„Zur Hölle damit …“ – Musk stellt Starlink weiter der Ukraine zur Verfügung

Vitali Klitschko,Bürgermeister von Kiew, und Wladimir Klitschko mit Starlink-Terminals. Bild: Kyivcity.gov.ua/CC BY-SA-4.0

Der reichste Mann der Welt hatte zu Beginn des Kriegs der Ukraine Zugang zu Starlink gewährt, was wichtige militärische Vorteile gewährte. Dann schlug er einen Friedensplan vor und wollte vom Pentagon Geld. Jetzt gab er doch klein bei.

Zu Beginn des Krieges hatte Mulimilliardär Elon Musk der Ukraine und vor allem dem ukrainischen Militär Terminals und die Internetverbindung über sein Starlink-Satellitennetz kostenlos zur Verfügung gestellt. Aufgefordert war er dazu durch einen Tweet des Vizeregierungschefs Mykhailo Fedorov, nachdem die russischen Truppen das Internet in der Ukraine weitgehend lahmgelegt hatten. Anfang März kamen die ersten Terminals, um eine schnelle Verbindung zu den Starlink-Satelliten herzustellen.

Man kann davon ausgehen, dass das ukrainische Militär, das damit ununterbrochen und überall über Internet verfügte, einen Vorteil über die russischen Truppen besaß, besser und schneller Informationen auszutauschen, den Standort der Gegner etwa durch Übermittlung von Satellitenbildern oder Informanten zu kennen oder Aktionen von Einheiten zu koordinieren.

Bekannt wurde die Situation in Mariupol, wo sich die Reste der ukrainischen Truppen,  vor allem Asow-Kämpfer und Marinesoldaten, im riesigen Stahlwerk Azovstal mit seinen unterirdischen Anlagen lange Zeit verschanzt hatten, aber über Starlink mit Kiew, aber auch mit der Weltöffentlichkeit etwa mit Twitter kommunizierte und Bilder sowie Reden verbreiten konnte, um die Regierung und die Öffentlichkeit unter Druck zu setzen.

Aus Mariupol wandte sich auch Sergei Volyna, der Kommandeur der 36. Marinebrigade, wohl sehr verzweifelt direkt an Elon Musk: „Unsere Planeten liegen nahe nebeneinander, da ich lebe, wo es fast unmöglich ist zu überleben. Hilf uns, aus Azovstal in ein vermittelndes Land zu kommen. Wenn nicht du, wer dann? Gib mir einen Hinweis.” Das ist natürlich eine gewaltige Überschätzung der Macht eines Milliardärs.

Der ist bekanntlich von sich selbst ziemlich überzeugt und hat nach der Starlink-Aktion Mitte März gleich mal Putin zu einem Zweikampf um die Ukraine herausgefordert hat. Musk bot Putin auf einem Bären reitend und sich mit einem Flammenwerfer zur Entscheidung über den Wetteinsatz an. Der schrullige Einfall zog entsprechend Medienaufmerksamkeit auf sich. Mykhailo Fedorov sah wohl die Chance, Musk zu schmeicheln: “Ich bin sicher, dass @elonmuskPutin zum Jupiter schicken kann.“ Der Slogan war schon früher verwendet worden, Anfang März hatte Fedorov eine Spendenkampagne initiiert, um Putin zum Jupiter zu schicken. 2,99 Dollar sollten für eine Rakete gespendet werden, das Geld würde für die Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur verwendet.

Kadyrov, der Präsident von Tschetschenien, mischte sich auch ein, erklärte Musk zum Weichei und Elona. Er solle erst einmal seine Muskeln stärken und sich in Tschetschenien ausbilden lassen, dann würde er erst als anderer Mensch, also Elon, zurückkehren. Musk nahm den Fehdehandschuh auf, nannte sich Elona, bedanke sich bei Kadyrov für das Angebot, aber erklärte, dass ihm solch ein exzellentes Training zu viel Überlegenheit geben würde: „Wenn er Angst hat zu kämpfen, stimme ich zu, dass ich nur meine linke Hand verwenden werde, und ich bin nicht einmal Linkshänder.“ Es ging noch weiter, Kadyrov drohte, aber das Ende des Wortduells endete friedlich. Kadyrow bedanke sich bei Musk, Russland nicht vom Starlink-Netz getrennt zu haben.

Musk war wegen des kostenlosen Starlink-Zugangs und der gespendeten Terinals in der Ukraine verehrt worden. Der Milliardär, der sich offensichtlich auf die Seite der Ukraine und des mit ihm verbündeten Westens stellte, wurde auch auf Plakaten gefeiert. Bis vor kurzem, als er plötzlich einen Vorschlag machte, wie sich der Krieg beenden ließe. Das gefiel in der Ukraine gar nicht. Die Vorschläge waren so unvernünftig nicht. Die Referenden in den besetzten Gebieten sollten unter UN-Kontrolle wiederholt werden. Russland lässt das Volk entscheiden. Die Krim soll russisch bleiben. Die Wasserversorgung der Krim ist gesichert, die Ukraine bleibt neutral. Daraufhin wurden Plakate von Musk etwa in Odessa wieder abgerissen. Selenskij machte die übliche Entscheidung zwischen Schwarz und Weiß, also dass derjenige, der nicht die Ukraine voll unterstützt, auf der Seite Russlands steht. Es wurde auch gleich gemunkelt, Musk stecke unter einer Decke mit Putin. Es könnte sein, dass Musk Angst hatte, Russland könne Starlink zerstören. Man habe große Ressourcen zur Verteidigung aufgewendet: „Aber selbst so könnte Starlink sterben.“

Noch schlimmer wurde es, als am Freitag bekannt wurde, dass Musk einen Brief an das Pentagon geschickt hatte, in dem er erklärte, er könne die Ukraine nicht weiter mit Starlink kostenlos versorgen. Bis Ende des Jahres würde das SpaceX 120  Millionen Dollar kosten, im nächsten Jahr könnten die Kosten auf 400 Millionen ansteigen. Die ukrainischen Truppen forderten im Sommer mehr Terminals als die 20.000, die SpaceX schon der Ukraine und ihrem Militär übergeben hat. Angeblich hätten aber Staaten wie die USA oder Polen den Großteil der Terminals finanziert.

Am Freitag bekannte Musk, dass er nur dem Rat des ukrainischen Botschafters Melnyk folgen würde, der auf seinen Friedensplan mit “F*** off” reagiert hatte. Der Druck auf den Milliardär wurde ihm aber offensichtlich doch zu groß. Gestern Abend schickte der den Tweet los: „Zur Hölle damit … auch wenn Starlink immer noch Geld verliert und andere Unternehmen Milliarden von Steuergeldern erhalten, werden wir die Ukraine weiterhin kostenlos finanzieren.“ Was den Sinneswandel bewirkt hat, ist nicht klar. Offenbar war es dem Pentagon sehr wichtig, dass Starlink weiter in der Ukraine für das Militär zur Verfügung steht.

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18 Kommentare

  1. Musk ist Teil des US-Regimes. In diesem Kontext ist sein Aufstieg nur zu verstehen. StarLink und der damit verbundene finanzielle Erfolg für ihn ist nur mit dem us-amerikanischen „Verteidigungs“system möglich. Rechnen tut sich StarLink nur militärisch. Draufzahlen von Musk am Ende nicht, er wird finanziell über die die US-Regierung in irgendeiner Form abgefunden werden.

    Ich frage mich, wie lange sich RF dies gefallen lässt, nachdem die USA Eigentum der Russen in Form von NS1 & 2 angegriffen und zerstört haben. Es wäre gut für die russische Armee, wenn es die Erfolge der Unterdrückung des Satelittensignales weiter ausbauen könnte, um die zeitechte Koordination der ukrainischen Truppen von NATO-Offizieren von weit hinten zu verschlechtern. Dies war wohl auch mit ein entscheidender Punkt für die Erfolge der letzten ukrainischen Offensiven. Darauf scheint sich aber jetzt die russische Armee besser eingestellt zu haben.

    Empfehlen möchte ich euch ein Interview noch von Scott Ritter ( Ex-Geheimdienstoffizier der U.S.Marine Corps, und UN-Waffeninspektor z.B. im Irak) geführt vom Journalisten und Blogger Flavio von Witzleben (CDU).
    https://odysee.com/@RTDE:e/scott-ritter-interview-deutschland-geschichte-fehler:3

    Frage: „Wie sehen Sie die Rolle Deutschlands (im Ukrainekonflikt)?“

    S.Ritter: „Ich dachte immer, Deutschland sei ein demokratisches Land, aber die Außenministerin stellt sich hin und sagt: Das deutsche Volk ist mitr egal, ihr seid für mich nicht relevant, euer Wille bedeutet mir nichts, mir geht es nur um die Ukraine, ist Deutschland eine Demokratie? Oder arbeitet die deutsche Regierung für jemanden anders als für die deutschen Bürger?“
    „Welche Rolle spielt Deutschland? (R. erinnert an das Erinnerungsvermögen der deutschen Männer an die Verbrechen der Nazizeit in den 70er Jahren) …. Und heute verbündet sich Deutschland mit einem Naziregimein der Ukraine,das sich die Ideologie des Stepan Banderas zu eigen gemacht hat,. Eines Mannes der an der Seite der SS Kämpfte. Dessen Truppen sich an der Abschlachtung von Juden beteiligten, der Polen und Russen abschlachtete und Deutschland nennt das seinen Verbündeten? Welche Rolle spielt Deutschland? Soll es die Wiedergeburt der Nazi-Ideologie in Europa erleichtern? Es ist ekelhaft, peinlich und und beschähmend. … Ihr seid auf den falschen Weg und stärkt Nazis, weil ihr ein amerikanisches Narrativ unterstützt, das Russland als die Bösen hinstellt. … Deutschland steht auf der falschen Seite der Geschichte. …“

    zu Sanktionen

    S.Ritter: „Es sind amerikanisch motivierte Sanktionen. … Damit die russische Wirtschaft zusammenbricht, … Das zweite Ziel ist es Europa von der russischen Energieversorgung abzukoppeln, ein langfristiges Ziel der USA. Die USA versprach Europa, dass es einen Plan B geben würde und sie sich keine Sorgen machen müssen. Wenn Europa keinen Zugang mehr zum russischen Gas hätte, würden die USA den Schaden, der daraus entstehen würde, abmildern. … Die USA haben Europa zum Scheitern verurteilt. …. Die Sanktionen haben nicht funktioniert und die Deutschen müssen fragen, warum sie zulassen, dass die EU weiter Selbstmord begeht. Die EU, die Eurozone kann nur wegen der wirtschaftlichen Stärke Deutschlands existieren. Nach diesem Winter wird Deutschland keine Wirtschaftsmacht mehr sein. Die Wirtschaft bricht vor euren Augen zusammen, Industrien werden stillgelegt und sie werden nicht zurück kommen. …“

    Es kommen noch viel mehr Aussagen von Scott Ritter zu anderen Themen.

    Dies ist so ein Video, von einem Experten, welcher auf Grund seiner früheren Tätigkeiten und des daraus vorhandenen Verständnisses aller Seiten wirklich so bezeichnet werden kann, welches mit den überdeutlichen Worten aufrütteln kann. Er spricht alle Aspekte des Krieges und die Auswirkungen für Deutschland und seiner Bevölkerung klar an. Was ich als gutes Kriterium zur Verbreitung mit sehe, ist, dass der Interviewer Flavio von Witzleben ein CDU-Mitglied ist und damit kein“Spinner des linken oder rechten Randes“ sondern aus der „Mitte der Gesellschaft“ kommt.

  2. Kann man einen Elon Musk politisch irgendwie ernst nehmen???

    Elon Musk zu Lithium/Bolivien/Putsch:
    „We will coup whoever we want! Deal with it.“
    (Später war Elon Musk so feige, diesen Tweet zu löschen.)

    Mit seinem geschmacklosen „Sarkasmus“ angesichts des blutigen Militärputsches, mit dem USA + UK in Bolivien eine rassistische Evangelikale als Interim-Diktatorin installierten, hat Elon Musk sich den für Tesla wichtigen Zugang zum bolivischen Lithium verbaut.
    War das klug? – Nein, das war kurzsichtiger westlicher Größenwahn.
    Inzwischen hat Bolivien mit Luis Arce wieder einen sozialistisch orientierten Präsidenten, der Elon Musk sogar Mittäterschaft am Putsch vorwirft.

    Der 2019 weg-geputschte Ex-Präsident Boliviens äußert sich zum Ukraine-Krieg wesentlich gehaltvoller als der seinem Land gegenüber so verächtliche Milliardär Musk:

    Evo Morales am 10.3.22:
    “NATO is a danger to world peace, to security, so we are in the task of reaching agreements with social movements, not only in Latin America, but in all continents, to eliminate it. If nothing is done against NATO, it will become a permanent threat to humanity,“

    Evo Morales am 14.7.22:
    “In politics we must ask ourselves: are we with the people or are we with the empire? If we are with the people, we make a country; if we are with the empire, we make money.“
    “I feel that it is time now, seeing the problems between Russia and Ukraine…to do an international campaign, globally, first to explain that Nato is – ultimately – the United States.”
    “Better still a campaign orientated around how to eliminate Nato. Nato is not a guarantee for humanity or for life. I donot accept – in fact, I condemn – how they can exclude Russia from the UN Human Rights Council. When the US has intervened in Iraq, in Libya, in so many countries in recent years, why have they not been expelled from the Human Rights Council? Why was that never questioned?”

