
Trump will Fördermittel nur noch für Linientreue an amerikanischen Universitäten zulassen. Unglaublich, was sich der erlaubt! Ob er das in Deutschland gesehen hat?
Die Tagesschau bringt mal wieder Neues aus jenem Land, das angeblich in den Faschismus abgleitet: Die Vereinigten Staaten. Präsident Donald Trump zieht in Erwägung, die Wissenschaftsbetriebe und Hochschulen politisch zu zähmen – und zwar mit Fördermitteln, die es nur im Falle von Linientreue geben soll. Ausgewogen bereitet Deutschlands bekanntestes Nachrichtenformat die Meldung auf – Experteneinschätzung von Democrat Gavin Newsom, nebenher Kontrahent des US-Präsidenten und im Augenblick gehandelt als nächster demokratischer Präsidentschaftskandidat. Er nennt die Pläne der Administration in Washington eine »radikale Vereinbarung«. Neun Hochschulen seien ausgewählt worden, die mit Fördergeldern ausgestattet werden könnten, wenn sie sich an gewisse Grundsätze halten. Hochschulen müssten beispielsweise einschreiten, wenn »konservative Ideen bestraft, herabsetzt oder sogar Gewalt gegen sie anstiftet« würde, schreibt die New York Times.
Dieser Teufel! Will er wirklich das Hochschulwesen so formen, dass es seiner Linie und dem neuen Zeitgeist entspricht! Unerhört, was sich dieser Trump da leistet. Und bevor mehr dazu gesagt werden soll: Unschön ist es allemal – aber sicher doch! Nur: Das Unschöne ist ja nicht von ihm erfunden worden, sondern prägt die Hochschulpolitik seit geraumer Zeit – und dies nicht nur in den Vereinigten Staaten. Was Trump über dem Atlantik anstrebt, konnte – und kann – man im deutschen Hochschulbetrieb ganz ähnlich beobachten.
Deutschland: Drittmittel für Linientreue
Deutschlands Forschende sind mehr denn je auf Drittmittel angewiesen. Drittmittel sind Gelder, die Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusätzlich zur staatlichen Grundfinanzierung von externen Stellen einwerben – beispielsweise vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), von der EU, von Stiftungen oder aus der Wirtschaft. Sie dienen dazu, Forschungsprojekte, Infrastruktur oder auch Personal zu finanzieren und machen Wissenschaft teilweise von politischen oder wirtschaftlichen Förderprioritäten abhängig. In Deutschland hat das, ganz kurz und knapp gesagt, dazu geführt, dass Wissenschaft nach Vorgaben der Wirtschaft betrieben wird – und nebenher hat auch die Bundesregierung den Druck forciert und unterstützt nur solche Ausschreibungen, die ins politische und gesellschaftliche Klima passen, das nicht selten von Stiftungen und NGOs geformt wird.
So monieren einige Wissenschaftler, dass die Forschung zu Themen, die sich zum Beispiel kritisch mit den Behauptungen aus dem Orkus derer beschäftigen wollen, die Lobbyismus in Sachen Klimaschutz betreiben, so gut wie unmöglich ist. Alles, was dazu angetan ist, die recht plumpe Fixierung auf Kohlenstoffdioxid (Stichwort: Dekarbonisierung) zu hinterfragen, bleibt bei der Vergabe veritabler Gelder außen vor. Forschung in puncto Atomkraft findet ohnehin keine Berücksichtigung mehr, weil sie politisch nicht gewollt ist. Zur Atomenergie kann man freilich stehen wie man mag: Warum aber die Forschung hier aussetzt, sollte man schon hinterfragen dürfen. Was kann an Erkenntnisgewinnen denn schlecht sein? Und wieso sollen die Politik und damit die Regierung entscheiden dürfen, wo Erkenntnisse wertvoll sind und wo sie besser erst gar nicht erzielt werden dürfen?
Ähnlich ergeht es der Forschung zum Thema Trans-Aktivismus oder Gender Studies, die die geltenden Narrative in Fragen stellen könnte – wohlgemerkt im Konjunktiv. Weist ein Projektantrag auch nur aus, dass er in eine »falsche Richtung« gehen könnte, bleiben Forschungsgelder aus. Wer heute zum Sujet der Zweigeschlechtlichkeit forschen oder die Nebenwirkungen bestimmter Identitätspolitiken verstehen möchte und einen Forschungsantrag dazu stellt, wird schnell auflaufen und seine Forschungsziele nicht nur modifizieren, sondern drehen müssen. Anträge solcher Art werden erst gar nicht mehr gestellt, man weiß ja, dass sie chancenlos bleiben und keine Fördermittel erhalten werden. Wissenschaftler, die »im Geschäft« bleiben wollen, orientieren sich dann nicht mehr an dem, was für sie spannende Erkenntnisse zu liefern verspricht, sondern an dem, was opportun ist und Fördergelder generiert. Die Wissenschaft wird also domestiziert, weil nur derjenige forschen kann, der der politischen Agenda folgt – und damit seine Linientreue beweist.
Dem Zeitgeist und der Bundesregierung unterworfen
Solche Weichenstellungen haben die deutsche Forschungslandschaft schon mehrfach geprägt. Nach dem abermaligen Atomausstieg 2011 wurde die staatliche Förderung für Kernenergieforschung praktisch eingestellt. Stattdessen flossen Milliarden in Programme für erneuerbare Energien und Batterietechnologien – etwa in das Helmholtz-Institut Ulm oder das MEET-Batterieforschungszentrum in Münster. Wer damals noch an Reaktorsicherheit oder an neuen Reaktorkonzepten forschen wollte, stand von heute auf morgen im Regen: kein Programm und kein Geld mehr, keine Zukunftsperspektive auf diesem Forschungsgebiet. Forschung, die nicht in das Bild der Energiewende passte, verschwand schlicht von der Agenda.
Ähnliche Muster zeigten sich in Zeiten der Corona-Jahre. Während Hunderte Millionen Euro aus BMBF- und EU-Töpfen in die Impfstoffentwicklung flossen und BioNTech oder CureVac zu globalen Playern aufstiegen, hatten es Projekte zu Folgeerscheinungen, Nebenwirkungen oder – und ganz besonders – alternativen Therapien schwer, nennenswerte Mittel zu erhalten. Das Narrativ war, dass nur ein Impfstoff den Weg aus der Krise lotsen könne. Alles was von dieser Parole auch nur abzulenken drohte, fand keine Förderbereitschaft.
Und schließlich nochmal der Schwenk zu den Geistes- und Sozialwissenschaften: Wie schwer es ist, Finanzmittel für die Forschung in Richtung »kritischer Umgang mit identitätspolitischen Themen« zu erhalten, wurde kurz angerissen. Die Sachlage ist aber dramatischer. So gibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), der wohl wichtigste und renommierteste Drittmittelgeber in Deutschland, der vom Bund und den Ländern finanziert wird, ihre milliardenschweren Fördermittel lediglich an Forscher heraus, die an Hochschulen arbeiten, die die vom DFG initiierten Forschungsorientierten Gleichstellungs- und Diversitätsstandards etabliert haben. Entscheidend werden so Diversitätsaspekte – der Forschungsgegenstand kann da schon mal ins Hintertreffen geraten. Linientreue zahlt sich also aus …
Gesäuberte Hochschulen
Dass sich dieser auf Linientreue getrimmte Hochschulbetrieb letztlich auch von Professoren und Dozenten trennt, die der Leitlinie entgegenstehen, bloß auf gar keinen Fall politisch wie gesellschaftlich anzuecken, lässt sich leicht erkennen. Einer dieser Fälle wurde erst letzte Woche vor dem Landesarbeitsgericht in Köln verhandelt. Das heißt, verhandelt wurde die Causa Guérot dort nicht, man verkündete nach fünf Monaten Beratung ein Urteil, dem eine Begründung abging – fünf Monate sind offenbar zu knapp bemessen, um gleich mit der Urteilsverkündung Begründungen darreichen zu können. Ulrike Guérots Kündigung sei rechtens gewesen, teilte man den Beteiligten und der Öffentlichkeit mit – sie habe in einem Sachbuch, wohlgemerkt nicht in einer wissenschaftlichen Arbeit, falsch zitiert. Andere sind für mehr nicht behelligt worden. Als offenes Geheimnis gilt indes, dass es um die falschen Zitationen nie ging.
Guérot hat sich, wie viele andere auch, die ihr berufliches Leben auf Hochschulen zubrachten, etwas ganz Entscheidendes zuschulden kommen lassen: Sie war nicht linientreu – oder nicht mehr linientreu. Während der Corona-Zeit äußerte sie sich kritisch zu den Geschehnissen und Maßnahmen; Grundrechtseinschränkungen waren für sie auf diese Weise einfach nicht nachvollziehbar– sie tat daher schlicht das, was Politologen tun sollten: Die Lage bewerten und mit wissenschaftlicher Versiertheit darlegen. Das dürfen sie freilich heute auch weiterhin. Allerdings nur, wenn sie dabei linientreu bleiben. Weichen sie ab, endet die Karriere unvermittelt. Plötzlich ist man eine umstrittene Figur, wobei »umstritten« meint, dass man mit solchen Leuten eben nicht mehr streiten will, ganz im Gegenteil: Ihnen soll die Grundlage ihrer Existenz entzogen werden, ihre Positionen sollen im Nirgendwo versickern und nicht etwa öffentlich Raum greifen.
Das ist die Realität an deutschen Hochschulen – und man muss nun wahrlich nicht ins Amerika Donald Trumps blicken, um zu begreifen, dass Forschung und Wissenschaft längst in den Händen derer sind, die die Fördermittel in Händen halten. In dieser Frage ist zwischen Donald Trump und einem deutschen Bildungsminister – man denke an die ehemalige Bildungsministerin Stark-Watzinger, wie sie Fördermittel für jene zusammenstreichen wollte, die sich kritisch zu Israels Politik äußerten – kein wesentlicher Unterschied. Es sei denn, man ist die Tagesschau und hat den Auftrag, den Deutschen Tag für Tag ihr Deutschland als Felsen in der Brandung einer von der Leine reißenden Welt vorzustellen: Als letzten Rückzugsort von Vernunft und Anstand, während selbst unser geliebtes Amerika auf Abwege gerät. Denn über dem Teich, da wallt der Faschismus auf – bei uns ist allerdings alles in Ordnung. Wir sollten in zehn Jahren nochmal sprechen: Wenn die EU ihren Kurs so weiterfährt, wird sie diesen Kontinent zu einem totalitären Regime umfunktioniert haben, während die Amerikaner Trump überlebt haben, ohne dass deren Institutionen Schaden genommen haben werden – darauf darf man getrost wetten. Die USA waren vor Trump keine vorbildliche Demokratie, aber eine These scheint geboten: Gegen ein Volk, das bis an die Zähne bewaffnet ist, wird man keinen totalitären Umbau à la EU forcieren können. Das sagt einem die Tagesschau aber nicht …
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Seymour Hersh: Im Weißen Haus wachsen Sorgen um kognitive Fähigkeiten Trumps
Was hat denn Hersh zu Bidens Geisteskräften geschrieben gehabt? So wegen der Ausgewogenheit.
Ist aber auch egal, wer die Marionette in der ovalen Schreibstube gibt. Egal wen die wählen in den USA, es wird ein John McCain.
In Deutschland braucht man keinen Trump, um Wissenschaftler mundtot zu machen – hier erledigt das das System selbst, höflich, sauber, bürokratisch. Der Fall Ulrike Guérot zeigt es exemplarisch: Wer zu laut denkt, wer das Narrativ stört, wird nicht verhaftet, sondern „entpflichtet“, „nicht verlängert“ oder schlicht moralisch vernichtet. Kein Verbot, kein Schlagstock – nur das Nicken der Kollegen, das Schweigen der Fakultät und die kalte Hand der Förderlogik. So funktioniert deutsche Gesinnungssäuberung im weißen Kittel.
In den USA droht Donald Trump immerhin offen: Er will „die Bürokratie säubern“, unliebsame Forscher feuern, Universitäten umerziehen. Brutal, ja – aber wenigstens ehrlich. In Deutschland wird dasselbe mit dem Lächeln der Korrektheit betrieben. Statt politischer Gewalt herrscht moralische Erpressung, statt Drohung die Angst, aus dem Kreis der Guten zu fallen.
So gesehen ist Trumps Amerika nur der Spiegel unserer eigenen Verlogenheit: Dort der Holzhammer, hier der Samthandschuh. Doch beide zerstören dasselbe – die Freiheit, unbequem zu sein. Und ohne die ist Wissenschaft nichts weiter als gepflegter Konformismus mit Fußnoten.
Vor Trumps Maßnahmen waren die Unis auch nicht frei und unabhängig. Trump will sie jetzt eben von sich abhängig machen.
Der Unterschied ist, dass Trump das nun offen und ehrlich sagt.
+++++++
Volltreffer!
@n.b
👍👍👍👍👍
„Doch beide zerstören dasselbe – die Freiheit, unbequem zu sein. Und ohne die ist Wissenschaft nichts weiter als gepflegter Konformismus mit Fußnoten.“ – sehr gut formuliert, diese Formulierung muss ich mir merken.👍😉
Trotzdem, ist alles dem kapitalistischen Verwertungszwang unterworfen und darum geht es letztendlich.
Es ist ja jetzt nun wirklich nichts Neues, dass Fördergelder nur nach Linientreue vergeben werden und keine neue Erscheinung.
Das kommt der rechten Blase nur so vor, weil sie plötzlich ebenso in den Fokus der staatlichen Inquisition geraten sind wie das seit 1949 durchgehend für die Linke praktiziert wurde.
Das die Entkernung der Hochschulen vom Mittelbau (durch Kohl&Konsorten) dem natürlich Vorschub leistet, ist unbestritten.
Das Studium Bolognese ist genau dafür da: wer nicht braves Mittelmass ist, wird aussortiert. Geforscht wird, wenn jemand ein entsprechendes Ergebnis finanzieren will, sonst gibt es kein Geld. Das gewünschte Ergebnis wird dann aber auch erwartet, schliesslich wurde dafür bezahlt.
Die wissenschaftliche Qualität ist dadurch entsprechend schlecht. Die selbstüberhöhenden “Exzellenz”-Unis sind solche im Bolognese-Vergleich; mit China und anderen BRICS-Mächten können sie sich demnächst nicht mehr messen.
Ja, die ersten Bolognaprozess-Studenten kommen auf Professorenstühle und die alten gehen in Ruhestand. Wahrlich eine exzellente Auswahl, die sie da haben mit den stromlinienförmigen Akademikern, die Drittmitteln hinterherhecheln. Jasager sind ja bekannt für neue kreative Ideen.
„Die Banalität des Bösen“ (H.Arendt) ist in deutschen Institutionen weiter virulent. Auch in den sog. Bildungsreinrichtungen.
Dass Gerichte letztlich mit entsprechenden Urteilen (wie z.B. im Fall Ulrike Guerot ) den Un- und Schwachsinn von Plagiatsvorwürfen verhandelt , gehört generell auf den Prüfstand.
Begründung siehe Min. 17. auf diesem Video
https://www.youtube.com/watch?v=qEX-S6cFdL4
Kann ich nicht nachvollziehen.
Es hat doch nirgendwo jemals eine Demokratie gegeben!
Mir erscheint es irrelevant und müssig, etwas über die Machenschaften der hiesigen deutschen transatlantikfa-affinen (Ein-)Bildungsindustrie zu schreiben. M. E. spielt sich, das ist viel interessanter, mit rasanter Beschleunigung die derzeitige relevante Bildung, Wissenschaft, Forschung, Produktion und Entwicklung in den BRICS-Staaten China, Russland und Indien ab. Ich befürchte (und begrüsse!!), um den Herrn Putin zu zitieren, die haben noch gar nicht richtig angefangen. (Nachsatz: Survival of the Fittest).
Zur Erinnerung, was hierzulande einmal, zumindest theoretisch, möglich war:
https://de.wikipedia.org/wiki/Humboldtsches_Bildungsideal
Ein Bildungsideal braucht man nicht mehr, es rentiert sich nämlich nicht.
Auch Bildung wird insofern dem Primat der „kapitalistischen Effizienz“ unterworfen, wie so gut wie jeder andere Lebensbereich.
Insofern ist moderne „liberale Kapitalismus“ den Weg in den Totalitarismus bereits ein gutes Stück vorangekommen.
So ganz ohne Faschismus.
@ Kanonier
So scheint es. Ich rühme die gel(i)ebte Einfalt. Darauf ein dreifach hoch… (Spässle).
Ich kann Roberto beruhigen. Atomforschung gibt es weiterhin und zwar saftig. Zum Beispiel hier:
https://www.frm2.tum.de/frm2/startseite/
Okay, Trump ist dabei, einige Auswüchse zu korrigieren. Aber wird er aufhören, wenn das getan ist? Da eben gibt es Zweifel.
„Die USA waren vor Trump keine vorbildliche Demokratie, aber eine These scheint geboten: Gegen ein Volk, das bis an die Zähne bewaffnet ist, wird man keinen totalitären Umbau à la EU forcieren können. Das sagt einem die Tagesschau aber nicht …“
Hier möchte ich aber doch mal Zweifel anmelden. Gegen die aktuellen Mechanismen totaler – nicht zuletzt digitaler – Herrschaft nützen Sturmgewehre nur begrenzt… Abgesehen davon besitzen Polizei, Nationalgarde und Armee in den Staaten noch auf längere Zeit die bessere Ausrüstung und Logistik. Wenn es also hart auf hart geht, hat ein Prepper auf seiner Midwest-Farm trotz wohlgefüllten Waffenschranks wohl doch keine Chance.
Außerdem stellt sich die Frage, ob die privaten Waffen zwischen MAGA- und Establishment-Seite gleichmäßig verteilt sind? Ist eine ernst gemeinte Frage. So oder so wäre ein Bürgerkrieg im Land einer führenden Atommacht aber wohl keine wünschenswerte Perspektive – von den übrigen unguten Folgen, die der exorbitante Waffenbesitz in den Staaten so nach sich zieht, ganz zu schweigen.
Ist halt immer die Frage, was 1000 mit Flinten ausgerüstete Hillbillies gegen 100 Natianalgarden mit Hubschraubern und Panzern ausrichten können.
Bei einem Bürgerkrieg wechseln ja gewöhnlich Teile der Armee und Pozilei die Seiten, aber bei einer Volkserhebung des Lumpenproletariats?
Warum wohl sind die Uniformierten so privilegiert?
@ Kanonier
Richtig. Aber wer weiss denn, ob die renitenten Elemente dies nicht auch wissen und zumindest ein Teil etwas klüger, als anscheinend erwartet, agiert? Jemand der mit einschlägigen Guerilla-Taktiken vertraut ist, könnte sich auch effektiv gegen die Uniformierten zur Wehr setzen. Der White Trash, auch die HillBillys sind teilweise drogenmässig so im Eimer, dass da nicht allzuviel zu befürchten ist. Die lässt man einfach aussterben. Quasi menschliche Müllentsorgung, seitens der Plutokratie.
Zur Erinnerung: Der grösste NARCO-Staat der Welt sind die UZA.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pluton
https://de.wikipedia.org/wiki/Hades
https://de.wikipedia.org/wiki/White_Trash
Ich wäre da vorsichtig mit den Prognosen.
Ja, die Polizeien weltweit werden laufend hochgerüstet, teils militärisch.
Aber gerade in den USA gitb es viele Ex-Soldaten – deren Fähigkeiten zu unterschätzen könnte für ein hypothetisches Establishment tödlich sein.
Dazu – das hat man ja z.B, in der Ukraine gesehen – können ggf Teile des Militärs und der Polizeien überlaufen. Blut ist immer dicker als Wasser – auch auch dicker als Geld !
Jedenfalls finde ich persönlich es sehr gut, wenn möglichst viele Bürger Waffen haben – und damit dem (übergriffigen) Staat ein potentielles Paroli bieten.
Und genau deswegen ist hierzulande nicht mal eine Steinschleuder zulässig, wohl auch keine Mini-Schweizermesser (mit 3-4 cm Länge) von Victorinox.
„…wenn möglichst viele Bürger Waffen haben …“ ? Hat alles seine guten wie auch schlechten Seiten. Verweise – insbesondere für Bibliophile – auf das „semi-fiktionale“ Satire eines gewissen Scott Erickson zum Thema „THE HISTORY OF THE DELINE AND FALL OF AMERICA“. In der zweiten Hälfte des Werkes – der fiktionalen – steht es dann so gegen Ende der Geschichte schwarz auf weiß : „America now consisted of 300 Million starving and desperate people who had access to over 300 million guns … For those who survived the initial round of killing, the archaeological recpord tells a brutal tale. Post-collapse study of debris piles within American homes tells a distressing story …“ Was dann folgt und – zugegeben – drastisch geschildert wird, hat sich nicht einmal das „orange Ding“ im letzten Wahlkampf getraut, oder vielleicht doch? Es fällt mir iicht gerade leichte, eine Szene herauszugreifen aus dem Findling eines Tagebuches von einem ‚little american girl‘: „Mom is good at fixing and making stuff, and dad is excellent at implied violence so people don’t mess with us … It used to be that mom cried when dad had to kill people … She says the time for crying is over … That’s a happy story is how Mr. Marino was delicious, cut into pieces and roasted over the fire“.
Nein, es ging danach wahrlich nicht gut aus im „land of the free and home of the braves“! Aber immerhin, etwas Gutes ist ja immer dabei. Hier der letzte Absatz des eigentlich finalen Kapitels, bevor der Abspann beginnt mit „In Search of explanations“: „And so ends the amazing history of one of the most fascinating and influential nations the world has ever know. America exceptionalism was a key aspect of the american character, … and which it saw through to the very end. America was indeed exceptional in many ways, including its demise, as being the first modern nation to completely self-destruct.“
Und nochmal nein, ich enthalte mit jedes weiteren Kommentars. Doch, eine Bemerkung oder besser Empfehlung hätte ich noch. Statt der – pardon – ziemlich dümmlichen Zerstückelung hier im Overton-Magazin von Danny Patrick Rose’s 9/11 Roman „Die Verschwörung“ wäre – z.B. um die Leserbindung zu fördern- m.E. eine Präsentation dieses Werkes, wenn möglich für die immer noch nicht angliophilen hier übersetzt, hier anzubieten.
o))))
Mein ganzes leben verfolgte mich solch Realität ..
Wir wollten das im Osten Deutschlands abschaffen, nun hat es eine USA übernommen …
Erichs Rache o)))
@ kd
Dumm gelaufen, Kamerad Schnürschuh. Immerhin gibts jetzt Bananen zu kaufen und für manche Ex-Zonis ist ein Mallocka-Urlaub mit und ohne zuBallerzwang drin.(nix für ungut, da Spässle).
o)))
Weite Teile des Universitätsbetriebs (wie viele andere Institutionen) bekommen immer mehr den Beigeschmack, überflüssig zu sein. Ich meine das keineswegs triumphierend – als studierter Germanist und Politikwissenschaftler – doch wenn man sich nüchtern die Frage stellt, für was ist dieser oder jener Bereich eigentlich gut und warum sollte er überhaupt bezuschusst werden, kommt man schnell ins Grübeln. Vor diesem Hintergrund halte ich das Bild der Universität als freier (z.B. nicht religiös oder ideologisch geprägter) Rückzugsort des Geistes angebracht. Ein Land, das etwas auf sich hält und mit jeder Generation erneut etwas aus sich machen möchte, sollte solche Frei- bzw. besser: Schutz-Räume für die helleren Kerzen seines Volkes anbieten – womit ein Existenzgrund schon einmal genannt wäre.
Schauen wir ein wenig in die Zukunft und stellen uns ein Comeback der Konservativen im Universitätsbetrieb vor. Welche Forschungsfelder würden dann beackert werden? Ich könnte mir einige schöne Seminare und Vorlesungen vorstellen. Seien wir ehrlich: Es wäre ein Gewinn.
Die Konservativen haben doch den Prozess der Ökonomisierung des Hochschulwesens vorangetrieben, was u.a. inzwischen dazu geführt hat, dass der sog. akademische Mittelbau an den Unis oft prekär beschäftigt ist.
Das waren doch keine echten Konservativen! (Spässle…) Ich meinte auch eher den Zeitgeist, möchte jetzt aber bitte keine Diskussion in diese Richtung beginnen, das findet hier sowieso bis zur Ermüdung statt. Vielleicht benötigen wir einfach auch neue Begriffe. Wie wäre es mit Common Sense, dem gesunden Menschenverstand, nach dem Guten streben, Vernunft, Pragmatismus, Transparenz, Gerechtigkeit – jeder weiß doch mittlerweile, was damit gemeint ist, dafür braucht es keine exakten Definitionen.
Nun, warum auch exakte Definitionen? Warum sollte eine Sprache überhaupt dem Austausch über konkrete Sachverhalte dienen? Am Ende würde Sprache noch zu einer zielführenden Kommunikation führen und nicht nur als propagandistisches Kampfmittel zur Fremdsteuerung durch diverse Machtzirkel.
All die ganzen schönen Schlagworte „Common Sense, dem gesunden Menschenverstand, nach dem Guten streben, Vernunft, Pragmatismus, Transparenz, Gerechtigkeit“ kommen einher mit einem großen Päckchen verschieden befüllter ideologischer Vorannahmen bei all den, eher mehr als weniger, bedampften Menschen. Die Vereinnahmung des Denkens beginnt bereits sehr früh:
Die Tiefenindoktrination ist etwas was darauf zielt im Grunde die gesammte Psyche lanfristig zu formen und viel schleichender. Tiefenindoktrination ist etwas was eigentlich in jeder Gesellschaft durch alle Sozialisationsinstanzen, Schulen wurden ja auch dazu entwickelt, nicht um Menschen dazu zu bringen sich zu emanzipieren und eigenständig zu werden, sondern Schulen waren und das war der Grund warum sie eingeführt wurden, Schulen waren eigentlich Indoktrinationsinstrumente um gehorsame Staatsbürger und fromme Kirchgänger zu erzeugen. Das war der Sinn von Schulen, das ist Tiefenindoktrination. Das soll sich so tief in die Seele graben daß es praktisch unausweichlich ist. Das ist die Art und Weise wie wir über gesellschaftliche Kategorien und über die Welt nachdenken.
(Indoktrination ist so alt wie die Menschheit | Rainer Mausfeld, Westend Verlag, 21.236 Aufrufe vor 6 Monaten, 4:20min.)
https://www.youtube.com/watch?v=iAstuqYIXQA
Wenn man also in der Hochschule angelandet ist, ist man bereits, in aller Regel, durch die elitären Gymnasialzirkel gereist, was wohl auch eine Gesellschaft erklärt, die gefühlt mehrheitlich aus BWL-Studenten besteht. Gibt allerdings noch mehr Bullshit-Jobs. Dieser Zeitgeist ist recht alt, nur das Ausmaß variiert im Rahmen der heute nahezu absolut entgrenzten Macht der Herren.
Tja, ideologiefrei, wird auch oft von jenen vereinnahmt die die Herrschaft der Wenigen über die Vielen zu stabilisieren suchen. Nur ist der Mensch kein sphärisch androgyn frei über den Dingen schwebendes Wesen, sondern mittendrin.
Begriffsklärungen sind zur besseren Verständigung manchmal wohl unvermeidlich. Und es war nun einmal ein Unterfangen konservativer und wirtschaftsnaher Kreise, den Bologna-Prozess einzuleiten. Irgendwie sollte jene Internationalität des Mittelalters angeblich wieder zurückkehren, aber so ziemlich das Gegenteil ist passiert, eine Verschlimmbesserung ist eingetreten.
Das meiste an Hochschulen gelehrte Wissen ist für außerakademische Zwecke eher irrelevant, Naturwissenschaften und Mathematik inbegriffen. Man kann überlegen, wie man die Hochschullandschaft angesichts dessen gestaltet.
Michael Hudson weist in „J is for Junk Economics“ darauf hin:
Nachdem die USA die Militärdiktatur in Chile errichtet hatten, schlossen sie jede Wirtschaftsabteilung an
Universitäten außer die der „Catholic University“ wo die „Chicago School“ (eine als Wirtschaftslehre getarnte Religion)
die Kontrolle hatte.
Das läuft heute vom Prinzip her immer noch so, auch in Deutschland.
Hier ist ein Interview, dass auf ein paar der Lügen hinweist:
https://www.freitag.de/autoren/kathrin-gerlof/mmt-theoretikerin-monika-stemmer-staatsschulden-werden-grundlos-daemonisiert.
Auch die Artikel von Flassbeck zeigen einige dieser Lügen auf.
Diese gezielte Verdummung von Schule an ist weiteres Beispiel dafür, dass Deutschland keine Demokratie ist.
thx … gute Infos
Trump mag sich, wie China auch, vielleicht von D-Land etwas abgeschaut haben, er geht jetzt noch einen Schritt weiter und fordert Verhaftung von Bürgermeistern und Amtspersonen, die nicht willfährig genug sind: https://www.reuters.com/legal/government/national-guard-poised-enter-chicago-trump-calls-jailing-democratic-leaders-2025-10-08/
..ist doch seit Dekaden kaum anders bei uns.
Kennen wir spätestens seit Corona und es wird alles auch so bei uns stattfinden.
„Neun Hochschulen seien ausgewählt worden, die mit Fördergeldern ausgestattet werden könnten, wenn sie sich an gewisse Grundsätze halten. Hochschulen müssten beispielsweise einschreiten, wenn »konservative Ideen bestraft, herabsetzt oder sogar Gewalt gegen sie anstiftet« würde, schreibt die New York Times.“
Hochschulen sollen an sich ja ein Ort der Ideenvielfalt und der Friedfertigkeit sein. Insofern ist es seltsam, wenn man bloß einigen Auserwählten von ihnen diese Selbstverständlichkeiten abverlangen möchte, was ja auch unterstellt, dass die anderen sich da nicht dran halten.
Man erkennt daran aber auch die Schieflage in den Ausgangspositionen: die Republikaner wären anscheinend schon froh, wenn es ein paar wenige Universitäten gäbe, die ihnen nicht feindlich gesonnen sind.
Diesem Anliegen jetzt den drohenden Untergang des Abendlands anzuheften, wäre dann doch eher bizarr, wenn auch weniger bizarr als eine Debatte im Europaparlament über die Bedeutungen der Wörter „Wurst“ und „Schnitzel“.
Warum keine Abstimmungen darüber, was im Universitätsbetrieb gefördert werden soll und was nicht?
Ich denke nicht das in Klassengesellschaften solche Dinge möglich sind.
Das brauch andere Entwicklungsstufen der Menschheit, aber nur wenn sich die Menschheit nicht vorher zerstört..
„Die USA waren vor Trump keine vorbildliche Demokratie, aber eine These scheint geboten: Gegen ein Volk, das bis an die Zähne bewaffnet ist, wird man keinen totalitären Umbau à la EU forcieren können. Das sagt einem die Tagesschau aber nicht …“
Und nun ratet mal, warum in diesem unserem Lande nur linientreue Konformisten mit absurd hohen Auflagen eine Waffe haben dürfen. Man muss „zuverlässig“ sein.
Daher wird die Umsetzung v.d. Leyens Plänen die EU in eine totalitäre Autokratie und Überwachungsstaat zu verwandeln auf keinen ernst zu nehmenden Widerstand stoßen. In der Schweiz gibt es den mündigen, wehrhaften Bürger – jeder darf eine Waffe tragen, manche laufen sogar mit Schnellfeuergewehr in der Öffentlichkeit herum. Wohl vor allem deshalb, weil in der Schweiz die Regierung keine Angst vor ihren Bürgern haben muss! 😉
Der Artikel lässt mich ratlos zurück.
Worauf will Lapuente hinaus?
Die einfachste Lösung wäre wohl, künftig entscheidet Lapuente selbst was abgelehnt wird und was nicht. Warum dann aber nur Lapuente und nicht ich?
So funktioniert es offenbar nicht und es muss wohl tiefer gebohrt werden. Noch gilt GG Artikel 5.3 mit der verbrieften Wissenschaftsfreiheit. Verboten werden kann Wissenschaft nicht, jedenfalls nicht so ohne weiteres. Daran liegt es also nicht.
Jeder Prof., genauer auch jeder Habilitierte kann sich nicht nur privat sondern eben auch beruflich in seiner Arbeit darauf berufen. Jeder Prof. hat in der Regel zwei wiss. Mitarbeiterstellen, ein unbefristete und eine befristete, letztere oft genug halbiert geteilt. Bleibt nur die Aufgabe einen geeigneten Prof. für eine eloquente Idee zu finden. Von einer Unmöglichkeit (grundfunanziert) zu den Themen zu forschen, kann so nicht die Rede sein.
Kein Mensch wird zudem gehindert, privat sich um eine Förderung zu kümmern. Das Spektrum möglicher Drittmittelgeber ist mehr als breit. Auch private Institutionen, Stiftungen tummeln sich hier zu hauf. Aber selbst hier wird in der Regel beim Antrag eine gewisse wissenschaftliche Substanz gefordert, nur Lapuente zu fragen dürfte nicht ausreichen.
Was ist nun mit den öffentlich rechtlichen Drittmittelprogrammen? Als Allheilmittel gegen chronische Unterfinanzierung gepriesen sind viele der Programme hoffnungslos überzeichnet, Bewilligungsquoten von nur 10%-20% sind oft der Standard. Eine Ablehnung aua politischen Gründen zu schlussfolgern und nicht etwa auf fehlende fachliche Substanz oder zu große Konkurrenz zu schieben ist mehr als billig. Es erinnert an die DDR-Rezeption als jedes beim Zugang zum Abitur gescheiterte Pfarrerskind trotz genügend existierender Gegenbeispiele wusste, Pfarrerkinder durften halt nicht studieren. Klar doch, eigene schlechte Leistungen waren nie die Ursache (obwohl die Zulassung nach Leistung geregelt wurde).
Die aufgezählten Liste ist zu lang, um darauf einzugehen. Deren Substanz kriege ich nachts halb drei nach zehn Bieren noch hin. Allerdings würde mir als WissenschaftlerIn selbst da die Fantasie fehlen, die ganze nahezu faktenfrei zusammengesponnene Schwurbelei auch nur auszudenken, von der plumpen (und sachlich abenteuerlich falschen) Klimaargumentation Lapuentes angefangen. Hier wird mal wieder die aktuellste Sau aus dem notorisch mit Halbwissen lügenden und klimawandelleugnenden „Eike“ durchs Dorf getrieben. Wozu recherchieren, wenn man auch nachplappern kann.
Allen Schilderungen ist gemein, ihnen fehlen die Ursachen; die Auseinandersetzung mit dem Scheitern. Folgt man Lapuente kann es bei den aufgezählten Themen ja an fehlender wissenschaftlicher Substanz, unwissenschaftlicher Schwurbelei nicht gelegen haben.
Aber wer bin ich schon, um die Ausführungen des wissenschaftlichen Überfliegers Lapuente widersprechen zu können. Lapuente ist sogar auf die Drittmittelkritik gekommen, die die Spatzen von links bis rechts seit mindestens 50 Jahren von den Dächern pfeifen.
Chapeau!
Offenbar hat Klau-Die den Inhalt des Artikels nicht verstanden.
Roberto trifft es nämlich ziemlich gut auf den Punkt, wie durch politische Agenden und herrschende Ideologie an Hochschulen und in der Wissenschaft durch Vergabe an Fördergeldern und durch private Unternehmen durch gesponsorte Studien, bei denen von vornherein bereits das Ergebnis festzustehen hat, verfahren wird.
Typisches Beispiel eines privat finanzierten Instituts, das sich der Klimaforschung verschrieben hat, ist das PIK. Finanziert von Munich Re, das steigende Profite mit Klimahysterie und dementsprechend steigenden Prämien macht. Die Herren Rahmstorf und Schellnhuber genießen im internationalen Wissenschaftlerkreis der Klimaforschung nämlich nicht den Ruf, ergebnisoffene Studien zurecht zu zimmern.
Weiterhin ist es völlig korrekt, was im Artikel steht, dass zum Beispiel für Gender-Hoppsassa-Forschung deutlich mehr durch staatliche Mittel finanziert wird, als zum Beispiel für die Forschung an Kernenergie / Kernspaltung/fusion. Der Zwang zum Gendern in deutschen Hochschulen bei wissenschaftlichen Arbeiten ist ein weiteres beredtes Zeugnis dieser ideologischen Geisterfahrer.
Also ist das Geschwurbel zweifellos wohl eher nicht bei Lapuente zu verorten, sondern….. 😉
Genau: „Es gibt acht Lehrstühle für Kernforschung, aber 173 Lehrstühle für Genderforschung“!
Das hatte ich vor Jahren schon mal recherchiert, bin aber nie gekommen das irgendwie zu verwerten.
Lapuente setzt eine politische Agenda und fordert dass entsprechend seiner gesetzten politischen Agenda unabhängig von der fachlichen Qualität gefördert wird.
Dafür behauptet er völlig beweislos, dass für den von ihm gewünschten wissenschaftlichen Unsinn die attestierte fachlich schlechte Qualität aus einer politischen Verschwörung herrührt
Hmm, also entweder haben wir ein gänzlich verschiedenes Textverständnis, denn nach dem Lesen des Artikels habe ich genau den gegenteiligen Eindruck der Intention von Lapuente: er fordert Förderung NICHT nach der herrschenden politischen Agenda, wie aktuell der Fall, sondern nach fachlicher Qualität und Qualifikation.
Was er behauptet ist halt nun mal leider die Realität, zumal das nicht nur er behauptet, das haben schon so einige thematisiert und erkannt.
Es ist doch ganz offensichtlich, dass hier „Klau-Die“ sich nicht ihre „Genderstudies“ vermiesen lassen möchte und deswegen ihren Ärger an Lapuente ablässt.
Rien a ajouter….
Er fordert Förderung nach seiner eigenen politischen Agenda. Also eine politische motivierte Förderung.
Für die Tatsache, dass die von ihm beklagten Förderabsagen auf einer politischen Agenda beruhen ( und nicht auf minderer fachlicher Qualität der Anträge) liefert er keinen Beweis, das behauptet er einfach so!
Die aufgezählten Beispiele lassen durchweg schlechte Anträge wahrscheinlicher als politisch motivierte Absagen erscheinen.
KwT
Dieser Kommentar wurde auf Wunsch des Autors gelöscht.
Ja klar, weil Lapuente kein Akademiker ist, lassen wir ihm jeden Unsinn durchgehen.
Mein Kritik richtet sich an die fehlende Recherche Lapuentes zum Artikel also an seinen schlechten, weil bequemen Arbeitsstil.
Früher gab es Arbeiterbildungsvereine, heute gibt es genug andere Möglichkeiten, sich fachlich kundig zu machen. Lapuente reicht es aus, in seiner selbstreferenziellen Blase zu leben, aus einem antiintellektuellen und antiwissenschaftlichem Habitus heraus über Wissenschaft schreiben zu wollen.
Das war die Kritik: Kurz er sollte sich mehr journalistische Mühe beim Schreiben seiner Artikel geben.
Overton sieht sich als Medium der Aufklärung. Lapuente schreibt im Sinne der Gegenaufklärung (= gefühlte Wahrheiten)
P.S. Er kann ja meinetwegen solch limitierte Biologen a la Vollbrecht oder demagogische Autoren a la Anne Burger zu Wort kommen lassen, oder sich beim Klimawandel an solch unseriösen Lobbyorganisation der fossilen Kapitalwirtschaft wie Eike orientieren, wenn er denn auch andere Positionen zu Wort kommen ließe. Ohne bleibt allerdings die erzreaktionäre und rechte Gegenaufklärung unwidersprochen, Overton ein Magazin der Verdummung .
Dieser Kommentar wurde auf Wunsch des Autors gelöscht.
Das Herumhacken auf der fehlenden akademischen Bildung Lapuentes kam von Ihnen. Ich wies diesen Hintergrund umgehend zurück.
Ich lasse mich doch nicht von Ihnen für Ihre verkorksten Ansichten verantwortlich machen!
Ihre falsche Unterstellung passt aber allgemein zum unsachlichen, realitätsverweigernden und selbstreferentiellen Argumentationsstil einer ganzen Reihe von Forenten.
Er entspricht des in hiesigen Gefilden offenbar nie überwundenen Dranges zur Denunziation Andersdenkender
PS.:
Es sollte ein leichtes sein, bei einer der etablierten Lehrstühle und Institute nach einem Interviewpartner anzufragen. Evtl auch bei jemanden davon, der sich in Debatten bereits öffentlich geäussert hat. Egal ob es Klimawisseneschaften, Genderstudies, oder Kernenergie betrifft. Dafür müsste man allerdings bereits sein kontroverse Interviews zu führen.
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Halluzinieren sie immer beim Lesen der Texte anderer?
Nichts von dem was Sie mir unterstellen, habe ich geschrieben! Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen und in einen von Ihnen willkürlich konstruierten Zusammenhang gestellt, der mit meiner Intention nicht das geringste zu tun hatte.
Der Begriff das „wissenschaftlichen Überfliegers“
(ein Sarkasmus der übrigens auch auf so manchen Akademiker anzuwenden wäre),
folgte auf seiner pauschalen und beweislosen Verdammung der aktuellen fachlichen Begutachtung und Bewertung, also der aktuellen Qualitätsstandards. Und das bei Themen, die bereits durch ihre Formulierung nichtwissenschaftliches Arbeiten implizieren, wissenschaftlich von vorneherein nicht tragfähig sind.
Hätte er sich die Mühe gemacht, nachzuhaken, zu recherchieren, zu verstehen warum diese Ablehnungen kamen, hätte ich diesen Satz nie geschrieben. Mein Satz bezog sich, wie meine ganze Replik, auf den Argumentationsstil Lapuentes.
Sie stehen ihm dagegen mit ihrer Argumentation nicht nach. Auf die von Ihnen eingeforderte Bemerkung nach anderen Sichtweisen, schreien sie sofort los: „Das ist Teufelszeug“ Wozu auch die eigene Blase verlassen und sich an der Realität versuchen, wenn das eigen selbstreferentielle Verschwörungsgeschwätz viel billiger und bequemer ist?
„Früher gab es Arbeiterbildungsvereine, heute gibt es genug andere Möglichkeiten, sich fachlich kundig zu machen. Lapuente reicht es aus, in seiner selbstreferenziellen Blase zu leben, aus einem antiintellektuellen und antiwissenschaftlichem Habitus heraus über Wissenschaft schreiben zu wollen.“
Ich empfehle zum Inhaltsbereich Geschichte und Gesellschaft dringend die Lektüre folgender Texte, die die gelebte Realität einer Zeitspanne deutlich besser zeigen als jede zusammengestoppelte wissenschaftliche Arbeit aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Sektor, die 10 + x vom Ausbildenden veranlasste Magisterarbeiten verwurstet, deren von den Drittmitteln in aller Regel nicht das Geringste erhalten.
1. Jahrhundertwende 1900 bis 1924: Der eiserne Gustav von Hans Fallada; Ausgabe der Büchergilde Gutenberg; 2019
2. Etwa 1930 bis 1942:
Peter Weiß; Die Ästhetik des Widerstands; erstmals erschienen in drei aufeinander folgenden Bänden zwischen 1975 und 1981.
Mein Verdacht: Sie sind eine der Fachidiotinnen, die der Gruppe derer angehören, die Wissenschaft in kleinstmögliche Teile zerlegen und es anderen Papiertigern überlassen, diese wissenschaftlich erzeugten Bruchstücke in ihr Regal zu stellen, damit irgendwann nachweislich plagiatsfreie Professoren über ihre Fans bei den politischen Stiftungen eine angemessen dotierte Stelle erhalten können. Meine persönliche Gratulation, sollten Sie bereits selbst zur erlauchten Gruppe der Drittmittel-Antragsteller gehören.
falsch geraten.
Ich beschäftige mich privaterweise (nebenberuflich) seit deutlich mehr als 30 Jahren mit Wissenschaftskritik und Fragen der Wissenschaftsorganisation . Und das in zur herrschenden Struktur oppositer Art.
Ich glaube zu wissen, wovon ich rede und ab wann vorgebliche Kritik in Wissenschaftsfeindlichkeit überschlägt. Tendenziös bewusst fachlich falsche Begutachtungen sind mir aus eigenem Erleben auch als Naturwissenschaftler mehrfach selbst untergekommen.
Wahrscheinlich reagiere ich auch deshalb so empfindlich auf die hier vorgetragene Art und Weise vorgeblicher Wissenschaftskritik, ist das Thema doch viel zu spannend, um es so billig vor die Hunde gehen zu lassen
Der Lackmustest ist für mich die Seriosität der Argumentation. Also wie begründe ich meine Position. Nur das hatte ich eingefordert.
Eine bloße Aneinanderreihung von Ereignissen, deren Stichhaltigkeit, wie jedes hier, für sich fragwürdig ist, ist eben keine seriöse Argumentation.
Der Aufschrei hier im Forum der jedes Argument nur zurückgewiesen hat ( das darf so nicht gesagt werden) aber nie ein Argument begründet widerlegt hat steht eher für einen irrational-religiösen Umgang als für Vernunft.
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Guten Morgen Altlandrebell,
es ist ja immer wieder schön wie Sie ihr Staats-Bashing betreiben.
Aber selbst wenn man Ihnen jubelnd hinterher läuft und mit eigenem Knüppel den Staat so richtig zu prügeln beginnt, bleibt da am Ende doch eine gewisse Leere zurück. Denn ein Leben ohne Staat ist für uns so unendlich weit weg, dass man sich nicht mal wirklich eine Vorstellung davon machen kann. Aber wenn eine Idee reifen soll und Kraft entwickeln und wirken, dann muss man sich eine Vorstellung davon machen können, wie das am Ende so ungefähr aussehen soll, wie es funktionieren könnte.
Und kommen Sie mir jetzt nicht wieder mit Katalonien! Die paar Monate sind nichts. Dann sind die beiden Davids (Wengrow und Graeber) in ihrer „Neuen Geschichte der Menschheit“ schon deutlich weiter – aber leider eben auch ziemlich tief in der Vergangenheit.
Tatsache ist doch, dass Menschen eine Organisationsform brauchen nach der und durch die sie halbwegs gut zusammenleben können. Darüber hinaus aber, und das ist besonders schwierig zu bewerkstelligen, muss diese Organisationsform sich auch gegen andere Organisationsformen, es werden in der Regel erst mal ganz ordinäre Staaten sein, verteidigen können, denn sonst ist das alles nix wert. Oder man wartet bis auf der ganzen Welt quasi fast gleichzeitig und wie von selbst eine gigantsiche Umwälzung Richtung Anarchie ausbricht… also wartet man für immer.
Verstehen Sie worauf ich hinaus will? Sie müssen ihrer Anti-Staats-Rethorik eine halbwegs plausible Vorstellung befügen wie in einer Welt voller (zum Teil sehr aggressiver) Staaten eine andere Organisationsform aussehen kann und wie diese bestehen kann. Sonst macht es doch gar keinen Sinn sich mit Anti-Staats-Gedanken zu beschäftigen, wenn gar nicht absehbar ist wie man denn diesen Staat loswerden könnte.
Gruss
„Den Staat regiert man wie man kleine Fische brät“ – Laudse
Fällt mir dazu ein. Man rührt also nicht wild rum, hält das stets ganze im Blick, und wendet doch jeden einzeln bevor er anbrennt.
Einerseits.
Andererseits: gebraten werden sie ja doch.
Ich glaube in dem Satz eines Aussteigers von vor 2500 Jahren steckt schon das ganze Dilemma.
Gute Nacht
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Guten Abend Altlandrebell!
da war ich doch jetzt schon einigermaßen bestürzt wie (fast) vollumfänglich Sie meinen kurzen Text missverstanden haben. Während der Arbeit über Tag habe ich dann überlegt woran das gelegen haben könnte. War es nur meine saublöde Ausdrucksweise oder doch eher Ihre strunzdumme Rezeption meines Textes. Vermutlinch beides 😀 😉
(Ich nehme an Sie haben hier auch die ironische Überspitzung wahrgenommen, oder?)
Sie haben meinen Text weitaus kritischer und härter aufgefasst, als er gemeint war. Blos warum?
Aber nein, der Satz war ernst gemeint, vielleicht mit einer kleinen ironischen Spitze, aber durchaus ernst! Ich fand das Staats-Bashing wirklich schön, weswegen der Begriff „Bashing“ hier auch gar nicht negativ gemeint war.
Ich hatte gedacht, dass mein Satz mit dem Jubelnd-Hinterher-Laufen mit einem Knüppel lächerlich genug war, als dass man ihn hätte voll ernst nehmen können. Aber offenbar muss ich mit meinem so un-süd-deutschen Umgang mit Ironie und ironischer Überspitzung etwas vorsichtiger sein.
Natürlich weiß ich, dass Sie weder Anhänger wollen noch Gewalt gut finden. Und der Staat ist ja etwas Abstraktes auf das man physisch gar nicht einprügeln kann, somit sollte echte Gewalt ja von mir aus gar nicht gemeint sein.
Ich wollte mit meinem Satz nur ein lustiges Bild zeichnen, eines Menschen der von einer Ihrer, wie mein fast Namensvetter @Two Moons vor kurzem so treffend sagte, pfeffrigen Texte begeistert und mitgerissen wurde – dann aber später leer und ernüchtert dasteht, weil die Sache irgendwie nicht weiter geht und die Begeisterung verpufft, die Kraft, die es haben könnte, zum Teil verworfen ist.
Ich habe gar nichts gegen ihre Kritik. Meistens ist die ziemlich gut. Nur wird Kritik, auch gute, irgendwann etwas schal, wenn nix dahinter kommt, das Gute der Kritik verliert an Kraft. Und im Extrem führt das Ganze dann zu Kritksucht. Wenn wir schon bei DEUTSCHEN Eigenheiten sind. Kritiksucht ist sicherlich auch so eine, und die nervt manchmal wirklich.
Ihr Anti-Etatismus ist oft so redundant in Ihren Texten, dass er wirklich manchmal überflüssig wirkt, weil ihm eben nichts wirklich nachfolgt. In gewisser Weise empfinde ich da ähnlich wie @Brian, der das schon mal geäußert hat und der leider hier in der letzten Zeit nicht mehr zu lesen war.
Der Sinn meines Posts war schlicht Sie zu ermuntern mal etwas weiter nach vorne zu denken. Eine Vision zu versuchen. Muss ja nix Perfektes sein. Es würden ja ein paar Aspekte oder Gedanken reichen.
Aber so, ohne etwas in der Art, ist ihr Anti-Etaismus auf die Dauer etwas ermüdend.
Als positives Beispiel möchte ich mal Aldous Huxley nennen, den man, so habe ich gelesen, auch des öfteren als Anarchisten bezeichnet. (Er übrigens Aszendent Zwillige wei Sie! 😉 )Ich habe ziemlich viel vom ihm gelesen und schätze das Meiste sehr. Als junger Mann hat er sehr gesellschaftskritische Romane geschrieben, messerscharf sind die. Später dann aber hat er sich von der rein kritischen Perspektive immer mehr auf eine zukunftsorientierte Perspektive verlegt, auch durch seine Beschäftigung mit fernöstlichen Weisheiten und später psychedelischen Drogen. Das Ganze gipfelte dann kurz vor seinem Tod in dem Roman „Island“
Dieser Roman spielt auf einer Insel irgendwo im indischen Ozean auf der sich eine Art moderne, aber zugleich utopisch ideale Gesellschaft entwickelt hat. Kurz gesprochen, ein friedvolles, freies, selengesundes, kraftvolles Leben gibt es dort. Stück für Stück wird man in diese ideale Geselslchaft und Kultur eingeführt. Nicht ganz überzeugend für mich, dieser Versuch von Huxley, aber wenigstens ein wirklich guter Versuch. Das Buch ist wirklich anregend. Doch am Ende kann selbst Huxley seine ideale Gesellschaft nicht bestehen lassen, denn die Außenwelt hat ihre gierigen Griffel schon nach der Insel ausgestreckt, und am Ende landen die ersten Militärfahrzeuge auf der Insel um diese zu besetzen.
Ich bin im Übrigen gar kein Etaist! Wie kommen Sie darauf?
Ich bin aber auch kein Anti-Etaist. Ich bin aber offen für anarchistische Ideen.
Deswegen habe ich doch auch so viele Dinge gelesen, so z.B. Emma Goldman oder Souchy, die Sie mir empfohlen haben, eben weil ich offen dafür bin, weil es mich interessiert.
Mir ist aber noch immer nicht klar wo die Grenze zwischen einem Staat und einer alternativen Organisationsform liegt und warum ein Staat _immer_ notwendigerweise schlecht sein muss.
Persönlich habe ich auch gar nichts mit dem Staat am Hut, und zwar nicht aus Überzeugung, sondern quasi schon als angeborene Eigenschaft. Ich höre nicht auf den Staat, ich frage auch nicht nach dem Staat. Und bei allem, was ich tue, versuche ich so sehr wie möglich unter dem Radar des Staates zu bleiben. Ich versuche Dinge auch immer ohne den Staat zu regeln, ohne Polizei, ohne Anwalt und Gesetz und habe das bisher auch im Wesentlichen immer geschafft.
So jetzt noch ein paar Kommentare von mir zu den größeren Missverständnis-Kloppern in Ihrer Antwort. Alle schaffe ich gar nicht 😉
Wir/Uns in dem Zusammenhang, sind wir alle Menschen (auch Sie!), die wir es nie anders gewohnt waren als in einem Staat zu leben und es deshalb schwer haben uns ein Leben ohne vorzustellen, es aber vielleicht möchten. Weswegen man die Perspektive eines anderen Zusammenlebens ja mal ein wenig ausschmücken könnte. (Nix Vergewaltigungen Blödmann! 😉 )
Der Rest von dem, was Sie da schreiben ist Unsinn, weil nicht bezogen auf das, was ich geschrieben hatte.
Wieder Blödsinn! Von einem fertigen Handlungskonzept habe ich überhaupt nicht geredet. Sondern von der „Möglichkeit wie so etwas aussehen könnte„. Könnte, nicht aussehen muss. Blos etwas um die Vorstellungskraft anzuregen. Das ist doch ein riesen Unterschied, quasi etwas ganz Anderes, als Sie mir unterschieben wollen.
Beim Lesen ihres Textes hatte ich irgendwann den Eindruck, dass Sie in mich irgendein etaistisches Feindbild imaginieren, dem Sie es dann aber mal so richtig geben wollten.
Gerade in der folgenden Passage kommt das so richtig gut zur Geltung
Was für ein völliger Unfug.
Nix von Handlungskonzept, Nix von Masse habe ich gesagt oder gemeint. Schauen Sie doch mal auf den Wald und nicht nur immer auf die einzelnen Bäume!
Wo habe ich denn irgendwas gesagt, dass Sie @Wolfgang Wirth bekehren sollten? Blödsinn!
Vermutlich meinen Sie, als ich belustigt erwähnte, dass Sie oder Besdomny wohl eine ganz andere Meinung zu seinen Linken-Theorien in Bezug aufs Dritte Reich haben würden. Aber das war doch keine Aufforderung zur Bekehrung! Wie kann man das so verdrehen? Das war mehr ein Witz.
Und dann wollen Sie mir lebensverneinenden Dualismus küchenpsychologisch unterjubeln. Wie haben Sie das denn herbeiimaginiert? Das wäre etwa so als wenn ich sagen würde. „Sie haben haben sich einer lebensverneinenden Kritiksucht ergeben“.
Unsinn. Nochmals: Ich habe Ihnen gar kein Bashing vorgeworfen. Und dass ich die paar Monate in Katalonien als „nichts“ bezeichnet habe, bezog sich nur darauf, dass dieser Zeitraum schlicht zu klein ist um die Tragfähigkeit der damaligen Organisationsform zu beurteilen. Ein paar Monate lässt sich alles mit Begeisterung befeuern, aber später dann…
Ansonsten werte ich die Katalanen natürlich nichtab! Wieso auch. Traurig, dass sie es nicht länger geschafft haben…
Ich habe das gar nicht in Abrede gestellt! Mein Satz war, im Zusammenhang gelesen, doch eher als Frage gedacht: Welche Organisationsform außer des Staates könnte es sein, bzw. wie sieht diese aus?
Mehr war da nicht. Irgendwie haben Sie da meine Motivation verdreht.
Ich habe doch gar nicht behauptet, dass die sich nicht gewehrt haben! Ich habe nur gesagt, dass die Wehrhaftigkeit eine große Schwierigkeit darstellt bei solchen alternativen Organisationsformen. Und das hat sich ja auch immer erweisen. Mehr nicht!
Natürlich müssen Sie nichts! Mein Gedanke war, dass anti-etaistische Gedanken aber ihre Kraft verlieren, wenn es nicht mal den Hauch einer Vorstellung von der Alternative gibt.
Sehr gut. Meistens bleiben sehr Viele aber einfach immer bei der Kritik hängen und drehen sich da im Kreis.
Sollen sie von mir aus machen. Wird mir persönlich aber sehr schnell langweilig. Kritik wird dann sehr oft nur noch Selbstzweck.
Ich bin so wenig Etaist wie Sie. Aber aus irgendeinem Grund wollten Sie mich wohl als einen Solchen sehen.
Sie könnten auch mal versuchen meine Texte etwas „wohlmeinender“ zu lesen, nicht immer direkt das Schlechteste annehmen oder hinein interpretieren. Spart auch eine Menge Zeit und Textzeilen 😉
Um es noch mal in aller Kürze zu sagen: Ich wollte Sie nur anregen, statt ausschließlich anti-etaistischer Kritik zu äußern, auch dabei mal etwas nach vorne zu denken und Alternativszenarien zu visionieren, ohne dass die direkt voll überzeugend sein müssen. Und das nicht etwa, weil nur so die Kritik gerechtfertigt wäre, sondern weil nur so die Kritik nicht ihre Wirkung und Kraft verliert.
Gute Nacht!
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Guten Tag Altlandrebell,
Schon gut, so schlimm wars nicht. Bin ein ziemlicher Dickhäuter was sowas angeht.
Hatte ich schon vermutet, wollte das Ihnen als Grund aber nicht unterschieben bevor Sie das nicht selber sagen.
Ja bisweilen mutieren Sie tief in der Nacht schon mal zum verbalen Hooligan. Von wegen Gewaltfreiheit und so (Scherz!).
Erinnert mich an einen Freund, der mich bei Beginn einer Begegnung völlig unvermittelt mit voller Wucht auf den Oberarm schlug, so dass ich fast umgefallen wäre. Auf meine Frage was das denn sollte, grinst er nur und sagt: „Tut mir leid, ich hab gerade solche Schmerzen dass ich einfach jemanden schlagen muss“. Der Junge hatte eine schlimm verkalkte Schulter.
Naja klar kenne ich Ihre Positionen. Aber mir fehlte da immer noch was an den Erklärungen, deswegen hakte ich da immer nach. Ich vermute aber ich konnte nie richtig klar machen, was mir denn noch fehlt, jedenfalls fehlte es noch immer.
Egal, in dieser Runde ist auf jeden Fall einiges mehr deutlich geworden.
Naja, ich habe jetzt verstanden, dass die Katalanen eine rechte Herzensangelegenheit für Sie sind.
Und wenn ich Unsensibeling da einfach einen laxen Satz hinschmeiße, den man in der Tat missverstehen konnte, dann triggert das natürlich.
Allerdings warum konnten Sie denken, dass ich die Katalanen schlecht machen wollte?
Überhaupt, dieser ganze Spanische Bürgerkrieg ist eine fürchterlich tragische Geschichte.
Gemeint war, dass mein Satz mit dem Wort „Bashing“ Ihnen gegenüber nicht negativ oder abwertend gemeint war. Ich fand Ihr Beschimpfen des Staates wirklich schön.
Doch der Ort hat auch damit zu tun. Mit Ironie habe ich in Bayern und Baden zum Beispiel ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Bestenfalls schauen einen die Leute an wie ein Auto, also begriffsstutzig.
@ Majestyk hat hier immer gut für Unterhaltung gesorgt, aber ich kann ihm nicht ganz zustimmen. Natürlich sind Missverständnisse einfacher zu vermeiden, wenn man sich gegenüber sitzt – aber ich selber bilde mir ein, dass ich das auch ganz gut im Schriftverkehr kann. Dass ich Leute ganz missverstehe kommt da kaum vor. Man darf sich nur nie zu sehr von einzelnen Worten wie z.B. „wir“, „die“ (Scherz!) usw. triggern lassen. Und man muss immer den ganzen Menschen im Kopf behalten, nicht nur seine gerade geschriebenen Sätze.
Oh nein, empört war ich gar nicht. Ich würde sogar sagen, dass das Gefühl der Empörung bei mir höchst selten auftritt und hier sicher nicht und im Zusammenhang mit Ihnen sowieso nicht. 🙂
Nein danke, meine Frau will mir auch schon immer Katzenvideos aufzwingen, die sie gerade toll findet. Ich muss aber zugegeben, dass das für sie ein tolles Mittel ist um sich nach einem stressigen Arbeitstag wieder zu entspannen.
Oh Mist, die beiden sind wirklich ein Verlust!
Aha, ein Leidensgenosse also auch noch. OK, nüchtern und kühl liegt jetzt nicht mehr sooo weit auseinander. Ist aber auch nicht so einfach die Gefühlslagen von Menschen zu begreifen, die 2300 Jahre zurückliegen. Da will ich mal nicht so streng mit meinem Urteil sein.
Sowas ist bitter. Dachte nicht, dass sowas heute noch oft vorkommt. Wobei… wenn ich mit meinen verschlissenen und verdreckten Arbeitsklamotten mit dem Fahrrad durch die Straßen fahre oder im Discounter einkaufen gehe, bekomme ich auch immer ganz andere Blicke, als wenn ich meine normalen Ausgehklamotten angezogen habe.
Andererseits kann dein Kumpel ja auch froh sein, dass die dumme Pute sich schon so früh enttarnt hat und er nicht erst später entdecken musste, dass die es sicher nicht wert ist.
Ja, sicher, daher habe ich das ja, dass Huxley auch als Anarchist bezeichnet wird.
Ich erinnere mich, dass wir schon mal über Huxley geschrieben haben, aber doch nicht genauso!? (Hoffe zumindest, dass ich noch nicht so dement bin). Ich meine Huxley passte hier doch sehr gut als Beispiel wie man von reiner Kritik zu einer Zukunftsvision kommt. Deswegen habe ich diese Geschichte von Huxley noch mal darauf angewendet.
Ja, leider leide ich oft unter kleinen neurologsichen Störungen, die zum Einen dazu führen, dass ich mich fürchterlich oft vertippe und zum Zweiten dazu, dass ich aus meinen Texten selbst nach 2-3x Korrekturlesen nicht mehr alle Fehler beseitigen kann. Ich sehe sie einfach nicht. Eine wirklich blöde Kombination.
Also mit Entweder/Oder gebe ich mich nicht ab, das ist skorpionische Scheiße. Ich bin eher für das schützehafte sowohl/als auch 😉
Im Ernst: anti-Etatist bin ich von meiner Mentalität her, nicht von meiner Überzeugung, die ist eher indifferent. Der Staat bedrückt mich nicht so, ich fühle mich durch ihn nicht so eingeschränkt – und nein, das liegt nicht daran, dass ich mich so sehr an das Staatssklaventum gewöhnt habe. Mehr ärgern tun mich im Moment die Seitentriebe des Staates, wenn ich mich mit Ihnen befassen muss, Krankenkassen (Zwang), Banken, oder kapitalistische, digitalisierte Zwänge.
Ich richte mich ja im Zweifel immer nach dem Gesetz der Wildnis, das immer und überall auch gilt und letztlich über allem steht. Das habe ich, glaube ich, auch schon mal erwähnt. Und der Staat ist da für mich in der Regel nicht viel mehr als gewöhnliche Schwierigkeiten, wie sie im Leben immer auftauchen, etwa wie ein strenger Winter in den Rocky Mountains, der mich zwingt einige Wochen mehr oder minder in meiner Trapperhütte zu bleiben oder wie ich im Frühling einen Bären austricksen muss, der ständig an meine Vorräte will. Und den Staat kann ich zur Not auch schon mal austricksen.
Es gibt Ausnahmen. Z.B. die Wehrdienstverweigerung. Oder wie Sie richtig erwähnten die Beschulung meines Sohnes (Von zwei Schulen gefolgen, weil er mit Lehrern nicht klar kam 😀 )
Ja danke, dass Sie sich noch einmal die Mühe gemacht haben die Unterschiede zwischen Staat und alternativen Organisationsformen deutlich zu machen. Da war noch eine Menge drin, was ich so nicht kannte (und nein, das hätte ich nicht vergessen, wenn Sie es so schon einmal geschrieben hätten.) Damit bin ich jetzt wirklich zufrieden. 🙂
Ich denke z.B. die Menschen sind noch so verkorkst drauf, dass sie nicht wirklich reif dafür sind ohne Staat klar zu kommen. Sie (merke, nicht WIR 😉 ) sind eben keine geborenen Huronen oder Sioux bei denen es keinen Zwang, Gehorsamspflicht oder Gewaltmonopole gab (nur zu ihren Feinden zu gehören war gar nicht schön). Der freie, individuelle Wille war deren höchtest Gut.
Das Machtverhalten und das Zwangsverhalten, besonders auch innere Zwänge, ist zu ausgeprägt, als dass man so leicht eine andere Organisationsform anstreben könnte. Vermute das ist eher was für die fernere Zukunft, wenn überhaupt. Also warum soll ich mich jetzt ständig über den Staat aufregen, wenn er perspektivisch nicht abzuschaffen ist? Das wäre so als wenn ich mich über den Tod aufregen würde. Und es gibt ja auch Staaten, die ihre Bürger realativ gesehen mehr in Ruhe lassen.
Die inneren Zwänge der modernen Menschen und das Machtproblem, für die auch in den von Ihnen genannten Utopien keine wirklich gute Lösung gefunden worden ist (meine Meinung), sind für mich die wesentlichen Gründe, wieso es staatenlos nur schwer funktionieren kann.
Und diese inneren Zwänge sind ein Problem, das weit über den Staat hinaus geht, noch bedeutend tiefer liegt. Aber das ist ein längeres Thema…
Die Konzepte mussten aber nicht perfekt sein und auch nicht als Rechtfertigung für die Kritik herhalten.
In der angesprochenen Lektüre habe ich solche Konzepte aber auch nicht gefunden! Deswegen habe ich bei dem Thema immer wieder nachgehakt.
Schon gut. Ich wollte auch nicht, dass irgendjemand „bekehrt“ werden sollte. Ich weiß auch nicht mehr auf was Sie sich da genau beziehen.
Nein, das sehe ich anders. Wenige Wochen genügen nicht. Speist sich zum Teile aus meinen persönlichen Erfahrungen, z.B. mit der Genossenschaft.
Bestimmte Gruppendynamiken entspinnen sich erst über längere Zeiträume.
Auf der anderen Seite schweißt solcher Druck von außen natürlich auch zusammen. Es gab nicht nur eine Herrschaft, die ihr Volk in einen Krieg gestürzt hat um es unter seiner Fahne wieder zu vereinen.
Ja Zustimmung. Aber genau das besagt ja, das es insofern doch an sich selber scheiterte. Nicht weil es unfühig war, sondern weil es eben eine experimentelle Oraganisationsform war, die den anderen, auch potentiellen Verbündeten, suspekt war. Und das ist genau der Punkt vom dem ich ursprünglich auch ausgegangen war. Eine neue Organisationform, die auch noch erfolgreich ist, wird schnell zu einem Rechtfertigungsproblem für die alten Staaten und somit zu einer Bedrohung für diese. Deswegen werden solche Experimente bekämpft wie nur was.
Naja, klar. Ich bin ja der Erste, der das immer wieder betont, angeregt besonders durch die Fülle toller und überraschender Beispiele aus „Anfänge, eine neue Geschichte der Menschheit“.
Doch in der modernen Welt kann man alles nicht so leicht ändern. Wenn sich eine Gruppe Chyenne auf der Prärie nicht mehr verstand, weil einige andere kulturelle oder politische Vorstellungen hatten, dann trennten die sich halt, machten eine neue Gruppe auf, und zogen in entgegengesetzte Richtungen (das kam ziemlich oft vor). Geht bei uns leider nicht.
Ich weiß zwar nicht was das Wort „Klappstuhl“ hier zu bedeuten hat, ahne aber den Sinn und stimme zu 🙂
Gruss
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Guten Abend Altlandrebell,
ja in dieser Runde sind wir erst mal durch, würde ich sagen.
Aber auf ein paar interessante Dinge wollte ich noch kurz antworten, vielleicht lesen Sie das ja noch.
Ja, das sagt man bei uns in der Gegend: „Du guckst wie’n Auto!“ wenn einer ziemlich dumm drein schaut.
Ja Menschen sind sehr verschieden, was das angeht. Bei einer Liebesbeziehung, die ja auch viel mit den Sinnen zu tun hat, ist es natürlich sehr wichtig nicht nur trockene Worte zu lesen, da telefoniere selbst ich ganz gerne.
Aber es gibt eben auch Menschen wie mich, die sehr viel mit Schreiben erreichen können. Mein Merkur steht im 10. Haus, was unter Anderem bedeutet: „Muss Dinge aufschreiben um sie richtig verstehen zu können.“
In der Tat bin ich auch bei langen Gesprächen mit vertrauten Menschen früher nie so weit gekommen, wie als ich mal einen längeren E-Mail-Austausch mit sehr tief gehenden Gedanken gestartet hatte. Erst da, als ich auch vieles aus meinem Leben versucht hatte zu beschreiben, habe ich Vieles bei mir selber erst verstehen können.
Als Aszendent bei ihr wäre Erdiges passend gewesen. als Sonne eher was Luftiges.
Also war sie auch ein Skorpion-Mond. Gleichgestimmtheit der Schwinungsart also in den tieferen Gefühlen. Aber Skorpionmond kann auch schon heftig sein.
Daher hier mal ein Auszug aus dem Mond-Buch des berühmten Michael Roscher. Da geht es schon ordentlich zur Sache, mit Reinkarnation und Allem, gleichzeitig augenzwinkernd, aber auch sehr ernst.
Sehr lustig finde ich wie elegant er sich in der Vorbemerkung aus der Affäre einer Reinkarnations-Dsikussion zieht. Aber sehet selbst:
Ich muss zugeben, dass mein Interesse an royalen Angelegenheiten doch etwas begrenzt ist. Womit habe ich denn dann diese intimen Informationen zu William und Karte verdient?
Nun immerhin ist der Text nicht so schlecht. Das Meiste wäre auch für mich stimmig. Und immerhin haben die beiden auch beide den gleichen Wasser-Mond wie Sie und ihre Ex, nur eben Krebs und nicht Skorpion. Insofern könnten Sie davon schon etwas ableiten.
Krebs ist ja auch das Zeichen für die Mutterschaft und das Kinder-Kriegen und die nötige emotionale Wärme dafür. Damit ist die Erbfolge der britischen Monarchie sicher auf lange Zeit gesichert 😉
Ich bin in der Zeit meist mit Kochen beschäftigt.
Und ich treffe den Geschmackssinn meiner Frau oft sehr gut. Das hilft da auch sehr 😀
Ach der ist von der Natur begünstigt, der hat keine Probleme bei Frauen zu landen. Er ist zwar kein Schönling, hat aber ein Auftreten, eine Ausstrahlung und einen großzügigen, charmanten Witz, der bei Frauen ankommt. Außerdem ist er so ein Beschützertyp, bei dem sich die Frauen anlehen können. Finden die toll.
Da muss ich mir um ihn keine Sorgen machen.
Gute Nacht
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Gar nicht soo schlecht.
Ich antworte mal mit einem Rätsel:
Ein Zeichen ist richtig, aber am falschen Platz.
Von einem Zeichen ist der Antagonist dabei.
Der Mond hat schon mal das richtige Element.
Keines der Zeichen ist in der Mehrzahlform.
BTW. der Clip mit Helena Bonham Carter ist wirklich sehr lustig 😀
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Ahh, Sehr gut.
Dieser Mond im Skorpion-Text passt bei ihm übrigens an sehr vielen Stellen sehr gut.
Ich druck den Beitrag aus und leg ihn bei uns aufs Klo*. Schade, dass er so komplett ist, denn über
musste ich dermaßen lachen, dass ich endlich mal wieder gemerkt habe, wo meine Herzkranzgefäße ihre Grenzen haben. Aber das stand im andern Beitrag weiter unten.
* Das ist ein hohes Lob. Danke für die Mühe.
Tja, das oder unser Niedergang?!
Sicherheit gibt es nicht, nur eine stetige Veränderung.
Auch, wenn das wieder die Meisten hier nicht wahrhaben wollen.
Mir persönlich würde ja für den Anfang genügen, endlich mal einzusehen, das wir mit dem Kapitalismus alle untergehen werden, wenn wir dieses Wirtschaften weiterbetreiben, ökonomisch und ökologisch.
Rischtisch! 😀
was mich wirklich wundert, die niemand hier auf die Funktionen von Börsen zb eingeht , denn Fakt ist , es gibt Verbindungen zwischen diesen beiden Bereichen.
Sprich , das eine hat mit dem anderen zu tun ..
Die Frage ist, wie man vermeidet, dass Forschung ein Opfer von Gruppenzwängen, Borniertheit, Zeitgeistigkeit usw. wird. Ich habe oft darauf herumgedacht und komme zu dem Schluß, dass eine defakto-Demokratisierung hier Sinn macht. Wie aber wäre sowas denkbar, wenn doch die meisten Menschen keinen blassen Schimmer haben, was in der Forschung vor sich geht?
Ich könnte mir folgendes System vorstellen:
1) Jedem Fachbereich wird, wie heutzutage auch, ein bestimmtes Forschungsbudget von Steuergeldern gewährt (zu welchem Anteil, ist nochmal eine extra Baustelle), konkreten Projekten wird es aber erst entsprechend Punkt2 und 3 zugewiesen.
2) Jeder Bürger bekommt eine Art jährliche „Forschungscredits“ zugewiesen, welche er an entsprechend zertifizierte Forschungsprojekte weitergeben kann, wichtig: „zertifiziert“ heißt in diesem Fall nur, dass die in Sachen „wissenschaftliches Arbeiten“ (Laborforschung, Feldforschung, empirische Forschung, theoretische Ausarbeitungen müssen möglich sein) extra geschult wurden (vor allem in den Geisteswissenschaften eine bekannte Schwäche) und sich entsprechend zu Transparenzregeln verpflichten und regelmäßig kontrollieren lassen (Mißbrauch der Gelder muss weitgehend ausgeschlossen werden können) – diese Gelder machen die Hälfte, bis Dreiviertel der staatlich verteilten Forschungsgelder aus.
3) Die andere Hälfte der Forschungscredits bekommen Leute, die einen entsprechenden Fachabschluß haben und/oder erkennbar in dem entsprechenden Fach arbeiten, also z.B. ein Physiker, der in der Materialwissenschaft arbeitet (auch in der freien Wirtschaft), bekäme für dieses Fach Credits, die er dann innerhalb der materialwissenschaftlichen Projekte verteilen kann (damit soll gewährleistet werden, dass auch nach außen weniger attraktive Grundlagenforschung finanziert wird, ohne dass dabei allzuviel universitäre Inzucht getrieben wird).
4) Alle daraus entstehenden Ergebnisse, Studien usw. werden online, für jeden frei, und vor allem in Amtssprache (nicht nur in englisch) publiziert (und falls notwendig, fachlich heruntergebrochen), damit die Bevölkerung sie auch verstehen kann. Das entsprechende Fachportal, in dem auch die peer reviews usw. aufgelistet werden, wird ebenfalls vom Staat bezahlt (wer es umsetzt und pflegt, ist nochmal eine andere schwierige Frage).
Das könnte eine gewaltige Orientierung hin zu besserer Forschung bedeuten, ein Funke, der auch in die Bevölkerung (die die Forschung letztendlich ja finanziert) getragen würde! Natürlich gäbe es noch zahlreiche andere Details zu beachten, aber vom Prinzip her, gefällt mir das Konzept. Was meint ihr? Wo seht ihr Probleme?
Für die Qualität der Wissenschaft in Deitschland bleibt zu hoffen, dass die Hochschulen auch künftig von solchen antiwissenschaftlichen Schwurbeleien wie hier am Artikel vorgestellt verschont bleiben.
Die Drittmittelprogramme sind doch keine Propagandaabteilungen für fossile Lobbygruppen wie Eike ohne jegliche wissenschaftliche Substanz oder Horte für erzreaktionäre Ideologen, die offensichtlich intellektuell überfordert sind, den wissenschaftlichen Sachstand in Bezug auf die Genderstudies überhaupt zu erfassen, wie vor einiger Zeit eine sendungsbewusdze Meeresbiologin hier auf Overton.
Zitat: „den wissenschaftlichen Sachstand in Bezug auf die Genderstudies überhaupt zu erfassen“.
„Genderstudies“ per se, entbehrt schon mal jeglicher wissenschaftlicher Bedeutung.
„Genderstudies“ entspringen dem Wahnsinn einer durch und durch zutiefst kranken und fehlgeleiteten westlichen Zivilisation zu Gunsten einiger weniger, die daraus ein Geschäftsmodell abgeleitet haben.
@ Motonomer
GenderGaGa usw. sind nur Ablenkmechanismen um die wesentlichen Ziele der plutokratischen Klasse und ihrer Helfershelfer zu verschleiern.
Versuch erstmal mal zu erklären was Genderstudies sind. Mal ganz unabhängig von Deinen eigenen Vorurteilen. Die kannste von mir auch danach hinten anhängen.
https://www.danisch.de/blog/2025/02/05/geht-es-den-gender-studies-endlich-an-den-kragen/
Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen, der Versuch von Dummköpfen, Wissenschaft nachzuahmen, ohne deren Definition verstanden zu haben. Genau das war auch immer mein Eindruck, hochtoxisch und zersetzerisch, ich erinnere mich noch an die erste gender-studies- Doku im ÖRR (es ging um die Benachteiligung von Frauen in der dritten Welt), ich konnte nicht glauben, wie dumm und substanzlos das ist und dass der ÖRR das sendet, es war der Anfang eines langen Leidensweges…
Aber du kannst uns sicher die wissenschaftlichen Errungenschaften dieses seltsamen Faches darlegen?
„Glaub keinem Fachmann, der Dir sagt, das mache ich seit 30 Jahren so. Man kann eine Sache auch dreißig Jahre lang falsch machen.“ (frei nach K. Tucholsky)
Aber erstaunlich das ewig lange Sinnieren wie falsch und unsinnig die Gender Studies sind ohne dabei überhaupt benennen zu können, was denn das eigentlich ist. Wirklich bemerkenswert!
Was könnten das also sein, solche Genderstudies?
Vielleicht die Wissenschaft über die menschliche Geschlechtlichkeit in all seinen biologischen, medizinischen, psychischen und sozialen Facetten sowie soziologischen Bestimmtheiten.
(mal so einfach aus der Hüfte geschossen)
Wie schon erwähnt, braucht man keine Genderstudies um das zu machen, was eigentlich viel zu wenig betrieben wird, aber alle nur immer davon reden. 😉
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„, was denn das eigentlich ist.“
Eine Cargo-Kult-Wissenschaft? Die Damen sitzen in Hörsälen, benutzen „gescheit klingende“ Fachausdrücke (s. „heteronormativ“), legen Prüfungen ab und verleihen sich akademisch klingende Titel. Und dabei geht es bloß darum, für echte Wissenschaft völlig unbegabte Frauen („in Füsick war ich schon immer schlecht!“) irgendwie von der Straße zu bekommen.
Wir werden sehen, wohin das führt. Die chinesischen Universitäten hauen z.B. eine sechsstellige Zahl an Ingenieuren pro Jahr heraus, während bei uns aus ideologischen Gründen Ressourcen in Pseudowissenschaften versenkt werden!
Wenn in Bayern Ärzte fehlen, die Landesregierung aber aus Kostengründen Medizin-Studienplätze streicht, dann sind die Genderstudies an bayrischem Universitäten ganz sicher nicht der Grund dieser dysfunktionalen Politik. Und wenn Firmen keine Ingenieure finden, weil sie die nicht ordentlich bezahlen wollen, dann sind daran ebenfalls nicht die Genderstudies dran schuld.
Welchen Mehrwert und welche neue Kernerkenntnis haben denn „Genderstudies“ in den letzten 25 Jahren hervorgebracht, die nicht schon vorher da war?
Ernste Frage. Kenn mich mit dem Thema nicht aus, habe meine Kindheit Anfang 70er in einem derart progressivem Umfeld verbracht dass mir da seitdem ich 4 oder 5 war nix neues begenet ist, und mich das was offensichtlich ist nie sonderlich interessiert hat.
Was wäre zu nennen:
-Fortschritte auf dem Weg zur geschlechtsspezifischen Medizin,
– man versteht heute besser die Launen der Natur, warum nicht jeder Mensch in die klassische Dualität von Männlein/Weiblein passt und so dass von der Natur gebildete Varieté an Geschlechtlichkeiten.
– Man versteht besser die gesellschaftliche Formierung von Geschlechtsbildern als noch in den 70er/80er Jahren, hat so manche vereinfachte Klischees über Bord geworfen.
– Was man meines Wissens immer noch nicht auf dem Schirm hat ist grob der Geschlechter Pay-Gap, also geschlechtsspezifische Berufsbiografien die nicht zu den gut Bezahlten gehören, für Ostler allgemeiner: den Verlust an Gleichberechtigung und Emanzipation seit 1990.
„Fortschritte auf dem Weg zur geschlechtsspezifischen Medizin“
Eine sehr gute Sache! Nur:
https://de.richarddawkins.net/articles/gender-zensur-bei-wikipedia
Sollte man das wirklich mit dem pseudowissenschaftlichen Treiben von Biologieleugnern in einen Topf werfen?
Danke, Ich will jetzt nicht unbedingt in den Tenor der Zyniker einsteigen, behaupte aber dass es geschlechtsspezifische Medizin seit der Erfindung der Hebamme, also mindestens 2 Millionen Jahren gibt.
Erforschung von Pay Gap (Frauen in Führungspositionen verdienen zT mehr als ihre männlichen Pedants) und gesellschaftliche Formierung von Geschlechtsrollen und Erforschung von Geschlechtsrollen/-spektrum lasse ich gelten, durchaus wichtige und interessante Themen solange sie seriös abgehandelt werden.
geschlechechtspezifische Medizin heisst, dass männliche und weibliche Körper unterschiedlich auf manche Medizin und unterschiedlich bei manchen Krankenheiten reagieren können. Bei Krankheiten die keine Krankheiten des Geschlechtsapparates sind, also nominell beide Geschlechter betreffen.
Jein! Sog. „Genderstudies“ wirken einfach gesellschaftszersetzend und sind von ihrem Anspruch her totalitär! Auf Kosten von Ressourcen.
(Bitte kurz überfliegen: https://www.gender-curricula.com/gender-curricula -> #Allmachtsanspruch)
Außerdem kann es sich bei dem, was Menschen mit einem IQ von vielleicht 95 bis 105 betreiben, nicht um ein Studium handeln! (Hier sind Sie ausdrücklich nicht gemeint! Was ich vermutlich nicht betonen muss.)
Bei Interesse hätte ich Links, etwa eine lange Frageliste einer „konservativen“ Seite (üblicherweise nicht mein Interessensgebiet!), inwiefern es sich bei den Bemühungen von Damen, mit denen die meisten Männer eher ungern Essen gehen würden, denn um eine Wissenschaft handelt.
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„Und vergessen Sie hier wiederum bitte nicht die ganzen „Kulturwissenschaften“, „Ethnologie““
Also „Menschen. Wie wir wurden, was wir sind.“ von Marvin Harris habe ich durchaus mit Gewinn gelesen. Ich bin nämlich gar nicht so! 😉
Achja: Kennse den? https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Forster (erstmal nachmachen!)
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Das bürgerlichen Wissenschaften die kolonialen Ausbeutungen nicht adäquat beschreiben können ist wohl trivial. Allerdings hat auch der Marxismus das Gebiet theoretisch weniger intensiv beleuchtet. ( praktisch im Sozialismus dagegen schon immer)
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Kicher 👍
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Da hab ich aber auch noch einen Vorschlag: http://wunderland-deutsch.com/post/Vereinfachung-der-deutschen-Sprache-in-nur-5-Schritten: http://wunderland-deutsch.com/post/Vereinfachung-der-deutschen-Sprache-in-nur-5-Schritten
„Bei Füsik hat mich immer nur Astronomie interessiert“
Krass. Selbst die Chemie ist bekanntlich nur der schmutzige Teil der Physik! Ohne geht es nicht, wenn man die Welt wenigstens näherungsweise verstehen will. Physik und Biologie. Der Rest ist nur Geschwätz!
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Naturphilosophie, als Vereinigung aller Naturwissenschaften! Der Rest ist nur Geschwätz! 😉
„Die Seite“ hat, glaube ich, zuletzt erwartbare Probleme? Einer der Einstiegspunkte wäre jedenfalls der hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Vollmer
Oder wir treffen uns doch mal.
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„Sind Sie eigentlich zufälligerweise Physiker?“
Leider nicht ganz.
„Es ist ein Lesertreffen geplant?“
Mein großer Zeh sagt, dass es eines nicht fernen Tages ein unfreiwilliges Kommentatorentreffen in einem Stadion geben wird. Aber was weiß der schon!
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„Aha. Eindeutig Kerntechniker!“
Falsch! Großer Philo-Sauf! ;*)
„Auf der Alm bin ich in der Tat noch nicht gewesen.“
Guckst Du de konkrete Film! (Wissenschon. Der von der anderen Stelle!)
Ja, das kann endlich weg 👍
„Alles, was dazu angetan ist, die recht plumpe Fixierung auf Kohlenstoffdioxid (Stichwort: Dekarbonisierung) zu hinterfragen, bleibt bei der Vergabe veritabler Gelder außen vor.“
Irgendwelche Belege für die Behauptung?
Nach einem Nachweis, dass gewisse Experimente (Ende des 19ten Jahrhunderts) und Nachfolge-Experimente bzgl. des Nachweises, dass CO2 ein Treibhausgas ist, nun fehlerhaft und mangelhaft ist und somit
qualitativ die Aussage, dass CO2 ein Treibhausgas ist/wäre, nicht haltbar ist/wäre (und auch die zugehörigen Formeln nicht haltbar sind/wären), wären ansonsten gewisse Dinge recht einfach zu bewerkstelligen.
Und in manchen Fällen kommt es halt auch auf die Formulierungen
der Anträge auf Forschungsgelder-Bewilligung an. Man muss ja z.B.
nicht dazuschreiben, dass man mit der Forschung zu X nun gewisse Dinge
bezweckt (also nachweisen, dass CO2 vermeintlich kein Treibhausgas wäre, oder CO2 keine Rolle beim Klimawandel/ globale Erwärmung spielt), da dieses dann ja u.a. schon das (vermeintliche) Ergebnis der Forschung vorwegnehmen würde (in welchem Falle man sich die Vergabe der Forschungsgelder eigentlich auch sparen könnte, da das Ergebnis der Forschung ja schon bekannt ist/wäre). Man formuliert hier also dann eher im Forschungsantrag, dass man gewisse Dinge untersuchen möchte mit dem Ziel, gewisse Zusammenhänge zu erkennen (wenn man die Zusammenhänge kennen würde, dann müßte man dieses ja nicht mehr untersuchen, sondern maximal gewisse Ergebnisse nochmal „validieren“).
„Forschung in puncto Atomkraft findet ohnehin keine Berücksichtigung mehr, weil sie politisch nicht gewollt ist. Zur Atomenergie kann man freilich stehen wie man mag: Warum aber die Forschung hier aussetzt, sollte man schon hinterfragen dürfen. Was kann an Erkenntnisgewinnen denn schlecht sein?“
Gewisse Forschungen sind teuer, vor allem, wenn es nicht nur um „theoretische“ Forschung geht (welche dann nur Rechner-/Computerresourcen benötigen), sondern um praktische Forschung. Und neue atomare/nukleare Forschungsreaktoren könnten dann doch eher zu der teureren Forschung gehören. Ansonsten wäre hier vielleicht auch zu bemerken, dass es in punkto Atomkraft, neben der Atomenergie aus Spaltung von Atomkernen (Zerfallsprozessen von Atomkernen), dann auch die Kernfusion gibt. Und – im Gegensatz zu Kernfusion, welche dann doch noch als Zukunftstechnologie angesehen wird – können durchaus etwaige neue Erkenntnisgewinne (welche übrigens nicht garantiert sind) im Bereich der Gewinnung von Atomenergie aus Kernspaltung dann doch recht teuer sein und sich eben nicht rechnen, wenn dazu eben neue Forschungsreaktoren oder ähnliches benötigt werden sollten. D.h. das (staatliche) Geld in dem Falle besser in anderen Forschungsprojekten aufgehoben ist/wäre.
Im Übrigen sind in Deutschland noch zwei Forschungsreaktoren (Standorte: München und Mainz) in Betrieb, wenn es keine Forschung bzgl. Atomkraft (Spaltung) in D mehr geben würde, dann wären beide Reaktoren sicherlich schon lange stillgelegt worden.
Wenn eine Forschung zu gewissen Themen der Atomenergie (nach 2011) in D nicht mehr möglich war, aber dieses das Spezialgebiet des Forschers war, dann konnte man sich durchaus auch noch in anderen Ländern/Staaten auf eine Stelle bewerben (es gibt noch genug Forschungsreaktoren weltweit) und dann dazu ggf. eben im Ausland weiter forschen (falls man eine Stelle bekommt)…
In Bezug zu „Gender Studies“ bemerke ich nur, dass aus meiner Sicht, fast jegliche Forschungsgelder in Bezug zu Geisteswissenschaften (inkl. Sozialwissenschaften/Phsychologie) unabhängig von der jeweiligen Thematik eigentlich rausgeworfenes Geld ist. Klar für so etwas wie „Archäologie“ u.ä. kann man etwas Geld ausgeben (aber das Geld könnte da eben genauso gut aus einen Fond/Topf mit Mitteln für Kunst und Kultur kommen und eben nicht undbedingt aus Fördertöpfen für Forschung). Die Herren/Damen Doktoren (der Geisteswissenschaften) können dann doch auch so ihre geistigen Ergüsse auch mit den normal vorhandenen Stellen von wissenschaftlichen Mitarbeitern zu Papier (egal ob analog oder digital) bringen. (Klar wissenschaftliche Studien im Bereich Psychologie/Soziologie könnten dann etwas schwerer zu machen sein, aber dann könnte man überlegen, ob in den Bereichen dann auch gerne Mal Studien mit mangelnder wissenschaftlicher Sorgfalt angefertigt werden und ob es dort Studien gibt, welche sich gerne inhaltlich widersprechen).
Staatliche Forschungsgelder sind eigentlich nur für Grundlagenforschung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik/Ingenieurswissenschaften (und vielleicht noch Medizin) nötig.
Da es (anderen) Drittmittelgebern eigentlich immer direkt, um einen späteren Profit aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen geht, und zwar neue Erkenntnisse (aus der Grundlagenforschung) für gewisse neue Technologien notwendig sein können, aber diese Forschungsergebnisse (in den Grundlagen) dann zumeist nicht selbst „monetärisierbar“ sind (also selbst keine Gewinne direkt versprechen), so dass Drittmittel dann eher recht selten in Projekte der Grundlagenforschung fliessen.
Staatliche Forschungsgelder sind dann natürlich auch noch für Forschungen bzgl. der Risiken von neuen Technologien durchaus gut aufgehoben, da durchaus Drittmittelgeber (und die Privatwirtschaft) an den Risiken von neuen Technologien dann eher weniger interessiert sein könnten.
Ansonsten ein kleiner Unterschied zwischen einer mutmaßliche Vorgabe einem Forscher die Fördermittel zu streichen, der sich kritisch zur Politik Israels äußert, aber bei dem der Forschungsbereich im MINT-Bereich liegt, und nur der Bewilligung von Fördermitteln für „linientreuen“ Forschungsprojekten (im Bereichen, wo die Linientreue eine Rolle spielt) gibt es dann doch. Was dann auch doch noch ein kleiner Unterschied auch zur Causa Guerot ist. Anders gelagert wäre die Sache, falls Frau Guerot nun im MINT-Bereich als Professorin tätig gewesen wäre und man Sie dann wegen ihrer öffentlichen Äußerungen (zu politischen/gesellschaftlichen Themen) wegen mutmaßlichen falschen zitieren in einer nicht-wissenschaftlichen Arbeit arbeitsrechtlich gekündigt hätte. (Nur zur Klarstellung: Dieses bedeutet nicht, dass ich mit dem Vorgehen der staatlichen Stellen gegenüber Frau Guerot irgendwie einverstanden wäre. Es ging hier nur um die Unterschiede.)
Als kleine Ergänzung:
(1) Naturwissenschaften funktionieren immer positivistisch. Es ist in NaWi prinzipiell nicht möglich Erkenntnisse zu widerlegen. Man kann höchstens eine andere, bessere Deutung vorschlagen, oft aufgrund neuer, bisher unberücksichtigter Phänomene! Anträge die auf eine Widerlegung von etwas zielen sind somit von vorneherein unwissenschaftlich!
2) Die Kernphysik ist theoretisch grundsätzlich sehr gut verstanden. Da braucht es keinen riesigen Forschung mehr, Professuren dienen so dem Erhalt des Wissensstandes. Natürlich kann man technologisch noch einiges in der Energieerzeugung machen. Wozu aber riesigen Forschungsgelder in die teuerste aller Energieerzeugungsarten investieren. Wollen wir den Strom noch teurer machen? (März treibt ja schon mit seinen teuren, kapitalintensiven Gaskraftwerken die Stromerzeugungskosten nach oben, da brauchen wir nicht noch teureren Strom aus Kernernspaltung).
3) Wenn man heute etwas genauer messen kann als noch vor 150 Jahren, dann heisst das nicht, dass die damaligen Werte falsch waren, sie waren nur ungenauer. Die CO2- Klimawirkung ist auch durch genauere Messungen sehr gut belegt, auch wenn die fossilen Pressure Groups der Kapitallobby das nicht wahrhaben wollen.
Forscher haben herausgefunden, dass Forscher immer das herausfinden müssen, was die Geldgeber der Forscher herausgefunden haben wollen.