CO₂ und der Treibhauseffekt

Air pollution by industrial chimneys
NPS, Public domain, via Wikimedia Commons

CO₂ gilt als entscheidender Treiber des Klimawandels – doch wie eindeutig ist seine Rolle tatsächlich? Zwischen Treibhauseffekt, Wasserdampf, Messreihen und Klimamodellen liegen viele Annahmen und Unsicherheiten, die in der politischen Debatte kaum noch vorkommen.

Fortsetzung der Artikel vom 3. August 2026, 17. August 2026, 25. August 2026, 1. September und 7. September. Sie finden den ersten Teil hier. Der zweite Teil ist hier zu finden. Der dritte Teil ist hier zu finden. Den vierten Teil können Sie hier sichten. Teil fünf: hier zu finden.

Bevor man darüber streitet, wie stark Kohlendioxid das Klima beeinflusst, sollte zunächst geklärt werden, worüber überhaupt gesprochen wird.

1. Was bedeutet Treibhauseffekt?

Der Begriff „Treibhauseffekt“ klingt zunächst einfacher, als die dahinterliegenden physikalischen Vorgänge tatsächlich sind.

Die Erde erhält den größten Teil ihrer Energie von der Sonne. Diese Energie erreicht die Erdatmosphäre überwiegend als kurzwellige Strahlung – vor allem als sichtbares Licht, daneben als ultraviolette und infrarote Strahlung. Ein Teil wird bereits von Wolken, Luftteilchen, Eis oder hellen Oberflächen zurück ins Weltall reflektiert. Ein anderer Teil durchdringt die Atmosphäre und trifft auf Landflächen und Ozeane.

Dort wird ein Teil der Strahlungsenergie aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Ein einfaches Alltagsbeispiel macht das anschaulich: Ein schwarzes Auto, das im Sommer längere Zeit in der prallen Sonne steht, heizt sich in der Regel stärker auf als ein vergleichbares weißes Auto. Dunkle Oberflächen nehmen einen größeren Anteil der einfallenden Sonnenstrahlung auf, während helle Oberflächen mehr davon reflektieren. Ähnliches geschieht an der Erdoberfläche: Je nachdem, ob Sonnenstrahlung beispielsweise auf dunklen Boden, Wald, Wasser, hellen Sand, Schnee oder Eis trifft, wird unterschiedlich viel Strahlung aufgenommen beziehungsweise zurückgeworfen. Die aufgenommene Energie erwärmt die Oberfläche. Diese gibt anschließend Wärme an die darüberliegende Luft ab und sendet zugleich Energie als Infrarotstrahlung aus.

Die erwärmte Erde behält diese Energie jedoch nicht. Wie jeder Körper mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunkts gibt auch sie Energie als Strahlung ab. Weil die Erde wesentlich kühler ist als die Sonne, geschieht dies hauptsächlich in Form langwelliger Infrarotstrahlung. Infrarotstrahlung ist für das menschliche Auge unsichtbar und wird häufig vereinfacht als Wärmestrahlung bezeichnet.

Nun kommen die sogenannten Treibhausgase ins Spiel. Die wichtigsten infrarotaktiven Bestandteile der Atmosphäre – darunter Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan und Lachgas – besitzen die Eigenschaft, bestimmte Wellenlängen dieser von der Erde abgegebenen Infrarotstrahlung aufzunehmen. „Bestimmte Wellenlängen“ bedeutet vereinfacht: Sie reagieren nicht auf die gesamte Wärmestrahlung gleichermaßen. Man kann es sich ein wenig wie verschiedene Radiosender vorstellen: Ein Empfänger reagiert nur auf bestimmte Frequenzbereiche. Ähnlich besitzen unterschiedliche Moleküle bestimmte Bereiche des Infrarotspektrums, in denen sie Strahlungsenergie besonders gut aufnehmen können.

Ein CO₂-Molekül ist allerdings kein winziger Wärmespeicher, der einmal eingefangene Energie für immer festhält. Die aufgenommene Energie kann auf unterschiedliche Weise weitergegeben werden: durch Zusammenstöße mit anderen Luftmolekülen oder durch erneute Abgabe als Infrarotstrahlung. Diese Abstrahlung besitzt keine bevorzugte Richtung – sie kann nach oben, zur Seite oder auch nach unten erfolgen, wobei nach unten gerichtete Infrarotstrahlung wiederum von der Erdoberfläche aufgenommen werden kann.

Damit wird ein Teil des Energieflusses innerhalb der Atmosphäre immer wieder aufgenommen, weitergegeben und erneut abgestrahlt. Die Abgabe von Energie ins Weltall erfolgt dadurch anders, als sie es bei einer Atmosphäre ohne infrarotaktive Gase tun würde.

Das ist, stark vereinfacht, der physikalische Kern des natürlichen Treibhauseffekts.

Der Begriff selbst kann allerdings in die Irre führen. Ein echtes Gewächshaus wird nämlich nicht hauptsächlich dadurch warm, dass Glas Wärmestrahlung „zurückhält“. Es verhindert vor allem, dass erwärmte Luft aufsteigt, sich mit kälterer Außenluft vermischt und dadurch Wärme abtransportiert wird. Die Atmosphäre funktioniert anders. Energie wird nicht einfach „eingesperrt“ wie beim Gewächshaus. Beim atmosphärischen Treibhauseffekt geht es wesentlich um Strahlungsübertragung und Energieflüsse. Nochmals vereinfacht gesagt: Sonnenenergie gelangt zur Erde, erwärmt die Oberfläche und wird von dieser wieder als Wärmestrahlung nach oben abgegeben. Treibhausgase können einen Teil dieser Strahlung aufnehmen und anschließend wieder in verschiedene Richtungen abgeben – nach oben, aber auch zurück in Richtung Erdoberfläche. Dadurch gelangt die aufgenommene Energie nicht auf direktem Weg zurück ins Weltall, sondern wird innerhalb der Atmosphäre aufgenommen und erneut abgestrahlt. Der Name „Treibhauseffekt“ ist also ein mental anschauliches Bild, aber keine genaue Beschreibung des physikalischen Vorgangs.

Ohne den natürlichen Treibhauseffekt wäre Leben in der heutigen Form kaum möglich. Häufig wird angegeben, dass die globale Mitteltemperatur der Erdoberfläche ohne diesen Effekt bei ungefähr minus 18 Grad Celsius statt bei rund plus 15 Grad läge. Diese rund 33 Grad Unterschied sollte man allerdings nicht so verstehen, als könne man sie einem einzelnen Gas zuschreiben. Sie ergeben sich aus dem Zusammenspiel der Atmosphäre mit Wasserdampf, Wolken, CO₂ und anderen Gasen sowie der Erdoberfläche.

Bis hierher besteht auch noch wenig Anlass für einen Grundsatzstreit. Dass CO₂ bestimmte Bereiche der Infrarotstrahlung absorbiert, ist experimentell nachweisbare Molekülphysik. Die eigentliche Auseinandersetzung beginnt einen Schritt später.

Aus der Feststellung, dass ein CO₂-Molekül Infrarotstrahlung aufnehmen kann, folgt noch nicht unmittelbar, um wie viele Grad sich die globale Durchschnittstemperatur verändert, wenn die CO₂-Konzentration beispielsweise von 280 auf 420 oder von 420 auf 560 ppm steigt. Dafür muss betrachtet werden, wie das gesamte Klimasystem darauf reagiert. Und dort begegnet man wieder Wolken, Ozeanen, Temperaturunterschieden in der Atmosphäre und vor allem einem Stoff, der in der öffentlichen CO₂-Diskussion häufig wesentlich weniger Aufmerksamkeit erhält: dem Wasser.

Wasserdampf ist selbst ein stark wirksamer Bestandteil des natürlichen Treibhauseffekts und kommt in der Atmosphäre – je nach Ort, Höhe und Wetterlage – in erheblich größeren – und zugleich stark schwankenden – Konzentrationen vor als CO₂.

Damit stellt sich die nächste Frage: Welche Rolle spielt Wasserdampf tatsächlich – und warum wird er in der etablierten Klimaphysik überwiegend als Rückkopplung behandelt, während CO₂ als langfristiger Antrieb gilt?

2. Wasserdampf – Mitspieler oder Hauptakteur

Wenn über Treibhausgase gesprochen wird, steht fast immer CO₂ im Mittelpunkt. Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass Wasserdampf das häufigste Treibhausgas der Atmosphäre ist und einen erheblichen Anteil am natürlichen Treibhauseffekt hat. Eine NASA-Auswertung veranschlagt den direkten Beitrag von Wasserdampf zum gegenwärtigen natürlichen Treibhauseffekt auf ungefähr 50 Prozent, Wolken auf weitere rund 25 Prozent und CO₂ auf etwa 20 Prozent. Diese Werte lassen sich wegen überlappender Absorptionsbereiche – dieser Begriff wird später erklärt – nicht exakt benennen, zeigen aber die Größenordnung.

Schon die Mengenverhältnisse fallen ins Auge. CO₂ liegt heute bei etwas mehr als 420 ppm, also gut 0,04 Prozent der trockenen Luft. Wasserdampf schwankt dagegen sehr stark: Über trockenen und kalten Regionen ist nur wenig davon vorhanden, in warmer und feuchter Luft kann sein Anteil mehrere Prozent erreichen. Einen einzigen weltweit gültigen Wasserdampfwert gibt es deshalb nicht.

Michael Limburg, Diplom-Ingenieur für Mess-, Regelungs- und Elektrotechnik und Vizepräsident von EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie e. V.) setzt an diesem Mengenunterschied an. In einem Vortrag von 2026 stellt er beispielsweise einem Wasserdampfanteil von 1,5 Volumenprozent einen CO₂-Anteil von etwa 0,042 Prozent gegenüber. Bei diesen Beispielwerten wäre Wasserdampf mengenmäßig rund 36-mal häufiger vorhanden als CO₂. Daraus leitet Limburg die Frage ab, ob CO₂ tatsächlich die ihm zugeschriebene herausragende Rolle als Klimatreiber besitzen könne.

Die Frage ist zunächst nachvollziehbar. Die Schlussfolgerung „36-mal mehr Moleküle bedeuten 36-mal mehr Klimawirkung“ wäre physikalisch allerdings nicht zulässig. Denn bei Treibhausgasen entscheidet nicht allein die Zahl der Moleküle, sondern auch, welche Bereiche der Infrarotstrahlung sie aufnehmen und wie stark sie dort wirken. Man kann sich diese Bereiche vereinfacht wie unterschiedliche Schlösser vorstellen: Nicht jeder Schlüssel passt in jedes Schloss – manche Schlüssel passen aber zu mehreren. Ähnlich absorbieren Wasserdampf und CO₂ unterschiedliche, teilweise jedoch auch dieselben Bereiche der Infrarotstrahlung. Hinzu kommt, in welcher Höhe und Verteilung die Gase in der Atmosphäre vorkommen.

Wasserdampf – seine Rolle im Treibhauseffekt

Wasserdampf ist selbst ein bedeutendes Treibhausgas und spielt aufgrund seiner vergleichsweise hohen und stark schwankenden Konzentration eine wichtige Rolle im natürlichen Treibhauseffekt.

Limburgs Ausgangspunkt ist in meinen Augen deshalb außerordentlich wichtig: Wasser darf bei der Betrachtung des Treibhauseffekts keinesfalls zur Nebensache werden.

Damit drängt sich eine naheliegende Frage auf: Wenn Wasserdampf selbst ein bedeutendes Treibhausgas ist und in wesentlich höheren Konzentrationen vorkommt als CO₂, warum steht dann ausgerechnet Kohlendioxid im Mittelpunkt der Klimadebatte?

Die Antwort der etablierten Klimaphysik liegt weniger in der unmittelbaren Treibhauswirkung der beiden Gase als in ihrer unterschiedlichen Rolle bei längerfristigen Temperaturveränderungen. Vereinfacht gesagt wird CO₂ dabei eher als Antrieb betrachtet, Wasserdampf dagegen vor allem als Verstärker einer bereits begonnenen Erwärmung. Antrieb bedeutet dabei vereinfacht: Etwas stößt eine Veränderung an; ein Verstärker setzt erst danach ein und vergrößert diese Veränderung.

Der Grund liegt unter anderem in ihren unterschiedlichen Eigenschaften. Wasser kann unter den Bedingungen der unteren Atmosphäre kondensieren. Aus Wasserdampf entstehen Wassertröpfchen oder Eiskristalle; schließlich gelangt Wasser als Regen oder Schnee wieder zur Erdoberfläche. Seine Konzentration in der Atmosphäre kann deshalb innerhalb kurzer Zeit erheblich schwanken. CO₂ verhält sich anders: Unter normalen atmosphärischen Bedingungen fällt es nicht einfach als Niederschlag wieder aus und kann sich deshalb über wesentlich längere Zeiträume in der Atmosphäre verteilen.

Daraus leitet die etablierte Klimaphysik folgende Erklärung ab: Steigt die Temperatur zunächst aus einem anderen Grund – beispielsweise durch eine Veränderung der Strahlungsbilanz, die eine Erwärmung bewirkt –, kann mehr Wasser verdunsten. Gleichzeitig kann wärmere Luft grundsätzlich mehr Wasserdampf enthalten. Dieser zusätzliche Wasserdampf verstärkt wiederum den Treibhauseffekt und damit die bereits begonnene Erwärmung. Das bezeichnet man – wie an anderer Stelle bereits ausgeführt – als positive Rückkopplung. „Positiv“ bedeutet dabei nicht „gut“, sondern lediglich verstärkend.

Ein Mikrofon vor einem Lautsprecher liefert dafür ein anschauliches, wenn auch vereinfachtes Bild: Am Anfang steht ein Ton – er entspricht in diesem Vergleich dem ursprünglichen Antrieb. Das Mikrofon nimmt diesen Ton auf, das Signal wird verstärkt und über den Lautsprecher wieder ausgegeben. Gelangt ein Teil dieses verstärkten Schalls erneut zum Mikrofon, wird er abermals verstärkt. Diese Rückkopplung entspricht hier dem Verstärker. Wiederholt sich der Vorgang, kann sich das Signal immer weiter aufschaukeln – bis hin zum schrillen, ohrenbetäubenden Pfeifton.
Ähnlich ist mit einer positiven Rückkopplung im Klimasystem gemeint, dass eine ursprüngliche Veränderung einen weiteren Prozess auslöst, der die erste Veränderung zusätzlich verstärkt.

Der IPCC bewertet die Rückkopplung durch Wasserdampf als einen wesentlichen Verstärkungsmechanismus des Klimasystems. Zusammen mit der Veränderung des Temperaturverlaufs zwischen Erdoberfläche und höheren Luftschichten liefert sie nach seiner Einschätzung den größten einzelnen positiven Rückkopplungsbeitrag. Beobachtungen zeigen zudem, dass die atmosphärische Feuchtigkeit bei einer Erwärmung grundsätzlich zunimmt.

Die etablierte Klimaforschung betrachtet Wasserdampf also keineswegs als unbedeutend. Der eigentliche Streitpunkt ist die Gewichtung: CO₂ wird als längerfristiger Antrieb behandelt, Wasserdampf überwiegend als darauf reagierender Verstärker. Diese Gewichtung stellt Michael Limburg infrage. Er rückt Wasserdampf zusammen mit der Sonneneinstrahlung wesentlich stärker in den Vordergrund und bezweifelt, dass dem vergleichsweise seltenen CO₂ jene dominante Rolle zukommt, die ihm in der gegenwärtigen Klimadebatte zugeschrieben wird. Den Ausführungen von Michael Limburg kann ich Einiges abgewinnen – auch wenn er von seinen einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung nicht fähigen Widersachern ständig diffamiert und diskreditiert wird –, zumal die Bezeichnung des Wasserdampfs als „verstärkende“ Rückkopplung noch nicht beantwortet, wie groß seine tatsächliche Bedeutung im Zusammenspiel von Temperatur, Wolken, Verdunstung und Niederschlag ist. All diese Prozesse müssen berücksichtigt werden, wenn die zusätzliche Wirkung von CO₂ abgeschätzt werden soll.

Damit führt die Betrachtung des Wasserdampfs unmittelbar zur nächsten Frage: Wenn Wasserdampf bereits große Bereiche der von der Erde abgegebenen Infrarotstrahlung absorbiert und sich seine Absorptionsbereiche teilweise mit denen des CO₂ überschneiden, wie viel zusätzliche Wirkung bleibt dann überhaupt noch für CO₂ – und wie stark kann diese die Erde tatsächlich erwärmen? Gibt es Bereiche, in denen die Wirkung des CO₂ bereits weitgehend ausgeschöpft ist? Oder führt jede weitere Erhöhung seiner Konzentration zu einer zusätzlichen Veränderung der Strahlungsbilanz – und damit letztlich auch der Temperatur?

3. Ist die CO₂-Wirkung irgendwann „gesättigt“?

Damit bin ich bei einer Frage, die zunächst einfach klingt: Wenn Wasserdampf bereits einen erheblichen Teil der von der Erde abgegebenen Wärmestrahlung aufnimmt und CO₂ zusätzlich in bestimmten, teilweise gleichen Bereichen wirkt – wie viel Wärmestrahlung bleibt dann überhaupt noch übrig, auf die zusätzliches CO₂ Einfluss nehmen kann?

Hier fällt in der Klimawissenschaft häufig der Begriff Sättigung. Stellen Sie sich vor, Sie möchten einen Raum abdunkeln und kleben dafür eine leicht getönte Folie auf das Fenster. Die erste Lage reduziert den Lichteinfall deutlich. Eine zweite verdunkelt den Raum weiter, aber der zusätzliche Effekt ist bereits geringer. Bei vielen übereinanderliegenden Folien macht eine weitere Lage schließlich nur noch einen kleinen Unterschied. Übertragen auf CO₂ lautet die Frage: Gibt es Wellenlängenbereiche, in denen bereits so viel der von der Erde abgegebenen Infrarotstrahlung absorbiert wird, dass zusätzliche CO₂-Moleküle dort kaum noch etwas verändern können?

Ja, solche stark gesättigten Bereiche gibt es. CO₂ kann nicht jede von der Erde abgegebene Wärmestrahlung gleichermaßen aufnehmen, sondern reagiert besonders stark auf bestimmte Wellenlängenbereiche. Einen solchen Bereich bezeichnet man als Absorptionsband.

In einem Teil dieses Absorptionsbandes ist die Wirkung bereits sehr stark: Dort befinden sich auf dem Weg der Strahlung durch die Atmosphäre genügend CO₂-Moleküle, sodass ein sehr großer Teil der betreffenden Wärmestrahlung aufgenommen wird. Zusätzliches CO₂ kann in diesem bereits weitgehend gesättigten Bereich deshalb vergleichsweise wenig verändern.

Die Ränder eines solchen Absorptionsbandes darf man sich allerdings nicht räumlich vorstellen. Gemeint sind also nicht etwa die Ränder einer CO₂-Schicht in der Atmosphäre, sondern benachbarte Wellenlängen der Infrarotstrahlung. Innerhalb des Absorptionsbandes ist die Aufnahme unterschiedlich stark: Im Zentrum werden bestimmte Wellenlängenbereiche der von der Erde abgegebenen Infrarotstrahlung besonders stark absorbiert, während die Absorption an den Rändern schwächer ist.

Kommt zusätzliches CO₂ in die Atmosphäre, verändert sich deshalb im bereits stark gesättigten Zentrum vergleichsweise wenig. An den weniger gesättigten Randbereichen kann zusätzliches CO₂ dagegen noch weitere Infrarotstrahlung aufnehmen.

Sättigung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass zusätzliches CO₂ überhaupt keine weitere Wirkung mehr besitzt. Nach der etablierten Strahlungsphysik nimmt vielmehr der zusätzliche Effekt mit steigender CO₂-Konzentration ab – er verschwindet aber nicht einfach.

Das ist der Grund, weshalb die etablierte Klimaphysik nicht von einer linearen, sondern näherungsweise von einer logarithmischen CO₂-Wirkung ausgeht. Das klingt komplizierter, als es ist: Eine Verdoppelung von beispielsweise 280 auf 560 ppm erzeugt ungefähr denselben zusätzlichen Strahlungsantrieb wie eine weitere Verdoppelung von 560 auf 1.120 ppm. Dieser zusätzliche Strahlungsantrieb führt nach der etablierten Klimaphysik wiederum zu einer zusätzlichen Erwärmung. Für denselben zusätzlichen Effekt benötigt man also immer mehr CO₂. Der IPCC berücksichtigt diesen abnehmenden zusätzlichen Effekt.

