
Ein FAZ-Korrespondent fragt in Belgrad den ukrainischen Präsidenten, was man tun könne, um noch mehr Russen zu töten – und findet damit den ideologischen Kern des Krieges.
Man muss dem FAZ-Korrespondenten Michael Martens dankbar sein. Mit seiner Frage auf einer Pressekonferenz in Belgrad an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj – „Was können wir Europäer konkret tun, um noch mehr Russen zu töten – russische Soldaten natürlich?“ – hat Martens den ideologischen Kern des NATO-Krieges in der Ukraine herausgeschält. Es geht darum, noch mehr Russen zu töten. Der Nachsatz mit dem Verweis, dass es um das Töten von noch mehr russischen Soldaten gehe, scheint nicht mehr als eine wohlkalkulierte Zweideutigkeit. Martens ist denn kein Praktikant bei der FAZ und sollte als langjähriger Beschäftigter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Fragen präzise formulieren können. Man kann diesen Satz in seiner offenbar gewollten Doppeldeutigkeit nicht anders lesen als ein Bekenntnis zu einem eliminatorischen Rassismus gegen Russen.
Martens spricht zudem nicht in einen leeren Raum hinein. Die Geschichte des deutschen kolonialen Vernichtungs- und Raubkrieges gegen die Sowjetunion wie auch der Völkermord an den Völkern der Sowjetunion einschließlich der Russen sind der Resonanzboden, der der Frage der Vernichtung von Russen im Jahr 2026 ihre Wucht verleiht. Bemerkenswert, dass sich die FAZ die eliminatorische Frage ihres Korrespondenten nicht wirklich kritisierte. Eine Welle der Empörung in den Mainstreammedien ist nicht bekannt. Diese Kumpanei bezeichnet den Grad an geistiger Mobilmachung, den es zurzeit in Deutschland gibt. Wie es scheint, treibt die Sache auf einen neuen Höhepunkt zu, bei dem man sich nicht scheut, die historischen Anleihen beim NS und seinen Völkermordprojekten zu nehmen.
Der NATO-Mann fürs Grobe
Der Korrespondent Martens erfüllt zudem eine Art Scharnierfunktion. Er ist nicht nur derjenige, der faktisch fragend zur Vernichtung von noch mehr Angehörigen einer bestimmten Ethnie auffordert, sondern ein gern gesehener Gast auf NATO-Tagungen – erst jüngst im Mai 2026 – und Referent am NATO Defense College in Rom. Man muss fragen, ob sich Martens für die NATO neben seiner Balkanexpertise und der Rechtfertigung des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs auf Jugoslawien gerade in der jetzigen Zeit als Stichwortgeber einer Vernichtungsdrohung gegen Russen interessant gemacht hat, denn es ist bei weitem nicht seine erste Entgleisung. Ja, Martens scheint der NATO-Mann fürs Grobe zu sein.
Allein schon diese Episode zeigt nicht nur, wie gefährlich der Militärpakt NATO durch seinen Kriegseintritt gegen Russland ist, sondern zugleich, wie dumm und geblendet von seinen eigenen totalitären Machtphantasien. Denn kaum einer wird daran zweifeln, dass diejenigen, die der NATO-Mann Martens fragend mit Vernichtung bedroht, alle Kräfte mobilisieren werden, um einem neuen Überfall aus dem Westen und der NATO zu begegnen. Martens ist denn auch der Zauberlehrling der NATO, im Grunde einer, der dem erklärten Feind hilft, indem er noch die letzten Warnungen aus Russland zu bestätigen scheint.




putin könnte den ganzen Kriegstreibern in der EU den Wind aus den Segeln nehmen und seine Truppen aus der Ukraine abziehen! Von dem Augenblick würde kein einziger Russe und natürlich auch kein russischer Soldat mehr getötet werden!
Und dann die Nato direkt vor der haben – um weiter westliche Werte zu missionieren, was bedeutet sich westlichem Kapital zu unterwerfen. Das wollen die Russen nicht, weil sie damit unter Jelzin schlechte Erfahrungen machten.
sehr einfache Denkweise… unsere eh. feministische (was das auch sein mag) Aussenministerin hat es treffend gesagt
Russland muss zerschlagen werden
2014 waren US Marines schon in Ochatschiv (bei Odessa) um die Hafenanlagen zu inspizieren, es geht um Vortbestand des Unilateralismus der bei den westl. Politikern, früher als Kolonialismus, fest in der Denkweise verankert ist
Dann wären die atomaren Kurzstreckenraketen der USA nur 300-400km von Moskau und Petersburg, den beiden einzigen größeren Ballungsräumen von Russland. Russland wäre komplett durch die USa erpressbar und das atomare Gleichtgewicht faktisch außer Kraft. Warum sollte Russland ihrem Vorschlag zustimmen?
Wenn die USA, warum auch immer, Kurzstreckenraketen in der Nähe dieser beiden Großstädte aufstellen wollte, wären die Baltischen Staaten doch viel besser geeignet, da viel näher und jetzt schon in der NATO!
Und um Moskau oder Sankt Petersburg anzugreifen braucht man keine Kurzstreckenraketen, da reichen ein paar Langstreckendrohnen! Um eine Kernwaffe direkt nach Moskau zu bringen könnte man sie in eine Cessna 172 packen und direkt auf den Roten Platz fliegen! Dass sowas funktionieren könnte wurde schon vor fast 40 Jahren bewiesen! (Die Cessna damals kam übrigens aus Helsinki)
Seit 2022 fanden über ein Dutzend Treffen (unter anderem in Warschau, Danzig, Prag, Washington, Tokio und im Europäischen Parlament) zum Thema der Aufteilung Russlands in mehrere Teile statt. Sollte Russland dies als Scherz auffassen? Ein NATO-Angriff auf Russland von den baltischen Staaten aus käme wahrscheinlich einem Dritten Weltkrieg gleich. Und zusätzlich würde ein Angriff aus der Ukraine einen Dritten Weltkrieg noch wahrscheinlicher machen. Warum stimmten die USA im 1962 J. der Stationierung russischer Raketen auf Kuba nicht zu? Werden die USA nun der Stationierung russischer, chinesischer usw. Raketen in Mexiko zustimmen?
Au Backe. Echt, mit ner Cessna Moskau eliminieren Nieren. Warum versuchst Du es nicht heute mal, mit der nach Moskau zu fliegen. Ich wette, heute kommst Du keine 50 km über die Grenze und dann ist der Flieger Schrott. Man kann das heute ja m mit der Situation um 1990 herum vergleichen.
Diese universelle Schuldzuweisung kann man mit Forist Werner gar nicht oft genug wiederholen: Wenn sich alle politischen Subjekte dieser Welt widerstandlos den Weltordnungs-Ansprüchen und -maßgaben der westlichen Wertegemeinschaft unterwerfen – man hat sie doch deutlich genug formuliert, oder? -, wenn sie eigenen Ambitionen reuig abschwören und sich dem ihnen zugedachten Schicksal geduldig unterwerfen, dann müssen EU/NATO auch keine Kriege mehr führen. (Untereinander ab da dann schon noch, aber das steht auf einem anderen Blatt der Staatenkonkurrenz, da sind wir noch nicht, auch wenn sich die Konfliktlinien in den Äußerungen eines Kanzlers Merz in Sachen USA schon abzeichnen).
Das Schöne an diesem Dauerbrenner-Satz ist, dass die Forderung nach bedingungsloser Kapitualtion darin zugleich als pazifistische Perspektive wie auch als naturgegebene Selbstverständlichkeit erscheint. ‚Höflichkeit‘ der Demokraten: hier im Munde der Untertanen, mit ihrer risikobereiten Führung stets solidarisch. Wer sagt das Mantra bitte noch einmal?! Danke!
„Wenn sich alle politischen Subjekte dieser Welt widerstandlos den Weltordnungs-Ansprüchen und -maßgaben der westlichen Wertegemeinschaft unterwerfen … dann müssen EU/NATO auch keine Kriege mehr führen.“
Örr, Örr!
Und was machen dann Rheinmetall und Konserven, Lockheed, Raytheon und wie sie alle heißen? Schließlich können die auch nur einmal die Lager füllen. Und dann? Und unsere knitzen Broker an den Börsen, die stürzen sich dann ersatzweise genau auf was? Vielleicht auf „Papiere“ der Strickerstellenden Manufakturen, wg. abzusehender Nachfrageschübe womöglich?
Keine Sorge: Als ’shareholder‘ muss man mit seinem Wehrtechnik-Portfolio nicht verzweifeln, wenn der EU/NATO-Weltfrieden endlich schlackenfrei durchgesetzt ist. Erste Hinweise darauf in meinem kurzen Text unter „Untereinander ab da dann schon noch, aber das steht auf einem anderen Blatt der Staatenkonkurrenz…“ Aber erst muss mal der gemeinsam ausgewählte Welt-Störenfried ‚befriedet‘ werden!
Das ist definitiv und nachweislich eine falsche Behauptung.
Siehe der Massenmord an der Bevölkerung des Donbass nach dem Kiewer NATO Putsch 2914, dem Versuch die Bevölkerung der Krim nach 2014 auszuhungern. Dem gezielten, durch die Nordatlantiktertoristen geführten und durch die Kiewer Nazibande ausgeübten Terrors gegen die russ. Zivilbevölkerung.
