Der kranke Motor Europas

geschlossene Firma, Symbolbild
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Verliert Deutschland seine Industrie?

Der industrielle Niedergang, über den heute immer häufiger diskutiert wird, fällt nicht vom Himmel. Er ist das Ergebnis einer Reihe politischer Entscheidungen, die sich über Jahre hinweg aufgebaut haben. Manche davon wurden aus moralischen oder sicherheitspolitischen Motiven getroffen, andere aus kurzfristigem politischem Druck heraus. Doch zusammengenommen haben sie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines Industriestandorts verändert, der jahrzehntelang auf Stabilität und Planungssicherheit angewiesen war. Eine der folgenreichsten Entscheidungen war die energiepolitische Kehrtwende nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011. Innerhalb weniger Monate beschloss die damalige Bundesregierung unter Angela Merkel den beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie. Acht ältere Reaktoren wurden sofort stillgelegt, die restlichen sollten in den folgenden Jahren folgen. Deutschland entschied sich damit als eines der wenigen großen Industrieländer der Welt für einen vollständigen Ausstieg aus einer Technologie, die zuvor einen erheblichen Teil der Stromversorgung gewährleistet hatte.

Kritiker dieser Entscheidung argumentierten schon damals, dass ein solch schneller Ausstieg erhebliche Risiken für die Versorgungssicherheit und die Energiepreise mit sich bringen könnte. Die Energiewende sollte diese Lücke durch erneuerbare Energien schließen. Doch Wind- und Solarenergie sind von Natur aus volatil. Um diese Schwankungen auszugleichen, blieb Deutschland weiterhin auf konventionelle Kraftwerke und große Mengen importierter Energie angewiesen. Gleichzeitig entwickelte sich eine zweite energiepolitische Abhängigkeit. Über Jahrzehnte hatte Deutschland seine Industrie auf relativ günstiges Pipelinegas aus Russland gestützt. Diese Strategie galt lange als wirtschaftlich rational. Sie ermöglichte eine stabile Versorgung zu vergleichsweise niedrigen Preisen. Doch mit den geopolitischen Spannungen der letzten Jahre wurde diese Grundlage der Energieversorgung abrupt erschüttert.

VW baut 50.000 Stellen ab

Die politische Entscheidung, sich von russischer Energie zu lösen, wurde mit sicherheitspolitischen Argumenten begründet. Für die Industrie bedeutete sie jedoch einen drastischen Kostenanstieg. Flüssiggasimporte aus anderen Weltregionen sind strukturell teurer als Pipelinegas. Energieintensive Industrien wie Chemie, Stahl oder Grundstoffproduktion sehen sich seitdem mit deutlich höheren Produktionskosten konfrontiert. In der wirtschaftspolitischen Debatte wird häufig argumentiert, dass diese Transformation notwendig gewesen sei. Kritiker wiederum sehen darin eine der Ursachen für die zunehmenden Wettbewerbsprobleme der deutschen Industrie. Während Energie in den Vereinigten Staaten durch heimische Gasproduktion vergleichsweise günstig bleibt, gehört sie in Europa inzwischen zu den teuersten Produktionsfaktoren. Parallel dazu hat sich die internationale Wirtschaftspolitik verändert. Staaten betreiben zunehmend strategische Industriepolitik. Die Vereinigten Staaten fördern mit umfangreichen Programmen gezielt neue Industrien im eigenen Land. China verfolgt seit Jahren eine staatlich koordinierte Strategie zur Entwicklung technologischer Schlüsselbranchen. Deutschland und Europa reagierten auf diese Entwicklung lange zögerlich.

Die Folge ist ein wachsender Standortwettbewerb um industrielle Investitionen. Unternehmen vergleichen zunehmend, unter welchen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen sie ihre Produktionskapazitäten ausbauen. Energiepreise, Regulierung, Steuerpolitik und staatliche Förderprogramme spielen dabei eine zentrale Rolle. Ein weiterer politischer Faktor betrifft die Transformation der Automobilindustrie. Mit der Entscheidung, langfristig den Verkauf neuer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zu beenden, hat die Europäische Union einen tiefgreifenden Strukturwandel eingeleitet. Für Hersteller und Zulieferer bedeutet dies eine radikale Umstellung ihrer Produktionssysteme innerhalb relativ kurzer Zeit. Während diese Transformation politisch als notwendiger Beitrag zum Klimaschutz begründet wird, stellt sie wirtschaftlich eine enorme Herausforderung dar. Millionen Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt an der Automobilindustrie. Die Umstellung auf Elektromobilität verändert nicht nur die Fahrzeuge selbst, sondern auch die gesamte industrielle Wertschöpfungskette.

Diese Entwicklungen treffen nun auf eine wirtschaftliche Realität, in der viele Unternehmen ihre Produktionsstrategien neu bewerten. Investitionen werden zunehmend global verteilt. Produktionsstandorte werden dort aufgebaut, wo Energie günstiger, Regulierung planbarer und staatliche Unterstützung stärker ist. Die Frage, ob Deutschland tatsächlich eine Deindustrialisierung droht, wird deshalb zunehmend politisch diskutiert. Manche sehen darin eine übertriebene Darstellung kurzfristiger Probleme. Andere warnen vor einer schleichenden Verschiebung industrieller Kapazitäten in andere Weltregionen. Unabhängig davon ist klar: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen die deutsche Industrie jahrzehntelang erfolgreich war, haben sich verändert. Politische Entscheidungen, geopolitische Entwicklungen und technologische Transformationen wirken gleichzeitig auf ein Wirtschaftsmodell ein, das über Jahrzehnte als stabil galt.

Ob Deutschland seine industrielle Basis unter diesen neuen Bedingungen erhalten kann, wird entscheidend davon abhängen, wie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf diese Veränderungen reagieren. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob der Industriestandort Deutschland in der Lage ist, sich neu zu positionieren, oder ob sich das wirtschaftliche Zentrum Europas langsam verschiebt. Wenn man verstehen will, wie tief der Wandel inzwischen reicht, lohnt ein Blick auf Unternehmen, die jahrzehntelang als Symbole deutscher Industriekraft galten. Kaum ein Konzern steht so sehr für das industrielle Selbstverständnis der Bundesrepublik wie der Wolfsburger Automobilhersteller Volkswagen AG. Über Generationen hinweg verkörperte das Unternehmen den wirtschaftlichen Erfolg des Landes: Millionen Fahrzeuge pro Jahr, hunderttausende Arbeitsplätze, eine globale Präsenz, die Deutschland zu einer der führenden Automobilnationen der Welt machte. Doch selbst dieser Industriegigant befindet sich inzwischen in einem tiefgreifenden Umbruch. Der Konzern hat angekündigt, bis zum Ende des Jahrzehnts rund 50.000 Stellen abzubauen. Offiziell handelt es sich um einen langfristigen Personalumbau, der teilweise über Altersteilzeit und natürliche Fluktuation erfolgen soll. Doch die Zahl allein verdeutlicht bereits die Dimension der Veränderungen. Ein Unternehmen, das über Jahrzehnte als stabiler Beschäftigungsmotor galt, sieht sich gezwungen, seine Strukturen radikal zu verschlanken.

BASF verlagert Standort

Die Gründe dafür liegen nicht allein in Unternehmensentscheidungen. Sie spiegeln strukturelle Veränderungen wider, die die gesamte Branche betreffen. Die Automobilindustrie befindet sich mitten in einer technologischen Transformation, die viele der bisherigen Grundlagen infrage stellt. Der Übergang vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität verändert Produktionsprozesse, Lieferketten und Geschäftsmodelle. Gleichzeitig entstehen neue Wettbewerber, vor allem aus China, die mit aggressiven Preisen und schneller technologischer Entwicklung auf den Weltmarkt drängen. Für deutsche Hersteller bedeutet diese Entwicklung einen doppelten Druck. Einerseits müssen sie enorme Summen in neue Technologien investieren. Batteriefabriken, Softwareentwicklung und digitale Plattformen verschlingen Milliardenbeträge. Andererseits geraten ihre traditionellen Stärken unter Druck. Der Verbrennungsmotor, jahrzehntelang ein technologisches Markenzeichen deutscher Ingenieurskunst, verliert zunehmend an Bedeutung.

Doch selbst dieser technologische Wandel allein würde die aktuellen Probleme nicht vollständig erklären. Hinzu kommen wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, die den Standort Deutschland für industrielle Produktion zunehmend schwieriger machen. Energiepreise gehören dabei zu den entscheidenden Faktoren. Während Energie in anderen großen Industrienationen deutlich günstiger verfügbar ist, kämpfen viele europäische Unternehmen mit hohen Kosten. Besonders energieintensive Branchen spüren diese Entwicklung deutlich. Ein prominentes Beispiel dafür ist der Chemiekonzern BASF. Das Unternehmen betreibt in Ludwigshafen den größten zusammenhängenden Chemiekomplex der Welt. Jahrzehntelang galt dieser Standort als Herzstück der europäischen Chemieindustrie. Doch inzwischen hat BASF begonnen, Teile seiner Produktion zu verlagern. Neue Investitionen fließen verstärkt in andere Regionen, etwa nach China oder in die Vereinigten Staaten.

Die Entscheidung des Unternehmens wurde offiziell mit wirtschaftlichen Faktoren begründet. Energiepreise, regulatorische Rahmenbedingungen und globale Wettbewerbsbedingungen spielten dabei eine zentrale Rolle. In den Vereinigten Staaten etwa profitieren Industriebetriebe von deutlich günstigeren Energiekosten. Gleichzeitig locken staatliche Förderprogramme Unternehmen an, neue Produktionskapazitäten aufzubauen. Dieser internationale Standortwettbewerb hat sich in den letzten Jahren erheblich verschärft. Staaten versuchen zunehmend, strategisch wichtige Industrien im eigenen Land zu halten oder neue Branchen anzusiedeln. Die Vereinigten Staaten setzen dabei auf massive Förderprogramme. China verfolgt seit langem eine aktive Industriepolitik, die technologische Schlüsselindustrien gezielt unterstützt. Europa hingegen hat lange Zeit stärker auf Marktmechanismen gesetzt. Inzwischen beginnt sich auch diese Haltung zu verändern. Europäische Politiker diskutieren über neue Industrieprogramme und strategische Investitionen. Doch viele Unternehmen haben ihre Entscheidungen bereits getroffen. Produktionsstandorte entstehen dort, wo Energie günstig, Regulierung berechenbar und staatliche Unterstützung vorhanden ist.

Die wirtschaftlichen Folgen dieser Entwicklung sind zunehmend sichtbar. Regionen, die stark von industrieller Produktion geprägt sind, stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Wenn große Konzerne ihre Produktionsstruktur anpassen oder neue Investitionen im Ausland tätigen, wirkt sich dies auf ganze Lieferketten aus. Zulieferbetriebe, Logistikunternehmen und regionale Dienstleister sind oft eng mit großen Industriekonzernen verbunden. Verändert sich deren Strategie, geraten auch viele kleinere Unternehmen unter Druck. Tatsächlich ist die Situation komplexer als einfache Schlagworte vermuten lassen. Deutschland bleibt weiterhin eine der größten Industrienationen der Welt. Viele Unternehmen investieren weiterhin in Forschung, Entwicklung und Produktion. Gleichzeitig ist unübersehbar, dass sich das wirtschaftliche Umfeld verändert hat. Energiepreise, geopolitische Spannungen und technologischer Wandel wirken gleichzeitig auf ein industrielles System ein, das jahrzehntelang auf Stabilität ausgelegt war. Hinzu kommt ein weiterer politischer Faktor, der zunehmend diskutiert wird: die Prioritätensetzung staatlicher Ausgaben. In vielen europäischen Ländern sind Verteidigungsbudgets in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Mitgliedstaaten der North Atlantic Treaty Organization haben sich verpflichtet, ihre Militärausgaben deutlich zu erhöhen. Einige Staaten diskutieren inzwischen sogar Zielmarken von bis zu fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung.

Exportabhängige Industrien unter Druck

Diese Entwicklung wird von vielen Regierungen mit sicherheitspolitischen Argumenten begründet. Kritiker stellen jedoch die Frage, ob steigende Verteidigungsausgaben langfristig zu Lasten anderer wirtschaftlicher Prioritäten gehen könnten. Infrastrukturinvestitionen, Energiepolitik und Industrieprogramme konkurrieren letztlich um begrenzte staatliche Ressourcen. Die politische Debatte darüber ist in Deutschland besonders intensiv. Während einige Stimmen eine stärkere militärische Rolle Europas fordern, argumentieren andere, dass wirtschaftliche Stabilität und industrielle Stärke mindestens ebenso wichtig für die langfristige Sicherheit eines Landes seien. Gleichzeitig verändert sich auch die internationale Ordnung, in der die deutsche Wirtschaft jahrzehntelang operierte. Globalisierung, lange Zeit als Motor wirtschaftlichen Wachstums betrachtet, wird zunehmend von geopolitischen Rivalitäten überlagert. Handelskonflikte, technologische Sanktionen und strategische Industriepolitik prägen das wirtschaftliche Umfeld stärker als früher.

Für exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland stellt diese Entwicklung eine besondere Herausforderung dar. Der Erfolg des deutschen Wirtschaftsmodells beruhte lange auf offenen Märkten und stabilen internationalen Handelsbeziehungen. Wenn diese Voraussetzungen unsicherer werden, geraten auch exportabhängige Industrien unter Druck. In diesem komplexen Umfeld suchen Unternehmen nach neuen Strategien. Einige setzen verstärkt auf Automatisierung und Digitalisierung, um Kosten zu senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Andere diversifizieren ihre Produktionsstandorte und investieren stärker im Ausland. Wieder andere versuchen, neue Technologien zu entwickeln und so neue Marktsegmente zu erschließen. Welche dieser Strategien langfristig erfolgreich sein werden, ist noch offen. Sicher ist jedoch, dass sich das industrielle Gleichgewicht verschiebt. Regionen, die früher als unangefochtene Zentren industrieller Produktion galten, sehen sich zunehmend globaler Konkurrenz gegenüber.

Deutschland steht dabei an einem entscheidenden Punkt seiner wirtschaftlichen Entwicklung. Das Land verfügt weiterhin über eine starke industrielle Basis, hochqualifizierte Arbeitskräfte und eine leistungsfähige Forschungslandschaft. Gleichzeitig zeigen aktuelle Entwicklungen, dass diese Stärken allein nicht ausreichen, um im globalen Wettbewerb dauerhaft erfolgreich zu bleiben. Die kommenden Jahre werden deshalb entscheidend sein. Politische Entscheidungen über Energieversorgung, Industriepolitik und wirtschaftliche Rahmenbedingungen werden maßgeblich beeinflussen, ob Deutschland seine industrielle Position behaupten kann oder ob sich das wirtschaftliche Zentrum Europas langsam in andere Regionen verschiebt. Fest steht bereits heute, dass sich das industrielle Modell der Bundesrepublik in einer Phase tiefgreifender Veränderung befindet. Ob daraus eine erfolgreiche Transformation oder eine schleichende Erosion industrieller Kapazitäten entsteht, hängt von Entscheidungen ab, die in Politik und Wirtschaft in den kommenden Jahren getroffen werden.

 

Quellen

Volkswagen bestätigt Stellenabbau von rund 50.000 Jobs bis 2030

https://www.deutschlandfunk.de/vw-streicht-50-000-arbeitsplaetze-100.html

Gewinn bei Volkswagen bricht fast um die Hälfte ein

https://www.focus.de/finanzen/news/um-fast-die-haelfte-massiver-gewinneinbruch-bei-vw_b8f26023-389b-4ba9-b6ed-f5857f752ff0.html

Germany’s industrial orders drop sharply amid energy costs and global competition

https://www.wsj.com/economy/german-industrial-orders-production-fall-c3426027

BASF Ludwigshafen hit by high energy costs and restructuring

https://www.metissue.com/news/basf-ludwigshafen-losses-top-euro1-billion-amid-restructuring-push

ArcelorMittal cancels green steel project in Germany due to energy costs

https://www.reuters.com/sustainability/climate-energy/arcelormittal-drops-plans-green-steel-germany-due-high-energy-costs-2025-06-19/

Germany plans subsidised electricity price for industry

https://www.reuters.com/business/energy/german-coalition-agrees-subsidised-power-price-industry-2025-11-13/

Günther Burbach

Günther Burbach, Jahrgang 1963, ist Informatikkaufmann, Publizist und Buchautor. Nach einer eigenen Kolumne in einer Wochenzeitung arbeitete er in der Redaktion der Funke Mediengruppe. Er veröffentlichte vier Bücher mit Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz sowie deutscher Innen- und Außenpolitik. In seinen Texten verbindet er technisches Verständnis mit gesellschaftspolitischem Blick – immer mit dem Ziel, Debatten anzustoßen und den Blick für das Wesentliche zu schärfen.
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37 Kommentare

  1. Joseph Schumpeter nannte den gegenwärtigen Prozess in seiner „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ die „ kreative Zerstörung“.

    1. Zwar wird Schumpeter an dieser Stelle stets gerne angeführt, doch geht dabei regelmäßig verloren, daß bei ihm die Agenten der „kreativen Zerstörung“ innovative Unternehmer sind, nicht aber staatliche Instanzen, die sich in Wirtschaftsplanung versuchen und dabei – die suizidale „Energiewende“ und der nicht minder katastrophale „green new deal“ sind die besten Beispiele dafür – einen kaum wiedergutzumachenden volkswirtschaftlichen Schaden anrichten.

  2. „Verliert Deutschland seine Industrie?“
    Nein. Wird nur schwerpunktmäßig auf zwei Industriezweige umstrukturiert: auf lukrative Rüstungsindustrie, Industrie also zur Produktion von Kriegswaffen und Kriegsmunition und auf Wärmepumpenindustrie. Industrieunternehmen, die direkt und indirekt von Steuergeld finanziert werden. Ein Wirtschaftssystem, das zum aktuellen politischen System passt. Jede Staatsform passt das Wirtschaftssystem an sein politisches Konzept an. Das ist auf der ganzen Welt so der Fall.

    1. Hier eine wissenschaftliche Arbeit zur volkswirtschaftlichen Wirkung von Rüstung, dies aus dem Abstract:

      „… Ein zusätzlicher Euro für die Rüstungsindustrie schafft also höchstens 50 Cent zusätzliche gesamtwirtschaftliche Produktion, aber die zusätzlichen Staatsausgaben könnten auch gar keinen Produktonseffekt enthalten. Zum Vergleich: Bei gezielten Investitionen in die öffentliche Infrastruktur kann mit einem Fiskalmultiplikator von 2 gerechnet werden, und für den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur in Kitas und Schulen kann der Multiplikator sogar auf 3 steigen. …“

      https://www.vwl.uni-mannheim.de/media/Lehrstuehle/vwl/Krebs/Studie_militaer_final-1.pdf

      Noch Fragen?

    2. @Hannes: Das Umstuktuieren auf Rüstungsindustrie und auf Wärmepumpen werden die
      absoluten Blindgänger werden. Das Krieg“spielen“ wird bald wieder aufhören. Die Menschen
      haben jetzt schon die Faxen dicke, immer mehr für Treibstoffe und Waren zum Leben zu bezahlen.
      Wärmepumpen sind genauso ein völlig unüberlegter Schnellschuß der Grünen gewesen, wie
      einmal die „Sparlampen“, die eigentlich Leuchstoffröhren mit hohem Quecksilberinhalt waren.
      Man schien so sehr an den Kliemawandel geglaubt zu haben, dass man von Temperaturen von
      min 15 ° auch durch den Winter ausgegangen ist. Aus einer Weintraube kann man wenn sie
      frisch ist schnell viel Traubensaft pressen. Das würde etwa der Luft mit 20° entsprechen. Eine
      Lufttemperatur von 4°, entspricht etwa einer Rosine mit entsprechenden Traubensaftgehalt.
      Es kann sich wohl jeder vorstellen, dass man schon viel Energie aufbringen muß um dann noch
      etwas heraus zu bekommen.
      Das Gleiche gilt für E-Autos im Individualverkehr. Es ist unmöglich für Millionen von E- Fahrzeugen,
      insbesondere in den Städten, eine Ladeinfrastruktur aufzubauen. Im Gewerbebereich könnte das
      klappen. Ein Zustellfahrzeug der Post oder ein Sevicewagen eines Handwerkers können über Nacht
      in ihrer „Basis“ aufgeladen werden. Auch die Besserverdienenden mit Garagen, Carports können sich
      das E-Fahren leisten.

  3. Wir haben 6 Wahlen dieses Jahr, eine war schon und auch bei den folgenden 5 sehe ich nicht, dass die Bevölkerung irgendwas anders machen wird. Auch da werden 9x% asozial bzw. komplett asozial wählen.

    1. Sie kennen doch den Spruch: „Wenn Wahlen etwas verändern würden, dann………..“

      Zu empfehlen: „Gegen Wahlen…..“ von David Van Reybrouck

  4. Ich weiß nicht, warum Burbach eine Frage stellt.
    Man muss nur die Arbeitsmarktsituation im produzierenden Gewerbe anschauen um zu sehen, wie es steht.

    Und wer dann auf den „Dienstleistungssektor“ schaut, sieht:
    „Besonders stark suchten öffentlicher Dienst, Erziehungswesen und Gesundheit Personal. Auch Finanz- und Versicherungsdienstleister stellten ein.“
    *Lach*. Ab nächstem Jahr können wir uns ja alle gegenseitig Altersvorsorgedepots verkaufen.

    „Abgebaut wurde dagegen bei konjunkturempfindlicheren Unternehmensdienstleistern, zum Beispiel bei Zeitarbeitsfirmen. Auch im Bereich Information und Kommunikation sowie Handel, Verkehr und Gastgewerbe sank die Zahl der Beschäftigten.“
    Also bei den Hilfstruppen des produzierenden Gewerbes und denen, die um die knapper werdende Kohle der Bevölkerung konkurrieren müssen.

    „Entlassungen sind gar nicht höher als sie früher waren. Sondern es wird zu wenig neu entwickelt.“
    Genau. Entlassen wird nicht, es wird nur niemand mehr eingestellt. Wieder *Lach*.

    Die Zitate stammen i.Ü. aus den Staatsmedien.
    Aber ich weiß schon, was dem Kandisbunzler dazu einfallen wird: *Wir* müssen mehr arbeiten und außerdem verdienen *wir* zu viel.

    1. „Gleichzeitig entwickelte sich eine zweite energiepolitische Abhängigkeit.“ ( von den zuverlässigen Russen)

      Aber nun sind wir energiepolitisch frei. Wir dürfen auf dem Weltmarkt teures US-LNG-Frackinggas kaufen – fragt sich nur wie lange, das möglich sein wird. Das ist die wahre Freiheit!

  5. Ihr habt auf schöpferische Zerstörung geklickt…

    … alles wird gut, es ist nur die kreative Transition zum „Ihr werdet nicht’s mehr besitzen und trotzdem Glücklich sein“

  6. „Manche davon wurden aus moralischen oder sicherheitspolitischen Motiven getroffen,“
    Welche Entscheidungen sollen denn moralisch begründet gewesen sein?
    Träfe nicht „moralinisch“ eher zu, als Versuch, die eigenen imperialistischen Ambitionen hinter Moral zu verstecken?
    Gleiches ist bei „sicherheitspolitischen“ Begründungen zu vermuten.

  7. „Europa hingegen hat lange Zeit stärker auf Marktmechanismen gesetzt. “ Nö, in der EU generell und in D im Besonderen wird der „Markt“ verhindert. Markt hieße u.a. Besetzung von Stellen nach Fähigkeit/Leistung und nicht nach Quoten. Markt hieße auch, dass allen Teilnehmern alle Informationen zur Verfügung stehen – dies wird gezielt verhindert. Markt funktioniert auch nur wenn die Teilnehmer freie Entscheidungen treffen können. Können sie aber nicht wegen Vorschriften, z. B. Mietrecht, Heizung, … . Markt wäre auch Öffis kostendeckend zu betreiben.
    etc. pp

  8. Burbach wiederholt sich in jeder 3. Zeile und vor der Wahrheit drückt er sich auch noch. Northstream wurde von dem Amis gesprengt und dort wurde auch über die Deindustrialisierung Deutschlands entschieden.

  9. Die westlichen Staaten wurde zu den Wikingern der Gegenwart und versuchen sich durch Raub und Plünderung Wohlstand zu verschaffen. Opfer sind die Länder, die begehrte Güter haben, nämlich Fossile Ressourcen.
    Die Globalisierung führte im Westen zur Deindustrialisierung, weil sie den Konzernen die Möglichkeit eröffnete, in Niedriglohnländern billig zu produzieren und die Waren per Reimport in Hochlohnländern zollfrei teuer zu verkaufen, was zwangsläufig ebenfalls zu Verarmung und Verschuldung der westlichen Industrieländer führte. Das kann man wohl kaum als Handel bezeichnen. Nun muss der Westen den anderen Weg zu Wohlstand beschreiten, nämlich Krieg und Ausbeutung. Die Kriege muss man moralisch rechtfertigen, weil alle Menschen gute Menschen sein wollen. Im Krieg müssen die Gegner also die Schlechten sein. Dazu taugt Moral aber nicht, sondern man muss auf ihr Gegenteil zurückgreifen, nämlich die Scheinmoral. Scheinmoral dient nicht der Selbstkontrolle, sondern der Diffamierung, Denunzierung, Verurteilung und Bestrafung anderer. Ein Mittel ist, eine neue Moral zu erfinden, und den Feinden vorzuwerfen, sie seien nicht queer genug, sondern intolerant und undemokratisch.

    1. Sind Sie bitte so freundlich und verstehen das die meisten nicht verstehen wie „Geschäfte“ heute laufen. Alles ist mafiös. Das Ganze ist ein geschlossenes Netz von Systemlingen, Händlern, – Waren- & Finanzhändlern und [US gesteuerte idiotische Rating Agenturen] Bewertern, allein die Namen sollten zu denken geben – Standard & Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch. Warum gibt es ähnliches in Europa nicht? Weil von der Leyen, Merz & Co. das nicht wollen! Die EU hätte ohne Deutschland funktionieren können!
      Schlagt Deutschland Österreich zu, da funktioniert der Staat noch halbwegs!

  10. Lieber Herr Burbach, einen wesentlichen Punkt blenden Sie in Ihrem Artikel vollständig aus, bzw. haben ihn übersehen.
    Der Niedergang Deutschlands und (auch) seiner Wirtschaft hat auch etwas mit der neoliberalen Entwicklung der letzten Jahrzehnte und der damit einhergehenden Konzentration von Geld, Vermögen und damit auch Macht auf wenige einzelne Personen und oder Konzerne zu tun. Der Ausbau eines Niedriglohnsektor, der stetige Abbau von sozialstaatlichen Leistungen hingehend zu privaten Sicherheitsleistungen, Verringerung von Investitionen in Bildung und Gesundheit zu Lasten der Bevölkerung und zu Gunsten von Konzernen und reichen Einzelpersonen, etc… Ich könnte mit zahllosen Beispielen weitermachen.
    Nehmen wir doch mal das Beispiel VW. Da erwirtschaftet der Konzern einen Gewinn von über 9 Mrd. Euro pro Jahr, schüttet eine ordentliche Dividende aus und zahlt seinen Bossen horrende Gehälter mit satten Boni. Und dann kündigt der Konzern an, sparen zu müssen und 50 000 Jobs abbauen zu müssen. Merkt denn keiner was das läuft?
    Oder anderes Beispiel. In Deutschland gibt es ca. 300 Milliardäre mit einem geschätzten Gesamtvermögen von (nichts genaues weiß man nicht) ca. 1,8 Billionen Euro. Die Steuerlast dieser Überreichen ist laut Untersuchungen von Reichstumforschern und -forscherinnen ziemlich überschaubar. Aber dafür erwirtschaften diese Vermögen eine durchschnittliche Rendite von ca. 7 % jährlich. Da kommt ein ordentlicher Betrag zustande. Würde nur die Hälfte dieser Rendite versteuert, was bedeutet, dass die Vermögen der Überreichen trotzdem noch um 3,5 % jährlich wachsen würden und eben nicht weniger würden, wären das staatliche Einnahmen von ca. 150 Mrd. jährlich zusätzlich.
    Die unzähligen Millionäre in Deutschland sind dabei noch gar nicht in dieser Rechnung enthalten.
    Mit diesen Einnahmen könnte sowohl in Bildung, Infrastruktur, Gesundheit, sozialen Wohnungsbau, etc. investiert werden und in Deutschland wäre es wieder möglich flächendeckend gute Gehälter zu zahlen, was eine deutliche Nachfrage der Binnenkonjunktur zur Folge hätte.
    Denn eines ist klar. Deutschland ist nach wie vor ein wirtschaftlich starkes Land (immerhin drittstärkste Volkswirtschaft weltweit) mit einer guten Effizienz, aber die Verteilung des erwirtschafteten Guts ist nach wie vor ungerecht und auf viel zu wenige Einzelne beschränkt.

  11. Deutschland hat nicht nur unfähige und überbezahlte Manager, sondern auch unfähige und fachfremde Politiker. Entwicklungen werden auf die „lange Bank“ geschoben und Innovationen werden lediglich entwickelt wenn der Staat diese subventioniert, siehe VW …
    VW jedoch, schüttet ~ 6 Mrd. € an Dividenden aus … will aber 50.000 Stellen streichen, das aber „sozialverträglich“!
    Diese Regierung setzt auf Rüstungsindustrie als Puffer …, die Zustände der US-Gesellschaft in Bezug auf, ich nenne es mal „Jobs“ sollten jedem bekannt sein …, 2-3 Jobs um zu überleben sind bei der schlechten Bezahlung Standard …
    Und ja, was geschieht in Deutschland, NICHTS! Die Bevölkerung schweigt und sieht zu wie das Land vor die Wand fährt, anstatt auf die Straßen zu gehen, lobhuldigen Deutsche Leute wie Merz, Klingbeil, Weidel & Co.
    Wären dieses Jahr nicht Landtags- & Kommunalwahlen hätten Merz/Pistorius/Kiesewetter & Co. längst Kriegsschiffe in die Straße von Hormuz entsandt.
    Ich schrieb an anderer Stelle daß ich Weihnachten in Deutschland war und erlebte niemals zuvor eine solch vergiftete Gesellschaft wie die deutsche, bedankt Euch bei CDU/CSU/SPD/AfD/GRÜNE/LINKE/FDP diese Leute können nur regieren weil sie in Zusammenarbeit mit ÖRR und großen Verlegern wie Springer/Burda & Co. zusammen arbeiten!
    „Immer lustig und vergnügt, bis der Arsch im Sarge liegt“! Lindenberg
    Beste Grüße aus Sao Paulo KB

    1. Nach den Prügelorgien der Uniformierten Totschläger zu Corona Zeiten finden sich irgendwie nicht mehr so viele Leute zum „Auf die Straße gehen“ um sich Verprügeln und kriminalisieren zu lassen. So ein Mist aber auch. Deutschland ist eine totalitäre Despotie, die kann man zwar bekämpfen, aber nicht dadurch dass man sich den Uniformierten Totschlägern als Opfer Anbietet.

  12. Wenn ich das lese… weiß ich ja nicht… soll das Kompetenz sein?

    „Eine der folgenreichsten Entscheidungen war die energiepolitische Kehrtwende nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011. Innerhalb weniger Monate beschloss die damalige Bundesregierung unter Angela Merkel den beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie.“

    Natürlich war der Ausstieg aus der Kernenergie richtig. Man muss sich nur mal ansehen, wie sie den Atommüll „endlagern“ wollten… in einem unterirdischen Salzstock… Aber auch so sind die Risiken viel zu hoch und die Ausbeute gering. Die Atomenergie wurde von Anfang an enorm durch Steuermittel bezuschusst, war also nie wirtschaftlich tragfähig.

    Dann war es so, dass die ersten stillgelegten Reaktoren keine Auswirkung auf die Sicherheit der Stromversorgung hatten. Im Gegenteil. Deutschland hat trotz allem lange Strom exportiert. Erst seit jüngerer Zeit importiert Deutschland mW mehr Strom. Und dass Atomkraft auf Gegenwehr stößt in der Bevölkerung war ja auch bekannt. Von daher ist es generell ein gewisses RIsiko aus Unternehmersicht in so eine behäbige Technologie zu investieren.

    Was man der Bundesregierung sehr wohl aber vorwerfen muss, ist, dass sie insgesamt zu adhoc Entscheidungen in der Sache neigt, noch bevor sie überhaupt ein Konzept vorweisen kann, wie der fehlende Strom aufgefüllt werden soll. Ich sage nicht, dass das nicht funktioniert (wie all jene, die bei jeder Änderung sofort schreien „das funktioniert ja gar nicht“), sondern… man muss es nur richtig planen. Und wenn Fragen offen sind, dann muss man Feldversuche ansetzen, sich der Sache Stück für Stück annähern.

    Das ist auch etwas Gutes, was ich der letzten ua rot-grünen Bundesregierung abgewinnen kann. Ich verachte sie zwar, aufgrund ihrer militaristischen, aggressiven Haltung… in der Sache hat sie jedoch etwas richtig gemacht, nämlich indem sie Balkonkraftwerke durchgedrückt hat, man heute sogar einen Anspruch darauf hat, auch wenn der Vermieter das nicht will. Ok. Ich weiß nicht mehr… vll. ging die Initiative dazu auch gar nicht von ihr aus, sondern vom Handel… Auf einmal gab es sie nämlich in der Fläche bei einem Discounter zu kaufen.

    Das größte Problem in Deutschland war nämlich die Lobbyarbeit der großen Stromkonzerne, die regional praktisch lange Monopole hatten. Und die haben alles dafür unternommen ihre Monopole zu sichern.

    Was den Niedergang der deutschen Wirtschaft angeht… vielleicht ist das ja auch so gewollt, weil man sich davon ua eine Transformation zur Kriegswirtschaft erhofft.

    1. @Richard: Balkonkraftwerke sind „das“ Gift der Energieerzeugung. Jeder Verantwortliche eines
      Energieerzeugers bekommt ein gesträubtes Nackenfell, wenn die Sonne kräftig scheint. Dann
      werden unkontrolliert Strommengen mit nicht klarer Sinuskurve in das Netz eingespeist.
      Summiert sich die Abweichung auf ca. 0,03 %, kann es zu einer Zwangsabschaltung kommen.
      Man versucht das Problem mir den neuen Stromzählern in Griff zu bekommen, indem dann der
      Strom der Einspeiser einfach abgeschaltet wird.

  13. Ähnlichkeiten zum pakistanischen Modell drängen sich auf. Milbus Strategie.
    Das Sicherheitsdenken steigert sich nicht einfach so zu einem Wahn in Europa. Die Sache hat Methode.

  14. Ach ja, der „Verlust“ der AKWs mit ihrer veralteten gefährlichen Technik hat das Industrielle Sterben in Deutschland ausgelöst, eine oft geäußerte Fehlkalkulation, mehr nicht. Was die Deindustrialisierung dagegen massiv gefördert hat und immer noch fördert, ist unter anderem eine alles Erstickende Bürokratie, zusammen mit dem aus Politik und Verwaltung bekannten phänomen des Aufstiegs durch versagen.
    Dazu kommt natürlich auch der Konflikt mit Russland den nicht nur das deutsche Regime aktiv gesucht hat um dem Ruf vom Lebensraum im Osten für das deutsche Großkapital nachzukommen. Nicht umsonst haben gerade die Enkel von Hitler und Co, entscheidende Positionen in Poltik und Verwaltung inne. Degeneration und Dekadenz prägen diesen Staat, Befehle und Kadavergehorsam sind hier die Ideale, innovation dagegen ist ein Feind der mit allen mitteln bekämpft wird. Nein, Deutschland muss erst wieder kompett runter sein bevor sich hier veränderungen ergeben können, solange dieses noch nich eingetreten ist, geht es immer weiter schön bergab.

  15. Es geht uns immer noch zu gut. solange der Stazi-Slogan 1.Ukraine, 2. Ukraine und 3. Ukraine (was natürlich selbstzerstörend ist) von den meisten durch ihre Wahlentscheidungen honoriert wird. Dazu kommt dann noch die Staatsräson, die derzeit an der Tanke ablesbar ist. Es wird in Deutschland nicht mehr gewirtschaftet, sondern der Karren wird ideologisch in den Abgrund gestoßen. Wenigstens hat das „Sondervermögen“ gezeigt, dass wir außer Löcher stopfen nix auf die Reihe bekommen, und im Falle der gewünschten Kriegstüchtigkeit ist das sogar zu begrüßen, lieber arm und am Leben als reich und tot. Es ist leider hier in Deutschland keine Persönlichkeit und keine Partei in Sicht, die daran etwas ändern könnte. Auch BSW und die AFD nicht, beide haben starke Ströme, die mit den Verbrechern kungeln, schade. Ich fürchte, es braucht einen Komplettabsturz und darauf einen kompletten Neuanfang.

  16. „….dass diese Transformation notwendig gewesen sei. Kritiker wiederum sehen darin eine der Ursachen für die zunehmenden Wettbewerbsprobleme der deutschen Industrie.“

    Das braucht man nicht so zu „sehen“, es ist ein Faktum, dass politische gewollte und erzeugte hohe Energiekosten zu Lasten der intern. Konkurrenzfähigkeit, damit letztlich zu Deindustrialisierung, führte – nimmt man günstige und verlässliche Energie als Basis unseres Wohlstands in D zur Kenntnis.
    Atomausstieg, Co2 Steuern und Co2 Zölle, Sprengung von NS2 und völlige Entsagung von russ. Öl/Gas ab 2027 ist rein ideologisch – frei jeglicher ökonomischen Ratio – bedingt.
    Diese Ideologie sieht eine reine Finanzialisierung der Wirtschaft des künftigen Dienstleistungsstandorts Deutschland zu Gunsten einer Re-Industrialisierung der USA vor.
    Darauf wurde successive hingearbeitet; Blackrock Merz präpariert den Standort D in diesem Sinne durch Sozialabbau und aberwitziger Schulden, die schon in die richtigen Kanale laufen werden…..

  17. So geht heute Demokratie und Meinungsfreiheit

    „Beim ersten regulären EU-Gipfel des Jahres droht an diesem Donnerstag eine offene Konfrontation zwischen Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban und Staats- und Regierungschefs wie Bundeskanzler Friedrich Merz. Hintergrund ist die weiterhin anhaltende ungarische Blockade milliardenschwerer EU-Finanzhilfen für die Ukraine.“

    !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    „Orban will diese erst beenden, wenn der Konflikt um unterbrochene russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline beigelegt ist. Merz sagte hingegen am Mittwoch im Bundestag, man dürfe keine Rücksicht auf ein einzelnes EU-Land nehmen, das aus innenpolitischen Gründen und wegen eines laufenden Wahlkampfs eine Blockade aufbaue.“
    https://www.n-tv.de/politik/Merz-und-die-EU-wollen-heute-Orbans-Blockade-kippen-id30487120.html
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    FBI ermittelt gegen zurückgetretenen Terrorbekämpfer Joe Kent
    https://www.n-tv.de/politik/FBI-ermittelt-gegen-zurueckgetretenen-Terrorbekaempfer-Joe-Kent-id30487155.html
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    Israel bombardiert Gasfeld, jetzt soll es der Iran gewesen sein.
    Der Iran bombardiert also sein eigenes Gasfeld?

  18. @yat
    Denkt an Biden/Scholz/SPD, danach Trump/Merz/CDU, dazwischen „Politiker“ der Grünen, FDP, Linke – jeder weiß um die verhängisvolle Anbindung Deutschlands an die USA … Denkt nicht im Sinn Deutschlands [Bevölkerung], denkt im Sinn des Foreign Council und deren Mitglieder: Merz, Klingbeil, Weidel und so weiter und so fort … Bspw möchte Weidel gerne „Statthalterin“ Trumps in Deutschland werden, wie Meloni in Italien. … Weidel [GoldmanSachs] wird Euch zeigen wo der Hammer hängt. Ich wünsche den Wählern, viele aus prekären Verhältnissen viel Glück, wobei sich das deutsche Parteiensystem lediglich noch in Nuancen unterscheidet. …
    Deutschland hat fertig!
    [Der beste Schutz vor Sonnenbrand sind Ferien im Sauerland!]
    Beste Grüße KB/SP

  19. In diesem Artikel findet man kein Wort von Globalisierung, von Ukraineunterstützung, von Russlandsanktionen, von Kohleausstieg, von Industriesubventionen, Subventionen der Energiewende und Kosten der Einwanderung. Das alles zahlt der Steuerzahler. Man zahlt also für Ukrainekrieg, Russlandsanktionen, Windräder, Wärmepumpen, Solaranlagen, und Subventionen für steinreiche Konzerne, damit sie hier investieren, und wieder zumachen, wenn die Investition abgeschrieben ist, und für den Subventionen des Niedriglohnsektors und Umvolkung. Um „wettbewerbsfähig“ zu sein werden die Löhne gesenkt und Tariflöhne nicht eingehalten. Ich weiß nicht, ob die Leser hier wissen, dass ein angestellter Handwerker kaum über 20 Euro verdient. Die BRD ist so exportorientiert, weil sich die Leute nichts mehr leisten können und im Inland immer weniger abgesetzt werden kann. Und egal, wie wir die Einkommen senken und die Industrie subventionieren, wir können mit Indien, Pakistan, Vietnam, Indonesien und sogar China einfach nicht konkurrieren. Und durch Kaputtreformierung des Bildungssystems sinkt das Qualifikationsniveau. Das alles wissen die Facharbeiter und wählen entsprechend, aber die meisten Sesselfurzer wissen davon nichts oder wollen nichts wissen. Sie träumen lieber von einem Sozialismus gemäß Jesaja 11,6 „Dann werden Wolf und Lamm friedlich beieinanderwohnen, der Leopard wird beim Ziegenböckchen liegen. Kälber, Rinder und junge Löwen weiden zusammen“
    Ah ja, Kernenergie ist sicher. Es gab noch nie ein sichere Maschine. Nur verblendete Ingenieure können das glauben. Wenn ein Auto kaputt geht, bleibt es einfach stehen und verseucht nicht ein riesiges Gebiet.

  20. „Verliert Deutschland seine Industrie?“

    Mein Antwort: Das weiß man nicht. Sicher ist aber, dass alle führenden Politiker im In- und Ausland wie wild daran arbeiten, es möglich zu machen. Zur Zeit haben Israelis und Amerikaner gerade beschlossen, den Ast auf dem wir alle sitzen – die fossilen Energien – anzusägen. Iran wird mit der Welt machen, was die unsäglichen USA seit einiger Zeit mit Kuba machen. Wir werden darum in Kürze bemerken, worauf unserer Wohlstand wirklich basiert.

    Fazit. Es gilt das alte Kanzlerwort: „Wir schaffen das!“

  21. Der Ausstieg aus der Kernkraft wäre kein Problem, wenn man, wie geplant
    1. Billiges Pipeline Erdgas für 20 €/Mwh hat, was man für rund 7 ct/kwh verstromen könnte.
    2. Neue Kohlekraftwerke wie Moorburg nicht gesprengt, sondern als Notreserve hätte.
    3. Wind, Solar, Wasser weiter zügig ausgebaut hätte.

    Die Deutschen haben im Gegensatz zu China, Frankreich, Norwegen weiter auf grosse Verbrenner SUV gesetzt. In vielen Staaten, auch der EU, kostet Strom 10 ct/kwh, da fährt ein Mittelklasse Batterieauto für 2 €/100 km.

    Volkswagen (und Deutschland) hat seit 1989 nicht auf Forschung, sondern gerade auch in Software auf billige Quereinsteiger, teilweise ohne Abitur und Studium gesetzt. Damit ist man in hochkomplexen Bereichen wie Auto Software gescheitert. VW muss mit Cariad, Spottname Car In A Decade, 14 Milliarden abschreiben. Jetzt steckt man in USA Rivian rund 6 Milliarden. Hinzu kommt der Diesel Skandal mit 33 Milliarden.

    Der aktuelle Gaspreis von 65 €/Mwh anstelle früher 20 €/Mwh und der Ölpreis anstieg dürfte vielen Industriezweigen den Rest geben.

    Den politischen und juristischen Hintergrund von allem kommentiert man besser nicht.

  22. Es gibt genau 2 Hauptgründe für den wirtschaftlichen Niedergang der deutschen Wirtschaft:
    1) Energiekosten, die aufgrund der Kappung der Energieversorgung Deutschlands durch Russland-Sanktionen, die Kündigung langfristiger Lieferverträge mit Gazprom im August 2021, sowie der Sprengung der NS-Pipelines (3 von 4) durch unsere „Freunde“ explosionsartig an die Decke schnellten
    2) durch US-Zölle, die vor allem die deutsche Exportwirtschaft treffen – da hatte man sich zweifelsfrei in eine viel zu einseitige Abhängigkeit gegenüber einem Staat begeben, der völkerrechtswidrige, unprovozierte Angriffskriege führt.

    Am erbärmlichsten finde ich immer wieder das wirre Gebrabbel einiger Journalisten und „Verkehrsexperten“, die davon schwadronieren, der deutschen Autoindustrie ginge es so schlecht, weil sie zu langsam auf E-Autos umgestellt hätten.
    Das ist natürlich lächerlicher Schwachsinn, denn wie man sieht, fahren in Deutschland nicht nur die meisten E-Autos von deutschen Herstellern durch die Gegend, was die These widerlegt, ausländische Marken hätten hier Märkte erorbert und zum anderen haben wir gar nicht die für E-Mobilität nötige Menge an stabiler Stromversorgung. LOL

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