
Ist „Kriegstüchtigkeit“ die neue Normalisierung?
Europa erlebt eine sprachliche Zeitenwende. Noch vor wenigen Jahren wären Begriffe wie „Kriegstüchtigkeit“ in politischen Reden kaum vorstellbar gewesen. Heute fallen sie in Parlamentsdebatten, Talkshows und Leitartikeln fast beiläufig. Diese Verschiebung der politischen Sprache markiert mehr als nur eine Reaktion auf geopolitische Krisen. Sie verändert das gesellschaftliche Denken selbst.
Parallel zu dieser neuen Kriegsrhetorik wächst weltweit eine Friedensbewegung, die so vielfältig ist wie lange nicht mehr. Sie besteht aus Demonstrationen, Artikel pazifistischer Autoren, intellektuellen Debatten, spirituellen Initiativen und politischen Interventionen. Sie ist weder homogen noch einheitlich organisiert. Doch sie verbindet eine gemeinsame Sorge: dass sich Gesellschaften erneut daran gewöhnen könnten, Krieg als normalen Bestandteil der Politik und ihres Lebens zu akzeptieren.
Die zentrale Frage lautet daher nicht nur, wie Kriege beendet werden können. Die entscheidendere Frage ist, wie es überhaupt wieder so weit kommen konnte, dass Krieg als denkbare Zukunft erscheint.
Krieg als politisches Projekt – nicht als Naturgesetz
Ein wichtiger Ausgangspunkt vieler Friedensbewegungen ist die Kritik an einer weit verbreiteten Annahme: der Vorstellung, Krieg sei ein natürlicher Zustand menschlicher Gesellschaften. Genau diese Frage wird derzeit auch in Politik, Kirche und Medien offen diskutiert. Bischof Heiner Wilmer erklärte in einem Interview, Krieg sei „ein Normalzustand“. Diese Aussage markiert eine bemerkenswerte Verschiebung: Selbst religiöse Stimmen, die historisch stark mit Friedensethik verbunden waren, sprechen heute von Krieg als dauerhafter Realität, mit der Gesellschaften umgehen müssten.
Auch in den Medien zeigt sich diese Veränderung der Perspektive. In ihrer Talkshow fragte Caren Miosga den ehemaligen Außenminister Joschka Fischer, wie man den „Pazifismus in der DNA“ überwinden könne – eine Formulierung, die sinnbildlich für die gegenwärtige Debatte steht. Pazifismus erscheint hier nicht mehr als moralisches Ideal, sondern als historisches Hindernis, das es politisch zu „überschreiben“ gilt. Sahra Wagenknecht postete diesbezüglich auf X:
„Was für ein Offenbarungseid: Caren #Miosga fragt Joschka #Fischer freimütig, wie sich der – aus ihrer Sicht – lästige Pazifismus in der DNA der Deutschen „schneller überschreiben“ lasse. Schließlich weiß auch der #ÖRR: Keine Kriegstüchtigkeit ohne Kriegslustigkeit. Wie passend, dass die #ARD dafür mit dem ehemaligen Grünen-Außenminister, der Deutschland mit der Beteiligung am völkerrechtswidrigen NATO-Angriff auf Jugoslawien zum ersten Mal nach 1945 in einen Krieg geführt hat, einen ausgewiesenen Experten zu Gast hat.“
Nun, Joschka Fischer kann sich ja auch die Atombombe für Deutschland recht gut vorstellen. Was hat sich im Kopf des ehemaligen Bundesaußenministers eigentlich ereignet? Wie kam der Wandel vom Pazifisten zum Bellizisten zustande? Ein Fall für den Psychiater?
Aussagen wie die von Heiner Wilmer oder Caren Miosga verweisen auf ein deutlich älteres philosophisches Spannungsfeld. Bereits Thomas Hobbes beschrieb den Naturzustand des Menschen als „Krieg aller gegen alle“. Für Hobbes war Frieden kein natürlicher Zustand, sondern ein fragiles Ergebnis politischer Macht und Abschreckung. Sicherheit entstehe laut Hobbes nur durch Stärke und durch die Fähigkeit, Gewalt anzudrohen. Das „Kriegsgen“ scheint den Briten im Blut zu liegen, wie ihre bellizistische Vergangenheit zeigt.
Gegen diese Denkweise richtet sich ein zentraler Impuls moderner Friedensbewegungen. Sie widersprechen der Vorstellung, Krieg sei die anthropologische Grundkonstante der Menschheit. Stattdessen betrachten sie Krieg als Ergebnis politischer Entscheidungen, gesellschaftlicher Narrative und historischer Entwicklungen – und damit als etwas, das veränderbar bleibt.
Historische und anthropologische Forschung stellt diese Annahme, Krieg sei eine Grundkonstante der Menschheit, zunehmend infrage. Über lange Zeiträume der Menschheitsgeschichte lebten Menschen in kleinen Gemeinschaften ohne organisierte Großkriege. Erst mit der Entstehung staatlicher Strukturen wurden Massenkriege technisch und organisatorisch möglich.
Diese Perspektive verändert die Debatte grundlegend. Wenn Krieg kein Naturgesetz ist, dann ist er eine politische Entscheidung. Und politische Entscheidungen können hinterfragt werden.
Philosophisch ist diese Idee keineswegs neu. In der griechischen Antike betrachteten Stoiker wie Seneca den Frieden als Ausdruck rationaler Selbstkontrolle. In asiatischen Traditionen wurde Gewalt häufig als Folge von Unwissenheit und Gier interpretiert. Laotse schrieb im Dao De Jing: „Wer Gewalt anwendet, wird durch Gewalt untergehen.“ Diese Gedanken sind heute aktueller denn je.
Friedensbewegungen greifen diese Traditionen wieder auf. Sie erinnern daran, dass Krieg nicht unvermeidlich ist, sondern politisch erzeugt wird – durch Narrative, Interessen und Machtstrukturen.
Die Rückkehr der Aufrüstung – und der Protest dagegen
Während die politische Sprache militärischer wird, wächst gleichzeitig der gesellschaftliche Widerspruch.
Die Rückkehr militärischer Logik in die politische Sprache zeigt sich nicht nur in abstrakten Begriffen, sondern auch in konkreten Aussagen führender Politiker. Immer häufiger wird offen über militärische Stärke, Abschreckung und sogar über eine Ausweitung des Krieges gesprochen. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter erklärte in einem Interview, der Krieg müsse „nach Russland getragen werden“. Gemeint war die Forderung nach stärkeren militärischen Maßnahmen, die den Krieg nicht nur defensiv begreifen, sondern aktiv in russisches Territorium hineinwirken lassen sollen.
Auch Außenministerin Annalena Baerbock sorgte international für Aufmerksamkeit, als sie im Europarat sagte: „Wir führen einen Krieg gegen Russland.“ Die Aussage wurde später diplomatisch relativiert, verdeutlichte jedoch, wie stark sich die politische Rhetorik verändert hat.
Ähnliche Töne sind auch in anderen europäischen Ländern zu hören. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte, Europa müsse bereit sein, „alles zu tun, was nötig ist“, um einen russischen Sieg zu verhindern, und schloss dabei sogar die Entsendung westlicher Soldaten nicht grundsätzlich aus. Der britische Premierminister Keir Starmer betont regelmäßig, dass Europa sich langfristig auf eine Konfrontation mit Russland einstellen müsse. Der tief verwurzelte britische Russenhass reicht weit in die Vergangenheit des ehemaligen Empires. Die estnische Ex-Ministerpräsidentin und aktuelle EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert seit Beginn des Ukrainekriegs konsequent eine massive militärische Unterstützung und warnt davor, Russland dürfe den Krieg „unter keinen Umständen gewinnen“ – den Russland längst – und von Anfang an –gewonnen hat, auch wenn es dieser estnischen Traumtänzerin schwer aufstoßen mag.
Diese Aussagen markieren eine deutliche Verschiebung des politischen Diskurses. Militärische Stärke, Abschreckung und Aufrüstung werden wieder offen als zentrale Elemente europäischer Sicherheitspolitik formuliert. Vor diesem Hintergrund formieren sich neue Protestbewegungen, die diese Entwicklung kritisch hinterfragen.
In Amsterdam demonstrierten kürzlich Menschen auf dem Dam-Platz für Frieden mit Russland und gegen eine zunehmende Militarisierung Europas. Solche Proteste sind kein Einzelfall. In vielen europäischen Städten entstehen Initiativen, die Diplomatie und Verhandlungen stärker in den Mittelpunkt rücken wollen. In Berlin versammelten sich Anfang 2023 zehntausende Menschen bei der Kundgebung „Aufstand für Frieden“, zu der unter anderem Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer aufgerufen hatten. Die Demonstration richtete sich gegen eine weitere militärische Eskalation des Ukrainekriegs und forderte stärkere diplomatische Bemühungen.
Auch in Rom fanden wiederholt große Friedensmärsche statt, bei denen Gewerkschaften, kirchliche Gruppen und zivilgesellschaftliche Organisationen gemeinsam gegen Aufrüstung und für Verhandlungen demonstrierten. In Paris, Prag und Wien gingen ebenfalls Menschen auf die Straße, um ein Ende der militärischen Eskalation und mehr diplomatische Initiativen zu fordern.
Diese Proteste knüpfen an eine lange europäische Tradition von Friedensbewegungen an, die bereits während des Kalten Krieges großen gesellschaftlichen Einfluss hatten. Neu ist jedoch, dass sich diese Initiativen in einer Zeit formieren, in der militärische Aufrüstung wieder zu einem zentralen politischen Thema geworden ist.
Diese Demonstrationen sind Ausdruck einer wachsenden Sorge, dass Europa sich schrittweise in eine Logik der dauerhaften Konfrontation hineinbewegt. Es entwickelt sich eine mögliche, äußerst gefährliche Eskalationsspirale: Je stärker Aufrüstung und militärische Vorbereitung zur Normalität werden, desto wahrscheinlicher erscheint ihr Einsatz.
Die Publizistin Gabriele Krone-Schmalz warnte bereits früh vor dieser Entwicklung. In einem Vortrag sagte sie:
„Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in eine Spirale der Eskalation geraten, in der jede Seite ihre Schritte als Reaktion auf die andere versteht und sich dadurch immer weiter hochschaukelt.“
(Quelle: Vortrag „Russland verstehen“)
Ihre Perspektive steht exemplarisch für eine wachsende Debatte: ob Sicherheit tatsächlich durch militärische Stärke entsteht – oder durch politische Verständigung. In meinen Augen eindeutig durch Letzteres.
Die Sprache des Krieges verändert das Denken
Besonders kritisch sehen Friedensbewegungen die Veränderung politischer Sprache. Begriffe wie „Kriegstüchtigkeit“ wirken zunächst technisch und nüchtern. Doch Sprache formt Wahrnehmung. Was benannt wird, wird denkbar. Was denkbar wird, wird politisch möglich.
Die Politikerin Sahra Wagenknecht kritisierte bei verschiedenen Anlässen Aussagen von Politikern, die militärischen, bellizistischen Wortschatz benutzen, und einen Krieg für möglich erscheinen lassen – manche unverbesserliche, verantwortungslose Ewiggestrige anscheinend auch für wünschenswert. Ihre mehr als berechtigte Kritik richtet sich weniger gegen die Verteidigungsfähigkeit des Landes als gegen eine politische Logik, die militärische Lösungen zunehmend in den Vordergrund rückt.
Friedensbewegungen argumentieren richtigerweise, dass Gesellschaften historisch immer dann in Kriege geraten sind, wenn militärische Vorbereitung zur Normalität wurde. Aufrüstung erzeugt nicht nur Sicherheit – sie erzeugt auch Erwartungshaltungen. Diese Beobachtung lässt sich bereits vor dem Ersten Weltkrieg erkennen. In den Jahrzehnten vor 1914 entwickelte sich in Europa ein intensives Wettrüsten zwischen den Großmächten. Militärbudgets stiegen kontinuierlich, Bündnissysteme verfestigten sich, und Kriegsplanung wurde zu einem festen Bestandteil staatlicher Politik. Historiker sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Mobilisierungslogik“: Je stärker Armeen vorbereitet waren, desto plausibler erschien ihr Einsatz im Krisenfall. Als sich die politische Lage im Sommer 1914 zuspitzte, griffen Regierungen auf fertige Mobilisierungspläne zurück – ein Prozess, der die Eskalation zusätzlich beschleunigte.
Auch vor dem Zweiten Weltkrieg lässt sich eine ähnliche Dynamik beobachten. Die massive Aufrüstung im nationalsozialistischen Deutschland, aber auch die zunehmende Militarisierung anderer Staaten in den 1930er-Jahren, veränderte die politische Atmosphäre grundlegend. Militärische Stärke wurde erneut zum zentralen Maßstab internationaler Politik.
In einer solchen Umgebung erscheint Krieg nicht mehr als Ausnahme, sondern als mögliche und irgendwann sogar erwartbare Option. Friedensbewegungen verweisen daher auf die historische Erfahrung, dass Aufrüstung zwar mit dem Ziel der Abschreckung betrieben wird, zugleich aber eine politische und psychologische Realität schafft, in der militärische Lösungen zunehmend denkbar und schließlich wahrscheinlicher werden.
Friedenspolitik als geopolitische Perspektive
Historiker und Publizisten wie Daniele Ganser betonen die Bedeutung diplomatischer Lösungen. In seinem Buch „Illegale Kriege“ schreibt er:
„Frieden entsteht nicht durch Waffen, sondern durch Dialog, Diplomatie und das Einhalten des Völkerrechts.“
(Daniele Ganser, Illegale Kriege)
Seine Position und beispielsweise die von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas zeigen, wie stark die Diskussion über Außenpolitik polarisiert ist. Gerade diese Kontroversen machen deutlich, dass Friedenspolitik wieder zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema geworden ist.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich die neue Friedensbewegung in einer ungewöhnlichen Initiative in den USA. Buddhistische Mönche aus mehreren asiatischen Ländern durchqueren zu Fuß verschiedene Bundesstaaten. Sie wanderten durch Schnee und Kälte, trafen tausende Menschen und predigten eine Botschaft, die ebenso simpel wie radikal ist: Frieden beginnt im Inneren des Menschen. Bei Veranstaltungen kamen teilweise zehntausend Zuhörer zusammen. Die Mönche sprachen über Mitgefühl, über das Loslassen von Hass und über die Verantwortung jedes Einzelnen für das gesellschaftliche Klima.
Diese Bewegung steht für eine andere Dimension der Friedensarbeit. Sie zeigt, dass Frieden nicht nur politisch, sondern auch kulturell und psychologisch gedacht werden muss. Gesellschaften, die dauerhaft in Angst leben, sind anfälliger für Kriegsrhetorik. Gesellschaften, die Vertrauen und Kooperation stärken, sind widerstandsfähiger gegen Eskalation.
Die Macht- und Besitzeliten sorgen jedoch dafür, dass dieses Vertrauen und die notwendige Kooperation nicht entstehen, und die Angst aufrechterhalten wird. Sie versuchen – leider erfolgreich – die Gesellschaft zu spalten, indem sie mit ständig neuen Spaltungsthemen und Krisen wie dem angeblich menschengemachten Klimawandel, Kriegen, Plandemien und dergleichen Öl aufs Feuer gießen, um ihre meist menschenverachtenden, kranken Ziele zu erreichen.
Fazit
Von der Antike bis zur Gegenwart zieht sich eine philosophische Linie, die Frieden als kulturelle Errungenschaft begreift. Aristoteles schrieb, das Ziel von Politik sei das gute Leben. Immanuel Kant entwarf in seiner Schrift „Zum ewigen Frieden“ die Vision einer internationalen Ordnung, die Kriege überflüssig machen sollte. Kants Gedanke ist wieder hochaktuell. Er sah Frieden nicht als Idealismus, sondern als ein rationales Projekt. Staaten, die wirtschaftlich und politisch miteinander verflochten sind, haben weniger Anreiz, Kriege zu führen.
Dieser Verflechtung wirken Politiker wie Donald Trump entgegen, und erhöhen somit bewusst oder unbewusst die Gefahr für Eskalationen. Seine Mission als Friedenspräsident – die auch ich ihm anfänglich abnahm – verliert zunehmend an Glaubwürdigkeit. Er wollte den Deep State zerschlagen, entpuppt sich aber mehr und mehr als dessen Gesandter. Er ist ein Präsident zwischen Krieg und Frieden, und wird jeweils diejenige Option wählen, die für seine „Deals“ und Interessen und die seiner Drahtzieher als geeigneter erscheint.
Diese Idee Kants sollte unsere Gesellschaft und ihre nationalen und internationalen Institutionen, die für alle Menschen und nicht für wenige errichtet wurden, prägen. Doch sie gerät zunehmend unter Druck. Die größte Sorge moderner Friedensbewegungen ist nicht der aktuelle Krieg, sondern die Gewöhnung an die Möglichkeit zukünftiger Kriege. Die Geschichte zeigt, dass Gesellschaften sich schrittweise an neue Realitäten anpassen. Was gestern undenkbar war, wird morgen selbstverständlich.
Die Friedensbewegung versucht, diesen Prozess sichtbar zu machen. Sie stellt unbequeme Fragen. Sie fordert Debatten ein. Sie erinnert daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Die heutige Friedensbewegung ist kein monolithischer Block. Sie besteht aus Demonstranten, Journalisten, Politikern, Philosophen, Aktivisten und spirituellen Gemeinschaften. Sie ist heterogen, manchmal widersprüchlich und wird vom bellizistischen Lager bekämpft. Gerade diese Vielfalt dieser Bewegung ist ihre Stärke. Sie zeigt, dass Frieden nicht nur ein politisches Projekt ist. Frieden ist ein gesellschaftliches Projekt.
Jede Generation steht vor Entscheidungen, die ihre Zukunft prägen. Die aktuelle Generation steht vor der Frage, ob sie eine Welt akzeptieren will, in der militärische Stärke erneut zum zentralen politischen Maßstab wird. Die Friedensbewegung erinnert daran, dass es Alternativen gibt. Sie fordert nicht Naivität, sondern Debatte. Nicht Wehrlosigkeit, sondern Verantwortung. Vielleicht beginnt Frieden genau dort: mit der Weigerung, Krieg als unvermeidlich zu akzeptieren.





Nein, die neue Normalität!
Und, vergesst nicht, der Krieg wird gegen UNS geführt.
Dieser Krieg kann nur beendet werden, wenn wir ihn zu dern Reichen tragen.
👍
So ist es wohl!
@motonomer
„Dieser Krieg kann nur beendet werden, wenn wir ihn zu dern Reichen tragen.“
Liebe rmotonomer, ich habe Rücken und kann nicht tragen. Es wäre ganz lieb wenn Sie das Tragen auch den Reichen übelassen könnten 🙂
Genau, wer gibt uns denn ansonsten die Arbeit…weitergehen…-hier gibt es nichts zusehen…gehen sie einfach weiter…hier entlang….und -… Tschüss…
Gedanken
1. Seit geraumer Zeit werden auf diesem Portal überwiegend Krieg und Tagespolitik ventiliert.
2. Die Schrecken des Krieges werden in der Berichterstattung insgesamt vom vermeintlichen Bildungsbürger in Feutschland fern gehalten. Veröffentlichen Sie daher doch einmal wöchentlich Kriegsschreckensbilder; schrecklicher als alles das, was die ÖRR-Verdummungsmedien nicht zeigen. Derlei regte ich übrigens vor ca. einem Jahr an.
3. Veröffentlichen Sie hier ferner als Kontrast einmal wöchentlich Friedens-, Liebe-, Demokratie-, Weltwohl-Utopisches / -Konstruktives / …
Die deutsche Mehrheitsgesellschaft kehrt dorthin zurück, wo sie, mit Ausnahme der Hirne einiger Rotgrüner Träumer, sowieso schon immer gewesen ist: in den Schützengraben.
Dass solche subalternes Personal wie Miosga und Co. tantrahaft davon erzählen, wie „pazifistisch“ die BRD doch gewesen sei, ist dabei auch wieder nur eine neue alte Propagandalüge in der Tradition der Wilhelmschen Hunnenrede.
Der ganze Adenauerstaat war, ist und bleibt im Kern ein verranzter Haufen, betrieben von Widerlingen mit Pensionsberechtigung oder Kuponanrechten.
Warum werden in Deutschland Friedensaktivisten mit Repression überzogen (VerbrecherJustiz), wo ihnen vorgeworfen wird Gewalt, Krieg und dergleichen zu verherrlichen, verharmlosen etc. Eine Caren Miosga kann aber erklären, dass der Pazifismus zu überwinden sei.
Was hat Deutschland für eine kranke Justiz? Eine Justiz, die Menschen, die Frieden wollen Dinge unterjubelt, die sie nie gesagt, nie gemeint und auch nie gemacht haben, während Medienvertrteter genau das machen, was die deutsche Antijustiz Pazifisten in dreisten Wortverdrehungen und defacto Lügen anzudichten versucht?
Sind wir hier eigentlich nur von Kriminellen umgeben? In Justiz, Medien, Politik, etc.
Schlimmer noch, von Psychopathen, von verbrecherischen und Menschen verachtenden Psychopathen, die auf Kosten Dritter leben, Kriege führen ( lassen ) usw.
Das kommt noch dazu. Mir ist aber wichtig die Sinne dahingehend zu schärfen, dass das – nämlich Kriege führen – als Verbrechen einzuordnen ist und nicht bloß als (pseudo)philosophische Frage.
Wie meine ich das: zum Irakkrieg hat es immer auch von sog. Friedensaktivisten geheißen „vielleicht wollen sie unsere Demokratie nicht“, als Argument gegen Gewalt und Krieg. Das klingt für mich wie „Du hör mal, vielleicht ist das nicht der richtige Weg, um das PR-mäßig behauptete Ziel zu erreichen“. Es klingt für mich also eher nach der Frage, ob Krieg ja oder nein… als „Krieg als berechtigte Diskussionsgrundlage“. Es muss aber klipp und klar als schweres Menschheits-Verbrechen deklariert werden.
Dass die Justiz sich mit solchen Verbrechern unter eine Decke begibt, ist Teil des Systems. Aber da darf unser Denken nicht Halt machen. Es ist egal, was diese Leute sagen, wie sie sich Gesetze zurecht legen. Es ist wichtig, dass den Menschen selber bewusst ist, dass es sich um ein eindeutiges und äußerst schwerwiegendes Verbrechen gegen die Menschlichkeit handelt. Die – neben Akteuren in Politik, Medien, militärisch industriellem Komplex etc – ebenfalls kriminelle „Justiz“ ist kein Maßstab dafür, was Recht ist und was nicht.
Um dem Ganzen noch einen drauf zu setzen, die Parole „Krieg dem Krieg“ gilt als gewaltverherrlichend und kann belangt werden
Es ist tröstlich, daß das Land hier wenn schon keine kaputten Brücken mehr reparieren kann.. dann umsoweniger jemals in der Lage sein wird, Krieg gegen irgendwen zu führen. Schon garnicht einen Gegner, der sich wehren könnte. Für einen Krieg bräuchten wir genügend willige Soldaten, Geld, Industrie und Energieversorgung. Haben wir alles nicht.
Geld haben wir genug, das kann man drucken.
Das ist der Vorteil von Papiergeld.
@Vera Meißner
Haben wir noch nicht, aber bekommen wir. Industrie haben wir, Geld haben die reichen Geldsäcke, denen muss Krieg nur als lohnendes Investment schmackhaft gemacht werden, dann fehlt es nicht an Geld. Energie kann durch ein Mehr an Arbeit ersetzt werden, daran arbeitet die Regierung bereits kräftig. Und willige Soldaten erzeugt man durch verstärkte Propaganda. Krieg ist also realisierbar.
Ich wünsche mir, dass die europäische Friedensbewegung an Kraft gewinnt. Auf Deutschland gebe ich da nicht viel. Das liegt an mehreren Gründen: Untertanengeist (Obrigkeitshörigkeit), repressiv-autoritärer Gewaltapparat namens Staat auf der einen, wenig Zusammenhalt auf der anderen Seite (Spaltung, Neid, Missgunst, generelle provozierte Zerstrittenheit) etc. pp.
Aber von z.B. Italien weiß ich, dass da ein ganz anderer Wind weht. Die machen tatsächlich ernst. Wenn sie einen Hafen lahmlegen wollen, dann legen sie ihn auch lahm. Da ist dann auch der Staatsapparat relativ machtlos. Das liegt daran, dass dort die Menschen viel besser verstanden haben wer ihre Gegner sind und dementsprechend zusammenhalten.
Eine These zu Deutschland. Vielen Rechten geht das Kriegsgeschrei auch auf den Geist. Das begrüße ich. Doch mein Eindruck ist: wenn Du ihnen eine Karotte vor die Nase hältst, sprich irgendein aufgeladenes Ausländerthema, dann rückt das Kriegsthema auf einmal in den Hintergrund. Das betrifft z.B. das Thema Flüchtlinge. Auf die Idee zu kommen, dass Krieg und Flucht ein und dasselbe ist, scheint mir – diplomatisch ausgedrückt – zumindest eine gewisse kognitive Herausforderung zu sein…. Das ist für mich auch die eigentliche Spaltung…der Hass auf Ersatzfeindbilder (Ausländer, Flüchtlinge) anstatt bei der Sache zu bleiben…
„Eine These zu Deutschland. Vielen Rechten geht das Kriegsgeschrei auch auf den Geist. Das begrüße ich. Doch mein Eindruck ist: wenn Du ihnen eine Karotte vor die Nase hältst, sprich irgendein aufgeladenes Ausländerthema, dann rückt das Kriegsthema auf einmal in den Hintergrund. Das betrifft z.B. das Thema Flüchtlinge. Auf die Idee zu kommen, dass Krieg und Flucht ein und dasselbe ist, scheint mir – diplomatisch ausgedrückt – zumindest eine gewisse kognitive Herausforderung zu sein….“
Sehr richtig. Deshalb hat die führende Partei im rechten Spektrum auch gar kein Interesse daran, etwas gegen Krieg als Hauptfluchtursache zu tun. Oder wie wäre anders zu erklären, dass man zwar die muslimische Überfremdung wortreich beklagt, aber nichts gegen völkerrechtswidrige Kriegsmaßnahmen von USA und IDF im Nahen Osten unternehmen möchte, deren sichere Folge in weiteren Fluchtbewegungen bestehen wird?
„[…]Russische Historikerin Natalja Tanschina: „Russophobie ist eine Form des Rassismus“.
22. Februar 2026 Von: Stefano di Lorenzo und Natalja Tanschina.
Natalja Tanschina ist eine russische Historikerin, Professorin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Staatlichen Moskauer Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO) und Russophobie-Spezialistin. Stefano di Lorenzo von Globalbridge konnte mit ihr sprechen. „Russophobie als Ideologie ist eine Reaktion auf ein starkes Russland“, sagt die russische Historikerin[…]“
Quelle und komplettes Interview:
https://globalbridge.ch/russische-historikerin-natalja-tanschina-russophobie-ist-eine-form-des-rassismus/
Ohne Kommentar von mir dazu 😉
Gruß
Bernie
Media Manipulation in the Ukraine War: Prof. Glenn Diesen at the UN Security Council)
https://m.youtube.com/watch?v=rTB_0TkJRlE&pp=ygVPTWVkaWEgTWFuaXB1bGF0aW9uIGluIHRoZSBVa3JhaW5lIFdhcjogR2xlbm4gRGllc2VuIGF0IHRoZSBVTiBTZWN1cml0eSBDT1VOQ0lMLg%3D%3D
Zum Artikel:
Bin da ganz bei Uwe Froschauer mit der Ausnahme ich sehe die Rolle der Religionen, als säkularer Mensch, völlig anders.
Schon seit den ersten religiösen Schriften kann Mensch Religion nämlich für beides mißbrauchen – Kriegstreiberei ebenso wie Pazifismus – im Falle des Christentums z.B. das Alte Testament, dass sogar Völkermorde sowie eine „Politik der verbrannten Erde“, und andere Abscheulichkeiten als Auftrag von „Gott Jahwe“ kennt – das Neue Testament ist nur in Nuancen besser denn auch Jesus soll, ganz ohne Kitsch, gepredigt haben:
„Ich bin nicht gekommen den Frieden zu bringen sondern das Schwert.“
Übrigens der üble, und sehr talibanmäßige, Fundamentalist bzw. „Heidenmissionar“ Paulus gilt allgemein in der modernen Wissenschaft, der modernen Theologie, als der echte Begründer des Christentums nicht eine ominöse Person namens Jesus Christus – da erklären sich solche Sätze im NT – die angeblich Jesus Christus (einer Person, die eventuell nie real existiert hat, aber das ist ein anderes Thema) zugeschrieben werden von ganz allein. Ebenso wie den von Anfang an grassierenden „christlichen Judenhass“ – auch „Antisemitismus“ genannt, aber zur Verharmlosung dieser Tatsache reden Christen lieber von „christlichem Judenhass“ – egal will’s nicht weiter ausführen.
Auch der Buddhismus ist übrigens nicht besser in seiner Doppelmoral – einerseits verbreitet er mehr als friedliche Ideen, aber andererseits haben sich im 2. Weltkrieg auch buddhistisch-japanische Kamikaze-Piloten selbstmörderisch, und voller Fanatismus, auf US-Kriegsschiffe gestürzt – übrigens auch die Rohingja in Myamar haben die Erfahrung mit einem genozidialen Buddhismus gemacht, der sie immer von der Erde vertilgen will, um mal eine modernere Variante des religiösen, buddhistischen Hasses zu erwähnen.
Der Koran ist auch nicht besser, wie wir ja nicht erst seit dem 11. September 2001 WTC wissen….
Der Autor sollte sich mal damit beschäftigen statt diese Tatsachen einfach unter den Tisch zu kehren, oder darüber verwundert zu sein vorgibt, dass ein christlicher Bischof Kriegstüchtigkeit predigt.
Es ist noch gar nicht so lange her, dass in Europa von katholischen Priestern wieder Panzer gesegnet wurden, die gegen die „bösen“ Serben ins Feld zogen – zugegeben kroatische, aber man sollte das immer wieder erwähnen.
Was die evangelische Kirche in Deutschland angeht, die hat sogar ein Gustav-Adolf-Institut wo sie sich heuchlerisch vom Retter der Protestanten in Deutschland distanziert – einem König, Schlächter und Völkermörder aus Schweden, auch Gustav Adolf genannt, und in der Schlacht von Lützen gefallen. Wallenstein übrigens war auch nicht besser, 30jähriger Krieg eben…..
Egal lassen wir das, ich denke jeder der das liest hat verstanden worauf ich hinaus will – jede Ideologie/Weltanschauung auch die religiöse, und – ich geb’s zu auch manche säkular-humanistische – hat eben 2 Seiten – eine „gute“ und eine „böse“, und jede Partei – Pazifisten ebenso wie Kriegsgeile – können sich auf eine der beiden Seiten beziehen….
Is leider so 🙁
„[…]Laotse schrieb im Dao De Jing: „Wer Gewalt anwendet, wird durch Gewalt untergehen.“[…]“
Der Satz ist interessant, und ich dachte sofort an eine Stelle in der christlichen Bibel
„[…]“Wer das Schwert ergreift, der wird durch das Schwert enden“[…]
Ob „Jesus“ in China bei Laotse in der Lehre war?
Oder hat das ein früher Evangelist wörtlich irgendwo aufgeschnappt und als seine eigene Idee für das NT verkauft?
Wir werden es nie erfahren – 2000 Jahre ist zu lange her um das zu ermitteln, aber wie gesagt es gibt auch andere Stellen im NT die Jesus als Kriegsfürsten beschreiben – wer das nicht glaubt dem empfehle ich mal die „Apocalypse nach Johannes“…..
Kein Wunder, dass, wie oben erwähnt, sich friedvolle sehr pazifistische Priester ebenso wie sarazenenmordende Kreuzritter/machtgierige mittelalterliche Borgia-Bischöfe/Kardinäle auf das NT beziehen konnten….“Deus lu volt“ (= „Gott will es“)….oder so *Sarkasmus*
Gruß
Bernie
Selenski heute im Deutschlandfunk-Interview in Kiev auf die Frage, was er denn gerne wieder tun würde, wenn der Krieg endlich vorbei ist: „Ich würde gerne noch mal mit der Familie zu McDonalds essen gehen. Und danach ins Kino gehen“.
Ohne Worte.