Bauern in Wut

Bauernprotest
Stefan Müller (climate stuff) from Germany, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Bauern sind unter normalen Umständen keine Aufrührer. Die Politik treibt sie zum Protest. Schon zur Zeit der Bauernkriege sorgten die großen Herren selbst dafür, dass ihnen der kleine Mann zum Feind wurde. Damals ging es um den Zehnten und Frondienste. Heute bedrohen bürokratische Auflagen und die Streichung von Steuervergünstigungen die Lebensgrundlagen der Landwirte und nicht nur ihre.

Die Herren (und Damen) in Berlin müssen es schon arg getrieben haben, dass am 18. Dezember vergangenen Jahres Tausende von Bauern die Hauptverkehrsadern der Hauptstadt dicht machten. „Laut Veranstalter sollen an der Demonstration am Brandenburger Tor etwa 8.000 bis 10.000 Menschen teilgenommen haben, mehr als 3.000 Traktoren waren in Berlin unterwegs.“(1)

Der Bauern Not

Seit das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil vom 15. November 2023 die Berliner Praxis der Geldverschiebung zwischen den Sondervermögen für gesetzwidrig erklärt hat, blinkt die Berliner Ampel im andauernden Warnmodus. Siebzehn Milliarden müssen noch für den Haushalt 2024 zusammengekratzt werden. Woher nehmen und nicht stehlen?

Das heißt: Alle Ausgaben kommen auf den Prüfstand. Alle? Nein, die Ausgaben für die Rüstung und auch jene für den Krieg in der Ukraine werden nicht zusammengestrichen, wohl aber die Ausgaben für die eigene Bevölkerung. Diese scheint den Regierenden in Berlin nicht so wichtig zu sein wie der Wunsch, Russland in die Knie zu zwingen, und die Vorstellung, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnen muss.

Um dem Ziel eines soliden Haushalts für 2024 näher zu kommen, wurden von einem Tag auf den anderen zugesagte staatliche Zuschüsse gestrichen. Besonders hart aber geht man bei der diesmaligen Runde der Haushaltskonsolidierung die Landwirte an. Ihre Landmaschinen, die bisher steuerfrei waren, sollen der Kraftfahrzeugsteuer unterworfen werden. Die bisherige Befreiung war damit begründet worden, dass diese Fahrzeuge in erster Linie abseits der Straßen eingesetzt werden und diese deshalb so gut wie nicht abnutzen. Hat sich daran etwas geändert?

Gleichzeitig mit dieser neuen Steuer soll den Landwirten obendrein auch noch die steuerliche Ermäßigung auf Diesel gestrichen werden. Das belastet die bäuerlichen Betriebe mit 21,5 Cent pro Liter Diesel, was einen durchschnittlichen Einkommensverlust von 4.000 Euro pro Betrieb bedeutet. Zusätzlich wird ab dem Jahreswechsel auch die Kohlenstoffdioxid(CO2)-Abgabe um fünfzig Prozent von dreißig auf fünfundvierzig Euro pro Tonne CO2 erhöht. Ursprünglich waren nur vierzig Euro geplant.

Diese CO2-Abgabe betrifft aber nicht nur die Bauern. Sie wirkt sich für alle an den Zapfsäulen aus und wird die Treibstoffpreise noch stärker ansteigen lassen. Besonders betroffen davon sind die Spediteure, denen die Regierung ohnehin schon mit neuen  Mautverordnungen tief in die Taschen greift, soweit sie mit Verbrennerfahrzeugen unterwegs sind. Das geschehe zum Schutz der Umwelt; aber was sollen sie anderes machen, gibt es doch keine Lastwagen mit Elektro-Antrieb.

Der Bauern Wut

Kaum  waren diese Beschlüsse der Ampel veröffentlicht, ist den Bauern der Kragen geplatzt. Sozusagen über Nacht haben sie ihren Protest auf die Beine gestellt und zum Rollen gebracht. Die Regierung schien überrascht und von der prompten Reaktion überrumpelt. Sie hatte anscheinend nicht damit gerechnet, dass eine gut organisierte Berufsgruppe wie die Bauern schneller handlungsfähig ist, als man das im politischen Berlin gewohnt zu sein scheint. Jedenfalls waren im Nu Tausende von Bauern mit ihren Traktoren vor dem Brandenburger Tor.

Die Regierung hatte sich weggeduckt. Allein der zuständige Landwirtschaftsminister Cem Özdemir hatte in den sauren Apfel beißen müssen und die Regierung vor den Landwirten vertreten müssen. Willkommen war er nicht und dementsprechend verunsichert und wenig überzeugend wirkte er. Özdemir gab sich selbst  empört über diese Beschlüsse, als sei er kein Mitglied dieser Regierung und nicht an der Beschlussfassung beteiligt gewesen. Wie üblich in solchen Konfliktsituationen sicherte er den Bauern seine volle Unterstützung zu, gab sich kämpferisch und versprach, alles in seinen Kräften zu tun im Interesse der Landwirte.

Vielleicht haben er und seine Regierung darauf gehofft, dass belanglose Versprechungen die Bauern besänftigen und sie sich dann im Vertrauen auf sein Wort zufrieden nach Hause trollen. Sollten diese Überlegungen im Hintergrund gestanden haben, so haben sie sich nicht erfüllt. Denn Bauernpräsident Joachim Rukwied  machte deutlich, dass man den Kampf gegen die Regierungsvorhaben aufnehmen werde, solange sie nicht ersatzlos gestrichen werden.

Auch in den Tagen nach der Berliner Veranstaltung gingen die Proteste der Landwirte in vielen Städten und Regionen der Bundesrepublik weiter. Tausende von Traktoren blockierten Landstraßen und Innenstädte. Inzwischen werden weitere Demonstrationen am 8. Januar in einigen Städten der Bundesrepublik vorbereitet und zu einer zentralen Veranstaltung für den 15. Januar in Berlin(2) aufgerufen.

Aber auch immer mehr andere gesellschaftliche Gruppen schließen sich dem Protest an. Mittlerweile  wurden die Forderungen der wachsenden öffentlichen Beteiligung angepasst. Jetzt handelt es sich nicht mehr nur um eine allein an den Interessen der Bauern orientierten Aktion sondern um eine „bundesweite Aktionswoche zur Agrardiesel und Kfz-Steuerbefreiung, sowie Maut- und CO2-Besteuerung.“(3). Man hat also die ursprünglich nur auf die eigene Interessen begrenzten Forderungen erweitert um die der Spediteure nach einer Entlastung von  den Mautkosten.

Dass auch gegen die CO2-Besteuerung demonstriert werden soll, dient den Interessen der gesamten Bevölkerung. Anscheinend ist man sich dessen bewusst, dass mit der Erfüllung der  berufsspezifischen Forderungen allein nicht viel gewonnen ist, wenn auf der anderen Seite durch die Anhebung der CO2-Besteuerung diese Zugeständnisse wieder zunichte gemacht werden.

Um den Kampf gegen die CO2-Besteuerung aufzunehmen, könnte die Kampfkraft der Bauern alleine vielleicht nicht ausreichen. Man scheint zu sehen, dass es dazu einer breiten Unterstützung aus der Bevölkerung bedarf. Denn hier geht es um mehr als nur Geld. Der Kampf gegen den CO2-Wahnsinn berührt einen Kern europäischer Politik. Da wird eine politische Machtfrage gestellt, zu der sich die gesamte Klimadiskussion mittlerweile ausgewachsen hat.

Landesweite Wut

Das erkennen immer mehr Menschen in diesem Lande. Es sind die Abgehobenheit, Starrsinn und Verblendung der Regierenden in Berlin und ihrer Parteien leid, die den Aktionen der Bauern eine breite Sympathie vonseiten der Bevölkerung entgegenbringen. Den Menschen reicht es. Sie sind empört über die Politik der Ampel, die zu einer massiven Verschlechterung der Lebensbedingungen fast aller gesellschaftlichen Gruppen geführt hat.

Das Leben der meisten Menschen in Deutschland ist durch Unsicherheit geprägt, seit sich die Sanktionen gegen Russland immer mehr zum Schaden für die eigene Wirtschaft ausweiten. Die Energiepreise sind massiv gestiegen und in deren Folge auch die Lebensmittelpreise. Werden die Produktionskosten der Bauern und die Transportkosten der Spediteure nun auch noch steigen, bleibt das mit Sicherheit nicht ohne Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise.

Schon jetzt können sich laut einer Studie aus Özdemirs Ministerium vom März 2023 „3,5 Prozent oder rund 3 Millionen Menschen … nicht jeden Tag die für eine gesunde Ernährung notwendigen Produkte leisten.“(4) Der Bundesverband der Tafeln gab Mitte des Jahres bekannt, dass inzwischen „36% der Mitgliedsorganisationen … bis zu 50 Prozent mehr Kunden haben. Ein Fünftel zählt bis zu doppelt so viele, weitere 16% mehr als doppelt so viele Menschen“(5), die in einem der reichsten Länder der Welt auf Lebensmittelspenden angewiesen sind, die zudem immer knapper werden.

Aber auch an allen anderen gehen die Auswirkungen der Sanktionen nicht vorbei. Die Menschen spüren es in allen Lebensbereichen. Mit gestiegenen Zinsen sollte die Inflation bekämpft werden, aber es werden auch Wohnungsbaugesellschaften in den Ruin getrieben. Privater Wohnungsneubau ist aufgrund der gestiegenen Zinsen und Materialkosten unrentabel geworden. Statt den öffentlichen Wohnungsbau zu fördern, fließt Geld in die Rüstung und die Finanzierung der Ukraine, das für die Bedürfnisse der eigenen Bevölkerung notwendig wäre. Wohnungsknappheit lässt die Mieten steigen.

Landesweite Unterstützung

In dieser sich aufheizenden Stimmung schien nach den Bildern aus Berlin ein Ruck des Aufbruchs und der Erleichterung durch das Land zu gehen. Endlich scheint jemand das Heft des Handels in die Hand zu nehmen. Endlich stößt jemand den Protest gegen diese Regierung und ihre weltfremden Beschlüsse an. Der Unmut, der lange gebrodelt hat, scheint nun eine Richtung und auch eine Führung zu bekommen.

Trotz der Behinderungen, die die Demonstrationen der Bauern in Städten und auf Landstraßen verursacht haben, traf ihr Handeln auf eine verständnisvolle und wohlwollende Haltung in der Bevölkerung. Die Menschen wissen sehr gut zu unterscheiden, ob selbstgerechte Klimakleber sie auf dem Weg zur Arbeit behindern oder hart arbeitende Landwirte. Deren Forderungen sind für die meisten nachvollziehbar, und viele sehen diese mit ihren eigenen Anliegen im Einklang.

Selbst als die Forderungen der Bauern sich noch weitestgehend auf ihre eigenen Interessen bezogen und die meisten Bürger sich darin eigentlich nicht hatten wiederfinden können, hielt das einen Großteil von ihnen nicht davon ab, sich mit den Bauern zu solidarisieren. Eine Petition „Gegen die Streichungen der Agrardieselrückvergütung & Kfz-Steuerbefreiung (Landwirtschaft)“(6), die am 17.12.2023 gestartet worden war, hatten innerhalb weniger Tage mehr als eine Million Menschen unterschrieben.

Dass die Landwirte nun ihre Forderungen erweitert haben, zeugt von ihrem Gespür für die Lage. Anders als die Politiker, Medienvertreter und sogenannte Experten sind sie selbst bodenständiger Teil der Bevölkerung. Ihnen scheint bewusst zu sein, dass sie die breite Unterstützung aus der Bevölkerung gewinnen müssen. Und diese Unterstützung fliegt ihnen zu, sie müssen gar nicht darum kämpfen.

Die Bauern sind gut organisiert, und sie sind im Moment die einzige Organisation in Deutschland, die den Kampf aufnimmt gegen eine Regierung, die sich immer weiter von der Lebenswirklichkeit der Bevölkerung entfernt hat. Die Mehrheit der Menschen, die unter den Beschlüssen der Regierung leiden, sind nicht organisiert und deshalb gegenüber der Kampfansage von oben wehrlos.

In dieser Lage nun bieten die Bauern Anker und Halt für all jene, die sich zur Wehr setzen wollen. Sie bündeln deren Bereitschaft zum Widerstand und erhöhen damit die eigene Durchsetzungskraft. Deshalb ist es im Interesse aller, die mit den Maßnahmen und der Politik der Regierung unzufrieden sind, die Bauern mit aller Kraft zu unterstützen, denn es gibt keine vergleichbare Kraft im Lande, die den Kampf organisieren und erfolgreich führen könnte. Sie stehen stellvertretend für die Interessen der gesamten Bevölkerung.

 

Fußnoten

(1) https://web.de/magazine/politik/bauern-proteste-gesamte-landwirtschaft-fuehlt-kopf-gestossen-39001132
(2) https://t.me/LsV_RLP_ev/21
(3) ebenda
(4) Handelsblatt vom 20.12.2023: Es fehlt an Geld für Essen
(5) ebenda
(6) Gegen die Streichungen der Agrardieselrückvergütung & Kfz-Steuerbefreiung (Landwirtschaft)

 

Rüdiger Rauls ist Buchautor und betreibt den Blog Politische Analyse.

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81 Kommentare

  1. Man muß sich fragen warum sich die Regierung mit den Bauern anlegt. Das machen die ja nicht aus Dummheit. Es gibt viele mögliche Gründe zum Spekulieren. Beispiele :

    1. Grundlage zur Schaffung von mehr Repression gegen Widerständler. Möglicherweise wird der Einsatz der Bundeswehr im Innern möglich.
    2. Transformation der Nahrungsmittelindustrie. Ukraine ist ein günstiger Produzent, der in die EU möchte.

  2. „dass diese Fahrzeuge in erster Linie abseits der Straßen eingesetzt werden und diese deshalb so gut wie nicht abnutzen. Hat sich daran etwas geändert?“

    Ich könnte mir vorstellen, dass Leute, die bspw. als Fahrradfahrer öfter auf kleinen Straßen unterwegs sind, die ansonsten häufig von Landwirten genutzt werden, berichten könnten, dass frisch geteerte Wege unten den modernen tonnenschweren Landwirt-Gerätschaften keine zwei Jahre ohne Schäden durchhalten.

    Schädlicher sind eigentlich nur noch Kieslaster.

    Ansonsten: Go! Bauern!

    Jeder Euro für den Krieg ist verschwendet. Angedacht als weiße Salbe für die verletzten Seelen der Kriegsbegeisterten, aber dann doch nur weiterer Aderlass.

  3. Ich hoffe auch, dass der Optimismus vieler nicht enttäuscht wird, die auf große Bauernproteste setzen, und übrigens auch darauf, dass nicht ein neuer „Martin Luther“ zum Kampf gegen die Bauern aufruft.

    Dieser Verrat an den „Bauernkriegen“ sollte unvergessen sein – die Evangelische Kirche hat von Anfang an das Blut der Bauern an ihren Händen, aber wie hieß es damals so schön von den unterlegenen Bauern? „Wir haben verloren, aber unsere Enkel fechten es besser aus!“ – Hoffen wir, dass wenigstens diesmal kein neuer „Luther“ auftritt – Özdemir wäre übrigens ein solcher, der als Landwirtschaftsminister so tut als wäre er kein Teil der Ampel-Regierung – die Bauern sollten auf diese „grüne“ Taktik nicht reinfallen, die da heißt man ist Teil des Protests, während Mensch (=Özdemir) real Teil der Regierung ist.

    Wer als Verbraucher übrigens denkt, dass die Bauern nur für sich allein protestieren, der sollte einmal die Zusammhänge der Warenherstellung für die Discounter sehen – die Preiserhöhungen, die nämlich anstehen, sollten die Bauernproteste keinen Erfolg haben, sind eben eine direkte Folge der Pläne der Ampel-Regierung das Leben unserer Landwirtschaftsunternehmer zusätzlich zu erschweren. Dazu kommt noch, und das ärgert mich als Verbraucher auch, dass wir von den geizigen Lebensmittelunternehmern auch anderweitig abgezockt werden – „Shrinkflation“ – schon einmal gehört? Googelt mal danach, der Verbraucher wird nur noch vera…t, und das ganz ohne Bauernproteste, die ich, als Sohn von Nebenerwerbslandwirten, die leider nicht mehr leben, durchaus nachvollziehen kann.

    Was die Steuerbefreiung von der KfZ-Steuer angeht, die hatten meine Eltern auch, aber ich, als Sohn, der eben kein Landwirt mehr ist, nicht mehr – ergo muss ich die volle Kfz-Steuer für einen Oldtimer-Traktor, als Erbstück in einer Erbengemeinschaft, bezahlen……tja, so kann es gehen…..spätestens die Nachfahren zahlen, insofern die Miterben das Erbe weiter nutzen wollen, die KFz-Steuer für die Landmaschinen denn doch – insofern die keine Bauern mehr sind…..

    Wer sich für Geschichte interessiert, und wie ein (angeblich großer) Reformator namens Martin Luther einen Kollegen verraten hat, der die Bauernkriege unterstützt hat, soll mal bei „Thomas Müntzer“ nachgoogeln…..wie schon gesagt, dessen Blut, und das hat Luther in älteren Jahren sogar (angeblich) selber einsichtig gesagt, klebt an den Händen des „Reformatoren Martin Luther“…..ebenso wie das Blut der Bauern, die Luther verraten hat……

    Sarkastische Grüße
    Bernie

    1. Spätestens als Friedrich der Weise „Junker Jörg“ auf der Wartburg Schutz vor den kaiserlichen Häschern bot, war Martin Luther „gekauft“. Vielleicht ließ man ihn aber auch schon früher
      gewähren. Luther wurde jedenfalls zum Werkzeug der aufstrebenden Landesherren und -herrchen gegen den römisch-deutschen Kaiser. Da konnten die Bauern in ihren „12 Artikeln“ die lutherische Lehre nur missverstehen.

      1. Das damals im 15.Jahrhundert aufstrebende Bürgertum hat ihre Chance sich mit Hilfe der Bauern gegen die feudale Klerikal-Aristrokratie durchzusetzen nicht genutzt. Das bedeutete Jahrhundertelangen Stillstand für Deutschland, während andernorts z.B. in England und Frankreich langsam das moderne städtische Bürgertum die Aristrokratie ablöste, bürgerliche und politische Freiheiten definiert wurden, das Gesellschaftssystem langsam von Feudalismus auf Kapitalismus überging und Nationalstaaten geschaffen wurden. Da wurde in den Deutschen Staaten noch sehr lange eigentlich bis ins 18./19.Jahrhundert hinein der Feudalismus praktiziert. Ob „Elbflorenz“ Dresden, „Spreeathen“ Berlin, „Klassikerstadt“ Weimar, Fantasiebauten wie Neuschwanstein oder die Walhalla die deutschen Feudalherrscher wollten alle gesehen werden wie der „Sonnenkönig“ Ludwig der XIV …

        Für die moderne war da lange kein Platz und als sie dann endlich da war führte die gleich zu 2 Weltkriegen und der Teilung der Welt. Die heutigen Eliten möchten gerne an das 19.Jahrhundert anknüpfen weil das ja damals so viel besser war angeblich.

    2. Wir können in diesem Jahr den 500. Jahrestag begehen. Aber lieber keine historischen Parallelen ziehen. 1525 hat man die Bauern weitgehend geschlagen und blutige Rache für den Versuch genommen, die adeligen Schmarotzer und Unterdrücker los zu werden . Der Aufstand scheiterte auf ganzer Linie.
      In den süddeutschen Landen hat man trotzdem an den feudalen Lasten für die Bauern nicht so gedreht , wie im Norden, wo man die Unterdrückung verschärfte.
      Alles sehr traurig. Hole ich mir lieber eine bunte Zeitschrift vom Kiosk und schaue mir an, was die netten Nachfolger der Sieger mit dem Reichtum, den ihre Vorfahren den Bauen abpressten, heute so machen.
      Och, die sind doch alle so nett und so richtig schön und haben Sorgen, wie wir Menschen…….

  4. Die Verbohrtheit (und bei manchen der Fanatismus), mit der Aufrüstung und Krieg finanziert wird bei gleichzeitiger Vernachlässigung der eigenen Bevölkerung und Vernachlässigung einer schlüssigen und sozialverträglichen Umweltpolitik, lässt für mich nur den Schluss zu, dass dahinter ein größerer Plan steckt (Stichworte Mackinder, Brzezinski, Friedman), der sich in der Endkonsequenz einen Scheiß um Natur-, Umwelt- und Klimaschutz schert. Es geht um die Aneignung und Ausbeutung von Ressourcen durch die „Herrenmenschen“.

  5. Durchaus spannend bleibt, ob es der Regierungsmob schafft, die Polizei gegen die Demonstranten einzusetzen, wie bei den Coronademos. Das dürfte dann knallen, weil die Bauern mit ihren Traktoren keine alten Mitbürger auf Fahrrädern sind, die man ungestraft zusammenknüppeln kann. Ich hoffe sehr, dass die Sicherheitskräfte sich gegebenenfalls auf die Seite der Bevölkerung stellen.

    1. Wann kommt es endlich zum Generalstreik?Wann jagen wir diese Regierung endlich zum Teufel.Wir werden doch nur belogen und betrogen.Dann tut diese verdammte Regierung auch noch so als wären immer andere an ihrem Versagen schuld.Um das Volk weiter zum Narren halten zu können geben sie mal wieder anderen Parteien wie der AfD die Schuld.Was hat ein Parteiverbot mit Demokratie zu tun.Weg mit den Alten Zöpfen.

      1. „Wann kommt es endlich zum Generalstreik?“

        Der ist in Deutschland verboten!

        Interessant wäre im Zusammenhang mit den Protesten was andere Gruppierungen daraus lernen können und ob es nicht zu vereinten Protesten kommen sollte.

        Aber das wird nicht ernsthaft gewollt wie man in den obigen Beiträgen lesen kann.

        Man lamentiert hier lieber über mittelalterliche Gegebenheiten als konstruktive Alternativen zu entwickeln.

        Ansonsten nur Gejammer.

        Die meisten Foristen wollen nichts ändern sondern sich selbst darstellen und mal ein wenig Dampf (Frust) ablassen und bemitleiden sich allenfalls.

        Foren dienen im System auch als sozialpädagogische Maßnahme und das ist von den Herrschenden durchaus gewollt.

        Überdie erfüllen

    2. „Ich hoffe sehr, dass die Sicherheitskräfte sich gegebenenfalls auf die Seite der Bevölkerung stellen.“

      Lassen Sie alle Hoffnung fahren. Leider. Wo und wann hätte es jemals so etwas gegeben?

      Und staatliche Repressionskräfte sind eben staatliche Repressionskräfte. Die tun, was aus Sicht der Herrschenden getan werden muss, um die herrschende Ordnung mit aller Gewalt zu sichern.

      Dass die Herrschenden tausende, zehntausende Bauern zugunsten des Kapitalistandortes Deutschland kaputt machen (und bereits kaputt gemacht haben), interssiert die Herrschenden nur insofern, als der Kapitalstandort Deutschland in der Staatenkonkurrenz die anderen Staaten niederkonkurrieren kann. Dazu gehört für die Herrschenden eben nicht nur, dass sie das in ihrem Herrschaftsmaterial befindliche, nicht rentable bäuerliche Menschenmaterial profitabel resp. kaputt machen, sondern auch, dafür zu sorgen, das die von ihnen kaputt gemachten Bauern anschließend den Fortschritt von Geschäft und Gewalt nicht stören.

      Dazu setzen die Herrschenden einerseits auf rohe Gewalt, für die sie ihre Repressionskräfte schicken.

      Als zweites Standbein sekundiert die Lügenpresse, die bereits eine Diskursverschiebung installiert hat. Das ging los mit widerlich tendiösen Ueberschriften wie: „Wie berechtigt sind die Forderungen der Bauern?“

      Mittlerweile hat die Lügenpresse bereits eine Diskursverschiebung hingekriegt, indem sie allenthalben vor Rechtsextremen warnt (die tatsächlich teilweise zur Teilnahme an den Protesten aufgerufen haben), die den Bauernprotest „unterwandern“ würden. Damit haben sich die Herrschenden und ihre Lügenpresse die gewünschte bestmögliche Grundlage geschaffen, um den gesamten Bauernprotest zu diffamieren, inhaltlich totzuschweigen und abzuräumen (genau wie bei den Coronademos, wo Sie die schon erwähnen).

      Diese Zersetzungsmaßnahme trägt auch schon dicke Früchte: Die Bauernvertreter distanzieren sich schon von „Rechten etc.“ auf den Protesten, die seien dort unerwünscht.

      Aber die Zersetzung von innen hatte da schon längst begonnen. Bereits als vor einigen Tagen die Bauern harmlos des Berufslügners Habeck Schiffchen blockierten und ihn am aussteigen und weiterlügen hinderten, distanzierten sich manche Bauernvertreter von dieser Aktion. Damit alles schön geordnet bleibt und sich die Bauern widerstandslos zur Schlachtbank führen lassen.

      1. distanzierten sich manche Bauernvertreter von dieser Aktion

        Ja also, diese Bauern, wie können die nur? Die haben doch noch gar keine Bahnsteigkarte gekauft? Dann geht ja sowas gar nicht….🤤

      2. @“Ich hoffe sehr, dass die Sicherheitskräfte sich gegebenenfalls auf die Seite der Bevölkerung stellen.“

        Bei der angeblichen Revolution für Bananen in der ehemaligen DDR haben die Sicherheitskräfte nicht geschossen.

        Im Westen würden die bei solchen Protesten wie in der DDR , auch wenn sie friedlich sind, schiessen. Da sollten wir uns nichts vormachen. Von der Regierung bezahlte Provokateure würden ggf. dafür sorgen das es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt.

        Wie die MS-Medien berichten gibt es bereits Forderungen Kritik an Israel mit 6 Monaten Haft zu bestrafen weil eine solche Kritik antisemitisch sein soll.

        Das beides nichts miteiander zu tun hat interessiert keinen.

    3. Es ist wie in der Endphase der DDR. Die Republik verändert sich. Baerbock hat ja gesagt das ihr die Wähler egal sind, die Ukraine sei ihr wichtiger. Die Marie de Antonett der Neuzeit.

  6. Vielen Dank, Herr Rauls, dass Sie sich in Ihrem wirklich guten Artikel dieses wichtigen Themas angenommen haben.

    Treffend formuliert:
    „Alle Ausgaben kommen auf den Prüfstand. Alle? Nein, die Ausgaben für die Rüstung und auch jene für den Krieg in der Ukraine werden nicht zusammengestrichen, wohl aber die Ausgaben für die eigene Bevölkerung. “

    und

    “ [Sie] sind die Abgehobenheit, Starrsinn und Verblendung der Regierenden in Berlin und ihrer Parteien leid, die den Aktionen der Bauern eine breite Sympathie vonseiten der Bevölkerung entgegenbringen. Den Menschen reicht es.“

    Ja, es liegt etwas in der Luft.

    Und dieses In-der-luft-liegen wird auch durchaus von vielen bemerkt. Das heißt nicht, dass auch viel passieren muss, und noch weniger, dass sich tatsächlich etwas ändert, aber man kann es weniger völlig ausschließen als vor Jahren.
    Parviz Amoghli hat zu recht auf die starke Stellung der Regierenden hingewiesen, woraus ja auch deren Selbstsicherheit stammt: https://www.alexander-wallasch.de/gastbeitraege/der-8-januar-schielt-auf-den-9-november-die-demokratie-demokratisch-zurueckholen

    Auch sollte man nicht vorschnell meinen, dass ein erfolgreicher Protest am Ende in eine Richtung gehen müsse, die man für wünschenswert hält. Die Geschichte ist voll von Beispielen, wo die Ereignisse eine unerwartete Eigendynamik gewonnen haben.

    Ein aufgeschnapptes Gedicht aus alten Zeiten – wohl von 1911 – von Jakob van Hoddis.

    Weltende

    Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
    In allen Lüften hallt es wie Geschrei.
    Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
    Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

    Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
    An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
    Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
    Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.

    1. Auch sollte man nicht vorschnell meinen, dass ein erfolgreicher Protest am Ende in eine Richtung gehen müsse, die man für wünschenswert hält. Die Geschichte ist voll von Beispielen, wo die Ereignisse eine unerwartete Eigendynamik gewonnen haben.

      Ja, das möchte ich in dem Zusammenhang noch mal unterstreichen.
      Die Leute sind alle „so geil“ darauf, dass sich _irgendeine_ Art von Widerstand erhebt, dass sie gar nicht mehr dran denken welche Gefahren das so bergen kann.
      Was in diesem Artikel fehlt ist ja auch die Erwähnung und evt. Einordnung der Anlandungsblockade gegen Habeck.
      Darauf müsste man schon eingehen, wenn man ein vollständiges Bild der Bauernproteste geben möchte.

      1. @ Two Moon

        Wie sich die Proteste entwickeln, das werden wir in den nächsten Tagen sehen.

        Was natürlich wichtig ist und von Herrn Rauls weiter unten (an @ garno) auch noch einmal angesprochen wurde, ist der Umstand, dass es sich hier um keine revolutionäre Bewegung handelt und erst recht um keine revolutionäre Bewegung im marxistischen Sinne. Energie ist aber trotzdem da, ist aufgestaut und kann nicht so leicht beseitigt werden.
        Ich halte es für einen Irrtum, ja einen Fehler, viel oder gar nur in der Kategorie „revolutionärer Umsturz“ zu denken. (Damit meine ich nicht Sie.)

        Dies wiederum scheint bei jenen Lesern, die im Herzen Marxisten geblieben sind, zu Enttäuschung, ja Desinteresse zu führen. Auf eine kommende marxistisch-revolutionäre Erhebung kann man nun allerdings fast bis zum Sankt Nimmerleinstag warten.

        1. @ Wolfgang Wirth

          Jaja, sowas wie marxistische oder sozialistische Erhebungen oder Revolutionen sind in der Tat eine Art Anachronismus. Das war einmal. Alleine schon deswegen weil es keine echte Arbeitetklasse mehr gibt, aber auch aus einer Reihe von anderen Gründen.

          Gleichzeitig habe ich aber, wie Sie wissen, viel weniger Probleme mit dem Wort „Sozialismus“ und mit dem, was man damit verbindet, als Sie. Und eine echte Veränderung zum Positiven hin kann es aus meiner Sicht auch nur geben, wenn das neoliberale und kapitalistische System beendet oder zumindest massiv gewandelt wird. Eine andere Möglochkeit sehe ich nicht.

          Eine echte Umsturzbewegung durch die Bauern oder etwas wie Gelbwesten sehe ich auch noch nicht kommen. Dafür geht es den Deutschen noch nicht schlecht genug, bzw. die, denen es wirklich schon sehr schlecht geht, denen fehlt vielfach die Zeit, die Kraft, der Mut um was zu tun.
          Rabatz machen dann eher die, die noch was zu verlieren haben.

          Wenn es irgendwann eine massive Protestwelle geben wird, dann wird die sich wohl eher aus dem Lager der Corona-Maßnahmen-Kritiker, Klimapolitikkritiker, Querdenker und allen möglichen Varianten von rechten und rechts-konservativen Potential (darunter eine Menge sehr zweifelhafter Leute und Ansichten) aufbauen. Diese Leute meine ich vor allem, wenn ich sage:
          „Die Leute sind alle „so geil“ darauf, dass sich _irgendeine_ Art von Widerstand erhebt, dass sie gar nicht mehr dran denken welche Gefahren das so bergen kann.“
          Hauptsache „Druck ablassen“ spürt man bei denen und das kann durchaus irgendwann gefährlich werden.

          Wobei ich auch eher auf der Seite der Bauern stehe, zumindest vieler Bauern, die um ihr Überleben kämpfen. Aber bei den Bauern gibt es ja auch solche und solche.

    2. “ [Sie] sind die Abgehobenheit, Starrsinn und Verblendung der Regierenden in Berlin und ihrer Parteien leid, die den Aktionen der Bauern eine breite Sympathie vonseiten der Bevölkerung entgegenbringen. Den Menschen reicht es.“

      Ich würde sagen, hier hat die Ampel den Baerbock`schen Stinkefinger an ihre Wähler übernommen. Und CDU/CSU und Linke wären auch dabei. Das ist der Club der Destruktiven im Dienste des Imperiums.

      Daran wird sich nichts ändern, bis der Bürger selbst reagiert. Aber das passieren wird? Statt dessen wird es wohl eine andere, schwächere Gruppe treffen.

  7. Laut Ideologie der westlichen, liberalen Demokratien geht es um die Verteidigung (und um die Verbreitung) von Freiheit und Demokratie in der Welt. Da ist es nur folgerichtig, wenn auf die Befindlichkeiten der Bevölkerung wenig Rücksicht genommen werden kann. Jetzt hat es die Bauern getroffen, andere werden zwangsläufig folgen. Der Wohlstandsverlust dürfte für immer mehr Bevölkerungsgruppen spürbar werden. Einflussreiche Gruppen mit einer großen Lobby werden sich wehren können, während schwache und einflusslose Gruppen die größte Last zu tragen haben.

    Die Bauernproteste für eine revolutionäre Bewegung zu halten (worauf hier wohl angedeutet wird), darauf würde ich nicht setzen. Ähnliches gab es vor kurzem in Holland, mit dem Resultat eines populistischen Rechtsrucks. Auch die Gelbwesten-Bewegung in Frankreich und die Proteste gegen die Renten-Reform haben die Populisten gestärkt. Die diversen populistischen Bewegungen in Italien haben zu einem stramm antirussischen und transatlantischen Populismus in Regierungsverantwortung geführt. Bei uns steht die CDU bereit den Unmut der Bauern zu übernehmen. Die CDU muss auch nicht transatlantisch gewendet werden, sie muss nur ein wenig populistischer werden, dann ist die Revolte der Bauern kanalisiert.

    1. Werte/r garno
      von “ revolutionäre Bewegung“ ist keine Rede. Vermutlich entspricht das eher Ihren Wünschen, aber weder in meinem Text noch in der Realität ist davon die Rede. Es geht bei den Protesten in erster Linie um die Wahrnehmung von Interessen. Das ist in den westlichen GEsellschaften, die vom werteverkorksten Denken ihrer Meinungsmacher verseucht sind, schon eine ganze Menge. Dass auch diese Werteorientierung ein Konzept der Interessenvertretung ist, soll hier ausdrücklich betont werden. Aber im Falle der Bauern und der sich ihnen anschließenden Bevölkerungskreise wird die Interessenorientierung nicht verheimlicht, was im Gegensatz dazu bei der Werteorientierung geheuchelt wird.
      In der heutigen gesellschaftlichen Situation im politischen WEsten ist eine andere Orientierung solcher Proteste als eine rechts-populistische fast unumgänglich. Wo ist denn eine Kraft, die eine linke Orientierung geben könnte? Wobei nicht einmal klar ist, was unter links zu verstehen wäre. Die Rechtspopulisten sind ja eigentlich nichts anderes als Fleisch vom Fleische der herrschenden Politik. Sie denken auch nicht anders als die konservativen und liberalen Kreise. Die Grundsätze von Demokratie und Kapitalismus sind bei ihnen dieselben. Sie wollen keine andere Gesellschaftsform als die Demokratie, eben nur eine demokratischere.d.h. eine Demokratie, die sich mehr nach ihren eigenen Wünschen ausrichtet. Und sie wollen auch kein anderes System als den Kapitalismus, nur halt einen Kapitalismus, der nicht ganz so schlimm kapitalistisch ist, wie sie ihn erleben.
      Nicht jeder Antikapitalist ist revolutionär. Selbst die Nazis waren zu großen Teilen antikapitalistisch. Revolutionär ist im Moment gar nichts. Alle Protest-Bewegungen in Deutschland und im politischen Westen sind zur Zeit darauf ausgerichtet, die alten Verhältnisse zu erhalten oder wieder herzustellen. Die Klimakleber haben Angst vor dem Klimatod und wollen die Welt auf dem derzeitigen Zustand erhalten, die Bauern haben Angst vor der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen und wollen diese erhalten. Keiner will die Überwindung des Kapitalismus sondern seine Konservierung auf dem derzeitigen Stand. Aber der Kapitalismus und seine inneren Triebkräfte, nicht seine Vertreter, die überall als die Übeltäter angeprangert werden, nehmen darauf keine Rücksicht. Das liegt in seiner Natur und vor allem an seinen inneren Widersprüchen. Und diese werden nicht durch guten Willen oder bessere Regierungen aufgehoben. Diese inneren Widersprüche des Kapitalismus werden erst aufgehoben, wenn der K. selbst überwunden ist.

      1. Also, nach meinem Dafürhalten wollen rechtspopulistische Parteien weniger Demokratie und sie wollen eher noch mehr Kapitalismus. Das volksdemokratische Mäntelchen, das sich die AfD umhängt, sollte nicht von deren wahren Zielen ablenken. Ja, die AfD ist Fleisch von Fleische der Konservativen. Sie und ähnliche Strömungen sollen originär sozialdemokratische, gar sozialistische Forderungen in rechtspopulistische Kanäle lenken. Die Kapitalbesitzer wissen natürlich um den Unmut. Aber „Links“ im ursprünglichen Sinne soll für alle Zeit „undenkbar“ werden. Vor dem Rechtspopulismus haben die Kapitalbesitzer weniger Angst, als vor links. Zurecht.

        1. @ AeaP
          Auch ich befürchte, daß die AFD nur ein weiterer falscher 50er ist.
          Ganz in der transatlantischen Blockflöteneinheitspartei verankert, in den Farbnuancen grün, rosa, gelb, blau, schwarz und rot, wie es derzeit dargeboten wird. Und dann noch die Behauptungen, das derzeitige fascho-neofeudalistisch-kleptokratische Gedankengut sei links. Da bekommt man vor lauter Kopfschütteln ein Dauerschleudertrauma.

      2. Herr Rauls, Ihrem Kommentar ist weitgehend zuzustimmen, besonders dessen Kern.

        Zu einigen Ihrer Passagen müssen jedoch Einwände vorgebracht werden:

        „Selbst die Nazis waren zu großen Teilen antikapitalistisch“

        Nicht nur „antikapitalistisch“, sondern sogar „zu großen Teilen“?

        Das ist wirklich ein unzutreffendes Gerücht und durch nichts belegbar. Vielmehr ist das Gegenteil belegbar.
        Dass es ein paar antikapitalistische Parolen und Sprechblasen gab, insbesondere von den Strassers, sollte über die erzkapitalistische Ausrichtung des Nationalsozialsozialismus ebenso wenig hinwegtäuschen wie die spätere teilweise Abmilderung des kapitalistischen Verwertungszwangs aufgrund der notwendigen Umstellung auf Kriegswirtschaft.

        „Aber der Kapitalismus und seine inneren Triebkräfte, nicht seine Vertreter, die überall als die Übeltäter angeprangert werden, nehmen darauf keine Rücksicht.“

        Das ist richtig und wichtig, zu erwähnen, dass es sich um schädliche, zerstörerische Strukturen handelt und nicht um Verirrungen irgendwelcher austauschbarer Figuren.
        Wichtig und richtig zu erwähnen ist aber auch, dass auch die Funktionseliten/Vertreter des Kapitalismus, nicht nur keine Rücksicht nehmen, sondern dass die auch keine Rücknehmen können. Wer als Einflussagent und Exekutor den Kapitalismus vertritt und vertreten will, MUSS so agieren.

        „Die Klimakleber haben Angst vor dem Klimatod und wollen die Welt auf dem derzeitigen Zustand erhalten“

        Dass die Klimakleber überhaupt davon wissen, dass es – tatsächlich oder vorgeblich – einen Klimawandel gibt und dass die so aufgehetzt sind, ist einzig und allein wieder auf die Ideologieproduktion des hiesigen Kapitalstandortes zurückzuführen. Dem (deutschen) Kapitalismus und seinen aktuellen Habaerböcken geht es nämlich gar nicht ums Klima, das sie mit ihren Maßnahmen selbst nach ihrer eigenen Logik weiter schädigen. Der deutsche Kapitalismus will sich mithilfe der Klimaideologie vielmehr unabhängiger und damit weniger erpressbar machen und auswärtigen Konkurrenten und deren Energiequellen (ok, aktuell gelingt das noch nicht so richtig). Damit der deutsche Kapitalstandort in Zukunft seine Konkurrenten noch besser erpressen kann.

        Und die Klimaideologie sorgt dafür, dass sich die Insassen, in diesem Fall der BRD und Deutsch-Europas, widerstandsloser wirtschaftlich schädigen und benutzen lassen im Namen dieses moralisch einwandfreien Höchstwerts „Weltrettung“.

        1. Wer als Einflussagent und Exekutor den Kapitalismus vertritt und vertreten will, MUSS so agieren.

          1. Wie „so“? 2. Im Prinzip ist das, das selbe Lamento, das immer die Regierenden vor sich her tragen. Unsere Politik ist alternativlos! Wir müssen genauso handeln wie wir handeln. Und das ist natürlich gelogen hoch 10. 3. Nein Blödsinn. Ein Habeck muss kein Heizungsgesetz machen und es muss auch keine CO2 Steuer geben (die doch ursprünglich wieder verteilt werden sollte). Und es muss auch keine Sanktionen gegen Russland geben. Und Deutschland muss auch nicht aufrüsten. Und es muss auch keine europäische Führungsnation sein und es muss Russland nicht den Krieg erklären und es muss auch die Unterstützung Israels nicht zur Staatsräson machen. Kapitalismus geht auch ohne diesen ganzen Scheiß. (Was nicht heißen soll, dass er dann in Ordnung wäre.) Ich versteh immer nicht, warum man auf Links gedreht, die ganze Ausbeutung der Leute durch die Regierung und durchs Kapital absegnen soll. Entweder Kapitalismus und dann ist alles alternativlos, was die Regierung anstellt oder kein Kapitalismus. Mir ist schon klar, warum du diese Alternative aufmachst – weil du halt willst, dass die Leute sich gegen Kapitalismus entscheiden. Das wäre in der Tat vernünftiger. Das Argument ist aber verkehrt, dass der Kapitalismus nur auf diese eine Weise geht. Das wäre ja schon ein religiöses, schicksalhaftes Weltbild, indem die handelnden Politiker immer das Richtige machen, die Rolle, die das Schicksal „Ausbeuter“ vorgesehen hat, nur ausfüllen.

          „Der deutsche Kapitalismus will sich mithilfe der Klimaideologie vielmehr unabhängiger und damit weniger erpressbar machen und auswärtigen Konkurrenten und deren Energiequellen“

          Entweder die Ampel hat die Intelligenz einer Amöbe oder Autonomie ist n i c h t der Zweck der Klimaideologie. Man kann eine kapitalistische Industrienation ohne Rohstoffe auf der nördlichen Halbkugel nicht ausschließlich mit regenerativen Energien, die im eigenen Land produziert werden am Laufen halten. Einfach weil der Wind nicht immer weht und weil die Sonne nur am Tag scheint und weil die Sonne im Winter keine Kraft hat. Von November bis Februar werden nur 13,3 Prozent des Jahresertrags eines Solarmoduls an Strom produziert. Während von April bis September 72,4 Prozent des Jahresertrages anfallen. Das liegt an der Lage Deutschlands auf dem Globus. Zudem sind die Flächen beschränkt. Es d a r f gar nicht jede Fläche mit Photovoltaik zugepflastert werden. Darüberhinaus stehen die Flächen in Konkurrenz zu anderen Nutzungen. Deswegen reisen die Politiker in aller Welt herum, um Abkommen zur Produktion von grünem Wasserstoff abzuschließen. Die Ölstaaten reiben sich schon die Hände. Wenn ihr kein fossiles Öl oder Gas mehr wollt, verkaufen wir euch eben Wasserstoff. Ja toll – alles was dann erreicht ist, ist eine Abhängigkeit durch eine andere zu ersetzen. Und das wissen die Ölstaaten und die anderen Staaten in denen die Sonne scheint auch. Und die deutschen Politiker wissen es auch. Das kann man gar nicht nicht wissen, wenn man sich mit anderen Staaten ins Benehmen setzen muss. Wenn sich ein rohstoffarmes, Land auf der nördlichen Halbkugel, das auch keine nennenswerten Berge hat, um Strom aus Wasserkraft zu produzieren, unabhängiger machen will, um nicht erpressbar zu sein, müsste es seine Energieversorgung d i v e r s i f i z i r e n – damit es den möglichen Ausfall einer Energiequelle durch eine andere ersetzen kann. Und? Macht die Bundesregierung das? Nein sie macht das Gegenteil: Sie legt Atomkraftwerke still, sie hat den Ausstieg aus der Kohle beschlossen, sie zwingt die Leute ihre Häuser mit Strom zu heizen, den es nicht gibt und sie beschließt mit der EU den Ausstieg aus den Verbrennermotoren, einer Schlüsselindustrie, und setzt auf Elektromobilität, die ebenfalls auf Strom setzt, den es nicht gibt. Von Standpunkt der Autonomie in Energiefragen ist das der blanke Irrsinn.

          Deshalb ist das auch nicht der Zweck des Ganzen. Sinnvoll ist dieser Schwachsinn, der die Energiepreise in unbekannte Höhen katapultiert und deutsche Produkte verteuert und dadurch weniger wettbewerbsfähig macht, überhaupt nur vom Standpunkt des Klimas d.h. der Klimaideologie. Das wird sich dann schöngeredet damit, dass Deutschland in Grüntechnologien führend werden will. Das hat aber nicht geklappt, Photovoltaik kommt mittlerweile überwiegend aus China. Ein deutsches oder europäisches Unternehmen sucht man unter den größten Solarzellenherstellern der Welt vergebens. 7 kommen aus China 2 aus den USA und eines aus Kanada. Auch in punkto Versorgung mit Photovoltaik ist Deutschland also nicht autonom, geschweigen denn führend. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163986/umfrage/weltweit-groesste-hersteller-von-solarzellen/
          Das selbe Bild bei den Windkraftanlagen. https://www.gevestor.de/finanzwissen/oekonomie/rankings/top-5-der-groessten-windkraft-konzerne-712324.html
          65% der 2021 weltweit installierten Nennleistung wurde von chinesischen Unternehmen produziert. Nur drei Unternehmen unter den ersten 10, stammen nicht aus China, davon eines aus Dänemark und zwei aus Deutschland. Deutschland ist hier also wenigstens nicht abhängig.

          Misserfolg in Punkto grüner Technologieführerschaft auf der ganzen Linie. Und nicht nur das. Mittlerweile haben die explodierenden Energiepreise unter anderem durch diese Energie/Klimapolitik dazu geführt, dass große Teile der Industrie ins Ausland bevorzugt in die USA abwandern wollen, wo die Energiepreise niedriger sind. Die Politik steuert dagegen, indem sie einerseits z.B. mittels Merit-Order System die Energiepreise für den Endverbraucher hoch hält und sie andererseits für Großabnehmer absenkt. Der Endverbraucher subventioniert also mehr oder weniger direkt die Industrie. Was hat das denn mit Autonomie oder weniger Erpressbarkeit zu tun. Das ist Klimawahn auf Kosten der Lohnabhängigen, der gleichzeitig noch die Industrie bzw. das produktive Kapital vertreibt.

          1. „Im Prinzip ist das, das selbe Lamento, das immer die Regierenden vor sich her tragen. Unsere Politik ist alternativlos! Wir müssen genauso handeln wie wir handeln. Und das ist natürlich gelogen hoch 10.“

            1. Nein, es ist nicht nur nicht dasselbe Lamento, sondern meinerseits ist es eine nüchtern-sachliche Feststellung.

            Unbestreitbar hat es aber einerseits auch den Charakter einer Propagandalüge, wenn die Herrschenden einzelne Maßnahmen, mit denen sie das von ihnen kommandierte Menschenmaterial in der erklärten Absicht schädigen, den Kapitalstandort Deutschland zu stärken, als „alternativlos“ verkaufen.

            Aber das hat eben auch eine andere Seite. Und diese Seite lautet: Es ist notwendig. Denn diese Leute wollen Kapitalismus machen und deshalb können (und wollen) sie nur so handeln, wie sie handeln. Mein Einwand gegen R. Rauls bezog sich auch speziell auf dessen Passage, dass die Herrschenden keine Rücksicht nehmen, was ich so verstanden hatte, dass es doch irgendwie eine Entscheidung der Herrschenden wäre, nicht irgendwelcher Herrschender, sondern solcher, die Kapitalismus machen wollen, ob sie ihr Menschenmaterial, also das variable Kapital, ihre fast ausschließliche Mehrwertquelle, schädigen oder schonen wollen. Mehr war damit nicht gesagt. Aber das eben schon.

            „Ein Habeck muss kein Heizungsgesetz machen und es muss auch keine CO2 Steuer geben (die doch ursprünglich wieder verteilt werden sollte). Und es muss auch keine Sanktionen gegen Russland geben. Und Deutschland muss auch nicht aufrüsten. Und es muss auch keine europäische Führungsnation sein und es muss Russland nicht den Krieg erklären und es muss auch die Unterstützung Israels nicht zur Staatsräson machen. Kapitalismus geht auch ohne diesen ganzen Scheiß“

            2. Unbestritten funktioniert der Kapitalismus auch ohne dass Habaerbock uns Heizgesetze aufherrscht, „Russland ruiniert“ etc.

            Aber der DEUTSCHE ideelle Gesamtkapitalist will eben weiter an vorderster Mehrwertfront mitmischen. Und für ein Land mit „unserer Größe Bedeutung“ , wie das mal eine präsidiale Charge so schön und wahr gesagt hatte, die damals dafür noch ihren Hut nehmen musste, ergeben sich eben bestimmte imperialistische Notwendigkeiten, die eben all das von dir Beschriebene eben doch erfordern.

            Du aber hast ein so gute (und so verkehrte) Meinung vom deutschen Kapitalismus/Imperialismus bzw. vom Kapitalstandort Deutschland, dass du meinst, er könnte doch auch „gut und gerne“ ohne das Zeugs leben.
            Und da irrst du dich. Es ist zwar möglich, dass Habaerbock nicht z. B. Russland ruiniert oder – zum Thema – das große Bauernlegen umsetzt. Aber dass Russland (oder jeder andere Kapitalstandort weltweit) ruiniert/niederkonkuriert werden muss von einem imperialistischen Konkurrenten, ergibt sich bereits rein strukturell aus der kapitalistischen Verwertungslogik. Wenn es Habaerbock bzw. der deutsche ideelle Gesamtkapitalist, nicht tut/versucht, tut/versuchte es ein anderer Staatenkonkurrent.

            Dass du hier ellenlang eindeutig zutreffende Belege dafür vorlegst (die stark an Politikberatung erinnern, also in gewisser Weise das, was die Bauern jetzt auch machen), dass die Rechnung der Herrschenden nicht (möglicherweise: noch nicht) aufgeht dabei, eine autarke oder zumindest weitgehend unabhängige Energieversorgung für ihre Kapitale hinzukriegen, ist keine Widerlegung meiner Behauptung, dass sie genau das beabsichtigen und genau das auch genau zu diesem Zweck beschlossen haben.
            Ob die dabei intelligenter als eine „Amöbe“ vorgehen oder nicht, spielt keine Rolle, die machen einfach Kapitalismus.
            Deine Geringschätzung der geistigen Fähigkeiten von Schloz, Pistolius und Habaerbock verfehlt vielmehr leider das Thema und unterstreicht nur deinen Antrieb, den Herrschenden deine Politikberatung angedeihen zu lassen und ihnen einen „besseren Kapitalismus“ schmackhaft zu machen, einen nämlich der – wie du irrtümlich meinst – ohne all das auskäme bzw. dass die sich bei der Umsetzung „schlauer als eine Amöbe“ an- und darstellen sollten.

            Es ist bedauerlich, dass du manchmal in solche Denkschemata zurückfällst, denn wie deine Kommentare zeigen, sind ja durchaus gute Ansätze vorhanden.

            Dass es das erklärte (und bisher nicht so ganz erreichte) Ziel und explizite Absicht der Herrschenden in Deutschland ist, sich und ihren Kapitalismus mittels autarker Energieversorgung weniger erpressbar von auswärtigen Konkurrenten zu machen und diese dadurch dann selbst besser erpressen und überfallen zu können, bestreitest du zwar.
            Aber die räumen das ja selbst wortwörtlich ein. Hier etwa 2019 in Gestalt eines deutschen Außenministers (den der völlig verwirrte Diether Dehm, der immer wieder sachwidrig erklärt, er wäre Marxist, mal als „Nato-Strichjungen“ bezeichnet hat):

            „Die Energiewende ist nicht nur der Umstieg von fossiler auf erneuerbare Energie – sie verschiebt auch politische Grundkonstanten. Durch den Einsatz erneuerbarer Energien können sich Staaten in die Lage versetzen, ihre eigene Energiesicherheit zu erhöhen. Damit verliert das geopolitische Instrument Energie, wie wir es über Jahrzehnte kennengelernt haben, seine Macht. Energiewendeländer können ihre strategischen und außenpolitischen Interessen unabhängiger verfolgen.“

            1. sondern meinerseits ist es eine nüchtern-sachliche Feststellung.

              Das behauptet die Politik auch, wenn sie davon spricht ihre Politik sei alternativlos. Das ist sie nicht! Und deswegen ist es auch falsch, wenn du „nüchtern sachlich“ dasselbe feststellst.

              Und diese Seite lautet: Es ist notwendig. Denn diese Leute wollen Kapitalismus machen und deshalb können (und wollen) sie nur so handeln, wie sie handeln.

              Das ist Geraune. „Es“? Was genau ist denn notwendig? Irgendwas wird schon notwendig sein. Aber lustigerweise soll immer genau das notwendig sein, was dann gemacht wird. Und das ist Bockmist. Dass es verschieden Arten gibt Kapitalismus zu machen, sieht man schon an den verschiedenen Parteien, die sich auch wenn sie sich nicht allzusehr unterscheiden, doch unterscheiden. Bei AfD und BSW sind die Unterschiede größer als bei der Ampel oder der CDU. Es gibt auch Gemeinsamkeiten und dort würde ich dann auch nach dem Notwendigen suchen. Das wäre dann zu bestimmen. Aber einfach zu behaupten, was die Regierung macht, sei quasi notwendig durch den Kapitalismus vorgegeben, ist verkehrt. Das verwandelt auch noch die größte Dummheit in eine sachliche Notwendigkeit des Systems. So kann man sich auch vor dem Kapitalismus verbeugen.

              Denn diese Leute wollen Kapitalismus machen und deshalb können (und wollen) sie nur so handeln, wie sie handeln.

              Ne, die wollen nicht nur Kapitalismus machen. Kapitalismus ist bloß die aller abstrakteste Klammer. Die einen wollen ein grünen Klimakapitalismus mit olivgrünem Imperialismus, die anderen einen Kapitalismus der den Interessen von Unternehmern Rechnung trägt, die anderen einen sozial angestrichenen Kapitalismus (You’ll never walk alone), die anderen einen sozialen Kapitalismus, in dem es auch für Lohnabhängige gerecht zugeht. Die meisten wollen einen neoliberalen Kapitalismus und auch wenn diese Ideologie sich durchgesetzt hat, bleibt es eine nicht- notwendige Ideologie. Oder war das vor 30 Jahren etwa kein Kapitalismus. Demokraten streiten sich in einem fort um die Art und Weise Kapitalismus zu machen, das haben sie sogar institutionalisiert im Parlament und machen daraus eine Show an dem sie das interessierte Publikum teilhaben lassen.

              also das variable Kapital, ihre fast ausschließliche Mehrwertquelle, schädigen oder schonen wollen.

              Schädigen oder schonen schließt sich ja nicht aus. Meistens hat die Schonung die Schädigung ja zur Grundlage. Ausbeutung wird in jedem Fall organisiert, aber ob die gemäßigt oder bis zum Anschlag erfolgt, beschränkt oder unbeschränkt erfolgt, das können die Herrschenden schon entscheiden. Im Moment sieht alles nach unbeschränkt aus und die Politik ist der Meinung, dass solange das Volk sich nicht rührt, die Belastungen noch nicht hoch genug sind. Mittlerweile gibt es da keine Schamgrenze mehr bezüglich sozialer Marktwirtschaft. Solange keiner aufmuckt, der Gang des kapitalistischen Geschäfts nicht gestört wird, ist alles in Ordnung.

              Aber dass Russland (oder jeder andere Kapitalstandort weltweit) ruiniert/niederkonkuriert werden muss von einem imperialistischen Konkurrenten, ergibt sich bereits rein strukturell aus der kapitalistischen Verwertungslogik.

              Nein Russland zu besiegen, ergibt sich nicht aus der kapitalistischen Verwertungslogik. Dann müsste nämlich auch die USA niederkonkurriert werden, überhaupt alle Staaten die Konkurrenten auf dem Weltmarkt sind. Es wird aber kein Krieg gegen alle Staaten geführt, sondern nur gegen Russland. Russland als Feind hat sich die Nato unter Führung der USA auserkoren. Und die transatlantischen Eliten in Deutschland machen mit. Das ist aber nicht alternativlos und folgt auch keiner kapitalistischen Verwertungslogik. Der Beweis dafür ist, dass Deutschland gerade am Abschiffen ist, und gerade nicht „an vorderster Mehrwertfront mitmischt“. Wenn das Ziel ist an vorderster Mehrwertfront mitzumischen ist „Russland ruinieren“ gerade n i c h t der Weg.

              Dass du hier ellenlang eindeutig zutreffende Belege dafür vorlegst (die stark an Politikberatung erinnern,

              Ja klar, bediene dich ruhig am Diffamierungsarsenal der MSM. Dass du dich an etwas erinnert fühlst, reicht jetzt schon als Argument aus. Bravo dazugelernt – aber leider das falsche.

              dass die Rechnung der Herrschenden nicht (…) aufgeht dabei, eine autarke oder zumindest weitgehend unabhängige Energieversorgung für ihre Kapitale hinzukriegen, ist keine Widerlegung meiner Behauptung, dass sie genau das beabsichtigen

              Doch das ist es. Man wird nicht autark, wenn man Wasserstoff aus dem Ausland kauft. Das sind alles klimaideologiegesteuerte Hirngespinste. Die machen also nicht „einfach“ Kapitalismus, sondern pflegen grünimperialistische Wunschträume. Deren Vorstellung von „Kapitalismus“ ist eben nicht bloß Kapitalismus, sondern ihr klimamoralisches Gutmenschentum, das sich am wirklichen Kapitalismus blamiert. Oder anders ihr Autarkiegedanke entspringt nicht dem Wunsch nur Kapitalismus zu machen, sondern ihrer grünen Ideologie mit der sie meinen den Kapitalismus viel besser hinzukriegen. Die gehen mit ihrer grünen Ideologie interessiert auf die Sache los und glauben, dass bloß weil Kapitalismus und Klima in ihrem Hirn zusammengeht, es auch in der Wirklichkeit zusammengeht. Das ging aber früher nicht zusammen und seit sie an der Regierung sind, geht es erst recht nicht zusammen. Und bloß weil ich sage: Die täuschen sich – mache ich noch lange keine Politikberatung – höchstens dir gegenüber, damit du von deinen affirmativen Urteilen lässt, nach der die Mächtigen sich einfach nicht täuschen können, sondern kapitalismusimmanent immer das Richtige tun. Nein tun sie nicht und dass Deutschland abschifft ist der Beweis.

              Deine Geringschätzung der geistigen Fähigkeiten von Schloz, Pistolius und Habaerbock verfehlt vielmehr leider das Thema

              1. Wenn du so viel von denen hältst, frage ich mich, warum du ständig ihre Namen veräppelst. 2. Sage ich nicht sie seien blöd wie eine Amöbe. Ich sage: sie wären(Konjunktiv) blöd wie eine Amöbe, wenn sie das Ziel (Autarkie) hätten, das du ihnen unterstellst. Die haben aber ein anderes Ziel, und deshalb sind sie auch nicht blöd – jedenfalls nicht so blöd wie eine Amöbe.

              deinen Antrieb, den Herrschenden deine Politikberatung angedeihen zu lassen und ihnen einen „besseren Kapitalismus“ schmackhaft zu machen,

              Ach, bist du ein Herrschender? Oder meinst du dass sich hier auf Overton lauter Herrschende rumtreiben. Oder bin ich blöd wie eine Amöbe und nehme irrtümlich an, dass sich hier lauter Herrschende rumtreiben. Um Herrschenden Politikberatung angedeihen zu lassen, wäre vielleicht die Kommentarfunktion von Overton nicht ganz der Richtige Platz. Oder? Also lass doch einfach diesen Diffamierungsscheiß mit dem du dich sowieso bloß um die Argumente herumdrücken willst.

              Dass es das erklärte (und bisher nicht so ganz erreichte) Ziel und explizite Absicht der Herrschenden in Deutschland ist, sich und ihren Kapitalismus mittels autarker Energieversorgung weniger erpressbar von auswärtigen Konkurrenten zu machen und diese dadurch dann selbst besser erpressen und überfallen zu können, bestreitest du zwar.

              1. Also weiter weg von „nicht so ganz erreicht“ geht ja wohl gar nicht nicht mehr. Bisher macht die Regierung in aller Welt Bücklinge und es nützt noch nicht mal was. Was erwartet man auch, wenn man einen Habeck, der wo er geht und steht die grüne Heilslehre verkündet, die lautet, dass die Welt sich von den fossilen Energien lösen muss, in einen Ölstaat wie Katar schickt. 2. Nein ich bestreite nicht, dass es Imperialisten sind und jeder Imperialist will nicht erpressbar sein. Ich bestreite nur den Grund, wie sie auf auf ihre erneuerbaren Energieträger als Lösung kommen, um autark zu sein. Und der Grund ist nicht, dass sie „einfach nur Kapitalismus“ machen wollen. Oder einfach nur autark sein wollen. Oder in Wahrheit würde es nicht um den Klimaschutz, sondern um Autonomie bei der Energieversorgung gehen. Die denken, dass Klimarettung den Kapitalismus am besten befördert. Dass das widerspruchsfrei zusammengeht. Und da täuschen sie sich und haben sich schon immer getäuscht. Nochmal:
              Das sind nicht einfach Kapitalismusknechte oder -herren, die bloß den Notwendigkeiten des Kapitalismus nachkommen, sondern sie kommen diesen Notwendigkeiten auf eine bestimmte Art und Weise nach, die sich aus dem Wunsch ergibt Kapitalismus müsse nicht mit der Zerstörung der Natur einhergehen, sondern beides könnte sich wunderbar ergänzen. Das ist aber nicht so – also täuschen sie sich.

              Durch den Einsatz erneuerbarer Energien können sich Staaten in die Lage versetzen, ihre eigene Energiesicherheit zu erhöhen.

              1. ist „Energiesicherheit erhöhen“ etwas anderes als
              Autarkie. Das setzen auf erneuerbare Energien ist da nur eine unter vielen Methoden. Die Energiesicherheit kann man auch erhöhen, indem man neue Öl- und Gasspeicher baut. Indem man diversifiziert. Kohle und Atom nicht abschreibt. Das Abschalten von Kohle und Atom lässt sich nicht mit dem Streben nach Energiesicherheit begründen! Sondern ist der Beweis dafür, dass die Klimaideologie im Vordergrund steht und die wird sich dann mit „Energiesicherheit erhöhen“ schön geredet.

              „Damit verliert das geopolitische Instrument Energie, wie wir es über Jahrzehnte kennengelernt haben, seine Macht.“

              Das ist ein Wunschtraum. Zumindest in Staaten, in denen nicht Sommer wie Winter die Sonne scheint, die keine Wasserkraft haben und auch keine Geothermie (wie z.B. Island). „Abstraktionen in der Wirklichkeit geltend machen, heißt Wirklichkeit zerstören.“
              Genau das machen die Regierenden gerade. Die Abstraktion dass Kapitalismus auch klimaneutral gehen müsste machen sie in der Wirklichkeit geltend und zerstören die bisherige Energieversorgung ohne adäquaten Ersatz zu haben.

              1. Na, du hast aber wirklich ein Talent, alles so misszuverstehen, dass ich nur noch staunen kann, was du alles rein- und fehlinterpretierst bei dem, was ich gesagt habe.

                Trotzdem Bussi ♥️

      3. Was mir hier zu kurz kommt, das ist die Geopolitik. Warum leiden wir in Deutschland denn unter Wohlstandsverlust? Doch nicht weil die deutschen Kapitalisten freiwillig auf billige Energie und Rohstoffe aus Russland verzichtet haben. Nein, es sind geopolitische imperialistische Kräfte, die das verursacht haben, die Druck auf deutsche Politik ausgeübt haben.

        Es waren in der Tat die Populisten, die Wagenknecht-Linken und die AFD, die das beim Namen nannten. Es geht um die deutsche Volkswirtschaft insgesamt, die Schaden nimmt (da sitzen alle Deutschen im selben Boot). Was nun beginnt, das ist die Aufteilung des Schadens (da sitzt die Kapitalseite dann natürlich am längeren Hebel).

        Die Bauern sind nur eine Gruppe von vielen, die sich um den kleiner werdenden Wohlstand streiten. Ursache des Wohlstandsverlustes ist hier doch ganz eindeutig fehlende nationale Souveränität und nicht die inneren Widersprüche des Kapitalismus.

        1. Das stimmt, die Kapitalseite sitzt am längeren Hebel. Das saß sie aber schon immer – zumindest im Kapitalismus. Aber die Hebelgesetze kennen nicht nur EINE Seite. Der längste Hebel nützt nichts, wenn auf dem kürzeren eine höhere Kraft wirkt. Übersetzt bedeutet das: die Kapitalseite verfügt zwar über mehr Macht, weil ihr der Staat mit seinen Machtmitteln zur Verfügung steht. Wenn aber die Geschlossenheit des Volkes auf die andere SEite einwirkt, d.h. wenn auf der anderen Seite ein hohes politisches Bewusstsein vorherrscht, das sich seiner Interessen, seiner Kraft und seiner Ziele bewusst ist, dann sieht die Sache schon anders aus. Wenn also diese Volksmasse sich nicht nur der Macht bewusst ist, die aus ihrer Geschlossenheit stammt, sondern auch bereit ist, diese einzusetzen, dann werden die Karten neu gemischt. Die Bauern sind sich ihrer Kraft bewusst, bei den Interessen ist es nicht ganz klar und noch weniger Klarheit herrscht beim ZIel. Insofern ist der Ausgang dieses Kräftemessens, das sich im MOment anbahnt, schwer vorher zu sagen. Aber auch in solchen Auseinandersetzungen können immer wieder auch Entwicklungen eintreten, die vorher nicht abzusehen waren. Das muss man dann sehen. Der Nachteil der Bauern liegt darin, dass sie keine zuverlässige und kampfbereite Führung haben.

          1. Ich finde Ihre Ausführungen insgesamt zu idealistisch. Ich könnte mir einen Sieg der Bauern folgendermaßen vorstellen: Die Ampel schmeißt die Grünen raus und holt dafür die CDU an Bord. Damit könnten vordergründig eine ganze Reihe von Problemen gelöst werden und die Regierung käme bis zur nächsten Wahl über die Runden.

  8. „…sind nicht organisiert und deshalb gegenüber der Kampfansage von oben wehrlos.“
    Naja, sie könnten sich immer noch organisieren. Im Bezug auf die allgemeine Wohlstandsverwahrlosung würde ich sagen, sie sind zu faul und zu feige, ihnen geht es noch zu gut. Aber sie sind nicht wehrlos. Ein gern benutztes aber verlogenes Alibi für die eigene Faulheit.

    1. Wo sind SIE denn organisiert? Und wenn Sie nirgendwo organisiert sind, stellt sich die Frage: „Warum sind Sie nirgendwo organiisiert? WO ist denn die Organisation, die für die Interessen der einfachen Leute eintritt außer der ein oder anderen Partei, die vorgibt das zu tun? WO ist denn überhaupt definiert, was als die Interessen der einfachen Leute heutzutage angesehen werden kann. Die kommunistishcen Parteien, die das in den Zeiten zwischen den Weltkriegen versucht haben, existieren nicht mehr. Sie sind zerbrochen gerade an dieser Fragestellung: Wie können in den heutigen Zeiten, in denen das Proletariat nicht mehr zu existieren SCHEINT, die Interessen derer definiert werden, die – schlicht gesagt – nicht zur herrschenden Klasse gehören? Diese zu definieren ist einfacher: Das ist die Klasse der Kapitalbesitzer. Aber deren Interesse ist einfacher zu bestimmen. Es besteht im Erhalt ihrer Herrschaft. Aber wofür sollen sich die organisieren, die keine Kapitalbesitzer sind? Was ist ihr Interesse? Haben sie überhaupt ein gemeinsames, für das sie sich eine Organisation schaffen könnten, um dieses gemeinsame Interesse umzusetzen. So lange ein gemeinsames Interesse nicht definiert werden kann, ist auch Organisation schwierig und das hat nichts zu tun mit sogenannter Wohlstandverwahrlosung.

  9. Dass die Bauern „gut“ organisiert sind, bezweifle ich. Ihre Funktionäre hetzen gegen die Unterwanderung durch Rechtsextreme und Stellen den Kampf gegen Rechts in den Vordergrund und erhalten dafür Unterstützung durch Steinmeier. Damit liegen die Bauernverbände auf der Linie von Verdi und IG Metall und Blockparteien und Leugnen den Zusammenhang zwischen Ukraine- und Israelhilfen, Russlandsanktionen, Masseneinwanderung, Coronamaßnahmen und CO2-Terror auf der einen und Sozialabbau auf der anderen Seite. Sie werden deshalb letztlich nichts erreichen, was ihre Führer aus der Blockmafia ja auch so wollen. Und dass sich die Bauern gegen ihre Verbände auflehnen, wird genausowenig passieren, wie bei Verdi und IG Metall und Blockparteien. Die Rebellen werden einfach isoliert und mit Terrorstrafen für Landfriedensbruch oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte neutralisiert.

  10. „Es sind die Abgehobenheit, Starrsinn und Verblendung der Regierenden in Berlin und ihrer Parteien leid, die den Aktionen der Bauern eine breite Sympathie vonseiten der Bevölkerung entgegenbringen…“

    Es sind vor allem die offenkundigen, dreisten und von jedermann nachvollziehbaren Lügen (Gründe Inflation, Energienotstand etc.) vor allem eines Olaf Scholz, die eben nicht mehr nur Kopfschütteln hervorrufen.

    Wenn aktuelle Pokitik undemokratischer, menschenfeindlicher, gefährlicher und zerstörerischer ist als jene, vor der man mit einer AfD warnt, hat sie ein grosses Glaubwürdigkeitsproblem – gelinde ausgedrückt.
    Aber traditionell waren die Spezialdemokraten schon immer die Steigbügelhalter der Rechten; was allein in ihrem Wesen begründet liegt.

  11. Da wünsche ich den Bauern viel Erfolg.
    Die Subventionen für die Bauern waren halt eine Folge der Unipolaren Ordnung, so wie es ausschaut wird der EU ihre subventionierten Bauern für den damaligen Absatzmarkt wegfallen. Ja das ist ärgerlich, aber halt ‚Marktwirtschaft‘ und letztendlich auch so gewollt?
    Da möchte ich doch auf den Artikel von Herr Schwinn verweisen, er führte doch alternative Wege auf.
    Weil auch die Rüstungsindustrie genannt wurde, möchte ich doch auf die effektiven „Drohnen“ hinweisen, von wegen Logistik, Lieferungsketten etc. da dort das Ziel der Umwälzung liegt.
    Oder halt alternative Wege ,der legalisierte Hanfanbau zur Erzeugung von reissfesten Stricken.

  12. Endlich rührt sich in Deutschland etwas und das allein ist es wert, die Bauern zu unterstützen. Nur eine mächtige Lobby, die entschieden auftritt, kann den Widerstand gegen eine irre Klimapolitik aufnehmen, die uns alle ruinieren wird, wenn wir das weiter zulassen. Das ist nicht nur die Bundespolitik, das ist die EU. Sollen sich die Bauern in der EU ruhig solidarisieren.
    Damit ist aber noch kein Widerstand gegen andere widrige Umstände auf dem Tisch. Die Ampel wird sich wehrlosere Gruppen suchen, die sie statt der Bauern schädigen kann, damit ihr das Geld für ihre Vorhaben reicht.
    Der Anfang ist gemacht, jetzt muss man sich zusammentun, analysieren und sich solidarisieren.
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=109105
    Wir müssen zurück zu einer vernünftigen Politik, die niemanden zurücklässt und das Steuergelder nicht im Ausland oder zugunsten irgendwelcher Konzerne verplempert. Unsere nationalen Interessen sind maßgeblich und nicht die von USA, Konzernen, NATO, EU und sonstigen Lobbies und NGO’s. Ihnen müssen Grenzen gesetzt werden, genau wie anderen Mächten.
    Ich wünsche den Bauern viel Erfolg. Diese Regierung hat es nicht anders verdient.

  13. Natürlich handelt es sich um Interessenvertretung und zugleich auch um eine Form von populistischen Protest. Was sonst?
    JEDE Protestbewegung ist Interessenvertretung, und wenn sie aus den Reihen der breiten Bevölkerung kommt, ist sie eben populistisch. In einer Demokratie ist das sowohl legal wie auch legitim. Das Neue ist nun, dass es nicht nur um die Interessen der Bauern geht, sondern um die Interessen von vielen. Herr Rauls hat das ja schon geschrieben.

    Was diese Proteste ganz gewiss nicht sind und auch nicht werden, das ist eine revolutionäre Erhebung im marxistischen Sinne. Aber die wird ohnehin auch mittelfristig nie kommen, und wer immer noch auf sie wartet, für den ist der Zug längst abgefahren bzw. der wartet auf Godot.

    Wenn man nach Parallelen oder Vorgängern sucht, dann ist die französische Gelbwestenbewegung wohl die beste Wahl. Genau eine solche Entwicklung befürchtet die politische Klasse in Deutschland und möchte sie daher beinahe unter allen Umständen vermeiden. Daher auch das rasche (halbherzige) Entgegenkommen gegenüber den Bauern vor ein paar Tagen.

    Die Angst vor einer deutschen Gelbwestenbewegung rührt nicht so sehr daher, weil sich hierdurch konkret die Machtfrage stellen würde, sondern eher, weil der indirekte Schaden gewaltig wäre, weil es viele hässliche Bilder geben würde, noch mehr hässliche Kommentare, viel böses Blut und weil die Narrative plötzlich stottern würden.
    Der noch halbwegs schöne Schein ginge verloren. Die von der politischen Klasse und den Medien genährte Vorstellung, dass letztlich doch die Mehrheit hinter ihnen stünde – also hinter den Parteien von der Linken bis zur CDU/CSU – würde gewaltige Risse bekommen. Wie dann die kommenden Wahlen ausgehen würden, muss man sich nicht lange überlegen!

    Da sich nun aber einmal sehr viel Unmut angesammelt hat, da sich viel Energie an- und aufgestaut hat, MUSS sie sich einen Weg suchen und ein Ventil finden. Der Protest der Bauern wird daher gewiss viel Verständnis und auch Unterstützung finden.

    Wohin das alles noch führt, ist offen. Noch ist auch nicht klar, inwieweit sich die Streiks der Lokführer und von verdi mit den Bauernprotesten überlagern werden.
    Dass die Prozesse Eigendynamik entwickeln können, ist schon oben erwähnt worden.
    Selbst eine Verkomplizierung durch nicht auszuschließende Stromausfälle in der kommenden winterlichen Phase mit ihrem stark ansteigenden Stromverbrauch sind möglich, desgleichen darauf bald folgende Krawalle und Plünderungen in bestimmten Gegenden. Nein, ich prophezeie das nicht, aber man kann es eben auch nicht völlig ausschließen.

    Es liegt was in der Luft.
    Lassen wir uns überraschen.

    1. Aber die wird ohnehin auch mittelfristig nie kommen, und wer immer noch auf sie wartet, für den ist der Zug längst abgefahren bzw. der wartet auf Godot.

      Na durch Warten, kommt eine Revolution sowieso nicht zustande, man muss auch was tun und das Tun setzt ein paar richtige Urteile voraus. Vernünftig wäre eine „Erhebung im Marxschen Sinne“, sprich die Abschaffung des Kapitalismus nämlich allemal. Und nein, dass Bauern in die Fußstapfen von Marx und Engels treten, braucht man nicht zu hoffen. Tut hier auch niemand.

      Die Angst vor einer deutschen Gelbwestenbewegung rührt nicht so sehr daher, weil sich hierdurch konkret die Machtfrage stellen würde, sondern eher, weil der indirekte Schaden gewaltig wäre, weil es viele hässliche Bilder geben würde, noch mehr hässliche Kommentare, viel böses Blut und weil die Narrative plötzlich stottern würden. Der noch halbwegs schöne Schein ginge verloren.

      Genau. Ein paar Ideologie würden schon platzen oder nicht mehr aufrecht erhalten werden können.

    2. Ja Herr Wirth, es liegt was in der Luft.
      Es hat sich zwar noch nicht den Weg gebahnt aber überall hört man das die Leute von der Ampel die Schnauze voll haben.

      Die jüngsten Preiserhöhungen bei Lebensmitteln, etc., durch die Verdoppelung der CO2-Steuer spüren bereits alle Verbraucher und an das Optimismusgerede des Kanzlers glaubt eh keiner mehr.
      Selbst bei den Flutopfern und Helfern konnte er keine Stimmen gewinnen.
      Schröder hat damals durch seine Besuche bei den Flutopfern die Wahl gewonnen, Scholz sehen sie lieber gar nicht.

      Diese Ampelregierung steht für brutalen Sozialraub und wird uns in einen großen Krieg führen.

      Noch ein interessanter Beitrag dazu bei Manova

      Der Wind des Wandels
      Das Jahr 2024 könnte der Knockout für Freiheit und Wohlstand sein — oder der Startschuss für eine Wendezeit, der die jetzige Herrscherclique von der Bühne der Geschichte fegt.

      https://www.manova.news/artikel/der-wind-des-wandels-2

  14. Erinnern wir uns an die Bauernproteste, an denen Bauern aus Holland und Belgien teilnahmen? An den Auslöser? An die Tatsache, dass als nächstes – wie dort – die Tierbestände abgeschafft werden sollen, weil dadurch zuviel Methan-Gepupse, jedenfalls im Klimawandelnarrativ, das von den einschlägig bekannten Big-Tech- und Finanzkonzernen aus Sweet Home California in die Welt gepustet wird?

    Auf die „Bauern“ und deren Sektor wird nich einiges zukommen. Gut, dass die Funktionäre in den jeweiligen Verbandsteilen da gut bei der Grünsekte untergebracht sind, deren Parteitage mitfinanzieren und auch gemeinsam mit Grünsekten-Kumpels in Verwaltungs- und sonstigen Räten bei den einschlägig bekannten NGOs im Umfeld von z.B. Angora Energiewende (Graichen-Klan, u.a.) sitzen. Prost.

    Stichwort Laborfleisch, wo doch gerade Blackrock und die B&MGates Foundation dafür Unsummen investieren? Klimawandeltaugliches Saatgut, besser: das altbekannte genmodifizierte und nicht selbst vermehrbare Kunstsaatgut, das jetzt als klimawandeloptimiert gelabelt wird? Das jährlich neu gekauft werden muss? Alle Patente und Geschmacksmuster liegen wo? Ach, ja, im tiefen Silikon-Tal.

    Wen bezahlen die Bill Gates & Co. denn noch? Ach, ja, riesige Gebiete mit Tschernosemen (Schwarzerden) in der Ukraine wurden ja von der Gates-Foundation und Blackrock erworben. weil der IWF der Ukraine sonst keine Kredite mehr gegeben hätte – wenn denn nicht an Interessenten aus dem ausland verkauft würde. Alles vergessen?

    Oh, ja, die Medien, auch die deutschen Medien wie Spiegel & Co. erhalten ja horrende Zahlungen und Journalisten-Preis von Gates & Co. – Alles natürlich vollkommen anthropophil, philanthropisch, rein gutmenschenmäßig und anlass- und zweckbindungslos. weil das eben alles Medien sind, die rein wahrhaftig und neutral berichten. Klar.

    Und wer waren die größten Hetzer jetzt? Genau diese Medien unter Führung des Spiegels. Und der BILD, die ja laut Springer-Satzung nur transatlantische Interessen vertreten darf. Und alle Medien, also die „richtigen“ und „guten“ töntn in völligem Ein- und Gleichklang: Bauern von „rechts“ vereinnahmt. Von Querdenkern. Reichsbürgern. Antisemiten. Ist doch im offiziellen Narrativ ohnehin alles dasselbe. Jedenfalls bei Kritik an der Regierung und Abgeordneten, nicht wahr? Und die OPersonen, die kritisiert werden, werden jetzt gern mit den ausgeübten Ämtern und den Verfassungsfunktionen, die sie bekleiden, verwechslt. Kritik an unbedarften Stümpern ist also Kritik am Staat und der Verfassung selbst.

    Uns alles ist daher anti-demokratisch. Solche Demonstrationen sind keine Demonstrationen. Das sind Umsturzversuche. Alles einsperren. Sofort. Das ist der durchgängige Tenor im Mainstream.

    Komisch nur, dass genau dieser Mainstream nach Wahlen in jedem anderen Land genau das fordert – als Farbrevolutionen bekannt. Wahlergebnisse, die dem Werte-Westen nicht gefallen, können gern durch gewalttätige Demonstrationen der vom Westen und dessen NGOs finanzierten „Demokraten“ korrigiert werden. Bis es dem Westen passt.

    Wenn sich hier etwas ändern soll, gibt es nur folgende Marschregeln:

    1. sofortige Einstellung aller Zahlungen an NGOs im In- und v.a. auch Ausland, die angeblich die „echte Demokratie“ fördern und medial vorbereiten sollen. Die ganzen inländischen Faktenchecker und „Gesellschaften“, „Institute“, „Stiftungen“ & Co. für Transatlantische Einflussnahme, Ostpolitik, Auslands- ujnd Sicherheitspolitik etc. – also alle „Experten“, die nur zur medialen Beeinflussung der Bürger erfunden und finanziert wurden, weil die Regierung das selbst nicht unmittelbar selbst dürfte – gehören dazu wie auch der Pseudo-neutrale ÖRR, in Wirklichkeit aber reine Regierungssender, Deutsche Welle. Ebenso die sog. Münchenr Sicherheitskonferenz gGmbH und die Transatlantik-Brücke, in der sich Reporter und Politik verschwiegen zum Stelldichein einfinden. Die undemokratischen Hintergrundgebilde wie Bilderberger und WEF ebenso.

    2. sofortige Offenlegung aller Zahlungen für inländische NGOs und Medien durch ausländische Personen, Gruppen, Unternehmen und Regierungen

    3, sofortige Einschränkung der Parteien auf das, was im Grundgesetz steht: „Die Parteien wirken an der Willensbildung mit“. In der aktuellen Praxis ersetzen die Parteien nicht nur den Willen sondern auch die Funktionen und Aufgaben der Abgeordneten (einschl. deren Gewissen) sowie des Volkes als Souverän.

    4. sofortige Aufnahme von Haftungs- und Korruptionsregeln für Abgeordnete und Minister sowie deren Staatssekretäre. Aufnahme von Verschwörungs- und Verratsstraftatbestände für Abgeordnete, Minster und Parteifunktionäre – wie in anderen gelobten Staaten auch bereits vorhanden

    5. Abschaffung der politischen Weisungsbefugnis gegenüber den Staatsanwaltschaften (sowie deren Weisungsgebundenheit)

    6. verbindliche Offenlegung aller Einnahmequellen / Auftraggeber der Abgeordneten

    7. selbstverständlich auch: Abschaffung des Monopol-Vereins namens „Bundespressekonferenz e.V.“. Verbot aller Zahlungen aus Staatsmitteln an Journalisten und deren Vereinigungen, Organe usw. für z.B.. „Seminarleitung“, „Beratung“, „Moderation“, „Aktionen“, „Werbung und Gestaltung“ etc.

    Man könnte übrigens auch mal einen Blick in den letzten BT-Wahlbericht 2021 der OECD werfen, wo Deutschland ausdrücklich erneut gewisse Veränderungen ins Poesiebuch geschrieben wurden. Es gab ja auch nur eine Handvoll Beobachter. seltsam. Und natürlich nicht in Berlin. Hat die Mainstreammedien noch nie interessiert. Aber das interessiert ja auch das „Beste Deutschland aller Zeiten“ selbst immer nur für die Demokratie und die Wahlen anderer Länder, die keine Hämorrhoidal-Vasallen-Staaten des Transenlantik-Hegemons sind.

      1. Absolut dafür! Und Beschränkung der Amtszeiten auf 2 Legislaturperioden zur Vermeidung von Korruption. Warum sollten Compliance Regelungen, die für Unternehmen gelten, nicht ebenso auf Regierungen angewendet werden. Die sollen auch nicht ständig mit denselben Lobbyisten zu tun haben, egal ob es Unternehmen, Verbände, NGO’s oder Kirchen sind.

  15. Der Artikel schreibt Unsinn, denn ungefähr die Hälfte der Bauern sind Millionäre. Heute sind nur 200.000 Bauern in Deutschland übrig, davon viele mit mehr als 100 Hektar Grundbesitz.

    Diese paar übrig gebliebenen Bauern, die sich im Agrarkapitalismus durchgesetzt haben, kämpfen für ihre eigenen Privilegien, vielleicht auch noch für die AfD, aber bestimmt nicht „für die Interessen der gesamten Bevölkerung“. –> FATAL ERROR

    Über die gleichzeitig von der Regierung gekürzten Renten redet niemand. Das ist FATAL ERROR hoch zwei.
    Beim „Diesel“ geht es um ein Privileg einzig für diese ohnehin gut verdienende Gruppe, das diese seit jeher auch privat nutzt. Das ist ähnlich wie die Arschloch-Subventionierung des SUVs von bis zu 20.000€ je SUV.

    1. Danke, das sehe ich im Wesentlichen auch so. Es beginnt das Gerangel um den immer kleiner werdenden deutschen Wohlstandsrest. Vom Verursacher des Wohlstandsverlustes ist weit und breit nichts zu lesen.

    2. Daher auch der Rückwärtsruck von Herrn Ruckwied. Man möchte es mit seinen Subventions-Dealern nicht vollends verderben. Was sicher passieren wird: den noch vorhandenen Mittel-, Klein- und Nebenerwerbsbauern wird es endgültig an den Kragen gehen. Und die Kapital- und Bodenkonzentration an der Spitze der Großbauern wird weiter zunehmen. Ganz nach der kapitalistischen Logik eben.

  16. @ Kümmel

    Sind Millionäre etwa schlechtere Menschen?? Das hört sich bei Ihnen so an.

    Außerdem müssen Sie ja zwischen Einkommensmillionären und solchen Menschen mit Wohneigentum, Grundstück und Betriebsmitteln im siebenstelligem Wertbereich unterscheiden.
    Es gibt zwar reiche Großbauern, auch reiche Eigentümer von großen landwirtschaftlichen Gemeinschaftsunternehmen, doch gibt es eben auch viele Bauern, deren Gewinnspanne gering ist.
    ___

    „Diese paar übrig gebliebenen Bauern, die sich im Agrarkapitalismus durchgesetzt haben, kämpfen für ihre eigenen Privilegien, vielleicht auch noch für die AfD, aber bestimmt nicht „für die Interessen der gesamten Bevölkerung“.

    Jeder kämpft für sich – wofür denn sonst??

    Sie verkennen zudem, dass der Widerstand der Bauern letztlich gegen die sog. Energiewende zielt und daher von sehr vielen Menschen geteilt wird.
    Sie scheinen mir nur verärgert, dass es nicht die Protestler sind, die SIE sich wünschen … !

    Einen anderen Protest als den real existierenden, also z.B. den der Bauern,
    werden Sie nicht bekommen, und zwar auch dann nicht, wenn sie hundertmal rufen:
    „Der Kapitalismus muss weg!“

    1. Herr Wirth, bei Ihnen habe ich immer ein wenig den Eindruck, dass hier etwas von „Konservativer Revolution“ der 1920er und 1930er Jahre herüberweht. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Man könnte auch von der Simulation von „vorwärts“ sprechen, dabei soll die Reise in die Vergangenheit gehen. Solange die Kritik gegen „links“ geht, was immer das heute auch noch bedeutet, alles o.k., aber bloß nicht gegen konservative Positionen. Was haben Sie dagegen, wenn „Kümmel“ die Kapitalkonzentrationen anprangert? – und „Jeder kämpft für sich, was denn sonst“ klingt doch sehr nach dem neoliberalen Schlachtruf „Jeder ist seines Glückes Schmied“.

      1. @ AeaP

        Obwohl ich Ernst Jünger recht gut kenne (andere Autoren aus dem Bereich der „Konservativen Revolution“ hingegen nicht), passe ich nicht in dieses politische Milieu der Zeit um 1930.
        Dies hauptsächlich deshalb, weil die diesbezüglichen Akteure von damals grundsätzlich mit der Demokratie fremdelten und Elitenkonzeptionen vertraten. Das tue ich nicht. Zwar bin ich konservativ, doch fremdle ich weder mit der Demokratie noch der Berücksichtigung des „einfachen Volkes“. Neoliberal bin ich gewiss nicht.

        Kapitalkonzentrationen gehören zur Realität dazu. Ab einem bestimmten Level werden sie zuerst ärgerlich, dann gefährlich. Bei den Bauern sehe ich allerdings völlig harmlose Dimensionen. Das ist Mittelstand, mehr nicht, und den muss es in einer freien Gesellschaft geben.

    2. „Sind Millionäre etwa schlechtere Menschen?? “
      Im Großen und Ganzen gesehen – meistens schon und je mehr Geld desto größer das A…h.

      „Jeder kämpft für sich – wofür denn sonst??“ Für sich und die Seinen?
      Dafür, dass es allen besser geht. Dafür dass die Gegensätze, die Konkurrenz, die Ausbeutung verschwindet?

      „Einen anderen Protest als den real existierenden, also z.B. den der Bauern, werden Sie nicht bekommen,“ – Irgendwie sind sie ziemlich phantasielos. Als es die Bauernproteste noch nicht gab, haben sie da auch geunkt, dass es andere Proteste wie die existierenden oder nicht existierenden nicht geben wird? Proteste entstehen auch nicht durch rufen von Parolen, sondern durch die Artikulierung von Interessen, die sich von Propaganda nicht gleich einseifen lassen.

      1. @ Krim
        Zu den real existierenden Protesten:
        Ob es phantasielos ist, weiß ich nicht? Ich betrachte mich eigentlich im Wesentlichen als sehr nüchternen, ja illusionslosen Realisten.
        Man sieht ja, wer bzw. welche Gruppierung zu welchen Protesten in der Lage war und ist.

        Sie haben aber natürlich recht, dass man nicht sieht, was vielleicht doch noch kommen mag. Da stimme ich Ihnen zu. Trotzdem würde ich vermuten, dass es auf absehbare Zeit – damit meine ich vielleicht fünf bis zehn Jahre – wohl immer nur Proteste von jenen Gruppen geben wird, deren eigene Interessen negativ betroffen sind. Mehr nicht. Dies auch deshalb, weil die Zeit für Ideologien vorüber ist, jedenfalls auf Seiten der Opposition. Die Mächtigen haben sehr wohl ihre Ideologie, aber die Machtlosen reagieren nur. Natürlich könnte es sehr wohl sein, dass in absehbarer Zeit auch viele protestieren, weil die Interessen vieler betroffen sind.

        Das heißt allerdings noch nicht, dass die Schnittmenge der Protestierenden groß ist. Das ist seit langem ja der Trumpf der Eliten: die Uneinigkeit der Opposition. Ob sich das ändert, ist fraglich, und zwar auch wegen des Umstands, dass viele Beteiligte mit Maximalforderungen kommen.

  17. @Wolfgang Wirth

    „Jeder kämpft für sich – wofür denn sonst??“

    Genau, das macht den echten Liberalen aus. So wünscht sich der Kapitalismus seine Bürger.
    Der Liberalismus ist auch der Grund warum wir noch langen mit dem Kapitalismus werden leben müssen.

  18. also, ganz ehrlich, ich lebe in einer ländlichen Region und das was sich hier auf dem Acker und darum herum zeigt, hat mit Landwirtschhaft im traditionellen Sinn so gut wie überhaupt nichts mehr zu tun! Die ‚Gerätschaft‘ wird immer monströser, der Blumenacker subventioniert und die extensive Bewirtschaftung der daneben befindlichen kalkmergeligen Fläche mit Hilfe importierten Düngers ein dreifacher Ertrag/ anno abverlangt, derweil der Viehmist mit subventioniertem Diesel kilometerweit zur nächsten Biogasanstalt übern Berg gekarrt wird, um daraus Enrgie für meinen Vibrator zu erzeugen 😉. Sorry! Der himmelschreiende Unsinn mag wohl von Brüssel aufoktrahiert worden sein, aber es gehören immer noch die dazu, die den Schwachsinn bedienen. Und ich sehe letztlich als Verbraucher nichts als Schaden, denn ich mag nun mal kein mit Pestiziden kontaminiertes Brot und ich glaube dem Versprechen nicht, das ich ‚Monsanto‘ niemals in meinem Trinkwasser haben werde, um mich anschließend von ‚Bayer‘ wieder ‚gesund‘ machen lassen zu müssen.
    Da bin ich mal gespannt, wo ich mit dem Kommentar jetzt politisch einsortiert werde! 😁

    1. vielleicht realistischer, den Begriff ‚Mainstream‘ gegen ’staatliche Meinungsindoktrination‘ zu tauschen, um einen falschen Eindruck zu vermeiden!

  19. Immerhin das:

    „Demo-Symbolik wie Galgen, schwarze Fahnen oder andere Symbole extremistischer Gruppen lehnen wir entschieden ab!“, hieß es weiter. Man distanziere sich scharf von Personen, die Umsturzfantasien propagierten oder Gewalt verherrlichten. Das gelte auch für rechtsextremistische Kreise und andere radikale Randgruppen; „auch weil diese teilweise unseren Protest für ihre niederträchtigen Anliegen vereinnahmen wollen“

    So deutliche Worte würde man gern öfter hören. Die Bauern reden Klartext.

    Wer übrigens meint, die Bauern gegen die Energiewende mobilisieren zu können, irrt sich. Kein Schweinestall ohne Photovoltaik, wie ich immer behaupte. Genauer gesagt haben die Bauern die PV gerettet, die CDU wollte sie immer nur abwürgen, aber die Bauern wollten das. Denn damit haben sie ein Zubrot, das der französische und polnische Bauer nicht hat.

    Nun Rauls:

    „Endlich stößt jemand den Protest gegen diese Regierung und ihre weltfremden Beschlüsse an. “

    Weiß der, was er da tut? Er spielt mit im Orchester des Mainstreams, das nun die Ampel unbedingt sprengen will. In einer Geschlossenheit, die dann immer auf das Thema Ukraine hinweist. Natürlich ist es das. Wenn die Ampel aufgibt, ist Merz Kanzler und der springt für die ausfallenden USA ein. Das ist dann Zeitenwende 2.0. Wenn die kommt, gibt es noch ganz andere Einsparungen. Auch bei den Bauern.

    Mal genau hinschauen: die Scharfmacher der Koalition, Baerbock, Hofreiter und Strack-Zimmermann halten sich derzeit auffallend zurück. Hingegen die von der CDU, Röttgen und Kiesewetter, laufen auf Hochtouren. Der alte Gauck echauffiert sich, dass nicht einmal die vehement eingeforderten Taurusse geliefert wurden.

    Willste denn den Merz, möchte man den Rauls fragen.

    1. Haste mal wieder nicht jenau hingekiekt: der Mainstream läuft Amok gegen die Bauern für den Hampelmann, und wird dabei von janz Doofen mit der Parole „Danach wird es noch schlimmer“ auch noch verteidigt wird.

      Der Hampelmann muss weg!

    2. „Willste denn den Merz, möchte man den Rauls fragen.“
      Den Merz wollte noch nie jemand, nicht mal Merkel.
      Wenn die CDU im Osten die anstehenden Wahlen grandios verliert wird es für Merz schwierig Kanzlerkandidat zu werden.

    3. @Artur C.
      „Wenn die Ampel aufgibt, ist Merz Kanzler und der springt für die ausfallenden USA ein. Das ist dann Zeitenwende 2.0. Wenn die kommt, gibt es noch ganz andere Einsparungen. Auch bei den Bauern.“

      Das ist Hose wie Jacke und vollkommen wumpe. Ob Scholz oder Merz, besser wird es durch keinen. Die Politik gegen die eigene Bevölkerung unterscheidet sich nichtmal mehr in Nuancen..

      Auch die Wahl des „kleineren Übels“ ist nicht möglich den auch ein kleines Übel ist ein Übel.

    1. Suchmaschine kaputt?

      https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/bauern-protest-nrw-montag-8-januar-trecker-demo-konvoi-b1-hamm-unna-soest-ticker-stau-zr-92762640.html

      https://www1.wdr.de/nachrichten/bauernprotest-streik-landwirte-100.html

      Gibt noch mehr, aber vielleicht können Sie Ihre Suchmaschine ja auch wieder reparieren.

      Schön finde ich übrigens, dass allenthalben die Verkehrsbehinderungen bis hin zur Totalblockade jetzt als verständlich und tolerierbar erklärt werden, während „Klimakleber“ wegen so etwas einfahren sollen.
      Der edelmütige Mann der Scholle hingegen kann auch schon mal ’ne ganze Autobahn lahmlegen, wie am 19. Dezember bereits geschehen. Da regt sich kein Schwein drüber auf, sind ja Proteste von rechts, die gehen in Ordnung.

      Beruhigend jedenfalls, dass die vielen Tausend Trecker mit steuerbefreitem Diesel durch das Land eiern. Mit dem PKW würde so ein Mensch der Scholle sicher nicht zum Protestieren kommen, der verbraucht einfach zu wenig, was sollen da die Nachbarn denken.

    2. Den Plan für Schleswig Holzbein gibt es hier

      Demonstrationen, Kundgebungen und Straßenblockaden: Für die Aktionswoche (8. bis 12. Januar) des Deutschen Bauernverbandes haben die Landwirte in Schleswig-Holstein zwischen für Montag, Mittwoch und Freitag bereits zahlreiche Protestaktionen angekündigt
      https://www.rsh.de/bauernproteste

  20. Ohne die Arbeiter und Bauern gäbe es diesen Staat gar nicht das sollten die voll gefressenen Politiker nie vergessen und im übrigen werden sie gewählt um in erster Linie unsere Interessen zu vertreten und nicht die anderer.Wir erarbeiten alles im Land und nicht sie,sie verschenken nur alles in Gott und die Welt.Merkt euch ein sattes Volk ist ein zufriedenes Volk.

  21. Aufruf des DJV-Präsidenten zur Unterstützung der Bauernprotest
    Video-Ansprache
    https://www.youtube.com/watch?v=p2yF3HaWY98

    DJV ruft Jäger zu Solidarität mit Land- und Forstwirten auf

    5. Januar 2024 (DJV) Berlin
    https://www.jagdverband.de/djv-ruft-jaeger-zu-solidaritaet-mit-land-und-forstwirten-auf

    Regionale Demos gegen verfehlte Agrarpolitik starten kommenden Montag. Gemeinsames Zeichen gegen unsinnige Regelungen ist notwendig. DJV-Präsident Dammann-Tamke wirbt für friedliche Aktionen.

    In der Woche vom 8. bis 12. Januar 2024 sollen bundesweit regionale Protestaktionen gegen eine verfehlte Landwirtschaftspolitik stattfinden. Die geplanten Einschnitte sind für den Deutschen Jagdverband (DJV) ein weiterer Beleg dafür, dass die Bundesregierung wenig Rücksicht nimmt auf die wirtschaftliche Basis und die Lebenswelt der Menschen im ländlichen Raum. „Wir zeigen uns solidarisch mit den Land- und Forstwirten, alle Jägerinnen und Jäger sind aufgerufen, die regional organisierten, friedlichen Protestaktionen zu unterstützen“, sagte DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke und weiter: Wer allerdings rechtliche Grenzen überschreite, erweise sich selbst und der Sache einen Bärendienst.  

    Es gehe darum, gemeinsam ein Zeichen zu setzen gegen eine unsinnige Agrar- und Umweltpolitik, die viele Menschen hart treffe, so Dammann-Tamke weiter. Ein Musterbeispiel sind die bisher bekannt gewordenen abstrusen Vorschläge zur Novellierung des Bundeswaldgesetzes aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium. Sie heben den Generationenvertrag Wald und die nachhaltige Nutzung aus den Angeln. Das Bundesumweltministerium wiederum weigert sich beharrlich, das im Koalitionsvertrag festgeschriebene, regional differenzierte Bestandsmanagement für den Wolf umzusetzen. Die Leidtragenden sind Landwirte, Nutztierhalter, Schäfer und Reiter.

    Für den 15. Januar 2024 ist eine zweite Großdemonstration der Landwirte in Berlin geplant. Im Fokus steht dabei der Protest gegen die Kürzung von Subventionen für Agrardiesel. Der DJV hat dem Deutschen Bauernverband in Gesprächen signalisiert, dass Jägerinnen und Jäger bereit sind, die Aktion tatkräftig zu unterstützen.

  22. Vorbemerkung: Vielen Dank an Otto0815, der regelmäßig wichtige Punkte anspricht. Wollte ich – unabhängig von meinem nachfolgenden Kommentar – einmal gesagt haben.

    Für diejenigen, die das noch nicht mitbekommen haben:
    Regierung und Großkapital führen seit einigen Jahren einen Krieg gegen die Bevölkerung, einen Krieg, der auf Unterwerfung, Versklavung und Verwertung jedes Bestandteils eines humanen Körpers zielt. Voll unterstützt werden sie dabei von den ihnen hörigen Medien, die zwangsweise von der drangsalierten Bevölkerung bezahlt werden, sowie von soziopathischen Milliardären, die Medien, die ihnen gehören (oder die sie mit ein paar Krumen abspeisen), anweisen, einen gnadenlosen Propagandamüll über die Bevölkerung auszuschütten.

    Spießer, dienstbeflissene Schreiberlinge, die sich ein paar Kekse erhoffen, geifern mit und denunzieren fleißig. Das aktuell vorherrschende Ausmaß an Diffamierung, Verleumdung, Beleidigung aller Demokraten, die sich zur Wehr setzen, übertrifft alles in der Geschichte je Dagewesene.

    Ein Frontalangriff gegen jegliche Menschlichkeit und gegen jede Vernunft findet statt.

    Schaltet alle Staats- und Konzernmedien ab. Reagiert nicht auf die, ignoriert sie. Das juckt die zwar nicht, weil sie sowieso finanziert werden, von euch zwangsweise und von Leuten, die euch nur Böses wollen. Die Quoten des Staatsfunks wie die „Presserzeugnisse“ der Konzernmedien sollten gegen null laufen (werden sie nicht, da die ihren Mist ja selbst kaufen).

    Nutzt andere Plattformen, andere Medien, schreibt eure eigene Geschichte. Dieses herrschende erbärmliche Gesocks hat fertig.

    Braucht irgendjemand Milliardäre? Taugen die zu etwas? Nein. Braucht irgendwer „Politiker und Politikerinnen“? Taugen die zu etwas? Nein. Braucht irgendjemand Juristeronen? Nein, die taugen auch nichts. Wir sind der Souverän und entscheiden selbst. Für Milliardäre, Politfuzzis, Großkonzerne gibt es keine gescheite Verwendung, die sind überflüssig, historisch weit überkommen. Ebenso wie die Gülle-Medien mit ihren Hofschranzen, Denunzianten, Intriganten und Kriechern. Hört auf, denen nachzulaufen, lasst sie ins Leere laufen.

    Ein „Wort zum Sonntag“ wollte ich auch einmal sagen, hiermit abgehakt. Wobei ich ein „Wort zum Montag“ für eher angebracht halte.

    Frohe neue Woche allerseits.

    PS: Gerade gelesen:
    „Werte Kundschaft, die Lößnitzer Gewerbetreibenden werden sich am Montag, den 08.01.2024 durch Schließung ihrer Geschäfte am landesweiten Protest beteiligen. Auch für uns als Händler wird die Luft immer dünner.“
    Das ist doch einmal ein Wort!

  23. Als Nachklapp ein Blick über den Teich:

    R. F. Kennedy Jr.:
    «Technisch gesehen könnte man die Wahl mit 34 Prozentpunkten gewinnen, weil der Gewinner alles bekommt. Wir müssen also nur Präsident Trump und Präsident Biden jeweils 4,5 Prozentpunkte abnehmen, um die nationalen Wahlen zu gewinnen – und ich habe elf Monate Zeit, um das zu schaffen.»

    Sollte ihm das gelingen, resp. sollte es den US-Faschos bei „Demokraten“ wie „Republikanern“ so scheinen, als könne ihm das gelingen, dann ?
    Wäre ein weiterer Song der Dead Kennedys zu erwarten.

    Bemerkung nebenbei: Nein, ich halte nicht viel davon, sich Illusionen hinzugeben.

    1. Im Prinzip wohl möglich, wenn alles wie am Schnürchen klappt für RFK, aber die Beharrungskräfte sind in dem Wahlmännersystem in den USA einfach zu groß. Rfk hat uwar einen sehr bekannten Namen und auch einen eigenen Ruf, aber in den großen Medien. In der Veröffentlichkeit kommt er doch kaum vor und wenn dann D und R ihre Vorwahlen durch ahbe wird dochvnur noch über diese beiden Kandidaten berichtet werden. Nicht sehr wahrscheinlich, daß die Wähler auf einmal ganz anders wählen werden. Es bleibt bei R oder D.

    2. @Ohein
      „Wäre ein weiterer Song der Dead Kennedys zu erwarten.“

      Das wäre doch mal was 🙂
      Habe geich mal die Dead Kennedys aufgelegt da schon länger nicht mehr gehört.

      Danke für den Hinweis

  24. Letzendlich dürfte es bei der Streichung der Subventionen für Landwirte um folgende Punkte gehen.

    – die Existenzvernichtung der bäuerlichen Familienbetriebe zugunsten der internationalen Agrarindustrie / Agrakonzerne

    – Finanzierung des Ukrainekrieges und der Aufrüstung zur Landbeschaffung für die internationalen Agrakonzerne

  25. Weitgehend im Verborgenen bleibt die evt. missbräuchliche Verwendung des Wortes „Bauer“. Die Durchschnittsgröße der bewirtschafteten Flächen ist seit 1995 von knapp unter 50 ha auf knapp unter 70 ha. angestiegen. Damit verbunden ist eine immer höhere Spezialisierung der Produktion, die auf düngersparende Dreifelderwirtschaft verzichtet zugunsten der Verwendung immer leistungsfähigerer, größerer, schwerer Maschinen. Jeder, der die industrielle Entwicklung der letzten Jahrzehnte (150 Jahre) verfolgt hat, weiß, dass sich dieser Vorgang nicht zugunsten der einzelnen Menschen auswirkt, die produktiv tätig sind und auch nicht zugunsten des lebendigen Teils der Erdbewohner.
    Es wird gerne argumentiert, dass diese Entwicklung eine gute gewesen sei, weil die statistisch errechnete durchschnittliche Lebenserwartung enorm gestiegen sei. Gegenüber dieser Anwendung der Wahrscheinlichkeitsrechnung hege ich ein großes Misstrauen. Sie gibt nämlich nicht die geringste Auskunft darüber, mit welchen Schmerzen die arbeitenden Menschen mit ramponierten Körpern ihre stetig steigende Zahl von Jahren erkaufen. 8 Stunden sitzen ist nicht „gesünder“ als 8 Stunden schaufeln. Jede einseitige Belastung führt zu vorzeitigem Verschleiß. Frühverrentungen werden immer häufiger, obwohl man es den Leuten alles andere als leicht macht, eine zu bekommen. Sie sind zudem mit beträchtlichen Einkommenseinbußen verbunden, die den Zwang zu zusätzlichem Erwerb in unterbezahlten Teilzeitjobs ansehnlich erhöhen. Die Ausbeutung menschlichen Arbeitsvermögens wird immer härter. Allein China gelingt es gegenwärtig für einen sinkenden Anteil an Armen zu sorgen.
    Wer von landwirtschaftlichen Millionären spricht, meint nicht den Einzelunternehmer, unterstützt von selbstständig arbeitenden spezialisierten Maschinenführern, die weitgehend bezogen auf der Grundlage eines straff terminierten Arbeitsplans auf kapitalistische Art arbeiten. Inklusive des hohen Risikos, wetterbedingte Einbußen zu erleiden, weil ein Gerät planmäßig arbeiten muss, nicht dann, wenn Früchte, Wurzeln und Körner reif sind, oder schnell noch vor dem einsetzenden Hochwasser gerettet werden müssen. Spekulative Bodenpreisen, die von Investoren hochgetrieben werden, mögen buchhalterisch die Aktiva erhöhen. Nur unter glücklichen Umständen gelingt es aber einem kleinen Eigner Teile brauchbaren Acker- oder Waldlandes so zu verkaufen, dass der Erlös den eigenen Betrieb nicht gefährdet. Ein Landwirt kann Gelände nicht brach liegen lassen, wie die Baulandspekulatoren in den Städten.
    Der selbständige Landwirt befindet sich in keiner anderen Lage als das selbständige Handwerk, z. B. im Bau- und Baunebengewerbe. Die traditionelle Bauernbeschimpfung hat mit der Realität hochgradig industrialisierter und spezialisierter Nahrungsmittelproduktion nichts zu tun. Über den Inhalt des Fasses der tonnenschweren EU-Bestimmungen für landwirtschaftliche Betriebe und ihre evt. angeschlossenen Verarbeitungs- und Verkaufsabteilungen (jeder eine kleine GmbH als Direktvermarkter für „selbst gemachten“, in Wirklichkeit von mittelständischen Kleinbetrieben in Lohnauftrag hergsestellten Käse, Kartoffeln, Nudeln…) hier gar nicht zu reden.
    Deutschland kennt zur Zeit nur 2 Sorten von Bewertern landwirtschaftlicher Realität: Diejenigen, die sich noch daran zu erinnern glauben, wie schnell nach dem Krieg der eingetauschte Perserteppich das Vermögen der Bauern erhöht hat und diejenigen, die den Werbestrategien folgen, dass industriell erzeugte vegane Leberwurst gesünder, tierlieber und klimafreundlicher ist.
    Man kann darf nicht nur Industrieunternehmen besichtigen, sondern auch „Bauernhöfe“, Klartext: Landwirtschaftliche Produktionsbetriebe. Sie unterscheiden sich kaum von solchen in genossenschaftlicher Organisationsform. Nur dass letztere zusätzlich zu Kaffee, Kuchen und Most nach um die 40 Jahren noch die Betriebsbüchereien „versilbern“ können.

    1. @ Christa Meist

      Herausragender Kommentar.
      Wäre übrigens sinnvoll, wenn Sie ihn auch beim etwas aktuelleren Artikel von De Lapuente einstellen würden, damit er noch mehr gelesen wird.

  26. Gestern fand ich einen alten Erlagschein. Darauf stand Mitgliedsbeitrag SPD und das Jahr 2015. Nur 5 Jahre danach bin ich ausgetreten, im Herzen aber noch immer eine Rote. Warum? Weil die Linke nicht mehr für uns kleine Menschen ist. Sie behandeln uns nur mehr wie billige Arbeitskräfte in einer miesen Firma. Wir werden zwangsweise umgevolkt, unseres Wohlstandes und unserer Freiheit beraubt, an US Kriegen beteiligt mit denen wir nichts zu tun haben wollen, unsere Wirtschaft für US Interessen ruiniert und Schlägertrupps (Antifa) gegen die politische Konkurrenz sowie Schleppervereine mitfinanziert. Man liefert Waffen, damit in der Ukraine noch mehr junge Menschen sterben und damit Gazas Zivilbevölkerung noch mehr leidet. Unsere linke Regierung ist doch nur mehr eine Außenstelle der US Hochfinanz. Wobei dann jede berechtigte Kritik wie hier die Bauernproteste sofort als rechtsextrem deklariert wird. Nun wenn das so ist, dann bin auch ich voller Stolz ab jetzt eine extrem Rechte. Eine sie sich wünscht, dass diese Judas-Gesellschaft eines Tages ihre gerechte Strafe bekommt.

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