Bleibt der Ölpreis hoch?

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Der drohende Ölpreisschock: Was man wissen sollte.

Ob es wirklich einen Ölpreisschock im Gefolge des Irankrieges geben wird, wissen wir noch nicht. Es kann auch sein, dass sich die Lage nach einigen Tagen beruhigt, weil weder die USA noch Israel eine Ahnung haben, wie es weitergehen soll, wenn sie alle manifesten Ziele im Iran zerstört haben. Behält der Iran trotz der Angriffe die Fähigkeit, den internationalen Ölhandel massiv zu stören, kann es jedoch ganz anders kommen. Dann gibt es erneut das, was man üblicherweise eine Öl- und Gaspreisexplosion nennt.

Das kennen wir schon und es sollte keine Schwierigkeit sein, aus den Erfahrungen der Vergangenheit die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen und die Auswirkungen eines solchen Schocks in engen Grenzen zu halten. Doch wer das glaubt, hat die Rechnung ohne die orthodoxen Ökonomen gemacht. Die haben auch 50 Jahre nach dem großen Schock in den 1970er Jahren nicht begriffen, was Sache ist und reden schon wieder von Inflation, auf die die Geldpolitik glaubwürdig und hinreichend entschlossen reagieren müsse, „um eine erneute Inflationsdynamik zu verhindern“ (wie hier, Veronika Grimm). Lars Feld spricht davon, die „Inflation“ könne um einen Punkt steigen. Der Neu-Weise Felbermayr fordert jetzt schon die EZB auf, im Fall der Fälle schnell mit Zinserhöhungen zu reagieren.

Was passiert bei einem Ölpreisschock?

Das ist alles einfach daher gesagt, weil die Mechanismen hinter einem Preisanstieg für Öl und Gas offensichtlich immer noch nicht verstanden werden. Im Folgenden daher noch einmal eine kleine Einführung in die makroökonomische Logik eines multiplen Schocks[1]:

Der Knackpunkt ist das Zusammentreffen von „Inflation“ (besser von Preissteigerungen) im Gefolge von Angebotsschocks und von Spekulation bei bestimmten Rohstoffen und Energieträgern mit einer Abschwächung der Wirtschaft. In den 1970er Jahre sprach man von Stagflation. Weil das eine untypische Konstellation ist, muss man das beste analytische Instrumentarium auspacken und mit letzter Konsequenz anwenden.

Zunächst ist festzuhalten, dass Angebotsschocks niemals automatisch eine Nachfrageschwäche auslösen können, weil die von diesen Schocks ausgelösten Preissteigerungen zwingend Einkommenseinbußen bei den Konsumenten und Einkommenssteigerungen für die Produzenten der knapp gewordenen Stoffe bedeuten. Es geht um einen Terms of Trade Schock, bei dem der eine gewinnt, was der andere verliert. Das bedeutet globalen Umverteilung von Einkommen, aber keineswegs automatisch einen globalen Nachfrageausfall. Die Realeinkommen, die bei uns durch hohe Energiepreise (bei nahezu unverändertem Verbrauch) vernichtet werden, sind steigende Realeinkommen bei den Rohstoff- und Energielieferanten.

Angesichts dieser Diagnose ist auch die neoklassische Ökonomik auf der sicheren Seite. Für alle Probleme, die jetzt noch auftauchen können, hat die neoklassische Theorie eigentlich eine klare Antwort – und eine, die weitgehend ohne staatliches Eingreifen auskommt. Betrachten wir drei verschiedene Fälle hinsichtlich der Nachfragereaktion der begünstigten Rohstoffproduzenten.

1. Die vom Angebotsschock begünstigten Akteure könnten exakt die gleichen Güter nachfragen, die von den jetzt benachteiligten Konsumenten gekauft worden wären. Dann ändert an der Produktion in den westlichen Industrieländern nichts, aber die Konsumenten von Öl und Gas sind ärmer und die Produzenten sind reicher geworden.

2. Die vom Angebotsschock begünstigten Produzenten kaufen zwar umsatzmäßig ebenso viele, aber andere Güter ein, als sie von den Konsumenten gekauft worden wären. Das bedeutet Strukturwandel, den man als Staat weitgehend hinnehmen muss, weil er auch von den privaten Unternehmen weitgehend friktionsfrei bewältigt werden kann. Bestimmte Arbeitsplätze fallen weg, andere entstehen neu.

Der dritte und entscheidende Fall: Sollte es allerdings so sein, dass die Energieproduzenten kurzfristig deutlich weniger Güter einkaufen, als es die energieverbrauchenden Konsumenten getan hätten, entsteht ein neues Problem. Dann sehen wir steigende Leistungsbilanzüberschüsse der Energieproduzenten und fallende der Energiekonsumenten, was tatsächlich jedes Mal in der Vergangenheit bei dieser Art von Schock der Fall war. Dann haben die von den Preissteigerungen Begünstigten Länder eine höhere Sparquote aufgewiesen als die benachteiligten Länder, was bedeutet, dass es nicht nur einen Einkommensschock und hohe Preise gibt, sondern zudem einen globalen Nachfrageschock geben könnte, der dem Angebotsschock unmittelbar folgt.

In neoklassischer Sicht ist das jedoch noch kein unüberwindbares Problem. Steigende Ersparnisse bedeuten in der Theorie sogar eine Chance, weil mit Hilfe des vermehrten Sparens auch mehr investiert werden könnte. Wie das geschieht, ist für einen gut ausgebildeten Neoklassiker keine Frage: Höhere Ersparnisse führen zu einem steigenden Kapitalangebot auf den Kapitalmärkten der Welt. Das erzwingt sinkende Zinsen und die regen die Unternehmen an, mehr zu investieren.

Einen gravierenden Nachfrageschock kann es deswegen in der neoklassischen Welt niemals geben, auch wenn eine Umverteilung zugunsten wohlhabender Akteure, die höhere Sparquoten aufweisen, die Folge eines Angebotsschocks ist.

Genau an der Stelle steht allerdings die Realität der Neoklassik im Weg. Bisher hat es nach keinem Ölpreisschock sinkende Zinsen gegeben. Im Gegenteil. Immer sind die Zinsen gestiegen. Damit war und ist der neoklassische Nexus hinfällig. Die Folge waren jeweils schwere Rezessionen bei steigenden Preisen.

Warum sind die Zinsen gestiegen? 

Die Antwort ist einfach: Die Notenbanken, allen voran die Verantwortlichen in der EZB, tendieren dazu, jede Preissteigerung als „Inflation“ zu bezeichnen und ohne Rücksicht auf die Realwirtschaft zu bekämpfen. In den Jahren 2022 und 2023 haben fast alle Mainstreamökonomen und die Notenbanker exakt den gleichen Fehler wie in den 1970er Jahren gemacht. Sie haben die von dem Angebotsschock ausgelösten temporären Preissteigerungen sofort zu einer gefährlichen „Inflation“ uminterpretiert und auf diese Weise genau das Gegenteil von dem durchgesetzt, was für die neoklassische Theorie als Marktergebnis zwingend gewesen wäre.

Man hätte erwarten müssen, dass angesichts einer solchen politischen Reaktion die konservativen Ökonomen auf die Barrikaden gehen und die Notenbanken massiv kritisieren, weil die das Gegenteil von dem durchsetzten, was aus neoklassischer Sicher „richtig“, weil marktgetrieben gewesen wäre. Doch das geschah nicht. Kein namhafter Neoklassiker hat die Geldpolitiker für diesen irren Angriff auf die neoklassische Vernunft in die Mangel genommen. Lammfromm waren und sind sie alle und beglückwünschten die Notenbanker für ihre Konsequenz bei der „Inflationsbekämpfung“.

Verrückt ist jedoch, anders kann man es nicht nennen, dass die Neoklassiker, selbst wenn sie sich nicht trauen, die Geldpolitik zu kritisieren, nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass im Falle einer durch steigende Ersparnis (der Rohstoff- und Energielieferanten) ausgelösten Nachfragelücke (weltweit, aber besonders in den „geschädigten“ Konsumentenländern) eine Zinserhöhung alles wesentlich schlimmer macht und nur schwer durch ein anderes wirtschaftspolitisches Mittel korrigiert werden kann.

Neoklassiker, die von der Politik oder den Medien gefragt werden, was man gegen die Malaise tun kann, müssten antworten, dass nichts helfen wird, solange die absurde Konstellation von höheren Ersparnissen und gleichzeitig gestiegenen Zinsen nicht überwunden ist. Statt einen solchen theoretisch akzeptablen Standpunkt einzunehmen, sinnieren die Neoklassiker in dieser Situation über subventionierte Energie, bessere Abschreibungsregeln, allgemeine Steuersenkungen oder gar über Bürokratieabbau als geeignete Therapien. Was zeigt, dass sie die makroökonomische Dimension ihrer eigenen Theorie nicht verstehen.

Steigende Preise sind nicht automatisch Inflation

Wenn die Preise steigen, gibt es noch lange keine Inflation. Erst wenn die Löhne den Preisen ohne Rücksicht auf Verluste folgen, kann Inflation entstehen (wie hier gezeigt). Wenn Regierungen und Notenbanken klar erkennen, dass das Entstehen von Inflation auf mittlere Frist ganz entscheidend von der Lohnentwicklung abhängt, müssen beide dafür sorgen, dass es zu einer expliziten Abstimmung zwischen der Geldpolitik und der Lohnpolitik kommt. Dabei muss von Seiten der Politik klargestellt werden, dass es sich bei einer Ölverteuerung um einen exogenen Schock handelt, für den keiner der Tarifpartner die Verantwortung trägt.

In der Vergangenheit gab es solche Modelle einer konzertierten Aktion zwischen Regierung und Tarifpartnern. Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass man sich darauf einigen kann, die temporären Preissteigerungen (durch Einmalzahlungen oder staatliche Hilfen) abzufangen, ohne dass es zu einer wirklichen inflationären Beschleunigung kommt. Die Geldpolitik hat dann keinen Anlass, mit restriktiven Maßnahmen einzugreifen.

Preissteigerungen, die temporär sind, weil sie eindeutig nach klar identifizierbaren Schocks auftreten, muss die Geldpolitik hinnehmen, weil sie ihr eigentliches Ziel, die mittelfristige Inflationsentwicklung nicht berühren. Alles, was zur Abfederung solcher Schocks zu tun ist, muss von Seiten des Staates kommen. Die Geldpolitik muss sich auch bei kurzfristigem Überschreiten ihres Preiszieles bemühen, die negativen Beschäftigungswirkungen dieser Schocks in Grenzen zu halten, also auf keinen Fall restriktiv mit Zinserhöhungen vorgehen, weil sie damit die Inflationsrate nicht drückt, sondern den ohnehin vorhandenen restriktiven Effekten dieser Schocks noch weitere negative Schocks hinzufügt.

Erst wenn die Versuche der Koordination zwischen Wirtschaftspolitik und Lohnpolitik scheitern, sich also zeigen sollte, dass die Löhne trotz Beschäftigungsgefahr so stark steigen, dass eine Preis-Lohn-Preis-Spirale entstehen könnte, ist die Geldpolitik in Sachen Restriktion auf den Plan gerufen. Dann und nur dann braucht man eine Institution, die in der Lage ist, relativ unabhängig von politischem Kalkül den Tarifpartnern zu zeigen, dass deren Versuch, sich gegenseitig die für die Gesellschaft unabänderlichen Lasten des Schocks (eines Terms of Trade Schocks) zuzuschieben, nicht von Dauer sein kann.

[1] Auf der Basis eines aktualisierten Textes aus dem vergangenen Jahr

Dieser Artikel erschien erstmals bei Flassbecks Relevanter Ökonomik.

Heiner Flassbeck

Heiner Flassbeck studierte Volkswirtschaft in Saarbrücken und wurde 1987 an der FU Berlin promoviert. Er arbeitete im Stab des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und danach im Bundesministerium für Wirtschaft. Im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin war er von 1988 bis 1998 Leiter der Abteilung Konjunktur. Im Jahr 1998 wurde Heiner Flassbeck zum beamteten Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen ernannt. Von August 2003 bis Dezember 2012 war er bei UNCTAD in Genf Direktor der Abteilung für Globalisierung und Entwicklungsstrategien. Mit Friederike Spiecker zusammen hat er in den Jahren 2020 und 2022 einen „Atlas der Weltwirtschaft“ herausgebracht, der bei Westend erschienen ist. 2024 erschien sein Buch: Grundlagen einer relevanten Ökonomik ebenfalls bei Westend.
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87 Kommentare

  1. Im März 2022 stieg der Benzinpreis von etwa 1.60€ auf 2.40€ – dabei kommt kein Öl aus der Ukraine. Durch den unprovozierten völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran dürfte aber 1/3 der Ölförderung wegfallen. Und auf russisches Öl verzichten wir freiwillig.

    Eins ist sicher: Von Putin lassen wir uns weder zum Heizen noch zum Autofahren zwingen …

    1. „lassen wir uns weder zum Heizen noch zum Autofahren zwingen …“
      Und das ist auch gut so! (K Wowereit)
      Schließlich kann man sich auch warme Gedanken machen….🤪

    2. Und auch nicht zum Überleben.

      Wichtig ist, dass in Deutschland die Regierung immer Ideologie vor Realität stellt.
      Das hat schon immer suuuuupppeeer funktioniert.

      Und seit 80 Jahren sich den USA komplett unterwirft.

        1. Haben sich ja auch als derart zuverlässig, umweltverträglich und günstig für die Energieversorgung erwiesen, diese Windräder und Solarparks…. LOL

    3. Und von EE-Erzeugern wurden damals Übergewinne abgeschöpft, während tanken mit extra Subventionen bedacht wurde.

      Die Kartoffeln sind einfach blöd und dumm, brumm-brumm.

      1. Steuern sind Raub. Ein temporärer Verzicht auf einen kleinen Teil des Raubguts ist keine Subvention.

        Und aus dem Raubgut werden die EE-Scheichs finanziert. Lustig ist, dass das häufig genug die gleiche Klientel ist, die gut an den Fossilen verdient.

          1. Gut, das Niveau der Debatte wird deutlich angehoben.

            Ich halte mit: alle Dummen sind Grünen- oder Linkenwähler ist ein unzulässiger Umkehrschluss zu einer korrekten Ursprungsaussage.

    4. „Eins ist sicher: Von Putin lassen wir uns weder zum Heizen noch zum Autofahren zwingen …“
      So sieht’s mal aus! 👍

      Aber seien wir zusätzlich dankbar dafür, dass en passant und mit jeden nur „un-/denkbaren Vorfällen und Begründungen“, die sich mittlerweile gegenseitig jagen, die Preise zur Existenzsicherung in ungeahnte Höhen schnell(t)en, ohne dass es jemals, oder gar gewollt, Nutznießer geben würde.

      Artgerechte Geldhaltung und Schutz der Population bedeutet übrigens, dass dieses bevorzugt in großen bis unüberschaubaren Rudeln und Alpha-Jagdgemeinschaften lebt. Darum ist auch JEDES einzelne verirrte Teilstück, und mag es noch so klein und verkrüppelt sein, assimilationswürdig und, ohne Wenn und Aber, -pflichtig.

  2. Gut erklärt und zusammengefasst, sehr informativer Artikel, danke dafür!
    Bloß: wie erzählt man so etwas einer Führungsmannschaft, die zu mehr als der Hälfte aus Juristen und Lehrern besteht, die noch nie im Leben einen Kurs zu Betriebs- geschweige denn Volkswirtschaft auch nur von weitem gesehen haben, aber für sich Richtlinienkompetenz beanspruchen?
    Am Kopf fängt der Fisch an zu stinken…

    1. @ Noname
      Das dumme Volk wählt die Spinner, ich frage mich allen Ernstes ob diese „unsereDemokratie“™ wirklich etwas taugt wenn Dumme Dumme wählen und die 20% schlauen die Zeche zahlen .

  3. Wie wäre es denn mal wieder mit einem autofreien Sonntag ala 1973.
    Das könnte man dann ja jeden Sonntag so machen.
    Nur so als kleine Anregung. 😊

    1. Und von Montag bis Sonnabend auch…
      warum nicht,,,
      China ist auch bis 1990 fast nur mit Fahrrädern individuell gefahren. Vielleicht sollten wir uns ein Beispiel an aufstrebenden Nationen nehmen und deren Entwicklungsmodell einfach kopieren?
      Sind dann zwar so an die 30 Jahre hinterher, aber das ist ja ungefähr die Periode, die man benötigt, um zu sehen, ob ein Generationenprojekt zum Erfolg führt… und erst wenn der Erfolg wirklich sichtbar wird, dann schnell kopieren…
      (Vielleicht mit einer kleinen Einschränkung: die Nazis haben nur 12 Jahre gebraucht. Oder ist jemand der Meinung, die sind womöglich immer noch nicht fertig mit ihrem Projekt?😜)

        1. Wir sollten doch sowieso alles auf Lastenrad umstellen? Eine Eiskugel für den elektrischen Strom, und 5€ für den Liter Treibstoff.

          Grüne Träume werden wahr. Die haben den Trump angestiftet! (neueste VT)

      1. Dänemark 6,4 t, Deutschland 8,07 t CO2-Äquivalent je Einwohner und Jahr. Unter Berücksichtigung der Mitteltemperaturen in der kühlen Jahreszeit und der exponierten Windlage ist das jetzt nicht so dolle. Hauptsache die Propaganda läuft. GB und F stehen jedenfalls besser da.

        1. @ Reimar Pflanz
          „Dänemark 6,4 t, Deutschland 8,07 t CO2-Äquivalent je Einwohner und Jahr“
          Es ist mit Verlaub gesagt scheißegal wieviel CO2 in die Atmosphäre geblasen wird. Vllt. sollten sie mal richtige Wissenschaftler lesen und zuhören und bei ARDZDF etwas kürzer treten.
          https://tkp.at/2025/04/22/so-nahm-die-co2-konzentration-der-atmosphaere-mit-beginn-der-industrialisierung-ab/
          https://tkp.at/2025/05/29/die-offiziellen-klimamodelle-haben-wenig-mit-der-wirklichkeit-zu-tun/
          nur so als Einstieg in Metier

          1. Haben die auch was zur Physik der hocheffizienten Verbrenner?

            Wird auch langsam mal Zeit das die Physik vom Carnot an die fossilen Ideologen und fossilen Geldsäcke angepasst wird.

    2. @Ketzer: Ich plädiere für ein flugzeugfreies Wochenende, incl. der Regiuerungsflieger.
      Für Strecken unter 500km müßten die Abgeordnten und Minister zur Zugfahrt verdonnert
      werden. Dazu sollte im Reichstag die Raumtemperatur auf 21 ° begrenzt werden. Zudem eine
      Überprüfung, ob alle Minister und Abgeordneten eine Wärmepumpe installiert haben und
      die Privatfahrzeuge incl. die der Familie alles E-Fahrzeuge sind. Das laden der privaten Smartphones
      der Minister und Abgeordnete, müßte im Bundestag verboten oder nur gegen Bezahlung gestattet
      werden.

      1. Ich plädiere für 19 Grand. Das reicht für einen gut durchtrainierten Körper aus und härtet
        zu dem auch noch ab. Was wiederum bewirkt, daß die Krankmeldungen weniger werden.
        Die ein oder andere Strickjacke könnte ebenfalls gute Dienste leisten.
        Des weiteren sollten die Damen und Herren vielleicht mal zu Hause bleiben und da ihre Arbeit machen.
        Da gibt es viel zu tun, hat mir jemand ins Ohr geflüstert.

        1. „Des weiteren sollten die Damen und Herren vielleicht mal zu Hause bleiben und da ihre Arbeit machen“
          zuallererst sollten sie zur Arbeit erscheinen und ihre Arbeit machen, siehe leeres Parlament.

          1. Mit „zu Hause“ habe ich das Land gemeint.
            Stimmt, die Arbeitsmoral dieser Herrschaften ist nicht gerade hoch. Eine Anwesenheitspflicht wäre ebenfalls anzustreben anzustreben. So wie beim gemeinen Arbeitnehmer eben auch.

  4. Deutschlands grösste Ökonomen:

    „Unternehmen sind nicht insolvent, sie hören nur auf, zu verkaufen“ (Robert Habeck)

    „Steigende Preise sind nicht automatisch Inflation.“ (Heiner Flassbeck)

    1. Ich finde, Flassbeck hat den Unterschied zwischen echter Inflation (einfacher Geldentwertung durch gleichzeitige proportionale Preis- und Lohnsteigerungen) und scheinbarer Inflation (nur Preissteigerung ohne Lohnsteigerung, also nur Umverteilung vom Konsumenten zu Produzenten) ganz gut und in auch fürs Normalvolk verständlichen Sätzen beschrieben. Der Unterschied zu Habeck ist schon gewaltig, dazwischen liegen Welten….

      1. Flassbeck erzählt Unsinn. Entweder es gibt Inflation = Erhöhung des Preisniveaus oder es gibt sie nicht oder es gibt sie iim Rahmen der EZB-Inflationsrate von 2% -was die Notenbank unter „Preisstabilität“ versteht. Bei Ihnen bzw bei Flassbeck soll es noch eine „echte Inflation“ und/oder eine „scheinbare Inflation“ geben. Wenn die Inflation nur „scheinbar“ ist -warum wird seit einigen Tagen über 2 Euro an der Zapfsäuile mit satirischen comments „völkerrechtswidrige Preise“ gejammert…? Ist doch bloss die Flassbeck’sche Erscheinung.

        1. Der Nickname Cromwell transpiriert eine Ahnung von Todessehnsucht.
          Flassbeck kritisiert das System aus einer immanenten Sicht. Er hält den Kapitalismus grundsätzlich für funktionsfähig.
          Als Analogie mal ein biologisches Beispiel: ein Mensch, der sich ständig überlastet, Nicht schläft und zu wenig trinkt, der alle Drogen der Welt in immer höherer Dosis einwirkt, wird behaupten das er doch alles richtig macht, bis, ja bis der Drogennachschub reißt und die Getränke ausgehen. Aber völlig überrascht sein, wenn plötzlich ein Multiorganversagen Eintritt.
          Die Neokkassiker empfehlen dann Schrumpfen. Flassbeck empfiehlt dann sich mal auszuschlafen.

          Und wer überraschenderweise den Wunsch verspürt weiterzugeben nimmt die Bücher von fabio Vighi zur Hand und organisiert Entzug und Ganzheitliche Gesundheitsberatung.

          immanent ist Flassbecks Sichtweise korrekt, aber im senilen Kapitalismus ist mit Globolischlucken nichts mehr zu retten.
          Flassbeck lebt davon immer das gleiche, aber wirkungslos zu schreiben.
          MAD MAX muss Benzin finden, da nützen keine Gesprächskreise und Schwitzhütten

        2. noch mal gaaanz langsam zum mitdenken:

          alle Preise steigen um 50% + alle Einkommen steigen um 50% = Inflation (Ökonomensprech für Geldentwertung)
          was aber nicht dasselbe ist wie
          Preise steigen um 50% (aber nicht die Kosten der Hersteller) + Löhne steigen NICHT = Umverteilung (zu Gunsten der Hersteller, Kartellamt schreitet ein, wenn es funktioniert nach Flassbeck, KEINE Inflation)

        3. Wenn man keine Ahnung hat, vielleicht einfach mal …
          Flassbeck beschreibt das eigentlich sehr schön, so daß es (fast) jeder verstehen kann.
          Die Preissteigerung erfolgt durch einen exogenen Schock. Das Angebot bricht ein (im Moment ist das ohnehin nur eine Spekulation), der Ölpreis steigt.
          Dann erklären Sie doch mal, wie Sie mit steigenden Zinsen den exogenen Schock, also die steigenden Ölpreise, bekämpfen können.
          Das geht nicht und führt zu weiteren wirtschaftlichen Restriktionen. Punkt.

        4. Die scheinbare Inflation gibt es wirklich, nennt sich aber gefühlte Inflation und dieses Märchen soll die tatsächliche Inflation verschleiern 🙂
          Die Zahlen sind eh alle nach unten manipuliert und wer einkaufen geht wird es jeden Tag sehen wenn er nicht zu blöd ist und einfache Prozentrechnung beherrscht.

          Immerhin sollen Beamte jetzt eine Rückzahlung in Höhe von bis zu 13.000 Euro bekommen
          SH hebt Besoldung von Beamten rückwirkend an | ndr.de
          https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/sh-hebt-besoldung-von-beamten-rueckwirkend-an,shnews-802.html%20++

          https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/beamtenbesoldung-in-sh-land-kuendigt-anpassungen-nach-urteil-an,beamtenbesoldung-108.html

  5. Ausstieg aus Kohle, Gas, Öl, Kernenergie…., gleichzeitig.
    Das ist wie ein kalter Entzug. Die Symptome wird man bald beobachten können, auch an sich selbst.
    Alles wird von einer großen Mehrheit im Lande befürwortet.
    Höchste, aber auch letzte Stufe der „Demokratie“.

    1. Wie ich schon sagte: Neustart an dem Punkt, wo auch China seinen Aufstieg begonnen hat: mit Fahrrädern.

      Nur daß damals die chinesischen Fahrräder keine chinesischen Akkus und keine chinesischen Solarzellen zum Aufladen hatten. Also muß man für einen echten Neustart die Handelsbeziehungen zu China kappen. Merz ist da iwie inkonsequent. (Oder er traut den strammen doitschen Radlerwaden doch nicht so viel zu? Dann muss er natürlich auf Akku-Einkaufsfahrt gehen…)

    2. Wir machen es jetzt vor, und dann werden ALLE Länder der Erde sehen, wie toll das ist, und es sofort nachmachen.
      Dadurch wird „das Klima…“, die Welt….., der Wohlstand…, die Liebe…., das Völkerrecht… und die ganz Welt…. gerettet werden.

      Die Erde wird zum glücklichen Paradies werden.
      Warten wir es ab.

      Am deutsche Wesen….

      1. Die dröge Katharina hat ja vor kurzem verlauten lassen, daß man sich weltweit an Deutscher Klimapolitik
        orientiert, weil die so toll ist. So viel dazu und zum Wesen an dem die Welt genesen soll.
        Ich denke mal, daß mit den Farrädern wird in naher Zukunft Wirklichkeit werden.
        Die Innenstädte sind ja schon präpariert dafür. Könnte spannend werden.
        Ach ja, Morgen wird in BW die schwarz/grüne Regierung im Amt bestätigt. Das nur als kleiner
        side effect.

    3. @Harri Kiri
      …und wenn die Grünen, wie bereits in Berlin geplant, die Gasleitungen abreissen lassen, dann ist alles perfekt 🙂
      siehe Grünes Programm zur Wahl des Abgeordenten Haus in Berlin.

      Wir reißen erstmal alles ab und gucken dann was passiert 🙂
      Die Anfänge sind schon spürbar und im nächsten Winter wird erst so richtig Freude aaufkommen 🙂

      Die Reichen heizen ihre großen Villen und das Fußvolk darf sich im 18 Stundentag warm arbeiten!

  6. Viele Grüne werden sich freuen:
    Je teurer der Benzinpreis, desto eher kommt die „Verkehrswende“.

    Wenn dann auch noch die Wirtschaft zusammenbericht, dann haben sie es bald geschafft und das Grüne Reich ersteht in Deutschland.

    Einzige Hoffnung für uns ist, dass dann aufstrebende Länder wie China und Russland soviele Überschüsse produzieren, dass sie uns füttern können und dies auch aus Mitleid tun.

    Vielleicht werden sie auch auf die Idee kommen uns bei sich zu Hause in Käfigen auszustellen, als mahnendes Beispiel einer degenerierten Spezies, zur Abschreckung für ihre Bevölkerung.

    1. Unabhängig davon, dass die Grünen auch in punkto Umweltpolitik eine verlogene Dreckspartei sind, ist eine echte Verkehrswende, die den völlig ausgeuferten Individualverkehr zurückdrängt und einen wirklich leistungsfähigen und für alle Menschen bezahlbaren ÖPNV fördert, mehr als überfällig.
      Und auch die geradezu sklavische Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, ganz unabhängig von dem verbrecherischen Wahnsinn, den die USA und Israel aktuell im Iran vom Zaun gebrochen haben, muss beendet werden.

      Wer das nicht verstehen kann oder will, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

      1. Skalvische Abhängigkeit? Ohne können wir schlicht nicht über 8 Milliarden hier leben lassen. Weder ernähren, noch versorgen mit Gütern, noch Welthandel treiben usw. usf.

        Also malthusisch die Herde keulen? Zurück in die Steinzeit mit nur einer Million Menschen?

    2. @Coroner
      „Viele Grüne werden sich freuen:“
      Je teurer der Benzinpreis, desto eher kommt die „Verkehrswende“.

      Vor wenigen Jahrzehnten waren die Chinesen noch Radfahrer, in wenigen Jahren sind wir ein Volk von Radfahrern dann sieht es bei uns so aus wie vormals in China, mit Rad und vollgepackten Handkarren transportieren wir dann die Waren 🙂

    1. Da ist er nicht alleine. Sehr viele glauben das bedauerlicherweise immer noch.
      Die Stadtbild Diskussion ist auch wieder eingeschlafen und die „alles ist bunt“ Demonstrationen
      laufen Deutschlandweit schon wieder auf Hochtouren.
      Merke: Wenn der Deutsche etwas macht, dann „richtig“. Egal ob in die eine oder andere Richtung.

    2. Da bin ich mir nicht so sicher. Ich denke Herr Flassbeck als Ökonom hat das Bedürfnis oder sieht seine Aufgabe darin, die Thematik der durch den Krieg gegen den Iran aufkommenden gewaltigen Probleme zu beleuchten und herauszuarbeiten welche Beteiligten dabei welche Aufgaben zu bewältigen haben.

      Ich denke nicht, dass Herr Flassbeck daran glaubt, dass die Politik der zwanziger Jahre über die Fähigkeiten und/oder über den Willen verfügt, angemessen zu handeln. Doch unabhängig davon möchte Herr Flassbeck meiner Einschätzung nach einfach seine Arbeit machen und anderen, gerade der großen Mehrheit, die keinerlei Verständnis für volkswirtschaftliche Zusammenhänge hat, Orientierung geben.

      Ich jedenfalls bin ihm dankbar dafür.

    1. Das war ein echtes Problem während der Industrialisierung. Die Erfindung des Automobiles war nicht zwingend, welches glücklicherweise dieses Problem der Städte löste. Dafür andere brachte, aber irgendwas ist ja immer.

      1. Stimmt, deswegen sollte man die Entwicklung einstellen und nichts neues mehr erfinden.
        Das würde ja den armen Diesel-Dieter überfordern.

        1. Wenn der „arme Diesel-Dieter“ die Wahl hat, sein altes Auto mit Diesel zu betanken, oder zuzuschauen, wie der Zahnarzt sein neues 100.000-Euro Elektroauto aus der Garage holt, um damit zum Bäcker zu säuseln… was glaubst, du, denkt er dann? Und wer hat recht?

          1. der arme diesel dieter, e-autos sind ja soooo viel teurer als benziner! er sollte zu merkel beten, die ihm das schlimmste bei der laufenden preisexplosion erspart hat, WENN er auf sie gehört hätte anstatt auf die fossil-industrie und ihre speichellecker von der fdp/union/afd. nächstes mal grüne wählen!

    2. @Ceeh
      „Eine Ladung von 10 auf 70 Prozent dauert lediglich fünf Minuten, während 10 auf 97 Prozent in nur neun Minuten möglich sind“

      Nur unter der Voraussetzung in der glücklichen Lage zu sein über den nötigen Strom zu verfügen!
      Im nächsten Winter wird es aber vermutlich zu Stromabschaltungen und Bläckouts kommen, kein Gas, kein Öl, kein Wind, keine Sonne = Zappenduster 🙂

  7. @ „Bleibt der Ölpreis hoch?“
    NEIN! Merz hat kürzlich gesagt er sucht neue Quellen. Ihr müsst eurem Kanzler auch mal glauben 🙂

    Es gibt weItere Vorschläge:
    Die SPD schlug vor sich ein E-Mobil zu kaufen.
    Von der Leyen wollte noch einen Soli-Euro für Israel pro Liter drauflegen.
    Shell stellt an jeder Tankstelle einen Tank-Seelsorger zur Verfügung
    Satire aus!

  8. Sarajevo Fluss Propeller

    Bald gibt’s garkeine Energie mehr,
    erst steigen die Preise, dann wird rationiert und am Ende werden die Bäume abgehakt zum kochen oder heizen. Am besten mal nach Cubalibre gucken wie die Völkerrechtswidrig, auf Phantomkraft für ihre Energietransition umgestellt werden.

    Winter is Coming

    1. Putin hat jetzt endgültig von den Europäern die Schnauze voll und dreht schon vor der EU den Gashahn zu. Dem ewigen Gehetze gegen russisches Gas kommt Putin jetzt zuvor, er hat bessere Märkte die ertragreicher sind und die sein Gas sehr gerne nehmen. Die EU, großkotzig wie sie ist, wollte ab 2027 eh kein Gas mehr von Putin und jetzt kann sie sehen wo sie bleibt. Flüssiggas aus Argentinien mit besonders hohen Transportkosten? Da kann man doch nur lachen!
      Da haben sich die Teuropäer wieder ins eigene Knie geschossen.

      Sowas kommt von sowas.

  9. Was für schlaue Politiker und Ökonomen Deutschland hat! Gleich dahinter kommen Genderologen, Philosophen, Ethiker mit Plagiat und Theologen, nebst Guttenbergologen! Ja, die IEA sagt, weltweit ist kein Mangel. Klar, in Venezuela ist Öl zu Hauf! Donald’s neue beste Freunde! In Murmansk auch! Das ist aber Pfui Öl, vom russischen Satanas Vladimir beseelt ! Glücklicherweise hat der kiffende Komiker die Pipeline zugemacht ! Wer weiss, was da rauskommt ! Erna, die Russen kommen! Daher mal eben über Ostern mal schnell in Caracas tanken und wie früher in Österreich 8 Kanister mitnehmen ? Katar sagt 150 USD, Iran sagt 200 USD. Vielleicht hilft Donald! Öl von Murmansk nach Washington, die Amerikaner sind dank Geschäftssinn immun gegen den russischen Satanas Vladimir! Dafür wokes amerikanisches Öl nach Europa ! Bei Vollmond im Aszendent dreibeiniges Einhorn von transsexuellen einbeinigen blinden People of Color unter Aufsicht der deutschen Antidiskriminierungsbeauftragten gezapft!

    socialismo o muerte ? — wokoismo o muerte !

    (Dieser Beitrag kann Zynismus, Sarkasmus, Satire in höchster Dosierung enthalten!)

  10. Wäre es denkbar einen Gegenpol zum Etatisten und Planwirtschaftler Flassbeck bei Overton zu Wort kommen zu lassen? Dafür vorab lieben Dank.

    Es ist öde, immer wieder den gleichen, nur im anderen Rahmen replizierten Mumpitz zu lesen.

      1. Da lese ich nur andere Flassbeck-Verschnitte. Mir fehlt bei Overton die Meinungsvielfalt. Aber vielleicht kommt da noch was.

  11. Der drohende Ölpreisschock wurde an der Tankstelle gleich mal umgemünzt. In Frankreich kostete gestern der Liter Diesel exakt soviel wie vor 2 Wochen. Hierzulande ist der Literpreis um 40 Cent gestiegen. Die blöden Deutschen lassen sich nach Belieben Abzocke.
    Von poltischer Seite war zu hören, dass mögliche Übergewinne abgeführt werden müssten, falls sich dies feststellen lasse.
    Bingo, den Wert einer viertel Handgranate pro 1000 Liter für die notleidendende Rüstungsindustrie.

  12. Wenn ein überall benötigter Grundstoff teuerer wird, dann ergibt das Inflation. Woraus eine Stagnation üblicherweise resultiert. Ein echter Trost ist es da nicht, dass der Ölscheich mehr verdient. Dessen Perspektive ist in diesem Fall uninteressant.
    An der Stagflation sei die SPD schuld, meinte die CDU damals. Was natürlich nicht stimmt, denn es gibt schlichtweg kein Mittel dagegen. Die SPD versuchte, ihren Erfolg von 2967 zu wiederholen. Da hatte sie die Konjunkturkrise geradezu meisterhaft durch „Deficit Spending“ überwunden. Klassischer Keynes und es sah so aus, als ob man nun ein Mittel gegen fallende Konjunkturen hätte. Stimmt auch. Nur eben gegen Ölkrisen hilft das nicht. Da versagt das Instrument.
    Was man machen kann, ist eine Zinssenkung. Die aber wollen sie nicht. Es soll fleißig gespart werden, um damit die Aufrüstung zu finanzieren.
    Alles nix. Die Abhängigkeit von den Fossilen muss überwunden werden.

    1. In der real medialen Geschichtsschreibung passt dein Kommentar, aber in den 1960 Jahren wurde, wie heute, extrem viel umgeschichtet. Was vor allem in um in den 60’Jahren geschah sollte vor allem die älteren nicht aussen vorlassen, es wurde Partei ideoligisch ausgeschlachtet, hatte aber nichts mit der Partei zu tun, sondern mit dem Kapital.
      Mitte 1960 hatte JFK einen ‚Goldschatz‘ entgegen genommen alias ‚the green Hilton agreement‘, wurde als Initiator aus der Welt genommen und der deutsche Volksswirtschaftliche Aufschwung fand statt..
      Heute besitzen diese Welt eine Revision im Diktat,…
      Aber das Kapital und ihre Karawane ziehen fort.

  13. Die Rohstoffpreise sind eine Sache, aber die ‚harten‘ Währungskorrekturen, die bevorstehen, werden zusätzliche Belastungen für die Bürger hervorbringen.
    Die Weltwährungssackgasse zwischen Kapital und Rohstoffe wird gelöst werden. Ob es heute ist oder morgen, die Landung oder der Start kann wie ein Erdbeben erscheinen.

  14. Offen gestanden geht mir die (ir)“Relevante Ökonomik“ des Herrn Flassbeck zunehmend auf den Sender. Seine Ideologie der „Lohn-Preis-Spirale“ als Entschuldigung für Inflation stinkt zum Himmel, wie sein ganzer verkommender Inflationsbegriff, und sein Dogma „Savings=Investment“ aus der Mottenkiste von Keynes, der einiges besser wusste als Flassbeck, z.B. die Ahnung, dass Kapitalismus endlich ist („sinkende Grenzproduktivität des Kapitals“).

    Wem Flassbeck zu doof ist, möge Werner Hofmanns „Die säkulare Inflation“, Baran/Sweezys „Monopoly Capitalism“ sowie Michael Hudsons „Super Imperialism“ und „Killing the Host“ (deutsch „Der Sektor“) lesen.

    Dixi et salvavi animam meam.

