Benzinpreis-Belastung nicht höher als 2012, 2008 oder 1982

Shell
Wiki.cullin, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der reale Ölpreis ist nicht besonders hoch – rechnet man richtig, ist er noch niedriger.

Die Aufregung um die Ölpreise ist wieder einmal enorm. Wenn man sich erdreistet, für Gelassenheit zu plädieren (was ich getan habe), ist ein Shitstorm unausweichlich. In einer Welt, von der immer noch viele behaupten, sie bewege sich rasch auf eine Transformation zu, die zum vollständigen Verzicht von fossilen Energieträgern führen wird, sind die Leute (bzw. diejenigen, die behaupten, sie seien das Sprachrohr der „Leute“) durch kaum etwas mehr auf der Palme zu bringen als von hohen Spritpreisen.

Wenn man gar sagt, der reale Ölpreis sei nicht höher als vor einigen Jahrzehnten, sind viele vollkommen außer sich und geben sofort ihren Verstand an der Garderobe ab. Dabei ist es offensichtlich: Wenn ich wissen will, wie hoch die Belastung durch steigende Benzin- und Dieselpreise ist, muss ich den Preis für Kraftstoffe in Beziehung setzen zu dem, was ich gerade verdiene. Darauf folgt, dass man mindestens auf einen sogenannten realen Preis schauen muss, um die Belastung von heute im Vergleich zur Vergangenheit einzuschätzen (beim realen Preis wird in jedem Jahr vom laufenden Ölpreis die Inflationsrate abgezogen). Im folgenden Bild ist das von der amerikanischen Administration gemacht worden.

Das Ergebnis, der sogenannte reale Preis war selbst im Jahr 2022 (das Jahr ist durchaus mit dem derzeitigen Niveau vergleichbar) deutlich niedriger als etwa zu Beginn der 1980er Jahre. Doch diese Art der Inflationsbereinigung reicht eigentlich nicht. Die Masseneinkommen steigen nicht nur wie die Inflationsrate, sondern meistens etwas schneller, weil die Zuwachsrate der Produktivität noch hinzukommt.

Im Atlas der Weltwirtschaft für die Jahre 2022 und 2023 haben wir ausgerechnet, wie viele Minuten man in der Vergangenheit arbeiten musste, um einen Liter Benzin zu kaufen. Das ist die Rechnung, die man aufmachen muss, wenn man ernst genommen werden will.

Das Ergebnis ist eindeutig: Obwohl auch 2022 der Centpreis für den Liter Benzin bei fast 2 Euro lag, war dieser reale Belastungspreis nicht höher als 2012, 2008 oder 1982. Er war aber viel niedriger als in den 1960er Jahren, wo in absoluter Rechnung unter 40 Cent für einen Liter Benzin gezahlt wurde.

Wenn man ein solches Bild vor Augen hat, relativiert sich die Aufregung doch ganz erheblich. Es spricht auch vieles dafür, dass es dieses Mal keine langanhaltende Hausse der Ölpreise geben wird. Der wichtigste Grund: Trump und seine Republikaner können sich einfach keinen hohen Ölpreis leisten, weil sie mit hohen Ölpreisen die Mid-term-Wahlen Anfang November haushoch verlieren werden. Gewinnen die Demokraten die Mehrheiten in beiden Kammern des Repräsentantenhauses, ist Trump eine lame duck und kann nichts von Bedeutung mehr durchsetzen. Auch die Wiederwahl eines Republikaners zwei Jahre später könnten sie dann wohl vergessen.

Man sieht an der aktuellen Aufregung aber auch, dass jeder Versuch einer Regierung oder gar der internationalen Staatengemeinschaft, den realen Ölpreis auf Dauer zu erhöhen, um einen Ausstieg aus den fossilen Energieträgern zu erreichen, illusorisch ist, solange die wirtschaftlichen Verhältnisse für die Masse der Bevölkerung nicht besser werden. Nur wer wirtschaftlich außerordentlich erfolgreich ist, kann sich erlauben, eine solche politisch geplante Belastung durchzusetzen. Was nichts anderes heißt, als dass nur mit erfolgreicher Wirtschaftspolitik eine Chance besteht, Klima- oder Umweltpolitik durchzusetzen. Alle, die die Welt retten wollen, sollten sich schleunigst auf den Hosenboden setzen, um relevante Ökonomik zu studieren.

Dieser Artikel erschien erstmalig auf Flassbecks Relevanter Ökonomik.

Heiner Flassbeck

Heiner Flassbeck studierte Volkswirtschaft in Saarbrücken und wurde 1987 an der FU Berlin promoviert. Er arbeitete im Stab des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und danach im Bundesministerium für Wirtschaft. Im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin war er von 1988 bis 1998 Leiter der Abteilung Konjunktur. Im Jahr 1998 wurde Heiner Flassbeck zum beamteten Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen ernannt. Von August 2003 bis Dezember 2012 war er bei UNCTAD in Genf Direktor der Abteilung für Globalisierung und Entwicklungsstrategien. Mit Friederike Spiecker zusammen hat er in den Jahren 2020 und 2022 einen „Atlas der Weltwirtschaft“ herausgebracht, der bei Westend erschienen ist. 2024 erschien sein Buch: Grundlagen einer relevanten Ökonomik ebenfalls bei Westend.
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48 Kommentare

  1. Gut gebrüllt Löwe, ändert aber nichts daran das uns die fossilen Broligarchen weiterhin mit Krieg überziehen um ihr obszönes Geschäftsmodell gegen weiter sinkende EE-Preise auf Kosten des Planeten zu retten.

    1. Dir ist aber schon klar, dass „Erneuerbare“ Energie nicht einfach herbeigewünscht werden kann, sondern unter Einsatz von gewaltig viel Energie hergestellt werden muss? Und dass diese Energie praktisch zu 100% fossile Energie ist? Ein steigender Ölpreis macht die nicht wirtschaftlicher, sondern sehr schnell unrentabel.

    2. Die Preise für erneuerbare Energie sinken weiter? Das finde ich interessant. Wo geschieht das? In Deutschland?

      Bitte Belege beibringen. Unter Herausrechnung von Steuern und Abgaben natürlich.

      1. @Reimar Pflanz
        „Bitte Belege beibringen. Unter Herausrechnung von Steuern und Abgaben natürlich.“

        Weshalb sollte @grftjx Ihnen Belege für Dinge beibringen, die Sie selbst recherchieren können? Er ist ja nicht Ihr persönlicher Depp, der sich Ihnen gegenüber noch für Steuern und Abgaben zu rechtfertigen hat.

        „Die Preise für erneuerbare Energie sinken weiter? Das finde ich interessant. Wo geschieht das? In Deutschland?“

        Alle drei Ihrer provokanten und sugestiven Fragen sind mit ja zubeantworten, soweit es sich um die Erzeugerpreise handelt. Was die Politik, speziell unsere beste aller deutschen Regierungen daraus macht, was sie an Steuern und Abgaben aufschlägt, hat nichts mit der Art der Energieerzeugung zu tun, sondern mit deren völligen Versagen aus ideologischen Gründen.

        Die Quersubventionierung der fossilen Energien, beispielsweise die 17 Cent pro Liter an den Tankstellen, holt sie sich an anderer Stelle wieder herein, eben auch mit Steuern und Abgaben bei den erneuerbaren Energien; ganz gleich, wie wenig von der Subvention beim Verbraucher ankommt, weil sich die Dealer lieber die eigenen Margen erhöht.

        1. Allein die „Hellbrise“ an Ostern hat etliche zig Millionen Euro gekostet, die deutsche Stromnetzbetreiber für Strom zahlen mußten, den sie nicht abnahmen, weil bei feiertagsbedingt geringer Nachfrage viel zuviel davon da war. Plus die „negativen“ Exportpreise.

          https://exxpress.at/news/strom-wahnsinn-preise-im-minus-doch-buerger-zahlen-die-rechnung/

          Im von Leuten wir dir mit Verve zerrissenen Nachbarartikel über „grüne“ Hirngespinnste wurde das Problem genannt: Deutschland verschenkt Strom an Nachbarländer, bzw. zahlt noch drauf, um die Netze bei aufgrund der installierten PV/Wind-Kapazitäten zwangsläufig auftretendem Übergebot noch stabil zu halten – und kaufen bei Unterversorgung teuer Strom aus dem Ausland wieder auf.
          …und es wird noch weiter planlos vor allem PV und Windkraft hinzugebaut. In diesem Jahr sollen es 1,7 Mio Kraftwerke sein.

          Es gibt Gründe, warum nach wie vor der Strom nirgendwo so teuer ist, wie für deutsche Kunden.

          „Die Sonne schickt keine Stromrechnungen“.

          Nee, die Sonne nicht! Das tun andere!

    3. Dann ist also der Ukraine-Krieg ein Krieg der fossilen US-Broligarchen, um ihr überteuertes Fracking-Gas an die europäischen Vasallen schön teuer verticken zu können, während diese sich in geistiger Totalumnachtung vom günstigen, zuverlässigen, umweltschonenden und in reichlicher Menge vorhandenen russischen Pipeline-Gas völlig widerstandslos und man könnte sagen unter Applaus haben abtrennen lassen?

  2. Und wie sieht das Bild aus, wenn nicht mehr Papa mit der Nebenverkehrsbahn mit heimischer Kohle in den nahegelegenen Betrieb pendelt, während Mama zu Fuß erst die Kinder zur Schule bringt und dann im Tante-Emma-Laden lokale Produkte kauft, sondern beide Vollzeit arbeiten, 100 km mit dem Auto pendeln müssen weil die Nebenbahn im Museum steht, und der örtliche Supermarkt seine Waren per LKW aus ganz Europa bezieht?

    Nimmt jeder an der durchschnittlichen Lohnentwicklung teil oder gibt es da vielleicht doch den einen oder anderen, der unter dem Durchschnitt liegt oder gleich ganz draußen ist?

    Was sagt es über die Pläne der linksgrünen Parteien, die ja gezielt den Spritpreis verteuern wollen, wenn jede tatsächliche Verteuerung umgehend zu massiven Verwerfungen führt? Ist es wirklich sinnvoll, eine krachend gescheiterte Theorie mit Milliarden Steuergeld am Leben zu halten?

  3. In den USA kostet die Gallone Benzin 3 Dollar, das sind 2.55 Euro für 3,8 Liter, also 67 Eurocent pro Liter. (ntv Text heute morgen) Deshalb werden die Republikaner die Midterm nicht verlieren. (wenn sie sie überhaupt verlieren. Wenn man nach den MSM geht, wäre Trump schon in der ersten Amtszeit, zu der es nach MSM gar nicht gekommen wäre, gestürzt und in den Knast gesteckt worden.)
    Natürlich ist der Lärm um die hohen Benzinpreise und den Buckelwal nur ein Ablenkmanöver vom katastrophalen Sozialabbau, den die Mehrheit wohl sowieso nicht kapiert

    1. @Torwächter
      Die Gallone kostet derzeit in vielen US-Bundesstaaten schon 4 Dollar und in einigen liegt der Preis bereits über 4 Dollar, soviel erstmal dazu.

      „Natürlich ist der Lärm um die hohen Benzinpreise und den Buckelwal nur ein Ablenkmanöver vom katastrophalen Sozialabbau, den die Mehrheit wohl sowieso nicht kapiert“

      Die hohen Benzinpreise durch massive Besteuerung ist auch Teil des Sozialraubs. Aber das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange denn derzeit wird an vielen Schrauben gedreht um den Sozialraub voranzutreiben und so arbeitet sich Söder gerade auch am Kündigungsschutz ab.

      Diese Regierung wird alles tun um das Leben der Menschen in diesem Land immer unerträglicher zu machen!

      1. Aktuell kostet Super-Benzin in der BRD rund 2,06–2,15 €
        Auf den Endpreis bezogen sind darin ca. 55 % Steuern enthalten
        Auf den Nettopreis bezogen bestehen jedoch ca. 124 % Steueraufschlag🤮
        Das heißt der Staat kassiert mehr Steuern, als der Kraftstoff selbst netto kostet.
        Die Benzin und Dieselpreise werden jedoch zurückgehen. Der Sozialraub wird aber stetig ansteigen.

  4. Natürlich ist der Ölpreis nicht „besonders“ hoch. Weil er gar nicht, von sehr kurzen Sprüngen abgesehen, „besonders“ hoch sein kann. Die fossilen Energieträger sind nach wie vor unabdingbar für das Funktionieren der global verzahnten Wirtschaft. Sobald eine bestimmte Preisschwelle erreicht ist, werden sofort schwächere Marktteilnehmer vom Markt ausgeschlossen. Dies trifft aber natürlich nicht nur die, sondern stört weltweit Produktions- und Transportketten und dämpft sehr rasch die Nachfrage, was den Preis stabilisiert. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Preise jenseits von $100/Barrel nicht dauerhaft von der Weltwirtschaft abgebildet werden können.

    1. Das ist ein gutes Argument!

      Aber wenn jemand absichtlich die Ölindustrie in Venezuela, im Iran, am Persischen Golf und in Russland angreift, um diesen Mechanismus auszuschalten? Dekarbonisierung mit Waffengewalt?

      1. Dekarbonisierung ist kein relevantes Ziel im Moment. Der Westen befindet sich praktisch schon im Krieg gegen China, ähnlich, wie der Krieg gegen Japan nicht mit Pearl Harbor begann, sondern ab Juli 1941 mit der Verhängung des Ölembargos unausweichlich war.

        1. @grftjx

          „Dekarbonisierung ist kein relevantes Ziel im Moment. Der Westen befindet sich praktisch schon im Krieg gegen China“

          Der Westen heißt USA.
          China ist das Hauptziel des Hegemons, der das Land durch Milliarden-schwere, giergetriebene Investitionen zum Superkonkurrenten aufgebaut hat.
          Nun möchte man den Drachen wieder ins Ei zurückdrängen und sich gleichzeitig auf Kosten der Vasallen und mit Hilfe höriger Marionetten reindustrialisieren, was über die Schiene der Energiebegrenzung offensichtlich gut funktioniert, solange sich der Konkurrent nicht mit geeigneten Mitteln wehrt.

    2. @grftjx
      Zusätzlich sorgt Selenskij dafür das Öl auf dem Weltmarkt knapper wird indem er versucht alles wegzubomben.
      Womit betankt der eigentlich seine Panzer???

      Während der letzten Krise lag der Ölpreis bei ca. 150 – 170 Dollar pro Barrel und der Benznpreis E 10 bei ca. 1,48 Euro.

      Ein Schelm wer Böses dabei denkt

      1. @Otto0815
        Kann es vielleicht sein, dass Ganzzüge (Kesselwagen) ab den Raffinerien in Deutschland über Polen nach Ukraine laufen? Kann es vielleicht auch sein, dass der Steuerzahler und Spritverbraucher in Deutschland diese Ladungen indirekt finanziert? Beziehungsweise läuft das auch im Austausch, wir beliefern den polnischen Markt der wiederum die Ukraine versorgt. Könnte das ein Grund sein eine Übergewinnsteuer zu verwerfen?
        Sowas ähnliches hatten wir doch schon mal😉
        Bevor die Nord Stream sabotiert wurde floss russisches Gas über Deutschland nach Polen. Auch das durfte auch der Michel teilweise über hohe Preise subventionieren.

      2. @Otto0815
        „Zusätzlich sorgt Selenskij dafür das Öl auf dem Weltmarkt knapper wird indem er versucht alles wegzubomben. Womit betankt der eigentlich seine Panzer?“

        Na, der Selenskij überlässt die Kosten ohnehin anderen; derzeit der EU und somit grösstenteils uns, also den Deutschen. Das gilt natürlich auch für die Spritkosten, welche seine Panzer verursachen. Das ist aber nicht neu; auch vor Selenskij hat sich die Ukraine bereits bevorzugt von Dritten aushalten lassen, damals eben von den Russen und das seit Dekaden, bis diese irgendwann eben nicht mehr gewillt waren. So entschied man sich in der Zeit des Euromaidans halt den Freier zu wechseln. Am liebsten hätte die Ukraine zeitgleich beide Freier abgekocht, nur wollten die nicht mitspielen; zumindest hatten das die neuen Freier in Gestalt von EU und Deutschland klar kommuniziert!

  5. Flassbeck & Co haben es so gerechnet: vergleicht man heutige Preise mit 1960, muss man sie wegen der Inflation durch 4 teilen. Das Problem ist aber der Inflations-index selbst, ein Fass, das nur Statistiker – also Flasbeck – aufmachen wollen. Problem: Sein link zum „realen Preis“ (keine Ahnung, was er darunter versteht) funktioniert derzeit nicht.
    Hier gleich noch die ChatGpT Enordnung (der Toxiticy-Score) meines Textes dazu:
    “ Ad hominem (leicht): Der Satz „ein Fass, das nur Statistiker […] aufmachen wollen“ könnte als Versuch gewertet werden, die Sachdiskussion durch eine Pauschalisierung der Personengruppe abzuwerten. Für eine Löschung reicht das jedoch bei Weitem nicht aus.“
    Lustig – mal sehen, ob es stimmt.

    1. ich habe ja noch zwei shots. Daher zur Belustigung und Kenntnis, was ChatGpT aus meinen Text gemacht hat, nachdem ich darum gebeten habe, ihn ironisch zu schärfen:
      Option 1 (die subtile Ironie -sicherer Hafen):
      „“Flassbeck & Co haben da eine faszinierende Formel: Man nehme heutige Preise, teile sie durch vier und – voilà – die Inflation ist besiegt. Dass der Inflationsindex dabei selbst zu einer Art Glaubensfrage wird, ist natürlich ein Fass, das man als sterblicher Nicht-Statistiker lieber ungeöffnet lässt. Schade nur, dass der Link zum ‚realen Preis‘ gerade Urlaub macht – ich hätte zu gerne gelernt, in welcher Realität diese Zahlen genau wohnen.“
      Option 2 (die Experten-Hommage):
      „Großes Kino bei Flassbeck & Co: Mit dem Faktor 4 wird die Welt plötzlich wieder erschwinglich. Über die Zusammensetzung des Warenkorbs breiten wir lieber den Mantel des Schweigens – das ist schließlich nur etwas für Eingeweihte mit Statistik-Diplom. Dass ausgerechnet der Link zur ‚echten‘ Preis-Wahrheit ins Leere führt, passt da fast schon wieder zu gut ins Gesamtbild einer sehr exklusiven Berechnung.“
      Option 3 bringe ich in einem separaten Kommentar, sonst geht mein Post evtl. nicht durch)

    2. Da mein zweiter Kommentar bereits „auf Moderation“ wartet, poste ich die dritte Option lieber nicht. Kann ja sein, dass automatisch pro user ein „Lösch-Score“ vergeben wird – ab einer bestimmten Anzahl Löschungen wird das Konto einfach ganz gesperrt (für eine bestimmte Zeit, oder gänzlich).
      Ihr werdet vielleicht meinen, ich folge hier einer Obsession – Nein! Ich will nur ausprobieren, wie es zukünftig im Leben zugehen wird, wenn immer mehr solche KI-Agenten unser Leben bestimmen.Dank OT kann ich das schon mal üben.
      Merci!

      1. Merci!

        A: »Das ist aber ein exquisiter Dolch, den sie da haben.«
        B: »Oh, merci, ich finde ihn auch ganz chic.«
        A: »Ist es nicht unangenehm, ihn im Kopf steckend zu transportieren?«
        B: »Schon, aber schauen sie den fein gearbeiteten Griff und zudem ist er ein Erbstück.«

        Für die Experten

  6. Ist das der gleiche Herr Flassbeck, der gebetsmühlenartig wiederholt, dass die Gehälter zu niedrig sind?

    Das es der gleiche ist, wie der für den überbordende Staatsschulden kein Problem sind, glaube ich gern.

    Allerdings ist doch zu bezweifeln, dass die hier dargestellten Erkenntnisse von Herrn Flassbeck irgendeine Relevanz haben.

    Entscheidend für die realen Auswirkungen ist die Geschwindigkeit der Preisänderung. Und die ist atemberaubend.

    Overton versteht sich doch als Debattenmagazin. Wäre es da nicht an der Zeit Herrn Flassbeck einen Opponenten entgegenzustellen, der nicht im Forum schreibt? Herr Flassbeck verfügt ja über ein sehr stark ausgeprägtes fachliches Selbstbewusstsein, so dass er die Argumente seines Gegenübers sicher problemlos widerlegen kann.

    1. Weltwirtschaftskrisen und Hungersnöte sind ja nicht so schlimm, wenn man im Geschichtsbuch darüber liest. Oder den bösen Russen den Holodomor vorwirft. Wenn man allerdings selbst das Opfer ist …

  7. Die Berechnung von Heiner Flassbeck ist m.M.n. soweit korrekt, nur fehlt mir zum Vergleich die Entwicklung der Reallöhne (Renten) , die spätestens seit der Kürzungsorgie von Schröder streckenweise hinter der Inflationsrate stark hinterherhinkt, wie im folgenden Link zu sehen:

    https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Realloehne-Nettoverdienste/Tabellen/liste-reallohnentwicklung.html#134646

    Dass ein so brillianter Kopf wie Flassbeck auf den Klimazug aufspringt, für dessen vermeintliche Ursache ( CO²) es keinerlei Beweise, allenfalls konstruierte Behauptungen einer profitgierigen Finanzoligarchie mit Hilfe von Pseudowissenschaftlern und Medien gibt, finde ich sehr bedauerlich.
    Umweltschutz und Resourcenbegrenzung einer endlichen Welt wären da die geeigneteren Themen, wozu man aber auch die kapitalistische Wirtschaftsweise mit ihrem Wachstumszwang komplett in Frage stellen müsste.

    1. Schröder hat das Rentenniveau gesenkt, weil die Boomer die Sozialversicherung zum Schneeballsystem gemacht haben und der Zusammenbruch absehbar war. Gleichzeitig hat er sehr deutlich gemacht, dass man für seine Rente zukünftig selbst vorsorgen muss.

      Kann man alles ablehnen, aber wenn man es einfach ignoriert und 16 Jahre lang „weiter so“ wählt, dann darf man sich eigentlich auch nicht beschweren.

      So mancher angehende Rentner hätte es verdient, gar keine Rente von den Kindern der anderen zu bekommen, für deren Zukunft er bestenfalls gar nichts getan hat, schlimmstenfalls aktiv Schaden angerichtet.

      1. @Heribert Wannsieder

        „So mancher angehende Rentner hätte es verdient, gar keine Rente von den Kindern der anderen zu bekommen, für deren Zukunft er bestenfalls gar nichts getan hat, schlimmstenfalls aktiv Schaden angerichtet.“

        Das ist eine sehr einseitige Sichtweise, die dem politisch gewollten Narativ entspricht, aber so nicht stimmt.
        Jeder Rentner hat während seines Berufslebens mit seinen Beiträgen und Steuern sowohl die Rentnergeneration als auch die Entwicklung der Kinder und Jugentlichen bis zum Arbeiteintritt mitfinanziert.
        Daraus ergiebt sich ein eigener Anspruch auf Rente im Alter.

        „Schröder hat das Rentenniveau gesenkt, weil die Boomer die Sozialversicherung zum Schneeballsystem gemacht haben und der Zusammenbruch absehbar war. Gleichzeitig hat er sehr deutlich gemacht, dass man für seine Rente zukünftig selbst vorsorgen muss.“

        Auch das ist ein Ammenmärchen neoliberaler Kleingeister.
        Tatsache ist, dass die Lohnentwicklung nicht mit der Produktivitätsentwicklung korrelierte, während die Unternehmensgewinne immer weiter stiegen.
        Statt diesen Moloch Riesterrente zu füttern, von dem nur die Finanzwirtschaft profitierte, hätte man die RV-Beiträge paritätisch erhöhen können, um die Rente auf dem damals aktuellen Niveau zu sichern.
        Höchst fraglich ist auch, warum nicht Jeder, Beamte eingeschlossen, in die RV Beiträge zu entrichten hat, was die Beitragssätze senken und die Rente für Alle stabilisieren würde.
        Österreich z.B. macht es ja vor, wie es besser gehen kann.
        Zudem sind Kinder heutzutage für viele Bürger ein regelrechtes Armutsrisiko, das zu beheben der Staat offensichtlich kein Interesse hat, wie man beispielsweise an der fatalen Wohnungssituation sehen kann.

      2. Werter Herr Wannsieder, wir leben doch in einer kapitalistischen Marktwirtschaft. Sie etwa nicht?

        2018 hat ein einzelner Aktionär der Bayerischen Motoren Werke Group (Herr Stefan Quandt) 622 Millionen Euro Dividende kassiert. Nach Abzug der Abgeltungssteuer und SoliZ sind da netto noch rund 457 Millionen Euro übrig geblieben und das in einem einzigen Jahr. Wenn man nicht alles sofort verprasst und das Geld gut investiert (Aktien, stille Beteiligungen an Unternehmen, bebaute und unbebaute Immobilien, Gold, Silber, Platin, Kupfer, Diamanten, festverzinsliche Wertpapiere, Kunst, Antiquitäten, Oldtimer usw.) , dann wird man doch auch im Alter gut oder sogar sehr gut davon leben können.

        Wie man sieht, Leistung lohnt sich im Kapitalismus. Was bitteschön hat das damit zu tun, ob man selbst Kinder hat oder nicht und ggf. wieviele? Man muss eben die Ärmel hochkrempeln und Leistung zeigen, dann gehört man auch zu den Leistungsträgern. Mindestens 99,5 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland gehören nicht dazu.

      3. Das „selber vorsorgen“ hat 2 Ziele:
        * die Kosten der Rentnerversorgung aus der paritätischen Finanzierung der Sozialsysteme herauszuhalten
        * der hypertrophen Finanzindustrie leicht erreichbare Opfer zuzuführen

  8. Richtig beobachtet. Diese Hysterie wurde geschürt von den Freunden des Mullah-Regimes. Für dessen Fortbestand sich die gesamte Presse einspannen lässt. Ein Hotspot natürlich beim Overton-Magazin. Auch der deutsche Autofahrer soll für das Überleben der Mullahs rekrutiert werden.

    1. Du hast richtig beobachtet, dass Flassbeck richtig beobachtet hat. Weiter scheint es aber nicht zu reichen. Nur weil keine Mossad-Agenten für die Presse arbeiten wie damals

      Israels Geheimdienst schrieb Jahrzehnte für Schweizer Zeitungen

      Urs P. Gasche / 11.03.2024 «Unser Nahostkorrespondent» war ein Agent des Mossad. Keine der vielen Zeitungen hat sich bisher bei den Lesern entschuldigt.

      heißt das noch nicht, dass sich die gesamte Presse, womöglich bis zum Kampfblatt JA, einspannen lässt.

  9. Das Ganze hinkt gewaltig. Ebensogut könnte man einem Bürgergeldbezieher mit einer hübschen Grafik erklären, dass er eigentlich ganz schön reich ist – oder einem Verhungernden, das er eben weltweit gesehen ganz schön satt ist. Für Statistiken gilt hat, dass wenn einer seine Hand auf eine heiße Herdplatte mit 80 Grad legt und ein anderer ins Gefrierfach des Kühlschranks mit – 20 Grad im Durschschnitt eine angenehme Terperatur herauskommt.

    Bei den hier vorgestellten Werten fehlen zumindest die Basisinformationen.
    Handelt es sich um den Preis ohne Steuern und Abgaben?
    Handelt es sich um den Preis an den Tankstellen?
    Welche Einkommenshöhen wurden zugrunde gelegt?

    Darüber hinaus ist einmal vom Oelpreis und dann vom Benzinpreis die Rede.
    Dazwischen liegen aber nicht unerhebliche Verarbeitungs- und Transportkosten.
    Tatsächlich kann man auch weder am Benzin- noch am Oelpreis allein die Kostensteigerungen festmachen, die die Einkommen der Bürger belasten. Dafür muss man dann auch schon ein wenig mehr mit einbeziehen.
    Wer ohnehin für Wohnen und Lebensmittel einen Großteil seines Einkommens verbraucht, dem fehlt halt an der Tankstelle das erforderliche Kleingeld.

    Das scheint aber bei dem hier behaupteten, nicht gestiegenen Oel- oder Benzinpreis völlig belanglos zu sein.
    Alles ist gut, man muss nur daran glauben – oder wie Dostojewski sagt:
    „Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles!“

    1. @Emirades
      Ein lol für den Vergleich mit den Herdplatten. Super, werde ich mir merken. Solche Statistiken, bei denen einige Prämissen „ungenau“ sind, werden immer wieder auftauchen. 😉

  10. Ja, schön, der Benzinpreis ist relativ zum Einkommen angeblich nicht schlimmer als früher. Herzlichen Glückwunsch an den Taschenrechner. Dummerweise wohnen Menschen nicht in der Zapfsäule und ernähren sich auch nicht von Super E10. Sie zahlen Miete, Nebenkosten, Strom, Lebensmittel und Sozialabgaben — und genau dort wurde der Alltag für viele spürbar teurer. Flassbeck liegt bei der Schuldenbremse goldrichtig, aber hier betreibt er eine Rechenübung, die am Leben der Leute vorbeigeht.

  11. „Die Masseneinkommen steigen nicht nur wie die Inflationsrate, sondern meistens etwas schneller, weil die Zuwachsrate der Produktivität noch hinzukommt.“ – also das mag in Herrn Flassbecks theoretischer Ökonomie der Fall sein, in der Praxis sieht es allerdings so aus, daß nichtmal mehr die tarifgebundenen Beschäftigten die volle Inflation ausgeglichen bekommen, geschweige denn, irgendwas vom Produktivitätsfortschritt sehen. Im übrigen ist die Arbeitspoduktivität sowieso eine ökonomische Luftnummer, sie beschreibt den Ertrag gegenüber den Kosten. Steigt sie, ist das in jedem Fall ein Minusgeschäft für den abhängig Angestellten, denn das heißt entweder, er erwirtschaftet mehr für das gleiche Geld, oder er bekommt weniger Geld für die gleiche Leistung. Anders kann sich dieser Wert nicht ändern. Die Produktivität insgesamt ließe sich noch durch nicht von den Löhnen abhängige Kostenbestandteile senken, aber welche sollen das in Zeiten explodierender Rohstoffkosten bitte sein? Und die Ölkonzerne zu sagen „Preis rauf, schließlich MÜSST ihr kaufen“ kann sich auch kaum ein in der marktwirtschaftlichen Konkurrenz stehendes Unternehmen leisten.

    1. Da nicht klar ist, auf welchen Zeitraum du dich mit deiner eingangsfeststellung beziehst, ist der Beitrag insgesamt ziemlich wertlos. Also bitte ergänzen und am besten gleich noch einen Link zu einer relevanten Statistik einfügen.

  12. Folgende Entgegenhaltungen:
    1. Öl steckt in vielem drin, vom Dünger bis zum Plastik, mal mehr mal weniger, darum wird auch vieles teurer.
    2. Öl lässt sich nur in wenigen Fällen substituieren, je weniger, desto starrer die Nachfrage. Dann kann man keinen Kuchen kaufen, wenn kein Brot da ist. Wenn 20% weniger im Angebot ist, wird der Preis sprunghaft steigen.
    3. Wer sich auf den Spritpreis an der Tanke fokussiert, springt zu kurz. Wenn der Verkehr und die Erzeugung von Energie rund um den persischen Golf weiter beeinträchtigt wird, werden weltweit viele Menschen verhungern, weil der Dünger fehlt. Von einem Volkswirt kann man erwarten, dass er das große Ganze, das „big picture“ im Blick hat.
    4. Flassbeck argumentiert mit Zahlen aus den USA, wo Energie weniger als die Hälfte kostet als bei uns.
    5. Das Durchschnittseinkommen als Bezugsgröße ist wenig geeignet. Wenn sich die Zahl der Spitzenverdiener verdoppelt, steigt das Durchschnittseinkommen, auch wenn die Niedriglöhner nichts vom Kuchen abbekommen (worauf Herr Flassbeck in anderen Beiträgen dankenswerterweise immer wieder hingewiesen hat).
    6. Wenn die Pension sicher ist, sind gute Ratschläge billig. Wenn jemand aufgrund steigender Mieten aufs Land gezogen ist und sich mit letzter Kraft ein kleines Häuschen gekauft hat und den Gürtel eng geschnallt hat bis zum geht nicht mehr, der hängt mit steigenden Zinsen und steigenden Spritpreisen in einem Doppel-Nelson-Würgegriff. Wenn sie dann noch vom vermeintlich sicheren Arbeitgeber gekündigt werden, müssen sie sich oft weit entfernt einen anderen Arbeitsplatz suchen, um zu überleben. Wenn sie nicht mehrere Stunden am Tag im unzuverlässigen ÖPNV durch die Gegend gondeln wollen, haben sie zum Auto keine Alternative. Und das sind dann oft die, die dieses Land am Laufen halten. Die freuen sich über solch gute Ratschläge ganz besonders. Was werden die beim nächsten Mal wählen?
    7. Was mich besonders stört, ist der herablassende Unterton. Wer nicht exakt die gleiche Meinung hat wie Herr Flassbeck „hat seinen Verstand an der Garderobe abgegeben.“ Ich finde es, anders als die meisten Foristen, ganz gut, wenn extrem herabwürdigende Kommentare gelöscht werden. Aber dann sollte man auch bei den Beiträgen selbst darauf achten, dass – bei aller Schärfe in der Sache (!) – der Ton respektvoll bleibt.

  13. Ja, die Einkommen sind nominal höher, aber die Kosten für den gesamten Lebensunterhalt sind viel stärker gestiegen und es sind erhebliche Verschiebungen und Entwicklungen in der Lebenswirklichkeit zu berücksichtigen, als dass der Vergleich der „über alle Einkommensgruppen gemittelten Minuten Arbeitszeit pro 1l Treibstoff oder pro Hühnerei oder pro Handwerkerstunde“ einen realistischen Vergleich der Realitäten von 1960 zur Jetztzeit abbilden könnte. Das ist daher nur eine akademische Übung zur Vedeutlichung der missbräuchlichen Nutzung und Wertung statistischer Daten, die einer Ablenkung von der Realität und Verwirrung des Lesers Vorschub leistet.

    1. Wenn du die sozialistische Gleichmacherei einführen möchtest, dann sage es deutlich. Hühnereier sind aktuell übrigens sehr knapp.

      1. Antwort nicht verstanden?
        Der war nichts an sozialistischer Gleichmacherei zu entnehmen. Nur Kritik am Missbrauch von Statistiken, egal für welchen Zweck.
        Die andere Frage an dich: Gibt es die von dir so gefüchtete sozialisitische Gleichmacherei überhaupt, außer in der Einbildung einiger Zwangsneurotiker? So weit ich das beurteilen kann, gab und gibt es in allen großen und kleinen sozialistischen Gleichmacherscenarien immer einige, die gleicher sind als die anderen. In real existierenden Demokratien muss dagegen die Gleichheit der Reichen, Wichtigen und über das Leben anderer Bestimmenden dagegen wenigstens nicht vorgetäuscht werden, da sieht jeder, dass es die nicht gibt.
        Abgesehen davon: Ich war heute in den üblichen Supermärkten einkaufen. Die Eierregale waren überall sehr gut gefüllt.
        Die Knappheit war entweder eine mediale Ente oder nur eine regionale Ausnahme. Verschwunden sind jedoch die Eier zum Preis von 1960. Wenn das dein Motto für Knappheit ist, ….

        1. Ich kann die Beobachtung von Otto Motto bestätigen: in 2 REWE-Supermärkten in 10439 Berlin gab es gestern faktisch keine Eier. Ausnahme waren nur die Super-Bio-Regional-Hahnnichtot-Ichfühlmichgut-Eier. Bei den Geiz-ist-Geil-Eiern war hingegen Ebbe, gleiches bei den Ich-kann-mich-nicht-entscheiden-Eiern.

  14. Wenn du die sozialistische Gleichmacherei einführen willst, dann sage es deutlich. Hühnereier sind übrigens aktuell gerade sehr knapp.

  15. Kleines Bsp.: als ich mit 18 Jahren mein Auto betankt habe, um die erste Hollandfahrt zu starten, zahlte ich an der Tanke im Ruhrgebiet 72 Pfennig pro Liter Normalbenzin. Der Bafög-Höchstsatz damals 585 DM. Bei 176 Stunden pro Monat fleißigen Studierens konnte ich für eine Stunde gut 4,5 Liter Benzin ‚bekommen‘.
    Als ich vor zwei Wochen von einer Hollandfahrt zurückkehrte, wies die heimische Tankstelle (in Nordfriesland) einen Preis von 2 Euro 15 aus für Superbenzin und 2 Euro 28 für Diesel. (In Delft hatte ich für 2 Euro 50 Diesel getankt.) Der Bafög-Höchstsatz heute: 992 Euro. Eine (gesellschaftlich bezahlte) Stunde Studium entspricht heute also gut 2,5 Liter Benzin…
    [Und komme mir bitte niemand mit „besserer Effizienz“ und so. Habe schon damals den Käfer mit 6.0 l/100 km gefahren.]

  16. Juchuu wir rechnen uns reich..

    Meine Kritik wäre, dass die Berechnungen, wenn sie auf dem Amerikanischen CPI (Consumer price index) beruhen vermutlich falsch sind, denn der amerikanische CPI ist nach der Auffassung vieler amerikanischer Ökonomen aus politischen Gründen stark verfälscht.. (Wobei lustigerweise die Benzinpreise stark am CPI beteilligt sind)

    https://www.forbes.com/sites/georgecalhoun/2023/09/18/the-flawed-cpi-the-fallacy-of-year-over-year-inflation-reporting/

    Mit anderen Worten Herr Flassbeck sie brechnen hier einen Wert der Teilweise aus sich selbst heraus generiert wird und der grade in den USA auch einer starken politischen Beinflussung unterliegt..

    (Meiner Meinung nach kann das nicht gut gehen, aber Ich bin ja nur coder und kein Ökonom..)

    Sie behaupten zwar dass man eigentlich gar nicht mehr zahlt, aber das ist schon faktisch nicht richtig, denn wir zahlen mehr ! Und wenn man eh schon keine Kohle hat dann tut das auch weh, auch wenn die „Politik“ einem versichert das es nicht so wäre..

    Mfg Makrovir

    1. Eines noch ..

      Seit geraumer Zeit sprechen Ökonominnen und Ökonomen nicht nur in den USA (Denn das Problem ist in Deutschland und EU genauso vorhanden) von einer sogenannten „K-shaped economy“ also einer Wirschaftsentwicklung bei der die reichsten 10% immer reicher werden während die ärmsten 90% immer ärmer werden.

      Vor diesem sehr realen Hintergrund wäre es also mindestens notwendig diese Rechnung auch für beide Hälften des K’s zu berechnen..

      Mfg Makrovir

      P.S

      “For the U.S. consumer, wealth concentration has produced a situation where the top 40% of households by income account for approximately 60% of all spending; those households, in turn, control nearly 85% of America’s wealth, two-thirds of which is directly tied to the stock market, which has climbed more than 90% in three years.” She calculated that spending by the wealthiest households was growing 6x-7x faster than for the lowest cohort.

      https://fortune.com/article/what-is-k-shaped-economy-wealth-inequality-explained/

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