Limburgs Einwand

Michael Limburg und andere Kritiker setzen an diesem Sättigungseffekt an, ziehen daraus aber eine wesentlich weitergehende Schlussfolgerung. Auf EIKE wurde die Auffassung vertreten, der CO₂-Treibhauseffekt sei bereits bei deutlich niedrigeren Konzentrationen weitgehend „ausgereizt“ gewesen. Weiteres CO₂ könne demnach nur noch wenig zusätzliche Erwärmung bewirken. Limburg stellt zudem die Bedeutung des Wasserdampfs und der Wolken gegenüber CO₂ stärker heraus.

Damit stehen sich zwei Aussagen gegenüber, die man sauber auseinanderhalten sollte.

Die erste: Teile der CO₂-Absorption sind tatsächlich stark gesättigt. Das ist kein Außenseiterargument, sondern wird auch vom IPCC beschrieben.

Die zweite: Daraus folge, dass zusätzliches CO₂ heute praktisch keine relevante Erwärmungswirkung mehr besitzen könne. Diese weitergehende Schlussfolgerung wird von der etablierten Klimaphysik bestritten. Sie verweist auf die weniger gesättigten Randbereiche der Absorptionsbanden und zusätzlich auf die Höhe in der Atmosphäre, aus der Wärmestrahlung letztlich ins Weltall entweichen kann. Sie begründet die weitere Wirkung zusätzlichen CO₂ unter anderem damit, dass die Atmosphäre nach oben dünner und kälter wird. Mehr CO₂ führt nach dieser Erklärung zunächst dazu, dass etwas weniger Wärmestrahlung ins Weltall entweicht. Dadurch nimmt das Klimasystem vorübergehend mehr Energie auf, als es abgibt, und erwärmt sich. Da ein wärmerer Körper mehr Energie abstrahlt als ein kälterer, steigt mit der Temperatur auch die Abstrahlung ins Weltall – bis sich Aufnahme und Abgabe von Energie wieder ausgleichen. Das neue Gleichgewicht liegt nach dieser Theorie bei einer höheren Temperatur.

Damit ist allerdings noch nicht beantwortet, wie groß diese zusätzliche Erwärmung tatsächlich ausfällt. Dass zusätzliches CO₂ trotz teilweise gesättigter Absorptionsbereiche weiterhin eine Wirkung haben kann, ist das eine. Wie viele Zehntel oder ganze Grad daraus entstehen, ist eine andere Frage – denn dabei spielen wiederum Wasserdampf, Wolken, Ozeane und weitere Rückkopplungen eine Rolle. Ja, komplex und nicht einfach zu verstehen, nicht wahr?

Der IPCC berechnet für eine Verdoppelung der CO₂-Konzentration zunächst einen zusätzlichen Strahlungsantrieb von knapp vier Watt pro Quadratmeter. Vereinfacht ausgedrückt beschreibt dieser Wert, wie stark sich dadurch die Energiebilanz der Erde verändert.

4. Von Watt pro Quadratmeter zu Grad Celsius

Wie werden aus knapp vier Watt pro Quadratmeter schließlich die häufig genannten rund drei Grad Erwärmung? Was davon ergibt sich unmittelbar aus der Strahlungsphysik – und was erst aus der Reaktion des gesamten Klimasystems?

Vereinfacht gesagt: Erwärmung entsteht, wenn das Klimasystem mehr Strahlungsenergie aufnimmt, als es wieder ins Weltall abgibt.

Zunächst muss man zwei Größen auseinanderhalten: Watt pro Quadratmeter beschreibt einen Energiefluss, Grad Celsius eine Temperatur. Das eine lässt sich deshalb nicht einfach in das andere umrechnen.

Der IPCC geht davon aus, dass eine Verdoppelung der CO₂-Konzentration die Energiebilanz der Erde um knapp vier Watt pro Quadratmeter verändert. Würde man vereinfacht nur die unmittelbare Reaktion auf diese Veränderung betrachten und weitere Rückkopplungen zunächst außer Acht lassen, ergäbe sich eine Erwärmung von etwas mehr als einem Grad Celsius.

Wie werden daraus die häufig genannten rund drei Grad?

Hier kommen die Rückkopplungen ins Spiel. Erwärmt sich die Erde, kann beispielsweise mehr Wasser verdunsten. Der zusätzliche Wasserdampf verstärkt nach etablierter Klimaphysik die Erwärmung. Schmelzen Schnee und Eis, kommen dunklere Flächen zum Vorschein, die mehr Sonnenenergie aufnehmen. Hinzu kommen Veränderungen der Wolken, deren Wirkung komplizierter ist, weil sie je nach Art, Höhe und Situation sowohl kühlend als auch erwärmend wirken können.

Der IPCC berücksichtigt diese und weitere Prozesse und kommt für eine Verdoppelung der CO₂-Konzentration langfristig auf eine Schätzung von etwa drei Grad Erwärmung. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um einen exakt feststehenden Wert; der IPCC nennt eine wahrscheinliche Bandbreite von 2,5 bis 4 Grad Celsius.

Darin liegt der für mich als Skeptiker interessante Punkt: Die strahlungsphysikalische Wirkung des CO₂ ist das eine. Wie stark Wasserdampf, Wolken, Eis und andere Prozesse diese Wirkung anschließend verstärken oder abschwächen, ist das andere.

Zwischen „CO₂ nimmt Infrarotstrahlung auf“ und „eine Verdoppelung des CO₂ führt zu rund drei Grad Erwärmung“ liegen also mehrere weitere Schritte. Sie beruhen auf physikalischen Erkenntnissen, Beobachtungen, Rekonstruktionen und Modellrechnungen – und sind mit Unsicherheiten verbunden.

Eine gewichtige Frage lautet deshalb: Wie zuverlässig lassen sich diese Rückkopplungen bestimmen? Doch bevor aus Messungen, Berechnungen und Modellen Aussagen über Zehntelgrade oder ganze Grade abgeleitet werden, stellt sich noch eine viel grundlegendere Frage: Wie zuverlässig lässt sich die globale Temperatur überhaupt bestimmen?

Denn eine „Temperatur der Erde“ kann man nicht einfach an einem einzigen Thermometer ablesen. Sie entsteht aus unzähligen Messungen an Land und auf See, aus unterschiedlichen Messverfahren und aus statistischen Auswertungen.

Damit komme ich zu einem weiteren Punkt, der für die Klimadebatte von erheblicher Bedeutung ist:

5. Wie misst man die Temperatur der Erde?

Wenn von einer künftigen globalen Erwärmung um 1,2, 1,5 oder vielleicht 2 Grad gesprochen wird, entsteht der Eindruck, die „Temperatur der Erde“ sei eine unmittelbar messbare Größe. Das ist sie nicht. Es gibt kein Thermometer, das irgendwo in den Boden gesteckt wird und anschließend die globale Mitteltemperatur anzeigt. Die Erde besitzt gleichzeitig völlig unterschiedliche Temperaturen: in der Sahara andere als in Grönland, über dem Atlantik andere als über München, nachts andere als am Nachmittag und in zwei Metern Höhe andere als unmittelbar über dem Asphalt. Ein Mittelwert ist – mit Unsicherheiten – berechenbar, aber nicht messbar. Die globale Mitteltemperatur wird aus einer riesigen Zahl einzelner Messungen berechnet.

An Land werden Lufttemperaturen üblicherweise in ungefähr zwei Metern Höhe gemessen. Über den Ozeanen – die immerhin rund 71 Prozent der Erdoberfläche bedecken – stammen die Daten dagegen unter anderem von Schiffen und Bojen. Moderne globale Datensätze führen diese unterschiedlichen Messungen zusammen. Dabei wird vor allem betrachtet, wie stark die gemessene Temperatur von einem festgelegten langjährigen Vergleichswert abweicht. Diese Abweichung nennt man Temperaturanomalie. Liegt die Temperatur beispielsweise 1 Grad über dem Vergleichswert, beträgt die Anomalie plus 1 Grad. Aus sehr vielen solcher Werte wird anschließend die globale Temperaturentwicklung berechnet.

Das klingt zunächst vernünftig. Aber hier stellen sich Fragen, auf die Michael Limburg seit Jahren hinweist.

Was misst eine Wetterstation eigentlich?

Eine Wetterstation misst zunächst nur die Temperatur an ihrem konkreten Standort. Und dieser Standort spielt eine erhebliche Rolle. Eine Messstation auf einer Wiese kann andere Werte liefern als eine Station zwischen Gebäuden. Asphalt und Beton erwärmen sich anders als Gras oder Wald. Eine Stadt speichert Wärme anders als ihre ländliche Umgebung. Wasserflächen reagieren wiederum anders als Landflächen.

Hinzu kommt, dass sich Messbedingungen im Laufe von Jahrzehnten verändern können. Städte wachsen um ehemalige Wetterstationen herum. Stationen werden versetzt. Messgeräte werden ausgetauscht. Beobachtungszeiten ändern sich.
Ein Thermometer misst zwar eine Temperatur. Ob diese Temperatur aber für eine größere Fläche repräsentativ ist, ist bereits eine andere Frage.

Limburg setzt seine Kritik an diesem Punkt an. Er bezweifelt, dass aus historisch gewachsenen, räumlich ungleich verteilten und teilweise veränderten Messnetzen eine globale Temperaturentwicklung mit jener Genauigkeit bestimmt werden kann, mit der sie häufig öffentlich präsentiert wird. Besonders kritisch sieht er die Bildung einer „globalen Mitteltemperatur“ und die nachträgliche Bearbeitung beziehungsweise Homogenisierung von Messreihen. In einem Beitrag von 2025 bezeichnete er die globale Mitteltemperatur als ungeeignet, daraus ein eindeutiges anthropogenes Signal abzuleiten.

Wärmeinseln, Stationswechsel und Korrekturen

Dass Städte sogenannte Wärmeinseln bilden, wird von der etablierten Klimaforschung nicht bestritten. Ebenso wenig wird bestritten, dass Stationsverlegungen, Gerätewechsel und andere Veränderungen Messreihen beeinflussen können. Deshalb werden historische Temperaturdaten überprüft und teilweise statistisch korrigiert beziehungsweise homogenisiert. Das wiederum eröffnet einen neuen Streitpunkt: Wann beseitigt eine Korrektur einen Messfehler – und wann verändert sie eine Messreihe möglicherweise stärker, als es gerechtfertigt ist? Dass solche Fragen keineswegs nur theoretischer Natur sind, zeigte die sogenannte Climategate-Affäre von 2009. Tausende bekannt gewordene E-Mails von Klimaforschern lösten damals eine heftige Debatte über den Umgang mit Daten, statistischen Verfahren, Transparenz und wissenschaftlichem Widerspruch aus. Mehrere spätere „Untersuchungen“ fanden zwar keinen Beleg für eine vorsätzliche Fälschung der Klimadaten. Fragen nach Transparenz und wissenschaftlicher Praxis blieben dennoch offen. Darauf werde ich in einem späteren Kapitel noch ausführlicher zurückkommen.

Hier genügt zunächst die Feststellung: Wo Messdaten nachträglich korrigiert, homogenisiert und zu globalen Reihen zusammengeführt werden, müssen die verwendeten Verfahren nachvollziehbar und überprüfbar sein.

Die Rolle der Ozeane

Mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche bestehen aus Wasser. Eine globale Temperaturbestimmung kann sich deshalb selbstverständlich nicht allein auf Wetterstationen an Land stützen. Über den Meeren wurden Temperaturen historisch unter anderem von Schiffen gemessen. Heute spielen Bojen und weitere Beobachtungssysteme eine wichtige Rolle. Diese Messungen werden mit den Landdaten zu globalen Datensätzen verbunden.

Auch dabei werden unterschiedliche Messgrößen und Messverfahren miteinander verbunden. An Land wird überwiegend die Lufttemperatur in etwa zwei Metern Höhe gemessen, über den Ozeanen dagegen meist die Temperatur des Wassers nahe der Meeresoberfläche. Hinzu kommt, dass sich auch die Messmethoden auf See im Laufe der Zeit verändert haben – vom Wassereimer und Schiffsmessungen bis zu modernen Bojen. Für eine globale Temperaturreihe müssen diese unterschiedlichen Daten deshalb mathematisch aufeinander abgestimmt und zusammengeführt werden.

Verschiedene internationale Datensätze kommen trotz unterschiedlicher Verfahren zu dem Ergebnis, dass sich die Erde langfristig erwärmt hat. Das spricht für einen grundsätzlichen Erwärmungstrend, beantwortet aber weder die Frage nach seiner exakten Größenordnung noch nach seinen Ursachen. Insbesondere ist damit noch nicht geklärt, welcher Anteil dieser Erwärmung auf CO₂ und welcher auf andere natürliche oder menschliche Einflussfaktoren zurückzuführen ist.

Für mich liegt hier eine entscheidende Grenze: Gemessen werden Temperaturen. Die Ursachen der daraus berechneten Veränderungen werden hingegen wissenschaftlich untersucht und daraus abgeleitet. Wenn aus diesen Ableitungen anschließend politische Gewissheit wird, obwohl über Größenordnungen, Rückkopplungen und natürliche Einflüsse weiterhin diskutiert werden muss, sollte man genauer hinsehen.

6. Messung, Modell und politische Gewissheit

Abschließend stellt sich für mich in diesem Zusammenhang die Frage, was die Politik aus wissenschaftlichen Erkenntnissen macht. Wissenschaft arbeitet mit Messungen, Wahrscheinlichkeiten, Bandbreiten und Unsicherheiten. In der politischen Kommunikation verschwinden diese Abstufungen jedoch häufig. Aus wissenschaftlichen Einschätzungen werden Gewissheiten – und aus einem komplexen Klimasystem entsteht ein einfaches politisches Narrativ:

CO₂ ist die maßgebliche Ursache der Erwärmung und muss deshalb reduziert werden.

Diese Verkürzung halte ich für mehr als nur problematisch.

Dass CO₂ Infrarotstrahlung absorbiert, ist Physik. Dass seine Konzentration seit Beginn der Industrialisierung deutlich gestiegen ist, ist gemessen. Verschiedene internationale Temperaturdatensätze zeigen zudem einen langfristigen Erwärmungstrend.

Doch damit ist die entscheidende Frage nach den Ursachen noch nicht beantwortet. Welcher Anteil der Erwärmung ist tatsächlich auf CO₂ beziehungsweise andere menschliche Einflüsse zurückzuführen, welcher auf natürliche Faktoren? Um diese Frage zu beantworten, müssen Messdaten ausgewertet und unterschiedliche Einflussgrößen voneinander getrennt werden. Dabei kommen unter anderem Modelle, statistische Verfahren und Annahmen über Wasserdampf, Wolken, Ozeane und andere Rückkopplungen ins Spiel.

Der IPCC kommt auf dieser Grundlage zu einer sehr weitgehenden Aussage: Der menschliche Einfluss habe Atmosphäre, Ozeane und Land eindeutig erwärmt. Für eine Verdoppelung der CO₂-Konzentration nennt er als beste Schätzung langfristig etwa drei Grad Erwärmung, zugleich aber eine wahrscheinliche Bandbreite von 2,5 bis 4 Grad Celsius.

Und das ist in meinen Augen das Problem: Aus einer wissenschaftlichen Aussage mit Bandbreiten und Unsicherheiten wird in der politischen Debatte eine scheinbar unumstößliche Gewissheit.

Mir ist das zu einfach. Wie groß der zusätzliche Erwärmungseffekt des CO₂ innerhalb des Klimasystems tatsächlich ist, bleibt deshalb für mich eine zentrale Frage – die nach wie vor nicht beantwortet ist.

Auch Einwände von Michael Limburg und anderen Kritikern sind für mich nicht mit dem Etikett „Klimaleugner“ erledigt – ganz im Gegenteil. Wer wissenschaftliche Gewissheit beansprucht, muss sich auch mit Gegenargumenten auseinandersetzen und erklären können, warum sie falsch sein sollen.

Damit komme ich zum Fazit dieses Kapitels: CO₂ ist ein Treibhausgas. Aber aus dieser physikalischen Tatsache allein wird noch kein „Klimakiller“. Zwischen der nachweisbaren Strahlungswirkung eines CO₂-Moleküls und Aussagen darüber, wie sich die globale Temperatur in mehreren Jahrzehnten entwickeln wird, liegen Messungen, Berechnungen, Rückkopplungen und Modelle.

Wissenschaft sollte die Grenzen ihrer Aussagen sichtbar machen. Politik neigt dazu, daraus Gewissheiten zu formen. Diese Gewissheiten werde ich in den nächsten Kapiteln hinterfragen.

Mein Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2. Juli 2026 veröffentlicht. Hier zu finden!

Uwe Froschauer

Uwe Froschauer hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München Betriebswirtschaft studiert und abgeschlossen. Sein besonderes Interesse galt der Wirtschaftspsychologie. Er arbeitete als Unternehmensberater, gibt Seminare bei Berufsbildungsträgern, ist Autor mehrerer Bücher und betreibt den Blog wassersaege.com. Seine Leidenschaft für weltweite Reisen machte ihn sensibel für Kulturen und Probleme anderer Völker. Er ist naturverbunden und liebt Tiere und Pflanzen.
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103 Kommentare

  1. Der Klimahype ist genau so gelogen wie der ganze Rest der westlichen Erzählung.
    Allein schon die Tatsache der Art und weise wie diese Agenda präsentiert wird lässt schon darauf schließen, ohne überhaupt die geringste Ahnung von der Materie zu haben.
    Das bekunde ich seit 1992, einfach mal von D1 auf D3 umrüsten wollen und man weiß es…
    Genau so wie wie es bei Corona, den Spritzen, Tonkin, 9/11, Bologna, Nicaragua, dem Jugoslawienkrieg, dem Manchester
    Attentat, und vielen anderen Ereignissen und vorgegaukelt wurde.

    „Um 5,45 wird zurückgeschossen“

    1. Froschauer nennt EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie e. V.)
      als Quelle seiner Weisheit im Text.

      EIKE ist eine Lobbyorganisation und wird
      von der Fossilindustrie finanziert.

        1. Aus diesem Umfeld kommen auch die Antisemitismus-Schreiber, wenn es um Wohnungsvergesell-
          schaftungen in Berlin geht. Die Linken schwimmen zwar mit, aber noch zu laut.

          Black Rock und Freunde halten einfach zu viele Anteile an Vonovia.

          Für jedes Thema ne eigene Schmierfinken-Kolonne.

      1. Dropke: Was ist denn die Fossilindustrie? Wird jetzt industriell nach Dinosauriern gesucht?
        Das was Sie sicherlich meinen ist die „Kohlenwasserstoffindustrie“. Erdgas muß nicht unbedingt
        fossieler Herkunft sein. Tatsächlich weiß man gar nicht so genau wie Erdgas entsteht. EIKE
        wird von jemanden finanziert, wie alle anderen Forschungsinstitute auch. Ohne eine solche
        Finanzierung könnte gar nicht geforscht werden. Glauben Sie die Universitäten sind unabhängig?
        Ohne Hilfe von der Industrie könnten Universitäten die forschen, gar nicht existieren.

        1. Hör auf dich blöd zu stellen, was die Finanzierung betrifft und warum das geschieht. Dein Humor ist auf dem Level:

          https://www.youtube.com/watch?v=3E0a_60PMR8

          Zeig doch mal die wissenschaftliche Forschung vom Eike-Institut? Die gibt es nicht. „Institut“ ist kein rechtlich geschützter Begriff und folglich wird damit viel Schindluder getrieben. Auch das weißt du genau.

          EIKE ist genau so ein seriöses wissenschaftliches Institut wie das Reinigungsinstitut, das bei mir die Treppe putzt oder das Friedensinstitut der NATO. Nur gibt es am Ende doch einen gravierenden Unterschied: Bei mir ist nach dem Einsatz des Reinigungsinstituts wenigstens die Treppe sauber, die anderen zwei Institute benützen den Namen nur um als wissenschaftlich zu gelten, damit ihre Pseudowissenschaft verbreiten können, also um mich zu verarschen, damit noch indirekt zu schädigen.

      2. Selbst wenn dem so wäre (EIKE führt keine öffentliche Spenderliste), dann ist das zwar sicher ein wissenswerter Umstand, aber entkräftet nicht per se deren Argumentation. Und finanzielle Einflüsse sind sicher nicht einseitig nur auf Seiten der Skeptiker vertreten. Allein der weltweite Zertifikathandel bewegt sich mittlerweile oberhalb eines Volumenes von 100 Mrd. Dollar / Jahr und gilt als „Wachstumsmarkt“.

