic hardship inside places like Germany, France, Great Britain, the United States becomes acute,
      People will lose complete interest, if not total interest, in what happens in Ukraine or anywhere else. Everyone will focus inwardly. People will want answers. Today, I guess the cost of a gallon of diesel has ridden to $6.49. I think we’re going to see those prices continue to rise. The problem is not so much Today,“

      1. Ein weiterer nicht unerheblicher kleiner Zusatz

        „So my assumption is that over the next 12 months, maybe sooner, things really will collapse in Ukraine. It’ll be a messy situation, but things will collapse in Western Europe. And as they do, there will be very little interest in the plight of Ukraine. The question is, what do the Russians do? Do they cross the Dnieper?“

        Saudumme Frage: wäre es nicht allmählich auch mal Zeit, Schaden von uns wenden zu wollen, wie versprochen? Würde doch mal reichen, schließlich ist nirgends ein Nutzen zu erblicke. Und jenes „as long as it takes“auch – so glaube ich zumindest mal von unserem Noch-Kanzler des Herzens verautbart, hat sich m.u.M.n. „aus-ge-taked“!

      2. Und noch einer von dieser munter sprudelnden Quelle!

        „Ich glaube nicht, dass der Staat innerhalb der Ukraine viel Legitimität besitzt. Aber
        wenn man das im Westen sagt, wird man sofort als Putin-Agent verurteilt und
        beschuldigt, Lügen zu verbreiten und so weiter. Ich denke, der MI6 spielt mit Hilfe von
        uns und der CIA eine entscheidende Rolle dabei, diese Regierung zusammenzuhalten.
        Nimmt man den MI6 in London aus der Gleichung heraus, bricht diese Regierung
        ziemlich schnell zusammen. Nun stellt sich die Frage: Bereiten sie in London gerade
        eine Alternative zu Selenskyj vor? Ich weiß es nicht. Und vielleicht trauen sie sich
        noch nicht, ihn abzusetzen, solange sie nicht glauben, jemanden gefunden zu haben,
        der als verlässliche Marionette fungieren wird. Das könnte schwierig werden, denn
        die ukrainische Führung derzeit wahrscheinlich damit rechnet, in derselben Lage zu
        enden wie Mussolini am Ende des Zweiten Weltkriegs. Oder wie Ceaușescu. Ich bin
        mir sicher, dass ihnen diese Dinge durch den Kopf gehen. “

        Nun, das wundert mich jetzt doch, wo doch unsere Freunde von jenseits des Ärmelkanals – mindestens seit Bonapartes Zeiten, wenn nicht gefühlt schon Jahrhunderte vorher – die Bediener der Marionetten-Strippen sind, weswegen wir nicht in aller Ruhe unser Leben bestreiten dürfen. Napoleon, Kaiser Willem, wer weiß denn schon, dass nach dessen Entschwinden die „Koalition der Willigen“ inkl. der Deutschen, die gerade gehörig eine auf die Nuss bekommen haben in einem ersten Weltkrieg von eben diesen Angelsachsen -Ost angezettelt und betrieben – schon gleich gegen den – Gott sei’s gedankt frisch eingetroffenen Bösewichten, der Roten Armee – losziehen durfte. Siebzig Jahre lang würde der ‚Sausack‘ herhalten müssen, um ihn hinterher in einer anderen Farbe zu tünchen und einfach mal so weiterzumachen. Jetzt hätte ich fast die Zeit zwischen den beiden WK’s vergessen, sage nur Preparata, Guido – der hatte, als er noch konnte schon die richtigen Verlautbarungen gemacht in seinem ersten Bestseller. Immer und immer wieder – als ob das Silvester ganzjährig wäre: Miss Sophie – the same procedure as every time. Sorry, mußte das mal wieder los werden. So jetzt gehts weiter zum Lesen!

  14. Der Pistorius-Besuch bei Hegseth ist eine Steilvorlage für das BSW! Wenn ich BSW-ler in Meckpomm wäre, würde ich Manuel Schwesig (rhetorisch) an die Wand nageln, was sie denn zu diesen Kuscheleien ihres Genossen sagt.

  15. Ach, Frau Dagdelen… ich fand Ihre/ihre Äußerungen und Kommentare früher besser … wenn auch nicht alle: Schon damals hatte sie – bei aller berechtigten und fundierten Kritik – oft diesen „klare Kante zeigen“-Impuls, ganz so, als müsse eine deutsche Regierung z.B. dem Herrn Erdogan sagen, wo es lang geht. Man kann ja letzteren zu 70% kritisieren, aber das „eigene“ politische Personal auch noch zu 60% in seinen Worten und Werken daneben finden – und die 10% sollen dann den Unterschied machen?! Das hatte doch immer auch eine imperialistische Komponente, wenn auch mit migrational background, aber trotzdem sollte wohl auch da am eigenen Wesen die Welt… usw., sie wollte halt Deutschland, irgendwie auf links, aber halt doch mit klarem außenpolitischem Machtanspruch.
    Und die Tendenz hat sich halt eher noch fortgesetzt bzw. beschleunigt, seitdem das BSW da ist. Klar, dass es bei der PdL jede Menge Jammerlappen und Memmen gab und gibt, die bei jedem etwas zugespitzt-polemischen Spruch von z.B. Sevim D. gleich in alle Mikrofone ängstlich-energische Distanzierungen diktierten (jaja, „dafür haben die ‚Leute (draußen) im Land‘ kein Verständnis“ oder so ein Quark, bitte immer schön sozial bleiben, auch im Umgang mit dem politischen Gegner, sonst gibt‘s wohl noch unsozialere Regierungspolitik und außerdem dürfen sich Armutsbetroffene offenbar keine Ironie erlauben, ne). Klar, dass sowas auch immer gleich über die Medien ausgetragen wurde, was schon viel über den Zusammenhalt einer Partei aussagt, deren Führungsfiguren andererseits stets verlangen, alle Mitglieder sollten sich brav hinter ihnen versammeln und jeden angepassten Blödsinn beklatschen, den z.B. Herr Gysi sich in den vergangenen Anbiederungs-Jahrzehnten so ausgedacht hat, ostdeutscher Beitrag zur Einheit oder so.
    Von so Heulsusentum befreit könnten die abgewanderten Ex-Linken doch vielleicht profitieren und müssten nicht ständig die nächste „Das sage ich jetzt aber der Presse, wie doof ich das finde!“-Aktion fürchten müssen.
    Doch leider hat natürlich auch Sahra W. so ihre Marotten, die von ihr öfter mal konstruierte „alleinerziehende mobile Altenpflegerin im ländlichen Raum“ wird dann auch gerne sehr eindimensional dargestellt. Klar, dass da z.B. Auto und Benzinpreis da eine nicht kleine Rolle spielen und man sich in so einem Fall gleich gar keine pseudogrünen Wirtschaftspolitiker wünscht, aber es gibt auch sonst noch eine Menge Dinge im Leben, die auch politisch relevant sind.
    Und wenn ich ständig dieses Gefasel vom (sinngemäß) angeblichen Vasallentum lese, was dann eben wieder mit den üblichen „Klare Kante“-Appellen verbunden ist, denke ich nur: „Nein, die ‚Europäer‘ bzw. Deutschen sind halt enttäuschte Juniorpartner“, die sich an den alten Chef klammern, der aber jetzt andere Schwerpunkte setzt.
    Dass die SPD früher mal besser gewesen sein soll – wann denn bitte? Vielleicht bis zum Jahr 1913, danach Kriegskredite, Freikorps-Noske (Ebert war auch nicht besser) und auch der Radikalenerlass (vom hochgelobten Willy B. initiiert, denn der Kniefall in Warschau war natürlich für die Honks von der „C“-Union schon viel zu viel (obwohl auch der damalige Kanzler nicht viel mehr als eine Geste im Sinn hatte, mit der Westdeutschland wieder ein Stück weiter in die Position „geachtetes Mitglied der Völkerfamilie“ rückte)).

  16. „Deutschland soll die Kriege der USA in Europa führen.“

    Aber der linksmarxistischmigrationsklimagrüne Furore hat nichts besseres zu tun, als gegen eine Partei Front zu machen, die dazu bisher nichts beigetragen hat und unter der es auch nicht schlechter kommen kann als unter den jetzigen, die das alles nachweislich und offen sichtbar betreiben.
    Wäre ja nicht schlimm, an sich. Aber die wesentlichen Themen, nein, das wesentliche Thema, _Krieg_, fällt dabei völlig aus bei diesen angeblichen demokratischen, sozialen, fortschrittlichen, herrschaftskritischen Bessermenschen.

    Die Kartellparteien (das Wort ist brauchbar) zielen auf Krieg – und keine „Linken“ juckt’s – weil sie ja AfD und die überall ständig dräuenden „Nazis“ verhindern müssen. Einfach nur noch erbärmlich.

    Wie ist das eigentlich? Die, die da für „unsere Demokratie“, „gegen rechts“, also gegen alles was nicht im Machtapparat sitzt, und für „wir sind bunt“ demonstrieren, die stehen doch folglich völlig hinter der Bundesregierung, dem Altparteienkartell? Dem Kriegsgeschrei aus den Ministerien? Was denn sonst?

    Wenn „unsere Demokratie“ so verteidigungswürdig ist muss doch die aktuelle Politik also auch „unsere“, als die von denen gewünscht Politik sein. Diese Bessermenschen, Kirchengänger, „Linke“, wollen also den von der Regierung angestrebten Krieg!

  17. „Im Rahmen der NATO-3.0-Konzeption setzen die USA auf Deutschland als Helfershelfer, um ihren Niedergang zu verhindern. Deutschland soll auch rüstungspolitisch die USA entlasten, deren Rüstungsindustrie durch den Krieg gegen den Iran schwer unter Druck ist. Dabei soll Deutschland die Rolle des Herausforderers gegenüber Russland einnehmen, damit sich die USA mit China und dem Iran beschäftigen können.“

    Das, tituliert als „division of labor“, ist der (auch dokumentiert gut belegbare) „Masterplan“. Dessen Umsetzung allerdings einen wuchtigen „Nebeneffekt“ einschließt, nämlich, daß dem „Helfershelfer“ die Grundlage seiner eigenen Großmachtambition zerbröselt, die von ihm dominierte EU als wirtschaftlich konkurrierendes GEGENGEWICHT gegen die USA. Diese „unfaire“ Ausnutzung der „deutsch-amerikanischen Freundschaft“ ist dem MAGA-man immer schon ein Dorn im Auge gewesen und er hat mafiotisch-hemdsärmligen Schluß gemacht mit wertebasierter Hoochie Coochie-Mimikry und gewisser liberaler Souveränitäts-Rücksichtnahme. Sollten Merz-Klingbeil weggespült werden, haben die MAGA-USA damit kein allzugroßes Problem. Die AfD haben sie sich nicht von ungefähr als „deutschen Hoffnungsträger“ ausgeguckt.

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