Der strukturelle Neorassismus greift um sich

Schachbrett, Symbolbild Rassismus
Santeri Viinamäki, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wer Menschen mit dunkler Hautfarbe farbenblind begegnet, ist nicht etwa modern und aufgeklärt, sondern von gestern und rassistisch. Über den neuen Rassismus in der westlichen Welt.

Critical Race Theory (CRT): Schon mal gehört? Sie zählt mittlerweile zu den einflussreichsten »soziologischen« Strömungen – Behörden und sogenannte Nichtregierungsorganisationen haben diese Theorie längst verinnerlicht und statten deren Theoretiker mit Steuergeldern aus. Die CRT nimmt somit nicht nur Einfluss auf gesellschaftliche Debatten, sondern auch auf die Gesetzgebung.

Ihren Ursprung hat die CRT in den Siebzigerjahren. Damals wurde sie als juristische Theorie entwickelt. Ihre Befürworter sehen in ihr ein Instrument zur Aufdeckung verborgener Machtstrukturen. Kritiker werfen ihr hingegen vor, eine illiberale Weltanschauung zu sein, die Wissenschaft nicht nur politisiert, sondern auch zu Ergebnissen drängt, die objektiv nicht haltbar wären. Objektivität ist ein wichtiges Stichwort: Die Vertreter der CRT halten die objektive Schau auf Phänomene für per se rassistisch. Die Gegner dieser Theorie merken zudem an, dass die CRT neue Formen moralischer Orthopraxie schafft, die mit dem Rechtsstaat unvereinbar sind. Wie wurde aus der akademischen CRT das, was man heute getrost als neue Stufe des Rassismus bezeichnen könnte?

Von der Rechtsphilosophie zur Lebensphilosophie

Entstanden ist die CRT aus den Critical Legal Studies (CLS), einer kritischen Rechtslehre, die von Linksintellektuellen als eine neue Rechtsphilosophie ins Leben gerufen wurde. Diese Bewegung innerhalb der amerikanischen Rechtswissenschaft deutete Recht grundsätzlich als Produkt sozialer Machtverhältnisse – die Justiz sei also ein Instrument der Herrschaft. Dass Justiz immer auch Klassenjustiz ist, war als Gedanke nicht ganz neu – und falsch ist sie auch nicht. Gerade in den Vereinigten Staaten zeigte sich das überdeutlich, wo Geld vor Gericht grundsätzlich die besseren Karten vorwies – bis heute scheint es so zu sein. Diese theoretische Grundlage übernahmen einige afroamerikanische Juristen. Sie argumentierten, dass die Klassen- eigentlich eine Rassenjustiz sei. Für amerikanische Verhältnisse traf das sicherlich zu – und tut es wohl heute noch.

Die schwarzen Juristen bastelten sich jedoch Thesen zurecht, die teilweise mehr an ein Mantra, denn als Rechtsgrundsätze erinnerten. Der Jurist Derrick Bell formulierte etwa die These, wonach Rassismus ein dauerhaftes Element der US-Gesellschaft sei – er würde ständig Form und Ausdruck verändern, sei aber immer präsent. Auf die Spitze getrieben bedeutet das – und auf die Spitze wurde es längst getrieben –, dass alles, was weiße Menschen tun, nichts weiter als ein Rassismus in neuer Form sei; der Rassismus sei also unaufhörlich. Die Juristin und Bürgerrechtsaktivistin Kimberlé Crenshaw führte den Begriff der berühmt-berüchtigten Intersektionalität ein. Gemeint ist damit die Überschneidung mehrerer Diskriminierungsherde. Neben Rasse seien das beispielsweise das Geschlecht und die Sexualität. Darauf gründend hat die moderne CRT ein Ranking entwickelt, welche Gruppen mehr Anspruch auf Diskriminierungsschutz haben sollte und welche nicht so sehr. Wer schwarz, Frau oder diversgeschlechtlich und homosexuell ist, liegt weit vor Menschen, die zwar schwarz sind, aber ein weißes Elternteil haben, heterosexuell und männlich sind.

Die CRT strebt nicht die Gleichberechtigung an. Das anzunehmen ist einer der größten Irrtümer derer, die in der CRT eine Emanzipationsbewegung wittern, die die Gleichbehandlung als Grundlage haben soll. Die formale Gleichheit wird sogar als Gefahr für die Antidiskriminierung begriffen. Martin Luther King strebte noch eine farbenblinde Gesellschaft an – aber dieser Ansatz, so die Apologeten der CRT, würde Machtungleichheiten verschleiern. Gleichheit darf nicht formal, sie muss substantiell sein: Mittels Quoten ist eine solche Gleichheit durchzuführen. Besser noch: Die Gruppen, die historisch bevorteilt waren, eben weiße Menschen, sollen nun dezidiert Nachteile erfahren.

Vom Akademischen ins Staatliche

Eine weitere sehr zentrale Grundannahme der CRT betrifft die Rolle der Erfahrung. Persönliche Narrative marginalisierter Gruppen gelten als privilegierte Wissensquelle, weil sie angeblich Perspektiven offenlegen, die »dominante Diskurse« ausblenden. Hegemoniale Narrative sollen durch subjektiv erlebte Begebenheiten in Frage gestellt werden. Objektivität gilt demnach – wie eingangs erwähnt – als überholte Praxis, die von Weißen geschaffen wurde, um deren weiße Bevorteilung zu erhalten. Damit verschiebt sich freilich auch der Anspruch wissenschaftlicher Rationalität hin zu einem Relativismus, der mittels subjektiver Erfahrungsberichte forciert wird.

In den späten Neunzigern und dann verstärkt im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts, verließ die CRT dann den akademischen Elfenbeinturm. Nun integrierten Universitäten sie in den Sozialwissenschaften wie den sogenannten Gender Studies. »Nichtregierungsorganisationen« und Behörden griffen die Theorie auf und konzipierten Diversity, Equity und Inclusion für ihren internen – und später auch externen – Gebrauch. Besonders im Zuge der Black Lives Matters-Bewegung wurden CRT-Ansätze popularisiert und den westlichen Gesellschaften übergestülpt. Unternehmen, Ministerien und Bildungsinstitutionen beugten sich der CRT und wuschen sich gewissermaßen, indem sie es aussehen ließen, als hätten sie jetzt endgültig verstanden, wie schrecklich sie bis dahin agiert haben, porentief rein. Aus der Theorie wurde – mit Hilfe philanthropischer Gönner und deren globaler Netzwerke – ein Handlungsrahmen gesponnen, der das Verhalten innerhalb der Gesellschaft unter Bezugnahme auf moralistische Stigmatisierung anordnete.

Dieser Prozess ließ eine paradoxe Situation entstehen: Aus einer Theorie, die ursprünglich Macht analysieren wollte, entstand eine Quelle neuer normativer Macht. Die Parteigänger der CRT implementieren und etablieren neue Sprachregelungen und Verhaltenskodizes. Sie führten Begriffe wie white privilege in den Diskurs ein, die von Anfang an deutlich machen sollen, dass die neue Macht bei denen liegt, die die Theorie durchdrungen haben und sie in ihrem Leben praktisch zum Einsatz bringen. Zugleich sprechen sie von einem strukturellen Rassismus, der unterstreicht, dass die Schuld der »weißen Mehrheitsgesellschaft«, wie sie sie nennen, institutionalisiert ist. Wer Kritik an den »Konzepten« der CRT übt, wird als Rassist deklariert, der die alten schuldhaften Strukturen beibehalten will. Die Theorie wird damit gleichermaßen – unfehlbar.

Eine selbsterklärend unfehlbare Theorie

Die Kritiker der CRT stammen aus unterschiedlichen Lagern: Es sind Liberale, Marxisten und auch ganz klassische Bürgerrechtler, die vereint sind im Vorwurf, wonach diese Theorie die gesellschaftliche Spaltung vertiefe und Rationalität durch Moral ersetze. Wobei sie nicht nur einfach die Spaltung vertieft: Sie ist angelegt zu spalten – denn sie möchte ja unbedingt ein neues Ungleichgewicht verfestigen. Im Sinne sogenannter »historischer Gerechtigkeit«. Dieser Begriff ist kurios, denn Gerechtigkeit ist eigentlich primär gegenwartsbezogen – gegenüber längst verschwundenen Generationen kann man nicht mehr gerecht agieren. Tut man es doch, etwa durch ein neues Wording, ist dies kein Akt, der jenen dient, die damals Ungerechtigkeit erlebten, sondern lediglich eine Handlung, mit der man sich selbst der Tugendhaftigkeit versichern möchte. Die CRT hat empirische Wissenschaft durch ein machtmissbräuchliches System ersetzt.

Zentraler Kritikpunkt ist die Unfalsifizierbarkeit der CRT – die Unfehlbarkeit, denn ihre Aussagen oder Theorien kann nicht durch Beobachtung oder Experimente widerlegt werden. Wer es dennoch versucht, muss mit einer modernen Form des Prangers rechnen, mit der gesellschaftlichen und beruflichen Ächtung. Da die CRT Rassismus als universelles Strukturmerkmal begreift, wird jede Abweichung – etwa das Fehlen sichtbarer Diskriminierung – selbst zum Beweis der These. Im Amerikanischen würde man von einem klassischen Catch-22 sprechen. CRT ist demnach ein Glaubenssystem, in dem Diskriminierung hierarchisiert und Rationalität durch persönliche Erfahrungen ersetzt wird. Wenn also eine schwarze Person aus ihrem Leben erzählt, ist das höher zu hängen als eine dessen Aussagen entgegenstehende Statistik: Denn eine Statistik ist der Versuch, gewisse Phänomene zu objektivieren. Wer aber objektiv sein will, stützt das System des »weißen Teufels«, wie schon in den Sechzigerjahren die Black Muslims zu den Weißen sagten.

Auch politisch ist die CRT problematisch, weil sie den Begriff der Gleichheit umdeutet. Der Liberalismus verstand Gleichheit stets als Gleichheit vor dem Gesetz und der Freiheit, das eigene Leben unabhängig von seiner Herkunft gestalten zu können. Die CRT ersetzt diesen Universalismus durch Kollektividentitäten. Das Individuum wird Teil einer rassischen Gruppe – eigentlich eine Einordnung, die längst als überholt gegolten hat, zumindest in aufgeklärten Kreisen. Farbenblindheit in Bezug auf die Hautfarbe wird als Angriff auf die schwarze Identität umgedeutet. Weißsein ist wiederum keine Hautfarbe, sondern Ausdruck für Dominanz und Macht. Als gäbe es keine Armut bei Menschen mit weißer Hautfarbe, als seien sie alle mit politischer Macht ausgestattet. Weißsein ist eine Hypothek: Denn egal was der Weiße tut, er gilt per se als rassistisch – auch im Moment, da er auf einer Antirassismus-Demo für Gleichheit eintritt, genießt er vermeintlich die Vorteile seines Systems, das ihn rassisch bevorzugt. Oder um es mit einem Zitat von Angela Davis zu sagen, das der Pressesprecher der NGO »Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland« teilte: »Weiße Menschen, niemand verlangt von euch, dass ihr euch für eure Vorfahren entschuldigt, wir verlangen von euch, dass ihr das System, das sie aufgebaut haben, niederreißt und demontiert.«

Ein Antirassismus als neuer struktureller Rassismus

Die Übernahme CRT-basierter Konzepte in diversen Einrichtungen hat Konsequenzen: Es bringt den Rassismus zurück in den Alltag. So haben Trainings, die unbewusste Vorurteile aufdecken sollen, selbst diskriminierende Effekte, indem sie Individuen nach ethnischer Gruppenzugehörigkeit beurteilen. Öffentliche Verwaltungen, die eigentlich Neutralität und Rechtsgleichheit wahren sollen, laufen Gefahr auf diese Weise nicht nur einfach ideologisch, sondern gar rassistisch aufgeladen zu werden. Hinzu kommt: Wenn Verwaltungssprache, Einstellungsverfahren oder Projektförderungen auf sogenannte »antirassistische Sensibilisierung« ausgerichtet werden, verschiebt sich der Fokus von Leistung, Qualifikation und Kompetenz hin zu Identität und Haltung. Brutal ausgedrückt: Nur wer bereit ist, den Neorassismus zu adaptieren und ihn im Alltag auszuleben, hat auch Chancen in Betrieben mit CRT-Kultur.