Dem Genozid an den Bewihnern von Gaza, Westjordanland und Libanon durch auch von der NATO unterstütztes Israhell.
Den brutalen, unprovozierten und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des NATO-Oberterroristen USA auf den Iran usw usf.
Erst, wenn die aktuell weltweit gefährlichste Verbrecherorganisation USA samt deren NATO-Mordtruppe entwaffnet sind, besteht zumindest theoretisch eine Chance auf eine positive Entwicklung.
Das würde vermutlich einen Kurssturz des DAX von 10% hervorrufen, bei Rheinmetall und Co. könnten 50% drin sein.
Sehe ich genauso wie Frau Dagdelen: Die Schleier über die Gründe der Herbeiführung des Konflikts, und die Verbissenheit der Ausführung und Aufrechterhaltung desselben fallen – Kiesewetter und Strack-Z. hatten ja schon vorgelegt.
Danke für den Beitrag!
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/ukraine-mit-nazis-gegen-putin/
Das Wesen von skandalisierten Meldungen aus der Sparte: „In China ist ein Reissack umgefallen“ bzw. „Einem Daimler-Facharbeiter ist der Schlüsselsatz verlorengegangen“ besteht darin, dass sie hochgepuscht kometenhaft aufsteigen und genau so schnell verglühen. Das postive Element in diesem Fall: der Komet rast innerhalb der kleinen BSW-Blase in ihren beiden Presseorganen NDS und OT, – ausserhalb der abgeschotteten Mini-Blase wird glücklicherweise nichts wahrgenommen. Von der Partei für die Parteifunktionäre. In den kommenden ein paar Tagen erwarte ich noch den Nachschalg „Lesebriebe zu…“ bei NDS und das war’s. Bis zum nächsten das ewige Frühling- Sommer- Herbst- Winterloch füllende NATO-Skandälchen.
Sie haben recht, der inkriminierte Satz wurde zwar von einem bewährten Qualitätsjournalisten formuliert, wird aber nur von einer kleinen Minderheit problematisiert.
Aber halt, in kleines Problemchen gäbe es dann doch noch: Weil darin die operative Seite der wertewestlichen Strategie so schlicht wie plakativ formuliert ist, wird man den umfassenden Tötungswunsch auch bei den Betroffenen wahrnehmen. Wenn diese dann die absehbare Konsequenz aus dem ‚wir oder sie‘ ziehen, könnten die thermonuklearen Einsprüche dann sogar ein wenig über die BSW-Blase hinausreichen. Macht aber nichts, denn gemäß der Ex-Außeministerin dürfen wir uns dadurch nicht ablenken lassen von dem einzig möglichen Gesichtspunkt: „Bestrafen, bestrafen, bestrafen….“
Das ist nur deswegen so, weil die gekauften MSM diese verbrecherischen Äußerungen nahezu zu hundert Prozent decken und vielleicht sogar verklausuliert gutheißen. Für mich bestätigt sich damit, was mit der verlogenen und doppelmoralisch penetranten sog. „Aufarbeitung“ der NS-Zeit wirklich bezweckt wurde und wird: auf Dreck zeigen, um selbst (wieder) Dreck machen zu können. Und dass diese „Aufarbeitung“ hochgradig verlogen war und ist, das kenne ich aus eigener Anschauung. Denn nur bestimmte Leute sind dazu „ausgewählt“… Näheres verkneife ich mir.
Da stimme ich Ihnen zu. Es scheint überhaupt vielmehr so, dass es seit über hundert Jahren einen Generalplan zu geben scheint, von dem man in Wirklichkeit nie abließ.
Revanchisten gab es in diesem Land ja immer, aber seit dem Mauerfall haben sie Oberwasser und zielstrebig auf diese Konfrontation hingearbeitet.
Ich reibe mir immer noch die Augen, dass das offenbar so reibungslos funktioniert.
Sir cromwell … ist anscheinend vorzugsweise mit gemeißelten Steintafeln beschäftigt und sucht dort Variationen seiner, meiner, einer ewigen Wahrheit. Diesen versierten und vermutlichen Altphilologen können kurzzeitige und kurzweilige Alltagsentgleisungen eines Qualitätsjournalisten nicht despektierlich sein, wohl aber die für ihn unbeirrbar verirrte Herde, derer er auch heute wieder einen Teil seiner Aufmerksamkeit gnädig hergibt.
Die zeitlosen Perseiden bei OM müssen vom ÖR querfinanziert worden sein, anders kann die fortlaufende Wiederholung oder das featured pack der Perseide »cromwell«, die sich nur in speziellen Sphären aufhalten mag (»Mini-Blase«), nicht plausibel gedeutet werden.
(Das kommt nie durch, wetten..?)
(Die Wette habe ich gewonnen)
@Red (bei try 3):
Was mich ja interessieren könnte, warum beispielsweise der obige Kommentar Ihre Artikel beleidigend als belanglos titulieren darf, die Leserschaft sowie das Forum ebenso, aber eine passend blasierte Erwiderung rausgerechnet wird. Doch da es keine Antwort geben wird, gibt es auch keine Notwendigkeit des Interesses.
@El-G
Den Freifahrtsschein eines @cromewell und im Gegenzug die Verunmöglichung einer Kritik daran habe ich hier schon öfter angesprochen…
Worin besteht der Skandal? Dass ein Journalist zum Töten von Russen aufruft? Oder darin, dass dies eben kein Skandal ist und in den MSM kaum Erwähnung findet – was dich offenbar freut?
Fakt ist, dass diese Formulierung keine größere Empörung in den MSM auslöst, bzw. dort kaum Erwähnung findet. Was aber auch kein Wunder ist, da hier ein geteilter Kriegszweck die Mittel heiligt. Da taugt alles, was den Kriegsgegner dämonisiert; wird also aufgebauscht. Umgekehrt werden Meldungen marginalisiert, die einen Schatten auf die Mär vom edlen Befreiungskrieg einer überfallenen Nation werfen könnten.
Man braucht nur die Gegenprobe zu machen und „Russen“ gegen „Ukrainer“ zu tauschen und Menschen wie du würden schäumen vor Empörung, von Völkermord reden usw..
Die Härte der Frage von Martens verpasst du komplett. Die ist eine Kriegserklärung, vorgebracht von einem Vertreter eines seriösen Mediums, offenbar geteilt vom Mainstream, nicht kritisiert von amtierenden Politikern.
„Worin besteht der Skandal?“
Während der Diskussion beim Meeting von Springer-Döpfner als Veranstalter in Belgrad ging es -unter anderem- um die Frage, wie man die Verluste der Russen an der Front höher macht als die Anzahl der Neukontrakte mit der russischen Armme, weil man sich davon ein Nachlassen der Kriegsgydynamik an der Front verspricht. Die Fragestellung ist gar ist nicht neu, sie wurde in der ukrainischen Armeeführung schon vor Monaten diskutiert. Wo ist also der Skandal? Ein Journalist in der Pressekonferenz wollte auf seine Frage „wie konkret soll es erreicht werden“ Näheres erfahren und sich dabei aus Perspektive der BSW-Parteifunktionäre unbedarft ausgedrückt -einzig und alleine seine Wortwahl wird skandalisiert und propagandistisch aufgeladen. Sich so auszudrücken konnte er ja nur, weil ja sein Opa auf Ficki… In der „alternativen“ NDS-OT-Mini-Blase ist der Opa ist jetzt noch prominenter als der eigentliche „Täter“. Ein Medien-Star für 3 Tage. Neben der parallelen Fantasiewelt der BSW-Funktionäre gibt es aber noch die reale Welt, in der die Splitterorganisation BSW bei uns in der BRD bei den letzten beiden LTWs in Ba-Wü und in der Pfalz Ergebnisse von ca 1,4% eingefahren hat -auf dem Niveau von Volt und von Aiwangers Aussenbüro in Ba-Wü.
Man könnte jetzt naiv fragen, woher dieses Insiderwissen denn stammt, aber es ist nicht notwendig, denn das wurde sich nicht schon vor Monaten, sondern von beginn an gefragt – wohl auch immer auf beiden Seiten bei allen robusten Auseinandersetzungen. Bleibt die Frage, was daran nicht genau so reissackig ist wie die »skandalisierten Meldungen« selbst?
Bemerkenswert ist, dass sich nicht nur die »Soldateska« aller Zeiten und Seiten diese Frage stellt, als würden sie ihre Fußnägel klipsen, sondern dass alle, denen sich heute noch (!) dabei der Magen umdreht, selbstverständlich nur in der BSW, OM, NDS, irgendwas mit „Krieg ist scheiße“-Fraktionsminiblase existieren (oder einfach unvorteilhaft „alt“ sind). Und weil die B-Partei irgendwann, irgendwo ein unter 2% Ergebnis eingefahren oder abbekommen hat, ist es eine aufgeblasene und anzupflaumende Minorität, die zu zart besaitet ist, um das prächtige Schlachtfest erwartungsvoll zu begrüßen und genießen zu können.
Guten Appetit? Danke, aber nein danke.
Merke:
a) Die Mehrheit hat immer recht.
b) Nüchternheit und Nekromantik ist gerade der runner.
„selbstverständlich nur in der BSW, OM, NDS, irgendwas mit „Krieg ist scheiße“.
Da werde ich wieder genötigt, zu widersprechen. In den genannten sog. „alternativen“ Medien wird nicht der Krieg an sich verurteilt, sondern „jedes Recht“ Ruslands, Angriffskriege gegen Nachbarländer führen zu dürfen, gebilligt und die Anmassung der Ukraine, sich zu verteidigen, kritisiert. Es ist eine Weltanschauung, die sowohl auf Rechtsnihilismus und -verachtung als auch auf der bekannten Formel „Es gilt das Recht des Stärkeren“ basiert. Es wird unterschieden zwischen „legitimen Kriegen“ -legitim ist ein Krieg dann, wenn ihn Russland führt -und „verbrercherischen Kriegen“ -verbrecherich dann, wenn die USA einen führen bzw. anführen.
Beneidenswert, die Zeit zu haben, alle alternativen Medien und die dazu abgesetzten Kommentare zu kennen. Allerdings lässt sich eine tendenzielle Einseitigkeit nicht leugnen, da schenken sich die sich repetitiv selbst versichernden Seiten nichts. Weiter hat der Westen seine eigene Logik, Russland hat seine eigene Logik (eigenwillige Ebene der Interpretation von @Qana hier), der Iran hat seine eigene usw. Momentan sind sie alle zum wegwerfen, die Logiken und die sich daraus ergebenden Handlungen sowieso.
Aus Ihren vorherigen Kommentaren kann ich das nicht herauslesen, sie haben für mein Verständnis etwas beflissentliches und herablassendes, doch da bin ich auch nicht die letzte Adresse. Für mich alleine kann ich folgendes sagen: Kriegsgründe und -ursachen sind oft nachvollziehbar, aber niemals respektabel oder auch nur akzeptabel.
Dickschädeliger Gruß.
Das Ziel ist also, mehr Russen töten: Also ab mit den Neuen / Alten Deutschen in den WWIII. Cromwell, geh voran!
Martens‘ Lebenslauf auf Wikipedia beginnt so: „Martens wuchs in Hamburg und in der Lüneburger Heide auf. Sein Großvater war im Dritten Reich Staatsanwalt und Offizier im Wehrmachtsführungsstab.“
Hat er wohl in die Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte nicht viel Hirnschmalz investiert? Ist der Apfel wieder mal nicht weit vom Stamm gefallen?
Krieg allein als physische Vernichtung möglichst vieler Gegner zu begreifen ist jedenfalls die unterste moralische Schublade und eine Selbstentlarvung menschenverachtenden Denkens. Das kommt nahe an militärische Befehle von der Qualität „Gefangene werden nicht gemacht“. Pfui Deibel.
Und nur so nebenbei: Ist die Anfrage, wie man Beihilfe zum Mord an möglichst vielen Menschen leisten kann, nicht strafbewehrt? Schließlich ist Martens (und „wir Europäer“) nicht Kriegspartei, so dass das Töten im Feld nicht unter das Kriegsrecht fällt, sondern unter das zivile Strafrecht der Bundesrepublik. Vermutlich ist die Staatsanwaltschaft aber zu beschäftigt mit Politikerbeleidigungen (188 StGB).
Bin zwar kein Fan von ‚Björn‘ aber wenn man bedenkt, was man ihm für einen Strick daraus gedreht hat, als er „Alles für Deutschland“ glaubte verlautbaren zu müssen. Wenn mann bedenkt in welchem Zustand das Deutsch-Schland der Wegwerf-Schmierfinken längst angekommen ist – sollte man tunlichst solcherlei Sonderoperationen sowieso gut überlegen.
Dagdelens Kritik geht völlig an der Sache vorbei.
Ich weiß nicht wie Michael Martens tickt, ob der wirklich eine Ethnie(!) auslöschen seinen Großvater rächen will, oder in „den Russen“ eben das sieht, was sie faktisch sind: die Basis der staatlichen Macht Russlands.
Bemerkenswert wäre an der Formulierung m.E. vor allem Folgendes. „Was können wir Europäer konkret tun, um noch mehr Russen zu töten – russische Soldaten natürlich“. Die Antwort ist ja nicht schwierig: man muss nur Russland den Krieg erklären, dann sterben auch mehr Russen. So ist die Frage aber nicht gemeint. Mit „Europäer“ sind die Staaten ohne die Ukraine gemeint, also die Staaten der Unterstützer Die Russen töten soll schon die Ukraine, das ist die Arbeitsteilung. Europa liefert Waffen, Geld und logistische Unterstützung wie Aufklärung. Die Ukraine kämpft an der Front. Und zwar für ein Kriegsziel, dass nicht darin besteht, die russische Ethnie auszulöschen.
Es geht darum den russischen Staat in die Kniee zu zwingen, und dafür werden auch russische Bürger (im wahrsten Sinne des Wortes) ins Visier genommen.
Bemerkenswert ist die Offenheit, mit der nicht nur Leute wie Martens aussprechen, wie sehr man als Europa Kriegsteilnehmer ist und sein will. Die Zeiten, in denen man verschämt behauptet hatte, dass man die Ukraine „nur“ in ihrem Freiheitskampf „unterstützt“ sind vorbei. Fehlen tut nur noch der letzte Schritt, den scheut man bislang.
„Dagdelens Kritik geht völlig an der Sache vorbei“
Ja wo denn?
Alles was du schreibst bestreitet oder behauptet sie nicht.
Besserwisserei in Reinkultur.
“ „Was können wir Europäer konkret tun, um noch mehr Russen zu töten – russische Soldaten natürlich“. Die Antwort ist ja nicht schwierig: man muss nur Russland den Krieg erklären, dann sterben auch mehr Russen. “
Dieser FAZ-Schreiberling kann auch höchstselbst vorangehen und den auf den Straßen gejagten Ukrainern als Beispiel dienen, indem er sich freiwillig dem ukrainischen Heer anschließt. Da bräuchte er dann niemand mehr zu fragen und könnte er seine Vorlieben ausleben – aber ….
Ja, richtig gesehen, die liebe Sevim (sie ist mir wirklich sympathisch) stilisiert da etwas zu einem negativen Outcoming, ja, epochalen Erweckungserlebnis, was die Sache so, wie sie es sehen will, nun wirklich nicht hergibt. Null und niente. Der FAZ-Mann mag NATO-verbandelt sein was immer, sein Opa ein NAZI gewesen sein usw.usf. Sowas heranzuschleppen desavouiert die eigene Rede, weil nur ein argumentum ad persona (außer man behauptet ernsthaft, „dem Deutschen“/“den Deutschen“ sei ein ganz eigenes NAZI-Gen eigen (antideutscher Rassismus a la einst Gremliza) . Eine blöde Manier öffentlich-politischer Diskussion seit den alten Griechen und Römern. Was die Römer gar keinen Hehl daraus machten, daß ihnen Argumente eigentlich egal sind, sondern sie einen unterhaltsamen Gefallen am perfiden Diskreditieren und Beschimpfen als rhetorischer Kunst finden wollten. Linke, so ich mich erinnere, wollten mal mit dieser Unart brechen und sich ihre Schlüße nicht auf diese Art erschleichen. Was den FAZ-Mann bei seiner Fragestellung umtrieb hat er selbst ausgeplaudert. Er wollte besonders ORIGINELL sein, einen Bühnenauftritt seiner Eitelkeit hinlegen.
es ihnen um die Diskreditierung und Beschimpfung ging
@ cromwell:
… ist anscheinend vorzugsweise mit gemeißelten Steintafeln beschäftigt und sucht dort Variationen seiner, meiner, einer ewigen Wahrheit. Diesen versierten Altphilologen können kurzzeitige und kurzweilige Alltagsentgleisungen eines Qualitätsjournalisten nicht despektierlich sein, wohl aber die für ihn unbeirrbar verirrte Herde, derer er auch heute wieder einen Teil seiner Aufmerksamkeit gnädig hergibt.
Die zeitlosen Perseiden bei OM müssen vom ÖR finanziert werden, anders kann die fortlaufende Wiederholung oder das featured pack der Perseide »cromwell«, die sich nur in speziellen Sphären aufhalten mag (»Mini-Blase«), nicht plausibel gedeutet werden.
(Das kommt nie durch, wetten..?)
(Die Wette habe ich gewonnen.)
Da gehe ich mit Fr. Dagdelen, insbesondere ist es wahrscheinlich auch kein Zufall das diese Frage jetzt gestellt wird. Dazu die Sache mit der Drohne in Leipzig. Der sprongende Punkt mit dieser Drohne ist doch, das sich die Ermittler nicht äußern, ob die Drohne einen technischen Defekt hatte, oder gar nicht explodieren sollte. OK, das sind vielleicht ermittlungstaktische Gründe, aber eben nur vielleicht. Eine Logik warum man dazu keine klare Aussage trifft finde ich nicht. Welche Ermittlung sollte dadurch gefährdet werden?
Aber noch spannender finde ich , dass die soganannte Qualitätspresse diese Frage gar nicht aufwirft. Sicherlich fragt sich das auch der ein oder andere Journalist. Keine Analysen, keine Artikel.
Nach meiner persönlichen Auffassung ist diese Sache Teil einer strategischen Kommunikation und dient zur Kritikabschwächung und Rechtfertigung der neuen Befugnisse für den BND, der umgebaut werden soll zu sowas wie einem deutschen CIA, STASI, oder schlimmeren, was wir schon mal hatten hier. Vielleicht kommt das aber auch direkt von dort, CIA/MI6, und deren Arme sollen hier bei uns lediglich verlängert werden.
Nicht vergessen: Unsere Spitzenpolitik kümmert sich einen Dreck um irgendwas anderes als den Krieg mit Russland, der gewonnen werden muss, aus deren Sicht. Nicht nur für Russland ist das existentiell, auch für die NATO/EU hat das diesen Stellenwert. Alles andere ist vollständig nebensächlich, Deindustrialisierung und Volksverarmung eingeschlossen.
Da laufen mutmaßlich üble Sachen im Hintergrund. Daher auch die Angst vor zu viel Macht und Befugnissen der AfD. Die könnten Einsicht erlangen und Dokumente an das Volk weiterreichen, die wir nicht sehen sollen – während behauptet wird, die AfD könnte Dokumente an Russland weiterreichen und man müsse ihr aus diesem Grund die Einsicht verwehren.
Danke für die Antwort, ein interessanter Aspekt, das mit den Dokumenten. Die Sache stinkt, soviel ist schon jetzt klar, die große Verschwörung? Glaube ich eher nicht dran, dafür halte ich einen CIA für zu Intelligent, dann wäre wohl eher eine Antonow drauf gegangen, dann hätte es keine Fragen gegeben. Wenn diese Drohne absichtlich nicht explodiert ist halte ich eine false Flag Aktion aus der Ukraine für das Wahrscheinlichste. Das würde auch gut erklären warum nicht veröffentlicht wird und keiner danach fragt, ob die Drohne gar nicht explodieren hätte können. Die Ukraine desshalb, weil ich da das größte Interesse sehen die Maschine zu schonen. Was ich mir eben nur sehr schwer vorstellen kann ist das Russland diese Grenze überschreitet, dabei nur eine Drohne einsetzt, diese nicht funktioniert und es keinen weiteren Angriff gibt. Für so dumm halte ich die russischen Machthaber einfach auch nicht.
Ein Leserbrief auf den Nachdenkseiten von heute gibt mir mehr zu denken:
„Warum fragt niemand: wie kann es möglich sein, dass eine mit Munition beladene Transportmaschine auf einem zivilen Flughafen unbewacht !!! herumsteht?“
Eine gute Frage, eine berechtigte dazu!
Und eine mehr als entlarvende noch dazu.
Sollte es dann tatsächlich der Russe gewesen sein, der ach so hybrid zuschlagen wußte, woher wußte er das?
Interessanterweise ist niemand auf meinen mehrfach geäußerten Verdacht eingegangen, dabei ist das
selbstabsolvierte Kidnapping zur Wahlbeeinfluissung wie dereinst von Professer Dr. Bertold Rubin die
naheliegendste Erklärung. Einfach vielleicht doch noch mal nach diesem 007 der besonderen Art googeln
(siehe Wiki).
IVG’s letzter Absatz
(„Bemerkenswert ist die Offenheit, mit der nicht nur Leute wie Martens aussprechen, wie sehr man als Europa Kriegsteilnehmer ist und sein will. Die Zeiten, in denen man verschämt behauptet hatte, dass man die Ukraine „nur“ in ihrem Freiheitskampf „unterstützt“ sind vorbei. Fehlen tut nur noch der letzte Schritt, den scheut man bislang.“)
ist auch nicht besser, als das Zeug von Dagdelen, darum:
Imperialistische Kriege werden nur ersatzweise gegen auswärtige Souveräne und deren Machtbasis geführt, der Weltmarkt gibt kein Motiv für territoriale Eroberungen her (Israel ist kein bürgerliches und deshalb auch kein imperialistisches Staatswesen). Imperialistische Kriege führen die Souveräne ebenso grundsätzlich wie unaufhörlich gegen die eigene Bevölkerung, welche den Staatswesen die Mittel zur Bewährung auf dem Weltmarkt her geben sollen. Erst wenn dieser Krieg „gegen die Hütten“, wie man früher sagte, erfolglos bleibt und eine Eskalation im Inneren die Machtbasis zu schmälern, statt zu erweitern verspricht, wird der nationale Konkurrent zum Feind, und solcher Feind wird, so lange das tunlich erscheint, möglichst kostengünstig angegriffen.
Ihr habt doch nun erschöpfende Beispiele seit 1990 dafür, aber damit das nicht ausufert, verweise ich jetzt nur auf Trumps jüngste Kriege, Venezuela, Iran und diverse afrikanische Staaten.
Nur global: Weder im Irak, noch in Jugoslawien, noch in Afghanistan, Pakistan, Libyen, Syrien und der Ukraine waren die angegriffenen Staatswesen die Kriegsziele, die Kriegsziele waren Beschädigung und Schmälerung der Machtbasis der EU, Russlands und Chinas, resp. Verlangsamung der Zunahme solcher Machtbasis, weil weder die USA noch die EU China nieder konkurrieren kann, und weil das russische Machtpotential zwischen USA und EU kriegerisch umstritten war bleiben soll und bleibt.
Und folglich will – mit zwei Ausnahmen – niemand Krieg!
Die erste Ausnahme betrifft alle Staatswesen: Eine umständehalber durchknallende Soldateska will den Krieg! Das ist ihr Geschäft, ihr Bewährungs- und Aufstiegsfeld. Und diese Soldateska ist multinational in der NATO organisiert.
Die zweite Ausnahme ist Russland. Weil das russische Machtpotential auf dem Weltmarkt zwischen EU und USA umstritten ist, Russland deshalb nur bedingt zur Teilnahme am Weltmarkt zugelassen worden ist, und sich seit der „MSO“ auch China auf dieselbe Konkurrenzebene eingeladen und gehoben sieht, wollte und will Russland den exemplarischen Kriegserfolg gegen die NATO in der Ukraine – zwecks Selbstbehauptung gegen USA, EU und China.
Bis 2022 hat Deutschland in der Eigenschaft einer unumgehbaren Führungsmacht der EU die transatlantischen, mittelbaren militärischen Angriffe auf die EU ausgesessen, zeitweise im Verein mit Frankreich, zeitweise gegen Frankreich (Libyen), und fortwährend in hybrider militärischer Auseinandersetzung mit dem UK. Die Merkel – Regierungen haben erkannt, daß die Verluste, welche die transatlantischen Kriege Deutschland und der EU zufügten, vergleichsweise billige „faux frais“ des Aufstieges Deutschlands mit und in der EU auf dem Weltmarkt seien, weil Deutschland als unumgängliches NATO-Mitgliedsland vor durchgreifenden militärischen Übergriffen, wie beispielsweise der britischen, von der NATO-Soldateska teils geduldeten teils assistierten Sprengung der Nord-Streams 2022, oder anderer Pipelines, bewahrt bleiben werde. Dieser Status ähnelt bis zur Identität dem Status der Türkei in der NATO. Also schaute man in Deutschland mehr oder minder wohlwollend, jedenfalls aber arrogant zu, wie die USA ihre industrielle, ihre akkumulative ökonomische Basis in den seit 1990 geführten Kriegen, namentlich dem unter dem Label „War on Terra“ geführten Weltkrieg gegen antiamerikanische Umtriebe, beschädigt bis aufgezehrt hat und sahnte im Verhältnis zu Russland im Windschatten der beständig aktiven NATO – Front gegen die RF ökonomisch ab, was abzusahnen war, ohne daß die Transatlantiker darüber durchknallten.
Diesem imperialistische Geschäftsmodell hat die RF, hat tatsächlich Putin persönlich, im Feb. 2022 ein unwiderrufliches Ende gesetzt.
Und mit dem letzten Punkt habt ihr den integralen Gehalt des Hasses, der erst in der politischen Klasse, nachfolgend im Dienstvolk Deutschlands und der EU, gegen Putin, gegen Russland, und gegen jeden Russen aufwuchs, der Putin und seiner Nomenklatura nicht erfolgreich in den Arm fallen mochte bzw. vermochte. Den Krieg gegen Russland führt Deutschland seither in der Gestalt eines Krieges gegen die Ansprüche der eigenen Bevölkerung an ihre Lebensführung, in der Gestalt des Mittuns bei der Verhinderung eines russischen Sieges über die NATO in der Ukraine, und mit dem Ziel, als künftig unumgängliche militärische Führungsmacht der EU die amerikanische Soldateska dereinst auf dem europäischen Feld dominieren zu können. Das ist im Prinzip dasselbe Programm, das Polen fährt, nur fährt Polen es eine Nummer kleiner, nämlich mit Blick auf eine Dauerhaftigkeit des NATO-Krieges gegen Russland, statt mit dem Ziel, Deutschland und die NATO in einer ferneren Zukunft dominieren zu können – weil das für Polen nicht erhältlich ist, es kann nur mit dem Anschluss an die dauerhafte Feindschaft des UK gegen die EU kalkulieren.
Niemand in Deutschland – die erwähnte Soldateska und ihre Fangirls ausgenommen – „will den Krieg“ im dem Sinne, in der Weise, wie der Krieg gegen Frankreich, GB und Russland in den ersten Weltkriegen von der politischen Klasse und großen Teilen der Bevölkerung gewollt worden ist. Alle berufen sich darauf, von „Putin“ in den Krieg genötigt bis gezwungen worden zu sein – unter Verweis auf die ideellen Titel der imperialistischen Aufstiegsvoraussetzungen und -bedingungen der Nation, und aus der professionellen Sicht der maßgeblichen politischen Akteure ist das einfach die Wahrheit! Und aus der professionellen Sicht einer Oppositionellen vom Zuschnitt Dagdelens ist es ihr Job, diese Wahrheit zu verleugnen.
