Hormus-Schock trifft Deutschland

Straße von Hormus
Earth Science and Remote Sensing Unit, Lyndon B. Johnson Space Center, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Blockade verteuert Öl, Gas und Lebensmittel – und sorgt bei uns für Armut.

Die Straße von Hormus ist ein Nadelöhr der Weltwirtschaft. Rund ein Fünftel des global gehandelten Öls passiert in friedlichen Zeiten täglich die schmale Meerenge zwischen Iran und Oman. Auch ein erheblicher Teil des weltweit transportierten Flüssiggases – vor allem aus Katar – nimmt hier seinen Weg auf die Weltmärkte. Dass die Blockade dieser Route kein regionales Problem mehr ist, sondern ein globaler Schock, ist offenkundig. Deutschland spürt ihn unmittelbar. Es bezieht zwar nur einen begrenzten Anteil seines Öls direkt aus der Golfregion. Doch entscheidend ist nicht die Herkunft einzelner Lieferungen, sondern der Weltmarkt. Fällt ein großer Teil des Angebots plötzlich aus, steigen die Preise überall – zunächst an den Spotmärkten, in den Raffinerien, zuletzt an Tankstellen, auf Heizkostenabrechnungen und entlang der gesamten Produktionsketten. Energie ist die Grundlage moderner Volkswirtschaften. Wird sie knapp und teuer, verteuert sich nahezu alles.

Hunger und Versorgungsengpässe werden zunehmen

Besonders brisant ist die Lage beim Gas. Nach dem politischen Bruch mit Russland hat Deutschland seine Energieversorgung neu ausgerichtet und setzt verstärkt auf Flüssiggasimporte, unter anderem aus den USA und Katar. Genau dieses System gerät unter Druck, wenn die Straße von Hormus nicht mehr passierbar ist. Katar gehört zu den wichtigsten LNG-Exporteuren der Welt. Kommt es hier zu Störungen, entsteht sofort ein globaler Wettbewerb um knappe Ressourcen. Länder wie Japan, Südkorea oder Indien, die zu einem großen Teil von Energieimporten aus der Golfregion abhängig sind, treten unmittelbar als Konkurrenten um US-Gas auf – mit entsprechendem Preisdruck für Europa.

Die Folgen sind längst spürbar: steigende Preise für Strom und Kraftstoffe, teurere Heizkosten, höhere Produktionskosten in energieintensiven Industrien. Chemie, Stahl oder Glas – zentrale Branchen der deutschen Wirtschaft – stehen unter zusätzlichem Druck. Gleichzeitig verteuern sich Transporte, was wiederum die Preise für Konsumgüter ansteigen lässt. In einer ohnehin angespannten wirtschaftlichen Lage, angesichts von Deindustrialisierung und steigender Arbeitslosigkeit wird sich dieser Effekt zu einer breiten Belastung für private deutsche Haushalte auswachsen. Die mangelnde Sicherung der politischen Reformabsichten Deutschlands durch Alternativpläne in den letzten vier Jahren rächt sich.

Noch weniger im öffentlichen Bewusstsein ist eine zweite, womöglich gravierendere Dimension: die Auswirkungen auf die globale Lebensmittelversorgung. Ein erheblicher Teil der Düngemittelproduktion hängt direkt oder indirekt an günstigen Gaslieferungen. Wird Energie knapp, sinkt die Produktion. Bereits während der Corona-Pandemie und im Zuge des Ukraine-Krieges zeigte sich, wie empfindlich dieses System ist. Produktionsausfälle führten damals zu steigenden Preisen und zu Engpässen in vielen Regionen der Welt. Gelernt hat man daraus wohl nicht. Eine langanhaltende Störung durch eine Blockade der Straße von Hormus wird ähnliche Effekte auslösen – mit weitreichenden Folgen. Vor allem Länder in Afrika, Südasien und Teilen Lateinamerikas wären betroffen. Sinkende Erträge in der Landwirtschaft würden dort nicht nur wirtschaftliche Probleme verursachen, sondern existenzielle. Hunger und Versorgungsengpässe werden zunehmen. Die Folge wären neue Fluchtbewegungen, die nicht nur durch Krieg, sondern auch durch wirtschaftliche Not und blanken Hunger ausgelöst werden.

Einseitige Schuldzuweisungen tragen wenig zur Lösung bei

Deutschland wird diese Entwicklung doppelt treffen. Zum einen über steigende Preise für Lebensmittel und Energie. Zum anderen über die indirekten Folgen globaler Instabilität. Flucht und Wirtschaftszuwanderung in einen degenerierenden Arbeits- und Sozialmarkt hinein, gelähmt durch fehlende politische Reformen und verkrustete Bürokratie. In einer Phase, in der soziale Ungleichheiten zunehmen und hunderttausende Menschen innerhalb der vergangenen 18 Monate arbeitslos wurden, könnten solche Belastungen schnell in eine breitere Verarmung übergehen. Die politische Sprengkraft wäre erheblich, soziale Verteilungskämpfe und politische Verwerfungen werden wahrscheinlich.

Die aktuelle Eskalation durch den israelisch-amerikanischen Agriffskrieg im Nahen Osten zeigt damit eine Dimension, die weit über militärische Fragen der Region hinausgeht. Die Straße von Hormus ist ein globaler Knotenpunkt. Jede Störung dort wirkt sich weltweit aus. Gleichzeitig offenbart die Situation ein strukturelles Problem: Die Abkehr von russischen Energielieferungen, die Spannungen im Verhältnis zu den USA und China haben Deutschland stärker von globalen Märkten abhängig gemacht. Diese Märkte sind jedoch volatil und geopolitisch verwundbar. Für die deutsche Politik ergibt sich daraus ein doppelter Handlungsdruck. Außenpolitisch wäre es notwendig, sich klar und glaubwürdig und vor allem frühzeitig für eine Deeskalation einzusetzen und aktiv einzubringen. Als starker Partner der USA und Israels sowie der islamischen Welt hätte Deutschland Wort und Stimme, um militärische Eskalationen in der Region aufgrund der unmittelbaren Folgen für die globale Versorgungslage zu verurteilen. Einseitige Schuldzuweisungen tragen wenig zur Lösung bei. Wichtig ist, die Ursachen von Konflikten offen zu benennen und diplomatische Wege zu stärken und notfalls auch Verbündeten gegenüber entschieden aufzutreten.

Dabei könnten auch neue regionale Initiativen eine Rolle spielen. Vorschläge wie ein neuer Friedensplan islamischer Staaten für die Region, wie ihn aktuell der iranische Präsident Masoud Peseschkian ins Gespräch gebracht hat, wären lohnenswert aufzugreifen. Sie könnten – sofern Kooperation und Stabilität tatsächlich im Vordergrund stehen – zumindest als Ansatz für Dialoge dienen. Das historische Beispiele Westeuropa zeigt, dass wirtschaftliche und politische Integration langfristig stabilisierend wirken kann. Dafür müsste jedoch Störversuchen von außen entgegen getreten werden.

Die Krise ist nicht hypothetisch – sie ist eingetreten

Innenpolitisch muss die Bundesregierung verhindern, dass externe Schocks in soziale Krisen umschlagen. Steigende Energie- und Lebensmittelpreise treffen vor allem einkommensschwache Haushalte. Stabilisierungsmaßnahmen wenigstens für Waren des Grundbedarfs können Verarmung und Kriminalitätseffekte verhindern. Ohne gezielte Entlastungen oder Schutzprogramme für Einkommensschwache droht eine weitere Verschärfung sozialer Ungleichheit. Migrantisch gesprägte Milieus, durch Krisen der Vergangenheit gewöhnt, im Familienverbund Hilfe zu leisten, könnte weitere Desintegration drohen. Ethnische Inseln und Binnenorientierung vergrößern seit Jahren die Distanz zur deutschen Gesellschaft und zum Rechtsstaat. Auch die Stabilisierung zentraler Industrien wird entscheidend sein, um wirtschaftliche Verwerfungen zu begrenzen. Hier insbesondere auch solcher Industrien, die noch ausreichend niedrigqualifizierte Arbeitsplätze anbieten können. Nicht nur der Wohlstandsverlust der Mittelschicht birgt soziale Sprengkraft, auch die Verarmung breiter Teile der Gesellschaft und fehlende Tagesstruktur durch verfestigte Arbeitslosigkeit tun dies. Als Sofortmaßnahmen böten sich eine drastische Absenkung von Energiesteuern an. Spanien hat soeben über Nacht diese Steuern von 21% auf 10% für Strom, Gas und Kraftstoffe gesenkt. Es kann auch schnell gehen.

Langfristig wird es darum gehen, außenpolitische Abhängigkeiten zu reduzieren, die Zahl von Handels- und Lieferpartnerschaften jenseits rein moralischer Gesichtspunkte zu erhöhen und die Widerstandsfähigkeit der eigenen Versorgungssysteme durch eine Reduktion von Bezugsberechtigten und Bezugsmengen zu stärken. Kritische Lieferketten müssen abgesichert werden. Auch die Diversifizierung von Energiequellen, etwa durch neue Atomreaktoren, kann nicht tabu sein. Die aktuelle Situation macht deutlich, wie eng globale Konflikte und nationale Wohlstandssicherung miteinander verknüpft sind. Die Blockade der Straße von Hormus bedeutet einen globalen Einschnitt – mit direkten Folgen für Energiepreise, Ernährungssicherheit und soziale Stabilität Deutschlands. Weder die Systeme für Versorgungssicherheit, die Energiewende, Migration, der Arbeitsmarkt, eine leistungsfähige digitalisierte Verwaltung sind auf die erwartbaren globalen Verwerfungen vorbereitet. Für Deutschland bedeutet das: Die Krise ist nicht hypothetisch. Sie ist eingetreten. Eine typisch deutsche Diskussion auf der Brücke der Titanic, ob dem Eisberg noch die Unschuldsvermutung gewährt werden solle, ist obsolet.

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Stefan Piasecki

Prof. Dr. Dr. habil. Stefan Piasecki, Sozial- und Medienwissenschaftler. Promoviert in Politikwissenschaften (Universität Duisburg-Essen) und Medienwissenschaften (Universität Leipzig). Habilitiert in Religionspädagogik (Universität Kassel). Professor für Soziologie und Politikwissenschaften an einer Verwaltungshochschule in NRW. Jugendmedienschützer bei der FSK (Wiesbaden). Beschäftigt sich bevorzugt mit den Wechselwirkungen von Medien, Religion und Gesellschaft. Von 1993-2004 in der internationalen Computerspieleindustrie tätig. Von 2004 bis 2010 Casemanager in der Sozialverwaltung der Stadt Mülheim an der Ruhr. Von 2010 bis 2018 Professor für Soziale Arbeit. Seit 2018 Professor für Soziologie und Politikwissenschaften.
Lehraufträge an den Universitäten Duisburg-Essen, Erlangen-Nürnberg, Kassel und Teheran. Autor von präzise recherchierten Romanen zu zeitgeschichtlichen Themen.
Akademische Webseite: www.stefanpiasecki.de
Belletristische Webseite: www.editionvijo.com
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52 Kommentare

  1. Das ist auch alles nur künstlich um uns alles zu nehmen.
    Wie viele Öltanker liegen vor europäischen Häfen und dürfen nicht ausgeladen werden…

    1. Lol, das nennt man Spekulation und Hortung. Durch den hohen Konzentrationsgrad im Rohstoffhandel wird das verschärft. Warum sollten sie jetzt verkaufen, wenn der Preis vorhersagbar in ein paar Wochen drastisch hochgeht?
      Dafür braucht es keine „sie“, die „uns“ alles nehmen wollen.

      Die Welttankerkapazität lag 2024 laaut Statista (https://www.statista.com/topics/8216/global-oil-and-gas-transportation-industry/) bei 650 Millionen Tonnen (DWT), das entspricht etwa 4,81 Mrd. Barrel, bei einem Weltverbrauch von ca. 105 mb/d. Das heisst, dass die Welttankerkapazität für ca. 45 Tage reicht.

  2. Trump erweist sich immer mehr als der tatsächlich „Auserwählte“ – allerdings als der Auserwählte zur finalen Vollendung der „New World Order“, von „Build-Back-Better“, „Great Reset“ und „New Normal“. Vielleicht oder vermutlich ist der Iran-Krieg in dieser Hinsicht Teil der Umsetzung. Für seine verblödeten Fans hat er schnell noch zwei Geschlechter festgeschrieben.. das reicht den meisten ja, nur wenige wachen langsam auf.

    1. Naja, die einen brauchen 25 Jungfrauen, die anderen 25 Geschlechter.
      Von mir aus (solange man nicht mit Sprengstoffgürteln rumrennt oder Kinder mit Hormonen vergiftet), aber ich habs nicht so mit Religionen. Auch nicht mit Auserwählten.

      1. @Russischer Hacker
        Normalerweise würde ich Ihnen zustimmen, da auch ich es ablehne, Absicht zu unterstellen, solange Inkompetenz oder Dummheit als Erklärung ausreichen; allerdings fürchte ich, dass wir beides bei den Mitarbeitern der diversen US-amerikanischen Think-Tanks wie der Rand-Corporation ausschließen können, bzw. sogar ausschließen müssen.
        Damit lande ich dann doch wieder bei Absicht.

    1. Das ist Dekarbonisierung auf die harte Tour.

      Wer sich noch an die Ökosteuer erinnert, weiß wie unbeliebt die Politiker waren, die den Benzinpreis erhöht haben.

      Wie praktisch, wenn „böse Mullahs“, der „dumme Trump“ oder ein „plötzlich ausgebrochener Krieg“ daran Schuld sind, wenn das Autofahren verboten werden muss, weil der Sprit ausgeht.

      Wie damals bei Corona: Da war angeblich eine Seuche schuld an den Maßnahmen. Und nicht die Politiker …

  3. Die aktuelle Eskalation durch den israelisch-amerikanischen Agriffskrieg im Nahen Osten

    … durch den nicht-provozierten, sowie völkerrechtswidrigen Angriffskrieg!

    wo bleiben eigentlich Sanktionen gegen die Aggressoren? Wo bleiben die Waffenlieferungen und Finanzielle Unterstützung für die Überfallenen? Schließlich geht es um die „regelbasierte Ordnung“!

      1. Die Frage darf man stellen, auch wenn sie provokant formuliert ist. Etwas Realitätssinn würde aber nicht schaden.
        Kuba ist nahe an den USA und sehr weit von Russland, das macht effektive Unterstützung sehr schwierig. Beim Iran ist das mMn einfacher.

        Also beobachten wie sich Bibis Krieg entwickelt.

      2. @Otto0815

        Die Fragestellung und der zugrundeliegende Geist/Gedanke der Frage sind falsch.

        Bei BRICS+ gehts nicht um Ideologie, sondern um Geopolitik. (völlig andere Baustelle)

        Um das System der feministisch-wertebasierten Ordnung des Westens (Ideologie aka Religion) zu überwinden bedarf es langfristiger Perspektiven und Strategie. (und der Westen hat rund 70 Jahre Staaten und Völker geopfert, für seine Ideologie aka US-Kapitalismus)

        Ansonsten droht (der Westen) mit Atomkrieg!

        Wir erleben den Beginn der Transformation hin zu einer multipolaren Welt und dem Sterben der alten Welt,

  4. Die Türkei hat 100% volle Gasspeicher, im Winter bei 25€/Mwh gefüllt, und will mehr in Russland kaufen.

    China hat Ölimport bereits durch Elektroautos reduziert. Das wird nun rasant zunehmen. Die Produktion kann man leicht verdreifachen. Preise ab 8.000 € und bei 15 ct/kwh und 20 kwh/100 km fährt man für 3€/100 km.

    In Asien werden teilweise Massen von Induktionsherdplatten unters Volk gebracht, um vom Gaskocher weg zukommen.

    Selbst in Pakistan ist Solarboom.

    Alle Welt setzt auf Elektro. Nicht ganz, die Amerikaner und Russen haben eigenes Öl, was billig im Motor umzusetzen ist.

    Und ein kleines unbedeutendes Randvolk auf der Nordhalkugel hegt den Geschwindigkeitsfetisch, indem es mit 200 km/h über eine sogenannte Autobahn rast, und den SUV Fetisch, indem man die Kinder die 500 m zur Schule mit einem 3.5 to Strassenpanzer bringt.

    Möge es aussterben, die Welt kann darauf verzichten.

      1. Im Grunde zutreffend, ausser mit der Randbedingung daß ein kurzreichweitiges Transportmittel (BEV, abseits der Luxusklasse, die für normale Leute weder in der 1. noch in der 3. Welt bezahlbar ist) besser ist als gar keins (Verbrenner ohne Treibstoff).

        Mit den aktuellen LFP Akkus von BYD sind zumindest Lebensdauer und Brandgefahr keine Probleme mehr. Die Speicherdichte ist freilich erst recht einen Faktor ca. 70 von Benzin und Diesel (gravimetrisch) entfernt.

        1. Erzähl Deine Märchen woanders

          „Lebensdauer und Brandgefahr keine Probleme mehr“ bei aktuellen Akkus …

          und „neuartige Atomkraftwerke“ sind sicher, billig, sauber, nachhaltig, kuschelfreundlich

          ROFL

          die Technopäpste und ihre Kassenwarte grüßen hämisch

          Kauft, kauft, kauft unseren Scheiß, noch nie war Scheiß so gut wie heute.

    1. Wenn das D-Volk aussterben sollte, dann aus anderen Gründen.
      Im Übrigen halte ich Ihren Aussterbewunsch für hochprobematisch.
      Sie werden sich damit keine Freunde machen.

  5. Alle werden ärmer?
    Nö. Einige werden reicher, nämlich die Spekulanten, die eine halbe Milliarde just 15 min vor Trumps Ankündigung verwetten und gewinnen: die Insider. Und die Konzerne, die billig vor einiger Zeit eingekauft und eingelagert haben und jetzt saftige Aufschläge verlangen und bekommen, weil sie auf steigende Preise gewettet haben.
    Das kommt davon, wenn man „am Markt“ (sprich wir kleinen Leute: an der Tanke…) nicht Herstellungskosten bezahlen muss, sondern Wettgewinne von anderen – Spekulationsprämien!
    Und dann schon im ersten Absatz der Verteuerungsmechanismus: Nein, bei uns steigen die Preise nicht zuletzt an den Tankstellen, sondern zuerst!

    Leute, wir leben im Kapitalismus! Da sollte man schon wissen, wie der funktioniert!

      1. Kann man machen. Sollte man auch. Aber der Mehrheit geht es noch nicht dreckig genug. Es wird noch viel schlimmer kommen, bevor es gar nicht mehr geht.

        1. Das „kann man machen“ bezweifle ich, bisher sind alle alternativen Versuche gescheitert, nicht? Wenn man etwas wegmacht, braucht man aber einen Ersatz, von nichts kommt nichts.

  6. Das schlimmste ist aktuell eigentlich der Jubel der Elektro-Fanatiker, die sich tatsächlich einbilden, unsere aktuelle Stromversorgung würde sie vor hohen Preisen schützen. Dabei ist der Effekt nur aufgeschoben, geht der Mist noch zwei Monate weiter, jagen die Strompreise ebenfalls nach oben, weil die ganze Versorgungssicherheit weiterhin am Gas hängt. Der wirkliche Umbau auf ein sicheres Wind- und PV-basiertes Stromnetz kostet mehrere Billionen Euro und ist eher eine Aufgabe für Jahrzehnte, denn Jahre – und dann wollen diese Kosten, die nicht Wind und Sonne, sondern Investoren als Rechnung schicken, ja wieder eingespielt werden. Da wird nix mit billig!

    1. In Deutschland ist Solar Projekt S21 – wird wie der Bahnhof Stuttgart frühestens 2100 fertig. Wenn überhaupt.

      Im Ausland sieht das anders aus.

      Das sind im Ausland aber auch ganz fiese Verbrecher. Da wird ein Windrad aufgestellt, ohne Hamster und Lurche zu zählen. Und was passiert ? Ein unschuldiger Hamster und ein Lurch brutal vom Lastwagen massakriert ! Und erst Wasserkraft und Fische und Frösche ! Ein Massaker ! Und der Stadtpark verschachtelt durch Fischtreppe ! Und das rote Ziegeldach durch schwarze Kollektoren !

      Ausserhalb Deutschland ist der Dschungel ! Auch Merz sagte, in Brasilien will keiner bleiben ! Slums, Müll, Gewalt. Da stimmen alle zu.

      In Deutschland hat hingegen alles seine Ordnung und Sauberkeit, ein Musterländle !

      Die besten Fachkräfte reissen sich darum, in Deutschland arbeiten zu dürfen !

  7. Sie sorgt nicht für Armut. Sie verstärkt sie. Die Krise mag nicht hypothetisch sein, aber sie wurde künstlich erzeugt und alle politisch Verantwortlichen wurden und werden bei allen Wahlen wieder und wieder und wieder bestätigt. Warum sollten die irgendwas ändern? Offenbar möchte die Mehrheit genau diese Politik. Wäre es anders würden sie doch was anderes wählen. Jaja, ich weiß was jetzt kommt … wahlen ändern nichts … alles zwecklos… usw. Ändert aber auch nichts den Ergebnissen.