    (Quellen: Telesur/english und Declassified UK, dem Morales das erste Interview in seinem Haus gab)

    Wie wäre es nicht besser, wenn wir uns ein Beispiel am Mut der Menschen überall in Lateinamerika, sich dem US-Imperium zu widersetzen, nehmen würden?

    1. Musk als bedeutenden Teil, großen Nutznießer und aktiven Akteur ist ein Faktor im US-Systems und sollte deshalb „ernst genommen werden“. So wie viele andere Menschen im us-amerikanischen Politsystem verwurzelte auch.

      Die Durchdringung der unopolaren Idee und der daraus abgeleite Herrschaftsanspruch in so extrem vielen (auch klugen) Köpfen zeigt sich auch in Musk Äußerung und seiner Handlungsweise. Die extrem weite Verbreitung und Zementierung derus-amerikanischen Politik im Wertewesten macht diese extrem gefährliche zu Kriege führende Politik so schwer belämpfbar.

      Deshalb ist jeder einzelne in der Opposition zur USA als Grundproblem wichtig.

      1. Zu „Musk als bedeutenden Teil, großen Nutznießer und aktiven Akteur ist ein Faktor im US-Systems und sollte deshalb „ernst genommen werden“. So wie viele andere Menschen im us-amerikanischen Politsystem verwurzelte auch.“:

        Prima, ihr nehmt also Figuren, die sich politisch ständig selbst widersprechen, ernst.
        Wie oben beschrieben, nehme ich lieber die Menschen im globalen Süden ernst, die wirklich etwas verändern, denn von ihnen können wir lernen.
        Von einem Elon Musk hingegen kann man nur lernen, wie beim Untergang der Titanic namens „Wertewesten“ noch möglichst viele Milliarden auf Kosten von Umwelt und Steuerzahlern in den Sand gesetzt werden können.
        Musk hat es trotz persönlicher Anreise (nach fehlgeschlagenen Berater-Emmissionen) auch im pro-westlichen Chile nicht geschafft, sich das Lithium zu sichern, das Tesla dringend braucht.
        Aber macht ja nichts, denn nun sollen plötzlich supertolle Lithiumvorkommen in Baden-Württemberg ausgebaggert werden.
        Toi, toi, toi.

        Zur Frage von xyz nach Dassault:
        Soweit ich sehe, scheint Dassault den Le Figaro nicht verkaufen zu wollen. Warum auch, schließlich befolgt die Redaktion Dassaults Weisung, keine Informationen, die seinen Rüstungsgeschäften schaden könnten, zu veröffentlichen und unterstützt die Aufrüstungspolitik Macrons.

        1. Hi Sabine,

          einen Herrn Musk nicht „ernst“ nehmen, bedeutet eben auch, seine Ankündigungen nicht zu beachtenund nicht dagegen nichts zu unternehmen. Das seine Vorhaben ohne große Probleme gebaut werden, dürfen liegt eben auch daran, dass die Bevölkerung Musk nicht als Problem erkennt. Musk muss man als Problem, wie so viele andere Menschen dieses Couleurs, „ernst“ nehmen.

          Wer das nicht tut, unterschätzt ihn und macht damit sein Geschäftsmodell für ihn einfacher. Dies wollte ich mit „ernst“ nehmen ausdrücken.

          Was gerade jenseits vom Wertewesten geschieht, ist sehr positiv für eine multipolare Welt. Ich hoffe, dass dort wieder das Völkerrecht gilt, welches Frieden schafft.

  3. Was ist Marketing?
    Man führt einen „Krieg“ in einem korrupten bankrotten Staat und setzt die Produkte ein, die dann später als „shooting stars“ angepriesen werden.
    Ist das krank?
    Das sind Werte!

  4. Ich bin der Überzeugung, dass Musk seine Investition sich von der USA bezahlen lassen wollte und zwar vollständig. Nach einem entsprechenden Besuch von Leuten aus Pentagon wird man sich finanziell geeinigt haben. Musk versteht sich in die Schlagzeilen zu bringen, damit seine Interessen durchzusetzen und viel Geld zu „verdienen“ besser zu bekommen. Moral/ Gewissen darauf ist sein Leben nicht ausgerichtet.
    Hinzu kommt, dass dieser Krieg wohl noch länger geführt wird. Auch Russland scheint an ein schnelles Ende nicht interessiert zu sein, so ist zumindestens die Aussage von Putin auf der Pressekonferenz in Astana zu verstehen:
    „Was heute geschieht, ist nicht besonders angenehm, gelinde gesagt. Aber wir hätten genau das Gleiche auch später bekommen, nur unter schlechteren Bedingungen für uns, das ist alles. Wir handeln also richtig und rechtzeitig. Wir haben nicht vor, die Ukraine zu zerstören.“ und später zu einer weiteren Frage:
    „Nun, im Moment besteht keine Notwendigkeit für weitere massive Luftschläge.“

    Kann es sein, dass Russland die USA, die EU, UK, Japan finanziell ausbluten will? Das die RF auch amerikanische Waffen und Militär in der Ukraine binden will, um andere Staaten auf dieser Welt zu schützen, vor einer militärischen Intervention auf diese, wenn sie sich dem Sanktionsregime wiedersetzen? Soll die USA in der Ukraine und Europa gebunden werden und parallel dazu treiben China, Indien, Saudi-Arabien, Türkei und andere eine Entdollarisierung mit Hilfe von BRICS/ SOZ/ OPEC vorran?

    Ein profitabler langwieriger Krieg – das klingt nur auf den ersten Blick wie ein Oxymoron. Wenn Putin sagt, dass es bisher keine Notwendigkeit für massive Angriffe auf die Infrastruktur gegeben hat oder dass „alles nach Plan läuft“ (während die AFU erfolgreich Gegenangriffe durchführt), dann sagt er möglicherweise eine Halbwahrheit.
    Denn der Konflikt berührt grundlegende Prozesse im globalen Finanzsystem. Vorgestern sagte US-Finanzministerin Yellen, sie sei besorgt über den Verlust einer ausreichenden Liquidität auf dem Markt für US-Staatsanleihen.
    Unter normalen Umständen werden US-Staatsanleihen von:
    🇪🇺 die EU auf Kosten eines Handelsbilanzüberschusses – irgendwo müssen die Einnahmen ja hin;
    🇯 Japan – daher abhängig von den Staaten;
    🇸🇦 Golfmonarchien – um der Waffen und des Schutzes der USA willen.
    Doch mit dem Ausbruch des Krieges wurde die europäische Wirtschaft unrentabel, Japan verkauft seine Schätze, um den Yen zu retten, die [Golf-]Monarchien und China ziehen sich aufgrund ihres Bündnisses mit Moskau und aus Angst vor dem Einfrieren ihres Vermögens langsam aus US-Staatsanleihen zurück.
    Plötzlich stellt sich heraus, dass es einfach keine Menschen mehr auf der Welt gibt, die freies Geld und den Wunsch haben, in US-Staatsanleihen zu investieren☝🏻.
    Washington steht vor dem gleichen Problem wie London in der vergangenen Woche. Die Zinssätze für Staatsanleihen liegen unter der Inflationsrate, so dass sich der Kauf nicht lohnt.
    Das Vereinigte Königreich hat mit dem Ankauf von Staatsanleihen begonnen, und die USA haben die großen Banken um Hilfe gebeten.
    Weder die Ersteren noch die Letzteren werden sich lange aus der Affäre ziehen. Je länger Europa unrentabel ist, desto schwieriger wird es für die USA sein, ihren unrentablen Staatshaushalt zu finanzieren.
    Russland wird sich nicht um des Krieges willen in einen Krieg stürzen.

    Quelle: @ZeRada1

    1. Guter Beitrag, zu deiner Frage.
      Laut VT’s sind die meisten Zentralbanken von irgendwelchen „privaten“ unter Kontrolle und dann existieren Schattenbanken ohne Kontrolle, ja hier macht die aktuelle Politik Sinn. Um einen multipolaren Neubeginn starten zu können muss das alte vernichtet werden.

    2. Nicht, dass mein Herz gegen einen Raub (illegale Enteignung) der Oligarchenvermögen wäre, aber ein Raub bleibt ein Verbrechen egal ob man es einem Räuber raubt. Bei der Enteignung der Russischen Firmen ist die Meinung des Bundesverfassungsgerichts m.W. noch nicht eingeholt. Die BRD ist offiziell nicht im Krieg mit Russland, die Firmen haben sich nichts zu Schulden kommen lassen. Es ist ergo eine vorausschauende Maßnahme ohne konkrete Anhaltspunkte. Jemand sollte Klage gegen die Enteignung (den Raub) einreichen. Auf jeden Fall wird es dem Finanzmarkt in der BRD und EU nicht guttun, weil es vertrauen schmälert. In der Weltwirtschaft bzw. für das das Finanzsystem sind die Auswirkungen wahrscheinlich ungleich stärker und werden dem Dollar zu schaffen machen.

  5. Es wird das Geheimnis des Autors bleiben, welche taktischen Vorteile Starlink in Mariupol gebracht hätte. Nicht umsonst lässt er das im Nebel. Eine einfache Abriegelung und etwas Zeit reichten aus, um das System zu neutralisieren.
    Man sollte nicht so schnell infantile Schlüsse ziehen.

  6. Der John McAfee war dem Elon Musk bekannt.

    „In China verschwinden die Milliardäre plötzlich von der Bildfläche, Russische Oligarchen sterben an teils mysteriösen Umständen“
    Natürlich läuft Starlink wie Gewohnt weiter! Und Elon Musk wird sein Restleben in Südafrika noch genießen können.

  7. Man darf wohl annehmen, daß diese philanthrokapitalistische Behauptung, der kostenbefreiten Nutzung von Starlink durch die Ukraine, allein der Weißwäsche eines westlichen Oligarchen, nämlich Elon Musk, dient. Es hatte ihn doch etwas beschädigt, im Angesicht seiner Jünger, nachdem er so etwas wie eine Lösung dieses Konflikts vorschlug.
    Sicherlich hat sich da was unterhalb der Wahrnehmungsschwelle, aus irgendeinem Militäretat, einer schwarzen Kasse, finden lassen.

    Unabhängig davon führt die Eskapade einmal mehr die Absurdität des zugrundeliegenden Systems vor. Reiche Männer, von denen Musk nur einer, von einigen die Interesse an diesem Krieg haben, ist, sind ziemlich launig, leicht beeinflußbar und verfügen über ziemliche Machtmittel.

    Man sieht es alle Tage, überall, wir leben in der besten „Demokratie“ die man für Geld kaufen kann.

    „Wir müssen uns entscheiden: Wir können eine Demokratie haben oder konzentrierten Reichtum in den Händen weniger – aber nicht beides.“
    – Louis Brandeis, Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten

  8. Warum heißt das Satellitensystem vom Deepstate eigentlich Startlink. Der Murks 🧟‍♂️ ist meiner Meinung nach ein Sprechpuppe/Frontman des Deepstates, weil sonst wär der doch schon längst pleite! Erkennt man auch an den völlig irrationalen Aktienkursen.

    Starlink eine Verbindung zwischen Sternen – immer diese sprachlichen (George Orwell) Propaganda!

    𝗪𝗮𝗿𝗹𝗶𝗻𝗸, 𝗦𝘂𝗿𝘃𝗲𝗶𝗹𝗹𝗮𝗻𝗰𝗲𝗹𝗶𝗻𝗸 𝗼𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗽𝗮𝗰𝗲𝘁𝗿𝗮𝘀𝗵-𝗟𝗶𝗻𝗸 𝘁𝗿𝗶𝗳𝗳𝘁 𝘄𝗼𝗵𝗹 𝗲𝗵𝗲𝗿 😜 🤣

  9. Ich bin bei sovielen Namen in solchen Texten immer skeptisch …. derartige Personalisierung von Kap. Charaktermasken trägt nur zur weiteren Verschleierung bzw. Mystifizierung des Krisen- und Kriegskontextes bei.
    Soll Musk, einem der weltweit erfolgreichsten kapitalistischem Ausbeuter, hier etwa die tragische Heldenrolle in diesem Marvel-Schinken zukommen?
    Er würde gerne die Welt retten – aber darf nicht?

  10. Wahrscheinlich ist im Hintergrund ein Kuhhandel vereinbart worden, dessen Abschluss wohl der eigentliche Grund für Musks Gemecker war. Zwischendurch hat er auch die Jamming-Erfolge der Russen erwähnt, die zu mindestens zeitweisen Ausfällen des Systems führen, dessen Nutzen dadurch deutlich sinkt.

    Denkbar sind auch russische Drohungen, die Starlink-Grundlagen zu schädigen. So befindet sich Musk zwischen Hammer und Amboss, ein neuer Kitzel für den begnadeten Gambler, der es meisterlich versteht, sich selbst stets in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu spielen.

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