Iran: Blut und Öl

Demonstrationen im Iran, 2026
Tasnim News Agency, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Trump droht mit Krieg und Strafzöllen, um das iranische Öl zurückzuerobern – genau wie 1953, als die CIA Mossadegh stürzte und US-Konzerne sofort 40 Prozent des Öls kassierten

Was haben Venezuela und Iran gemeinsam? Beide Länder gehören zu den Top 5 der Staaten mit den größten Ölreserven. Dazu kommen noch Kanada, das US-Präsident Donald Trump als 51. Bundesstaat der USA integrieren möchte, die Musterdemokratie Saudi-Arabien und Irak, zu dem seit dem US-Angriffskrieg 2003 zur angeblichen Beseitigung von Massenvernichtungswaffen Ölfirmen wie ExxonMobil und Chevron wieder Zugang haben. In Irakisch-Kurdistan, autonomer Teil des Irak, profitieren Hunt Oil und andere US-Firmen von der durch Vermittlung der USA wiedereröffneten Ceyhan-Pipeline.

Im Iran geht es den USA wie in Venezuela um das Öl. Zugleich soll ein unbequemer geopolitischer Konkurrent in der Region ausgeschaltet werden. Beim Iran wäre es nicht das erste Mal in der Geschichte, dass Washington einen Regimechange nutzt, um seinen Ölfirmen privilegierte Ausbeutungsbedingungen zu garantieren. Das scheint denn auch das Konzept von US-Präsident Trump zu sein, der mit Hilfe eines offenen Raubkapitalismus den durch die KI enorm steigenden Energiebedarf der USA preiswert gedeckt wissen will.

1953 bis heute – Die Blaupause des Putsches

Doch zurück zum Regimechange im Iran. Gegen den demokratisch gewählten Präsidenten des Iran, Mohamed Mossadegh, hatten die USA 1953 einen CIA-Putsch unterstützt; infolgedessen wurde der Schah, der eine blutige Diktatur im Land errichtete, vom Militär als Staatschef eingesetzt. Der iranische Geheimdienst Savak errichtete mit Hilfe der CIA und des Mossad ein Schreckensregime.

Heute gilt der Diktatorensohn Reza Pahlavi, auch wenn US-Präsident Trump bislang gemeinsame Fotos vermeidet, als Favorit der USA, wenn es darum geht, erneut die Monarchisten im Iran an die Macht zu bringen.

Der Vorteil der Herrschaft seines Vaters lag für die US-Ölfirmen auf der Hand. Bereits ein Jahr nach dem Putsch von 1953, der auch durch bezahlte Schlägerbanden provoziert worden war, konnten sich die Vorläuferfirmen von Exxon und Mobil sowie Texaco und andere 40 Prozent des iranischen Öls sichern, 40 Prozent gingen an die Briten, mit Shell.

Sanktionen, Chaos, Krieg – Der Drehplan

US-Analysten wie Jeffrey Sachs warnen bereits für 2026 vor einem neuen CIA-Playbook für einen Umsturz im Iran.

Durch immer schärfere US-Sanktionen wurde erreicht, dass immer weniger Öl für immer weniger Devisen exportiert werden konnte – mit dramatischem Währungsverfall und massiven Teuerungen für die Bevölkerung. Die Sanktionen sind nicht allein schuld (Misswirtschaft und Korruption spielen mit), aber sie wirken als entscheidender Eskalationstreiber.

Genau das ist das zynische Standardmuster der US-Sanktionspolitik:

Die USA nutzen ihre überlegene Finanzmacht, um Länder wie Iran, Syrien, Kuba oder Venezuela wirtschaftlich zu strangulieren – angeblich zum Schutz von Demokratie und Menschenrechten.

Das selbst verursachte Leid (Hyperinflation, Medikamentenmangel, Hunger, kollabierende Gesundheitssysteme) wird dann als Beweis für die Inkompetenz und Brutalität der Regierungen präsentiert.

Kurz: Washington schafft die Krise – und missbraucht sie als Propaganda für noch mehr Druck.

Die blutige Niederschlagung der Proteste in Teheran (mit unbekannter Todeszahl) nutzen die USA nun als willkommenen Vorwand, um offen mit einem unprovozierten, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu drohen – lautstark sekundiert von der israelischen Führung. Es ist wieder einmal der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu, der versucht, einen US-Angriff regelrecht herbeizureden. Jedem Simpel müsste auffallen, dass, wenn ein von Den Haag per Haftbefehl wegen Völkermords gesuchter mutmaßlicher Kriegsverbrecher und ein US-Präsident, der einen Völkerrechtsbruch nach dem anderen begeht, als plötzliche Schutzmacht in Sachen Menschenrechte auftreten, irgendetwas nicht stimmen kann.

Der Iran jedenfalls verweigert sich weiterhin, den US-Ölfirmen den Zugang zu öffnen. Das ist das einzige Verbrechen, das US-Präsident Donald Trump nicht vergeben kann. Noch zögert Washington, noch will man abwarten, ob die Sanktionen nicht noch größeren Schaden anrichten und sich die wirtschaftliche Lage im Land weiter verschärft und die Destabilisierung voranschreitet. Um das zu erreichen, riskiert Trump selbst den Waffenstillstand im Zollkrieg mit China, der bis Ende 2026 die Zölle für viele Produkte auf 10 Prozent einfriert. Wer mit dem Iran handelt, soll künftig einen Strafzoll von 25 Prozent bei Einfuhren in die USA bezahlen, so der US-Präsident.

Kann der Iran aber kaum mehr Öl ins Ausland verkaufen, wird die Währung völlig einbrechen. Ein finanzieller Kollaps des Landes statt eines kostspieligen Krieges würde besser ins Kalkül Washingtons passen. Aber auch wenn die Ausfuhren iranischen Öls nach China bereits jetzt stark zurückgegangen sind, will sich Peking dem US-Diktat nicht beugen. Dazu kommt, dass die letzte bewaffnete Auseinandersetzung mit dem Iran allenfalls mit einem Patt geendet hat.

Die entscheidende Frage ist, ob für eine erfolgreiche US-Militärintervention Bodentruppen bereitstehen müssen. Die Mobilisierung bewaffneter Milizen, rekrutiert aus den ethnischen Minderheiten, scheint allein infolge der zahlenmäßigen Schwäche der Einheiten wenig erfolgversprechend. Die konservative Zeitung Jerusalem Post berichtet derweil über Versuche des israelischen Geheimdienstes, mehr Einfluss auf die Proteste im Iran gewinnen zu können.

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul sprach dem „Regime“ im Iran jede Legitimität ab, setzt aber auf den Weg noch schärferer Sanktionen, um einen Regimechange ins Werk zu setzen. In der Türkei bekräftigte dagegen Außenminister Hakan Fidan seine Kritik am Versuch des Mossad, einen Umsturz im Iran herbeizuführen.

Heuchlerische Kriegsgründe und die wahre Bedrohung

Käme als weiteres Argument für den Krieg der USA noch der Kampf gegen den Islamismus. Aber auch hier reicht ein Blick nach Syrien, wo der Alleinherrscher Al-Dscholani mit islamistischen Terrorverbänden in Aleppo kurdische Zivilisten massakrieren lässt, nachdem er sowohl von Washington als auch von Brüssel hofiert wurde, um zu erkennen, dass es mit der vorgeblichen Bekämpfung des Islamismus schlicht nicht ernst gemeint sein kann. In Berlin wird dem Al-Qaida-Mann a.D. kommende Woche denn auch der rote Teppich ausgerollt.

Wer der Kriegspropaganda von US-Präsident Trump auf den Leim geht, droht einem völkerrechtswidrigen Krieg der USA durch Dummheit den Weg zu bahnen und trägt Verantwortung dafür, dass eine ganze Region ins Chaos gestürzt wird. Rund eine Million Menschen haben den US-Angriff auf das Nachbarland des Iran, auf den Irak, seinerzeit mit dem Leben bezahlt. Es wäre von besonderer Tragik, sollte sich diese Geschichte wiederholen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Versuch, über die Streitfrage der iranischen Urananreicherung eine Kriegslegitimation zu schaffen. Der Vorwurf, dass der Iran sich Massenvernichtungswaffen beschaffen wolle, wird dabei ausgerechnet von Israel – als engem Verbündeten der USA und Deutschlands in der Region – vorgebracht, einem Land, das den Atomwaffensperrvertrag weder unterzeichnet noch ratifiziert hat und nach Schätzungen des Stockholmer Friedensinstituts SIPRI im Besitz von 90 atomaren Sprengköpfen ist.

Es bleibt dabei: Die größte Bedrohung für internationale Sicherheit und den Weltfrieden sind die USA, die selbst gemeinsam mit der deutschen Bundesregierung dazu bereit waren, einen Völkermord an den Palästinensern in Gaza mit zu unterstützen. US-Präsident Trump aber ist zu allem bereit, da sollte sich keiner Illusionen machen, auch dazu, sehr viel Blut zu vergießen, damit die US-Ölkonzerne endlich wieder an das iranische Öl kommen.

Dem erneuerten US-Imperialismus in Europa die Rote Karte zu zeigen, heißt, den Abzug der rund 100.000 US-Soldaten zu fordern, wie auch die NATO zu verlassen, denn diese ist allein dazu da, die US-Hegemonie im Nordatlantik herzustellen und als Instrument für eine globale Eskalation im Interesse der Milliardäre in den USA zu sorgen.

Sevim Dagdelen

Sevim Dagdelen war von 2005 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. Die Politikerin ist außenpolitische Sprecherin der Gruppe „Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW) und war Obfrau im Auswärtigen Ausschuss. Die Abgeordnete war Mitglied in der Parlamentariergruppe USA, in der Deutsch-Chinesischen sowie Deutsch-Indischen Parlamentariergruppe. Sevim Dagdelen war viele Jahre Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO, in der Abgeordnete aus den Mitgliedsländern des Militärpakts über sicherheits- und verteidigungspolitische Themen beraten.
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108 Kommentare

  1. Ja, das ist wieder gut beschrieben, aber die gewünschten Gegenmaßnahmen sind Utopie. Wir werden vorerst der Nato nicht entkommen. Und sollte der von Mossad und CIA initiierte Regimechange klappen, wird er als Wende zur Freiheit verkauft. Aber das sehe ich noch nicht. Trump und Israel haben ein paar Baustellen zuviel aufgemacht. Grönland zerreißt eventuell die Nato, zu der auch Kanada gehört. Venezuela wird nicht so fallen wie gewünscht, die Ukraine wird den Krieg nicht gewinnen, Gaza und Westjordanland öffnen weltweit auch zu BRICS distanzierten Leuten und Regierungen die Augen und der Iran wird keinen Schah bekommen, maximal einen anderen Führer, der dann als Ergebnis von Protesten verkauft wird. Die Verschuldung der USA und des Wertewestens ist nicht mehr zu bremsen und nimmt der wirtschaftlichen Entwicklung den Atem, den diese im Wettbewerb gegen China bräuchte. Es ist das Endspiel, ggf. mit Verlängerung und einer toten sowie einer geschwächten Mannschaft.
    Aber können wir etwas dagegen tun? Vermutlich kaum, die Stützung von Landesregierungen, die den Niedergang beflügeln, dürfte auch kein Mittel dagegen sein.

      1. Fast, Ironie sollte es nicht sein, sondern Kritik, und zwar nicht zum ersten Mal. Wer einen Plagiatsbetrüger, dessen Seilschaften es auch noch fertig bringrn, die entsprechende Untersuchung jahrelang zu verzögern, zum Machterhalt verhilft, dem muss ich unterstellen, dass die Worte wohl wahr sind, die Taten aber das Gegenteil bewirken. Genauso verhält es sich mit den Rundfunkstaatsverträgen in Brandenburg. Auch das BSW ist von Karrieristen, die über Leichen gehen (Staatsräson) durchtränkt und daher nicht mehr wählbar. Frau Dagdelen könnte, wenn sie es Ernst meint, aus dem BSW austreten.

    1. Haben sie nicht mitbekommen, dass Starlink die letzten Tage im Iran zu einem hohen Prozentsatz unterdrückt werden konnte?
      Nebebei: Web.de nannte heute morgen die Zahl von 20.000 in den Iran geschmuggelten Starlink-Terminalen – wer die geschmuggelt oder gar bezahlt hat wurde lustigerweise nicht erwähnt…

  2. Das Problem ist, dass weder Russland noch China, noch der Iran auf die Idee kommen, den Spieß umzudrehen und bewaffnete Proteste im Westen zu finanzieren. Ebenfalls wären Sanktionen gegen diese Staaten hilfreich, nicht so zahnlose wie die von China, sondern richtige inklusive Sekundärsanktionen. Nur dann ändert sich etwas. Wenn im Westen Millionen sterben, weil es keine Medikamente aus China mehr gibt, und gleichzeitig westliche NGOs mit Waffen und Propaganda versorgt werden, haben die westlichen Regine keine Kraft mehr woanders zu zündeln.

    1. Wenn Sie sich einmal Europa und die USA etwas genauer ansehen, dann merken Sie.
      das es keiner eingeschleusten Provokateure mehr erfordert. Der Westen demontiert sich
      doch selbst. Ob das sogar durch ihre genannten Läder geschieht, in Form von unterwandern
      der Politik……..wer weiß ?

      1. Die Machtmittel und Reichweite des Börsenwertewestens im Vergleich zu denen des Irans sind doch einiges mehr und mächtiger. Der Iran kann ein paar Rebellen im Jemen unterstützen und sich die Hisbollah im Libanon halten. Die alte syrische Regierung konnten sie letztlich nicht an der Macht halten. Dagegen haben die U.S. of A. in etwa hundert Ländern ihre Finger drin. Da liegen Größenordnungen dazwischen.

  3. Im Iran ereignet sich eine demografische Katastrophe, von der die Autokraten betroffen sind. Die Bürgerrechtsbewegung wird sich durchsetzen.
    Die USA sollten nicht im Iran intervenieren. Trump sollte mit den Red-Letter-Evangelikalen zusammenarbeiten.
    Bitte klicke auf „Lebensreformer“.

    1. Kann man den Spammer nicht sperren? Btw., Statista berichtet eine Fertilitätsrate von 1.7 in Iran, die nach der Projektion bis 2050 auf 1.63 zurückgehen wird. Deutlich besser als die 1.36 in Deutschland. Also wieder Dummlaber.

  4. Wie man hörte, wurde letzte Woche die Spezialeinheit, die Maduro entführt hatte, nach Großbritannoen verlegt. Nur die wirrsten Verschwörungstheoretiker dürften auf die Idee kommen, daß es um die dänische Königin geht (wegen Grönland)🤪

    Aber in den Medien wird weiter imaginiert, daß die Proteste der „Zivilisten“ im Iran mit inzwischen „Tausenden Toten“ weiterlaufen, obwohl sie wohl schon letzte Woche ziemlich abflauten (wohl wegen Mangels an Kommunikation… mit dem Ausland…).
    Und Trump bläst heraus „besetzt die Institutionen, Hilfe ist unterwegs!“.
    Der Ajatollah sollte sich einen sicheren Schlafplatz suchen… irgendwo bei Moskau?

    Die Drohkulisse steht jedenfalls. Wieweit das iranische Militär dabei allerdings (ähnlich wie in Venezuela) mitspielen würde, steht in den Sternen. Schon der Gedanke dürfte im Iran für Unruhe sorgen (jedenfalls in der Führung).

    1. Die islamischen Revolutionsgarden als zweite Armee neben der eigentlichen Armee Irans hätte so einiges zu verlieren bei einem Regimewechsel. Die Garden haben ihre korrupten Finger überall in der iranischen Wirtschaft drin. die würden sich auf jeden Fall wehren.

  5. Wenn ich mich recht erinnere, war es die spätere BP und nicht Shell. Kleiner Flüchtigkeitsfehler.
    Ansonsten wie immer top.👍
    Wenn das mal nur BSW-Linie wäre. Oliver Ruhnert will ja eher nicht aus der NATO.😉

  6. Ich lese das jetzt mal so:
    „Die größte Bedrohung für [die] internationale Sicherheit und den Weltfrieden sind die USA [und Israel], gemeinsam mit der deutschen Bundesregierung.“

    Auch beim Krieg in der Ukraine sollte man sich nicht darüber täuschen lassen, welchen Interessen die Befeuerung durch die Bundesregierung dabei folgt. Auch dieser Krieg wird ausschließlich für den Hegemon geführt, gegen die existenziellen Interessen der Bevölkerung der Ukraine, Deutschlands und der EU. Dabei gleicht das Drehbuch lediglich einer Neuverfilmung des alten Stücks. https://www.nachdenkseiten.de/?p=132027

  7. ich finde es so krass wie der Mainstream nach Regime Change schreit.
    wird denn nichts dazu gelernt ?
    Was haben die bisherigen Regime Changes gebracht, der tolle arabische Frühling ? Nur noch viel mehr Leid , Zestörung, Tot.
    und der Iran ist nochmal ne ganz andere Hausnummer als lybien oder Syrien.

    Vor einem halben Jahr, beim 12 tage Krieg, wurde auch schon nach Regime change geschrien.
    wurde nix.
    Und jetzt rät wohl Israel (Zündler ) den Amis vom Eingreifen ab, Also wohl wieder nix.

    1. Tja, wenn man selbst nicht betroffen ist, dann ist es billig zu schreien. Wenn es hier in Deutschland bewaffnete Aufstände geben würde, dann würden unsere Hofschreiber viel ruhiger sein.

      1. Den mit Armbrust, einer Schrotflinte und „geländegängigen “ Rollatoren geplante
        bewaffnete Aufstand konnte ja gerade mit 3.200 Polizisten abgewehrt werden.
        Was wäre geschehen, wenn diese Meute sich in die Züge der Deutschen Bahn gesetzt
        und dem Weg nach Berlin angetreten hätte? ……wahrscheinlich wären die erst nach der
        nächsten Bundestagswahl angekommen.

    2. „wird denn nichts dazu gelernt?“

      Nein, denn sie sind besoffen von ihrer „Freiheit und Demokratie“, mit der sie unbedingt die Welt beglücken wollen. Sie sind die „Guten“, wozu müssen sie da noch lernen.

  8. super Artikel von Sevim Dagdelen….alles gesagt!
    Trump legt sich also jetzt öffentlich mit den BRICS-Staaten an. China hat schon reagiert und wird die 25%igen Zölle beantworten….!
    Trump und Netanjahu gegen den Globalen Süden. Kann mir nicht vorstellen, dass die Iraner dafür auf die Strasse gehen, das syrische Drehbuch passt nicht auf den Iran. Israel hat da nix zu suchen und
    die USA auch nicht in keinem Land der Erde, der Kolonialismus ist vorbei und wer ihn wiederbeleben will ist ein Menschenverachter und Schlächter, Beispiele selber googeln.

    Für Menschenrechte und Freiheit auf die Strasse zu gehen ist legitim…….sobald aber ein westlich-orientiertes „Regime“ installiert ist, sind Demonstranten, die gegen die westliche Ausbeutung demonstrieren allerdings dann TERRORISTEN!
    So einfach ist das.

  9. Mal eine andere Sichtweise (der ich nicht uneingeschränkt zustimme):

    „[…]Über Doppelstandards von linken Protestbewegungen
    „All Eyes on Iran“ – „Free, free Iran“ – Warum hört man das nicht?[…]“

    https://hpd.de/artikel/all-eyes-on-iran-free-free-iran-warum-hoert-man-nicht-23715

    Sevin Dagdelen hat es besser auf den Punkt gebraucht während der Artikelschreiber Armin Pfahl-Traughber beim „Humanistischen Pressedienst“ die blutige monarchisch-diktatorische Vorgeschichte (= Die „Vor“Geschichte ausklammern ist auch beim Thema Iran „in“, ich weis. Zeitgeist eben seit dem Ukrainekrieg, aber zum Glück nicht bei allen 😉 ) des Schah-Iran komplett ausklammert, die ja erst zur iranische Revolution führte, aus der leider Khomeini siegreich hervorging, soll bedeuten den IranerInnen bleibt nur die sprichwörtliche Wahl zwischen „Teufel und Beelzebub“ – Mullah oder Schah.

    Lösung?

    Ich weis auch keine, aber die Sache ist durchaus bunter als schwarz-weiß zu sehen, Frau Dagdelen hat da eindeutig mehr Punkte als der einseitige Artikelschreiber beim „Humanistischen Pressedienst“ 😉

    Gruß
    Bernie

    1. „Wahl zwischen „Teufel und Beelzebub“ – Mullah oder Schah.“

      Weder Teufel noch Mullah ist für den Westen ein Feind, sondern allein die Tatsache, dass sie nach staatlicher Souveränität streben und sich dem Westen nicht unterordnen, die Ressourcen des Landes nicht zur Ausplünderung durch westliches Kapital freigeben.

      1. Yep, aber Sie haben schon verstanden worauf ich eigentlich hinauswill?

        Die inner- und außeriranische Opposition steckt eben, wie die Unterstützer dieser Opposition in einer nicht geringen Zwickmühle…..ansonsten sehe ich es wie Sie garno 😉

        Gruß
        Bernie

        1. In welcher „Zwickmühle“ stecken denn „die Unterstützer dieser Opposition“? Vermutlich unterstützt der westliche Imperialismus diese Opposition nicht nur, sondern initiiert und lenkt sie auch.

    2. Mit ihrer Unterstützung des Iran beim Versuch das Mullah-Regime zu stürzen, erreichen die USA eher das Gegenteil. So sehr die gegenwärtigen Machthaber im Iran abzulehnen sind, erinnern sich auch die jüngeren Iraner noch daran, was sie dem Schah zu verdanken hatten.

      1. So sehr die gegenwärtigen Machthaber im Iran abzulehnen sind

        Und warum sind die jetzt abzulehnen? Oder bevorzugt abzulehnen? Wegen der Moral? Oder der Klamotten?

        Sollten die Deutschen sich nicht vielleicht lieber mit den Machtverhältnissen vor ihrer eigenen Haustüre auseinandersetzen statt in die Ferne zu schweifen und mit Birkenstock, Maske und Tennissocken der Welt die Welt zu erklären?

        Ich selbst habe ein Problem mit Macht allgemein. Demgemäß sind mir die Machthaber alle gleich fremd und zuwider – ob die im Iran, die in Deutschland oder die auf Barbados. Ich fange aber vor meiner Haustüre an. Und wenn ich sehe, dass die hiesigen Machthaber in anderen Ländern rumpfuschen, bloß um sich dort genehmere Satrapen einzusetzen, werde ich gleich doppelt gallig. 🤷‍♂️

        1. Also, ich finde eine Regierung die sich auf ein angeblich heiliges Buch beruft und ihre Bevölkerung entsprechend schäbig behandelt ist schon abzulehnen.
          Daraus folgt halt nicht, daß wir die stürzen und durch „unsere Arschlöcher“ ersetzen sollten, um das Land ausplündern zu können.

          Kritik am Handeln der iranischen Regierung finde ich daher völlig legitim, allerdings nicht als Mittel zum Zweck um ganz andere Ziele als mehr Souveränität und mehr Humanismus dort zu erreichen.
          Das mag schwerfallen, wenn derzeit gefühlt 100% der „Kritiker“ der iranischen Theokratie Krokodilstränen darüber vergießen daß der iranische Staat ihre aufgewiegelten und bewaffneten jungen Ortskräfte niederkämpft bzw. offenbar erfolgreich besiegt hat.

          1. Also, ich finde eine Regierung die sich auf ein angeblich heiliges Buch beruft und ihre Bevölkerung entsprechend schäbig behandelt ist schon abzulehnen.

            CSU stürzen, wann?

            Kritik am Handeln der iranischen Regierung finde ich daher völlig legitim

            Ich ja auch. Da rennen Sie bei mir offene Türen ein – ich kritisiere eben alle Regierungen. Viele Westler kritisieren aber nur von der moralischen Warte und aus genau dem Grund, den Sie nannten: Um ganz andere Ziele als mehr Souveränität und mehr Humanismus dort zu erreichen. Oder im Glauben, dass es ihren Regierungen und den herrschenden Klassen (dieses Mal) tatsächlich um Menschenrechte statt wie üblich um Schürfrechte ginge. 🤷‍♂️

            Ansonsten berücksichtige ich, auf Fanon et al. gestützt, dass Länder, die seit Jahrzehnten im Würgegriff und der Mangel eines aggressiven Belagerers stecken, nur seltenst blühende (Polit)Landschaften hervorbringen. Und auch nur selten pazifistisches Lämmerglück erschaffen. Ich werde Menschen, die im Schmerz stehen, auch nicht vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben. Meine Meinung, dass ich gewaltfreie Mittel bevorzuge, lege ich daher dar – oktroyiere sie aber niemandem. Der gemeine Westler – der Mehrheitsdeutsche vorneweg – dagegen zieht ja gern mit Tennissocken, Birkenstock und Maske hinaus und erzählt der Welt wie sie die Welt zu sehen hat – und dass man die „Welt“ lesen müsse, um „informiert“ zu sein.

            offenbar erfolgreich besiegt hat.

            Da bin ich mir noch nicht so sicher. Bernhard von MoA hier ist ja recht zuversichtlich drauf. Sobald die Amis ihr Arsenal beisammen haben und glauben alle Infos zu besitzen, relativ schnell und kostenarm etwas reißen zu können – werden sie es tun.

    3. Zum hpd bezüglich des Kommentars von „Bernie“ gestern 13:24 Uhr :

      Für den Fall , dass Sie wenigstens kurzzeitig die naive Vorstellung hatten, , dass ausgerechnet der Artikelschreiber Armin Pfahl-Traughber oder genauso der „Humanistische Pressedienst“ irgendetwas mit unabhängigem unparteischem Journalismus zu tun haben könnte, nur schnell das Folgende:
      Der hpd wird überwiegend von der Giordano Bruno Gesellschaft dominiert, die etwas verdeckt seit ca 25 Jahren vor allem angetrten zu sein scheinen , unter dem Label (durchaus berechtigter) Religions- und Kirchenkritik linksliberale bis sozialdemokratische Politik unter den Intellektuellen zu etablieren. (Ich hab sie wegen der Kirchenkritik anfangs mal selbst unterstützt). Letztendlich reihen sie sich aber ein in die lange Liste der (nicht nur SOROS-) „NGOs“ , die seit dem kalten Krieg und besonders nach dem Sowjet -Zusammenbruch angetreten sind , den „Endkampf“ gegen den (sozialistischen) ANTI-kapilatismus zu unterstützen. Deswegen viel (theoretische) Demokratie- und Freiheits- Rhetorik , aber nur sehr gebremste „Sozialkritik“.(Das vielleicht auch nur zur Tarnung). Und natürlich , wie besonders Pfahl- Traughber meisten seeeeehr regierungsaffin. Gxxgeln Sie den Herrn A-P.T doch einfach mal. Sie finden (hoffentlich noch) Bezüge zu „Diensten“.

  10. Man sollte sich vielleicht an die Geschichte von Persien/Iran erinnern, hilft oft.
    Erst wird Mossadegh von der CIA weggeputscht und der Schah installiert. Als Khomeini immer mehr Einfluss gewann und das Land unter dem Schah den Bach runterging, waren es Carter und die CIA, die mit Khomeini einen Deal machten. Das Khomeini sie dabei an der Nase rumgeführt hatte, war im Nachhinein etwas blöd. Siehe https://www.bbc.com/news/world-us-canada-36431160 (Two Weeks in January: America’s secret engagement with Khomeini)
    Nun wird wieder auf Monarchie und Diktatur gesetzt. Und immer und nur ging es im Wesentlichen um Öl für USA. Das ist seit Mossadegh klar. Pikant ist eigentlich nur, dass jene, die Khomeini gestattet haben den Schah zu stürzen nun seinen Sohn ins Spiel bringen. Scheint auch der hat Lücken bzgl. der Geschichte seines Landes.

    Der Rest ist der alte Regime-Change-Budenzauber. Nix Neues im Westen, im Osten oder sonstwo.

    1. @Michael Lindenau

      Sie sagen es, und dazu kommt noch, dass beim Thema „iranische Revolution“ ausgeklammert wird, dass es durchaus andere Kräfte als Khomeini gab, die diese starteten – ein Thema, dass heute gerne unter den Tisch gekehrt wird, aber das manche Exil-IranerInnen durchaus noch in Erinnerung haben dürften – nur als Ergänzung zu Ihrem Text, den ich ähnlich sehe, aber wie gesagt da ich mich für das Thema Iran früher einmal interessiert habe ist mir noch – dunkel – bewußt, dass Khomeini nur „der Lenin“ („der Bolschewiki“) der „iranischen Revolution“ war, während andere pro-westliche Revolutionäre längst in Vergessenheit geraten sind, oder bei manchen wenigen Exil-IranerInnen, die zu diesen Kräften gehörten noch in familiärer Erinnerung geblieben sind.

      Kein Wunder, dass den heutigen Protestlern im Iran nur der Schah-Sohn einfällt, oder andere zwielichtige Organisationen, die die Khomeini-Nachfolger beerben wollen einfallen. 🙁

      Gruß
      Bernie

      PS: Was „die Bolschewiki“ angeht, da ist ja auch klar, dass die russische Revolution 1917 auch andere Kräfte hatte, die heute längst vergessen sind, während „Lenin“ & Co. in Erinnerung geblieben sind 🙁

      1. Das Khomeini die hilfreichen Marxisten nachher exektuieren liess, habe ich nicht erwähnt, da gibt es noch viele Abgründe in Irans Geschichte, die zu betrachten wären.

        Lieber Gruss

        1. @Michael Lindenau

          Sehe es wie Sie, und leider leben wir in durchaus geschichtsvergessenen Zeiten – die Vorgeschichte zu erwähnen ist ja schon beinahe ein Sakrileg – egal bei welchem Thema – ob Iran oder Venezuela oder jedes andere Land auf unserem Planeten – alles wird so hingestellt als wäre dies erst 2026, aus heiterem Himmel, so über uns gekommen.

          Lieber Gruß zurück

    2. Im Grunde richtig, aber es geht nicht nur ums Öl, das ist mMn regelmäßig verkürzt. Die Regierung Mossadegh wollte das Öl ja durchaus verkaufen, aber halt nicht für eine handvoll Glasperlen. Es geht also um _Kontrolle_ über die Ölvorräte des jeweiligen Landes, d.h. man will das Öl und den Preis dafür bestimmen. Wenn ich das hier in einem Laden mache und mit Gewalt durchsetzen will kommen bewaffnete blaugekleidete und sperren mich ein – das nur, um das Handeln der USA bzw. des Wertewestens richtig einzuordnen.

    1. sagt der sprichwörtliche Diktatorenversteher mit den gelenkten GBU-Bomben…!
      Ein Land ins Chaos bomben und deren Ressourcen stehlen ist die „westliche Art
      Freundschaft“ zu heucheln.

    2. HALLO SBU MITARBEITER!
      Sie haben wohl von Ihren Chef, Wassili eMaljuk, einen weiteren Befehl erhalten, erneut Blödsinn abzusondern. Ein erneuter Appell an Sie, verschonen Sie das Forum mit solchen Schrott aus der untersten Schublade.

  11. Der Artikel in Consortiumnews.com https://consortiumnews.com/2026/01/14/western-media-whitewashes-deadly-riots-in-iran/ beschreibt die Entwicklung von Demonstrationen zu Pogromen, Morden und Brandstiftungen. Der Mossad rief auf seiner Farsi-Website dazu auf, auf die Strassen zu gehen und versicherte „wir sind bei Euch“.
    Lesenswert auch Bernhard: https://www.moonofalabama.org/2026/01/iran-riots-now-what-does-this-mean.html https://www.moonofalabama.org/2026/01/regime-change-riots-in-iran-fail-faster-than-expected.html

    Und danke, Frau Dagdelen.

  12. Trump will sicher keinen Krieg mit dem Iran, denn der Iran hat sich als Militärmacht bewährt, und ist bereit, große Opfer zu bringen, und nach wie vor steht ein großer Teil der Bürger hinter diesem Regime. Eine Regimewechsel zu einer Diktatur ist nicht möglich und eine Eroberung sowieso nicht.
    Außerdem muss man verstehen, dass Trump sich mit den Arabern gut stellen möchte, und ihm Israel so lästig ist, wie eine aufdringliche Fliege.
    Trump zu verstehen bedeutet, seine Vorurteile beiseite zu schieben, sein Gehirn (falls vorhanden) einzuschalten und die Dinge zueinender in Beziehung zu setzen.
    Wenn USA Iran wegen der Proteste mit Raketen angreift, und Iran dafür, wie angekündigt, den kleinen Satan mit Raketen angreift, bedeutet es, dass Trump über die Bande spielt und Israel indirekt angreift, weil er es direkt nicht tun kann.
    Der Iran ist übrigens eine echte Demokratie, nicht so gut wie die Schweiz, auch nicht so gut wie USA , aber allemal so gut wie Deutschland.
    Der Wächterrat, der genau gesagt ‚Rat der Wächter des Grundgesetzes‘ heißt , entspricht in etwa dem Bundesverfassungsgericht, mit der Ausnahme, dass seine Vertreter nicht, wie bei uns, durch die Parlamente gewählt werden, die sie kontrollieren sollen. Er ist von Geistlichen und Juristen besetzt
    Der Staatspräsident leitet die Regierung des Landes. Er wird alle vier Jahre direkt vom Volk aus allen vom Wächterrat zugelassenen Kandidaten gewählt und darf maximal zwei aufeinander folgende Legislaturperioden im Amt verbleiben. Die Präsidentschaftswahlen finden stets zwei Jahre versetzt zu den Parlamentswahlen statt.
    „Das Islamische Parlament (Madschles Schora Eslami) wird alle vier Jahre unmittelbar vom Volk gewählt. Wahlberechtigt sind alle Iraner ab dem vollendeten 17. Lebensjahr.“
    Welchen Beschränkungen die Demokratie in der BRD unterliegt, kann ich hier nicht ausführen. Jeder möge das selbst eruieren. (ein bis zwei Nachmittage muss man dafür mindestens einplanen)
    Auch möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es ähnlich dem Kopftuchverbot, bei uns Bekleidungsvorschriften gibt, die vom Mittelalter bis ins neunzehnte Jahrhundert bei uns nicht üblich waren, nämlich die Nippel zu verhüllen. Agnès Sorel, die Mätresse des Königs Karl VII. von Frankreich, für den Jeanne d’Arc kämpfte, führte die Mode der unbedeckten Brust ein. (Bilder im Internet). Es waren auch riesige Seitenausschnitte üblich, die nichts verbargen und Teufelsfenster genannt wurden. Auch wurden im 19. Jahrhundert auf Modeschauen brustfreie Kleider vorgeführt und auf Plakaten gezeigt.

    1. „Der Wächterrat, der genau gesagt ‚Rat der Wächter des Grundgesetzes‘ heißt , entspricht in etwa dem Bundesverfassungsgericht“

      Wer sowas behauptet hat den Schuß nicht gehört. der Wächterrat ist das beinharte religiös-ideologische Fundament der derzeit herrschenden Mullahdiktatur im Iran. da gibt es nix zu beschönigen. Die Iraner haben gewaltig die Schnauze voll von diesen aufgeblasenen Märchenerzählern, die außerdem noch korrupt sind bis ins Knochenmark.

      Eine andere Geschichte ist die geopolitische Einordnung des Iran mit den Beziehungen seiner Regierung zu ausländischen Mächten. Da greift Frau Dagdelens Darstellung durchaus.

      1. Unser Verfassungsgericht wurde von den Blockparteien besetzt und ermächtigt diese, gegen Russland Krieg zu führen, wichtige demokratische Rechte abzubauen und die Wirtschaft zum Absturz zu bringen.

  13. Was sirklich „dumm“ ist: Kein Wort zur. mörderischrn Unterdrückung der Bevölkerung.
    Ist ja nicht falsch, dass die USA das Öl wollen und Syrien ähnlich schlimm oder schlimmer ist. Aber wo bleibt die Ausgewogenheit?
    Durch diese völlig einseitige Betrachtung von Dagdelen, inklisive Leserbeschimpfung, entsteht kein angenehmwr Eindruck, insbesondere nicht in Bezug auf Religionskritik.
    Es ist das ewig gestrige Lagerdenken: Wenn Trump oder Wadephul oder sonstige „Feinde“ etwas unterstützen, wird es sofort als „böse“ eingestuft, egal, was es ist.
    Das ist kindisch.
    Chance vertan für Grundrechte einzutreten und mal nicht wie ein Betonkopf zu wirken..

    1. „Chance vertan für Grundrechte einzutreten …“

      Ohne das Grundrecht auf nationale Souveränität sind die westlichen individuellen Grundrechte nichts wert – wenn das Land ausgeplündert wird.

          1. Nein, das ist, was Trump und seine Vasallen (nicht „der Westen“) versuchen.

            Das heißt: Jeder, der diesen Versuch vorauseilend als Realität anerkennt, tappt voll in die Falle der self fulfilling Prophecy.

            Die Bevölkerung im Iran will Unabhängigkeit. Das sollte man unterstützen.

    2. Nur wirklich dumm, dass du kein Wort dazu sagst, dass es die USA sind, die foltert, die Todesstrafe verhängt und mehr seiner eigenen Bürger, als alle anderen Länder dieser Welt in Gefängnisse sperrt und sie dann auch noch Sklavenarbeit verrichten lässt. Wo bleibt deine Ausgewogenheit. Wo bleibt deine Religionskritik gegenüber einer evangelikalen Religion.
      Entspricht denn nicht gerade deine Forderung dem Lagerdenken, wenn deiner Meinung nach, niemand mehr einen Missstand ankreiden sollte ohne relativistischen Vergleich, aber ausgerechnet du dich nicht an deine eigene Forderung hältst.

      1. Das war gerade nicht das Thema. Und tut mir leid, dass ich dir deine Vorurteile nehmen muss: Die Foltereien und Übergriffigkeiten usw. der USA lehne ich AUCH ab.
        Irre, oder?
        Man kann BEIDES ablehnen.
        Nein, Doch, Oooh.

      1. Also Joch des Islamismus für immer?
        Ins Gefängnis sogar für versehentliche Religionskritik?
        Unterstützung von Islamismus weltweit – auch hier?

        Sowas zu unterstützen ist erbärmlich.

    3. In Israel werden die Palästinenser unterdrückt.
      Der krankhafte und krakenhafte Zionismus tötet mehr Menschen pro Tag als die ulkige Theokratie im Iran.

      1. Da wäre ich mir nicht so sicher. Das Mullah Regime unterstützt Islamismus weltweit.
        An islamistischer Gewalt sterben wesentlich mehr.

        Hier in Deutschland sowieso.

          1. Bei „wir wissen nur, dass einige, wenige Leute auf die Straße gegangen sind“ musste ich vor Lachen leider wegschalten.

            Wie kann man auf sowas reinfallen?
            Aber danke für den Lacher.

  14. Wenn ich mir die Theaterbühne so betrachte, dann fallen sofort einige Dinge auf. Trump ist innenpolitisch unter Druck. Nicht nur von Seiten der Democrats, sondern auch viele MAGA- Fans wollen Ergebnisse sehen. Die Trump nicht liefert. Da war die Ablenkung mit den SuperDuper Robocops in Venezuela hilfreich. Aber die wirtschaftlichen Daten sehen weiter schlecht aus. Also Grönland und im Auftrag des Netanjahu auch der Iran. Ob das bis zu den Zwischenwahlen im November hilft?
    Die Informationen über den Iran erhalten die Medien fast ausschließlich aus Tel Aviv, London und Washington. Was daran stimmt, kann ich schlecht beurteilen. Es ist wieder mal eine Kampagne der psychologischen Kriegführung im Gange. Die iranische Regierung hat westlichen Diplomaten Videos der Gewalt von offensichtlich gesteuerten Gruppen übergeben. Dazu Videos der Beschlagnahme tausender fabrikfrischer Starlinktelefone durch Iranische Behörden….Sieht für mich nach einem Regime- Change-Versuch aus. Und natürlich ist der Mossad dran beteiligt. Die Zionisten sind besessen davon, Regionalmächte in Westasien zu zerstören, um die gesamte Region zu beherrschen. Nach dem Iran soll dann ja die Türkei und Pakistan ins Chaos gestürzt werden….
    Die US- Regierung unter Trump ist ja engster Buddy der Zionisten. Und der IRAN ist BRICS- Mitglied. Da passt es dem CIA ins Konzept, als Laufburschen der Israelis sich an dem Versuch der Zerstörung des Iran zu beteiligen…
    Was den Berliner Kanzlerdarsteller betrifft, so zeigen seine Einlassungen zum Iran, wer bis zum Ellenbogen seinen Arm im Allerwertesten dieses Herrn hat und ihn steuert…
    Der FED – Chef J.Powell gibt sein Amt in vier Monaten ab. Trotzdem will ihn
    Trump juristisch angreifen. Offenbar braucht Trump dringend Geld, um wenigstens einige seiner Versprechen gegenüber seiner MAGA- Bewegung zu erfüllen…
    Wie wahrscheinlich ist es, das die iranische Bevölkerung einen Nachkommen des letzten Schahs, der seit 46 Jahren nicht im Iran war, zu ihrem Idol erklärt? Der Typ läuft an der Leine der Israelis und hat von den komplexen Strukturen innerhalb des Iran keine Ahnung. Die Iraner sind zu gebildet, um nicht zu erkennen, das der Typ eine Marionette der Zionisten ist…

    1. +++++

      Da das Öl aus Venezuela noch nicht für die USA in Strömen fließt und solange dies nicht gegeben ist, eine Sperrung des Persischen Golfs auf keinen Fall riskiert werden kann, ist der Iran militärisch nicht zu erobern. Deshalb versucht man es jetzt durch Regime Chance von innen. Dass die Propagandamaschine dazu auf Hochtouren läuft, ist noch lange kein Beweis dafür, dass das auch gelingt. Wahrscheinlicher ist, dass dieser Versuch wie in Belarus endet. Die Mehrheit der Bevölkerung wollte dabei auch nicht wie die Ukraine enden und verhielt sich ruhig, während vergleichsweise wenige bezahlte Randale machten.

  15. In der US-Regierung schwelt anscheinend ein Machtkampf zwischen zwei Lagern, und Trumps erratisches Verhalten legt nahe, dass er immer auf die hört, mit denen er zuletzt gesprochen hat. Es stehen die Neocons gegen Verfechter des „no regime change“, letztere repräsentiert durch JD Vance und Tulsi Gabbard.

    Gabbard war wohl auf Urlaub in Hawaii und nicht dabei, als die Pläne für Maduros Kidnapping umgesetzt wurden. Sie hat dann klein beigegeben und sich in einem Tweet Trumps Entscheidung gebeugt, was ihr scharfe Kritik eingebracht hat. Vielleicht war das aber auch ein taktischer Rückzug, um das Pulver für wichtigere Regimechange-Dispute trocken zu halten. Dass sie sich ausgerechnet den Leuten unterwirft, die sie vorher bekämpft hat, kommt mir unwahrscheinlich vor – aber wer weiss das schon.

    Vance hat sich bei VZ auch zurückgehalten, macht aber momentan Druck, damit Trump den Iran nicht bombardiert.

    Bleibt spannend.

  16. Zu der Zeit als der Schah und die Savak mit freundlicher Unterstützung des CIA und des MOSSAD im Iran ihr Unwesen trieben, gabs noch ein Nachrichtenmagazin Namens Spiegel.
    Ich erinnere mich sehr gut an diverse Artikel über den Iran……🥶🤮
    DAS will garantier kein Iraner wieder haben.

  17. Im Iran ist ein existierender Haftbefehl für Donald Trump noch nicht vollstreckt.
    Am 3. Januar 2020 wurde der iranische Generalmajor Qasem Soleimani bei einem von US-Präsident Donald Trump persönlich angeordneten Drohnenangriff in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad im Irak ermordet.
    Trump seine Amtszeit endet 2028.

  18. Im Werte$Westen regiert nur der $

    Bei unserem BlackRockKanzler können wir das quasi täglich beobachten.

    Vor gut einem viertel Jahrhundert hieß es noch „kein Blut für Öl“.
    Lange her.
    Es hätte damals schon heißen müsen: kein Blut für $
    Mittlerweile ist es ein Gemeinplatz, dass das Werte$Westliche „Zahlungsmittel“ nicht einmal mehr das Papier wert ist auf dem er gedruckt wird.

    Und wenn sich jetzt auch noch ein großer Teil des Welthandels (zusätzlich! und „zufällig“ in Öl – wo genau steht das nochmal im Ranking des weltweilen Handels) vom $ abkoppelt (mit Saudi-Arabien ist seit Mitte letzten Jahres ja auch eher Essig) und somit nicht mehr gezwungen ist parallel die gigantische US-Staatsverschuldung zu finanzieren, dann war’s das –> da kann der Hegemon schlicht und einfach keinerlei Kompromisse eingehen PUNKT

    Putzig find‘ ich an der Stelle nur, dass man die orangene Trump-Figur jetzt so sehr dämonisiert – dabei waren die vorangegangenen „demokratischen“ Dummies unterm Strich keinen Deut besser – sie hatten und haben auch in Zukunft genau das gleiche Ziel.

  19. Das Beste, was ich bisher zum Theme gelesen habe. In der Tat, jedem Simpel muss auffallen, was hier reinszeniert wird. Wie ich wird Dagdelen nicht die geringste Sympathie für die Theokraten in Teheran verspüren, dennoch sieht sie klar, wer hier das eigentliche Problem ist – wie üblich die Westler. Whatafool schiesst einen Vogel ab. Die moralische Entrüstung eines passionierten Genozid-Unterstützers ist an Verlogenheit kaum zu überbieten.

  20. In dem Artikel über den Iran erwähnt die Autorin die Opfer des iranischen Regimes mit keinem Wort. Ihr einziges Interesse gilt dem angeblichen „Genozid in Gaza“ und der Kritik an Donald Trump.

  21. Grundsätzlich sollte das letzte Erdöl, das sich noch in der Erdkruste befindet, dort bleiben wo es ist oder zumindest nicht als Klimakiller in Verbrennungsmaschinen abgefackelt werden, um der Erdatmosphäre den Rest zu geben.

    Vielleicht sollten wir daher einfach mal das Konsumverhalten in Bezug auf Erdölprodukte überdenken

    1. Grubenhund

      Grundsätzlich sollte das letzte Erdöl, das sich noch in der Erdkruste befindet, dort bleiben wo es ist …

      Sie verzichten ab morgen auf Feuerwehr, Rettungswagen und sonstige Helfer in Notlagen? Sehr löblich

      … bzw. herzlichen Glückwunsch 🥳

        1. Man könnte auch Lastenfahrräder für den Transport von Kranken u. Verletzten einsetzen….Schließlich ist jeder Verstorbene ein echter Gewinn für die CO2 Bilanz des Planeten.

          Ich möchte wetten, daß dies der Grund ist warum die EU die Waffenproduktion als nachhaltig u. klimafreundlich eingestuft hat !

        2. Grubenhund

          Feuerwehr, Rettungswagen, Schulbusse oder so weiter können inzwischen auch elektrisch betrieben werden, wenn nicht zu viele davon ziellos umherfahren.

          Ziellos umherfahren? Feuerwehr?

          Man kann die Dinge auch übers Knie brechen, ja, kann man machen.

    1. 38 Mal „USA“, „US-amerikanisch“ und „US-sonstwas“, drei Mal „deutsch“ und „Deutschland“, einmal „Bundesregierung“. Die arme BRD und ihre herrschende Klasse müssen von dieser Warte eben immer das arme kleine Opfer bleiben, das keine Interessen in der Welt kennt oder wenn doch nur auf Geheiß anderer („Washington“) arbeitet. Am allerärmsten ist selbstredend der deutsche Wahlmichael, der nicht „Schaf“ genannt werden darf – weil das eine Beleidigung jener grasenden Wesen darstellte und den Tierschutz auf den Plan riefe – und darum der Einfachheit halber nun von mir Smombie getauft wird. Eine entseelte Figur, die wieder und wieder an die Urne trottet, um (angeblich) ihre Regierung zu wählen, aber selbst darin noch das Opfer bleibt. 🤷‍♂️

      Jeder Absatz Dağdelens quillt auf jeden Fall von „USA! USA!“ über. Dass die Vereinigten Staaten ein Hauptgewicht in puncto Lage der Region tragen, ist ja wohl unstrittig, ihnen eine Alleinschuld zuzuweisen ist nicht nur moralischer 🧙‍♂️☕ (der freilich gierig geschlürft wird, da er entlastend wirkt), sondern letztlich auch zum weiteren Verständnis nicht sonderlich hilfreich. Beispiel:

      1953 bis heute – Die Blaupause des Putsches

      Will man es positiv wenden, sind die Geschichtskenntnisse der Autorin einfach gering. Legt man es ihr negativ aus, darf man annehmen, dass sie bewusst die Vorgeschichte wegschneidet und das in einer Partei, die sonst immer nach Vorgeschichten sucht.

      Hier sei auf jeden Fall mal darauf hingewiesen, dass vor „1953“ – wenig überraschend – noch andere Jahreszahlen kamen, darunter unter anderem eine namens „1919“. In jenem Jahr zwang „London“ dem alten Persien ein freundlich formuliert „Protektoratsabkommen“ auf, welches das Land praktisch wirtschaftlich entmündigte. Doch die Vergewaltigung des Irans begann schon viel früher „1919“ selbst wiederum kann man zum Beispiel nur verstehen, wenn man weiß, dass jenes London ein Jahr zuvor über „Berlin“ und „Petrograd“ triumphiert hatte, die zuvor ebenfalls versuchten, sich ihren Einfluss in der Ecke östlich des Zweistromlandes zu sichern. Allgemein war das alte Persien ein – völlig vergessener – Nebenkriegsschauplatz nicht nur des Ersten Weltkriegs, sondern des Großmachtringes allgemein. Wobei das Land alles daran gesetzt hatte zumindest im Krieg neutral zu bleiben. Allerdings ist es für kleinere Staaten wie kleinere Mächte in der Regel ein Ding der Unmöglichkeit so etwas zu bewerkstelligen. Schon Schiller wusste:

      Es kann der Frömmste nicht im Frieden bleiben // Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.

      Bitter, keine Frage. Und einer dieser Nachbarn war eben das sogenannte „Berlin“. Zitat Westipedia:

      Deutschland hatte im September 1914 die Niedermayer-Hentig-Expedition entsandt, der sich Wilhelm Wassmuss anschloss. Oskar von Niedermayer und Werner Otto von Hentig sollten Iran und Afghanistan auf die Seite der Mittelmächte ziehen und gegen britische Einheiten losschlagen. Wassmuss, der bis 1914 Konsul in Buschehr gewesen war, eilte in den Süden Irans zu den Kaschgai und organisierte dort den Widerstand gegen die Briten. Koordiniert wurden diese Aktivitäten zunächst von der Nachrichtenstelle für den Orient.

      Quelle: hier

      Die Deutschen haben eben noch nie etwas in dieser Weltenecke angestellt. Funktioniert hat das expeditive Treiben aber in der Tat zweifellos genauso wenig wie der Versuch von Dolferl und Konsorten rund 30 Jahre später mittels des „Sonderstabs F“ im nahegelegenen Irak eine „Volkserhebung“ durchzuführen und die Briten aus dem Land (und mittelfristig auch der Region) zu werfen.

      Der Doppelkollaps von 1918 (RUS + DEU) hatte nämlich für genau jene Briten den Weg endgültig frei gemacht in jener Region. Weiter mit Westipedia:

      Nach dem Zusammenbruch der Mittelmächte brachen aber auch in Iran alle Hoffnungen zusammen, das drohende britische Protektorat abzuwenden.

      Die zu den Friedensverhandlungen nach Versailles entsandte iranische Delegation, die eine relativ bescheidene Entschädigung für die erlittenen Kriegsschäden forderte, wurde auf britische Intervention gar nicht erst zu den Friedensverhandlungen zugelassen. Die iranischen Delegation forderte als Kompensation für die erlittene Kriegsschäden 1 Mio. Toman von Russland, 500.000 Toman von der Türkei und 20.000 Toman (ca. 7.000 britische Pfund) von Deutschland. Die Briten erklärten, sie würden die iranischen Interessen auf der Friedenskonferenz vertreten, was allerdings nicht geschah. Lord Curzon weigerte sich sogar, die iranische Delegation in London zu empfangen..

      Ja, warum hätte der jetzt auch diese sprichwörtlichen Dschungelbewohner bitte empfangen sollen?! Ich glaube es hackt! (ğangal ist Neupersisch und heißt „Wald“.)

      Mit dem Vertrag von 1919 hatten die nicht so gastfreundlichen Briten auf jeden Fall den polit-ökonomischen Rahmen für die Kontrolle des Irans gesetzt. Und die bereits zehn Jahre zuvor nach Entdeckung eines großen Ölfelds im Iran gegründete Anglo Persian Oil Company strich die Kohle aus der Ölförderung ein. In der Literatur wird referiert, dass die Iraner in den Folgejahrzehnten jährlich nur etwa zehn bis zwanzig Prozent der „Konzessionsabgaben“ erhielten. Also – nicht die einfachen Leute natürlich. Und Forderungen nach „halbe halbe“ lehnte London kategorisch ab.

      Der gierige Raffke Mossadegh hat dann 1951 die Ölindustrie des Landes verstaatlicht und somit das Monopol der AIOC gebrochen. Das ging natürlich gar nicht. Da Wirtschaftskrieg bereits damals kein alter Hut war, reagierte London mit Klagen und Sanktionen – und die Ölförderung brach drastisch ein. Freilich reichte das noch immer nicht, um die finsteren Dschungelaffen vom Golf in die Knie zu zwingen. Darum hat der MI6 dann in jenem ominösen Jahr 1953 gemeinsam mit der CIA am Sturz des Raffkes gewerkelt. (Der erste oder eigentliche Putschversuch ging freilich, wie u.a. Axworthy nachzeichnet, daneben.) Nach dem Regime-Change wurde auf jeden Fall 1954 ein neues Konsortium geschaffen, in dem britische und US amerikanische Räuberbanden Konzerne gemeinsam das iranische Öl ausbeuteten. Und aus der AIOC wurde British Petroleum, mit einem immer noch signifikanten Anteil am Kuchen.

      Die US-Amerikaner waren übrigens lange Zeit im Iran sehr wohlgelitten – gerade, weil sie, im Gegensatz zu den Europäern, das Land nicht über den Tisch zu ziehen und auszubeuten versuchten. Etwas, was sich freilich ab den 1940er Jahren zu ändern begann.

      Langer Rede, kurzer Sinn: Wenn man über fremde Interventionen im Iran spricht, sollte man die Gnade haben, wenigstens alle westlichen Parteien zu beleuchten. Und nicht vor 70 Jahren anzufangen oder die Briten bloß im Halbsatz zu erwähnen. Wer wiederum „1953“ ruft, sollte „1919“ und Co. nicht vergessen – und wer „USA! USA!“ skandiert nicht unter den Teppich kehren, dass der kollektive Westen nie bloß mit einer, sondern immer mit mehreren Händen zuschlägt.

      Heute gilt der Diktatorensohn Reza Pahlavi, auch wenn US-Präsident Trump bislang gemeinsame Fotos vermeidet, als Favorit der USA

      Aha. Ist ja ganz neu.

      Sein Vadder war übrigens der Favorit von mehreren, so was kann bei Konkubinen ja häufiger vorkommen. Darunter – ach gucke mal – ganz zufällig die BRD:

      So kam es im Vorfeld des Schahbesuchs zum ersten Mal zur Kollektivanwendung des neuen Ausländergesetzes.

      Die entsprechenden Informationen dazu hatten die deutschen Behörden von der iranischen Geheimpolizei (SAVAK) erhalten. Bereits seit Ende der 1950er Jahre hatte die SAVAK Verbindungen zum Verfassungsschutz, um durch dessen Unterstützung Mitglieder der kommunistischen Tudeh-Partei in der DDR auszuspionieren. 1953 fiel Mossadeghs Regierung infolge eines von Großbritannien und die USA orchestrierten Militärputsches, da er die Verstaatlichung der iranischen Ölindustrie erwirkt hatte, die mehrheitlich in britischem Besitz war. Der Putsch wurde jedoch der Tudeh-Partei zugeschoben. Um der Verfolgung durch das daraufhin regierende Schah-Regime zu entgehen, flohen zentrale Tudeh-Mitglieder in die DDR.

      Die bereits seit Anfang der 1950er Jahre bestehenden diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen der BRD mit dem Iran wurden um die Zusammenarbeit der beiden Geheimdienste ausgebaut. Die BRD erhoffte sich durch die Spionagetätigkeiten der SAVAK mehr über die SED-Kader herauszufinden. Ab 1962 bezog dann die SAVAK in Köln ihren Hauptstützpunkt in Europa, um auch gegen die iranische Opposition in der BRD vorzugehen. So waren die beim Schahbesuch als »Prügelperser« bekannt gewordenen Schläger letztlich SAVAK-Mitarbeiter, die damit beauftragt waren, jedweden oppositionellen Protest zu unterdrücken.

      Quelle: hier

      „Ach, pack das weg!“

      Ne, im Leben ned! Ich fang‘ gerade erst an. Wer hat denn im Ersten Golfkrieg so massiv den pösen „Saddam“ (für den Nachnamen was man sich steht’s zu schad, war eine first-name-basis-Beziehung) unterstützt? Aus dem Deutschlandfunk von 2003:

      Als im Dezember vergangenen Jahres der Irak dem UN-Sicherheitsrat seinen Rüstungsbericht vorlegte, fand sich dort auch eine Liste mit den Namen jener Unternehmen, die in den achtziger Jahren bei der Aufrüstung des Landes dabei waren.

      Bundesrepublik Deutschland – 80 Unternehmen

      Darunter MBB, Daimer-Benz, Preussag, MAN, Degussa, Hochtief, Siemens, Gildemeister – dazu viele kleine und mittlere Firmen, deren Namen der breiten Öffentlichkeit nichts sagen, wie Fritz Werner, Karl Kolb, H&H Metalform, Rhein-Bayer und andere.

      (Die Amis kamen auf 24 Unternehmen, die Franzosen auf zehn. Sowjets und Chinesen waren der fairnesshalber auch beteiligt.)

      Und was haben die Deutschen da so geschraubt und gebaut?

      Das Giftgas stammte aus von Deutschen gebauten Fabriken, hergestellt mit deutscher Technologie.

      Ja, gut, (Gift)Gas war schon immer der Deutschen edelstes Produkt…

      Dann noch zu was Aktuellerem:

      Mit der Androhung von Wirtschaftssanktionen versucht der deutsche Bundeskanzler den Ressourcenstaat Iran zu einem abhängigen Lieferland für billige Energieträger zu degradieren und will Teheran die eigenständige Verfügung über die zivile Nutzung der Reaktortechnik verstellen. Das entsprechende „Verhandlungsangebot“ der europäischen Kernmächte (Deutschland, Frankreich, Großbritannien), das Iran wirtschaftspolitischen Diktaten unterwirft, hat Teheran zurückgewiesen und besteht auf einer eigenständigen Entwicklungsperspektive. Die Bundesregierung kündigt deswegen an, den internationalen Druck gemeinsam mit den USA zu erhöhen.

      Kernmächte! Nicht bloß Amis!

      Anonsten – typisch schMerz! Äh… oh, hupsi, da ist mir der Rest des Zitats verschütt gegangen:

      Deren Pläne für einen Militärschlag gegen den Golfstaat umfassen Beobachtern zufolge auch den Einsatz atomarer Waffen; „zur Zeit“ denke niemand an einen Krieg gegen Iran, erklärt Bundeskanzler Schröder. Die Bemerkung wiederholt eine Sprachregelung des US-Präsidenten und kann als implizite Gewaltandrohung verstanden werden. Wegen der eskalierenden Auseinandersetzungen fürchten Indien und die Volksrepublik China um ihre langfristige Energieversorgung. Die gegen Iran gerichteten Drohungen rufen weltweite Spannungen hervor.

      Der Artikel veröffentlichte German Foreign Policy am 07.08.2005. Damals, als noch der gute Gerd regiert hat. Sie erinnern sich? Der, der „uns“ aus dem Irakkrieg raushielt. (Die Iraker leider nicht. Und Ramstein und Co. auch nicht.)

      Kurz: Washington schafft die Krise – und missbraucht sie als Propaganda für noch mehr Druck.

      Ist mal was ganz Neues! Und nur bei den USA zu findendes. Deutschland würde so was nie machen. Auch nicht mit non-militärischen Mitteln – Stichwort Eurozone. Die Deutschen sind einfach Engel. 🤷‍♂️

      Die blutige Niederschlagung der Proteste

      „Proteste“? Warum umschreiben einen lupenreinen Regime-Change-Versuch alle immer so komisch?

      lautstark sekundiert von der israelischen Führung. Es ist wieder einmal der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu, der versucht, einen US-Angriff regelrecht herbeizureden.

      In Berlin dagegen war man mucksmäuschenstill, ne? Warum nochmals hat Außenministers Araghtschi gestern gemeint:

      Of all governments, the one in Germany is perhaps the worst placed to address „human rights“.

      Ach ja, unter anderem deshalb:

      Wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht halten kann, dann ist es faktisch am Ende. Ich gehe davon aus, dass wir jetzt hier auch gerade die letzten Tage und Wochen dieses Regimes sehen

      Tja.

      Jedem Simpel müsste auffallen, dass, wenn ein von Den Haag per Haftbefehl wegen Völkermords gesuchter mutmaßlicher Kriegsverbrecher und ein US-Präsident, der einen Völkerrechtsbruch nach dem anderen begeht

      Also muss der schMerz erst einen Völkermord begehen oder einen Völkerrechtsbruch nach dem anderen begehen, bevor er einer (Er)nennung würdig ist? Das könnema erldigen: Ich klage schMerz hiermit der Beteiligung des fortgesetzten Völkermords im Donbass an und genügend Völkerrechtsbrüche haben die Westler im Ukrainekrieg ja auch begonnen. Zack, schon kann er auch auf die moralinsauren Listen!

      Das ist das einzige Verbrechen, das US-Präsident Donald Trump nicht vergeben kann.

      Schröder und Co. damals offenkundig auch nicht (siehe oben).

      Dem erneuerten US-Imperialismus in Europa die Rote Karte zu zeigen, heißt, den Abzug der rund 100.000 US-Soldaten zu fordern

      Alles schön und gut – aber der Hauptfeind steht eben im eigenen Land. Nur weil der US-Militarismus weg ist, verschwindet ja nicht auch der deutsche automatisch mit. Der scheint Frau Dağdelen und ihre Partei aber nicht zu interessieren, man verlangt vielmehr eine „gut ausgestattete“ Bundeswehr und hat bis heute nicht erklärt gegen wen man die so gut ausstatten will. Kalle Liebknecht hat dieses Argument dagegen bereits vor über 110 Jahren zerpflückt und dargelegt wofür so ein stehendes Heer wirklich gut ist:

      Der Militarismus ist aber nicht nur Wehr und Waffe gegen den äußeren Feind, seiner harrt eine zweite Aufgab, die mit der schärferen Zuspitzung der Klassengegensätze und mit dem Anwachsen des proletarischen Klassenbewußtseins immer näher in den Vordergrund rückt, die äußere Form des Militarismus und seinen inneren Charakter mehr und mehr bestimmend: die Aufgabe des Schutzes der herrschenden Gesellschaftsordnung, einer Stütze des Kapitalismus und aller Reaktion gegenüber dem Befreiungskampf der Arbeiterklasse. Hier zeigt er sich als ein reines Werkzeug des Klassenkampfes, als Werkzeug in den Händen der herrschenden Klassen, dazu bestimmt, im Verein mit Polizei und Justiz, Schule und Kirche die Entwicklung des Klassenbewußtseins zu hemmen und darüber hinaus einer Minderheit, koste es, was es wolle, selbst gegen den aufgeklärten Willen der Mehrheit des Volkes die Herrschaft im Staat und die Ausbeutungsfreiheit zu sichern.

      So steht der moderne Militarismus vor uns, der nicht mehr und nicht weniger sein will als die Quadratur des Zirkels, der das Volk gegen das Volk selbst bewaffnet, der den Arbeiter, indem er eine Altersklassenscheidung mit allen Mitteln künstlich in unsere soziale Gliederung hineinzutreiben sucht, zum Unterdrücker und Feind, zum Mörder seiner eigenen Klassengenossen und Freunde, seiner Eltern, Geschwister und Kinder, seiner eigenen Vergangenheit und Zukunft zu machen sich vermißt, der gleichzeitig demokratisch und despotisch, aufgeklärt und mechanisch sein will, gleichzeitig volkstümlich und volksfeindlich.

      Tja, das waren noch Texte!

      Also Frau Dağdelen, wenn Sie so sehr eine deutsche Politikerin sein und im deutschen Bundestag wirken wollen – wäre es dann nicht auch gut, wenn Sie mal über die deutsche Verwicklung, die deutschen Machenschaften und die deutschen Verbrechen gegen den Iran zur Sprache kommen würden? Deutsche Interessen in Nahost beleuchteten? Na? Oder wollen Sie, wenn Sie immer so viel über Amis schreiben, sich dieses Jahr etwa für ein Kongressmandat bewerben? Oder eine Stelle bei AOC? Das ergäbe Sinn, denn dann können Sie den lieben langen Tag über das Treiben der Amis berichten und vor Ihrer Haustür kehren. Denn die fände sich dann ja mutmaßlich ebenfalls hinter dem großen Teich (so Sie nicht pendeln wollen).

  22. Die gegenwärtigen Unruhen im Iran erinnern verdammt an die »friedlichen« Demonstrationen auf dem Maidan 2013-2024 die mit dem Putsch endeten und die zum blutigen, von den ukrainischen Machthabern ausgelösten Bürgerkrieg führten, der zur Abtrennung des Donbass und zum Ukraine-Krieg führten.

      1. nehmen Sie halt das syrische Drehbuch, passt!
        Berlin rollt demnächst dem syrischen HTS Führer, ehemals „al-nusra, ehemals al qaida“ aus Idlib den roten Teppich aus.
        Wenn der Westen einen „Feind“ besiegen will, dann werden schon mal Terroristen
        und Rechtsradikale aktiviert.

        1. Nicht alle politischen Ereignisse in Syrien fanden auf Geheiß des Westens oder mit westlicher Unterstützung statt. Einige politische Ereignisse in Syrien wurden vom Osten unterstützt.

          50 Jahre lang stand Syrien unter der Diktatur der Familie Assad, was den Kämpfern gegen Imperialismus und Zionismus entgegenkam. Der Machtwechsel in Syrien verlief nach 50 Jahren Diktatur genau so, wie er verlaufen konnte.

          Vor wenigen Tagen wurde der Botschafter des von den Taliban kontrollierten Afghanistans von Russlands allseits beliebten Präsidenten empfangen, der nicht nur niemals lügt, sondern auch Imperialismus und Kolonialismus bekämpft.

            1. Nun, ohne Folter lässt sich kein Sozialismus aufbauen! Probieren Sie es doch selbst aus und sehen Sie, wie viele Menschen Sie dafür töten müssen!
              Ich kenne die Geschichte von Maher Arar, der aus den USA in sein Heimatland Syrien abgeschoben wurde. Die syrische Regierung, angeführt von Antizionisten, bestritt, dass er gefoltert worden sei. Und er wurde ganz sicher nicht auf Geheiß der USA gefoltert.

  23. Dagdeln ist so verblendet in ihrem Wahn, dass „die USA“ und „die Juden“ immer und an Allem schuld seien, dass sie sogar eine islamische Kopf-ab Diktatur vor westlicher Demokratie bevorzugen würde. So kommt ihr einseitiges Geschreibsel auch in den Nachdenkseiten jedenfalls rüber.
    Damit tut sie sich und der Partei, in der sie Mitglied ist, keinen Gefallen.

    Dass es auch noch andere Beweggründe für ein jahrzehntelang von Islamisten gequältes Volk geben könnte als „Juden und USA“, liegt ihr anscheinend völlig fern.
    Damit sagt sie mehr über sich selbst, als sie vielleicht glaubt.

    Ein wenig mehr Einfühlungsvermögen und differenzierteres Denken täten ihr gut. Nicht jeder, der für Menschenrechte eintritt, ist ein Agent der CIA. Auch wenn die mörderischen Steinzeitislamisten dies glauben machen wollen. Wie simpel gestrickt muss man sein, um darauf reinzufallen?

    Schade, denn ansonsten vertritt Frau Dagdelen zuweilen auch vernünftige Standpunkte, Aber bei dem Thema sieht sie anscheinend rot. Sachlich, mit Überblick und differenziert .kann sie anscheinend nicht, wenn sie erst mal getriggert ist.

    1. ……….. oha, da ist jemand aber “ simple minded “ und so richtig transatlantisch in der Wolle gefärbt ….. Natürlich sind die USA der Hort der Freiheit in der Welt, ihre Bomber haben bei jedem der zahllosen Einsätze den Menschen der Länder, die gerade regimegechanged wurden, „Democracy“ und „Freedumm“ gebracht – ob die das nun gut fanden ode nicht …….

      1. Hast du es wirklich nicht verstanden? Glaubst du wirklich alle und alles sind immer und überall nur von den USA gesteuert?
        In der Psychologie nennt man das monokausale Fixierung.

    2. Diesen Satz hat sie in weiser Voraussicht extra dir gewidmet: „Jedem Simpel müsste auffallen, dass, wenn ein von Den Haag per Haftbefehl wegen Völkermords gesuchter mutmaßlicher Kriegsverbrecher und ein US-Präsident, der einen Völkerrechtsbruch nach dem anderen begeht, als plötzliche Schutzmacht in Sachen Menschenrechte auftreten, irgendetwas nicht stimmen kann.“

    3. Der Iran macht aber seine Kopf ab Diktatur eben nur in ihrem Land.
      Und, die Amis sind ja nun mal diejenigen, die das Sagen haben und die Interessen der Zionisten auf der ganzen Welt vertreten.

      1. Muss man sich, nur weil die Amis jede Menge Rüstungskrempel haben, ihnen auch geistig unterordnen?
        Nein.
        Alle Waffen nutzen nichts, wenn die Bevölkerung starke Überzeugungen in Bezug auf echte Demokratie hat.
        Auch(!) in Abgrenzung zum Islamismus, denn da kommen die Iraner eigentlich her: Mossadegh.

        Ich unterstütze unabhängige Demokraten. Und das tut auch die iranische Bevölkerung.
        Und deshalb sind die USA auch nicht gleich einmarschiert, weil sie wissen, dass das kontraproduktiv wäre.

        So geistig US-fixiert wie viele Deutsche (sei es für oder gegen, die alles immer nur auf die Amis schieben), sind nicht alle Bevölkerungen.
        Dieses Denken muss hier erst wieder erlernt werden. Deshalb meine Einwände.

      1. Gut gemeinte Hinweise zur Verbesserung einer vermuteten, möglichen Außenwirkung sind nicht strafbar,

        Menschen mit Stil sind dafür eher dankbar.

  24. Dagdeln ist so verblendet in ihrem Wahn, dass „die USA“ und „die Juden“ immer und an Allem schuld seien, dass sie sogar eine islamische Kopf-ab Diktatur vor westlicher Demokratie bevorzugen würde.

    Seltsam, aber weder Sevim Dagdelen noch auch nur einer, der bisher hier Kommentierenden, verwendet das Wort „Juden“.
    Israel /= Juden.

  25. Das eigentlich Erstaunliche ist ja, wie der „Westen“ immer wieder aufs Neue auf die allzu bekannten Methoden und Strategien hereinfällt. Und als Weckruf für die „Linke“ sollte da die Vorreiterrolle von „rechten“ Medien wie Apollo, Achgut, Ansage, etc. wahrgenommen werden.

    Ob und was im Iran schief läuft ist, abgesehen von den westlichen Sanktionsauswirkungen, einzig Sache der Iraner. Jede äußere Einmischung ist völkerrechtswidrig und ein Akt gegen das Selbstbestimmungsrecht der Menschen und Völker. Es hat noch nirgends funktioniert, von außen Demokratie aufzuzwingen. Zumal das ja auch nur das vorgeschobene Ziel ist und es in Wahrheit um Geopolitik und Bodenschätze geht.

    Und jeder, der die Willkür gegen Palästinenser, gegen Venezuelaner oder gegen Iraner etc. verteidigt oder gutheißt, sollte sich darüber im Klaren werden, dass diese Willkür sich auch irgend wann einmal genauso gegen ihn selbst richten kann.

    Außer man ist der ewige Opportunist und Mitläufer, der willige Büttel und Sklave, der Arschkriecher und Kriegsgewinnler, der sich immer den Mächtigen andient und unterwirft. Genau solche sind es, die Gaza verharmlosen, Venezuale schönreden, Iran dramatisieren … und auf einen Angriff des USA-Schlägers hoffen.

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