
Ein FAZ-Korrespondent fragt in Belgrad den ukrainischen Präsidenten, was man tun könne, um noch mehr Russen zu töten – und findet damit den ideologischen Kern des Krieges.
Man muss dem FAZ-Korrespondenten Michael Martens dankbar sein. Mit seiner Frage auf einer Pressekonferenz in Belgrad an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj – „Was können wir Europäer konkret tun, um noch mehr Russen zu töten – russische Soldaten natürlich?“ – hat Martens den ideologischen Kern des NATO-Krieges in der Ukraine herausgeschält. Es geht darum, noch mehr Russen zu töten. Der Nachsatz mit dem Verweis, dass es um das Töten von noch mehr russischen Soldaten gehe, scheint nicht mehr als eine wohlkalkulierte Zweideutigkeit. Martens ist denn kein Praktikant bei der FAZ und sollte als langjähriger Beschäftigter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Fragen präzise formulieren können. Man kann diesen Satz in seiner offenbar gewollten Doppeldeutigkeit nicht anders lesen als ein Bekenntnis zu einem eliminatorischen Rassismus gegen Russen.
Martens spricht zudem nicht in einen leeren Raum hinein. Die Geschichte des deutschen kolonialen Vernichtungs- und Raubkrieges gegen die Sowjetunion wie auch der Völkermord an den Völkern der Sowjetunion einschließlich der Russen sind der Resonanzboden, der der Frage der Vernichtung von Russen im Jahr 2026 ihre Wucht verleiht. Bemerkenswert, dass sich die FAZ die eliminatorische Frage ihres Korrespondenten nicht wirklich kritisierte. Eine Welle der Empörung in den Mainstreammedien ist nicht bekannt. Diese Kumpanei bezeichnet den Grad an geistiger Mobilmachung, den es zurzeit in Deutschland gibt. Wie es scheint, treibt die Sache auf einen neuen Höhepunkt zu, bei dem man sich nicht scheut, die historischen Anleihen beim NS und seinen Völkermordprojekten zu nehmen.
Der NATO-Mann fürs Grobe
Der Korrespondent Martens erfüllt zudem eine Art Scharnierfunktion. Er ist nicht nur derjenige, der faktisch fragend zur Vernichtung von noch mehr Angehörigen einer bestimmten Ethnie auffordert, sondern ein gern gesehener Gast auf NATO-Tagungen – erst jüngst im Mai 2026 – und Referent am NATO Defense College in Rom. Man muss fragen, ob sich Martens für die NATO neben seiner Balkanexpertise und der Rechtfertigung des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs auf Jugoslawien gerade in der jetzigen Zeit als Stichwortgeber einer Vernichtungsdrohung gegen Russen interessant gemacht hat, denn es ist bei weitem nicht seine erste Entgleisung. Ja, Martens scheint der NATO-Mann fürs Grobe zu sein.
Allein schon diese Episode zeigt nicht nur, wie gefährlich der Militärpakt NATO durch seinen Kriegseintritt gegen Russland ist, sondern zugleich, wie dumm und geblendet von seinen eigenen totalitären Machtphantasien. Denn kaum einer wird daran zweifeln, dass diejenigen, die der NATO-Mann Martens fragend mit Vernichtung bedroht, alle Kräfte mobilisieren werden, um einem neuen Überfall aus dem Westen und der NATO zu begegnen. Martens ist denn auch der Zauberlehrling der NATO, im Grunde einer, der dem erklärten Feind hilft, indem er noch die letzten Warnungen aus Russland zu bestätigen scheint.




putin könnte den ganzen Kriegstreibern in der EU den Wind aus den Segeln nehmen und seine Truppen aus der Ukraine abziehen! Von dem Augenblick würde kein einziger Russe und natürlich auch kein russischer Soldat mehr getötet werden!
