Was wird aus Israel?

Gaza, 2025
Jaber Jehad Badwan, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Israel führt Krieg an immer mehr Fronten – doch was bleibt von einem Staat, der seine Sicherheit zunehmend im Militärischen sucht? Abraham Melzer über eine Gesellschaft ohne Friedensperspektive, die Zukunft Palästinas und die verhängnisvolle deutsche Staatsräson.

Am 2. November erscheint im FiftyFifty Verlag Abraham Melzers neues Buch »Der Zionismus begann mit einer Lüge«. Es ist eine ebenso persönliche wie grundsätzliche Abrechnung mit dem politischen Zionismus, seinen historischen Erzählungen und den Folgen, die bis in die Gegenwart reichen. Ein Buch, das man gelesen haben sollte. Bestellen Sie es unbedingt vor.

Ein exklusiver Vorabdruck.

Meinungsumfragen vor den Knesset-Wahlen deuten darauf hin, dass die israelische Gesellschaft geradezu ’süchtig‘ nach Krieg sei. Die Leute lassen eine Stimmung erkennen, die den Wahlkämpfern offenbar wenig Spielraum für Alternativen zu einem Krieg zugestehen. Der Krieg ist zum „Selbstzweck“ geworden. Die Umfragen zeichnen das Bild einer Gesellschaft, die die Hoffnung auf ihre Zukunft verliert. Seit dem Anschlag der Hamas vom 7. Oktober 2023 führt Israel Krieg gegen sechs Länder der Region: Libanon, Syrien, Irak, Jemen, Iran und Palästina/Gaza.

Die von der Regierung forcierte ’neue Sicherheitsstrategie‘, die offenbar darin besteht, den cordon sanitaire um Israel immer weiter zu fassen, soll dem an sich winzigen Land das Gefühl der Unangreifbarkeit (‚Super-Sparta‘) geben. Die Ausweitung des Krieges, von dem die Bevölkerung denken musste, er würde mit der Vernichtung der Hamas und der Befriedung des Gazastreifens enden, hat Israel über immer mehr Fronten in einen Sumpf geführt, in dem das Land zu versinken droht. Die Ziele – Vernichtung von ‚Terrormilizen‘, Delegitimierung und Demilitarisierung und Sturz feindlicher Regime – sind nirgendwo erreicht worden. Im Gegenteil! Das Bündnis zwischen der Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien zeichnet neue potentielle Brandherde ab. Gleichzeitig hat die Begeisterung für das zionistische Projekt auch unter Juden in den USA und Europa stark nachgelassen.

Krieg das einzige Mittel?

Unbedingt vorbestellen!

Die Verzweiflung der jüdisch-israelischen Bevölkerung ist verständlich. Für sie war die Armee, die sich aus ihren Reihen rekrutiert,  immer  ‚ein sicherer Hafen‘. Nie oder selten ist die Rede von den immensen Kosten des Krieges, von den sozialen und die wirtschaftlichen Belastungen und von den Unsicherheiten und dem psychischen Druck in den Familien und im Alltag. Wenn man sich dies vorzustellen versucht, angesichts der Ausnahmesituation über Jahre hinweg- nicht zu vergessen die Massendemonstrationen vor dem 7. Oktober – ist es kein Wunder, dass die Indikatoren des Vertrauens der Bevölkerung in die Zukunft „auf Rot“ stehen. Nicht wenige Israelis überlegen schon. was sie alles in ihre Koffer packen sollen, wenn sie das Land verlassen.

Wenn zutrifft, was die Meinungsforscherin Dahlia Scheindlin sagt, es sei „nicht so, dass die Israelis Krieg wollen, aber dass sie glauben, er sei das einzige Mittel, Stabilität in ihrem Leben zu erlangen“, lässt das in tiefe Abgründe der Psyche einer Bevölkerung blicken, die den Schrecken des Krieges verleugnet und den Bezug zur Realität zunehmend verlieren.

Deshalb, und weil das Land von Anfang an ein militantes zionistisches Projekt gewesen ist, das sich seit seiner Gründung im und mit dem Krieg entwickelt hat, verfügen die meisten Politiker über einen militärischen Erfahrungshintergrund und einen über einen entsprechenden Dienstgrad, den sie in die Politik einbringen. So bedauerte der ehemalige Interims-Ministerpräsident Bennett, keine Starlink-Antennen in den Iran für den Austausch mit der (Schah freundlichen) Opposition geschmuggelt zu haben. Und der schon als ‚liberal‘ geltende Ex-Generalstabschef Gadi Eisenkot hält einem rechtsextremen (!) Zivilisten entgegen, er habe „nicht einmal in der Armee gedient“. In Israel begrüßt man sich auch nicht mit „Wo hast Du studiert?“, sondern mit „Wo hast Du gedient?“. Die Dienstpflicht in der Armee für orthodoxe Juden ist auch deswegen ein ebenso heißes Thema.

Eisenkot kritisiert die Strategie Netanyahus auch nicht wegen des Krieges, sondern wegen dessen Art seiner Führung. Ein Rückzug aus den eroberten Gebieten, mit dem man aus Sicht der Bevölkerung schlechte Erfahrungen gemacht hat und der Israel immer als Verlierer dastehen zu lassen scheint, ist unter den Voraussetzungen nicht denkbar. Auch Eisenkot versichert seinen Wählern, dass es unter seiner Führung nie einen palästinensischen Staat geben wird.

Warum uns das interessiert? Weil es umso wichtiger für Israel sein wird, über die Diaspora in den ‚befreundeten‘ Ländern seine ’soft power‘ auf einen neuen Stand und in Stellung zu bringen. Deshalb kann man gespannt sein, was der nächsten oder übernächsten Regierung und ihren Apparatschiks einfallen wird, wenn die Keule des ‚Antisemitismus‘ ihren Schrecken verliert. Wer auch immer in Zukunft in Israel regieren wird, wird die Politik gegenüber den Palästinensern nicht ändern. Das bedeutet, dass sich in der Region nichts ändern kann. Auch wenn das Schicksal der Palästinenser weder die Israelis noch ihre Nachbarn interessiert, bleiben sie wie siamesische Zwillinge mit diesem Schicksal verbunden. Verlieren die Palästinenser, dann verlieren auch die Israelis. Wenn Palästina untergeht, dann wird es Israel mit sich in den Untergang ziehen.

Nichtjuden haben in Israel weniger Rechte als Juden

Ich habe mich beim Schreiben dieses Buch, als langjähriger SPIEGEL-Leser an Rudolf Augsteins Motto und Vermächtnis gehalten, das im Redaktionshaus des Magazins an der Wand steht: „Sagen, was ist“. Ich habe Polemik vermieden und habe auch nichts ausgelassen, was ich wusste. Es kann aber sein, dass ich das Eine oder andere nicht erwähnt habe. Nicht weil ich es verschweigen wollte, sondern weil ich es einfach nicht wusste. Ich habe keine Archive durchstöbert und keine Opfer oder Täter interviewt. Ich habe lediglich zugängliche Quellen benutzt, besonders aus dem Hebräischen, die jeder finden, lesen und benutzen darf. Und so habe ich aufgeschrieben was war und was heute noch ist und habe auch spekuliert was werden wird.

Ich hoffe auf eine „gesunde Debatte“ über den nicht endenden Konflikt, der inzwischen ein neuer hundertjähriger Krieg geworden ist. Israel und Palästina lösen Emotionen aus, die andere Krisen nicht auslösen. Trotzdem stimmt nicht das, was Henryk Broder in einem Interview mit der jüdischen Zeitschrift tachles gesagt hat, dass sich die Welt auch für andere Konflikte nicht interessiere, weil die „jüdische Stimulanz“ fehlt. Natürlich interessieren sich die Menschen in Europa und besonders in Deutschland mehr für Israels Kriegsverbrechen, weil Israel sich als Demokratie, „die einzige Demokratie“ im Nahen Osten versteht und propagiert. Trotzdem hat man in Deutschland und überall sonst in der Welt gegen die Amerikaner und ihren Krieg in Vietnam protestiert, gegen Russland und seinen brutalen Krieg in der Ukraine oder gegen Frankreich und seinen aussichtslosen Krieg in Algerien. Manche Juden sehen Israel durch eine rosarote Brille und denken, es steht im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit und der Weltpresse und verurteilen jede Kritik an Israels völkerrechtswidrigen Taten als Antisemitismus. Dabei gibt es nur einen geringen Prozentsatz der Bevölkerung weltweit, der sich für Israel, den Palästinensern und den endlosen Konflikt interessieren.

Es interessiert nicht einmal die Israelis, die es nicht schaffen, einen vorbestraften Terroristen in ein Gefängnis oder zumindest ein Irrenhaus einzusperren. Die Kritik an Israel ist nicht zu vergleichen mit dem historischen Antisemitismus, der eigentlich bedeutet, Juden abzulehnen, weil sie Juden sind. Dieser Antisemitismus ist eigentlich harmlos im Vergleich zu dem, den Israel durch seine Kriege bei den Völkern des Dritten Welt heraufbeschwört.

Es heißt auch in den zehn Geboten: „Du sollst nicht töten!“ nicht aber „Du sollst nicht hassen!“. Auch die Juden hassen andere Menschen. Zum Beispiel hassen sie die Araber und viele andere Ethnien. Israel ist nicht nur ein faschistisches, sondern auch ein durch und durch rassistisches Land. Die Rabbiner verbieten Eheschließungen von jüdischen Israelis mit russischen Juden, die keine jüdische Mutter haben, eine Ehe mit einem Palästinenser sowieso. Nichtjuden haben in Israel weniger Rechte als Juden.

Wann wird Israel seinen Verteidigungsminister in einen Kriegsminister umtaufen?

Ein Wendepunkt in der Beurteilung Israels war die rassistische und menschenverachtende Rede von Itamar Ben-Gvir, Israels Innen- und Polizeiminister. Sämtliche europäische Staaten haben heftig protestiert und auch weltweit hat diese Rede, in der Ben-Gvir aufgefordert hatte täglich 30 bis 40 Palästinenser in Gaza zu töten, Unmengen Antipathie gegen Israel hervorgebracht, denn alle haben verstanden, dass hier nicht „töten“ im Krieg gemeint war, sondern „morden“ von Zivilisten. Bleibt zu hoffen, dass es nicht nur bei Protestnoten bleibt, sondern auch bei Strafen und Boykott.

Es ist an der Zeit Israel so zu sehen, wie es wirklich ist. Die Zeit des Kibbuz-Israel ist Vergangenheit. Die Regierungen der Welt müssen lernen, mit was für einem Israel sie sich solidarisieren. Es bleibt zu hoffen, dass Ben-Gvirs Rede sie aufgeweckt hat.  Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet in Israel diese rassistische Rede niemandem Aufgefallen ist. Es gab keine ernstzunehmenden Proteste und Netanjahu hat mitnichten daran gedacht seinen vorbestraften Minister zu entlassen, der entgegen seinem Amtseid dem Staat enorm geschadet hat. Aber vielleicht war es gut so, denn er hat Israels hässliches Gesicht gezeigt.

Die meisten Israelis glauben immer noch, dass sie der Nabel der Welt seien. Dabei wäre es langsam Zeit zu kapieren, dass sie es nicht einmal sein können. Dass die deutsche Regierung sich an dem massiven Protest gegen Ben-Gvir beteiligt hat, ist ein Novum und lässt viel hoffen. Das wäre genau das, was man in Deutschland endlich anfangen muss zu erkennen. Ich plädiere dafür schon seit Jahren. Das Jahrhundertverbrechen des Holocaust kann und darf nicht Alibi sein für neue Verbrechen gegen die Menschlichkeit, auch wenn diese nicht an Juden verübt werden.  Es kann doch nicht sein, dass man die Palästinenser derart entwürdigt, dass ein israelisch-jüdischer Minister meint sagen zu dürfen, dass sie nicht wert sind am Leben zu bleiben.

