Wenn Delhi Moskau wäre

Rishikesh- Indien könnte ein wunderschönes Land sein, aber die Preoritäten der Regierung liegen woanders. Bild: Gilbert Kolonko
Rishikesh- Indien könnte ein wunderschönes Land sein, aber die Preoritäten der Regierung liegen woanders. Bild: Gilbert Kolonko

In Indien schaffen junge, frustrierte Menschen den großen Schritt vom Netz auf die Straße und zeigen damit auch das wahre Gesicht der Regierung von Narendra Modi und dessen Prioritäten auf.

Stellen sie sich vor, in Moskau würden junge Menschen gegen Putin auf die Straße gehen und die Regierung setzt gegen die Demonstranten Störsender ein. Sperrt das Internet und Metro-Stationen.

Dazu prügeln Polizisten brutal auf junge Demonstranten ein und drohen einzelnen von ihnen, dass sie bei ihrer nächsten Festnahme, Drogen in ihren Rucksäcken gefunden werden.

Wenn dann noch junge Demonstranten in St. Peterburg auf die Straße gehen, in Solidarität mit den jungen Menschen in Moskau, und auf der Stelle verhaftet werden, hätten sie sofort Russland-Experten in allen deutschen Medien, die ihnen erklären, dass der Frust der russischen Jugend gegen das Putin-Regime schon lange gärt und nun ausbricht, wobei der Anlass – ein Skandal im Bildungsbereich – nur der Auslöser, aber nicht der Hauptgrund ist.

Das würde ich den Kollegen sogar abnehmen: Ich habe mich in den letzten drei Jahren mit dutzenden jungen Russen und Russinnen unterhalten, die den größten Teil des Jahres in Moskau oder St. Petersburg leben. Sie sind nicht anders als die progressiven jungen Menschen in Deutschland oder Indien und halten auch ihren 73-jährigen Putin für einen geistigen Neandertaler.

Nun passieren aber all diese Dinge in Indien, der größten Demokratie der Erde, wie es so oft heißt. Seit mehreren Jahren thematisiere ich den tiefen Frust der jungen Menschen in Indien – und der besteht nicht nur aus dem Punkt, dass es trotz eines Masterabschlusses kaum Aussicht auf einen Job gibt und dass Bildung immer mehr privatisiert wird. Im 21. Jahrhundert haben junge Inder, die sich an der Wissenschaft orientieren, einen 75-jährigen Premierminister, der öffentlich erklärt, dass in Indien vor 2000 Jahren die erste Kopftransplantation durchgeführt wurde.

Ihre alten Medien nennen die jungen Menschen schon lange nur noch verächtlich Godi-Medien: Da werden Superschnellzüge gefeiert, Flughäfen für die Oberschicht und eine neue Autobahn nach der anderen, dazu ihr Land als nächste Supermacht dargestellt, dabei bekommt die Regierung, die seit 12 Jahren ununterbrochen an der Macht ist, nicht einmal eine halbwegs anständige Kanalisation hin. Indiens Müllentsorgung besteht von Delhi bis Kolkata aus kokelnden Müllbergen. Zwei Millionen Inder sterben im Schnitt jedes Jahr an verpesteter Luft – und so geht das schon seit Jahren. Das wäre so, als würden in Deutschland jedes Jahr 120.000 Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung sterben, also beinahe doppelt so viele Opfer wie bei uns von März 2021 bis März 2022 an Covid-19 verstorben sind.

70 Prozent des Oberflächen-Wassers in Indien sind verseucht, und das auch schon seit langem. Nahezu allen indischen Großstädten geht das Trinkwasser aus.

Chromverseuchtes Abwasser in Kolkata-Bantala. Leider ist Indien seit dem Handelsabkommen mit der EU befreit von Einfuhrzöllen. Bild: Gilbert Kolonko

Bei den Demonstrationen in Delhi und anderen indischen Städten, weisen auch unsere Medien nicht einmal darauf hin, dass die Innenstadt Delhis mit Kameras überwacht wird – wie alle anderen größeren Städte Indiens übrigens auch. Im südindischen Hyderabad gibt es im öffentlichen Raum pro Bürger vier Mal mehr Überwachsungskameras als in Moskau oder St. Petersburg.

Dazu gibt es seit mindestens vier Jahren mehr als Indizien, dass die Modi-Regierung die israelische Spionagetechnik Pegasus gegen die politische Opposition im eigenen Land einsetzt und gegen kritische Medienvertreter und Aktivsten sowieso.

Im indischen Bundesstaat Manipur herrschen seit 2023 bürgerkriegsähnliche Zustände: Ausgelöst wurden sie von der ethnischen Bevölkerungsgruppe der Meitei. Sie sind anti-christlich eingestellt und voll auf der Hindutva Linie von Narendra Modi. Bis jetzt wurden 60.000 Menschen vertrieben. Mindestens 258 Menschen ermordet und über 1000 zum Teil schwer verletzt. Dazu 400 Kirchen zerstört oder beschädigt und 132 Tempel verwüstet. Wenn das in Russland passiert, wüssten Sie das schon lange.

Der 60-Jährige Sonam Wanschuk, der die jungen Menschen in Delhi mit einem Hungerstreik in ihrem Protest unterstütze, ist für viele junge wie alte progressive Menschen in Indien ein Held. Er stammt aus der Bergregion Ladakh und engagierte sich früh für den besseren Zugang zu Bildungssystemen für die Menschen der Bergregion. Dazu entwickelte Sonam unter anderem ein solarbeheiztes Zelt, das er gemeinsam mit dem indischen Militär entwarf. Zudem entwarf er ein kostengünstiges Lehmhaus, das eine Temperatur von 15 Grad Celsius auch bei Außentemperaturen von minus 15 Grad Celsius aufrechterhalten kann.

Einer von drei Müllbergen in New Delhi. Bild: Gilbert Kolonko

Als er im Jahr 2024 einen Protestmarsch für mehr Autonomie seiner Heimatregion anführte, wurde er das erste Mal verhaftet. Als im letzten Jahr in Ladakh Proteste vorwiegend junger Menschen ausbrachen, bei denen auch Demonstranten erschossen wurden, kam Sonam als Sündenbock wieder ins Gefängnis: Ohne Prozess nach dem Gesetz zur nationalen Sicherheit (NSA) zur „Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung“. Das macht es der Modi-Regierung möglich, eine verdächtige Person bis zu zwölf Monate ohne Anklage zu inhaftieren.

Auch der Bildungsminister der indischen Regierung, dessen Rücktritt die jungen Demonstranten in Indien fordern, ist nicht nur in Deutschland unbekannt. Herr Dharmendra Pradhan ist nicht nur irgendein Minister, er ist der Mastermind hinter den Wahlerfolgen von Modis Bharatiya Janata Party (BJP). Bei indischen Wahlen geht es nicht um Programme. Es geht völlig nüchtern darum, mit welchen Ethnien und Kasten ein Wahlerfolg möglich ist. Nationalismus, Hindutva-Ideologie, Hass auf Minderheiten und Wahlgeschenke in Form direkten Geldzahlungen sind nur das Sahnehäubchen.

Eine anständige Kanalisation ist in Indien nicht in Sicht. Bild: Gilbert Kolonko

In Indien geht also gerade ähnliches vor, wie in Nepal oder Bangladesch. Nur haben die jungen Menschen in Indien mehr zu verlieren, wie die Jungen in ihren Nachbarländern. Als jemand der seit 26 Jahren Indien und seine Nachbarländer bereist, habe ich mit Anerkennung und Freude die Fortschritte in Indien wahrgenommen.

Schon 2002 wurde in Delhi die erste Metro eröffnet und dann rasant zu einem allumfassenden Transportsystem erweitert- Frauen traten mit einer Macht und Geschwindigkeit in den öffentlichen Raum, wie ich es mir im Jahr 2000 niemals hätte vorstellen können: Indien begann sich zu allen Seiten hin zu öffnen, trotzdem blieb es das bunte Indien, mit seinen Hunderten von Sprachen und Tausenden von verschiedenen Ethnien, die überwiegend friedlich in einem unüberschaubaren Gewusel miteinander lebten.

Die Wahl von Narendra Modi 2014 war in der Theorie übrigens ein weiterer Schritt nach oben in der Entwicklung Indiens. Seit der Gründung 1947 hatte die Kongress-Partei die indische Politik bestimmt.

Die Menschen hatten genug von den üblichen und oft korrupten Gesichtern in der Politik. Nein, ich kann Sie beruhigen: Nahezu jeder Indien-Experte wusste, welches Trojanische Pferd mit Narendra Modi für die Demokratie Indiens kommt, und sie erinnerten regelmäßig daran.

Aber in Indiens Gesellschaft herrschte damals Aufbruchsstimmung. Es bildeten sich schon 2011 zivile Massenorganisationen gegen Korruption, aus der dann eine neue politische Partei entstand, die sogar die Wahlen in Delhi gewann.

Zudem hatten Narendra Modi wie Donald Trump ein weltweites Phänomen auf seiner Seite: Als sie gewählt wurden, herrschte in ihren Ländern die größte finanzielle Ungleichheit jemals. Das half ihnen das „Establishment“ anzuklagen. Klar: Unter ihren Regierungen ging dieses „Phänomen“ weiter.

Dass die indischen Medien fast ohne Widerstand zu Narendra Modi überliefen, überraschte übrigens nicht: In Indien finanzieren sich gerade Zeitungen zu einem großen Teil aus Werbeanzeigen der Regierung.  So trauen junge Menschen in Indien schon lange nicht mehr den alten Medien und für sie war das Internet ein Geschenk.

In Deutschland ist das für viele junge Menschen mittlerweile ähnlich. Ein Paradebeispiel liegt nur ein paar Wochen entfernt. Vor dem Parteitag der AfD in Erfurt malten vorwiegend die alten Medien über eine Woche lang ein Bild von den Demonstranten, als hätten diese vor, die Stadt in Schutt und Asche zu legen. Das hauptsächliche Ziel auch der vielen jungen unter den 17.000 Demonstranten, die sich an den Sitzblockaden beteiligten, war auch nicht, den Parteitag zu verhindern: So naiv waren und sind sie nicht. Die jungen Menschen, die an der Demo teilnahmen und die ich sprechen durfte, sagten mir, dass es ihnen darum gegangen war, sich mit anderen Menschen zu vernetzen. Zu lernen, sich auf der Straße zu organisieren, zu lernen, mit den Aggressionen der Polizei umzugehen.  Am Ende musste selbst die Polizei zugeben, dass die Großdemo in Erfurt überwiegend friedlich abgelaufen ist.

Ein paar Monate nach der Räumung von Lützerath hatte ich einen jungen Menschen fünf Tage in meinem Garten: Er war nicht nur von der Gewalt der Räumung traumatisiert, auch von der Tatenlosigkeit Deutschlands und der gesamten westlichen Welt in Sachen Klimakatastrophe. Da saß ein 23-Jähriger Mensch vor mir, der das Internet dazu benutzt hatte, sich zu informieren, so dass er nur eins konnte: Sich selbst aktiv zu engagieren, und er war nun nach einem Jahr völlig demoralisiert.

Da bekommt eine Gesellschaft eine junge Generation, deren krasseste Vertreter sich auf die Straße kleben, um auf die Tatenlosigkeit in Sachen Klimakatastrophe aufmerksam zu machen und als Dank für ihre Friedfertigkeit werden sie beschimpft, angespuckt, verprügelt und kriminalisiert: Etwa 85 Prozent der Deutschen verurteilten in Umfragen die Protestform dieser jungen Menschen, und die meisten Medien machten mit – weil es Zuspruch und Klicks gab. Mit dem üblichen Alzheimer-Syndrom verwiesen sie auf die netten Jungs und Mädels von „Fridays for Future“: Dabei waren es auch um 2019 vorwiegend die alten Medien, die gemeinsam mit Lindner und Co. arrogant erklärten, solch wichtige Dinge mal lieber den „Profis“ zu überlassen.

Kampf gegen Luftverschmutzung in New Delhi der neuen BJP-Regierung. Immer um die Messstationen herum. Bild: Gilbert Kolonko

Fazit: Was in Indien passiert, passiert gerade fast überall auf der Erde. Mehr und mehr junge Menschen wissen, dass es nicht nur ein paar Reförmchen hier und da braucht. Ihnen ist völlig bewusst, dass ihre Regierungen, ihre Wirtschaft und die meisten ihrer älteren Mitbürger in einem System und Denken gefangen sind, deren Folgen nun auch in Europa angekommen sind: Hitze, Starkregen oder Trockenheit. Weiter ansteigende finanzielle Ungleichheit und immer höhere Mieten. Dabei warnten nicht nur Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten vor der Klimakatastrophe, sondern 1989 sogar Margareth Thatcher, die eigentlich für ihre neoliberale Politik bekannt war.

Und nein, ich halte die jungen Menschen heute nicht für intelligenter. Es ist heute aber viel einfacher sich zu informieren und so ist der Anteil an informierten Menschen in ihren Generationen halt größer als früher, aber immer noch weit von einer Mehrheit entfernt.

In Indien musste sich Narendra Modi den Druck der jungen Menschen beugen, weil immer mehr von ihnen auf die Straße strömten: Der Bildungsminister trat am Samstag letzter Woche zurück.  Überraschung? Null. Wie ich direkt am Anfang der Proteste vor einer Woche schrieb, hat die Revolution in Indien (erst) begonnen.

Und was die ökologische Katastrophe angeht, die in Indien stattfindet, und die jetzt schon schweren Folgen des Klimawandels: Im östlichen Bundesstaat Assam mussten nach starken Regenfällen und Überschwemmungen 650.000 Menschen evakuiert werden – 66 Menschen verloren ihr Leben. In den Bergen Kaschmir sorgten schwere Regenfälle zeitgleich für Erdrutsche, bei denen 28 Menschen starben. Das Schlimmste: Für Indien sind das für diese Jahreszeit ganz normale Nachrichten, höchstens die Namen der verschütteten Orte sind andere. Sobald der Monsun ab Anfang Oktober abklingt, wird die Luftverschmutzung übernehmen. Ab Mitte März die Hitze und Dürre.

 

Der Text erschien zuerst auf dem Beueler Extradienst von Martin Böttger.

Gilbert Kolonko

Der 51-jährige Gilbert Kolonko reist seit 23 Jahren durch Südasien: Er hat ein Buch über den Bürgerkrieg in Nepal geschrieben, durch den er gewandert ist, und eins über Pakistan, dass er 11 Jahre vom Karakorum bis nach Karachi bereist hat. Seine ersten Reportagen schrieb er vor 10 Jahren für den pakistanischen THE DAWN.
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26 Kommentare

  1. Schön, mal wieder was von Kolonko zu lesen.
    Etwas schief hängt sein Bild von der russischen Gesellschaft. Kommt wohl davon, dass er eine Schicht als Gesprächspartner sucht, die, ähnlich anderen osteuropäischen Ländern, die Sehnsucht auf politische Zustände legt, die sich dort inzwischen als illusionär erwiesen und die Zeit unter Jelzin nicht erlebten. Spräche er mit Älteren, würde er kaum gleiche Ansichten finden, außer die Oligarchen, die Jelzin schuf .
    Auch seine Fürsprache der „Klimakleber“ ist relativ naiv, denn diese wollen vorgeblich das Klima retten und dringen nicht auf die notwendige Ausrichtung der Politik auf die Abwehr der Folgen des Klimawandels. Dabei spielen sie denen zu, die den Klimawandel als eine gute Variante zur Infusion des Kapitalkreislaufs ausnutzen und nicht zum Schutz der Menschen beitragen.

    1. Ich denke, dass es in seinen Aussagen in 1. Linie darum geht, wie welche Zustände (abhängig vom jeweiligen Land) in den Medien in Deutschland thematisiert werden.

  2. Die „progressiven jungen Leute in Moskau und St. Petersburg sind nicht anders wie die progressiven jungen Leute in Deutschland“ – So progressiv und jung wie die Berliner und Münchner ? Also v.a gegen Rechts und für den Schutz des Klimas ? – Dann Gute Nacht !

      1. Für Umwelt- und Klimaschutz zu sein, ist wirklich was ganz Böses ? Seit wann ?

        Seit sie in D die Atomkraftwerke still-
        gelegt haben ? Seit die H&B Grünen am Werk sind ? Mann ! Seit wann ?

        Schon mal Mathias Broeckers gelesen ? Klimalügner. Vom Ende des Kaputta lismus und der Zuvielisation“

      2. Seit wann Umwelt – und Klimaschutz was ganz Böses sind ? Seit die H&B Grünen die Umwelt-und Klimapolitik
        verantworten? Schon mal Mathias Broeckers Buch in die Hand genom -men: „Klimalügner. Vom Ende des Kaputtalismus und der Zuvielisation“

    1. Bald kommen hier die ersten Artikel und Foreneinträge wo das zur Farbenrevolution erklärt wird und irgendwelche Altlinken daran rumkrittlen das das ja irgendwie nicht richtig links wäre.

  3. Warum nur mögen die Menschen außerhalb der BRD solche Besserwisser nicht? Die einem Russen sagen, wie es in seinem Land zugeht. Und erst die Inder, die würden ohne die arroganten Kommentare aus „Besserwessiland“ gar nicht zurecht kommen. Wer sagt eigentlich den Chinesen, wie sie zu essen haben? Denn da gibt es sicher noch erhebliches Belehrungspotential!
    Schlimm genug, das ein Bückling von BlackRock den Russen jegliche Kultur und Zivilisation abspricht und sie pauschal als Barbaren tituliert. Oder eine NATO- Direktrice ihnen gar das Menschsein streitig macht und sie als Asiaten bezeichnet. Wobei diese Person sicher weiß, warum Asiaten keine Menschen sind…
    Wäre es nicht besser, bestimmte Leute würden sich um die Lage in ihrem eigenen Land kümmern? Denn dort ist es den Bürgern scheinbar egal, ob ihr Land wieder mal einen Krieg vorbereitet, den es nicht gewinnen kann. Hauptsache über andere Völker herziehen. Das ist auch wesentlich ungefährlicher, als sich mit den eigenenMachthabern anzulegen…

  4. „Sie sind nicht anders als die progressiven jungen Menschen in Deutschland oder Indien und halten auch ihren 73-jährigen Putin für einen geistigen Neandertaler.“

    Der Forist „russischer Hacker“ erzählt hier regelmäßig im Forum was anderes und wird regelmäßig von anderen Foristen dafür gelobt. Und hier tauchen auch regelmäßig Artikel über das tolle Leben unter Putin auf. Gerade heute wurde ein russischer Systemling in einem Artikel als russischer Bruce Springsteen tituliert.

    Ich will die Schwäne tanzen sehen!

  5. „Das wäre so, als würden in Deutschland jedes Jahr 120.000 Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung sterben, also beinahe doppelt so viele Opfer wie bei uns von März 2021 bis März 2022 an Covid-19 verstorben sind.“
    Ja, klar 60.000 binnen einen Jahres in Deutschland.
    „Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden, dann wird sie geglaubt.“

    1. Mit Pferdeentwurmer und Chlorkalk wäre das bestimmt nicht passiert, oder bist mehr so der „Viren gibt es nicht“ Typ, oder sind doch die 5G-Masten schuld, oder doch eher was mit Sozialdarwinismus?

      Und warum sind nicht längst alle Geimpften nach der Bundestagswahl gestorben?

      Und was ist eigentlich aus den geblockchainten Kindern geworden von denen Rainer Füllmilch geschwurbelt hat?
      https://www.youtube.com/shorts/idu57VCoGYY

    2. An oder mit oder so, Kunden die das gekauft haben, haben auch Putin und die Orks gekauft.

      Aber wenn es nach der DUH geht, können wir bei 120 000 Luftverschmutzungstoten mithalten:

      • Neuer Bericht der Europäischen Umweltagentur: 69.865 Todesfälle durch Feinstaub, 28.464 durch Stickstoffdioxid sowie 22.924 durch Ozonbelastung in Deutschland

        1. Ist das der Feinstaub, das Stickstoff –
          dioxid und das Ozon, das die Brüsse-ler Spitzen produzieren ? pro Jahr ?

          Es zeigt sich ja immer wieder, wer lesen kann ist deutlich im Vorteil.

  6. Die große sowjetisch-indische Freundschaft blühte über viele Jahrzehnte hinweg, und inzwischen haben diese beiden Länder (Russland und Indien) die BRICS-Gruppe gegründet. In Russland gibt es keine regierungsfeindlichen Demonstrationen; daher fehlt jede Grundlage für einen Vergleich mit den jüngsten Protesten in Indien.

    1. Stimmt, aber er hat auch die von mir in Frage gestellten Standpunkte erkennen lassen.
      Und jetzt machen wir die wichtigen 100 voll.

  7. “ Das wäre so, als würden in Deutschland jedes Jahr 120.000 Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung sterben, also beinahe doppelt so viele Opfer wie bei uns von März 2021 bis März 2022 an Covid-19 verstorben sind.“

    Es sind in Deutschland wohl nicht mal 50.000 Menschen an Covid verstorben. Und das in den ganzen 5 Jahren!
    Was wir hatten, waren „PCR-Kranke“ und -Tote. Nur jedem siebten positiven Test lag überhaupt eine Infektion zugrunde. Das ist erwiesen. Und Infektion bedeutet noch nicht Erkrankung. Wer aber mit so einem positiven Test im Gepäck starb, wurde als „an und mit Corona verstorben“, oder kurz „Coronatoter“ in die Statistik aufgenommen.

    Machen Sie den Test und stellen Sie eine Anfrage an eine Behörde ihrer Wahl, wieviele Menschen in ihrem Landkreis, Land oder im Bund denn nun sicher „AN“ Corona verstorben sind. Die Antwort gibt es nicht. Das wurde nie untersucht! Warum wohl? Weil dann die Angstkulisse für die Maßnahmen weggefallen wäre.

  8. Schon interessant, dass ausgerechnet jetzt all das im Text beschriebene passiert.
    Seit einigen Jahren versucht Europa mittels Zuckerbrot und Peitsche einen Keil zwischen Indien und Russland zu treiben (Rohöl)
    Als westliche Unternehmen jahrzehntelang durch Indien marodierten und die Umwelt in epochalem Ausmaß zerstört haben, hat es niemand interessiert.
    Zusätzlich wird das Land auch durch die USA wirtschaftlich erpresst und soll diszipliniert werden.
    https://www.indianpunchline.com/graham-sanctions-bill-has-bite-trump-will-use-it-to-terrorise-india/

    Zusammenfassend sieht auch hier in der kommenden Zeit nach einem neuen „Maidan“ aus; oder besser ein „Indischer Frühling“

  9. „Wenn Delhi Moskau wäre“, lautet der Titel des Artikels!
    Nachdem ich das kopfschüttelnd las, weiß ich Eines ganz sicher:
    Ich würde dreimal lieber in Moskau als in Delhi leben!

    1. Das ist richtig. Nach Indien hat die Pharmaindustrie wegen der fehlenden Umweltgesetze bezüglich der Wasserverschmutzung die Produktion von Antibiotika ausgelagert. Mit der Folge das die ungeklärten Chemiewässer in den Flüssen landen und es selbst bei neuen Antibiotikas Resistenzen gibt.

      Modi und sein Regierung sind in der BRICS aus meiner Sicht die unzuverlässigsten Kantonisten, gefolgt von Brasilien unter Lula.

      Eines der größten Probleme Indiens ist die Überbevölkerung und die fehlende Transparenz innerhalb der Gesellschaft. Wobei diese Fehlende Transparenz nicht nur ein Problem Indiens ist sondern zunehmend auch eins bei uns.

  10. > Am Ende musste selbst die Polizei zugeben, dass die Großdemo in Erfurt überwiegend friedlich abgelaufen ist.

    Ist sie nicht. Das das die Polizei das sagt glaub ich aber gern.

    Allgemein kann ich dem Artikel nichts abgewinnen. Was soll die Aussage sein? Die Jugend weis alles besser? Nein, sieht man schon an den Klimaklebern. Die deutsche Wirtschaft rennt grad in die Deindustrilisierung, weil einige dachten die Sonne schickt keine Rechnung.

    Will damit nicht sagen das die Jugend in allem falsch liegt, aber ihr fehlt schlicht die Lebenserfahrung welche Auswirkungen welche Entscheidung hat.

  11. „Mehr und mehr junge Menschen wissen, dass es nicht nur ein paar Reförmchen hier und da braucht. Ihnen ist völlig bewusst, dass ihre Regierungen, ihre Wirtschaft und die meisten ihrer älteren Mitbürger in einem System und Denken gefangen sind, deren Folgen nun auch in Europa angekommen sind: Hitze, Starkregen oder Trockenheit. Weiter ansteigende finanzielle Ungleichheit und immer höhere Mieten. Dabei warnten nicht nur Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten vor der Klimakatastrophe, sondern 1989 sogar Margareth Thatcher, die eigentlich für ihre neoliberale Politik bekannt war.“

    In diesem Sinn haben sie recht, dass es keiner „Reförmchen“ bedarf, sondern Reformen. Hat allerdings mit Sicherheit nichts mit den „älteren Mitbürgern“ zu tun, denn die wissen am besten, was hier schief läuft im Laden. Sie wissen auch, welche Reformen nötig wären und diese haben allerdings nichts mit einer herbei fantasierten „Klimakatastrophe“ zu tun, denn die Wissenschaft (IPCC) sagt aus, dass es in den letzten 100 Jahren zu keiner weltweiten Häufung von Dürren, Starkregen, Überschwemmungen, schweren Stürmen oder Hagel/Blitz usw. kam. Die Schäden sind gestiegen, allerdings deshalb, weil die „Zielscheibe“ erheblich größer geworden ist. Wo vor 100 Jahren bei dem gleichen Sturm noch 10000 Menschen an der Küste betroffen waren, sind es heutzutage 10 Millionen. Logisch, dass sich dann der Schaden erhöht, auch wenn der Sturm nicht stärker oder häufiger auftritt als damals.

    Und die finanzielle Ungleichheit: genau die wird noch erheblich mit den sogenannten „Klimazielen“ der EU/ Berlins verstätkt, das ist doch wohl auch jedem klar, der weiter als bis 2 zählen kann. Erheblich steigende Mieten durch erzwungene Dämmmaßnahmen und „Energieausweise“, die erfüllt werden müssen, erheblich, man kann sagen dank CO2-Besteuerung explodierende Energiepreise vor allem in Deutschland, dadurch explodierende Kosten für Lebensmittel bzw. eigentlich alles wird durch Energiekosten extrem verteuert.
    Gerade die Thatcher war mit Sicherheit nicht an „Klimaschutz“ interessiert, sondern an den Profiten der Wallstreet und der Finanzhaie der Banken – daher auch ihr Geschwurbel übern Klimaschutz – eine nie versiegende Quelle von Einnahmen für die Banken, Versicherungen und die „Eliten“, die das Geld den unteren und vor allem den mittleren Einkommensschichten schamlos aus der Tasche ziehen.

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