Waffen – Das goldene Kalb der Bellizisten

5-7 ADA hosts German Minister of Defense in Poland
U.S. Army photo by Capt. Alexander Watkins, Public domain, via Wikimedia Commons

Wenn Politiker vor Kampfjets strahlen, Raketen streicheln und Kriegstechnik zum Erlebnis wird.

Es gibt Bilder, die mehr erzählen als tausend Regierungserklärungen. Am 18. September 2026 stand Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius in Fort Worth im US-Bundesstaat Texas vor Deutschlands erster F-35A – einem hochmodernen, vielseitig einsetzbaren Kampfjet, entwickelt für militärische Einsätze, bei denen am Ende Zerstörung und Tod stehen. Lockheed Martin hatte geladen, die Bundeswehr bekam ihr neues Spielzeug präsentiert – und Pistorius strahlte.

Ich saß vor dem Fernseher und musste unwillkürlich an eine der bekanntesten Geschichten des Alten Testaments denken: den Tanz um das Goldene Kalb. Mose steigt vom Berg Sinai herab. In den Händen trägt er die beiden Tafeln des Bundes. Unten angekommen sieht er sein Volk, das sich inzwischen ein goldenes Kalb geschaffen hat und darum tanzt. Das selbst geschaffene Objekt ist zum Gegenstand der Verehrung geworden. Mose reagiert bekanntlich wenig diplomatisch: Er schleudert die Tafeln zu Boden und zerbricht sie.

Natürlich ist Boris Pistorius kein Israelit am Sinai und eine F-35 kein goldenes Kalb. Die Parallele liegt auf einer anderen Ebene: in der Überhöhung eines von Menschen geschaffenen Gegenstandes, dem Sicherheit, Stärke und letztlich Heil zugeschrieben werden. Das goldene Kalb unserer Zeit ist nicht aus Gold. Es besteht aus Titan, Aluminium, Verbundwerkstoffen, Elektronik, Sensoren und Sprengstoff. Und es kostet Milliarden.

Pistorius und sein fliegendes Kalb

Deutschlands erste F-35A wurde am 18. September bei Lockheed Martin in Fort Worth feierlich präsentiert. Pistorius erklärte:

„Das ist der Beginn einer neuen Ära für die Luftwaffe.“

Die Maschine sei das „weltweit modernste Kampfflugzeug“.

Nun kann man einwenden: Was soll ein Verteidigungsminister sonst tun? Natürlich muss er sich mit militärischem Gerät beschäftigen. Natürlich muss ein Staat seine Soldaten vernünftig ausrüsten. Und selbstverständlich lässt sich angesichts der vielen völkerrechtswidrigen Kriege in der Welt argumentieren, dass Abschreckungsfähigkeit militärische Stärke voraussetzt. Pistorius selbst begründet seine Linie ausdrücklich damit, einen Krieg verhindern zu wollen. Im Bundestag erklärte er 2024: „Wir müssen bis 2029 kriegstüchtig sein“ und fügte hinzu, Deutschland müsse abschrecken, „um zu verhindern, dass es zum Äußersten kommt“.

Allein das Wort „kriegstüchtig“ lässt mich aufhorchen. Es ist keineswegs eine sprachliche Neuschöpfung unserer Tage. Der Begriff ist bereits seit 1826 belegt, erlebte im militaristisch geprägten Deutschen Kaiserreich einen starken Aufschwung und erreichte seine historische Hochphase im Umfeld des Ersten Weltkriegs. Ausgerechnet dieses Wort wird im Deutschland des 21. Jahrhunderts wieder zum politischen Leitbegriff erhoben.

Ich halte diese Rhetorik für brandgefährlich. Sprache beschreibt gesellschaftliche Wirklichkeit nicht nur, sie kann sie auch verändern. Wer der Bevölkerung über Jahre erklärt, Deutschland müsse „kriegstüchtig“ werden, verschiebt die Grenzen dessen, was als normal gilt. Krieg erscheint nicht mehr als äußerster Zivilisationsbruch, den es mit allen vernünftigen Mitteln zu verhindern gilt, sondern zunehmend als Szenario, auf das Staat und Gesellschaft vorbereitet werden sollen. Panzer, Raketen, Kampfjets, Luftschutzräume, Verwundetentransporte und militärische Infrastruktur werden damit Schritt für Schritt Bestandteil des politischen Alltags.

Warum spricht ein Verteidigungsminister nicht mit derselben Eindringlichkeit davon, Deutschland müsse friedenstüchtig werden? Warum wird nicht mindestens ebenso energisch darüber gesprochen, diplomatische Kanäle auszubauen, Interessengegensätze auszugleichen, Sicherheitsinteressen auch der Gegenseite zu verstehen, Rüstungskontrolle wiederzubeleben und eine europäische Sicherheitsordnung zu schaffen, die Krieg unwahrscheinlicher macht? Friedenstüchtigkeit bedeutet nicht Wehrlosigkeit. Sie bedeutet, militärische Gewalt als letztes Mittel zu betrachten und zuvor sämtliche Möglichkeiten der Diplomatie auszuschöpfen.

Ich möchte mich an eine Sprache des Friedens gewöhnen – nicht an eine Sprache des Krieges. Denn hinter dem beinahe technisch klingenden Begriff „Kriegstüchtigkeit“ verbirgt sich im Ernstfall nichts Abstraktes. Krieg bedeutet zerfetzte Körper, verbrannte Menschen, tote Soldaten und Zivilisten, traumatisierte Kinder, zerstörte Städte und Familien, die ihre Angehörigen begraben müssen. Wer das Wort Krieg wieder selbstverständlich in den politischen Alltag einführt, sollte auch aussprechen, was Krieg tatsächlich bedeutet.

Deutschland braucht aus meiner Sicht keine gesellschaftliche Erziehung zur Kriegstüchtigkeit. Deutschland braucht eine Renaissance der Friedenstüchtigkeit.

Eine F-35 ist kein Smartphone, kein Elektroauto und keine neue Modelleisenbahn. Lockheed Martin selbst bewirbt den Flugzeugtyp als besonders tödliches Kampfflugzeug. Die deutsche F-35 soll darüber hinaus die nukleare Teilhabe Deutschlands sicherstellen. Sie ist eine Waffe. Ihr Zweck besteht nicht darin, Menschen von A nach B zu bringen. Ihr militärischer Zweck besteht darin, Ziele aufzuklären, Waffen einzusetzen und im Ernstfall zu zerstören und zu töten. Das kann ein Staat aus sicherheitspolitischen Gründen für notwendig halten. Aber seit wann muss man dabei aussehen wie ein Kind unter dem Weihnachtsbaum?

Mich stört nicht, dass ein Verteidigungsminister eine F-35 besichtigt. Mich stört die Ästhetisierung des Militärischen, die Begeisterung und das Leuchten in den Augen angesichts eines Waffensystems, dessen eigentliche Bestimmung im Ernstfall Zerstörung und Tod ist.

Markus Söder und die Zärtlichkeit zum Taurus

Ein zweites Bild ist mir im Gedächtnis geblieben: Markus Söder beim Rüstungskonzern MBDA in Schrobenhausen. Vor ihm: Taurus KEPD 350. Ein Marschflugkörper mit mehr als 500 Kilometern Reichweite. Laut Hersteller kann Taurus gegen Bunker, Brücken, Flugplätze und andere militärische Ziele eingesetzt werden.

Auf Fotos des Besuchs sieht man Söder unmittelbar an der Waffe, sie betrachtend und berührend. Die Szene wirkt fast zärtlich. Für meinen Geschmack fehlt nur noch, dass er dem Taurus einen Kosenamen gibt. Amüsant wäre das vielleicht, wenn es sich um einen Oldtimer handelte. Es handelt sich aber um einen Marschflugkörper.

Und Söders dazugehöriger Satz war unmissverständlich:

„Diese Waffe muss zum Einsatz kommen.“

Man sollte diesen Satz einen Moment stehen lassen. Nicht: Diese Waffe muss verfügbar sein. Nicht: Diese Waffe dient der Abschreckung. Nicht: Hoffentlich muss sie niemals eingesetzt werden. „Diese Waffe muss zum Einsatz kommen.“ Da bekommt der Begriff „Verteidigungswaffe“ einen eigenartigen Klang.

Söder bezeichnete Taurus außerdem als die „abschreckendste Waffe“ Deutschlands und forderte damals die Lieferung an die Ukraine. Die bayerische Staatsregierung dokumentierte den Auftritt anschließend selbst ausführlich. Das Bild vom Politiker am Marschflugkörper und der dazugehörige Satz gehören für mich zusammen. Die Waffe wird nicht mehr als notwendiges Übel dargestellt. Sie wird zum politischen Symbol, zum Ausweis von Entschlossenheit, zum Beweis von Führungsstärke – zum goldenen Kalb.

Annalena Baerbock: einmal Platz nehmen im Kampfjet

Und dann wäre da Annalena Baerbock. Das bekannte Foto entstand, als die damalige Außenministerin am 13. September 2023 das Euro-NATO Joint Jet Pilot Training auf der Sheppard Air Force Base in Texas besuchte und sich dort ein T-6-Ausbildungsflugzeug erklären ließ. Die Bilder zeigen sie lächelnd – euphemistisch ausgedrückt – im Cockpit.

Die damalige Außenministerin würdigte die Ausbildung deutscher Kampfpiloten in Texas als Beitrag zur Sicherheit Deutschlands, Europas und der NATO. Das lässt sich sicherheitspolitisch begründen. Nur frage ich mich, warum westliche Politik militärische Stärke inzwischen so gerne inszeniert. Warum muss Kriegstechnik cool aussehen? Warum müssen Politiker in Panzern sitzen, Kampfjets besteigen oder Raketen anfassen? Warum werden Fabrikeröffnungen für Munition zu politischen Fototerminen?

Friedrich Merz: „Schönes Abenteuer“

Friedrich Merz liefert ein weiteres Bilderbuchbeispiel. Am 20. Juni 2024 stieg der damalige CDU-Vorsitzende auf dem Luftwaffenstützpunkt Laage in einen Eurofighter und flog rund eine Stunde mit. Er durfte das Flugzeug zeitweise sogar selbst steuern.

Nach der Landung entstieg Merz dem Kampfjet – laut dpa „mit einem Grinsen“ – und erklärte:

„Schönes Abenteuer. Es hat Spaß gemacht.“

Natürlich darf ein Politiker Spaß an einem Flug haben. Den hätte ich ebenfalls gehabt. Aber auch hier lohnt ein zweiter Blick. Ein Eurofighter ist kein Fahrgeschäft auf dem Oktoberfest. Es handelt sich um ein hoch entwickeltes Waffensystem. Und wenn führende Politiker Kampfflugzeuge besteigen und anschließend öffentlich von „Abenteuer“ und „Spaß“ sprechen, entsteht ein Bild des Militärischen, das mit dem wirklichen Ergebnis eines Krieges wenig gemein hat.

Am anderen Ende einer Rakete gibt es kein Abenteuer. Dort gibt es Explosionen, verstümmelte Körper, amputierte Gliedmaßen, verbrannte Menschen, tote Soldaten, tote Zivilisten, traumatisierte Kinder und zerstörte Familien. Das ist Krieg. Nicht Top Gun.

Macron und die „Kriegswirtschaft“

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die neue Begriffswelt mitgeprägt. Bereits 2022 sprach er von einer französischen „économie de guerre“, einer Kriegswirtschaft. Im April 2024 besuchte er im südwestfranzösischen Bergerac eine neue Produktionslinie für Munitionspulver. Dort verteidigte er die Kriegswirtschaft auch wirtschaftspolitisch und verwies auf Produktion, Arbeitsplätze und Wertschöpfung.

Hier berührt die militärische Aufrüstung einen Punkt, der mich noch wesentlich stärker beunruhigt. Waffen schaffen Arbeitsplätze. Munition schafft Arbeitsplätze. Panzer schaffen Arbeitsplätze. Raketen schaffen Arbeitsplätze. Kampfjets schaffen Arbeitsplätze. Und irgendwann entsteht daraus eine geradezu perverse ökonomische Logik: Je größer die Bedrohung, desto größer die Nachfrage. Je größer die Nachfrage, desto voller die Auftragsbücher. Je voller die Auftragsbücher, desto stärker wächst die Rüstungsindustrie.

Und je stärker eine Volkswirtschaft von dieser Industrie abhängig wird, desto unangenehmer wird eine simple Frage: Was geschieht mit diesem Geschäftsmodell, wenn tatsächlich Frieden ausbricht?

Europas Rüstungsindustrie wächst

Das ist von mir keine geschickte rhetorische Formulierung. Die europäische Rüstungsindustrie baut ihre Kapazitäten massiv aus. Eine Analyse der Financial Times von rund 150 Produktionsstandorten kam 2025 zu dem Ergebnis, dass Europas Waffenfabriken seit Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine ihre Produktionsflächen mit ungefähr dreimal so hoher Geschwindigkeit erweiterten wie zuvor. Mehr als sieben Millionen Quadratmeter neuer industrieller Fläche seien hinzugekommen.

Auch Ursula von der Leyen besuchte im August 2025 die große bulgarische Munitionsfabrik VMZ in Sopot und stellte den Ausbau der europäischen Rüstungsproduktion in den Zusammenhang mit der Sicherheit Europas und der Unterstützung der Ukraine.

Die Befürworter dieser Politik argumentieren, Europa habe seine militärischen Fähigkeiten jahrzehntelang vernachlässigt und müsse angesichts des russischen Angriffskrieges glaubwürdig abschrecken. Das ist die eine Sicht. Die andere Frage lautet: Wann wird aus notwendiger Verteidigungsfähigkeit eine gesellschaftliche Militarisierung? Diese Grenze verdient weit mehr Aufmerksamkeit, als sie derzeit bekommt. Möglicherweise haben wir diese Grenze in Europa schon überschritten.

Vom notwendigen Übel zum Fetisch

Eine demokratische Gesellschaft kann Streitkräfte benötigen und dennoch Krieg verabscheuen. Sie kann Soldaten respektieren und Waffen trotzdem als das betrachten, was sie sind: Werkzeuge organisierter Gewalt. Sie kann verteidigungsfähig sein, ohne Kriegstüchtigkeit zum gesellschaftlichen Ideal zu erklären. Sie kann abschrecken, ohne Waffen zu fetischisieren.

Darum geht es mir. Das Problem beginnt nicht mit der Existenz einer Armee. Es beginnt dort, wo Waffen emotional aufgeladen werden, wo Politiker vor ihnen posieren, wo Kampfjets Abenteuer versprechen, wo Marschflugkörper beinahe liebevoll angefasst werden, wo Rüstungsfabriken Hoffnungsträger der Wirtschaftspolitik werden, wo Milliarden für Waffensysteme mit einer Selbstverständlichkeit diskutiert werden, die bei Schulen, Krankenhäusern, Renten oder Pflege kaum vorstellbar wäre – und wo die Sprache des Krieges Stück für Stück in den gesellschaftlichen Alltag einsickert.

Das goldene Kalb verspricht Sicherheit

Vielleicht funktioniert die Metapher vom Goldenen Kalb deshalb so gut. Ein Götze muss nicht aus Gold bestehen. Ein Götze entsteht dort, wo einem Gegenstand eine beinahe magische Wirkung zugeschrieben wird: Mehr Waffen bringen mehr Sicherheit. Mehr Raketen bringen mehr Sicherheit. Mehr Kampfjets bringen mehr Sicherheit. Mehr Munition bringt mehr Sicherheit. Mehr Abschreckung bringt Frieden.

Das kann bis zu einem gewissen Punkt eine sicherheitspolitische Logik sein. Abschreckung hat historisch durchaus Kriege verhindert oder begrenzt. Ihre Befürworter verweisen insbesondere darauf, dass ein potenzieller Angreifer von einem Angriff absieht, wenn dessen Kosten unkalkulierbar hoch erscheinen. Nur ist daraus kein Naturgesetz abzuleiten.

Aufrüstung erzeugt auch Gegenrüstung. Bedrohungswahrnehmungen erzeugen Gegenbedrohungen. Militärische Planungen der einen Seite werden auf der anderen Seite nicht automatisch als defensive Maßnahmen wahrgenommen. Aus Abschreckung kann ein Sicherheitsdilemma entstehen: Jeder rüstet angeblich nur zu seiner eigenen Sicherheit auf – und am Ende fühlen sich alle unsicherer. Darüber sollte gesprochen werden, Herr Merz, Herr Macron, Herr Burnham und Frau von der Leyen!

Wo sind die Bilder der Diplomatie?

Ich hätte gerne andere Bilder: einen deutschen Außenminister, der strahlt, weil nach monatelangen Verhandlungen ein Waffenstillstand erreicht wurde. Einen Bundeskanzler, der begeistert einen Vertrag zur Rüstungskontrolle in den Händen hält. Einen französischen Präsidenten, der stolz verkündet, dass eine neue europäische Sicherheitsarchitektur einen Krieg unwahrscheinlicher macht. Politiker, die Friedensverhandlungen mit derselben Energie vorbereiten, mit der Rüstungsfabriken eröffnet werden. Diplomaten, die für Verhandlungen ebenso gefeiert werden wie Generäle für militärische Stärke.

Warum erscheinen solche Bilder inzwischen beinahe naiv? Vielleicht ist das die eigentlich beunruhigende Entwicklung. Nicht, dass Europa Waffen besitzt. Sondern dass Waffen wieder Faszination ausstrahlen dürfen.

Was ist mit der Gesellschaft geschehen?

Und damit komme ich zu der Frage, die mich bei den Bildern von Pistorius, Söder, Baerbock und Merz nicht loslässt: Was ist mit einer Gesellschaft geschehen, wenn der öffentliche Umgang mit Waffen immer unbekümmerter wird?

Deutschland kennt die Konsequenzen militärischer Hybris besser als kaum ein anderes Land. „Nie wieder Krieg“ war einmal keine sentimentale Floskel. Es war eine Lehre aus Millionen Toten, zerstörten Städten, verstümmelten Menschen und einer moralischen Katastrophe.

Verteidigungsfähigkeit und Friedensfähigkeit schließen sich nicht aus. Ein Staat darf sich schützen. Darüber muss nüchtern gesprochen werden können. Aber Nüchternheit ist etwas anderes als Begeisterung. Ein Marschflugkörper verdient keine Zärtlichkeit. Ein Kampfjet ist kein Spielzeug. Eine Munitionsfabrik ist kein Freizeitpark. Und Krieg ist kein Abenteuer.

Vielleicht würde Europa gut daran tun, gelegentlich vom Berg herunterzusteigen und sich anzusehen, worum inzwischen getanzt wird. Das Goldene Kalb steht längst mitten unter uns. Es trägt Namen wie Taurus, F-35, Eurofighter, Storm Shadow und SCALP.

Und während Politiker davor lächeln und Kameras klicken, gerät eine schlichte Erkenntnis leicht aus dem Blick: Waffen sind dafür gebaut, Menschen zu bedrohen, Dinge zu zerstören und im Krieg Menschen zu töten. Wer ihren Besitz aus Gründen der Verteidigung für notwendig hält, mag dafür Argumente haben.

Aber eine zivilisierte Gesellschaft sollte niemals anfangen, sie zu lieben.

Uwe Froschauer

Uwe Froschauer hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München Betriebswirtschaft studiert und abgeschlossen. Sein besonderes Interesse galt der Wirtschaftspsychologie. Er arbeitete als Unternehmensberater, gibt Seminare bei Berufsbildungsträgern, ist Autor mehrerer Bücher und betreibt den Blog wassersaege.com. Seine Leidenschaft für weltweite Reisen machte ihn sensibel für Kulturen und Probleme anderer Völker. Er ist naturverbunden und liebt Tiere und Pflanzen.
Mehr Beiträge von Uwe Froschauer →

Ähnliche Beiträge:

12 Kommentare

  1. Wir sind alles andere als eine zivilisierte Gesellschaft. Deutschland und Europa waren noch nie zivilisiert. Auf unserem Kontinent fanden schon seit jeher die schlimmsten Massaker und Kriege statt. Da dies nicht ausreichte exportierte man Massaker, Kriege und Versklavung nach Indien, Afrika, Australien, Amerika usw. Wenn die Europäer von irgendwelchen Menschenrechten und Demokratie faseln dreht sich mir der Magen um. Demokratie ist eine prima Rechtfertigung um Gesllschaften die eine andere Form des Zusammenlebens gewählt haben zu überfallen. Früher hat dafür das Christentum herhalten müssen, jetzt ist es die Plutokratie, die sich Demokratie schimpft.

  2. Herr Froschauer, wo verläuft der rote Faden ihres Artikels ?

    Geht es um das Konjunkturpaket, das Deutschland mit 35 Stück der amerikanischen F 35 für die USA geschnallt hat ?

    Geht es um die militärische Sinnlosigkeit,
    den Gegenwert einer Million Kamikazedrohnen in einer F 35
    zu versenken ?

    Geht es darum, dass die angebliche Stealthfähigkeit der F 35 durch moderne Koppelung von nieder-, und hochfrequenter Radartechnik der Chinesen quasi aufgehoben wurde ? Schließlich fallen die Dinger im Iran reihenweise vom Himmel.

    Geht es um die Backdoors im Flieger, über
    die die Amis den Flieger von außen steuern können ?

    Was möchten Sie den Lesern Neues erzählen ?

    Kennen Sie Monty Python, wo Mr. Anchovy, ein Betriebswirt/Buchhalter das Büro seines Betreuers beim Arbeitsamt betritt ?
    Die Geschichte ist kurz erzählt: Mr. Anchovy möchte auf Löwenbändiger umschulen und der Mann vom Amt rät ihm, es vorerst mit Nasenbären zu versuchen.

  3. Was die F-35 so gefährlich macht, das ist die Kombination von Tarnkappe (ihre Unsichtbarkeit für den Gegner) mit der Fähigkeit Atomwaffen zu transportieren. Denn wenn der Anflug für den Gegner nicht erkennbar ist, dann setzt er im Konfliktfall alles daran das Fluggerät bereits am Boden zu zerstören, sodass es gar nicht erst in die Luft abheben und für ihn gefährlich werden kann. Die vorgesehenen Stationierungsorte im Westen Deutschlands sind deshalb Angriffsziele ersten Ranges. Die Leute da sollten sich alles andere als sicher fühlen.

  4. Too long, didn’t read. Aber dass zB Telepolis eine Rubrik „Defense Tech“ unterhält und die ganz oben bewirbt (klar, Verteidigung) und exakt diesen Fetisch da auslebt (Lars Lange lässt grüßen), ist einfach Ekel erregend. Soviel zur „Kultur“.

    1. Und Telepolis ist nicht allein. Gerade eben hörte ich einen begeisterten Bericht über freiwillige Reservisten, die eine Übung der Bundeswehr mitmachen durften. Mal die Comfort Zone verlassen, bei 10° biwakieren und ein bisschen rumballern, aber nicht mit scharfer Munition. Schönes Abenteuer vom Staat bezahlt.

  5. Auch wenn besagter Interviewte von heute bei diesem Diesen verständlicherweise sich sehr zurückhielt, was er aber verlautbarte, nun denn … gestatten, das ganze Interview bzw. dessen Transscript, übersetzt auch noch (von deepl.com). Auf geht’s! Zu dem, zu was sich Bellizisten alles so zu versteigen glauben können! Frau Wonderlein, wunnebar!
    Withour any further comment! Dachte ich zu Anfang, dann war das ganze Konstrukt – im Ausgangsprogramm achteinhalbtausend Zeichen lang – in der Kommentarbox auf neueinhalbtaausend aufgeblasen. Nun gut, Sendeknopf betätigt, und siehe da – auf der Reise nach OM flugs auf 11.579 angewachsen. Weshalb ich jetzt mehrere. Absatz gegen Ende zu
    Streichen hatte. Werde eine zweite 10.000er Tranche opfern und für den Rest verbraten. Versprochen, wenn überhaupt die erste durchgehen sollte.

    „Herzlich willkommen zurück, liebe Zuschauer. Heute ist Präsident VáclavKlaus bei uns zu Gast, der als erster Ministerpräsident der Tschechischen Republik und anschließend als zweiter Präsident der Tschechischen Republik amtierte. Vielen Dank, dass Sie wieder bei uns zu Gast sind, Herr Klaus. Es freut mich sehr, Sie zu sehen. Meine Frage an Sie bezog sich auf die Rede der EU- Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die im Rahmen der sogenannten „Rede zur Lage der Union“ gehalten wurde und auf die Sie mit einem sehr kritischen Artikel reagiert haben. Ich wollte wissen, worauf sich Ihre Hauptkritik an ihrer Rede bezog.
    Also, guten Morgen. Sehr gut. Vielen Dank für Ihren Anruf. Sie sagten „neue Präsidentin“. Frau von der Leyen ist keine neue Präsidentin. Sie ist seit 2019 im Amt. Aber in ihrer Rede vom vergangenen Mittwoch tut sie so, als würde sie neu anfangen, als wäre in der Vergangenheit nichts geschehen, aber sie ist für die Entwicklungen in der Europäischen Union in den letzten sechs Jahren verantwortlich und wird wahrscheinlich auch in Zukunft in dieser Position bleiben. Es gibt also nichts Neues. Es ist die Fortsetzung eines falschen Kurses. Hinzu kommt eine sehr aggressive und arrogante Rede, die ich wirklich nicht ausstehen kann.
    Das hat mich daher dazu motiviert, eine Rede zu verfassen, einen Kommentar zu schreiben, der gerade auf verschiedenen Portalen und in Zeitungen veröffentlicht wurde. Ich bin also bereit, darüber zu sprechen. Jo, einer der Punkte, an denen du Kritik übst, war ihre Wortwahl. Das heißt, sie argumentierte, dass unsere Demokratien von – wie sie es nannte – Lakaien und Marionetten autoritärer Regime demontiert werden. Auch hier bringst du diese Art von Rhetorik oft mit deiner Zeit unter dem Kommunismus in Verbindung. Ich habe 40 Jahre meines Lebens, also fast die Hälfte meines Lebens, in der kommunistischen Ära verbracht; daher reagieren wir sensibel, vielleicht sogar überempfindlich, auf solche Formulierungen, denn genau das haben ich und wir damals in den Radioansprachen gehört, in denen vom amerika-nischen Imperialismus, von Heuschrecken und Marionetten in den Händen des amerikanischen Imperialismus die Rede war.
    Das nun nach fast 40 Jahren seit dem Fall des Kommunismus wieder zu hören, ist wirklich tragisch. Vielleicht sind wir überempfindlich, aber das ist wahrscheinlich gerechtfertigt. Wir haben Jahrzehnte im Kommunismus verbracht, daher können wir überempfindlich sein. Sie haben auch etwas erwähnt, nämlich eine Äußerung von Ihnen, dass Kanada der Weg geebnet werden solle, das erste assoziierte Mitglied der EU zu werden. Sowohl Sie als auch andere haben darauf reagiert.Natürlich hat der US-Präsident sehr radikal darauf reagiert und gesagt, dass das natürlich eine wirklich lächerliche und feindselige Idee sei.
    Tatsächlich haben wir jahrelang über die EU diskutiert, und ich weiß, dass es in Europa keine Institution einer assoziierten Mitgliedschaft gibt. Diese wurde von den europäischen Mitgliedstaaten abgelehnt. Und natürlich hat die Europäische Kommission hat vor etwa acht Jahren in einem Memo versucht, diese Idee vorzubringen, aber sie wurde abgelehnt. Doch nun verkündet sie, Frau von der Leyen, es, als wäre es eine ganz normale Idee – ein assoziiertes Mitglied zu haben. Das zeigt also, dass sie den Menschen in Europa, in den EU-Mitgliedstaaten, keine Beachtungschenkt.
    Nun, wie Sie bereits angemerkt haben, ist sie seit 2019 Kommissionspräsidentin, sie ist also keine Neue. Aber sie beklagt sich über die Bürokratie und die Notwendigkeit, die europäische Wirtschaft anzukurbeln. Wäre das nicht in gewisser Weise ein Hinweis auf ihre eigene Leistung?
    Das ist ein weiterer wichtiger Punkt. Sie erlaubt es sich, die Bürokratie in der EU zu kritisieren. Das ist ein Witz, denn sie führt eine bürokratische Vorschrift nach der anderen, eine bürokratische Institution nach der anderen ein. Jeden Tag gibt es etwas Neues, und das zeigt, dass sie nichts versteht. Aber mein Punkt ist, dass eine weitere Erfahrung aus meiner Zeit als Kommunist lautet: in der kommunistischen Ära alles verboten war. Das Einzige, was erlaubt war, war, die Bürokratie zu kritisieren, denn selbst das System hielt sie für etwas Falsches. Natürlich ist Bürokratie das Ergebnis eines Systems und nicht etwas, das dem System zusätzlich hinzukommt. Daher ist Bürokratie in meinen Augen ein definierender Bestandteil der Institution namensEuropäische Union.
    Wenn sie sie also kritisiert, ist das ein Witz. Es ist keine ernst gemeinte Aussage. Ein weiteres Thema in Ihrem Artikel waren jedoch ihreAussagen, dass Russland uns von den Gaslieferanten abgeschnitten habe. Und ich denke, das ist – falls Sie sich darüber Gedanken gemacht haben –, denn ein riesiges Problem für die Europäer scheinen derzeit die
    Energiepreise zu sein. Ich meine, das führt zu einer Deindustrialisierung. Wie sehen Sie das? Nun, ich vermute, ihre Äußerungen stehen auch im Zusammenhang mit den energiepolitischen Herausforderungen, mit denen wir hier derzeitkonfrontiert sind.

    Nun, wahrscheinlich weiß sie, was vor sich geht, aber sie tut so, als wüsste sie es nicht, denn zu sagen, Russland habe uns von den Gaslieferungen abgeschnitten – das ist ein Witz. Das ist keine ernst gemeinte Aussage. Wir haben es selbst getan. Es wareine europäische Entscheidung. Natürlich in meinen Augen eine falsche Entscheidung. Aber auf jeden Fall unsere Entscheidung, die Entscheidung der EU, nicht die Russlands. Russland wäre absolut glücklich darüber, Gas an die europäischen Kunden zu liefern und das Geld dafür zu bekommen. Russland hat uns also nicht davon abgeschnitten, und dass Frau von der Leyen das sogar erwähnt hat, ist für mich fast unverständlich, unglaublich. Sie macht auch diese Äußerungen darüber, die Zukunft wieder selbst in die Hand zu nehmen. Ich fand das interessant, weil es eine Aussage überIhre Rolle ist, aber anscheinend sagt es auch etwas über das Verhältnis zwischen der EU und den europäischen Nationen sowie Europa als Kontinent aus. Ich fand das ziemlich interessant. Frau von der Leyen ersetzt ständig das Wort „Europa“ durch das Wort „Europäische Union“. Das ist etwas, was ich nicht ausstehen kann, womit ich nicht leben kann. Natürlich wissen wir, dass Europa ein Kontinent ist, der dauerhaft existiert, während die Europäische Union eine von Menschen geschaffene Institution ist. Sie gibt also ständig vor, im Namen
    Europas zu sprechen.
    Ich glaube nicht, dass man so etwas sagen darf. Aber damit steht sie nicht allein da. Das ist eine typische Haltung, die in Brüssel fast täglich an den Tag gelegt wird, aber ich kann sie nicht akzeptieren. Ich erinnere mich, als wir der Europäischen Union beitraten, besuchte ich die europäischen Länder, und alle sagten mir: alle Präsidenten und Ministerpräsidenten sagten mir: „Auf nach Europa.“ Und ich sagte: „Entschuldigung, wir gehören schon seit Jahr- hunderten zu Europa, schon immer. Was sich geändert hat, war der Beitritt zur Europäischen Union.“ Aber die Leute, die Brüsseler, die „Homo Bruxellarum“, wie ich sie manchmal nenne, wissen Sie, sie glauben, sieseien Europa, aber das sind sie nicht.

    Abbruch … Rest folgt in Kürze

    Tja, die Luft wird vielleicht doch langsam dünner für unsere Bellizisten und ihren Lug, Trug und Niedertracht …

    1. Fortsetzung folgt, stante pede! Schneller als gedacht!

      Nun, in den 90er- und 2000er-Jahren gab es viele Diskussionen darüber, weil die Briten immer wieder darauf hinwiesen: Was ist Europa? Ist es die Machtkonzentration in Brüssel oder ist es der Nationalstaat? Denn sie sagten: „Nun, der Nationalstaat ist Europa.“ Und dann gibt es andere Länder wie Russland, die sagen: „Nun, wir sind das größte Land inEuropa, aber wir sind das einzige, das nicht Teil eures Europas ist.“ Das führt also zu vielen konzeptionellen Problemen. Was Russland betrifft –denn das ist, wie wir im Laufe der Zeit gesehen haben, mittlerweile ein zentrales Thema –, habe ich beobachtet, dass der derzeitige Ministerpräsident der Tschechischen Republik, Andrej Babiš, davor gewarnt hat, dass wir mehr über Frieden sprechen sollten, und auch Ihr Kollege in der Slowakei, der slowakische Ministerpräsident RobertFizzo, war besorgt darüber, dass europäische Politiker oft rhetorisch vorgehen. Sehen Sie die Lage als bedrohlich an?
      Nun, das tue ich tatsächlich, insbesondere angesichts der neuen Haltung von Bundeskanzler Meretz in Deutschland. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Angst – und das ist schon ein langes Leben. Ich wurde während des Zweiten Weltkriegs geboren, aber zum ersten Mal in meinem Erwachsenenleben habe ich Angst vor einem Krieg. Wenn ich die europäische Rhetorik sehe, insbesondere die von Bundeskanzler Merz, bekomme ich Angst. Deshalb unterstütze ich
      Ministerpräsident Babiš, wenn er dazu in der Lage ist, Nein dazu zu sagen. Und vor allem der slowakische Ministerpräsident und Ministerpräsident Fico haben gestern einen sehr guten Punkt angesprochen. Ich stimme also beiden zu. Ich hatte dazu nur noch eine weitere Frage, denn ich habe einige Freunde im EU-Parlament, die mir gegenüber anmerken, dass viele in der EU wirklich dachten, sie würden den Krieg gegen Russland gewinnen, und nun ein wenig in Panik geraten, da dies offenbar nicht mehr der Fall ist.
      Warum, glauben Sie, hören wir diese Rhetorik von Leuten wie Merz? Sie sind hoffnungslos, denn wenn man sich noch einmal die Ergebnisse der gestrigen Wahlen in Deutschland ansieht – in einem Teil Deutschlands, im Norden, in Pommern und Mecklenburg –, dann hat die Partei von Herrn Merz, die jahrzehntelang die führende Partei in Deutschland war, in diesem Teil Deutschlands nur 5 % der Stimmen erhalten. Diese scharfe Rhetorik ist also meist ein Zeichen für mangelnde Unterstützung im eigenen Land, und sie versuchen, das zu ändern, indem sie in der internationalen Politik scharfe Reden halten, und das ist – ja, ich glaube, die neuesten Zahlen, die eingegangen sind, besagen 4,9 % – dasist also ein völliger Einbruch, während die AfD in Mecklenburg- Vorpommern den ersten Platz belegte. Ähnliche Zahlen, nun ja, diese waren sogar noch schlechter als … Aber Merz sagt, er werde standhaft und geduldig bleiben, was so klingt, als würden wir nichts ändern. Aber ich wollte fragen, weil das ein bisschen mit dem zusammenhängt, was Siein dem Artikel geschrieben haben – genau wie unsere letzte Frage: Wanderlein sagte nämlich, wir müssten uns vor undemokratischen Kräften schützen, bei denen es sich offenbar um diejenigen handelt, die jetzt die Wahlen gewinnen, und wir müssten ein Zentrum für demokratische Resilienz einrichten. Sie haben Erfahrungen aus der kommunistischen
      Ära.
      Was bedeutet das? Solche Institutionen sind wirklich verrückt, künstlich, und wir wissen, dass sie nichts ändern werden. Frau von der Leyen hat mehrere solcher Institutionen vorgeschlagen. Sie erwähnte, dass sie die„European Critical Raw Materials Corporation“ gründen. Das soll das Problem lösen, dass es in Europa keine Vorkommen solcher Rohstoffe gibt – indem man eine Gesellschaft gründet. Das ist keine Lösung. Das zeigt wirklich den hoffnungslosen Versuch, so
      zu tun, als würden sie arbeiten und Entscheidungen treffen. Das Zentrum für demokratische Resilienz ist ein Witz. Das ist keine ernstzunehmendeAussage.
      Ich weiß, dass Sie einen sehr arbeitsreichen Tag vor sich haben, daher weiß ich es zu schätzen, dass Sie sich Zeit für mich genommen haben. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Vielen Dank.
      Vielen Dank. Danke. Auf Wiedersehen.

  6. Moin,

    „Im Bundestag erklärte er (Pistorius) 2024: „Wir müssen bis 2029 kriegstüchtig sein“ und fügte hinzu, Deutschland müsse abschrecken, „um zu verhindern, dass es zum Äußersten kommt.“

    Korrigieren Sie mich gern, aber ist gemäß Grundgesetz die Bundeswehr nicht eine Verteidigungsarmee?

    „Diese Waffe muss zum Einsatz kommen.“

    Man sollte diesen Satz einen Moment stehen lassen. Nicht: Diese Waffe muss verfügbar sein. Nicht: Diese Waffe dient der Abschreckung. Nicht: Hoffentlich muss sie niemals eingesetzt werden. „Diese Waffe muss zum Einsatz kommen.“

    Aus der inzwischen offensichtlich korporatistisch-protofaschistischen Argumentation heraus, ist der Satz vollkommen richtig, denn erst wenn MBDA ganz offiziell den Aufkleber „battle tested“ auf ihre Taurus kleben darf, kann das „neue Produkt“ ein wirklicher Blockbuster werden…..

    Die Klärung, inwiefern die Äußerungen der deutschen Politiker dazu taugen, dass friedliche Zusammenleben der Völker zu fördern, wird in absehbarer Zeit hoffentlich die Aufgabe von deutschen Gerichten sein…..

  7. Es geht nicht um Verteidigung. Es geht um einen Angriffskrieg. Den die NATO bereits 1999 begann. Die Feinde (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) sind Russland, Iran, Nord-Korea und China. Serbien, Irak, Lybien und Syrien wurden bereits abgewickelt.

    Der F-35 wird eine Einsatzfähigkeit von 44 Prozent nachgesagt. Ob das fehlende Radar mittlerweile enthalten ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber die Branche boomt, wir steigern das Bruttosozialprodukt. Darum geht es. Wir verschwenden knappe Ressourcen auf Mordwerkzeuge, die keiner braucht. Nachhaltig war gestern. Obwohl, genau besehen, nachhaltig war noch nie.

    Da sind Kriminelle am Werk, anders kann man das nicht benennen.

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen