Kann die Energiewende gelingen?

Offshore Windkraftanlagen
Quelle: Pixabay

Nein, sagt der Autor. Jedenfalls nicht so, wie das Vorhaben derzeit gesteuert wird. Er schaut auf die aktuelle Situation und macht einen Vorschlag.

Von der Politik begleitete Vorhaben wie der BER oder Stuttgart 21 lassen an der Fähigkeit unseres politischen Systems zweifeln, langfristige Projekte zu verwirklichen. Steht nun auch die Energiewende vor dem Scheitern? Es hat den Anschein, trotz zweifelloser Erfolge beim Ausbau von Wind- und Solarkraft.

Das Hick-Hack um den Netzausbau, die Grundlastfrage, den Atomausstieg, das Aus für fossile Kraftwerke, die Gaskraftwerke und Batteriespeicher, das Heizungsgesetz, das Verbrenner-Aus, die CO2 – Zertifikate oder die E-Autoprämien ist wenig ermutigend. Die Aufzählung lässt sich fortsetzen. Sie deutet auf das Fehlen eines verbindlichen Konzepts und einer professionellen Projektsteuerung hin.

Ich hatte Gelegenheit, größere Vorhaben auch in der Energiewirtschaft zu leiten. Ein Blick durch die Projektbrille zeigt zuerst einen positiven Aspekt: Das Ziel der Energiewende ist klar formuliert: „Erreichen der Klimaneutralität bis 2045“. Es ist zudem im Bundes-Klimaschutzgesetz von 2024 festgeschrieben. Besser kann man ein Projektziel kaum fixieren. Es ist ebenso eindeutig wie das der Mondlandung in den 60ern: „Hinfliegen, Landen, Zurückkommen“. Beide Projekte sind wegen ihrer politischen Relevanz, Komplexität und der technischen Ansprüche durchaus vergleichbar.

Ausgerechnet dieser für eine erfolgreiche Planung wichtige Parameter wurde erst kürzlich wieder in Frage gestellt. Und zwar nicht von irgendwem, sondern von Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaften und CDU.1)

Nach meiner Erfahrung ist jedes Projekt in irgendeiner Form zum Scheitern verurteilt, wenn das Ziel verschwimmt, die Strategie ständig verändert wird und die Konzepte zu ihrer Umsetzung laufend in Frage gestellt werden.

Das heutige Durcheinander zeigt vor allem eines: Es fehlt ein Steuergremium, das die Macht und die Mittel hat, das Ergebnis einer soliden und verbindlichen Planung über viele Jahre zuverlässig umzusetzen. Ein Gremium, das Entscheidungen auch gegen einflussreiche Interessengruppen durchsetzen kann.

Das Bundesumweltministerium, obwohl formal verantwortlich, ist, wie die Praxis zeigt, kein Teil der Lösung. Kanzler, Kabinett, Bundestag und Bundesrat dürfen dort hineinregieren. Hinzu kommen die unterschiedlichen Interessen der alle vier Jahre wechselnden Regierungskoalitionen. In der Person des amerikanischen Präsidenten verfügte das Mondlandeunternehmen über die wesentliche Voraussetzung für den Erfolg: Dieses Amt hatte die Macht, alle Kräfte auf das ursprünglich von Kennedy definierte Ziel zu bündeln und hat dieses nach seinem Tod nicht in Frage gestellt.

Ich erspare mir weitere Vergleiche. Die Defizite der Energiewende sind zu offensichtlich.

Wie sieht es hinter dem Horizont aus und wo liegt unser Problem?

Staudamm
Dieses Bild ist KI-generiert.

Nachrichten aus China zeichnen in Bezug auf die dortigen Bemühungen, sich von fossiler Energie unabhängig zu machen, ein positiveres Bild.

Erst einmal kann man nüchtern feststellen, dass das Land, wie wir auch, über eine Langzeitstrategie verfügt. Anscheinend aber auch über die Fähigkeit, diese planmäßig zu realisieren. Das läuft zweifellos nicht ohne gewaltige Probleme ab. Aber die Fähigkeit, diese zu lösen, ohne das Gesamtziel aus den Augen zu verlieren oder ständig in Frage zu stellen, scheint gegeben.

Dem VW-Chef Blume ist bei seinem letzten Besuch in China auch etwas aufgefallen: „Von den Fünfjahresplänen in der Volksrepublik könne Deutschland einiges lernen, so der Top-Manager. Auch der Bundesregierung empfiehlt er verbindliche Pläne.“ (ntv am 22. März 2026: „Volkswagen-Chef Blume lobt Chinas Industriepolitik“).

Wo also liegt unser Problem?

Das hier klingt plausibel: „Privatwirtschaftlich kalkulierende Unternehmen sollen einem politischen Plan folgen. Obwohl in Konkurrenz untereinander und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht, sollen sie alle letztlich an einem Strang ziehen. …Sie alle werden nur aktiv für die Energieversorgung, wenn dabei ein Gewinn herausspringt….Entsprechend wenig scheren sie sich um das staatliche Interesse….Die Konsequenz: ein riesiges Arsenal von staatlichen Vorschriften, die die individuellen und gegensätzlichen Interessen der Energiewirtschaft in die gewünschten Bahnen lenken soll. Der nie endende Streit der Akteure um die „richtige“ Energiepolitik hat hierin seinen Grund. Mal sieht sich die Windkraftbranche benachteiligt, mal die Erzeuger von Strom mit Gaskraftwerken, mal bekommen die Netzbetreiber zu wenig Geld für den nötigen Ausbau, mal beklagen Solaranlagenhersteller zu wenig Förderung …“.2)

Nun ist China ja ebenfalls eine Markwirtschaft und die Regierung dort wird ähnliche Fragen zu beantworten haben. Wie machen die das also?

Chat GPT hat dazu einige Antworten. Ich habe die ausgewählt, die meines Erachtens den Punkt treffen (meine Kommentare in Klammern):

  • Die chinesische Regierung setzt langfristige Ziele und setzt sie konsequent (!) um.
  • Genehmigungen für Windparks, Solaranlagen oder Stromleitungen dauern oft deutlich kürzer als in vielen westlichen Ländern.
  • Provinzen (ich denke an Bayern und den Netzausbau) und Staatsunternehmen (die wurden in Deutschland privatisiert) müssen die Vorgaben umsetzen.
  • China löst marktwirtschaftliche Konflikte nicht allein durch Angebot und Nachfrage, sondern durch eine Kombination aus Markt und staatlicher Steuerung. Unternehmen konkurrieren miteinander, der Staat setzt jedoch die strategischen Ziele und greift ein, wenn dies aus seiner Sicht für Wirtschaftswachstum, Versorgungssicherheit oder die Energiewende notwendig ist.

Können wir, was China kann?

Bisher sieht es nicht danach aus und das ist der Grund: Die Politik setzt vorrangig auf das Prinzip „Der Markt muss es richten“. Darin spiegelt sich die neoliberale Ideologie der 90er wider mit einem, man muss es so deutlich sagen, Privatisierungswahn, von dem auch kritische staatliche Infrastrukturen wie die Energienetze betroffen waren. Wie unsinnig das war, sieht man daran, dass die „Privatisierung“ im Fall von TenneT und Vattenfall an ausländische Staatsunternehmen erfolgt ist. Die konnten beträchtliche, hier erwirtschaftete Erlöse in ihre staatlichen Strategien stecken. Das hätte unser Land auch haben können. Das Argument, dass der Staat nicht wirtschaften kann, passt in diesem Kontext irgendwie nicht.

Wir haben vier regionale Netzbetreiber statt sinnvollerweise einem, die sich zu wesentlichen Teilen auch noch im Besitz ausländischer Aktionäre befinden. Deren Interessen für ein nationales politisches Ziel zu bündeln, dürfte ohne staatliche Eingriffe nicht ganz einfach sein.

Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT Germany, zu 100% im Besitz des niederländischen Staates, ist ein schönes Beispiel: Die müssten für die Energiewende massiv in Deutschland investieren und möchten deshalb verkaufen. Vattenfall, zu 100% dem schwedischen Staat gehörend, ist den Weg der Rekommunalisierung nach über 20 Jahren Gewinnabzug in Milliardenhöhe aus Deutschland bereits gegangen. Die seit 2017 von diesem Konzern versprochene und vom schwedischen Staat ausdrücklich unterstützte Strategie der Fossilfreiheit innerhalb einer Generation lässt sich bequem umsetzen, wenn man alle fossilen Erzeuger verkauft. So ist es passiert. Die Kraftwerke laufen weiter. Man nennt das Greenwashing.

Noch absurder wird es, wenn man sich klar macht, dass damals sogenannte natürliche regionale Monopole privatisiert wurden. Benötigt z.B. ein Netzbetreiber mehr Geld, werden höhere Netzentgelte regulatorisch genehmigt – und die Rechnung landet am Ende bei den deutschen Kunden. Die monopolartigen Abhängigkeiten bei der Fernwärme sind nicht viel anders. Nix mit Markt und Konkurrenz und niedrigeren Preisen, wie damals von der Politik versprochen!

Risikoärmer kann man kaum wirtschaften. Schön für diese Unternehmen!

Hinzu kommt: Die EU setzt staatlichen Eingriffen enge wettbewerbsrechtliche Grenzen. Zwar wurden diese für die Energiewende teilweise gelockert, staatliche Fördermaßnahmen unterliegen jedoch weiterhin der Kontrolle durch das EU-Beihilferecht. Das macht die politische Steuerung auf nationaler Ebene nicht einfacher.

Ein Vorschlag und ein Fazit

China macht derzeit vor, wie es gehen kann. Neben einer langfristigen Strategie, untersetzt von Fünfjahresplänen, gibt es eine Institution, die über die notwendige Autorität verfügt, Eingriffe in die Strategie und die Pläne zu verhindern. Das ist, ob es gefällt oder nicht, die KP Chinas und deren Regierungsapparat.

Nun muss man nicht unbedingt in Deutschland wieder den Sozialismus einführen, aber es braucht ganz offensichtlich eine Institution, die langfristige Planungssicherheit garantieren kann. Die müsste dafür zunächst einmal unabhängig sein, abgesehen von Ausgangsstrategie und Mandat.

Die Idee ist nicht neu und findet sich in dem einmaligen Status von Bundesbank und EZB wieder, der politische Einflussnahme auf den Geschäftsbetrieb effektiv ausschließt.

Ein anderes Beispiel für eine weitgehend politisch unabhängige Projektagentur ist der norwegische staatliche Pensionsfond „Government Pension Fund Global (GPFG)“, der mit seinem Mandat über Jahrzehnte planen kann.

Fazit: Die Energiewende benötigt dringend etwas ähnliches. Ihr Ziel wird sonst unerreichbar bleiben und sie wird als Flickwerk enden. Es ging auch schon anders: Airbus ist ein Erfolg jahrzehntelanger staatlicher Industriepolitik. Geht heute noch, was damals möglich war?

 

Quellen
  1. „Industrievertreter und CDU-Vereinigung rütteln am Klimaziel 2045“ (ntv, 11.07.2026), Link zum Artikel
  2. „Energiewende: Klimafreundlich gen Osten“ (Overton-Magazin, 18.05.2026), Link zum Artikel von Overton
Klaus Winkelmann

Klaus Winkelmann hat Prozessautomation und Technische Kybernetik an der TU Dresden studiert. Er war als Ingenieur für verschiedene Industrieunternehmen im In- und Ausland tätig, zuletzt in der Energiewirtschaft. Er lebt in Berlin.
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51 Kommentare

  1. Stuttgart 21 ist doch ein tolles Immobiliengeschäft. Da muss man doch nicht gleich nörgeln, nur weil der Bahnhof nicht mehr funktioniert.

    1. Auch die europaweite Energiewende ist auf einem guten Weg. Besonders für Deutschland läuft seit etlichen Jahren das Multifronten-Projekt Deindustrialisierung. Zuerst durch Habeck „Die Firmen hören nur auf zu produzieren“, dann durch Frau Leyen „der Schutz unserer Freiheit hat einen Preis“.

      Stuttgart 21 liegt im Trend und der heißt Downsizing.

      Die Industriearbeitsplätze gehe nicht verloren, sondern Deutschland gewinnt Freizeit!

  2. So wie der unsicherer Seiltänzer ein Auffangnetz braucht, braucht auch eine Energiewende ein fossiles Sicherheitsnetz. Erst wenn die Substitution durch „erneuerbare“ andere Energiequellen ausreichend verfügbar und gesichert sind, kann parallel dazu auf fossile Energieträger verzichtet werden. Auch eine preisliche Stabilität ist dabei wichtig. Wer seine Wirtschaft mit überhöhten Preisen wettbewerbsschädlich verteuert, muss mit erheblichen Verlusten rechnen und auch die Verbraucher dürfen nicht preislich überfordert werden. Wird ihr Einkommen zu stark abgeschöpft und steht es der eigenen Volkswirtschaft nicht zur Verfügung, sind Wohlstandsverluste unvermeidbar. Möglicher Weise führt eine dauerhaft kostenintensive Energieversorgung dazu, dass man weltweit zum Verlierer avanciert, weil die eigenen Produkte nur zu überhöhten Preisen angeboten werden können und zu Ladenhütern werden, oder die Produktion sich anderswo nach wettbewerbsgünstigen Standorten umsieht und ausgelagert wird. So wie es derzeit aussieht sind wir auf diesen schädlichen Niedergangsweg fixiert ohne inne zu halten und gegenzusteuern, wobei der klimatisch angestrebte Weltklimeeffekt schlicht ausbleibt.

    1. Nee, nee. Energie muss nur teuer genug gemacht werden, dann wird alles automatisch umweltfreundlich. So jedenfalls die Rechnung der Politik.

      1. Menschenlose Freiheit ist der beste Umweltschutz. Wer nicht isst, braucht auch nicht kochen und wer nicht kocht, braucht auch kein Feuerchen … Wer aber gar nicht erst da ist, der kann auch keinen stören.

  3. Sehr richtig. Um es kurz zu machen: Reiche macht Trumps Klimapolitik. Dieser subventioniert inzwischen Kohle und zahlt eine Milliarde Dollar dafür, dass ein Windpark NICHT gebaut wird.

    Gehen wir mal an den Anfang zurück: im Jahr 2000 war Deutschland der Pionier mit seinem Einspeisegesetz. Zusammen mit Dänemark, was davon massiv profitiert hat. Der weltgrößte Onshore-Windkrafthersteller Vestas und Offshore Orsted haben ihren Sitz in Dänemark. Während wir in Deutschland unsere Solarindustrie systematisch und absichtlich zerstört haben.
    Prophet der Energiewende war der SPD-Politiker Herrmann Scheer. Er hat eigentlich alles vorher gesehen, was wir heute haben. Dire großen Klimakonferenzen seien sbsolut für die Katz, so Scheer. Wohl wahr und da sie lange immer in Doha stattfanden, haben sie zur Aufwertung des Terrorstaates Katar beigetragen. CO2-Zertifikate hielt er für einen großren Schwindel. Was denn sonst?
    Seiner Meinung nach muss die Energiewende kleinteilig sein mit kurzen Wegen zwischen Erzeugung und Verbrauch. Ein Bürgerwindpark erfüllt diese Bedingung und anfangs sind sie auch wie Pilze aus dem Boden geschossen. Der Staat, der den Ausbau will, soll diese fördern. Damals noch, inzwischen sind sie marktfähig. Sehr wohl kann der Staat einen planmäßigen Ausbau erwirken, indem er diesen Unternehmen günstige Bedingungen schafft. Aber der Bürgerwindpark wurde verunmöglicht. Durch eine kombinierte EU und nationale Gesetzgebung, die im Jahr 2017 einen 90-prozentigen Einbruch des Neubaus an Windanlagen einbrachte.
    Immer wieder ist der Ausbau der Erneuerbaren von Saboteuren bedroht. In Deutschland, in Schweden nicht. Dort hat man die Saboteure entlassen. Der Anteil der Erneuerbaren liegt bei 70-75 Prozent. Man hat Preiszonen geschaffen, die auch den langsamen Regionen Beine machen. Nicht wie bei uns, wo man den Pennern in Bayern und BaWü unendlich teure Stromnetze baut. DAS macht den Strom so teuer.
    Hier ein Fazit aus Grok:
    „Zusammengefasst: Der starke Ausbau von Wind (und in geringerem Maße Solar) hat Schweden zu einem der saubersten und preislich wettbewerbsfähigsten Stromsysteme Europas gemacht – mit sehr niedrigen Preisen im Norden und moderaten im Süden. Herausforderungen sind Volatilität, Netzengpässe und der künftige Bedarf durch Elektrifizierung (dafür werden weiter Wind, Solar und ggf. neue Kernkraft benötigt). Die Preise steigen nicht wegen der Erneuerbaren, sondern werden durch sie gedrückt – mit den bekannten regionalen und wetterbedingten Schwankungen.“

  4. Ja, Deutschland ist am Ende. Seit spätestens den 90’zigern wird nicht mehr sinnvoll fürs Allgemeinwohl geplant, die Allgemeinheit wird nur noch abgezockt. Das gilt für alle Bereiche. Energie, Wohnen, Verkehr, Gesundheit, Nahrung, Internet ect. Jeder rafft was er kann. Man nennt das Neoliberalismus.
    Hat man alles erfolgreich ruiniert, geht nur noch Krieg. Die Rüstungsparty verspricht die höchsten Gewinne. Und dann…

    Tja, da wünscht man sich die chinesischen Kommunisten herbei oder den Kaiser Wilhelm I mit dem Bart zurück.
    Aber vielleicht sollte man es einmal anstatt mit Parteienwirtschaft und repräsentativer Demokratie mit einer echten Demokratie versuchen.

    1. Demokratie ohne Führung ist wie die Schafsherde ohne Hirt und Wachhund …
      Es gibt dazu eine hübsche Zeichnung mit vielen unterschielichen Leuten und alle tragen ein großes leeres Schild vor sich her. Die Bildunterschrift dazu lautet: Wir wissen nicht was wir wollen, aber das mit aller Kraft.

      Demokratie braucht allerdings auch Verantwortung und die besteht nicht einfach so, sondern nur indem man für sein Handeln Rechenschaft abzulegen hat und für sein Handeln haftet. Eine haftungslose Verantwortung ist die Aufforderung nach eigenem Gutdünken zu handeln ohne Rücksicht auf das haftende Volk. Die politische Haftung hieß bei den Griechen Scherbengericht.

      1. Demokratie ohne Führung ist wie die Schafsherde ohne Hirt und Wachhund […]
        und alle tragen ein großes leeres Schild vor sich her.

        Ich dachte erst, die Schafe können einfach nicht schreiben, aber das haben einige Schafe inzwischen wohl gelernt. Vielleicht lernen die Schafe auch noch, keine Schafe mehr zu sein.

        Wird der Führer das dulden, so ganz ohne Schafskäse zu sein?

    2. Wie war das eigentlich in der alten Republik vor 89. War Politik da komptenter? Gab es weniger Bürokratie, weniger Ideologen, die noch den absurdesten Blödsinn vehement verbreiten, wenn er in die eigene Linie passt. War es in den Schulen üblich, die Anfoderungen an die Leistungsfähigkeit der Schwächsten, Dümmsten und Faulsten anzupassen….?

      Ich denke manchmal, dem Westen und uns in der BRD fehlt seit drei Jahrzehnten die Systemkonkurrenz.

  5. Ja, Deutschland ist am Ende. Seit spätestens den 90’zigern wird nicht mehr sinnvoll fürs Allgemeinwohl geplant, die Allgemeinheit wird nur noch abgezockt. Das gilt für alle Bereiche. Energie, Wohnen, Verkehr, Gesundheit, Nahrung, Internet ect. Jeder rafft was er kann. Man nennt das Neoliberalismus.
    Hat man alles erfolgreich ruiniert, geht nur noch Krieg. Die Rüstungsparty verspricht die höchsten Gewinne. Und dann…

    Tja, da wünscht man sich die chinesischen Kommunisten herbei oder den Kaiser Wilhelm I mit dem Bart zurück.
    Aber vielleicht sollte man es einmal statt mit der Parteienwirtschaft und repräsentativer Demokratie mit einer echten Demokratie versuchen.

    Ein politisches System macht keinen Sinn mehr, wenn es nur noch darum geht, wer sich aus dem Steuersäckel und an der Allgemeinheit bedienen kann. Die Allgemeinheit muss direkt an die Macht, damit sich Mehrheiten bilden können die ihren Interessen entsprechen.

  6. Seitdem die Windräder massiv zunehmen kann ich keine Sterne mehr mit den Augen sehen. Immer ist Dunst in der Atmosphäre. Nur mittels hochwertiger Astrokameras können nach mindestens 15 sec. Belichtungszeit Sterne auf dem Laptop ausgemacht werden. Irgend etwas hat sich seit zwei Jahren in der Atmosphäre verändert, immer ist nachts der Sternenhimmel verdeckt, Dunst oder Wolken, tagsüber nicht. Ich weiß nicht warum.

    1. Naja, eine Möglichkeit wäre:
      Mehr CO2 – höhere Temperatur – mehr Wasser verdampft und die Luft kann mehr absolute Luftfeuchte aufnehmen – in höheren Schichten mehr Kondensation – weniger klare Sterne.

      Oder:
      – Die Windräder sind schuld.
      Alternativvorschlag:
      – Das Internet ist schuld – seit das Internet quasi für jeden zugänglich ist, sind die Sterne nicht mehr so gut zu sehen.

      P.S: ich hab auch vor ca. 20 Jahren mal ein bisschen Astrofoto ausprobiert und war genervt, dass die Bedingungen von Jahr zu Jahr immer schwieriger wurden, ich hab gedacht, dass lag an meinem Einstieg ins Berufsleben, der neuen Wohnung mit Straßenlaterne 50m entfernt bis 2:00 Uhr nachts, und der geringer werdenden Freizeit… Vielleicht waren es aber auch nur die Windräder, von denen ich damals aber keines bemerkt habe

  7. Eigentlich entwertet sich ein Artikel selbst, der immer noch im ernst Ergebnisse von ChatGPT-Anfragen als Argument benutzt – also den Auswurf eines komplexen, intransparenten Statistikautomaten, der fragwürdiges Datenmaterial (unkontrollierte Internetquellen) verwendet. Und dann willkürlich gefiltert: «Ich habe die [Ergebnisse] ausgewählt, die meines Erachtens den Punkt treffen». Warum nicht gleich schreiben, was man so denkt? Anders gesagt, ChatGpt-Auswurf ist keine Quelle, sondern Aussagen vom Typ «ChatGPT hat auf Frage X Y geantwortet» haben den gleichen Gehalt, wie «Ich denke (willkürlich) über X Y».

    Vor allem stellt der Autor gar nicht die Frage nach dem Sinn einer Energiewende. Gemeinhin wird bis heute behauptet, die weltweite Abkehr von fossiler Energieversorgung sei nötig, weil durch den Ausstoß von CO2 eine katastrophale durchschnittliche Erwärmung der Erdatmosphäre erzeugt würde. Nun ist diese Hypothese allerdings vielfacher Kritik ausgesetzt – daß diese in der breiten Öffentlichkeit nicht diskutiert wird, ist kein Argument – und im April haben sogar die Wissenschaftler, die für den IPCC-Bericht zuständig sind, mitgeteilt ihr Panikmodell sei unrealistisch hoch.

    Anders gesagt, die Klimastory ist weltweit abgesagt – Krieg ist profitabler – und dient in der EU nur noch dazu, die Bürger zu drangsalieren. Wie viele andere Maßnahmen der Kommission.

    NB. Die Kombination der Verwendung von ChatGPT und implizit angenommener Notwendigkeit einer Energiewende enthält dann noch einen performativen Widerspruch: Die für den Betrieb der Statistikautomaten nötigen Datenzentren verbrauchen derart viel Energie und weitere Ressourcen (Wasser), und schaden ihrer Umgebung (Wärme), daß es weltweit Streit um die Ansiedelung dieser Zentren gibt (aktuell in Spanien). Es wäre schon im Sinne des Ressourcensparens zwingend, auf die Nutzung dieser Statistik-Technik zu verzichten.

  8. Der Autor vergleicht nicht von ungefähr die „Energiewende“ Deutschlands mit der von China. Welchen Vergleichsmaßstab sollte er auch sonst wählen? Fairerweise hat China neben einer effektiveren Globalsteuerung der Wirtschaft (das, was Superminister Prof. Karl Schiller Ende der 1960 für die BRD anstrebte) bei gleichzeitig extremem Wettbewerb der Lokalbehörden untereinander (Mayor Economy) einen enormen Vorteil gegenüber Deutschland: enormer menschenleerer Raum in Nordchina, vor allem in der Wüste Gobi. Dort können ohne Bürgerproteste die weltgrößten Windparks und Solarfarmen hingestellt werden, allerdings bei gleichzeitig massivem Ausbau der Stromnetze in Richtung der Industriezentren.

    Das kann man erfahren beim US-Blogger und -Unternehmer Kevin Walmsley, der seit Jahren in China lebt: https://www.youtube.com/results?search_query=inside+china+business

    Und dann tut sich in China auch ganz viel auf der Mikroebene, nämlich bei der Batterietechnologie:
    https://www.youtube.com/watch?v=-gBmoYYliWE
    Warum noch für Lithium Krieg führen, wenn man NaCl verwenden kann?

    https://www.youtube.com/watch?v=piELzqWKcmI
    China baut Unterwasser-KI-Rechenzentren zum halben Preis
    Warum dort und nicht in Deutschland oder anderen Küstenländern?

    https://www.youtube.com/watch?v=y6QoTjayG9Q
    Dieses riesige Luftschiff ist ein chinesisches Kraftwerk
    Wohl unmöglich in Deutschland und EUropa.

    Und hier das „Sahnehäubchen“:
    https://www.youtube.com/watch?v=PCUnlPJRGY4
    Top-Risikokapitalgeber bereisen China und erklären westliche Energieunternehmen für „nicht invest…

  9. Die „Energiewende“ ist ein Beispiel dafür, wie Ideologie einen ganzen Staat zugrunde richten kann.
    Der Kardinalfehler dabei ist, dass man aus rein ideologischen Gründen zeitlich enge „Ziele“ setzt (raus aus der Kernkraft, raus aus der Kohle), völlig unabhängig davon, ob sie erreichbar sind und wenn ja, welchen Schaden das anrichtet.

    Es fehlt bei solchem Vorgehen jeder Pragmatismus:
    zB: Wo können wir das meiste CO2 einsparen, ohne dass es der Wirtschaft und unserem Wohlstand allzusehr schadet.

    In früheren Jahrzehnten führte die technologische Entwicklung stetig zu neuen Techniken, die besser, effizienter und preiswerter waren als die alten. Die haben sich am Markt mehr oder minder von selbst durchgesetzt.
    Nun sollen durch staatliche Vorgaben neue Techniken der Stromerzeugung (Solar und Wind) durchgesetzt werden, die nicht besser sondern deutlich unzuverlässiger sind als die bisherigen. Die dazu auch noch völlig ungeeignet sind, den Strombedarf einer Industrienation allein zu gewährleisten. So etwas, kann nur durch Ausübung von staatlichem Zwang erreicht werden und dies erfordert, wenn man es dennoch machen will, eine funktionierende Planwirtschaft.
    Planwirtschaft funktioniert aber in Deutschland nicht. Deutsche Politiker sind nicht in der Lage, Großprojekte vernünftig zu planen und durchführen zu lassen, wie der Autor treffend anhand von Beispielen bemerkt. Sie können nur „Geld in die Hand nehmen“, um dieses dann irgendwo in das marktwirtschaftliche Getriebe zu werfen, in der Hoffnung, damit das Gewünschte zu erreichen.

    China hat gegenüber dem Westen eindeutig das besser funktionierende Wirtschaftssystem. Das zeigt sich an den hohen Zuwachsraten der letzten Jahrzehnte und darin, dass es China gelungen ist, zig-Millionen Menschen aus der absoluten Armut zu führen.
    Auch beim Thema Energiewende und Klima geht China sehr umsichtig vor, erreicht dabei einiges, ohne seiner Wirtschaft zu schaden.
    Und dann kam eine deutsche grüne Trambolinspringerin, die als Aussenminister-Darstellerin fungierte und glaubte, China belehren zu können. Man kann sich auch ins Knie schiessen, meinte dazu ein chinesischer Minister. Dann hat man auch etwas getan.

    Gleichzeitig beteiligt sich Deutschland am Krieg gegen Russland in der Ukraine. Dieser Krieg fordert nicht nur viele Hunderttausende tote Soldaten auf beiden Seiten, sondern erzeugt nach Medienberichten jährlich einen CO2 Ausstoß, der einem ganzen europäischen Staat entspricht (genannt wurde Österreich).

    Wenn Merz mit seiner strategischen Partnerschaft mit der Ukraine und der deutschen Produktion von Drohhen und Marschflukörpern, ausdrücklich für „deep strikes“ in Russland, so weitermacht, werden wir bald Vergeltungsschläge Russlands hier in Deutschland zu spüren bekommen.
    Die „Energiewende“ wird dann unser kleinstes Problem sein.

    Das „D“ auf unseren Auto-Kennzeichen steht mittlerweile für die deutsche Dummheit.

    Es ist einfach nur noch zum Heulen.

    1. Das Fraunhofer Institut hat die Kosten von Atomstrom mit bis zu 49Cent/KWh berechnet – Minimum 13,6Cent/kWh. Die große Bandbreite der Kosten hängt in erster Linie mit den zugrunde gelegten Vollaststunden- und Investitionskostenintervallen zusammen. Die Folgekosten der Kernkraft sowie die Endlagerung sind hierbei NOCH NICHT in die Stromgestehungskosten eingepreist!!!
      (s. https://de.statista.com/infografik/26886/stromgestehungskosten-fuer-erneuerbare-energien-und-konventionelle-kraftwerke-in-deutschland/)

      Also, Atomstrom dürfte inkl. Endlagerung die Teuerste und zugleich Un-nachhaltigste Art Strom zu produzieren sein. Die Suche nach einem Endlager scheint bisher auch erfolglos bzw. gar nicht mehr erforderlich, da wie das Zwischenlager Asse zeigt, dort zehntausende Fässer derart korridiert sind, dass ein Transport ausgeschlossen und so das unsichere Zwischenlager zum de facto Endlager wird.
      (s. https://www.ardmediathek.de/video/story/der-herr-der-faesser-atom-debakel-asse/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9mZDUwZmJjNC1hZTI1LTRkNTctYmU5Mi00MGNiMWIyNWE2M2Q)

      Warum also weiter auf diesen Wahnsinn setzen???

      1. Das war nicht „das Fraunhofer Institut“, das gibts nämlich gar nicht. Das ist, wie andere Forschungsgemeinschaften, eine Ansammlung von Instituten verschiedener Fachrichtungen. Was Du meinst ist das Fraunhofer ISE, und das ist doch eher ein Auftragsfertiger von Studien für Ewendis. Wer bezahlt bestimmt halt was rauskommen soll. Man muss da nur passende Annahmen reinstecken.

      2. Das „Zwischenlager“ Asse ist eigentlich ein Forschungsbergwerk, dass illegaler Weise als Endlager für schwach- und mittelstark radioaktiven Abfall benutzt wurde. Das hat also nichts mit Atomkraftwerken zu tun wiewohl es natürlich beweist, dass Politiker und Beamte derart unzuverlässig sind, dass man ihnen nichts anvertrauen sollte, was gefährlicher ist als ein Schneeball.

    2. Für Ökonomen ist doch alles nur eine Frage von Soll und Haben.
      Die empirischen (Natur)Wissenschaften und Technik kommen in deren Betrachtungen nicht vor.
      Dabei geben diese nicht nur den Rahmen vor, nein, mit der Natur kann man auch keinen Deal abschließen.

      Da seit den 1970er Jahren die gesamte westliche Gesellschaft zunehmend dem Primat der Ökonomie unterworfen wird, braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn am Ende jedes Problem wie eine Geschäftsbilanz gesehen und behandelt wird.
      Das hat i.Ü. nichts mit Planwirtschaft zu tun, sondern vornehmlich mit Ignoranz. Einer vornehmlichen Eigenschaft des deutschen Bürgertums.

  10. Der Staat muss Schulden für die Energiewende/Dekarbonisierung machen und mal locker 800 Mrd. in das Projekt
    pumpen. Die „Schuldenbremse“ ist derzeit
    nur für Rüstung und Militarisierungsinfrastruktur offen, verschieben kann man die Geldpötte nicht.
    Zivile Infrastrukturmaßnahmen dürfen gem. der EU-Stabilitätsrichtlinien nur aus dem laufendem Haushalt finanziert werden.
    Wenn der Staat kein innenpolitisches Problem bekommen möchte, muss er freiwerdende Arbeitskraft aus der Verbrennerindustrie in die Energiewende schieben können.

    Der Staat muss Frieden mit Russland machen und sich aus US-amerikanischen Fesseln lösen, sonst endet ohnehin alles in Zerstörung. Weil wir keinesfalls allen benötigten Wasserstoff als Energieträger selbst herstellen können, muss uns Russland mit seiner schier endlosen Wasserkraft grünen Wasserstoff liefern.
    Wir liefern ihnen alles, was sie dazu benötigen und kaufen ihnen wieder bedingungslos ihre Produkte ab.

    Aber vorerst reichen wir ihnen die Hand
    und entschuldigen uns für die russophobe,
    dumme Hetzerei der Leute, die wir alle
    noch zum Teufel jagen.

  11. Nun muss man nicht unbedingt in Deutschland wieder den Sozialismus einführen, aber es braucht ganz offensichtlich eine Institution, die langfristige Planungssicherheit garantieren kann. Die müsste dafür zunächst einmal unabhängig sein, abgesehen von Ausgangsstrategie und Mandat. Die Idee ist nicht neu und findet sich in dem einmaligen Status von Bundesbank und EZB wieder, der politische Einflussnahme auf den Geschäftsbetrieb effektiv ausschließt.

    Hier hat der Autor offensichtlich das chinesische Wirtschaften nicht verstanden, denn in China ist es ja gerade die „politische Einflussnahme“ der KP, die für langfristige Planung in die gewünschte Richtung sorgt. Der Autor möchte aber politische Einflussnahme ausschließen und stattdessen „eine Institution, die über die notwendige Autorität verfügt“ einsetzen. Da fragt man sich, wem die denn nun verpflichtet sein soll, der Politik ja offensichtlich nicht, also doch den Marktkräften?

    Ein Staat kann natürlich wirtschaften, sogar langfristig, China zeigt es. Nur ein neo-liberaler Staat kann nicht wirtschaften, er darf das nach seinem Selbstverständnis auch gar nicht, denn das Wirtschaften soll den privaten Marktkräften überlassen bleiben. Allerdings hab ich starke Zweifel, ob es bei einem liberalen Staat viel anders wäre, ist er doch dessen Vorläufer.

    Im Übrigen kann man sich nur wünschen, dass die Energiewende nicht vollständig gelingt. Man stelle sich vor, ein Supervulkan bricht aus und verschleiert über Jahre die Atmosphäre, wodurch die Solarenergie ausfiele, der Wind auch nur schwach bläst, die Ernten ausfielen und die Menschen zum Hungern auch noch frieren müssten (Gas, Kohle, Öl und Atom ist ja nicht mehr da). Was machen die Leute dann? Die Wälder abholzen um sich zu wärmen und Baumrinde essen. Das grüne Wunschkonzert läuft früher oder später in eine Katastrophe.

  12. Der Staat muss Schulden für die Energiewende/Dekarbonisierung machen und mal locker 800 Mrd. in das Projekt
    pumpen. Die „Schuldenbremse“ ist derzeit
    nur für Rüstung und Militarisierungsinfrastruktur offen, verschieben kann man die Geldpötte nicht.
    Zivile Infrastrukturmaßnahmen dürfen gem. der EU-Stabilitätsrichtlinien nur aus dem laufendem Haushalt finanziert werden.
    Wenn der Staat kein innenpolitisches Problem bekommen möchte, muss er freiwerdende Arbeitskraft aus der Verbrennerindustrie in die Energiewende schieben können.

    Der Staat muss Frieden mit Russland machen und sich aus US-amerikanischen Fesseln lösen, sonst endet ohnehin alles in Zerstörung. Weil wir keinesfalls allen benötigten Wasserstoff als Energieträger selbst herstellen können, muss uns Russland mit seiner schier endlosen Wasserkraft grünen Wasserstoff liefern.
    Wir liefern ihnen alles, was sie dazu benötigen und kaufen ihnen wieder befingungslos ihre Produkte ab.

    Aber vorerst reichen wir ihnen die Hand
    und entschuldigen uns für die russophobe,
    dumme Hetzerei der Leute, die wir alle
    noch zum Teufel jagen.

  13. Wir sollen können, was die Chinesen können?
    Da habe ich dann schon bei der Vorstellung brüllend gelacht!
    Unsere Bauvorhaben der öffentlichen Hand:
    IMMER teurer als geplant, NIE wird irgendeine Zeitplanung eingehalten!
    Schon bei dem Wort „Genehmigungsverfahren“ ( pro Silbe ca. 1 Jahr!) ahnt man es, man sollte Zeit mitbringen!
    Hinzu kommt dann das obligatorische Entdecken irgendeines Lurches o.ä., der zwei statt drei Punkte auf dem Rücken hat, die üblichen Anwohnerklagen, die häufig beim Bau des Häuschens schon wussten, das die Einflugschneise geplant ist, um dann die Bürgerinitiative der Empörung einschließlich Sammelklagen zu initiieren.
    Dauert! Da Gerichte überlastet sind, dauert länger und länger.
    Der billigste Anbieter takes it all und stellt dann gewohnheitsmäßig fest, das, tja, leider völlig unvorhergesehen sich die Kosten verdoppelt haben, macht nix, wir hams ja, Stichwort „Sondervermögen“!
    Der verantwortliche Minister erklärt verantwortlich zu sein, um, wenn der mindestens dreistellige Millionenbetrag versenkt ist, dann doch nicht verantwortlich zu sein.
    „Hast Du schon jemals etwas so wunderbar zusammenbrechen sehen?“, fragte Anthony Quinn als Alexis Sorbas im gleichnamigen Film, als das gesamte Projekt einstürzte!
    Das kennzeichnet mittlerweile unsere Infrastruktur. Selbst ein Radweg dauert hier Jahrzehnte.
    Als man in GE die „U-Bahn“ baute, stellte man fest, tja, also, so bauen können wir das nicht, wegen Bergschäden, in einer Bergbauregion zwar nicht verwunderlich, dennoch war das Material schon bestellt. Ein rostiges Röhrenelement hat man dann vor dem einzigen intakten Barock-Schloß der Stadt aufgestellt, war dann Kunst.
    Die 3 Stationen ( in Worten d-r-e-i ) in der Innenstadt wurden fertiggestellt Bauzeit 16 Jahre bei annähender Verdoppelung der Kosten!
    Deutschland könnte es wie in China machen, ojeh!
    Lasst uns eine Sirtaki tanzen!

    1. Im Wort „Genehmigungsverfahren“ steckt das Adjektiv „genehm“, was anzeigt, um was es dabei geht. Ist etwas der Behörde genehm, geht es mit dem positiven Bescheid ganz fix, ansonsten geht aber auch schonmal gar nix.
      Beispiel: die ewige Verschleppung der Betriebsgenehmigung für Nordstream 2 vs. der instantanen Erlaubnis für den Betrieb der LNG-Gasifizierungsschiffe vor Rügen mit der nachfolgenden Ignoranz ggü. de Nichteinhaltung von Betriebsauflagen durch die Betreiber.

      So betreibt man eine Bananenrepublik ganz ohne Bananen.

  14. Der Unterschied zu China ist in meinen Augen, daß China Privatwirtschaft zuläßt, diese aber knallhart die Auflage bekommt, daß sie nur solange Gewinn machen wird, wie sie den vorgegebenen Kurs unterstützt und man sie ansonsten problemlos gegen Staatsunternehmen austauschen kann. In Deutschland hingegen scheint jegliches staatliches Wirtschaften verboten zu sein. Ja ok, ich hab keine Ahnung, ob das wirklich so ist, allerdings muß man zu diesem Schluß kommen, wenn man das politische Handeln betrachtet. Das geht schon bei der unsäglichen Argumentation gegen die Erbschaftssteuer los, nach der man Firmenerben auf keinen Fall belasten dürfe, da die ja sonst ihre Firma dicht machen müßten, wenn sie nicht genug Kohle haben, um die Steuer zu begleichen. Da könnte auch der Staat einfach den Wert des Unternehmens berechnen und es anteilig zur Steuerschuld in Staatseigentum überführen. Könnte es vielleicht sogar gewinnbringend weiter verkaufen (zB an den Erben, wenn er doch wider erwarten Geld unterm Sofa findet). Aber schließen und damit Arbeitsplätze vernichte, müßte es nicht. Geht aber nicht, weil man sich staatlicher Wirtschaft konsequent verweigert, sich aber gleichzeitig den größten Beamtenapparat der Welt leistet.

  15. „Es fehlt ein Steuergremium, das die Macht und die Mittel hat,..“
    Genau, die Macht sei mit den philantropischen Jedirittern und ihren Experten.

    „“Erreichen der Klimaneutralität bis 2045“.“
    (Der Begriff Klimaneutralität beschreibt den Zustand, in dem menschliche Aktivitäten keine Netto-Auswirkungen auf das Klima haben.)
    Bereits die Existenz des Menschen zählt zu dessen Aktivitäten, die zwangsläufig das „Klima“ (menschengemacht) belasten muss.
    Allein der tägliche Ausstoß von ~1kg CO2/Person/Tag summiert sich (von ehemals ein paar 1.000 oder Millionen) auf mittlerweile mehr als 8.000.000.000.
    Da die kleinen Dicken mit erhöhtem Fettanteil eine positivere Bilanz gegenüber den Großen mit mehr Muskelmasse aufweisen, ist es lediglich eine Frage der Abwägung, ob mehr Dicke oder wenige Dünne für eine positive zu Buche schlagen.

    Ein kleines Schmankerl dafür, dass längst der richtige Weg beschritten ist.
    NDS/22.7.“CO₂-Rechner beweist: Klimaanlagen sind fürs Klima weniger schlimm als wir glauben
    An einem heißen Sommertag verursacht eine Klimaanlage rund 0,6 Kilogramm CO₂. Zum Vergleich: Wenn wir einen Tag im Winter mit einer Gasheizung heizen, verursacht das 10,9 Kilogramm. Ein Tag Heizen entspricht also so viel CO₂ wie 18 Tage Kühlen. Die Regierung will den Einbau von Klimageräten jetzt erleichtern, und damit stellt sich die Frage, wie stark Kühlen das Klima überhaupt belastet. Mit diesem Rechner können Sie herausfinden, wie Ihre Heizung oder Klimaanlage sich auf das Klima niederschlagen.
    Quelle: Kontrast,at“
    Bedeutet, dass künftig jene, die über hohe Heizkosten klagen oder sich diese nicht einmal mehr leisten können, im Winter nur auf Klimaanlagen umsteigen müssen.
    Spart enorm viel CO2 und Kosten: Frieren für die Freiheit UND das Klima!

    Belächele also noch einer, dass offene Wüstenstadien für Sportkommerz klimatisiert werden oder Konferenzen/Klima an den heißesten Orten der Welt stattfinden. Was da alles zusammen gespart und für’s Klima getan wird.

    „Nun muss man nicht unbedingt in Deutschland wieder den Sozialismus einführen,“
    WANN wurde in D letztmalig der Sozialismus abgeschafft?

  16. Diese Schnellschüsse zu einer Energiewende, mit Abschaltung der Atomkraftwerke und
    unsinnigen Verboten von KFZ Verbrennern und Gas- und Ölheizungen waren völlig unsinnig.
    Schon das schnelle Verbot von Glühbirnen und die „Sparlampen“ als Ersatz war ziemlich
    hirnlos. Viele dieser Lampen verbrauchten im normalen Betrieb, d. h. beim kurzen Einschalten
    und wieder Ausschalten wenn man z. B. die Treppe herunter gegangen ist, erheblich mehr
    Strom als eine 60 W Glügbirne. Dazu waren die Lampen mit ihrem Quecksilberanteil auch
    noch umweltschädlich. Aber es haben sich damit wahrscheinlich einige dumm und dussellig
    bereichert. Umweltschädlich entwickeln sich auch immer mehr die Windräder und auch die
    Solarzellen. Das beginnt bei deren Herstellung, geht dann im Betrieb mit dem Abrieb und
    der Luftverwirbelung und dem Zerhäckseln von fliegenden Tieren über und endet mit dem
    Sonderabfall der Bauteile. Von der Verschandelung der Landschaften mag man gar nicht reden.
    Ein modernes Gaskraftwerk ist unter dem Strich mit Sicherheit sauberer und vor allen zuverlässiger
    bei der Energiegewinnung. Das gilt aber nicht für einen völlig unsinnigen Betrieb mit Wasserstoff,
    der erst einmal umständlich produziert werden muß und dann nur mit hohem Aufwand gelagert
    und transportiert werder kann. China und Russland machen es gerade vor, dass auch die Atomkraft
    besser zu nutzen ist und der radioaktive Abfall gegen null geht. Das ist für China auch der Geheimtip,
    dass es mit der Elektromobilität dann besser klappt. Die können mit preiswert produzierten Fahrzeugen
    und mit preiswert produziertem Strom trumpfen. In Deutschland ist es wichtiger, dass die Warnschilder
    in den Fabriken gendergerecht und und 5 Sprachen ausgeführt sind.

  17. 1. Ich wundere mich, dass der Autor das Ziel der sog. „Energiewende“ nicht mal ansatzweise kritisch hinterfragt, sondern bravtreu übernimmt. Man kann Gesetze schließlich mit neuen Gesetzen auch wieder ändern.

    2. Ein problematischer Satz:

    „Das heutige Durcheinander zeigt vor allem eines: Es fehlt ein Steuergremium, das die Macht und die Mittel hat, das Ergebnis einer soliden und verbindlichen Planung über viele Jahre zuverlässig umzusetzen. Ein Gremium, das Entscheidungen auch gegen einflussreiche Interessengruppen durchsetzen kann.“

    Wird heute denn noch nicht autoritär genug durchregiert??

  18. Das Dliemma der deutschen Energiewende beruht auf einem Amalgan von Minderwertigkeitskomplex und Hybris.

    Als in Deutschland mit dem EEG im Jahr 2000 der Startschuss der Förderung der erneuerbaren Energien gegeben wurde, bestand der Hauptfehler in der Mutlosigkeit an die eigenen Fähigkeiten zu glauben. Der Förderrahmen von 20 Jahren war viel zu lang! Ein 10 bis max 12 Jahreszeitraum, in Verbindung mit höheren Fördersätzen zur gesicherten Amortisation hätte die Entwicklung beschleunigt und gleichzeitig nicht so viele Minderleistungsanlagen auf 20 Jahre wie eine Brandschutzdecke über das Land gelegt.
    Wir waren viel schneller in der Entwicklung, die Lernkurve konnte aber durch politisches Bremsen nicht sinnvoll im eigenen Land genutzt werden. in 2010 und 2011 hat die Substitution von importierten fossilen Brennstoffen den deutschen Exportsektor zunehmend gestört.
    Danach begann die Abwicklung der Inlandsnutzung. Die Lernkurve wurde in Asien genutzt, dort fand der Aufbau der globalen Produktion der Technik im solaren und Windbereich statt und hat bis heute deren günstige Weltmarktposition als Industriestandort begründet.

    Wir waren als nützliche Idioten, die die Entwicklungskosten und die teure Markteinführungsphase bezahlt haben, aber den Rahm haben die cleveren und mit Durchhaltekraft und Weitsicht agietrenden Asiaten abgeschöpft.
    Wir haben es uns einfac h nicht zugetraut das Ding mit Macht in den Weltmark zu bringen, kleingeistiges Investiotionsverhalten, schwäbische Hausfrau und Standesdünkel gepaart mit arischer Übermenschenhybris.
    Wir sind doch sowieso immer die besten und klügsten und Tüchtigsten…. aber nur noch in der Erinnerung!

    Und deutsches Managment verhält sich wie die Söhne der Firmengründer, dicke Hose und pathologische Überheblichkeit, aber zu feige um zuzugeben, wenn sie Mist gebaut haben. Dann lieber Abgasbetrug als Innovation, für das Einführen neuer Ideen braucht man halt echte Intelligenz und nicht effizient ermogelte Uniabschlüsse in irgendwas.
    Und Mut zum Risiko, aber in der deutschen Vollkasko Finanzwelt musst du 2 Euro mitbringen, um 1 Euro geliehen zu bekommen.

    Und in ein paar Jahren machen die heutigen Schneeflöckchen führungen durch die deutschen Industrieruinen

  19. Der chinesische Nationalsozialismus scheint im Gegensatz zum deutschen recht erfolgreich zu sein. Lernfähig sind sie ja, die Epigonen des
    “ großen Vorsitzenden“. Herrmann Goerings
    5- Jahrespläne können da nicht mithalten.
    Allerdings ist das Verbot von freien Gewerkschaften in China auch eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg…
    .

    1. Sehr geehrter Herr Dr. Klöbner. Ich machte vor 15 Jahren eine Rundreise durch China und Tibet. Offensichtliche Armut wie in Deutschland habe ich da nicht gesehen. Und das Schönste war, dass die Leute gut drauf waren, weil es wirtschaftlich bergauf ging. Das war so, wie bei uns in den Sechzigern. Und ich habe auch erfahren, wie es ohne Bürokratie geht. Der Busfahrer überholte in einer Kurve, als dummerweise die Polizei entgegen kam. Zu meinem Erstaunen wurde er nicht angehalten. Aber zwei Kilometer weiter saßen zwei Polizisten an einem Tischchen am Straßenrand, die ihn gleich abkassiert haben. Ich habe auf dieser Reise, von der ich ein Teil ohne Hilfe duch einen Reiseführer machte, Beispiele unbürokratischen Verhaltens erlebt, die bei uns einfach undenkbar sind. Ente hin, Ente her, auf einer bestimmten Ebene ist China ein sehr freies Land.

      1. “ Auf einer bestimmten Ebene ist China ein sehr freies Land“. Ja genau, vor allem auf der tibetischen Hochebene, da können die Tibeter vor Freiheit kaum in den Schlaf kommen.

  20. Ich bin der Meinung, dass ein Projekt, das auf Lügen beruht, Probleme bei der Umsetzung bekommt.
    Warmzeiten nannte man früher Klimaoptima und sie hatten positive Folgen. Es gab Nahrungsmittel im Überfluss, was zu sozialen Veränderungen führte. In einer Warmzeit entstanden die Hochkulturen, in der nächsten die antiken Reiche, wie das Imperium Romanum. In der mittelalterlichen Warmzeit konnte Europa Invasoren aus dem Osten und islamische Sklavenhalter aus dem Süden abwehren.
    In der Bronzezeit war die Sahara eine grüne Savanne. Und wenn es wärmer wird, wird sie wieder grün. Das ist auch der Bundesregierung bekannt.
    In „CLIMATE CHANGE 08/2024 AA-Forschungsplan des Auswärtigen Amtes“ steht folgende Prognose über die Auswirkung des Klimawandels auf die Sahelzone. „Sahelzone 2,8 °C (2–3,5 °C) 50 (10–500) Jahre Regionale Auswirkungen –Niederschlag, Vegetation.“
    Deshalb gibt es immer wieder Tendenzen, die sogenannten „Klimaziele“ zu ignorieren, zur Zeit zum Beispiel in den USA. Der Klimaschwindel, d. h. die Behauptung, dass der Klimawandel eine Katastrophe sei, steht der Energiewende im Weg. Natürlich ist es sinnvoll, auch Wind und Sonnenstrahlung zur Energiegewinnung zu nutzen. Aber eine überhastete Energiewende mit Exzessen, wie dem Vergraben von CO², kann letztlich nicht gelingen.

  21. Ich bin der Meinung, dass ein Projekt, das auf irreführenden Behauptungen beruht, Probleme bei der Umsetzung bekommt.
    Warmzeiten nannte man früher Klimaoptima und sie hatten positive Folgen. Es gab Nahrungsmittel im Überfluss, was zu sozialen Veränderungen führte. In einer Warmzeit entstanden die Hochkulturen, in der nächsten die antiken Reiche, wie das Imperium Romanum. In der mittelalterlichen Warmzeit konnte Europa Invasoren aus dem Osten und islamische Sklavenhalter aus dem Süden abwehren.
    In der Bronzezeit war die Sahara eine grüne Savanne. Und wenn es wärmer wird, wird sie wieder grün. Das ist auch der Bundesregierung bekannt.
    In „CLIMATE CHANGE 08/2024 AA-Forschungsplan des Auswärtigen Amtes“ steht folgende Prognose über die Auswirkung des Klimawandels auf die Sahelzone. „Sahelzone 2,8 °C (2–3,5 °C) 50 (10–500) Jahre Regionale Auswirkungen –Niederschlag, Vegetation.“
    Deshalb gibt es immer wieder Tendenzen, die sogenannten „Klimaziele“ zu ignorieren, zur Zeit zum Beispiel in den USA. Die Behauptung, dass der Klimawandel eine Katastrophe sei, steht der Energiewende im Weg. Natürlich ist es sinnvoll, auch Wind und Sonnenstrahlung zur Energiegewinnung zu nutzen. Aber eine überhastete Energiewende mit Exzessen, wie dem Vergraben von CO², kann letztlich nicht gelingen.

    1. @Torwächter: Waren Sie in den letzten Tagen zufälligerweise in Palermo auf Sizilien, da waren’s nämlich 38 Grad.
      Ach so, pardon, ich vergaß zu erwähnen, dass diese 38 Grad um 5 Uhr morgens kurz vor Sonnenaufgang gemessen wurden.
      Wenn Sie das einfach als Phänomen einer „Warmzeit“ abtun, die ja so viel Tolles und Positives hervorbringt, und nicht als Resultat einer schleichenden globalen Katastrophe, sollten Sie vieleicht Ihr Koordinatensystem mal neu justieren.

      1. Warum müssen Klimaapostel eigentlich stets übertreiben? Die Wetterstation Palermo gibt als höchste gemessene Tageshöchsttemperatur der letzten Wochen, 37°C am 17.July an. Wo Sie die 38° am frühen Morgen herholen, ist wohl Ihr Geheimnis?
        Die zweite Julyhälfte / Anfang August ist dort übrigens die wärmste Zeit des Jahres.
        Ich kann mich jedenfalls auch gut an ähnliche Temperaturen dort, vor 20 Jahren erinnern. Also alles wie immer.

        1. Juni 1989 auf der Fahrt von Venice nach Vegas kam
          ich um Mitternacht durch das Tal des Todes mit über
          40 Grad Celsius, davor hatte man mich vorher auch
          gewarnt, aber dumm wie bin musste ich ja schnellst
          da sein, mit nem Verbrenner natürlich, und ohne
          Klimaanlage. Die Frauen am Zielort waren dann noch
          heißer.
          Und das gibts in Palermo auch ?

        2. @Mattes: „Warum müssen Klimaapostel eigentlich stets übertreiben? Die Wetterstation Palermo gibt als höchste gemessene Tageshöchsttemperatur der letzten Wochen, 37°C am 17.July an. Wo Sie die 38° am frühen Morgen herholen, ist wohl Ihr Geheimnis?
          Die zweite Julyhälfte / Anfang August ist dort übrigens die wärmste Zeit des Jahres.
          Ich kann mich jedenfalls auch gut an ähnliche Temperaturen dort, vor 20 Jahren erinnern. Also alles wie immer.“

          Okay, Sie kann geholfen werden: https://x.com/Kachelmannwettr/status/2079782632972316973
          Aber bei Leuten wie Ihnen ist eh alles egal: „Klimaapostel“, „Also alles wie immer“ etc.
          Bleiben Sie schön in Ihrer Bubble und stecken Sie weiter den „Sand in den Kopf“, wie der große deutsche Philosoph Lothar Matthäus einst sagte, ist alles klar auf der Andrea Doria.

    2. Das mittlere Tagesmaximum beträgt in Palermo im August 30,5°.
      World Weather Information Service. Abgerufen am 16. Juli 2019 (englisch). (Wikipedia)
      Aber diese Wärme tut ihnen offensichtlich nicht gut.

      1. @Torwächter: „Das mittlere Tagesmaximum beträgt in Palermo im August 30,5°.
        World Weather Information Service. Abgerufen am 16. Juli 2019 (englisch). (Wikipedia)
        Aber diese Wärme tut ihnen offensichtlich nicht gut.“

        Abgesehen davon, dass wir erst Juli und nicht August haben, scheinen Sie gewisse Lese- bzw. Verständnisprobleme zu haben. Die 38 Grad waren eine Tiefsttemperatur kurz vor Sonnenaufgang und selbst die lag damit 7,5 Grad über dem von Ihnen genannten Mittelwert für das Tagesmaximum im August für Palermo. Bezogen auf den Juli mit einem mittleren Tagesmaximum von 29,8 Grad (Quelle übrigens auch World Weather Information Service) sind es dann sogar 8,2 Grad.
        Die Tageshöchsttemperatur lag in Palermo und Teilen des Landesinneren übrigens in diesem Zeitraum bei fast 49 Grad, also fast geschmeidige 20 Grad über dem mittleren Tagesmaximum für Juli und mehr als 18 Grad selbst über dem entsprechenden Wert für August.
        Laut der italienischen Zeitung „Giornale di Sicilia“ kam es zudem mehrere Male zu Stromausfällen auf der Insel, weil u.a. alle verfügbaren Klimaanlagen dort dauerhaft auf volle Pulle laufen. Anders ist dieser Horror für die Einwohner dort verständlicherweise nicht mehr zu ertragen und die italienischen Behörden haben die höchste Hitze-Warnstufe proklamiert.
        Als Tüpfelchen auf dem i brennen obendrein an zahllosen Stellen die Wälder auf Sizilien und verpesten die Luft.

        Aber is‘ schon klar: Alles völlig normal und in solchen „Warmzeiten“ blüht und gedeiht das pralle Leben!

  22. Der erste Eintrag wurde ohne in die Moderation zu kommen rausgeschmissen. Deshalb habe ich einige unschöne Wörter durch Gesülze ersetzt und die Neufassung eingefügt. Darauf ist die erste Fassung zusammen mit der zweiten erschienen. Ich bin aber nach wie vor der Meinung, dass eine deutliche Sprache das Verständnis erleichtert.

  23. Es geht letztlich nur über die Vergesellschaftung der Energieversorgung, und der Autor erwähnt es kurz, die Elektrizitätsversorgungsunternehmen waren Gesellschaften des öffentlichen Rechts.
    Würde tatsächlich Volkes Wille umgesetzt, wären diese auch niemals verscherbelt, oder vielmehr verschenkt worden. Die Privatisierung unterlag keinerlei Zweckmäßigkeit und war ausschließlich Produkt neoliberaler Ideologie. Um dringend erforderlichen Ausbau, und auch nur den Erhalt der Infrastruktur hinzubekommen hat man den Betreibern Verträge zugeschustert die ihnen zweistellige Renditen aus jedem investierten Euro zusichern. Letztlich versuchte man es dann punktuell mit einem Rückkauf. Schön blöd, wer dich darauf einlassen würde. Also forderte man Summen, die der Staat nicht in der Lage war aufzuwenden.
    Ansonsten nur das Fischen von Wählerstimmen im Teich der Ahnungslosen. Wer mit dem Argument, die Energiewende müsse bezahlbar sein, auf Gaskraftwerke setzt, betreibt Volksverdummung. Gas zu verbrennen, zumal aus Fracking ist nicht nur dreckig, sondern auch die teuerste Art der Stromerzeugung. Nach dem Prinzip Merrit Order – an dem man nicht gerüttelt hat – bestimmt der jeweils teuerste Erzeuger den Verbraucherpreis.

  24. Hat irgend ein Elekroauto eigentlich schon mal in der realen Wirklichkeit auch nur ein Gramm CO2 eingespart?

    Eine Deutsche Krankheit ist es immer die perfekt Endlösung zu planen, aber niemals zu schauen wie es in der Wirklichkeit praktisch aussieht. Zumindest politisch wird nicht so entschieden.

    Auf der Autobahn darf es kein Tempolimit geben, statt dem 3l Auto werden SUV gebaut und anstatt zu überlegen in welchen Bereichen Elektromobilität heute schon sinnvoll einsetzbar ist, werden Milliarden subventioniert in eine Technik, die zwar so tut als wäre sie Klimaneutral aber in Wahrheit bei weitem mehr CO2 ausstößt als die Benzin Autos aus den 1970’ziger Jahren.

    Bevor ein E-Auto CO2 einspart, gegenüber einem Auto mit Verbrennungsmotor muss es 200.000 km gelaufen sein. Ein Rennen das es nicht gewinnen kann. Dazu kommt der ganze Strukturumbau mit Ladestationen, Stromnetzausbau, ect. pp. Wie kann der hierfür benötigte Kuperabbau denn umweltverträglich sein? Vom Verlegen von Kabeln in allen Straßen mal ganz abgesehen. Vom ganzen Nickel und Litium rede ich erst gar nicht.

    Ich kann mir eine städtische E-Mobilität vorstellen, mit kleinen und günstigen Akkugrößen und einer Versorgung aus Solarzellen die dann aber auch vor Ort installiert sein müssen. Das bringt zwar auch keinen großen finanziellen Gewinn aber zumindest eine bessere Luft in der Innenstadt.

    Aber es muss in Deutschland immer gleich die Endlösung her obwohl wir dort nie ankommen werden und anstatt praktisch zu denken damit nur zwischen den Stühlen landen.

    1. Den »Endlösung«-Vorwurf sehe ich genau so, dazu diese Großmannssucht, „wenn, dann machen wir das richtig“. Aber bei den Entscheidern ist leider kein Pragmatismus zu erwarten, da bei denen die Praxis eine Unbekannte geworden ist.

      Und die CO₂ bzw. Naturschutz-Bilanz der praktizierten Energiewende ist global betrachtet tatsächlich ein Desaster – wobei die Ölsandfelder mit den benachbarten bunten toxischen Seen auch nicht hübsch sind, aber das sieht hier auch niemand.

      Btw.: Im urbanen Raum sind auch elektrische Busse eine feine Sache, gerade wenn die Linien durch Wohngebiete gehen: Weniger Lärm & Gestank ist doch zu begrüßen.

  25. Gewiss, ohne ein gewisses Mass an Planung geht es nicht, bzw. schief. Das passt den Marktfetischisten allerdings nicht in den Kram, neoliberale Ideologie first. Für den Finanzsektor hat sich das noch immer gelohnt und solange das so bleibt, ändert sich nichts.

  26. Was ist an der s.g. Energiewende eigentlich so schwer zu verstehen?
    Das, was wir heute haben und erleben, ist genau das Ergebnis, das die Energiewende bringen sollte.
    Wer das immer noch nicht durchschaut hat, beweist damit nur seine Bildungsneutralität auf naturwissenschaftlichen und politischen Gebiet.
    Man muss sich einen Satz ganz groß über den Spiegel im Bad schreiben und täglich darüber nachdenken:
    Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse!
    Diese muss nicht zwangsläufig im selben Land sitzen.

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