        Am Klimawandel hängen zudem auch unzählige andere „Produkte“ bzw. ganze Branchen und somit auch Interessen. Auf der Seite der Klimaforschung können finanzielle Verflechtungen sicherlich auch mal etwas komplexer und somit nicht immer klar zu erkennen sein, aber im Kern gibt es keinen Grund anzunehmen, dass dort einfach nur fair nach den heiligen/sauberen Regeln der Wissenschaft gespielt wird. Wo gibt es das bitte schon, wenn an einen Thema große finanzielle Interessen hängen?
        Davon ab finde ich es auch etwas „billig“, wenn der Artikel hier die inhaltlichen Argumente von EIKE aufführt, man also eine Grundlage hat um entlang der gemachten Thesen zu diskutieren, das ganze dann aber einfach mit „die sind gekauft“ abtut…

        1. Dass Konzerne mit ihren gekauften Politikern Profite aus den Umständen schlagen wollen, hat nichts mit dem aktuellen Forschungsstand zu tun.

          Wenn EIKE (etc) überprüfbare Argumente vorlegen würde („wie anhand der Daten ersichtlich, hat Experiment XY folgendes ergeben..“) dann könnte man sich ja damit beschäftigen. Bis es soweit ist werden sie aber weiterhin als gekauft abgetan.

          Natürlich gibts auch gekaufte Wissenschaftler, oder solche die betrügen. Darum ist es wichtig das man sich auf das überprüfbare konzentriert, und nicht alles was sonst noch so hätte sein können.

          1. Ich weiß gerade nicht so ganz, was in diesem Kontext „überprüfbare Argumente“ sein sollen? Wenn EIKE darauf hinweist, dass es große Ungewissheiten dazu gibt wie relevant der Anteil von CO2 gegenüber Wasser in der Wirkung des Treibauseffektes in der Gesamtrechnung ist, dann ist das ja noch nicht mal etwas, was die etablierte Klimawissenschaft in Frage stellt, denn genau solche Fragen betreffen ja auch dort genau die Punkte, wo eine gewisse Ungewissheit herrscht.

            Und welche Art von Experimenten sollten das denn sein? Wir reden hier von einer Wissenschaft, deren Kernelement Prognoseaussagen sind und das auch noch zu einen hochgradig komplexen chaotischem System mit endlos vielen Rückkopplungseffekten und Regelkreisläufen. Klar, man kann da einzelne Elemente rausnehmen und dazu Experimente machen, aber daraus kannst du prinzipbedingt dann trotzdem keine festen Aussagen für das Gesamtsystem treffen. Genau das ist ja die Kernkritik, das man sich viel zu sicher gibt in dem, was man prognostiziert.

            „als gekauft abgetan“ ist übrigens ein lustiger Ansatz angesichts des Umstandes, dass faktisch die Finanzierung überhaupt nicht offen liegt. Und es ändert auch nichts daran, dass das kein argumentieren ist, sondern schlussendlich -meine Wahrnehmung- einfach nur einen Diskurs über Sachfragen verhindern soll.

            1. Ich weiß gerade nicht so ganz, was in diesem Kontext „überprüfbare Argumente“ sein sollen? Wenn EIKE darauf hinweist, dass es große Ungewissheiten dazu gibt wie relevant der Anteil von CO2 gegenüber Wasser in der Wirkung des Treibauseffektes in der Gesamtrechnung ist, dann ist das ja noch nicht mal etwas, was die etablierte Klimawissenschaft in Frage stellt, denn genau solche Fragen betreffen ja auch dort genau die Punkte, wo eine gewisse Ungewissheit herrscht.

              Das ist schlicht gelogen. EIKE behauptet Ungewissheiten, die gibt es immer in der Wissenschaft. Dass die „groß“ wären, behauptet nicht mal Froschauer.

              Wenn EIKE eigene Berechnungen/Modelle vorlegen würde, oder die Berechnungen und Modelle der Klimaforschung kritisieren würden, dann könnte man überhaupt erst anfangen die Argumente zu prüfen. So ist es nichts weiter als ein prinzipieller Zweifel.

              Wir reden hier von einer Wissenschaft, deren Kernelement Prognoseaussagen sind und das auch noch zu einen hochgradig komplexen chaotischem System mit endlos vielen Rückkopplungseffekten und Regelkreisläufen. Klar, man kann da einzelne Elemente rausnehmen und dazu Experimente machen, aber daraus kannst du prinzipbedingt dann trotzdem keine festen Aussagen für das Gesamtsystem treffen. Genau das ist ja die Kernkritik, das man sich viel zu sicher gibt in dem, was man prognostiziert.

              Klimawissenschaft ist ein Oberbegriff für verschiedene Teildisziplinen, darunter Atmosphärenwissenschaft, Ozeanografie, Paläoklimatologie, Klimaphysik, Biogeochemie und weitere.

              Keine dieser Teildisziplinen hat als „Kernelement“ die Erstellung von Prognosen. Die zentrale Aufgabe von Wissenschaft besteht vielmehr darin, die Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten der Natur zu erkennen, zu untersuchen und zu erklären. Prognosen können sich daraus ergeben, sind aber nicht der eigentliche Zweck wissenschaftlicher Forschung.

              Gerade in diesem Bereich hat die Wissenschaft in den vergangenen Jahrzehnten erhebliche Fortschritte gemacht: Wir verstehen die Prozesse und Wechselwirkungen des Klimasystems heute wesentlich besser und können sie zunehmend präzise beschreiben und modellieren.

              Aber man kann natürlich auch einfach EIKE glauben. Ein eingetragener Verein, der sich hochtrabend „Europäisches Institut für Klima und Energie“ nennt, selber keinerlei Wissenschaft betreibt, und außer Zweifeln nichts zur Wissenschaft beizutragen hat, dafür aber von den Nutznießern der fossilen Brennstoffe finanziert wird, der ist m.E. aber nicht sonderlich glaubwürdig.

              1. „Wenn EIKE eigene Berechnungen/Modelle vorlegen würde, oder die Berechnungen und Modelle der Klimaforschung kritisieren würden, dann könnte man überhaupt erst anfangen die Argumente zu prüfen. So ist es nichts weiter als ein prinzipieller Zweifel.“

                Vielleicht mal vorweg: Ich verfolge EIKE nicht, weiß daher auch nicht alles was die wozu wie geäußert haben (außer natürlich das, was hier im Artikel erwähnt wird). Das wäre an diesem Punkt der Diskussion aber wohl wichtig. Ich würde es daher lieber etwas allgemeiner an der großen Diskussion entlang erklären:

                Wenn man meint, dass ein System zu chaotisch ist und/oder es zu viele Parameter gibt, um eine sinnvolle Prognose aufstellen zu können, dann wäre es schon ein etwas absurder Vorgang eigene Prognosen und Modelle als Gegenpol anzubieten. Und soweit ich das aus dem Skeptiker Lager bisher mitbekommen habe, ist das ein zentraler Punkt in ihrer Argumentation. Dafür reicht es dann tatsächlich, wenn man „nur“ die Modelle der anderen Seite kritisiert.
                Und ja, gewissermaßen ist es ein prinzipieller Zweifel, aber wo ist das Problem? Prinzipiell in Frage zu stellen, dass wir solche Prognosen sinnvoll aufstellen können, ist ein legitimer Standpunkt. Den kann man dann auch an bestimmten Bezugspunkten konkreter ausformulieren, denn wir haben mittlerweile viele Jahrzehnte an Klimaforschung und deren Erkenntnise aus der Vergangenheit kann man zumindest mit dem Jetzt abgleichen. Wenn wir mal die 80er nehmen, das war meine Jugend, so waren die durchaus von katastrophalen Vorhersagen geprägt, x Meter Meeresspiegelanstieg bis 2030 oder so, alle Gletscher weg, Polkappen abgeschmolzen, Wetterkatastrophen noch und nöcher. Klar, das waren keine Vorhersagen, sondern mögliche Szenarien, aber aus dem jetzigen Standpunkt heraus kann man nun mal faktisch feststellen: Diese Szenarien waren alle Bullshit, meilenweit entfernt von der tatsächlichen Realität in 2026. Da könnte man draus lernen, stattdessen wird es aber gefühlt nur noch schriller. Wobei ich hier zugestehen würde, dass das nicht unbedingt primär aus der Wissenschaft kommt, sondern zu einem Großteil über die Medien und Politik. Ein Teil der Wissenschaft reitet diese Welle aber auch offenkundig gerne mit.

                Und worum geht es denn schlussendlich beim Thema Klimawandel? Der Faktor des Wandels ist nüchtern betrachtet einfach nur ein Paramter von akademischen Interesse, das würde nicht reichen, damit es gesellschaftliche Diskussionen und dort dann Lagerbildungen auslöst. Der zentrale Punkt ist doch, ob und wie disruptiv es auf die menschliche Zivilisation einwirken kann oder eben auch nicht. Und da ist es durchaus legitim zu schauen, was vor 30 Jahren die Vorhersage für heute war und was schlussendlich dabei rumkam. Würdest du sagen die Menschheit hat gerade wegen Klimawandel ein echtes Problem? Also jetzt gerade, also zu dem Zeitpunkt, wo man in der Vergangenheit Annahmen traf, dass evtl. der -natürlich deutlich überspitzt- Kölner Doom schon Teil der Nordsee sein könnte? Also richtig massive Probleme, die dazu führen, dass Länder ihre Strukturen komplett gefährdet sehen? Malediven abgesoffen und so?

                Und verstehe mich nicht falsch: Ich habe kein Problem damit, dass man solche Prognosen versucht und -wie vieles beim Menschen- wird das auch konstant besser werden, denn man vertieft Themen/Thesen, erlangt neue Erkenntnisse, das alles ist kein Problem. Das Problem ist vielmehr, dass daraus politische Entscheidungen abgeleitet werden, man mit Angstmache und Übertreibungen arbeitet, gar den ultimativen Endpunkt mit irgendwelchen Kipppunkten herbei fantasiert und dadurch große Kapitalflüsse bewegt werden, die beim Großteil der Menschen zu realen Wohlstandsverlusten führen. Eigentlich schreit das sogar noch dem Kernthema linker Analyse, also eigentlich der einzigen, die Linke immer haben: Kapitalismus! 😉 Aber Linke lieben seit Corona ja auch die Pharmaindustrie, ist irgendwie alles nicht mehr so ganz in seinem alten Koordinatensystem…

                Und ich verabschiede mich schon mal, obwohl ich gerne weiter diskutieren würde, denn ich müsste jetzt wohl meinen fünften Kommentar erreicht haben. Es bleibt wie es ist @Overton: Dieses Kommentarsystem nervt massiv und nimmt dem Projekt einen ganz zentralen Mehrwert weg. Traurig daran ist, dass ihr das eigentlich mit der Erfahrung bei Telepolis auch wissen müsstet…

                1. Wenn man meint, dass ein System zu chaotisch ist und/oder es zu viele Parameter gibt, um eine sinnvolle Prognose aufstellen zu können, dann wäre es schon ein etwas absurder Vorgang eigene Prognosen und Modelle als Gegenpol anzubieten.

                  Nun geht es aber gar nicht um eine Prognose, sondern hier im Artikel um die Frage, ob CO2 oder evtl. andere Faktoren massgeblich für den Klimawandel sind. Oder – um es genauer zu machen – ob und wie Wasserdampf als klimawirksames Gas wirkt. Da ist es schon ein bißchen dünn nur mit Skepsis aufzuwarten, zumal sich die Klimaforschung natürlich schon lange mit der Frage befasst hat.
                  Was Froschauer wie auch EIKE machen ist eine billige Infragestellung einer Theorie, ohne wirklich nachzuweisen, dass die Fehler aufweist. Das ist der ganze Zweck des Artikels.

                  Zu den Kippunkten: die heißen so, weil sie nichtlinear wirken. Eine stabile Situation kippt und ist dann wieder „stabil“ – also nicht umkehrbar. Taut der Permafrost, wird Methan freigesetzt, welches den Klimawandel beschleunigt. Und der bewirkt ein weiteres Auftauen des Permafrosts. Die Kippunkte sind der Grund, warum man den Anstieg auf 1,5° begrenzen wollte. Das ist der Bereich, wo man sich noch halbwegs sicher ist/war, dass der Temperaturanstieg beherrschbar bleibt. Steigt die globale Temperatur über 2° kann man davon ausgehen, dass es egal ist wieviel CO2 man noch reduziert.

                  Würdest du sagen die Menschheit hat gerade wegen Klimawandel ein echtes Problem?

                  Ein Bauer, dem seine Ernte vernichtet wurde, hat ein existenzielles Problem. Ein Bürger, der mehr für Lebensmittel ausgeben muss, hat evtl. ein Problem – hängt vom Einkommen ab.
                  Fakt ist, dass zahlreiche Wirtschaftszweige vom Klimawandel betroffen sind. Und im Kapitalismus bedeutet das evtl. den Ruin, wenn Kosten entstehen, die man nicht weitergeben kann. Der Kölner Dom muss nicht Teil der Nordsee sein, für eine Katastrophe reicht es vielleicht schon, wenn die Schifffahrt auf dem Rhein wochenlang eingestellt werden muss. Oder wenn man sich die Bewässerung seiner Obstplantagen nicht mehr leisten kann.
                  Ich denke nicht, dass die Landwirtschaft auf Sizilien oder überhaupt im Mittelmeer eine Zukunft hat, wenn die Temperaturen weiter steigen. Oder Extremwetter immer wieder größere Teile der Ernte vernichten.
                  Irgendwann wird man Wetterbedingte Schäden auch nicht mehr versichern können, dann ist ein Hagelschafen gleichbedeutend mit dem finanziellen Ruin.

                  Letztlich wird „die Menschheit“ weniger ein Problem mit dem Klima haben, als mit den Folgen, die das für den Kapitalismus hat. Wenn reihenweise Geschäft kaputt geht, dann wird auch der Kredit, der dieses Geschäft initiiert hat faul. Wie sieht es denn mit dem Euro aus, wenn die Euro wie Spanien oder Italien Schwierigkeiten bekommen ihre Staatsverschuldung zu finanzieren? Und was heißt es für die Weltwirtschaft, wenn der Euro kaputt geht?

              2. Soweit richtig. Klimawissenschaft bzw. die von Ihnen erwähnten Teildisziplinen sind im Prinzip beobachtende Wissenschaften, also historische, und unterscheiden sich von den klassischen Naturwissenschaften dadurch, dass man in der Regel keine Experimente machen kann. Man muss damit leben, was zufällig an Veränderungen auftritt. Damit fällt eine Prognose prinzipiell flach, wenn man keine vollständige, experimentell bestätigte Kausalbeziehungen hat. Ansonsten kann eine „Prognose“ nur die Falschheit einer Hypothese belegen, wenn deren Voraussagen mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmt.

                Wenn man allerdings so viele Parameter hat, dass man die Vergangenheit so hindipsen kann, dass sie mit den Beobachtungen übereinstimmt, dann begibt man sich, freundlich gesprochen, auf dünnes Eis.

                Der Einwand der CO2-Theorie-Kritiker ist nun, dass die numerischen Größen des klimawirksamen Wasserhaushalts viel zu unbekannt sind, um den Effekt des Gases zu quantifizieren.

      3. @Dropke

        Selbst wenn das, was Sie hier über EIKE schreiben stimmen sollte (Konjunktiv ! ),
        so wäre bzw. ist das ja kein Argument.
        Sie scheinen der seltsamen Auffassung zu sein, dass eine Argumentation bloß deswegen inhaltlich falsch ist,
        weil sie von Leuten kommt, die sich nicht mögen.

        1. Das Problem mit EIKE und deren Argumentation ist, dass sie gar keine ist. Diese Leute sind so schlau, dass sie sich nicht angreifbar machen, in dem sie falsche Behauptungen aufstellen.

          Man sagt nicht „Rauchen verursacht keinen Krebs“, sondern „es gibt auch andere Ursachen für Krebs“. Oder „nicht jeder, der raucht, bekommt Krebs“. Das ist sachlich nicht falsch, man kann es also nicht widerlegen. Und bei dem geneigten Publikum erzeugt es den gewünschten Effekt. Darauf kommt es den Leuten hinter EIKE an. Man will die öffentliche Diskussion in eine bestimmte Richtung lenken. Das kommt auch noch seriös daher, wenn man z.B. sagt „man sollte keine voreiligen(!) Schlüsse ziehen“.
          Dafür beschäftigen Firmen wie Exxon PR Agenturen, finanzieren „Institute“ wie EIKE, sponsoren Influencer. Es sind von der Industrie gesteuerte Diskussionen, die so tun, als würden sie eine ernsthafte Auseinandersetzung befürworten, es geht aber nur darum Zeit zu gewinnen.

          Die ganze Artikelserie ist eine einzige Stimmungsmache im Gewand einer analytischen Betrachtung aller(!) Faktoren.

      4. Der ganze CO2 Hype der etablierten Forschung wird von den Regierungen (also den Herrschenden) sowie der interessierten Industrie finanziert.

        Diese Aussage ist auf der gleichen Diskussionsebene wie die Ihre. Sozusagen das „ad personam“ bei juristischen Personen. Wie wäre es, sich einmal inhaltlich mit den wissenschaftlichen Themen zu befassen? EIKE hat zumindest einige Tagungen ausgerichtet, bei denen Sie sich die Argumente von kompetenten Wissenschaftlern anhören können.

      1. @H.L.: „Das böse CO2 und der böse Russe dürfen nicht hinterfragt werden.“

        Was das eine mit dem anderen zu tun hat, wird wahrscheinlich für immer Ihr Geheimnis bleiben.

        1. Beides ist eine westliche Erzählung und daher eben auch gelogen.
          Merkst du denn nicht das die Klimahysterie ihren Zenit schon längst überschritten hat?

            1. Du bist wiedermal der Propaganda erlegen.
              Ich weiß seid 1974 das wir alle nur verarscht werden und Manche werden es wohl nie raffen.

            2. Dieser spezielle Gletscher, der EINE Ursache für das Drama war, ist ein Produkt der Kleinen Eiszeit zwischen dem 14. und 19Jh. Dem kältesten Zeitraum seit über 8000 Jahren.
              Diesen Gletscher gab es nachweislich vorher nicht. Mit der derzeitigen Erwärmung seit Ende des19Jh schmilzt dieser natürlicerweise wieder udn wird verschwinden.
              Der zweite wichtige Grund für das Drama ist der Mensch, bzw seine Ignoranz. Die Vorfahren der Leute dort haben nicht aus versehen ihre Häuser nicht an den Fluss gebaut, sondern in die Berge, auch wenn es unbequemer war. In denletzten Jahrzehnten hatman aber dort, vor allem mit Hilfe chinesischer Investoren, nassiv entlang des Flusses gebaut, weil die Vorfahren waren ja alle doof, wir wissen heute alles, und vor allem besser, der rest ist Ahrtal…

        2. Nein. Es gilt die allgemeine Lebenserfahrung: Die herrschende Meinung ist die Meinung der Herrschenden.

          Und dies verbindet alle mit großem Bohei verkündeten „Wahrheiten“. Aber vielleicht glauben Sie, es gäbe keine Herrschaft.

  2. Froschauer betreibt eine üble Sache. Er schlägt Argumentationspflöcke für den CO2-Blödsinn ein unter dem Deckmantel der Kritik. Denn er behauptet eien tatsächlich spürbare Auswirkung ob in der Atmosphäre 400 oder 500 Teilchen von einer Million Teilchen CO2-Moleküle seien. Das ist komplett lächerlich angesichts der Tatsache, dass bis zu 40.000 Teilchen der eine Million Teichen H2O-Moleküle sind die auf den fast identischen Spektralbändern aktiv sind wie CO2.

    Und dann gibt es die Tatsache der Sättigung. Also dass ein Mehr nichts mehr ändert, oder höchstens noch die zehnte Nachkommastelle bei den Wirkungen. Und die ist im Verein von H2O + CO2 überall längst erreicht. Oder anders gesagt: selbst eine Verdoppelung, ja selbst eine Verzehnfachung würde praktisch nichts mehr merklich ändern (natürlich auf den betrachteten Aspekt bezogen).

    Was bei der ganzen Fehldiskussion immer außen vor bleibt: die Temperatur in der Atrmosphäre ist vor allem ein Effekt der Wärmekapazität der Atmosphäre. Also die Tatsache, dass Moleküle Wärme speichern ist für den Unterschied zur theoretischen Temperaturerhöhung gegenüber einer Erde ohne Atmosphäre maßgeblich. Und nicht das angebliche Pingpong-Spiel der CO2-Moleküle mit der Strahlung.

    Jeder der die perfide ausgedachten Begriffe wie „Treibhauseffekt“, „Treibhausgas“, „Strahlungsantrieb“, etc benutzt, trägt die Lüge der geldmächtigen Bedrücker ala Soros und Gates und Co weiter.