In regierungsfinanzierten Nichtregierungsorganisationen und internationalen Organisationen wird zunehmend verlangt, Projekte entlang »dekolonialer« und »antirassistischer« Kriterien zu gestalten. Diese auf CRT gegründete administrative Praxis führt dazu, dass politische und empirische Diskussionen moralisch aufgeladen werden und so in Totalität verwässern. Der Anspruch auf Objektivität wird zum Verdachtsfall für Meldestellen, empirische Daten gelten als »weiße Wissenschaft«, Mathematik als »weißes Konzept«. Die Folge ist eine intellektuelle Verwahrlosung, die Kritik delegitimiert und jede Form von Selbstreflexion als schweren Frevel interpretiert. Der CRT-Rassismus schafft weiße Rassisten, denn es sich weiße Menschen, die sich im Zuge der Reaktanz auf ihre Hautfarbe zurückgeworfen fühlen. Das wirft man ihnen zwar dann vor, ist aber eigentlich die ethnische Auffassung, die die CRT begünstigt.

Die CRT versteht sich als moralische Finalität – man könnte auch sagen, sie hat Moral zu einer Waffe umfunktioniert, die diese Theorie in höchstem Maße kriegstüchtig macht. CRT will nicht einfach Missstände erklären, sondern als moralische Instanz über der Gesellschaft wachen: Sie agiert mit Schuldbekenntnissen, die noch nicht mal akzeptiert werden, und mit Läuterung, die nie enden darf. Der weiße Mensch bleibt privilegiert, auch wenn er in der Gosse landet. In dieser Form nützt diese Theorie nicht dem vermeintlichen Anliegen, Rassismus zu beenden – noch ist sie ein Beitrag zur Demokratieförderung. Im Gegenteil, sie wurde früh von zweifelhaften Egomanen gekapert, um einen kuscheligen Gutmenschenrassismus zu etablieren, der dazu geeignet ist, die letzten Bande gesellschaftlichen Gemeinsinns zu untergraben. Die CRT hat sich Strukturen geschaffen, die es in der Tat erlauben, den Vertretern der CRT guten Gewissens strukturellen Rassismus zu unterstellen.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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103 Kommentare

  1. Ein weiteres Instrument der Oligarchie um die materiellen Verhältnisse zu zementieren.

    Ich glaube mittlerweile nicht mehr, dass die ganzen westlichen Fehlentwicklungen ohne eine Niederlage in einem großen Krieg noch korrigierbar sind.

    1. „Teile und herrsche“ ist schon sehr lange in Gebrauch. Die alten Römer haben das erfolgreich genutzt.
      Man könnte fast meinen, das derzeitige Imperium ist ein direkter Nachfahre des Römischen Imperiums.

      1. Ja natürlich. Die oligarchische Ordnung der Berufspolitiker besteht ganz genauso als scheinbare Entwicklung aus dem Feudalismus. Sogar der römische Jesus-Kult, damals als Sklavenreligion ins Leben gerufen, ist nach wie vor die offizielle Religion.

    2. „Fehlentwicklung“ …

      Die gingen schon los als man den Menschen den Status als einziges rational handelndes Wesen zuerkannte ..
      Eine wirklich moderne Gesellschaft hätte das schon längst korrigiert, auch wenn Folgen für Ökonomien ersteinmal schwerlich verdaubar wären.

    3. Kriege korrigieren keine Fehlentwicklungen. Die bringen bloß so viel
      Armut, Elend, Tod, dass man für diesen Scheiß keine Zeit mehr hat.
      Im nachfolgenden Frieden dann wieder.

  2. Immerhin setzen diese CRT- Leute nicht die Wahrnehmung außer Kraft. Farbenblindheit ist eine Täuschung. Um, was jeder sieht, zu unterdrücken, wird, was beobachtet werden kann, tabuisiert, verboten unterdrückt – aus Neger wird „ein Mann“, aus Mohrenapotheke wird Ambrosius, aus einem Messerstecher mit Migrationshintergrund wird „ein Deutscher“ usw.
    Ebenso wird es mit dem, was Mann/Frau voneinander unterscheidet, gemacht: Was jedes Kind interessiert beobachtet, soll und darf nicht sein. Wer das einmal richtig geschluckt hat, ist für alle weiteren Betrügereien einsetzbar.
    CRT ist anders: sie werten die Realität auf ihre Weise, jeder kann sie anders beurteilen. Ihre Vorschläge laufen allerdings darauf hinaus, das gesellschaftliche Unrecht beizubehalten und aus ihrer zufälligen Hautfarbe einen Vorteil zu ziehen. Nach dem Vorbild der Frauenbewegung – beide reaktionär bis zum Anschlag.

    1. „und aus ihrer zufälligen Hautfarbe einen Vorteil zu ziehen “

      Wenn wenigstens das Objektiv wäre könnte man noch ein Auge zudrücken, aber das ist nicht der Fall , weil Moral hier hier für Werkzeug Machtabsicherung steht und weniger progressive Entwicklung..
      DIe Schwarzen zb leben/ten zum Teil in noch extremerer Armut und Rechtlosigkeit , obwohl man Sie medial hofierte ..
      Ihr Leid, auch im Historischen Kontext , wurde zum Alibi dekradiert von den Herrschenden..

      1. Der Punkt ist auch, daß es keinem einzigen Schwarzen (stellvertretend für alle benachteiligten Gruppen) dadurch besser geht, daß man Weiße (stellvertretend für alle privilegierten Gruppen) benachteiligt. Ich schätze mal, genau aus dem Grund hat die CRT so großen Zuspruch unter den Reichen und Mächtigen, denn die stehen ja trotzdem über den Dingen, sichern sich dadurch gleich doppelt ab, die niederen Weißen werden zu Boden getrampelt und den diskriminierten Schwarzen nützt das nix. Perfekt!

    2. Alles nur ein Tamtam um in Wirklichkeit Frauenrechte nicht real werden zu lassen.
      Das Ganze bewirkt das Gegenteil von dem was postuliert wird.

      1. Der Ausgangspunkt ist schon verdreht, meilenweit von dem Grundsatz der Aufklärung entfernt: „Alle Menschen sind von Natur aus gleich….“.
        Ich halte, was dieses Thema betrifft, besonders einen Punkt für sehr wichtig: Die LBGT Ideologie verlangt wie die Kirche, dass man seinen Verstand an der Garderobe abgibt (sacrificium…), denn nur dann wird man zustimmen können, wenn jemand behauptet, aus seinem Männerkörper herauszuspringen, um plötzlich eine Frau zu sein, wäre kein Problem – bloß weil er einen kurzen Rock trägt, eine Oktave höher spricht, sich schminkt und alles weitere….
        Das ist meiner Meinung nach auch die Funktion, die diese Ideologie hat. Aus welchem anderen Grund würde sie denn sonst regierungsseitig derart gefördert?

      2. Alles nur ein Tamtam um in Wirklichkeit Frauenrechte nicht real werden zu lassen.

        Meinst du das ironisch?

        Feminismus argumentiert ja ganz nach dem selben Schema: Männer sind dauerschuldig und im Patriarchat immer privilegiert, müssen daher beständig Abbitte leisten, Buße tun, sich umerziehen lassen, Frauen alles ohne adäquate Gegenleistung geben (wegen Wiedergutmachung, als ausgleichende Diskriminierung, um „Gleichstellung“ zu erreichen).

        Frauen sind dagegen Heilige, sie zu kritisieren ist misogyn, außerdem kann niemand die komplexen widersprüchlichen Erlebnisse einer Frau nachvollziehen (ähnlich den angeblich furchtbaren Diskriminierungserfahrungen von PoCs), weshalb auch nur die sich darüber äußern dürfen was richtig und falsch ist (hat mir sinngemäß kürzlich Zebraherz entgegengeschleudert, weil sie natürlich keine inhaltlichen Argumente hatte). Radikale Feministinnen würden jede Gleichheit vor dem Gesetz am liebsten abschaffen und Männer aufgrund bloßer Behauptung einbuchten („glaubt den Opfern“). In den USA war das m.W. an einigen Universitäten bereits so, dass Männer bei einem Vorwurf keine Verteidigung zugestanden wurde, sondern sie einfach rausgeworfen wurden (das verlogene Gejammer wegen Trump nehme ich denen nicht ab, die Unis sind linksradikale Kaderschmieden, nicht weniger, auch in Deutschland).

  3. „Kollektividentitäten.“ als Ideologische Ausgansbasis in Klassengesellschaften kann eigentlich niemals zu etwas anderen als dominanten Oportunismus führen ..

    1. Die USA zeigen wie das geht… bis 1965 waren primär Europäer als Migranten zugelassen, danach öffnete man die Tore… besser ist seitdem nichts.

  4. „Zentraler Kritikpunkt ist die Unfalsifizierbarkeit der CRT – die Unfehlbarkeit, denn ihre Aussagen oder Theorien kann nicht durch Beobachtung oder Experimente widerlegt werden.“

    Was ein klarer Beweis dafür ist, daß es sich dabei um eine moderne Religion handelt. Die sind per se „unhinterfragbar“, und wer es tut, ist ein Ketzer.

    Vor Monaten las ich bspw. daß in den USA, wo der ganze Schwachsinn (mal wieder) herkommt, teilweise schon die Auffassung vertreten würde, daß Mathematik rassistisch sei, weil Schwarze damit eher Probleme hätten als Weiße.

    Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!

    Und wie rassistisch das Ganze ist, ergibt sich ja schon aus den Namen, wie „Black Lives Matter“. Warum nur BLACK Lives? Warum nicht „ALL Lives matter“? Und das gipfelt dann in Forderungen, daß sich jetzt die Weißen für die nächsten Generationen mit Ausbildung, Karrieren etc. zurückzuhalten hätten, bis die jahrhundertelang benachteiligten Schwarzen zahlenmäßig aufgeholt hätten. Was hat das mit Gerechtigkeit zu tun? Und was können heutige „Nicht-Schwarze“ für die Zustände von vor (über) 100 Jahren, daß sie mit einem Leben in Aussichtslosigkeit dafür betraft werden sollen?
    Das ist die bewußte und gewollte Umkehrung der Zustände des früheren Rassismusses der Weißen zu einem neuen Rassismus der Schwarzen.

    1. Indem man Schwarze für zu blöd für Mathematik hält ist dann wohl nicht rassistisch, meine Güte.
      „Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!“ Ja, da stimme ich Ihnen voll zu, die Menschheit wird verrückt.

      Wicked Games

          1. Alexander: Nein, keine Änderungen. Sonst hätte Whot A Fool nie
            den Job bekommen. Sogar sein Flugzeug hat gemerkt, dass sich
            inteligenzmäßig nach Baerbock nichts geändert hat und hat auch
            den Dienst versagt.

        1. Schaut man auf den Nachfolger im Amt, der ja nun mal keine Frau zu sein scheint,
          würde da auch kein Test für irgendwas genützt haben.
          Es scheinen allgemeine Verblödungstendenzen am Werk zu sein,
          egal wo und mit welcher Besetzung.

    2. Bourdieu hat in seinen sozialwissenschaftlichen Studien gezeigt, wie die (soziale) Herkunft über Generationen hinweg durch die milieubedingte Prägung von sozialem und kulturellem Kapital den individuellen Erfolg bestimmt. Für den akademischen Bereich hat er empirisch gezeigt, wie die soziale Herkunft generationenübergreifend (2 Generationen) dann auch auf fundamental unterschiedlichen Berufswege führt. Und genau das behauptet die CRT im Hinblick auf die rassische Herkunft übrigens auch.

      Ohne die Herkunft seiner Argumentation offenzulegen behauptet Lapuente eine fehlende Falsifizierbarkeit der CRT. Ich halte die These die fehlenden Falsifizierbarkeit mit Verweis auf Bourdieus empirische Studien für falsch. Diejenigen (leider nicht namentlich genannten) Kritiker scheinen so eher eigene Defizite in den sozialwissenschaftlichen Methodiken zu besitzen oder anhand von eigenen Vorurteilen zu argumentieren.

    3. „Black lives Matter“ soll wohl eine implizite Kritik an dem Rassismus sein, dass schwarze Leben nicht von Belang seien.

      „Und was können heutige „Nicht-Schwarze“ für die Zustände von vor (über) 100 Jahren, daß sie mit einem Leben in Aussichtslosigkeit dafür betraft werden sollen?“ Eben. Außerdem waren nicht Weiße die Sklaventreiben, sondern Herrscher, Grundherrn, Kapitalisten. Weiße waren auch in Europa über Jahrhunderte Sklaven, Leibeigene. Irgendwelchen armen Schluckern die Verbrechen der Profiteure qua Hautfarbe anzulasten ist eine Frechheit. Die gleiche Dummheit ist es, dass „der Deutsche“ für die Verbrechen der Nazis verantwortlich sei. oder dass der Mensch mit einer Erbsünde belastet sei.
      Eine Sünde, die er nicht begangen hat aber vererbt bekam. Es ist alles dasselbe rassistische Argumentationsmuster. Eine gesellschaftlich Sortierung zwecks Benutzung und Ausbeutung soll gerechtfertigt werden, deswegen wird ein Schuld behauptet, die am Sortierungskriterium festgemacht wird und die Sühne durch Unterordnung und Ausbeutung verlangt.

    4. ÜSehe ich genauso.
      Zu ihrer Frage der Gerechtigkeit: Das ist das typische Kollektivdenken. Sippenhaft kann man auch sagen. Ich als älterer, weißer hetero Mann, habe dafür zu zahlen, bestraft zu werden, was Cortez den Azteken antat. Oder die NAZI deutschen allen möglichen.
      Et voilà: Gerechtigkeit.
      Der französische Existenzialismus, Basis der individuellen Menschenrechte ist damit wunderbar wieder abgeschafft.
      Narzissten LIEBEN das. Radikales Gruppendenken!

  5. Wer Menschen mit dunkler Hautfarbe farbenblind begegnet, ist nicht etwa modern und aufgeklärt, sondern von gestern und rassistisch. Über den neuen Rassismus in der westlichen Welt.

    Und wer solchen Quatsch schreibt ist zunächst erstmal ein Idiot. Farbenblindheit ist eine Krankheit und sie kann oft auf dem „Schwarzen Kontinent“ schlechter behandelt werden als in den angeblichen Zentren. Und der Rest ist auch nur 10x gehörte rechte Propaganda geschrieben um rechte Politik zu legitimieren.

    Inzwischen hat man ja die Auswahl (Trump machts möglich). Es gibt die sozialliberale Variante die bei weitem nicht perfekt ist, natürlich ist sie das nicht und sie ist selbstverständlich eine reformistische Variante innerhalb des Systems. Das ist die Variante die der Autor oben geißelt, die aber aus ihrer Entstehung heraus aber einen sozialen und liberalen Kern hat. Auch wenn da vieles falsch läuft, die einseitige Bevorzugung bestimmter Gruppen gehört dazu, so ist mir diese Politik 10x lieber als die Politik der Abrißbirne und seines Vereins von Vollidioten und Extremisten mit denen er sich umgibt. Die Abrißbirne treibt die Widersprüche innerhalb des Systems auf die Spitze – er führt den nackten puren Faschismus ein. Die Sozialliberalen stehen für eine Art Sozialdemokratie sind also „Arzt am Krankenbett des Kapitalismus“ – um die schlimmsten Widersprüche die das System hervorbringt nicht zu offenkundig werden zu lassen, während sie heimlich natürlich heimlich natürlich mitmischen.

    Welcher Weg ist der bessere? Keiner von den beiden – denn innerhalb des Systems führt jeder Weg in die Sackgasse (das wird auch China noch lernen). Roberto de Lapuente wünsche ich jedenfalls alles gute – möge er in Zukunft bessere Artikel schreiben …

    1. Bisher reitet doch der große rote Drachen den kapitalistischen Drachen mit seinen ideologischen Abartigkeiten ganz gut. Wie Deng sagte, wer das Fenster aufmacht, läßt auch Schmeißfliegen herein. Xi macht diesen gerade etwas Beine, verjagt in chinesischer Schnelligkeit korrupte Mandarine. Dem chinesischen Volk gefällt das, den Westlern natürlich nicht. Das ist normal, aber der Mehrheit der Chinesen ist völlig egal, wie der Westen über sie denkt.
      Ansonsten volle Zustimmung, gut gebrüllt Löwe!

  6. Am Beitrag ist gut, das er so kurz ist. Man liest ihn deshalb vollständig und setzt sich mit seinen Thesen auseinander. Einen langen Beitrag wie den von Schleim überfliegt man nur. Das als Vorbemerkung.

    Inhaltlich erzählt der Beitrag die Sichtweise, wie sie unter Konservativen im AfD-Umfeld diskutiert wird. Der alte weiße Mann, für den sich verständlicherweise keine Frau mehr interessiert, sieht sich rassistisch unterdrückt. Insofern ist der Artikel ein typischer Roberto. Von ihn erwartet man nichts anderes.

    Eine kritische Auseinandersetzung mit der CRT ist der Artikel aber nicht, vielmehr wird diese undifferenziert mit rechtskonservativen Argumenten niedergemacht. Ist Roberto noch nicht aufgefallen, das gerade die USA niemals eine Demokratie, ein Rechtsstaat war, sondern immer eine rassistische Oligarchie?

    Als Gegenbewegung zur kolonialrassistischen amerikanischen Klassengesellschaft entstand die CRT. Das eine berechtigte Gegenbewegung immer zu Übertreibungen neigt ist normal. Das sollte man einfach wissen und bei der Analyse berücksichtigen. Deshalb aber der ganze Bewegung pauschal antiweißen Rassismus zu unterstellen, ist ebenfalls eine Übertreibung, aber in die andere Richtung.

    Roberto braucht keine Angst zu haben, Trump und seine MAGA wird die CRT sicher niedermachen, ihr das Geld entziehen und ihre Anhänger kolonialrassistisch verfolgen…….wie das alte weiße Männer eben so tun. Sicher ist Trump glücklicher als mancher alter weißer Mann hier, denn er kann sich wenigstens jede Art sexueller Vergnügungen leisten/bezahlen. Die Welt ist eben doch eine große Klassengesellschaft mit starken kolonialrassistischen Zügen.

    Gelassenheit, liebe Freunde hier, würde eurer Gesundheit gut tun und logisches Denken, dialektisches Denken vielleicht auch, fördern

    1. Richtig, die Welt ist eine Klassengesellschaft. Und wenn nur über Rassen- und geschlechtliche Ungerechtigkeiten gestritten wird, solange ist alles im Lot – solange nicht über materielle Ungerechtigkeiten gestritten wird. Denn die sind das Fundament der bürgerlichen Demokratie.

      1. Außer von dir sind keine Kommentare gekommen, die Erkenntnisgewinn bringen. Wie du sagst, man arbeitet sich an Nebenwidersprüchen ab, übersieht dabei den Hauptwiderspruch.

    2. „Einen langen Beitrag wie den von Schleim überfliegt man nur.“

      Nein, macht „man“ nicht. Zumal, wenn es denn so ausgesprochen kluger Text ist, wie ihn der von dir gescholtene Autor vorlegt. Wenn bei einer zunehmender Zahl von Menschen die Aufmerksspanne sich der einer Fliege nähert, ist dass zwar bedauerlich – nicht nur für Buchautoren und Verlage – gilt aber nicht für alle , die du wohl mit „man“ meinen musst.

      1. Ich gestehen, den Text von S. Schleim auch nur überflogen zu haben. Allerdings vor allem deswegen, weil mich das Thema höchstens am Rande interessiert. Mir hätte ein (etwas längeres) Abstract aus diesem Grunde völlig ausgereicht.

        Bei Interesse am Thema lese ich dann gerne auch einen längeren, allerdings nicht zu langatmig geschriebenen, Text. Vor allem versuche ich mich dann auch darüberhinausgehend aus weiteren Quellen zu informieren.

        Meine Leseausdauer wird so vor allem vom Inhalt des Artikels selbst bestimmt, aber nicht von dessen Länge.

    3. „wenigstens jede Art sexueller Vergnügungen leisten/bezahlen.“

      Was die einen als Vergnügen ansehen, sehen andere als Selbsterniedrigung. Hat eher etwas mit persönlichen Asprüchen zu tun o(

      1. Nur so nebenbei, es ist eine Tatsache, das rechte weiße Männer, egal ob jung oder alt, seltener eine Frau/Freundin finden. Folglich bleiben sie sexuell unbefriedigt und damit frustriert.
        Frauen neigen eher den Linken zu, sexuell unbefriedigte Männer eher den Rechten. Das verschärft das Problem, denn dort herrscht Frauenmangel. Also bleiben unbefriedigte junge und alte weiße Männer unter sich und versumpfen weiter…da kann man schon auf verrückte Ideen wie den Neorassismus gegen den weißen Mann kommen

        Ach ja, damit die Frauen nicht zu kurz kommen: wohlhabende sexuell unbefriedigte weiße Frauen aus der grünen Mittelschicht neigen dazu sich von buddhistischen Ideologen als Sexsklavin mißbrauchen zu lassen. Deshalb ist der Dalai-Lama bei grünen Frauen auch so beliebt. Über diese Sache gibt es eine umfangreiche Literatur, die die grüne, reiche, weiße Frau desavouiert.

        1. „sexuell unbefriedigte Männer “

          Im Medieneitalter ?
          Und dann warum frustriert ? Ich zb war in Beziehung öfters frustiert wie als Single ..
          Und ich sehe täglich auch Frauen denen es nicht anders geht , Sie finden keine Partner .. o)
          Beziehungen heute, in Zeiten wo Menschen immer weniger Achtung voreinander haben, sind wohl eher die Sachen die zu Frustration führen ..

        2. „Frauen neigen eher den Linken zu, sexuell unbefriedigte Männer eher den Rechten.“ LOL Wo hast du das denn her? Das ist der pure Sexismus.

          „…da kann man schon auf verrückte Ideen wie den Neorassismus gegen den weißen Mann kommen“
          Der „Man“ mit einem n bist dann wohl du.

          „Ach ja, damit die Frauen nicht zu kurz kommen: wohlhabende sexuell unbefriedigte weiße Frauen aus der grünen Mittelschicht neigen dazu sich von buddhistischen Ideologen als Sexsklavin mißbrauchen zu lassen.“
          Oh Gottogott. 1. Wieso missbrauchen? – Sie „neigen“ doch dazu, machen es also freiwillig. 2. Nach der Nummer als Sexslavin sind sie ja dann nicht mehr unbefriedigt und neigen deshalb auch nicht mehr zu Sklavensex mit Buddhisten. 3. Wieso wohlhabend, grüne Mittelschicht, Buddhisten?

        3. Frauen neigen eher den Linken zu, sexuell unbefriedigte Männer eher den Rechten. Das verschärft das Problem, denn dort herrscht Frauenmangel.

          *gacker* Naomi-Logik, in Wahrheit sind „rechte Männer“ viel mehr redpilled als linke und deshalb auch fast immer verheiratet und haben Kinder, schonmal was von der „pick up“-Bewegung gehört? Das angebliche „Incel“-Forum
          https://allesevolution.wordpress.com
          geht darauf zurück, weil der Gründer desselben seine Kenntnisse teilen wollte. Alle Männer dort (abgesehen von einem, der sich selbst als „Niklas der nette Incel“ bezeichnet, sind oder waren verheiratet und wissen sehr genau, was sie von Frauen wie dir zu halten haben.

          Übrigens, weil es so schön passt:
          https://allesevolution.wordpress.com/2025/11/09/maennliche-studierende-zeigen-mehr-toleranz-gegenueber-politischen-gegnern-als-weibliche-studierende-gegenueber-ihren-eigenen-verbuendeten-zeigen/

        4. Nun, da ist die Realität wohl eine um 180° andere, als Naomi sie sich da so zurecht fantasiert 😉
          Und nicht 360°, gelle?!
          Gerade die sogenannten „linken-(grünen)“ sind bei Frauen kaum angesagt, außer vielleicht bei Feministinnen, weil sie sich so schön als Waschlappen-Objekte, die sich nicht wehren eignen.
          Die unbefriedigten Männer fallen besonders häufig dadurch auf, dass sie vergewaltigen, gruppenvergewaltigen, messern und am liebsten eine „Ordnung“ etablieren würden, die jegliche Freiheiten der Frau auf einen Level bringt, wie er in abgelegenen Regionen etwas weiter südöstlich des euro-asiatischen Kontinents auch heute noch so gelebt wird.

    4. „Deshalb aber der ganze Bewegung pauschal antiweißen Rassismus zu unterstellen, ist ebenfalls eine Übertreibung, aber in die andere Richtung.“ Nein das ist keine Übertreibung, das genau ist der Inhalt. Die sagen eben tatsächlich der Weiße sei qua Hautfarbe ein Rassist und würde vom System profitieren auch wenn er in der Gosse lebt. Das ist tatsächlich ein rassistische Rassismuskritik. Die stellt den weißen Rassismus auf den Kopf, spiegelt ihn. Während weißer Rassismus sagt der Schwarze sei von Natur aus zu faul zu Arbeiten, dessen Natur verlangt deshalb einen Herren, der ihn zur Arbeit zwingt, sagt die CRT der Weiße sei von Natur aus ein Sklaventreiber und weil er das ist, verlangt dessen Natur nach Bändigung seiner Sklaventreibernatur. Er muss also benachteiligt und unterdrückt werden damit seine Teufelsnatur nicht zum Tragen kommt.

    5. Das ist ein wenig geheuchelt.
      Ich hab’s ihnen schon x-mal gezeigt anhand ihrer Äußerungen. Sie haben ein großes Geschlechterproblem. So oft ich Ihnen auch sonst zustimme.
      Denken Sie bitte einfach mal länger drüber nach.

  7. Die Rassismus“Debatte“ ist un seiner Struktur nichts anderes, als die Corona“Debatte“, die Friedens“Debatte“, die Migrations“Debatte“ oder die Umwelt/CO2″Debatte“. Alles Nichtdebatten, aber hochgradige Glaubensoktroys. Geeignet, Menschen mundtot zu machen und genau dafür gedacht. Unsere Gesellschaft ist totalitärer als es je eine totalitäre Gesellschaft in der Geschichte der Menschheit gegeben hatte. Obwohl im Grunde der Begriff totaliär ja nicht steigerbar ist, denn mehr als alles kann eine Gesellschaft nicht kontrollieren. Somit waren alle vorherigen Totalitarismen bloß die Vorstufe der heutigen. Und die ist wiederum die Vorstufe der zukünftigen. Mir graut vor der Zukunft

    1. @Gunther: „Umwelt/CO2″Debatte“.

      Ja, natürlich, dieser Themenkomplex hat eigentlich gar nix mit den anderen von Ihnen genannten zu tun, aber immer schön alles in einen Topf werfen, dann wird’s übersichtlicher und man muss nicht immer so verdammt differenziert denken.

  8. „Diskriminierungsherde. Neben Rasse seien das beispielsweise das Geschlecht und die Sexualität.“

    Es geht um empfundene und tatsächlich vorhandene Ungerechtigkeiten. Dass aber die grundlegende Ungerechtigkeit außen vor bleibt sollte nicht verwundern. Es ist die materielle Ungerechtigkeit und die größer werdende Kluft zwischen arm und reich, die zudem die Demokratie im Westen zunehmend zur Farce werden lässt.

    Warum sollten ausgerechnet die Reichen mit ihrem Herrschaftsapparat (dem bürgerlichen Staat) ein Interesse daran haben auf diese sie selbst betreffende Ungerechtigkeit zu lenken. Im Gegenteil, es ist im Interesse der Reichen von der materiellen Ungerechtigkeit abzulenken und stattdessen auf Rasse, Geschlecht, Sexualität usw. zu fokussieren, was sich ja als systemkonform erweist, wohingegen die materielle Ungerechtigkeit zum Funktionieren des Kapitalismus zwingend notwendig ist. Das Trauerspiel der Linken im Westen ist, dass sie auf dieses Ablenkungsmanöver der Herrschenden hereingefallen ist, sodass als Opposition nur die konservative Rechte übrigbleibt, die nun mit den Linksliberalen um die Macht im Westen streiten und so Demokratie vorgaukeln.

    Die liberalen Demokraten machen sich mit dem Vorantreiben der individuellen Freiheitsrechte (bis hin zu Normalisierung von Perversionen) bei der Mehrheit der Menschen mit „gesundem Menschenverstand“ keine Freunde, was eine Opposition in Form des Populismus erzeugt, der die geheuchelte „Gerechtigkeit“ der Liberalen demaskiert und sich mehr oder weniger offen zur kapitalistischen Demokratie als Oligarchie oder Plutokratie bekennt. Sie machen die Gerechtigkeits-Farce der liberalen Demokraten offensichtlich, ohne dass sie mehr Gerechtigkeit zu bieten hätten. Es bleibt alles Kapitalismus-konform.

    1. Noch ein guter Beitrag, wie hier einige andere auch.
      Man führt hier in totalitären Weise Scheindebatten, beschimpft sich gegenseitig und lenkt dabei – absichtlich oder bewußt – vom Hauptwiderspruch der kapitalistischen Klassengesellschaft ab. Aber gleichzeitig sind diese totalitär geführten Scheindebatten auch Ausdruck des Niedergangs einer kaputten Gesellschaft…..nur die Altervativen, neudeutsch eine Gegenerzählung, ein visionäres Narrativ fehlt, weil die Linken versagt haben. Das macht die Rechten stark!

    2. Im Prinzip ist den Linken mit 1989 ihre „Geschäftsgrundlage“, man könnte auch sagen ihre theoretische Basis, flöten gegangen. Orientierungslos geworden, griff man nur zu gerne die Gender- und Diversity-Themen auf, sie hatten ja irgendwas mit „Gerechtigkeit“ zu tun, um eine „Legitimation“ zu haben, im eröffneten neoliberalen Casino mitspielen zu dürfen. Das goutierten und goutieren die Mächtigen natürlich, lenkt es doch so schön vom Grundproblem ab und spaltet die Progressiven in viele Fraktionen. Die Soziale Frage aber kam/kommt weitgehend unter die Räder und wurde/wird nur noch in Sonn- und Feiertagsreden und im Wahlkampf hervorgekramt.

      1. Ja, es haben ja nicht nur die westlichen Linken ihre „Geschäftsgrundlage“ oder ihre theoretische Basis verloren, sondern weltweit die Befreiungsbewegungen von neokolonialer Abhängigkeit. Statt Sozialismus als Befreiungsideologie nutzten sie fortan nationalistische oder religiöse Ideologien. Gorbatschow und Jelzin hatten sich leichtgläubig von westlichen Liberalen belabern lassen und so der Menschheit keinen Dienst erwiesen.

    3. „Im Gegenteil, es ist im Interesse der Reichen von der materiellen Ungerechtigkeit abzulenken und stattdessen auf Rasse, Geschlecht, Sexualität usw. zu fokussieren, was sich ja als systemkonform erweist,“

      Na wenn es sich als systemkonform erweist ist es keine Ablenkung. Es sind ja Sortierungen die Benutzungsinteressen legitimieren und damit auch materielle Ungleichheit rechtfertigen. Es ist keine Ablenkung sondern die ideologische Rechtfertigung materieller Ungleichheit. Gemeinsam ist doch den ganzen Gerechtigkeitsforderungen, dass sie die kapitalistische Konkurrenz nicht abschaffen wollen, die notwendig und gewollt Verlierer produziert. Sondern sie wollen bloß andere Verlierer haben. Die CRT will eben die Weißen zu den Verlierern machen. bzw. sie will begründen warum den Weißen recht geschieht, wenn sie die Verlierer sind.

  9. Früher hieß links noch: „Alle sind gleich.“
    Heute heißt links: „Alle sind gleich, aber manche sind verletzter.“
    Willkommen in der Republik der Betroffenheit, wo Moral das neue Geld ist und Identität die neue Währung.

    Es reicht nicht mehr, ein anständiger Mensch zu sein.
    Man muss jetzt auch richtig geboren sein. Wer in der Hautfarbe-Lotterie Pech hatte, darf sich schämen.
    „Check your privilege!“ rufen einem dann 23-jährige Diversity-Beauftragte zu, die noch nie 40 Stunden gearbeitet, aber schon drei Genderseminare überlebt haben.

    In den Behörden wird’s besonders grotesk:
    Da sitzen Ausschüsse, die prüfen, ob im Bewerbungsgespräch genügend „Sensibilität für postkoloniale Diskurse“ gezeigt wurde.
    Im Zweifel wird die Stelle lieber nicht besetzt – man könnte ja versehentlich jemanden einstellen, der die falsche Hautfarbe, aber die richtige Qualifikation hat. Und das wäre natürlich schlimm.
    Denn heutzutage gilt: Kompetenz diskriminiert.

    In den Universitäten ist es ähnlich:
    Da wird nicht mehr geforscht, sondern „dekolonialisiert“.
    Der Dozent mit 30 Jahren Erfahrung wird durch eine Diversity-Koordinatorin ersetzt, die noch nie eine wissenschaftliche Arbeit geschrieben hat, aber sehr sensibel auf Mikroaggressionen reagiert.
    So rettet man angeblich die Welt – durch Beleidigtsein im Dienst der Gerechtigkeit.

    Und das alles nennt sich links.
    Dabei ist es nichts anderes als feudaler Neorassismus: Menschen werden nach Herkunft, Geschlecht oder Sexualität sortiert, wie früher nach Stand, Titel oder Adel. Nur dass man diesmal den Feudalismus mit Anglizismen tarnt – Diversity, Inclusion, Equity.
    Klingt modern, ist aber mittelalterlich.

    Der Witz: Die echten Linken von früher würden diese Leute für Bourgeois halten. Sie kämpfen nicht gegen Macht, sondern um das Monopol auf Opferstatus.
    Sie wollen nicht Gleichheit, sie wollen Bühne.
    Nicht Gerechtigkeit, sondern Aufmerksamkeit.

    Die wahre Gleichheit aber braucht keine Listen, keine Quoten, keine Kommissionen.
    Sie braucht nur ein Los.
    Das Los ist links, weil es blind ist.
    Es fragt nicht, ob du queer, cis, migrantisch oder vegan bist – es zieht einfach.
    Und es zieht ehrlich. Keine Ideologie, keine Tränen, kein Schuldgefühl.

    Wenn also zwei Bewerber gleich gut sind, sollte das Los entscheiden. Nicht das Geschlecht. Nicht die Hautfarbe. Nicht das Gefühl.
    Denn nur der Zufall ist wirklich gerecht – er bevorzugt niemanden und beugt sich keiner Empfindlichkeit.

    Vielleicht sollten wir das groß denken:
    Losverfahren für Politiker! Für Aufsichtsräte! Für Talkshows!
    Schluss mit der Auswahl nach Gesinnung oder medialem Wohlgefallen.
    Einmal im Jahr könnte man im Fernsehen das „Demokratie-Los“ ziehen – und plötzlich säßen statt Berufspolitikern Menschen dort, die wirklich im Alltag leben.
    Der Schreiner, die Krankenschwester, der Paketfahrer.
    Kurz: Bürger statt Karriereideologen.
    Das wäre die eigentliche Revolution – und zwar links.

    1. „Wenn also zwei Bewerber gleich gut sind, sollte das Los entscheiden.“ Das blöde ist doch, dass auch in die Vorauswahl nach Qualifikation längst die Identität einfließt. Also kommt es gar nicht mehr zum Losverfahren, weil Qualifikation gar nicht mehr wirklich Qualifikation ist.

    2. Die wahre Gleichheit aber braucht keine Listen, keine Quoten, keine Kommissionen.
      Sie braucht nur ein Los.
      Das Los ist links, weil es blind ist.

      Das Los ist blöd, weil es blind ist. Es gibt nunmal sowas wie Qualifikation und Eignung für eine Sache, Menschen sind eben nicht gleich, die Bewertungsmaßstäbe sind aber immer subjektiv und von auen schwierig zu beurteilen.

      Der Schreiner, die Krankenschwester, der Paketfahrer.
      Kurz: Bürger statt Karriereideologen.
      Das wäre die eigentliche Revolution – und zwar links.

      Ja und es würde nicht funktionieren, wie die meisten linken Erlösungsphantasien. Wenn du demokratische Politik willst, muss du die normalen Leute abstimmen lassen, nicht sie per Los zu Politikern machen…

  10. Herrschafts-Moral ist niemals emanzipatorisch.
    Wahre Moral erkennt Leid und will es solidarisch lindern.
    Wahre Gerechtigkeit gibt es letztendlich nur im Zeichen konsequenter Solidarität.
    Das hat schon der Ketzer von Nazareth erkannt und sich gegen die Dogmenmoral der religiösen Nomenklatura und Pharisäer aufgelehnt.
    Fehlverhalten führte bei ihm zu keiner moralischen Schuld, welche der Reinwaschung bedürfe. Nicht das Gesetz, sondern das Wohl seiner Mitmenschen war für ihn zentrale Richtschnur.
    Darum hätte es für ihn niemals die Schuld „alter weißer Männer“ gegeben, was wesentlich diskriminierender als das Wort „Neger“ ist, wenn dieses nicht abwertend benutzt wird. Dieser Ausdruck ist vielmehr eine moderne Form des „Nigger“. Denn es wird eine äußere Eigenschaft automatisch despektierlich mit Minderwertigkeit verknüpft.
    Kritik ist immer erlaubt, solange sie konstruktiv ist.

    1. Hm, das N-Wort ist aber schon wirklich ganz schön bös aufgeladen.
      Das kann man nicht mehr in nicht abwertender Form einsetzen.
      Es ist ‚verbrannt‘.
      Ganz ähnlich war es früher üblich das Wort ‚blöde‘ zu verwenden,
      also, wenn jemand blöde Augen hatte, dann waren die einfach nur schwach.
      Wenn aber heute man jemand als blöde bezeichnet, kann der einem mit Beleidigung kommen.
      Auch ‚Rülpsen und furzen‘ war z.B. zu Luthers Zeiten nicht nur gängiges Vokabular,
      es jetzt so anzuwenden wagt wohl kaum einer.

      1. Hm, das N-Wort ist aber schon wirklich ganz schön bös aufgeladen.

        Nicht die Bohne, ich bin in den 80igern groß geworden, es war einfach ein Synonym für „Schwarzer“. Noch Ende der 90iger gab es mit „Unser Lehrer Doktor Specht“ eine ZDF (!)-Sendung, die darüber belehrte:
        https://www.youtube.com/watch?v=n3YbhNCbbl4

        Mit der Ausbreitung von Computern und Internet und später vor allem der Smartphones, rollte dessen ungeachtet eine Welle massivster hypermoralischer Verblödung übers Land, die alles wegfegte, was irgendwer, irgendwann mal als politisch unkorrekt empfand: Zigeuner, Neger (später teilweise auch Schwarzer), Eskimo, Indianer bis hin zu Behinderter oder Liliputaner, für alles braucht man mittlerweile umständliche und ebenso lächerliche Euphemismen.

        Das kann man nicht mehr in nicht abwertender Form einsetzen.

        Nur weil Typen wie du es sinnloserweise tabuisiert haben.

        Wenn aber heute man jemand als blöde bezeichnet, kann der einem mit Beleidigung kommen.

        Wortbedeutungen ändern sich, aber mir wäre jetzt neu, dass „blöd“ ausgestorben wäre deswegen, es ist eine respektable Beleidigung, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut.

        Auch ‚Rülpsen und furzen‘ war z.B. zu Luthers Zeiten nicht nur gängiges Vokabular,
        es jetzt so anzuwenden wagt wohl kaum einer.

        Nein, es waren Verhaltensweisen, ob die tatsächlich so verbreitet waren, weiß ich nicht, ich schätze Furze stanken schon immer, aber ich mag mich irren.

  11. Mir persönlich ist es völlig egal ob der Mensch weiß, schwarz, gelb, blau oder
    orange – grün gepunktet ist. Es gilt der Spruch: Wie man in den Wald ruft, so schallt
    es heraus. Wenn ich einem Menschen Anfangs gleich nett entgegentrete, so bekomme
    ich meistens auch eine positive Reaktion. Wer auf Kravall gebürstet ist, dem ist meine
    Nettigkeit egal. Dabei ist die Hautfarbe völlig wurscht egal. Ich sträube mich alledings
    dagegen, wenn jemand mir hier in Deutschland seine Kultur, aus einer anderen Religion
    oder eben aus einem anderen Land mit völlig anderen Lebensbedingungen, aufdrücken
    will. Ich habe auf meine Auslandsreisen immer die Kulturen, Religionen und Sitten der
    besuchten Länder respektiert.

  12. Stimmt schon, man erlebt das als inkonsistente Vermengung von einer bestimmten Glaubensvorstellung über das eigene Ich, die nahezu ins lächerliche abgleitet und an die kleinkindliche Zurückweisung von Schulderfahrungen erinnert. Man sieht daran, wie diese CRM-Theorie eigentlich nur Klischees bedient. Der Autor hat richtig erkannt das der CRT-Rassismus erst weiße Rassisten erschafft, selbst Martin Luther King war ein weißer Rassist, denn er verwendete in seiner „I have a Dream “ Rede acht mal das Wort Negro. Selbst schwarze Emojis oder die Verwendung von Bewegungs GIF`s mit schwarzen Darstellern wie Oprah, sind für die Vertreter diese Theorie ein klarer Fall von Rassismus und Aneignung von Identität. So erkennt man wozu diese Theorie erschaffen wurde, die einzelnen ethnischen Gruppen einer Gesellschaft gegeneinander auszuspielen.

  13. Zum Thema Wokeschismus – der alle Merkmale einer endogenen Psychose zu haben scheint – habe ich gestern sehr viel geschreiben und RdL bietet inhaltlich sehr viel mehr, als ich es auch nur annährend könnte. Daher nur nochmal meine These, dass wer Wokeschismus säht, Trumpismus ernten wird. Nicht, weil Leute wie ich sowas wie Trump oder Höcke wählen würden, sondern weil wir nicht zusammen mit imbezillen Wokeschisten gemeinsame Sache machen. Ich gehe nicht für Schwachköpfe auf die Straße. Ich gebe ihnen kein Geld. Ich wähle sie nicht. Wokeschismus ist nicht emanzipatorisch, sondern totalitär, stellt die Klassenverhältnisse nicht infrage, sondern verschleiert und festigt sie.
    Und selbst wenn er bedenkenswerte Elemente enthielte, was nicht der Fall ist, wäre er wegen der Anhäufung von schlechtem Geschmack und der grottigen Sprache, mit der er die Umwelt verschweint, abzulehnen.
    Kann man dazu auch eine andere Meinung haben? Selbstverständlich, kann man. Aber die ist falsch.

    1. Ich habe vor Jahren einen Twitter-Account entdeckt, der regelmäßig die absurdesten Beispiele für „Forschungsergebnisse“ irgendwelcher woker „studies“ auflistete und dann in stundenlanger Arbeit besonders irre Exempel gesichert. Als ich das dann hier gepostet habe, hat es allerdings nach der Anzahl der Antworten zu urteilen absolut niemanden interessiert …

  14. „All these different ideas grow out of longstanding, tenacious intellectual debates. Critical race theory emerged out of postmodernist thought, which tends to be skeptical of the idea of universal values, objective knowledge, individual merit, Enlightenment rationalism, and liberalism—tenets that conservatives tend to hold dear.“

    https://www.edweek.org/leadership/what-is-critical-race-theory-and-why-is-it-under-attack/2021/05

    Ziemlich auf den Punkt gebracht. Das ist anscheinend eine einigermaßen um Neutralität bemühte Seite mit Infos für alle im US-Schulsystem. Es scheint die Wahrnehmung des Autors zu sein, dass das, was da unter „konservativ“ als Werte zusammengefasst wird, wirklich bloß von Konservativen geteilt wird, und von den Nicht-Konservativen oder Progressiven (oder Woken) nicht. (Aber vielleicht ist der Autor doch nicht so neutral wie sein Text klingt, und eher konservativ)

    Hier eine nette Aufstellung aus dem Streit darüber im US-Bildungssystem:

    https://www.edweek.org/policy-politics/map-where-critical-race-theory-is-under-attack/2021/06

  15. Die Critical Race Theory ist besonders idiotisch, wenn man sie auf Europa überträgt, denn wo waren denn „Weiße“ in Europa bitte strukturell bevorteilt?

    In Europa gab es keine Sklaverei, die Sklaven waren nämlich die eigenen Einwohner!

    Die sog. „Soziale Frage“ im 19. Jahrhundert war von einer massiven Verelendung geprägt, von 18-Stunden-Arbeitstagen, von Kinderarbeit, von einer extremen Einkommens- und Vermögensungleichheit (und zwar wesentlich extremer als im angeblich so finsteren Mittelalter). Es gab sog. „Bettgeher“, d.h. viele Menschen konnten sich keine eigene Unterkunft, geschweige denn ein eigenes Bett leisten und mieteten sich für ein paar Stunden eines. Die Bettwanzen gabs gratis dazu.

    Wie blöd und ungebildet oder einfach nur bösartig und zynisch muss man eigentlich sein, um die Nachfahren dieser Ausgebeuteten zu beschuldigen, selbst Ausbeuter gewesen zu sein und sich gefälligst (wieder) unterzuordnen?

    Besonders unverständlich finde ich es, wenn in den sog. Sozialwissenschaften das 19. Jahrhundert in Europa einfach mal gepflegt ignoriert wird, obwohl diese Wissenschaften sich als Reaktion auf die Soziale Frage gründeten! Verflucht nochmal! Muss man denn jeden Scheiß nachmachen, der aus Ami-Land rüberschwappt?

    Ich habe mir sagen lassen, dass 1914 bis 1918 übrigens auch nicht lustig war für die weiße Arbeiterklasse in Europa, genausowenig wie 1939 bis 1945, insbesondere für die bösen weißen Männer, die von sog. „Eliten“ als Kanonenfutter in den Fleischwolf namens Krieg geworfen wurden.

    Check your privilegs? Das Privileg für den Wahnsinn selbsternannter Eliten abzuschlachten und abgeschlachtet zu werden und mit heraushängenden Eingeweiden halb besinnungslos vor Schmerzen nach der Mutter zu brüllen, bevor man auf irgendeinem Acker krepiert?

    Oder das Privileg, sich für ein Drecksloch oder auch nur ein verwanztes Bett und ein bisschen Futter 2/3 des Tages ausbeuten lassen zu müssen?

    WER hat denn profitiert im 19. Jahrhundert? Ganz sicher nicht die Masse! Und genau auf die Masse zielt aber diese idiotische CRT, weil Bonzen sich nämlich immer zu schützen wussten und das auch weiterhin wissen!

    Ich nehme diese Art von Blödheit unempathischer dummer angeblicher „Wissenschaftler“ wirklich langsam persönlich. Die wollen nicht wissen, die wollen beschuldigen. Was die abliefern ist menschlich einfach nur allerunterste Schublade, von „Wissenschaft“ ganz zu schweigen.

    1. Natürlich gab es in Europa Sklaverei.
      Griechenland, Vorbild der Demokratie, war eine Sklavenhaltergesellschaft, Rom ebenso.
      Die Amis haben die Sklaverei nur später eingeführt, durch Import von „Negersklaven“
      Das taten übrigens auch die kolonialen Spanier, nur schon viel früher. Und die Briten hielten Inder als Sklaven, Neger, Chinesen und Indianer als Haussklaven.

        1. und doch sind die Argumente Bettina-di-Monaco nicht von der Hand zu weisen..
          Die Industrielle Ausbeutergesellschaft war in einigen Bereichen sogar noch schlimmer als Sklavenhalter Gesellschaften..

      1. Sie führen ernsthaft das alte Griechenland an, wenn es um Sklaverei in Europa geht, das ist alles, was Sie zu meinen Ausführungen zu sagen haben? Vielleicht hatten die Neandertaler auch noch einen dunkler pigmentierten Leftutti, den man anführen könnte, um die bösen Europäer in ihrer Gesamtheit zu beschuldigen, wer weiß?
        Dann reden wir doch mal über die Sklaverei in Afrika! Welche Hautfarbe hatten nochmal die dortigen Sklavenhändler? Na? Oder ist das was gaaaanz anderes?
        Wie zynisch sind Sie eigentlich gegenüber den vielen vielen Europäern, die ausgebeutet und drangsaliert wurden? Es ist wirklich widerlich!

        1. Warum nehmen Sie nicht zur Kenntnis, das es weißen Kolonialismus/Rassismus gegen „Neger, Indianer und Chinesen gab und teilweise noch gibt?. Den relativen Wohlstand der Werktätigen hierzulande geht auch auf die koloniale Ausbeutung der sog. Dritten Welt zurück. Auch Sie persönlich, und ich auch als unfreiwilliges Mitglied dieser Ausbeutergesellschaft, haben davon profitiert. Damit macht der globale Süden jetzt Schluß und es wird uns allen schlechter gehen. Das ist der gerechte Ausgleich der Geschichte.
          Und natürlich war das antike Griechenland eine Sklavenhaltergesellschaft. Die Demokratie gab es nur für die rechen, weißen griechischen Sklavenhalter. Selbst deren Frauen waren von dieser Demokratie ausgeschlossen

        2. Warum nehmen Sie nicht zur Kenntnis, das es weißen Kolonialismus/Rassismus gegen „Neger“, Indianer und Chinesen gab und teilweise noch gibt?. Der relative Wohlstand der Werktätigen hierzulande geht auch auf die koloniale Ausbeutung der sog. Dritten Welt zurück. Auch Sie persönlich, und ich auch als unfreiwilliges Mitglied dieser Ausbeutergesellschaft, haben davon profitiert. Damit macht der globale Süden jetzt Schluß und es wird uns allen schlechter gehen. Das ist der gerechte Ausgleich der Geschichte.
          Und natürlich war das antike Griechenland eine Sklavenhaltergesellschaft. Die Demokratie gab es nur für die reichen, weißen griechischen Sklavenhalter. Selbst deren Frauen waren von dieser Demokratie ausgeschlossen.
          Ich fürchte, ihre Nachkommen müssen durch Leiden lernen. Sie persönlich werden noch ganz gut über die Runden kommen, biologisch bedingt

          1. Wirklich Widerlich, wie Bettina richtig sagt. Der Kolonialismus/Rassismus war nicht weiß, es war Kolonialismus und Rassismus. Nicht das Weiß-Sein ist der Grund. Das ist selber Rassismus. Der Grund ist Ausplünderung und Ausbeutung, also Feudalismus und Kapitalismus und das wird gerechtfertigt mit rassistischen Theorien. Es sind Theorien die Unterordnung und ausbeuterische Benutzung rechtfertigen sollen.

            Und nein. Bloß weil in der Dritten Welt die Menschen teilweise noch extremer Ausgebeutet und zugrunde gerichtet wurden, lebt die Arbeiterklasse nicht in relativem Wohlstand. Arbeiter leben nie im Wohlstand, sonst würden sie sich nicht ihr Leben lang als Arbeiter verdingen müssen. Arbeiter leben in Armut weil sie ausgebeutet werden. Und weil Kapitalisten die ganze Welt zu Vermehrung ihres Reichtums benutzen, sind Arbeiter hierzulande noch lange keine Profiteure. Sie sind die Opfer.

            „Das ist der gerechte Ausgleich der Geschichte.“

            Sie verbreiten den gleichen Scheiß den Lapuente oben schon richtig kritisiert hat. Jahrhunderte kann man nicht gegeneinander aufrechnen, den Toten nützt es nichts mehr, wenn irgendwelchen Weisen, die nichts mit ihren ehemaligen Peinigern zu tun haben, jetzt diskriminiert werden. Das ist der pure Rassismus, der die Opfer über die Hautfarbe mit den Tätern gleichsetzt. Ekelhaft!

          2. Warum nehmen Sie nicht zur Kenntnis, das es weißen Kolonialismus/Rassismus gegen „Neger“, Indianer und Chinesen gab und teilweise noch gibt?“

            Rassismus ist eine menschlliche Konstante und auch zwischen Schwarzen allgegenwärtig, ein Stamm verachtet den anderen (lies mal einige ethnologische Bücher, das ist z.B. Thema in „Traumatische Tropen: Notizen aus meiner Lehmhütte“ von Nigel Barley, da beschweren sich die Einheimischen übrigens auch darüber, dass sie seit den Weißen keine Menschenopfer mehr bringen dürfen).

            Die Chinesen gelten ebenfalls als außerordentlich rassistisch und halten sich für überlegen (von den Japanern dürftest du es selbst wissen), nicht ganz ohne Grund, haben sie doch eine der ältesten Hochkulturen der Welt.

            Aber wir Weißärsche, die wir so gut wie keinen Rassismus mehr haben in unseren „offenen Gesellschaften“, geisseln uns am meisten dafür. Das ist einfach nur sack-sack-dämlich und zeigt eine Hypermoral, die anderen Ethnien vollkommen fremd zu sein scheint.

            Der relative Wohlstand der Werktätigen hierzulande geht auch auf die koloniale Ausbeutung der sog. Dritten Welt zurück.

            Hanebüchener Schwachsinn. Unser Wohlstand geht in erster Linie auf unseren Bildungsstand und unsere Infrastruktur zuück. Dank diesen Dingen sind wir in der Lage Sachen zu produzieren, die die ganze Welt kaufen will, während wir ihnen Rohstoffe abkaufen (mit denen sie selbst oft nichts anfangen können). Dass es dabei nicht immer fair zugeht: geschenkt, gefällt mir nicht, kann ich aber auch nichts machen und letztendlich hängt das auch von den lokalen Eliten ab, die Saudis sind z.B. unglaublich reich durch unseren Ölhunger geworden, Geld, das wir erarbeitet haben und die jetzt ausgeben, weil sie ihre Zelte zufällig auf einer Ölblase errichtet hatten…

            Damit macht der globale Süden jetzt Schluß und es wird uns allen schlechter gehen. Das ist der gerechte Ausgleich der Geschichte.

            Welcher „globale Süden“ macht denn mit uns Schluß? Und warum sollten bei zunehmendem Handel nicht alle profitieren? Die meisten Strukturen in den Entwicklungsländern gehen sowieso ursprünglich auf die Kolonien zurück.

            Das ist der gerechte Ausgleich der Geschichte.

            Jeder der ein bisschen darüber nachdenkt, wird zu dem logischen Schluß kommen, dass es sowas wie „gerechten historischen Ausgleich“ gar nicht gibt, schon weil du bis in Zeiten zurück müsstest, über die keine Aufzeichnungen mehr existieren. Die Geschichte ist eine Aufeinanderfolge von Kriegen, Katastrophen und Völkerwanderungen, bei denen oft die Findigen und die Skrupellosen überlebten und die anderen assimilierten oder ausrotteten. Die selbstschädigende Hypermoral, die du praktizierst, ist einzig Zeugnis unserer dekadenten Gegenwart und unserer kulturellen christlichen Grundprägung (Sünde, Sühne, Gottes Rache usw.)

        3. Welche Hautfarbe hatten nochmal die dortigen Sklavenhändler? Na? Oder ist das was gaaaanz anderes?

          Die „Europäer“ (bzw. eigentlich hauptsächlich Amerikaner) waren nichtmal die ersten, die Afrikaner versklavten, aber (mehr oder weniger) die letzten, weil sie letztendlich den Sklavenhandel ächteten, der sogenannte:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Abolitionismus

          Die Araber versklavten Afrikaner mehrere Jahrhunderte lang, wahrscheinlich einige Millionen:
          https://www.dandc.eu/de/article/der-transatlantische-sklavenhandel-war-verheerend-fuer-afrika-und-praegt-den-kontinent-bis
          Und meines Wissens besonders brutal, die Männer wurden angeblich kastriert, was viele wahrscheinlich nicht überlebten.

          Aber die Afrikaner versklavten sich auch gegenseitig, bevor Araber oder Amerikaner dort eintrafen:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei_innerhalb_von_Subsahara-Afrika

          Die afrikanischen
          https://de.wikipedia.org/wiki/Barbareskenstaat
          versklavten auch Europäer, wenn sie deren Schiffe kaperten.

          Es ist das weit verbreitete Halbwissen, das viele Leute vollkommen falsche Schlüsse ziehen lässt. Vielleicht sollten wir den Geschichtsunterricht mal grundlegend überarbeiten…

        1. Sag doch gleich „alte weiße Männer“ das ist es doch, auf was es bei weniger belichteten Geistern immer hinausläuft, nicht?

          Es gab auch nicht „die Europäer“, das ist ahistorischer Quark, die schei** EU scheint das Wissen um die europäischen Kulturen komplett zu verschleifen. Es konkurrierten verschiedene Volksstämme um die Vorherrschaft auf der Welt (weil sie es konnten, sie waren technisch am weitesten entwickelt), die Briten waren dabei am erfolgreichsten (british empire), die Deutschen kaum von Belang (Friedrich der Große verbot den Sklavenhandel: „Der Handel mit Negersklaven ist mir immer als eine große Schande der Menschheit erschienen, niemals werde ich dergleichen genehmigen oder befürworten.”). Die Amerikaner waren ein Völkergemisch, anfangs weitgehend ohne verbindende Normen und Moral, das hat sich erst über die Jahrhunderte herausgebildet und kulminierte u.a. im Bürgerkrieg (der die Sklaverei dort beendete).

    2. Du hast vollkommen recht und auch deine bitteren Feststellung, wie blöd und ungebildet man sein muss, um das nicht zu verstehen, ist richtig.
      Aber gestatte mir noch eine Ergänzung zur Sklaverei. Ich dachte immer, alle würden es wissen, habe mich aber geirrt. Das größte Sklavenhalter-Reich der Antike war das der Römer. Aber der Iateinische Begriff „Servus“ erscheint nicht in den nachantiken Sprachen der Neuzeit. Warum denn? Es gab in der Spätantike und im Mittelalter immer die Sklaverei, die Menschenjagt und den Verkauf – nein, nicht von Afrikanern nach Europa, sondern von europäischen weißen Menschen nach Nord-Afrika. Das waren, weil Christen nicht versklavt und an die Heiden verkauft werden durften, noch nicht christianisierte SLAVEN und das waren so viele, auch wenn es schwerfällt das Ausmaß valide zu quantifizieren, dass der Begriff zum Synonym wurde : Slave, Sklave, Esclave…..
      Nur „Blöde und Ungebildete“, ich darf dich nochmal zitieren, die sich die Geschichte bei Bedarf selbst erfinden, damit sie irgendwie in die eigene Ideologie passt, machen dann aus der durch und durch widerwärtigen Geschichte der Sklaverei irgendso ein „weißer Mann“ Problem.

      Eine Geschichte, die ich bei Overton schon mal postete, möchte ich hier, weil sie zu deinem Text sehr gut passt, wiederholen.
      Vor wenigen Jahren untersuchten Forscher einer amerikanischen Universität die Sterblichkeit in den USA im frühen 19. Jahrhundert und stellten fest , dass die Lebenserwartung von Sklaven auf den Farmen des Südens HÖHER war als die von Industriearbeitern in den Fabriken des Nordens. Was, wenn man weiß wie die Arbeits- und Lebensbedingungen waren, auch nur Blöde und Ungebildete erstaunen kann. Aber die haben in vielen Bereichen das Sagen und man zwang die Wissenschaftler, die Veröffentlichung zurückzuziehen. Sie passte nicht zur gewünschten Erzählung. Und die ist was mit “ böse weiße Männer “ und nicht mit Ausbeutung, Profitstreben, Konzentration des gesellschaftlichen Reichtums in den Händen weniger Menschen, die eben auch braun, schwarz, gelb, schwul, weiblich oder sonstwas sein dürfen. Nur eben nicht arm.

  16. Wie so oft gibt es einen progressiven Kern in dem Ganzen. Denn am Ausgangspunkt standen natürlich reale politische Benachteiligungen, nicht nur in öffentlichen Institutionen, sondern auch beispielsweise bei Banken, die für Kunden aus schwarzen Wohnbezirken schlechtere Kreditbedingungen ansetzen oder Ähnliches.

    Der politische Kampf um soziale Gerechtigkeit war einmal der Kampf um bessere Regeln, und nicht mehr. Wild geworden ist das Ganze durch die postmoderne Gleichsetzung von solchen objektiven, überprüfbaren Tatbeständen mit der subjektiven Ebene von Individuen. Und so wird der unterstellte Hitler und Rassist im Mitmenschen (oder in einem selbst, das sind die Schlimmsten) am Ende zum wichtigsten politischen Gegner, man ist nur noch damit beschäftigt, andere Menschen zu beleidigen, und hält das für politisch.

    Als ob auch nur einem Menschen dadurch Gerechtigkeit widerfahren könnte, dass irgendjemandem der Stempel „Rassist“ auf die Stirn gedrückt wird.

    1. „sondern auch beispielsweise bei Banken, die für Kunden aus schwarzen Wohnbezirken schlechtere Kreditbedingungen ansetzen oder Ähnliches.“
      Das gibt es auch im modernen Europa, Deutschland. Dafür brauchst du nur in der falschen Straße zu wohnen. Strukturelle Benachteiligungen bemerken in der Regel nur die Betroffenen.
      Da spielt die Hautfarbe keine Rolle.

  17. Sagen wir mal so: Kritiker von welcher Diskriminierungstheorie auch immer, finden nie strukturelle Probleme. Das ist oft deren Problem. Die einen behaupten, es liege Problem A vor. Der andre antwortet, es gibt kein Problem.

    Es mag ja Irrtümer geben bei der Beschreibung von Problem A. Aber ein aufgeschlossenes Miteinander sollte doch dazu führen, dass man das überführt hat in Problem A‘.

  18. Ich als deutscher im Ausland, beurteile nicht einen Menschen nach seiner Herkunft, sondern wie der andere sich mir gegenüber gibt.
    Aus meiner Erfahrung bei relativen vielen Reisen, habe ich solche und solche kennen gelernt.
    Das menschliche mit den Menschen ist für mich, eher eine seltene Auseinandersetzung, die ‚Proleten‘ kommen häufig aus deren bürokratischen Umfeld, da der „Hass“ über die politische Schiene geführt wird.
    Und was erleben wir seit den letzten Dekaden?
    Das genau unsere politische ‚freie Welt‘, ein Gefängnis für alle Rassen wird.
    Die Frage über Neorassismus, ist keine gesellschaftliche Frage, sondern eine ‚politisch gewollte‘.
    Da diese Schweine gerne ihre Lasten auf andere abwälzen möchten…

  19. Diese anti-wissenschaftlichen Strömungen, die oft auch mit anti-weißem Rassismus gepaart sind, sollten wissenschaftlich analysiert werden: Woher genau kommen die Gelder, was sind die belegbaren Finanzströme, wer sind die Hauptakteure.

    Oft ist der Urspung in den USA und oft läuft es darauf hinaus, dass die „Eliteunis“ die Kids der Reichen (die sich den Unibesuch leisten können) darauf dressieren wollen, nichts potentiell die Herrschaft der Reichen Gefährdendes zu lernen, sondern Spaltmaterial, das zum Kollaps hinterfragenden Denkens führt.

    Wenn man die Herkunft und Verbreitung der Gender-, Woke- und anderer Hirnviren analysiert, kommt man schnell darauf, worum es eigentlich geht: Abwürgen jeglicher vernünftiger Diskussionen zugunsten von Logik-zersetzendem Schwachsinn.

    So lässt sich erklären, weshalb es hier wie dort in den letzten Jahrzehnten keine Aufstände des Denkens von Studenten mehr gab, wie früher noch andauernd.
    Denken wird inzwischen an Unis bewusst abtrainiert. Es geht nur noch um Dressur zu hirntoten Robotern und Konzernwerbe-Sprachrohren.
    Zu Corona konnte man sehen, wie gut das funktioniert.

    Aber es formt sich intellektueller Widerstand. Deshalb ist um so wichtiger, dass die Gegner kritischen, aufgeklärten Denkens so gut wie möglich analysiert und erkannt werden. Die Fische stinken meist vom Kopf her. In Deuschland ist es seit jeher die CDU, die freiheitliche Demokratie angreift. Blackrock-Merz ist eingesetzt worden, um Deutschland auszuverkaufen. Verhinderung echten kritischen Denkens ist Teil der Strategie, damit es keinen Widerspruch gibt, der Machtstrukturen gefährden könnte.
    Die Naiven sollen sich mit Ideologie wie Gender, undifferenzierter Hamas-Unterstützung und Wokismus gegenseitig fertigmachen, statt größere Strukturen zu erkennen.

    1. „, nichts potentiell die Herrschaft der Reichen Gefährdendes zu lernen, sondern Spaltmaterial, “

      Es gibt einfach einen bestimmten Prozentsatz an Menschen, deren Ding es ist, Plakate zu malen und Latschdemos zu besuchen! Und für die Superreichen ist es wichtig, dass man genau *die* irgendwie beschäftigen muss, um „negative“ gesellschaftliche Auswirkungen und damit finanzielles Unheil verhindern! (Der Großteil der Menschen sind einfach wie Schafe. Die trotten einfach mit. Kapitalismus, „Kommunismus“, Faschismus, was-auch-immer.)

      Kurzfassung des Gesagten:

      https://i.ibb.co/tPmRp8Qs/Occupy.jpg

      (Und dabei hält sich dieser offensichtlich ferngelenkte Bevölkerungsanteil für sooo verdammt schlau!)

      1. Das Gefährliche ist, dass Hinterfragen, Zweifel und Reflexion an sich zunehmend in ein schlechtes Licht gerückt werden.

        Das wird auf Dauer voll nach hinten losgehen, mit denkfreien Robotern ist kein Staat zu machen.
        Ein Volk von Schafen hat auf Dauer keine Chance gegen die internationale Konkurrenz.

        1. Interessantes Thema! Für mich in erster Linie aus evolutionsbiologischer Sicht (bei Overton komplett unterrepräsentiert!).

          Aber falls Sie der Zio-Michael sind, dann möchte ich eigentlich nicht mit Ihnen diskutieren. Ich konnte es mir eben nur nicht verkneifen …

          1. Hehe, weil ich nicht voll auf Scheich-Linie liege, bezeichnest du mich als Zio-Michael, obwohl ich Religion ablehne. Saukomisch.
            Für einige scheint Gaza das wichtigste aller Themen jemals zu sein, das über allen anderen Themen steht.
            Wieso eigentlich?

            Falls du doch noch mit Andersdenkenden sprechen darfst, wäre das aus evolutionsbiologischer Sicht möglicherweise interessant.

      2. Sehr gut! Ich habe in den letzten Tagen viel geschrieben, um das auszudrücken, was durch die von dir verlinkte Zusammenstellung zweier Fotos prägnant zum Ausdruck kommt. Wirklich sehr passend.

  20. Das Gute bei dieser sog. „Critical Race Theory“ besteht darin, dass jeder halbwegs klar denkende Mensch den Schwachsinn des Konzepts gleich merkt.

    Dass sich allen ernstes Universitäten nicht entblödet haben, diesen Unsinn in Lehrveranstaltungen zu packen, zeigt sehr schön, wie kläglich es heute um das Niveau der Wissenschaft bestellt ist.
    Ich würde mal die These wagen, dass derartiges um 1900 noch vollkommen unmöglich gewesen wäre.

    Politische Ideologie auf niedrigem Niveau.

  21. Ich bin heilfroh dass meine Lebenssituation es mir erlaubt nicht übermäßig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu müssen. Ich habe diese Opfermentalität einfach satt! Ja es gibt immernoch Rassismus und niemand findet das gut. Aber insgesamt haben die Gesellschaften eine enorme Entwicklung hingelegt. Wir leben in einer Gesellschaft in der rassistische Vorfälle selten geworden sind. Ein Mann kann heutzutage ohne Probleme im Kleid auftauchen und Homosexualität ist auch kein Thema mehr.
    Ewig dieses weinerliche Memmentum. Natürlich gibt es vereinzelt noch unangenehme Vorfälle, wappnet euch halt dagegen.
    Meine Güte, wenn ich anfangen wollte über alles rumzuflennen. Niemandes Leben ist immer nur ein Schlaraffenland! Als Frau habe ich auch dumme Sprüche kassiert und Benachteiligungen. Na und! Irgendwann stellt man sich auf die eigenen Beine und wehrt sich! Oder man bleibt ewig in der Opferrolle!
    Ich ignoriere all das mittlerweile. Ein Mensch ist mir sympathisch oder nicht! Wenn nicht gehe ich ihm aus dem Weg!

    1. Wenn man schaut, wie Mädchen und Frauen in anderen Weltgegenden behandelt werden, dann kann ein auch nur halbwegs empathiefähiger Mensch nur weinen! Und das einheimische pseudoakademische Weibsvolk meint tatsächlich, „Mikroaggressionen“ wären das Problem!

      1. „Mikroaggressionen“ können Scheiße sein.
        Kommt auf die Schlagzahl an.
        Und wie man grade drauf ist.
        Auch kommen sie ja nicht aus dem Nichts- es geht um was.
        Meistens.
        Ich persönlich hab die Nase von dem Quatsch gestrichen voll,
        und dann wird’s ironisch, satirisch, sarkastisch.
        Zynisch zuweilen auch.
        Komisch, warum flennt der „Mikroaggressionist“ jetzt plötzlich?

  22. Die Grenze zwischen den Menschen verläuft nicht zwischen den Hautfarben oder den Geschlechtern sondern ausschließlich zwischen arm und reich..

    Das Joch der Sklaverei wird schließlich auch nicht leichter wenn es eine weibliche oder schwarze Hand ist welche die Peitsche schwingt..

    Ihr habt entweder genug Kohle um durch die alleinige Vermehrung des Geldes aus sich selbst heraus existieren zu können, was euch zu einem Kapitalisten macht, oder aber Ihr gehört wohl zwangsweise der Arbeiter(innen)schaft an die für den luxuriösen Lebenswandel der Kapitalisten immer weiter ausgebeutet werden. Wobei die Gier des Kapitals hier kein Maß und keine Grenzen kennt und die Arbeiterinnen und Arbeiter immer tiefer in den Sumpf von Armut und Elend treibt..

    Theorien wie CRT sind vor allem Konstrukte der Bourgeoisie und auf deren intellektuellen Mist gewachsen. Theorien die einzig und allein dazu gemacht sind um Zwietracht und Rassismus zwischen Arbeiterinnen und Arbeitern zu erzeugen damit man diese besser spalten und beherrschen kann..
    Denn Traditionell waren Gleichberechtigung und solidarität zwischen den Geschlechtern, Menschen und Hautfarben schon immer fester Bestandteil der progressiven Arbeiterbewegungen..

    Mfg Makrovir

  23. Danke für diesen sehr guten Artikel, Herr De Lapuente!

    Zitat von Warren Buffett: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“
    Präziser muß es heißen „das 1% der ultrareichen, ultramächtigen Globalisten gegen den Rest der Menschheit“.

    Wenn man sich anguckt, wer solchen anti-logischen Schwachsinn finanziert und *mit all seiner Macht* fördert, könnte man darauf kommen, daß o. g. Theorie tatsächlich ein weiterer Teil des o. g. Kriegs ist und dazu dient, die Viehherde in immer kleinere Segmente zu teilen, um sie noch besser beherrschen zu können.
    – Zumindest wenn man sich noch einen Rest logischen Denkens bewahren konnte. Das wird jüngeren Generationen im „freien Westen“ immer schwerer gemacht: Sie (sollen) u. a. mit der Erschaffung und Durchsetzung immer neuer Dogmen darauf gedrillt werden, nichts mehr zu hinterfagen.

    Ein Teil dieses Programms ist auch die Zerstörung der Sprache als Werkzeug des Denkens: Worte werden orwellesk in ihr Gegenteil verkehrt, immer neue Anglizismen und Abkürzungen als prioritär zu kennende Begriffe eingeführt/durchgesetzt und das vorhandene, präzise Vokabular immer weiter eingestampft.
    Ohne Logik und präzise Sprache kann man weder deduktiv denken noch sich sinnvoll verständigen. Beides ist erwünscht denn es fördert zunehmende Vereinzelung und Entsolidarisierung.
    Schlußfolgerung: Diese „Kritische Rassentheorie“ ist ein weiteres Globalistenmittel zur Sicherung ihrer Macht. Zum Glück ist es schon gescheitert.

  24. Eine perfide Strategie, die schon siet den 1980er Jahren – ebenfalls sinnentleerend als die „révolution conservatice“
    (konservative „Revolution“) genannt, nun u.a. auch im Gestalt eines Roberto De Lapuente – Overton Magazin –
    – „Stimme gegen Debatteneinengung und Moralismus (Sic!)“ – sukzessive weitergeführt wird:

    „In den Achtzigern haben linke Neokonservative mit Investorengeld Konferenzen organisiert, Seminare gegeben
    und mediale Debatten angezettelt mit dem Ziel, die Grenze zwischen rechts und links zu verwischen. Das war eine konzertierte Kampagne. Sie wollten all das abschaffen, worauf sich linkes Denken gründet: den Begriff der Klasse,
    die soziale Determination, die Ausbeutung der Arbeitskraft etc. Heute sehen wir, dass sie zum größten Teil erfolgreich waren.“ (Aus einem Zeit-Interview mit dem Soziologe Didier Eribon vom 4. Juli 2016).
    https://www.zeit.de/kultur/2016-07/didier-eribon-linke-angela-merkel-brexit-frankreich-front-national-afd-interview

    1. linkes Denken gründet: den Begriff der Klasse, die soziale Determination, die Ausbeutung der Arbeitskraft etc. Heute sehen wir, dass sie zum größten Teil erfolgreich waren.

      Leider sehen wir das nicht, denn obwohl es jetzt 40 Jahre nach den 80igern ist, kommen Linke immer noch gern mit dem Schmus von Marx um die Ecke. Wirkt nur nicht mehr, weil spätestens in den 90igern schon jeder wissen konnte, dass dessen Denksystem an der Realität zerschellt ist (der Ostblock nämlich).

      Wer jetzt immer noch darauf herumkaut, muss sich vorwerfen lassen, keine Ideen und Perspektive zu haben, wie das Leben der Menschen anders verbessert werden könnte, als durch eine Revolution und anschließendes Volkseigentum…

      Der Konservatismus hat übrigens nicht triumphiert, sondern wurde nahezu vollständig von sogenannten woken „Progressiven“ ausgerottet, bzw. Teil der entsprechenden Pläne, rechtes Gedankengut komplett zu schleifen. Ich begrüße einen Herrn Lapuente deshalb außerordentlich, zeigt er doch, dass auch linke Magazine die Diskursverengung durch Suhlen in der eigenen Brühe, endlich zu überwinden trachten.

      1. Ach sooo muss man den Artikel jetzt interpretieren!? Endlich keine „linke Diskursverengung“ mehr!

        Dass die „Critical Race Theory“ weder über eine richtige, „wissenschaftlich-rationale“ Erklärung des Rassismus verfügt und dementsprechend auch über keine richtige Kritik daran, sondern nur die rechte – oder lieber „konservativ“ genannte – Un-kritische Rassentheorie umdreht in: die Weissen sind die wahren Schlechten, die „Farbigen“ und „Unterdrückten“ grundsätzlich die Guten – dieser links-demokratische Gerechtigkeits-Blödsinn soll dem demselben „konservativen“ Quatsch vom „kulturell-identitären Wertewesen“, wie es heute heisst, nun Recht geben?
        Der Artikel gibt diesen Schluss nicht her. War aber nicht anders zu erwarten von konservativen Rechthabern, die schon strunzbürgerliche linke Vorstellungen über Freiheit, Bürgerrechte, Gleichheit und Gerechtigkeit – nur eben für die „sozial Benachteiligten“ – als störendes Problem für einen unverblümten Nationalismus abtun.

        1. Ich habe echt überlegt, ob ich auf deinen Kommentar antworte. Aber na gut, ich versuch es mal.

          Dass die „Critical Race Theory“ weder über eine richtige, „wissenschaftlich-rationale“ Erklärung des Rassismus verfügt und dementsprechend auch über keine richtige Kritik daran

          Als ob Linke sich jemals für wissenschaftlich-rationale Erklärungen interessieren. Man kann ja nichtmal „Rasse“ genau definieren, jeder kann da die Grenzen relativ beliebig ziehen (was man bei Tierrassen ja auch macht), eine Rassismusdefinition existierte zwar, wurde von linken Geschwätz“wissenschaftlern“ aber immer weiter ausgedehnt (erweiterte Rassismustheorie) und letztendlich in „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF)“ umbenannt, was natürlich nur die linke Clientel abdeckt, rechte Gruppen dürfen natürlich beliebig angefeindet werden, sind ja Unmenschen…

          nur die rechte – oder lieber „konservativ“ genannte – Un-kritische Rassentheorie umdreht

          Du kennst gar keine deutschen Konservativen (und erst recht keine „Rechten“), hab ich recht? Sonst würdest du nicht solchen Unsinn schreiben.

          dieser links-demokratische Gerechtigkeits-Blödsinn soll dem demselben „konservativen“ Quatsch vom „kulturell-identitären Wertewesen“, wie es heute heisst, nun Recht geben?

          Darauf fällt mir keine Antwort ein, weil ich nicht verstehe, was du damit meinst.

          „War aber nicht anders zu erwarten von konservativen Rechthabern, die schon strunzbürgerliche linke Vorstellungen über Freiheit, Bürgerrechte, Gleichheit und Gerechtigkeit – nur eben für die „sozial Benachteiligten“ – als störendes Problem für einen unverblümten Nationalismus abtun.“

          Beziehst du dich auf Aussagen von mir oder Herrn Lapuente? Die Aussage macht für mich auch keinen Sinn, was hat „Nationalismus“ (den Linke viel weiter definieren, als den historischen Begriff) mit „sozial Benachteiligten“ zu tun? Oder gehts dir dabei eigentlich um unbegrenzte Zuwanderung?

          Irgendwie fehlt mir bei deinem Erguss ein bisschen die begriffliche Trennschärfe…

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