
Politiker von SPD, CDU, Grünen und FDP haben die russische Kultureinrichtung als Propaganda- und sogar Spionagezentrum entdeckt. Im Tagesspiegel wird die Kappung der Beziehungen gefordert. Beweise werden nicht vorgelegt, aber in Zeiten der deutschen Kriegstüchtigkeit reicht vielleicht eine Medienkampagne.
Das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur steht seit 1984 in der Berliner Friedrichstraße, damals noch als Haus der Sowjetischen Wissenschaft und Kultur. Heute wird es von Rossotrudnitschestwo betrieben, einer russischen Regierungsagentur, die dem Außenministerium zugeordnet ist. Die rechtliche Grundlage für den Betrieb bilden deutsch-russische Vereinbarungen über Kultur- und Informationszentren. Genau diese Verträge verbinden das Russische Haus in Berlin gleichzeitig mit dem Goethe-Institut in Moskau, weshalb die Bundesregierung selbst darauf hinweist, dass Maßnahmen gegen die eine Einrichtung unmittelbare Folgen für die andere haben können.(1)
Gegen eine Schließung stellt sich das BSW, welches sogar eine Petition zum Erhalt des Hauses gestartet hat. Der BSW-Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus, Alexander King, wirft dem SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach vor, die Debatte „auf ein absurdes Nebengleis“ zu führen. Der Berliner AfD-Abgeordnete, Gunnar Lindemann, betont: „Dies ist ein Skandal, denn das Russische Haus setzt sich für den Kultur- und Sportaustausch aus allen ehemaligen Sowjetrepubliken ein. Und gerade das ist in der heutigen, angespannten Zeit besonders wichtig.“
Das Russische Haus selbst verweist darauf, eine kulturelle Institution zu sein und bietet derzeit Russischkurse, einen Sprachklub, Kunstkurse, Konzerte und musikalische Lesungen an. Dieses Kulturprogramm scheint allerdings gefährlicher zu sein als gedacht.(2)
Beschuldigungen ohne Beweise?
Auslöser der aktuellen Aufregung ist eine Einschätzung des französischen Innenministeriums. Demnach werde das Russische Haus von russischen Geheimdiensten als Tarnung genutzt. Das Bundesinnenministerium selbst formuliert wesentlich vorsichtiger: Mögliche Einflussnahmen oder Desinformationsaktivitäten würden von den Sicherheitsbehörden „in den Blick genommen“. Schon im Februar konnte das Ministerium auf Nachfrage zu konkreten Ermittlungsergebnissen nichts mitteilen.(3)
Das bedeutet nicht, dass russische Geheimdienste in Deutschland keine Spionage betreiben. Umgekehrt ebenso. Staaten spionieren sich gegenseitig aus, befreundete Staaten übrigens auch, wie wir spätestens seit der NSA-Affäre wissen. Nur folgt daraus eben nicht, dass in jedem Russischkurs in der Friedrichstraße ein GRU-Offizier sitzt.
Öffentlich überprüfbare Beweise dafür, dass ausgerechnet das Russische Haus als operative Spionagezentrale benutzt wird, wurden bisher nicht präsentiert. Stattdessen haben wir eine französische Geheimdiensteinschätzung, Medienberichte über diese Einschätzung und anschließend deutsche Politiker, die wiederum auf die Medienberichte über die französische Einschätzung verweisen. Aber SPD-Spitzenkandidat Krach ist sich sicher, die Einrichtung werde „vor allem für Propaganda genutzt, ohne jeden Mehrwert“.(3)
Wer ist eigentlich der „Feind der Freiheit“?
Mit dabei ist natürlich Rüstungslobbyistin Strack-Zimmermann. Die FDP-Politikerin erklärte, mitten in Berlin sitze „der Feind der Freiheit“. Sie meint damit nicht Firmen wie „Hate Aid“ oder „SO DONE GmbH“ (gegründet von der ehem. Bundessprecherin der FDP-Jungend Franziska Brandmann und dem ehem. FDP-Abgeordneten Alexander Brockmeier), die Politiker dabei unterstützen, einfache Bürger für Meinungsäußerungen im Netz zu verklagen. Eine Dienstleistung, von der sie selbst aktiv Gebrauch macht, mit bis zu 250 Anzeigen pro Monat (nach einem Bericht des Spiegel).