  15. Nach Flassbeck muss nur das Lohnniveau bei Preissteigerungen konstant gehalten werden, um eine verstetigte Inflation, in seinen Augen eigentliche Inflation, zu vermeiden. Oder anders, die Lohnabhängigen müssen den Kaufkraftverlust einfach hinnehmen, um nicht eine Spirale auszulösen. Das an sich ist schon eine beträchtliche Zumuntung, aber gut, wenn die externen Preisschocks sehr selten auftreten, vielleicht noch akzeptabel (wenn man gleichzeitig immanente Lohnungerechtigkeit reduziert). Aber was, wenn die adversen Ereignisse sich häufen? Weiter den Verlust absorbieren, während das Kapital sich gleichzeitig schadlos hält? Das kann man ja wohl nicht einmal vom braven deutschen Michel erwarten.

    In Wirklichkeit kommen die äusseren Preisschocks nicht wie Erdbeben, also ganz unabhängig von menschlichem Tun. Vielmehr häufen sie sich im Lauf eines langen kapitalistischen Zyklus, sind Ausdruck von Systemaporien. Sie künden Systemversagen an oder sind selbst Ausdruck davon. Etwa der aktuelle Ölpreisanstieg, der Folge eines Krieges ist, der aufgrund der sich zuspitzenden Auseinandersetzung zwischen den Grossmächten jetzt stattfindet, wobei auf der einen Seite noch ein Proxy agiert. Aber die Auseinandersetzung zwischen den Hauptkontrahenten rückt schnell näher, die inflationären Impulse nehmen zu, weil die militärischen Auseinandersetzungen den Weltgüteraustausch stören, viel einschlägige Infrastruktur zerstört wird. Flassbeck und die Neoklassik schauen nicht über ihren bürgerlichen Tellerrand und greifen daher entscheidend zu kurz.

    1. Während Du Dir auf die „Siege“ von USA und Israel einen abwichst, solltest Du nicht vergessen:
      Iran hat etwa 100+ Raffinerien, Israel hat 2, und die in Haifa wurde getroffen, wie schwer, wird die Militärzensur nicht erzählen. Die Insel Qhem hat ein paartausend Einwohner. Israel hat 2 grosse Entsalzungsanlagen, die 2/3 des Süsswasserbedarfs des Landes decken.

      Israel hat mit Netanyahus Aggression womöglich ein grösseres Problem als Iran. Und nein, ich juble da nicht, ich bin kein Abschaum wie Ihr. Ich wünschte mir, diese ganze Katastrophe, auch die in Gaza, gäbe es nicht.

      Nicht zu vergessen: Von den 7, 7 Millionen Juden in Israel sind gut 4-5 Millionen Doppelstaatler, nicht wenige leben dauerhaft woanders (ich kenne eine zwei- bis dreistellige Zahl derer, die seit einem Jahrzehnt in Berlin lebt). Im letzten Krieg 2025 haben eine gute Million die Biege gemacht, bis das Likudregime die Grenzen dichtmachte. Dann ging es nur noch mit dem Boot nach Zypern.

      1. Es geht nicht um „Siege“, sondern um den Ölpreis.

        In Kuwait brennen Tanker und ein Hochhaus. Saudi-Arabien droht mit Vergeltung und Kriegseintritt. In Israel fordern Politiker die Zerstörung der iranischen Ölindustrie. Amerika diskutiert Besetzung von Kharg, für 90% der iranischen Ölexporte verantwortlich. Es dürfte bei Qhem um Vertreibung für Vorbereitung einer Besetzung gehen.

        Abgesehen davon sollen die USA das versenkte Schiff zweimal gewarnt haben, berichtet iranintl.

        Der Angriff auf die Schule soll angeblich der Iran selbst sein.

        Gaza und Israels Politik sind noch ganz anderes.

        „Wir betrachten die Zerstörung des israelischen Regimes als Lösung für die palästinensische Frage.“ (Khameni)

        https://jungle.world/artikel/2023/51/der-7-oktober-und-die-iranische-politik

        Schon berichtet die FAZ über mögliche Folgen für die europäische und chinesische Wirtschaft.

        Klettert der Ölpreis nächste Woche weiter 8 Euro pro Tag und Benzin 5 Cent pro Tag ?!

        Klimaschonend und biologisch:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Kamelrennen

        1. „soll angeblich“…
          könntest du (und artur_c) mal aufhören mossad (artur_c’s ki-bibi joon), trump („angeblich“), mi6 (iranint) kriegspropaganda aufzulecken wie ein gieriges hündchen? wie dumm kann man eigentlich sein und wie selektiv kann man eigentlich informationen verarbeiten? nichts versaut mir den tag mehr als solche vollidioten wie du ihre meinung sagen zu hören, jedes mal ein beweis, dass die menschheit in grossen teilen noch dümmer ist als jedes tier, das sich nämlich gar nichts denkt, es je im leben werden könnte.

          1. Das ist als „angeblich“ bezeichnet. Wobei im Krieg als erstes die Wahrheit stirbt. Hinter jeder Mülltonne einen Geheimdienst lauernd zu vermuten, ist aber nicht unbedingt gesund. IranIntl und Aljazeera ist immerhin näher dran.

            1. Wenn man zu viele fossile Rohstoffe hat kommt man halt auf blöde Gedanken.

              Oder sind es die Deppen die immer noch den Konsum von fossilen Rohstoffen abfeiern weil die sich von der fossilen Propaganda das Hirn zerstrahlen lassen?

              Autos machen ja immer so schön brumm-brumm.

            2. ja sagst du das über die wahrheit während du gerade 10 messer reinsteckst? iran international ist saudi-arabien und desinformiert die iranische diasprosa opposition mit fake news, woher haben sie die wohl, al jazeera ist ebenso „unparteilicher qualitätsjournalismus“ von unseren anderen geschäftsfreunden im nahen osten. du hast einfach keine ahnung.

  16. Genaugenommen beschleunigt das alles den Untergang des Imperiums. Rom lässt grüßen. Nur dass es noch schneller als bei Rom gehen könnte.

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