Cambridge und der woke Märchenprinz: Vertrauensverlust in Wissenschaft

Universität in Cambridge
Diliff, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Jason Arday war der jüngste schwarze Professor, den Cambridge je hatte. Die Fakultät für Sozialwissenschaften pries sich lauthals als glücklich, so einen tollen Fang gemacht zu haben und ignorierte über Jahre alle Warnhinweise.

Wer sich beschwerte, oder Zweifel äußerte, wurde des Rassismus beschuldigt. Nun bricht das Kartenhaus zusammen. Arday ist wegen Plagiats zurückgetreten. Und Cambridge hat seinem Namen einen Schaden zugefügt, den es so schnell nicht wird ausbügeln können. Wie soll man Universitäten in Zukunft Vertrauen schenken?

Arday war der Märchenprinz der Woken. Er kommt aus einem Sozialviertel – und erwurde als Kleinkind als autistisch diagnostiziert. Nach eigenen Angaben lernte er erst mit 11 Jahren sprechen, konnte nicht lesen, bis er 18 war und legte dann eine glitzernde akademische Karriere hin, die ihn mit Mitte dreißig nach Cambridge brachte. Er wurde zum Posterboy der Woken. Eigentlich konnte Arday nach eigenen Aussagen alles und noch mehr: 600 Meilen in sechs Tagen und 30 Marathons in 35 Tagen laufen, über Jahre hinweg nur zwei Stunden pro Nacht schlafen, nebenbei fünf Millionen an Spendengeldern sammeln und zeitgleich einen Gehirntumor überleben, während er seine Doktorarbeit schrieb, Brunnen bohrte, semiprofessionell Fußball spielte und vieles, vieles mehr.

Des Märchenprinz‘ neuen Kleider

Niemand scheint an irgendeinem Punkt seinen Verstand eingeschaltet und nachgefragt zu haben. Zu großartig war die Geschichte. Heute wird klar, was eigentlich immer offensichtlich war: An all den Geschichten scheint wenig dran zu sein.

Nur die wissenschaftliche Arbeit von Arday wurde von einigen Kollegen in Frage gestellt. Die ersten waren 2023 Dave Harris, ein emeritierter Professor aus Cambridge und sein Kollege Martyn Hammersley. Ihr Schreiben wurde aber von der Universität zurückgewiesen. Die Fakultät vertrat die spannende These, sie seien nicht zuständig für mögliche Plagiate, die vor Ardays Zeit in Cambridge begangen wurden. Arday heuerte einen teuren Anwalt an, der die beiden Zweifler und möglicherweise auch die Universität unter Druck setzte.

Dann hatte Arday etwas Glück. Denn die Geschichte mit dem Plagiat wurde von einem berüchtigten Professor in Gent aufgegriffen: Nathan Cofnas. Er forscht rund um das Thema Ethnizität und IQ und vertritt Thesen, die man mit Fug und Recht als rassistisch bezeichnen kann. Seiner Meinung nach würde es ohne Diversitätsprogramme keinen einzigen schwarzen Professor in westlichen Ländern geben. Schwarze haben seiner Aussage nach einen zu geringen IQ dafür. Er selbst hatte seine Alma Mater Cambridge verklagt, weil er sich dort als weißer Mann diskriminiert sah. Es brauchte nicht viel Geschick, um Cofnas` Anschuldigungen von Arday als rassistisch motiviert abzutun. Cambridge veröffentlichte ein Statement, wonach Arday von den „Vorwürfen des Plagiats im Zusammenhang mit seiner Dissertation und seinen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften“ entlastet worden sei und ein „Opfer einer niederträchtigen Kampagne zur Untergrabung seiner Glaubwürdigkeit“ sei.(1)

Das wird Cambridge vermutlich noch lange bereuen. Denn mittlerweile steht es außer Frage: Arday hat die Dissertation einer anderen Wissenschaftlerin mehr oder weniger komplett übernommen.(2) Dafür brauchte es keine tiefe Recherche, denn das Plagiat ist offensichtlich. Cambridge hat die Entlastung einfach erfunden, ohne auch nur einmal einen kurzen Scan oder irgendetwas durchzuführen. Einfach so. Aber nicht nur das: Schaut man sich seine Auftritte auf YouTube an, fragt man sich schon, ob man es hier mit „des Kaisers neuen Kleidern“ zu tun hat. Der Mann kann keine anständigen Reden halten, sie haben keine Struktur, er springt von Thema zu Thema, streut ein bisschen post-strukturalistischen Jargon ein, redet von seiner Großartigkeit und vergleicht dann alles mit irgendwelchen australischen Familienserien. Keine Aussage nirgends. Und niemand soll bemerkt haben, dass der Mann intellektuell ziemlich nackt dasteht?

Beschwerden gegen Arday gab es

Als Soziologe, Anti-Rassismus- und Pro-Neurodiversitäts-Spezialist wurde er gefragt, was er sich als wichtigste Änderung auf dem Gebiet der Soziologie wünschen würde. Die Antwort: Alles solle sich um Liebe drehen, nicht um Hass. Toll! Das erinnerte dann doch sehr an den Hollywoodfilm „Miss Undercover“, wo sich jede Kandidatin bei einem Schönheitswettbewerb mit schmelzendem Lächeln, ohne Hirn und unter tobendem Applaus „World Peace“ wünschte.

Als die Vorwürfe lauter wurden, formte sich ein Unterstützerteam. Der Vorsitzende der britischen Grünen gehörte ebenso dazu wie viele andere linke Vertreter und Mitglieder des Establishments. Sie sprechen von unhaltbaren Vorwürfen, von kompletter Entlastung seiner wissenschaftlichen Integrität, von Angriffen auf Arday, weil er schwarz sei.(3) Niemand dieser Unterstützer hat die Dissertation einmal fünf Minuten von ChatGPT prüfen lassen. Dass Arday schwarz ist und aus der Arbeiterklasse, reichte offenbar um ihn über jeden Verdacht erhaben zu sehen.

Die Universität Cambridge ist eine Institution, die einen großen Namen führt. Sie verspricht Qualität, Exzellenz, die besten Köpfe. Das Städtchen Cambridge ist hübsch und hat nette mittelalterliche Bauwerke, aber es lebt von seinem Ruf. Nur dafür bewerben sich die besten Studenten der Welt, nur dafür folgen begabte Wissenschaftler dem Ruf auf einen Lehrstuhl. Niemand kommt wegen des guten Wetters oder leckeren Essens, wirklich nicht.

Nun stellen sich viele Fragen. Wie viele solcher minderbegabten Professoren hat die Uni? Warum hat niemand etwas gesagt? Haben die Kollegen nichts bemerkt, weil sie vielleicht selbst nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind? Oder haben sie etwas bemerkt, sich aber nicht getraut etwas zu sagen, was als rassistisch oder heteronormativ/weiß hegemonial interpretiert werden könnte? Beschwerden von Studenten über die mangelhafte Betreuungsleistungen von Arday gab es offenbar, doch die Studis wurden pauschal des Rassismus beschuldigt.

Cambridge wollte zu den Guten gehören

Wie, fragt man sich, sieht es eigentlich in Oxford aus? Wir wissen, dass man wie Kathleen Stock seinen Professorentitel verlieren kann, wenn man unbequeme Thesen vertritt, wie die ihre, dass man sein Geschlecht nicht ändern kann. In Deutschland ist das nicht besser, wie man an vielen Beispielen wie denen von Michael Meyen oder Ulrike Guérot sehen kann.

In Universitäten herrscht ein Klima der Verunsicherung. Wer würde sich zum Beispiel trauen, sich offen gegen die Translobby zu äußern? Oder abweichende Thesen vertreten zu was oder wem auch immer? Oder einen schwarzen/trans/behinderten Studenten als unfähig für ein Studium zu bezeichnen, auch wenn das den Tatsachen entspräche. Zu groß wäre die Angst, als Rassist/transphob bezeichnet zu werden. Da ist durchwinken und Augen zudrücken sehr viel leichter. Jason Arday ist mehr als nur ein Mann, der dem System „durchgerutscht“ ist. Er wurde überall weitergelobt. Niemand hatte den Schneid, Fragen zu stellen. An der Universität Glasgow, seinem Verlag Princeton Press und eben auch in Cambridge.

Das grundlegende Problem ist das Schweigen, nicht Jason Arday. Diese überspitzte Geschichte, wo angeblich so kluge Leute lange Jahre einen solch offenkundigen Mist geschluckt haben, ist ein Fingerzeig. Eine Universität ist nicht dafür da, nett zu sein. Sie wurde errichtet, damit Menschen nachdenken und ihre Meinung offen und frei äußern können, auch (oder besonders), wenn es sich um Ideen handelt, die das gängige Narrativ in Frage stellen. Und das alles ohne der Angst, diffamiert zu werden.

Das Schweigen ist das Problem und der Haupttäter in dieser Geschichte ist nicht unbedingt Arday (unschuldig ist er aber natürlich auch nicht). Die Universitätslandschaft hat einen minderbegabten Menschen nach oben gejubelt, weil er ihre Bedürfnisse nach Diversität erfüllte. Einen Schwarzen, einen Autisten und einen sozial Unterprivilegierten – alles in einer Person. Die Fakultät wollte sich moralisch integer fühlen und inklusiv sein und eben nicht weiß, privilegiert und cis-heteronormativ. Sie wollten die Guten sein. Dafür war Arday da, das war seine Aufgabe.

Ardays Memoiren

Vermutlich hätte der Mann durchaus irgendwo einen anständigen Job ausführen können, wenn er nicht immer nur nach oben gestolpert wäre, bis er sich in einer Position wiederfand, für die er nicht im Ansatz die Eignung mitbringt.

Bislang gelten Universitäten und „die Wissenschaft“ noch als Autoritäten. Doch mit jeder Geschichte, in der sie, statt sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren, Propaganda verbreitet und Moral vor sich herträgt, geht dieses Vertrauen Stück für Stück verloren. Arday und die Weigerung der Professorenschaft, das Offensichtliche zu sehen, hat viel kaputt gemacht. Freiheit hat die Wissenschaft dazumal groß gemacht. Freiheit von Forschung und Lehre, ohne Angst, zu sagen, was man denkt.

Die Geschichte mit Arday ist aber noch nicht zu Ende. Am Dienstag erscheinen Ardays Memoiren. Wenn man den Leaks auf X und der Rezension des Atlantic Glauben schenken will, voll von grotesken Fantasien über seine eigene Großartigkeit. Angeblich hat der Verlag Simon & Schuster dafür 1,4 Millionen Pfund gezahlt und es mit dem Faktenchecken eher nicht so genau genommen.  Eine weitere Peinlichkeit.

An diesem Märchenprinzen war also mehr märchenhaft als es Prinz war. Die Bösewichte sind identifiziert und werden bestraft. Niemand wäre jetzt gerne in den Schuhen der lobhudelnden Dekanin. Oder in denen des Grünenvorsitzenden. Am Ende doch eine Geschichte mit Moral?

Anmerkungen
  1. Exclusive: News outlet killed story on plagiarism allegations after Cambridge prof hired law firm – Retraction Watch
  2. Ihr Name: Paula Zwozdiak-Myers, https://www.theatlantic.com/books/2026/08/jason-arday-cambridge-academic-memoir-resignation/688206/
  3. „Wenn ein angesehener schwarzer Wissenschaftler wiederholt unbegründeten Vorwürfen ausgesetzt wird, obwohl er vollständig entlastet wurde, deutet dies darauf hin, dass versucht wird, Schwarze Menschen zu untergraben, die einflussreiche Positionen innehaben. Professor Arday, ein schwarzer Mann aus der Arbeiterklasse, wurde zum jüngsten schwarzen Professor in der Geschichte der Universität Cambridge. Sein bemerkenswerter Werdegang, seine wissenschaftliche Arbeit und seine Führungsqualitäten sollten gewürdigt werden – und nicht von Kampagnen überschattet werden, die auf Vorwürfen beruhen, die umfassend zurückgewiesen wurden.“ https://goodlawproject.org/petition/stand-in-solidarity-with-jason-arday/
Anne Burger

Anne Burger ist Hochschullehrerin für Mathematik und Logik. Sie lebt mit Mann und Kindern in Süddeutschland.
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42 Kommentare

  1. Bei folgendem Satz kam mir endlich die Erleuchtung:

    Wenn man den Leaks auf X und der Rezension des Atlantic Glauben schenken will, voll von grotesken Fantasien über seine eigene Großartigkeit.

    Ob Trump oder die Woken, sie alle schwelgen in ihrer außergewöhnlichen Großartigkeit. Was ja noch nicht so tragisch wäre, wenn sie nicht gleichzeitig damit die Welt „beglücken“ würden.

  2. > Cambridge wollte zu den Guten gehören

    Denke das ist auch der Ansatz der Politiker, man will zu den „Guten“ gehören. Das auf eine einfache Art und Weise, man muss dafür selbst ja nichts leisten.

    Harvard hatte btw einen ähnlichen Fall.
    Komisch.

  3. Arday ist sozusagen ein Symbol für die degenerierte „westliche Wertegemeinschaft“. Es ist ja nicht nur dieser Herr Arday, der aufgrund seiner Hautfarbe, Herkunft und „Behinderung“ gegenüber „un-woken“ Konkurrenten eine Spitzenposition in Cambridge zugeschustert bekam – die lustigerweise offenbar auch noch krankhaften Größenwahn bei ihm auslöste – dieses Phänomen wurde ja bereits in US-Unis beschrieben und es gab entsprechende Fälle, die an die Öffentlichkeit kamen und es zieht sich durch die Positionen der sogenannten „woken“ Parteien, wo woke Merkmale eine Spitzenposition garantieren, aber sicher keine Qualifikation.
    Und am wichtigsten ist, dass man auf Linie ist. Querschießer, alternative, kritische Geister, Zweifler – also solche Leute, die den „Konsenz“ und das Narrativ in Frage stellen, wie es ein Einstein tat, ein Galilei, ein Kepler, Kopernikus, ein Luther, Gandhi, Assange oder ein Kujat, Vad, Baud, Mearsheimer, Sachs, Hersh würden / werden in heutiger Zeit als Verschwörungsschwurbler aus der Öffentlichkeit gecancelt werden.

    1. Sehr richtig! das ist brutal systemisches Problem! Degeneration kurz vor dem Untergang. wichtige, gebildete Leute werden nicht mehr gehört.

  4. An den Universitäten und Hochschulen 🎓 vollzieht sich das, was sich in Politik 🏛️ und Journalismus 📰 bzw. den Medien 📻 📺 schon geschehen ist. Es geht nicht mehr um rationale Argumente, Vernunft, logisches Denken und logische Entscheidungen, sachliche Analyse und Fakten, Beweise und Belege, Präzision, Reflexion, Erkenntnisgewinn, Aufklärung usw.

    Es geht um die richtige Meinung, die richtige Haltung, den richtigen Standpunkt und um „Moral“. Es geht um den „richtigen“ Gott und um „Gut“ 😇 und 😈 „Böse“ wie im finsteren Mittelalter. Grünen Politikern zufolge ist auch Doppelmoral eine Moral, denn Doppelmoral ist angeblich besser als keine Moral. Aber Doppelmoral ist die Moral der Scheinheiligen, der Unlauteren und der Heuchler.

    Wenn der Auftragskiller Friedrich Februar nur Männer und keine Frauen und keine Kinder umbringt, ist er dann Feminist und Kinderfreund, also moralisch besser als der Auftragskiller Markus Söldner, der Männer, Frauen und kleine Kinder ermordet? Man könnte allerdings auch argumentieren, dass der Auftragskiller Friedrich Februar ein Sexist wäre, weil er seine Opfer nach Geschlecht diskriminert, und Markus Söldner alle Opfer gleichbehandeln würde. Mord bleibt allerdings Mord. Es spielt keine Rolle, ob man einen Mann, eine Frau oder ein Kind ermordet und dafür Geld kassiert.

    Es gibt allerdings auch Bereiche an den Universitäten/Hochschulen, die schon vor Jahrzehnten mit dem wissenschaftlichen Denken und wissenschaftlichen Arbeiten aufgehört haben und das sind die wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten. Das sind keine Wissenschaften von der Wirtschaft mehr, das sind Religionswissenschaften, die sich mit Ökonomie befassen. Ihre Religion ist die Religion der „freien Marktwirtschaft“. Es gibt sogar dogmatische Prediger, die sich „Wirtschaftsweise“ nennen. Die Götter der modernen Wirtschaftswissenschaften sind „Superreiche“ wie Elon Musk, Susanne Klatten, Peter Thiel, Jeff Bezos, Bill Gates und Mark Zuckerberg. 🙏 🛐

    Ketzer wie Thomas Piketty, Emmanuel Saez, Kate Raworth und Joseph Stiglitz, die den neoliberalen Mainstream der „Wirtschaftswissenschaften“ kritisieren, bestätigen die Regel.

  5. Die westlichen Eliten sind doch bespickt mit diesen Leuten. Man denke nur an den derzeitigen amerikanischen Präsidenten oder seinen Vorgänger, oder an Alexander Stubb – i am a Professor! – jetzt finnischer Präsident, der meinte mit seinem Glauben gegen Mearsheimer angehen zu können. Mir fallen auch einige deutsche Politiker ein oder Journalisten. Eine Chefdiplomatin, die von Diplomatie nichts hält, ein Kanzler, der erst einen Minister entlässt und dann einen Nachfolger präsentiert, der es nicht werden will.

    PS. Mit 41 Jahren seine Memoiren zu schreiben, finde ich sehr geschäftstüchtig. Dumm ist er jedenfalls nicht. Der wird nichts mehr arbeiten müssen und darum gehts am Ende.

    1. @Simon „Mit 41 Jahren seine Memoiren zu schreiben, finde ich sehr geschäftstüchtig. Dumm ist er jedenfalls nicht. Der wird nichts mehr arbeiten müssen und darum gehts am Ende.“

      Der große Friederich von der „Black & Rock Capitalmanagement Ltd.“ sagt: Dafür soll die Krankenschwester dann bis 75 arbeiten, der Paketzusteller schneller arbeiten bzw. laufen und die zukünftige Rente der Krankenschwester wird auch noch gekürzt.

      Die Feststellung ist vollkommen richtig: Dumm sind diese Leute nicht. – Aber Intelligenz und kriminelles Verhalten schließen sich nicht aus.

      Die Kriminellen, die sich bei Cum-Ex vom Finanzamt und auf Kosten der Allgemeinheit jahrelang Steuern in Millardenhöhe „erstatten“ ließen und zwar Steuern, die sie nie gezahlt haben, sind sicherlich nicht dumm. Auf diese Idee muss man erstmal kommen und dann muss man das auch organisieren. Reich muss man auch schon vorher sein, denn ohne Millionen auf dem Konto funktioniert das nicht.

  6. Zu einem Betrüger gehören immer Betrogene. Wenn sich Betrogene gesellschaftlichen Moden ausgesetzt sehen, oder der mediale Hype um eine Person extrem ist, schafft das eine eigene Macht, in der Betrogene nur noch leichter und bereitwilliger ihre Sicherungssystem ausschalten. Geht uns doch allen so, man denke nur an Guttenberg vor seiner Überführung. Wobei der Herr nichts wokes an sich hatte, sondern nur ein paar drittklassige Adelvibes. Das die „beste Uni der Welt“ auf so eine Verarsche reinfällt, setzt dem ganzen natürlich die Krone auf. Das offenbart nur zusätzlich, dass wir alle uns ständig von Propaganda beeindrucken lassen, vor allem wenn es um einen angeblichen Elite-Status geht.

    1. @01101

      Yep! Es heißt zwar immer „Gier frisst Hirn“, treffender wäre allerdings: Gier frisst den kritischen Verstand. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Weisheit und davon sind viele Menschen ganz weit entfernt. Der Homo sapiens ist gierig, aber tendenziell bequem und faul. Letzteres wirft er aber meistens den anderen Mitbürgern vor, vor allem Arbeitslosen, Obdachlosen und Geringverdienern.

      Apropos von und zu „Guttenberg“: Eine Frage wurde in diesem Zusammenhang fast nie gestellt und zwar die Frage, warum er überhaupt promovieren wollte. Wer hat ihn dazu gezwungen? Er war vor dem Abschluss der Promotion bereits Bundestagsabgeodneter der CSU. Der Doktorgrad wurde meines Wissens allerdings erst wenige Tage vor der Ernennung zum Minister verliehen.

      Meine Hypothesen:
      1. Er hat es gemacht, weil man mit einem „Dr. vor dem Namen viele Menschen, die von der Materie keine Ahnung haben und die Qualtität der wissenschaftlichen Arbeit nicht beurteilen können, immer noch beeindrucken kann:
      Dr. = „gebildet“ => den wählen wir, der ist „supi“, denn der kennt sich aus.
      2. Hätte er auf die Promotion verzichtet, der adlige Herr von der „Chistlich-Sozialen“ Union in Bayern und der „gegelten“ Frisur wäre nach Angela Merkel sehr wahrscheinlich Bundeskanzler geworden. Man braucht weder als Abgeordneter noch als Minister ein „Dr.-Hütli“ 🎓 auf dem Kopf. Dumm gelaufen oder vielleicht doch nicht so intelligent, wie er selbst gedacht hat.

      Bild(erzeitung) vom 10.02.2009: „Der neue Wirtschaftsminister Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg – Müssen wir uns diesen Namen merken?“

      Nein, das müssen wir nicht (mehr).

      Merke❗️
      Einbildung ist keine Bildung,
      Selbstüberschätzung keine gute Führung,
      ein langer Name ist keine gute Tat,
      und die Meinung der BILD und eines adligen „Doktors“ noch lange kein guter Rat.
      (Rainer Reimer, Reimstadt am Rhein, Reimland 2026)

  7. Ich verstehe nicht ganz, was die Hautfarbe mit den Vorwürfen zu tun haben soll. Ich kann mich nicht erinnern, dass
    beim wissenschaftlichen Fehlverhalten eines Jan-Hendrik Schön oder eines Diderik Stapels jemals die Hautfarbe eine Rolle gespielt hätte. Auch eine Aussage a la: da wollte die weiltweit renommierten Bell Labs (Schön) oder die Tilburg University (Stapel) etwas Gutes tun (was immer das Gute auch gewesen sein mag) ist mir in dem Zusammenhang nie untergekommen. Der weltweite Wettstreit um die angeblich besten Köpfe ist im akademischen Milieu jedenfalls nichts besonderes.

    Im Unterschied zu den abgeschlossenen Verfahren bei Schön und Stapel werden die Vorwürfe gegen Ardays aktuell geprüft. Was und wieviel von den Vorwürfen genau bestätigt wird, wird sich nach der Prüfung zeigen.

    Ich würde jetzt allerdings nicht soweit gehen, zu sagen, dass die verzerrte Darstellung bei Anne Burger ihren Grund in ihrer weissen Hautfarbe hat oder dass sie eine Frau ist.

    Die als (fanatische) Politikaktivisten auftretende Anne Burger fällt in ihren Artikel allerdings häufiger für ihre höchstens sehr oberflächlich realitätaffinen Darstellungen auf. Ihre politisch einseitigen Verbiegungen von Vorgängen scheinen allerdings ein Markenzeichen rechtsaffiner Autoren (und Autorinnen) zu sein.

    1. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wurde Arday in einer einzigen Arbeit 188 Plagiate nachgewiesen. Auch in seinen bereits veröffentlichten Büchern soll es vor Plagiaten wimmeln.

      Wenn er eine andere Hautfarbe hätte, dann hätten die NPCs in Cambridge in nicht gedeckt und geschützt. Ich mag Burger jetzt auch nicht besonders (wobei ich sie eher im liberalen New Yorker Feuilleton einordne), aber der Rassismus liegt hier einzig bei den NPCs aus Cambridge.

      1. Es werden ihm die von Dir genannten Fälschungen/Plagiate vorgeworfen. Jetzt muss man die entsprechende Prüfung abwarten. Fällt sie zu Ardays Ungunsten aus, ist zu fragen, warum frühere Untersuchungen zu anderen Ergebnissen kamen. Erst dann kann man seriös z.B. darüber reden, warum dies nicht vorher aufgefallen ist. Eine Institution wie Cambridge wird ungern zugeben, wenn sie auf einen Hochstapler reingefallen ist, ganz unabhängig von der Hautfarbe.