  8. Wie erfrischend, wenn einfache Erklärungen über einen weit verbreiteten Irrglauben triumphieren:
    bisher hätte man – aus dem stringenten Handeln zum WAR, IST und gesicherten SEINwird – irrtümlich annehmen können, dass es nicht zwangsläufig externer, naturgesetzgewaltiger Schocks, die i.d.R. „lediglich“ Folgen von xy sind, bedarf, um jeweils intern mit massiven Verwerfungen, Armut, Not, Elend, Umverteilung etc konfrontiert zu werden.
    Gut, dass das nunmehr aufgeklärt ist.

    Immerhin lokale Rettung ist dank der Opferwilligen, für die und in dessen Namen LarsK spricht, jedoch in Sicht:
    „Ich glaube, dass allen Konsequenzen aufgezeigt werden aus dem Weg, den wir jetzt gehen. Aber die Menschen in unserem Land sind bereit, Opfer zu bringen.“
    (Gilt das ebenfalls für Angehörige des „wir“, oder nur für exakt definierte „alle“? Sorry – rhetorische Frage.)

    1. Die aktuellen Benzin- und Ölpreise sind reine Spekulationspreise der Mineralölkonzerne, die kartellmäßig die Raffinerien, den Handel und die Tankstellen in der Hand haben. Was um Moment verkauft wird, wurde an den Börsen vor einem Jahr eingekauft, also zu wesentlich niedrigeren Preisen! Für die Preissprünge zur Zeit gibt es außer der Geldgier der Konzerne keine Marktgründe.
      Aber für unsere Politiker und die Mainstreammedien ist das natürlich kein Grund einzugreifen, es trifft ja nur das Fußvolk wirklich und so gehen die Lügen über die angeblichen Marktpreise weiter. Wie übrigens seit Jahrzehnten. Die Energieversorgung muss endlich aus diesem Casinoverhältnis gelöst werden in das sie die Politik gebracht hat mit dem Versprechen (eigentlich den üblichen Lügen), dass der Markt alles regelt und es besser und billiger wird. Genauso wie bei Post, Telekom, Bahn und der Stromversorgung.

  9. Deutschland hat seit 45 keine eigene Regierung. Was hier umgesetzt wird, ist in Washington entschieden worden. Es gibt nur gerade einen Konflikt zwischen der absolut neoliberalen Richtung der Clinton-/Obama-/Biden-Gruppe mit Klimalüge/Globalisierung/Masseneinwanderung und der neuen, mehr neokonservativen, kleptokratischen/Netanjahu-kontrollierten Trump-Gruppe.
    Deutschland ist schlicht überfordert, den Prozess der Selbstzerstörung zu beschleunigen Die Ausbeutung der eigenen Bevölkerung zur Befriedigung der illegalen Masseneinwanderung, der korrupten Ukraine und die Zerstörung der eigenen Industrie erfordern zu viel Aufmerksamkeit.
    Das liegt auch an den Folgen des schon Erreichten. Meinungskontrolle mit erhöhten Repressionen, Ausschalten von Opposition wurden durch die bisherigen Erfolge im Bereich Gesundheit und Klimalüge erst nötig, da Teile der Bevölkerung noch Widerstand leisten.

    Deshalb werden wir in den Tagen bis zu den nächsten Wahlen noch mehr Lügen haben, um noch mehr Kontrollen zu rechtfertigen. Wir werden die Gaspreise, ausgehandelt durch die EU, akzeptieren, die jegliche Form von Wettbewerbsfähigkeit ausschaltet. Der Sozialstaat wird zugunsten der illegalen Einwanderer und der Ukrainer umgebaut. Alles alternativlos, alles möglich mit Wählern, die dumm sind.

  10. Solange das „Problembewusstsein“ der rechtsradikalen Bundesregierung so aussieht, dass sie jetzt mal wieder die Speicherung von IP-Adressen veranlasst, Klarnamenpflicht und Fussfesseln fordert und Menschen zu Tode sanktioniert (die Justiz das absegnet und damit gegen das Grundgesetz verstößt – https://freedert.online/inland/274701-berlin-eu-sanktioniertem-journalist-dogru/) ist doch alles in Butter. Das Verhalten der Bundesregierung sieht übersetzt so aus: wir verhaften den, der uns verraten hat, dass das Haus brennt und vor allem was die Ursache davon ist: die Politik der Bundesregierung.

    Den Wohlstand soll sie mehren oder zumindest sichern. Das Gegenteil macht sie. Und aus rassistischen Motiven verbieten uns diese Nazis das „Russengas“. Ja. Es sind Nazis. Und sie wollen uns alle ebenfalls dazu erziehen Nazis zu sein, weil das ihre heilige Religion ist.

    Wieviel Schlechtes kann einem zu einer Bundesregierung NOCH einfallen? Ok. Der Völkermord von Gaza ist hier Staatsräson. Deswegen quälen sie ja auch Hüseyin Dogru, weil der die Wahrheit gesagt hat.

    All das, was in und um Hormus passiert, ist nur eine Herausforderung, kein Problem, wenn man pragmatisch und nicht rassistisch ideologisch denken würde. DASS es aber zu einem Problem wird, liegt einzig und allein an unserer faschistischen Bundesregierung, die keine Lösungen sucht, sondern nichts als Probleme verursacht mit ihrer rassistischen Herrenrasse-Ideologie und Verachtung auf das eigene Volk (entspringt im Grunde der gleichen Herrenrasse-Ideologie; sie verachten, ja hassen das Volk).

    Die Lösung lautet: sich nicht von rassistischen Leitmotiven lenken zu lassen und nicht wirklich ALLES, was man macht, unter dem Denken von Konkurrenzkampf zu sehen (da z.B. einen Dogru mit psychopathischer Gewalt zu Tode quälen wollen, weil er ausspricht, was das eigene hirnverbrannt braune Weltbild und damit die Manipulation der Massen, also das Grundgerüst der eigenen „Macht“, stören könnte).

    Ach hätten wir nur fähige Politiker, nicht solche hochkriminellen Schwerstverbrecher…

    So aber kann man im Grunde nur noch sagen: „ich warte ab bis sie die Wand treffen, auf die sie zurasen“, wenn man sich davon nicht runterziehen lassen möchte.

    1. Zusammengefasst könnte man es vll. auch so umschreiben: Die Bundesregierung denkt in Repressionsschemata, anstatt in Lösungsansätzen. Wenn es außen knallt, die Realität nicht mehr zum konstruierten Narrativ passt, muss man halt einfach nur die Repression erhöhen, anstatt die Realität zu akzeptieren.

      Das Problem ist, dass ihr grundsätzliches Mindset ihnen verbietet lösungsorientiert zu denken. Sie verachten, ja hassen das Pragmatische, das logisch Richtige, weil da haben sie so wenig zu bieten und können sich nicht mehr in den Vordergrund spielen. Also setzen sie ua auch auf rassistisches und kriminelles Verhalten.

      Würde ihre Politik nicht soviel Leid produzieren, würde ich einfach sagen „nur machen lassen und abwarten (so jemand lässt sich auch kaum aufhalten, weil er ja komplett ALLES genau nur darauf auslegt, dass es so läuft, wie es läuft, inklusive Konkurrenten wegbeißen). irgendwann werden diese hochmütigen, überheblichen, arroganten Witzfiguren schon vor den Scherben ihrer Gewalt, ihrer Politik der Unfähigkeit und Inkompetenz landen“. Vielleicht sollte man sich sogar wünschen, dass sie noch ein bißchen mehr verbohrt in ihrem Denken sind (ich hab zwar keine Vorstellungskraft, wie das gehen soll, aber diese Leute haben mir immer wieder bewiesen, dass da noch was mehr geht), dann geht es noch schneller und ihr Scheitern wird umso fulminanter.

  11. Würde man aus deinem Beitrag das übliche Nazigeplärre herausstreichen, bliebe immerhin erhabene Komik übrig. Ansonsten das Übliche: Linke Anbräuner tauchen den Pinsel in den eigenen Kot, um andere anzubräunen.

  12. Mich erinnert die BRD nicht an das Killer-Kaninchen sondern eher an den Schwarzen Ritter in „Die Ritter der Kokosnuss“. Sie will die liberale Demokratur gegen die Russen verteidigen. Egal ob durch Russland Sanktionen die Industrie kaputt gemacht wird, die Arme und Beine des Systems darstellt, Sie machen weiter und denken mit einer neuen Rüstung schaffen sie es. Offensichtlich nützt es nichts Arme und Beine abzuhacken, Ruhe gibt es erst nach einem Enthauptungsschlag.

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