
Während deutsche Generäle mit Angriffen auf Russland drohen und die Bundeswehr zur größten Armee Europas aufgerüstet wird, mahnt der 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion an die gefährlichen historischen Kontinuitäten.
Vor wenigen Tagen drohte der deutsche Luftwaffenchef Holger Neumann mit Angriffen der Bundeswehr auf Russland, sollte Moskau NATO-Territorium angreifen. Neumann sagte, Deutschland sei bereit „heute Nacht zu kämpfen“ und stellte verheerende deutsche Luftschläge gegen die Atommacht Russland in Aussicht, die insbesondere die Kola-Halbinsel, Kaliningrad und die Region des Schwarzen Meeres treffen sollten. Damit reiht sich der 57-jährige deutsche Luftwaffengeneral Neumann in eine ganze Kette deutscher Verantwortungsträger aus Politik und Armee ein, die einen neuen aggressiven Ton gegenüber Russland anschlagen. Deutschland wird, während es seine Armee zur größten Europas aufrüstet, als antirussische Schutzmacht begriffen.
Revanche-Stimmung in Berlin und Brüssel
Diese Herausforderung Russlands durch deutsche Politiker und Militärs stellt sich – sicherlich unfreiwillig – in den historischen Kontext des 85. Jahrestags des Überfalls des Dritten Reiches auf die Sowjetunion.
Erinnern wir uns: Am 22. Juni 1941 fiel die deutsche Wehrmacht in die Sowjetunion ein. Ideologisch sah man sich als Speerspitze Europas zur Befreiung der Völker im Osten. In der NS-Legitimationsausstellung zur deutschen Invasion „Das Sowjetparadies“, die den Feldzug propagandistisch begleiten sollte, heißt es, dass sich zur Beseitigung der Sowjetunion „unter deutscher Führung an der Seite unserer Soldaten die besten Kräfte der Nationen Europas verbunden“ haben. Es sei auch daran erinnert, dass die mutigen Kämpfer der jüdisch-kommunistischen Herbert-Baum-Gruppe versuchten, das antisemitisch-antislawische Machtwerk mit Molotowcocktails zu zerstören.
Die Zerschlagung der Sowjetunion jedenfalls war von Anfang an Programm des deutschen Angriffs. Mit zwei Völkermordprogrammen sollte Lebensraum für deutsche Siedler geschaffen werden, um den Raub als dauerhaftes koloniales Unternehmen absichern zu können. Das Zitat Adolf Hitlers: „Was für England Indien ist, wird für uns der Ostraum sein“, war Programm. Allerdings mit dem Unterschied, dass von Anfang an ein gezieltes Mordprogramm die dauerhafte Beherrschung des eroberten Gebiets sichern sollte.
Völkermord und Ausplünderung als Programm
Neben der systematischen Ermordung der europäischen Juden trat der Völkermord an den Völkern der Sowjetunion hinzu, der bis zum heutigen Tage von der Bundesregierung nicht anerkannt wurde. Dabei sind die Belege unstrittig. Der deutschen Invasion fielen 27 Millionen Sowjetbürger zum Opfer, der überwiegende Teil davon Zivilisten. Mit der Aushungerung von Leningrad mit über einer Million Opfern und dem NS-Hungerplan sollten dreißig Millionen Angehörige slawischer Völker in der Sowjetunion ausgelöscht werden, den Rest plante man nach Sibirien zu deportieren oder als Sklavenarbeiter zu nutzen. Die deutschen Kolonialpläne waren durch eine beispiellose Ausplünderungskampagne begleitet, die Boden, Menschen und Rohstoffe für die deutsche Wirtschaft vernutzen sollte. Geopolitisch ging es darum, Russland als Gegenpol eines imperialistischen Deutschlands mit dem Griff zur Weltmacht und zur Führung Europas ein für alle Mal zu beseitigen.
Wenn wir heute der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas („Zerschlagung Russlands – Ich denke, wenn es mehr kleine Nationen gäbe… ist es keine schlechte Sache, wenn die große Macht tatsächlich viel kleiner wird“) oder dem CDU-Politiker Roderich Kiesewetter („Europa muss auf die Kapitulation Russlands hinarbeiten“) lauschen, ist unschwer das Echo der Vergangenheit zu hören. Es ist nichts anderes als der Traum von der Revanche für die deutsche Kapitulation 1945. Es ist der Ton für einen weiteren Griff nach der Weltmacht. Nur dass sich die Bedingungen fundamental geändert haben und selbst der einfältigste Mensch doch erkennen müsste, dass der Angriff auf eine Atommacht ein hohes Risiko in sich trägt und dass auch dieses Unternehmen mit einer noch gründlicheren Selbstzerstörung enden wird. Der Sound der Revanche wird begleitet von der Bereitschaft zur Apokalypse, auch hier eine beunruhigende Parallele zum NS-Überfall und der Heraufbeschwörung eines biblisch verbrämten Entscheidungskampfes, wie sie sich auch in der Ausstellung „Das Sowjet-Paradies“ findet.
Ohne die Anerkennung der Vergangenheit und des Völkermords an den Völkern der Sowjetunion wird es keine Aussöhnung mit Russland geben, sondern nur das immer stärkere Bellen der Revanchisten und verträumten Kolonisatoren, die den NATO-Stellvertreterkrieg in der Ukraine zum deutschen Feldzug gegen Russland umwandeln möchten.





Danke, Frau Dagdelen, Ich finde, diese Zeilen gehören in jedes Buch des Geschichtsunterrichts und dazu noch ,Geh und sieh‘ als Pflichtfilm…Mehr braucht es nicht.
Interessant, wo die Linke Sevim Dagdelen am 17. Juni ihre Duftmarken setzt. Warum keine Stellungnahme zum 17. Juni 1953, dem Tag des Austands gegen das kommunistische Ausbeutersystem in der DDR, niedergeschlagen mit Hilfe der glorreichen roten Armee. Das zeigt die ganze Verlogenheit dieser Klientel, zeigt ihre ungebrochene Zuneigung zum Sowjetimperialismus. Die Aufständischen von 1953 hatten gegen die T 34 der „großen Vaterländischen Krieger“ so wenig Chancen, wie die Zivilisten in Ostpreußen, Pommern und Schlesien von 1945. Die Verharmlosung dieser Unterdrückerarmee ist nicht nur Geschichtsverfälschend, sondern schon fast kriminell. Die Apokalypse, die diese Dame hier herbeifaselt, hat die rote Armee schon 1945 über ganz Osteuropa gebracht. Man glaubt es kaum, aber diese Leute scheinen sich zu wünschen, dass Putin nun endlich das Werk der stalinistischen Truppen vollendet und den Traum vom sowjetisch- russischem Weltreich zu vollenden. Alle die dagegenhalten sind natürlich Revanchisten, Nazis und Imperialisten, so lebt man weiterhin in der ewiggestrigen Welt der linken Retter des Proletariats. Man, ist das Öde.
Blau blau blüht der Enzian. Da weiß man nun endlich woran man ist. Nicht anders, sondern „besser“ wollen ses machen. Guten Abend.
@Dr. Klöbner
Vielleicht ist es dir nicht aufgefallen, aber die Sowjetunion musste sich gegen den Überfall des Dritten Reichs am 22. Juni, 1941 verteidigen, während die Aufständischen von 17. Juni, 1953 aufgrund westlicher Hetze durch „Radio Free Europe“ und CIA zu einer Rebellion verführen ließen.
Die Darstellung des Aufstands vom 17. Juni, 1953 wurden und werden bis heute propagandistisch im Westen verbreitet.
@Dr. Klöbner
Ich halte dir zugute, dass du den Überfall Nazi-Deutschands vom 22. Juni, 1941 mit dem Aufstand der Arbeiter vom 17. Juni, 1953 für angebracht hältst, weil du wahrscheinlich Opfer der anti-kommunistischen Propaganda des Westens geworden bist.
Diese Propaganda hat sich tief in das Bewusstsein der westlichen Bürger eingefressen, CIA mit ihren Organisationen wie „Radio Free Europe“ haben ganze Arbeit geleistet.
Wie unterschiedlich wir Deutschen doch sind !
Darf ich Ihnen eine persönliche Frage stellen ?
Sind Sie ein Kriegsenkel ( so wie ich ) !
Wenn ja : Warum hassen Sie die Russen, und ich nicht ?; was ist die Ursache der völlig unterschiedlichen emotionalen Beziehung, die wir beide zum russischen Volk haben ?
Mich würde brennend interessieren, wo die Wurzeln Ihres Russenhasses liegen;
drei Ursachen sind naheliegend :
– eigene Negativerfahrungen mit russischen Menschen
– Persönlichkeitsprägung durch Erziehung/elterliches Vorbild
– Persönlichkeitsprägung durch transgenerationale Vererbung
außerdem : wie intensiv ist Ihr Russenhass ?;
wenn Sie sich folgenden ZDF-Beitrag anschauen :
https://www.youtube.com/live/4FKxRKzI8VA ab 21:10 ,
finden Sie es, wie der interviewte Marcus Keupp „nur“ lustig, wenn russische Soldaten um ihr Leben rennen, oder bedauern Sie es, dass die Drohne die russischen Soldaten nicht erwischt hat ?
Sehr geehrter Herr Dr. Klöbner,
mein Nachbar, Herr Müller-Lüdenscheidt muss schon wieder Einspruch erheben:
Hätten die anständigen, aufrechten, aufrichtigen, lauteren, tugendhaften, sittsamen, untadeligen, korrekten, ordentlichen, sauberen, pünktlichen, fleißigen, tüchtigen, redlichen, ehrbaren, ehrlichen und mehrheitlich „christlichen“ bürgerlich-konservativ-liberalen Deutschen
1. 1933 nicht diesen kleinen Rechten aus Braunau mit dem schwarzen Schnauzbart gewählt,
2. 1939 Polen, anschließend Frankreich, Holland usw. und
3. 1941 Russland überfallen
(das mit England hat nicht ganz geklappt wegen dieser blöden Insellage und weil es dort häufig Nebel hat und die V-Raketen dann irgendwo im Wald oder auf der grünen Wiese explodiert sind), dann hätte es
4. die DDR nie gegeben.
Ja, so ist das, Herr Dr. Klöbner, auch die DDR hat eine Vorgeschichte wie der Krieg in der Ukraine auch. Das ist nicht wie beim dem Huhn und dem Ei, wo sich angeblich immer die Frage stellt, was zuerst in der Pfanne oder dem Kochtopf gelandet ist: Das Ei in der Pfanne oder das Huhn im Kochtopf? Bei meiner Mutter war es allerdings immer so, dass das Ei am Morgen in der Pfanne gelandet ist und das Huhn am Mittag im Kochtopf. Das liegt aber einfach daran, dass man beim Frühstück kein halbes Huhn essen sollte.
Aber zurück zur Geschichte:
1. ERST hatten wir den ERSTEN Weltkrieg (1914 bis 1918), dann hatten wir
2. die Demokratie der Weimarer Republik (1918 bis 1933), dann kam
3. 1933 bis 1945 der größte „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte, wie das ein blauer AfD-Politiker und „Menschenfreund“ einmal nannte inklusive ZWEITEM Weltkrieg und dann wurde
4. das Deutsche Reich geteilt, weil das mit „Endsieg“ in Stalingrad nicht funktioniert hat, obwohl die deutschen Soldaten rund 27 Millionen (+/- 200.000) russische Soldaten und russische Zivilisten ermordet haben.
Man muss also immer die Reihenfolge beachten:
1. Erst den Klodeckel hochklappen, dann
2. die Hose herunterziehen, dann
3. auf die Kloschüssel setzen und dann
4. …
Odä jiebbät Loid, die dät andärs mach?
Wie unterschiedlich wir Deutschen doch sind !
Darf ich Ihnen eine persönliche Frage stellen ?
Sind Sie ein Kriegsenkel ( so wie ich ) !
Wenn ja : Warum hassen Sie die Russen, und ich nicht ?; was ist die Ursache der völlig unterschiedlichen emotionalen Beziehung, die wir beide zum russischen Volk haben ?
Mich würde brennend interessieren, wo die Wurzeln Ihres Russenhasses liegen;
drei Ursachen sind naheliegend :
– eigene Negativerfahrungen mit russischen Menschen
– Persönlichkeitsprägung durch Erziehung/elterliches Vorbild
– Persönlichkeitsprägung durch transgenerationale Vererbung
@ Dr. Kloibner um 16 Uhr 33 : So geht das, das Lügen durch Weglassen, Herr Doktor.
Die Arbeiter-Aufstände in der Westzone und der Generalstreik im Herbst 1948, der von us – Militär und den britischen Soldaten unter Einsatz von Panzern nie- dergeschossen wurde, exstiert in Ihren Universum nicht. Ist das nicht praktisch ?
Die existieren nicht nur nicht in Dr.Klöbners Universum nicht, die existieren im ganzen westdeutschen Universum nicht. Ich habe auch erst durch Daniela Dahn davon erfahren, muss ich beschämt gestehen.
Da wurde auch nichts in der Schule dazu gesagt, andes als zu dem 17.Juni.
@ A. F. um 19 Uhr 48 : lässt sich im Web alles finden, wunderbare
Zusammenfassung auf der Seite
der Böcklin-Stiftung. Lässt sich so-
gar aus der „kI“ rauskitzeln, wenn man ihrer anfänglichen Leugnung
widerspricht.
Wir leben zum Großteil in einer Welt voller Lügen. Rettung bringt
nur SKEPSIS und Nachforschen.
Meine volle Zustimmung Frau Dagdelen. Danke für ihren Artikel.
Vielleicht dies noch zur Ergänzung:
Auch schon damals, konnte ein Krieg gegen Russland nicht im Interesse Deutschlands liegen.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=132027
Neuster Witz aus Moskau: „Woran erkennt man, dass Faschisten einen Ölstaat übernommen haben…? Nach wenigen Jahren wird das Benzin knapp!“
Warum gibt es deutsche Kriegsenkel die Russen hassen, und solche die dies nicht tun ?
Wie sollen diese völlig unterschiedlichen Charaktertypen miteinander umgehen ?, wie schätzen Sie das Vorhaben ein, das extrem heterogene deutsche Volk nach Charaktertyp zu separieren ?;
außerdem : wie intensiv ist Ihr Russenhass ?;
wenn Sie sich folgenden ZDF-Beitrag anschauen :
https://www.youtube.com/live/4FKxRKzI8VA ab 21:10 ,
finden Sie es – so wie der Interviewte – „nur“ lustig, wenn russische Soldaten um ihr Leben rennen, oder bedauern Sie es, dass die Drohne die russischen Soldaten nicht erwischt hat ?
„Neuster Witz aus Moskau“
Aktuelle Spritpreise auf der Krim:
Tankstellen: O.0000
Schwarzmarkt:
-Einheimische: 6000 RUB
-Uraluber aus Mainland Russia: 10000 RUB
(Preise gelten für einen 20 L -Karnister)
3,60 €/l auf der Krim im Schwarzmarktbusiness -ansonsten 1,02 €/l beschränkt auf 20 l/Woche für Privatleute.
Der glorreiche Sieg der herrlichen Ukraine, der Geburtsstätte der Menschheit, der Heimat des auserwähltesten aller auserwählten Völker steht vor der Tür. Freudig werden die Krimbewohner Selenski mit rot-schwarzen Flaggen und Slawa Ukraina Rufen empfangen. Genau so und nicht anders wird es kommen.
In Kiew ist Benzin mit 1,50 €/l dann umsonst. Und es ist Russlands Öl, vom Westen raffiniert und subventioniert, das die tapferen Kämpfer der Ukraine verbrennen. So schädigen sie Putin: verbrennen sein Öl.
Stalin wäre 1942 besiegt worden, wenn die Deutschen den östlichen Völkern Unabhängigkeit gewährt hätten. Denn viele Angehörige der östlichen Völker wären dann bereit gewesen, gegen Stalin zu kämpfen.
Bitte klicke auf „Oneironaut“.
Interessant. Von welchen östlichen Völkern reden Sie?
Es fehlen noch 47 (siebenundvierzig) Zeichen!!
Unabhängigkeit?
Hitler / Nazideutschland wollte alles, nur das nicht, und gerade auch nicht für Völker, die sie als minderwertig ansahen.
Hätte, hätte, Fahrradkette.
Dass deutsche Politiker und Militärs immer noch von der These ausgehen, sie könnten Russland besiegen, lässt mich mehrere Fragen stellen:
Wenn Russland so aggressiv und stark ist, warum sollte es erst 2029 oder 2030 angreifen? Wenn doch angeblich der Westen gerade so verletzlich ist?
Wenn Russland so stark ist, dass es morgen am Rhein steht, warum dauert dann der Krieg in der Ukraine 4 Jahre, und sie kommen dort nicht voran?
Warum, wenn wir jetzt schon angreifen könnten, müssen wir bis 2030 warten? Es wird sicher in der EU kaum Widerstand gegen einen solchen, sicher dann als Befreiungsschlag definierten, Angriff geben.
Russland ist doch derzeit so geschwächt…
Und, könnte es sein, dass unsere Rüstungskonzerne – wie vor 1939 auch – erst einmal die Sahne abschöpfen, und dann den erfolglosen Versuch gar nicht erst abwarten, sondern vorher verschwinden? Mit ihrem Milliarden.
Solche Fragen wurden von anderen bereits gestellt.
Aber es ist immer wieder erfreulich, sie immer mal wieder zu lesen.
Wem diese Widersprüche in der Westpropaganda nicht auffallen, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
Ich verstehe ja, dass es in Deutschland revanchistische Gefühle gegen Russland gibt.
Was ich aber nicht verstehe ist, wieso westliche Staaten wie Frankreich, die Niederlande, Dänemark, Griechenland, Norwegen und auch Großbritannien, die alle massive Opfer durch die deutsche Wehrmacht erfahren haben und die 1945 der Roten Armee unendlich dankbar waren, dass sie Hitler das Handwerk gelegt haben, heute ähnlich gegen Russland hetzen wie Deutschland.
Für Deutschland, das die Demütigung durch den „Versailler Vertrag“ für ihre Bereitschaft Hitler zu wählen verantwortlich gemacht hat, gibt es heute keine Ausrede mehr, wieso sie Politikern und Medien erlauben einen Krieg gegen eine Atommacht herbei zu wünschen.
@ henio um 17 Uhr 58 : es ist leider so, dass ein großerTeil unserer €uropäer so ticken. In den meisten steckt ein kleiner oder größer Nazi: wie wäre sonst zB. die
griechische Militärdiktatur möglich gewe-
sen ?
Hatte gerade das Vergnügen, den Kommentar von Dr. Klöbner, Lazarus als vorläufig letzten vorfinden zu dürfen. So dass er direkt vor der Empfehlung des Moderatoriums zu stehen kam „Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.“
Konstatiere, das Moderatorium sah wohl keinen Grund, auch nicht im Ansatz dieser Aufgabe nachzukommen. Was wohl bedeutet, um Beleidigungen und/oder persönliche Angriffe – dieses Mal der Autorin – kann es sich nicht handeln, was einem da präsentiert wird ….
So weit sind wir also schon?
Da sei auf einen Findling von gestern verwiesen. Passt nicht nur zum Barbarossa-Gedächtnistag des Dr. K., nein, passt auch wunderbar zur Paranoia eines A.-C. nebst diversen anderen. Die mehrfachen Parallelen sind wahrlich erstaunlich! Wie gut, dass immer passende Bösewichte beigezogen werden können,
Von den Serben? Hat man uns die nicht auch mindestens über hundert Jahre und darüber hinaus als die geborenen Schufte verkauft, nicht Schurken, Russen-Freunde und was auch immer sonst verkauft. „What about Srebrenenizka“? Das „Richtige“ immer schnell zur Hand?
„Was ist die Lehre aus dem serbischen 20. Jahrhundert?
Am 10. Juni 1942 begann die große Offensive der Deutschen und der Ustaše gegen
Kozara, eine der größten Operationen zur Aufstandsbekämpfung, die während des
Zweiten Weltkriegs im besetzten Jugoslawien durchgeführt wurden. Unter dem
Kommando des deutschen Generals Friedrich Stahl und unter Beteiligung von etwa
40.000 deutschen Soldaten sowie der Streitkräfte und Ustaše-Formationen des
Unabhängigen Staates Kroatien (NDH) – des von den Achsenmächten unterstützten
faschistischen Regimes, das in Kroatien und Bosnien-Herzegowina errichtet
nach und nach ein immer enger werdender Einkreisungsring um die Bergregionen Kozara und Prosara gezogen.
Das Ziel der Operation ging weit über die Zerschlagung der Partisanenbewegung
hinaus. Sie sollte auch ganze Gruppen von Zivilisten eliminieren, die die als politisch unzuverlässig oder potenziell mit denAufständischen sympathisierend betrachteten. In der Praxis bedeutete dies, dass Dorfbewohner zusammen mit anderen Einwohnern der Region in einem immer undurchdringlicher werdenden militärischen Kordon gefangen Die Kampagne endete Mitte Juli, wobei die deutschen Behörden einen „großen Erfolg“ verkündeten. Doch hinter der sterilen, bürokratischen Sprache der Militärkommuniqués verbarg sich eine der größten menschlichen Tragödien, die die serbische Bevölkerung von Bosnien und Herzegowina während des Zweiten
Weltkriegs erlebte. Nach Angaben des kroatischen Historikers Nikica Barić wurde das Schicksal von mehr als sechzigtausend der rund achtzigtausend Menschen, die in der Einkreisung gefangen waren, unmittelbar von den Ereignissen geprägt, die auf die Schließung des Kozara-Rings folgten.
Was in Militärberichten als erfolgreiche Operation gefeiert wurde, blieb den Überlebenden und ihren Nachkommen als Katastrophe in Erinnerung, die von Massendeportationen, Inhaftierungen, Familientrennungen und unermesslichem menschlichem Leid Die in der Einkreisung gefangenen Menschen waren nicht nur bewaffnete Aufständische, die gegen den Unabhängigen Staat Kroatien (NDH) kämpften. Unter ihnen befanden sich auch Bauern – ältere Männer und Frauen, Mütter mit Säuglingen, Kinder und ganze Familien, die auf der Flucht vor den vorrückenden Zuflucht in provisorischen Flüchtlingskolonnen gesucht hatten,Schluchten und die zerklüftete Bergwildnis von Kozara. Tausende Männer wurden als Partisanen oder mutmaßliche Partisanensympathisanten hingerichtet. Zehntausende Zivilisten – darunter Frauen, Kinder und ältere Menschen – wurden in die Konzentrationslager Zemun, Stara Gradiška und Jasenovac deportiert, den größten vom Ustaše-Regime betriebenen Lagerkomplex. Viele andere wurden in Zwangsarbeitslager in Deutschland und im geschickt, wo sie praktisch zu Sklavenarbeitern degradiert wurden, die den Kriegseinsatz der Achsenmächte dienten.
Besonders tragisch war das Schicksal der Kinder. Tausende wurden gewaltsam von ihren Eltern getrennt und auf Waisenhäuser, Aufnahmezentren, Einrichtungen und Lager verteilt, oft mit geringer oder gar keiner Aussicht, ihre Familien jemals wiederzufinden. Diejenigen, die Hunger, Krankheit, Vernachlässigung und Misshandlung überlebten, wurden häufig in die Assimilationspolitik des Ustaše- Staates eingegliedert, der darauf abzielte, ihre ursprüngliche Identität auszulöschen. Verschiedenen Schätzungen zufolge kamen etwa 35.000 Menschen
entweder während der Operation selbst oder unmittelbar danach ums Leben.
Kozara weit mehr als nur eines der vielen Schlachtfelder des jugoslawischen Widerstandskrieges. Es gehört zu jenen seltenen historischen die Schicksale ganzer Generationen zusammenlaufen –
Momente, in denen eine Nation in die Geschichte wie in einen Spiegel blicken und die prägenden Merkmale ihres eigenen Jahrhunderts erahnen kann: ein Jahrhundert, das von wiederholten Zusammenstößen mit den mächtigsten politischen und militärischen Kräften seiner Zeit geprägt war.
Von den österreichisch-ungarischen und deutschen Offensiven der Jahre 1914 und 1915
während des Ersten Weltkriegs bis zur Einkreisung von Kozara durch die Nazis und die
Ustaše im Jahr 1942 ertrug das serbische Volk innerhalb von weniger als drei Jahrzehnten zwei gewaltige Episoden organisierter Zerstörung. Die von Serben bewohnten Gebiete zu beiden Seiten der Drina sahen sich derselben wiederkehrenden historischen Dynamik ausgesetzt: dem Versuch, den Balkan den politischen, militärischen und wirtschaftlichen Interessen der Großmächte Mitteleuropas In all diesen Kriegen, Besatzungen, Konzentrationslagern, Zwangsmigrationen und Unterdrückungskampagnen verloren etwa eine Million Menschen ihr Leben. Für eine große Nation würden solche Verluste eine tiefe Wunde darstellen. Für eine
kleine Nation bedeuteten sie etwas noch Verheerenderes: Der Tod raffte mehr manche Generationden zur Welt bringen konnten, eine demografische und menschliche Leere, die selbst durch Jahrzehnte des Friedens nicht wieder gutgemacht werden konnte. Kozara deckt mit bemerkenswerter Klarheit ein Muster auf, das das Schicksal ganzer serbischer Regionen im Laufe des 20. Jahrhunderts prägte …“
Genug, es reicht, obwohl die gleiche Menge an Buchstaben noch einmal anstünde.
Na ja, da haben die ‚Luftschläge der NATO‘ sechzig Jahre später wenigstens die „Richtigen“ getroffen. Der Nachfolgesgtaat des freiheitsliebenden Ustasa-Regimes ist schon EU-Mitglied, die bald siegreiche Ukruine wird wohl in einem beschleunigten Verfahren bald soweit sein. Serbien andererseits kann warten bis sie schwarz wird. Man wird schon nachdenklich!
****
Entnommen aus https://www.counterpunch.org/2026/06/16/what-is-the-lesson-of-the-serbian-twentieth-century/
,.
Serbien muss zuerst das Kosovo
anerkennen, alle EU-Sanktionen gegen Russland mittragen, der Nato nicht mehr böse sein…ach ja Vucic muss
auch noch weg und und und.
Zuerst las ich den reißerisch formulierten Satz: „Deutsche Generäle drohen mit einem Angriff auf Russland“, doch später im Text klingt diese „Drohung“ gar nicht mehr so bedrohlich, sondern eher defensiv: „Soltes Moskau NATO-Territorium angreifen“. Die Autorin kennt den Unterschied zwischen Angriff und Verteidigung, aber in ihrer Weltanschauung ist es unmoralisch, sich gegen Russland zu verteidigen.
Sie lesen solche Texte? BSW-Oldies are true Goldies:
https://www.youtube.com/watch?v=eTg8wYqV1RI&t=118s
Die Autorin ist in ihren Reden sehr konsequent und folgt Tertullians Prinzip „Credo quia absurdum“ („Ich glaube, weil es absurd ist“).
Mir scheint, dass sie den Sinn des Textes Frau Dagdelens nicht verstanden haben:
sie hat nicht die Ansage zur Verteidigung bei einem russischen Angriff angeprangert, sondern sie hat den dabei verwendeten Ton, die verwendeten Worte und das Wiederkehren deutscher Drohungen – in Anlehnung an „das 1000jährige Reich“ – gegen Russland angeprangert.
Was aber weder sie, noch Frau Dagdelen, ansprechen, ist, dass Russland alles Recht dazu hätte, auch die baltischen Staaten und Finnland anzugreifen, denn aus deren Raum wird bereits jetzt Krieg gegen Russland geführt.
Insofern hat die Aussage des deutschen Generals eine Drohungsbedeutung, allerdings – zum Glück – diejenige eines Zwerges gegenüber einem Riesen (auf Deutschland bezogen).
Das Muster ist Ihnen bestimmt fremd. Es wurde schon 1939 zurückgeschossen. Genauso wie in der Tonkin-Bucht. Oder in Jugoslawien. Oder in Afghanistan. Oder im Irak. Oder in Libyen. Oder im Iran.
Der Westen ist immer friedlich und schießt nur zurück (in der Vorwärtsverteidigung).
Das heutige Russland strebt, wie die Sowjetunion einst, stets nach Frieden. Russland war heute gezwungen, der Ukraine Glück und Wohlstand zu bringen, so wie die Sowjetunion 1939 gezwungen war, Finnland die Freiheit zu schenken. Das Muster ist Ihnen bestimmt fremd.
Dass es eine Revanche werden soll, konnte man aufgrund gewisser Spiegeltexte schon vor 15 Jahren erahnen. Inzwischen wird mit den meskinen Absichten nicht mehr hinterm Berg gehalten, man ist ja wieder wer. Es wird aber, sollte es wirklich zum Krieg kommen, keine Revanche im deutschen Sinn geben. Da machen sich ein paar Bundeswehr-Hampel gewaltige Illusionen über die eigene, sehr falsche Vorstellungen über die russische Schlagkraft. Letzteres wohl aufgrund des Ukraine-Kriegs, in dem die Russen nur langsam vorankommen, aber doch vorankommen, gerade in diesen Tagen übrigens. Da verwechseln die Deutschen Schwierigkeiten mit der Eroberung von Gebiet mit der Zerstörungsfähigkeit allgemein. Ersteres ist im Drohnenzeitalter sehr schwierig geworden, letzteres gelingt in einem nie gekannten Ausmass. Allerdings besitzt Russland die beste Luftabwehr und kann sich damit noch am ehesten gegen all die System wehren. Deutschlands einschlägiges Arsenal dürfte nach wenigen Tagen verschossen sein. Danach ist im Kriegsfall das Land der Zerstörung anheim gegeben.
Sollte es Deutschland ein drittes Mal versuchen, wird von diesem schon jetzt neoliberal-neofaschistisch diktierten und korrumpierten Land nichts mehr übrig bleiben, absolut nichts mehr. Die dreckige Lüge „wir haben von all dem doch nichts wissen können“ wird im Nirwana verschwinden.
Meiner Ansicht nach, ist es russische Taktik im Ukrainekrieg, sich als „schwach“ darzustellen, und damit den Westen zu täuschen.
Aber auch sonst stimme ich ihnen zu: mit 450.000 (war doch diese Zahl, oder?) Soldaten mag die Wehrm… äh Bundeswehr zu einer der stärksten Armeen Europas werden, aber gegenüber Russland wird das letztlich nicht wirklich viel sein.
Ah, da ist Bewegung drin. Bislang sah die Autorin Deutschland immer als Vasall der USA. Dieser Punkt wurde nun aufgegeben. Es ist Operation Barbarossa mit neuem Personal. Ohne Amerikaner.
Dass Russland erst 2029 angreifen soll, ist die Rechtfertigung für die astronomischen Rüstungsausgaben bis dahin. Ansonsten ist die Behauptung Blödsinn.
Es wird jetzt richtig ernst. Ukrainische Drohnen fliegen über die baltischen Staaten und Finnlsnd nach Russland. Diese Staaten behaupten lapidar, das sei nicht erlaubt. Nur tun sie rein gar nichts dagegen. Die Ukrainer, wie immer, denken sich die nächste Unverschämtheit aus. Sie starten die Drohnen direkt aus diesen Ländern. Was dann Russlsand beim besten Willen nicht mehr anders als eine Kriegserklärung sehen kann.
Ein Donnerwetter aus Berlin würde das Treiben schlagartig beenden. Aber das kommt nicht. Man sieht dire Eskalation mit Wohlwollen.
Die verantwortlichen Kriegstreiber sitzen in Berlin.
Die Deutschen (deren politische Kräfte) wähnen sich als neue Herren mit Führungsqualitäten. Als solche werden sie (und die Europäer) von den USA benutzt um Russland zu schwächen oder klein zu kriegen.
Das Imperium hat seine Vasallen gut im Griff, und das gänzlich unabhängig davon wer US-Präsident ist.
Sebastian Haffner beschrieb in der seligen BRD jede einseitige deutsche Anti-Russland-Politik als Suizid, nachzulesen in seinem Werk „Der Selbstmord des deutschen Reiches“.