Auch Grünen-Politiker Konstantin von Notz erklärt das Haus praktisch zur bewiesenen Propagandaeinrichtung und verlangt, Bund und Berlin müssten dem ein Ende setzen.(3) Der Tagesspiegel geht noch einen Schritt weiter. In einem Kommentar fragt Autor Robert Ide: „Was soll noch alles passieren, um die Verbindungen zu Russland endlich auf das unbedingt Nötigste zu kappen?“ Anschließend wird das Russische Haus mit einer bunten Palette russischer Aktivitäten in der EU in Verbindung gebracht.(4)
Und genau hier wird deutlich, worum es bei dieser Debatte eigentlich geht. Denn selbst wenn man morgen ein großes Vorhängeschloss an die Friedrichstraße hängt, wird dadurch keine russische Rakete weniger produziert, kein ukrainischer Frontabschnitt verändert und vermutlich auch kein einziger Geheimdienstmitarbeiter seine Tätigkeit einstellen. Dafür besitzt Russland eine Botschaft und professionelle Nachrichtendienste und dürfte, wie andere Großmächte ebenfalls, kaum darauf angewiesen sein seine wichtigsten Agenten zwischen Klavierabend und Sprachkurs zu verstecken.
Es geht um die Frage, welche Beziehungen zu Russland überhaupt noch existieren sollen. Die bemerkenswert ehrliche Formulierung liefert ausgerechnet der Tagesspiegel selbst: Die Verbindungen sollen auf das „unbedingt Nötigste“ gekappt werden.
Eskalation oder Dialog?
Deutschland und Russland verbindet eine Geschichte, die erheblich älter ist als der aktuelle Krieg in der Ukraine. Dazu gehören Kriege und Verbrechen, aber eben auch Jahrzehnte kultureller, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Beziehungen. Gerade während des Kalten Krieges existierten trotz atomarer Hochrüstung und gegenseitiger Feindschaft weiterhin kulturelle Kontakte zwischen West und Ost.
Je schlechter politische Beziehungen werden, desto wichtiger sind die wenigen verbliebenen Kanäle über Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft. Diplomatie braucht keine Freundschaft. Man verhandelt normalerweise gerade mit Staaten, mit denen man Probleme hat. Mit Ländern, mit denen alles wunderbar läuft muss man keine Krisendiplomatie betreiben.
Die Forderung nach mehr Diplomatie ist keineswegs eine exotische Position einiger „Putinfreunde“. In den nicht repräsentativen, aber gewichteten Befragungen von MDRfragt und NDRfragt sprachen sich Anfang 2026 in Ost- wie Norddeutschland rund zwei Drittel für stärkere diplomatische Bemühungen aus; in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hielten 73% gute Beziehungen zu Russland für wichtig und 59% den Umfang deutscher Waffenlieferungen für zu hoch.(5)
Worum geht es hier wirklich?
Die Schließung des Russischen Hauses wäre im Vergleich mit Milliardenhilfen, Sanktionen und Waffenlieferungen eine Kleinigkeit. Militärisch wäre sie völlig bedeutungslos. Symbolisch wäre sie gerade deshalb wichtig. Denn bisher konnte man zumindest behaupten, dass politische und militärische Konfrontation nicht zwangsläufig bedeutet jede kulturelle Verbindung zwischen Deutschen und Russen ebenfalls abzureißen. Eine Schließung würde genau diese Grenze weiter verschieben.
Heute das Russische Haus. Morgen das Goethe-Institut. Übermorgen weitere wissenschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Kontakte. Und irgendwann stellen beide Seiten fest, dass außer Botschaften, Geheimdiensten und Militärstäben kaum noch jemand miteinander spricht. Der Bundesregierung ist diese Konsequenz übrigens durchaus bewusst. Sie erklärt selbst ausdrücklich, dass ein Vorgehen gegen das Russische Haus unmittelbare Folgen für das Goethe-Institut in Moskau haben kann.(1)
Die Befürworter der Schließung können das selbstverständlich trotzdem fordern. Nur sollten sie dann ehrlich sagen was das Ziel ist: Nicht ein angeblich übermächtiges Propagandazentrum unschädlich zu machen, sondern einen weiteren institutionellen Kontakt zwischen Deutschland und Russland abzubauen. Genau so würde es in Moskau auch verstanden werden.
Sollen alle Brücken brennen?
Irgendwann wird auch dieser Krieg enden. Russland wird danach trotzdem noch da sein. Mit rund 17 Millionen Quadratkilometern Fläche, der größten Bevölkerung Europas, Transportwegen, Rohstoffen, einer großen Industrie und Wirtschaft. Als dauerhafter Nachbar. Deutschland entscheidet aktuell, ob es mit diesem Land bald wieder politische, wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zu gegenseitigem Vorteil haben möchte oder ob jede Brücke möglichst gründlich zerstört werden soll.
Die Schließung des Russischen Hauses wäre ein Schritt in die falsche Richtung. Es würde keinen konkreten Vorteil bringen aber ein weiteres Symbol der Feindschaft schaffen. Damit verschlechtert Deutschland weiter seinen Ruf in Russland und bestätigt dort genau jene Kräfte, die seit Jahren erklären, der Westen wolle nicht nur die russische Regierung bekämpfen, sondern führe Krieg gegen alles Russische.
Brücken kann man schnell zerstören. Ihr Bau könnte lange dauern.
Quellen
(1) https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/regierungspressekonferenz-vom-10-august-2026-2449330 „Regierungspressekonferenz vom 10. August 2026“
(2) https://www.berliner-zeitung.de/article/spd-vorstoss-gegen-russisches-haus-in-berlin-trifft-auf-protest-10276375 „SPD-Vorstoß gegen Russisches Haus in Berlin trifft auf Protest“
(3) https://de.euronews.com/my-europe/2026/08/12/spionageverdacht-sanktionen-russisches-haus-berlin „Spionageverdacht und Sanktionen: Warum das Russische Haus in Berlin noch auf ist“
(4) https://www.tagesspiegel.de/berlin/putin-propaganda-mitten-in-berlin-schliesst-endlich-das-russische-haus-15939321.html „Schließt endlich das Russische Haus!“
(5) https://www.ndr.de/ndrfragt/ndrfragt-mehrheit-gegen-gebietsabtretungen-im-ukraine-krieg%2Cukraine-2558.html „NDR-Umfrage: Uneinigkeit bei Unterstützung der Ukraine“





„Wir lehnen die gegenwärtigen Bestrebungen ab, das Russische Haus in Berlin-Mitte zu
schließen, denn es hat sich als kulturelle und persönliche Begegnungsstätte zwischen der
deutschen und russischen Zivilgesellschaft bewährt. …“
Aus dem Wahlprogramm des BSW, (S. 4, „Begegnungsstätten bewahren, Partnerschaften ausbauen“) Ein „brandheißes“ Kapitel, besonders in Bezug auf Israel. Leider gibt es kein Inhaltsverzeichnis, bei immerhin 66 Seiten. aber das Vorwort von Sahra Wagenknecht ist schon sehr aussagekräftig und die Kapitelüberschriften deutlich hervorgehoben, so dass man ziemlich schnell durchscrollen kann. Bei keiner anderen Partei wird man solche Aussagen finden.
https://bsw.berlin/wp-content/uploads/Wahlprogramm-BSW-Berlin-AGH-Wahl-2026.pdf
> das Russische Haus in Berlin gleichzeitig mit dem Goethe-Institut in Moskau, weshalb die Bundesregierung selbst darauf hinweist, dass Maßnahmen gegen die eine Einrichtung unmittelbare Folgen für die andere haben können
Was Russland auch bereits bestätigt hat. ;-|
Das selbst die Bundesregierung sich hier meldet hat mE auch damit zu tun das solche Einrichtungen natürlich dazu benutzt werden Werbung für das eigene politische System zu machen. Da möchte man auf das Goethe-Institut ungern verzichten. Man hat quasi ein Bein auf der anderen Seite.
Spionage kann man immer behaupten. Wobei sie wissen, dass die Leute den eigenen Behörden misstrauen. Wie gut, dass man da die Franzosen aus dem Hut zaubern kann. Wie auch bei der Leipziger Drohne. Ein herbeistürmendes BKA-Team, das die Drohne mit einem Lasso fängt, hätte Misstrauen erweckt. Stattdessen ein Busfahrer, der erst draufgetreten sein soll. Was ja nun doch ein wenig unwahrscheinlich ist. Jetzt soll er sie mit bloßer Hand gefangen haben, ohne in die Rotoren zu kommen. Nun ja.
Und wo hat nun das Russische Haus Desinformation und Propaganda verbreitet? Dieser Vorwurf muss grundsätzlich nicht mehr bewiesen werden. Versteht sich einfach von selbst. Das klappt. Niemand fragt: wo denn?
Ist halt Vorkrieg bzw. die mediale Vorbereitung für das Massentöten und -sterben.
Ist nicht anders zu erwarten.
Das Goethe-Institut in Moskau wird dann auch geschlossen.
Was dann als Zeichen für russische Feindseligkeit ausgelegt werden wird.
Ich sag’s ja: Vorkrieg.
@ NoComment um 10 Uhr52 : Ist das Russische Haus nicht vertraglich abge-
sichert ? Zwei- plus – Vier-Vertrag ?
@ NoComment um 10 Uhr 52 : Ist das Russische Haus nicht durch den Zwei-
plus-Vier-Vertrag abgesichert ?
Wie die EU und die Nato uns vor russischer Propaganda und Spionage beschützt.
Die europäischen Oligarchen haben ihr Ziel, ausschließlich Aussagen zuzulassen, die sie selbst vertreten, dazu reicht die Behauptung, die russische Kultureinrichtung werde nur zu Propaganda- und zur Spionage benutzt, als Rechtfertigung völlig aus.
Was die europäischen Machthaber aber tatsächlich damit bezwecken ist nicht uns vor falschen Entscheidungen zu beschützen, (wer sagt denn, dass die Entscheidungen der EU und der Nato immer richtig sind), damit sollen wir nur daran gehindert werden, andere Meinungen zu hören, dann dann könnten sich ja manche Behauptungen der EU als Fake erweisen.
Ganz davon abgesehen, was bedeutet Freiheit, wenn man daran gehindert wird sich eine Meinung zu bilden, die den Machthabern in der EU nicht in den Kram passt, ich ziehe es vor eine falsche Entscheidung treffen zu dürfen anstatt mir von EU-Politikern vorschreiben zu lassen, wie ich mich zu entscheiden habe.
Diese Debatte ist vielleich der letzte Anreiz für Russland jetzt doch den 2+4 Vertag zu kündigen
und das Gebiet der ehem. DDR wieder zusich zu nehmen. Der Vertrag ist durch die Taten der
Deutschen für das Nazi Reich der Ukraine schon nicht mehr durchlöchert, sondern zerfetzt.
So wie die Westdeutschen mit den Menschen dort im Osten Deutschlands umgehen, wären
die mit einer erneuten Angliederung an Russland ohne Kommunismus vielleicht gar nicht so
unglücklich.
Wie es aussieht, sollen die Menschen eingeschworen werden zu einer Feindschaft zu Russland. Linksliberale Medien (wie TAZ und Tagesspiegel) und neoliberale Medien (wie FAZ und Welt), alle transatlantisch orientiert, blasen da ins selbe Horn.
Man könnte fast meinen, die liberale westliche Welt benötigt für ihre Existenz einen Feind. Jedenfalls hat sie eine Ideologie mit universellem Anspruch und missionarischer Tradition, was ganz automatisch Feindschaft erzeugt.
siehe dazu den gestrigen Artikel hier
auf Overton “ Das Napoleon-Syndrom und die nukleare Bedrohung „
–Heute das Russische Haus. Morgen das Goethe-Institut. Übermorgen weitere wissenschaftliche, kulturelle und
–gesellschaftliche Kontakte.
Das russische Haus ist eines der wenigen Kontakte, die überhaupt noch bestehen. Russische Künstler (Netrebko, Gergiiew u.a.), Sportler (Olympia u.a.) und Wissenschaftler (CERN u.a.) sind doch schon quasi rausgeworfen worden. Selbst gegen die Kinder wird schon vorgegangen (Internationale Lomonossow Schule in Berlin).
Und unsere Machthaber in D und EU sind so vom Hass zerfressen, dass sie immer weiter machen.
(Aber mit ukrainischen und israelischen Faschisten, und Faschisten in aller Welt – damit haben sie kein Problem).
Ja, die Ukraine verteidigt deren Werte, da haben sie recht. Rassismus, Kolonialismus, Unterdrückung anderer Völker und der eigenen natürlich auch, bis hin zum Völkermord – DAS sind deren Werte.
Dieses Lumpenpack!
Das Ziel ist schon seit Jahrhunderten ein anderes. Aktuell wird offenbar ein neuer Versuch gestartet. So viel Hassaufbau in so kurzer Zeit, sehr erstaunlich und verblüffend, wie die Medien europaweit wieder mitspielen.
Darf noch gefragt werden, was genau uns Russland eigentlich angetan hat? Ok, ja, unprovozierter völkerrechtswidriger brutaler Angriffskrieg und Vollinvasion. Muss wohl so genannt werden.
Dennoch gefragt: Ist „UnsereDemokratie“ hiervon wirklich bedroht? Wenn „wir“, also die von uns am Leben erhaltene Ukraine, verliert, dann gewinnt die Autokratie. Wirklich? Sind Frankreich, Spanien, Schweden, Deutschland, Finnland, Polen, Italien usw. unmittelbar bedroht von Demokratieverlust und Despotenherrschaft, verursacht von Menschen, die aus Russland kommen, wenn dieser Krieg ohne die Kapitulation Russlands endet?
Was überhaupt hat Kultur damit zu tun? Haben Geheimdienste tatsächlich ihre Hauptsitze im Renaissance-Theater, in Goethe-Instituten und in Russischen Häusern? Machen die das so? Oder soll hier lediglich eine vollständige Trennung vom neuen alten Feind herbeigeführt werden, auch kulturell. Und wer nicht mitmacht, ist verdächtig. Alles schon mal gesehen, es ist so offensichtlich – und das Offensichtliche darf immer weniger benannt werden.
Wenn sie wüssten dass Russland so spioniert, dann könnten sie es überwachen und viel effektiver Gegenspionage betreiben. Aber das scheint unseren 13 dimensionalen Schachspielern zu einfach zu sein.
Auch irgendwie bezeichnend wie die Mehrheit mittlerweile beim 100sten Mal „Wolf1!“ schreien denen immer noch auf den Leim geht.
Mein Vorschlag wäre ja, das ganze in „Haus der Ukraine“ umzuwandeln. Zur Neueröffnung dann eine Ehrung der ukrainischen Helden mit Fackelumzug, einer zünftigen Bücherverbrennung und abschliessend zusammen mit dem seeligen Kanzler das heilige „Slava Ukraini“ herunterbeten.
Ob Patient 0, Inninör etc. pp – darf mal ihre Ideen aufgreifen. Das mit der 2+4 – Kündigung treibt mich schon lange um. Die ganzen dann im Zugriff stehenden ‚blühenden Wiesen‘ könnten dann ja – so wie Grönland und gar Island dem Protektorat Hawaii – Kaliningrad ex Kant-City zugeschlagen werden. Wenn denn Wladimir Wladimirowitsch die sauren Wiesen überhaupt haben wollte. Schließlich gibt es in der RF teilweise seit gut 90 jahren schon reichlich gut belegte großdeutsche Friedwälder und -äcker. Darf das denn sein, dass wertvollstes russisches Land zu solchen Outplacement-Aktionen noch weiterhin mißbraucht wird und das vielleicht ohne jemals einen Rubbel dafür gesehen zu haben?
Unser Roberto hat ja so recht wen. n nicht senkrecht, wenn er heute auf Manova rumrenitiert „Genug erinnert!“ Wie verlautbart er im Untertitel? „Es ist wieder salonfähig, über das Töten von Russen zu sprechen. Nun zeigt sich, dass die als vorbildlich geltende deutsche Erinnerungskultur erkennbar keinen Wert hatte.“ Also was hindert den Kreml denn noch, die Planierraupen loszuschicken? Da muß das „Russische Haus“ gar nicht vorher fallen, es würde sowieso heißen, die ganzen notwendigen „Einebnungsaktionen“ für die gaaaanz wenigen Ruhestätten der Emils, Willis und Adolfs seinen vööööllig „unprovoked“ erfolgt. Und wenn nicht Wlad, dann doch wohl mindestens sein Nachf. Andrej B. – der miüt dem Plan B (siehe hierzu https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/der-neue-krieg-und-was-wir-tun-sollten-2). Ach ja, übrigens … keinesfalls die Pachtrechnung für die letzten achtzig, neunzig Jahre nicht vergessen. Und bezüglich des hinfälligen 2+4Vertrages unbedingt die Rückforderung für die Abermilliarden, die der Einheitskanzler seinem Gorbi für den Rücktransport seiner angeblich zukünftig arbeitslosen Hurräh-Rufer glaubte spendieren zu müssen.
Da stellt sich die Frage, was kommt als nächstes❓
● Ein Aufruf zum Boykott von Vodka, Beef Stroganoff, Piroggen und Borschtsch?
● Das Verbot der kyrillischen Schrift: А Б В Г Д Е Ё Ж З И Й К Л М Н О П Р С Т У Ф Х Ц Ч Ш Щ Ъ Ы Ь Э Ю Я?
● Die Entfernung aller Bücher russischer 🇷🇺 Autoren aus öffentlichen deutschen 🇩🇪 Bibliotheken?
● Die Entfernung aller Gemälde russischer 🇷🇺 Maler aus den deutschen 🇩🇪 Museen?
● Das Verbot, Musik russischer 🇷🇺 Komponisten und russischer 🇷🇺 Musiker zu hören?
● Die Entfernung der Worte „Russland“, „Russe“, „russisch“ usw. aus dem Duden?
● Ein Gesetz über den Widerruf russischer 🇷🇺 Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit?
● Berufsverbote für Bürger mit russischen 🇷🇺 Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern?
● Der Ausschluss von Kindern mit russischen 🇷🇺 Wurzeln aus öffentlichen Schulen?
● Die Kennzeichnung aller russischen 🇷🇺 Reisepässe mit „X“?
● Eine Polizeiverordnung über die sichtbare Kennzeichnung Ⓡ aller Russen und Bürger, die in Russland geboren wurden?
● Eine Konferenz am Chiemsee über die „Endlösung der Russenfrage“ ❓
● Die „Umsiedlung“ aller Bürger, die russische 🇷🇺 Wurzeln haben?
● Der militärische Angriff auf Russland 🇷🇺 als prophylaktische Verteidigungsmaßnahme, Code-Name „Putinarossa“?
Das wird man ja noch mal fragen dürfen. Mich würde auch das nicht mehr wundern.
„● Das Verbot, Musik russischer 🇷🇺 Komponisten und russischer 🇷🇺 Musiker zu hören?“
Da verbietet man mir dann sicher, meinen geliebten Mussorgski zu hören, insbesondere die „Bilder einer Ausstellung“. Allerdings heißt das letzte Stück dort „Das große Tor von Kiew“
Und nu? Da ist guter Rat teuer. 🙂
So am Rande: All diese Aktionen hier bei uns, die sich offensichtlich nicht gegen die russische Regierung, sondern „die Russen“ als solche richten, sind für mich ein starkes Indiz, dass es sich bei der bedingungslos prowestlichen Opposition in Russland entweder um von unserer Seite aufgebaute Marionetten oder leicht beeinflussbare „nützliche Idioten“ handelt.
Organisch gewachsene, und ihrem Land gegenüber loyale (nicht zwangsläufig der Regierung gegenüber!) Opposition würde erkennen, dass sich die Feindschaft des Westens auch gegen sie selbst richtet, und nichts damit zu tun haben wollen. Gruppierungen, bei denen das nicht der Fall ist, sind mir suspekt und es fällt mir schwer, deren Einhegung pauschal als „Unterdrückung von Opposition“ zu verurteilen. Bis zu einem gewissen Maß sehe ich darin eine nachvollziehbare Selbstverteidigung gegen Einmischung und Destabilisierungsversuche aus dem Ausland.