
Alle reden über den Iran. Doch die eigentliche Veränderung passiert im Verborgenen: Die Weltordnung verschiebt sich – leise, komplex und mit Folgen, die weit über den aktuellen Konflikt hinausgehen.
Die Aufmerksamkeit folgt in diesen Tagen einem vertrauten Muster. Ein Konflikt eskaliert, Bilder dominieren die Schlagzeilen, politische Statements überschlagen sich und für einen Moment scheint die Welt auf einen einzigen Punkt reduziert. Der aktuelle Fokus liegt auf dem Iran. Doch wer genauer hinsieht, erkennt schnell: Das eigentliche Geschehen spielt sich nicht dort ab, sondern dahinter.
Der Krieg ist sichtbar. Die Veränderung, die er auslöst, sind es nicht.
Während diplomatische Formulierungen von „Waffenruhe“ und „Deeskalation“ sprechen, verschieben sich gleichzeitig globale Strukturen, die weit über den aktuellen Konflikt hinausreichen. Lieferketten werden neu organisiert, Handelswege verlängert, Risiken neu bewertet. Was offiziell als temporäre Krise beschrieben wird, wirkt in der Praxis wie ein Katalysator für Entwicklungen, die längst begonnen haben.
Normalisierung nach der Krise?
Ein Blick auf den globalen Handel zeigt das besonders deutlich. Frachtrouten werden angepasst, Schiffe meiden kritische Regionen, Versicherungsprämien steigen. Das bedeutet nicht nur Verzögerungen von Tagen oder Wochen, es verändert die Kalkulation ganzer Industrien. Wenn Transportzeiten dauerhaft steigen und Kosten nicht mehr stabil sind, verliert ein System seine Grundlage: Verlässlichkeit.
Genau diese Verlässlichkeit war über Jahrzehnte das Fundament der Globalisierung.
Offiziell wird noch immer davon ausgegangen, dass sich die Lage „nach der Krise“ wieder normalisieren wird. Doch diese Annahme gerät zunehmend ins Wanken. Unternehmen reagieren nicht mehr kurzfristig, sondern strategisch. Produktionsstandorte werden überprüft, Abhängigkeiten reduziert, regionale Alternativen aufgebaut. Was früher Effizienz hieß, wird heute zum Risiko.
Parallel dazu verschärft sich eine Entwicklung, die politisch oft isoliert betrachtet wird: steigende Energiepreise. Sie gelten als Folge geopolitischer Spannungen, werden aber selten in ihrem strukturellen Zusammenhang gesehen. Denn Energie ist längst nicht mehr nur ein Kostenfaktor, sie ist zur strategischen Variable geworden.
Wer Energie kontrolliert, beeinflusst Industrie, Mobilität und letztlich gesellschaftliche Stabilität.
Die aktuelle Situation legt offen, wie empfindlich dieses System ist. Preissprünge wirken sich nicht nur auf Haushalte aus, sondern auf gesamte Wertschöpfungsketten. Transport wird teurer, Produktion unsicherer, Investitionen vorsichtiger. Gleichzeitig bleibt die politische Kommunikation erstaunlich konstant: Die Krise sei vorübergehend, die Märkte würden sich anpassen.
Doch genau diese Anpassung ist es, die die eigentliche Veränderung darstellt.
Auch wirtschaftlich verdichten sich die Hinweise auf eine schleichende Verschiebung. Internationale Institutionen korrigieren ihre Wachstumsprognosen, Unternehmen melden zurückhaltendere Erwartungen, Investoren reagieren zunehmend vorsichtig. Dabei ist bemerkenswert, dass viele dieser Entwicklungen nicht erst durch den aktuellen Konflikt ausgelöst wurden. Sie waren bereits angelegt, der Krieg wirkt eher wie ein Verstärker.
Die sozialen Spannungen in Europa nehmen zu
Ein besonders unterschätzter Faktor liegt dabei in Asien. Während sich die öffentliche Debatte stark auf den Nahen Osten konzentriert, zeigen wirtschaftliche Daten aus China eine deutlich schwächere Dynamik als erwartet. Für eine Weltwirtschaft, die über Jahre stark von chinesischem Wachstum abhängig war, ist das ein Signal mit weitreichenden Konsequenzen. Es verschiebt den Schwerpunkt der globalen Risiken.
Gleichzeitig nehmen soziale Spannungen in Europa zu, leiser, aber spürbar. Arbeitskämpfe, steigende Lebenshaltungskosten, wachsende Unsicherheit. Diese Entwicklungen werden oft getrennt voneinander diskutiert, ergeben zusammengenommen jedoch ein anderes Bild: eines Systems, das unter Druck gerät.
Die offizielle Perspektive betont Stabilität, Steuerbarkeit und temporäre Belastungen. Alternative Einschätzungen zeichnen ein anderes Szenario. Sie sehen keine kurzfristige Krise, sondern einen strukturellen Übergang. Einen Prozess, in dem sich wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen gleichzeitig verändern, ohne klaren Wendepunkt, ohne eindeutigen Abschluss.
Der Iran-Konflikt passt in dieses Bild. Er ist nicht der Ursprung der Entwicklung, sondern ein Ereignis, das sie sichtbar macht. Gerade darin liegt seine Bedeutung.
Denn während die öffentliche Aufmerksamkeit an einzelnen Ereignissen hängen bleibt, verschieben sich im Hintergrund die Parameter, nach denen die Welt funktioniert. Handelswege werden unsicherer, Energie wird strategischer, wirtschaftliche Dynamik ungleichmäßiger. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an politische Steuerung, bei sinkender Vorhersehbarkeit.

Das Ergebnis ist keine plötzliche Zäsur, sondern ein langsamer Übergang.
Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Herausforderung. Nicht in der Bewältigung einzelner Krisen, sondern im Umgang mit einer Entwicklung, die sich nicht klar benennen lässt. Die keine eindeutigen Ursachen kennt und keine einfachen Lösungen zulässt.
Die Frage nach Kontrolle
Während also die Schlagzeilen weiter um militärische Eskalationen kreisen, verändert sich die Grundlage, auf der diese Konflikte überhaupt stattfinden. Und genau das bleibt im Hintergrund.
Hinzu kommt ein Aspekt, der in der öffentlichen Debatte bisher nur am Rande auftaucht: die zunehmende Fragmentierung wirtschaftlicher Räume. Über Jahre hinweg galt die Annahme, dass Märkte sich weiter öffnen, Handelsbarrieren sinken und Kapitalströme global optimiert werden. Diese Entwicklung kehrt sich nicht abrupt um, aber sie verliert an Dynamik. Stattdessen entstehen neue Blöcke, neue Abhängigkeiten und neue Grenzen.
Unternehmen reagieren darauf nicht ideologisch, sondern pragmatisch. Sie verlagern Produktionsketten, sichern sich alternative Lieferanten oder bauen strategische Reserven auf. All das erhöht die Kosten, reduziert aber gleichzeitig die Anfälligkeit. Effizienz wird durch Resilienz ersetzt. Was betriebswirtschaftlich nachvollziehbar ist, hat gesamtwirtschaftlich jedoch einen Preis: Wachstum wird langsamer, Strukturen schwerfälliger, Innovation vorsichtiger.
Gleichzeitig verändert sich die Rolle des Staates. In einer Welt, die weniger berechenbar wird, wächst der politische Einfluss auf wirtschaftliche Entscheidungen. Subventionen, Schutzmaßnahmen und industriepolitische Eingriffe nehmen zu. Offiziell geschieht das, um Stabilität zu sichern. Kritisch betrachtet entsteht jedoch ein System, in dem Märkte zunehmend von politischen Interessen überlagert werden.
Diese Entwicklung zeigt sich besonders deutlich im Energiesektor. Der Umbau der Energieversorgung wird nicht mehr nur als ökologische Notwendigkeit diskutiert, sondern als sicherheitspolitische Frage. Energie wird zum Instrument geopolitischer Strategie. Das betrifft nicht nur klassische Rohstoffe wie Öl und Gas, sondern zunehmend auch Strom, Netzinfrastruktur und technologische Abhängigkeiten.
Damit verschiebt sich ein weiterer zentraler Punkt: die Frage nach Kontrolle. Wer Zugang zu Energie, Daten und Infrastruktur hat, bestimmt die Handlungsspielräume ganzer Volkswirtschaften. Diese Form von Macht ist weniger sichtbar als militärische Stärke, aber langfristig oft entscheidender.
Parallel dazu verändert sich auch die Wahrnehmung von Risiken auf den Finanzmärkten. Investoren reagieren sensibler auf geopolitische Entwicklungen, Kapital wird vorsichtiger eingesetzt, langfristige Planungen schwieriger. Das führt nicht zwangsläufig zu einem Einbruch, aber zu einer schleichenden Veränderung: weniger Dynamik, mehr Absicherung, geringere Risikobereitschaft.
Der Blick auf den Iran-Konflikt verdeckt diese langfristige Perspektive
Ein weiterer Faktor kommt hinzu: die zunehmende Entkopplung technologischer Entwicklungen. Während globale Zusammenarbeit lange als Motor für Innovation galt, entstehen nun parallele Systeme. Unterschiedliche Standards, getrennte Plattformen, konkurrierende Technologien. Was als Wettbewerb beginnt, kann sich langfristig zu einer strukturellen Trennung entwickeln.
Auch gesellschaftlich bleibt diese Entwicklung nicht ohne Folgen. Steigende Kosten, unsichere Perspektiven und wachsende Komplexität führen zu einer veränderten Wahrnehmung von Stabilität. Vertrauen in wirtschaftliche und politische Steuerung gerät unter Druck, nicht durch ein einzelnes Ereignis, sondern durch die Summe vieler kleiner Verschiebungen. Gerade diese Summe ist entscheidend.
Denn sie macht deutlich, dass es sich nicht um eine isolierte Krise handelt, sondern um eine Phase grundlegender Neuordnung. Eine Phase, in der alte Gewissheiten ihre Gültigkeit verlieren, ohne dass neue bereits vollständig erkennbar sind. Das erzeugt Unsicherheit, nicht nur auf Märkten, sondern auch in der öffentlichen Wahrnehmung.
Die politische Kommunikation steht dabei vor einem Dilemma. Einerseits besteht der Anspruch, Stabilität zu vermitteln. Andererseits lassen sich die tatsächlichen Entwicklungen immer schwerer in einfache Narrative fassen. Begriffe wie „Übergang“, „Transformation“ oder „Anpassung“ wirken zunehmend wie Platzhalter für Prozesse, die sich nur begrenzt steuern lassen.
Vor diesem Hintergrund gewinnt ein Punkt an Bedeutung, der oft unterschätzt wird: Zeit. Viele der beschriebenen Veränderungen entfalten ihre Wirkung nicht sofort, sondern über Jahre hinweg. Sie sind nicht spektakulär, aber nachhaltig. Genau das macht sie schwer greifbar und gleichzeitig so relevant.
Der Blick auf den Iran-Konflikt verdeckt diese langfristige Perspektive. Er bindet Aufmerksamkeit, strukturiert Debatten und liefert klare Bilder. Doch gerade weil er so präsent ist, lenkt er von Entwicklungen ab, die weniger sichtbar, aber womöglich folgenreicher sind.
Die eigentliche Verschiebung besteht darin, dass sich mehrere dieser Prozesse gleichzeitig vollziehen. Wirtschaft, Energie, Technologie und Politik verändern sich nicht nacheinander, sondern parallel. Das verstärkt ihre Wirkung und erschwert die Einordnung. Was daraus entsteht, ist kein klar definierter Umbruch, sondern ein Zustand wachsender Komplexität. Ein System, das sich neu ausbalanciert, ohne dass bereits feststeht, in welche Richtung.
Und genau darin liegt die entscheidende Frage: Ob diese Neuordnung zu mehr Stabilität führt, oder ob sie neue Bruchlinien schafft, die erst in den kommenden Jahren sichtbar werden.
Quellen
IWF kündigt Senkung der Wachstumsprognose wegen Energiepreisen und Lieferkettenproblemen an
https://www.welt.de/article69d7b1be94756c37af5a53ce
OECD: Globales Wachstum sinkt auf ca. 2,9 % bis 2026, u.a. durch Handelskonflikte
https://www.oecd.org/de/about/news/press-releases/2025/06/global-economic-outlook-shifts-as-trade-policy-uncertainty-weakens-growth.html
International Energy Agency (IEA) – World Energy Outlook
https://www.iea.org/reports/world-energy-outlook-2025
Statistisches Bundesamt (Destatis) – Verbraucherpreisindex Deutschland
https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/_inhalt.html
Bank for International Settlements (BIS) – globale Finanzstabilität, Risiken
https://www.bis.org/publ/arpdf/ar2025e.htm
World Bank – Global Economic Prospects
https://www.worldbank.org/en/publication/global-economic-prospects




Willkommen im Energiekrieg!
Die Nicht-Eröffnung von Nordstream 2, die Schließung von Nordstream 1 und die Sprengung beider Pipelines gehören z.B. auch dazu. Und Venezuela. Und die „seven countries in five years“ …
Klar, Weltmacht, Imperium sind ohne Kontrolle der Energieströme nicht möglich.
Folge dieses Kampes um die imperiale Macht könnte sein, dass fossile Energien in Zukunft gemieden werden. Es gibt ja in jedem Land heimische Energien, die mit entsprechenden Technologien aus den Umweltmedien – Licht, Wind und Wasser – gefördert werden könnten. Und gleiches gilt für die Landwirtschaft. Industrielle Landwirtschaft, die mit den immer gleichen Planzen und viel Dünger und Pestiziden arbeitet, wird nun erheblich teurer. Auf dem Gebiet wird sich auch was tun. Und wie steht die wunderbare KI-Wirtschaft ohne billige Energie da? Und wie steht es um das private Verbrennerauto? Ich glaube auch, da werden gerade im Hintergrund viele Weichen in neue Richtungen gestellt.
Die Freunde der fossilen Oilgarchen und Kleptokraten hier im Forum müssen jetzt ganz stark sein: Sonne und Wind müssen nicht durch die Straße von Hormus!
Da braucht man das Adjektiv
gar nicht mehr.
PS: In bestimmten Fällen ist die Anzeige der Zeichen eines Beitrages falsch. Im Eingabefenster werden auch die Zeichen aus HTML-Tags gezählt, wenn man den Beitrag dann abschicken will aber nicht mehr.
Nein da verschiebt sich gar nichts. Das Kapital, welches eben keine Nation kennt, hat den Planeten fest im Zangengriff. Es wird weder was verschoben noch ausbalanciert. Jedoch egal ob West, Ost, Nord oder Süd ist gemein, dass sie den Planeten dabei munter zerlatschen, aber dieser Planet holt gerade zum großen Arschtritt aus und damit meine ich nicht das Thema Klima.
Wenn ich mir diese Liste
https://www.bundestag.de/resource/blob/189456/lobbylisteamtlich.pdf
ansehe, dann finde ich dort etliche Gruppierungen, die die Kapitalseite vertreten. Warum interessieren die sich überhaupt für ein nationales Parlament?
Weil das eine, dass andere eben nicht ausschließt. Deswegen finden sie in der Liste auch die Kapitalseite. Nicht wirklich schwer zu verstehen oder?
Will uns der Herr Burbach mit seinen Gruselartikel Angst machen?
Das geht gar nicht, denn die Angst ist schon lange da und was hier passiert und wer uns ans Leder will, ist spätesten seit der Sprengung der Northstream-Pipeline offensichtlich.
Ja, was will uns der autor eigentlich mit diesem artikel sagen, der sich von anfang bis ende – gebetsmühlenartig – um eine bereits im ersten abschnitt benannte (schein)entwicklung dreht? Soviel wiederholung und redundanz war selten…
Also ich begrüße das, auch wenn es aus falschen, schlechten Gründen, nämlich Krieg, geschieht.
* Globale Transporte verteuern sich? Na prima! Endlich gibt es wieder mehr Anreize, all das, was lokal erzeugt werden kann auch lokal erzeugt wird..
* Der globale Handel ist der Zerstörer kleinteiliger sozial- und umweltverträglicher Produktion.
* Der globale Handel ist der Motor für das immer weitere und schnellere Anwachsen der pharaonenhaften Reichtümer und damit Macht in den Händen weniger Superreichen (die Familie Rothschild soll 500 Billionen Dollar „wert sein“, habe ich erst jetzt gelesen, Rockefeller spielen wohl auf ähnlichem Niveau; Buffet, Soros, Carnegie, Gates, Musk, … sind da wohl eher Kindergarten dagegen – allerdings ist der Besitz von Vermögen gar nicht der Hauptfaktor der Macht, sondern vielmehr die Fähigkeit der Steuerung von Finanzflüssen, und wer viel Geld hat UND intelligent genug ist, hat die besten Voraussetzungen all das zu kontrollieren)
* Der globale Handel führt zu internationaler Konkurrenz wodurch lokale Eigenarten umgangen werden können, etwa Gewerkschaftseinfluss, Umweltgesetze, das Lohndumping kann auf einem größeren, nämlich globalen Arbeits-„Markt“ viel wirkungsvoller praktiziert werden: spiele prekär lebende, ja, hungernde, notleidende Arbeiter des einen Landes gegen besser verdienenende, anspruchsvoller gewordene Arbeiter in einem anderen Land aus
* Viele der herumgeschipperten Waren sind Luxusprodukte oder kurzlebige Wegwerfprodukte oder regelrechter Schrott die nur den Konsumfetischismus bedienen, damit ist der Welthandel auch Antreiber der allgemeinen Vermüllung
…
Das uns der „Freihandel“, Welthandel als für alle gut und wünschenswert verkauft wird, in die Köpfe injiziert wird durch Großmedien und „Experten“ und Politikergeschwafel, ist eine der vielen Verarschungen unserer Zeit. Und auch hier sind wieder die marxistischen „Linken“ im gleichen Boot mit den Finanzkapitalisten: Marxisten schwärmen vom Internationalismus, Globalismus, der Weltherrschaft (die sie natürlich von marxistischen Funktionären diktiert sehen wollen – aber gegen den Weg dahin haben sie nichts einzuwenden). Wie überhaupt das heutige Ausmaß der Ausbeutung und Bedrückung ohne die willfährige Hilfe der „Linken“ gar nicht erreicht worden wäre. Indem diese „Linken“ nämlich jeden aussichtsreichen lokalen, nationalen oder (eher selten) länderübergreifenden regionalen Widerstand (und alles andere ist ein Hirngespinst, es gibt keine effektive „Internationale Solidarität“ – außer die der Reichen) untergraben und spalten.
Danke für das Aufzeigen einer ‚Wirtschaftspraxis‘, die sich mit geloster Demokratie (aktuell mein Hoffnungsstrohhalm) entwickeln könnte. Der „Wohlstand für alle“-Podcast nimmt sich gerade dieses Themas an: „Gibt es eine echte Demokratie?“
Das ist in solchen Fällen immer so, diesmal sogar weit auffälliger – eben weil es bereits so etwas wie Blöcke und Bruchlinien gibt. Die Strahlkraft des Westens nimmt dabei allerorten immer mehr ab.
Momentan sind Drohnen ja das Nonplusultra der Kriegführung, doch kaum hatte ich Google nach ein paar einfachen Gegenmitteln gefragt, *auf die niemand gekommen ist*, kamen schon mehrere Vorschläge. Hier einer davon:
Kurze Überlegung zu den Langstreckendrohnen: Statt teurer Laser oder Raketen könnte man das Problem auch mit simpler Chemie lösen.
Die Idee: Eine Luft-Mine, die bei Annäherung von Drohnen in ihren Überwachungsbereich eine Wolke aus Polymer-Aerosolen freisetzt, ähnlich wie der Schleim beim Stummelfüßler. Sobald die Rotoren der Drohne hineingeraten, wird dieses aufgrund derer schnellen Drehung schlagartig fest und wickelt sich als zäher Faden um die Wellen. Die Drohne fesselt sich quasi selbst und stürzt ab.
Man müsste nicht mal genau zielen. Einfach den Korridor mit dem Klebe-Nebel dichtmachen. Billig, effektiv und gegen die Physik der Propeller kann die Drohne nichts machen.
Ich bin mal gespannt, was noch kommt. 😁
An sich sind Drohen relativ langsam und tief fliegend leicht zu bekämpfen. Das Problem ist eher flächendeckend und 24 h sieben Tage die Woche Luftraumüberwachung zu gewährleisten. Gerade für große Flächenländer wie Russland ist das ein Problem.
Energie?
Mir ist (seit 30 Jahren) bekannt, dass die Möglichkeit, die Energie des Vakuums zu transformieren – also nutzbar zu machen – seit über 125 Jahren ignoriert, bzw. unterdrückt wird. Aus finanziellen Gründen natürlich, weil sich mit Öl und Gas so astronomisch viel Geld verdienen läßt.
Denn mal los – alle recherchieren das jetzt mal und fragen ihren Politiker.
Aber bitte: fragt keinen „Wissenschaftler“ vor seinem Rentenalter, denn die Antwort wäre niederschmetternd – seit über 125 Jahren. Nicht einmal Einstein hat seine eigenen Erkenntnisse diesbezüglich ernst genommen – bis er alt war. Von da an haben die Anderen W. ihn dann sofort als alterssenil bezeichnet.
Im Kleinen wird das schon lange praktiziert, aber wer versucht, es zu vermarkten, bekommt großen Ärger.
Die größte mir bekannte Nummer war Mitsubishi: Ca. 2010 kündigten sie etwas Diesbezügliches im Fahrzeugbau an – keine drei Jahre später war alles verschwunden…
„Freie Energie“ ist das Stichwort und die Lösung für ganz viele Probleme, mit denen die Menschen permanent in Schach gehalten wurden.
Kaum etwas wäre schöner für Familien und Firmen, als wenn Energie gratis erhältlich ist. Scheiss auf Ölindustrie und viel zu viele luftverpestende Tanker.
Autorennen mit geilen 8-Zylindern werden uns trotzdem erhalten bleiben.
So!
Overton, das reicht langsam! Nicht nur, daß in letzter Zeit öfter sachliche Kommentare gelöscht wurden, schlägt jetzt auch noch die Begrenzung auf 3 pro Artikel zu. Und zwar erst NACHDEM ich den (gewünscht laaangen!!!!) Kommentar verfaßt habe!
Wißt ihr, was da in einem Menschen vorgeht, wenn man seinem Hirn einen solchen Text abringt, um sich sachlich an einer Diiskussion zu beteiligen, zusätzlich mehrmals korrekturliest. weil man ja nicht mehr editieren kann (auch so eine Frechheit!), und dann sagt einem die Forensoftware beim Absenden, daß man diesen Text nie wird veröffentlichen können, weil man schon 3 geschrieben hatte????
Das geht nicht an!
Ändert das umgehend, oder ich werde dieser Seite den Rücken kehren! Ich hab besseres mit meiner Freizeit zu tun, als Texte zu verfassen, die ich dann nur auf dem PC speichern kann. Ich werden dann hier auch keine Artikel mehr lesen. Da hab ich auch meine Stolz. Wenn Ihr Krieg gegen eure Leser führt, gewinnt am Ende keiner!
Es ist mir ein Rätsel, was die Redaktion zu diesem restriktiven Umgang mit den Kommentaren veranlasst hat. Wie schon von verschiedenen Seiten bemerkt wurde, habe ich keine Verschärfung im Tonfall, Spam, oder zunehmende Beleidigungen feststellen können. (Links zu externen Quellen sind kein Spam, sondern eine Bereicherung) Sicher gab es persönliche Angriffe, aber wir sind Menschen, keine KIs. Menschen ärgern sich. Und der eine versteckt die Beleidigung in der Formulierung so, dass sie nicht als offensichtliche Beleidigung gewertet werden kann. Der andere nicht. Transparent wäre gewesen, wenn die Redaktion solche Kommentare z.B. markiert hätte, damit man sich darauf einstellen kann. Nichts dergleichen.
Stattdessen eine Beschränkung auf drei Kommentare, die jede Diskussion unmöglich macht. Es behält immer derjenige das letzte Wort, der mit mehr Gleichgesinnten sich beteiligt. Für mich hat sich Overton dadurch als Ort der Debatte als untauglich erwiesen. Besonders unerträglich ist der Verrat am eigenen Programm. Wenn ich es recht verstanden habe, dann ist Overton angetreten um das Spektrum dessen, was im öffentlichen Diskurs gesagt werden darf, was akzeptabel ist, zu verschieben oder zu erweitern. Dahin gehen auch die ganzen kritischen Artikel gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit, die Sanktionen der EU gegen unliebsame Öffentlichkeit, die skrupellose Zerstörung der Existenzmöglichkeiten von Kritikern, deren Konten gesperrt werden. Die Berichte über den Ballwegprozess. Die Vorgänge um Telepolis, z.B. das Abschalten des Archivs. Die Zielsetzung die gesellschaftliche Debatte offen zu halten, indem auch Standpunkte, die der aktuellen Politik nicht huldigen, eine Plattform bekommen, ist schon sehr brav und zahm. Aber was soll man davon halten, wenn Kommentarschreiber wie Kinder behandelt werden und in einen 3 Kommentare Laufstall gesetzt werden.
Für mich hat sich die Plattform erledigt. Ich rufe alle Leser und Schreiber dazu auf, dem Overton-Magazin den Rücken zu kehren, solange die 3 Kommentare-Regel bestehen bleibt.
Die „3-Kommentare-Regel“ kann nur dem einen Zweck dienen, die Diskussion zwischen den Lesern komplett zu unterbinden. Sogar wenn sie inhaltlich am Artikel orientiert ist. Dabei ist gerade der Gedankenaustausch in der heutigen Zeit so eminent wichtig!
Das ist indiskutabel, und das habe ich auch gerade in einer Mail an Overton zum Ausdruck gebracht. Das Magazin ist damit auf dem besten Wege zu einem „Forum“ im Stile von „Spiegel Debatte“. Die Redaktion gibt ein Thema pro Tag zentral zur Diskussion vor, und schließt das Ganze spätestens 24 Stunden später wieder.
Auch Harald Neubers Telepolis läßt grüßen, wo man am Ende im Forum dafür gesperrt wurde, wenn man Kommentare IM SINN der Artikel abgegeben hatte.
Ich hoffe, man kommt zu Besinnung, sonst bin ich weg. Und wie es aussieht, werde ich nicht der Einzige sein.
@ Jorinde: Ich kann mich deinem Kommentar nur anschließen.
Genau, die 3-Kommentare-Regel fördert Sockenpuppen ganz extrem. Setze ich drei Mail-Adressen ein, kann ich 9 Kommentare schreiben. Super!
Möglicherweise würde ein Lese- und Kommentarstreik wirklich etwas bringen, bezweifle aber, dass da genug Leute mitmachen werden. Aber die 3 Kommentare-Regel ist wirklich grober Unfug, um es höflich auszudrücken. Und egal welcher äußere Druck auf die Redaktion möglicherweise ausgeübt worden ist, diese Regel waren sie bestimmt nicht gezwungen zu machen.
Ich bin auch nur noch hier um diese Sache zu kritisieren und mich vom ein oder anderen zu verabschieden, da mir die Lust vollkommen vergangen ist Overton durch Lesen der Artikel oder schreiben von Kommentaren weiter noch zu unterstützen.
@Elberadler, Jorine, Two Moon
Kann mich da nur anschließen. Zwar wurden letztlich die meisten meiner Kommentare veröffentlicht, aber diese 3-Stück-Vorgabe ist schlimm.
Hinzu kommt, dass völlig willkürlich Kommentare in der Warteschleife landen. Für mich ist nicht ersichtlich, welchem Programm das folgt. In seltenen Fällen ist der Kommentar nach dem Absenden sofort freigeschaltet, allermeistens aber wird er in die „Moderation“ gezwungen.
Auch meine Wahrnehmung ist es, dass es nicht mehr Spam und Beleidigungen und „Strafbares“ als vorher gegeben hatte. Das kann also kaum der Auslöser für die Foristenknebelung gewesen sein, auch wenn OT das als Begründung vorschiebt.
Insgesamt sollten Foristen sich auch immer bewusst machen, dass OT wie jede spätkapitalistische Einrichtung ihre gegen andere (hier: die Foristen) gerichtete Aktionen/Verschlechterungen immer als rein defensive Reaktionen vermarktet.
Analog angewendet hinsichtlich der Foristenknebelung wird also das 2. Prinzip der Kriegspropaganda:
„2. Das andere Lager trägt die Verantwortung“
Außerdem ins Auge zu fassen sind die Prinzipien:
„1. Wir wollen den Krieg nicht“
„4. Wir kämpfen für eine gute Sache“
„5. Das andere Lager kämpft mit unerlaubten Waffen“
„6. Das andere Lager begeht mit Absicht Grausamkeiten, wir nur versehentlich“
„9. Unsere Mission ist heilig, weil sie die Demokratie schützt“
Nicht auszuschließen ist demnach, dass OT diese Einschränkung schon länger plante (aus welchen Gründen auch immer, die offiziell genannten sind es erkennbar eher nicht) und Mitte April zu diesem Zweck sachgrundlos eine große, mehrtägige Zensur- und Löschorgie startete.
Als Berufungstitel für die Zensur- und Löschorgie diente OT das vorgeblich erhöhte Aufkommen von „Beleidigungen“, „Spam“ und „Strafbarem“. Und die Zensur- und Löschorgie wiederum nahm OT als Berufungstitel für die nachfolgende, aktuelle Foristenknebelung, obwohl die bereits von langer Hand geplant gewesen war.
So wäscht OT seine Hände dann in Unschuld und verweist auf böse Foristen als vorgebliche Auslöser der Säuberungen. Damit auch alle „verstehen“ und „plausibel nachvollziehen“ können, wieso es so weit gekommen ist. Fertig ist der Lack!
Vergegenwärtigen sollte man sich auch Folgendes: OT hätte die Kommentare auch ganz abschalten können. Wurde aber nicht gemacht. Das wird als Dienst an den Foristen verkauft. Tatsächlich dürfte aber ganz andere OT-Erwägungen handlungsleitend sein: Wo ein Kommentarbereich vorhanden ist, steigen die Klickzahlen automatisch stark an im Vergleich zu (journalistischen) Webseiten ohne Kommentarbereich. Höhere Klickzahlen kann OT sehr gut gebrauchen.
Mit der aktuellen Lösung will OT den Spagat schaffen, einerseits die Foristen weitgehend auszuschalten, andererseits aber die Klickzahlen möglichst hoch zu belassen.
So, das war mein Senf dazu.
Seit der Wiedereröffnung vermisse ich einige Foristen: z. B. Krim, Phineas (hat sich vorgestern ordnungsgemäß verabschiedet aufgrund der Knebelung) und meine geliebte foehre und j.
Auch sonst ist im Kommentarbereich viel weniger los als vorher.
Schade, aber die verschärfte Zensur in Verbindung mit der 3er-Vorgabe und der ständigen Warteschleife auch bei altgedienten Foristen lässt auch mich wahrscheinlich demnächst den Dienst quittieren. So ist das ja kein Zustand mehr hier.
Ich plädiere für 4 Artikel, damit der Elberadler nach den ersten 3 Beiträgen noch einen 4. abschicken kann. Bei mir steht der Hinweis zu den 3 Artikeln immer über dem Eingabefeld. Auch im „Grundsatzartikel“ https://overton-magazin.de/allgemein/voruebergehende-schliessung-des-kommentarbereichs-und-neue-regeln/
wurde auf diese Einschränkung hingewiesen.
@ Salzstreuer:
Ja, du bist ja schon ne Art Robertos Sidekick bei dem Thema.
Aber deine Art Spott über die Leute zu verteilen, die sich nicht so leicht mit der neuen Regelung abfinden können, ist nicht wirklich sympathisch.
Da wir gerade bei dem „Grundsatzartikel“ sind. Darin steht auch am Ende folgender, irgendwie merkwürdig klingender, gleichwohl ziemlich übler Satz:
Das ist erst einmal eine ziemliche Drohung. Eine gar nicht freundliche. Eine, die einen so richtig ärgerlich machen kann.
„…wissen aber auch, dass eine solche folgen könnte…“
Das ist kein natürlicher Halbsatz. Normalerweise würde man schreiben: „Sollten wir die Lage aber nicht in den Griff bekommen, werden wir uns möglicherweise gezwungen sehen die Kommentarfunktion ganz anzuschalten.“ Irgendsowas halt.
In obiger Originalformulierung aber taucht gar kein handeldes Subjekt auf, welches diese Kommentarfunktion abschalten würde! Es gibt nur einen wissenden Betrachter. Sehr merkwürdig.
Was meinst du Salzstreuer? Geht es hier eher darum sich durch solch weiche Formulierung ein wenig aus der Verantwortung zu drücken oder deutet das auf andere Dinge hin?
Vermutlich hat sich die Finanzierung des Overton-Magazins geändert 😉
Und in all der geschäftigen Betriebsamkeit werden Fehler gemacht.
(Manchmal scheinen vier Kommentare durchzugehen.)
Viel Raum für Spekulation – und ein Schlag ins Gesicht auch für diejenigen, die hier Texte veröffentlichen, nicht wahr?
Wer möchte publizieren, wo derartige willkürliche Regeln gelten sollen?
Ja, das erinnert fatal an die Einführung neuer Nutzungsbedingungen vor vielen Jahren bei Heise (auch zuständig für das Telepolis-Forum). Die führten damals zu reihenweise Kündigungen engagierter Leserkommentatoren (vor allem aus dem linken, pazifistischen Lager). Der Kernsatz in den Regeln war folgender:
„Wir behalten uns ausdrücklich vor, Kommentare auch ohne Angabe von Gründen zu löschen“.
Wo das endete, ist bekannt. OT scheint dem jetzt nachzueifern.
Ich vermute, das geschah nicht freiwillig. Zusammen mit Wehrüberwachung und Altersverifizierung ergibt sich jedenfalls ein ziemlich düsteres Gesamtbild.
Sie haben so Recht. Was da im Hintergrund abläuft kann man nur mutmaßen. Es ist aber schon etwas unheimlich wie die alternativen Medien so nach und nach einkassiert werden. An sich wollte ich ja noch was in der Sache mitreden, aber jetzt bleibt mir noch genau ein Kommentar dafür.
Mal sehen wann die Nachdenkseiten kippen. Da scheint mir aber das Personal noch bewusster zu sein. Da wird man wohl eher mit Sanktionen als mit Unterwanderung arbeiten müssen.
Sollten die alternativen Medien in Gänze verschwinden bleibt den bewusst Denkenden nur noch das persönliche Umfeld in dem sie aufklärerisch wirken können Es würde eine ziemliches Risiko der Vereinzelung eintreten, da die Leute mit Verstand so dünn gesät sind, dass sie oft durch ein Meer von Idioten vom nächsten Geistes- oder Seelenverandten getrennt sind.
So, Nun denn mal sehen ob es lesbar wird.
Genau darum geht es doch: den Weg frei machen für die meist wissensbefreiten und formulierungschwachen, aber bezahlten und instruierten Solomon-Asch-Schauspielern in Troll-form.
ich schreibe jetzt nicht mehr Inhalt, obwohl ich es könnte, weil ich nicht weiß, ob es die Mühe lohnen würde. Overton hat ausgetönt.
„Ändert das umgehend, oder ich werde dieser Seite den Rücken kehren!“
„Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.“
Warum werden hier Beiträge mit persönlichen Angriffen und Drohungen an die Redaktion, die ganz offensichtlich die neuen „Qualitätsoffensive“- Regeln verletzen, veröffentlicht und neutrale nicht…?
„Ändert das umgehend, oder ich werde dieser Seite den Rücken kehren!“ – Das ist eine Konsequenz, die aus den Angriffen von Overton gegen die Foristen, gezogen wird und keine Drohung. Nicht lesen und nicht schreiben kann ja schlecht als Drohung aufgefasst werden, sonst würde fast die ganze Welt Overton bedrohen, weil ja fast die ganze Welt Overton weder liest noch hier Kommentare schreibt. Eine Konsequenz von freien Menschen als Drohung aufzufassen ist Orwellsprech, der, wie oben vom Souverän dargestellt, das andere Lager für verantwortlich erklärt. Eine unverhüllte Drohung ist, wenn die Redaktion mit Abschaltung des Kommentarbereichs droht, wie oben von Two Moon dargestellt. Eine Wertschätzung der Kommentarbereichs ist das höflich formuliert nicht gerade.
Herrn Burbachs Artikeltitel könnte eine Raubkopie des folgenden Originals sein:
„Das Kunststück eines Zaubertricks: Alle Augen werden auf die Kulisse gelenkt, während das Objekt im Schatten verschwindet.“
Tolle Gedanken, die ich gerne teile. Ein Beispiel:
China hat ihren Luftraum über ihrer Seewege für den zivilen Verkehr gesperrt und soll wohl bis Mai anhalten.
Heute las ich einen Bericht, das ein japanisches Militärschiff den ‚chinesischen‘ Seekoridor verletzte, das hatte natürlich diplomatische Konsequenzen,…
Burbach schreibt über den medialen Fokus und schreibt über darüber, wo anderen Ortes etwas geschieht, von dem der westlichen Presse nicht verfolgt wird.
Die neue japanische Regierung will ja angeblich aus ihrer Verteidigungsarmee über ein Referendum, in eine ‚Angriffsarmee‘ umgestalten, so die Medien.
Japan hatte das Glück freundliche Soldaten aufzunehmen, das wie auch in Deutschland, erheblich entzückt ist, über diesen Umstand.
Japan Al’s Wirtschaft hängt wie jede andere Nation ab von Rohstoffen!
Was will Japan immer inner chinesischen Konflikt mit Taiwan erreichen?
Al’s Gesellschaft im privaten Bereich nichts, denn die Japaner sind Japaner und Chinesen sind Chinesen..
Zurück zum Artikel, das was im Hintergrund geschieht, wird tatsächlich nicht wirklich behandelt, aber jede tat hat Auswirkungen über die gesamte Menschheit.
Das aufgezeigte Beispiel meinerseits, besagt, das weder China noch Japan ein Problem miteinander besitzen, das aber gewisse Fraktionen gerne stören, um einen normalen Handel zu unterbinden.
Kapitalismus halt…nichts weiter.
Der Kapitalismus such sich immer einen Weg und der führt zyklisch immer zu Krieg und Inflation.
Zitat:
„… zeigen wirtschaftliche Daten aus China eine deutlich schwächere Dynamik als erwartet. Für eine Weltwirtschaft, die über Jahre stark von chinesischem Wachstum abhängig war, …“
Ich bin mir nicht sicher, ob hier nicht Hund und Schwanz verwechselt werden. Die ständig steigenden Volumina an Bestellungen aus der ganzen Welt hatten natürlich ein entsprechendes Industriewachstum in China zur Folge. Die chinesischen Preise waren ja auch unschlagbar. Jetzt schlägt der Trump’sche Isolationismus zu (auch ein Ausdruck, den ich im Artikel vermisse), mit all seinen Zöllen und MAGA-Aktionen führt der automatisch zur Reduktion des Welthandels. Der Isolationismus wird nämlich von allen (die es können…) fleißig kopiert.
Aber der Isolationismus bedeutet natürlich NICHT, daß die USA jetzt weniger neokolonialistische Ansprüche an andere Staaten haben – das ja nun gerade nicht, Weltherrschaft ist nun mal dazu da, von anderen Leistungen zu erhalten, ohne zu bezahlen (venezolanisches oder iranisches Erdöl z.B., die Liste läßt sich sehr erweitern).
also das mit den 3 Kommentaren finde ich auch überzogen, man muss doch auf Kommentare antworten können, die Unterstellungen ohne Quellenangabe ins Forum posten oder auch ganz einfach Lügen verbreiten bzw Desinformation wie es im Politikbetrieb so schön heisst.
Wenn Kommentare zu lange in der Warteschlange hängen ist die Gefahr des Doppelpostings gross und erfordert von der Redaktion noch mal eine Durchsicht.
Auch kann man themenferne Kommentare löschen, mit dem Hinweis: bitte beim Thema bleiben.
Das fällt schwer, ich weiss, vom Steinchen aufs Stöckchen kommen ist sehr leicht, müsste mich da selbst kontrollieren.
Mein Wunsch: Artikel zu allen aktuellen Themen sollten frei kommentierbar sein,
selbstverständlich ohne Beleidigungen, mit der Begrenzung auf 10000 Zeichen, das
geht für mich in Ordnung.
Allerdings sollten Smileys (oft aus Zeitmangel) gesetzt werden können.
Ansonsten werde ich den Verdacht nicht los, dass eine E-Mail aus Brüssel bzw Berlin
die Redaktion eingeschüchtert hat
„bestrafe einen, erziehe Hunderte“
falls es so ist dann heraus mit der Wahrheit, das erspart Spekulationen.
Ein paar Fakten will ich zur Kenntnis geben, nachdem ich sie mir eh rein getan habe.
Zunächst ein bißchen Vorgeschichte:
„Brexit“ ist nie ein echter Austritt aus der EU gewesen. Die militärpolitische Nomenklatura des UK reagierte mit ihm darauf, daß die EU ab 2014 unter der Maßgabe der seinerzeit hoch aktiven „deutsch-französischen Achse“ die Faxen dicke von den militärischen Angriffen des UK auf EU-Pfründe hatte: Libyen, Syrien, hybrider Krieg gegen RF und Belarus und schließlich die maßgebliche militärische Rolle des UK beim Putsch in der Ukraine und der anschließenden „ATO“ gegen die russische Bevölkerung. Die Kommission Juncker entfernte die britischen Militaristen und andere Transatlantiker aus der Kommission und der Bürokratie bzw. räumte ihnen nurmehr untergeordneten Positionen ein. Darauf wechselten alle prominenten „Remainer“, namentlich Cameron und May, ins Austritts-Lager und das UK begann mit der Androhung und Durchführung direkter Terror-Angriffe auf EU-Territorium. „Charle Hebdo“ ist eine israelisch-britische Operation gewesen und es gibt Gründe für die Annahme, daß britische Dienste auch in die Anschläge von Paris und Brüssel verwickelt gewesen sind. Die „Skripal“- Nummer war nicht als ein Anschlag auf die EU geplant, wurde aber in eine solche umgewidmet: Androhung „russischer“ Chemiewaffenangriffe auf den Kontinent, eine glaubhafte Drohung, nachdem das UK 2011 auf die Weigerung Deutschlands, im Libyenkrieg mitzutun, mit dem Biowaffenangriff reagiert hatte, der unter „EHEC“-Krise verbucht worden ist.
Im Zuge der langjährigen britischen Erpressung mit dem schwebenden Brexit-Verfahren gab es mutmaßlich britische Sabotageakte am gemeinsamen Satelliten-System, die angeblichen „russischen“ Cyberangriffe auf Industrie und Bürokratie in Deutschland dürften ebenfalls britisch – amerikanische Operationen gewesen sein. Wann immer die Piloten einer im UK gestarteten Passagiermaschine Probleme mit Funk oder Transponder hatte, stiegen in Deutschland umgehend Kampfflieger zum eventuellen Schutz der Kernkraftwerkstandorde in Norddeutschland auf. Am Ende dieser Phase ließ Boris Johnson die Nord-Streams sprengen.
Mit der „Zeitenwende“ 2022 war dieser hybride Krieg obsolet und Keir Starmer setzte eine „Wiederannäherung“ auf die britische Agenda, die im vergangenen Jahr mit der Aufgabe einer Reihe britischer Blockadeoptionen im Verkehr mit der EU begonnen worden ist:
https://www.bbc.com/news/articles/czdy3r6q9mgo
Anfang April erhöhte Keir Starmer den Druck auf das Brexit-Lager:
https://www.bbc.com/news/articles/c62l6w03lwzo
und aktuell wird eine Gesetzgebung vorbereitet, die es der britischen Regierung erlaubte, die praktische Wiederangliederung an die EU am Parlament vorbei exekutiv zu managen. Einen dritten Link mag ich nicht setzen.
Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich klar zu machen, daß diese Beschleunigung maßgeblich von Macron besorgt worden ist, der namentlich auf dem Feld militärpolitischer Kooperation eine „französisch-britische Achse“ gegen das fortgesetzte Bestreben der deutschen Regierungen auf den Weg gebracht hatte, auch in der Zeitenwende mit allen verfügbaren Titeln und Erpressungsmitteln am „Deutschen Europa“ fest zu halten.
Diese konkrete Dynamik sollte jeder im Hinterkopf haben, der die aktuellen Entwicklungen und Verwerfungen im ehemaligen „Amerikanischen Imperium“ verfolgt, mit welchem Interesse er das immer tue.
Ich hatte hier Hinweise auf eine „Verschiebung im Hintergrund“ geschrieben, die legislativen Vorbereitungen im UK für eine teilweise Wiederangliederung des UK an EU-Gesetzgebung. Doch zum historischen Hintergrund habe ich Details und Urteile beigefügt, die für die Stratcoms in Summe zum Feld der „Verschwörungstheorien“ zählen. Das Posting wurde geblockt. Folglich ist Overton auch abseits seiner befestigten weltanschaulichen Ausrichtung nicht länger ein „alternatives Medium“.
Seit der Wiedereröffnung ist der Kommentarbereich voll von irritierten Unmutsbekundungen zu gelöschten Beiträgen.
Auch bei mir wurde ohne erkennbaren Grund vielfach gelöscht/nicht publiziert.
Alle sollten sich abwenden von diesem Magazin. Mehr kann man nicht mehr tun. Weniger sollte man nicht tun.
Wieso meint der Autor denn, dass die Veränderungen, die der Irankrieg auslöst, „nicht sichtbar“ wären? Alle reden doch vom Untergang des US-Imperiums und der Etablierung einer multipolaren Weltordnung. Besonders in den Alternativmedien.
Hätten sich Florian&Roberto doch besser ein Beispiel an Gellermann’s Kommentarregeln gehalten. Stattdessen – das mit den maximal 10.000 Tastenanschlagen – mit Verlaub – ein. Schuss der gewaltig nach hinten rausgehen dürfte. Schaun mermal!
Wie heißt es so schön im Titel des Beitrags „Während alle auf den Iran schauen, verschiebt sich die Welt im Hintergrund …“ Im Hintergrund? Mach Sachen! Wer heute allein auf Seniora sich die Diskussion zwischen Loria und Alistair Crooke („Krieg und Täuschung“) reinzieht, womöglich nachdem er sich just vorher auf dem ntv-Iran -Liveticker über die jüngsten Schritte zur Herstellung und Sicherung von ‚Eretz Israel‘ schlau machen durfte (Annexion Südlibanon), wird konstatieren müssen, dass da nichts mehr im ‚Hintergrund‘ stattfindet. Da trifft es sich auch gerade günstig, dass die Vorgabe mit den 10.000 Tastenanschlägen pro Kommentar (bis hierhin 889 Zeichen) nur unter Zuhilfenahme weiser Ratschlüsse Dritter zu erfüllen ist. Die Welt verschiebt sich gewaltig. Da gibt es reichlich Indizien für! Im frisch eroberten heiligen Land soll gerade – so der o.g. Liveticker – ein Held der IDF. eine Jesus-Statue – warum auch immer – malträtiert haben. Na sowas, na ja, wenn’s der Selbstverteidigung zu helfen vermag.
Aber wie – überhaupt – die 10.000 voll kriegen. Doch da hätte ich was, passendes auch noch! Frisch aus der virtuellen Presse auch noch, aus dem Land des ‚First Amendments‘. Der Autor des Beitrags eindeutig weder islamistisch, noch sonstwas vom üblichen ‚Bäh‘ oder ‚Pfui‘ – all das, was oben schon mal angerissen wurde in Bezug gesetzt zu einem Werk der Weltliteratur … und vorallem – im summary – die conclusio, wie sich die Welt verschiebt. Wenn das nichts ist!
Ich zitiere: Big Brother und die Israel-Lobby
Veröffentlicht von Roy Eidelson am 20. April 2026 um 2:00 Uhr in den Artikeln 2015,
Hinweis: Dieser Meinungsbeitrag spiegelt meine persönlichen Ansichten wider und nicht die einer Gruppe, der ich angehöre.
In George Orwells dystopischem Roman „1984“ ist Ozeanien eine totalitäre Gesellschaft, in der der Große Bruder bedingungslose Konformität und Gehorsam verlangt; in der die Gedankenpolizei jeden Verstoß gegen die Regeln ständig überwacht und bestraft; und
in der das Ministerium für Wahrheit verkündet: „Krieg ist Frieden“, „Freiheit ist Sklaverei“ und „Unwissenheit ist Stärke“. Laut dem Protagonisten der Geschichte ist der größte Ketzerei in Ozeanien der gesunde Menschenverstand, und das wichtigste Gebot lautet, die Beweise deiner Augen und Ohren zu verwerfen. Letztendlich entkommt niemand diesem totalen Überwachungsstaat – „Big Brother beobachtet dich!“ –, denn diejenigen, die in irgendeiner Weise rebellieren, werden identifiziert, gefangen genommen, gebrochen und oft „verdampft“, als hätten sie nie existiert.
Manchmal muss ich an Orwells Ozeanien denken, wenn ich die täglichen beunruhigenden und empörenden Nachrichten aus Palästina und der gesamten Region lese. Ich denke darüber nach, wie die heutige Israel-Lobby, ganz ähnlich wie der Große Bruder, absolute Loyalität, Gehorsam und Unterwerfung verlangt. Und wie auch sie oft bis zum Äußersten geht, um diejenigen zum Schweigen zu bringen und zu bestrafen, die ihre irreführende und betrügerische Propaganda hinterfragen oder ablehnen.
So „friert“ beispielsweise die regierende Partei in Ozeanien die Geschichte bei Bedarf ein, um sie ihrer bevorzugten Darstellung anzupassen, in der Überzeugung: „Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft; wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit.“ Befürworter Israels versuchen etwas Ähnliches, wenn sie die Ansicht vertreten, dass die relevante Geschichte Israels scheinbar mit den schrecklichen, von der Hamas angeführten Angriffen vom 7. Oktober 2023 beginnt und endet. Durch diese verzerrte Brille betrachten sie Sie ignorieren Jahrzehnte palästinensischen Leidens und der Unterdrückung und behaupten gleichzeitig, dass nach moralischen Maßstäben nichts, was Israel seit jenem Tag getan hat, ihm angelastet werden könne. Nach ihrer Darstellung sind alle israelischen Gräueltaten der letzten zweieinhalb Jahre entweder nie geschehen oder vollständig gerechtfertigt (Israels eigene Version von Ozeanias „Doppeldenken“).
Natürlich haben unwiderlegbare Beweise für Israels Kriegsverbrechen und seine Missachtung grundlegender menschlicher Anständigkeit diese Fiktion entlarvt. In den letzten Wochen haben Israels wahllose Angriffe auf Wohngebiete und zivile Infrastruktur im Libanon und im Iran zudem jeden noch verbleibenden Vorwand entlarvt, dass „Selbstverteidigung“ stets die einzige Grundlage für seine Akte massiver Gewalt und Zerstörung sei. Bedenken Sie auch, dass in „1984“ der Große Bruder die Geschichte nach Belieben umschreibt und dafür sorgt, dass die Bürger Ozeaniens in ständiger Angst um ihre Sicherheit leben. Während eines täglichen Pflichtrituals namens „Zwei Minuten Hass“ zeigen die Teleschirme überall wutauslösende, erfundene Bilder von feindlichen Soldaten – eine Erinnerung daran, dass Ozeanien sich in einem Zustand des ewigen Krieges befindet und die Loyalität daher absolut sein muss. Seit vielen Jahren, lange vor dem 7. Oktober,
Die israelische Propagandamaschinerie betreibt seit langem eine eigene, an Orwell angelehnte Kampagne der Kontrolle und Desinformation, die darauf abzielt, das palästinensische Volk zu dämonisieren und zu delegitimieren. Palästinenser aller Altersgruppen wurden entmenschlicht und als Tiere dargestellt, die eine existenzielle Bedrohung für das Überleben Israels darstellen. Und ihre brutale und gnadenlose Vertreibung vor Jahrzehnten aus dem Gebiet des heutigen Staates Israel wurde wiederholt heruntergespielt oder geleugnet.
Doch Israel und seine entschiedenen Unterstützer verlieren an allen diesen PR-Fronten an Boden. Trotz der Ermordung von Hunderten von Journalisten und Medienmitarbeitern erweisen sich die erschütternden Berichte aus dem Gazastreifen – darunter Bilder von einigen der Tausenden von Kindern, die getötet wurden oder zu Waisen geworden sind – für die Welt als schwer zu ignorieren. Fanatische Siedler im Westjordanland plündern und die Zerstörung ganzer Dörfer hat selbst bei einigen der engsten Verbündeten Israels Besorgnis ausgelöst. Neu entdeckte offizielle Dokumente aus der Gründungszeit Israels lassen keinen Zweifel daran, dass Hunderttausende
Palästinenser durch rücksichtsloses Terror Vorgehen aus ihren Häusern vertrieben wurden. Und zumindest einigen Sympathisanten, die sich für vorsätzliche Ignoranz entschieden haben, fällt es nun zunehmend schwerer, den sich vo ihren Augen abspielenden und live übertragenen Völkermord zu übersehen.
Es gibt noch eine weitere Parallele zu „1984“, die an dieser Stelle hervorzuheben ist. Um unerwünschte Äußerungen und unabhängiges Denken auszumerzen, schafft der Große Bruder die „Neusprache“ – eine neue Sprache mit weitaus weniger Wörtern. Ein Parteigänger erklärt dies folgendermaßen: „Es ist etwas Wunderbares, die Zerstörung von Wörtern … Die größte Verschwendung findet sich bei den Verben und Adjektiven, aber es gibt auch Hunderte von Substantiven, die man ebenso gut streichen kann … Das ganze Ziel von Neusprech ist es, den Spielraum des Denkens einzuschränken … Letztendlich werden wir Gedankenverbrechen buchstäblich unmöglich machen, denn es wird keine Wörter mehr geben, mit denen man sie ausdrücken könnte.“
Die israelische Propagandamaschinerie scheint eine eigene Version davon übernommen zu haben, mit einem ähnlichen Ziel: die Darstellung Israels zu kontrollieren, indem sie den Sprachgebrauch streng einschränkt, sodass es viel schwieriger wird, unliebsame Ideen und Wahrheiten auszudrücken oder gar zu denken. Wörter wie „Palästina“ und „Palästinenser“ kommen daher im Wörterbuch der „Neusprache für Israel“ nicht vor. Sie wurden durch „anti-
israelisch“, „anti-“ „Zionist“ und ähnliche Ausdrücke, die die Grenze zwischen Opfer und Täter verwischen. Diese bildliche Auslöschung des palästinensischen Volkes geht einher mit dessen tatsächlicher Vertreibung und Vernichtung und trägt dazu bei, dass Israels Kriegsverbrechen aus dem Gedächtnis und aus den Gesprächen verschwinden. In ähnlicher Weise fehlen auch Begriffe wie „Besatzung“, „Apartheid“, „Völkermord“ und andere für Israel beleidigende Wörter im Wörterbuch der „Neusprache für Israel“.
Sie alle wurden durch ein einziges Wort ersetzt, das Israel-Befürworter so oft und so laut wie möglich verwenden sollen: „Antisemitismus“ (mit einem impliziten Ausrufezeichen). Das ultimative Ziel ist ein „Groß-Israel“ in Wort und Tat. Der eiserne Griff des Großen Bruders ist in „1984“ allgegenwärtig, doch der Anhang des Romans deutet darauf hin, dass Neusprech in Ozeanien nie vollständig eingeführt wurde und dass das Regime schließlich gestürzt wird. Auch die israelische
Propagandamaschinerie zeigt Anzeichen von Schwäche. Hier in den Vereinigten Staaten verliert die seit langem bestehende „Palästina-Ausnahme“ – die energische Unterdrückung und Bestrafung von Äußerungen, die die Rechte und die Freiheit der Palästinenser
verteidigen – an Einfluss.
Die amerikanische Öffentlichkeit versteht heute immer besser, wer das palästinensische Volk ist und wie es von Israel und seinen Unterstützern in gravierender Weise falsch dargestellt und misshandelt wurde. Nationale Umfragedaten bestätigen diese vielversprechenden Entwicklungen, ebenso wie jüngste Äußerungen und Positionswechsel vieler politischer Führer in Washington, D.C.“
Stopp, der letzte Absatz würde die 10.000 sprengen, genau um 284 Zeichen. Werde deshalb meinen zweiten 10.000-Kommentar gleich dafür verbraten.
Wie verspochen, der Rest vom Schützenfest, den letzen Absatz‘!
„Wir wissen nicht genau, wie Israels engagierte Befürworter nun reagieren werden, während ihr Spiegelkabinett zusammenbricht, ihre Propagandablasen platzen und ihre Verzweiflung wächst. Klar ist jedoch, dass wir die wachsende Welle der Unterstützung für Palästina nicht als selbstverständlich hinnehmen dürfen. Sie spiegelt die unermüdlichen Bemühungen vieler mutiger Menschenrechtsverteidiger wider, die ihren Lebensunterhalt, ihre Freiheit und in manchen Fällen sogar ihr Leben riskiert haben. Auf große und kleine Weise können wir alle dazu beitragen, die Auslöschung des palästinensischen Volkes zu bekämpfen, indem wir seine Sache in unseren Gedanken, unseren Worten und unseren Taten in den Vordergrund stellen. Von der israelischen Propagandamaschinerie wirst du das nicht hören, aber „Nie wieder“ gilt jetzt und für alle Menschen..“
With no further comments!
Nun, die erste Zehntausendertranche meines Kommentars ging wohl beim Transfer durch die grundgesetzwidrige Zensurbrille hopps, die Reichsschriftumskammer 2.0 wird wohl seine Gründe haben. Nun denn, hier der wichtigste Teil davon, sonst hinge ja der letzte Absatz in Kommentar 2 völlig in der Luft und das geht gar nicht. Schaun wir mal wie weise die KI so ausgefallen ist!
Big Brother und die Israel-Lobby
Veröffentlicht von Roy Eidelson am 20. April 2026 um 2:00 Uhr in den Artikeln 2015,
Hinweis: Dieser Meinungsbeitrag spiegelt meine persönlichen Ansichten wider und nicht die einer Gruppe, der ich angehöre.
In George Orwells dystopischem Roman „1984“ ist Ozeanien eine totalitäre Gesellschaft, in der der Große Bruder bedingungslose Konformität und Gehorsam verlangt; in der die Gedankenpolizei jeden Verstoß gegen die Regeln ständig überwacht und bestraft; und
in der das Ministerium für Wahrheit verkündet: „Krieg ist Frieden“, „Freiheit ist Sklaverei“ und „Unwissenheit ist Stärke“. Laut dem Protagonisten der Geschichte ist der größte Ketzerei in Ozeanien der gesunde Menschenverstand, und das wichtigste Gebot lautet, die Beweise deiner Augen und Ohren zu verwerfen. Letztendlich entkommt niemand diesem totalen Überwachungsstaat – „Big Brother beobachtet dich!“ –, denn diejenigen, die in irgendeiner Weise rebellieren, werden identifiziert, gefangen genommen, gebrochen und oft „verdampft“, als hätten sie nie existiert.
Manchmal muss ich an Orwells Ozeanien denken, wenn ich die täglichen beunruhigenden und empörenden Nachrichten aus Palästina und der gesamten Region lese. Ich denke darüber nach, wie die heutige Israel-Lobby, ganz ähnlich wie der Große Bruder, absolute Loyalität, Gehorsam und Unterwerfung verlangt. Und wie auch sie oft bis zum Äußersten geht, um diejenigen zum Schweigen zu bringen und zu bestrafen, die ihre irreführende und betrügerische Propaganda hinterfragen oder ablehnen.
So „friert“ beispielsweise die regierende Partei in Ozeanien die Geschichte bei Bedarf ein, um sie ihrer bevorzugten Darstellung anzupassen, in der Überzeugung: „Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft; wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit.“ Befürworter Israels versuchen etwas Ähnliches, wenn sie die Ansicht vertreten, dass die relevante Geschichte Israels scheinbar mit den schrecklichen, von der Hamas angeführten Angriffen vom 7. Oktober 2023 beginnt und endet. Durch diese verzerrte Brille betrachten sie Sie ignorieren Jahrzehnte palästinensischen Leidens und der Unterdrückung und behaupten gleichzeitig, dass nach moralischen Maßstäben nichts, was Israel seit jenem Tag getan hat, ihm angelastet werden könne. Nach ihrer Darstellung sind alle israelischen Gräueltaten der letzten zweieinhalb Jahre entweder nie geschehen oder vollständig gerechtfertigt (Israels eigene Version von Ozeanias „Doppeldenken“).
Natürlich haben unwiderlegbare Beweise für Israels Kriegsverbrechen und seine Missachtung grundlegender menschlicher Anständigkeit diese Fiktion entlarvt. In den letzten Wochen haben Israels wahllose Angriffe auf Wohngebiete und zivile Infrastruktur im Libanon und im Iran zudem jeden noch verbleibenden Vorwand entlarvt, dass „Selbstverteidigung“ stets die einzige Grundlage für seine Akte massiver Gewalt und Zerstörung sei. Bedenken Sie auch, dass in „1984“ der Große Bruder die Geschichte nach Belieben umschreibt und dafür sorgt, dass die Bürger Ozeaniens in ständiger Angst um ihre Sicherheit leben. Während eines täglichen Pflichtrituals namens „Zwei Minuten Hass“ zeigen die Teleschirme überall wutauslösende, erfundene Bilder von feindlichen Soldaten – eine Erinnerung daran, dass Ozeanien sich in einem Zustand des ewigen Krieges befindet und die Loyalität daher absolut sein muss. Seit vielen Jahren, lange vor dem 7. Oktober,
Die israelische Propagandamaschinerie betreibt seit langem eine eigene, an Orwell angelehnte Kampagne der Kontrolle und Desinformation, die darauf abzielt, das palästinensische Volk zu dämonisieren und zu delegitimieren. Palästinenser aller Altersgruppen wurden entmenschlicht und als Tiere dargestellt, die eine existenzielle Bedrohung für das Überleben Israels darstellen. Und ihre brutale und gnadenlose Vertreibung vor Jahrzehnten aus dem Gebiet des heutigen Staates Israel wurde wiederholt heruntergespielt oder geleugnet.
Doch Israel und seine entschiedenen Unterstützer verlieren an allen diesen PR-Fronten an Boden. Trotz der Ermordung von Hunderten von Journalisten und Medienmitarbeitern erweisen sich die erschütternden Berichte aus dem Gazastreifen – darunter Bilder von einigen der Tausenden von Kindern, die getötet wurden oder zu Waisen geworden sind – für die Welt als schwer zu ignorieren. Fanatische Siedler im Westjordanland plündern und die Zerstörung ganzer Dörfer hat selbst bei einigen der engsten Verbündeten Israels Besorgnis ausgelöst. Neu entdeckte offizielle Dokumente aus der Gründungszeit Israels lassen keinen Zweifel daran, dass Hunderttausende
Palästinenser durch rücksichtsloses Terror Vorgehen aus ihren Häusern vertrieben wurden. Und zumindest einigen Sympathisanten, die sich für vorsätzliche Ignoranz entschieden haben, fällt es nun zunehmend schwerer, den sich vo ihren Augen abspielenden und live übertragenen Völkermord zu übersehen.
Es gibt noch eine weitere Parallele zu „1984“, die an dieser Stelle hervorzuheben ist. Um unerwünschte Äußerungen und unabhängiges Denken auszumerzen, schafft der Große Bruder die „Neusprache“ – eine neue Sprache mit weitaus weniger Wörtern. Ein Parteigänger erklärt dies folgendermaßen: „Es ist etwas Wunderbares, die Zerstörung von Wörtern … Die größte Verschwendung findet sich bei den Verben und Adjektiven, aber es gibt auch Hunderte von Substantiven, die man ebenso gut streichen kann … Das ganze Ziel von Neusprech ist es, den Spielraum des Denkens einzuschränken … Letztendlich werden wir Gedankenverbrechen buchstäblich unmöglich machen, denn es wird keine Wörter mehr geben, mit denen man sie ausdrücken könnte.“
Die israelische Propagandamaschinerie scheint eine eigene Version davon übernommen zu haben, mit einem ähnlichen Ziel: die Darstellung Israels zu kontrollieren, indem sie den Sprachgebrauch streng einschränkt, sodass es viel schwieriger wird, unliebsame Ideen und Wahrheiten auszudrücken oder gar zu denken. Wörter wie „Palästina“ und „Palästinenser“ kommen daher im Wörterbuch der „Neusprache für Israel“ nicht vor. Sie wurden durch „anti-
israelisch“, „anti-“ „Zionist“ und ähnliche Ausdrücke, die die Grenze zwischen Opfer und Täter verwischen. Diese bildliche Auslöschung des palästinensischen Volkes geht einher mit dessen tatsächlicher Vertreibung und Vernichtung und trägt dazu bei, dass Israels Kriegsverbrechen aus dem Gedächtnis und aus den Gesprächen verschwinden. In ähnlicher Weise fehlen auch Begriffe wie „Besatzung“, „Apartheid“, „Völkermord“ und andere für Israel beleidigende Wörter im Wörterbuch der „Neusprache für Israel“.
Sie alle wurden durch ein einziges Wort ersetzt, das Israel-Befürworter so oft und so laut wie möglich verwenden sollen: „Antisemitismus“ (mit einem impliziten Ausrufezeichen). Das ultimative Ziel ist ein „Groß-Israel“ in Wort und Tat. Der eiserne Griff des Großen Bruders ist in „1984“ allgegenwärtig, doch der Anhang des Romans deutet darauf hin, dass Neusprech in Ozeanien nie vollständig eingeführt wurde und dass das Regime schließlich gestürzt wird. Auch die israelische
Propagandamaschinerie zeigt Anzeichen von Schwäche. Hier in den Vereinigten Staaten verliert die seit langem bestehende „Palästina-Ausnahme“ – die energische Unterdrückung und Bestrafung von Äußerungen, die die Rechte und die Freiheit der Palästinenser
verteidigen – an Einfluss.
Die amerikanische Öffentlichkeit versteht heute immer besser, wer das palästinensische Volk ist und wie es von Israel und seinen Unterstützern in gravierender Weise falsch dargestellt und misshandelt wurde. Nationale Umfragedaten bestätigen diese vielversprechenden Entwicklungen, ebenso wie jüngste Äußerungen und Positionswechsel vieler politischer Führer in Washington, D.C.
Wir wissen nicht genau, wie Israels engagierte Befürworter nun reagieren werden, während ihr Spiegelkabinett zusammenbricht, ihre Propagandablasen platzen und ihre Verzweiflung wächst. Klar ist jedoch, dass wir die wachsende Welle der Unterstützung für Palästina nicht als selbstverständlich hinnehmen dürfen. Sie spiegelt die unermüdlichen Bemühungen vieler mutiger Menschenrechtsverteidiger wider, die ihren Lebensunterhalt, ihre Freiheit und in manchen Fällen sogar ihr Leben riskiert haben. Auf große und kleine Weise können wir alle dazu beitragen, die Auslöschung des palästinensischen Volkes zu bekämpfen, indem wir seine Sache in unseren Gedanken, unseren Worten und unseren Taten in den Vordergrund stellen. Von der israelischen Propagandamaschinerie wirst du das nicht hören, aber „Nie wieder“ gilt jetzt und für alle Menschen.