    1. Du bist wärmephysikalisch komplett auf dem falschen Dampfer, so hart muss ich das leider formulieren. Natürlich gibt es einen Sättigungseffekt, ob Infrarot von 300 oder von 500 ppm CO2 und CH4 komplett absorbiert wird, ist unter diesem Blickwinkel völlig egal.
      Was aber NICHT egal ist, was Du aber komplett ignorierst, ist die Frage ob die Infrarotabstrahlung der Erdoberfläche bei unter 300 ppm von 10 km Atmosphäre absorbiert wird oder aber bei über 400 ppm vom untersten 1 km der Atmosphäre (wo ja auch das CO2 produziert wird und lokal viel höhere Konzentrationen vorhanden sein können). Ersteres erwärmt eine Atmosphärenschicht von 10 km Dicke, letzteres erwärmt die unterste Atmosphärenschicht von 1 km übermäßig, während in 10 km Höhe viel stärker als früher Abkühlung erfolgt. Kommt Dir das etwa bekannt vor? Das ist nämlich, was wir in den letzten 30-40 Jahren sehen, und das nennt man Treibhauseffekt der unteren Atmosphäre.
      Natürlich hat Wasser ein ähnliches Spektrum, aber nicht identisch. Und wenn eine Kleinigkeit mehr CO2 die Oberfläche etwas erwärmt, nimmt durch die höhere Temperatur die Verdampfung aus Gewässern und der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre noch mehr zu, was zu noch mehr Absorption führt, usw. Selbstverstärkender Effekt. Dabei entstehen aber dann natürlich auch mehr Wolken, was wiederum die Erdoberfläche abkühlt. Daher der gegenwärtige Hype bei der Wolkenforschung, man versteht das noch nicht ausreichend detailliert und weiß noch nicht, ob und wo es da zu einem Gleichgewicht kommen kann oder ob ein sehr stark oszillierendes System entsteht (was womöglich noch schlimmer für die Umwelt wäre, Oszillation zwischen starker Erwärmung und Verdampfung zu extremer Wolkenbedeckung und starker Abkühlung der Atmosphäre, damit Abregnen oder Abschneien und Verschwinden der Wolken und wieder ansteigende Erwärmung). Prähistorisch hat es ja schon sehr lange Perioden mit kompletter Wolkenbedeckung und viel höheren Oberflächentemperaturen gegeben.
      Froschauer und EIKE ignorieren den Höheneffekt und die veränderte thermische Schichtung der Atmosphäre. Nun ja, Froschauer ist kein Physiker, er kann einfach die unterschiedlichen Effekte nicht gewichten. Aber sich dann auf EIKE berufen, die ganz klar Lobbyismus betreiben….

  3. Warum hat eigentlich nicht Michael Limburg von Eike den Artikel nicht selbst geschrieben? Warum musste das die ersten Folgen verheimlicht werden bis es nicht mehr ging, weil zu viele Leser darauf hinwiesen? Wenn man sich noch erinnert, was in der ersten Folge stand, ist das mittlerweile nur noch eine Persiflage auf die eigene Hybris des Autors. Weiterhin geht es überhaupt nicht um wissenschaftliche Argumente, was falsch an den Berechnungen oder Modellen von Wissenschaftlern wäre, sondern um das Sähen von Zweifel, um dem Autor missliebige politische Handlungen zu verhindern, was sich mit der bekannten PR-Strategie von Großkonzernen deckt, wenn sie Kosten ihrer Umweltzerstörung nicht bezahlen wollen. Deshalb muss der Herr Froschauer keine wissenschaftliche Studien der Gegner zitieren, wo sie falsch lägen, genauso wie er lange nicht zugab, wo er exklusiv seine Informationen her bekommt. Wer so hinterhältig agiert wie der achso tierliebe und naturverbundene Autor, hat sich für mich vollkommen diskreditiert. Ich glaube den Autor kein Wort, dass er so naturverbunden oder tierlieb wäre. Jeder Trottel, der einen Hund hat und mit dem ab und zu mal Gassi geht, würde sich als tierlieb und naturverbunden bezeichnen. Wer sich tatsächlich mit Ökologie beschäftigt und z.B. alleine diesen Sommer wieder erlebt hat, wie Hitze und Dürre Diese stressten, würde niemals als Klimwandelleugner in einem alternativen Medium auftreten. Und immer dran denken:

    Co2 ist gut für die Orangen!

  4. Gerne auch noch das:

    Ein schlechtes Stück bei dem unter der Fahne des kritischen Aufklärers hanebüchene Ansichten verbreitet und verfestigt werden sollen indem der „kritische Aufklärer“ ihnen den Stempel der Richtigkeit aufdrückt – genauso verlogen und unwahr wie die ganze „Klimawissenschaften“.

    Also nochmal: unsere Lebenssphäre hat sich in Millionen Jahre herausgebildet WEIL SIE EXTREM ROBUST IST gegen Schwankungen und Einflüsse. Es gibt überall negative, also abschwächende Rückkopplungen.

    Der Froschauer will das verdecken was für jeden vernünftigen Menschen schreiend offensichtlich ist: dasss da keine Diskussion herrscht, wie er insistiert, sondern dass da eine „Pressure Group“ massiv ihre Agenda auf der Basis von Lügen durchdrücken will.

    Die transkontinentale Wirtschaft sieht das Problem der Sättigung auf sich zukommen (bzw. in vielen Bereichen schon erreicht) was bedeutet, dass sich bei herkömmlichem Wirtschaften und mit den „alten Produkten“ die Profite immer weiter vermindern müssen, der Strom von Geld und Werten von „unten“ nach „oben“ sich vermindert. Und deshalb müssen neue Geschäftsmodelle her. Am besten Geschäftsmodelle die Geräte-intensiv sind, für die also Produktionen von Geräten hochgefahren werden müssen, ganz neue Produktionskapazitäten „nötig“ sind (im Gegensatz zu den auf den Durchsatz ausgelegte Industrien wie etwa Erdöl).

    „Corona“ funktionierte auch schon in gewisser Weise nach diesem Prinzip: Produktionskapazitäten aufbauen (und sich horrend bezahlen lassen) für etwas, was die Welt nicht braucht – was man aber ihr einreden kann, sie bräuchte es.

    Selbst Migration geht darauf zurück: wenn die Einheimischen schon alles gekauft haben, und der Ersatz (das Ersetzen von kaputten Geräten) nicht die Profiterwartungen deckt, müssen eben ganz frische Neukunden her.

    ______Alles was wir heute sehen, was angeblich Probleme der Welt wären, sind in Wahrheit Probleme der profitorientierten und Profit „lebenswichtig“ benötigenden, überdimensionalen (Fehl-)Wirtschaft.______

  5. Mein Gott ist das peinlich. Jetzt kommt der neuste Schüleraufsatz, in dem sich Herr Froschauer mit einem Thema abmüht, von dem er nun wirklich keine Ahnung hat. Nur das Schlussfazit stand schon fest bevor er angefangen hat zu schreiben.

    Aber voll in Ordnung. Die Fans hier lieben die Texte von der Wassersäge. Alles richtig gemacht. Das Klientel muss zufrieden gehalten werden.

      1. Wieso keine Medienberichte? Ist das Overton-Magazin nicht den Medien zugehörig? Doch nur ein Meinungsblog?

        Wenn ich ihre klassischen Kurz-Schlaumeier-Rückfragen bei den Kommentaren lese (nicht nur unter diesem Beitrag), erübrigt es sich mit ihnen zu diskutieren. Früher schon einmal versucht. Auch wenn ich das von den Eiskernbohrungen unten bei Ihnen lese. Sie hatten die gleiche Lektüre wie Herr Froschauer und denken, wenn es für Sie schlüssig ist, dann stimmt es auch. Ist auch völlig ok so. Geniessen Sie Ihre Rente, bleiben Sie gesund und alles Gute.

  6. Es glauben da einige schlaue Menschen am Klima herumbasteln zu müssen und zu können,
    zerstören aber mit ihren alternativen Energien massiv die Umwelt. Wenn es tatsächlich etwas
    wärmer wird, stellt sich die Natur darauf ein. Auch der Mensch ist ein Teil der Natur. Wenn aber
    durch das Zerschreddern der Insekten und der Vögel durch die Windkraftwerke wichtige Bestandteile
    der Natur immer mehr fehlen, kann sie nicht mehr korrigieren. Um und unter den Solar Kraftwerken
    wird das störende Leben tot gespritzt. Um die Windkraftwerke entstehen starke Verwirbelungen,
    die auch das Wetter beeinflussen. Ähnlich geschieht das auch bei den Offshore Windkraftparks.
    Dazu kommt der Abrieb der Rotoren. Die Konzentrationen von Microplastik in den Körpern von
    Tieren und in den Pflanzen um die Windparks herum ist enorm hoch. Wenn wir etwas für die Welt
    machen wollen, wäre das z.B. eine Reduzierung der Menschenpopulation. Wir sind zu viele auf diesem
    Planeten. Die Folgen uns alle am Leben zu halten sind viel schlimmer, als etwas mehr Wärme.
    Unsere schwindende Bevölkerung in Deutschland mit Menschen aus fernen Ländern aufzustocken,
    ist der völlig verkehrte Weg.

    1. Aber natürlich, aber natürlich… Die Frage kann daher nur lauten: Sprechen wir bei dem Rotormassaker an den Bienen schon von Völkermord, oder muss man schon vom Holocaust an den Spatzen reden? Die Verbindung von der Umvolkung und dem Windrad ist ein ganz erfrischender Gedankengang. Danke. Es steht schlimm um uns. Mit der schleichenden Vergiftung durch Solar“strom“ möchte ich mich überhaupt nicht beschäftigen. Das ginge weit über den Rahmen des Erträglichen hinaus!

  7. Auch wenn ich sicher wieder als hochnäsig verunglimpft werde: Was qualifiziert einen Betriebswirt, sich zu diesem Thema im Stil eines Experten zu äußern ?
    Ansonsten ist festzustellen, dass hier wieder dieselbe perfide Strategie angewendet wird, wie in den vorherigen Teilen.
    Der Autor beschreibt zunächst vollkommen richtig einige wesentliche Erkenntnisse der Klimaforschung, um dann in einem einzigen Satz mit einem pauschalen Hinweis auf irgendeine schon hundertfach widerlegte Theorie von EIKE/Limburg Zweifel daran zu säen.
    Umgekehrt werden diese Theorien von EIKE auch sofort wieder in Zweifel gezogen, zwei Beispiele:
    Erstens: Für Eike ist die CO2 Diskussion erledigt, weil sich ein vielfaches mehr an Wasserdampf in der Atmosphäre befindet als CO2 und Wasserdampf ein stärkeres Treibhausgas ist. Der Autor weist vollkommen richtig auf den entscheidenden Unterschied zwischen H2O und CO2 hin, nämlich dass der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre einzig und allein von der Temperatur des Wasserreservoirs und der darüber liegenden Luftschicht abhängt ( Clausius-Clapeyron Gleichung, bekannt seit 1834 ). Die umgangssprachliche Formulierung warme Luft könne mehr Feuchtigkeit speichern als kalte Luft ist übrigens physikalischer Unfug. Gemeint ist, dass der Dampfdruck mit der Temperatur ansteigt, was man zuhause am Kochtopf besichtigen kann. Jeder zusätzlich in die Atmosphäre eingebrachte Wasserdampf kondensiert bei gegebener Temperatur jedenfalls sofort wieder aus, bevor er auch nur die Chance hat, als Treibhausgas zu wirken. H2O wirkt lediglich verstärkend nach einem Temperaturanstieg. Auch das stellt der Autor vollkommen korrekt fest.
    Zusätzlich eingebrachtes CO2 kondensiert unter atmosphärischen Bedingungen aber nicht und reichert sich an.
    Und was verursacht jetzt ursächlich den Anstieg der Temperatur, wenn es der Wasserdampf nicht ist ? Darauf hat der Autor leider keine andere Antwort als dass EIKE eben nicht glaubt, dass es das vom Menschen emittierte C02 ist, sondern doch irgendwie der Wasserdampf. Wie denn irgendwie ? Aber den Kritikern von Eike unterstellen, dass sie zu einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung nicht fähig sind, peinlich !
    Zweitens: Mit der Erwähnung des Sättigungseffekts versucht der Autor Zweifel an der Rolle des C02 zu säen. Im nächsten Absatz widerlegt er diese Zweifel sofort selber indem er wieder völlig richtig auf den „Decken-Effekt“, also das verschieben der Fluchtschicht wo die Wärmestrahlung entweicht in größere Höhen und damit kältere Luftschichten hinweist, sowie auf den Effekt der verbreiterten Absorptionsbanden. Die Ränder der Banden spielen mit steigender Sättigung eine immer größer werdende Rolle. Na also, kein Widerspruch.
    Die einzige für mich erkennbare Strategie hinter dieser Artikelserie scheint mir zu sein, sich jedem gegenüber unangreifbar zu machen. Egal ob „Klimahysteriker“ oder „Klimaleugner“ – der Autor kann sagen „habe ich doch auch geschrieben“.
    Das Ganze ist doch ein einziges unwissenschaftliches Gelaber, was man auch auf das Fazit hätte verkürzen können, welches von vornherein feststand. Da gebe ich Bruno Gamser vollkommen recht.
    Aber auch das Fazit ist ja nur Bla-bla.
    Herr Froschauer: bitte ersparen Sie uns die nächsten Teile. Ersetzen sie diese einfach durch einen Hinweis auf die Webseite von EIKE. Dann kann sich jeder, der will, dort das Original ansehen und muss nicht mit ihrer halbherzigen Kopie vorlieb nehmen.

    1. Genauso funktionierte vor vor 20 Jahren übrigens die Kritik an der Evolutionstheorie. Die kam übrigens aus der politisch gleichen Ecke.
      Lach.

    2. Was qualifiziert einen Kognitionswissenschaftler, Programmierer, Illustrator und Grafikdesigner dazu, „der Experte fürs Klima“ zu sein?

      1. Nichts, und deshalb äußern die sich ja auch nicht als Experten fürs Klima, außer vielleicht am Stammtisch. Professionelle Klimaforscher sind studierte Naturwissenschaftler, weil es sich beim Klima und beim Klimawandel um ein naturwissenschaftliches Problem handelt. Stefan Rahmstorf zum Beispiel ist ebenso wie sein Co-Fachbereisleiter Wolfgang Lucht Physiker. Auch der Gründer des PIK Hans Joachim Schellnhuber war Professor für theoretische Physik. Im naturwissenschaftlichen Bereich des PIK arbeiten natürlich auch Chemiker, Meteorologen etc, , aber eben keine Illustratoren oder Kognitionswissenschaftler. Hoffe ich habe ihre Frage zur Zufriedenheit beantwortet.

        1. Die Rede war vermutlich von John Cook, der genau diese „Qualifikationen“ hat, und dennoch mit seiner Seite sceptical science als Quelle für alles Klimatische gilt. Jedenfalls im Mainstream.

          1. danke für den Hinweis. Der Herr war mir bisher gar nicht bekannt, seine Webseite sceptical science schon. Den Unterschied zwischen Cook und Froschauer kann jeder erkennen, der sich die vorliegende Artikelserie und die oben genannte Webseite anschaut.
            Cook behauptet jedenfalls nicht, den Sachverhalt selber beurteilen zu können. Er trägt nur Argumente professioneller Klimaforscher gegen die Behauptungen der Skeptiker zusammen, inklusive Quellenangaben und detaillierter physikalischer Erklärungen.
            Froschauer dagegen simuliert genau wie EIKE eigene Kompetenz und versucht durch eine Pseudo-ausgewogene Betrachtung Zweifel zu säen. Das ist die übliche, leider recht erfolgreiche Strategie.
            Konkrete physikalische Argumente für alternative Erklärungen sucht man bei ihm vergeblich. Als Quelle für seine Zweifel dient ihm jeweils irgendein platter Verweis auf eine Behauptung von EIKE.

        2. Tja, auch Physiker sind käuflich. Und vor allem, wenn sie der Meinung sind, einer guten Sache zu dienen. Die Natur ist schließlich ein Vexierbild, in das man vieles hineinlegen kann, ohne gleich verlacht zu werden. Glauben Sie mir, ich bin auch Physiker, Fachrichtung Geophysik.

  8. Oha, Elektrotechniker und Betriebswirt „did their own research“…!

    Grundsätzlich und wirtschaftlich aber nachvollziehbar, dass Overton seinem Publikum das gesamte, rechte Portfolio anbieten möchte.

  9. Lieber Herr Froschauer,

    danke für diese genaue und differenzierte Zusammenfassung des CO2-Problems. Wirklich klasse.

    Und lassen Sie sich nicht entmutigen, weder von denen, die Sie als Agent Provocateur der CO2-Profiteure entlarvt haben wollen und in einem kurzen, flachen Satz eine bereits 100% CO2-Sättigung postulieren, ohne auf Ihren sehr differenzierten Umgang mit dem Phänomen Sättigung einzugehen – diese Leute wissen’s immer besser, auch wenn sie Ihre Artikel gar nicht lesen –

    und auch nicht von denen, die Ihnen vorwerfen, einen klimaskeptischen Physiker perfiderweise erst jetzt als Instanz heranzuziehen und Sie als Agent der fossilen Lobby brandmarken, bis hin zum Persönlichen, zur Unterstellung, Ihre Tierliebe und Naturverbundenheit sei nur vorgetäuscht –

    und auch nicht von denen, die nicht akzeptieren, dass auch Sie als Nicht-Klimatologe imstande sind, gründlich das Für und Wider zu recherchieren und zu präsentieren. Was Sie getan haben.

    Der Schaum der all diesen vorm Mund heruntertrieft, spricht Bände. Wie heisst es so schön: Wer schreit, hat immer Unrecht!

    Das Thema globale Erwärmung ist für mich als Gemüsebauer von existentiellem Interesse; um offen zu sein, profitiere ich sogar von der Erwärmung, weil die positiven Folgen – längere Ernteperiode! – die negativen Folgen – Überhitzung im Sommer – unterm Strich überwiegen. Das kann sich natürlich ändern, wenn die angedrohten Katastrophenszenarien eintreten sollten. Im Dürrejahr 2018 zB habe ich ganz schönen Bammel bekommen. Das hat sich aber in den Folgejahren wieder gelegt. Und weil ich mittlerweile weiss, dass es im 20. Jahrhundert mehrere vergleichbare Dürrejahre gab, die so unregelmässig verteilt waren, dass ein Menschenleben nicht ausreicht, um da eine zuverlässige statistische Tendenz zu erkennen, nehme ich auch das Dürrejahr 2026, das für mich körperlich sehr anstrengend war, mit einer gewissen Gelassenheit zur Kenntnis: da muss man eben durch! Und wenn ich auch vermute, dass die Frequenz der Dürrejahre zunimmt, ist diese Zunahme so unmerklich, dass sie statistisch nicht aus den Daten ableitbar ist, weil seltene Ereignisse eben sehr unregelmässig kommen. Praktisch ausgedrückt: Ein Sechserpasch kann duchaus 200 Würfe auf sich warten lassen, aber auch dreimal in 10 Würfen kommen.

    1. danke für diese genaue und differenzierte Zusammenfassung des CO2-Problems. Wirklich klasse.

      Besonders hohe Ansprüche scheinst du nicht zu haben. Die Artikelserie von Froschauer ist weder genau, noch wird überhaupt irgendwas geklärt. Das, was Froschauer betreibt, ist Zweifel zu streuen. Dafür bekommt er offenbar deinen Beifall.

      Was nutzt es einem, wenn man weiß, dass es z.B. die Milanković-Zyklen gibt, und die prinzipiell das Klima beeinflussen, wenn weder geklärt wird, inwiefern die sich in den letzten 200 Jahren bemerkbar machen, noch in welcher Größenordnung sich das bewegt.

      Hand aufs Herz: was kannst du mir jetzt nach der Lektüre der Artikel über den Klimawandel als Auskunft geben? Kannst du irgendeinen Aspekt benennen, der jetzt geklärt wäre? Wohl eher nicht, denn Froschauer trifft ja keinerlei Aussagen über den Klimawandel und seine Gründe.

      Übrigens, genau diese Technik ist früher schon einmal zur Anwendung gekommen.

      Bei wissenschaftlichen Fragen gibt es praktisch immer Unsicherheiten. Die wissenschaftliche Methode versucht, diese Unsicherheiten zu quantifizieren und einzuordnen. Die politische Kommunikationsstrategie kann dagegen lauten: Wenn noch Unsicherheiten existieren, ist die Wissenschaft nicht geklärt – und deshalb sollte die Politik noch nicht handeln.

