
Für die einen ist Krieg ein glänzendes Geschäft, für die anderen bedeutet er Tod, Verstümmelung und Elend. Mit Patriotismus, Orden und großen Idealen werden junge Männer an die Front gelockt – und am Ende müssen sie sogar noch für ihren eigenen Krieg bezahlen.
„Zur Hölle mit dem Krieg!“ („War is a Racket“ im englischen Original aus dem Jahre 1935) von Smedley D. Butler ist eine scharfe Kritik an macht- und wirtschaftspolitischen Interessen hinter militärischen Konflikten. Der Autor war selbst General und Kriegsteilnehmer. Durch seine persönliche Erfahrung als Soldat entlarvt Butler das Geschäft mit dem Krieg als interessengeleitetes, von Profitstreben getriebenes System – auf Kosten menschlichen Leides.
So viele haben mit dem Tod ihren Anteil an den Kriegsgewinnen bezahlt. So viele, die geistig und körperlich verwundet wurden, zahlen ihren Anteil noch immer. Und auch andere haben bezahlt – sie haben mit gebrochenem Herzen bezahlt, als sie sich von ihren Kaminen und ihren Familien losgerissen haben, um die Uniform von Uncle Sam anzuziehen, mit der Gewinne gemacht wurden. Sie zahlten einen weiteren Teil in den Ausbildungslagern, wo sie reglementiert und gedrillt wurden, während andere ihre Arbeit und ihren Platz im Gesellschaftsleben einnahmen. Sie bezahlten dafür in den Schützengräben, wo sie schossen und erschossen wurden, wo sie tagelang hungerten, wo sie im Schlamm, in der Kälte und im Regen schliefen mit dem Stöhnen und Schreien der Sterbenden im Ohr – einem schrecklichen Schlaflied.
Aber vergessen Sie nicht, dass der Soldat auch einen Teil der Dollar- und Cent-Rechnung bezahlt hat. Bis zum Spanisch-Amerikanischen Krieg und darüber hinaus hatten wir ein Preisgeldsystem, und Soldaten und Matrosen kämpften für Geld.
Während des Bürgerkrieges wurden ihnen in vielen Fällen Prämien gezahlt, bevor sie ihren Dienst antraten. Die Regierung bzw. die Staaten zahlten bis zu 1 200 Dollar für eine Einberufung. Im Spanisch-Amerikanischen Krieg gab es außerdem Preisgelder. Wenn wir Schiffe eroberten, bekamen die Soldaten alle ihren Anteil – zumindest sollten sie das. Dann stellte man fest, dass man die Kriegskosten senken konnte, indem man das gesamte Preisgeld einbehielt, die Soldaten aber trotzdem einberief. Dann konnten die Soldaten nicht mehr um ihre Arbeitskraft verhandeln. Alle anderen konnten verhandeln, aber der Soldat nicht.
Napoleon hat einmal gesagt, »Alle Menschen sind in Auszeichnungen verliebt … sie hungern förmlich danach.«
Schöne Ideale für unsere Jungs!
Durch die Entwicklung des napoleonischen Systems – das Medaillengeschäft – lernte die Regierung, dass sie Soldaten für weniger Geld bekommen konnte, weil die jungen Männer gerne ausgezeichnet werden. Bis zum Bürgerkrieg gab es keine Medaillen. Dann wurde die »Congressional Medal of Honor« verliehen. Das machte die Rekrutierung einfacher. Nach dem Bürgerkrieg wurden bis zum Spanisch-Amerikanischen keine neuen Medaillen mehr ausgegeben. Im Weltkrieg haben wir die jungen Männer durch Propaganda dazu gebracht, die Wehrpflicht zu akzeptieren. Sie sollten sich schämen, wenn sie nicht zur Armee gingen. Diese Kriegspropaganda war so bösartig, dass sogar Gott hineingezogen wurde. Mit wenigen Ausnahmen schlossen sich unsere Geistlichen dem Ruf »Töten, töten, töten« an: Um die Deutschen zu töten. Gott sei auf unserer Seite … es sei sein Wille, dass die Deutschen getötet werden.
Und in Deutschland wiederum riefen die Pastoren die Deutschen dazu auf, die Alliierten zu töten … um demselben Gott zu gefallen. Das war ein Teil der allgemeinen Propaganda, die die Menschen kriegs- und mordbewusst machen sollte.
Schöne Ideale wurden für unsere Jungs gemalt, die in den Tod geschickt wurden. Dies war etwa der »Krieg, um Kriege zu beenden«. Der »Krieg, um die Welt für die Demokratie sicher zu machen«. Niemand sagte ihnen, dass es in Wirklichkeit um Dollars und Cents ging. Niemand sagte ihnen, als sie losmarschierten, dass ihr Marschieren und ihr Sterben riesige Kriegsgewinne bedeuten würden. Und niemand sagte diesen amerikanischen Soldaten, dass sie von Kugeln abgeschossen werden könnten, die von ihren eigenen Brüdern in ihrem eigenen Land hergestellt wurden. Keiner sagte ihnen, dass die Schiffe, auf denen sie fahren werden, von U-Booten torpediert werden könnten, die mit amerikanischen Patenten gebaut wurden. Man sagte ihnen nur, dass es ein »glorreiches Abenteuer« werden würde.
Nachdem man ihnen also den Patriotismus eingebläut hatte, beschloss man, sie auch zur Finanzierung des Krieges heranzuziehen. Also gaben wir ihnen das hohe Gehalt von 30 Dollar pro Monat!
Alles, was sie für diese großzügige Summe tun mussten, war, ihre Lieben zurückzulassen, ihre Arbeit aufzugeben, in sumpfigen Schützengräben zu liegen, Dosenwurst zu essen (wenn sie sie bekommen sollten) und zu töten, zu töten, zu töten … und getötet zu werden.
Doch halt!
Die Hälfte des Lohnes eines Soldaten (in einem Monat etwas mehr als ein Werftarbeiter oder ein Arbeiter in einer Munitionsfabrik an einem Tag verdient) wurde ihm sofort entzogen, um seine Angehörigen zu unterstützen, damit diese nicht zu einer Belastung für die Gesellschaft werden würden. Dann ließen wir ihn noch eine Unfallversicherung zahlen – etwas, wofür in einem aufgeklärten Staat der Arbeitgeber aufkommt – und die kostete ihn sechs Dollar im Monat. So hatte ein Soldat weniger als neun Dollar im Monat übrig.
Und dann – die krönende Unverschämtheit von allen – wurde er praktisch dazu erpresst, für seine eigene Munition, Kleidung und Nahrung zu bezahlen, indem man ihn zwang, Freiheitsanleihen für 100 Dollar zu kaufen, die wir dann – als die Soldaten aus dem Krieg zurückkamen und keine Arbeit finden konnten – für 84 und 86 Dollar zurückkauften. Der Wert dieser Anleihen, die von den Soldaten gekauft wurde, liegt bei zwei Milliarden Dollar!




Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge, wird mit Lügen geführt und endetit Lügen. Und all diese Lügen sind nur dazu da, den nächsten Krieg vorzubereiten. Wer den Krieg ein für alle Mal beenden will, muss das Lügen beenden und die Lügner zum Teufel jagen.
Erst wird die Aufrüstung bezahlt,
Zweitens wird der eigentliche Krieg bezahlt
und Drittens wird anschließend der gesamte Wiederaufbau bezahlt.
Wer lässt so ein gutes Bombengeschäft aus, und wer bleibt dabei lieber Friedfertig wenn man die Gewinne privatisieren, Verluste (Menschen) oder Unkosten sozialisieren kann?
Wir alle wissen, wie pervers Krieg ist und wie pervers die Menschen und Machenschaften, die Kriege realität werden lassen. Daher die Frage: was bringt der neunhundertste Artikel dazu für wesentlich neue Erkenntnisse?
Auch Overton profitiert ja, auf seine Art, von der Kriegshysterie, mit gefühlt 15 Artikeln zum Thema pro Tag. Man müsste ein Wort dafür erfinden.. statt Klickbait vielleicht Warbait?
die Methode von Staat und Medien ist es, die selben Lügen wieder und wieder in die Ohren der Menschen zu brüllen. Das einzige Mittel der Gegenseite kann nur sein, die Wahrheit immer und immer wieder in die Ohren der Menschen zu brüllen.
@Kollemolle
»Das einzige Mittel der Gegenseite kann nur sein, die Wahrheit immer und immer wieder in die Ohren der Menschen zu brüllen.«
Ein Vergleich der finanziellen Mitteln vom Staat und den ihn unterstützenden Main-Stream-Medien, zu den Mitteln der Gegenseite, bietet leider nur die Erkenntnis, dass die Wahrheit auf verlorenem Posten steht.
@Kollemolle
Grundsätzlich stimme ich ihnen ja zu, allerdings wird hier in einer – im Vergleich – geradezu winzigen Blase gebrüllt, was die Sache, nach meinem Empfinden, nervtötend macht. Der affirmative Endlos-Output von ähnlichen Artikeln zum gleichen Thema nützt m.E. niemandem, ausser dem produzierenden Magazin – zumindest so lange, wie die Konsumenten das Gefühl haben, sie müssten jeden neuen Artikel aufsaugen, um ihr Weltbild zu festigen.
@Fancy Naeser Richtig ist: Krieg ist für die Allgemeinheit und die breite Mehrheit der Bevölkerung pervers. Wenn Sie schreiben: „Wir alle wissen“ das, dann muss man Ihnen leider widersprechen.
Die meisten Autoren und Kommentatoren auf OM „wissen“ das (Ausnahmen bestätigen die Regel). Die Mehrheit der Bevölkerung weiß es offenkundig nicht. Sonst hätten wir in diesem „demokratischen und sozialen Bundesstaat“ (siehe Art. 20 Grundgesetz von 1949) keinen „Bundeskanzler“ Friedrich Merz und keinen „Verteidigungsminster“ Boris Pistorius, die Deutschland „kriegstüchtig“ machen wollen, dafür Milliarden Staatsschulden (aka „Sondervermögen“) machen, die mittelständische deutsche Wirtschaft und die kleinen Unternehmer ruinieren und den Sozialstaat schlachten.
900 Artikel bzw. 15 Artikel zum Thema „Krieg“ und wer davon profitiert, reichen nicht aus. Es müssten schon mindestens 1.500 Artikel pro Tag und 900.000 Artikel sein, die alle Facetten der „Kriegstüchtigkeit“ und des Krieges zeigen.
Und ob das ausreichen würde, da bin ich mir inzwischen auch nicht mehr sicher. Die Mehrheit nicht nur in Deutschland lernt offenkundig nur dann etwas aus dem Krieg, wenn ein Bombe oder Rakete über dem eigenen Haus explodiert und das eigene Haus inkl. Doppelgarage und SUV in Schutt und Asche legt. Manche Bürger lernen aber auch in diesem Fall nur daraus, wie man die Trümmer beseitigt, das Haus wieder aufbaut, das Haus „bombensicher“ und für den nächsten Krieg „kriegstüchtig“ macht. Voraussetzung ist natürlich, dass man den Krieg überlebt. Bei einem nuklearen Krieg ist das gar nicht so leicht.
Lieber zehn Jahre Overton-Artikel lesen als 1 Tag Atomkrieg erleben.
(Wiederholung ist die Mutter der Porzellankiste)
Ich glaube nicht dass wir alle das wissen. Was mich betrifft, so kenne ich den Krieg oder die Kriege nur aus Bildern oder aus Romanen. Das sind zwar manchmal entsetzliche Schilderungen und Bilder, aber sie sind dennoch nur ein fahles Abbild der Realität.
Meine Mutter hat im Alter von 5 Jahren einen luftangriff auf ihre damalige heimatstadt erlebt. Als ich dann selbst Kind war, habe ich mich gewundert, dass sie das wöchentliche Test Signal der alarmsirene nicht ertragen konnte.
Für Leute, die die Auffassung vertreten, dass Krieg ein einträgliches Geschäft ist, ist die Aufrüstung ein unwiderstehliches Motiv um viel Geld zu machen.
Deshalb wundert es nicht, dass der BlackRock-Mann Friedrich Merz bereit ist, den Wohlstand der deutschen Bevölkerung auf Kosten der Aufrüstung aufs Spiel zu setzen, so kann er, und eine verschwindend kleine Gruppe, absahnen.
Es ist m.E. zu einfach, die Kriegslüsternheit der Regierung auf Profitinteressen einzelner Kapitalien zurückzuführen, denn unter den Zahlmeistern ist nicht nur der gemeine Bürger sondern auch jener überwiegende Teil der Kapitalisten, denen daraus gar keine Sonderprofite erwachsen.
Entweder herrscht dort Ignoranz vor oder eine Kollektive Gier nach dem Fell des noch unerlegten russischen Bären.
Ceterum censeo intellegentiam artificialem vestram in cloacam demergendam esse.
Es ist die gleiche ungefährdete Haltung, mit der ins Casino gegangen und gespielt wird. Der Kriegs-GAU – größte anzunehmende Unannehmlichkeit – der Kapitalfraktion ist eine lange Schnüss. Aber morgen wird dann wieder auf ROT gesetzt, warum auch nicht.
Ist Kriegssüchtigkeit schon als Sucht anerkannt und kann man sich dagegen behandeln lassen?
Wenn dem so wäre müßten die Kriegstreiber alle zum Meisendoktor
Ja, es ist eine Sucht und es gibt eine bekannte Behandlung: Die Kapitalfraktion grenzüberschreitend in Armut versetzen und ihr nicht nur jeglichen Kapitalzugang endgültig zu entziehen, sondern auch den Anbau von Kapitalkonzentration nachhaltig zu unterbinden. Leider ist die Apotheke nicht aufzufinden, wo dieses Rezept einzulösen wäre.
Es gab schon immer unterschiedliche kapitalfraktionen. So profitierte z.b während des ersten weltkrieges die aufkommende elektroindustrie vergleichsweise wenig vom rüstungsbogen, der damals noch in erster Linie von der Stahl und schwerindustrie beherrscht wurde.
Sehr schönes Beispiel.
Was also hat die Wahnsinnigen um Willem Zwo getrieben, den Weltkrieg anzufangen?
Doch wohl die Aussicht auf einen „Platz an der Sonne“.
Die hätte dann auch den Elektrikern aus dem Arsch geschienen…
Ceterum censeo intellegentiam artificialem vestram in cloacam demergendam esse.
🍫 😋 🥀🪖 ⚰️ „Süß und ehrenvoll ist es, fürs Vaterland zu sterben.“ Diesen Satz sagte schon ein bekannter römischer Dichter vor rund 2.000 Jahren. (Im Original: „Dulce et decorum est pro patria mori.“)
Der Satz zieht sich sinngemäß durch die Geschichte der Menschheit. Der britische Soldat und Dichter Wilfried Owen verfasste während des Ersten Weltkrieges ein Gedicht mit dem oben genannten Zitat als Titel, das allerdings erst nach dem Ende des Krieges 1918 veröffentlicht wurde. Darin beschreibt Owen einen Gasangriff und den qualvollen Tod eines unbekannten Soldaten und schließt sarkastisch mit dem Satz: „Die alte Lüge: Süß und ehrenvoll.“
2026 klingt der Begriff „Vaterland“ etwas antiquiert und für „das Volk, den Führer und das Vaterland“ zu sterben, das wäre extrem rechts und geht aus der Sicht der bürgerlich-konservativ-liberalen „Mitte der Gesellschaft“ schon gar nicht. Aber für „die Freiheit und die Demokratie“ und die „Verteidigung“ der Werte des „Wertewestens“ zu kämpfen und den Löffel abzugeben, das klingt schon besser und darauf fallen offenkundig immer noch zu viele erwachsene Bürger und nicht nur Jugendliche herein.
Würden die Regierung und die PR-Abteilungen der Rüstungsindustrie, der NATO, der Bundeswehr, der britischen Armee usw. zum Beispiel sagen:
„Liebe Soldatinnen, Soldaten und Zivilpersonen, ihr müsst für die ökonomischen Interessen von Black Rock und anderer Investmentgesellschaften und die Gewinne der Reichen und Superreichen kämpfen und sterben.“
dann wäre das zwar ehrlich und genderkorrekt, aber der Satz wäre zu lang und aus der Sicht der Regierung, der Rüstungsindustrie usw. auch sehr dumm. Außerdem: Wer will schon ehrliche Politiker, eine ehrliche Regierung und ehrliche Rüstungslobbyisten?
Das stellt nicht die Fähigkeit in Abrede, sich verteidigen zu können, wenn ein Land tatsächlich angegriffen wird.
➡️ Kriegstüchtigkeit,
➡️ die ständige mediale Hetze gegen Russland/Putin,
➡️ die Tatsache, dass man den „Feind“ militärisch und geopolitisch provoziert,
➡️ die Verleumdung von Kritikern der israelischen Siedlungspolitik als „Antisemiten“ und vor allem
➡️ die Doppelmoral, wenn es um den Krieg in der Ukraine und den Krieg im Gaza geht,
hat nichts mit der Verteidigungsbereitschaft Deutschlands zu tun und mit Friedenspolitik schon gar nicht. Oder ist da jemand anderer Meinung, wenn er ehrlich ist?
Lieber zehn Jahre Overton-Artikel lesen als 1 Tag Atomkrieg erleben.
(Wiederholung ist die Mutter der Porzellankiste)
@“Napoleon hat einmal gesagt, »Alle Menschen sind in Auszeichnungen verliebt … sie hungern förmlich danach.«“
Aha, deshalb verleihen sich die Eliten gegenseitig so viele Auszeichnungen
Durchaus lesenswert ist die Auflistung der Personen, die die höchste Auszeichnung der bundesrepublik Deutschland erhielten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Tr%C3%A4ger_des_Gro%C3%9Fkreuzes_des_Bundesverdienstkreuzes
Es scheint ziemlich offensichtlich zu sein, dass sich besonders Politiker außer lateinamerikanischen Staaten und Vertreter führender adelshäuser um die bundesrepublik Deutschland verdient gemacht haben.
Münzgeld entstand aus dem Zweck heraus Söldnerheere zu bezahlen. Die Begriffe Sold und Münze waren identisch. Der ganze Sinn bestand darin Huren zu bezahlen. Diese schlossen sich dann entsprechend den Söldnerheeren an.
Dies ist eigentlich auch alles, was man über das Wesen des Krieges, des Geldes und der partnerschaftlichen Sexualität 🙂 wissen muss.
Wie lauten denn die Worte für Sold und Münze auf Persisch oder griechisch?
Wer hat eigentlich das Söldnertum erfunden?