Was Wadephul in Helsinki nicht sehen wollte

Johann Wadephul
UK Government, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Der Außenminister bestaunt finnische Bunker. Dabei läge die wichtigste Lehre Helsinkis nicht unter der Erde, sondern in der Diplomatie.

Johann Wadephul stand in einer unterirdischen Zivilschutzanlage in Helsinki und zeigte sich beeindruckt. In Finnlands Hauptstadt gibt es Schutzräume für rund 900.000 Menschen, deutlich mehr, als Helsinki Einwohner hat. Deutschland müsse daraus lernen, erklärte der Außenminister. „Ich glaube, wir müssen einfach komplett umdenken.“ Wadephul besichtigte außerdem die mehr als 1.300 Kilometer lange finnisch-russische Grenze, einen Grenzzaun, ein Patrouillenschiff und eine Reserveoffiziersschule. Finnland bereitet sich auf einen möglichen Angriff Russlands vor. Deutschland, so die Botschaft des Besuchs, soll seine Bevölkerung ebenfalls stärker auf einen Krieg einstellen.

Bunker bauen, Reservisten ausbilden, Grenzen befestigen, Landminen beschaffen: Die europäische Politik hat ihre Vorstellungskraft offenbar vollständig auf die Vorbereitung des Ernstfalls gerichtet. Für die Verhinderung dieses Ernstfalls fällt ihr dagegen immer weniger ein. Ausgerechnet in Helsinki hätte Wadephul eine andere Lehre finden können. Am 1. August 1975 unterzeichneten dort 35 Staaten die Schlussakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. NATO-Staaten, Mitglieder des Warschauer Pakts sowie neutrale und blockfreie Länder verständigten sich mitten im Kalten Krieg auf gemeinsame Grundsätze.

Damals standen sich ebenfalls hochgerüstete Machtblöcke gegenüber. Beide Seiten verfügten über Atomwaffen, beide misstrauten einander, beide bereiteten sich militärisch auf den Krieg vor. Trotzdem begriffen die Regierungen, dass Sicherheit in Europa nicht allein gegen die jeweils andere Seite organisiert werden konnte. Sie musste zumindest teilweise gemeinsam ausgehandelt werden.

Ein Bunker ist keine Friedenspolitik

Zivilschutz ist nicht sinnlos. Schutzräume können Menschen bei konventionellen Luftangriffen vor Druckwellen, Trümmern und Glassplittern schützen. Außerhalb der unmittelbaren Zerstörungszone einer Kernwaffe können Keller und entsprechend ausgestattete Schutzräume außerdem die Strahlenbelastung durch radioaktiven Fallout verringern.

Finnland besitzt diese Anlagen nicht erst seit dem Ukraine-Krieg. Das Land hat aufgrund seiner Geschichte, seiner langen Grenze zu Russland und seiner Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg über Jahrzehnte eine besondere Zivilschutzstruktur aufgebaut. Viele der unterirdischen Räume werden im Alltag als Schwimmbäder, Sporthallen oder Parkanlagen genutzt und können im Krisenfall umgerüstet werden.

Deutschland sollte über funktionierenden Katastrophen- und Bevölkerungsschutz verfügen. Dafür sprechen nicht nur militärische Gefahren, sondern auch mögliche Industrieunfälle, Stromausfälle, Naturkatastrophen und Angriffe auf kritische Infrastruktur.

Problematisch wird es dort, wo der Schutzraum die politische Strategie ersetzt. Wadephul präsentierte die finnischen Bunker nicht als eine von mehreren Vorsorgemaßnahmen. Sie wurden zum sichtbaren Ausdruck eines politischen Denkens, das einen Krieg mit Russland zunehmend als planbares Szenario behandelt. Man baut Schutzräume, rechnet Fluchtwege aus, reaktiviert die Wehrpflichtdiskussion und erhöht die Rüstungsausgaben. Die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet: Was geschieht, wenn die militärische Abschreckung versagt und NATO und Russland tatsächlich unmittelbar gegeneinander kämpfen?

Russland ist keine konventionelle Regionalmacht, die nach einer militärischen Niederlage die Waffen abgibt und einen Friedensvertrag unterschreibt. Es ist die größte Atommacht der Welt. Ein direkter Krieg zwischen Russland und der NATO wäre deshalb nie nur ein größerer Ukraine-Krieg. Er wäre eine Konfrontation zwischen nuklear bewaffneten Machtblöcken.

Wenn die Niederlage zur Existenzfrage wird

Russland änderte im November 2024 seine Nukleardoktrin. Die Bedingungen für einen möglichen Atomwaffeneinsatz wurden ausgeweitet. Berücksichtigt werden seitdem nicht nur Angriffe mit Kernwaffen. Auch bestimmte massive Angriffe mit konventionellen Waffen können nach der russischen Doktrin eine nukleare Reaktion auslösen, wenn sie aus Moskauer Sicht die Souveränität oder territoriale Integrität Russlands oder Belarus’ entscheidend gefährden.

Je weiter ein direkter Krieg eskaliert und je stärker eine Seite eine existenzielle Niederlage befürchtet, desto größer wird das Risiko, dass sie zu äußersten Mitteln greift. Das gilt nicht nur für Wladimir Putin und Russland. Die gesamte nukleare Abschreckung beruht auf der Drohung, unter bestimmten Bedingungen eine Katastrophe auszulösen, die niemand mehr kontrollieren kann.

Aus meiner Sicht ist deshalb gerade die Situation besonders gefährlich, in der Putin und die russische Führung glauben, militärisch in die Ecke gedrängt zu werden. Das entschuldigt weder den russischen Angriff auf die Ukraine noch erteilt es Moskau ein Vetorecht über europäische Politik. Es beschreibt eine Gefahr, mit der verantwortliche Außenpolitik rechnen muss. Man kann einen Gegner verurteilen und trotzdem mit ihm verhandeln. Diplomatie setzt kein Vertrauen voraus. Sie wurde erfunden, weil Staaten einander misstrauen und dennoch verhindern müssen, dass ihre Konflikte in einen Krieg münden.

Wer Verhandlungen nur noch als Belohnung für vorheriges Wohlverhalten versteht, hat den Zweck der Diplomatie nicht begriffen. Wadephul erklärte vor seiner Reise, beim NATO-Gipfel in Ankara seien 140 Milliarden Euro für die Verteidigung der Ukraine zugesagt worden, damit Putin endlich begreife, dass der einzige Weg zum Frieden über ernsthafte Verhandlungen führe.

Das klingt zunächst nach Diplomatie. Tatsächlich wird aber nur beschrieben, wie Russland militärisch zu Verhandlungen gezwungen werden soll. Welches deutsche diplomatische Angebot auf dem Tisch liegt, welche Gesprächskanäle Berlin unterhält und welche überprüfbaren Zwischenschritte vorgeschlagen werden, bleibt offen.

Der Außenminister müsste genau an dieser Stelle tätig werden. Seine Aufgabe besteht nicht darin, Russland zu vertrauen. Sie besteht darin, die gefährlichsten Konfliktlinien zu erkennen und Gesprächsmöglichkeiten zu schaffen, bevor an diesen Linien geschossen wird.

Deutschland scheint sich jedoch aus der Rolle eines möglichen Vermittlers verabschiedet zu haben. Jeder Kontakt mit Moskau gerät unter Rechtfertigungsdruck. Wer Verhandlungen fordert, muss zunächst versichern, keine russische Position zu vertreten. Wer vor Eskalation warnt, wird schnell verdächtigt, sich von Putins Drohungen einschüchtern zu lassen.

Damit entsteht eine absurde Lage: Über die Vorbereitung eines möglichen Krieges darf ausführlich gesprochen werden. Über die politische Verhinderung desselben Krieges nur unter Vorbehalt.

Wadephuls Bunkerbegeisterung erweckt den Eindruck, Deutschland könne sich auf einen Krieg mit Russland vorbereiten wie auf eine schwere Naturkatastrophe. Es brauche genügend Schutzplätze, Vorräte, Warnsysteme und eine widerstandsfähige Bevölkerung, dann werde das Land die Krise überstehen.

Für begrenzte konventionelle Angriffe mag Zivilschutz tatsächlich viele Menschen retten. Ein umfassender Atomkrieg wäre eine andere Größenordnung. Bei einem einzelnen Angriff könnten Schutzräume außerhalb der unmittelbaren Zerstörungszone Überlebenschancen erhöhen. Bei einem umfassenden Schlagabtausch zwischen Russland und der NATO wären jedoch nicht nur einzelne Stadtviertel betroffen. Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommandozentralen, Verkehrsknoten, Häfen und industrielle Anlagen würden zu möglichen Zielen. Die Folgen würden nicht an den Ausgängen der Bunker enden.

Was finden die Überlebenden dort vor? Funktionierende Krankenhäuser? Trinkwasser? Strom? Landwirtschaft? Eine Verwaltung, die Lebensmittel verteilt? Straßen, über die Hilfe kommt? Ein Schutzraum kann die erste Druckwelle abhalten. Er kann keine zerstörte Gesellschaft ersetzen.

Abschreckung ohne Ausweg

Die Befürworter des gegenwärtigen Kurses werden einwenden, nur militärische Stärke halte Russland von einem Angriff ab. Abschreckung gehört tatsächlich zur Realität einer Welt mit Atomwaffen. Einseitige Wehrlosigkeit garantiert keinen Frieden.

Aber Abschreckung allein enthält keinen politischen Ausweg. Sie funktioniert nur, solange alle Seiten die Signale der jeweils anderen richtig verstehen, technische Systeme fehlerfrei arbeiten und politische Führungen unter enormem Zeitdruck rational entscheiden. Schon ein Irrtum über einen Raketenstart, ein fehlgeleitetes Flugzeug oder ein Angriff auf falsch eingeschätzte Infrastruktur kann eine Reaktionskette auslösen.

Je weniger direkte Kommunikation besteht, desto gefährlicher wird dieses System.

1975 kannten die Unterzeichner der Schlussakte von Helsinki diese Gefahr. Die Sowjetunion war keine Demokratie, der Warschauer Pakt kein Friedensverein und die NATO nicht bereit, sich selbst aufzulösen. Trotzdem wurden Gespräche über Grenzen, militärische Sicherheit, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Menschenrechte möglich.

Der Erfolg bestand nicht darin, dass die Gegensätze verschwanden. Er bestand darin, Regeln für den Umgang mit ihnen zu schaffen.

Heute wird gemeinsame Sicherheit häufig als naive Idee behandelt. Sicherheit soll wieder dadurch entstehen, dass die eigene Seite stärker, schneller und abschreckender wird. Die andere Seite reagiert nach derselben Logik. Das Ergebnis ist nicht doppelte Sicherheit, sondern doppelte Aufrüstung.

Die falsche Lehre von Helsinki

Die kleinere Lehre lautet: Finnland besitzt mehr Schutzräume als Deutschland. Die große lautet: Wer einen Krieg zwischen Atommächten verhindern will, braucht neben Verteidigungsfähigkeit funktionierende Diplomatie, Rüstungskontrolle, Krisenkommunikation und politische Auswege, die nicht erst nach der vollständigen Niederlage einer Seite beginnen.

Bunker können Folgen begrenzen. Diplomatie soll verhindern, dass diese Folgen überhaupt eintreten. Ein deutscher Außenminister, der in Helsinki nur Beton, Grenzzaun und Reserveoffiziere sieht, hat am historischen Ort der europäischen Entspannung nicht weit genug zurückgeblickt. Wadephul hätte dort fragen müssen, wie ein neuer Helsinki-Prozess aussehen könnte, angepasst an eine Zeit, in der das Vertrauen zerstört ist und die militärische Eskalation immer näher rückt. Stattdessen bringt er die Botschaft mit nach Hause, Deutschland müsse schneller Schutzräume bauen.

Vielleicht werden wir sie eines Tages benötigen. Wenn dieser Tag kommt, ist die Außenpolitik allerdings bereits gescheitert.

 

Quellen
Günther Burbach

Günther Burbach, Jahrgang 1963, ist Informatikkaufmann, Publizist und Buchautor. Nach einer eigenen Kolumne in einer Wochenzeitung arbeitete er in der Redaktion der Funke Mediengruppe. Er veröffentlichte vier Bücher mit Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz sowie deutscher Innen- und Außenpolitik. In seinen Texten verbindet er technisches Verständnis mit gesellschaftspolitischem Blick – immer mit dem Ziel, Debatten anzustoßen und den Blick für das Wesentliche zu schärfen.
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51 Kommentare

  1. Reichsarbeitsdienst, Brücken-, Autobahn- und Schienennetzausbau waren schon immer notwendige Voraussetzungen zum weiteren Drang nach Osten.
    Natürlich auch damals als notwendige Maßnahmen zur Abwehr der russisch- sowjetischen Gefahr erklärt.

  2. Westlich Politiker leben und wirken doch schon seit Jahrzehnten in einer Bunkermentalität. Wovor sie sich immer wegducken und verstecken wollen, ist doch nicht nur ein äußerer Feind (Russland, China, Iran, Covid etc.), sondern ist schon immer der innere Feind gewesen (die eigene Bevölkerung, die eigene Belang- & Bedeutungslosigkeit). Jegliche Selektionsprozesse in politischen und wirtschaftlichen Strukturen sind darauf ausgerichtet, ausschließlich die Fantasiefreien und Visionslosen an die Schalthebel und Weichen der Macht zu spülen, um so das System der Herrschaft zu erhalten.

    Das funktioniert so gut, dass es Karikaturen wie Wadephul sind – denen sogar die Idee von Diplomatie abhanden gekommen ist – welche alle anderen „anführen“. Diese Leute »vertrauen« nicht ihren Instinkten oder Einschätzungen, sondern nur ihrer verliehenen Funktion und die kann gleichfalls in einem Bunker bespielt werden, auch wenn da nichts und niemand mehr ist, das noch zu bespielen wäre.

    Es ist wiederholter Irrsinn, von solchen Menschen Einsicht zu erwarten oder gar einzufordern.

    1. „…Fantasiefreien und Visionslosen …“??

      So leid es mir auch tut, aber der (Denk)Fehler scheint sich (nicht mehr einfangbar) verselbständigt zu haben. 😉
      Wer (noch wachen Geistes) ist nicht zwangsläufig und stets aufs Neue davon überwältigt, wie viel Energie nicht nur in visionäre Fantasien und Undenkbares investiert wird, sondern diese in einem kreativen, praktischen und sich potenzierenden Prozess umfassend Gestalt annimmt?!

      Desweiteren möchte ich daran erinnern, dass vor ca. drei Jahren ein ähnlicher Event stattfand, der jedoch zur allgemeinen Begeisterung noch durch „Himmel-und-Hölle-Hüpfen“ gekrönt wurde.
      Also nicht wirklich der (erneuten) Rede wert.

      „Es ist wiederholter Irrsinn, von solchen Menschen Einsicht zu erwarten oder gar einzufordern.“
      Noch irrsinniger wäre es allerdings, wenn es zwar Viele gäbe, die davon (rein hypothetisch) betroffen, aber zu lethargisch wären, um auch nur (versehentlich) zu zucken.
      Denn beachte: die allgemeine Annahme, jemals von etwas persönlich tangiert zu sein/werden, ist reine Fiktion und ereilt prinzipiell nur die anderen (Deppen).
      Diesbezüglich unterscheiden sich Menschen innerhalb der ihnen zugewiesenen/-teilten Kasten in nichts.

    2. Aller guten Dinge sind in Wendzeiten ab mindestens 2(Versuche).
      Daher: „…Fantasiefreien und Visionslosen …“??
      So leid es mir auch tut, aber der (Denk)Fehler scheint sich (nicht mehr einfangbar) verselbständigt zu haben.
      Wer (noch wachen Geistes) ist nicht zwangsläufig und stets aufs Neue davon überwältigt, wie viel Energie nicht nur in visionärste Fantasien und Undenkbares investiert wird, sondern diese in einem kreativen, praktischen und sich potenzierenden Prozess umfassend Gestalt annimmt?!

      Desweiteren möchte ich daran erinnern, dass vor ca. drei Jahren ein ähnlicher Event stattfand, der jedoch zur allgemeinen Begeisterung noch durch „HimmelHölleHüpfen“ gekrönt wurde.
      Also nicht wirklich der (erneuten) Rede wert.

      „Es ist wiederholter Irrsinn, von solchen Menschen Einsicht zu erwarten oder gar einzufordern.“
      Noch irrsinniger wäre es allerdings, wenn es zwar Viele gäbe, die davon (rein hypothetisch) betroffen, aber zu lethargisch wären, um auch nur (versehentlich) zu zucken.
      Denn beachte: die allgemeine Annahme, jemals von etwas persönliche betroffen zu sein/werden, ist reine Fiktion und ereilt prinzipiell nur die anderen (Deppen).
      Diesbezüglich unterscheiden sich Menschen innerhalb der ihnen zugewiesenenKasten in nichts!

      1. @ Ach so:
        Abgesehen von der Vermutung, dass Geduld im moderierten Gehege heutiger digitaler Kommunikation nicht Ihre vornehmste Eigenschaft ist, fällt es mir schwer, die von Ihnen verwendeten Personalpronomen in Ihrem Post sinnvoll zuzuordnen.
        Es klingt interessant, aber ich schnalle es auch nach wiederholtem lesen nicht – liegt bestimmt an mir.

        Ansonsten: Sie erinnern sicher den Spruch, „da war der Zensor pinkeln“. Die gelegentliche Wahrheit dieser Aussage in der Vergangenheit hat sich gegen die Wahrheit (oder nicht ganz so dick aufgetragen) – hat sich gegen den regen Austausch in der Gegenwart gewendet 😭
        Mich nervt das auch 🤷‍♂️

        1. ICH bin zutiefst bestürzt.
          Man (ER, SIE, ES) mag mir u.U.schon Einiges vorgeworfen haben, aber die unsachgemäße, fehlerhafte Verwendung von Personalpronomen war noch nie dabei.
          Naja – irgendwann erwischt es halt jeden (MICH) auf die ein oder andere Weise, ohne dass man es zuvor selbst bemerkte.
          Hätte aber wesentlich schlimmer kommen können. 😉

          „Abgesehen von der Vermutung, dass Geduld im moderierten Gehege heutiger digitaler Kommunikation nicht Ihre vornehmste Eigenschaft* ist, ..“
          Stimmt auffallend; explizit dann, wenn auf dem Eingang zumGehege etwas Vollmundiges (als Alibifunktion) steht, aber lediglich exakt das gleiche wie in anderen/den pösen (Gehegen) gehandhabt wird.
          Wobei – mich stört in dem Zusammenhang keineswegs das durchschau- und erkennbare „Werbefehlversprechen“, sondern vielmehr das Verhalten all jener User, die die Verpackung wegen der vollmundigen Slogans „kaufen“ und der Meinung sind, dass der Inhalt DIESER Umverpackung deren siamesischen Zwillingen inhaltlich und qualitativ überlegen ist.
          Ergo: MICH wundert in diesem Kontext längst nichts mehr; außer dass MICH verwundert, dass sich andere noch immer (nicht)wundern.

          *Auch ICH zähle zu den Menschen; und diese sind nicht für überbordend vornehme Eigenschaften bekannt.
          Wie könnte ich daher meine, mir gegebene Natur verleugnen?! lol

          1. 😊
            Ich wollte Ihre Verwendung der Personalpronomen nicht infrage stellen, sondern nur meine situative Inkompetenz diese zu verstehen kundtun. Ich mag es durchaus, wenn es im Hirn flippert, aber hier bin ich dann wohl getillt. Sei’s drum. Mea culpa, bestimmt.

            Ich hoffe, ich konnte Ihre Bestürzung lindern, vielleicht sogar vergessen machen – denn auch in diesem Forum gibt es einiges, mal mehr, mal weniger, und ich schließe etwaige Beiträge meinerseits durchaus ein, das dem Vergessen anheim gegeben werden sollte. Und um jeglichem Ungemach zuvor zu kommen, es ist explizit keiner Ihrer Post in diesem Thread gemeint.

            In diesem Sinne verbleibe ich freundlichst.

  3. Wenn Moskau kein Vetorecht über europäische Politik zusteht, warum nimmt die EU dann wie selbstverständlich das Recht in Anspruch, selbst weltweit anderen Ländern vorschreiben zu wollen, was sie zu tun und zu lassen haben?

  4. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll!
    Diese Geschichte entbehrt nicht einer gewissen Komik; unsere Infrastruktur ist mittlerweile derartig hinüber, das der Ausdruck „marode“ einen Euphemismus darstellt.
    Die Bahn ist eine Katastrophe, öffentliche Bauvorhaben sind stets teurer als geplant und dauern ewig und drei Tage, siehe Stuttgart oder den Hauptstadtflughafen.
    Dann sollen hier Bunker gebaut werden?
    Für Millionen von Menschen?
    Hier?
    Nun, da werden unsere Urenkel selbst die Fertigstellung kaum erleben!
    Aber andererseits, Bunkerbau als Synonym für unterirdische Außenpolitik hätte zwar durchaus Sinn, würde mit dieser Intention allerdings eher dem Bereich der Kunst zuzuordnen sein!

    1. @Wallenstein

      Als ich vor 30 Jahren in einer Mittags-Pause über meinem Besuch in England berichtete, dass man dort bei Bussen mit einer Verspätung von 2 Stunden rechnen kann, erwiderte ein Kollege, dass der deutsche Wirtschafts-Erfolg eine Folge vom Funktionieren der Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit in unserer Infrastruktur begründet ist.

      Seit damals hat sich in Deutschland eine Menge geändert.

      Und welche Regierungen waren seit damals für diese Veränderungen verantwortlich.

      1. Die zuständigen Regierungsparteien trifft hier keinerlei Schuld, das war alles alternativlos.

        Deshalb kommen die (CDU/SPD/“Grüne“ als Einheitspartei) trotz allem auch weiterhin locker über 50%, sogar ohne die knapp 5% der Mövenpick -und Porsche-Partei.

        1. „Die zuständigen Regierungsparteien trifft hier keinerlei Schuld, das war alles alternativlos.“

          Das ist richtig, allerdings nur innerhalb neo-liberaler Denke. Eine andere Denke kommt für die herrschenden Transatlantiker aber auch nicht in Betracht, denn daran machen sie ihre „Werte“ fest.

    2. @Wallenstein
      Im Kontext stets fehlende Fakten:
      bei ungefähr gleich verfügbarer Fläche leben dort 5,7Mio, hier 84Mio (also gut 14x mehr).
      Allein in NRW ~18Mio (3+x mehr).

      Wenn WIR uns zusätzlich an z.B. /Kölle/S-Bahn/Archiv/ erinnern können/wollen, dann stellt sich doch die Frage, welche Option man persönlich vorziehen wollen würde: die unter- oder doch eher oberidische; so man ernsthaft glaubte, der schützenswerten Klientel zugehörig zu sein?! 😉

  5. Leute wie Merz, Wadephul, von der Leyen, sehen sich selbst wahrscheinlich als unerschrockene Helden, die auch vor einem Krieg gegen Russland nicht zurück-schrecken und bereit sind dafür zu sterben.

    Aber haben sie sich jemals gefragt, ob die Bürger auch bereit sind heldenhaft in einen Krieg gegen Russland verwickelt zu werden? Natürlich nicht.

    Der einzige Trost ist der, dass auch diese »Politiker« nach so einem Krieg gegen Russland auch nicht froh sein werden, egal wie dieser Krieg enden würde.

  6. Die wollen den Krieg, denn der Krieg geht immer gegen uns, dafür ist er gemacht.
    Der darf zum Schutz mindestens aller westlichen Regime nicht wider aufhören, allein schon, weil der Mehrwert nicht mehr erbracht werden kann und da hilft nur noch Krieg und natürlich das Kriegsrecht.

  7. Die westlichen Staaten sind ja sowas von friedfertig. Sie haben nie auch nur irgendein anderes Land angegriffen und dessen Integrität verletzt. Das müssen alles verkappte Kommunisten und Russen, wahlweise Chinesen oder Nordkoreaner gewesen sein. Vor allem die Frechheit der Sowjets, 1944 unsere heiligen Grenzen zu überschreiten und Berlin zu erobern…. Das geht gar nicht.
    Deshalbüssen wir wie schon 1941 unbedingt angreifen, äh, vorwärtsverteidigen

  8. Schräger „Aussenminister“. Normalerweise reisen Aussenminister ja zur Staatsvisite oder zu Gesprächen in andere Länder, oft auch mit den Wünschen der heimischen Industrie im Gepäck. Der hier dagegen war auf.. Pilgerreise ins finnische Milizsystem?

    Diese Pilgerreise scheint grad generell en vogue zu sein, der Schweizer Verteidigungsminister war auch erst grad da.

    Ich gebs zu, ich hab mir Mal ein (nicht besonders gut recherchiertes) Video über die Schweizer Bunker angeschaut, von einem Ami (Irgendwas Harris) der sich als etwas peinlicher Schweiz-Fanboy herausstellte. Typisches YouTube-Video, der war dauerbeeindruckt und fast alles war immer unglaublich, ein frenetischer Verkäufer einer Idee („armed neutrality“) die so in der Schweiz kaum noch existiert.

    Whadapfuhl und Pfister sind genauso. Die Idee die sie verkaufen („perpetual war“) ist aber um einiges hässlicher als die des YouTube-Influencers.

    1. @Prime Evil

      Ob sich die Missionare für Bunker schon mal gefragt haben, was die Menschen erwartet, die ihren Bunker nach einen nuklearen Krieg verlassen werden?

    2. @Prime Evil

      Ob sich die Befürworter von Bunkern schon einmal gefragt haben, was die Menschen bein Verlassen ihres Bunkers, nach einen Atom-Krieg, für ein Anblick bietet?

      1. Heino: Warum sollte irgendjemand auf Finnland Atombomben werfen? Wer es auf die Menschen
        abgesehen hat, nimmt heutzutage ein paar Drohnen und verschließt damit die Ausgänge, zerstört
        die Energieversorgung und die Lebensmittelversorgung. Wenn dann da tatsächlich 900.000
        Menschen im Felsen eingeschlossen sind, wird es schon durch die Panik sehr hässliche Szenen
        geben. Schon ein Einkaufszentrum „am Leben“ zu erhalten, erfordert einen hohen logistischen
        und technischen Aufwand., damit kenne ich mich aus. Darin sind die Menschen aber nur relativ
        kurz, um eben etwas zu kaufen und vielleicht noch etwas zu essen. Sie müssen nicht duschen,
        nur vereinzenlt ihre Notdurft verrichten, nicht 24 Stunden mit Luft versorgt werden und auch noch
        schlafen. Und: Im Bunker hocken sie 24 Stunden zusammen. Ein Virus könnte sich rasend schnell
        verbreiten. Verseuchtes Wasser kann im leichtesten Fall zu tausenden Kranken, im schlimmsten
        Fall zu 900.000 Toten führen. Gerade für die Finnen wäre es sicher einfacher zu den Russen einfach
        nur nett zu sein. Und wenn sie Ammis nach Grönland auch noch Finnland haben wollen…….dann lasst
        sie doch. Ihr kriecht denen doch jetzt schon hinten rein.

        1. @Inninör
          „Im Bunker hocken sie 24 Stunden zusammen. Ein Virus könnte sich rasend schnell verbreiten.“

          Na diesen Spruch hättest dir aber echt verkneifen können! Meinst nicht?

          „Sie müssen nicht duschen, nur vereinzelt ihre Notdurft verrichten, nicht 24 Stunden mit Luft versorgt werden und auch noch
          schlafen.“

          Du hast anscheinend von besagtem Bauwerk in bzw. unter Helsinki nicht viel mitbekommen. Es ist Bestandteil von Helsinki – fast schon eine eigene Stadt über viele Jahrzehnte aufgebaut und auch jetzt während des Friedens in vielfältiger Weise seitens der Bevölkerung genutzt und somit weitestgehend praxistauglich und erprobt. Kein Vergleich zu eiligst hingeschluderten Bunkersystemen, welche Merz uns jetzt gerne zwecks weiterer Entfettung seiner Schützlinge aufschwatzen will.

          1. Theo Noestonto: Ich habe von den „Schutzräumlichkieten“ unter Helsinki schon
            etwas mehr gehört und gesehen. Im Moment gehen dort die Menschen ein und
            aus, wie in einem Einkaufszentrum oder einem Vergnügungspark. In Friedenszeiten
            ist es nicht das große Problem diese Anlagen mit allem Nötigen zu versorgen.
            Und jetzt im Frieden befinden sich zu Spitzenzeiten „nur ca. 6.000 Menschen“ als
            Gäste und etwa 800 Menschen als Personal. Diese Information ist schon etwas
            älter und stammt von einem Finnen, der dort arbeitete und den ich vor ca. 10 Jahren
            auf einer Messe kennenlernte. Das erste Problem im Ernstfall ist das Bunkern von
            Lebensmitteln. Schon das Hochfahren der Kühlung in den riesigen Kühlräumen,
            benötigt enorm viel Energie. Die Lebensmittel müssen dann auch noch eingelagert
            werden Dann müssen in kurzer Zeit ein paar tausend Techniker, Köche, Ärzte, und
            und und zum Einsatz kommen. Sollten tatsächlich 900.000 Menschenin der Anlage
            untergebracht werden, müssen sie ja auch erst eimal zu der Anlage undin die Anlage
            kommen. Ich bin sehr skeptisch, dass bei einem Atomwaffenangriff mit den heutigen
            Hyperschallraketen eine Evakuierung möglich ist. Wie oben schon jemand geschrieben
            hat, was erwartet die Menschen wenn es tatsächlich geklappt hat, wenn sie wieder
            heraus kommen. So viele Menschen kann man nicht Monate in der Anlage beherbergen,
            sondern nur Tage. Das wird dann draußen zu einer sehr bösen Überraschung kommen.

            1. Wie dem auch sei… Dann also besser nur leere Versprechen, welche ohnehin nicht zu finanzieren sind; insbesondere in der Eile, welche Deutschland vorgibt? Sicher ist in diesem Zusammenhang nur, das D seine Michel weiter abzumelken gedenkt.

  9. In einer Fernsehsendung 2018 sagte Putin: »Wozu brauchen wir eine Welt, in der es kein Russland gibt?«.

    Was er damit gemein hat ist unmissverständlich.

    Das bedeutet auch, dass im Falle einer Bedrohung der Existenz Russland, sich Putin weder Gedanken daüber macht, sich für den Angriff auf die Ukraine zu entschuldigen, noch über ein Vetorecht Moskaus über europäische Politik.

    Ob sich Merz, Wadephul, von der Leyen, die schlimmsten Befürworter einer Eskalation im Streit gegen Russland, darüber bewusst sind, dass sie für das Leben von Milliarden von Menschen verantwortlich sind?

    1. Das wirft die Frage, ob die Welt ohne Merz, Wadephul, von der Leyen, Pistorius, Klingbeil, Habeck und Alice Weidel und mit Russland nicht eine bessere Welt.

      Fragen Sie fünf „Journalist(inn)en“ der Mainstream-Medien (von ARD über FAZ, RTL, WELT bis ZDF), welcher Staat und welche Armee 1941 Russland überfallen hat und bis nach Stalingrad marschiert ist. Dann bekommen folgende Antworten:

      1) Das weiß ich nicht.
      2) Das interessiert mich nicht.
      3) Fußball und die Frisur von Frau von der Leyen sind wichtiger.
      4) Wir bauchen mehr Veg­gie­bur­ger und dürfen nicht so viel Fleisch essen.
      5) Darüber darf nicht gesprochen werden.
      6) Die Russen haben sich selbst überfallen und mindestens 27 Millionen Russen ermordet.
      7) Das müssen wir wiederholen, weil es damals nicht geklappt hat.

  10. AUFSTÄNDE DER ALLMENDE
    “ KI Kurzschließen “

    In Deutschland fehlen 1.4 Mio. Wohnungen. Was liegt da näher als Bunker zu bauen ?

    1. Ja, ich finde auch, die Reihenfolge sollte sein, erstmal normaler Wohnraum 1.4 Mio Wohnungen bauen, dann klasse Bunker mit mindestens 14 Tagen Rundumversorgung und dann erst Bomben und Granaten, Panzer und den ganzen andere Aufrüstungskäse.

      Aber wenn ich es richtig deute, werden unsere Politiker die Reihenfolge nicht einhalten so wie Habeck, der sofort das Erdgas abbestellt hat und dann erst einen neuen Lieferanten gesucht hat.

  11. … unsere Politiker haben wohl zu viel Amazon-Prime geschaut: „Fall Out“ – da lässt es sich doch gut leben in den Vaults 4, 31, 32 und 33.

    (Spoiler Alarm: Die Firma die die Vaults gebaut hat, hat auch den Atomkrieg ausgelöst, sonst wäre die Vaults ja unnütz)

  12. Manchmal frage ich mich, ob wir gerade in einem schlechten Sci‑Fi‑Roman leben. In den 70ern gab es diese Geschichten zuhauf: Gesellschaften, die sich so sehr in ihre Kriegswilligkeit und ihren Kult um Waffen und Bunker verfangen, dass sie am Ende genau daran zugrunde gehen. „Planet der Affen“ hat das mit der Kirche der Nuklearrakete schon damals auf den Punkt gebracht: die Bombe als Gott, als Sinnstifter, als letztes Heilsmittel.

    Wenn ich heute politische Debatten über „Kriegstüchtigkeit“, Aufrüstung und Bunkerbauten verfolge, wirkt das erschreckend vertraut. Wir führen hochkomplexe technische Diskussionen über Abschreckung, Erst‑ und Zweitschlag, Zivilschutz und Infrastruktur. Aber die einfachste Frage wird kaum gestellt: Wie verhindern wir überhaupt, dass ein direkter Krieg zwischen Atommächten entsteht und was ist der diplomatische Ausweg, bevor eine Seite um ihr Überleben fürchtet? In Helsinki liegt die historische Lehre nicht unter der Erde in Beton, sondern in der KSZE‑Tradition der gemeinsamen Sicherheit: Unbequeme Gespräche, Rüstungskontrolle, Konfliktbegrenzung.

    Es gibt einen alten Gedanken, den man vielleicht als „Vater‑Sohn‑Problem“ bezeichnen könnte:
    Wer Krieg unmittelbar erlebt hat, ist statistisch eher skeptisch gegenüber militärischen Abenteuern, wer nur Erzählungen kennt, kann ihn leichter romantisieren oder abstrahieren.

    Das klassische Herodot‑Zitat „In peace, sons bury their fathers. In war, fathers bury their sons“ trifft den Punkt ziemlich genau: die Generation, die den Preis zahlt, entwickelt andere Prioritäten als jene, die primär über „Stärke“ und „Ehre“ reden.

    Die Generation, die den Krieg erlebt hat, will nie wieder Krieg. Die Generation, die ihn nur aus Erzählungen oder Computerspielen kennt, ist anfälliger für abstrakte Stärke‑ und Opferphantasien. Das ist kein Naturgesetz, aber ein wiederkehrendes Muster. Der zeitliche Abstand zum letzten großen Desaster schwächt die gesellschaftliche Immunreaktion gegen Kriegsrhetorik und erleichtert es, Aufrüstung als moralische Pflicht zu inszenieren.

    Spannend ist, dass Gen Z nicht einfach „friedlicher“ oder „kriegerischer“ ist als ihre Eltern, sondern gespalten: Sie fürchtet sehr real einen größeren Krieg in Europa, gleichzeitig schwindet das Vertrauen in Institutionen, und die Bereitschaft für radikale Lösungen wächst. Viele wollen keinen „Heldentod“, aber auch nicht hinnehmen, dass ihre Zukunft verspielt wird. Das ist explosiv: Hohe Angst, hohe Wut, aber wenig glaubwürdige Angebote für friedliche Gestaltung.

    Vor diesem Hintergrund wirkt der aktuelle Fokus auf Kriegstüchtigkeit wie ein gigantischer Realitätsverlust. Als könnte man sich mit genügend Beton und Stahl aus der Logik des Atomzeitalters herausbauen.

    Die brutalste Lehre eines großen Atomkriegs wäre jedoch: Wenn wir die neuen Schutzräume wirklich brauchen, hat die Außenpolitik bereits vollständig versagt.

    Genau darum geht es: Nicht um die moralische Verurteilung von Zivilschutz, sondern um die Frage, warum Diplomatie, Rüstungskontrolle und Krisenkommunikation in der politischen Hierarchie so weit nach unten gerutscht sind.

    Vielleicht brauchen wir keinen Generationenwechsel, sondern einen Paradigmenwechsel: Weg von der Kirche der Bombe und der Sprache der Kriegstüchtigkeit, hin zu einer Sicherheitslogik, die den Ausweg vor der Eskalation wieder ernsthaft denkt und ihn nicht als Schwäche diffamiert. Denn wenn Sci‑Fi‑Szenarien unsere realistische Zukunftsbeschreibung geworden sind, läuft in unseren Narrativen etwas grundlegend schief.

    1. @unicorn
      „Spannend ist, dass Gen Z nicht einfach „friedlicher“ oder „kriegerischer“ ist als ihre Eltern, sondern gespalten … Viele wollen keinen „Heldentod“, aber auch nicht hinnehmen, dass ihre Zukunft verspielt wird.“

      Wer will das schon? Ich gehe davon aus, dass auch die Generationen X und Y nicht wollen, dann ihre Kindern, Enkel einen „Heldentod“ sterben. Aber warum wählen dann so viele die AfD? Das ist keine Partei des Friedens und auch keine Partei, die eine gute Zukunft für alle Deutschen will. Das ist eine Partei, die eine noch bessere Zukunft für alle „Besserverdiener“ und vor allem die Reichen und Superreichen wie Dieter Schwarz und Elon Musk wollen. Die unteren 90 Prozent der Bevölkerung gehen der AfD und Frau Weidel am Allerwertesten vorbei.

      1. Die Menschen die in den 1. WK gezogen sind, wollten wirklich für ihr Vaterland kämpfen und (wenns sein muss) auch dafür sterben. Im 2.WK gabs auch noch genügend, die fröhlich in den Krieg gezogen sind („Wollt ihr den totalen Krieg? Jaaaa!“)

        Ich wäre mir nicht so sicher ob man nicht ein Volk so beeinflussen kann dass ihnen alles egal ist und sie freudig in den Krieg ziehen.

  13. „Was Wadephul in Helsinki nicht sehen wollte“

    Der „Christdemokrat“ Johann Wadephul von der „christlichen“ (C)DU kassiert als Außenminister auf Kosten der Allgemeinheit um die 25.000 € brutto monatlich, das kommt auf die individuellen Zuschläge an. Das entspricht etwa 300.000 € brutto pro Jahr. Davon können sich Minister im „demokratischen und sozialen Bundesstaat“ Deutschland (siehe Art. 20 Grundgesetz) aber offenkundig keine anständige Brille leisten.

    Möglicherweise trägt Herr Wadephul aber auch Kontaktlinsen. Falls er Kontaktlinsen trägt, dann sind das nicht die Kontaktlinsen der Firma Diplomatie&Frieden, sondern die Kontaktlinsen der Firma Krieg&Zerstörung, Rheinmetall, KNDS Deutschland (ehemals Krauss-Maffei), Lockheed Martin oder Northrop Grumman.

    Schlimm daran ist, dass die Mainstream-Progaganda-Medien (von ARD, FAZ, RTL bis ZDF) dabei mitmachen und das unterstützen.

    R.I.P.
    Hans Scholl (1918-1943)
    Vom Volksgerichtshof unter Vorsitz Roland Freislers zum Tod verurteilt.
    Hingerichtet am 22. Februar 1943.
    Straftatbestand: Verteilen von Flugblätter mit der Forderung, den Zweiten Weltkrieg zu beenden und Widerstand gegen die braune Diktatur zu leisten.

    Disclaimer: Dieser Kommentar wurde weder von der schwarz-rosaroten Bundesregierung gesponsert noch von einem deutschen oder US-Milliardär, der die blaue AfD finanziell unterstützt.

  14. Wadephul kann sich soviele Bunker ansehen wi er will aber mangels Geld höchstens einen für die Eliten bauen.
    Das Volk muss elendig verrecken!

    Die beliebtesten Politiker Deutschlands

    „Bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung („Was halten Sie von?“) liegt Verteidigungsminister Boris Pistorius weiter auf Platz eins. Er wird auf der Skala von +5 bis -5 mit einem Durchschnittswert von 1,5 (hier und im Folgenden Vergleichswert von Mitte Juni: 1,5) beurteilt.“

    „Es folgen Cem Özdemir mit 0,9 (1,0) und Johann Wadephul mit 0,1 (0,3).
    Danach beginnt der Negativbereich “
    https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/zdf-politbarometer-juli-i-2026

      1. Ein Sinkflug aus maximal Meereshöhe? Wie soll das funktionieren? Denkbar wäre mittelfristig nur ein Steigflug; zumindest theoretisch mit komplett ausgewechselten Akteuren!

    1. Solange uns Herr Pistorius als Vorbild mit Bestnoten erscheint mit dem wesentlichen Vorhaben kriegstauglich Russland ab zu erschrecken, können wir uns darauf verlassen, das die deutsche Gefolgschaft bereit ist, die Russen zum Frieden zu erziehen und sei es auch im Schützengraben.Komisch dabei ist nur, dass man den damit verbundenen Wohlstandsverlust benörgelt.

    2. @otto0815

      Die Mainstream-Kriegspropaganda-Medien von ARD, BILD, FAZ, SZ, RTL, WELT bis ZDF machen das sehr geschickt.

      Warum zeigen die Mainstream-Kriegspropaganda-Medien immer nur saubere Waffen und saubere Uniformen? Warum zeigen die Mainstream-Kiegspropaganda-Medien keine toten Soldaten und tote Zivilistinnen/Zivilisten, zerfetzte Körper, verstümmelte Leichen und Soldaten ohne Augen, ohne Arme oder ohne Beine oder ohne Arme und ohne Beine, weinende und verbrannte Kinder? Warum?

      Weil das viele Untertanen im wertewestlichen Deutschland und Europa zum Nachdenken bringen würde.

      Im Vietnamkrieg (1955 bis 1975) wurde 1972 ein Foto veröffentlicht. Das Foto zeigt ein damals neun Jahre altes Mädchen, Kim Phúc, wie sie nackt und mit schweren Verbrennungen auf der Straße vor den Napalm-Bomben der US-Armee flieht. Es wurde zu dem Bild des Vietnamkriegs und zu einem Symbol für das Leiden und Sterben von Zivilisten im Krieg. Der Vietnamkrieg war zwar nicht sofort zu Ende, aber das Foto brachte viele Bürger in den USA zum Nachdenken und Umdenken.

      Die wertewestlichen Mainstream-Kriegspropaganda-Medien haben daraus gelernt: So etwas darf man den Bürgerinnen und Bürgern *IM* Krieg nicht zeigen und schon gar nicht *VOR* einem Krieg. Das könnte die Bürgerinnen und Bürger verunsichern und dann wollen vielleicht manche Bürgerinnen und Bürger nicht mehr mitmachen beim großen Krieg gegen Russland.

  15. Ja, wir brauchen Bunker mit Schwimmbädern und erneuerbarer Erleuchtung.
    Wenn wir da drin hocken, sehen wir das unterirdische Obere nicht mehr.
    Leider hat die Sache einen Haken, wenn die Bauzeit sich an Stuttgart 21 orientiert.
    Gut dass die Russen mit Angriffen solange warten bis wir genügend kriegsfähige Bunker fertiggestellt haben,
    wenigstens aber bis die EU für jeden Bürger genügend Corona-Drohsen bestellt hat.
    Masken werden natürlich auch wieder gebraucht, welche die nicht nur Viren filtern, sondern eben auch strahlende Partikel.

    Tja, ohne Humor ist dieser laufende Film mit seinen außerirdischen Regisseuren kaum zu ertragen.
    Besser man lacht sich in den Weltuntergang, als ihn traurig kommen zu sehen.

  16. An Finnland gibt es noch mehr als nur Bunker zu bestaunen, einem Land, das einen Krieg mit Russland verlor, ein Zehntel seines Territoriums einbüßte und Neutralität ohne Sicherheitsgarantien akzeptierte. Seltsam dass das so gut funktionierte und die Russen nicht gleich wieder angegriffen haben.

    1. @Emirades
      „Seltsam dass das so gut funktionierte und die Russen nicht gleich wieder angegriffen haben.“

      Seltsam? Zu welcher Zeit spielte sich besagter Winterkrieg zwischen Russland und Finnland deiner Meinung nach ab?

  17. Unabhängig von meiner festen Überzeugung, das Kriegstreiber generell in der Hölle schmoren sollten, taugt das Beispiel Helsinki auf unser D bezogen lediglich der unreflektierten Schnatterei unserer Politikverlautbarer:

    Um auch nur Berlin einen mit Helsinki vergleichbaren Schutz angedeihen zu lassen, wären derartig hohe Beträge fällig, das Merz nicht nur alle zivilen Verpflichtungen aussetzen müsste, sondern auch den vorgeschobenen Grund hierfür: Sämtliche Bemühungen, Deutschland zum millitärischen Führer Europas zu hochzurüsten und vor allem die Zusagen einer Vollkaskoverpflegung der Ukraine – des Staates, nicht etwa derer Bürger – könnte er getrost abhaken. Von all‘ den anderen Grossstädten in D mal ganz zu schweigen; zudem kostet so ein Vorhaben in der vorgeblichen Eile mal schnell das Doppelt oder Dreifache… Somit wird nichts derartiges in die Tat umgesetzt.

    Leute seinesgleichen aus Politik und Hochfinanz sind ohnehin gewappnet und versorgt…

  18. > Finnland bereitet sich auf einen möglichen Angriff Russlands vor.

    Nachdem man seinen neutralen Status ohne Grund aufgegeben und sich der NATO angeschlossen hat. Die Finnen leiden bereits unter den Auswirkungen. Weidegebiete werden durch Militär zugebaut, Handel brach zusammen, Preise steigen und die Politiker feiern sich selbst.

  19. Russland will also Finnland angreifen. Warum eigentlich? Klar, die Russen warten mit ihrem Angriff, bis die Finnen in der NATO sind, die 17 Militärstützpunkte der NATO in Finnland fertiggestellt und die finnische Verfassung um den Atomwaffenfreien Status „bereinigt“ wurde. Die sind einfach so, die Russen. Sagen uns tagtäglich „unsere“ Politiker und die Massenmedien. Das Russland vor dem NATO- Beitritt Finnlands bis auf eine Brigade von etwa 3000 Mann Alle Streitkräfte von der finnischen Grenze abgezogen hatte, das ist auch nur ein Beweis für die Hinterhältigkeit der Russen.
    Was die Aussagen des großdeutschen Außenministers in Helsinki betrifft, so passen sie in das Bild eines fanatischen Russophoben, der unbedingt Revanche für den 8.Mai 1945 will!

  20. „Russland änderte im November 2024 seine Nukleardoktrin.“ Aber ich glaube die Änderung der Nukleardoktrin hat weniger mit einer möglichen aggressiveren Einstellung gegen den Westen zu tun, sondern eher mit der schlichten Erkenntnis, dass das, was Russen tun können, auch irgendwann andere können.

    Über die Oreschnik heißt es in Wikipedia: „Zum Einsatz kam sie ab November 2024 im Krieg gegen die Ukraine.“ Damit hatten sich die Russen selbst demonstriert, dass es nichtnukleare Waffe gibt, mit der man ähnliche Verheerungen wie mit einer Atomwaffe herbeiführen kann.
    Es war also sinnvoll, gleich seine Nukleardoktrin zu ändern.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Oreschnik_(Rakete)

  21. „Bunker können Folgen begrenzen. Diplomatie soll verhindern, dass diese Folgen überhaupt eintreten.“

    Nein, das ist eben nicht der Zweck von Diplomatie. Wie der Artikel zuvor selbst darlegt –

    „Wadephul erklärte vor seiner Reise, beim NATO-Gipfel in Ankara seien 140 Milliarden Euro für die Verteidigung der Ukraine zugesagt worden, damit Putin endlich begreife, dass der einzige Weg zum Frieden über ernsthafte Verhandlungen führe.“

    – ist die Drohung mit mehr Waffen, bzw. Aufrüstung das politische Mittel an dem Putin endlich begreifen soll, dass „Frieden“ mit Deutschland und Europa nur zu haben ist, wenn er die russischen Interessen in seinem Krieg um eine „neutrale“, nicht EU- und Nato-gebundene und relativ entmilitarisierte Ukraine aufgibt. Erst dann, wenn Putin also die Bereitschaft zeigen würde sich den deutsch-europäischen Interessen an ihrem Satelliten-Staat Ukraine zu fügen, könne es auch „ernsthafte“ Verhandlungen über einen Frieden geben. Das kennt man zur Genüge aus anderen Kriegen und Friedensverhandlungen: Die Erfüllung der eigenen nationalen Interessen durch den Gegner zur unabdingbaren Voraussetzung dafür zu erklären, dass man sich überhaupt an einen diplomatischen Verhandlungstisch setzt. Wenn die andere Seite diese Vorab-Leistung nicht liefert soll das stets „beweisen“, dass sie gar nicht „ernsthaft“ genug „unsere Interessen“ akzeptieren will. – „Schuldfrage“ geklärt. – Bei Putin ist den Experten übrigens schon mehrmals glasklar gewesen, dass seine „unerfüllbaren“ Bedingungen von vornherein ein Trick waren, um jede Verhandlung zu verunmöglichen. Bei den westlichen und ukrainischen „Maximalforderungen“ ist sowas noch nie aufgefallen. Laut Märchenbuch wollten die immer Verhandlungen, der Russe aber nicht.

    Das IST aber dann die (real-existierende) Diplomatie, die vor und neben der Drohung und dem Einsatz der Waffengewalt demselben Ziel wie deren Einsatz dienen soll. Der Gegner soll sich angesichts militärischer Drohungen und Aktionen möglichst bedingungslos den eigenen Interessen fügen, mit oder ohne die dazu passende Verhandlungsdiplomatie.

    Das kann man nun als „Nicht-Diplomatie“, vernachlässigte optionale Diplomatie, oder eben mangelhafte „Friedensdiplomatie“ beanstanden. Die Politik redet ja selbst gerne so um ihre nationalen Interessen herum, dass die immer mit den besten und friedlichsten Absichten verbunden werden. Krieg ist ja auch nicht die beliebteste Option, wenn es um die zivilen Geschäfte eines Kapitalstandorts geht. Bei der Konkurrenz von Staaten geht es allerdings um die Rechte der höchsten nationalen Gewalten, und wenn die aneinander geraten ist „Kriegsverhinderung“ auf der nationalen Prioritäten-Liste ein ziemlich untergeordnetes Thema. – Was sich nicht nur an den zahlreichen, aktuell geführten Kriegen zeigt, sondern auch daran, dass kein Staat in den Waffen des anderen eine Art Beitrag zur „Kriegsverhinderung“ sieht, außer vielleicht bei Verbündeten, Partnern und Freunden, die sich vertraglich entschieden haben Gegensätze untereinander möglichst ohne Krieg auszutragen. Bei erklärten Gegnern und Feinden zählt hingegen jedes Militär als Bedrohung; Verständnis für staatliche „Sicherheitsinteressen“, wie sie in der UNO als „legitim“ anerkannt sind, hat da keiner.

    Und wenn ein Staat wie Deutschland beschliesst, sich massiv zum überlegenen Militär in Europa aufzurüsten, die Ukraine als ihren Stellvertreter im bereits geführten Krieg gegen Russland weiter mit allen Mitteln zu versorgen und rund um Russland strategisch kriegswichtige Posten aufzubauen, dann grenzt es schon an einen Kinderglauben von „Verhinderung“ eines Krieges auszugehen. In welcher Welt werden massenweise „Kriegsverhinderungswaffen“ hergestellt? Solche Werbung war sicherlich noch auf keiner Rüstungsmesse zu sehen.
    Selbst die deutsche Doktrin, dass es nur um wahrhaft „pazifistische Abschreckung“ (Pistorius) der Russen ginge, wurde in einer kurzen Nachricht im ÖRR vor einigen Wochen – als Zitat leider nicht verfügbar – dahingehend gelockert, dass es nicht mehr nur um bloße „Verteidigung“ und „Abschreckung“ gehen könne, sondern auch um „präventive“ Optionen eines berechtigten Angriffs gehen müsse, wenn man nur die „Absicht“ eines russischen Angriffs wittert. – Die alte Strategie der Nato-„Vorwärtsverteidigung“ unter Schmidt lässt grüßen!

    Genauso fragwürdig die Vorstellung, eine Steigerung der Kriegsbereitschaft und Bunkeranlagen seien zum „Schutz“ der Bevölkerung da, wenn der eigene Staat den Krieg erklärt und seine Bevölkerung dafür auch mit einigen „Schutzmaßnahmen“ an der Heimatfront als sein Mittel ertüchtigen will. Klar, einige funktionstüchtige Überlebende sind national schon wichtig, als Nachschub, als Helfer, Sanitäter und Aufräumer, und selbstverständlich zur Aufrechterhaltung der Ordnung, Regierungsfähigkeit und Verwaltung … in manchen Bunkern soll es sogar Möglichkeiten geben, die Fortpflanzung zu gewährleisten … „Mutterschutz“ sozusagen. An den vielen alten, verrottenden Bunkern in deutschen Städten kann man sehen, wie wichtig solche Schutzbauten schon dem Vorgänger des demokratischen Deutschlands waren.

    Als „Schutz“ vor dem Feind, darf man sich natürlich solche vorbildlichen finnischen Bunker immer vorstellen. Man soll es mit solchen Berichten über den Wadephul-Besuch ja auch. Der Gedanke, dass der eigene Staat einen mit seiner Kriegsbereitschaft erst zu dem „Schutz-Bedürfnis“ bringt private Notfall-Reserven anzulegen, Aufrüstung beim Zivilschutz, Früh-Warnsystemen und Bunkern plötzlich richtig und gut zu finden, dieser Gedanke ist dabei natürlich nicht gefragt. Der vorbildliche finnische Soldat und Zivilschützer fragt ja schließlich auch nicht kritisch, wofür sein Leben da national eingeplant wird, weil er die Selbstverständlichkeit verkörpern soll, dass staatsbürgerliche Existenz und Dienst an der eigenen Nation ohne jeden Zweifel bestens zusammenfallen.

    Der Staat schützt die Bürger vor dem von anderen provozierten Krieg, in den zwar er sie hineinwirft, aber eben „unschuldig“, zur bloßen Verteidigung nicht seiner Existenzinteressen, sondern ihrer. So könnte man z.B. die vielen zivilen Schutzbunker in Israel auch interpretieren, wenn nicht die israelische Politik dauernd demonstrieren würde, dass ihr staatliches Existenzrecht viel weiterreichende israelische Interessen begründen soll, als den „Schutz jüdischen Lebens“.

    Es ist also auch ziemlich „absurd“ in einem Artikel mehrfach von einer Absicht der „Kriegsverhinderung“ zu schreiben, wo in Kriegen wie der Ukraine, in Gaza, gegen den Iran, unmissverständlich klargestellt wird, dass mit „Frieden“ nichts als die erfolgreiche Durchsetzung nationaler Interessen gemeint ist, die sich auch nur damit „zufrieden“ gibt. Solange wird weitergeschossen, mal mit mehr begleitenden „Gesprächen“, mal mit weniger Bereitschaft sich überhaupt an den „einen Tisch“ zu setzen. So geht reale Diplomatie, auch mitten im Krieg, wo „Kriegsverhinderung“ dann eher als das edle, aber „sehr komplexe“ und schwierige Bemühen um „Kriegsbeendigung“ verkauft wird, als ob es nicht auch da um die richtigen Konditionen für einen alternativen Wandel zur friedlichen Austragung der nationalen Gegensätze ginge.

  22. Wir bräuchten einen Genschman und keinen Wadafuul.
    Das gesamte Verhalten der Politklasse, die Äußerungen sind einfach ungeheuerlich 81 Jahre nachdem Deutschland in Schutt und Asche lag. Sie kommen uns tatsächlich mit den Vorzügen von Bunkern und wollen womöglich noch ein dickes Lob für ihre tolle Vorsorge. Seit viereinhalb Jahren Krieg, der wohl bislang 2 Mio Menschen das Leben gekostet hat, haben sie keine einzige Initiative zum Frieden ergriffen. Dazu sind sie jedoch laut Grundgesetz verpflichtet. Aber was rede ich.
    Das Grundgesetz haben sie 2020 abgeräumt.

  23. Sagt mal Leute..

    Was haltet ihr davon..
    https://www.youtube.com/watch?v=gJWHOhd2n_Q

    Das wäre schon ein starkes Stück wenn das stimmt..

    Nicht das Herr Putin jetzt noch eine Lektion aus dem Donald Trump Lehrbuch für Außenpolitik anwendet.. 🙄
    Bei unserer Geschichte würde der überwiegende Teil der Welt vermutlich Beifall klatschen..

    Niemand will eine Atommacht Deutschland.. 😨
    Frankreich garantiert auch nicht Ich wette Macron will damit nur sicherstellen, dass die Russen Deutschland im Ernstfall zuerst aufs Korn nehmen..

    Mal schauen ob und wie lange das ein Gerücht bleibt aber genau für so etwas brauchen wir staatliche Transparenz und Informationsfreiheitsgesetzte ohne Schranken..

    Mfg Makrovir

  24. Finnland hatte beste Handelsbeziehungen zur UdSSR und Rußland. Schweden in abgeschwächter Form, aber ebenfalls profitabel. Aber bereits in den 80ern mit der sog. U-Boot Affäre (die offenbar eine Aktion unter falscher Flagge war bzw. mit einem gekauften baltischen Marinekommandeur) wurde Schweden zunehmend in Richtung NATO gezogen. Schweden und Finnland (und auch die Schweiz) werden von großbürgerlichen Familien institutionell/ökonomisch geführt. Die sind genauso proatlantisch wie die in den anderen westeuropäischen Ländern. Interessant aber dass man mit der UdSSR besser klar kam als mit dem heutigen kapital. Rußland. Trotz Afghanistan 1979, CSSR 1968, Ungarn 1956 etc.. Das deutet auf eine größere „Sache“ hin. Dabei wollte Rußland bis 2014 sich infrastrukturmäßig mit der EU verbinden. Da gibt es um St. Petersburg aus dieser Zeit gebaute Strassen Richtung Finnland die das ausweisen. …

  25. Das Problem mit dem Bunker ist, dass man gar nicht so schnell rennen kann, wie die Atombombe fliegt, und man ausserdem irgendwann mal wieder raus muss. Das ist auch der Grund, warum seit Ende des zweiten Weltkriegs in Deutschland keine Bunker mehr gebaut wurden. In Finnland hat man sie nur deshalb gebaut, weil man nicht mit Atomangriffen gerechnet hatte – schließlich war man ja neutral.

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