Das Panzer-Junktim des Bundeskanzlers

Leopard 2 A4
Triple-green, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

In den USA und in Frankreich gibt es Bedenken, Panzer in die Ukraine zu schicken. Der Kanzler scheint das erkannt zu haben, erntet aber Kritik für seine Zögerlichkeit.

Nach aktuellem Meldungen soll der Bundeskanzler in seinem letzten Telefongespräch mit US- Präsident Biden gesagt haben, er sei grundsätzlich bereit, Kampfpanzer vom Typ „Leopard 2“ an die Ukraine zu liefern, falls die USA das Land mit Kampfpanzern vom Typ „M1 Abrams“ unterstützten.

Die Kampfpanzer „Leopard“ und „M1 Abrams“

Deutschland

Der deutsche Panzer „Leopard 2“ hat eine Glattrohrkanone vom Kaliber 120mm und verfügt zusätzlich über zwei Maschinengewehre vom Kaliber 7,62 mm.

Besatzung: Kommandant, Richtschütze, Ladeschütze, Fahrer

Der Panzer wird von einem 12-Zylinder-FM Diesel-Vielstoffmotor MTU MB 873 angetrieben.

USA

Der amerikanische „M1-Abrams“ hat eine Glattrohrkanone vom Kaliber 120mm-L30A1 und zwei Maschinengewehre Kaliber 7,62mm und ein schweres Maschinengewehr Kaliber 12,7mm.

Besatzung: Kommandant, Richtschütze, Ladeschütze, Fahrer

Der Panzer wird von einer Gasturbine AGT-1500 angetrieben.

Erste Reaktionen aus den USA

Eine offizielle Stellungnahme des Weißen Haus zur möglichen Lieferung des Kampfpanzers M1 Abrams liegt noch nicht vor.

Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price äußerte sich ablehnend zu einer Lieferung von „M1 Abrams“ und sagte im US-Fernsehen: „Wir wollen unseren ukrainischen Partnern keine Systeme aufbürden, die sie nicht nutzen können; Systeme, die sie nicht reparieren können; Systeme, die sie nicht überholen können.“ Man wolle den Streitkräften das zur Verfügung stellen, was sie effektiv auf dem Schlachtfeld einsetzen könnten.

Diese Einschätzung wurde von Max Bergmann vom Zentrum für Strategische und Internationale Studien CSIS in Washington geteilt, indem er sage: „M1 Abrams-Panzer sind ganz anders als die deutschen Panzer. Sie brauchen andere Wartung, andere logistische Unterstützung, brauchen anderen Treibstoff. Sie sind logistisch ein Albtraum, sind auch viel zu schwer. Die deutschen Panzer sind viel besser geeignet für das, was der ukrainischen Armee bevorsteht.“

Bezüglich einer Absicherung Deutschlands, eigene Kampfpanzer zu liefern, müsse die mögliche Lieferung des „Stryker“-Radschützenpanzers durch die USA zusammen mit der britischen Lieferankündigung für „Challenger“-Panzer ausreichen, sagte Bergmann.

Der „Stryker“ ist ein Radschützenpanzer:

Besatzung: Kommandant, Schütze, Fahrer und bis zu elf Soldaten

Bewaffnung: unterschiedlich, je nach Modell

Antrieb:  Dieselmotor Caterpillar C7

Der „Stryker“ ist luftverlastbar und am ehesten mit dem „AMX-10RC“ vergleichbar, den Frankreich vermutlich an die Ukraine liefern wird.  Auch der „Stryker“ ist, je nach Version, mit einer 105 mm Kanone bewaffnet.

Bewertung

Der Vorschlag des Bundeskanzlers ist zweifellos ein ausgesprochen geschickter Schachzug, der den „Schwarzen Peter“ im Zusammenhang mit den Lieferungen von Kampfpanzern über den Atlantik nach Washington schiebt.

Die ersten Reaktionen aus Washington lassen erkennen, dass dies offensichtlich gelungen ist, weil die bislang bekannten Argumente lediglich vorgeschoben sind. Die ukrainischen Soldaten müssen für den „Leopard 2“ ebenso ausgebildet werden, wie für den „M1Abrams“, und auch die Versorgungsketten müssen für beide Panzermodell eingerichtet werden. Dasselbe gilt übrigens auch für den britischen Kampfpanzer „Challenger“ , von denen London 14 Exemplare in die Ukraine verlegen will.

Militärisch gesehen, wäre es für die ukrainischen Streitkräfte natürlich einfacher, wenn „der Westen“ ausschließlich dasselbe „Panzermodell“ liefern würde, im konkreten Fall also den „Leopard 2“, der in mehreren europäischen NATO-Staaten im Einsatz ist. Aber die Gründe Washingtons, den „M1 Abrams“ nicht zu liefern, sind nicht militärischer, sondern sicherheitspolitischer Natur. Die USA wollen verhindern, dass der „M1 Abrams“ bei einem Einsatz in der Ukraine in russische Hände fallen könnte. Noch entscheidender aber ist wohl, dass man in Washington eine Lieferung dieser Panzer als eine direkte Konfrontation mit Moskau einstuft, die man unbedingt vermeiden will, obwohl mittlerweile alle Experten davon ausgehen, dass es sich in der Ukraine um einen Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland handelt. Trotzdem scheint man in Washington die Lieferung von Kampfpanzern wie auch von Kampfflugzeugen als einen qualitativen Sprung in Richtung Kriegspartei zu bewerten, der nicht im Sinne der US Regierung ist.

Interessant ist übrigens in diesem Zusammenhang, dass bislang niemand von Frankreich gefordert hat, den Kampfpanzer „Leclerc“ an die Ukraine zu liefern.

In Paris scheint man ähnliche Bedenken zu haben wie in Washington, und das hat der Bundeskanzler offensichtlich – im Gegensatz zu seinen in- und ausländischen Kritikern –erkannt.

Bleibt abzuwarten, was am 20. Januar 2023 von der Ukraine-Kontaktgruppe beschlossen wird. Ich gehe davon aus, dass Washington nicht den „M1 Abrams“ sondern den „Stryker“ liefern wird und Deutschland Polen und anderen NATO-Staaten die Genehmigung erteilen wird, „Leopard 2“-Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern, ohne sich selbst an einer solchen Unterstützung zu beteiligen. Als Argument könnte Berlin dienen, dass Deutschland zugesagt hat, 40 Schützenpanzer vom Typ „Marder“ an die Ukraine zu liefern, sicherlich ein Äquivalent zum amerikanischen „Stryker“, mit dem die USA vermutlich die Ukraine unterstützen werden.

Falls es das konkrete Junktim gibt, dass Deutschland nur dann „Leopard 2“-Kampfpanzer an die Ukraine liefert, wenn die USA gleichzeitig das Land mit „M1Abrams“ unterstützen, kann es für den Bundeskanzler grundsätzlich kein Zurück geben, ohne dass er seine politische Glaubwürdigkeit verliert. Einzige mögliche politische Hintertür wäre, eine spätere Panzerlieferung durch die Industrie nicht auszuschließen, also die Bestände der Bundeswehr nicht unverändert zu lassen.

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53 Kommentare

  1. Der Chef-Propagandist bei welt tv meint, wenn die Russen ihre schlimmen Finger an deutsche Panzer kriegen, dann erfahren sie alle „unsere“ großartigen Industriegeheimnisse über Panzer. Die Russen setzen dagegen eher auf die Bilder von rauchenden Panzerwracks. Das wäre ja auch wieder nur gut für die Bundeswehr. Dann kommt wieder die Diskussion, ob die Mordw .. äh Arbeitsgerät was taugt? Das dürfte so klar sein wie das Armen in der Militaristen-Kirche. Sicherlich bringen sich dann wieder amerikanische und britische Panzerhersteller ins Spiel. Für KMW könnte es allerdings echt traurig enden und für Enthusiasten deutscher Panzer wie Enno Lenze, so wie bei den Jagdbombern.

    Es kommt also wieder viel Geld in die Waschmaschine (Begriff von Christoforou). Wir wissen was gemeint ist. Das unaussprechliche Wort, das es bei der Bundeswehr und in Deutschland gar nicht gibt, eher in Griechenland und Portugal.

    Aber erst einmal geht es darum einen sogenannten „Ringtausch“ zu machen, also alte Panzer 2A4 in der Ukraine zu entsorgen, worüber unsere Militärexperten auch sehr ungerne reden.

    Eigentlich sind doch so Bilder wie aus Al-Bab Syrien vorprogrammiert?

    Warum ist da keiner von den Generals ehrlich?

    Bis dahin wünsche ich allen Panzerfreunden da draußen ein frohes Glattrohrkanone Heil, die auch mal gerne an die Ostfront wollen mit ihrem Lieblingspanzer als immer nur Panzer-Quartett zu spielen zu Hause. Bald ist es so weit. So eine gute Gelegenheit könnte es nie wieder geben.

    ps: Danach kommt die Luftwaffe dran mit der großen Verkaufs- und Shopping-Parade – sofern bis dahin noch von der ukrainischen Armee was übrig ist. Da steht ja schon fest, dass es am Besten amerikanische Modelle sein sollen, wegen der Lizenzierung und wichtigen äh Software, wissen schon.

  2. Sollte Deutschland Panzer liefern, bin ich dafür, dass wir uns ehrlich machen und die allgemeine Wehrpflicht wieder einführen. Dann würde ich gerne sehen, wie viele von den „Waffen retten Leben“-Theoretikern und – praktikern noch für weitere Waffenlieferungen sein werden, wenn diese Waffen von ihren wehrpflichtigen Söhnen und Töchtern am Zielort abgeliefert und bedient werden müssen. Außerdem wäre das eine klare Ansage an die Bevölkerung, wie weit das so friedliebende Deutschland bereit ist, für die bewaffneten Konflikte nichtverbündeter Laender zu gehen.

    1. Wehrpflicht war immer eine doofe Idee in einem Vasallenstaat. Das war schon damals ein Schmu.

      Wer einen guten Arzt kannte, konnte sich untauglich schreiben lassen wie einer der besten Athleten unserer Schule damals. Man konnte zum THW oder freiwilliger Feuerwehr gehen. Dann würde auch der Niedriglohnsektor in Gefahr geraten wegen den Verweigerern. Oder die Söhne von Eliten gehen natürlich an die Offizierskaderschmieden. Die dürften sich dann im Führerbunker verstecken, wo sie noch sicherer sind als Zivilisten für die es nie genug Bunkerplätze gab.

      Bei der Clown-Show mit Bundeswehr-Eliten, die wir derzeit tagtäglich präsentiert bekommen, fällt mir recht deutlich auf, wie auch bei so kriegstreiberischen Boulevard-Medien wie Springer, dass die Dichte an Adelstiteln und altgermanischen Namen z.B. recht hoch ist. Also die üblichen Verdächtigen, die von Militarismus am Meisten profitieren und in der deutschen Geschichte profitiert haben.

      Wenn schon, dann müsste man so Regeln machen wie Kinder von Adeligen oder wichtigen Funktionsträgern von Armee müssten als Infanterie in die Schützengräben an vorderste Front. So funktioniert aber natürlich keine Armee der Welt, schon gar keine Armee von Kapitalisten.

      Auch wenn sich bei Armeen manche sozialistische Umtriebe zeigen, z.B. kostenlose Ausbildung an der Uni oder Krankenversicherung in USA als Lockmittel für Kanonenfutter, so ist sie doch ein Spiegel des Klassenkampfes in der Gesellschaft. Also werden zuerst Habenichtse als Kanonenfutter verheizt. Als der Bomber von John McCain in Vietnam abgeschossen wurde, war das ein Unfall. McCain selbst hat daraus nie was Konstruktives gelernt und für jeden Krieg der USA gestimmt. Er war einer der Top-Empfänger von Lobbyistengeld aus der Waffenindustrie.

      Ich habe gestern längere Zeit auf Google Maps die ukrainischen Festungen im Kriegsgebiet angeschaut. Dabei sind mir aber auch die vielen kleinen Datscha-Siedlungen, Holzhütten mit Garten aufgefallen. Dazu die sowjetischen Plattenbauten und Industrieanlagen, die oft in den letzten Jahren in Festungen umgewandelt wurden, wo die schlimmsten Kämpfe stattfinden.

      Man kriegt also einen Eindruck, warum die Ukraine so arm ist und warum sie gerade als Kriegsgebiet auserkoren wurden. Es geht um die Erweiterung des Raumes für den amerikanischen Kapitalismus, neue Untertanen, neue Konkurrenz für unsere Niedriglöhner für die Kapitalgesellschaften, neue Futterfische für das Haifischbecken und ob Russland in Zukunft noch eine eigenständige Politik machen darf. Im heutigen Kapitalismus gibt es für diese neuen Untertanen weniger soziale Leistung, sondern eher Konsumversprechen auf Kredit, so wie auch der Krieg in der Ukraine auf Wetten und Krediten basiert, wo bei einem Sieg das Land und die Menschen für die Ausbeutung der Kapitalisten freigegeben werden (land lease act), Verträge mit großen US-Konzernen für den Wiederaufbau sind auch schon geschlossen. Nicht vergessen, auch Russen sind Kapitalisten, nur etwas besser regional vernetzt.

      Das Endziel ist jedem denkenden Menschen klar: Den Verlust der ehemaligen Großkolonien wie Russland, China und Indien rückgängig machen.

      Diese Idee von der unipolaren Welt und Weltregierung, dem Sieg der westlichen Wertegemeinschaft (Profit ist deren einziger Wert), die muss weg.

      Am Besten wäre, es gäbe keine Bundeswehr und Überbleibsel von Nazi-Militärindustrie mehr, statt dessen eine Miliz und THW, die dann wirklich „Brunnenbohren“ können oder wirklich Landesverteidigung können, eher mit Guerilla-Taktiken, also keine imperiale Armee sind.

      Das ist ja die große Lüge, die hier verkauft werden soll, dass die Bundeswehr nur „Bürger in Uniform“ wären und es keinen „Staat im Staat“ gäbe, so wie damals in der Weimarer Republik. Die Bundeswehr ist eben keine demokratische oder egalitäre Einrichtung. Wenn Menschen in den Tod geschickt werden, hat das mit Menschenrechten nichts zu tun, sondern ist das Gegenteil.

      1. Die Einführung der Berufsarmee hat in Deutschland wie vorher schon in der USA dazu geführt, dass die ganzen vielen Kriege aus dem Bewußtsein der intellektuellen Mittelschicht verbannt wurde. Als Kanonenfutter dienen die Söhne und Töchter aus den armen Vororte mit der dort lebenden Schicht.

        Eine Wehrpflicht hätte in den letzten Jahren das Bewußtsein für die Masse an verlogenen und falschen Kriegen des Westens offen gehalten.

  3. Deutschland muss den Leopard als Herstellerland freigeben, damit andere europäischen Länder ihre Leo II Panzer liefern dürfen.
    Mit einer bloßen Freigabe würde Deutschland zur Kriegspartei, auch wenn selbst keine Panzer geliefert würden.

    1. Bis heute versucht der Westen seine eigene hervorgehobenen Recht, im nationalen/supranationelen und internationalen Bereich aufzuheben.
      Was auch immer Sie befürworten ist Wurscht, da das Recht bis heute aktuell ist!
      Ein Recht zu ändern z.B. Verfassung, benötigt ein Referendum und wenn kein Referendum abgehalten wird, ist das keine Demokratie. Das ist Willkür oder Faschismus/Diktatur, aber keine Demokratie.