      Ab den 1950er Jahren geriet die Tabakindustrie wegen der wachsenden Evidenz für den Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs unter Druck.
      Die Industrie gründete bzw. unterstützte unter anderem das Tobacco Industry Research Committee und später das Council for Tobacco Research. Die Strategie bestand nicht unbedingt darin, zu beweisen, dass Rauchen ungefährlich sei. Ein wichtiges Ziel war vielmehr, wissenschaftliche Unsicherheit hervorzuheben und regulatorisches Handeln hinauszuzögern.
      Aus später im Rahmen von Gerichtsverfahren veröffentlichten internen Dokumenten ist diese Strategie sehr gut rekonstruierbar. Die Historiker Naomi Oreskes und Erik Conway haben einen großen Teil dieser Geschichte in Merchants of Doubt aufgearbeitet; die zugehörige Dokumentensammlung enthält beispielsweise auch einen Bericht des US-Kongresses über die Tabakindustrie und die Rolle der PR-Firma Hill & Knowlton.

      Einige Jahre später tauchen dieselben Personen bzw. dieselben Netzwerke bei anderen Umweltfragen auf.

      1984 gründeten Seitz, der Astrophysiker Robert Jastrow und der Physiker William Nierenberg das George C. Marshall Institute. Ursprünglich ging es dabei vor allem um die Verteidigung von Ronald Reagans Strategic Defense Initiative („Star Wars“). Nach dem Ende des Kalten Krieges verlagerte sich ein Teil der Tätigkeit auf Umwelt- und Klimafragen – darunter Ozon, saurer Regen und schließlich die globale Erwärmung. Das Institut wurde später von Unternehmen und konservativen Stiftungen finanziert; dokumentiert sind auch Zuwendungen von ExxonMobil.

      1994 veröffentlichte Fred Singer zusammen mit Kent Jeffreys die Schrift „The EPA and the Science of Environmental Tobacco Smoke“. Sie argumentierten darin gegen die wissenschaftliche Begründung für Regulierungen gegen Passivrauch. Das Dokument ist in den von Oreskes und Conway zusammengestellten Originalquellen der Tabakindustrie dokumentiert. Singer tauchte später ebenfalls in der Klimadebatte auf. Er gründete 1990 das Science & Environmental Policy Project (SEPP) und argumentierte gegen weitreichende Klimaschutzmaßnahmen. Außerdem arbeitete er nach eigenen Angaben als Berater für verschiedene Energieunternehmen und für die Global Climate Coalition, einen Zusammenschluss von Unternehmen der fossilen Energiewirtschaft und anderer energieintensiver Branchen

      1. „Hand aufs Herz: was kannst du mir jetzt nach der Lektüre der Artikel über den Klimawandel als Auskunft geben? Kannst du irgendeinen Aspekt benennen, der jetzt geklärt wäre? Wohl eher nicht, denn Froschauer trifft ja keinerlei Aussagen über den Klimawandel und seine Gründe.“

        Wo hat denn der Artikel den Anspruch das zu klären? Er versucht vielmehr Gewissheiten aufzubrechen, die gerade in Deutschland viele als fundamentale Wahrheiten vor sich hertragen, obwohl die Sachlage genau das eben nicht hergibt, so wie du ja auch selbst schreibst.
        Das wäre bei einem anderem politischen Klima wahrscheinlich wirklich derart trivial, dass es sich kaum lohnen würde darüber einen Artikel zu schreiben, aber wie man hier in den Kommentaren ja durchaus repräsentativ (das entnehme ich Umfragen zu dem Thema) lesen kann, sind viele Menschen der tiefsten Überzeugung, dass es keinen Zweifel zu geben hätte und „die“ Wissenschaft unbeeinflusste eindeutige Erkenntnisse hat und sie maximal darin etwas ungenau ist wie groß die Katastrophe denn nun am Ende ausfallen wird.

        Und das nachdem wir gerade den größten Wissenschafts Scam aller Zeiten mit Corona erlebt haben…

    2. Ein sehr freundlicher und netter Kommentar, den Sie sich jedoch besser vorher überlegt hätten.😉
      Wie zu lesen, findet sich hier die Crème de la Crème der (Experten)Elite ein, die nicht nur alles, sondern vor allem besser weiß, weil; ja weil das eben so ist. Basta.
      Gut zu studieren auch am ersten Kommentator „prima.klima“, der zwar nicht über eine irgendwie geartete Kinderstube verfügt, aber offenbar viel mitzuteilen hat.
      „Das Schlimme an dieser Welt ist, dass die Dummen todsicher und die Intelligenten voller Zweifel sind.“B.Russell

      Kleines Schmankerl am Rande bzgl. Experten/Wissenschaft:
      Der Deutsche Wetterdienst verabschiedet sich von einer lange aufrecht erhaltenen Lüge
      Anfang 2021 stellte die Meteorologische Weltorganisation WMO die Referenzperiode für die Einordnung aktueller Wetter- und Klimadaten von 1961-1990 auf 1991-2020 um. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigte an, das umzusetzen, tat es aber nur für die Fachöffentlichkeit. Die breite Öffentlichkeit täuschte er mit falschen Angaben über die gültige Referenzperiode in seinen Pressemitteilungen, um steilere Überschriften produzieren zu können. [.]
      Im zweiten Monat in Folge hat der DWD in seiner Pressemitteilung zum „Deutschlandwetter im September 2026“ darauf verzichtet, die von ihm bisher in Pressemitteilungen in den Vordergrund gestellte Vergleichsperiode von 1961 bis 1990 die „international gültige Referenzperiode“ zu nennen. In den Mitteilungen zum Wetter im August und im Sommer 2026 war dies zum ersten Mal geschehen. In der Meldung zum Juli hatte es dagegen noch geheißen: „Der Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 wurde um 2,8 Grad überschritten.“
      Mit der tatsächlich seit Anfang 2021 international gültigen Referenzperiode von 1991 bis 2020 vergleicht der DWD das aktuelle Wetter bis heute regelmäßig nur in zweiter Linie. Da die jüngere Periode im Durchschnitt wärmer war, bewirkt der vorrangige Vergleich mit der älteren Periode, dass der DWD in den Pressemitteilungen zumeist eine größere Erwärmung verkünden und öfter ein „zu warm“ oder „viel zu warm“ in die Überschrift schreiben kann als es der Fall wäre, wenn er die vereinbarte neuere Referenzperiode vorrangig nutzen würde. Der vom DWD in den Vordergrund gestellte Vergleich — und zumeist nur der — wird dann von den Massenmedien an das breite Publikum weitergegeben.[.](N.Häring)
      P.S. Sollte Ihr Kommentar ironisch gemeint gewesen sein, war er dennoch nett.

    3. Man könnte annehmen, dass Froschauer sozusagen „politisch“ vorgeht und Zugeständnisse an den Gegner macht um mit seiner Kritik eher durchzukommen. So etwas ähnliches macht zB auch Schreyer auf Multipolar indem er den massiv fehlentscheidenden Politikern zugute halten will, dass sie ein viel extremeres Narrativ als die Bevölkerung geglaubt hätten, nämlich dass das „neuartige Virus“ aus der Biowaffenforschung entkommen sei. Die Politiker wären hundert Prozent davon überzeugt worden, dass von dem „neuartigen Virus“ ein unbekanntes Gefahrenpotential ausgegangen wäre, man dies der Öffentlichkeit aber nicht so mitteilen dürfe um die Panik beherrschbar zu halten. Aber man unbedingt doch entsprechend drastische Maßnahmen ergreifen müsse.

      So ähnlich ist es ja bei CO2 auch: eigentlich weiß niemand wirklich etwas Genaues, denn alle Horrorklimageschichten ergeben sich NUR aus (manipulationsanfälligen) Statistiken und Prognosen (aha, siehe „Corona“!) und sind damit nicht nur unsicher sondern extrem für Manipulationen und falschen Vorurteilsbestätigungen anfällig.

      Aber was soll’s ….

  10. „Wissenschaft sollte die Grenzen ihrer Aussagen sichtbar machen. Politik neigt dazu, daraus Gewissheiten zu formen. Diese Gewissheiten werde ich in den nächsten Kapiteln hinterfragen.“

    Diese „Gewissheiten“ der Politik führen zu Verarmung breiter Gesellschaftsschichten, zu immer höheren Zwangsabgaben, siehe die sog. CO2-Steuer, die nur in Deutschland erhoben wird, zu immer mehr Zwangsmaßnahmen – siehe geplante „Klimanotstandsregelungen“ (allein schon der Name „Klimanotstand“ ist ein Thema für die geschlossene Anstalt of mental deseases“ LOL ), zu einer Zerstörung maßgeblicher Industriezweige in Deutschland die für den Wohlstand der breiten Mittelschicht essentiell sind (wobei die Transformation von VW von einem Autohersteller zu einer Rüstungsfirma keinen der Klimanotständler interessiert) und zu einer gewollten Verengung des Debattenkorridors zum EU-konformen Narrativ des „menschlich gemachten Klimawandels durch CO2“.

  11. Der Autor bedient sich (wie EIKE überhaupt) einer perfiden Technik. Es werden weder Aussagen oder Theorien widerlegt, noch werden eigene Theorien ausgebreitet. Man beschränkt sich darauf Zweifel zu säen.

    Die etablierte Klimaforschung betrachtet Wasserdampf also keineswegs als unbedeutend.

    Richtig. Wasserdampf ist das mengenmäßig wichtigste natürliche Treibhausgas und hat einen starken Einfluss auf die terrestrische Strahlungsbilanz. Auch die NASA beschreibt Wasserdampf ausdrücklich als ein stärkeres Treibhausgas als CO₂.

    Der eigentliche Streitpunkt ist die Gewichtung: CO₂ wird als längerfristiger Antrieb behandelt, Wasserdampf überwiegend als darauf reagierender Verstärker.

    Das ist schon etwas schräg ausgedrückt, denn es geht hier nicht um eine schlichte Gewichtung, sondern um den Zusammenhang von Temperaturerhöhung und Wasserdampf.

    Entscheidend ist aber diese Formulierung:

    Diese Gewichtung stellt Michael Limburg infrage. Er rückt Wasserdampf zusammen mit der Sonneneinstrahlung wesentlich stärker in den Vordergrund und bezweifelt, dass dem vergleichsweise seltenen CO₂ jene dominante Rolle zukommt, die ihm in der gegenwärtigen Klimadebatte zugeschrieben wird.

    Erstmal kommt die Infragestellung ohne jedes Argument daher. Dass Limburg Wasserdampf „stärker in den Vordergrund“ stellt, mag ja sein, Warum er das tut, bleibt aber im Dunkeln, bzw. wird hier mit der Besprechung von CO₂ als „vergleichsweise selten“ als falscher Gedanke nahegelegt..

    Der entscheidende Punkt ist nicht nur die Konzentration eines Gases, sondern welche Wellenlängen es absorbiert, wie sich seine Konzentration verändert und wie sich dadurch die Energiebilanz der Erde verändert.
    CO₂ absorbiert beispielsweise in Spektralbereichen, in denen Wasserdampf vergleichsweise transparent ist. Dadurch kann zusätzliches CO₂ die sogenannte atmosphärische Strahlungs-„Fensterzone“ teilweise schließen. Genau deshalb lässt sich die Klimawirkung nicht anhand des prozentualen Anteils an der Atmosphäre beurteilen.

    Das machen zwar weder Froschauer noch Limberg explizit, legen aber den Gedanken implizit nahe. Das ist das Perfide an der Argumentation. Sie klingt schlüssig und weckt Zweifel. Mehr muss sie nicht leisten, aber das leistet sie leider ausgesprochen erfolgreich.

    Den Ausführungen von Michael Limburg kann ich Einiges abgewinnen – auch wenn er von seinen einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung nicht fähigen Widersachern ständig diffamiert und diskreditiert wird –, zumal die Bezeichnung des Wasserdampfs als „verstärkende“ Rückkopplung noch nicht beantwortet, wie groß seine tatsächliche Bedeutung im Zusammenspiel von Temperatur, Wolken, Verdunstung und Niederschlag ist. All diese Prozesse müssen berücksichtigt werden, wenn die zusätzliche Wirkung von CO₂ abgeschätzt werden soll.

    Die Rückkopplung ist empirisch untersucht und kann beispielsweise anhand von Satellitenbeobachtungen analysiert werden. NASA berichtet über solche Messungen ausdrücklich und beschreibt die Wasserdampf-Rückkopplung als quantitativ bestimmbaren Effekt.

    BTW: als wissenschaftliche Auseinandersetzung würde ich die Artikelreihe des Autors auch nicht bezeichnen. Wer z.B. über Angst redet, wenn es um Klimawandel geht, will die Debatte diskreditieren, aber nichts wissenschaftlich klären.

    Mal abgesehen davon bleibt Froschauer jede Erklärung schuldig, wie es zu dem beobachtbaren, messbaren Klimawandel kommt. Aber darum geht es ja bei EIKE und Co auch nicht.

    1. Es gibt ein gewichtiges Argument GEGEN die Rückkopplung! Die Eisbohrkerne!

      Die belegen eine Abhängigkeit des Co2-Gehaltes der Atmosphäre von der Temperatur – nicht umgekehrt. Und zwar mit erheblicher Zeitverzögerung! Gäbe es den „Rückkopplungseffekt“ und der weitaus stärker klimawirksame Wasserdampf würde nur dem Co2 folgen, hätte es nicht nur umgekehrt sein müssen, es hätte auch nie eine Gegenbewegung geben dürfen.

      Co2->Wasserdampf->Temperatur->in Folge dessen höhere Co2-Ausgasung der Ozeane->noch mehr Wasserdampf-noch höhere Temperaturen….

      Die Erde würde längst kochen!

      1. CO2 muss in früheren Erwärmungsphasen nicht Auslöser gewesen sein, sondern kann auch als Verstärker fungiert haben, der erst später ins Spiel kam. Merke: CO2 funktioniert sowohl als Verstärker, als auch als Auslöser. Heute ist er beides zusammen.

      2. „Es gibt ein gewichtiges Argument GEGEN die Rückkopplung! Die Eisbohrkerne!
        Die belegen eine Abhängigkeit des Co2-Gehaltes der Atmosphäre von der Temperatur – nicht umgekehrt. Und zwar mit erheblicher Zeitverzögerung! …

        Das ist völliger Quatsch! Es ist doch keine Eigenschaft des Co2, ob es vor oder nach dem Beginn der Erwärmung in der Atmosphäre zu finden ist, sondern eine Frage von Ursache und Wirkung!

        Wenn z.B. nach den Eiszeiten die Sonneneinstrahlung die Ursache der Erwärmung ist (Milanković-Zyklen), dann erwärmen sich zuerst die Atmosphäre und dann verzögert die Ozeane. Diese geben dann Co2 an die Atmosphäre ab, was die Erwärmung verstärkt. Heute ist aber das von uns in die Luft geblasene Co2 die Ursache der Erwärmung, muss deshalb zwingend vor dem Temperaturanstieg in der Atmosphäre sein.

        1. Ähemm… Als Ursache wurde und wird weiterhin aber das Co2 behauptet, nöch? Und ja, die Ursache sollte schon VOR der Wirkung liegen, da sind wir und hoffentlich einig? Im Zeitraum der Eisbohrkerne war damit klar nicht das Co2 ursächlich für den Temperaturverlauf. Finde ich angesichts der umgekehrten Diskussion der letzten Jahrzehnte schon bedeutsam.

          Aber vielleich ist mein Eindruck von der sachlichen Basis dieser „wissenschaftlichen“ Argumentation ja völlig richtig? Auf das 8.5er Katastrophenszenario hat das IPCC ja auch plötzlich verzichten können, ohne dass es den Glauben erschüttert hätte. Die Rückzugsgefechte sind allerdings drollig. Politiker behaupten, dass die ergriffenen Maßnahmen bereits Wirkung zeigen würden, was angesichts weiter steigender Co2-Emissiinen Quatsch ist Und die „wissenschaftliche“ Argumentation lautet, dass das 8.5er nie mehr war, als eine Korrekturrechnung mit unrealistisch hohen Annahmen. Nur wurde und das vorher nie erzählt, und all die medialen Katastrophenszenarien bauten und bauen immer noch darauf auf.

          Nun ja…

          1. „… Im Zeitraum der Eisbohrkerne war damit klar nicht das Co2 ursächlich für den Temperaturverlauf. …“

            Natürlich nicht, war ja nicht die Ursache, sondern eine Folge der Erwärmung, wirkte diese verstärkend (pos. Rückkopplung), ganz im Gegensatz zu heute. Heute ist es Ursache der Erwärmung, das ist einfachste Grundlage der Physik, habe ich doch ausführlich beschrieben, was gibt es da zu diskutieren ???

            Und mal wieder dieser Unsinn zum 8.5er – Szenarion. Es nicht gestrichen, sondern ersetzt, weil es nicht mehr zu den Modellen passt, sonst garnichts. Ein Szenario beschreibt eine „Was wäre wenn …“ Situation, das bedeutet doch nicht, dass man mit dem Eintreten zu rechnen hat. Es werden 3 Szenarien verwendet: Eines beschreibt die Folgen stark verringerter Emissionen, eines bei gleichbleibenden eines die Situation bei stark erhöhten. So lassen sich dann die Folgen aller möglichen Verhaltensweisen abschätzen. Das Extremszenario hat noch eine andere, wichtige Funktion, nämlich das Testen der Modelle. So werden Probleme sichtbar, die anders möglicherweise verborgen bliebem, sowohl in Bezug auf die Modelle wie auch auf die Realität.

            Alles andere, was dazu verbreitet wird, ist Bullshit – sagt auch Gavin Schmitd (GISS, NASA)
            https://www.realclimate.org/index.php/archives/2026/05/scenarios-schmenarios/

            1. „Natürlich nicht, war ja nicht die Ursache, sondern eine Folge der Erwärmung, wirkte diese verstärkend (pos. Rückkopplung), ganz im Gegensatz zu heute. Heute ist es Ursache der Erwärmung,“

              Wie kommst du auf dieses schmale Brett? Und vor allem ist es ja das genaue Gegenteil der jahrzehntelangen Agitation, vom wesentlich klimawirksamen Co2, die eben auf den Eisbohrkernen beruht(e)! Auch die berüchtigte „Hockeystick-Kurve“ von den Leuten rund um Michael E. Mann (Stichwort „Climategate“) beginnt womit? Mit den Eisbohrkerndaten, wobei genau an der Stelle, wo man zu anderen Proxy-Daten wie Baumringen, und später zu direkt an der Luft gemessenen Werten überging, der auffälligen dramatischen Knick beginnt, der ihr diesen einprägsamen Namen gab! Wohlwissend, daß ein Sprung in den Daten ausgerechnet am Schnittpunkt, der den Übergang zu anderen Meßmethoden markiert, ein klares Signal für einen grundsätzlichen Fehler in der Analyse darstellt. Hier wird eine fehlerhafte „Analyse“ einfach fortgeschrieben. Wie soll die auf einmal stimmen können?

              Und natürlich wurde das 8.5er Szenario ersatzlos gestrichen! Weil die darunterliegenden auch vorher schon existierten. Es gibt kein neues Szenario, das an die Stelle von 8.5 getreten wäre! Aber der Großteil der Panikmache die die Medien und Politiker bis heute fortschreiben, und die Grundlage für einen mittlerweile jährlich hunderte Milliarden großen Markt war und ist, beruht genau auf diesem Katastrophenszenario 8.5! Immer noch!

              Was für eine Nummer versuchst du hier abzuziehen?

      3. Die Eisbohrkerne bilden den natürlichen Klimaverlauf durch die Milankovich Zyklen ab. Da verlief der CO2 -Anstieg in der Rat dem Temperturanstieg nachfolgend. Den Milankovich Zyklen folgend, müsste sich das Klima aktuell langfristig abkühlen.

        Dagegen wird aktuell ein Temperaturanstieg gefunden, der nicht auf die Milankovich-Zyklen zurückgeführt werden kann. Die Geschwindigkeit des Temperaturanstieg schliesst natürliche Ursachen aus. Dagegen verläuft der Temperaturanstieg synchron zum anthropogenen CO2-Eintrag in die Atmosphäre. Der Zusammenhang zwischen (zusätzlicher) anthropogener CO2-Emission, CO2 bezogener IR-Absorption und Temperatutanstieg ist dagegen gut belegt. Der Temperaturanstieg kann damit wissenschaftlich auf keine andere Ursache als den zusätzlichen Anthropogenen CO2-Eintrag zurückgeführt werden. Zudem wird ein endere Mechanismus weder von Froschauer noch von anderen CO2-Ignoranten vorgeschlagen.

        Der Verweis auf die Eisbohrkerne ist ein klassischer Apfel-Birnen-Vergleich ohne aktuelle Aussagekraft.

        1. Zudem wird ein endere Mechanismus weder von Froschauer noch von anderen CO2-Ignoranten vorgeschlagen.

          Das ist nicht ganz richtig. Denn vorgeschlagen wurden schon viele Theorien. Sie sind alle geprüft und für nicht relevant gehalten worden. Und wenn am Ende eine Theorie übrigbliebt, plärrt dann wieder jemand „monokausal!“.

          Den Leuten um und hinter EIKE geht es auch nicht darum, irgendwas zu klären. Jede Theorie, die die vorstellen würden, wäre in kurzer Zeit zerpflückt. EIKE und Co richten sich nicht an Wissenschaftler, sondern an die Politik und den Bürger. Es sollen Zweifel gesät werden, und das funktioniert recht gut. So gewinnt man ein paar Jahrzehnte, in denen das Geschäft mit den fossilen Energieträgern weitergehen kann.

        2. „Der Verweis auf die Eisbohrkerne ist ein klassischer Apfel-Birnen-Vergleich ohne aktuelle Aussagekraft.“

          Dafür daß das mal DAS zentrale „Beweisstück“ für die Co2-fixierte Argumentation war (siehe die Kampagne um den Al-Gore-Film), und die Kinder in der Schule immer noch „lernen“, daß praktisch allein das Co2 die Temperatur treibt, und sie dies mittel der Grafiken der Eisbohrkerndaten im Unterricht „belegen sollen“, ist das schon eine steile Behauptung!

          Joa… hat nicht geklappt mit den Kernen, weil man uns auf die Schliche gekommen ist, öhm,… nehmen wir eben was anders, was sich noch schlechter belegen läßt. Hauptsache die Hauptthese wird nicht angetastet. Und im „Experiment“ zeigt man immer noch Vergleiche von Luft mit 0,04 Vol% Co2 und reinem Co2, um die Treibhausgaswirkung zu beweisen.
          Das ist so, als sei der Katholischen Kirche gerade der Gottessohn Jesus abhanden gekommen, aber an Gott darf dennoch nicht gezweifelt werden.

          1. Die Eisbohrkerne dienten und dienen der Analyse historischer Klimaverläufe, speziell der Temperatur.

            Nur weil Du Korrelationen als Kausalitäten fehlinterpretierst, verlieren die Daten doch nicht ihre wissenschaftliche Aussagekraft. Lediglich Schlüsse, die Du ziehen willst, geben die Daten nicht her.

        3. Nachfrage: In welcher Phase den aktuellen Milakowic-Zyklus befand sich die Erde eigentlich zur Zeit fast völliger Gletscherfreiheit der Alpen vor rund 9.000 Jahren, als da Bäume wuchsen, wo jetzt Gletscher sind? Und dann wieder zur Römerzeit, also vor 2.000 Jahren, als die Gletscher auch schon weiter weggeschmolzen waren, als aktuell? Ich dachte, so ein Zyklus dauert mindestens 25.800 Jahre?

          Auf Wiki ist sogar von unterschiedlichen Zeiträumen bis an die 400.000 Jahre die Rede. Da decken die Eisbohrkerne mit ihren Kurven aber nicht viele von ab?

          1. Auf Wiki ist sogar von unterschiedlichen Zeiträumen bis an die 400.000 Jahre die Rede…

            Die Eisbohrkerne reichen 800.000 Jahre zurück. Und hier der Temperaturverlauf seit der letzten Eiszeit (siehe Fig. 3). Ohne den menschlichen Einfluss ginge es weiter wie die letzten Jahrtausende, mit ca. -0,1 K /Jahrtausend der nächsten Eiszeit entgegen, so wollen es die Milankovć-Zyklen. Die römische Warmzeit war ledigilich lokal, d.h. dafür dass es in Europa wärmer war, war es anderswo kälter. Ursache solcher Schwankungen können z.B. Änderungen in den Meeresströmungen sein. Solche Schwankungen können bis +/- 3 K erreichen.

            https://www.nature.com/articles/s41597-020-0530-7

  12. Zum Thema Wasserdampf und Wolken – hier haben wir noch so einen Schwurbler wie die Leute von EIKE. Das Perfide ist: der Mann hat es bis an die Spitze des MPI für Klimaforschung gebracht! Da kann man mal sehen, was für einen Einfluss die fossile Lobby hat! /sarkasmus

    „Der Klimaforscher Bjorn Stevens wirft dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) Alarmismus vor. Im Gespräch mit der Wochenzeitung DIE ZEIT wies der Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg ein Worst-Case-Szenario seiner Potsdamer Kollegen zurück, in dem diese unter anderem vor dem Verschwinden aller Wolken durch die Erderwärmung gewarnt hatten. „Das ist Unsinn“, so Stevens. Das Szenario sei falsch. „Es basiert auf einer aus dem Zusammenhang gerissenen Arbeit unseres Instituts und auf einem zweiten Paper, das zahlreiche Mängel hat.“ Das dramatische Verhalten des Klimas in dieser Simulation beruhe auf einer groben Vereinfachung der Wolken, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun habe. Man könne Wolken nicht so leicht loswerden, sagt Stevens, dessen Forschungsgruppe Wolken in Klimamodellen simuliert und auf dessen Expertise in Wolkenfragen sich der Weltklimabericht maßgeblich stützt. Warum seine Kollegen etwas anderes behaupten würden, müsse man diese fragen. „Ich kann nur bewundern, wie die Kollegen dort die Fachliteratur nach den alarmierendsten Geschichten durchforsten.“

    https://www.presseportal.de/pm/9377/5348532

  13. Die Begleitpropaganda zur Regierungspolitik, passend auch zu deren Adepten von AfD und der angeblich von Vernunft geplagten BSW.

    Natürlich kann man alles kritisieren. Die Kritik eines Analphabeten an der Rechtschreibung im Buch hat allerdings etwas irrationles.

    1. Wenn man inhaltlich nichts einwenden kann, wird halt beleidigt. Und zwar um so tiefer unter der Gürtellinie, je schwächer die eigenen Argumente sind,. Bis hin zum völligen Fehlen derselben.

      1. zu einer Kritik gehört ein Mindestmass an Verständnis der zugrundeliegenden Prozesse. Das bringt Froschauer nicht auf. Es ist völlig sinnlos auf dem von Frischauer aufgespannten Niveau zu diskutieren. Das erreicht nicht mal physikalisches Realschulniveau

        Hier einfach mal ein Video zu Ganteför, der zwar nicht ganz so ignorant wissenschaftsfeindlich argumentiert, aber beim gleichen Thema schon mit Schulphysik so seine Probleme hat.

        https://youtu.be/VP84ZGT8tu0?is=K8fQ3lxMqVloozx-

    2. Das sagt ein Analphabet in Bezug auf Klimaforschung?
      Froschauer hat mit Sicherheit mehr Ahnung von der Materie, als so mancher hier mit der Ideologie behaftete der sogenannten „Grünen“. Die Partei der Studienabbrecher und das waren nicht einmal anspruchsvolle Studien, die da nach wenigen Semestern abgebrochen wurden 😉

      Dass es die Klimaerwärmung gibt und dass CO2 durch seinen sogenannten „Treibhauseffekt“ einen Anteil hat, wird auch im Artikel nicht bestritten. Das Thema ist die Klimasensitivität des CO2 – wie hoch die Klimaerwärmung bei einer Verdoppelung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre ausfällt und da gibt es nur Schätzungen. Und die reichen von so gering, dass keinerlei Grund zur panischen Hektik besteht, bis zu Horrorszenarien, die aktuell von den Intelligenzbolzen in Brüssel für ihre „Klimapolitik“ Verwendung finden.
      Von den fossilen Energieträgern kommen wir früher oder später eh weg, sie sind schließlich nicht unendlich vorhanden und sobald INTELLIGENTE, brauchbare Alternativen bereit stehen, z.B. Kernfusion, geht der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern in atemberaubendem Tempo, weil Kernfusion nicht nur fast unendlich viel Energie liefern wird, sondern auch zu Kosten und Endverbraucherpreisen (zumindest, wenn diese gerecht weitergegeben werden), die heutige Preise, vor allem in Deutschland, als irrer Treppenwitz des „grünen“ Schildbürgertums des angehenden 21. Jahrhunderts deklarieren werden.

      1. sobald INTELLIGENTE, brauchbare Alternativen bereit stehen, z.B. Kernfusion,

        Kein Mensch weiss, ob mittels Kernfusion jemals kontrolliert durch den Menschen Energie gewonnen werden kann. Selbst wenn das jemals funktionieren würde, ist völlig offen, wieviel der Strom dann kosten würde, ob solcher Strom überhaupt bezahlbar wäre oder ob wir dann bei 5€/kWh landen.

        Warum denn unseriöser als jeder Pokerspieler mit Multimilliarden-Beträgen spekulieren, anstelle die vorhandenen Technologien wie PV, Wind und Batterietechnik für billigen Strom nutzen. Fusionsforschung funktioniert nur on Top! Genauso ist die massive Subventionierung der C-Verbrennung verantwortungslos.

  14. CO₂ ist die maßgebliche Ursache der Erwärmung und muss deshalb reduziert werden.
    Diese Verkürzung halte ich für mehr als nur problematisch.

    Das ist keine „Verkürzung“, sondern das Fazit aus der Forschung, die alle die Faktoren, die Sie, mein lieber Herr Froschauer, in die Debatte geworfen haben, untersucht und quantifiziert hat. Als verkürzt empfinden sie das nur, weil Ihnen das Ergebnis nicht gefällt.

    Dass CO₂ Infrarotstrahlung absorbiert, ist Physik. Dass seine Konzentration seit Beginn der Industrialisierung deutlich gestiegen ist, ist gemessen. Verschiedene internationale Temperaturdatensätze zeigen zudem einen langfristigen Erwärmungstrend.

    Doch damit ist die entscheidende Frage nach den Ursachen noch nicht beantwortet.

    In der Tat! Damit will auch niemand die „entscheidende Frage“ beantwortet haben.

    Welcher Anteil der Erwärmung ist tatsächlich auf CO₂ beziehungsweise andere menschliche Einflüsse zurückzuführen, welcher auf natürliche Faktoren? Um diese Frage zu beantworten, müssen Messdaten ausgewertet und unterschiedliche Einflussgrößen voneinander getrennt werden. Dabei kommen unter anderem Modelle, statistische Verfahren und Annahmen über Wasserdampf, Wolken, Ozeane und andere Rückkopplungen ins Spiel.

    Erstaunlich! All das ist in der Tat notwendig, um Zusammenhänge zu erkennen, Faktoren zu quantifizieren und letztlich in Berechnungen zu überführen, die als Klimamodell dann Aussagen über Vergangenheit wie Zukunft treffen, die man dann wiederum mit den Messdaten abgleicht, und als Korrekturen in die Modelle einspeist.
    All das ist notwendig, wird auch gemacht – allerdings nicht von EIKE oder Ihnen. Warum eigentlich nicht?

    Der IPCC kommt auf dieser Grundlage zu einer sehr weitgehenden Aussage: Der menschliche Einfluss habe Atmosphäre, Ozeane und Land eindeutig erwärmt.

    Ja und? Widerlegen Sie es, wenn sie können!

    Für eine Verdoppelung der CO₂-Konzentration nennt er als beste Schätzung langfristig etwa drei Grad Erwärmung, zugleich aber eine wahrscheinliche Bandbreite von 2,5 bis 4 Grad Celsius.

    Und das ist in meinen Augen das Problem: Aus einer wissenschaftlichen Aussage mit Bandbreiten und Unsicherheiten wird in der politischen Debatte eine scheinbar unumstößliche Gewissheit.

    Mir ist das zu einfach. Wie groß der zusätzliche Erwärmungseffekt des CO₂ innerhalb des Klimasystems tatsächlich ist, bleibt deshalb für mich eine zentrale Frage – die nach wie vor nicht beantwortet ist.

    Doch, das ist sie. Die Unsicherheiten werden benannt, ihre Größenordnung angegeben. Die Bandbreiten beziehen sich auf verschiedene Szenarien. Es gibt an keiner Stelle daran einen Zweifel, dass CO2 massgeblich für den aktuellen Klimawandel verantwortlich ist. Wenn Sie diese „Gewissheit“ umstoßen möchten, dann müssen Sie in die Klimaforschung einsteigen.
    Letztlich ist es ziemlich egal, welchen Anteil CO2 am aktuellen Anstieg der globalen Temperatur genau hat. Ob es nun 1,06° oder 1,1° sind, macht keinen Unterschied.
    Sie können keine andere Ursache benennen, geschweige denn ein alternatives Klimamodell präsentieren. Sie möchten einfach nur untätig darauf warten, dass auch die allerletzten Unsicherheiten beseitigt sind. Um dann was zu machen?

    1. Einfach mal folgende Tatsache akzeptieren: Wasserdampf kommt in den „Klimamodellen“ ausschließlich als FOLGE („Rückkopplung“) der Erhöhung der Temperaturen infolge von mehr Co2 vor. Richtig? Richtig!

      Also ist diese ganze „Klimawissenschaft“ eine monokausale Theorie, die einfach absurd ist. Denn alles, was wir wissen, widerspricht dem einfach fundamental. Und Vergleiche mit zurückliegenden Zeiten sind schon deshalb Mumpitz, weil die Daten für Wasserdampf in der Atmosphäre da schlicht nicht existieren, und die immerhin existierenden Co2-Mesungen aus der Zeit vor 1890 ignoriert werden, weil sie der „Theorie“ nunmal widersprechen.

      Es gibt nur EINE „gültige“ Erzählung:

      Das Klima der Erde war über hundertttausende Jahre stabil, bis der böse Mensch anfing, in Größenordnungen Kohle und Öl zu verbrennen. Seitdem (also seit „1890“) steigt der Co2-Wert und die Temperatur. Und deshalb werden wir morgen alle verbrennen…

      Und wer daran zweifelt, kommt auf den medialen Scheiterhaufen.

      1. Einfach mal folgende Tatsache akzeptieren: Wasserdampf kommt in den „Klimamodellen“ ausschließlich als FOLGE („Rückkopplung“) der Erhöhung der Temperaturen infolge von mehr Co2 vor. Richtig? Richtig!

        Also ist diese ganze „Klimawissenschaft“ eine monokausale Theorie, die einfach absurd ist

        „Also“??? Monokausal??? OMG!!! Wo man doch mindestens zwei bis drei Ursachen benennen muss, am besten noch solche, die sich widersprechen, oder?

        Theorien sind entweder richtig, falsch oder unvollständig. „Monokausal“ ist eine Kritik von Leuten, denen die Erklärung nicht passt, und die lieber eine andere hätten, die aber nicht liefern können. Wenn eine Theorie unvollständig ist, weil Faktoren nicht berücksichtigt wurden, dann kann man das kritisieren. Und zwar deshalb und nur deshalb, weil man den Faktor als solchen kennt.

        Abgesehen davon ist die Klimawissenschaft natürlich keine Theorie, sondern ein Zweig der Wissenschaft, der sich mit dem Klima befasst. Und wenn euch deren Ergebnisse passen, dann werden die auch gerne als Einwand gebracht.

        Denn alles, was wir wissen, widerspricht dem einfach fundamental. Und Vergleiche mit zurückliegenden Zeiten sind schon deshalb Mumpitz, weil die Daten für Wasserdampf in der Atmosphäre da schlicht nicht existieren, und die immerhin existierenden Co2-Mesungen aus der Zeit vor 1890 ignoriert werden, weil sie der „Theorie“ nunmal widersprechen.

        Wer ist „wir“? Die Klimawissenschaft schon mal nicht. Ich wäre an deiner Stelle etwas zurückhaltender wenn es um Begriffe wie „Wissen“ geht. Und schon gleich, wenn man nur so patzige Behauptungen absondert:

        Es gibt nur EINE „gültige“ Erzählung:

        Das Klima der Erde war über hundertttausende Jahre stabil, bis der böse Mensch anfing, in Größenordnungen Kohle und Öl zu verbrennen. Seitdem (also seit „1890“) steigt der Co2-Wert und die Temperatur. Und deshalb werden wir morgen alle verbrennen…

        Und wer daran zweifelt, kommt auf den medialen Scheiterhaufen.

        Vielleicht fängst du einfach mal damit an, dich kundig zu machen, was die Klimawissenschaft überhaupt „erzählt“. Um es vorweg zu nehmen, die Behauptung, dass das Klima über hunderttausende Jahre stabil war, wirst du dort nicht finden.

  15. Da liest man so ein ellenlanges Geschwurbel, um am Ende zu merken, dass sich der Autor nichtmal auf seine eigene Kritik festlegen kann.

    Wie groß der zusätzliche Erwärmungseffekt des CO₂ innerhalb des Klimasystems tatsächlich ist, bleibt deshalb für mich eine zentrale Frage – die nach wie vor nicht beantwortet ist.

    Bei einer Verdoppelung der CO₂-Konzentration liegt der Erwärmungseffekt zwischen 2,5 bis 4 Grad Celsius. Die 1,5° haben wir bereits überschritten. Das ist der wissenschaftliche Konsens.

    Wenn die EIKE-Astrotufer das anzweifeln, dann müssen sie eine eigene Theorie vorschlagen, welche die Messwerte plausibel erklären kann. Andere können diese Theorie dann anhand der zur Verfügung gestellten Daten prüfen, wenn sie es widerlegen können, dann war diese Theorie falsch. Falls sie es nicht können, wäre der wissenschaftliche Konsens widerlegt. So funktioniert die wissenschaftliche Methode, das ist eben aus Prinzip keine Glaubenssache.

    Aber da kommt nie was substanzielles. Mal ists der Sonnenzyklus, dann Wasserdampf, ein anderes Mal werden die Goalpfosten komplett verschoben („ich trau den Messwerten nicht“). Nie werden dafür überprüfbare Daten geliefert, EIKE kann sich offensichtlich nichtmal darauf festlegen, was denn genau für sie akzeptable Messwerte für die globale Durchschnittstemperatur wären.

    Dafür gibts dann das ständige Mimimi dass man ja diffamiert werde. Nein, dem ist nicht so. Aber vielleicht kann es sein, dass, wenn man ständig nicht überprüfbare Behauptungen aufstellt und statt auf Messwerte sich auf das Halbwissen der Zielgruppe konzentriert, einem die Leute irgendwann nicht mehr ernst nehmen: Ihr dreht euch jetzt seit über 30 Jahren im Kreis, ohne auch nur ein einziges Mal was substanzielles beizutragen, irgendwann nervt es eben nur noch.

  16. Der Autor suggeriert, dass Unsicherheiten und Spielräume von der Wissenschaft nicht kenntlich gemacht, ja sogar unterschlagen würden. Damit darf sich der ohnehin schon voreingenommene Leser, an den sich der Artikel offensichtlich richtet, in seiner Meinung bestätigt fühlen: „Nix Genaues weiß man nicht, also fehlt eine Handlungsgrundlage.“ Die Grenzen der Wissenschaft werden so aufgebläht, dass der Eindruck entsteht, man könne überhaupt nicht von gesicherten Erkenntnissen sprechen. Antworten auf die Erderwärmung bleibt der Autor selbst geflissentlich schuldig. Kern der Artikelserie ist es, Zweifel an der Wissenschaft zu säen. Soweit nichts Neues.

    Für den nächsten Teil kündigt er an, politische Aspekte zu thematisieren. Eigentlich drängt sich hier die Frage auf, was mit einer Gesellschaft passiert, wenn sie das Vertrauen in die Wissenschaft verliert?

    Hier ein paar Aspekte, wer vom Wissenschaftsskeptizismus profitiert:

    – Die Industrielobby profitiert, wenn Regulierungswissenschaft angezweifelt wird.

    – Autoritäre Regime profitieren, wenn Bevölkerungen nicht mehr gemeinsam auf Basis von Faktenlagen entscheiden können.

    – Einzelne Akteure profitieren, wenn sie Expertise als „eine Meinung unter vielen“ darstellen können – statt als systematisches Wissen – und ihre Meinung als gleichbedeutend angesehen haben wollen.

    Wichtig ist festzustellen, dass die Wissenschaft Gewissheiten bietet. Und Gewissheiten sind existenziell notwendig, um nicht ständig in diffuser Angst zu leben. Wenn alles mit „Ja, aber…“ – so wie es auch der Autor praktiziert – angegriffen wird, entsteht eine chronische Unsicherheit. Nichts ist sicher. Alles könnte falsch sein. Überall lauern versteckte Wahrheiten. Das ist psychisch erschöpfend. Was sich wie kritisches Denken anfühlt, schafft tatsächlich neue Unsicherheit und den Ausfall von Handlungsfähigkeit. Und in diesem Vakuum der Angst und Unsicherheit gedeihen dann genau die manipulativen Kräfte, die einfache, falsche Gewissheiten anbieten.

    Dass EIKE, das die Grundlage für die Argumentation des Autors bietet, nicht als wissenschaftlich betrachtet werden kann, aber am Parteiprogramm der AfD mitgeschrieben hat und eng mit rechten und marktradikalen Lobbyorganisationen – die unter anderem enge Kontakte zur Ölindustrie pflegen – verbandelt ist, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

    1. „Wichtig ist festzustellen, dass die Wissenschaft Gewissheiten bietet. Und Gewissheiten sind existenziell notwendig, um nicht ständig in diffuser Angst zu leben. Wenn alles mit „Ja, aber…“ – so wie es auch der Autor praktiziert – angegriffen wird, entsteht eine chronische Unsicherheit. Nichts ist sicher. Alles könnte falsch sein. Überall lauern versteckte Wahrheiten. Das ist psychisch erschöpfend. Was sich wie kritisches Denken anfühlt, schafft tatsächlich neue Unsicherheit und den Ausfall von Handlungsfähigkeit. Und in diesem Vakuum der Angst und Unsicherheit gedeihen dann genau die manipulativen Kräfte, die einfache, falsche Gewissheiten anbieten.“

      Das könnte glatt von Christian Drosten stammen, dem Shooting Star der Corona-Wissenschaft, der alle Zweifler an der Tauglichkeit seines PCR-Testes zur Feststellung der Infektiosität der Unwissenschaftlichkeit bezichtigte. Die Untauglichkeit des Testes und die Unwissenschaftlichkeit von Drostens Vorgehen ist mittlerweile von anderen Wissenschaftlern (Kevin McKernan, Ulrike Kämmerer) nachgewiesen worden.

      Was ich damit sagen will: es gibt nicht „die“ Wissenschaft, und genau wie bei Corona gibt es auch bei der globalen Erwärmung keinen wissenschaftlichen Konsens. Letzteres wird aber von den Wissenschaftlern, die die mediale Deutungshoheit haben, immer behauptet. Wissenschaftsskeptizismus ist einfach grundsätzlich angesagt; dass dieser von Lobbys und Regimes zu eigenen Zwecken instrumentalisiert werden kann, stimmt, ist aber keine hinreichende Bedingung dafür, dass die Skeptiker falsch liegen. Es gibt nicht nur eine fossile Lobby, sondern auch eine CO2-Lobby.

    2. „Der Autor suggeriert, dass Unsicherheiten und Spielräume von der Wissenschaft nicht kenntlich gemacht, ja sogar unterschlagen würden.

      Das werden sie ja auch!
      Nehmen wir die zentrale „Studie“ in der Diskussion, die von John Cook von 2012/13. Inden Rohdaten ist noch ersichtlich, daß zwei Drittel aller ausgewerteten Arbeiten (im einschlägigen Fachgebiet!!!) keinerlei Festlegung hinsichtlich einer „Menschenschuld“ an der Erwärmung treffen. Und daß nur ein mickriges halbes Prozent wenigstens die Hälfte der Erwärmung dem Menschen zuschreibt. Die korrekte Zusammenfassung wäre also gewesen:

      „99,5% der Forscher aus dem Fachgebiet sind nicht der Ansicht, der Mensch würde den Klimawandel maßgeblich beeinfussen.“

      Tatsächlich lautete das Fazit dagegen:

      „97,1% ALLER Wissenschaftler sagen, der Mensch macht den Klimawandel“.

      Da ist also zwischen der Erfassung der Rohdaten und der Veröffentlichung des Ergebnisses ein „Mirakel“ passiert… Aber keine Wissenschaft.

      1. Nein, ihre Zusammenfassung ist inkorrekt. Wenn 2/3 der Arbeiten nun nicht thematisiert haben, ob nun die Klimaerwärmung von Menschen verursacht wurde (oder nicht), so fallen diese 2/3 der Arbeiten bei der Bewertung heraus (und man kann auch nicht erwarten, dass nun bei jeder Arbeit zum Thema globale Erwärmung nun zum „scope“ gehört, ob diese vom Menschen verursacht wurde oder nicht). Weiterhin können mehrere Autoren eine Arbeit geschrieben haben und auch ein Autor (Forscher) an mehreren Arbeiten beteiligt gewesen sein. Also eine Rechnung, wie Sie diese anstellen ist nicht möglich.

        ps. Sie betreiben das gleiche, was Sie den Autoren der Studie unterstellen.

        1. Falsch.

          1. ist es unredlich, zwei Drittel auszusortieren, nur weil sie, oft aus gutem Grund, keine Aussage zur „Menschenschuld“ an der Erwärmung machen, die sie in den Arbeiten aber sehr wohl behandeln.

          und 2. wären in dem verbleibenden Drittel immer noch nur 1,5% der Ansicht, der Mensch würde zumindest zu 50% Ursache der Erwärmung sein.

          Bissl Kopfrechnen geht noch!

          1. Haben Sie die 2/3 der von Cook ausgewerteten Arbeiten gelesen, bei denen es „keine Festlegung“ gab? So dass Sie a) zu dem Ergebnis kommen können, dass es Gegenstand der Arbeit war, ob der die Erwärmung nun vom Menschen verursacht wurde oder nicht, und b) die Autoren der Arbeit selbst zu dem Schluss kamen, dass der Mensch die Erwärmung nicht verursacht hat? Falls auch nur ein Mitautor einer solchen wissenschaftlichen Arbeit, in einer anderen wissenschaftlichen Arbeit als Mitautor beteiligt war, welche zu dem Schluss kam, dass der Mensch die globale Erwärmung verursacht hat, ist natürlich ihre Schlussfolgerung für eine abgeschlossene, absolut-konvexe und absorbierende Menge.

            Zu Ihrem 2. Punkt: Die 50% von ihnen ist wilkürlich gewählt, da im Prinzip jeder Prozentwert größer 0 (bzgl. der Ursache der Erwärmung) dann der Mensch eben die Erwärmung mitverursacht hat.

            ps. Kopfrechnen < Logik. Kopfrechnen ist erst nötig, falls man auch die logischen Regeln korrekt und richtig angewendet hat. Wenn schon Logikfehler in den Aussagen zu finden sind, dann kann man sich ein Kopfrechnen sparen, ob die anschließend quantifizierten Aussagen korrekt sind (da eben die Aussagen schon Logikfehler enthalten).

      2. Das Mirakel passiert in ihrem Kopf. Cook hat gesagt: „Von denen, die überhaupt eine Position zu diesem Thema einnehmen, stimmen 97% zu.“ Sie machen daraus, dass 95 Prozent hätten die Position abgelehnt. Das ist billig.

        Und viele Studien fragen nicht „Wer ist schuld?“ sondern „Wie funktioniert ein bestimmtes Element?“. Aussagen über die „Schuld“ werden dann typischerweise in Metastudien und Reviews, Klimamodellierungen oder Papers, die explizit Szenarien mit/ohne Anthropogenie vergleichen gemacht.

  17. Interessant finde ich die Expertengläubigkeit vieler Foristen. Wer nicht ein bestimmtes Fach studiert hat, darf sich nicht äußern …Wer dieser Ansicht anhängt, der ist nicht ernstzunehmen.
    Zum Anderen finde ich es immer wieder interessant, wie darauf reagiert wird, wer wen finanziert … Dabei weiß doch jeder, dass es ohne Finanzierung nicht geht. Natürlich verkündet der Finanzierte das, was der Finanzier gerne hören möchte…sonst gibt es kein Geld mehr …
    Was ist daran falsch, wenn ich eine Richtung vertrete und mir dann von Menschen, die von dem, was ich für richtig halte, profitieren könnten, meine Forschungen bezahlen lasse?
    Ja, wenn es wärmer wird, ist das doch nichts Schlimmes, besser als wenn es kälter wird, denn besonders warm ist es ja nicht. Dass dann einige Landstriche dadurch nicht mehr bewohnbar sind, die es vorher waren, ist doch völlig normal und auch hinnehmbar, da es nie von einem Tag auf den anderen geschieht.
    Anpassung ist, was gefragt ist. Das können wir doch recht gut, sonst wären wir längst ausgestorben.
    Sollten wir aussterben, verliert der Planet auch nichts, er gewinnt sogar.
    Daraus schließe ich ganz persönlich: Die Klimaretter wollen nicht den Planeten retten, sondern ihren Lebensraum.

    Tatsache ist: Die Erde ist grüner geworden durch die Erwärmung, es wird mehr Nahrung mit weniger Kunstdünger produziert, und mir gefällt es wärmer viel besser, als wenn es kälter wäre.
    Zukünftige, noch nicht geborene Generationen haben keine Rechte, es gibt sie nicht, und ob es sie je geben wird, steht in den Sternen.
    Die ganze Klimadebatte ist ein schlechter Witz.
    Sie ist ein herbeigeredetes Problem, um von dem abzulenken, was wir nicht sehen sollen. Das klappt bestens.
    Wir werden, zum Beispiel, gerade in ein weltweites digitales Freilaufgefängnis mit 24/7-Überwachung befördert, und regen uns darüber auf, dass es wärmer wird … Echt intelligent. Dabei ist das nur ein Punkt von vielen.
    Nein, ich habe nicht den Durchblick … nur offene Augen und Ohren. Ach ja, und ich kann lesen. Mehr ist nicht nötig, um zu sehen, wo die Reise hingeht.

  18. Hier sind noch so’n paar Klimaschwurbler (/sarkasmus), die wollen entdeckt haben, dass die veränderte Wolkenbildung im Zuge der Erwärmung einen *negativen* Rückkopplungseffekt hat. Dabei ist es doch wissenschaftlicher Konsens, dass die Wolkenrückkopplung *positiv* ist!

    Das wären ja mal gute Nachrichten – wenn, ach wenn, „die Wissenschaft“ sich nicht bereits auf die positive Rückkopplung festgelegt hätte. So werden wir also weiterhin einer Temperaturerhöhung um 4 Grad bis 2050 entgegensehen müssen. Besonders verdächtig: der Klimaschwurbler vom MPI Bjorn Stevens hat sich positiv über die Studie geäussert! (/sarkasmus)

    >>>>>In der im Fachjournal Geophysical Research Letters veröffentlichten Untersuchung heißt es weiter, die kühlende Wirkung der Wolken habe sich deshalb im Zuge der Erderwärmung verstärkt. Aus ihren Daten leiten die Autor:innen eine historische Wolkenrückkopplung von minus 0,79 Watt pro Quadratmeter und Kelvin ab. Mit jedem Grad Erwärmung hätten die tropischen Niedrigwolken zusätzlich Sonnenenergie ins All reflektiert.

    Die Wolkenrückkopplung sei deshalb im Gegensatz zu den Ergebnissen vieler Klimamodelle nicht nur negativ – also der Erderwärmung entgegenwirkend – sondern auch deutlich größer, schreiben die Autor:innen.<<<<<

    https://klimareporter.de/erdsystem/der-himmel-widerspricht

    1. Also jetzt mal eine Überschlagsrechnung, ganz ohne Sarkasmus:

      Die Forscher haben einen negative globale Wolkenrückkopplung von -0,31 Watt pro qm und Kelvin ermittelt.

      Konfrontiert man das mit den im Artikel genannten IPCC-Zahlen (knapp 4 Watt/qm bei Verdopplung der CO2-Konzentration, resultierend in einer Temperaturerhöhung um 3 Kelvin), heisst das, dass unter Berücksichtigung der Wolken der Strahlungsantrieb nur ca. 3 Watt/qm beträgt, wenn sich die CO2-Konzentration von 280 ppm auf 560 ppm verdoppelt hat. Das wäre nach gegenwärtigem Kenntnisstand etwa 2080 erreicht. Linear umgerechnet (ja, ich weiss, dass das viel zu simpel ist), hätten wir 2080 eine Temperaturerhöhung um 2,25 Kelvin bezogen auf 1800, und um 0,85 Kelvin bezogen auf jetzt, 2026. Das klingt schon deutlich entspannter als die Szenarien der Kipppunkt-Freaks aus Potsdam.

      Zugegeben, das ist alles nur pi mal Daumen. Aber der wesentliche Punkt ist, dass die negative Rückkopplung dafür sorgt, dass die Temperatur bei Erreichen des neuen Gleichgewichts wesentlich niedriger sein wird als bisher veranschlagt und die Menschheit recht bequem damit zurecht kommen wird. Der Planet wird nicht verbrennen.

      Aber viele Massnahmen (CO2-Steuer, CO2-Zertifikate, CO2-Abscheidungsanlagen) müssten dann dringendst einer Überprüfung unterzogen werden.

  19. Tolles Forum hier. Also ich finde es schön, dass OM auch Glaubensfragen immer wieder eine Bühne gibt, auf der fundamentale Sichtweisen der unterschiedlichsten Art ausgetauscht werden können.

    Und jetzt schnell weg hier…

    1. Schwergewicht Klimawandel im Ring, da sind die jeweiligen Lobbies den Rest vom Tag mit ihren Finten und Schauläufen beschäftigt. Das Gezeter ist fast so sinnstiftend, wie „Woke“ vs. „Maga.“ „BlackRock“ kann gut mit beiden, um mal einen der Ringrichter zu nennen.

  20. Eine Frage an all diejenigen, die den Klimawandel leugnen, oder das CO2 als Ursache in Frage stellen.

    Habt ihr euch überhaupt ernsthaft mit den Grundlagen der Klimawissenschaft beschäftigt? Oder stammen eure „Informationen“ überwiegend aus Artikeln wie diesem? Also aus Aufsätzen, die im Auftrage der Nutznießer aus der Energiewirtschaft verfasst werden? Deren einziger Zweck es ist, Zeit zu gewinnen, um das Geschäft mit den fossilen Brennstoffen noch so lange wie möglich zu betreiben.
    Jeder halbwegs vernünftige Mensch würde im Eigeninterresse dafür plädieren auf andere Energieträger umzusteigen, wenn auch nur die entfernte Möglichkeit bestünde, dass der Klimawandel CO2 bedingt ist. Denn der wird kein Zuckerschlecken – und für den normalen Bürger schon gleich nicht.

    Ihr lasst euch doppelt verarschen. Die Zeche zahlt ihr so oder so.

    1. „Habt ihr euch überhaupt ernsthaft mit den Grundlagen der Klimawissenschaft beschäftigt? “

      Sie posten hier -wenn Sie mal auftauchen- auf einer Plattform des deutschen MAGA-Ablegers. Was hat German MAGA mit Wissenschaft im allg. zu tun? Stellen Sie solche Fragen auch an Trump, Bolsonaro, Milei, Weidel, Wagenknecht, LePen, Farage, Melonii…?

    2. „Eine Frage an all diejenigen, die den Klimawandel leugnen, oder das CO2 als Ursache in Frage stellen.“
      Ein schön demagogisch gestellte Frage. Erstens „leugnet“ niemand, dass die Erdtemperaturen gestiegen sind. Geleugnet wird in Religionen. Zweitens geht es doch um den ANTEIL von CO2 an der Erderwärmung, das ist doch der springende Punkt! 100% sind es sicher nicht und können es auch nicht sein, das behauptet auch die Wissenschaft NICHT. Und wer sagt, es sind nicht 100% stellt GAR NICHTS infrage!

      1. „Eine Frage an all diejenigen, die den Klimawandel leugnen, oder das CO2 als Ursache in Frage stellen.“

        Ein schön demagogisch gestellte Frage. Erstens „leugnet“ niemand, dass die Erdtemperaturen gestiegen sind.

        Die Bandbreite der Leugner ist recht groß. Angefangen mit jenen, die den Klimawandel überhaupt leugnen.

        Dann gibt es diejenigen, die zwar nicht leugnen, dass sich das Klima ändert, aber mit dem Argument aufwarten, dass sich das Klima immer ändert. Das geht dann nahtlos in die Gruppe über, die weder den Klimawandel leugnen, noch, dass CO2 einen Anteil daran hat. Dafür aber bestreiten, dass der massgeblich ist. Oder man einfach nicht wisse, wie hoch der Anteil des CO2 ist.

        Zweitens geht es doch um den ANTEIL von CO2 an der Erderwärmung, das ist doch der springende Punkt! 100% sind es sicher nicht und können es auch nicht sein, das behauptet auch die Wissenschaft NICHT. Und wer sagt, es sind nicht 100% stellt GAR NICHTS infrage!

        Warum sollte es überhaupt um den Anteil gehen, wenn klar ist, dass CO2 der Antreiber ist? Wenn man Letzteres in Frage stellt, ohne auf eine andere Ursache zu verweisen, geschweige denn, die zu beweisen – warum meldet man dann überhaupt Zweifeln an, wenn man keine bessere Theorie vorweisen kann?

        Wie kommt es überhaupt dazu, dass Bürger, die sich sonst nicht übermäßig für Wissenschaft interessieren, bei Themen wie dem Klimawandel fleißig mitmischen? Was haben überhaupt CO2 Zertifikate oder alternative Energien mit der Wissenschaft zu tun? Gar nichts!
        Der Zusammenhang stellt sich schlicht über das Geld her.
        Klimapolitik ist immer Energiepolitik. Und wie es im Kapitalismus üblich ist, darf (bzw. soll) das Geschäft nicht leiden, deswegen bleiben alle Kosten vorzugsweise beim Endverbraucher hängen. So auch bei der Klimapolitik. Als Bürger ist man betroffen von den Entscheidungen, die Politik trifft. Deswegen leugnen Bürger, die von nichts was wissen (wollen), den Klimawandel. Und deswegen sind Diskussionen mit solchen Menschen auch äußerst unerfreulich.

        Zu der Technik, mit der Froschauer (resp. EIKE) die Erkenntnis der Wissenschaft in Frage stellt: er instrumentalisiert die Unsicherheit, die es in der Wissenschaft immer gibt. Aus dem Umstand, dass man nicht auf Zehntelgrad genau sagen kann, welchen Anteil das CO2 am Temperaturanstieg hat, wird eine prinzipielle gebastelt. Nix Genaues weiß man nicht.

        Was wollt ihr denn erreichen? Um Klärung von Sachverhalten geht es euch sicher nicht. Da werden immer und immer wieder die zigfach widerlegten Argumente gebracht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die hier einschlägig kommentierenden User überhaupt je den Versuch gemacht haben, zu verstehen, was die Klimaforschung sagt, und was sie nicht behauptet.

  21. Diese ganze Diskussion, ist reiner Nihilismus.
    Wenn der Westen seine alten Militärbestände in der Ukraine entsorgt, um auf der anderen Seite neue bestände pocht, bleibt doch die Frage: In wiefern ist deren neuen militärischen Waffen im Einklang einer grüner Ideologie?
    Die deutsche Politik erscheint mir, als eine diffuse Politik, da diese Waffen liefern an Staaten, obwohl Deutschland dazu nicht ist.
    Dieser missbrauchte Staat Deutschland, trägt alles mit!
    Wie krank, kann eine Nation sein?

  22. Diese Klimawandelartikel generieren hier ja in letzter Zeit mit Abstand die meisten Kommentare.
    Warum?
    Ist das Thema vielleicht gerade wichtig? Ich sage NEIN!

    Ich gebe zu, auch ich glaube an den menschengemachten Klimawandel. Aus vielerlei Gründen wofür ich länger bräuchte um die hier darzulegen.
    Aber ist das wichtig? NEIN! Darum tue ich es auch nicht.

    DENN: Solange diese Kriege, die sich langsam zu einem weltumspannenden kriegerischen Ringen verdichten, immer mehr Resourcen verschlingen und Zerstörungen produzieren UND so lange der neoliberale Kapitalismus auch Unmengen an Ressourcen zu Müll macht und Zerstörungen produziert, sind jegliche menschlichen Bemühungen den Klimawandel zu beeinflussen (selbst wenn man glaubt, dass es möglich wäre), vollkommen nutzlos. Und wer uns anderes erzählen möchte, möchte uns auch verarschen.

    Also was soll diese kleinteilige spitzfindige Diskussion über Details zu CO2, Wasserdampf, Sonneneinstrahlung oder was weiß ich… Es ist einfach alles nicht relevant, solange das, was aktuell die größte Zerstörung produziert nicht abgestellt werden kann.

    1. Hallo „Fast“-Namenskollege, so ähnlich ergeht es mir auch. Dass es einen Klimawandel gibt, weiß jeder Kletterer und Bergsteiger. Man muss lediglich mal die Eistourenführer aus den Fünfziger Jahren mit den Aktuellen vergleichen. Vermutlich hat die Industrialisierung der letzten 200 Jahre einen erheblichen Anteil daran. Dass die deutsche CO2 Steuer daran etwas ändert ist eine Chimäre. Die Menschheit wird durch die Klimaerwärmung sicher nicht aussterben. Im Moment arbeitet vor allem, der durch die westlichen Eliten dominierte Teil der Menschheit, daran, dass der Großteil der Menschheit diesen Klimawandel oder lassen wir es eine Klimakatastrophe sein, gar nicht mehr erlebt. Dass an dieser Geschichte etwas nicht stimmt, merkt man doch daran, dass die vorgeblichen Menschheits- und Klimaschützer sich für die eskalierende Rüstungs- und Konfrontationspolitik nicht im geringsten interessieren. Wenn die Klimaerwärmung so existentiell ist, wie behauptet, kann sich die Menschheit diese Konfrontationspolitik nicht leisten. Das Gegenteil ist der Fall. Solange sich das so darstellt, können mir die grünen einseitig gestrickten Klimahysteriker gestohlen bleiben.

  23. Das Fazit aus 64+ Kommentaren: Die Propaganda hat einen exzellenten Job gemacht: Der Glauben, dass der von kaum jemanden bestrittene Klimawandel von Menschen gemacht ist und man infolge dessen die Gesellschaften umbauen soll, ja muss, ist fest verankert.

    Der Sieg der Religion – „Wissenschaft“ als zeitgemäßer Ersatz für diese (und viele „Wissenschaftler“ mögen sich in ihrer Rolle als deren Priester wohlfühlen) – über die Aufklärung. Besonders wirksam offensichtlich in Deutschland, dem Land der Protestanten und des 30-jährigen Krieges.

  24. An einer Stelle stimmt der Artikel nicht. Das Sonnenlicht ist in der Lage, das Gewächshausfenster zu durchdriíngen. Vom Boden wird es in Form von Wärmestrahlung zurück geworfen. Die aber durchdringt die Glasscheibe nicht.
    Selbstverständlich spielt Wasser eine Rolle. Wolken halten Sonnenstrahlung ab, für die reflektierten Strahlen aber wirkt es als Treibhausgas. Dieser Effekt wird durchaus berücksichtigt, aber der Punkt ist eben, dass man an dieser Stelle nicht eingreifen kann. Soll man den Bodensee abdecken? Besser nicht.
    400 ppm ist wenig, indessen ist zu bedenken, dass das eine 20 Kilometer breite Schicht ist. Und da wirken eben auf 400 ppm. Wie Klimaskeptiker immer wieder betonen war es auf der Erde schon wesentlich wärmer. Welches Gas soll das gewesen sein? Methan und Lachgas sicher nicht. Es war auch da CO2, wahrscheinlich aufgrund von Vulkanausbrüchen.

    1. Das Delta des Zeitraums der aktuellen Klimaänderung ist auch nur vergleichbar mit dem von Vulkanausbrüchen (oder Meteorideneinschlägen) alle anderen (natürlichen) Klimaänderungen vollzogen sich in einer ganz anderen zeitlichen Dimension. Einhergehend mit den großen Artensterben.

    1. Agrarheute ist kein führendes Bauernblatt, Es hat sich seit langem von der Fachlichkeit verabschiedet, der DLV sogar sein Bauernforum eingestampft, weil zu viel Kritik udn Diskussion. Agrarheute gibt einzig und allein die herrschende Regierungslinie wieder, sollte sich diese ändern , ändert sich auch sofort die Verlagslinie…

  25. Eigentlich ist die Sache erstaunlich einfach.

    CO₂ ist ein klimawirksames Gas. Es absorbiert Infrarotstrahlung in ganz bestimmten Wellenlängenbereichen. Diese Absorption lässt sich experimentell messen und ist physikalisch gut verstanden.

    Dabei überlappen sich die Absorptionsbereiche von CO₂ und Wasserdampf teilweise – aber nicht vollständig. CO₂ absorbiert auch in Bereichen, in denen Wasserdampf deutlich weniger oder praktisch keine Strahlung absorbiert.

    Hinzu kommt: CO₂ ist in der Atmosphäre wesentlich langlebiger als Wasserdampf. Seine Konzentration lässt sich weltweit messen, ebenso die Veränderung dieser Konzentration über die Zeit. Auch die räumliche Verteilung und die Isotopenverhältnisse des atmosphärischen CO₂ lassen sich messen und erlauben Rückschlüsse auf seine Quellen und Senken.

    Wir können also

    messen, welche Infrarotstrahlung CO₂ absorbiert,

    messen, wie viel CO₂ sich in der Atmosphäre befindet,

    seine räumliche und zeitliche Verteilung erfassen,

    seine Isotopenverhältnisse bestimmen,

    und die physikalischen Auswirkungen seiner Absorption experimentell untersuchen.

    Das sind keine Annahmen, die man einfach glauben muss. Es handelt sich um messbare physikalische Eigenschaften und beobachtbare Veränderungen.

    Die interessante Frage ist deshalb nicht, ob CO₂ Infrarotstrahlung absorbiert oder ob seine Konzentration in der Atmosphäre zunimmt. Beides lässt sich messen.

    Die Frage ist vielmehr: Welche physikalische Begründung soll all diese unabhängigen Messungen und Beobachtungen widerlegen?

    Denn irgendwann reicht es nicht mehr, einfach zu sagen: „Das glaube ich nicht.“ Dann müsste man erklären, welche Messung falsch ist – und warum.

    Den Weg, diese konkreten Befunde zu widerlegen oder durch eine alternative physikalische Erklärung zu ersetzen, gehen allerdings weder Froschauer noch EIKE. Stattdessen besteht ihre Argumentation wesentlich darin, die gut verstandenen Gesetzmäßigkeiten zu relativieren: Man verweist darauf, dass es auch andere mögliche Einflussfaktoren auf das Klima gibt – wohlgemerkt, ohne nachzuweisen, dass diese Faktoren für den gegenwärtigen Klimawandel verantwortlich sind oder die beobachtete Erwärmung erklären.

    Aber die bloße Existenz weiterer Einflussfaktoren widerlegt nicht die nachgewiesene Wirkung von CO₂.

    Die entscheidende Frage ist daher: Welche konkrete Messung oder welche physikalische Gesetzmäßigkeit soll falsch sein – und durch welche alternative Erklärung soll sie ersetzt werden?

    Denn irgendwann reicht es nicht mehr, einfach andere mögliche Ursachen aufzuzählen. Man müsste zeigen, dass diese Ursachen den beobachteten Klimawandel tatsächlich erklären und dass die etablierte Physik dabei versagt. Das ist aber nicht das Anliegen von EIKE.

    Dass Froschauer bei seinem Publikum gut ankommt, liegt schlicht daran, dass er die ohnehin feststehende Meinung seiner Adressaten trifft: bloß nicht handeln.

  26. Danke Herr Froschauer für den sehr gut erklärenden Artikel. Und ignorieren sie die „Kritik“ von Personen, die einfach die Mainstream-Medien abschreiben.

    Zwei Ergänzungen: 1. CO2 hingegen hindert die Rückstrahlung nur im Wellenbereich um 15 µm, das bedeutet auch, dass die Klimasensitivität logarithmisch, und keineswegs linear oder gar exponentiell ist. 2. Es gibt auch Satellitenmessungen der Temperatur https://www.drroyspencer.com/

    1. Mal abgesehen davon, dass Froschauers „Erklärungen“ die entscheidende Frage gar nicht beantworten: Welchen Anteil haben die von ihm genannten Faktoren an der gegenwärtigen Erwärmung?

      Ein gutes Beispiel sind die von ihm angeführten Milanković-Zyklen. Dass diese das Klima beeinflussen, ist unbestritten. Sie verändern über Zehntausende bis Hunderttausende Jahre die Verteilung der Sonneneinstrahlung und spielen insbesondere für die langfristige Abfolge von Eiszeiten und Warmzeiten eine wichtige Rolle.

      Aber was sagt uns das über die heutige Erwärmung?

      Genau das wäre die interessante Frage. Denn die gegenwärtige Erwärmung findet auf einer Zeitskala von Jahrzehnten bis Jahrhunderten statt. Die orbitalen Veränderungen laufen dagegen auf Zeitskalen von etwa 26.000, 41.000 und 100.000 Jahren ab. Sie können deshalb die schnelle Erwärmung der vergangenen 150 Jahre nicht erklären. Im Gegenteil: Unter den heutigen orbitalen Bedingungen würde die langfristige Entwicklung ohne den anthropogenen Einfluss eher in Richtung einer sehr langsamen Abkühlung gehen.

      Froschauer führt die Milanković-Zyklen also als einen weiteren Faktor auf, quantifiziert aber nicht, welchen Beitrag sie zur aktuellen Erwärmung leisten. Genau diese Information wäre aber notwendig, wenn die Aufzählung etwas zur Erklärung des gegenwärtigen Klimawandels beitragen soll.

      Dasselbe Problem sehe ich bei seinem Einwand, die Wissenschaft bleibe den „genauen“ Anteil von CO₂ an der Erwärmung schuldig.

      Natürlich kann man nicht seriös behaupten, CO₂ sei für exakt X Prozent der Erwärmung verantwortlich. Das Klimasystem besteht aus verschiedenen Antrieben und Rückkopplungen. Aber daraus folgt nicht, dass man deren Beiträge nicht quantifizieren könnte. Genau das tut die Klimaforschung.

      Der IPCC quantifiziert beispielsweise den Strahlungsantrieb verschiedener Faktoren und kommt für CO₂ allein von 1750 bis 2019 auf etwa 2,16 W/m². Für die gesamte anthropogene Veränderung ergibt sich ein deutlich höherer positiver Antrieb, der teilweise durch andere menschliche Einflüsse, insbesondere Aerosole, kompensiert wird. Bei der Attribution der beobachteten Erwärmung wird der Beitrag natürlicher Faktoren dagegen als sehr klein eingeschätzt.

      Das ist für mich der entscheidende Unterschied: Wissenschaftliche Unsicherheiten werden nicht dadurch beseitigt, dass man sie verschweigt. Sie werden quantifiziert und eingeordnet.

      Wenn Froschauer also verschiedene Faktoren wie Sonne, Vulkanismus, Ozeane oder Milanković-Zyklen nennt, wäre die interessante Frage nicht, ob diese grundsätzlich existieren oder das Klima irgendwann einmal beeinflussen können. Das ist bekannt.

      Die interessante Frage lautet: Welchen Beitrag leisten sie zur Erwärmung seit dem 19. Jahrhundert – und wie groß ist dieser Beitrag im Vergleich zum anthropogenen Treibhausgasantrieb?

      Genau diese entscheidende zweite Hälfte der Argumentation fehlt in dem Artikel. Stattdessen bleibt es bei der Feststellung, dass das Klimasystem komplex ist und viele Faktoren eine Rolle spielen. Das ist zwar richtig, beantwortet aber die Frage nach den Ursachen der gegenwärtigen Erwärmung noch nicht. Aber darauf kommt es Froschauer ja auch nicht an. Der möchte schlicht relativieren.

  27. Interessant dass der von den Superreichen initiierte Kampf um das CO2-Narrativ immer noch mit solcher Vehmenz ausgeführt wird. Man sieht mal wieder: das Aufrechterhalten von Lügen verlangt viel Einsatz von Geld und Personal.

    Ansonsten: es bringt nichts mehr sich hier einzubringen. Das CO2-Narrativ ist massiv gesetzt, und wer dafür streitet oder dafür eingesetzt wird kann durch besseres Wissen eh nicht auf den Boden zurück geholt werden.

    Es lebe der moderne machtpolitische Gottersatz: die heiligen Wissenschaften!

  28. Ach und noch was falls ich die gnadenfristige 5 noch nicht voll habe:

    Der so genannte Schmetterlingseffekt ist eine Entdeckung, die aus der Meterologie stammt. Es ist der Effekt, dass in chaotischen Systemen eine kleinste Einwirkung das ganze System völlig umdrehen kann. So in etwa und kurz.

    Komisch dass dieser Schmetterlingseffekt (der bei jedem komplexen System eine Rolle spielen kann) bei Klimaprognosen dann keine Rolle spielen kann/soll. Die Wissenschaftler und Klimaapokalyptiker sind sich doch ja alle so ganz 100% sicher …

    Die Leute, die das CO2-Narrativ verteidigen kommen mir vor wie Leute die behaupten, dass für das Wetter nur ein einziger Faktor maßgeblich wäre, zB einzig nur „die“ Luftfeuchtigkeit (die es so an sich schon mal garnicht gibt weil sei von Raumvolumen zu Raumvolumen differiert). Das CO2-Narrativ ist eine totale Verkürzung der realweltlichen, sehr, sehr komplexen Gegebenheiten.

  29. Ein Physiker trifft einen Gläubigen, der ihm vom neuesten Froschauer-Artikel vorschwärmt.

    „Der Artikel ist wirklich eine Granate! Darin wird alles widerlegt, was die Klima-Lobby behauptet!“

    „Ach“, meint der Physiker, „aber der Autor unterschlägt doch die Rückkopplungsrolle von CO₂.“

    „Nun, mag sein. Aber das CO₂ ist doch teilweise gesättigt.“

    „Ja, aber daraus folgt doch gerade *nicht*, dass zusätzliches CO₂ kaum noch wirkt!“

    „Naja, aber die globale Mitteltemperatur ist doch ohnehin nicht messbar, sondern nur berechenbar.“

    „Das stimmt zwar formal“, meint der Physiker, „aber daraus folgt doch kein entscheidendes Messproblem. NOAA berücksichtigt genau solche Unsicherheiten.“

    „Ach“, sagt der Gläubige, „kommt es auf die denn so arg an?“

    Der Physiker atmet einmal tief durch und fährt fort: „Und außerdem verwechselt der Autor an mehreren Stellen Messunsicherheit mit Unsicherheit über die Ursache. Nur weil die globale Temperatur berechnet wird, wird die Physik dahinter ja nicht beliebig.“

    „Naja“, sagt der Gläubige, „man kann sich in der heutigen Zeit eben nicht bei allem mehr so sicher sein.“

    Der Physiker seufzt. „Und außerdem beruft sich Froschauer auf EIKE. Das ist eine Lobbyorganisation.“

    Der Gläubige zuckt nur mit den Schultern: „Naja, auf irgendwen muss man sich doch beziehen.“

    Der Physiker bleibt geduldig: „Und die angebliche ‚Verrechnung‘ von vier Watt pro Quadratmeter mit drei Grad ist gar keine Verrechnung!“

    Da schaut ihn der Gläubige empört an: „Geiferst du jetzt etwa wegen dieses einen kleinen Fehlers gegen den Autor?!“

  30. Der Text von Uwe Froschauer ist – wie üblich alle seine Texte zu dem Thema hier bei OT – mal wieder ein Lehrbuchbeispiel für Klimaleugnung durch Halbwahrheiten, suggestive Rhetorik und das Erwecken eines falschen Eindrucks von wissenschaftlicher Kontroverse. Hier der wissenschaftliche Konsens:

    1. CO₂ als Treibhausgas – physikalisch eindeutig
    Dass CO₂ Infrarotstrahlung absorbiert, ist seit John Tyndall (1859) und Svante Arrhenius (1896) experimentell bestätigt. Die grundlegende Physik ist unstrittig und in jedem Physiklehrbuch nachzulesen. Die Behauptung, es gäbe hier eine „wissenschaftliche Kontroverse“, ist falsch.
    science.nasa.gov/earth/earth-observatory/the-carbon-cycle/

    2. Wasserdampf vs. CO₂ – der entscheidende Unterschied
    Ja, Wasserdampf ist das häufigste Treibhausgas (~50% des natürlichen Treibhauseffekts, CO₂ ~20%). Aber: Wasserdampf hat eine kurze Verweilzeit (~9 Tage) und seine Konzentration wird durch die Temperatur gesteuert (Clausius-Clapeyron-Gleichung: ~7% mehr Wasserdampf pro 1°C Erwärmung). CO₂ hingegen verbleibt Jahrhunderte in der Atmosphäre und wirkt als „Steuerungsgröße“. Mehr CO₂ → Erwärmung → mehr Wasserdampf → verstärkte Erwärmung (positive Rückkopplung). Ohne CO₂ als Antrieb würde der Wasserdampf-Effekt nicht greifen.
    http://www.ipcc.ch/report/ar6/syr/downloads/report/IPCC_AR6_SYR_SPM.pdf

    3. Der „Sättigungseffekt“ – bekannt und berücksichtigt
    Es ist korrekt, dass Teile der CO₂-Absorption (im Zentrum der 15-μm-Bande) gesättigt sind – das ist aber seit 100 Jahren bekannt und im IPCC berücksichtigt. Die Wirkung zusätzlichen CO₂ erfolgt über: (a) die weniger gesättigten Randbereiche der Absorptionsbanden, (b) höhere Atmosphärenschichten, wo die Luft dünner ist. Der Strahlungsantrieb ist logarithmisch (~3,7 W/m² bei Verdoppelung von 280 auf 560 ppm), aber real und messbar. Satellitenmessungen (z.B. CERES) bestätigen die veränderte Energiebilanz.
    http://www.ipcc.ch/report/ar6/syr/downloads/report/IPCC_AR6_SYR_LongerReport.pdf

    4. Temperaturmessungen – robust und konsistent
    Die Kritik an globalen Temperaturdatensätzen (Wärmeinseln, Homogenisierung, Stationswechsel) ist seit Jahrzehnten geprüft. Mehrere unabhängige Datensätze kommen zum selben Ergebnis:

    NASA GISTEMP: +1,2°C seit 1880

    NOAA: +1,0°C seit 1880

    HadCRUT5 (UK): +1,1°C seit 1850

    Berkeley Earth: +1,3°C seit 1850

    Wärmeinsel-Effekte werden korrigiert und machen nur einen kleinen Teil aus (14.000 zitierte Studien).
    http://www.ipcc.ch/report/ar6/syr/downloads/report/IPCC_AR6_SYR_SPM.pdf

    8. Climategate – sechs Untersuchungen, keine Manipulation
    Sechs unabhängige Untersuchungen (2009–2010) fanden keine Belege für Datenmanipulation oder wissenschaftliches Fehlverhalten:

    Britisches Unterhaus (Science and Technology Committee)

    Independent Climate Change Email Review (Muir Russell)

    Penn State University (gegen Michael Mann)

    University of East Anglia (interne Untersuchung)
    Die E-Mails wurden aus dem Kontext gerissen. Begriffe wie „hide the decline“ bezogen sich auf die bekannte Problematik von Baumringdaten nach 1960 („divergence problem“), nicht auf Temperaturdaten.

    9. Der wissenschaftliche Konsens

    >99% der peer-reviewten Klimastudien bestätigen den menschengemachten Klimawandel (Studie in Environmental Research Letters, 2021)

    Alle nationalen Wissenschaftsakademien der Welt (inkl. USA, China, Russland) unterstützen die IPCC-Erkenntnisse

    Der IPCC AR6 (2021/2023) stellt fest: „Es ist eindeutig, dass menschlicher Einfluss die Atmosphäre, den Ozean und die Landflächen erwärmt hat.“
    http://www.ipcc.ch/report/ar6/syr/downloads/report/IPCC_AR6_SYR_SPM.pdf

    Der Text erweckt den Eindruck einer offenen wissenschaftlichen Debatte, wo es keine gibt. Die Kernfragen – ob der Mensch das Klima erwärmt und ob CO₂ die Hauptursache ist – sind wissenschaftlich eindeutig beantwortet. Halbwahrheiten über Wasserdampf, Sättigungseffekte oder Messunsicherheiten ändern nichts an der physikalischen Realität der aktuellen, menschengemachten Erwärmung. Wer das bestreitet, ignoriert 150 Jahre Klimaforschung und tausende peer-reviewte Studien und millionenfacher (Einzel)Messungen rund um den Globus, die alle zu dem gleichen Ergebnis kommen. Ich finde es empörend, dass Overton so vielen Lügen und so viel Klimapropaganda so viele Seiten zur Verfügung gestellt hat, ohne je auch nur einmal die Gegenseite (bzw. den weltweit wissenschaftlichen Konsens) überhaupt zu Wort kommen zu lassen auf diese Schwindel-Serie. Man kann sich nur allzuleicht vorstellen, wie zum Beispiel Professor Stefan Rahmstorf vom PIK Potsdam diesen ganzen Lügenlawinen, Auslassungen und (Selbst)Suggestionen, die hier auf den Leser zugerollt kommen, auseinander nehmen würde.

    1. So, dass muss sein. Gegen die Regel:

      „Aber: Wasserdampf hat eine kurze Verweilzeit (~9 Tage) […] CO₂ hingegen verbleibt Jahrhunderte in der Atmosphäre“

      So und jetzt kann uns der werte Referent sicher auch erklären was das für eine Rolle spielen soll, wie lange ein Molekül schon (oder noch) in der Atmosphäre ist, für das Klima?

      Immerhin der zweite Punkt der Aufzählung, also doch wohl wichtig.

      Zum 1. Punkt: Dass CO2 Strahlung gewisser Frequenz absorbieren kann – wer würde das bestreiten? Sowas heißt man glaube ich einen „Strohmann“.

      Alles andere ist genauso banal bis falsch. Wie eben die ganze Pseudo-Debatte (die durch viel Geld angetrieben wird) geführt wird.

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