        Es war eine Logik-Lehrerin (bzw. Dozentin) welche ohne belastbare Evidenz den Fall einseitig rassistisch interpretiert hat. Ich hoffe nur, dass sie ihren Schülern nicht einen solch dünnen, den Gesetzen der Logik nach falschen Argumentationsstil lehrt.

        1. Ich glaube du missverstehst das etwas: Die Plagiatsvowürfe gehen zurück bis 2023 (von einem Professor aus Plymouth). 2025 schickte ein Journalist den Universitäten knapp 100 Seiten an Beweisen für die internen Untersuchungen (in Cambridge als auch in Liverpool, wo die Dissertation verfasst wurde). Die Antwort darauf war, dass eine Anwaltsfirma (Carter-Ruck) der Publikation des Journalisten, „Times Higher Educations“, die Berichterstattung darüber verbot.

          Die NPCs in Cambridge wiesen die Verantwortlichen die Verantwortung von sich, und die Untersuchung der Liverpool John Moores University sprach Arday von der Vorwürfen des Plagiarismus frei. Die Publikation brachte die Story nicht weil es sie wohl ruiniert hätte, gemäss dem Journalisten (er hat einen Artikel darüber verfasst (auf englisch): https://www.timeshighereducation.com/opinion/i-was-reported-police-over-arday-case-i-was-just-doing-my-job).

          Monate später tauchten dann Cofnas Vorwürfe auf (mutmasslich mit identitätspolitischen Hintergedanken) und das ganze Drama nahm seinen Lauf. Hätte die Leitung von zwei Universitäten diesen Fall wie jeden anderen behandelt, und sich nicht sofort schützend vor ihren „token-black“ Star-Professor mit dem fantastischsten Lebenslauf gestellt, das ganze wäre für alle Beteiligten besser ausgegangen. Aber so muss man sagen Cambridge, Liverpool als auch Arday haben diesen „shitstorm“ eigenhändig produziert und dem ganzen Anti-DEI Lager eine Steilvorlage geliefert.

          1. Das sollte heissen „Die Verantwortlichen in Cambridge wiesen die Verantwortung von sich“.

            Die olle Zensur lässt einem leider keine Möglichkeit zur Korrektur mehr.

          2. Was genau verstehe ich an der Tatsache einer nichtöffentlichen Prüfung durch die Liverpooler Uni mit Bestätigung der PhD nicht?

            Was genau verstehe icv nicht daran, dass Cambridge mit Verweis auf Liverpool zunächst einer Untersuchung ausgewichen ist und erst jetzt eine laufende Untersuchung eingeleitet hat?

            Wieviele Untersuchungen der Hochstapelei ihrer Professoren hat Cambridge durchgeführt, um von einer Abweichung vom normalen Verfahren reden zu können?

            Ich beziehe mich lediglich auf gesichertes Material u.a. darauf, dass Arday besagte Zwozdiak-Myers zitierte, die Kontoverse allerdings um den Umfang der von Arsay verwendeten Passagen (und deren wissenschaftliche Bewertung) geht. Die Ergebnisse bleibt es abzuwarten. Vorwürfe alleine sind noch keine Urteile.

            Was mich zu meinem Einwurf motivierte war die Tatsache das der Vorfall u.a. von Anne Burger einseitig rassistisch interpretiert und massiv vereinfacht und offenbar mit wenig Kenntnissen akademischer Geflogenheiten unterkomplex dargestellt wurde. Akademische Veröffentlichungen mit dem Namen Anne Burger habe ich in der Mathematik jedenfalls nicht gefunden.

    2. Die Hautfarbe hat mit den Vorwürfen an die Person nichts zu tun, aber mit den Vorwürfen an die Institution Universität….,, insofern, als das es inzwischen soweit gekommen ist, dass all diese unbedeutenden Punkte (Ethnie, Religion, Geschlecht, etc…..) über eine Einstellung und/oder Beförderung entscheiden, und nicht (mehr) die fachliche Qualifikation…..

    3. „Ich verstehe nicht ganz, was die Hautfarbe mit den Vorwürfen zu tun haben soll.“

      Das wiederum verstehe ich nun wieder sehr gut….😁

  8. Der Akademiker Münchhausen und die Universität von Hammeln. Köstlich.

    Aber das ganze illustriert schön ein generelles Problem unserer neoliberalen Wertegemeinschaft: Alles nur noch PR mit null Substanz. Von Apple über Boeing zur KI-Blase, der DB oder Gorch Fock bis zur Zumwalt-Klasse, alles nur noch maximal mit Adjektiven ausgeschmückte 360°-Wendungen.

    Und dann wundern sie sich, dass zb die Iraner mit ihrem fundamentalistischen Gottesstaat Hyperschall können, aber „wir“ nicht.

    Dass da keiner der Soziologen stutzig wurden, von wegen mit 11 reden gelernt und mit 18 lesen, in einem obligatorischen Schulsystem (meine Schwester ist Logopädin, die springt wohl grad im Dreieck), zeigt dass schon lange vor Arday nur noch Blender eingestellt wurden.

  9. Abermals ein vergnüglicher Artikel bei Overton – wenn einer denn grad so ‚drauf ist.
    Mein Trigger ist gewesen:
    Wie geht es zu, daß eine „Professorin für Mathematik und Logik“ einen Menschen, den sie im Text als einen begnadeten Hochstapler zeichnet („Hochstapler“ ist ein Text-Tag), mit dem klassisch kultur- und konkurrenzrassistischen Label „minderbemittelt“ belegt? Mein spontaner Einwand: JA muß wohl ein „Hochbegabter“ sein!
    Und wie kommt Anne Burger dazu, ohne jegliches Bedenken und, möchte ich sagen, ohne Scham, das kontrafaktische Urteil hinzuschreiben, JA habe sich „in einer Position wieder(gefunden), für die er nicht im Ansatz die Eignung mitbringt“?

    Nun steht eine Antwort direkt im Text:

    In Universitäten herrscht ein Klima der Verunsicherung. Wer würde sich zum Beispiel trauen … einen schwarzen/trans/behinderten Studenten als unfähig für ein Studium zu bezeichnen, auch wenn das den Tatsachen entspräche?

    Solche „Tatsachen“ sind einfach nicht erhältlich! Auch in den MINT-Fächern nicht, wollte ich behaupten**, gewisslich aber nicht in der Abteilung SAGE, in der JA gearbeitet hat.
    Anne Burger vertritt also einen apodiktischen pädagogischen Rassismus der Begabung, dessen Maßstäbe die Abarbeitung von Pflichtaufgaben unter Zeitvorgaben sind, die eigens zu dem Zweck gewählt sind, eine vorab festgelegte Proportion der Studierenden an ihnen scheitern zu lassen.
    An solcher rassistischen Vorgabe hält Anne Burger derart eisern fest, daß sie ihrem Publikum bedenkenlos den offenkundigen Fehlschluss zumutet, jemand, der in seiner Diss plagiiert hat, sei ungeeignet, eine zu verfassen und „nicht das hellste Licht auf der Torte“*.
    Nun ja, sie muß ja nicht fürchten, sich einem Vergleich zu stellen – dazu in einem späteren Posting vielleicht mehr, für den unerwarteten Fall, daß dieses passieren darf.

    Im Prinzip könnte es einer bei diesem Urteil belassen. Aber wer ist schon Anne Burger? Ob sie zu der Plethora theoretischer Verfechter wie praktischer Exekutivorgane dieses ubiquitären Rassismus der „Begabung“ zählt, oder nicht zählt, ist vom Belang des Reissackes. Interessanter ist da schon, wie die Frau Professor sich mit diesem Standpunkt in einem bürgerlichen-akademischen Diskurs, in dem er seit drei Generationen auf Gegenwind trifft, zu behaupten trachtet.
    Aber das verschiebe ich, siehe oben.

    * Letzteres erscheint schlicht grotesk, wenn man sich eine drei Jahre alte Lecture von JA zu Gemüte führt, die mir zufällig als Erste von YT angezeigt worden ist. Reiche ich ggf. nach.

    ** Ich persönlich habe zwar ein gutes visuelles Erinnerungsvermögen, tue mich zugleich schwer mit visuellen Transformationen. Zum Schachmeister fehlen mir also Voraussetzungen, auch für einen raschen, visuell zentrierten Umgang mit Formelsprache und deren Umformungen zu Sätzen. Schließt mich das von MINT-Fächern aus? Natürlich nicht. Und wozu gibt es Arbeitsteilung?

    1. Nun, eine thematische Fortsetzung blieb mir verwehrt. Das Video, das ich verlinken wollte, heißt
      BAME Awarding Gap Keynote Lecture: Engaging pedagogically with race and racism (2021) und es widerstrebt mir, es unkommentiert zu lassen.
      Wurscht.
      Bye

    2. „An solcher rassistischen Vorgabe hält Anne Burger derart eisern fest, daß sie ihrem Publikum bedenkenlos den offenkundigen Fehlschluss zumutet, jemand, der in seiner Diss plagiiert hat, sei ungeeignet, eine zu verfassen und „nicht das hellste Licht auf der Torte““

      Was genau ist denn „rassistisch“ an der Feststellung, dass jemand, der offenkundig hanebüchene Erzählungen in Serie von sich gibt, nicht die hellste Kerze sein kann? Oder ist es aus Ihrer Sicht in Soziologie so dermaßen normal und üblich, frei erfundenen Käse zu Quark zu verrühren und als „Wissenschaft“ auszugeben, dass dies keinerlei Rückschluss über den Intellekt des Probanden zulässt? Da würde ich sogar mitgehen.

      Klar ist plagiieren allein kein Kriterium, in Verbund damit, dass von dem Kandidaten sonst NICHTS irgendwie Substantielles aufzufinden ist, sondern nur – und reichlich – absurde Märchen, aber schon ein starker Hinweis auf einen völligen Mangel an Befähigung.

      Aus dieser logischen Schlussfolgerung einen Rassismusvorwurf zu basteln zeugt dann allerdings auch nicht gerade von geistiger Substanz. Umso mehr aber von ideologischen Scheuklappen. Freundlich formuliert.

  10. Wenn ich mich richtig erinnere, hat der Attentäter von Magdeburg Punkte gesammelt, weil er gegen Islamismus war, für Frauenrechte in islamischen Staaten usw.
    Alle Hinweise der Kollegen, dass mit ihm “ etwas nicht stimmt“ wurden in den Wind geschlagen.
    Das passt gut mit diesem Fall zusammen.

  11. Ich gehe davon aus, dass Cambridge ihm auch noch die Märchenhochzeit mit einer arabischen Prinzessin bezahlt hätte, nachdem er versprochen hätte, das mit Zins und Zinseszins zurückzuzahlen, aber nur momentan ein bisschen knapp wäre……LOL

    Aber im Ernst: Es gibt eine Art von Naivität, die ist schon fast krimi.nell. Vor allem, weil diese Naivität in anderen Bereichen dazu führt, z.B. alles toll zu finden, was von bestimmten Parteien kommt. Pazifismus, Militarismus? Egal, Hauptsache, man fühlt sich dabei irgendwie als guter Mensch. Um z.B. die arme Ukraine zu beschützen, kann man endlos ukrainische Männer ins Gras beißen lassen und unseren Sozialstaat gleich mit. Wem man glauben machen kann, dass man Mitleid mit einem Staat, aber kein Mitleid mit dessen Staatsbürgern haben muss, dem kann man wirklich jeden Stuss einreden und ich finde es erschreckend, bei wievielen das leider der Fall ist.

    1. Ja, das ist erschreckend, aber nicht erschreckend genug und leider nicht für alle erschreckend. Der brillante Kabarettist Volker Pispers pointierte das schon vor 20 oder 25 oder sogar 30 Jahren (sinngemäß): Das Dilemma der real existierenden Demokratie(n) besteht offensichtlich darin, dass sich keine Mehrheit für eine Politik findet, von der 90 Prozent der Bürger profitieren und die oberen 10 Prozent nicht ärmer werden.