      1. Hä ?

        Das ist wie mit der Gebhard-Munition. Die Schweiz als Herstellerland musste die Munition vor dem Export in die Ukraine freigeben und wollte dies nicht.

        1. Sie haben ja Recht. Doch die Geparde wurden dennoch gelierfert, richtig? Also fand sich auch irgendwo Munition. …
          Das Verhalten der polnischen Regierung bezüglich der deutschen Panzer wird die Messlatte sein. … Und sie wird wohl liefern, egal, was Scholz sagt.

          Es fühlt sich für mich insgesamt eher so an, dass es niemanden mehr groß interessiert, was Deutschland so für Regeln hat. Und innerhalb von D sieht es ja nicht besser aus …

          Auch international stehen Verträge auf sehr wackligen Füßen. All die russisch-sowjetische Militärtechnik, die der Westen in die Ukraine lieferte, hätte rechtlich nie geliefert werden dürfen ohne Zustimmung Russlands. Hat das irgendjemanden interessiert?

        2. Der Punkt meiner Aussage ist:
          Wie neutral ist die Schweiz?
          Die sogenannten neutralen Staaten, haben ihre Neutralität für die Ukraine aufgegeben!
          Das bedeutet das andere neue Staaten diese bekommen werden.
          Auch die UN wird davon nicht ausgeschlossen sein!

  4. Bis dato wird so getan als wäre man nicht am Krieg beteiligt!
    Das entspricht aber nicht den Fakten und so tun als ob ist gut für die Lemminge. Die Lemminge hatten alle Lieferungen über ihre Steuerzahlungen geleistet, damals heute morgen. Nur diese Demokratien im Westen hatten, wie üblich bei ‚wichtigen Entscheidungen‘, den Wähler nie nach seiner Meinung gefragt.
    Die letzte Bundestagswahl war durch Manipulationen erschüttert, wie kann man in der ‚heutigen‘ Sicht der Dinge, überhaupt von einer politischen Souveränität ausgehen?
    Diese Regierung agiert m. M.n. genauso illegitim, wie das ganze geschehen um die Ukraine. Schlagwörter wie nationale Sicherheit/Staatswohl sind euphenismen, um den Demos zu signalisieren, das geht sie nichts an!
    Sacht na, merkt hier überhaupt jemand was mit dieser ‚Simulation‘ eigentlich geschieht?
    Wir reden über Europa /EU und alle sollen den politisch /medialen idealen folgen, gehts noch a weng krasser?

  5. Wehrpflicht war immer eine doofe Idee in einem Vasallenstaat. Das war schon damals ein Schmu.

    Wer einen guten Arzt kannte, konnte sich untauglich schreiben lassen wie einer der besten Athleten unserer Schule damals. Man konnte zum THW oder freiwilliger Feuerwehr gehen. Dann würde auch der Niedriglohnsektor in Gefahr geraten wegen den Verweigerern. Oder die Söhne von Eliten gehen natürlich an die Offizierskaderschmieden. Die dürften sich dann im Führerbunker verstecken, wo sie noch sicherer sind als Zivilisten für die es nie genug Bunkerplätze gab.

    Bei der Clown-Show mit Bundeswehr-Eliten, die wir derzeit tagtäglich präsentiert bekommen, fällt mir recht deutlich auf, wie auch bei so kriegstreiberischen Boulevard-Medien wie Springer, dass die Dichte an Adelstiteln und altgermanischen Namen z.B. recht hoch ist. Also die üblichen Verdächtigen, die von Militarismus am Meisten profitieren und in der deutschen Geschichte profitiert haben.

    Wenn schon, dann müsste man so Regeln machen wie Kinder von Adeligen oder wichtigen Funktionsträgern von Armee müssten als Infanterie in die Schützengräben an vorderste Front. So funktioniert aber natürlich keine Armee der Welt, schon gar keine Armee von Kapitalisten.

    Auch wenn sich bei Armeen manche sozialistische Umtriebe zeigen, z.B. kostenlose Ausbildung an der Uni oder Krankenversicherung in USA als Lockmittel für Kanonenfutter, so ist sie doch ein Spiegel des Klassenkampfes in der Gesellschaft. Also werden zuerst Habenichtse als Kanonenfutter verheizt. Als der Bomber von John McCain in Vietnam abgeschossen wurde, war das ein Unfall. McCain selbst hat daraus nie was Konstruktives gelernt und für jeden Krieg der USA gestimmt. Er war einer der Top-Empfänger von Lobbyistengeld aus der Waffenindustrie.

    Ich habe gestern längere Zeit auf Google Maps die ukrainischen Festungen im Kriegsgebiet angeschaut. Dabei sind mir aber auch die vielen kleinen Datscha-Siedlungen, Holzhütten mit Garten aufgefallen. Dazu die sowjetischen Plattenbauten und Industrieanlagen, die oft in den letzten Jahren in Festungen umgewandelt wurden, wo die schlimmsten Kämpfe stattfinden.

    Man kriegt also einen Eindruck, warum die Ukraine so arm ist und warum sie gerade als Kriegsgebiet auserkoren wurden. Es geht um die Erweiterung des Raumes für den amerikanischen Kapitalismus, neue Untertanen, neue Konkurrenz für unsere Niedriglöhner für die Kapitalgesellschaften, neue Futterfische für das Haifischbecken und ob Russland in Zukunft noch eine eigenständige Politik machen darf. Im heutigen Kapitalismus gibt es für diese neuen Untertanen weniger soziale Leistung, sondern eher Konsumversprechen auf Kredit, so wie auch der Krieg in der Ukraine auf Wetten und Krediten basiert, wo bei einem Sieg das Land und die Menschen für die Ausbeutung der Kapitalisten freigegeben werden (land lease act), Verträge mit großen US-Konzernen für den Wiederaufbau sind auch schon geschlossen. Nicht vergessen, auch Russen sind Kapitalisten, nur etwas besser regional vernetzt.

    Das Endziel ist jedem denkenden Menschen klar: Den Verlust der ehemaligen Großkolonien wie Russland, China und Indien rückgängig machen.

    Diese Idee von der unipolaren Welt und Weltregierung, dem Sieg der westlichen Wertegemeinschaft (Profit ist deren einziger Wert), die muss weg.

  6. Bamako / 19.01.23
    „Russland hat der Regierung in Mali weitere Kampfjets und Hubschrauber geliefert. Bei einer feierlichen Übergabe nahm die Militärführung des westafrikanischen Landes am Donnerstag acht Flugzeuge und zwei Helikopter in Empfang. Es handelte sich unter anderem um Erdkampfflugzeuge vom Typ Suchoi Su-25 und um Mi-8 Militärhubschrauber. An der Übergabe nahmen unter anderem Interimsstaatschef Assimi Goïta und der russische Botschafter in Mali, Igor Gromyko, teil.“ ( AFP )

  7. „Deutsche Kampfpanzer vom Typ Leopard gibt es für die Ukraine nur, wenn auch die USA ihre Abrams-Panzer an Kiew liefern.“

    Das ist eine wunderbare Bedingung, löst sie doch endlich die vage Aussage ab, es gäbe keine deutschen Alleingänge, alles erfolge in enger Abstimmung mit den Freunden und Verbündeten. Vor allem aber ist sie ein großartiger Schachzug, mit dem die USA gezwungen werden, Farbe zu bekennen.

    Es ist doch so, dass unter den bisherigen Waffenlieferungen an die Ukraine keine Systeme waren, die eine ukrainische Offensive wirksam unterstützen würden. Schützenpanzer, wie der Marder und seine Artgenossen, die von Frankreich, von den Briten und den USA geliefert werden, dienen, wie der Name schon sagt, dazu, „Schützen“, also Infanteristen, unter dem Schutz ihrer vergleichweise schwachen Panzerung schnell und halbwegs sicher in die Kampfzone und innerhalb der Kampfzone verlegen zu können. Flugabwehrsysteme, vom alten deutschen Gepard, über das hypermoderne deutsche Iris T System, bis hin zu den Patriot-Systemen aus US-Fertigung helfen, Flugzeuge, Drohnen und Geschosse der Raketenartillerie abzuwehren. Großkalibrige Kanonen, ob nun selbstfahrend, wie die Panzerhaubitze 2000, oder mittels Transportfahrzeugen bewegt, können gegnerische Stellungen in der Kampfzone beschießen. Die Aufklärungssysteme die es dazu gibt, unterstützen auch nur die Zielsuche dieser – im betrachteten Konflikt – letztlich eher defensiven Waffen.

    Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass der kollektive Westen der Ukraine bisher alle Waffen verweigert hat, die – über den Versuch hinaus, die nun von Russland beanspruchten Gebiete im Donbass zurückzuerobern – einen Angriffskrieg gegen Russland, mit massiven Attacken auf russisches Territorium ermöglichen würden.

    Genau dies aber, die Befähigung der Ukraine zu derartigen Vorstößen, könnte Russland, ganz unabhängig davon, wie wirksam diese Panzer eingesetzt werden können, veranlassen, die Lieferländer direkt ins Visier zu nehmen und seinerseits mit Mittelstreckenraketen Ziele in Polen, Rumänien, Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien anzugreifen. Einen Anlass, auch den USA den Krieg zu erklären, gäbe es dabei aber nicht, solange die USA ihre eigenen Angriffswaffen nicht zur Verfügung stellen.

    Allerdings wäre da noch die Sache mit dem NATO-Bündnisfall.

    Man darf den US-Strategen getrost unterstellen, dass sie auf den Kriegseintritt hinarbeiten.

    Man sollte aber nicht vergessen, dass im Ersten Weltkrieg der Kriegseintritt der USA erst am 6. April 1917 erfolgte, nachdem man sich bis dahin auf Waffenlieferungen an Frankreich, Großbritannien und Russland beschränkt hatte, und dass im Zweiten Weltkrieg der 11. Dezember 1941 der Tag war, an dem Deutschland und Italien den USA den Krieg erklärten und die USA dadurch (4 Tage nach Pearl Harbour) zum aktiven Teilnehmer am Zweiten Weltkrieg wurden. Der deutsche Russland-Feldzug war zu diesem Zeitpunkt ein halbes Jahr alt und im tiefen russischen Winter vor Moskau zum Stehen gekommen.

    Diese Strategie, zuerst einmal die Kontrahenten in Europa so lange aufeinander einschlagen zu lassen, bis die Verluste auf beiden Seiten groß genug waren, um unter möglichst geringen eigenen Verlusten den Gegner zu schlagen, hat sich zwei Mal bewährt. Es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln, dass sie auch ein drittes Mal aufgehen würde.

    Warum sollten sich die USA also von Russland zum vorzeitigen Kriegseintritt zwingen lassen, indem sie die Lieferung von Abrams-Panzern mit einem Raketenschlag – muss ja nicht atomar sein – auf das US-Festland oder auf einen oder mehrere US-Stüzpunkte weltweit quittieren?

    Es wäre doch auch für Russland (und da dürfen wir China und den Iran gerne noch mit dazu nehmen) günstiger, den wahrscheinlich sowieso unvermeidlichen Krieg gegen die USA zu einem Zeitpunkt zu beginnen, an dem die eigenen Kräfte durch den Abnutzungkrieg in der Ukraine noch nicht zu sehr geschwächt sind, vor allem aber auch, bevor die USA eine Lösung für die Abwehr russischer Überschall-Interkontinental-Raketen entwickelt haben.

    Wenn also Scholz, was momentan wieder dementiert wird, tatsächlich die Lieferung von Leopard-Panzern von der gleichzeitigen Lieferung von Abrams-Panzern aus den USA abhängig gemacht haben sollte, dann dient das, sollten die USA nicht darauf eingehen, dem Schutz der westeuropäischen Staaten vor der Ausweitung des Ukraine-Krieges, und sollten die USA darauf eingehen, haben sich zumindest die Chancen, diesen Krieg auf europäischem Boden mit geringeren Verlusten zu bestehen, etwas verbessert.

    Und noch ein paar Worte zur Rolle Polens:
    Entgegen des vertraglich vereinbarten Verbots, Leoparden ohne deutsche Zustimmung an andere Staaten weiterzugeben, will Polen offenbar Leoparden in die Ukraine entsenden. Es ist anzunehmen, dass diese Kampfpanzer dann auch von polnischen Besatzungen bedient und eingesetzt werden. Es ist weiters anzunehmen, dass die Entsendung dieser Einheiten weniger der Unterstützung der Selenski-Ukraine dienen soll, sondern der Besetzung von Teilen der Ukraine, mit dem Ziel, diese zuletzt in das polnische Staatsgebiet zu integrieren, bzw. „zurückzuholen“. Dafür ist tatsächlich jetzt der richtige Zeitpunkt. Egal, welchen Erfolg die für Februar/März erwarteten russischen und ukrainischen Offensivenbringen werden. Danach wird entweder die russische Armee soweit vorgerückt sein, dass für die Polen kein Platz mehr bleibt, oder die Ukrainer sitzen wieder so fest im Sattel, dass sie einen polnischen Zugriff auf ukrainisches Gebiet nicht mehr zulassen müssten.

    1. Ihre Überlegungen erscheinen mir (leider!!!) sehr plausibel. Der Eindruck, dass das Abrams-Junktim oder – Nichtjunktim dem Zeitgewinn dient und auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt, ein stiller „Verzweiflungstat“ sein könnte, drängt sich bei mir auch auf. Scholz ist es auch klar, dass diese Linie auf Dauer nicht durchzuhalten sein wird, also kann es nur um Zeitgewinn gehen. Die einzige Alternative an diesem Punkt wäre nur noch ein Komplettausstieg, mir ist aber schon klar, dass das absolut unmöglich ist. Genau deswegen sollte man sich aus Kriegen, die einen nichts angehen, von Anfang an strikt und konsequent raushalten; „Empathie“ , Gerechtigkeitssinn und sonstige zivilisatorischen Werte überlasse ich an dieser Stelle mal gern anderen und höre lieber auf meinen Selbsterhaltungstrieb.

    2. Der Kommentar hier war durch Browserfehler falsch eingehängt worden. also ochmal:
      Auch wenn Polen gerne wollte (eigene Panzer schicken, Territorium „heimholen“) – es wäre für Russland nicht mal nötig, an der ukrainisch-polnischen Grenze einen nuklearen Sperrzaun zu ziehen, diese Eskalationsstufe lässt sich vermeiden, wenn man die ukrainische Westgrenze konventionell militärisch oder mit Grenztruppen abriegelt. Ihre Länge ist, wie ich auf der Karte sehe, vergleichbar mit der Länge der Frontlinie im Donbass, aber die militärische Dichte deutlich geringer. Polen wird sich dreimal überlegen, den Zugang zur Ukraine gewaltsam in Kämpfen direkt gegen russisches Militär zu erzwingen, vermute ich mal. Ich warte drauf… Und die Lieferung von NATO-Panzern an die Ukraine wäre vielleicht für Russland die rote Linie, die eine Abriegelung triggern würde. Das wissen die Amerikaner womöglich.
      Ob dann Rumänien das selbe macht? Eher zweifelhaft.

  8. Daß an diesem „Junktim“ etwas dran sein muss, kann man leicht erahnen, wenn man zwei Pressemeldungen von heute morgen gelesen hat.
    1. Boris Pistorius sagt solch ein Junktim hätte es nicht gegeben.
    2. Die Amerikaner betonen, dass es eine freie und souveräne Entscheindung der Deutschen ist, ob sie Panzer liefern oder nicht.

    Wenn beide Seite hier extra was betonen müssen, zeigt das deutlich welchen Eindruck sie unbedingt vermeiden wollen.

  9. Die russische Armee setzt währenddessen ihre Militäroperation fort, rückt in Richtung Donezk und Saporischschja vor und fügt dem Gegner auf der gesamten Frontlinie Verluste zu. Die Zusammenfassung des russischen Verteidigungsministeriums über den Verlauf der Militäroperation in der Ukraine für den 20.01.2023.

    In Richtung Kupjansk haben die Luftwaffe und Artillerie des westlichen Militärbezirks Einheiten der 14. und 92. mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Siedlungen Tymkiwka, Tabajiwka und Berestowoje im Gebiet Charkiw angegriffen. Bis zu 30 ukrainische Soldaten, ein gepanzertes Kampffahrzeug, zwei Pickups und zwei Haubitzen D-20 und D-30 wurden zerstört.

    In Richtung Krasny Liman traf Artilleriefeuer der Einheiten des zentralen Militärbezirks Einheiten der 92. und 66. mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Siedlungen Stelmachiwka und Makiwka in der Volksrepublik Luhansk, sowie die 95. mechanisierte Brigade In der Nähe von Krasny Liman in der Donezker Volksrepublik. Dabei wurde ein Lager mit Artilleriemunition der ukrainischen Streitkräfte zerstört. Über 40 Soldaten, zwei Schützenpanzer, vier gepanzerte Kampffahrzeuge und eine Haubitze D-20 wurden im Laufe des Tages in dieser Richtung vernichtet.

    In Richtung Donezk haben freiwillige Sturmtruppen mit Feuerunterstützung der taktischen und militärischen Luftfahrt, der Raketentruppen und der Artillerie des Südlichen Militärbezirks das Dorf Kleshcheyevka in der Donezker Volksrepublik befreit. In der Nähe von Swanowka, Volksrepublik Donezk, wurde ein Lager mit Raketenwerfern für Mehrfachraketen der ukrainischen Streitkräfte zerstört. Darüber hinaus wurden im Laufe des Tages bis zu 60 ukrainische Soldaten, drei gepanzerte Kampffahrzeuge, zwei Fahrzeuge, zwei Panzerartilleriesysteme vom Typ Hvozdika sowie Haubitzen vom Typ Hyacinth-B und D-20 zerstört.

    In Richtung Saporischschja haben Einheiten des Östlichen Militärbezirks durch erfolgreiche Offensivaktionen das Dorf Lobkove in der Region Saporischschja befreit. Ein Hangar mit Waffen und militärischer Ausrüstung der ukrainischen Streitkräfte wurde in der Nähe des Dorfes Kamenskoje (Region Saporischschja) zerstört. Außerdem wurde in der Nähe des Dorfes Malaya Tokmachka in der Region Saporischschja eine Radarstation zur Artillerieabwehr aus US-Produktion AN/TPQ-37 zerstört. Die Gesamtverluste des Feindes im Laufe des Tages in Richtung Saporischschja beliefen sich auf 90 getötete und verwundete ukrainische Soldaten, vier gepanzerte Kampffahrzeuge, drei Fahrzeuge, eine Panzerhaubitze Akatsiya sowie zwei Haubitzen D-20 und D-30.

    In Richtung Cherson wurden eine amerikanische Panzerartillerieeinheit M109 Paladin und zwei Haubitzen, eine D-30 und eine Msta-B, in der Feuerstellung während eines Gefechts mit Gegenbatterien zerstört.

    Die operativ-taktische Luftwaffe, die Raketentruppen und die Artillerie der Streitkräfte der Russischen Föderation trafen im Laufe des Tages insgesamt 78 Artillerieeinheiten in Feuerstellungen und deren Mannschaften, sowie militärische Ausrüstung in 103 Bezirken.

    Ein Hubschrauber vom Typ Mi-8 der ukrainischen Luftwaffe wurde in der Nähe des Dorfes Posad-Pokrovske in der Region Cherson von einem Kampfflugzeug der russischen Luftwaffe abgeschossen. Außerdem haben Russische Luftabwehrkräfte einen Mi-8-Hubschrauber der ukrainischen Luftwaffe in der Nähe des Dorfes Lozovaya in der Region Kharkiv abgeschossen. Im Laufe des Tages wurden außerdem fünf Drohnen in den Gebieten Tscherwonopopowka in der Volksrepublik Luhansk, Berdjansk in der Region Saporischschja sowie Kryliwka und Selenyj Hay in der Volksrepublik Donezk zerstört. Sechs Geschosse der HIMARS- und Uragan-Mehrfachraketenwerfer wurden in der Nähe von Myrne und Ljubimowka, Region Saporischschja, abgefangen.

      1. Diese Annahme wäre sicherlich naiv.

        Was man daraus entnehmen kann ist, dass von einem angeblichen Stellungskrieg oder einer Pattsituation keine Rede sein kann. Russland hat jetzt die operative Initiative, rückt in mindestens zwei Richtungen (Saporoschja + Donezk) vor und macht Geländegewinne. Darüber hinaus verfügt Russland über Lufthoheit.

        Wohlgemerkt hat die bevorstehende russische Offensive noch nicht begonnen. Russische Armee nutzt im Moment nur die Gelegenheit aus, dass die vom Westen getriebene Ukrainische Armee sich bei ihrem Versuch der Gegenoffensive sich völlig verausgabt hat und schlägt nur in die entstandenen Brechen in den ukrainischen Linien.

        PS:
        US-Verteidigungsminister heute: Russland gehe die Munition aus und das Land erlebe bedeutende Niederlagen auf dem Schlachtfeld.

        Ja von wegen. Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt – Tralalala…

    1. So sehr ich deine Infos zur militärischen Lage schätze, die ich in anderen Medien nicht finde, so wünschte ich mir doch, verehrter R.H., dies würde in einer Sprache geschehen, die der menschlichen Tragödie auf dem Schlachtfeld gerecht wird.

      Wenn du schreibst, daß soundso viele Geschütze, Panzerwagen etc. und soundso viele ukrainische Soldaten innerhalb von 24 Stunden „zerstört“ worden sind – wenn du also die Vernichtung ukrainischer Soldaten, die ja sehr wahrscheinlich verpflichtet wurden und nicht freiwillig an die Front gegangen sind, mit Kriegsmaterial zusammen in einem Atemzug nennst, dann scheint mir das einer Dehumanisierung Vorschub zu leisten, die ich auch auf der Seite der NATO-Kriegstreiber zutiefst abstoßend finde.

      Das Schicksal der Nazis auf ukrainischer Seite ist mir zwar gleichgültig. Aber die vielen ukrainischen Wehrpflichtigen, die von einer verantwortungslosen Führung verheizt werden, sind lebendige Menschen, die ebenso unsere humane Anteilnahme verdient haben wie die jungen russischen Soldaten, die ihnen gegenüberstehen.

      1. Du hast Recht mit dem Begriff „Dehumanisierung“. Aber KRIEG hat nun einmal nichts Humanes. Dass die ukrainischen Wehrverpflichteten diesen Krieg nicht freiwillig mitmachen und lieber bei ihren Familien in Frieden leben würden, kann sich jeder wohl gut selbst vorstellen. Die von R.H. verwendeten Termini sind ganz sicher nicht herabmindernd gemeint, er gibt lediglich den Wortlaut des Generalkommandos wieder. Du sagst ja selbst, dass Dir das Schicksal der Ukronazis egal ist, aber eine quantitative Differenzierung zwischen den fanatischen Nazikillern und Wehrverpflichteten dürfte ziemlich unmöglich sein…

  10. Das wird vermutlich die Pufferzone zwischen der jetzigen „Grenze“ zwischen DNZ/LGZ und der Westukraine. Die Russen hatten angekündigt, eine Pufferzone westlich dieser Zone zu schaffen um den Beschuss in Zivilistengebiete zu unterbinden.
    Das dürfte mit „Rückeroberungen“ und „Winteroffensive“ gen Kiew nichts zu tun haben.
    Kiew bekommt unter Umständen Besuch aus dem Norden.
    Das wird für die Ukrainer in den Stellungen zwischen Kiew und Belarus besonders fies.

    Lasst die Jungs alle heimgehen !
    Der Irrsinn muss aufhören. Es gibt nichts zu gewinnen.

  11. hach, die tollen Wörter in dem Artikel habens mir echt angetan.

    „Glattrohrkanone“ „Vielstoffmotor“ Dazu der schöne Zahlensalat. Das Ganze mit der Aura einer sehr gefährlichen Großwildkatze! (die fast ausgerottet ist und eher nur noch in Reservaten lebt wie Indianer). Ein Hoch auf das Marketing.

    Meanwhile bei KMW „Wir planen den Ausbau unserer Produktion und Aufstockung von Personal, wenn wir Aufträge kriegen“. Schon einer auf den Aktienkurs von KMW geschaut?

    Der kannte nur einen Weg in den letzten Jahren: In den Keller mit Pleitegerüchten. Zuwachs trotz der omnipräsenten PR der letzten Tage bisher 1,6 %.

    Wenn so ein Stahlkoloss einen Treffer kassiert von einer Panzerabwehrwaffe oder Mine, dann ist es eben ein besonders großer, rauchender Schrotthaufen mit 4 gegrillten Männchen drin oder gibts auch Panzerfahrerinnen? Gleichberechtigung bei der Bundeswehr anyone?

    Viel hilft viel! In diesem Sinne …

    US-NATO Prepare Escalation in Desperate Bid to Turn the Tide (again) in Ukraine (Brian Berletic)

    https://www.youtube.com/watch?v=hyBrd4sbASU

    Alex Christoforou

    https://youtu.be/IRnq0X9NFqk?t=832

  12. Die NATO-Länder haben die Lieferung von Panzern an die Ukraine nicht genehmigt. Dies teilte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius am Rande der Ukraine-Konferenz auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein mit. Er betonte, dass es zur Lieferung von Kampfpanzern unter den Verbündeten „kein einheitliches Meinungsbild“ gebe. „Der Eindruck, der gelegentlich entstanden ist, es gebe eine geschlossene Koalition und Deutschland stehe im Weg, dieser Eindruck ist falsch.“

    Offensichtlich lehnt eine Reihe von NANO-Ländern diese Lieferungen ab, so dass die Entscheidung über die Lieferung von Panzern an die Ukraine im Moment blockiert ist.

    1. Weil alle mit etwas Hirn schon wussten, dass die Panzer nicht kriegsentscheidend sind, wenn sie erst 2024 kommen in modernisierter Form oder sonst wohl eher schlecht gewartet sind oder zu schnell zerstört werden. Die Modernisierung ist auch eher Kosmetik. Diese Waffen wären dann interessant für die Wiederbewaffnung der Restukraine, wo sich die ganzen Nazis sammeln, irgendwo um Lemberg.

      Damit wäre das alles eine Medienchimäre gewesen für all die Kriegstreiber, die sich natürlich nicht damit abfinden können, eine Niederlage zu kassieren, wo sie sich doch sonst immer als Krone der Schöpfung sehen. Es ging nur darum mit dem Meme zu spielen, was deutsche Panzer in Russland auslösen könnten und dass sie da schon mal benützt wurden, um Millionen Menschen zu ermorden.

      Der ganze Affenzirkus von Davos bis Ramstein völlig für den Arsch. Die Neocons haben mal wieder verkackt, was ihre Versprechungen angeht. Finanziell sieht es natürlich anders aus für ihre Spender aus dem militärisch-industriellen Komplex und nur darum geht es ja. Für die Medien ist Krieg die beste Fortsetzungsserie, die es gibt. Selbst Donald Trump kann da nicht mithalten.

      HERE WE GO Russell Brand:

      https://www.youtube.com/watch?v=RoUc59kbMPM

    2. Gott sei Dank. Vielleicht begreifen sie jetzt endlich, dass die USA bereit ist, uns zu opfern für ihren Hegemonieanspruch. Wenn hier einer imperialistisch ist….

      1. Es scheint doch noch eine Handvoll Leute in der NATO zu geben, die keinen Kollektivselbstmord für die Russland-ruinierungsabsichten bzw. für den sowieso gescheiterten Staat Ukraine begehen wollen. Interessant: wenn die USA sagen, dass keine Kampfpanzer geliefert werden, dann gibt es keine Kritik, niemand wirft ihnen Zögerlichkeit und Unentschlossenheit vor. Für die selben Aussagen hätte man Scholz wieder geteert und gefedert. Von Milley meine ich auch wieder deutliche Winke Richtung Verhandlungen gehört zu haben. Irgendetwas ist ganz schief an dieser ganzen Diskussion, wenn gerade Militärs regelmäßig das Wort „Verhandlungen“ ins Spiel bringen und es die militärischen Laien und die Politiker sind, die nach mehr Krieg lechzen und geifern.

    1. Es ist zugleich abstossend und faszinierend wie unsere Öffentlich Zwangsfinanzierten Medien Politik gegen die eigene Regierung machen.

      Da wird nicht berichtet, da wird gefordert. Da mischt sich der deutsche Journalist in die Regierungspolitik ein, als wäre er selbst gewählt und habe Entscheidungsbefugnis. Interviews gleichen öffentlichen Inquisitionsverhören. Suggestivfragen sind da schon mehr das leichte Kaliber mit dem geschossen wird. Alternativen zu den Vorgaben des Interviewers sind undenkbar. Und wenn man nicht mehr weiter weiß, gibt es ein Exklusivinterview mit dem Heiligen Volodymir Selenskij.

      Man hat das Gefühl, diese Leute sind vom CIA bezahlt und engagiert alles durchzusetzen, was Amerika nützt und unserer Gesellschaft hier schadet. Und die schwachsinnige Formel: Wer den Frieden beschleunigen will, muss Panzer liefern, funktioniert ja nur, wenn das Narrativ der Medien stimmt, wonach die Russen kurz vorm Zusammenbruch sind.
      Dabei ist das Gegenteil der Fall, und jeder könnte wissen, dass nur die Zahl der Toten und die Zerstörungen wachsen werden.

    2. Vollkommen von der Rolle ist man scheinbar in Bruessel….
      “Ukraine is the EU and the EU is Ukraine”, …..sagte Michel bei seinem Blitzbesuch in Kiev.
      und weiter….
      „Ich träume davon, dass eines Tages, ich hoffe bald, ein Ukrainer meinen Posten als Präsident des Europäischen Rates oder als Präsident des Europäischen Parlaments oder der Kommission übernehmen wird.“ (Quelle Reuters)
      was soll man zu so einem Stuss noch viel sagen, das gesamte politische Personal in Bruessel gehoert auf den Muellhaufen der
      Geschichte und nicht nur die in Bruessel!

      1. wenn die Ukraine in die EU kommt, wird es die EU zerrreissen

        Medvedev hatte doch das ende der EU vorrausgesagt, weil UK (ver. königreich) zurückkehren würde.

        Es wird eher nicht Uk sondern UA sein

    3. Wenn eine Gesellschaft Universitäten unterhält und dabei solcher Schrott im wissenschaftlichen Gewande heraus kommt, dann sollte man sich fragen, ob man Geld nicht woanders besser zum Fenster hinaus wirft.

    1. Ich frage mich ob diesen Menschen, die sich heute am Shitstorm aufgrund der Leo´s beteiligt haben inkl. Medien und Politikern, bewußt ist, dass eine Atombombe auf unseren Köpfen (Ramstein) landen würde. Abgesehen davon, dass der Ukraine durch mehr Waffenlieferungen auch nicht geholfen wird, sondern es nur mehr Tote bringt.
      Zu Madamme Davies. Ich weiß nicht was sie dort gesagt hat und ich möchte es mir auch nicht anhören. Alles was ich bisher von ihr vernommen habe war jenseits von jeglichem Verstand. Medien, Politiker und Co sollen ernsthaft endlich aufhören zu provozieren!
      Über Verhandlungsmöglichkeiten und Diplomatie wird überhaupt nicht mehr berichtet.

      1. die Frage nach Atombomben ist jenseits deren Vorstellung. Es kann nicht passieren. Aus.

        Ich erinnere an die Erwartungshaltung vor Corona – undenkbar.

        (Auch ich habe das nicht wirklich wahrhaben wollen. Allerdings kenne ich mich in der Atomfrage etwas besser aus als in der Virologie.)

        Andere Möglichkeit – das ist die der US think tanks und Co. – der Einruck von militär. Überlegenheit der USA. Sprich es besteht keine Gefahr einer Atombombe überm Kopf in der BRD.

        (Was ein Trugschluss ist natürlich. In den 1950ern war das der Bundesregierung und der Öffentlichkeit noch wohl bewusst.)

        Interessanterweise wird mir in jedem Blog in dem ich diese Gefahr vorbringe – ein US Präventivschlag, der 80% aller russischen Atom-Silos zerstört (so die amerikan. Arithmetik) – entgegnet, das sei alles nur Propaganda, die Überlegenheit der Amerikaner in Sachen Nuklearbewaffnung erstunken und erlogen.

        Seis drum. Studien dazu bekommen ich dann keine. Während ich meine Erkenntnisse ja nur aus Studien habe.

        Das Problem: Wie in der Virologie ist das hier Expertenwissen. Aber anders als bei Viren ist es qua Staat, top secret. Wir wissen also nur das was nach Außen dringt bzw. veröffentlicht wird, von den Forschern dazu.

        Aber wenn so wichtiges Wissen so arkan behandelt wird dringt es nicht zur Masse durch.

        Keir Lieber z.B. einer der Propagandisten einer solchen Aufrüstungspolitik und zugleich Publizist und Lehrer an der Georgetown University hat z.B. Kurse für seine Studenten wie „Geschichte der Atomwaffen“.

        Aber wer weiß schon in der breiten Öffentlichkeit was in Georgetown gelehrt wird.
        Eine Eliteeinrichtung eben.

        Vielleicht also sollte z.B. die Linke den Leuten versuchen echt Angst einzujagen, indem sie eine Propagandawelle lostritt, um da etwas Allgemeinwissen zu fördern.

        Denn die Tatsache, dass die USA für die Modernisierung ihrer Nuklearstreitkräfte – ich hab die genaue Zahl grad nicht parat -aber sagen wir mal 1,5 Billionen $ (also trillion im Engl.) ausgibt, wird nicht ganz spurlos an deren Leistungsfähigkeit vorbeigehen.

        Bloß passt das nicht ins pro-russische Narrativ. Aber hier gehts um Naturwissenschaft und nicht um Politik.

        kurze Frage, lange Antwort. Und sicher werden hier ggf. einige mich korrigieren.

        1. Nun, die Gefahr einer Eskalation zum Atomkrieg besteht. Allerdings würde die Zerstörung von 80% der russischen strategischen Nuklearwaffen in Silos nichts an MAD ändern, aber den Gegenschlag sicher machen. Da sind dann nicht nur 20% in verbleibenden Silos, sondern noch die mobilen Rampen mit Interkontinentalraketen, die U-Boote, die Flugzeuge mit Hyperschallraketen, die neuen nuklearen Torpedos, die autonom die Hafenstädte des Angreifers ansteuern, ehe sie ihre 100 Megatonnenladung zünden. Sicher sollte man die US-Rüstung nicht unterschätzen, aber die russische auch nicht.

          1. Natürlich haben die Russen die Abrüstung und den Verfall gestoppt.

            z.B. auch eine Zahl von neuen UBooten in Auftrag gegeben usw. Obwohl nach dem Kursk-Desaster z.B. dann auch wieder die gesteckten Ziele tw. einkassiert wurden. (ich weiß, etw. länger her. Aber solche Entw. und die Forschung brauchen Jahrzehnte uU)

            bzgl. RU vielleicht dieser Blog:
            Russian Strategic Nuclear Forces
            https://russianforces.org/

            generell scheint es immer schwierig, zu eindeutigen Urteilen zu gelangen auf diesem Feld. Weil so viel auf dem Spiel steht.

            (Bestes Beispiel die Anti-Ballistic-Missile Shields.
            Die Meinungen gehen diametral auseinander.)

            * * *

            Die von mir bezeichneten Autoren in den USA formulierten wiederholt, ich glaube zuerst 2006, dass eben MAD nicht mehr gelte.

            Dieser Aufsatz, der in gekürzter Form auch damals in Foreign Affairs kam, soll wohl in Moskau und Peking einige Unruhe ausgelöst haben.

            Denn MAD war stets der allerletzte Faden. Und sollte der nun gerissen sein?

            Keir Liebers/ Daryl Press´ 2006er Studie
            „The End of MAD? – Technological Change and the Future of
            Nuclear Deterrence“

            https://www.belfercenter.org/publication/end-mad-nuclear-dimension-us-primacy

            * * *

            Dann nochmal Lieber/Press 2013.
            Hier gehen sie auf die Kritik der 2006er Studie ein, aus Moskau z.B.

            „The New Era of Nuclear Weapons – Deterrence, and Conflict“
            (Button „pdf airuniversity.af.edu links klicken zum download)

            https://www.semanticscholar.org/paper/New-Era-of-Nuclear-Weapons%2C-Deterrence%2C-and-Lieber-Press/b586c5f9cf1497c4e7b990291d7a839d27737010

            insgesamt machen Lieber und Press darauf aufmerksam, dass diese Entwicklungen Russland und China zurecht beunruhigen.

            * * *

            Eine Detailstudie zu „super-fuze“ und wie sie die extrem gesicherten russischen Atomsilos zerstört:

            „How US nuclear force modernization is undermining strategic stability: The burst-height compensating super-fuze“
            von 2017

            https://thebulletin.org/2017/03/how-us-nuclear-force-modernization-is-undermining-strategic-stability-the-burst-height-compensating-super-fuze/

            * * *

            kürzer:

            „These Nuclear Breakthroughs Are Endangering the World
            How a growing technology gap between the U.S. and its nuclear-armed rivals could lead to the unraveling of arms control agreements — and even nuclear war.

            By Conn Hallinan, April 26, 2017

            https://fpif.org/these-nuclear-breakthroughs-are-endangering-the-world/

            * * *

            Dann nochmal Lieber / Press zum Thema 2017:

            „The New Era of Counterforce: Technological Change and the Future of Nuclear Deterrence“

            „For decades, nuclear deterrence has depended on the impossibility of a first strike destroying a country’s nuclear arsenal. Technological advances, however, are undermining states’ abilities to hide and protect their nuclear arsenals. These developments help explain why nuclear-armed states have continued to engage in security competition: nuclear deterrence is neither automatic nor permanent. Thus, the United States should enhance its counterforce capabilities and avoid reducing its nuclear arsenal

            https://www.belfercenter.org/publication/new-era-counterforce-technological-change-and-future-nuclear-deterrence

            * * *

            Ein aktuelles Paper von SIPRI, 2022, das ich noch nicht kenne, von Tytti Erästö mit wohl anderer Sichtweise. Sein Paper wurde unterstützt vom Hiroshima Prefectural Government. Die werden natürlich nicht eine Studie unterstützen, die einen US-Erstschlag propagiert:

            „REVISITING ‘MINIMAL NUCLEAR DETERRENCE’: LAYING THE GROUND FOR MULTILATERAL NUCLEAR DISARMAMENT“

            https://www.sipri.org/sites/default/files/2022-06/sipriinsight2206_minimal_nuclear_deterrence_0.pdf

            * * *
            Hier nochmal das März-Interview von Theodore Postol, als er vor den Konsequenzen warnt und die Neocons scharf kritisiert:

            „Nuclear War with Russia? ‘A Wall of Fire that Encompasses Everything Around Us at the Temperature of the Center of the Sun.’“

            https://scheerpost.com/2022/03/25/ted-postol-what-you-really-need-to-know-about-the-threat-of-nuclear-war/

            * * *

            Bernhard Trautvetters Texte bei Telepolis sind auch informativ.

            Ich bin selber am Weiterlernen. Aber fürs Erste .

            1. Danke für die Informationen, werde ich mir in Ruhe anschauen.

              Was mir ebenso Bedenken macht:
              Die USA hat ihr Augenmerk bereits auf China und Taiwan gerichtet. Medial werden wir darauf vorbereitet China als ganz böse Gefahr anzusehen. Der Krieg wird vorbereitet (Philippinen, Japan etc.). Was hinter geschlossenen Türen ausgeheckt wird, möchte ich mir gar nicht erst vorstellen. Aus einer solchen Eskalation irgendwie friedlich herauszukommen oder zu meinen Deutschland bzw. Europa würde ungeschoren davon kommen ist mehr als naiv.

              1. ja…

                und das schlimmste ist das Privileg der Deutungshoheit wegen der gewaltigen Sprachbarriere.
                Totale Hilflosigkeit.

                Ich versuche über Monthly Review mir manches in Sachen China zu erarbeiten aber das ist alles echt mühsam.

                Vor allem weil man eigentlich noch vollauf mit dem Wahnsinn in Europa beschäftigt ist.

                Ich persönlich kenne nur 2 Leute, die Mandarin beherrschen, beides aber Personen die ich in der Krisensache nicht zu Rate ziehen könnte, weil zu „verhuscht“.

                Keine Ahnung, ich setzte hier ganz naiv noch meine Hoffnungen auf die Interessen der Wirtschaft, die dann doch größer ausfallen als in Russland. Immerhin 1,4 Mrd. Leute.
                4x so viele wie Europa.

                Das ist alles so fürchterlich kindisch und borniert…

                1. Das Bulletin hatte ich seit den 90ern eher sporadisch gelesen, auch weil es andere Probleme gab.
                  Vielleicht waere es gute Taktik fuer eine inlaendische Friedensbewegung , _diese_ Diskussion (und Info – Trend zu ‚besseren Fuehrbarkeit‘ eines A-Krieges) mehr auf deutsch zu verbreiten?
                  Dummheit… als ob es den Klimawandel nicht gaebe (besser: als ob der nicht reichen wuerde – die Sprache kommt langsam nicht mehr mit mit den Verhaeltnissen >:-] ).

                  1. „Vielleicht waere es gute Taktik fuer eine inlaendische Friedensbewegung , _diese_ Diskussion (und Info – Trend zu ‚besseren Fuehrbarkeit‘ eines A-Krieges) mehr auf deutsch zu verbreiten?

                    das ist auch mein Gedanke.

                    Vulgo: Macht den Leuten Angst

                    (na ja, ich bin kein fan von schwarzer Pädagogik. Aber selbt das Bulletin hat im Winter eine Animation gebracht zum Thema, die sehr beunruhigend gestaltet war und auf Panik setzte.)

                    Die Leute wissen es einfach nicht (mehr).
                    Woher auch. Was ja zunächst einmal nichts Schlechtes ist. –> „Dummheit… als ob es den Klimawandel nicht gaebe“

            2. Ich habe das auch gelesen bzw. teilweise durchblättert (einfach weil sich die Behauptungen und die Selbstvergewisserung wiederholen und am Ende langweilen). Und nein, MAD ist nicht tot, sondern eine Clique von tollwütigen Politologen und „chicken hawks“ möchte es gern wissen. Wir haben ja so viele Planeten. Und wenn man immer nur westliche Papers durchstöbert, kommt man natürlich zum Glauben (oder der Furcht vor) der Unbezwinglichkeit des Westens.

              Die russischen Streitkräfte haben gewiss ihre Defizite, die US-Modernisierungen aber auch, wenn nicht erst recht. Im Hyperschallwaffenbereich sind Russland und China weit vorneweg. Schon die sowjetische Raketentechnologie war in vielen Bereichen der des Westens voraus, und „Raketenschilde“ waren immer nur eine PR-Nummer, um die Aufstellung von Offensivraketen zu bemänteln.

              Das Problem für alle Seiten ist, dass der „Sieg“ über den Gegner selbst, wenn die irren Vorstellungen der Neocons und die PR der Rüstungskonzerne zuträfen, kaum ohne Zerstörung der Lebensbedingungen auf dem gesamten Planeten zu haben wäre. Daran hat sich seit dem letzten Jahrhundert nichts geändert.

  13. Ukrainische regierungsnahe Internetmedien haben eine Karikatur des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz veröffentlicht, in der er als Ratte dargestellt wird.

    Quelle Труха

    So reagierten die Nazis darauf, dass es beim NATO-Gipfel in Ramstein es heute zu keiner Einigung über Panzerlieferungen an Kiew gekommen ist.

      1. Tryxa oder truexrukraine wurde vom ukrainischen Zelensky nahe stehenden Oligarchen Lavrienko aus Charkiv aufgebaut, verbreitet ausschließliich staatliche Propaganda und hat mit Abstand die größte Reichweite in der Ukraine und darüber hinaus. Wenn du Nachrichten in Deutschland schaust und es werden Videos aus der Ukraine gezeigt, achte mal drauf da ist sehr oft das Tryxa Logo drauf.

        1. Danke für die Infos. Ich habe versucht etwas über diesen Oligarchen zu finden, mir wurde im Internet jedoch nichts zu ihm angezeigt. Hättest Du eventuell etwas parat?

          Apropos Oligarchen, ich fände es interessant wenn in den Medien mal mehr über diese ganzen Verstrickungen auch im Vorfeld des Krieges vorallem zu Zelensky und seiner Frau / der Produktionsfima / seiner Finanzen berichtet werden würde. Ob man ihn dann auch noch so feiern würde … ?

        1. Die haben eine bemerkenswerte Metamorphose durchgemacht, beispielsweise die Grünen der Gründerzeit von absoluten Kriegsgegnern (Petra Kelly, Gert Bastian etc) zu olivgrünen kriegsgeilen Arschlöchern.

          1. Naja, als Deutscher würde ich nicht gern Witze reissen. Wir hatten das auch schon am Ende des WW II bei uns selbst. Ich persönlich würde mit den Russen zusammenarbeiten bei der Behandlung der Ukronazis: ein Teil wird fliehen nach D. oder USA oder sich in einer halbierten Ukraine verstecken. Wir muessen die Diplomatie reparieren, wenn moeglich.
            Und was machen wir mit unseren eigenen Kriegshetzern?
            Aber normale Leute werden auch fliehen aus dem zerstoerten Land. Wieviel bleibt uebrig, wenn die Nachbarn (Polen, Ungarn, Rumaenien … ?) ihre Minderheiten ‚zurueckholen‘?

            Und das ist ja nur Europa … was passiert in Asien?

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