Für das Dienstvolk wäre eine verständige Konsequenz, den Anschluss an die Sicht der Berufsnationalisten zu kündigen, statt ihr fiktive Alternativen vorzuhalten.
Daß dies nicht erhältlich ist, hat viele Gründe, aber wenn ich von den Forenten bei Overton (mit ihrem hohen Alterschnitt) ausgehe, ist ein Hauptgrund die bedingte Zufriedenheit mit, und buchstäblich Liebe zu, ihrem Vorkriegsdasein.
Meiner Meinung nach wurden Kriege seit jeher geführt, um etwas zu gewinnen (z. B. Nahrung, Sklaven, Land, sogenannten „Lebensraum“ usw.). Dank des Zweiten Weltkriegs verdienten die USA ein Vermögen (Waffenlieferungen, Kredite). In Libyen wurden nach dem Sturz Gaddafis Öl- und Gasvorkommen von westlichen Unternehmen, darunter französischen und italienischen, übernommen. Aktuell befinden sich 25–30 % des Ackerlandes in der Ukraine (die sogenannte Schwarzerde) in westlicher Hand. Anschließend folgt der Wiederaufbau, was einen Boom für Banken, Bauunternehmen usw. bedeutet. Im Nahen Osten gehören Öl und Gas leider nicht westlichen Unternehmen.
Natürlich helfen diese Gewinne im Wettbewerb mit China, Russland usw. Aber das ist nicht das Ziel – das Ziel ist, etwas zu erreichen (Schulden/Kredite einzutreiben oder billig bzw. sehr billig einzukaufen).
Meiner Meinung nach wurden Kriege seit jeher geführt, um etwas zu gewinnen (z. B. Nahrung, Sklaven, Land, sogenannten „Lebensraum“ usw.). Dank des Zweiten Weltkriegs verdienten die USA ein Vermögen (Waffenlieferungen, Kredite). In Libyen wurden nach dem Sturz Gaddafis Öl- und Gasvorkommen von westlichen Unternehmen, darunter französischen und italienischen, übernommen. Aktuell befinden sich 25–30 % des Ackerlandes in der Ukraine (die sogenannte Schwarzerde) in westlicher Hand. Anschließend folgt der Wiederaufbau, was einen Boom für Banken, Bauunternehmen usw. bedeutet. Im Nahen Osten gehören Öl und Gas leider nicht westlichen Unternehmen.
Natürlich helfen diese Gewinne im Wettbewerb mit China, Russland usw. Aber das ist nicht das Ziel – das Ziel ist, etwas zu erreichen (Schulden/Kredite einzutreiben oder billig bzw. sehr billig einzukaufen).
„Eigenwillig“ nennt EL-G meinen Schriebs und eine „Interpretation“. Das verfehlt ihn doppelt:
1. habe ich die Abstraktionsebene von Dagelen aufgenommen, statt sie, wie es die Genossen IVG und @Zwischenruf (hier) getan haben, sie mit dem Wechsel auf andere Abstraktionsebenen zurück zu weisen. Der „Haß“ ist schließlich ein reales Phänomen, auch wenn seine Ausdrucksformen in der politischen Klasse überwiegend theatralische Posen sein dürften, denn in einem „Haß auf den Feind“ ist dort halt der Konsens nationaler Feindstellung angesiedelt, auf dessen Ebene die politische Konkurrenz der Akteure statt hat. Die Konkurrenz im Regierungslager ist doch bitte (noch) nicht ausgesetzt, im Gegenteil. Mutatis mutandis auf der russischen Seite: Die Akteure wollen sich vom Feind „zwischen Baum und Borke“ oder schärfer „zwischen Skylla und Charybdis“ gesetzt sehen, und das ist doch fast überall die Quelle von Haß, auch im privaten Bereich, vere.
2. handelt es sich eben deshalb nicht um eine „Interpretation“, sondern repräsentiert die hermeneutische Ebene der Oberflächenerscheinungen der transnationalen Konkurrenz im „Zwischenreich“ von Krieg und Frieden.
@Zwischenruf hat dasselbe anders getan:
Denn diese „Weltordnungsansprüche und -maßgaben“ sind ja konkret und benennbar, obgleich sie zugleich in abstrakter, und zugleich zwischen den Mächten der sog. „Wertegemeinschaft“ hochgradig, teilweise kinetisch militant umstrittener Gestalt daher kommen. Warum ist das so? Weil diese Ansprüche und Maßgaben für die Beteiligten auf jeweils andere Weise überlieferte Grundlage ihrer jeweiligen militärpolitischen, ordnungs-, sozial- und wirtschaftspolitischen Betreuung der nationalen Kapitalverhältnisse sind. Sie sind tatsächlich materielle Grundlage ihres jeweiligen Bezuges zum Weltmarkt.Das ist die Abteilung, die in der politischen Konkurrenz unter „Sachzwängen“ figuriert. Merkt ihr, wie konkret meine Rede von der „Realabstraktion der Nation“ tat-sächlich ist? Nö, wahrscheinlich nicht.
Natürlich ist mein Kommentar, sind meine Darstellungen fast immer unzumutbar verdichtet – für Leute nämlich, die sich selbst nicht kennen, die ihre individuelle Verfasstheit in und unter Kapital und Staat nicht als ihr Dasein, vielmehr als Daseinsbedingung einer ebenso erfundenen wie hoch geschätzten „Individualität“ und deren liebevoller tugendmoralischen Bebilderung und Gestaltung ansehen wollen.
Das geht hier insbesondere EL-G, ist aber ein Schrotschuss, der jeden treffen sollte.
Was ist die kapitale Verfehlung dieser tugendmoralischen Veranstaltung?
Die Frage, dieser Absatz geht an „Zwischenruf“ und „IVG“, die gewißlich meinen, damit verfehlten die Leute die Wirk-lich-keit des Kapitalismus, seiner politischen Ökonomie. Diese Diagnose ist ja nicht verkehrt, aber sie ist auch nicht richtig. Denn diese Wirklichkeit ist den Adressaten ja mehr oder minder ausschließlich unter dem Aspekt der Betreuung und Pflege ihrer Individualität von Belang. Und dann liegt der Fehler darin, daß die tugendmoralischen Veranstaltungen systematisch genau das verfehlen, worum es den Adressaten seelisch zu tun ist, ihre individuelle Besonderheit. Die bringen sie vielmehr nur rhetorisch in ihre Zurichtung nach den Maßstäben einer allgemeinen Menschlichkeit ein.
Und darüber werden sie reihenweise hassig, hoast mi.
(Joa, ich auch immer mal, aber zugleich amüsier ich mich darüber, und hier zu schreiben wird zunehmend bis überwiegend solch ein Amüsement.)
PS.: Was Teddy schreibt, ist von A bis Z erfunden, das nur für Leute, die es nicht besser wissen können, als er. Das mit der Schwarzerde (und anderen Investitionen) mag faktisch stimmen, aber was daran nicht stimmt, ist die Bebilderung von „Reichtümern“, die er damit ausgeliefert haben will. Es handelt sich um Grund- resp. Anteilseigentum, dessen kapitalistischer Wert mit seiner Verwendung als Reichtumgsquelle steht und fällt, der Fachbegriff ist „Anlagekapital“, das abseits konkreter Verwendung als Quelle von Dollares und Euronen nur beliehen werden kann, wofür die Eigentümer Zinsen zu entrichten haben.
Solche Anlagen in der Ukraine sind seit 2014 so billig wie risikolos: Enteignet werden sie auf gar keinen Fall! „Die Russen“ sind halt keine Sowjets mehr, selbst für den unabsehbaren Fall, daß die RF sich die Ukraine einverleiben wollte und könnte, würden die Investoren allenfalls zu Gestehungspreisen zum Verkauf genötigt, wahrscheinlicher aber würden sie zu einer „Partnerschaft“ eingeladen …
Tja, kein Publikum mehr dafür.
Aber da ich schon mal hergelaufen kam, hier noch ein Eigenlink zum Thema „Hegemonialität“ unterm Gramski-Artikel, weil das eng mit oben Geschriebenem verknüpft ist.
https://overton-magazin.de/hintergrund/wissenschaft/umgekehrter-gramsci-kulturelle-hegemonie-ueber-die-linke/#comment-404482
Wenn ihr den darin kritisierten Fehler der Rede von „Hegemonie, hegemonial“ kurz und knackig zusammen faßt, besteht er in einem „quid pro quo“, in einer Verfehlung des Gegenstandes durch Austausch desselben. Da wird das Klassenverhältnis behandelt, als sei es ausschließlich oder zumindest vornehmlich ein Gewaltverhältnis („Machtverhältnis“), obgleich es doch in erster Instanz ein (Re-)Produktionsverhältnis ist.
Mutatis mutandis geschieht dasselbe, wenn die transnationalen Beziehungen unter dem abstrakten Aspekt des Machtverhältnisses verhandelt werden, wie das in der Vergangenheit als eine Art „Reinkultur“ in der amerikanischen Außen- und Militärpolitik geschehen ist.
[Anmerkung: Warum „Vergangenheit“? Sowohl Obama und seine Unterstützer von der Wall Street, wie nachfolgend Trump und seine Spießgesellen haben diesen Fehler, den die Putschisten von 9/11 zur Staatsraison erhoben hatten, korrigieren wollen! Es gelang nur nicht. Warum nicht, das ist ein eigenes, umfangreiches Thema.]
Das zu Verändernde liegt darin, daß das originale Machtverhältnis, das dem Klassenkampf zugrunde liegt, das Eigentumsverhältnis, unumstritten ist, solange es nicht ökonomisch UND kinetisch angegriffen wird. Das Machtverhältnis, das den transnationalen Beziehungen zugrunde liegt, ist die nationale Hoheit der Souveräne, die im Kapitalismus / Imperialismus systematisch angegriffen wird. Mit dem Hebel des Kapitalverkehrs auf dem Weltmarkt versuchen Souveräne unentwegt, in die nationale Hoheit aller, mit denen sie substanzielle ökonomische Beziehungen unterhalten, hinein zu regieren, und die Hebel sind in erster Instanz die jeweils unterschiedliche Verfügung über Weltgeld(er), in zweiter Instanz Beschränkungen und Bewirtschaftungen von Marktzugängen auf eigenem Territorium, wozu auch die Regelung von Zugängen zu transnationalen ökonomischen Instituten wie u.a. WTO, IWF, Weltbank und strategischen Vorteilsnahmen aus denselben zählen, und erst in dritter Instanz die militärisch unterfütterte Drohung, „wir können auch anders“, beginnend mit „Sanktionen“ aller Art, Abbrüchen im ökonomischen Verkehr, Wirtschaftskriegen bis zu militärischen Angriffen auf transnationale und schließlich auch nationale Besitzstände der zum Gegner oder gar Feind erkorenen Souveräne.
Die dritte Instanz greift zurück auf die abstrakt – allgemeine Grundlage, die militärische Hoheit der Souveräne auf eigenem Territorium, aber das ändert doch bitte nicht, daß die transnationalen Verhältnisse Weltmarktverhältnisse, und damit der Sache nach, in dem, „was der Fall“, „worum es zu tun“ ist, ökonomische Verhältnisse sind – nicht militärische! Und folglich keine „Machtverhältnisse“, als welche eine systemische Hälfte der Berufsnationalisten gehalten sind und sich professionell berufen sehen, sie zu be- und verhandeln.
Deshalb – diese biographische Notiz mag hier nicht unnütz sein – hatte ich schon eine Woche nach 9/11 in mein „Tagebuch“ notiert und einem damaligen Freund geschrieben, daß die Neocons einen „imperialistischen Endkampf“ begonnen haben, schlicht und einfach deshalb, weil ihr erklärtes Ziel, die imaginierte „amerikanische Hegemonie“ neu her zu stellen, als welche sie die Rolle der USA vor 1990 infolge der Abdankung der SU ansehen wollten.
„Imaginiert“ deshalb, weil es sich bei solchem Hegemoniebegriff eben nicht um ein Label für die Vorzugsrolle der USA von 1990, für den darin deskriptiv zu fassenden „american exzeptionalism“ gehandelt hat, sondern ein Ideal derselben. In der Wirklichkeit durchgesetzte Ideale vernichten die Wirklichkeit, um Hegel zu paraphrasieren. Der Putsch der Neocons hat das imperialistische Weltmarktverhältnis im Ansatz zersprengt.
Das hat einerseit nicht gefunzt, war aber auch nicht mehr zurück zu drehen. Warum nicht? Das ist simpel: Weil das imperialistische Konkurrenzverhältnis der Nationen von vorn herein dieses sprengende Moment enthielt und weiter enthält! Das ist sozusagen der „Realteil“ der Ideale, der imaginären Bestandteile imperialistischen Weltmarktverkehrs, aber dies „Simple“ erforderte natürlich eine induktive Herleitung, die hier keinen Platz hat. Jedenfalls aber könnt ihr einfach nachvollziehen, daß die Geschichte der imperialistischen Kriege nach 9/11 frappierend der genialen Goetheschen Ballade vom Zauberlehrling ähnelt, und da spielt es eine geringe Rolle, daß der originale „Besen“ dieser Geschichte bereits 1991 berufen worden ist, mit dem vernichtenden Angriff auf den Irak, und auch Helmut Kohl eine prominente Rolle mit einem „Minibesen“ hatte, den er mit der Unterstützung der kroatischen Nationalisten und Faschisten ins Leben gerufen hat …
Vor dem Abbruch dieser Überlegungen noch ein Wort zur Sonderrolle der RF und namentlich „Putins“ in dieser Geschicht.
Dazu muß man berücksichtigen, was ich bisher nicht erwähnt habe. Diese „Zauberlehrlings“-Geschicht hat die maßgebliche ökonomische Grundlage einer durchgreifenden und dauerhaften Überproduktionskrise nach 1990. Ich werde hier nicht versuchen, zu erklären, was eine „Überproduktionskrise“ ist, weil es in meinem Zusammenhang nur darum geht, daß die maßgeblichen ökonomischen Akteure auf dem Weltmarkt, damals USA und EU und wenig später auch China, sich den Luxus erlaubt haben, die politökonomischen Potentiale der Russischen Föderation nur selektiv, sektoral zu nutzen und damit der Konkurrenz untereinander um diese Potentiale ungefähr 20 Jahre lang in sehr erheblichem Umfang auszuweichen.
Die in der NATO institutionalisierte „westliche“ Soldateska freilich ist damit notorisch unzufrieden gewesen und hat notorisch opponiert – im Verein mit ihren Fanboys und -girls besonders in der amerikanischen und britischen politischen Klasse. Dennoch erlaubte der „Luxus“ der Überproduktionskrise den russischen Regierungen einen anderen „Luxus“, nämlich die transnationalen Beziehungen, anders, als im Westen, primär nach der ökonomischen Seite zu werten und zu pflegen. Nehmt dafür nur zur Kenntnis, daß der RF erst 2012 die WTO-Mitgliedschaft zugestanden worden ist! In der Ägide des seinerzeit notorisch „biegsamen“ Medwedew.
Was Putin 2022 per Handstreich entschieden hat, ist ein Wechsel der Staatsraison der RF gewesen. Sie sollte für alle Zukunft nicht mehr nur Gegenstand von Hegemonialpolitik auf dem Weltmarkt sein, sondern Akteur, und so, wie die Dinge lagen (nicht nur mit dem NATO-Zugriff auf die Ukraine, auch, und m.E. viel entscheidender, den analogen Zugriffen auf Belarus!), ging und geht das halt nicht anders, als militärisch. Die RF verfügt eben nicht über ausreichend andere Titel und Machtmittel, wie die Sanktionspolitik gezeigt hat und weiter zeigt.
So, da habters.
Was mich ja im Detail noch interessieren täte tun können, ob für dich und Deines gleichen diese »Die in der NATO institutionalisierte „westliche“ Soldateska« schon mit NATO-Gründung 1949 in ihrer wollenden Gestalt anwesend war (als Manifestation des MIT) oder ob sie so erst mit dem Wegfall des Spielgefährten Warschauer Pakt erschienen ist – das Bild bricht ein wenig bei der Absetzung von MacArthur im Koreakrieg.
Ansonsten ein großteilig guter Folgetext, der den obigen ergänzt und präzisiert sowie einige zu vertiefende Fragen stellt und eigentlich Komplimentierung verdiente, aber das lasse ich heute mal, sonst werde ich wieder angeschrotet.
Eigenartige Frage, El-G – Du bleibst „dickschädelig“ bei dem pluralistischen und postmodernen Narrativ von „Interpretationen“, „Erzählungen“, „Narrativen“, gelle? Wozu braucht es „meines Gleichen“, wenn es Dokumente gibt, wie dasjenige, das der von RDL sicherlich geliebte Silnizki vor drei Tagen in seinen Teaser gepackt hat?
https://overton-magazin.de/top-story/never-ending-story/
„American system“ – muß ich mit Blick darauf meinen Text über quid pro quos wiederholen?
Nun ja, vielleicht präzisieren: Die NATO, und bes. die Gestaltung der amerikanischen Rolle darin, hat dieses Quid pro Quo doch bitteschön materialisiert, einschließlich des Umstandes, daß „das System“ eben nicht „amerikanisch“ gewesen ist, sondern imperialistisch. Wenn einer eine erzählerische Würdigung dieses Umstandes genießen will, kann er immer noch die Werke von John Le Carré lesen, fällt mir assoziativ dazu ein. Allerdings sollte er wünschenswerter Weise zuvor die Werke von Eric Ambler genossen haben …
Und wieso – übrigens – sollten ich und „meinesgleichen“ klüger sein als sich olle Eisenhower in seiner Abschiedsrede gezeigt hat?
Just dieser Truman hat den in den USA gefeierten und geliebten General McArthur geschasst, weil er
a) Pentagon, DOS und WH mit geschönten Erfolgsmeldungen gefüttert hat
b) Eben drum sich nicht anders zu helfen wußte, als in eigener Regie Nuklearbomben von Diego Garcia holen zu lassen in der Absicht, iwie in Washington an die Schlüssel zu gelangen, sie einzusetzen, und damit
c) bezeugt hat, daß er nicht begriffen hatte, was Truman mit „american system“ immerhin adressiert hat. Womit ich wieder bei Eric Ambler und John Le Carré lande, die sich auf tausenden Seiten darüber verbreitet haben, daß und wie die Militaristen ihren Kopf gegen alles verrammeln und verriegeln, was außerhalb ihres Berittes liegt, sofern sie es nicht mit Tricks und Schlichen zum Parcours stilisieren können, auf denen sie ihre „Kunststückchen“ vorzuführen gedenken.
Kurz: Ja klar ist das so alt!
(Und daß sich keiner über meine literarischen Beispiele erberschtelt! – so alt bin ich halt nicht, daß ich die Typen persönlich hätte kennen lernen können. Und wenn er ein jüngeres Beispiel will, lese er doch mit Verstand die Artikel von Jürgen Hübschen – der ist doch bitte vom selben Schrot und Korn, auch wenn, und gerade in der Weise wie, er jetzt „oppositionell“ auftritt.)
Hervorragend, sehe ich ähnlich. McArthur ist da wirklich exemplarisch für das Selbstverständnis eines selbsterklärten Krieger und sonst nichts, das dann auch unbedingt und maximal performt werden will.
Nun weiß ich nicht, warum ich Silnitzki hernehmen sollte (den letzten Beitrag habe ich, wie die meisten anderen der vergangenen Tage auch, nicht gelesen), um etwas über Deine Ansicht zu erfahren.
Um noch mal zum persönlichen Ausgangspunkt zu kommen:
Das hatte mich ja gewundert, da Du selbst gerne auf die nächste Ebene gehst, was Du dann mit der der abschließenden Einordnung ihrer Absichten und Möglichkeiten auch getan hast – aber warum nicht? War ein guter Beitrag, der mal eben gezeigt hat, dass alle das gleiche tragen und sich nur in der Farbe der Hosenträger unterscheiden.
Und btw. dass alles jenseits des Reflex eine »Interpretation« ist, muss nun auch nicht diskutiert werden (wobei ich Deinen „Punkt 2“. wirklich witzig fand: »nicht um eine „Interpretation“, sondern repräsentiert die hermeneutische Ebene…«, nicht schlecht, mein Herr.)
Ansonsten, ja klar bleibe ich bei meiner pluralistischen und postmodernen Narrativ-Rezeption. Es sind alles Ebenen und Kontexte, sie sind nicht durchdringbar oder gar hinterfragbar, sie sind annäherbar über die eigenen Wissenshorizonte und Perspektiven. Es gilt die Schnittmengen im Gegenüber zu finden, nicht eine augenblickliche äußere Wirklichkeit oder sogar Wahrhaftigkeit.
Das macht dann auch einen guten fiktiven Text / Roman aus: Nicht alle Ebenen zu verstehen, einige erst beim wiederholten Lesen zu entdecken, und trotzdem irgendwie begreifen können, worum es geht.
Besten Gruß und wie man immer zu jungen Leuten so sagt, pass auf Dich auf.
Mal davon abgesehen, dass die Frage wie man mehr Russen töten könne, einer Aufforderung gleichkommt, die als Aufruf zum Mord gewertet werden muss und in einem funktionierenden Rechtsstaat auch juristisch verfolgt werden müsste. Der Mann begeht im Grunde auch noch Landesverrat. Wem nutzt denn die Feindschaft mit Russland? Deutschland bestimmt nicht.
Ich kenne Herrn Martens nicht und habe auch noch nichts aus seiner Feder gelesen.
Obwohl die FAZ ein vergleichsweise hohes sprachliches Niveaus auszeichnet und auch ein gewisse Heterogenität der politischen Ausrichtung seiner Autoren zulässt, vertrat sie doch seit jeher eine bürgerlich-konservativ Grundtendenz, die sich als Tummelplatz für so manchen auch spätgeborenen Träger jener „Herrenreiter-Mentalität” angeboten haben mag, die sich mit solcherlei Fragen, wie die inkriminierte, in einer gewissen Tradition wahrscheinlich als „schmissig” oder „schneidig” zu inszenieren glaubt.
„Eine Welle der Empörung in den Mainstreammedien ist nicht bekannt. Diese Kumpanei bezeichnet den Grad an geistiger Mobilmachung, den es zurzeit in Deutschland gibt.“
Auf der nach oben offenen medialen Empörungsskala erreicht diese Frage von Herrn M. den Wert von 8,7 Sellner.* Daher gehe ich davon aus, dass die Medien in Kürze Demonstrationen gegen Rechts organisieren werden.
* Martin Sellner, Österreichischer Rechtsradikaler. 1. Sellner = Remigration!
PS. Derartiger grober Unfug ist auch von Mitarbeitern des Springer Verlages, namentlich der „BXXX“-Zeitung, bekannt gegeben worden.
Die Autorin schreibt :
„Man kann diesen Satz in seiner offenbar gewollten Doppeldeutigkeit nicht anders lesen als ein Bekenntnis zu einem eliminatorischen Rassismus gegen Russen. „
Nachdem man in der BRD ein halbes Jahrhundert alt geworden ist, glaubte man den politischen Gegner gut zu kennen, aber ich muss zugeben : Dieser fanatische Russenhass hat mich überrascht und entsetzt; man hat den Eindruck, dass der Ukrainekrieg eine Masse von Umwelteinflüßen erzeugt hat, welche bei einem Großteil der Deutschen einen „schlafenden“ Phänotyp geweckt hat : Den NS-Enkel .
„… Den NS-Enkel“
Wir geben uns ja meist mit der Weisheit zufrieden, daß der Apfel nicht weit vom Baume fällt.
In der zweiten Generation verschärft sich allerdings das Problem: der neue Apfel kann genau an der Stelle wachsen, wo der Baumstamm seines Großvaters stand …
Und das macht mir das Großvaterproblem bei den bekanntesten politischen Rotznasen unserer Zeit nochmals deutlich relevanter…
Helgo schreibt :
„Wir geben uns ja meist mit der Weisheit zufrieden, daß der Apfel nicht weit vom Baume fällt.“
Wir brauchen wohl so was wie eine empirische Kriegsenkelforschung, denn wir wir können konstatieren : Einerseits gibt es Kriegsenkel, die NAZI-Großväter haben, und denen der Mund danach wässert, Russen Leid zuzufügen; andererseits gibt es Kriegsenkel, die mit Hilfe von Spiegel und Stern keine NAZI-Verstrickung ihrer Großeltern feststellen konnten, und die dennoch eine große Furcht davor haben, dass Russen durch deutsche Waffen / deutsche Landser getötet werden könnten; wie verschieden können Menschen sein ?, und so unterschiedliche Charktertypen sollen harmonisch in ein- und derselben Gesellschaft zusammenleben ?
Dieser Ausspruch von diesem Martens ist einfach nur widerlich.
Ich lese das hier übrigens das erste Mal.
Trotzdem scheint mir der Versuch der Autorin, das jetzt unbedingt (mal wieder !!) mit Parallelen aus der NS-Zeit in Verbindung zu bringen, reichlich künstlich und krampfhaft.
Mit der folgenden Passage überzieht sie so sehr, dass sie ihrem eigenen Anliegen schadet:
„… eliminatorischen Rassismus gegen Russen …“
Ich lerne jetzt aus Protest die russische Sprache.
Сейчас я изучаю русский язык в знак протеста.
https://www.gw2ru.com
Ich weiß nicht, ob über den FAZ – Journalisten nicht falsch berichtet wurde. Die Frage, wie man möglichst viele Russen tötet, hätte doch der ukrainische Präsident dem Deutschen stellen müssen. Wer, wenn nicht die Deutschen, haben den Nachweis erbracht, dass sie wissen, wie man viele Russen tötet. Und Juden, Polen, Serben,…..
Es sein denn, er wollte fragen, wie man helfen kann noch mehr Russen zu töten, als wir es dereinst getan haben.
Wir hatten nach dem letzten Krieg Glück, dass die Sieger sich damit begnügten, uns zurecht zu stutzen, statt uns von der Erde zu vertilgen. Erwogen wurde das ja und die Gründe, warum wir davon kamen, sind bekannt.
Vielleicht geht es beim nächsten Mal wieder so glimpflich aus.?
Und wen nicht……
„Vielleicht geht es beim nächsten Mal wieder so glimpflich aus.?“
Was ist denn das nur für ein ungehöriger defätistischer Ton ? WIR sind doch diesesmal, so, vielleicht noch erinnerlich, der Ex-Juso Stamokappesphilosoph und zuletzt Doppelwumms-Ampelkanzler Schloz, Olaf, stangengrad „auf der richtigen Seite der Geschichte“. UNSER Leid und UNSERE Schmach hat damit ein Ende, Nie wieder wird ein verlorener Krieg von deutschem Boden ausgehen. Punktum. Und in der ansagenden pole position sind WIR dabei auch, die hat der MAGA-Man in dieser Rußland unterwerfen bzw. -zivilisieren -Angelegenheit freundlicherweise an UNS abgetreten. Da gilt es für UNS jetzt hurtig in die großkriegsführungsfähigen Puschen zu kommen und solange muß UNSERE Ukraine noch halten, Menschenmaterial dafür können WIR ja zurückschicken. Da das ja schon feststeht an „Unterstützung“, forderte Elendski es auch nicht bei der Beantwortung der Frage des FAZlers, Denn das Russentöten, zu dem WIR UNSEREM „seelenverwandten“ (Habeck) gelb blauen Freiheitshelden die üppig Mittel liefern, schließt natürlich ein, daß dafür Ukrainer nicht zu knapp im volksgemeinschaftlich-kuscheligen Massengrab landen (das Pantheon der Nationalhelden ist erlesenen Überresten vorbehalten).
(a tribute to Jonathan Swift)
Schockierend zu hören, was Martens da sagt. Aber am Ende spricht er nur das aus, was NATO-Politik seit vielen Jahren ist. Ist es jetzt eine Brutalisierung der Sprache, die Dinge beim Namen zu nennen? Oder eine Form der Ehrlichkeit? War das Drumherumschwafeln ein Zeichen des Humanismus?
Wer das alles nicht will, sollte sich gegen diese Politik wehren und nicht gegen den Zyniker, der es einfach rausgehauen hat.
Im umlaufenden Videoausschnitt zur Pressekonferenz von Selenskyi und Vucic achte man auf die Tonlage, in dem der FAZ-Mann Martens seine Frage stellte ebenso beflissen-eifrig wie pervers lustvoll. Der Mann hat seine faschistische Sau rausgelassen. Koksnase, der Adressat seiner Frage, redet inhaltlich im übrigen genauso daher: er haßt „alles Russische“, das er als teuflisch-bösartigen Unterminierer der guten und gerechten Sache der ukrainischen Nation, die etwas werden will in der Welt, denunziert und als völkischen Fremdkörper ausgeschieden sehen will, somit natürlich auch „die Russen“ als auf der Straße herumlaufende Personifikationen dieses Russischen und möchte sie, die Orks und Untermenschen, unterschiedslos allesamt killen. Da ist er ganz Bruder im genocidalen Geiste mit Netanyahu. Oftmals dokumentiert, schon vor Kriegsbeginn und ab dem Zeitpunkt, als er seine Wahlversprechen zur Festigung seiner präsidialen Macht allesamt in die Tonne trat und naßforsch Minsk 2 seinerseits für erledigt erklärte . Siehe bzw. höre u.v.a. jenen medial ventilierten Plausch mit dem mittlerweile abgegangenen US-Politpsychopathen Lindsay Graham, bei dem dieser das US-Sponsoring des gelb blauen Russentötens, welches Elendski als seinerseits Dienstleistung seiner Junta für die USA hervorhob, als eine ganz vortreffliche Investition belobigte.
Ein glatter Fehlschluß (bzw. überhaupt keiner, weil nur argumentlos moralisch raunend) aber ist, daß der dem gelb blauen Nationbuildingprogramm immanente „eliminatorische Rassismus“ auch der „ideologische Kern des NATO-Kriegs in der Ukraine“ sei. Hat denn die liebe Sevim, damit mal angefangen, die Zeitenwende-Bundestagsrede des Ampelkanzlers Scholz (zur Erinnerung: der Kugelkopf mit dem dauernden „as long as it takes“) nicht zur Kenntnis genommen (vom ersten Satz an ein ideologisches Kriegsnarrativ) ? Und alle folgenden regierungsamtlichen Erklärungen bis heute Kriegsbeil, warum die munter eskalierte „Unterstützung“ des gelb blauen antirussischen EU/NATO-Nationalismus graniten und unverbrüchlich, ehern und ewig, verbunden und verschweißt einfach sein muß ?
Was den „eliminatorischen Rassismus“ betrifft, der da mit dem Auftritt des FAZ-Manns ans Licht des hellen Tages gekommen sei: sind Sevim die Baerbockreden von wegen russischer Zivilisationsbrecher entgangen, die Tiraden von Kiesewicht, Hofdodl, Oma Courage, die Ergüsse der großen deutschen Kleindenker wie Münkler, Sloterdjk, Neitzel und das „Make Russia small again“-Gelärme des ganze Rattenschwanzes vpn Propagandisten und Agitatoren aus dem Medien- und Kulturbetrieb, was sich eines wie das andere, und das nicht erst seit 2022, sondern massiv seit 2014, durch genau eines, einen tiefen Griff nämlich in die über verschiedene bürgerliche Herrschaftsformen kumulativ hinweg prall aufgefüllte Phrasen-, Injurien- und Invektiven–Schatztruhe der deutschen Kommunismus-/Rußlandfeindschaft und als zeitenwendegemäßes Recyceling des dort Abgegriffenen auszeichnet ?
Bemerkenswert zum Auftritt des FAZ-Manns ist allerdings schon etwas: mit seiner Frage hat er die, mit dem Administrationswechsel im WH und „dem Momentum auf dem battlefield“ zu erklärende taktische Wende Selenskyis, seine Forderung nach „Mehr-noch Mehr-am Mehrsten“ „Unterstützung“ aktuell nicht zum Zweck des „as long as it takes bis das wirtschaftlich und militärisch geschwächte Rußland bedingungslos kapituliert“ vorzutragen, sondern als Weg, das friedensunwillige Rußland „schnellstmöglich“ zum von ihm natürlich unbedingt, und das schon lieber gestern als heute gewollten Frieden = Tötungsbeenden, zu „bewegen“, desavouiert. Nicht nur der Serbe Vucic (der mit dem imperialistischen Erpresser-Auftrumpfen des neuen großen Deutschland und der vom ihm geführten EU ja einige negative Erfahrung aufweisen kann), sondern auch Selenskyi zeigten sich deshalb bei ihrer Beantwortung der Frage „irritiert“, aus jeweils anderen Gründen. Koksnase hätte gerne gehört: „Wie können wir ihre Bemühungen, Druck auf Moskau auszuüben, sich endlich zu Verhandlungen an einen Tisch zu setzen, unterstützen ?“ Hört sich doch enorm Friedensinitiativ an, oder ? Und Vucis stellte klar, daß er nicht eine Eskalation des Tötens, wie sie der FAZ-Mann angeheizt sehen möchte, sondern dessen Beendigung begrüßen würde.
Den zweifellos provozierenden bellizistischen Auftritt des FAZ-Manns in Serbien gar noch als Anlaß fürs Lamentieren über die „Geschichtsvergessenheit“ in diesem unserem Lande zu nehmen, wie das anderswo zu lesen ist (u.a. Berliner Zeitung), ist was fürs feinfühlige Feuilleton, aber keine hier irgend brauchbare sachliche Kritik.
Was die Eigenwahrnehmung des FAZ-Manns betrifft: der fühlt sich gänzlich mißverstanden. Er habe mit seiner Frage doch „nur“ Churchill paraphrasiert, der einst fragte, wieviel Kriegswerkzeug der griechische Widerstand gegen die Nazi-Besatzung brauche, um ordentlich deutsche Soldaten zu töten. Das fand er ungemein passend, weil doch bekanntlich Putin = Hitler und Koksnase = griechischer Widerstand. Bonmot-Esprit bei seiner Affirmation der alltäglichen Massentötungsdbrutalität eines ausgewachsenen Krieges möcht` der Bursch` also für sich reklamieren, ein Ernst Jünger im streberischen Pennälerformat. Was hier als elitäre Bildung sich spreizen will (da hat einer wohl in Franziska Augsteins Churchill-Biographie geblättert) ist nur ein pateiliches Landserbekenntnis, dem das Ringen der mächtigen, damit maßgebenden Vaterländer dieser Welt um einen aus jeweils Eigenansicht und in Abschätzung der eigenen Durchsetzungsmöglichkeiten. definierten gebührenden „Platz an der Sonne“ (ALLE reklamieren für sich: UNSER existentielles Recht) als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt ist. Dieses Ringen hat seine Konjunktur. Im Frieden, in dem die aus der wechselseitigen Instrumentalisierung erwachsenden Interessensgegensätze der Nationen zu Stahlgewitterwolken reifen, die dann in der „ultima ratio“ sich entladen, vergleichen sie ihre relativen Erfolge im Miteinander-Gegeneinander ihrer Konkurrenz voran in der abstrakten Maßzahl BIP und deren Wachstumsraten als Indikator des NATIONALEN Reichtums. Im Krieg, in dem sich die selbstsüchtige Unzufriedenheit an den erlangten Erfolgen ganz prinzipiell korrigierend geltend machen will, ist der Erfolgsmaßstab dann auch die abstrakte Zahl, bloß negativ statt positiv. Mit der wird nämlich dann die Masse an Schäden, die dem auserkorenen Feind in seinen Mitteln, so zuallererst am Bestand an Mensch und Material, zugefügt worden ist, gemessen und wie stark das Wachstum seines BIP beeinträchtigt ist. Gleich bleibt sich da übergreifend der Streit, wer da zu eigenem Ruhm und Blamage des Konkurrenten der größere Statistikfälscher und Psy-Ops-Trickser ist.
Drohnenattacke – Es sind die Russen, weil sie in der Ukraine nicht vorankommen, greifen sie nun Deutschland an. Umso schlimmer es der russischen Armee geht, um so mehr Länder werden von ihr attackiert. * Konrad Schuller, FAZ Sonntagszeitung 15.8.26, Seite 8: „Russland greift Deutschland an. (…) Denn in der Ukraine blutet seine Armee aus.“