Waffen aus dem Westen lassen den Krieg in der Ukraine eskalieren

Ukrainische Propaganda

Ukrainische Truppen greifen vermehrt militärische und zivile Ziele an, der russische Verteidigungsminister Shoigu ordnete an, die Raketen- und Artillerieangriffe zu unterbinden. Die Handschuhe werden ausgezogen.

Die russischen Streitkräfte haben trotz oder wegen der angeblichen Ruhepause nach der Einnahme von Lyssytschansk und Sjewjerodonezk, den beiden letzten Städte in der Region Lugansk, die Artillerieangriffe im Donbass fortgesetzt und zudem Raketenangriffe auf angeblich militärische Ziele in ganz Ukraine verstärkt. Das geschieht vermutlich in Reaktion auf die zunehmenden Artillerie- und Raketenangriffe der ukrainischen Truppen auf die besetzten Gebiete, denen ebenso wie bei den russischen Angriffen Zivilisten zum Opfer fallen. Vermehrt werden auch Waffenlager und militärische Einrichtungen hinter der Front getroffen, was vor allem auf den Einsatz der westlichen Haubitzen, Mehrfachraketenwerfer und amerikanischer HIMARS-Artilleriesysteme mit einer Reichweite von 80 km zurückgeführt wird.

Russland bereitet Offensiven auf die Region Donezk vor, dabei geht es vor allem um die Städte Kramatorsk und Sloviansk, während im Süden in den besetzen Gebieten versucht wird, Behörden zu installieren und für die Verbliebenen ein normales Leben zu ermöglichen, vor allem aber arbeitet man daran, russische Pässe auszugeben und Referenden durchzuführen, um die Gebiete in die Russische Föderation aufzunehmen. Was bei der Krim 2014 noch eine rechtfertigende Bedeutung hatte, da es dort keine Massenflucht und keinen Krieg gab, ist in den besetzten Gebieten anders, da nur noch ein wahrscheinlich eher Russland zugeneigter Teil geblieben ist. Von einer Mehrheit wird man dann schlecht sprechen können, sollte eine solche die Sezession von der Ukraine und den Anschluss an Russland befürworten.

Die verstärkten russischen Raketenangriffe scheinen zu belegen, dass den Truppen noch nicht die Präzisionsraketen ausgehen, wie im Westen gemutmaßt oder gehofft wurde. Aber sie dürften auch dafür sprechen, dass die Sorge wächst, dass die Ukraine mit den schweren Waffen aus dem Westen, mit denen sich Ziele in größerer Entfernung mit höhere Genauigkeit treffen lassen, einen militärischen Vorteil erringen könnten. Nach Anton Geraschenko, Berater des ukrainischen Innenministers, sollen angeblich die russischen Raketenabwehrsysteme nicht in der Lage sein, HIMARS-Raketen abzuschießen. Das muss man nicht glauben, aber es könnte sein, dass nicht alle Raketen, die schnell hintereinander abgefeuert werden können, abgefangen werden können.

Wenig verwunderlich also, dass Verteidigungsminister Sergeij Shoigu gestern den Militärverbänden im Süden und im Zentrum befahl, dem ukrainischen Militär zu verwehren, Städte im Donbass und anderen Regionen, wohl auch in Russland, „massiven Raketen- und Artillerieangriffen auf die zivile Infrastruktur“  auszusetzen. Es geht natürlich nicht nur um zivile Ziele, sondern auch um militärische, da die Angriffe auf Waffenlager die Logistik stören und  Artillerieüberlegenheit gegenüber der Ukraine mindern könnten. Im Vordergrund wird die Zerstörung der mobilen HIMARS-Systeme stehen, für die bislang Raketen mit einer Reichweite von 80 km geliefert wurden.

Kiew fordert die US-Regierung auf, die Raketen mit einer Reichweite von 300 km der Ukraine zu übergeben. Bislang hat Washington gezögert, weil damit auch Ziele in Russland angegriffen werden können, was die USA für Russland endgültig zur Kriegspartei werden lassen könnte. Joe Biden wird vor den Midterm-Wahlen, bei denen die Republikaner die Mehrheit im Senat und Repräsentantenhaus gewinnen könnten, wohl kaum riskieren, amerikanische Soldaten in der Ukraine gegen Russland einzusetzen und sterben zu lassen, auch wenn verdeckt Militärs und Geheimdienstmitarbeiter nach der New York Times weiterhin in der Ukraine tätig sind.

Gerade hatte der ukrainische Verteidigungsminister Reznikow noch beteuert, keine Ziele in Russland mit HIMARS angreifen zu wollen. Jetzt erklärt der ukrainische Militärgeheimdienst GUR, dass militärische Ziele auch auf der Krim mit HIMARS und M270-Mehrfachraketenwerfer angegriffen werden können, um die Sicherheit der Ukraine zu gewährleisten, da über die Halbinsel die Waffen aus Russland in den Süden der Ukraine transportiert werden und die Schwarzmeerflotte auf Ziele in der Ukraine feuert.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte vor kurzem schon mal angedeutet, dass man bislang nur mit Handschuhen Krieg geführt habe, jetzt dürfte nach der Ankündigung Shoigus ganz Ukraine zum Kriegsziel werden. Vermutlich werden auch die Munitions- und Waffenlager sowie die Wege, über die Waffen aus dem Westen in der Ukraine trasportiert werde, verstärkt bombardiert werden. Möglicherweise wird beim Raketenbeschuss auch noch weniger Rücksicht auf „Kollateralschaden“ genommen. Das könnte auch der Grund sein, warum die US-Botschaft in der Ukraine amerikanische Bürger aufgefordert hat, umgehend das Land zu verlassen.

Die westliche Waffenhilfe hat, wie von vielen prophezeit, den Krieg weiter eskalieren lassen und die trügerische Hoffnung auf einen Sieg der Ukraine befördert, ohne den Krieg beenden zu können oder die Aussicht darauf zu haben. Dafür wurde und wird eine realistische Friedenslösung weiter verschleppt, was letztlich dem ukrainischen Staat, ganz zu schweigen von den ukrainischen Bürgern, immer größeren Schaden zufügen wird. Der ukrainische Präsident Selenskij kennt natürlich die Lage, weit entfernt davon zu sein, die besetzten Gebiete einschließlich der Krim zurückerobern zu können.

In seiner letzten Videobotschaft appelliert er, auch weiterhin einig zu sein, wohl wissend, dass sowohl in der Ukraine als auch in den Unterstützerstaaten allmählich das Vertrauen schwindet und die Kosten des Kriegs gesehen werden. Er nährt weiter die Hoffnung, dass die Ukraine schrittweise die Russen zurückdrängen könne und die Aufrechterhaltung des Staates gesichert sei, obgleich dazu monatlich neun Milliarden Dollar erforderlich wären, die die Unterstützerstaaten aber nicht zur Verfügung stellen und sowieso zunehmend weniger für den Pleitestaat ausgeben.

Selenskij beschwört die „interne Einheit“, die aber allmählich Risse erhält. Obgleich die nationalen Fernsehsender die von der Regierung diktierten Nachrichten ausstrahlen müssen, scheint man Sorge zu haben, dass nicht genehme Informationen zu den Bürgern vordringen und den Kampfeswillen beeinträchtigen könnten: „Manchmal können Medienwaffen mehr bewirken als konventionelle Waffen. Es liegt auf der Hand, dass es den Raketen und der Artillerie Russlands nicht gelingen wird, unsere Einigkeit zu brechen und uns von unserem Weg abzubringen. Und es sollte ebenso offensichtlich sein, dass die ukrainische Einheit nicht durch Lügen oder Einschüchterung, gefälschte Informationen oder Verschwörungstheorien gebrochen werden kann.“ Das klingt schon sehr verzweifelt nach Durchhalteparolen, auch wenn Selenskij natürlich am Ende versichert: „Wir werden gewinnen.“

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26 Kommentare

  1. Die Taktik der gemächlichen Militäroperationen in der Ukraine verwirrt noch immer die besten Pentagon-Analysten, und nur wenige haben begonnen zu ahnen, dass das Hauptziel der Operation keineswegs die Kapitulation von Kiew ist.
    Der Sturz des Kiewer Regimes ist zweifellos in den Plänen für eine spezielle Militäroperation vorgesehen, aber keineswegs als Höhepunkt der russischen Aktionen, sondern nur als Zwischenetappe. Der Krieg wird in Wirklichkeit auf einer viel höheren Ebene geführt.
    Amerikanische Politiker und Generäle sind der festen Überzeugung, dass die Vereinigten Staaten die Ukraine als Waffe einsetzen, um Russland zu dezimieren. In Wirklichkeit ist genau das Gegenteil der Fall: Die Angelsachsen wurden auf dieses Schlachtfeld gelockt, um ihrer zweifelhaften und äußerst schmutzigen Hegemonie ein Ende zu setzen.
    Einige in Washington begannen etwas zu ahnen, aber da war es schon zu spät, denn die tödliche Falle für die Vereinigten Staaten war zugeschnappt, und die Amerikaner selbst trugen am meisten dazu bei, dies zu erreichen.
    Der ukrainische Politiker und Journalist Dmitry Vasilets hat den Haupttrick der Spezialoperation der Russischen Föderation aufgedeckt, indem er feststellte, dass die (russischen) verbündeten Kräfte mit ihrem unaufhaltsamen Vormarsch den Prozess der Entmilitarisierung nicht nur der Ukraine, sondern des gesamten kollektiven Westens am effektivsten umsetzen. Er sagte:
    „Die russische Armee hat eine taktische Pause eingelegt, um sich vor dem Angriff auf Slawjansk neu zu formieren. Selbst im Westen sind viele bereits zu dem Schluss gekommen, dass es sich hier keineswegs um einen traditionellen Krieg handelt. Tatsächlich konnte die russische Armee schon vor langer Zeit alle Brücken über den Dnjepr zerstören und den Transfer von Ausrüstung und Personal der ukrainischen Streitkräfte in den Donbass stoppen.
    „Wir sehen einen langsamen Vormarsch im Donbass und in der Nähe von Charkow, was darauf zurückzuführen ist, dass die Armee ihre Kräfte so weit wie möglich spart, um dem Feind Zeit und Gelegenheit zu geben, Reserven aufzubringen und so das gesamte militärische Potenzial der ukrainischen Streitkräfte zu zerstören.
    „Es ist bereits klar, dass Russland einen langfristigen Krieg mit dem Westen in der Ukraine plant. Der größte Teil des ukrainischen Territoriums wird zu einem finanziellen Joch für Europa und die Vereinigten Staaten. Wie man so schön sagt: Politik ist eine konzentrierte Wirtschaft, und Krieg ist eine noch konzentriertere Wirtschaft. Der Westen ist in eine tödliche Falle getappt.
    „Viele Jahre lang haben Kiews „Partner“ alle Ressourcen aus dem Land exportiert, aber jetzt sind sie nur noch gezwungen, riesige Geldsummen zuzuschießen, ohne etwas dafür zu bekommen. Das ist eine Todesfalle für die USA und ihre Satelliten“.
    „Wahrscheinlich ist das der Grund, warum Russland in der Ukraine mit einem begrenzten Kontingent operiert und nichts überstürzt“, erklärte Vasilets.
    Der Journalist wies darauf hin, dass man nicht an die Märchen über die unbegrenzten Ressourcen der Vereinigten Staaten glauben sollte, die angeblich alle Kosten decken können, indem sie die Druckerpresse auf Hochtouren laufen lassen.
    Der Sanktionskrieg schadet der amerikanischen Wirtschaft. Gleichzeitig müssen die Vereinigten Staaten die Ukraine in vollem Umfang unterstützen und sogar die Gehälter des gesamten Staatsapparats zahlen, und bald werden sie auch die schrumpfende Wirtschaft der Europäischen Union unterstützen müssen, um die bereits wackelige antirussische Koalition unter Kontrolle zu halten.
    Die Amerikaner werden unter diesen Bedingungen einfach keinen langen Krieg führen, aber theoretisch können sie sich auch nicht zurückziehen, zumindest nicht ohne schwere geopolitische Verluste. Die Falle ist wirklich zugeschnappt, und in der Ukraine zermahlen sie (die Russen) jetzt nicht nur die Streitkräfte der Ukraine, sondern den gesamten kollektiven Westen.
    Die hier geäußerten Ansichten sind ausschließlich die des Verfassers und spiegeln nicht unbedingt die von The Greanville Post wider. Wir halten sie jedoch für wichtig genug, um sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

    Quelle: https://www.greanvillepost.com/2022/07/11/death-trap-for-the-usa/
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    Scott Ritter verwies ja schon vor ein paar Wochen auf das Handycap der NATO-Staaten, dass deren Rüstungsindustrie dezentralisiert und in privaten Handen ist. D.h., dass in Friedenszeiten diese Industrie nur auf Schmalspur fährt. Von den Yavelin produziert man im Jahr zur Zeit 2200 Stück, soll in den nächsten Jahren auf 4000 Stk aufgestockt werden, aber angeblich verschießt die Ukraine in der Woche 500 Yavelin. So lange lagerbar auf Grund der Akkuproblematik ist die Yavelin auch nicht. In den amerikanischen Beständen sollen die Löcher schon nach nicht einmal einen halben Jahr Krieg eines „Nichtverbündeten“ recht groß sein. Die Franzosen produzieren im Jahr 8 Caesar. Wie lange halten diese in der Ukraine bei angezogener Handbremse der Russen aber absolute Luftüberlegenheit durch, 3 Monate oder 4 Monate? Dann sind alle vernichtet inklusive Besatzung. Bei der Produktion der Granaten sieht es auch nicht besser aus, noch schlimmer bei Präzisionsmunition. Die NATO und die Industrie der angeschlossenen Länder ist auf einen längeren resourcennfressenden Konflikt nicht eingestellt. Und die Industrie, welche man benötigt, kann man nicht so einfach hochfahren. Früher war genau diese Waffenproduzenten in Rust Belt angesiedelt. Heute gibt es diese Fabriken nicht mehr, es fehlen auch die Facharbeiter und das Knowhow, denn die Produktion ist extrem spezialisiert. Hinzu kommt die scheinbare Fehleinschätzung der westlichen Geheimdienste über die Anzahl der russischen Präzisionsraketen. So viele Präzissionraketen, wie Russland bereits verschossen hat, hätte RF gar nicht haben dürfen. Auch wenn diese Hyperschallraketen gerade parallel zu der Spezialoperation produziert werden, haben sich die westl Geheimdienste total verkalkuliert. NATO-Militär erschreckt sich gerade einbisschen, über ihre eigene Fehleinschätzung.

    Über die menschlichen Ressourcen der Ukraine und den Faktor Zeit für eine vernünftige Ausbildung möchte ich nicht spekulieren.

    „Die Regierung Biden hat mehr Geld in die Ukraine geschickt, als in den ersten fünf Jahren des Krieges gegen den Terrorismus in Afghanistan ausgegeben wurde“, heißt es in einem am Mittwoch in der US-Publikation Law Enforcement Today (LET) erschienenen Artikel mit dieser Überschrift.
    Der Autor der Veröffentlichung stellt fest, dass die Ukraine in nur fünf Monaten des Kampfes so viel Geld (7,4 Milliarden Dollar) erhalten hat, wie in den fünf Jahren der Terrorismusbekämpfung in Afghanistan von 2001 bis 2006 ausgegeben wurde.
    Der Gesamtwert aller angekündigten Hilfspakete für die Ukraine beläuft sich jedoch auf 63 Milliarden Dollar, also 190 Dollar. Für jeden Amerikaner entspricht das zwei Tankfüllungen für ein Auto, schreibt die Free Press.

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    1. Offensichtlich hat Russland eher auf einen schnellen Sieg gehofft mit dem Versuch Kiev zu stürmen.
      Der zermürbende Krieg der es jetzt geworden ist ist sicher nicht gewollt und kostet Russland eine Menge Ressourcen und Tote.
      Die Vorstellung das Russland dieses Massaker geplant hat und mit Absicht anstrebt um den Westen zu schädigen halte ich für eine West zentrierte Sicht der Dinge. Statt die eigene Dummheit einzugestehen ist Russland mal wieder schuld.

      1. Es gibt einige Leute die das westliche Narativ anzweifeln, das „Putin“ Kiew erobern wollte.

        Denken Sie mal bitte kurz über die Frage nach, warum schickt das RF-Militär 25000 Soldaten los, um Kiew und die Umgebung mit mehreren Millionen Bewohnern los und nach Mariopol aber 45000 plus Einsatzkräfte der DVR? Ich denke nicht, dass die oberste Priorität in der Eroberung von Kiew lag.

        Ich könnte ihnen dazu empfehlen sich mal in das Forum von Moon of Alabam (gerade ältere Beiträge) hinein zu lesen, da hören sie ganz neue Aspekte, worüber hier in Europa gar nichts geschrieben steht.

    2. Da das Kriegsziel der USA, die diesen Krieg ja seit 14 Jahren mit Milliarden Dollar vorbereitet und dann ausgelöst haben, die Schwächung Russlands ist, werden sie vor einem tatsächlichen Einmarsch der Russen in die Ukraine, möglicherweise aus Kosten-Gründen Verhandlungen anbieten. FALLS der Inhalt deines Kommentars wahr ist.
      Ich persönlich ziehe es ja vor Berichten beider Seiten gleich wenig Glauben zu schenken. Informationen sind ja prinzipiell ein Mittel der Kriegsführung und unterliegen wie so vieles keinerlei Regeln.

      Die Frage ist eher, wie weit denken die USA gehen zu können, bevor Putin keine Lust mehr hat, diesen amerikanischen Krieg weiterhin auf „seinem“ Territorium stattfinden zu lassen. Russland hat bei dieser Frage, im Gegensatz zu zB Afghanistan oder dem Iraq, ja eine Wahl! Allerdings weiss auch Putin, dass die Kriegsführungen der USA (leider) auf einem extrem hohen Niveau durchdacht sind. Und an deren Verhalten, nicht an Bidens Worten, kann man die Zukunft ein wenig einordnen.

      Alles andere ist reinste Spekulation, die auf massiven Wissens Lücken aufgebaut ist.

  2. Das ist alles so bitter und erbärmlich was diese unsere Seite anstellt, um die vermeintlichen „Westlichen Werte“ mit dem Tod, dem Elend, dem unsäglichen Leid dieser Menschen, sich anmasst zu verteidigen, schlimm, wirklich schlimm sowas. Abartig und Wiederlich. Und als Bürger dieser Republik Deutschland fühle ich mich massiv von der Regierung verraten.

    1. Es bricht eine Illusion, dass die Regierung des Volkes Interessen vertreten würde. Kann mir nicht passieren, Dank Marx.

      1. Welch ein Unsinn. KEINE Regierung vertritt die Interessen ihre Volkes. Auch sich marxistische Nennende nicht.

        Davon steht aber nichts bei Marx, oder?

  3. Der Krieg dauert schon viel zu lange, er hätte bei der Luftüberlegenheit lange beendet sein müssen. Ich kann mir die russische Strategie nur so erklären, das er möglichst lange dauern soll, damit sich das westliche System nicht nur durch seine eigenen Sanktionen zerstört, sondern auch seine letzten Reserven für militärische Zwecke verschwendet. Der Westen ist also in die Falle gegangen und Russland gewinnt den Krieg gegen die NATO, ohne dabei einen Krieg gegen die NATO zu führen. Putin ist ein Genie.

    1. Diesen Gedanke, dass die softe Vorgehensweise der Russen gefährlich sein könnte, habe ich zum ersten Mal bei McGregor vernommen. Damals interpretierte ich diese Aussage in Bezug auf die Russen, ermuntert es doch die Kriegstreiber sich zu engagieren, weil man glaubt, man hätte eine Siegchance. Tatsächlich ist diese Gefahr aber beidseitig, was wir allmählich erkennen. Allerdings vermute ich, dass die Russen wirklich nicht viel Schaden anrichten wollten und die Situation unterschätzt haben.

      Putin ist darum wohl doch kein Genie – aber die Europäer sind die Obertrottel. Wir stellen
      1.) das Schlachtfeld – auch für eine mögliche nukleare Eskalation
      2.) wir zerstören mit den Sanktionen unser Wirtschafts- und Wohlstandmodell – nicht nur vorübergehend, sondern „für immer“(Baerbock), was erhebliche gesellschaftliche Spannungen hervorrufen wird. Und auch die Amerikaner schädigen wird, weil die hohen Preise für das Fracking-Gas werden wir nicht lange zahlen können.
      3.) Verpflichten wir uns gewaltig aufzurüsten, was die Haushalte noch weiter aus dem Gleichgewicht bringen wird
      4.) müssen wir den Pleitestaat Ukraine mit 40 Millionen Einwohnern nun wieder aufbauen und durchfüttern, während die Restukraine mit den Gebieten, die für 85% des ukrainischen BIP stehen, an Russland geht.

      1. 40 Millionen Einwohner, das ist eigentlich nicht mehr aktuell. Das ist eine Zahl die schon vor mehr als 10 Jahren ermittelt wurde. Noch vor dem Maidan, dem Bürgerkrieg, Verlust der Krim und der Kontrolle über die Ostukraine. Alleine die Krim hat 2 Millionen. Donbass 4 Millionen. Nach dem Maidan und Ausbruch des Bürgerkrieges und später dem Beginn der Russischen Intervention haben viele Ukrainer das Land verlassen. Niemand weiß wie viele es heute noch geblieben sind aber definitiv viel weniger. Vielleicht 30 Millionen und das ist noch optimistisch geschätzt, eher weniger.

      2. Von „Genie“ in dem Kontext kann keine Rede sein, das sind Staatsführer wie alle anderen auch, formell gewählt oder wie auch immer ins Amt gehoben. Was sie machen ist Politik mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Gehen dabei Interessen zu Bruch, gehen sie aufeinander los. Erkennbar sind vielleicht graduelle Unterschiede in der Vorgehens- oder Umgangsweise – das Prinzip bleibt gleich.
        „Obertrottel“ ist dasselbe in Grün. Erstmal teilt EU den Nato-Standpunkt, Russland muss man im Zaun halten am besten grundlegend schwächen (Entwaffnen geht nicht wegen Nuklearkampfkraft). Es wären tatsächlich ein paar Überlegungen fällig, warum dieser antirussische Schwenk der EU so knallhart ausfällt immerhin hat die alte Ostpolitik der Bundesregierung („Wandel durch Handel“) in Sachen Versorgung mit günstigem Rohstoff prima funktioniert (beim Wandel hats nicht so gut geklappt, Sozialismus tot aber Atommacht hat überlebt). Der einzige der von den russischen Rohstoff-Deals wenig hatte war der große Partner in Übersee, der ist in den Energiemarkt eingestiegen und will das eigene Zeugs verkaufen.
        Das nationale „wir“ stimmt auch nicht, denn Olaf und seine Regierung hat schließlich die Aufrüstung auf die Tagesordnung gesetzt und die Zeitenwende ausgerufen. Von so einem Großvorhaben zu verlangen, dass aber der „Haushalt“ im „Gleichgewicht“ bleiben soll, verkennt ein bißchen die Dimensionen der ganzen Veranstaltung und welche Genbauchsanweisung fürs nationale „wir“ gilt bzw in Kraft gesetzt wird. Begeisterung beim Gürtel engerschnallen ist da noch die harmlosere Empfehlung.

        1. Deine Meinung sei dir gegönnt.

          Bitte verstehe aber, dass ich jemanden, der mit bestimmten Maßnahmen jemand anders schädigen will, diese Maßnahmen aber dazu führen, dass der andere nicht nur nicht geschädigt, sondern bevorteilt wird, während er sich selbst bedeutenden Schaden zufügt, für obertrottelig halte.

          1. Ja schon. Wenn es aber so ist, dass wenn der eigene Schaden relativ zum Schaden des anderen geringer ausfällt und aus dieser Kalkulation der Beschluss folgt, dass uns der andere Schaden wichtiger ist als der eigene (den man einpreist als notwendig deshalb gerechtfertigt und handelbar) dann ist das meinethalben auch trottelig aber eher rücksichtslos, um nicht zu sagen brutal in der Konsequenz. Der Fanatismus in Sachen Russen fertig machen, der die Regierung erfasst hat (und von einem nicht geringen Teil der Bevölkerung patriotisch-freudig geteilt wird) ist mE kein Psycho- oder Denkdefekt sondern mehr eine Folge geostrategischer Planungen, die man mit aller Konsequenz vorantreiben will. Wobei bei diesem Kräftemessen West-Allianz gegen RF, das da gerade in Szene gesetzt wird, die Ziellinie noch längst nicht in Sicht ist.

    2. Luftüberlegenheit
      Wenn man den von Seiten der Ukraine veröffentlichten Zahlen folgt hat Russland bisher 220 Flugzeuge verloren, davon
      im Februar 29
      im März 106
      im April 55
      im Mai 17
      im Juni 10
      in Juli (1.Hälfte) 3
      Das deutet darauf hin, dass die Russen immer seltener Flugzeuge einsetzen (Einsatz heißt ja meist auch irgendein Verlust). Von luftgestützten Angriffen hört man auch kaum etwas. Ich frage mich angesichts dessen, warum die Russen angesichts einer anzunehmenden Überlegenheit im Luftraum davon so selten Gebrauch machen.

  4. Bei allem Respekt vor dem Unternehmen, sich mit keiner Seite gemein zu machen: Die Gleichsetzung russischer Angriffe mit zivilen Verlusten mit dem ukrainischen Terror gegen die Zivilbevölkerung in der Süd- und Ostukraine kommt nicht hin. Letztere wird zutreffend und nicht einmal dramatisierend beschrieben in https://www.neulandrebellen.de/2022/07/beobachtungen-einer-kriegsberichterstatterin/

    Man kann hier schon nicht mehr von Versagen unserer Leitmedien sprechen, sondern von krimineller Komplizenschaft mit Massenmördern. Die „Westpresse“ ist, was Stürmer und Völkischer Beobachter im 2. Weltkrieg waren, Instrumente der Hetze und Lüge.

    Die ukrainischen Truppen begehen im Donbass und der Südukraine eine Strategie der verbrannten Erde, systematisch wird beim Rückzug Infrastruktur und Wohnbausubstanz zusammengeschossen und in Brand gesteckt. Einheimische berichten von Aussprüchen wie „wir brennen alles nieder, weil Ihr Nieliudi (Untermenschen) seid“.

    Das ist in keiner Weise äquivalent zu zivilen Verlusten, wenn Angriffe auf militärische Ziele fehlgehen. Im Falle Vynnitsa zeigen jetzt (ukrainische) Videos, wie Militär auf dem Platz mit den ausgebrannten Autos eilig Bruchstücke einer ukrainischen Luftabwehrrakete einsammelten, ohne grosse Rücksicht auf die Versorgung verwundeter Zivilisten. Auch die Bevölkerung in der Oblast Cherson wird bedroht und beschossen, angeblich als notwendige Vorbereitung der (inzwischen abgeblasenen) ukrainischen Grossoffensive.

    Wo die Ukrainer Munitionsdepots beschiessen, das ist Krieg, und es liegt in der Verantwortung des jeweiligen Gegners, Militär und Zivil so gut wie möglich zu trennen. Wo das absichtlich unterbleibt, wie in der ukrainischen „totalen Verteidigung“, werden Kriegsverbrechen verübt, geschieht es fahrlässig, muss es scharf kritisiert werden.

    Das hat im Falle Krementschug etwa die wackere ukrainische Rechtsanwälting und Bloggerin Tatjana Montyan getan, die meinte, die russische Aufklärung hätte herausfinden können und sollen, dass das Einkaufszentrum nicht geschlossen war. Auch russische Auftritte haben das bekräftigt (auch wenn mittlerweile der technische Leiter des Einkaufszentrums verhaftet wurde, weil er die für die betriebsunfähige Lösch- und Entrauchungsanlage gedachten Mittel eingesteckt hat, weswegen die 13 Menschen erstickt sind).

    Wenn rein zivile Gebiete angegriffen werden wie in Donezk, Gorlowka, Stachanow und anderen Städten, begehen die Ukrainer schwerste Kriegsverbrechen. Und „unsere“ Medien, wie die verlogene Tagesschau, wie Daily Mail, La Stampa und andere, machen sich zu Mittätern, wenn sie die Urheberschaft den Russen zuschreiben.

    1. Ihr verlinkter Artikel https://www.neulandrebellen.de/2022/07/beobachtungen-einer-kriegsberichterstatterin/ ist schon erschütternd. Ähnliches berichtet auch Alina Lipp auf ihren Telegram Kanal und wird deshalb von der deutschen Staatsanwaltschaft verfolgt Die deutsche, europäische Realpolitik hat nichts mit Moral und Menschenachtung zu tun. Eine „moralische“ oder „feministische“ Außenpolitik einer Olivgrünen ist Opium fürs Volk und wird von Opiumverkäufern wie Lanz unter die Massen gebracht. Die Massen erkennen aber immer mehr, dass ihnen das Opium nicht bekommt.

  5. Eine ukrainische AN-12 ist ei Kavala abgestürzt. Die Crew hatte wegen Problemen mit einer Engine um Erlaubnis zur Notlandung gebeten, den Flughafen aber nicht mehr erreicht. Laut griechischen Medien waren 11 Tonnen Fracht und 8 Crewmitglieder an Bord.

    https://www.aerotelegraph.com/ukrainische-antonov-an-12-in-griechenland-abgestuerzt

    PS Es ist nicht auszuschließen, daß gefährliche Fracht an Bord war. Die Anwohner wurden aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten.

  6. Falls die in diesem Beitrag genannten Fakten stimmen (was ich nicht überprüfen kann) , scheint die Ukraine nicht nur Käufer/Empfänger von Waffen aus NATO-Staaten zu sein, sondern auch eine Drehscheibe für den internationalen Waffenhandel:

    „Das Haus der Offiziere in Vinnytsia wurde angegriffen, als sich Käufer und Verkäufer westlicher Waffen trafen.

    Drei MI6-Offiziere und ein französischer Offizier des Militärgeheimdienstes waren die Verkäufer, während die Käufer aus dem Jemen, Libanon, Palästina und Bahrain stammten.

    Die gastgebende Seite wurde durch Offiziere des Militärgeheimdienstes vertreten. Die Käufer reisten über den Flughafen Chisinau aus Bukarest und Warschau an und fuhren dann auf dem Landweg mit Unterstützung der offiziellen moldauischen Behörden zur Grenze.

    Zum Zeitpunkt des Raketenangriffs verhandelten 36 Personen, von denen 23 auf der Stelle starben………Zwei der drei Marschflugkörper trafen ins Ziel, einer wurde von der ukrainischen Luftabwehr in niedriger Höhe teilweise zerstört, bevor er in fünf Teilen auf das Stadtzentrum fiel und zu Opfern in der Zivilbevölkerung führte, was sicherlich eine Tragödie ist.“

    https://cont.ws/@violakrim/2332686

    Die Entscheidung, die Raketen beim Anflug auf das Ziel abzuschießen, wurde jedoch vom Generalstab der AFU getroffen, der die Folgen einer solchen Entscheidung genau kannte. Die Satellitenkonstellation der USA und des Vereinigten Königreichs hat die Inversionsspur der AFU-Raketen aufgezeichnet und verfügt über genaue objektive Kontrolldaten.

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

    1. In einem Interview von John Marc Dugan hat der in Donezk zum Tode verurteilte Brite Aiden Aslin erzählt, dass vom Westen an die Ukraine gelieferten Waffen an die Kurden der YPG geliefert werden, wo sie gegen die Türkei eingesetzt werden.
      Er erzählte von der Korruption in der ukrainischen Armee. Die Baracken wurden aus billigstem Material gebaut, Toiletten und Duschen sind schnell kaputt gewesen und so weiter. Dann sagte er, dass sie von den aus dem Westen gelieferten Waffen nur die ältesten bekommen hätten, zum Beispiel Panzerabwehrraketen älterer Generationen. Er sagte, dass hohe ukrainische Offiziere die modernen Waffen verkaufen.
      Darin war nach seinen Erzählungen auch der ukrainische Geheimdienst SBU verwickelt, er erwähnte einen SBU–Offizier, den er nur „Mr. Gray“ nannte, weil der immer in grauen T-Shirts herumgelaufen ist. Die modernsten Waffen würden einfach aus dem Lagern verschwinden.
      Das deckt sich Warnungen aus den USA oder von Europol, die sagen, sobald die Waffen über die ukrainische Grenze gehen, verschwinden sie in einem „schwarzen Loch“ – Europol warnt auch davor, dass die Waffen bei Terroristen oder dem organisierten Verbrechen in Europa landen.
      Aiden Aslin hatte in seiner Zeit bei der ukrainischen Armee noch Kontakte zu seinen alten Freunden bei der kurdischen YPG, für die er davor gekämpft hatte. Danach hat „Mr. Gray“ sich erkundigt und über Aslin Kontakte zu den Kurden geknüpft, um der YPG Waffen zu verkaufen. Davon hat Aslin ausführlich erzählt.
      Die USA liefern die Waffen an die Ukraine, von dort geht ein Teil der Waffen an die Kurden der YPG, die wiederum von der US-Regierung das Geld für den Kauf dieser Waffen bekommt, die von ukrainischen Militärs für einen Bruchteil ihres offiziellen Preises verkauft werden.
      Das bedeutet, dass die USA heimlich die Kurden bewaffnen, die in Nord-Syrien gegen die Türkei kämpfen. Dabei ist die Türkei immerhin formal ein NATO-Verbündeter der USA. John hat das mehrmals hinterfragt und Aslin hat einige Details erzählt, die er in der Ukraine erlebt und von seinen kurdischen Freunden erzählt bekommen hat.

      Neu wäre ein solches Vorgehen der USA nicht. Zur Erinnerung: Beim Iran-Contra-Skandal in den 1980er Jahren hat die CIA den Drogenschmuggel aus Mittelamerika in die USA gedeckt und das dabei verdiente Geld genutzt, um dem Iran Waffen zu liefern, der mit dem damaligen US-Verbündeten Irak im Krieg war.

      Das volle Interview und nachzulesen: https://www.anti-spiegel.ru/2022/an-die-ukraine-gelieferte-waffen-gehen-fuer-den-kampf-gegen-die-tuerkei-an-die-kurdische-ypg/

    2. Vinice12 schreibt: „Das Haus der Offiziere in Vinnytsia wurde angegriffen, als sich Käufer und Verkäufer westlicher Waffen trafen.
      Drei MI6-Offiziere und ein französischer Offizier des Militärgeheimdienstes waren die Verkäufer, während die Käufer aus dem Jemen, Libanon, Palästina und Bahrain stammten.

      Genau dieses Gerücht hatte ich bei Moon of Alabama gelesen und bereits im Artikel „US-Bürger werden aufgefordert, die Ukraine sofort zu verlassen“15. Juli 2022 von Florian Rötzer multipliziert. Dort berief man sich auf folgende Telegram-Thread: https://t.me/ZandVchannel/23396

  7. Der gewöhnlich gut informierte Paul Craig Roberts listet in Kürze auf, wohin die Lieferung der Westwaffen führt:
    https://www.paulcraigroberts.org/2022/07/14/weak-kneed-kremlin-permits-militarily-insignificant-europeans-to-seize-13-3-billion-of-russian-assets/:
    1. „Washington provides not only long range rocket systems to Ukraine, which will require Russian forces to enlarge the area of conquest in order to protect Donbass civilians from constant attack and thus widen the conflict, but also provides targeting information and personnel to operate the HIMARS system.“
    2. „NATO involvement would never have occurred if the Kremlin had turned off all energy supplies to the West at the first indication of Western involvement in the conflict.“
    3. „President of Serbia (Vucic) says World War III Has Begun.“
    (rt.com nicht erreichbar.)

  8. Iran-Contra 2.0?

    Das behauptet zumindest dieser Artikel in der Komsomolskaja Pravda:

    „Das in Griechenland abgestürzte ukrainische Flugzeug transportierte NATO-Waffen, die an die Hisbollah verkauft werden sollten “

    https://www.kp.ru/daily/27419/4619181/?from=tg

    Eine abenteuerliche Geschichte, in der keiner der üblichen Verdächtigen fehlt, die man sich aber bei Interesse bitte selbst übersetzt.

      1. Dass der Mossad nicht an einem amerikanische Krieg in Israels Nähe mitarbeitet, das kann wohl mit Sicherheit ausgeschlossen werden.

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