Wann wird Israel seinen Verteidigungsminister, wie die USA, in einen Kriegsminister umtaufen? Obwohl Israel seit seiner Gründung Angriffskriege führt, hält Israel das Narrativ aufrecht, seine Armee sei eine Verteidigungsarmee. Aber die Israelis interessieren solche sophistischen Fragen nicht, sie interessiert auch nicht das Leid der Nachbarn. Sie jammern nur über ihr Leid, auch wenn die Leiderfahrung zweitausend Jahre zurück liegt. Sie zerreißen heute noch ihre Kleider beim Gedenken an die Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahre 70. Sie blicken wie der Hase der Legende die Schlange ängstlich, aber gefühllos zurück in die Vergangenheit und bleiben blind für die Zukunft. Sie beschuldigen jeden, der gegen sie ist, ein Antisemit zu sein, wie es z.B. Henryk Broder, Charlotte Knobloch, Josef Schuster und nicht zuletzt der nicht jüdische Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung Felix Klein und sein inzwischen überall vervielfältigtes Klonen seit Jahren praktizieren. Wenn es nicht mehr genug sichtbare Antisemiten gibt, dann interpretieren sie die Kritik am Zionismus als Antisemitismus, definieren sie als puren Judenhass. Sie geniert es nicht, dass es inzwischen viele Juden und sogar Israelis sind, die den Zionismus ablehnen.

Und das trifft besonders auf Deutschland zu, weil der unvernünftige und berüchtigte Satz der ehemaligen CDU-Kanzlerin, die Sicherheit Israels sei deutsche Staatsräson, immer noch für Verwirrung und falsche Konsequenzen sorgt. Es darf auf keinen Fall bedeuten, dass unsere Unterstützung jegliches staatliches Verhalten Israels einschließt. Es gilt nicht gegenüber den radikalen, rassistischen und gewalttätigen Siedlern in der Westbank und es kann erst recht nicht gegenüber einer faschistischen Regierung wie die von Benjamin Netanjahu gelten.

Bestellen Sie Abraham Melzers Buch bei den Buchkomplizen!

Abraham Melzer

Abraham Melzer ist in Israel aufgewachsen und lebt seit 1958 in Deutschland. Bis 2012 führte er den Joseph-Melzer-Verlag, den sein Vater gegründet hatte. Er verlegte zahlreiche Bücher sowie eine Zeitschrift zum Nahost-Konflikt. Abraham Melzer ist Mitglied in der „Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost“.
Mehr Beiträge von Abraham Melzer →

Ähnliche Beiträge:

27 Kommentare

  1. Mir ist bewusst, dass man bei einem Buch nicht auf aktuellste Entwicklungen eingehen kann, wenn man irgendwann fertig werden will. Ich mein das daher nicht als Kritik, sondern als Korrektur.

    Israel befindet sich nicht im Krieg mit Syrien, Irak oder Libanon: Der Waffenstillstand mit Syrien ist erstens offiziel weiterhin gültig (sonst käme die Sache mit dem annektierten Golan wieder hoch). Trotzdem hat Israel nach dem Sturz Assads mit hunderten Luftschlägen jegliche Bedrohung die noch von Syrien ausgehen könnte ausgeschaltet (soviel zur Einhaltung von Waffenstillständen in einer „regelbasierten Ordnung“), während sie sich mit den von der USA und der Türkei unterstützten Jihadis von al-Qaida/al-Nusra/HTS arrangierten. Aktuell werden in Syrien grad an ehemaligen Waffenprogrammen beteiligte Wissenschaftler ermordet und die Jihadis liefern sich Scharmützel mit der Hisbollah.

    Auch mit dem Irak ist Israel nicht im Konflikt, nur mit den schiitischen Milizen. Irak ist extrem auf die Öleinnahmen angewiesen („nation building“ US-Style), und setzt aktuell wegen der Situation im persischen Golf auf Tanklaster, die durch die Wüste das Öl zum Mittelmeer transportieren sollen. Da kommt nur Irak – Syrien – Libanon oder Iraq – Syrien – Israel in Frage.

    Mit dem von Saudi Arabien kontrollierten Libanon (siehe zb die Sache mit Hariri 2017) hat Israel einen Waffenstillstand abgeschlossen. Sie haben diesen Juni in Washington vereinbart, gemeinsam gegen die Hisbollah vorzugehen: Israel soll sich aus dem Libanon zurückziehen während der libanesische Staat die Hisbollah entwaffnet. In Realität heisst dies, dass Israel die ethnischen Säuberungen im Süden Libanons einfach fortsetzt.

    Wir leben aktuell in der äusserst paradoxen Situation, dass die halbe sunnitische Welt (Türkei und Pakistan haben sich grad auf die Seite Saudi Arabiens geschlagen) sich zusammen mit Israel im Krieg oder Konflikt gegen den sogenannten „Widerstand“ befindet, den einzigen Unterstützern der Palästinenser; die Schiiten im Iran, Yemen, Libanon und Irak.

    Meiner Ansicht nach sind sich die Herrschenden in Israel des Niedergangs der US-Hegemonie durchaus bewusst, es ist möglicherweise die letzte Chance mit Gewalt Tatsachen zu schaffen, mit schrecklichen Folgen für alle: „Super-Sparta“ (inkl dem dezimieren der Heloten) trifft die Verrohung der israelischen Gesellschaft ziemlich gut.

    Ich lese normalerweise Bücher zur Realitätsflucht und kaufe daher äusserst selten politische Bücher. Hier muss ich eine Ausnahme machen, weil es wichtig ist, dass die wenigen jüdischen Stimmen, die es wagen die Verrohung der israelischen Gesellschaft anzusprechen, gehört werden: Anders als *****isten ala Broder kriegen sie nicht überall eine Bühne.

  2. Was wird aus Israel? Bisher haben die Anführer dieses Staates ja die Doktrinen eines Ze ´ev Jabotinski umgesetzt. Diese besagen, das der „jüdische Staat“ permanent Krieg gegen die Araber führen und dies in ihrer Gesamtheit unterwerfen müsse. Ein Araber/ Türke hat nach Jabotinski nur das Recht, als Sklave seinen jüdischen Besitzern zu dienen….
    Ob dieses Ziel realistisch ist? Wohl eher nicht. Die britischen Erfinder des Projektes „Israel“ haben es ja so angelegt, das dieser „Panzerkreuzer“ in Westasien für seine Sicherheit auf ausländische Hilfe angewiesen ist. Zuerst die Briten. Als diese es nicht mehr konnten, haben die USA diese Rolle übernommen. Aber auch die USA sind am Ende. Daher versuchen die Anführer dieses Projektes „Israel“, durch noch mehr Mord , Terror und Vernichtung, immer mehr Regionen zu kontrollieren.
    Unterdessen verlassen säkulare Juden das Land, kaufen sich anderswo Häuser und Wohnungen. Diese säkularen Juden sind aber die tragenden Stützen eines auf Wissenschaft und Technologie beruhenden Wirtschaftsmodells. Dazu kommt der demographische Wandel in Israel selbst. Die Gruppe der orthodoxen Juden nimmt stark zu. Mit der Abwanderung der säkularen Juden verschiebt sich die Demographie weiter. Es bleiben nur noch die orthodoxen und die Nationalfaschistischen Kräfte als Hauptgruppen der israelischen Gesellschaft. Mit dem Niedergang des „Westens“ erodiert auch die Unterstützung aus diesem Bereich. Israel hat aber durch seine rassistische Politik und Erziehung seiner Bürger zu „Herrenmenschen“ wenig bis keine Unterstützung vom „globalen Süden“ zu erwarten.
    Schlussendlich wird das „Supersparta“ den Weg des antiken Sparta gehen. Israel wird zerfallen….
    Bis dahin wird das „ ziofaschistische Gebilde“ noch viele Menschen ermorden und die politische Situation in Westasien, wie sie von den Briten(und Franzosen) 1916 mit dem Sykes- Picot Pakt und der Balfour- Deklaration 1917 geschaffen wurde, zerstören. Aber es wird kein „jüdisch-israelisches“ Imperium schaffen können. Der Aufwand, diese Region kontrollieren und dessen Reichtum plündern zu können, wird immer größer und bald nicht mehr tragbar werden….

    1. @Ronald
      „Unterdessen verlassen säkulare Juden das Land, kaufen sich anderswo Häuser und Wohnungen.“

      Ja, nachThailand sollen sie schon zuhauf geflüchtet sein.

      Vermutlich sind Netanyahu, Schmotrich und Ben Givr selbst die größten Antisemiten da sie alles dafür tun um Israel zu vernichten und unser Fritze hilft ihnen dabei. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
      Ich habe auf youtube einen Bericht,über eine Demo gegen Kolonialismus in Berlin gehen.
      Im Demo-Zug waren Antifa-Fahnen zu sehen, auf der anderen Straßenseite standen Gegendemonstranten ebenfalls mit Antia- und Israelfahnen.
      Wer ist den nun die Antifa?

      Dort waren auch Gegendemonstranten nur mit israelischen Fahnen und Transparenten zu sehen auf denen stand SCHÄMT EUCH.

      Ich find auf dem Transparent hätte stehen müssen: WIR SCHÄMEN UNS ALLE!
      und zwar die Palästinenser für den 7. Oktober, die Israelis für den Völkermord an den Palästinensern und WIR für die Unterstützung des Völkermords mit Geld und Waffen!

      1. @Otto0815

        Ich schäme mich für gar keinen, bin und fühle mich aber auch keinem verbunden; keinen dauerschmarotzenden Ukrainern, keinen Herrenrasse, die vor aller Weltöffentlichkeit Genozit betreibt und keinem ideoliegesteuerten, aber umso unfähigeren Anführer, welcher zudem noch Vertrauen einfordert.

        Ich traue lediglich rund einem Dutzend Leuten aus dem Bereich Freunde und Familie, von denen jeder Einzelne dieses Vertrauen bereits gerechtfertigt hat. Daher hege ich auch keinen Hass oder gar Enttäuschungen; ich hatte schlichtweg nie Erwartungen an mir im Grunde fremde Personen und somit konnten mich diese auch nicht täuschen.

        Kriege können nur durch eingeredete Enttäuschungen einer ebenso eingeredeten Erwartungshaltung entstehen. Heuer jemandem zu folgen basiert stets nur auf Gerede; wären Taten der Maßstab, wäre es auch mit Gefolgschaften schnell vorbei!

  3. Na, auf den haben wir gewartet. Die anderen haben wenigstens mitbekommen, dass Israel von all diesen Gegnern zuerst angegriffen wurde. Melzer nicht. Das alles existiert einfach nicht:

    https://x.com/Ronen__Stauber/status/2075395128865296818

    Was soll Israel denn tun, um seine Gnade zu finden? Einfach da sitzen und warten, bis diese Nazis das Land zerstört haben?
    https://x.com/ariel_oseran/status/1977284237909737733

    Mit dieser Art von Büchern konnte man dickre Auflage erzielen. In der Vergangenheit. Jetzt ist es endgültig zu primitiv.

    1. Projektion, nur die Anderen als Nazis zu bezeichnen. Recht behält man damit aber nur, solange man obenauf ist.
      Bloß wenn alle Nazis sind, dann entscheidet schließlich die Masse. Und da steht Israel auf verlorenem Posten.

    2. Aktuell ist in Palästina Olivenernte. Die israelischen Siedler sind dabei, meist geschützt durch die IGF, erneut auf der alljährlichen Menschenjagd, sie haben gerade einen AFP-Fotografen krankenhausreif geschlagen (andere Opfer kriegen nicht einmal mehr eine Schlagzeile, so normalisiert sind die Gewalt/Pogrome der Siedler).

      Unser Arthur_H findet das natürlich nicht primitiv, geschieht diesen Tieren ja Recht. Es ist die Kritik daran, die primitiv ist.

      Du merkst nicht einmal mehr, dass du mit deiner Hetze die Kritik von Melzer in allen Punkten bestätigst.

    3. @ Artur_C

      Da gebe ich Ihnen unbedingt recht.

      Allerdings die Sowjetunion (also in erster Linie Russland bzw. „Moskau“) hatte spätestens ab 1967 (Israels „6-Tage-Krieg“) ihre Drehung um 180 Grad vollendet. Und alle Freunde der SU/ Russlands zogen mit.

      Das scheinen Sie (und der Herr Wirth) verpasst zu haben. Und plötzlich finden Sie sich auf der Seite des „Westens“, d. h. der falschen Seite wieder. Das geht ratzfatz.

      1. Ähm, noch ’ne Frage….dient mir nur zur Einordnung für meinen Vorgesetzten. (Vielleicht würde es sich aus Ihren anderen Kommentaren von selbst beantworten, aber ich lese ja schließlich nicht jeden Mist hier.).:

        Haben Sie Widerstand geleistet am „grössten Verbrechen an der Menschheit“, ever – durch die Zionisten? Haben Sie sich DEN Maßnahmen und DER Giftspritze verweigert?

  4. Die Lage im Nahen Osten ist zweifellos schlecht und verfahren. Dass sich die Situation zuletzt noch weiter verschlechtert hat, hängt natürlich auch mit der aktuellen israelischen Politik zusammen. Sowohl das Ausmaß des israelischen Racheschlags gegen den Gazastreifen als auch die Tatsache des Siedlungsbaus in der Westbank waren und sind falsch.
    Gleichzeitig wäre es aber naiv zu glauben, dass die palästinensische und iranische Seite ohne diese israelischen Fehler eine wesentlich andere Haltung vertreten würden.
    —

    Es ist schön, dass Abraham Melzer Mitglied der „Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ ist.
    Sicher ist ein gerechter Frieden wünschenswert.
    Verwunderlich ist allerdings, dass er es schafft, im gesamten Text nicht einmal am Rande oder in einem Nebensatz anzudeuten, dass sich Israel seit fast 80 Jahren einem palästinensischen und später auch iranischen Vernichtungswunsch und -vorhaben ausgesetzt sieht. Er tut so, als ob es nur die Israelis wären, die auf Gewalt setzen. Indem er das tut, diskreditiert er sein eigenes Anliegen.

    Eigentlich hatte ich im Text eines Menschen, der sich für einen gerechten Frieden in Nahost einsetzt, mehr realistische Vorschläge erwartet, wie dieser Frieden denn umsetzbar werden könnte. Stattdessen lesen wir hier praktisch nur eine nicht endende Abarbeitung an israelischen Fehlern und ausschließlich Forderungen an die israelische Seite.

    Von den Palästinensern fordert er nichts. Exakt DAS ist doch sehr problematisch!!
    —

    Auch hilft der Hinweis nicht weiter, dass – vielleicht – das gesamte zionistische Projekt gerade schon in der Anfangszeit ein Irrtum und Fehler gewesen sei. Ja, vielleicht war es das, doch man kann die Geschichte nicht rückgängig machen. Auch ist die Vorstellung abwegig und geradezu absurd, ein Volk, ein Staat könnte im historischen Prozess überhaupt jemals schuldlos bleiben.
    Ob das zionistische Projekt richtig oder falsch war, ist auch deshalb egal, weil längst neue Fakten entstanden sind,
    die man nur durch ein monströses Verbrechen rückgängig machen könnte. Und was wäre die Verwirklichung des palästinensischen Mottos „From the river to the sea“ anderes als ein monströses Vertreibungsverbrechen, bei dem es zudem sicher sehr viele Tote geben würde?!

    Allein schon deswegen ist m.E. für jeden unbefangenen und ethisch denkenden Menschen zum gegenwärtigen Zeitpunkt jegliche Parteinahme für die palästinensische Seite vollkommen ausgeschlossen. Die sind dort um keinen Deut besser! Und vergessen wir nicht, dass die Hamas mit ihrem grauenvoll Massenmord vom 7. Oktober 2023 nicht nur das Ziel hatte, möglichst viele Israelis zu ermorden, sondern außerdem auch die eigene Bevölkerung in menschenverachtender und zynischer Weise zum Opfer israelischer Racheschläge gemacht hat. Nein, die sind um keinen Deut besser !!!

    Dass er in seinem neuen Buch nun so ganz massiv gegen den Zionismus schießt (»Der Zionismus begann mit einer Lüge«), also gegen die Staatsideologie Israelis selbst, das scheint mir hier wenig hilfreich.
    Unwillkürlich meine ich zu ahnen, dass er am liebsten den ganzen Zionismus abwickeln und versenken würde und – vermutlich – von einer Einstaatenlösung träumt. Das würde dann zu Heinrich Heines Wort über das “ Eiapopeia vom Himmel“ passen.
    —

    Stimmt diese Aussage:
    „Die Verzweiflung der jüdisch-israelischen Bevölkerung ist verständlich. “
    Ist sie denn wirklich verzweifelt? Die ganze Bevölkerung??
    —

    Dieser Satz ist problematisch und im Grunde falsch:
    „Natürlich interessieren sich die Menschen in Europa und besonders in Deutschland mehr für Israels Kriegsverbrechen, weil Israel sich als Demokratie, „die einzige Demokratie“ im Nahen Osten versteht und propagiert. “

    Erstens ist es bloß eine nie empirisch überprüfte Behauptung, dass sich mehr Menschen in Europa für die israelischen Kriegsverbrechen interessieren als für die palästinensischen Verbrechen.
    Zweitens suggeriert der Satz auf üble Weise unausgesprochen zwischen den Zeilen, dass die palästinensischen Kriegsverbrechen weniger problematisch seien, weil die palästinensische Seite ja nicht „die einzige Demokratie“ im Nahen Osten sei …

    1. „…. dass sich Israel seit fast 80 Jahren einem palästinensischen und später auch iranischen Vernichtungswunsch und -vorhaben ausgesetzt sieht. Er tut so, als ob es nur die Israelis wären, die auf Gewalt setzen.“

      …. ich zitiere der „Vernichtungswunsch“ der Kolonisierten gegen das Kolonialherrentum … das ist nichts als empörend für den demokratischen Kolonisatoren und Schahsöhne stimmen da ein.
      Zur Lektüre sei empfohlen Memmi: Der Kolonisator und der Kolonisierte.

    2. „Verwunderlich ist allerdings, dass er es schafft, im gesamten Text nicht einmal am Rande oder in einem Nebensatz anzudeuten, dass sich Israel seit fast 80 Jahren einem palästinensischen und später auch iranischen Vernichtungswunsch und -vorhaben ausgesetzt sieht. Er tut so, als ob es nur die Israelis wären, die auf Gewalt setzen. Indem er das tut, diskreditiert er sein eigenes Anliegen.“

      Den Palästinensern wurde ihr Land genommen und man hat sie vertrieben. Wieso sollte daraus keine Gegenreaktion entstehen, die die Landnahme rückgängig machen will? Das ist durchaus aus deren Perspektive ein legitimes Anliegen und würde in einem anderen Kontext wahrscheinlich sogar von den meisten Menschen als Befreiungskampf gewertet.
      Die ursprüngliche Aggression ging jedenfalls nichts von ihnen aus.

    3. “ … from the river to the sea … “
      Schade , dass Herr Wirth ( übrigens Danke für den Klarnamen in dieser feigen NoName-Runde!) so gar nicht begreift, dass es nicht um die Einwohner, sondern um das Staatsgebilde „Israel“ geht, dessen Zerstörung seit seiner Gründung vor bald 80 Jahren überfällig ist! Es entstand durch Vertreibung, Enteignung, Besatzung und Diskriminierung der dort heimischen Bevölkerung, und dieses fortwährende Unrecht wurde niemals gesühnt, geschweige denn wieder gut gemacht. Ein blinder Fleck in der Geschichte dieses wahrhaftigen Schurkenstaates! Aussitzen und mit Völkermord weitermachen? Mal sehen, wie lange die Welt das noch toleriert …

      1. Ist zwar ziemlich offtopic, aber wenn du von „feigen NoName-Runde“ schreibst, dann sollte dir klar sein, dass das sogar gesetzlich gefordert ist und von der Rechtssprechung als notwenig für die Gewährung des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung eingestuft wird. Denn: Natürlich sind in einer Klarnamen Konstellation primär die mutig, die keine Repressionen zu erwarten haben / dafür nicht erreichbar sind oder sich mit ihrer geäußerten Meinung im sicheren Hafen einer vermeintlichen Konsensmeinung bewegen, die keine relevante Gegenreaktion auslösen wird.
        Herr Wirth mag daher durchaus mutig sein, aber wichtiger im Gesamtkontext bleibt, dass jeder sich frei äußern kann und dafür gerade eben kein Mut notwendig ist. Deine Unterstellung von Feigheit ist hier wirklich komplett fehl am Platz, zumal es mittlerweile tausende von Beispielen geben dürfte, wo Menschen, die unter ihrer wahren Identität auftreten oder aufgetreten sind, reale Nachteile wie Kontokündigungen oder Job- oder Amtsverlust erlebt haben und auch weiterhin erleben.

  5. Auch wenn die Deutschen an der Ermordung von 6 Millionen Juden die Hauptlast tragen ,finde ich das Geschriebene von Herrn Melzer gut.Mehr möchte ich mich hier nicht äußern .

  6. „Auch Eisenkot versichert seinen Wählern, dass es unter seiner Führung nie einen palästinensischen Staat geben wird.“

    Das wird man ja wohl noch sagen dürfen. Auch hier in Deutschland ist man mit einer derartigen Haltung gegenüber einem palästinensischen Staat fein. Sollte man allerdings das Existenzrecht Israels in Frage stellen, kommt der Staatsanwalt.

    Diese Haltung nennt sich Philosemitismus und hat zur Unterstützung einer genozidalen Regierung, getarnt als „Staatsräson“, geführt. Und ich behaupte, die extremistische Politik, die heute in Israel den Ton angibt, hätte es ohne diese unkritische Unterstützung in seinen Kriegen und Ansprüchen so nicht gegeben. Diese Entwicklung geht auch aufs Kerbholz unserer Pseudo-Moralisten.

  7. In einem punkt hat Melzer recht, der Zionismus ist dem deutschen Nationalsozialismus sehr ähnlich und die jüdisch israelische Bevölkerung ähnelt der deutschen Bevölkerung von 1933-45. Die haben ja auch die Einstellung: „das noch in 1000 Jahren, die Nachgeborenen von diesem epischn Kampf berichten werden“. Wie es dem Urheber dieser Worte ergangen ist, jeder weiß es. So wie wie damals, wird dieses Schicksal auch auch den Staat Israel ereilen, spätestens wenn die heutige Politiker-Generation abgetreten ist.

  8. In Deutschland gilt nur derjenige als Antisemit, der einen israelischen oder proisraelischen Juden kritisiert oder – noch schlimmer – den Staat Israel und seine Funktionsträger. Einen israelkritischen oder antizionistischen Juden darf man auch als Deutscher beschimpfen und schikanieren, wie man will, man kann ihn oder sie auch von der Polizei abführen lassen, wie es der Jüdin Iris Hefez geschehen ist. Es geht nicht um religiöse Bekenntnisse oder echte Lehren aus der nationalsozialistischen Vergangenheit, sondern es geht um die (möglichst bedingungslose) Solidarität mit dem Staat Israel. Und wie lange der Staat Israel noch bestehen wird, wird davon abhängen, wie lange die USA ihn noch am Leben halten wollen und können, und davon, wie lange die arabischen Regime um Israel herum den USA noch zu Willen sein werden.

  9. „Was wird aus Israel?“

    Wenn die Ergebnisse der Umfragen zur Zustimmung zum Genozid in Gaza korrekt sind, dann muss ich leider sagen:

    „Ist mir zu 80 bis 85% egal!“

    (In den 90ern war ich übrigens kurz davor, beim „Zentralrat“ anzurufen, nachdem im Fensehen eine unfassbar bodenlose Schweinerei stattfand. Den Zorn fühle ich bis heute, aber bei der Wahl möglicher Anlaufstationen käme mir die oben genannte inzwischen nicht mehr in den Sinn.)

  10. Kommt vielleicht irgendjemand auch nur ansatzweise auf den Gedanken das der 7. Oktober Terroranschlag, wie der9/11 Anschlag, ein Inside Job, also eine False Flag Operation des Staates Israels gewesen sein könnte? Warum hatt Netanjahu angebliche Warnungen nicht beachtet und verweigert beharrlich einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss wenn er nichts zu verbergen hat. Schließlich hat Israel die Hamas 1986 bei der Gründung geholfen um ein von Israel aus steuerbares Gegengewicht zur PLO zu installieren. Das bedeutet auch, das dort Einflussagenten des Geheimdienstes installiert werden. Der israelische Geheimdienst Mosad gilt weltweit als einer der besten und schlagkräftigsten. Deshalb gilt es als sehr unglaubhaft, keine Kenntnisse gehabt zu haben, vor allen weil sich der Mosad selbst rühmt, weltweit Hamas Anschläge verhindert zu haben. Das geht nur, wenn ich in der Hamas Informanten befinden. Da soll ausgerechnet über die Anschlagspläne nichts erfahren worden sein. Ein weiteres Detail ist nun auch noch interessant.
    Gibt es vielleicht einen Zusammenhang zu Trump und Schwiegersohn Kushner und ihren Plänen, Gaza in eine Riviera des Mittelmeeres zu verwandeln. Kushner präsentierte schon einmal einen 25-Milliarden-Dollar-Plan für Gaza beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
    Das geht nur preiswert über eine Urbizid d. h. gezieltes Einreißen von Wohnraum, Schulen, Krankenhäusern und öffentlicher Infrastruktur und Vertreibung der Bevölkerung. Genau das sehen wir an den Bildern aus Gaza. Über 90% der baulichen Infrastruktur sind gezielt und planmäßig zerstört worden und gleich mit ihnen die Bewohner. Berichte sprechen von über 140000 Toten. Von den ehemals über 2 Millionen ist der größte Teil vertrieben worden. Die Welt schaut weg. Warum? Genau diese Rivierapläne finden wir auch in Netanjahus Plan mit dem Titel “Gaza2035“.
    “Gaza 2035“ ist ein im Mai 2024 vom Büro des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu vorgelegter Nachkriegsplan für den Gazastreifen. Das Konzept skizziert eine Vision für die Zeit nach der Zerstörung und nach einer Entmachtung der Hamas in Gaza. Genau das passt in das Bild einer False Flag Operation

  11. „Kommt vielleicht irgendjemand auch nur ansatzweise auf den Gedanken das der 7. Oktober Terroranschlag, wie der9/11 Anschlag, ein Inside Job, also eine False Flag Operation des Staates Israels gewesen sein könnte? “

    Klar doch! Hier bestimmt. Denkverbote darf es ja nicht geben. Und Hardcore-Nazis leugnen immer noch den Holocaust.

    Aber die meisten Menschen gehören zum Glück nicht der Leugner- und Verschwörungsszene an. Die orientieren sich einfach an den Fakten.

    1. Also ich als Teil der Leugner, Schwurbler, Nazi und Verschwörungsszene wundere mich immer wieder darüber wie viel negative Energie in euch, die ihr die wahren und unumstößlichen Fakten kennt, schlummert oder warum kann man seine Skepsis über eine These nicht auch einfach ohne Maximaldiffamierungen äußern?
      Das Muster ist schon auffällig.

    2. Hallo Putin kaputt!
      Wenn man keine Ahnung hat, sollte man lieber nichts sagen.
      Es wurden schon immer missliebige Meinungen als „Verschwörungstheorie“ diffamiert um sie als Diskurskeule zu verwenden,
      Einige ergänzende Bemerkungen zu meiner These.
      Der israelische Geheimdienst beschrieb den Hamas-Angriff schon Frühzeitig vorher den Terrorangriff nur das Datum war unbekannt.
      Die israelische Geheimdiensteinheit «Unit 8200» beschrieb im «Jericho Wall Report» eine geplante Grossoffensive der Hamas. Der Bericht wurde bereits drei Monate vor dem Überfall der Hamas dem Geheimdienstchef übermittelt.
      Das etwa 40-seitige Dokument unter dem Codenamen ‹Jericho Wall› beschrieb Punkt für Punkt genau die Art und Weise des verheerenden Überfalls, der zum Tod von etwa 1200 Menschen führte. Der israelische Geheimdienst ‹ignorierte› detaillierte Warnung vor einem Angriff der Hamas» berichtete Financial Times am 23. November 2023 und die New york Times am 30. November 2023
      Der IDF-Soldat Shalom Sheetrit sagte bei einer Anhörung aus:
      Am 7. Oktober wurde uns verboten, wie gewohnt an der Grenze zu patrouillieren»
      Die Brigade erliess eine Anweisung für unsere Truppen: Bis zur Lagebeurteilung um 9.00 Uhr darf sich kein Fahrzeug der Grenzroute nähern.
      Warum wurde das Supernova-Musikfestival kurzfristig (innerhalb von zwei Tagen) auf ein Gelände in der Nähe des Kibbuz Reʿim verlegt. Ursprünglich hatten die Veranstalter einen anderen Standort weit im Süden Israels geplant?
      Dort kam es am 7. Oktober 2023 zu dem verheerenden Terrorangriff.
      Bemerkenswert ist auch eine Aussage Netanyahus aus 2019:
      Am März 2019 hatte Netanyahu auf einer Sitzung seiner Mitte-Rechts-Partei Likud zu seinen Likud-Kollegen gesagt: 
      “Wer die Gründung eines palästinensischen Staates vereiteln will, muss die Hamas und den Transfer von Geld an die Hamas unterstützen […] Das ist Teil unserer Strategie, um die Palästinenser in Gaza von den Palästinensern im Westjordanland zu isolieren“.
      Netanjahu wird solange Krieg führen, bis sein ewiger Traum von einem Großisrael verwirklicht ist.

  12. Wer auch immer in Zukunft in Israel regieren wird, wird die Politik gegenüber den Palästinensern nicht ändern. Das bedeutet, dass sich in der Region nichts ändern kann. Auch wenn das Schicksal der Palästinenser weder die Israelis noch ihre Nachbarn interessiert, bleiben sie wie siamesische Zwillinge mit diesem Schicksal verbunden. Verlieren die Palästinenser, dann verlieren auch die Israelis. Wenn Palästina untergeht, dann wird es Israel mit sich in den Untergang ziehen.

    Der Absatz hat mich positiv überrascht, obgleich sein Maß, normative Notwendigkeit nationaler Herrschaftsausübung, bei mir nicht allein auf Widerspruch, sondern Abscheu stößt.
    Gleichwohl paraphrasiert Abraham Melzer mit seinen Worten auf deskriptive Weise, was ich „Herrschaft der zionistischen Militäraristokratie“ nenne.
    Okay, Abraham, aber wieso ist die denn so haltbar? Wieso ließ und läßt sich praktisch die gesamte wehrtaugliche Bevölkerung von der „spartiakischen“ Meritokratie zu Lakedaimoniern, zu Volkssoldaten, Häschern und Bütteln nehmen?
    Hat das nicht in nämlicher o.zit. Norm seinen allgemeinen Grund?
    Es gibt auch einen speziellen Grund, den man direkt Deiner Beschreibung entnehmen kann, Abraham:
    Hätte die sog. „Internationale Gemeinschaft“, bzw. das Amerikanische Imperium des letzten Jhd., oder auch „der Imperialismus“ die zionistische Militäraristokratie nicht an einer Annexion der 67 bis 73 besetzten Gebiete nebst Genozid (Massenmord und Vertreibung) gehindert, sie jedoch zugleich mit solch einem Projekt allein gelassen, gäbe es längst kein „Israel“ und keine zionistische Militäraristokratie mehr; naja, sagen wir aus Plausibilitätsgründen: außerhalb des urbanen Komplexes zwischen Tel-Aviv Jaffa und Aschdod. Der Rest hieße „Palästina“ und wäre ein semitisches Gemeinwesen.

  13. Der Kommentar, den ihr anscheinend canceln wollt, enthält eine deskriptive, historiographische Theorie – keine „Meinung“, will ich angemerkt haben. Auch wenn ein Schwätzi (KI) das anders sehen mag …

  14. Als ich vor ein paar Stunden eine Überschrift über die Entscheidung zur diesjährigen Nobelpreisverleihung gesehen habe, war ich nicht motiviert, den zugehörigen Artikel anzuklicken, weil der Preis seit der Verleihung im letzten Jahr nur noch eine Lachnummer ist. Wie ich eben dann doch bemerkt habe, scheint in diesem Jahr aber keine ganz schlechte Entscheidung getroffen worden zu sein?

    Dabei leitete sie unter anderem im November des Vorjahres eine von der UNO eingesetzte unabhängige Untersuchungskommission, die Israel in einer Abschlusserklärung den gezielten Völkermord im Gazastreifen vorwarf. Pillay gab als Vorsitzende der Kommission zu Protokoll:

    „Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass Israel für die Begehung von Völkermord im Gazastreifen verantwortlich ist. Es ist offensichtlich, dass die Absicht besteht, die Palästinenser im Gazastreifen durch Handlungen zu vernichten, die die in der Völkermordkonvention festgelegten Kriterien erfüllen.“

    Mal sehen, was der orange Friedensnobelpreisträger der Herzen dazu sagt und ob Israel nun unter Navi Pillays Haus einen Hamas-Tunnel findet …

    1. Ergänzung 1 (Junge Welt):

      „Als sie 2020 in Berlin die Otto-Hahn-Friedensmedaille zugesprochen bekam, sagte der Senat, unter Druck geratend, die Preisverleihung kurzerhand ab: Pillay sei, hieß es zur Begründung, Antisemitin.“

      Ergänzung 2 (gleiche Quelle wie 16:56 Uhr 😉 ):

      Schon bald nach der Verkündung der Preisträgerin reagierte das israelische Außenministerium auf X und griff sie massiv an: „Wenn es einen Preis für Lügen, Hass und Ritualmordlegenden gäbe, Navi Pillay wäre nicht nur eine Mitbewerberin. Sie wäre die Favoritin.“ Die Verleihung des Preises an die südafrikanische Juristin sei „eine groteske Nutzung eines Preises als Waffe, um Anti-Israel-Hass und Vorurteile zu legitimieren“. Später ging das Ministerium noch einen Schritt weiter: „Jetzt, da die Nobel-Kommission die größte Lüge des 21. Jahrhunderts ausgezeichnet hat, klatscht Joseph Goebbels sicher Applaus in der Hölle.“

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen