
Wer ist schuld, dass die Kinder und Jugendlichen in Deutschland so schlecht lesen, schreiben und rechnen können?
Mal wieder ein großes Thema in Deutschland: Warum sind Deutschlands Kinder so dumm? Nun gut, so plakativ wird das freilich nicht diskutiert. Stattdessen fragt man etwas neutraler, warum der Nachwuchs nicht richtig lesen, schreiben und rechnen könne. Eine Überraschung ist der Mangel an Kenntnis indes nicht, denn seit unzähligen Jahren, ja Jahrzehnten, ist eigentlich jeder in diesem Lande über das rückläufige Bildungsniveau informiert. Immer wieder schwappt das Thema auf die öffentliche Agenda – vor einer Dekade folgten daraus noch sogenannte Bildungsgipfel, Beratungsrunden, die medial teils als Chefsache, choreographiert vom Kanzleramt, begleitet wurden. Aber aktuell macht sich niemand mehr diese Mühe des Anscheins. Stattdessen wickelt die Bundesregierung Sozialstaat und Bildung ab, um weiterhin Gelder für die Ukraine bereitstellen zu können.
Dass eine Mehrheit diesen Zusammenhang ganz offensichtlich nicht erkennt, könnte man auch als Folge der nationalen Bildungsmisere deuten. Denn wer nicht richtig rechnen kann, kommt gar nicht erst auf die Idee, eine Gleichung aufzumachen. Mit welchem Ziel auch? Das Thema Bildungsdefizit verschwindet selbstverständlich demnächst wieder, irgendeine andere Sau, die dann durchs Dorf gejagt wird, grunzt immer. So ist es stets – so funktioniert die Bundesrepublik. Das Defizit bleibt deswegen trotzdem bestehen, denn der Bildungsverfall kennt keine Pause. Aber aufgeschreckt wird die deutsche Öffentlichkeit nur, wenn man den Missstand thematisiert. So wie neulich, als die Ergebnisse der neuesten PISA-Studie vorgelegt wurden. Fazit: Deutsche Schüler schnitten so schlecht ab wie nie zuvor. Und schlecht haben sie traditionell so gut wie immer abgeschnitten – deutsche Schüler waren nie Kandidaten für die Spitzenränge dieser Vergleichsstudie.
PISA oder Bologna: Hauptsache Italien?
Seit dem Jahr 2000 werden diese Studien durchgeführt. PISA, das bedeutet: Programme for international Student Assessment – also: Programm zur internationale Schülerbewertung. Mit der italienischen Stadt gleichen Namens hat das Verfahren nichts zu tun. Zu Ende der 1990er Jahre, am Übergang zum neuen Jahrtausend, hätte man fast den Eindruck einer Italianisierung erlangen können: Ein Jahr vor PISA etablierte die europäische Politik den sogenannten Bologna-Prozess für die universitäre Bildung – hier rekurrierte man aber tatsächlich auf jene Stadt der Emilia-Romagna, denn dort wurde 1999 die zugrunde liegende Erklärung für die europaweite Vereinheitlichung von Studiengängen und -abschlüssen unterschrieben. PISA hingegen – nur eine Abkürzung – ist ein von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) organisierter internationaler Leistungsvergleich. Er wird regelhaft alle drei Jahre durchgeführt. Dabei werden die Kompetenzen der 15-Jährigen untersucht. Testfächer: Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Hierzu wird nicht stupide der Lehrplan abgefragt, sondern geprüft, ob die jungen Menschen ihr Wissen im Alltag anwenden können. Schon nach dem ersten Vergleich im Jahr 2000 erlebte die Bundesrepublik den ersten berüchtigten »PISA-Schock«. Denn deutsche Schüler standen schon damals unter dem OECD-Durchschnitt.
Die Erhebungen von 2009 bis 2015 nährten die naive Hoffnung eines leichten Aufschwungs – dabei waren die Schüler aus Deutschland auch in jener Zeit nur Mittelmaß. Seit einem Jahrzehnt geht es nun stetig bergab. Die PISA-Studie von 2022 wies bereits einen dramatischen Niedergang aus. 2025 hat sich dieser Abwärtstrend nochmals verschärft. Deutsche Schüler erreichten in allen drei Bereichen den niedrigsten Wert, der für Deutschland seit Beginn der PISA-Erhebungen gemessen wurde. Besonders beim Lesen und Rechnen ging es gegenüber 2022 nochmals deutlich bergab. Dennoch hat sich die Lage in Deutschland »normalisiert«. Während vor einem Vierteljahrhundert noch fast jeder geschockt war, öffentlich in Panik verfiel, scheint man sich gesellschaftlich längst mit diesen traurigen Umständen arrangiert zu haben. Zwar sucht man nach der Bekanntgabe der schlechten Werte nach Sündenböcken, aber im Regelfall ändert sich im schulischen Ablauf nichts – jedenfalls nicht in einer Weise, die Bildungsinhalte stärkt. Für einen Augenblick werfen Eltern den Schulen publikumswirksam vor, sie würden versagen, während Lehrer auch die Eltern in Haftung nehmen wollen – danach verschwinden diese Kämpfe wieder im Dunkel des deutschen Alltages. Jeder bezichtigt jeden – und das politische Establishment duckt sich weg, macht seelenlose Bildungspolitik und erklärt bürgerfern, dass man stetig dabei sei, die Prozesse zu verbessern. PISA ist gewissermaßen die Norm, die kurzzeitig ins Gedächtnis zurückruft, wie schlecht es um das Bildungsniveau der Kinder bestellt ist – und das der Erwachsenen wohl auch, denn die ersten geprüften Schüler des Jahres 2000 beginnen jetzt bereits ihr fünftes Lebensjahrzehnt.
Das temporär begrenzte Aufwallen und das Schuldzuweisen vollziehen sich in einem maroden Kontext, der auch physisch deutlich wird. Laut KfW-Kommunalpanel 2026 beträgt der von den Kommunen wahrgenommene Investitionsrückstand allein bei Schulen inzwischen 68,9 Milliarden Euro. Aber eine renovierte Schule macht noch keine guten Schüler, hebt das Bildungsniveau nicht an. Auch in hübsch herausgeputzten Schulgebäuden fielen schließlich weiterhin Unterrichtsstunden aus. Wie viele Stunden bundesweit ausfallen, weiß man nicht genau, dem deutschen Bildungsföderalismus sei Dank. Nur zwei Beispiele: Nordrhein-Westfalen meldete für das Schuljahr 2024/25, dass 4,8 Prozent aller vorgesehenen Unterrichtsstunden ersatzlos ausfielen – das ist jede zwanzigste Stunde. In Sachsen summierte sich der planmäßige und außerplanmäßige Unterrichtsausfall im ersten Halbjahr 2025/26 sogar auf 9,1 Prozent – jede elfte Stunde fällt also weg. Gleichzeitig haben sich die Voraussetzungen in den Klassenzimmern erheblich verändert. 29 Prozent der Schüler an allgemeinbildenden Schulen hatten 2024 einen Migrationshintergrund; in Großstädten variieren die Zahlen gravierend. In Hamburg liegt der Anteil bei fast 55 Prozent. In Berlin-Mitte sind 71 Prozent der Schüler »nicht deutscher Herkunft«, wie es in einem Blatt des Berliner Bildungssenats heißt. Viele Berliner Schulen erreichen ganz andere Werte: So weist die Walter-Gropius-Schule in der Gropiusstadt einen Migrationsanteil von fast 95 Prozent aus. Eine gemeinsame Unterrichtssprache zu finden, ist in vielen Klassenzimmern des Landes ein recht schwieriges Unterfangen. Der IQB-Bildungstrend aus dem Jahr 2022 ergab, dass 32 Prozent der Neuntklässler in ihren Familien selten oder sogar nie Deutsch sprechen. Sieben Jahre vorher waren es noch 21 Prozent. Das IQB stellte zugleich erhebliche Leistungsrückstände beim Lesen und Zuhören gerade bei Jugendlichen fest – und dies besonders bei jenen, die zu Hause selten oder nie Deutsch sprechen.
Wem gehören die Kinder?
Seit dem ersten PISA-Schock, der ein Vierteljahrhundert zurückliegt, wurde die deutsche Bildungspolitik zunehmend auf sogenannte Kompetenzen ausgerichtet. Die Schüler sollten nicht einfach bloß etwas wissen, sie sollten lernen, mit ihrem Wissen umzugehen. Das Gelernte auf den Alltag zu übertragen: So stellte man sich den Anspruch des kompetenzorientierten Unterrichts vor. Klingt nicht dumm, sogar sehr vernünftig. Ein Problem tut sich aber auf: Bevor man mit Wissen umgehen kann, sollte man welches besitzen. Gleichzeitig wurden im Laufe der Jahre die Lehrpläne angepasst – im Regelfall zurückgebaut. Lerninhalte wurden aufgeweicht, Abschlüsse konnten nun mit weniger anspruchsvollen Kenntnissen erworben werden. Die Bildungspolitik passte sich dem sinkenden Bildungsniveau an – Professoren und Lehrer mahnen seit vielen Jahren, dass das den Wirtschaftsstandort gefährde. Der Mathematiker Bernhard Krötz informiert beispielsweise regelmäßig darüber, wie Kompetenzorientierung und die Bereitschaft, sich bildungspolitisch dem darbenden Bildungsniveau anzupassen, Deutschland zu einem mathematischen Entwicklungsland degradierten. Heutige Mathematik-Studenten wüssten nach seiner Auffassung weniger als vor einigen Jahrzehnten noch Realschüler.
Für diese Entwicklungen gibt es Verantwortliche. Gemeinhin schiebt man die Schuld gerne auf den Lehrer – der steht direkt im Schussfeld, ist für Eltern und Öffentlichkeit das Gesicht des Bildungssystems. Dabei ist der Lehrer gemeinhin einer der vielen Leidtragenden einer miserablen Entwicklung, die die Politik zu verantworten hat – für die Politik andererseits aber auch nicht alleine verantwortlich gemacht werden kann. Die amtierende Bundesbildungsministerin, Karin Prien von der CDU, schaltete sich in die aktuelle PISA-Debatte ein und schob den Eltern den schwarzen Peter zu. Die Entwicklungen betrachte sie mit Sorge, aber überrascht sei sie nicht. Sie sehe eine »sehr niedrige Bildungsaspiration in Deutschland, also, dass Eltern Bildung einfach nicht so wichtig finden, wie in anderen OECD- und EU-Staaten«. Natürlich erntete sie für diese Einschätzung umgehend Kritik, die Elternschaft verbittet sich solche Worte: Frau Prien soll einfach ihren Job machen. Das ist gallig, das ist populistisch, aber die Problematik ist nicht ganz so einseitig, wie sich diese Empörung nun äußert. Der Politik kann man weitestgehend eines zum Vorwurf machen: Sie hat der sinkenden Bildungsmoral über Jahrzehnte nichts entgegengesetzt, sondern schien froh zu sein, dass es sie gibt – schließlich konnte man auf diese Weise das Schulsystem leichter besparen. Proteste blieben in der Regel aus, weil in Deutschland vieles für wichtiger gehalten wurde als die Schulbildung – eben auch von den Eltern. Dass sich über Jahre Schulabwesenheiten am Freitag als gesellschaftliche Normalität formieren konnten, auch unter Anerkennung der Eltern – unter der Fahne eines vermeintlich noblen Themas wie der Rettung des Klimas –, ist kein Zufall, sondern fiel auf fruchtbaren Boden in einem Land, in dem Bildung keine Lobby mehr hatte.
Prien mag ja vielleicht arrogant wirken, wenn sie die Verantwortung auf die Eltern schiebt – aber sie liegt damit nicht vollkommen falsch. Die Bildung der Kinder ist keine Aufgabe, die alleine der Schule und dem Bildungssystem zukommen kann. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Obliegenheit. Und selbstverständlich ist es auch Teil elterlicher Pflichten, den eigenen Nachwuchs zu einer gewissen Bildungsoffenheit zu erziehen. Dass das nicht immer einfach ist im Trubel des Alltages, das versteht sich von selbst – daraus aber ableiten zu wollen, dass die Bildung in Form einer Arbeitsteilung erfolgen sollte, in der die Eltern ihr Kind quasi in eine Bildungseinrichtung outsourcen, ist dennoch nicht haltbar. Eine Aufgabenteilung mag es hierbei schon geben, denn die Schulen vermitteln Lehrstoff – die Eltern hingegen sollten für ein Klima der Gelehrsamkeit offen sein. Zu glauben, man könne Kinder mit Display-Zeiten ruhigstellen, mit ihnen vorzugsweise über »Deutschland sucht den Superstar« oder TikTok-Content diskutieren, während in den Tiefen des Bildungssystems dann über all die anderen Themen gesprochen werden soll, die zu einem hohen Kenntnisstand beitragen, ist vermessen und überheblich.
Die Dummheit der Vielen
Bildung beginnt nicht mit dem Betreten eines Schulgebäudes. Ein Kind, das daheim erlebt, dass gelesen, diskutiert und nachgefragt wird, bekommt eine andere Weltauffassung vermittelt, als eines, das viel Zeit vor Bildschirmen verbringt und dem medialer Nonsens als lohnenswerter Gesprächsstoff beim Abendbrot unterbreitet wird. Eltern müssen fürwahr keine Ersatzlehrer spielen, um ihren Nachwuchs ein Ethos zu vermitteln, das ausdrückt: Es ist chic, wenn man etwas weiß – und es ist substanziell, sich Wissen anzueignen. Dass dieses Wissen einen großen Wert besitzt, ist eine Sichtweise, die nicht die Schule alleine vermitteln kann – die Familie sollte es tun, auch die Öffentlichkeit und die Medien. Leider hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte eine Haltung etabliert, die Wissen eher als Strebertum betrachtete, die Leistungsbereitschaft als verdächtig, ja geradezu als konservativ konterminiert erachtete. Anzunehmen, dass die Schule alleine für die Vermittlung eines solchen Ethos verantwortlich ist, lässt einen Eindruck davon entstehen, wie sehr sich die Gesellschaft bereits in den Dienstleistungsgedanken verwickelt hat, der die Bürger in fast allen Bereichen in Beschlag nimmt. Für jedes Problem glauben sie, einen Dienstleister zu finden – für das Problem des Kindes, das nichts weiß, soll der Lehrer seine Dienste anbieten. Wenn er allerdings im luftleeren – das heißt: bildungsignoranten – Umfeld lehrt, dann fruchtet sein Tun nur wenig.
Daher waren all die Debatten, die noch vor zehn Jahren geführt wurden, nachdem mal wieder das Bildungsdefizit deutscher Schüler bekannt wurde, zum Scheitern verurteilt. Es nützt herzlich wenig, wenn ein Land sein Schulsystem nachjustieren möchte – wenn es das denn täte, aber gehen wir der Einfachheit halber mal davon aus, dass die Absichten der Politik ehrenwert waren und sind –, während in der Öffentlichkeit Leute hofiert werden, die durch ihre blanke Dummheit glänzen und dennoch Aufmerksamkeit und Gagen bekommen. Man kann von einem Dreizehnjährigen schwerlich verlangen, dass er freiwillig Thomas Mann liest – zugegeben, das ist hoch gegriffen –, während um ihn herum eine milliardenschwere Unterhaltungsindustrie damit beschäftigt ist, ihm im Sekundentakt reizvollere Angebote zu machen, die von Figuren unterbreitet werden, denen man ihre strukturierte Unkenntnis nach zwei Sätzen anmerkt. Einige Jahre vor der ersten PISA-Studie staunte dieses Land über das Phänomen Verona Feldbusch – ihre Sätze waren Sprachunfälle und Terroranschläge auf die Syntax; zu sagen hatte sie obendrein nichts. Die Medien hofierten sie dennoch, »Spaßgesellschaft« hieß das damals. Und die Frau machte Karriere – wie aus dem Nichts. Und mit nichts, denn sie kultivierte den Wissensnihilismus: Ja, da wurden wir geholfen. Was musste man noch können in der damaligen Bundesrepublik? Was muss man heutigentags noch an Qualitäten mitbringen?
Eine große Leistungsfeindlichkeit hat das Land erfasst. Die ehemalige Außenministerin vermag keinen geraden Satz zu formulieren. Wie die Ikone der lustigen Bildungsferne, wie Verona Feldbusch irrlichtert sie – mittlerweile als Präsidentin der UN-Vollversammlung – durch die Welt, offenbart Bildungsdefizite in kunstlos gedrechselten Sätzen. Gleichzeitig salbadert ihre Partei, die Grünen, über den Analphabetismus – statt gegen ihn vorgehen zu wollen, fordern sie mehr Menschen als Abgeordnete im Bundestag, die nicht lesen und schreiben können. Schließlich soll jede Gruppe dort vorkommen dürfen. Über die fehlende Arbeiterschaft haben sich die Grünen jedoch noch nie aufgeregt – stattdessen sitzen mehr Bildungsabbrecher denn je im Bundestag, die in Fragen der Bildungspolitik mitsprechen sollen. Muss man sich da wundern, dass die gesamte Gesellschaft Bildung und Leistungsbereitschaft als reichlich unsexy ansieht? Die, die die Deutungshoheit in politischen Sachfragen beanspruchen, haben dem Bildungsethos längst den Krieg erklärt. Sie malten eine Gesellschaft an die Wand, in der jeder zum Erfolg kommen kann, auch wenn er ungebildet ist. Wer das allerdings moniert, gilt schnell als rückständig und – wie immer – als Rechter, denn damit würde man Menschen diskriminieren, die keine hohen Bildungsabschlüsse haben. Aber das ist ein Scheinargument, denn die Kritik richtet sich auch gegen jene, die solche Abschlüsse haben und dennoch keinen allzu hohen Bildungsstand aufweisen – Bologna sei Dank, dem Abschlusslimbo obendrein! Deutschland sucht mal wieder einen Dummen, der verantwortlich sein soll für den Niedergang der deutschen Bildungspolitik. Die Wahrheit ist, dass es ein gesamtgesellschaftliches Versagen ist – das ganze Land ist der Depp. Bildung ist ein Stiefkind des zeitgenössischen Deutschlands – sie wird einer Ideologie geopfert, die andeutet, man könne leistungslos alles schaffen, was man sich erträumt. Aber diese Ideologie führt das Land geradewegs ins internationale Hintertreffen. Die so geschaffene Dummheit dürfte indes ein wesentlicher Stützpfeiler der republikanischen Spaltung sein, in der wir uns befinden. Gebildete Leute suchen Argumente – dumme ein Team, in dem sie ihre Unkenntnis ausleben dürfen.
Dieser Artikel erschien erstmals bei Manova.
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Welche Regierungsmassnahme der letzten Jahre hat denn nicht verdummt?
Klassen voller Kinder, die kein Deutsch können, sollen auf Deutsch unterrichtet werden. Ganze Wohnviertel werden zu sozialen Brennpunktgebieten. Der Druck auf die Eltern wird immer grösser, noch genügend Geld zum Überleben heranzuschaffen. Mit dem Covid-Wahnsinn wurde eine ganze Generation von Kindern lernbehindert. Mit den Giftspritzen grassieren Müdigkeit durch Mikrothrombosen und Nervenschäden. Geld ist nur noch für den Krieg in der Ukraine da, alles andere verkommt. Eine Angstkampagne nach der anderen lähmt die Menschen und macht sie depressiv.
Das Ergebnis ist doch keine Überraschung.
Braucht die Politik, braucht das Kapital selbstständig denkende Bürger und Intelligenz? Es ist zu befürchten, dass es sich nicht um Versagen, sondern Zielstellungen handelt.
Pisa & Bologna sind Messpunkte, inwieweit der dumme Michel schon gereift ist, um selbst die Gefahr seiner Vernichtung nicht zu erkennen fähig ist und im Idealfall als Notwendigkeit zu akzeptieren.
Aber es ist auch beruhigend, denn so steht D. endlich wieder mal an einer Spitze, eben nur auf dem Kopf.
Zielführender wäre die Frage nach der Ursache. Und die lässt sich leicht beantworten: Der liberale Kapitalismus ist (wie an so vielen gesellschaftlichen Mißständen) auch „schuld“ an der Bildungsmisere. Die Freiheit des Kapitals führte zum heutigen Neoliberalismus mit öffentlicher Armut bei gleichzeitigem privatem Reichtum. Da werden die finanziellen Mittel für staatliche Dienstleistungen immer knapper, sodass diese zunehmend privatisiert werden, also dem Kapitalverwertungsprozess zugeführt werden. Da geht es dann nicht mehr darum gesellschaftliche Bedürfnisse zu befriedigen, die Gesellschaft voranzubringen, sondern allein um kurzfristigen Gewinn auf das eingesetzte private Kapital.
Deutschland hinkt hier in der Tat etwas hinterher, in anderen Ländern ist die Privatisierung im Bildungsbereich bereits weiter fortgeschritten. Allerdings wird damit die Bildung in der Breite mit Sicherheit nicht besser, denn viele werden sich Bildung nicht mehr leisten können.
Wieso Arbeiter in den Bundestag, wenn es Studienabbrecher auch tun?
Außerdem, dann könnte vielleicht ja mal die Umverteilung von unten nach oben thematisiert werden. Entschuldigt bitte, das geht gar nicht. Viel lieber diskutiert man über die siebte Schultoilette, nur für Queere mit Migrationshintergrund und irgendwie in der Nähe von weiblich… Ich frage mich, wie in den heutigen Zeiten, wo alles queer, queer feministisch und natürlich grundsätzlich nachhaltig und vegan sein muss, in einer Zeit, wo statt über die grundlegenden Ursachen der Umweltprobleme, die in meinen Augen in der extremen Ressourcenverschwendung liegen, die durch das System der immer schnelleren und immer gesteigerteren Produktion begründet ist, über Nebenschauplätze diskutiert wird. In einer Zeit, in der offen ein Krieg vorbereitet wird, der absehbar zur Vernichtung mindestens diesen Kontinents führen wird. In dieser Zeit dürfen Schülerinnen und Schüler nichts lernen über grundsätzliche Zusammenhänge. Es könnte ja sein, wenn sie Hinterfragen lernen, dass sie das dann auch tun. Und dass dann der Kaiser nicht mehr nackt durch die Menge gehen kann und alle seine tollen Kleider bewundert. Wer weiß, vielleicht ist das ja der Grund für die Bildungsmisere: Dieses System braucht nur tumbe Konsumenten, keine selbstständigen und freien Akteure.
P.S. ich bin nicht gegen Queere, damit das klar ist, doch mir geht diese Gefühlsduselei von wegen wir sind ja so verfolgt, auf den Geist. Wie bitte soll ich einen Wildfremden anreden, wenn er queer ist, sehe ich ihm das an? Und was heute alles als sexuelle Gewalt bezeichnet wird. Da habe ich arge Probleme, einer Frau auch nur unverkrampft zu begegnen. Wir sollten die wirklichen Ursachen der Gewalt in unserer Gesellschaft diskutieren, und keine irgendwie geartete Schuldzuweisung manifestieren. Diese Gesellschaft ist gespalten. Das ist Fakt. Und eine Auswirkung davon ist Gewalt. Im öffentliche Raum und im privaten Raum. Ich hoffe, wegen gewisser Worte hier in dem Beitrag wird dieser Beitrag nicht gelöscht, denn ich habe keinerlei Absicht, Hass zu verbreiten, irgendwem zu diffamieren, aber Algorithmen scheinen oft das aus einem Beitrag zu lesen, obwohl es nicht beabsichtigt war. Und eine Löschung hat einen unangenehmen Beigeschmack. Den, dass man Meinungen nicht mal mehr diskutieren darf. Und das ist bekanntlich Zensur. Ich hoffe, die Person, wenn es denn noch eine ist, berücksichtigt das bei der Entscheidung.
Wieder eines der dummen Probleme, dass man etwas nicht einfach kaufen kann.
Der Verdummungsprozess ist doch eigentlich erwünscht, damit man viel unnötiges Zeug kauft.
Man müsste jetzt nur die Marktlücke der fehlenden Bildung erkennen.
Ich habe da so vage Erinnerungen. War da nicht was vor 6 Jahren? Da wurden doch die Kinder, sowieso schon mit einem maroden Bildungssystem konfrontiert, zuhause eingesperrt und vor Bildschirme gezwungen. Alleine zuhause, die Eltern rotierend um eigene wirtschaftliche und psychosoziale Probleme. Womöglich alleinerziehend im Homeoffice mit 2 Kindern im Fernunterricht in einer 40qm Bude.
Die Kleinsten damals, heute von Sprachentwicklungsstörungen betroffen.
Ach und jetzt gibt’s Bildungsprobleme?? Das wundert mich aber…..
Wer Leistung mit PISA qualifiziert darf sich der Deckung des Kapitals erfreuen:
Ken Jones et al.
Schulbildung in Westeuropa: Die neue Ordnung und ihre Gegner.
Palgrave Macmillan, 2008, 45 £.
„Die Idee des Lernens um des Lernens willen ist fragwürdig“, bemerkte Charles Clarke 2003 als Bildungsminister. Die neoliberale Vision, die diese fragwürdige Pädagogik ersetzen soll, wird in diesem Gemeinschaftswerk eingehend analysiert. Am besten lässt sie sich vielleicht in einem Regierungsschreiben von 2005 zu den bevorstehenden Abschlüssen der Sekundarstufe II zusammenfassen: „Wir wollen den Arbeitgebern die Entscheidungsgewalt übertragen, damit sie maßgeblich mitbestimmen, welche Lerninhalte vermittelt werden und was die Abschlüsse im Detail beinhalten sollen.“
Eine Reihe gängiger Irrtümer werden umfassend widerlegt, indem die Autoren die Auseinandersetzungen in Westeuropa um die Schaffung eines derart marktorientierten Bildungssystems beschreiben. Zunächst stellen sie klar, dass der Neoliberalismus keine Naturgewalt ist, wie viele seiner Befürworter uns glauben machen wollen. Vielmehr handelt es sich um „ein aggressives Programm, das sich bewusst das Ziel setzt, einen epochalen Wandel herbeizuführen“. Dies beinhaltet die Abkehr von einer früheren Generation staatlich orientierter Reformen, die eine umfassende und egalitäre Bildungsversorgung anstrebten.
England spielte eine führende Rolle beim Abbau dieses im Großen und Ganzen fortschrittlichen Bildungserbes. Eine Umfrage unter dankbaren europäischen Arbeitgeberverbänden im Jahr 2000 bestätigte dies. Der zweite Mythos, der widerlegt wurde, ist jedoch, dass dies unvermeidlich gewesen sei: Es war vielmehr die Folge entscheidender Schläge des Thatcherismus gegen die Arbeiterorganisation. In Frankreich, wo der kollektive Widerstand stärker war, wurden viele Errungenschaften des „sozialen Republikanismus“ verteidigt.
Dennoch verstärkt sich die Koordination zwischen den Staaten, um die Angriffe zu intensivieren. Ein OECD-Bericht von 1996 forderte die Regierungen auf, sich stärker auf ein effizientes Kosten-Nutzen-Verhältnis zu konzentrieren. Dieses zeichnet sich durch die Betonung eines fokussierten Unterrichts in Naturwissenschaften, Mathematik und Lese- und Schreibkompetenz sowie durch fächerübergreifende Kompetenzen aus, die die Lebens- und Berufskompetenzen der Erwachsenen fördern sollen. Das Programm zur internationalen Schülerbewertung (PISA) wurde ins Leben gerufen, um den Erfolg dieser Strategie zu messen. Wie die Autoren schreiben: „PISA beschrieb nicht einfach nur Fakten; es schuf sie und verlieh ihnen Bedeutung. Es diente dazu, das Schulwesen neu zu regulieren, indem es mit wissenschaftlicher Strenge eine Reihe von Zielen für die Schule festlegte, um die sich Reformprojekte gruppieren konnten.“ Die Ranglisten in England spiegeln diese normative Entwicklung wider.
Was also erwartet uns in diesen „neuen Gebieten“ kapitalistischer Entwicklung? Die Autoren diagnostizieren fünf Formen der Privatisierung. Erstens gibt es das „Outsourcing“, die private Erfüllung zentral vorgegebener Ziele in den Bereichen Inspektion, Bewertung und Leistungsmanagement. Es ist erschreckend zu erfahren, dass zwischen 2004 und 2006 bis zu einem Viertel der Schulausgaben in England vom privaten Sektor abgewickelt wurden.
Die zweite Form ist die Kommerzialisierung. Verkaufsautomaten mögen in Großbritannien aufgrund der Empörung über Fettleibigkeit zwar auf dem Rückzug sein, doch Gutscheine für Supermärkte, Schokolade oder Chipstüten in Schulen erziehen junge Menschen subtil zum Konsumverhalten und bringen sie in Einklang mit kommerziellen Interessen. Dasselbe gilt für Belohnungssysteme für Verhalten und schulische Leistungen, die interne Währungen einführen, um das Denken zu quantifizieren und zu formen. Die dritte Form, die „ergänzende Bildung“, beschreibt die Kosten von Aktivitäten und Ressourcen, die als sozialer Filter fungieren. Nachhilfe und der Zugang zu Software von zu Hause aus sind zwei Paradebeispiele.
Privatschulen bilden die vierte Stufe, und es gibt hier mehr als genug Material, um Alan Bennetts Forderung nach der Schließung dieser elitären Bastionen zu stützen. Die letzte Kategorie ist die „Privatisierung von Einfluss“, die am besten durch das Akademienprogramm der New Labour veranschaulicht wird. Widerwillige Kommunen sehen sich mit dem Entzug von Fördermitteln konfrontiert, wenn sie sich weigern, die Kontrolle über die Schulen an eine bunte Mischung aus Einzelpersonen und Unternehmen, die sich als „Philanthropen“ ausgeben, abzugeben.
Dieses Buch ist eine unschätzbare Kritik an dieser neuen Ordnung und gewinnt dadurch an Bedeutung, dass es den Widerstand berücksichtigt, der „Regierungen zweifellos zu größerer Vorsicht gezwungen und mitunter Zugeständnisse oder Verzögerungen erreicht hat“. Das bisherige Versäumnis der Neoliberalen, „Bildungsdienstleistungen“ in das Allgemeine Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (GATS) aufzunehmen, ist ein Beleg für diesen Widerstand.
Die Autoren würdigen das kollektive Bekenntnis zu einer alternativen Vision, wie sie die Bewegung des Weltsozialforums verkörpert. Diese Vision bleibt jedoch unnötig vage, da sie bereitwillig autonomistische Ideen über ein „neues soziales Subjekt“ (in diesem Fall den studentischen Arbeiter) aufgreift, das durch den „Informationskapitalismus“ geschaffen wurde. Dies übertreibt den Prozess der „Deindustrialisierung“ und lässt uns einem weiteren neoliberalen Mythos verfallen: der Annahme, historische Klassengegensätze hätten ihre Bedeutung verloren. Dies ist zwar nicht die zentrale Aussage dieser beeindruckenden und oft beunruhigenden Studie, doch einige kleinere Überarbeitungen in diesem Bereich würden ihr zu Bestnoten verhelfen.
https://www.marxists.org/history/etol/newspape/isj2/2008/isj2-118/stone.html
Es ist diese Ideologie der man hier opfert, einerlei ob man da bei den Medicis oder Adam Smith beginnt. Der Fleisch gewordene Kannibalismus. Weiterhin viel Vergnügen beim Unterbietungswettbewerb. Die Angelsachsen nennen es „Race to the bottom.“
Hauptsache Italien und von dort auch das faschistische Bildungsideal beruhend auf Körperkultur, Militarismus und Antiintellektualismus. Bildung sollte der breiten Masse keine Aufstiegsmöglickeiten eröffnen sondern Standesgrenzen zementieren. Im westdeutschen Volkschulbetrieb der 60er Jahre wurde dies noch explizit so vorgetragen und in diesem Sinne auch Lehrplaninhalte ignoriert.
Die starke Abhängigkeit der Bildungschancen von der Zugehörigkeit einer jeweiligen gesellschaftlichen Schicht verstößt gegen einen Passus in den Allgemeinen Menschenrechten. Dem zum Trotz hatte das Bundesverfassungsgericht die Rechtmäßigkeit dieser Bildungspraxis bestätigt.
Eine weiter „Errungenschaft“ des italienischen Faschismus war es, dass nicht mehr in Regionalsprachen unterrichtet wurde. Hier sehe ich ein Äquivalent, wenn es um die heutige Unterrichtssprache und die tatsächlich gesprochenen Sprachen in Deutschlands Großstadtquartieren geht.
Und heute haben wir den Anglo-Faschismus. Fünfzig Jahre rechtsaußen-Regierung im achsogroßen Britannien, haben genau nach dem bekannten Prinzip den Frosch langsam zu kochen dieses Ergebnis hervorgebracht.
Viele Eltern kämpfen gegen die zunehmende Verschlechterung ihrer Lebensverhältnisse und haben mit sich selber zu tun.,Die Kinder laufen nebenher.Die wohl versorgten Kinder werden auf Leistung getrimmt ,die Vorbilder bringen das nötige Geld nach Hause und die tun alles das jede Konkurrenz aus dem Weg gejagt wird ,um ihren Sprösslingen gut verdiente Jobs zu ergattern.Nschholfe kann bezahlt werden und falls Frauchen auch arbeiten geht ,ist eine Nanny zur Stelle.
100 prozentige Zustimmung. Genauso ist es!
Ich brauche noch 60 Zeichen, das war aber alles was ich sagen wollte.
Wie heißt es immer so schön: es ist alles schon gesagt, nur noch nicht von allen. Heutige Folge: Roberto De Lapuente.
Es liegt übrigens im Wesen eines Durchschnitts, dass eine gewisse Anzahl von Werten über und eine andere unter dem Durchschnitt liegt. In Anlehnung an Ricardo meine ich, dass jedes Volk, jedes Land das tun solle, was es am besten kann: in Deutschland kann man am besten palavern.
Wir bedanken uns herzlich für Ihre Beteiligung an dem, was man in Deutschland am Besten kann. Danke!
PISA, so habe ich gerüchteweise gehört, testet, ob vermeintliches Wissen auch angewendet werden kann. Probleme mittels des erlernten Werkzeugkastens erkennen und beheben, das scheint doch irgendwie relevanter als das Abfragen von „Wissen“. Und möglicherweise ist das ja, neben vielen anderen Ursachen, tatsächlich ein systemisches Versagen des Bildungssystems.
Im Übrigen wird hierzulande in allen Bereichen Mittelmaß gelobt. Das ist die vorherrschende Idee des „Alle-Mitnehmen-Wollens“. Das Geblöke vom Team überschreit die Einzelleistung. Damit ist die Einzelleistung auch kein Ansporn mehr, denn sie wird nur randständig gewürdigt. Mittelmaß wird seitens der Schule als gut genug empfunden. Man will dort nicht besser werden, wenn es auch so reicht.
Wo ansetzen? Schluss mit der ideologischen Pädagogik. Leistungen sind zu fordern und zu fördern. Und als Vorbild darzustellen. Keine Belobigung des Mittelmaßes sondern Spaß am Besserwerden, am Verstehen, am Lernen umsetzen.
Runterfahren des Blabla-Anteils im Rahmenlehrplan.
Qualität vor Quantität. 25 Stunden Unterricht pro Woche reichen.
Harte Kontrolle der Arbeit der Schulen, wechselseitig, mit klaren, bundeseinheitlichen Vorgaben. Ehrliche Benotung auf klare und einheitliche Kriterien.
Problemfälle in den Klassen sowohl hinsichtlich Leistung als auch Sozialverhalten sind zu separieren und frühzeitig sonderpädagogisch intensiv zu begleiten, und zwar außerhalb des Regelschulbetriebs. Erforderlichenfalls auch für 15% der Schüler.
Analytisches, kritisches und selbstkritisches Denken sind zwingend zu erlernen.
Keine Vermischung der Fachleistung mit dem Sozialverhalten.
Kurz, zurück zur Wissens- und Fähigkeitsvermittlung ohne ideologische Beschränkung.
Eines findet im Artikel keine Erwähnung, obwohl es gerade sehr oft kolportiert wird: Die böse Partei will das Bildungsmonopol des BRD-Staates brechen. (der Aufschrei der Linksextremen „Abschaffung der Schulpflicht“ 🙂 ). Da steckt der Finger tief in der Wunde. Wer kluge, gerade Menschen erziehen will, muß den Staat von ihnen fernhalten. Auch die Schleifung des staatlichen Rundfunks wäre ein wichtiger Baustein zur Zurückdrängung der Dummheit. (Tagesschau in einfacher Sprache muß man einfach mal gesehen haben.)
Und so zeigt sich die fake „Opposition“ schon vorab als das was sie wirklich sind, nur der nächsthöhere Gang im neoliberalen/anglo-faschistischen Weg zum kulturellen Untergang.
Und Reh Migration würde dazu beitragen:
– den „Lehrermangel“ zu beenden
– die Anzahl unbeschulbarer Teilnehmer zu verringern
– die Drangsal unserer Kinder und Enkel im Schulalltag zu verringern
Falls durch die Reh Migration die Anzahl der Unbeschulbaren derart sinkt, daß Lehrer übrigbleiben, könnte man die zügig aus dem Schuldienst entlassen, beginnend mit den linkesten und grünsten Lehrer Innen. Nur so kann das Bildungssystem wieder auf einen grünen Zweig kommen.
Immer wieder nett euer nicht Pest oder Cholera, sondern Pest und Cholera Duett:
Breiter Protest gegen „wissenschaftliche“ Aufrüstung
29. Juli 2026 um 10:00
Universität Köln: Bundeskanzler Merz eröffnet die private „Adenauer School of Government“. Sie wird über Umwege vom verschwiegensten Milliardärs-Clan Deutschlands finanziert. Von Werner Rügemer.
Am 13. Juli eröffnete Bundeskanzler Friedrich Merz an der Universität Köln feierlich die „Adenauer School of Government“. Von diesem Institut sollen, so der Ehrengast Merz in seinem Festvortrag, „künftige Führungskräfte“ kommen für „die selbstbewusste Neuordnung der Welt“, mit der „Digitalisierung und Modernisierung unseres Staates, gerade auch unserer kritischen Infrastruktur, in Form der Befähigung unserer Streitkräfte“.[1]
https://www.nachdenkseiten.de/?p=154308
1976 habe ich mein 2. Staatsexamen in Bayern für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen gemacht. Damals noch unter erschwerten Bedingungen, da gewerkschaftlich organisierte Lehrer in Bayern nicht geschätzt wurden und auch heute nicht geschätzt werden. Lehrkräfte, die sich gegen den Mainstream richten, wurden und werden nirgendwo geduldet. Auch sog. Steiner-Schulen beschäftigen nur Jünger mit Fachstudium. Der Job eines Lehrers ist also – das schließe ich daraus – der in der Institution Schule gepflegten Ideologie, Religion oder Weltanschauung untergeordnet.
Damit ist aus meiner Sicht hinlänglich belegt, dass Schule nicht der Emanzipation der Individuen durch Bildung dient, sondern Ideologien gleich welcher Art. Autonomie ist zwischen Geburt und Tod in allen Gesellschaften weitgehend unerwünscht. Gott, Götter, Philosophen oder Parteien erklären die Welt. Es ist Kern jeglicher öffentlicher Erziehung, ein persönliches Bild von der Welt nicht zu dulden . Nirgendwo. „Bildung“ an und für sich gibt es nicht.
Dennoch sind Rudolf Steiner oder Montessori Schulen die einzige „Alternative,“ wenn man eine solche sucht.
Denn durch die Schulpflicht sind Kinder und Eltern in Deutschland geliefert.
Ich habe die Waldorfschule gewählt und muß sagen daß diese Schule, bei allen auch dort vorhandenen Problemen, in jeder Beziehung das kleinere Übel darstellt.
„…Stattdessen wickelt die Bundesregierung Sozialstaat und Bildung ab, um weiterhin Gelder für die Ukraine bereitstellen zu können….Dass eine Mehrheit diesen Zusammenhang ganz offen- sichtlich nicht erkennt, könnte man auch als Folge der nationalen Bildungsmisere deuten….
Darf’s denn wahr sein? Dass das mal jemand „mutmaßt“, gar noch sich zu verlautbaren traut? Man fasst es nicht. Das grenzt ja an Landesverrat. Übrigens den sog. „Bildungsverfall“ – wenn’s denn überhaupt noch etwas zum Verfallen geben sollte – den gab es schon, als das Land ‚Schwarzerde‘ noch gar nicht in aller Munde war und wahrscheinlich besagte „Mehrheit“ den lütten Landstrich auf einem Globus nicht lokalisieren hätte können. Wenn ich mich aber richtig erinnere, war Ähnliches bzgl. anderen Bösewichten – die mit MVW zuhauf – selbst einmal beim Hegemonien-meister Dubbeljuh der Fall.
Hatte in den Nullerjahren – just nach Nineeleven – eine Realschullehrerin zur LAG. Was sie fast täglich so zu berichten hatte über ihre herzallerliebsten Lieblinge, ging auf keine Kuhhaut. Ab&an durfte ich Aufsätze „korrigieren“, Diktate hatte ich nach ersten Versuchen strikt abgelehnt. Aber alles nur eine pure Strafarbeit. Einfach nur „schlümm“, schlimm wäre zu wenig! Entsetzlich! Allein die ‚Krakeleien‘ als Schrift zu bezeichnen verbot sich. Und wenn es tatsächlich was zu entziffern gegeben hat, dann mußte sich das Auge erst wieder daran gewöhnen, die Einzelbuchstaben zu Wortpuzzeln zusammenzulegen. Was aber deren Sinn nur selten offenbarte, den des Satzes schon gar nicht. Gott sei’s gedankt, auch der Schreiber schien meist alsbald hienieder gesunken zu sein. Wie das? Aufsätze mit einer halben Seite bei Buchstabenhöhen von anderthalb Zentimetern minimal keine Seltenheit! Einmal – das letzte Diktat war desaströs ausgefallen – empfahl ich doch mal einen einfachen Text auf einer DIN-A-4-Seite Schriftgröße 30 pt einfach mal nur abschreiben zu lassen. Das Ergebnis, nun ja – immerhin zwei mit 0 (null) Fehlern. Immerhin.
So genug des Jammerns. Konstatiere, also die Ukrainer können es nicht gewesen sein. Auch nicht der migrantische Hintergrund, der stach nämlich von den Indigenen kaum ab. Wenn von den zwei, drei blonden Mädels (großgewachsen) einmal abgesehen wurde, versteht sich. Ein PISA-Silberstreif am Horizont, die Buben aus jenen Ländern, die die NATO gerade zu retten versuchten, waren in ‚Mammadik‘ oft um Einiges besser als ihre Sitznachbarn, beim Schreiben der Zeugnisse eine Offenbarung! Überhaupt, war doch diese Spezies den einheimischen Kollegen meist auch noch anderweitig überlegen. Und ‚Knitz‘ waren sie, Donnerwetter!
Ob es per ‚digitaler Wende‘ – per Tablet-Dobser- und Wischerei also – was wird bzw. wurde? Wird damit doch geradezu die zur Verfügung stehende Zeit des Lesens halbiert. Und – falls es tatsächlich auch mal was zu schreiben geben sollte – die meiste Zeit drauf gehen dürfte, beim Finden jedes einzelnen Buchstabens. Ich übertreibe? Mitnichten! Das Abladen von Millionen Tablets in der Schule und damit dem Einsammeln wohl von Milliarden Euronen war der Todesstoß für die Ausbildung in deutscher Sprache. Ganz abgesehen davon, dass wenigstens das Angelsächsische (West) damit gefördert werden konnte. Einen anderen Aspekt traue ich mich gar nicht zu erwähnen. Vermute ich doch, dass …
Nein, nein! Werde jetzt nicht such noch versuchen, den Ruf der deutschen und internationalen Jugend zu retten und hier schlagkräftige Vorschläge unterbreiten. Aber einige „Empfehlungen“ hätte ich schon. Als erste, als ‚diiiiiie‘ Maßnahme überhaupt – Überraschung – all jene Expeeeerten, die das Verbot der Langschrift ‚propagieren‘ umgehend aus dem Verkehr ziehen. Diesen Lobbyisten pro „Mäuseklavier nebst Mäusekino’ muß das Handwerk gelegt werden. Sonst wird man/frau den Wert und den Sinn von Geschriebenem nie begreifen oder gar zu schätzebn wissen. Zweite Maßnahme? Nein, Wischmobs&-tabletten-Nutzung zu verbieten bringts nicht. Vielleicht mal in Tel Aviv nachfragen, wie mit solcherlei gesundheitsgefährdenden Gegenständen besser zu verfahren ist. Dort hatte man doch etwas entwickelt, das die Dinger einfach ein für allemal Baff machen. Und dort dürften ja auch die erforderlichen Daten (Mobil-Nr. Vor allem) vorhanden sein, bei wem das vonstatten zu gehen hat und bei wem nicht.
Alternativ dazu wäre, diese wahrlich bildungsfernen Geräte einzusammeln und bei geeigneten Buchverlagen in Zahlung zu geben. Im Austausch für geeignete Literatur (zu Letzterem gerne auf Anfrage von geeignetem ‚Material‘). Würde auch zur Revolutionierung von Hausaufgaben führen und zu sofortigen drastischen Booster-Effekten für Bildung und Gesundheit. Lesen, Lesen, Lesen … das geht bekanntlich überall. Und hätte auch den Vorteil, dass nicht alle immer das Gleiche lesen, dass auch die Kontrolle, ob genug Verstand vorhanden ist bzw. war, einfacher zu gestalten it. Und was noch wichtiger ist, das Schreiben „von Hand“ wieder nal gefördert werden könnte. Was wiederum – via Liebesbriefe – auch der ‚Geburtenrate‘ förderlich sein dürfte. Das und vieles andere mehr – much more. Z.B. das Einstellen von jeglichem Multiple-Choice-Verfahren, ob in Schule, Uni oder bei Wahlen. Das Kreuzerl-Machen muß endlich ein Ende erfahren. Aufschreiben lassen, was denn so gemeint sein könnte – am besten in Langversion – würde so manchen Zufallstreffer verhindern. Und es gäbe noch so vieles, was der Bildung zur Besserung aller verhelfen würde, KI durch MI ersetzen. Wer lesen und schreiben kann braucht keine künstliche Illigenz, die doch auch nur von anderen abkupfert. Man muß es nur wollen.
Der Artikel beschreibt das Problem, bleibt aber, wie viele gleichartige „Analysen“ an der Oberfläche.
Wie eine schonungslose, tiefgründige Analyse aussehen könnte, die daraus konkrete Maßnahmen ableitet, kann man am Mathematikbeschluss der DDR von 1962 nachlesen:
https://mathematikalpha.de/?smd_process_download=1&download_id=19079
Ursachen in Lehrerbildung, Lehrplänen und gesellschaftlichen Erwartungen. Und klare Konsequenzen – bis hin zu Lehrplan- und Lehrbuchreform, Olympiaden, eigene Fachzeitschrift. Sogar ein Wettbewerb um die besten Schulbuchvorschläge!
Und ganz ehrlich: oberflächliche Artikel wie dieser gehen mir ziemlich auf den Wecker.
Was man als aufrechter Antifaschist und -rassist gegen das verrottete Bildungssystem tun kann – wenn man genug Kohle hat. Man klagt wie Danger Dan sein Kind aus der „gewaltförmigen“ (sic! 🤔) Einzugsschule mit hohem Migrantenanteil (das M-Wort kommt bei Danger Dan natürlich nicht vor!) mit Hilfe eines teuren Anwalts heraus – und zack! Bkldungsmisere gelöst.
https://reitschuster.de/post/antifa-rapper-danger-dan-haltung-bis-der-anwalt-kommt/