Und dann die Nato direkt vor der haben – um weiter westliche Werte zu missionieren, was bedeutet sich westlichem Kapital zu unterwerfen. Das wollen die Russen nicht, weil sie damit unter Jelzin schlechte Erfahrungen machten.
sehr einfache Denkweise… unsere eh. feministische (was das auch sein mag) Aussenministerin hat es treffend gesagt
Russland muss zerschlagen werden
2014 waren US Marines schon in Ochatschiv (bei Odessa) um die Hafenanlagen zu inspizieren, es geht um Vortbestand des Unilateralismus der bei den westl. Politikern, früher als Kolonialismus, fest in der Denkweise verankert ist
Dann wären die atomaren Kurzstreckenraketen der USA nur 300-400km von Moskau und Petersburg, den beiden einzigen größeren Ballungsräumen von Russland. Russland wäre komplett durch die USa erpressbar und das atomare Gleichtgewicht faktisch außer Kraft. Warum sollte Russland ihrem Vorschlag zustimmen?
Wenn die USA, warum auch immer, Kurzstreckenraketen in der Nähe dieser beiden Großstädte aufstellen wollte, wären die Baltischen Staaten doch viel besser geeignet, da viel näher und jetzt schon in der NATO!
Und um Moskau oder Sankt Petersburg anzugreifen braucht man keine Kurzstreckenraketen, da reichen ein paar Langstreckendrohnen! Um eine Kernwaffe direkt nach Moskau zu bringen könnte man sie in eine Cessna 172 packen und direkt auf den Roten Platz fliegen! Dass sowas funktionieren könnte wurde schon vor fast 40 Jahren bewiesen! (Die Cessna damals kam übrigens aus Helsinki)
Diese universelle Schuldzuweisung kann man mit Forist Werner gar nicht oft genug wiederholen: Wenn sich alle politischen Subjekte dieser Welt widerstandlos den Weltordnungs-Ansprüchen und -maßgaben der westlichen Wertegemeinschaft unterwerfen – man hat sie doch deutlich genug formuliert, oder? -, wenn sie eigenen Ambitionen reuig abschwören und sich dem ihnen zugedachten Schicksal geduldig unterwerfen, dann müssen EU/NATO auch keine Kriege mehr führen. (Untereinander ab da dann schon noch, aber das steht auf einem anderen Blatt der Staatenkonkurrenz, da sind wir noch nicht, auch wenn sich die Konfliktlinien in den Äußerungen eines Kanzlers Merz in Sachen USA schon abzeichnen).
Das Schöne an diesem Dauerbrenner-Satz ist, dass die Forderung nach bedingungsloser Kapitualtion darin zugleich als pazifistische Perspektive wie auch als naturgegebene Selbstverständlichkeit erscheint. ‚Höflichkeit‘ der Demokraten: hier im Munde der Untertanen, mit ihrer risikobereiten Führung stets solidarisch. Wer sagt das Mantra bitte noch einmal?! Danke!
„Wenn sich alle politischen Subjekte dieser Welt widerstandlos den Weltordnungs-Ansprüchen und -maßgaben der westlichen Wertegemeinschaft unterwerfen … dann müssen EU/NATO auch keine Kriege mehr führen.“
Örr, Örr!
Und was machen dann Rheinmetall und Konserven, Lockheed, Raytheon und wie sie alle heißen? Schließlich können die auch nur einmal die Lager füllen. Und dann? Und unsere knitzen Broker an den Börsen, die stürzen sich dann ersatzweise genau auf was? Vielleicht auf „Papiere“ der Strickerstellenden Manufakturen, wg. abzusehender Nachfrageschübe womöglich?
Das ist definitiv und nachweislich eine falsche Behauptung.
Siehe der Massenmord an der Bevölkerung des Donbass nach dem Kiewer NATO Putsch 2914, dem Versuch die Bevölkerung der Krim nach 2014 auszuhungern. Dem gezielten, durch die Nordatlantiktertoristen geführten und durch die Kiewer Nazibande ausgeübten Terrors gegen die russ. Zivilbevölkerung.
Dem Genozid an den Bewihnern von Gaza, Westjordanland und Libanon durch auch von der NATO unterstütztes Israhell.
Den brutalen, unprovozierten und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des NATO-Oberterroristen USA auf den Iran usw usf.
Erst, wenn die aktuell weltweit gefährlichste Verbrecherorganisation USA samt deren NATO-Mordtruppe entwaffnet sind, besteht zumindest theoretisch eine Chance auf eine positive Entwicklung.
Das würde vermutlich einen Kurssturz des DAX von 10% hervorrufen, bei Rheinmetall und Co. könnten 50% drin sein.
Sehe ich genauso wie Frau Dagdelen: Die Schleier über die Gründe der Herbeiführung des Konflikts, und die Verbissenheit der Ausführung und Aufrechterhaltung desselben fallen – Kiesewetter und Strack-Z. hatten ja schon vorgelegt.
Danke für den Beitrag!
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/ukraine-mit-nazis-gegen-putin/
Das Wesen von skandalisierten Meldungen aus der Sparte: „In China ist ein Reissack umgefallen“ bzw. „Einem Daimler-Facharbeiter ist der Schlüsselsatz verlorengegangen“ besteht darin, dass sie hochgepuscht kometenhaft aufsteigen und genau so schnell verglühen. Das postive Element in diesem Fall: der Komet rast innerhalb der kleinen BSW-Blase in ihren beiden Presseorganen NDS und OT, – ausserhalb der abgeschotteten Mini-Blase wird glücklicherweise nichts wahrgenommen. Von der Partei für die Parteifunktionäre. In den kommenden ein paar Tagen erwarte ich noch den Nachschalg „Lesebriebe zu…“ bei NDS und das war’s. Bis zum nächsten das ewige Frühling- Sommer- Herbst- Winterloch füllende NATO-Skandälchen.
Sie haben recht, der inkriminierte Satz wurde zwar von einem bewährten Qualitätsjournalisten formuliert, wird aber nur von einer kleinen Minderheit problematisiert.
Aber halt, in kleines Problemchen gäbe es dann doch noch: Weil darin die operative Seite der wertewestlichen Strategie so schlicht wie plakativ formuliert ist, wird man den umfassenden Tötungswunsch auch bei den Betroffenen wahrnehmen. Wenn diese dann die absehbare Konsequenz aus dem ‚wir oder sie‘ ziehen, könnten die thermonuklearen Einsprüche dann sogar ein wenig über die BSW-Blase hinausreichen. Macht aber nichts, denn gemäß der Ex-Außeministerin dürfen wir uns dadurch nicht ablenken lassen von dem einzig möglichen Gesichtspunkt: „Bestrafen, bestrafen, bestrafen….“
Das ist nur deswegen so, weil die gekauften MSM diese verbrecherischen Äußerungen nahezu zu hundert Prozent decken und vielleicht sogar verklausuliert gutheißen. Für mich bestätigt sich damit, was mit der verlogenen und doppelmoralisch penetranten sog. „Aufarbeitung“ der NS-Zeit wirklich bezweckt wurde und wird: auf Dreck zeigen, um selbst (wieder) Dreck machen zu können. Und dass diese „Aufarbeitung“ hochgradig verlogen war und ist, das kenne ich aus eigener Anschauung. Denn nur bestimmte Leute sind dazu „ausgewählt“… Näheres verkneife ich mir.
Sir cromwell … ist anscheinend vorzugsweise mit gemeißelten Steintafeln beschäftigt und sucht dort Variationen seiner, meiner, einer ewigen Wahrheit. Diesen versierten und vermutlichen Altphilologen können kurzzeitige und kurzweilige Alltagsentgleisungen eines Qualitätsjournalisten nicht despektierlich sein, wohl aber die für ihn unbeirrbar verirrte Herde, derer er auch heute wieder einen Teil seiner Aufmerksamkeit gnädig hergibt.
Die zeitlosen Perseiden bei OM müssen vom ÖR querfinanziert worden sein, anders kann die fortlaufende Wiederholung oder das featured pack der Perseide »cromwell«, die sich nur in speziellen Sphären aufhalten mag (»Mini-Blase«), nicht plausibel gedeutet werden.
(Das kommt nie durch, wetten..?)
(Die Wette habe ich gewonnen)
@Red (bei try 3):
Was mich ja interessieren könnte, warum beispielsweise der obige Kommentar Ihre Artikel beleidigend als belanglos titulieren darf, die Leserschaft sowie das Forum ebenso, aber eine passend blasierte Erwiderung rausgerechnet wird. Doch da es keine Antwort geben wird, gibt es auch keine Notwendigkeit des Interesses.
Worin besteht der Skandal? Dass ein Journalist zum Töten von Russen aufruft? Oder darin, dass dies eben kein Skandal ist und in den MSM kaum Erwähnung findet – was dich offenbar freut?
Fakt ist, dass diese Formulierung keine größere Empörung in den MSM auslöst, bzw. dort kaum Erwähnung findet. Was aber auch kein Wunder ist, da hier ein geteilter Kriegszweck die Mittel heiligt. Da taugt alles, was den Kriegsgegner dämonisiert; wird also aufgebauscht. Umgekehrt werden Meldungen marginalisiert, die einen Schatten auf die Mär vom edlen Befreiungskrieg einer überfallenen Nation werfen könnten.
Man braucht nur die Gegenprobe zu machen und „Russen“ gegen „Ukrainer“ zu tauschen und Menschen wie du würden schäumen vor Empörung, von Völkermord reden usw..
Die Härte der Frage von Martens verpasst du komplett. Die ist eine Kriegserklärung, vorgebracht von einem Vertreter eines seriösen Mediums, offenbar geteilt vom Mainstream, nicht kritisiert von amtierenden Politikern.
„Worin besteht der Skandal?“
Während der Diskussion beim Meeting von Springer-Döpfner als Veranstalter in Belgrad ging es -unter anderem- um die Frage, wie man die Verluste der Russen an der Front höher macht als die Anzahl der Neukontrakte mit der russischen Armme, weil man sich davon ein Nachlassen der Kriegsgydynamik an der Front verspricht. Die Fragestellung ist gar ist nicht neu, sie wurde in der ukrainischen Armeeführung schon vor Monaten diskutiert. Wo ist also der Skandal? Ein Journalist in der Pressekonferenz wollte auf seine Frage „wie konkret soll es erreicht werden“ Näheres erfahren und sich dabei aus Perspektive der BSW-Parteifunktionäre unbedarft ausgedrückt -einzig und alleine seine Wortwahl wird skandalisiert und propagandistisch aufgeladen. Sich so auszudrücken konnte er ja nur, weil ja sein Opa auf Ficki… In der „alternativen“ NDS-OT-Mini-Blase ist der Opa ist jetzt noch prominenter als der eigentliche „Täter“. Ein Medien-Star für 3 Tage. Neben der parallelen Fantasiewelt der BSW-Funktionäre gibt es aber noch die reale Welt, in der die Splitterorganisation BSW bei uns in der BRD bei den letzten beiden LTWs in Ba-Wü und in der Pfalz Ergebnisse von ca 1,4% eingefahren hat -auf dem Niveau von Volt und von Aiwangers Aussenbüro in Ba-Wü.
Martens‘ Lebenslauf auf Wikipedia beginnt so: „Martens wuchs in Hamburg und in der Lüneburger Heide auf. Sein Großvater war im Dritten Reich Staatsanwalt und Offizier im Wehrmachtsführungsstab.“
Hat er wohl in die Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte nicht viel Hirnschmalz investiert? Ist der Apfel wieder mal nicht weit vom Stamm gefallen?
Krieg allein als physische Vernichtung möglichst vieler Gegner zu begreifen ist jedenfalls die unterste moralische Schublade und eine Selbstentlarvung menschenverachtenden Denkens. Das kommt nahe an militärische Befehle von der Qualität „Gefangene werden nicht gemacht“. Pfui Deibel.
Und nur so nebenbei: Ist die Anfrage, wie man Beihilfe zum Mord an möglichst vielen Menschen leisten kann, nicht strafbewehrt? Schließlich ist Martens (und „wir Europäer“) nicht Kriegspartei, so dass das Töten im Feld nicht unter das Kriegsrecht fällt, sondern unter das zivile Strafrecht der Bundesrepublik. Vermutlich ist die Staatsanwaltschaft aber zu beschäftigt mit Politikerbeleidigungen (188 StGB).
Bin zwar kein Fan von ‚Björn‘ aber wenn man bedenkt, was man ihm für einen Strick daraus gedreht hat, als er „Alles für Deutschland“ glaubte verlautbaren zu müssen. Wenn mann bedenkt in welchem Zustand das Deutsch-Schland der Wegwerf-Schmierfinken längst angekommen ist – sollte man tunlichst solcherlei Sonderoperationen sowieso gut überlegen.
Dagdelens Kritik geht völlig an der Sache vorbei.
Ich weiß nicht wie Michael Martens tickt, ob der wirklich eine Ethnie(!) auslöschen seinen Großvater rächen will, oder in „den Russen“ eben das sieht, was sie faktisch sind: die Basis der staatlichen Macht Russlands.
Bemerkenswert wäre an der Formulierung m.E. vor allem Folgendes. „Was können wir Europäer konkret tun, um noch mehr Russen zu töten – russische Soldaten natürlich“. Die Antwort ist ja nicht schwierig: man muss nur Russland den Krieg erklären, dann sterben auch mehr Russen. So ist die Frage aber nicht gemeint. Mit „Europäer“ sind die Staaten ohne die Ukraine gemeint, also die Staaten der Unterstützer Die Russen töten soll schon die Ukraine, das ist die Arbeitsteilung. Europa liefert Waffen, Geld und logistische Unterstützung wie Aufklärung. Die Ukraine kämpft an der Front. Und zwar für ein Kriegsziel, dass nicht darin besteht, die russische Ethnie auszulöschen.
Es geht darum den russischen Staat in die Kniee zu zwingen, und dafür werden auch russische Bürger (im wahrsten Sinne des Wortes) ins Visier genommen.
Bemerkenswert ist die Offenheit, mit der nicht nur Leute wie Martens aussprechen, wie sehr man als Europa Kriegsteilnehmer ist und sein will. Die Zeiten, in denen man verschämt behauptet hatte, dass man die Ukraine „nur“ in ihrem Freiheitskampf „unterstützt“ sind vorbei. Fehlen tut nur noch der letzte Schritt, den scheut man bislang.
„Dagdelens Kritik geht völlig an der Sache vorbei“
Ja wo denn?
Alles was du schreibst bestreitet oder behauptet sie nicht.
Besserwisserei in Reinkultur.
Da gehe ich mit Fr. Dagdelen, insbesondere ist es wahrscheinlich auch kein Zufall das diese Frage jetzt gestellt wird. Dazu die Sache mit der Drohne in Leipzig. Der sprongende Punkt mit dieser Drohne ist doch, das sich die Ermittler nicht äußern, ob die Drohne einen technischen Defekt hatte, oder gar nicht explodieren sollte. OK, das sind vielleicht ermittlungstaktische Gründe, aber eben nur vielleicht. Eine Logik warum man dazu keine klare Aussage trifft finde ich nicht. Welche Ermittlung sollte dadurch gefährdet werden?
Aber noch spannender finde ich , dass die soganannte Qualitätspresse diese Frage gar nicht aufwirft. Sicherlich fragt sich das auch der ein oder andere Journalist. Keine Analysen, keine Artikel.
Nach meiner persönlichen Auffassung ist diese Sache Teil einer strategischen Kommunikation und dient zur Kritikabschwächung und Rechtfertigung der neuen Befugnisse für den BND, der umgebaut werden soll zu sowas wie einem deutschen CIA, STASI, oder schlimmeren, was wir schon mal hatten hier. Vielleicht kommt das aber auch direkt von dort, CIA/MI6, und deren Arme sollen hier bei uns lediglich verlängert werden.
Nicht vergessen: Unsere Spitzenpolitik kümmert sich einen Dreck um irgendwas anderes als den Krieg mit Russland, der gewonnen werden muss, aus deren Sicht. Nicht nur für Russland ist das existentiell, auch für die NATO/EU hat das diesen Stellenwert. Alles andere ist vollständig nebensächlich, Deindustrialisierung und Volksverarmung eingeschlossen.
Da laufen mutmaßlich üble Sachen im Hintergrund. Daher auch die Angst vor zu viel Macht und Befugnissen der AfD. Die könnten Einsicht erlangen und Dokumente an das Volk weiterreichen, die wir nicht sehen sollen – während behauptet wird, die AfD könnte Dokumente an Russland weiterreichen und man müsse ihr aus diesem Grund die Einsicht verwehren.
IVG’s letzter Absatz
(„Bemerkenswert ist die Offenheit, mit der nicht nur Leute wie Martens aussprechen, wie sehr man als Europa Kriegsteilnehmer ist und sein will. Die Zeiten, in denen man verschämt behauptet hatte, dass man die Ukraine „nur“ in ihrem Freiheitskampf „unterstützt“ sind vorbei. Fehlen tut nur noch der letzte Schritt, den scheut man bislang.“)
ist auch nicht besser, als das Zeug von Dagdelen, darum:
Imperialistische Kriege werden nur ersatzweise gegen auswärtige Souveräne und deren Machtbasis geführt, der Weltmarkt gibt kein Motiv für territoriale Eroberungen her (Israel ist kein bürgerliches und deshalb auch kein imperialistisches Staatswesen). Imperialistische Kriege führen die Souveräne ebenso grundsätzlich wie unaufhörlich gegen die eigene Bevölkerung, welche den Staatswesen die Mittel zur Bewährung auf dem Weltmarkt her geben sollen. Erst wenn dieser Krieg „gegen die Hütten“, wie man früher sagte, erfolglos bleibt und eine Eskalation im Inneren die Machtbasis zu schmälern, statt zu erweitern verspricht, wird der nationale Konkurrent zum Feind, und solcher Feind wird, so lange das tunlich erscheint, möglichst kostengünstig angegriffen.
Ihr habt doch nun erschöpfende Beispiele seit 1990 dafür, aber damit das nicht ausufert, verweise ich jetzt nur auf Trumps jüngste Kriege, Venezuela, Iran und diverse afrikanische Staaten.
Nur global: Weder im Irak, noch in Jugoslawien, noch in Afghanistan, Pakistan, Libyen, Syrien und der Ukraine waren die angegriffenen Staatswesen die Kriegsziele, die Kriegsziele waren Beschädigung und Schmälerung der Machtbasis der EU, Russlands und Chinas, resp. Verlangsamung der Zunahme solcher Machtbasis, weil weder die USA noch die EU China nieder konkurrieren kann, und weil das russische Machtpotential zwischen USA und EU kriegerisch umstritten war bleiben soll und bleibt.
Und folglich will – mit zwei Ausnahmen – niemand Krieg!
Die erste Ausnahme betrifft alle Staatswesen: Eine umständehalber durchknallende Soldateska will den Krieg! Das ist ihr Geschäft, ihr Bewährungs- und Aufstiegsfeld. Und diese Soldateska ist multinational in der NATO organisiert.
Die zweite Ausnahme ist Russland. Weil das russische Machtpotential auf dem Weltmarkt zwischen EU und USA umstritten ist, Russland deshalb nur bedingt zur Teilnahme am Weltmarkt zugelassen worden ist, und sich seit der „MSO“ auch China auf dieselbe Konkurrenzebene eingeladen und gehoben sieht, wollte und will Russland den exemplarischen Kriegserfolg gegen die NATO in der Ukraine – zwecks Selbstbehauptung gegen USA, EU und China.
Bis 2022 hat Deutschland in der Eigenschaft einer unumgehbaren Führungsmacht der EU die transatlantischen, mittelbaren militärischen Angriffe auf die EU ausgesessen, zeitweise im Verein mit Frankreich, zeitweise gegen Frankreich (Libyen), und fortwährend in hybrider militärischer Auseinandersetzung mit dem UK. Die Merkel – Regierungen haben erkannt, daß die Verluste, welche die transatlantischen Kriege Deutschland und der EU zufügten, vergleichsweise billige „faux frais“ des Aufstieges Deutschlands mit und in der EU auf dem Weltmarkt seien, weil Deutschland als unumgängliches NATO-Mitgliedsland vor durchgreifenden militärischen Übergriffen, wie beispielsweise der britischen, von der NATO-Soldateska teils geduldeten teils assistierten Sprengung der Nord-Streams 2022, oder anderer Pipelines, bewahrt bleiben werde. Dieser Status ähnelt bis zur Identität dem Status der Türkei in der NATO. Also schaute man in Deutschland mehr oder minder wohlwollend, jedenfalls aber arrogant zu, wie die USA ihre industrielle, ihre akkumulative ökonomische Basis in den seit 1990 geführten Kriegen, namentlich dem unter dem Label „War on Terra“ geführten Weltkrieg gegen antiamerikanische Umtriebe, beschädigt bis aufgezehrt hat und sahnte im Verhältnis zu Russland im Windschatten der beständig aktiven NATO – Front gegen die RF ökonomisch ab, was abzusahnen war, ohne daß die Transatlantiker darüber durchknallten.
Diesem imperialistische Geschäftsmodell hat die RF, hat tatsächlich Putin persönlich, im Feb. 2022 ein unwiderrufliches Ende gesetzt.
Und mit dem letzten Punkt habt ihr den integralen Gehalt des Hasses, der erst in der politischen Klasse, nachfolgend im Dienstvolk Deutschlands und der EU, gegen Putin, gegen Russland, und gegen jeden Russen aufwuchs, der Putin und seiner Nomenklatura nicht erfolgreich in den Arm fallen mochte bzw. vermochte. Den Krieg gegen Russland führt Deutschland seither in der Gestalt eines Krieges gegen die Ansprüche der eigenen Bevölkerung an ihre Lebensführung, in der Gestalt des Mittuns bei der Verhinderung eines russischen Sieges über die NATO in der Ukraine, und mit dem Ziel, als künftig unumgängliche militärische Führungsmacht der EU die amerikanische Soldateska dereinst auf dem europäischen Feld dominieren zu können. Das ist im Prinzip dasselbe Programm, das Polen fährt, nur fährt Polen es eine Nummer kleiner, nämlich mit Blick auf eine Dauerhaftigkeit des NATO-Krieges gegen Russland, statt mit dem Ziel, Deutschland und die NATO in einer ferneren Zukunft dominieren zu können – weil das für Polen nicht erhältlich ist, es kann nur mit dem Anschluss an die dauerhafte Feindschaft des UK gegen die EU kalkulieren.
Niemand in Deutschland – die erwähnte Soldateska und ihre Fangirls ausgenommen – „will den Krieg“ im dem Sinne, in der Weise, wie der Krieg gegen Frankreich, GB und Russland in den ersten Weltkriegen von der politischen Klasse und großen Teilen der Bevölkerung gewollt worden ist. Alle berufen sich darauf, von „Putin“ in den Krieg genötigt bis gezwungen worden zu sein – unter Verweis auf die ideellen Titel der imperialistischen Aufstiegsvoraussetzungen und -bedingungen der Nation, und aus der professionellen Sicht der maßgeblichen politischen Akteure ist das einfach die Wahrheit! Und aus der professionellen Sicht einer Oppositionellen vom Zuschnitt Dagdelens ist es ihr Job, diese Wahrheit zu verleugnen.
Für das Dienstvolk wäre eine verständige Konsequenz, den Anschluss an die Sicht der Berufsnationalisten zu kündigen, statt ihr fiktive Alternativen vorzuhalten.
Daß dies nicht erhältlich ist, hat viele Gründe, aber wenn ich von den Forenten bei Overton (mit ihrem hohen Alterschnitt) ausgehe, ist ein Hauptgrund die bedingte Zufriedenheit mit, und buchstäblich Liebe zu, ihrem Vorkriegsdasein.
Mal davon abgesehen, dass die Frage wie man mehr Russen töten könne, einer Aufforderung gleichkommt, die als Aufruf zum Mord gewertet werden muss und in einem funktionierenden Rechtsstaat auch juristisch verfolgt werden müsste. Der Mann begeht im Grunde auch noch Landesverrat. Wem nutzt denn die Feindschaft mit Russland? Deutschland bestimmt nicht.