      Viele Erwachsene verhalten sich immer noch wie kleine Kinder, denen man 100x sagt: Nicht anfassen – die Herdplatte ♨️ ist heiß! Aber sie merken es sich erst dann, wenn sie „Aua, das tut richtig weh!“ rufen.

    2. Zur Zeit macht ein Angestellter der FAZ Furore. Michael Martens bittet die ukrainischen und serbischen Präsidenten um Rat, wie die Europäer dabei helfen können mehr russische Soldaten zu töten.

      Daran stossen sich nur wenige Medien und ihre Vertreter. Man stelle sich vor, er hätte die Frage auf israelische oder amerikanische Soldaten gemünzt. Da wäre auch dem Mainstream klar gewesen, dass bei dem Menschen etwas schief gelaufen ist.

  12. Wissenschaft im postmodernen Kapitalismus ist nicht mehr an den ‚besten‘ Unis zu finden, sondern lebt vor allem bei den vielen hingebungsvollen Einzelnen, die sich nicht darum kümmern, ob ihr Text in irgendeiner ‚wichtigen‘ Fachzeitschrift‘ veröffentlicht wird, oder ob sie irgendeinen Professorentitel oder lukrativen Job für ihre Arbeit erhalten. In Korrelation dazu sind die ‚besten‘ Unis lediglich Horte von organischen Intellektuellen und affirmativen Duckmäusern, die ihr Fähnchen in jeden wehenden Wind hängen, um einen akademischen Titel und unverdiente Meriten einzuheimsen.

  13. Wissenschaft im postmodernen Kapitalismus ist nicht mehr an den ‚besten‘ Unis zu finden, sondern lebt vor allem bei den vielen hingebungsvollen Einzelnen, die sich nicht darum kümmern, ob ihr Text in irgendeiner ‚wichtigen‘ Fachzeitschrift‘ veröffentlicht wird, oder ob sie irgendeinen Professorentitel oder lukrativen Job für ihre Arbeit erhalten. In Korrelation dazu sind die ‚besten‘ Unis lediglich Horte von organischen Intellektuellen und affirmativen Duckmäusern, die ihr Fähnchen in jeden wehenden Wind hängen, um einen akademischen Titel und unverdiente Meriten einzuheimsen.

    Und was soll jetzt der Hinweis, das sei eine Dopplung eines Kommentars? Zu diesem Text ist das der erste Post von mir!!!

  14. Wissenschaft im postmodernen Kapitalismus ist nicht mehr an den ‚besten‘ Unis zu finden, sondern lebt vor allem bei den vielen hingebungsvollen Einzelnen, die sich nicht darum kümmern, ob ihr Text in irgendeiner ‚wichtigen‘ Fachzeitschrift‘ veröffentlicht wird, oder ob sie irgendeinen Professorentitel oder lukrativen Job für ihre Arbeit erhalten. In Korrelation dazu sind die ‚besten‘ Unis lediglich Horte von organischen Intellektuellen und affirmativen Duckmäusern, die ihr Fähnchen in jeden wehenden Wind hängen, um einen akademischen Titel und unverdiente Meriten einzuheimsen.

    Und was soll jetzt der Hinweis, das sei eine Dopplung eines Kommentars? Zu diesem Text ist das der erste Post von mir!!!

  15. Wissenschaft im postmodernen Kapitalismus ist nicht mehr an den ‚besten‘ Unis zu finden, sondern lebt vor allem bei den vielen hingebungsvollen Einzelnen, die sich nicht darum kümmern, ob ihr Text in irgendeiner ‚wichtigen‘ Fachzeitschrift‘ veröffentlicht wird, oder ob sie irgendeinen Professorentitel oder lukrativen Job für ihre Arbeit erhalten. In Korrelation dazu sind die ‚besten‘ Unis lediglich Horte von affirmativen Duckmäusern, die ihr Fähnchen in jeden wehenden Wind hängen, um einen akademischen Titel und unverdiente Meriten einzuheimsen.

    Und was soll jetzt der Hinweis, das sei eine Dopplung eines Kommentars? Zu diesem Text ist das der erste Post von mir!!!

  16. Wissenschaft im postmodernen Kapitalismus ist nicht mehr an den ‚besten‘ Unis zu finden, sondern lebt vor allem bei den vielen hingebungsvollen Einzelnen, die sich nicht darum kümmern, ob ihr Text in irgendeiner ‚wichtigen‘ Fachzeitschrift‘ veröffentlicht wird, oder ob sie irgendeinen Professorentitel oder lukrativen Job für ihre Arbeit erhalten. In Korrelation dazu sind die ‚besten‘ Unis lediglich Horte von affirmativen Duckmäusern, die ihr Fähnchen in jeden wehenden Wind hängen, um einen akademischen Titel und unverdiente Meriten einzuheimsen.

    Und was soll jetzt der Hinweis, das sei eine Dopplung eines Kommentars? Zu diesem Text ist das der erste Post von mir!!!

  17. Weiteres aktuellstes Beispiel für die Verirrungen in der Wissenschaft (bzw. für den Umstand, dass die Wissenschaften von Verirrten übernommen worden sind):

    Anthony Fauci

  18. Niemand bestreitet, dass DEI (Diversity, Equity, Inclusion) ursprünglich mit guten Absichten gestartet ist, um Fairness zu schaffen. In der Realität erleben wir in Cambridge und anderen Elite-Unis jedoch eine gefährliche Pervertierung dieses Gedankens: Aus dem Schutz vor Diskriminierung ist ein Instrument zur Etablierung von Sonderstatus und Privilegien geworden. Wer sich unantastbar macht, indem er bei Kritik sofort die Opferkarte zieht, verkehrt das Prinzip der Gerechtigkeit ins Gegenteil. Es entsteht ein System des Missbrauchs und der Einschüchterung, in dem die Angst vor dem Rassismus-Vorwurf Karrieren zerstört und die Wahrheit erstickt. Plagiat bleibt Plagiat. Wissenschaftlichen Betrug muss man beim Namen nennen dürfen – ohne Sonderbehandlung für niemanden und ohne dass feige weggesehen wird!

    1. „Niemand bestreitet, dass DEI (Diversity, Equity, Inclusion) ursprünglich mit guten Absichten gestartet ist, um Fairness zu schaffen. “

      Ich würde das sogar bestreiten! Warum? Nun, Fairness ist ein Gebot des sozialen Miteinanders. Man bringt sich nicht nur um, man läßt den Anderen auch leben, wie er oder sie leben will. Dazu braucht es keine „Bewegung“ und erst recht keinen Aktionismus. Und daß es sich bei „DEI“ um einen solche handelt, zeigt allein schon die Verschlagwortung und der Kampagnencharakter.

      Da werden „Opfergruppen“ definiert, und damit die, die nicht dazugehören, zu „Tätern“ erklärt, die unbedingt ihr Verhalten ändern müßten. Bestes Beispiel ist das (Zwangs-)Gendern in der Sprache. Was soll das bewirken? Ein Mensch, der ohnehin nach dem Motto „Leben und leben lassen“ lebt, wird dadurch einfach nur genervt (und in eine Opposition dazu gebracht), und die, die das nicht tun, werden ihr Verhalten nicht ändern, nur weil ihnen jemand vorschreibt, jetzt immer „innen“ überall anzuhängen. Und eine scheinbar „geschlechtergerechte“ Sprache sorgt auch nicht für Gleichberechtigung! Auch nicht unterbewußt. Wäre es so, müßte der Iran das frauenfreundlichste und geschlechtergerechteste Land der Welt sein, da Persisch (Farsi) von Haus aus geschlechtsneutral ist. Ich denke, wir können uns darauf einigen, daß das nicht der Fall ist, oder?

      Was also wird mit diesem Aktionismus bezweckt? Das alte „Teile und herrsche“ kommt hier zu Anwendung, und betrieben wird es von neuen „Eliten“, die offenbar im normalen Leben sonst keinen Job fänden. Die können jetzt „vermitteln“ in einem Krieg der Gesellschaft, den sie selbst angezettelt haben. Die besetzten die auf einmal überall einzurichtenden Posten für „Gleichstellungsbeauftragte“, lehren an Unis Gender-„Wissenschaft“ und mischen sich zunehmend in normale, echte wissenschaftliche Fächer ein, um ihren Quark auch da durchzusetzen. Vor allem natürlich in der Biologie, die sie zum Kriegsschauplatz Nummer 1 erkoren haben, um ihre kranke Ideologie zu setzen, daß es beliebig viele „Geschlechter“ gäbe, wo doch jeder Biologe unter Mikroskop den Beweis führen kann, daß das einfach nicht stimmt. Sogar in die Mathematik mischen sich diese Typen mittlerweile ein! Geschlechtergerechtes Mathe! Das hab ich mir nicht ausgedacht! Auch rassengerechtes Mathe wird verlangt, weil Schwarze angeblich von Natur aus schlechter rechne können, und es daher ungerecht wäre, von ihnen die gleichen Leistungen zu verlangen.

      Und so kommen sie in Positionen, in denen sie mangels Kenntnis und Qualifikation nichts zu suchen hätten. Einfach nur auf der ideologischen Opferwelle. Siehe Jason Arday, der es als Mehrfach-Indizierter sogar zu einer Professorenstelle in einer der namhaftesten Universitäten der Welt brachte. Und das, obwohl er offenbar gar nichts kann. Nicht mal die „Sozialwissenschaften“, die er dort „lehrte“! Nur angeben und Geschichten erzählen kann er. Aber weil er wegen seines mehrfachen „Opfer“-Status gegen Kritik weitgehend gefeit ist/war, konnte er dahin kommen.

      Ich bezweifle nicht, daß viele, die sich für „DEI“ einsetzen, mit den besten Absichten handeln. Wer kann schon was gegen Fairness haben? Aber auch die sind Opfer dieser Ideologie und deren Wortführern geworden. Eben weil ihnen ständig diese Religion eingetrichtert wurde, bis sie daran glaubten.

      1. „Niemand bestreitet, dass DEI (Diversity, Equity, Inclusion) ursprünglich mit guten Absichten gestartet ist, um Fairness zu schaffen“
        Wenn (besser qualifizierte) Kandidaten systematisch auf Grund ihrer Hautfarbe benachteiligt werden, ist das die Definition von strukturellem Rassismus. Das ist Unrecht und ist genau deshalb ungeieignet vergangenes Unrecht zu lindern.
        Darüber hinaus senkt DEI das Gesamtniveau.

  19. Den Paragraph über Cofnas sollten Sie dringend überarbeiten. Es scheint als hätten Sie hier komplett das linke, verzerrte Narrativ übernommen, ohne selbst zu recherchieren.
    Gerne bin ich Ihnen dabei behilflich:
    1. „keinen einzigen schwarzen Professor“ – Das ist falsch, hat er so nie gesagt.
    Cofnas hat geschrieben, dass in einer reinen Meritokratie (leistungsbasiert) die Zahl schwarzer Professoren an Elite-Institutionen wie Harvard „approach zero per cent“ (gegen Null) gehen würde. Er stützt sich dabei auf die bekannten Harvard-Daten: Bei rein akademischer Auswahl würden schwarze Studenten auf etwa 0,67 % fallen. Professuren sitzen noch weiter rechts auf der Fähigkeitsverteilung, deshalb die Formulierung „approach zero“.

    2. „Thesen, die man mit Fug und Recht als rassistisch bezeichnen kann“ – Das ist eine Wertung, keine Beschreibung.
    Cofnas betreibt Forschung und philosophische Argumentation zu möglichen genetischen Anteilen an Gruppenunterschieden bei kognitiven Fähigkeiten. Er präsentiert das als empirisch gestützte Hypothese und als Kritik an der Tabuisierung. Ob man das „rassistisch“ nennt, hängt vom eigenen Standpunkt ab. Faktisch korrekt ist: Es handelt sich um eine wissenschaftliche Position, nicht um eine moralische Abwertung von Individuen. Cofnas selbst vertritt auch Quotenregelung um den Anteil von Minoritäten im Bildungswesen zu erhöhen.

    3. Klage „weil er sich als weißer Mann diskriminiert sah“ – Das ist irreführend.
    Er hat wegen Viewpoint / Belief Discrimination geklagt (geschützte philosophische Überzeugung). Der Kern war die ideologische Unvereinbarkeit mit DEI, nicht eine rassische Opferrolle als Weißer.

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