Bundesregierung möchte China im Indopazifik herausfordern

Deutschland-China-Konfrontation
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

BlackRock-Kanzler Merz drängt Deutschland in eine geopolitische Konfrontation mit China. Mit neuen Abkommen im Indopazifik und aggressiver Handelspolitik der EU positioniert sich Berlin als transatlantischer Vasall – auf Kosten eigener Interessen.

Der Anspruch der NATO zur „globalen Machtprojektion“ (Rutte) für die USA manifestiert sich auch in den jüngsten bilateralen Vereinbarungen, die die Bundesregierung zur geopolitischen Einflussnahme im Indopazifik abgeschlossen hat. Kurz: Deutschland soll China im Indopazifik herausfordern. Die Bundesrepublik beansprucht den Indopazifik als eigene geopolitische Einflusszone.

Im Ergebnis der „dritten sicherheitspolitischen Konsultationen zwischen den Außen- und Verteidigungsministerien Australiens und Deutschlands“ am 8. Juni 2026 in Berlin – auf Ministerebene mit Bundesaußenminister Johann Wadephul und Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius auf deutscher Seite sowie dem stellvertretenden Premierminister und Verteidigungsminister Australiens, Richard Marles, und der australischen Außenministerin Penny Wong – wurde eine „immer engere Zusammenarbeit“ auch für den „Indopazifik-Raum“ vereinbart.

Deutschland und Australien erheben den Anspruch, sich um „Frieden und Stabilität in der gesamten Taiwanstraße“ kümmern zu wollen. Die Ein-China-Politik, das heißt die Anerkennung der staatlichen Integrität der Volksrepublik, wird in der gemeinsamen Erklärung unterlaufen. Deutschland und Australien haben vereinbart, „die sinnvolle Beteiligung Taiwans an internationalen Organisationen als Mitglied, wo Staatlichkeit keine Voraussetzung ist, und als Beobachter oder Gast, wo dies der Fall ist“, zu unterstützen. Das ist de facto eine Unterstützung des Separatismus und ein bewusster Affront gegenüber Peking.

Kolonialer Anklang und Einmischung in Territorialkonflikte

In China fühlen sich zurecht viele an die Kolonialzeit erinnert und den imperialistischen Grundsatz „Teile und Herrsche“. Aber es geht nicht nur um geopolitische Herausforderungen Chinas, sondern auch um eine konkrete militärische Zusammenarbeit mit Australien, um die Bundeswehr mit einem für Ende 2026 geplanten „Streitkräfteaufenthaltsabkommen“ im Indopazifik auch militärisch in Stellung bringen zu können.

Immer deutlicher schält sich der Anspruch der Bundesregierung heraus, nicht nur bis 2039 die „stärkste Armee Europas“ aufstellen zu wollen, sondern diese auch global zu positionieren. Deutschland will Weltmacht spielen, das ist die Quintessenz der deutsch-australischen Vereinbarung für den Indopazifik.

In der Vereinbarung wird deutlich, dass sich Berlin und Canberra auch in die Territorialkonflikte im Südchinesischen Meer einmischen wollen. Man muss in der Geschichte weit zurückgehen, bis zu den kaiserlichen Südseekolonien wie Deutsch-Neuguinea und der Errichtung des Flottenstützpunkts in Kiautschou als Basis der Kolonisierung eines Teils Chinas, um einen vergleichbaren Machtanspruch Deutschlands feststellen zu können.

Der koloniale Anspruch der Kaiserzeit wurde als Weltordnungsanspruch getarnt. In der deutsch-australischen Erklärung wird das Völkerrecht entsprechend nur als Steinbruch zur Legitimierung eigener Ansprüche instrumentalisiert.

Statt des unprovozierten völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der USA und Israels gegen den Iran zu verurteilen, spielen die Bundesregierung und ihre australischen Partner verkehrte Welt. „Die Minister verurteilten entschieden die gefährlichen Eskalationen durch Iran“, heißt es im gemeinsamen Kommuniqué. Ob die dreiste Lüge als Wahrheit deklariert wird, sei dahingestellt. Die Weltordnungsmacht in Spe nimmt es jedenfalls mit der Wirklichkeit nicht so genau.

Handelskrieg gegen China

Auch handelspolitisch stehen alle Zeichen auf Sturm. Es drängt sich der Eindruck auf, als ließen sich Bundesregierung und EU von den USA die nächste Konfrontation zum eigenen Schaden aufnötigen – diesmal gegen China. Es könnte eine existentielle Entscheidung für die Wirtschaft in der EU werden.

Vor dem EU-Gipfel, der am 18. Juni 2026 über mögliche Strafmaßnahmen gegen China entscheiden soll, positionieren sich die Brüsseler Entscheidungsträger denkbar aggressiv. Der Vorsitzende der größten Parlamentariergruppe im Europäischen Parlament, Manfred Weber von den deutschen Christdemokraten, eröffnete am 8. Juni 2026 einen regelrechten verbalen Krieg gegen China. „Die Zeit der Naivität ist vorbei“, sagte Weber einer deutschen Boulevard-Zeitung und forderte Zölle gegen chinesische Produkte sowie einen Ausschluss chinesischer Unternehmen beim Aufbau der neuen 6G-Technologie.

Was aber als Verteidigung nationaler Interessen daherkommt, ist in Wirklichkeit allein das Bedienen von US-Unternehmen. Manfred Weber ist glühender Transatlantiker und Mitglied der Atlantikbrücke, einer Lobbyorganisation für die Durchsetzung von US-Interessen in Deutschland und Europa. „Entweder wir wehren uns, oder China macht Teile unserer Industrie platt“, mit diesen Worten ruft Weber zum Angriff auf die Handelsbeziehungen mit China auf.

Es bleibt abzuwarten, wie viel Restvernunft die EU-Spitzen am 18. Juni beweisen werden. Aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit ist Skepsis angebracht.

Die Bundesregierung hat sich jedenfalls entschieden, als treuer Vasall der USA zum eigenen Verderb nach Russland jetzt auch China herausfordern zu wollen. Beim deutschen Griff nach der Weltmacht allerdings gilt das Wort von Marx aus dem 18. Brumaire: „Hegel bemerkte irgendwo, dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“

Sevim Dagdelen

Sevim Dagdelen war von 2005 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. Die Politikerin ist außenpolitische Sprecherin der Gruppe „Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW) und war Obfrau im Auswärtigen Ausschuss. Die Abgeordnete war Mitglied in der Parlamentariergruppe USA, in der Deutsch-Chinesischen sowie Deutsch-Indischen Parlamentariergruppe. Sevim Dagdelen war viele Jahre Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO, in der Abgeordnete aus den Mitgliedsländern des Militärpakts über sicherheits- und verteidigungspolitische Themen beraten.
Mehr Beiträge von Sevim Dagdelen →

Ähnliche Beiträge:

29 Kommentare

  1. Es läuft unter dem Motto: Works as designed!
    Dafür ist er angetreten und die Frage: Was ist nur passiert in D, müssen wir stellen.
    Wo ist das Land hin? In Korruption versunken …Den Globalisten zum Fraß vorgeworfen …
    … und unsere Politiker wollen alle ein Stück vom Kuchen und verraten dafür ihr Land
    Wir wählen diese, Du und ich sind der Chef von Merz – Den würde ich ja gerne mal konfrontieren:
    Wer von uns hat Dir, Friedrich, gesagt, Du sollst 1 BLN Schulden machen und Panzer und Raketen kaufen?
    WHO TOLD YOU THAT?

    Ihr Kommentar wirkt wie ein Fülltext oder eine künstlich gestreckte Eingabe. Bitte formulieren Sie ihn inhaltlich aus.
    « Zurück
    Was ist das?

    1. Unsere neuen KI-Blockwartabschnittsbevollmächtigten bei der Arbeit sehen Sie da. Schöne neue Welt die wir da haben.

      Will der Merz jetzt wie Willi Zwo wieder wie die Hunnen über Schanghai herfallen will? Das wäre dann aus der Vergangenheit. Die hässliche alte Welt so zu sagen. Merz ist aber nicht so schneidig wie der letzte Kaiser.

  2. Das Einzige was mir zu diesem Thema einfällt ist die Geschichte von der Ameise, die auf den Elefanten hochklettert und ihm bereits im Genick kauert. Was rufen seine Kumpels, die unten geblieben sind? „Würg ihn, Emil!“

  3. Das transatlantische Regime ist unser Unglück, denn es führt uns für alle sichtbar in den Niedergang, eventuell sogar in den Untergang. Es hat uns leider voll im Griff durch Politik, Medien und Kultur – im Westen mehr als im Osten.

    Nationale Interessen werden durch transnationale (oder globale) Kapital-Interessen ersetzt. Das ist die Botschaft der westlichen „Demokratie“, die nach dem letzten Weltkrieg von den USA durchgesetzt wurde, die eigenen Interessen dabei stets im Blick, hatte sich das globale Kapital doch in den USA konzentriert – und das musste bedient werden. Es gab nur einen Gegenspieler, den unterkapitalisierten Ostblock. Und als der aufgab, sah man sich als Sieger der Geschichte – sogar am Ende der Geschichte. Aber die Geschichte geht ja weiter. Sie wollen die Geschichte aufhalten, sogar zurück zur alten Kolonialzeit (das lässt sich aus den Worten von Rubio und dem Handeln von Trump herauslesen).

    Im Übrigen sollte man unser Unglück nicht an allein Merz festmachen, denn er ist ja nur Rädchen im Getriebe des transatlantischen Regimes – beliebig durch eine andere Figur des Systems ersetzbar.

    1. richtig, Merz ist nur Handlanger. Angestellter Manager des US Imperiums, aber mit der schneidig deutschen Eigenschaft des vorauseilenden Gehorsams.
      Habe ich übrigens bei allen angestellten Managern der US Konzerne erlebt. Manchmal haben sich selbst die US Manager gewundert, wie verbissen ihre Kollegen in D die Konzernstrategien in D umgesetzt haben …
      Wir müssen die Systemfrage stellen und nicht die Personalfragen

  4. Dieses Bild von ChatPGT ist köstlich. Man Vergleiche Indien mit dem großen Deutschland. Europa aufgeblasen bis zum geht nicht mehr und Deutschland auch noch braun. Gemein aber treffend.

    PS. Haben wir eigentlich noch mehr Fregatten als die „Bayern“?
    PPS. Wie projizieren wir unsere Macht an den chinesischen Himmel – mit einem Laserprojektor?

    1. Ja hat die Deutsche Marine. In der Eisnatzflotille 2 in Wilhelmshaven:

      F123 Brandenburg Klasse bestehend aus der Brandenburg, Schleswig-Holstein, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern

      F124 Sachsen Klasse mit der Sachsen, Hamburg und Hessen

      F125 Baden-Württemberg Klasse mit den Schiffen Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen,Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz

      Dazu noch m in Kiel die fünf K130 Korvetten, die auf zehn aufgestockt werden sollen.

  5. Deutschland will sich also von China abwenden indem es China bedroht um auch den letzten großen Handelspartner zu verprellen.
    Gut so, macht weiter so um Deutschland noch schneller in den Abgrund zu fahren und das Ansehen in der Welt noch weiter zu demontieren.

    Diese Arroganz der deutschen Politeliten ist kaum zu überbieten.

    Dank an meine Lieblings-BSWlerin Sevim Dagdelen für ihre immer guten Artikel

    1. Das ist schon keine Arroganz mehr. Weltfremdheit, Einbildung, Anmaßung oder Überheblichkeit fallen mir dazu ein. Hochmut kommt vor dem Fall. Oder die griechische Hybris.

      Denen ist offenbar nicht so ganz klar mit welchem Land Sir sich da anlegen wollen. Über eine Milliarde Bevölkerung, etwa eine Million Mann in der Volksbefreiungsarmee plus Reservisten. Das Land mit der größten Industrieproduktion. Was genau wollen die dort bewirken? Wie schon weiter oben die Ameise dem Elefanten erwürgen will.

    2. So ist es eben wenn jemand den Krieg verloren hat. Die ehemaligen Alleierten, außer
      den Russen, werden die Deutschen klein halten. Das Geplänkel von Stahmer und Markon
      mit Merz dient einzig dazu ihm glauben zu lassen, er hätte etwas zu sagen. Tatsächlich
      lassen sie ihn Deutschland ins Verderben zu regieren. Die Ammis erzählen dem Merz dann,
      er müsse sich auch noch mit China anlegen, damit die Ammis dann ein angeschlagenes China
      angreifen können. Im Prinzip das Gleiche, was sie mit Russland vorhatten, oder auch mit dem
      Iran. Gegen die Befehle aus den USA können wir uns als Kriegsverlierer nicht sträuben.
      Wenn der Ammi sagt, die Deutschen sollen alle über die Klippen auf Rügen springen, wird
      das nur gebremst, weil nicht so viele Deutsche auf Rügen passen und dann der Großteil
      nach Helgoland verschifft werden muß.

  6. „Die Bundesrepublik beansprucht den Indopazifik als eigene geopolitische Einflusszone.“
    Lachen soll ha gesund sein…..!😂😂
    „Entweder wir wehren uns, oder China macht Teile unserer Industrie platt“, mit diesen Worten ruft Weber zum Angriff auf die Handelsbeziehungen mit China auf.“

    „“Die EU verhängt Sanktionen gegen Yangzhou Yangjie Electronic““

    „““Die EU setzt die Sanktionen gegen Yangzhou Yangjie vorübergehend aus. „““

    https://www.z2data.com/insights/how-eu-sanctions-are-jeopardizing-two-key-semiconductor-suppliers

    1. Vor allem immer wieder dieses Wort „Indopazifik“! Benutzt nur, um zu verschleiern, dass es um das südchinesische Meer geht, und damit um Chinas Küsten.

      Der „Indopazifik“ umfasst nämlich das gesamte Seegebiet von Madagaskar vor Afrika bis Australien und hinauf bis Hawaii….

      1. das kommt von den transatlantischen
        Scheuklappen, die man partout nicht ablegen will, so wird der Blick verstellt und man sieht nur das was man sehen muss und eben auch will. Armselig!

        1. Das sind keine Scheuklappen sondern die Virtual Reality Brille für das Zuckerberg’sche Metaverse. Alles genau kundengerecht serviert. 😉

  7. Gut so. Deutschland wird an der Taiwanstrasse verteidigt! Was fällt diesen Chinesen auch ein, Deutschlands rechtmässiger Platz an der Sonne streitig zu machen?

    Sarkasmus mal beiseite, woran liegt es eigentlich dass diese Politclowns nicht einmal die einfachsten Konzepte verstehen? Zölle sind dazu da die eigene Binnenwirtschaft zu schützen. Wenn man Dinge aber nicht selbst herstellt sind sie bloss eine zusätzliche Steuer und schädigen die eigene Wirtschaft. Machen die wirklich bloss das was ihnen von den stabilen Genies aus Washington diktiert wird?

  8. Zölle gegen China sind nötig. Von BMW iX3 bis Dacia Spring werden in Deutschland schon Autos verkauft, die in China produziert werden. Die Verlagerung der Autoproduktion nach China bedeutet Deindustrialisierung.
    Mit den Zöllen besteht ein Problem. China ist wie Deutschland Mitglied der WTO, in der eine Art Gleichbehandlungsprinzip besteht. Deshalb müssen Zölle gegen China begründet und als „Strafzölle“ deklariert werden. Und schon sind wir beim „Handelskrieg“.
    Die USA haben mit Zöllen ganz hervorragende Erfolge erzielt. Rückgang des Handelsdefizits und ein Wirtschaftswachstum von 2,8%, also rund 3%. 😁 Wirtschaftswachstum in Deutschland dagegen +/- 0,0. 😠 Die BRD hat von der Globalisierung ein zeitlang profitiert, indem sie Konsumgüter und Maschinen nach China lieferte. Mit den Maschinen hat sie China so weit aufgerüstet, dass es Produktionsgüter selbst produzieren kann. Dadurch hat sich das Verhältnis umgedreht. Jetzt profitiert China von der Globalisierung.
    Die Linken waren mal Globalisierungsgegner, als sie der BRD noch genützt hat, und jetzt sind sie Globalisierungsbefürworter, obwohl sie der BRD schadet.
    Ist Hass gegen Trump die Ursache für diese Perversion?

    1. Das Wirtschaftswachstum in den V.S. von A. besteht nur aus heißer Luft. Das sind die absurden Börsenkurse und die Datacenter, die dort überall aus dem sprießen wie die Pilze. Alles Spekulation mit Krediten. Das ist alle heiße Luft und wenn der Ballon platzt, wird es richtig knallen.

  9. zweite gesäuberte Version
    Zölle gegen China sind nötig. Von BMW iX3 bis Dacia Spring werden in Deutschland schon Autos verkauft, die in China produziert werden. Die Verlagerung der Autoproduktion nach China bedeutet Deindustrialisierung.
    Mit den Zöllen besteht ein Problem. China ist wie Deutschland Mitglied der WTO, in der eine Art Gleichbehandlungsprinzip besteht. Deshalb müssen Zölle gegen China begründet und als „Strafzölle“ deklariert werden. Und schon sind wir beim „Handelskrieg“.
    Die USA haben mit Zöllen ganz hervorragende Erfolge erzielt. Rückgang des Handelsdefizits und ein Wirtschaftswachstum von 2,8%, also rund 3%. 😁 Wirtschaftswachstum in Deutschland dagegen +/- 0,0. 😭 Die BRD hat von der Globalisierung ein zeitlang profitiert, indem sie Konsumgüter und Maschinen nach China lieferte. Mit den Maschinen hat sie China so weit aufgerüstet, dass es Produktionsgüter selbst produzieren kann. Dadurch hat sich das Verhältnis umgedreht. Jetzt profitiert China von der Globalisierung.
    Die Linken waren mal Globalisierungsgegner, als sie der BRD noch genützt hat, und jetzt sind sie anscheinend Globalisierungsbefürworter, obwohl sie der BRD schadet. 😯

    1. Also irgendwie verstehe ich da was nicht. Die erste Version kam nicht in die Moderation, sondern verschwand einfach. Darauf habe ich die zweit angefertigt, und plötzlich ist auch die erste da.

      1. Das passiert öfter. Wenn der Kommentar nach Abschicken verschwindet, einfach abwarten. Er taucht etwas später wieder auf, wenn die „Moderation“ fertig ist.

      2. Es ist in der Tat manchmal etwas Geduld erforderlich. Selbst wenn ein Kommentar nicht mehr als „in der Moderation“ angezeigt wird, sondern vollständig verschwindet, taucht er meist nach einer Weile wieder auf. Vorausgesetzt, er enthält keine Gewaltaufrufe oder so, harr, harr. Ist glaube ich auch der Grund, warum hier Menschen manchmal zweimal hintereinander den gleichen Kommentar abgeben. Das Content-Management-System von Overton ist etwas, äh, speziell. 😉

  10. Die Bundesregierung ist überhaupt nicht in der Lage, den indopazifischisten Bereich herauszufordern.
    Da dieser Staat im Verbund mit ihren allen anderen Organisationen, gar keine Macht besitzen, um über andere, speziell China, einen Machtanspruch auszusprechen.
    B&R und Konsorten können diverse demokratische Staaten koordinieren, weil ihre Finanzmacht schon erschreckend ist.
    Aber diese Welt benötigt Energie im erweiterenden Sinn!
    Kapital benötigt Ressourcen um ihre Macht durchzusetzen, der Westen besitzt keine Rohstoffe, um ihre unipolare Vorstellung durchzusetzen.
    Dieser globale Süden, besitzt die Rohstoffe.
    Von daher, erlebe ich eine Auseinandersetzung zwischen Kapital und Rohstoffe.
    Deutschland kann China nicht herausfordern, da China eine Machtposition über seltene ‚Erden‘ verfügt.
    Dann spricht dieses D im Namen einer Gesellschaft und im supra nationalen Bereich, ohne eine demokratische Legitimation zu besitzen.
    Hach, zu was für eine ständige Komödie dieses Land fähig ist, daß, obwohl dieses Land, eine Willkommens Kultur aussprach, um diese ins umgekehrte zu führen.
    Die ärztliche Diagnose dazu, heißt, reif fürs Irrenhaus.

  11. Gestern wieder einmal unterwegs gewesen, und alle 20 km eine so marode Brücke, dass die ganz oder teilweise gesperrt werden mußten. Riesen Umleitungen. Über Jahre!
    Keine Konzepte, keine Pläne, keine Finanzierung, dem abzuhelfen.
    DAS ist Deutschland -für mich- an jedem Tag des Jahres zu besichtigen bzw. zu erfahren.
    Und dann große Töne spucken, man will den Indopazifik kontrollieren.
    Häh???

    1. Bei mir in der Nähe hat die Bahn einen Streckenabschnitt umfangreich saniert. Wir haben eine Fotoserie vom großen Bauschild, auf dem das ursprünglich geplante Fertigstellungsdatum immer wieder nach vorne korrigiert wurde, oft durch Überklebung, manchmal kam auch ein vollständig neues Schild. Inzwischen ist es auf „Fertigstellung 2020“ stehen geblieben. Keine neue Überklebung. Fehlt das Geld für ein neues Schild? Es steht jedenfalls noch immer dort, vor einem kleinen Hügel aus irgendwelchem Baustoff.

    2. Weil in Deutschland die Infrastruktur so marode ist und die Panzer nur ein paar Kilometer
      weit kommen und vor einer gesperrten Brücke stehen bleiben müssen, versuchen unsere
      weitsehenden Politiker in den Indopazifik zu gelangen. Die Ammis haben ihnen erzählt,
      dass man dahin mit Schiffen fahren kann, weil es viel Wasser und keine Brücken gibt.
      Wahrscheinlich werden in der Marine jetzt kostenlos Kaugummis verteilt, um bei den
      maroden Kriegsdampfern die Löcher zu stopfen. Die Werften sollten in einem ausführlichen
      Kontakt zur Politik treten, damit nicht dringend benötigte Ersatzteile für die Kriegsschiffe, die
      aus China bezogen werden, sanktioniert werden.

  12. Ja wenn schon, dann richtig. Erst vergraulen wir einen zuverlässigen Rohstoff- und Energielieferanten. Und jetzt wollen wir China vergraulen. Respekt, das nenn ich mal konsequent. Brauchen wir ja beide nicht, wir haben Rohstoffe im Überfluss und stellen alles wichtige bei uns her. Wir haben die aller beste Infrastruktur, das aller beste Bildungssystem und überhaupt – WIR SIND DIE ALLERBESTEN 🙂 Wir können uns das alles leisten.

    Diese Bundesregierung und diese EU gehören abgeschafft! Man kann es langsam nur noch mit Sarkasmus ertragen und Alkohol.

  13. Liebe Frau Dagdelen, danke für die informativen
    Hintergründe.
    Es läuft also wie in der Ukraine. Agieren,
    in Position bringen, Opponieren.
    Nun, das sind komplexe Zusammenhänge.

    Die Deutschen wollen aber gar nicht so genau wissen, was da irgendwie falsch läuft.
    Sie sind so satt und fett gemästet,
    dass sie in dem Irrglauben leben,
    sie könnten einfach immer so weiter machen.
    Man ist mehr mit work life balance denn
    mit Arbeit beschäftigt und damit, wo der nächste bezahlte Urlaub hingeht als mit derlei
    geopolitischen Zusammenhängen.

    Nicht umsonst ist der Herr Pistolius ja
    -ach- so beliebt. Die Merkbefreiung
    ist des Deutschen hervorstechendste Tugend.

  14. Einen Versuch, China im südchinesischen Meer herauszufordern, kann man wohl als lächerlich betrachten. Jedenfalls wenn man das als isoliertes Ereignis betrachtet. Ich denke, dass Deutschland sich als Teil einer Konfrontation zwischen den alten, imperialen Mächten (dem „Westen“, wenn man so will) und den chinesischen Herausforderern sieht. Denn es geht natürlich bei der ganzen Aufrüstung nicht um Russland, das viel zu schwach ist, um eine Herausforderung für die EU/NATO/Westen zu sein.
    Es wird höchstwahrscheinlich zu einem Krieg kommen, der dann ein Weltkrieg wäre. Warum? Der Westen verliert an Boden, China profitiert vom „weiter so“ (ohne offenen Krieg). Und einzig ein Krieg wäre dazu geeignet, diesen Aufstieg aufzuhalten. Der Krieg gegen den Iran scheint mir Teil davon zu sein.
    Ich denke auch, dass wir in den nächsten Jahren sehen werden, dass die Rüstungsgüter, die Deutschland erwerben möchte, keineswegs der Verteidigung gegen einen Angreifer dienen werden, sondern für Angriffe in Drittschauplätzen (wie dem Iran) oder für maritime Operationen gegen China. Ein Seekrieg gegen Russland wäre jedenfalls für Europa sinnlos. Und Flugzeuge drehen ab, wenn sie in die Reichweite der gegnerischen Luftabwehr geraten. Das mussten auch die Amis erleben. (Okay, die haben geglaubt, die iranische Luftabwehr wäre komplett ausgeschaltet.)

  15. Wenn es nicht so traurig wäre, dann wäre es nur noch lächerlich was diese Regierung veranstaltet. Ist es noch der schlichte Größenwahn oder schon der blanke Irrsinn der hier seine Possen reißt? Nicht genug Russland ständig bis zum Einsatz von Atomwaffen zu reizen, jetzt will man sich auch noch mit China anlegen. Und eines ist gewiss, die Chinesen verstehen beim Thema Taiwan keinerlei Spaß und werden die passende Antwort darauf geben.
    Hitler brauchte 12 Jahre um Deutschland in Schutt und Asche zu legen. Merz wird das schneller schaffen und bei weitem auch sehr viel nachhaltiger.

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen