
Der Mensch beeinflusst das Klima – aber wie genau lässt sich sein Anteil an der Erderwärmung bestimmen? Zwischen Klimamodellen, wissenschaftlichen Unsicherheiten und politischen Gewissheiten stellt sich die Frage, wie belastbar die Zahlen sind, auf denen weitreichende Entscheidungen beruhen.
Fortsetzung der Artikel vom 3. August 2026, 17. August 2026, 25. August 2026, 1. September, 7. September und 1. Oktober Sie finden den ersten Teil hier. Der zweite Teil ist hier zu finden. Der dritte Teil ist hier zu finden. Den vierten Teil können Sie hier sichten. Teil fünf: hier zu finden. Teil sechs: Hier zu finden.
Der Mensch beeinflusst das Klima. Selbstverständlich tut er das! Acht Milliarden Menschen bauen Städte, roden Wälder, betreiben Landwirtschaft und Industrie und verbrennen Kohle, Öl und Gas. Das bleibt nicht ohne Folgen. Aber darum geht es in diesem Kapitel nur peripher.
Die ausschlaggebenden Fragen lauten: Wie groß ist der menschliche Anteil am Klimawandel – und wie verlässlich lässt er sich überhaupt bestimmen? Welche konkreten Folgen ergeben sich daraus? Und welche Maßnahmen sind wirksam und verhältnismäßig?
Statt vorschnell Katastrophenszenarien an die Wand zu malen und daraus immer weitreichendere Eingriffe abzuleiten, sollte zunächst geklärt werden, was wissenschaftlich belastbar ist, was tatsächlich hilft und ob Kosten, Nutzen und Nebenwirkungen in einem vernünftigen Verhältnis zueinanderstehen.
Der Weltklimarat IPCC gibt darauf inzwischen eine präzise – und für mich fragwürdige – Antwort. Die vom Menschen verursachte Erwärmung zwischen 1850–1900 und 2010–2019 beziffert er auf 0,8 bis 1,3 Grad Celsius, als wahrscheinlichsten beziehungsweise zentralen Schätzwert nennt der IPCC 1,07 Grad Celsius. Natürlichen Einflüssen schreibt er für diesen Zeitraum lediglich eine Temperaturwirkung zwischen minus 0,1 und plus 0,1 Grad zu. Äußerst zweifelhaft. Im Synthesebericht von 2023 heißt es entsprechend, menschliche Aktivitäten hätten die globale Erwärmung „eindeutig“ verursacht.[1]
Woher weiß man das? Ein Thermometer kann die Temperatur messen. Es kann aber nicht anzeigen, welcher Anteil davon vom Menschen verursacht wurde. Daneben steht nicht: 14,6 Grad Natur, 0,7 Grad Mensch. Damit sind wir bei einem wichtigen wissenschaftlichen Begriff:
Attribution
Attribution bedeutet in diesem Zusammenhang, eine beobachtete Klimaveränderung bestimmten Ursachen beziehungsweise Einflussfaktoren zuzuordnen.
Sie kommen morgens in die Küche und der Boden ist nass. Das können Sie sehen und messen. Aber warum ist er nass? Ist die Spülmaschine undicht? Hat jemand Wasser verschüttet? Ist durch das offene Fenster Regen hereingekommen?
Dieses Beispiel verdeutlicht den Unterschied zwischen Detektion und Attribution. Detektion bedeutet festzustellen, dass sich etwas verändert hat. Attribution bedeutet, die Ursachen dieser Veränderung zu bestimmen beziehungsweise verschiedenen Einflussfaktoren zuzuordnen.[2]
Wir wissen, dass sich die Erde seit dem 19. Jahrhundert erwärmt hat. Aber wir besitzen keine zweite Erde als Kontrollplaneten, auf der seit 1850 alles genauso abgelaufen ist wie auf unserer – nur ohne Industrialisierung und menschliche CO₂-Emissionen. Also arbeitet die Klimaforschung mit Beobachtungen, physikalischen Erkenntnissen, statistischen Verfahren und Klimamodellen. Vereinfacht gesagt wird untersucht, wie sich das Klima unter ausschließlich natürlichen Einflüssen entwickelt hätte und wie es sich unter Einbeziehung menschlicher Einflüsse entwickelt. Anschließend werden die Ergebnisse mit der beobachteten Entwicklung verglichen.[3]
Das ist ein wissenschaftliches Verfahren. Aber es ist keine direkte Messung des menschlichen Temperaturanteils. Dieser Unterschied ist wesentlich.
Aus Wahrscheinlichkeit wurde „Gewissheit“
Die Sprache des IPCC hat sich verändert. 1995 legten die vorliegenden Erkenntnisse nach Einschätzung des IPCC einen „erkennbaren menschlichen Einfluss“ auf das globale Klima nahe. 2001 sah der IPCC stärkere Belege dafür, dass der größte Teil der Erwärmung der vorausgegangenen 50 Jahre menschlichen Aktivitäten zuzuschreiben sei. 2007 galt dies als „sehr wahrscheinlich“. Heute heißt es: eindeutig.[4]
Aus einem erkennbaren Einfluss wurde innerhalb weniger Jahre weitgehende Gewissheit. Begründet wird dies mit längeren Messreihen, Satellitendaten, leistungsfähigere Computer, weiterentwickelte Modelle und ein besseres Verständnis des Klimasystems.[5] So weit, so gut. Trotzdem bleibt die interessierende und entscheidende Frage:
Wie belastbar ist die Quantifizierung des menschlichen Anteils?
Modelle sind Werkzeuge, keine Wirklichkeit
Ein Klimamodell ist eine mathematische Annäherung an ein ungeheuer komplexes System. Atmosphäre, Ozeane, Wolken, Wasserdampf, Eis, Vegetation, Sonnenstrahlung und Aerosole beeinflussen sich gegenseitig, wie ich in vorangegangenen Kapiteln dargelegt habe. Diese Erkenntnisse sind unbestreitbar. Manche Vorgänge lassen sich relativ gut physikalisch beschreiben, andere müssen vereinfacht oder – wie die Wissenschaft sagt – parametrisiert werden.
Parametrisierung bedeutet: Vorgänge, die ein Modell nicht detailliert berechnen kann, werden durch vereinfachte mathematische Beziehungen dargestellt. Das macht Klimamodelle deswegen nicht wertlos. Sie sind unverzichtbare wissenschaftliche Werkzeuge. Aber wie jedes Werkzeug haben sie Grenzen.
Ross McKitrick und John Christy verglichen 38 Modelle der CMIP6-Generation – also Klimamodelle aus der sechsten Phase eines internationalen Forschungsprogramms, in dem die Ergebnisse verschiedener Klimamodelle nach gemeinsamen Vorgaben miteinander verglichen werden – mit Temperaturdaten aus Satelliten, Wetterballons und sogenannten Reanalysen. Für den untersuchten Zeitraum 1979 bis 2014 erwärmten sich die unteren und mittleren Schichten der Troposphäre in sämtlichen untersuchten Modellen stärker als in den herangezogenen Mess- und Beobachtungsdaten. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass eine bessere Übereinstimmung mit den Beobachtungen niedrigere Werte der angenommenen Klimasensitivität erfordern würde.[6]
Damit stellt sich auch für den Laien eine naheliegende Frage: Wenn sämtliche untersuchten Modelle eine stärkere Erwärmung zeigen als die herangezogenen Mess- und Beobachtungsdaten, wie zuverlässig bilden diese Modelle dann die tatsächliche Klimaentwicklung ab? Klimamodelle beruhen schließlich nicht nur auf Messdaten und physikalischen Gesetzmäßigkeiten, sondern auch auf Annahmen und der modellhaften Darstellung komplexer Prozesse. Abweichungen zwischen Modell und Beobachtung sollten deshalb zumindest Anlass sein, die zugrunde liegenden Annahmen und die Aussagekraft der Modelle kritisch zu prüfen.
Auch der IPCC diskutiert Abweichungen zwischen Modellen und Beobachtungen. Das beweist zwar nicht, dass Klimamodelle grundsätzlich falsch sind. Aber es ist Vorsicht geboten, wenn aus Modellrechnungen politische Gewissheiten werden.
Der unterschätzte Einfluss natürlicher Klimaprozesse
Das Klima hat sich immer verändert – lange bevor der erste Mensch Kohle in eine Dampfmaschine schaufelte. Ozeanströmungen transportieren enorme Wärmemengen. El Niño und La Niña verändern Temperatur und Niederschläge auf großen Teilen der Erde. Vulkane können die Erde vorübergehend abkühlen. Sonnenaktivität, Wolken und Veränderungen innerhalb des gekoppelten Ozean-Atmosphäre-Systems wirken ebenfalls auf das Klima – wie in Kapitel 4 bereits erläutert.
Auch wenn der IPCC diese Faktoren nicht ignoriert, bleibt dennoch die Frage offen, wie genau ihre Wirkung und ihre Wechselwirkungen bekannt sind. Hier setzt beispielsweise die Klimaforscherin Judith Curry mit ihrer Kritik an. Sie bestreitet weder den Treibhauseffekt noch einen menschlichen Beitrag zur Erwärmung. Sie hält jedoch insbesondere die Unsicherheiten bei der natürlichen Klimavariabilität und der Klimasensitivität für bedeutsamer, als es die öffentliche Klimadebatte häufig vermittelt.[7]
Damit bleibt die entscheidende Frage: Wie belastbar ist die Quantifizierung des menschlichen Anteils?
Wie viel Mensch steckt im Klimawandel?
Entscheidend ist, wie der IPCC die beobachtete Erwärmung den verschiedenen Ursachen zuordnet. Wie zuvor dargelegt, unterscheidet er dabei zwischen menschlichen und natürlichen Einflüssen sowie der natürlichen internen Variabilität des Klimasystems.
Zu den menschlichen Einflüssen zählen vor allem zusätzliche, vom Menschen verursachte Emissionen von Treibhausgasen wie CO₂ und Methan sowie Aerosole und Veränderungen der Landnutzung. Zu den natürlichen Einflüssen gehören insbesondere Veränderungen der Sonnenaktivität und Vulkanausbrüche. Hinzu kommt die interne Variabilität – also natürliche Schwankungen innerhalb des Klimasystems selbst, beispielsweise durch das Zusammenspiel von Atmosphäre und Ozeanen.
Interessant wird es bei den Zahlen. Nach Einschätzung des IPCC haben die vom Menschen verursachten Treibhausgase die Erde zwischen 1850–1900 und 2010–2019 für sich genommen um 1,0 bis 2,0 Grad Celsius erwärmt. Gleichzeitig schreibt der IPCC anderen menschlichen Einflüssen, insbesondere Aerosolen, eine kühlende Wirkung zwischen 0 und 0,8 Grad zu. Vereinfacht gesagt: Der Mensch soll nach dieser Berechnung auf der einen Seite kräftig erwärmt und auf der anderen Seite einen Teil dieser Erwärmung selbst wieder gedämpft haben.
Auffallend und fragwürdig gering fällt dagegen der vom IPCC angenommene Beitrag der Natur aus. Natürliche äußere Einflüsse – beispielsweise Veränderungen der Sonnenaktivität oder Vulkanausbrüche – werden für diesen Zeitraum lediglich mit minus 0,1 bis plus 0,1 Grad angesetzt. Davon unterscheidet der IPCC die sogenannte, zuvor bereits angesprochene interne natürliche Variabilität. Gemeint sind Klimaschwankungen, die innerhalb des Klimasystems selbst entstehen, ohne dass dafür ein äußerer Anstoß wie zum Beispiel eine Veränderung der Sonnenaktivität notwendig wäre. Ein bekanntes Beispiel sind El Niño und La Niña: Durch Veränderungen der Meeresströmungen und des Wärmeaustauschs zwischen Ozean und Atmosphäre kann sich die globale Durchschnittstemperatur zeitweise erhöhen oder verringern. Für diese interne Variabilität setzt der IPCC einen Beitrag zwischen minus 0,2 und plus 0,2 Grad an.[8]
Das bedeutet freilich nicht, dass natürliche Schwankungen die globale Temperatur kurzfristig nur um höchstens 0,2 Grad verändern könnten. Ein starker El Niño kann die globale Durchschnittstemperatur eines einzelnen Jahres deutlich stärker beeinflussen. Die vom IPCC genannten plus/minus 0,2 Grad beziehen sich vielmehr auf den geschätzten Beitrag der internen Variabilität zur langfristigen Erwärmung zwischen dem Zeitraum 1850–1900 und dem Zehnjahresmittel 2010–2019 – also auf eine länger angelegte Betrachtungsweise.
Damit ergibt sich ein interessantes Bild: Die durch menschliche Treibhausgase verursachte Erwärmung soll nach Einschätzung des IPCC sogar größer als die tatsächlich beobachtete Erwärmung gewesen sein. Dass am Ende weniger davon übrigblieb, erklärt der IPCC vor allem mit gegenläufigen, ebenfalls vom Menschen verursachten Einflüssen – insbesondere der kühlenden Wirkung von Aerosolen. Nun gut.
Wenn ich dieser Erkenntnis auch nicht unbedingt folgen würde, ist die Erklärung vom IPCC physikalisch durchaus möglich. Schwefeldioxid aus Verbrennungsprozessen kann beispielsweise zur Bildung von Aerosolen beitragen, die Sonnenstrahlung reflektieren und dadurch kühlend wirken. Dabei ist deren Wirkung mit erheblich größeren Unsicherheiten verbunden als etwa der direkte Strahlungsantrieb durch CO₂ – also die Veränderung der Energiebilanz der Erde, die durch eine erhöhte CO₂-Konzentration und deren zusätzliche Absorption von Wärmestrahlung entsteht. Je nachdem, wie stark die kühlende Wirkung der Aerosole angesetzt wird, verändert sich zwangsläufig auch der Anteil der Erwärmung, der anderen Faktoren zugeschrieben wird.[9]
Hinzu kommt die Klimasensitivität. Sie beschreibt vereinfacht, wie stark sich die Erde langfristig erwärmt, wenn sich die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre verdoppelt. Der IPCC nennt für die sogenannte Gleichgewichts-Klimasensitivität einen wahrscheinlichen Bereich von 2,5 bis 4 Grad Celsius und 3 Grad als zentralen Schätzwert.[10]
Diese Spannbreite ist erheblich. Ob eine Verdoppelung des CO₂-Gehalts langfristig 2,5 oder 4 Grad Erwärmung bewirkt, macht für die Bewertung des menschlichen Einflusses einen beträchtlichen Unterschied.
Damit liegt der zu diskutierende Punkt auf dem Tisch: Der IPCC schreibt den größten Teil der langfristigen Erwärmung menschlichen Einflüssen zu und natürlichen Faktoren einen vergleichsweisen kleinen Anteil. Wie sicher aber sind die Annahmen, auf denen diese Zuordnung und damit die 1,07 Grad menschengemachte Erwärmung beruhen?
1,07 Grad
Der IPCC formuliert mit großer Gewissheit, dass der Mensch die gegenwärtige globale Erwärmung verursacht habe. Wesentlich weniger eindeutig lässt sich jedoch beziffern, wie groß dieser menschliche Anteil genau ist. Die häufig genannten 1,07 Grad sind keine exakt gemessene Größe, sondern der zentrale Schätzwert innerhalb einer Bandbreite von 0,8 bis 1,3 Grad, die der IPCC als „likely“, also als wahrscheinlich, einstuft.
Diese Unterscheidung ist grundlegend: Hohe Gewissheit über einen menschlichen Einfluss ist nicht dasselbe wie hohe Gewissheit über dessen genaue Größenordnung. Hinter dieser Quantifizierung stehen Unsicherheiten, die für die Bewertung des menschlichen Anteils keineswegs nebensächlich sind.
Der IPCC nennt selbst unter anderem Grenzen der Klimamodelle, Unsicherheiten bei der natürlichen internen Variabilität und Unsicherheiten bei einzelnen Strahlungsantrieben. Besonders groß sind sie bei den Aerosolen. Hier liegt ein grundsätzliches Problem der Attribution: Wenn mehrere Einflussgrößen nur innerhalb bestimmter Bandbreiten bekannt sind, kann auch die daraus errechnete Zuordnung nicht genauer sein als ihre wesentlichen Ausgangsgrößen.
Ein einfaches Beispiel verdeutlicht das Problem: Ein Mensch hat innerhalb eines Jahres fünf Kilogramm abgenommen. Diese fünf Kilogramm lassen sich exakt feststellen. Gleichzeitig hat er seine Ernährung verändert, mehr Sport getrieben, weniger Alkohol getrunken und ein Medikament eingenommen. Dass diese Faktoren das Körpergewicht beeinflussen können, ist bekannt. Wesentlich schwieriger ist jedoch die Frage, welchen Anteil jeder einzelne Faktor an den fünf Kilogramm hatte. Sind die jeweiligen Wirkungen nur innerhalb bestimmter Bandbreiten bekannt, lässt sich auch ihr Anteil am Gesamtergebnis nicht exakt bestimmen.
Ähnlich verhält es sich bei der Klimaattribution: Die beobachtete Temperaturveränderung ist einigermaßen messbar. Wie viel davon einzelnen menschlichen und natürlichen Einflussfaktoren zugerechnet werden kann, muss dagegen aus Beobachtungen, physikalischen Zusammenhängen, statistischen Verfahren und Modellen hergeleitet werden.
Auch die bereits erwähnte Klimaforscherin Judith Curry setzt hier an. Sie kritisiert die Sicherheit, mit der der menschliche Anteil quantifiziert wird, und verweist insbesondere auf Unsicherheiten bei der natürlichen Variabilität und der Klimasensitivität.[11] Attributionsergebnisse hängen ihrer Auffassung nach wesentlich davon ab, wie zuverlässig Klimamodelle menschliche und natürliche Einflussgrößen voneinander trennen können. Wird die natürliche Variabilität unterschätzt, kann ein größerer Teil der beobachteten Erwärmung dem Menschen zugerechnet werden; wird sie überschätzt, wäre das Gegenteil der Fall. Maßgebend ist deshalb nicht nur, ob Modelle die beobachtete Temperaturentwicklung reproduzieren können, sondern ob sie dies aus den richtigen Gründen tun.
Ein gutes Beispiel für diese Unsicherheiten ist die bereits erwähnte Klimasensitivität. Der IPCC hält bei einer Verdoppelung der CO₂-Konzentration langfristig eine Erwärmung zwischen 2,5 und 4 Grad für wahrscheinlich. Zwischen beiden Werten liegen 1,5 Grad – bezogen auf den unteren Wert immerhin ein Unterschied von 60 Prozent.
Auch John Christy und Ross McKitrick setzen an der Belastbarkeit der Modelle an. Ihre bereits erwähnten Vergleiche von CMIP6-Modellen mit Beobachtungsdaten zeigen für die untersuchten Troposphärenschichten eine systematische Überschätzung der Erwärmung durch die Modelle.[6] Daraus folgt nicht, dass der menschliche Einfluss verschwindet. Es folgt aber die berechtigte Frage, ob Modelle, die bestimmte Temperaturentwicklungen zu stark abbilden, zugleich als Grundlage für eine sehr weitgehende Quantifizierung des menschlichen Anteils dienen sollten.
Noch grundsätzlicher ist das Problem der natürlichen Variabilität. Der IPCC kommt zu dem Ergebnis, dass natürliche äußere Antriebe zur langfristigen Erwärmung seit dem 19. Jahrhundert nur einen sehr kleinen Beitrag geleistet haben. Doch diese Aussage setzt voraus, dass die natürlichen Prozesse ausreichend verstanden und ihre Größenordnungen hinreichend erfasst sind.
Darüber besteht keine vollständige wissenschaftliche Gewissheit. Über die Größenordnung einzelner natürlicher Einflüsse, ihre Wechselwirkungen und ihre Bedeutung für die langfristige Klimaentwicklung bestehen weiterhin Unsicherheiten – und in einzelnen Fragen auch unterschiedliche wissenschaftliche Einschätzungen.
Die 1,07 Grad sind deshalb keine gemessene Naturkonstante. Sie sind ein wissenschaftlich hergeleiteter zentraler Schätzwert, der auf Beobachtungen, physikalischen Erkenntnissen, statistischen Verfahren und Modellannahmen beruht. Das macht ihn nicht wertlos. Aber es macht einen Unterschied, ob eine Zahl gemessen oder unter bestimmten Annahmen hergeleitet wurde. Dieser Unterschied geht in der politischen und medialen Klimadebatte häufig verloren.
Wie sicher lässt sich der natürliche Anteil bestimmen?
Auf natürliche Einflussfaktoren wie Veränderungen der Sonnenaktivität, Vulkanausbrüche, Meeresströmungen und andere Formen natürlicher Klimavariabilität wurde bereits in Kapitel 4 ausführlich eingegangen. Sie sollen hier nicht erneut im Einzelnen behandelt werden. Die zu klärende Frage lautet vielmehr: Wie sicher lässt sich ihr Anteil an der beobachteten Erwärmung bestimmen?
Der IPCC kommt, wie dargelegt, zu einem relativ eindeutigen Ergebnis. Natürliche äußere Antriebe sollen zur Erwärmung zwischen 1850–1900 und 2010–2019 lediglich zwischen minus 0,1 und plus 0,1 Grad beigetragen haben. Für die interne natürliche Variabilität nennt er minus 0,2 bis plus 0,2 Grad.[8] Der langfristige Temperaturanstieg wird damit nahezu vollständig menschlichen Einflüssen zugerechnet.
Diese Gewichtung sollte jedoch näher beleuchtet werden. Natürliche Klimaschwankungen sind keine unbekannte Randerscheinung. Die Klimageschichte zeigt erhebliche Temperaturveränderungen lange vor der Industrialisierung. Daraus folgt selbstverständlich nicht, dass auch die heutige Erwärmung überwiegend natürlich sein muss. Es zeigt aber, dass das Klimasystem aus sich heraus und aufgrund natürlicher äußerer Einflüsse beträchtliche Veränderungen hervorbringen kann.
Das eigentliche Problem liegt deshalb in der Trennung der Ursachen. Die beobachtete Temperaturentwicklung ist das Ergebnis vieler gleichzeitig wirkender Prozesse. Der anthropogene Einfluss lässt sich nicht einfach messen und anschließend vom natürlichen Anteil abziehen. Beide müssen anhand ihrer erwarteten räumlichen und zeitlichen Muster, physikalischer Zusammenhänge, Beobachtungsdaten und Modellrechnungen voneinander unterschieden werden.
Dabei spielt die Länge der betrachteten Zeiträume eine erhebliche Rolle. Kurzfristige natürliche Schwankungen wie El Niño und La Niña können die globale Mitteltemperatur deutlich beeinflussen, ohne deshalb einen langfristigen Erwärmungstrend zu erklären. Umgekehrt können längerfristige Veränderungen innerhalb der Ozeane und des gekoppelten Ozean-Atmosphäre-Systems über Jahrzehnte wirken. Deren Größenordnung und Verlauf sind für die Attribution von Bedeutung.
Auch die Sonne verdeutlicht das Problem. Die direkte Veränderung der Sonneneinstrahlung seit Beginn zuverlässiger Satellitenmessungen ist vergleichsweise klein und reicht nach Einschätzung des IPCC nicht aus, um die jüngste globale Erwärmung zu erklären.[12] Daraus folgt jedoch zunächst nur, dass die gemessene Veränderung der direkten solaren Einstrahlung als Erklärung nicht genügt. Die Frage, wie sämtliche natürlichen Prozesse und ihre Wechselwirkungen über längere Zeiträume zusammenspielen, ist damit nicht automatisch beantwortet.
Es wäre deshalb falsch, die gegenwärtige Erwärmung vorschnell überwiegend natürlichen Ursachen zuzuschreiben. Ebenso falsch wäre es, natürliche Einflüsse aufgrund der starken anthropogenen Attribution des IPCC als weitgehend bedeutungslos abzutun. Wissenschaftlich entscheidend bleibt, wie zuverlässig beide Anteile voneinander getrennt werden können.
An diesem Punkt zeigt sich ein grundlegender Unterschied zwischen wissenschaftlichem Befund und öffentlicher Botschaft: Wissenschaft arbeitet mit Bandbreiten, Wahrscheinlichkeiten und Unsicherheiten. In Politik und Medien verschwinden diese Einschränkungen nicht selten hinter „eindeutigen“ Aussagen und „alternativlosen“ Konsequenzen. In meinen Augen: grober Unfug!
Vom wissenschaftlichen Befund zur politischen Gewissheit
Bis hierher ging es um Wissenschaft. Um Messungen, Modelle, Wahrscheinlichkeiten, Bandbreiten und Unsicherheiten. In der politischen und medialen Kommunikation bleibt davon häufig wenig übrig. Aus einer komplexen Attributionsfrage wird ein einfacher Satz: Der Klimawandel ist menschengemacht.
So erklärte Bundesumweltminister Carsten Schneider 2025 im Bundestag schlicht: „Dieser Klimawandel ist menschengemacht.“ Er werde vor allem durch das Verbrennen fossiler Energieträger verursacht.[13] Das Umweltbundesamt bezeichnet den menschengemachten Klimawandel unter Berufung auf den IPCC sogar als „definitive Tatsache“.[14]
Auch in den Medien wird entsprechend formuliert. Der ARD-„Faktenfinder“ erklärte 2025 die Aussage Alice Weidels, ein alleiniger, monokausaler Nachweis des menschengemachten Klimawandels sei nicht erbracht, kurzerhand für „falsch“ und verwies auf den IPCC sowie den wissenschaftlichen – in Wirklichkeit nicht vorhandenen – Konsens.[15]
Sogenannte Faktenchecker sind für mich ohnedies fast ausschließlich narrativ-unterstützendende Propagandaorgane, die alles andere als neutrale, objektive Aufklärung betreiben – sie sind eher Faktenverdreher wie die Corona-Zeit gezeigt hat. Sie unterstützen feststehende, nicht evidenzbasierte und wissenschaftlich nicht abgesicherte politische Entscheidungen mit verdrehten „Checks“. Sie reden der Politik nach dem Mund.
Natürlich kann eine politische oder journalistische Darstellung nicht jedes Mal einen hundertseitigen wissenschaftlichen Bericht wiedergeben. Sie muss vereinfachen. Vereinfachung darf aber nicht dazu führen, dass aus Wahrscheinlichkeiten Gewissheiten und aus Bandbreiten scheinbar unumstößliche Wahrheiten werden.
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Aussage Angela Merkels aus dem Jahr 2019. Sie formulierte wesentlich vorsichtiger. Man müsse entscheiden, ob man das Risiko eingehen wolle zu sagen, der Klimawandel sei gar nicht menschengemacht, oder ob genügend Evidenz für einen menschlichen Einfluss vorliege, um im Interesse zukünftiger Generationen zu handeln.[16]
Das ist etwas anderes als die Behauptung, jede Einzelheit des menschlichen Klimaeinflusses sei abschließend geklärt. Merkel argumentierte im Kern nach dem Prinzip der Vorsorge: Wenn ein erhebliches Risiko besteht, sollte gehandelt werden, auch wenn noch nicht jede wissenschaftliche Frage abschließend beantwortet ist. Über das Ausmaß und die Verhältnismäßigkeit dieses Handelns lässt sich streiten. Wissenschaftlich sauberer ist eine solche Formulierung allemal.
Kritisch wird es für mich dort, wo wissenschaftliche Erkenntnis und politische Schlussfolgerung miteinander verschmelzen. Aus „Der Mensch trägt wesentlich zur Erwärmung bei“ wird dann schnell: „Der Mensch verursacht den Klimawandel“, also muss Maßnahme X umgesetzt werden.
Selbst wenn der menschliche Anteil an der Erwärmung exakt bekannt wäre, blieben politische Fragen offen: Welche Maßnahmen sind wirksam? Was kosten sie? Welche Nebenwirkungen haben sie? Wie groß ist der deutsche Einfluss auf das Weltklima? Welche Rolle spielen Anpassung, technischer Fortschritt oder Kernenergie? Und welches Maß an Wohlstandsverlust und Einschränkung individueller Freiheit ist für welchen erwarteten Klimaeffekt gerechtfertigt?
Auch jeder Bürger – der sich als mündig und informiert bezeichnet – sollte sich diese Fragen stellen, anstatt wie so mancher denkbetreuter und fremdgesteuerter Tagesschaupapagei die sich immer wiederholenden, einseitigen Narrative der Machthaber nachzuplappern. Durch Wiederholung entsteht Vertrautheit, die oftmals in scheinbare Gewissheit übergeht.
Das sind keine naturwissenschaftlichen Fragen, das sind politische Abwägungen. Wer politische Entscheidungen mit dem Satz „Die Wissenschaft sagt …“ für alternativlos erklärt, verwischt diese Grenze. Wissenschaft kann Erkenntnisse liefern, Risiken abschätzen und Szenarien berechnen. Sie kann der Gesellschaft und deren Vertreter aber nicht die politische Entscheidung abnehmen. Die Corona-Zeit zeigte, wohin das geführt hat. Heute nachweislich falsche Einschätzungen wissenschaftlicher „Experten“ wurden als Gewissheiten verkauft und absolut sinnlose Maßnahmen wie Lockdowns, Maskenpflicht, 3G, 2G, Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit als alternativlos erklärt und umgesetzt. Ähnliche, weitreichende Fehler werden in meinen Augen in der Klimapolitik begangen.
Mein Fazit: Einfluss ja – aber Katastrophe?
Der Mensch beeinflusst das Klima. Daran habe ich nach allem, was ich bisher ausgewertet habe, keinen ernsthaften Zweifel. Zweifel habe ich dagegen an der Sicherheit, mit der dieser Einfluss quantifiziert wird – und noch mehr an den politischen Schlussfolgerungen, die daraus gezogen werden.
Denn selbst wenn man die Einschätzung des IPCC übernimmt und dem Menschen den größten Teil der jüngeren Erwärmung zuschreibt, bleibt eine weitere Frage offen: Was bedeutet diese Erwärmung konkret für den Menschen?
Eine Veränderung der globalen Durchschnittstemperatur ist zunächst eine statistische Größe. Menschen leben nicht in einer globalen Durchschnittstemperatur, sondern unter völlig unterschiedlichen klimatischen Bedingungen – in München ebenso wie in Singapur, Helsinki oder Dubai. Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob sich ein globaler Mittelwert um ein oder zwei Grad verändert, sondern welche konkreten Folgen daraus regional entstehen und wie gut sich Menschen, Landwirtschaft, Städte und Infrastruktur daran anpassen können.
Das bedeutet keineswegs, Hitze oder andere Klimarisiken kleinreden zu wollen. Extreme Hitze kann Menschen töten – wobei es laut einer von “The Lancet Planetary Health“ durchgeführten Studie neunmal mehr Kältetote als Hitzetote zu beklagen gibt. Dürren können Ernten schädigen, Starkregen kann enorme Schäden verursachen und dergleichen. Ebenso richtig ist aber: Menschen passen sich seit Jahrtausenden an sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen an. Wohlstand, Technik, medizinische Versorgung, Bewässerung, Hochwasserschutz, Bauweise und funktionierende Infrastruktur entscheiden wesentlich darüber, ob klimatische Veränderungen zur Katastrophe werden oder beherrschbar bleiben.
Doch aus einem menschlichen Einfluss auf das Klima folgt weder zwangsläufig eine Katastrophe noch die Notwendigkeit jeder Maßnahme, die mit Klimaschutz begründet wird. Maßgebend ist vielmehr, welche konkreten Folgen die Erwärmung tatsächlich hat, welche Maßnahmen überhaupt wirksam sind und ob deren Kosten, Nebenwirkungen und Eingriffe in einem vernünftigen Verhältnis zum erwarteten Nutzen stehen.
Über diese Fragen müsste debattiert werden – nicht über Glaubensbekenntnisse.
Quellen
[1] IPCC: Climate Change 2021: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Sixth Assessment Report, Summary for Policymakers, insbesondere A.1.3; sowie IPCC: Climate Change 2023: Synthesis Report, Summary for Policymakers. Angaben zur vom Menschen verursachten Erwärmung von 0,8 bis 1,3 °C und zum zentralen Schätzwert von 1,07 °C.
[2] IPCC: Climate Change 2001: The Scientific Basis. Third Assessment Report, Working Group I. Abschnitte zu „Detection and Attribution“ und zur Unterscheidung zwischen dem Nachweis einer Klimaveränderung und der Zuordnung ihrer Ursachen.
[3] IPCC: Climate Change 2007: The Physical Science Basis. Fourth Assessment Report, Working Group I, Kapitel 9: „Understanding and Attributing Climate Change“. Darstellung der Methoden zur Detektion und Attribution von Klimaveränderungen.
[4] IPCC: Second Assessment Report (1995/1996), Third Assessment Report (2001), Fourth Assessment Report (2007) sowie Sixth Assessment Report (2021). Aussagen zur Entwicklung der Einschätzung des menschlichen Einflusses auf das Klima – vom „discernible human influence“ bis zur heutigen Einstufung des menschlichen Einflusses als „unequivocal“.
[5] IPCC: Climate Change 2021: The Physical Science Basis, Working Group I, Kapitel 3: „Human Influence on the Climate System“. Darstellung der Fortschritte und verbleibenden Unsicherheiten bei Detektion und Attribution sowie der Rolle von Beobachtungen und Klimamodellen.
[6] Ross McKitrick / John Christy: „Pervasive Warming Bias in CMIP6 Tropospheric Layers“, Earth and Space Science, Vol. 7, 2020, e2020EA001281, DOI: 10.1029/2020EA001281. Vergleich von 38 CMIP6-Modellen mit Satelliten-, Wetterballon- und Reanalysedaten für 1979–2014.
[7] Judith A. Curry: Veröffentlichungen und Stellungnahmen zur Unsicherheit der Klimaattribution, zur natürlichen Klimavariabilität und zur Klimasensitivität; insbesondere ihre Arbeiten und Analysen zur Unsicherheit bei der Quantifizierung des anthropogenen Anteils an der Erwärmung.
[8] IPCC: Climate Change 2021: The Physical Science Basis, Working Group I, Summary for Policymakers, A.1.3. Treibhausgase: Erwärmungsbeitrag 1,0 bis 2,0 °C; andere menschliche Einflüsse, vor allem Aerosole: Abkühlung 0 bis 0,8 °C; natürliche Antriebe: −0,1 bis +0,1 °C; interne Variabilität: −0,2 bis +0,2 °C.
[9] IPCC: Climate Change 2021: The Physical Science Basis, Working Group I. Abschnitte zum Strahlungsantrieb anthropogener Aerosole und zu den damit verbundenen Unsicherheiten; siehe insbesondere Summary for Policymakers und Kapitel 7 „The Earth’s Energy Budget, Climate Feedbacks, and Climate Sensitivity“.
[10] IPCC: Climate Change 2021: The Physical Science Basis, Working Group I, Summary for Policymakers, Abschnitt D.2. Die Gleichgewichts-Klimasensitivität (Equilibrium Climate Sensitivity, ECS) wird mit einem zentralen Schätzwert von 3 °C und einem wahrscheinlichen Bereich von 2,5 bis 4 °C angegeben.
[11] Judith A. Curry: Analysen zur Detektion und Attribution des Klimawandels sowie zur Bedeutung natürlicher Variabilität und zur Unsicherheit der Klimasensitivität. Curry kritisiert insbesondere die Sicherheit, mit der der anthropogene Anteil quantifiziert und öffentlich kommuniziert wird.
[12] IPCC: Climate Change 2021: The Physical Science Basis, Working Group I, insbesondere Kapitel 3 „Human Influence on the Climate System“ und Summary for Policymakers. Bewertung natürlicher Antriebe wie Sonnenaktivität und Vulkanismus sowie der internen Variabilität im Verhältnis zum anthropogenen Einfluss.
[13] Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll, Rede von Bundesumweltminister Carsten Schneider, 2025. Aussage: „Dieser Klimawandel ist menschengemacht“ und Verweis auf die Verbrennung fossiler Energieträger als wesentliche Ursache.
[14] Umweltbundesamt: „Beobachteter Klimawandel“, Darstellung des anthropogenen Klimawandels unter Bezugnahme auf den Sechsten Sachstandsbericht des IPCC; Bezeichnung des menschlichen Einflusses auf das Klimasystem als „definitive Tatsache“.
[15] ARD/Tagesschau, Faktenfinder: Faktencheck zum ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel, 2025. Bewertung ihrer Aussage zum fehlenden „alleinigen, monokausalen Nachweis“ des menschengemachten Klimawandels unter Bezugnahme auf IPCC und wissenschaftliche Attributionsforschung.
[16] Bundesregierung: Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Petersberger Klimadialog 2019 beziehungsweise entsprechende Äußerungen Merkels zur Evidenz des menschengemachten Klimawandels und zur politischen Abwägung des Risikos für zukünftige Generationen.
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Ach, schon wieder der vom Heartland Institute gesteuerte Lobbyist der fossilen Industrie darf hier immer noch schreiben?
Hat sich Overton jetzt endgültig auf die Seite des Großkapitals geschlagen?
Habs mir noch nicht durchgelesen, aber bei der lange geforderten Literaturliste sieht man auf den ersten Blick wie dünn belegt der Text ist: Er listet fast nur Gegner, hauptsächlich die IPCC verlinkt. Denen dreht er dann das Wort um, so wie das der Heinz in den Kommentaren der letzten Folgen machte mit allerlei, z.B. den Wissenschaftlern, die keine Angaben zu den gesamten Auswirkungen der globalen menschengemachten Erwärmung machten. 2 kritische Wissenschaftler tauchen auf, was man genauer ansehen müsste. Das ist eben das Problem, wenn man meint, es besser zu wissen als echte Wissenschaftler – dann müsste man selbst Forschung liefern. Davon ist natürlich weiterhin nichts zu sehen oder dass er sich wirklich mit der Physik auseinander setzt. Da müsste man erst einmal das lernen, was Stand der Lehre ist.
Am Enden noch was palavern von „Glaubensbekenntnissen“ – zum Glück macht Eike ja keine PR für Ölkonzerne, sondern nur knallharte Forschung – gell Mr. Froschauer? Der Text wird eben wieder nicht einem wissenschaftlichen Anspruch gerecht. Es sieht jetzt mit der Literaturliste etwas mehr aus als ob für die AfD-Rentner und andere Spinner, die sich eh nicht ändern wollen, und es schon immer wussten. Aber das mit den Glaubensbekenntnissen gilt ja nur für die Andern, die nicht auf die PR von Eike reinfallen wollen.
Jedenfalls freue ich mich wieder auf mögliche Kommentare von ehrlichen Physikern. Da kann man dann tatsächlich was lernen. Mit dem Text lernt man nichts. Damit kriegt ein Eike-Anhänger nur seine Meinung bestätigt. Und noch einmal: In Anbetracht, was wir diesen Sommer wieder erlebt haben und immer noch in weiten Teilen Deutschland Dürre herrscht, ist das schon frech, was der Herr Froschauer hier versucht, auch wenn es letztlich keinerlei Auswirkungen hat.
der weltweite co2 Anstieg wird höheren Ortes diskutiert
aber dort auch nicht gelöst
https://www.arte.tv/de/videos/106684-006-A/50-shades-of-greek/
Jetzt hat der Autor also erst in insgesamt 7(!) Teilen Quark breitgetreten, um dann am Ende doch, auf dem Niveau, das wir von den „Skeptikern“ seit über 20 Jahren sehen, die Talking Points nachzubeten, die von den einschlägigen Think Tanks ersonnen wurden, um die Diskussion ewig offen zu halten, die uralte Strategie, mit der die Tabakindustrie den Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs vernebeln wollte. Glückwunsch.
Naja. Es gibt ja durchaus auch Leute, die die Verteuerungen durch CO2-Bepreisung nicht so locker wegstecken und die das Schwinden ihres kleinen Wohlstands als den Krebs in ihrem Leben ansehen.
Wenn man dann auf der andere Seite sieht, wie mit beiden Händen Geld in Militärtechnik und heiße Kriege, geschaufelt wird, wo ganz direkt massenweise Menschen leiden und sterben, ist Klima plötzlich komplett außen vor.
Da muss ich dann sagen, da sehe ich nicht, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, sondern eine Ideologie, die nur mit der Sorge um die zukünftigen Lebensbedingungen spielt und über momentane komplett ungerührt hinweg sieht. Auf der einen Seite autoritär die zukünftige Welt vor dem verändernden Klima retten wollen, auf der anderen ganz direkt die Menschen leiden und sterben lassen.
Da liegt es doch nahe zu vermuten, dass die Rettung auch zukünftig zukünftig sein wird, und das konkrete Leben auch zukünftig zwänglerisch eingeschränkt und künstlich verteuert wird. Freie Gesellschaften haben sich in der Vergangenheit dadurch ausgezeichnet, dass die nicht im Jetzt Opfer und Entbehrung für ein Paradies irgendwann versprachen, sondern den Menschen das jetzt Mögliche zugestanden.
Der IPCC wurde nur zu diesem Zweck gegründet um uns weißzumachen das der Klimawandel menschengemacht sei.
Richtig ist, das durch Geoengineering das Klima beeinflußt wird, alles weitere ist glatt gelogen.
Vielen Dank für diesen ausführlichen und differenzierten Artikel. Das Ergebnis der Klimamodelle sind stark abhängig von den gewählten Parametern. Als Elektroingenieur denke ich gern in Frequenzen. Vielleicht hilft das hier weiter:
Der Mensch hat erst vor 150 Jahren die Möglichkeit gehabt, das Klima zu beeinflussen – und so richtig los ging es damit erst vor 50 Jahren. Das ist sehr sehr wenig im Vergleich zur gesamten Geschichte der Erde. Die Dinosaurier sind vor etwas mehr als 50 Millionen Jahren ausgestorben. 50 Jahre gegen 50 Millionen Jahre. Wenn ich die 50 Jahre auf einer Strecke von 5 mm auf Millimeterpapier abtrage (also 1 mm für 10 Jahre), dann bräuchte ich einen Bogen von 1.000 Meter Länge, um ganz am Ende das Aussterben der Dinosaurier darauf aufzutragen. Und auf der y-Achse tragen wir die Temperatur auf. Das Leben auf der Erde ist wasserbasiert, über 100° ist damit Schluss. Mit einer Temperaturerhöhung von 1° schöpfen wir bereits 1% der Bandbreite aus, in der Leben möglich ist.
Die Temperatur hat sich auch früher schon geändert. Im Zeitmaßstab der Erde sind Veränderungen, die sich innerhalb von 50 Jahren abspielen, extrem hochfrequent. Die Frage ist: Ging das damals auch so schnell? Der Ausbruch großer Vulkane kann die Temperatur auf der Erde sprunghaft verändern, aber das ist ein singuläres Ereignis, was der Mensch gerade macht, scheint eher dem Effekt einer ganzen Kette von Vulkanausbrüchen zu gleichen. In dem Punkt muss ich Angela Merkel recht geben, als sie fragte, ob „genügend Evidenz für einen menschlichen Einfluss vorliege, um im Interesse zukünftiger Generationen zu handeln.“
Was wir jetzt gerade tun, ist aber der völlig falsche Weg. Anstatt unsere wirtschaftliche Aktivität zu begrenzen und zu verringern, verballern wir auch die letzten Ressourcen der Erde – angeblich um das Klima zu retten, in Wirklichkeit aber, um den Elefanten im Raum immer neues Futter zu geben und der heißt: Wachstum um jeden Preis. So wird das nichts.
Exakt. Ressourcen sparen. Dann reduziert sich CO2 von selbst. Zumal wir eh jetzt schon in immer weniger Zeit immer mehr Ressourcen verballern.
Das Schlimme ist, dass gerade jetzt mit dem unbedingten Willen nach Krieg riesiege
Mengen an Ressourcen verballert werden, die für uns Menschen und auch den Tieren
viel wichtiger wären. Der erste Schritt diesen Planeten als wichtigen Lebensraum zu nutzen,
wäre das Austauschen der politischen Führung und noch wichtiger, dass Entmachten der
Superreichen.
Die klassische AfD-Argumentation. Laut AfD-Programm ist der Klimawandel nur durch Simulationen am Computer entstanden. Nichts falscher als das. Die Klimaforschung begann, weil man wissen wollte, warum die Alpengletscher jetzt 1000 Meter früher enden als vor 100 Jahren. Über irgendwelche Szenarien zu diskutieren, bringt in diesen Kreisen nichts. Fakten, das was man sieht. Zum Beispiel das hier:
https://x.com/SchaafAmBerg/status/2110773066099839281
Das Finden anderer Ursachen, das hat doch EIKE jahrzehntelang versucht. Vor etwa zehn Jahren sind sie damit hläglich gescheitert. Da ist eben nichts.
Die andere Seite ist eben die, dass im Zuge der Erneuerbaren Techniken entstanden sind, die eindeutige Vorteile haben. 92 Prozent des weltweiten Invests im Energiebereich gehen inzwischen in Erneuerbare. Und auch das E-Auto und die Wärmepumpe werden sich durchsetzen. Diese Techniken sind einfach besser und billiger als die alten.
Und nebenbei sind die Smogalarme und die Schadstoffe in der Luft weitgehend verschwunden. Herr Froschauer ist doch sehr in der Minderheit, wenn er das vermisst.
Trotzdem verbrauchen wir, wenn wir nur Verbrenner durch E-Autos ersetzen, noch mehr Rohstoffe. Denn ein durchnittlicher Verbrenner wiegt 500 – 1000 kg mehr als ein Verbrenner. Und Windkraftanlagen bestehen aus Hightech-Werkstoffen, die bei der Produktion ebenfalls CO2 produzieren.
Das Fraunhoferinstitut in Darmstadt hat ermittelt, dass ein Dieselfahrzeug beim derzeitigen Strommix 150000 km fahren müsste, bis dieses mehr CO2 als das E-Auto produziert, selbst bei ausschließlich erneuerbarer Energie wären das immer noch 40000 km.
Wir müssen Ressourcen sparen, das ist der Fakt!!
Athur_C: Das Wiederauftauchen von Ötzi durch den Rückgang der Gletscher zeigt aber
auch, dass die Gletscher vor 4.000 Jahren auch einmal auf dem heutigen Stand waren,
sonst wäre Ötzi nicht unter dem wieder ansteigendem Eis verschwunden. Man muß
beim Klima auch den Blick über den Tellerand wagen und sich auch die Dinge ansehen,
die wesentlich mehr Einfluß auf unsere Erde haben als der Mensch. Da ist vor allem
die Aktivität der Sonne, die wie man schon weiß in den letzten 75 Jahren zugenommen
hat. Dazu, oder sogar von der Sonnenaktivität ausgelöst, kommt das Verändern des
Erdmagnetfeldes. Die Magnetische Nord- und Südpole sind in den letzten 100 Jahren
um fast 2000 Km gewandert. Das hat sicherlich einen großen Einfluß auf u.a. dem Golfstrom.
Wir sollten uns auf das konzentrieren auf was wir mit unserem Wirken wirklich sichtbaren
Einfluß nehemn können und das ist der Umweltschutz. Da stehen ganz vorne auf der Liste
die Umweltgifte, die wir als Pestizide und Fungizide auf die Felder sprühen. Die sind haupt-
sächlich am Verschwinden von 72 % der Insekten in den letzten 35 Jahren verantwortlich.
Auch das Reduztieren von Microplastik ist dringend notwendig. Mit der unsinnigen Energie-
produktion mit Windkraftanlagen oder Sonnenkollektoren haben wir den Eintrag von Mikro-
plastik erheblich vergrößert.
„Wir wissen, dass sich die Erde seit dem 19. Jahrhundert“ _wieder einmal in seiner langen Erdgeschichte_ „erwärmt hat.“ wäre eine vollständige Aussage. Und diese Aussage würde ein ganz anderes, vollständig erhellendes Licht werfen als die nur unvollständige Teilaussage, die aber nur so im Artikel steht.
„Klimamodelle beruhen schließlich nicht nur auf Messdaten und physikalischen Gesetzmäßigkeiten, sondern auch auf Annahmen und der modellhaften Darstellung komplexer Prozesse.“ Hier wird ein beschönigendes Bild von Modellen gezeichnet. Komplexe Modell wie Klimamodelle zeichnen sich dadurch aus, dass in ihnen hunderte, gar tausende offene (vom Modellierer bestimmbare) und versteckte (von der Basisprogrammierung vorgegebene) Parameter enthalten. Die Modellierer können nun so lange mit diesen Parametern „herumspielen“, bis ein _ihn richtig erscheinendes_ Ergebnis herauskommt.
Was ihnen richtig erscheint wird durch Vorurteile (entweder eigene oder solche des Auftraggebers) bestimmt.
Ein Pionier und Fachmann von Modellen und Simulationen hat gesagt, dass man mit Simulationen nicht ermitteln kann, was kommen wird, sondern nur ermitteln kann, was _ausgeschlossen ist, dass es kommen wird_! Man kann nicht positive Aussagen treffen („das und das wird eintreten“) sondern nur negative („das und das kann NICHT eintreten“).
Wir werden so massive belogen und gerade Wissenschaftler machen bei diesem Lügen an vorderster Front mit, weil das deren Existenzgrundlage, ihr Broterwerb geworden ist!
Ich habe mal versucht, Zahlen zu erhalten.
Was ist an CO2 in den Teilsystemen?
Atmosphäre: 3400 Gt
Ozeane: 140.000 Gt
Böden: 5500 Gt
Wälder: 3200 Gt
Produziert werden vom Menschen durch Verbrennung: 43 Gt/a
Natürlich: 750 – 800 Gt/a
U.a. menschl. Atmung: 1,4 – 16 Gt/a
Gt = Gigatonne = 1.000.000.000 t
Man sieht die Unsicherheit der natürlichen Produktion, die im Bereich der menschlichen Produktion liegt.
Ich habe dann mal für 176 Jahre die gesamte durch Produktion zugefügte CO2 Menge abgeschätzt. Das dürften so um die 2500 bis 3500 Gt gewesen sein. Der Anstieg ist jedoch im gleichen Zeitraum nur 1200 Gt. Dazu kommt jedoch der Zuwachs durch Regenwaldvernichtung: 50% des Regenwaldes wurden vernichtet, was etwa 1500 – 3400 mehr CO2 in die Atmosphäre brachte, je nach Verbrennungsrate.
Das bedeutet in der Bilanz:
Angenommen, der Zuwachs ist ausschließlich vom Menschen verursacht:
Produktion 2500 – 3500 Gt
Waldabholzung 1500 – 3400 Gt
– Verbleib – 1200 Gt
Schwund 2800 – 5700 Gt (Verbleib in den Senken)
Die Schwankbreiten ergeben sich aus nicht vorhandenen Daten. Nie, zu keinem Zeitpunkt kann man exakte Werte bekommen. Darum sind auch irgendwelche Temperaturangaben mit zwei Nachkommastellen bei einer Schwankbreiten von 1,5 Grad Unsinn und müsste jedem Statistiker und Mathematiker mindestens Kopfschmerzen bereiten,
Im Übrigen, das Meer ist hier wohl die größte Senke, und dies in mehrfacher Hinsicht, weil nämlich mit mehr Eintrag darein auch der Anteil davon steigt, der irreversibel am Meeresboden verbleibt und dem Kreislauf entzogen wird, so wie es Jahrmillionen mit der abgestorbenen Vegetation an Land geschah.
Die natürlichen Variabilitäten sind m.E. gar nicht messbar bzw. quantifizierbar. Aber selbst die Messung auf dem Mauna Loa zeigen die jahreszeitlichen Schwankungen. Doch das ist nur eine Messstation. Das wäre so, als würde man von der Temperatur in der Wüste auf die Gesamttemperatur der Erde schließen, und dabei noch die natürliche Schwankung von Tag und Nacht weglässt.
Wenn wir die fehlenden 50% des Regenwaldes z.B. wieder aufforsten, würden zudem ca. 3000 Gt CO2 der Atmosphäre entzogen, natürlich nur in der Summe, pro Jahr wären das etwa 1/75 davon, also etwa 40 Gt. Komisch, nicht wahr? In etwa die Menge, die zurzeit produziert wird. Was schließen wir daraus?
Ganz unabhängig von dem Klimaeffekt, der deutlich die mittlere Temperatur dieser Fläche senkt, die immerhin mehrere Millionen qkm sind. Dieser Temperatureffekt liegt bei 4 – 5 Grad, in ganz heißen Regionen sogar bei 10 Grad. Auch der Wasserhaushalt ändert sich, und damit auch die Möglichkeit von Ackerbau… Also?
Verbrenner reduzieren, im Maße, denn Erdöl wird für wichtigere Dinge als Verbrennung genutzt, Ressourcen einsparen, ganz wichtig, nicht weiter so wirtschaften mit Überproduktion. Lokaler produzieren statt immer globaler … Ressourcen sinnvoll einsetzen, statt für Rüstung zu Verballern. Dann wird das was. Ach, und dass der Mensch meint, er kann ungestraft direkt neben ständig variierenden Wasserständen zu leben, ohne sich darauf einzustellen, dass diese mal extremer variieren, dem sollte spätestens nach dem Tsunami im indischen Ozean klar sein, dass das nicht geht. Oder war der etwa auch menschengemacht? (Sarkasmus Anfang) Nein, den hat Putin zu verantworten (Sarkasmus Ende).
Die Frage, welchen Anteil der Mensch am Klimawandel hat, ist aus politischer Sicht mittlerweile kaum noch relevant. Vor 50 Jahren konnte man sich vielleicht noch vorstellen, die Menschheit könne da gegensteuern. Mittlerweile ist klar, der Klimawandel ist da. Damit muss man jetzt umgehen. Wir bräuchten massive Investition in Katastrophenschutz und Baumaßnahmen gegen Hitzewellen, Überflutungen etc. Die Landwirtschaft müsste jetzt diversifiziert werden.
Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Und niemand bemüht sich, es vor dem Ertrinken zu retten. Während das Kind absäuft steht die Dorfgemeinschaft um den Brunnen und diskutiert darüber, wie der Sturz passiert ist.
Und wenn man sich die globale Kriegstätigkeit und den „KI“-Ausbau ansieht, könnte man das Bild dahingehend erweitern, dass die Dorfgemeinschaft auch noch Steine in den Brunnen hinterherwirft.
Und es gilt auch hier wieder klarzustellen:
Begriffe wie „Treibhauseffekt“ oder „Strahlungsantrieb“ sind von PR-Firmen gezielt ausgewählte und über Insitutionen wie dem IPCC in die Diskussion eingeführte Begriffe um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Jeder, der diese Begriffe nutzt, verbreitet damit deren Propaganda (ob er will oder nicht). Andererseits MUSS jeder, der sich an dieser „Diskussion“ (die gar keine ist, sondern simuliert wird) beteiligen will, fast zwangsläufig diese Begriffe benutzen, weil sie in den wissenschaftlichen Sprachgebrauch hineingezwungen wurden. Das ist Perfidie. Und dieser Teil der Perfidie zeigt auf die Perfidie dieser ganzen Aktion.
Der Begriff „Treibhauseffekt“ aktiviert in dem Hörer bzw. Rezipienten die Assoziation mit warmen, ja tropisch warmen Treibhäusern, trotz kälterer oder kalter Außen-Umgebung. Nichts, aber auch gar nichts an den behaupteten Prozessen in der Atmosphäre hat irgend etwas mit Treibhäusern zu tun. Treibhäuser sind wärmer als die Umgebung, weil der konvektive Wärme-Austausch mit der Umgebung unterbunden wird (ein interner Strahlungseffekt dabei ist geringfügig, auch in einer dunklen, undurchsichtigen, dünnwandigen Box wird es in der Sonne wärmer als drumherum). Wer und warum hat also diesen Begriff gewählt und eingeführt?
Der Begriff „Strahlungsantrieb“ suggeriert, dass Stoffe durch ihr Dasein in Verbindung mit Strahlung nur einen Effekt zeitigen könnten: zu erwärmen, also das Klima in Richtung Wärmezunahme anzutreiben. Auch hier ist die Perfidie erkennbar. Naturphänomenen, ja dem puren Vorhandensein von Stoffen wird eine Art Teleologie, eine innewohnende Zielrichtung zugeschrieben. Hier wird gezielt von dem jahrhundertelangen Projekt Abschied genommen, dass naturwissenschaftliche Begriffe neutral und unvoreingenommen gewählt werden sollten. (Allerdings hat man das Projekt auch schon zu Malthus und Darwins Zeiten beschädigt, nämlich immer dann, wenn politische und weltbildliche Interessen durchgedrückt werden sollten.)
Insgesamt ist zu der Artikelserie zu sagen, dass deren primäre Funktion es offensichtlich ist, zu suggerieren, dass es eine faire Diskusson zu der Frage gäbe, ob das lebenswichtige (in seiner absolut umfassendsten Bedeutung, ohne CO2 gäbe es KEIN BISSCHEN LEBEN!) Spurengas CO2 durch seine moderate Zunahme im Bereich von ein paar hundert Teilen im Verhältnis zu einer Millione anderer Teile (PPM, Teile pro Million Teile, CO2 heute ~400 Teile/1.000.000 Teile) für uns gefährlich sei.
Und nein: es gibt keine faire Diskussion wenn milliardenschwere Superreiche (angefangen mit den Rockefellers, Hawletts, Packards, Cargills, …) mittels einer Vielzahl bezahltem Personals und riesigen Ressourcen (zB Medien, Unis, Denkfabriken, PR-Agenturen, „Experten“, „Beratern“, …) eine Meinung durchdrücken wollen.
Fazit von Herr Froschauer: Fragen. Fragen. Fragen. Im typischer Dauerskeptiker-Manier: Man darf doch noch Fragen stellen. Die Antworten auf all seine Fragen möchte er jedoch nicht hören, da sie ihm schlichtweg egal sind. Er kann sich auf die Schultern klopfen, die Skeptikerherzchen der Zielgruppe sind beglückt. Ziel erreicht.
Bruno Gamser. In ihrem Kommentar haben Sie aber jetzt so gar nichts zur Lösung des
Problems beigesteuert. Welche antworten könnten Sie denn beisteuern? Einfach nur
immer kritisieren hilft bei einer Problemlösung gar nicht.
Warum sollte man sich heute noch Gedanken über den Klimawandel machen wo wir doch gerade dabei sind in einem Atomkrieg zu enden?
Ich sehe das als GRÜNES Ablenkungsmanöver an um sich nicht zu allererst um Frieden zu kümmern!
Nach Froschauers angewandter Verwirrtechnik dürften jetzt alle Klarheiten erfolgreich beseitigt sein.